ETF Securities Marktüberblick September 30, 2014

Die weltweiten Aktienmärkte und zyklische Metalle beendeten die letzte Woche im Minus, da die europäischen und amerikanischen Einkaufsmanagerindexdaten, die US-Aufträge für langlebige Gebrauchsgüter sowie  der deutsche IFO-Index enttäuschten. Aufgrund von besser als erwarteten chinesischen Einkaufsmanagerindexdaten konnten China A-Aktien dem Trend trotzen. In dieser Woche werden die amerikanischen Arbeitsmarktdaten im Fokus stehen, da der Markt mit Hilfe dieser Daten die Möglichkeit austestet, ob die amerikanische Wirtschaft für eine mögliche Zinserhöhung im 1. Halbjahr 2015 bereit wäre. Ein starkes Ergebnis wird den US Dollar stärken, was Rohstoffe wahrscheinlich unter Druck bringen wird.

Mittelfristig glauben wir aber, dass sich die amerikanische Wirtschaftskraft letztendlich positiv auf das weltweite Wachstum und die Rohstoffnachfrage auswirken wird. Daher sehen wir die derzeitigen Rohstoffpreise als einen guten Einstieg.

 

Rohstoffe

Ausbreitung von Ebola Virus treibt Kakaopreis

Durch die günstigen Preise finden sich zunehmend spekulative Investoren in den ersten Rohstoffen wieder, besonders in Agrarkörben und Silber signalisieren die Zuflüsse eine mögliche Trendwende. Trotzdem fielen die meisten Rohstoffpreise in der vergangenen Woche weiter und mussten durch die negativen Aussichten weitere Abflüsse hinnehmen. Vor dem Hintergrund eines möglicherweise strikteren Kurses der Federal Reserve (FED) im Jahr 2015 bleibt Gold weiterhin unter Druck.

Die anhaltende Besorgnis über Chinas Wirtschaftsaussichten hat ebenso die Performance von Industriemetallen und industrieabhängigen Edelmetallen belastet. Da die spekulativen Short-Positionen in vielen Rohstoffen ihre Allzeithochs erreicht haben, glauben wir, dass bei einsetzen auch nur geringster positiver Nachrichten diese Short-Positionen gedeckt werden müssten und eine Rallye damit ausgelöst werden könnte. In den kommenden Wochen dürften Investoren daher ihre Long-Positionen wieder aufbauen, da die meisten Rohstoffe nahe deren Produktionskosten gehandelt werden. So haben Investoren nach einem längeren Zeitraum des Aufbaus von Short Gold Positionen vergangene Woche mit $48 Millionen die höchsten Ausflüsse aus diesem Produkt seit Auflage getätigt.

Da die indonesische Regierung das Verbot von Erzexporten weiterhin aufrechterhalten will, sahen Long Nickel ETPs  Zuflüsse von $1,4 Millionen. Nach den enttäuschenden Einkaufsmanagerindexdaten und ebenso enttäuschenden Daten für langlebige Gebrauchsgüter, fielen die Preise für Nickel zusammen mit anderen Industriemetallen trotzdem. Generell wurden die Preise der meisten Industriemetalle von den schwächer als erwarteten US-Einkaufsmanagerindexdaten negativ beeinflusst.

Aufgrund Bedenken über eine weitere Ausbreitung von Ebola, stieg der Preis von Kakao um 10% in den letzten zwei Wochen. Nach den Gewinnen der letzten Woche von 5,4%, wird der Preis für Kakao wahrscheinlich noch weiter steigen, Da Afrika der weltweit größte Kakaoproduzent mit 70% Anteil am Kakaoangebot ist, könnte eine weitere Ausbreitung von Ebola daher das weltweite Angebot schmälern.

 

Aktien

China A-Aktien trotzen dem weltweiten Abwärtstrend der Aktienmärkte

Aufgrund der besseren chinesischen Einkaufsmanagerindexdaten im September, konnte der MSCI China A Index in der letzten Woche um 0,9% zulegen. Die Daten aus der Eurozone und von USA enttäuschten hingegen wieder. Seit Ende Juli wurde der MSCI China A Index über seinen 50- und 200-Tage-gleitenden Durchschnittswerten gehandelt, was mittelfristig steigendes Potential darstellen könnte.

Unterdessen verstärkten die schwächer-als-erwarteten Konsumklimaindexdaten der Universität Michigan den Druck auf den Russell 2000 Index, welcher in der letzten Woche um 4,2% fiel. Bedenken hinsichtlich der Effektivität und Rolle der EZB weiteres Wachstum in der Eurozone zu generieren, haben die europäischen Aktienmärkte belastet.

 

Währungen

Wachstumssorgen und Volatilität belasten Rohstoffwährungen – weitere Verluste möglich.

Die sogenannten Rohstoffwährungen, welche die Währungen der größten Rohstoffproduzenten wie Australien, Neuseeland, Kanada und Norwegen beinhalten, schnitten in der vergangenen Woche unter anderem aufgrund schwächerer Rohstoffpreise am schlechtesten ab (teilweise ein Spiegelbild der Erwartung an das Weltwirtschaftswachstums).

Aufgrund des unklaren Zinsumfeldes und insbesondere einer eventuellen US-Zinserhöhung im nächsten Jahr, stieg die Volatilität in einer Reihe von verschiedenen Anlageklassen, einschließlich des Währungsmarkts.

Wenn die Ölpreise sich erholen sollten, könnten der kanadische Dollar und die norwegische Krone vor einer möglichen Trendwende stehen. Wir erwarten allerdings, dass beide Währungen vor einer weiteren Schwäche stehen.

Die Wachstumssorgen in China werden wahrscheinlich den AUD belasten. Nachdem die neuseeländische Zentralbank bekannt gegeben hat, dass sie die seit sieben Jahren größte Mengen an Währungen verkauft hat, um die Inflation zu bremsen, wird den NZD wahrscheinlich weiter schwächen.

JP Morgan Weekly Brief September 22, 2014

This week, JP Morgan starts with a look at central banks all over the world. They analyze the divergence between the US/UK monetary policy and the continental European monetary policy as well as the market implications. They end with the conclusion that European investors should invest in US assets. Find the edition from Monday,  September 29, 2014 here.

Der Risk-Parity-Bond-Ansatz kann jedes Anleihe-Portfolio sinnvoll ergänzen

Hamburg, 26. September 2014. Wie bei anderen Anlageklassen auch sollten Investoren im Anleihe-Segment auf eine ausreichende Diversifizierung ihres Portfolios achten. Wirtschaftliche Einflüsse oder die Zinsentwicklung können die Performance im Bond-Bereich empfindlich beeinträchtigen. Zwar steht Anlegern grundsätzlich ein ausreichendes Universum an zueinander unkorrelierten Sub-Assetklassen wie z.B. Staats- und Unternehmensanleihen oder auch inflationsindexierte Papiere zur Verfügung. Doch nicht immer werden die entsprechenden Assets auch optimal allokiert.

Der Mix an Fixed-Income-Assets mit Renditequellen, die in unterschiedlichen Phasen des Konjunkturzyklus besonders gut performen, kann die Robustheit eines Portfolios gegenüber Konjunktur- aber auch Zinsschwankungen erhöhen. Darüber hinaus ist anzumerken, dass Anleihe-Investments in Zeiten von Zinssteigerungen ebenso sinnvoll sind wie in Zeiten sinkender Zinsniveaus. Selbst ein reines Staatsanleihen-Portfolio gewinnt über die Zeit an Wert, auch wenn die Zinsen steigen. Dies zeigt der untenstehende Langfristchart. Allerdings muss bei Zinsanstiegen mit höherer Volatilität gerechnet werden. Gerade hier setzt der Risk-Parity-Ansatz im Bond-Bereich an, der zwar die „Richtung“ der Renditeentwicklung beibehält, aber durch die risikoparitätische Diversifikation markant die Portfoliovolatilität senkt. Speziell für den Fixed-Income-Bereich bedeutet das: Wertsteigerung und -erhalt sind grundsätzlich auch in schwierigen Zinsphasen möglich.

Grafik 1: Bonds ergeben in einem Portfolio auch in Phasen steigender Zinsen Sinn

Quelle: Aquila Capital Concepts GmbH, Bloomberg

Eine optimale Umsetzung des Diversifikationsgedankens im Fixed-Income-Segment lässt sich mit dem Risk-Parity-Ansatz erreichen. Eine systematische, prognosefreie Risk-Parity-Bond-Strategie liefert langfristig überlegene, risikoadjustierte Renditen, indem Unsicherheitsfaktoren minimiert werden und durch das bestmögliche Ausnutzen von geringen bzw. negativen Korrelationen zwischen den Anlagen eine echte Diversifikation erzielt wird.

Dabei erfolgt eine breite Streuung über verschiedene Sub-Assetklassen wie z.B. Staats- und Unternehmensanleihen, inflationsindexierte Anleihen und Positionen in Emerging-Marktes-Währungen sowie über verschiedene Regionen und Durationen hinweg. Das Risikoparitätsprinzip beruht darauf, dass die einzelnen Bestandteile des Portfolios gleich viel zum Gesamtportfolio-Risiko beitragen. So wird das Risiko nicht von einzelnen Risikofaktoren beherrscht.

Was bedeutet dies für Fixed-Income-Investoren?

Ein nicht diversifizierter Investor, der z.B. schwerpunktmäßig in Staatsanleihen investiert ist, kann unter Hinzunahme eines Risk-Parity-Bond-Konzepts die Diversifikation seines Gesamtportfolios signifikant steigern und kostengünstig in andere Risikoprämien als Duration investieren. Ein Risk-Parity-Bond-Fund ist ähnlich preiswert wie ein indexierter Fonds, aber weniger starr, da die Allokation täglich im Hinblick auf das Risiko adjustiert wird.

Demgegenüber hat ein gut diversifizierter Fixed-Income-Investor die verschiedenen Sub-Anlageklassen typischerweise bereits in seinem Portfolio, in Form von Indexfonds, Einzelanlagen etc., und nimmt taktische Allokationen vor. Da letztere sehr betreuungsintensiv sind, liefert die Ergänzung eines bereits diversifizierten Portfolios um ein Risk-Parity-Bond-Konzept entscheidende Vorteile. Durch den Einsatz des Konzeptes werden Ressourcen für die Erzeugung von zusätzlichen Alpha-Erträgen geschaffen, da man mit dem Risk-Parity-Bond-Ansatz als Basis-Baustein schon optimal und kostengünstig diversifiziert ist. Hinzu kommt, dass ein Risk-Parity-Bond-Fund genauso intuitiv wie eine Taktische Asset Allokation (TAA) ist. Es wird in Anlageklassen mit abschöpfbaren Renditequellen investiert, aber durch die Risikogleichgewichtung auf Renditeprognosen verzichtet.

Schließlich bietet ein Risk-Parity-Bond-Fund durch seine Zinsrobustheit – weil er Sub-Anlageklassen beinhaltet, die in unterschiedlichen Marktphasen unterschiedliche Stärken haben – ähnlich robuste Chancen auf einen stabilen Ertrag wie ein Hedgefonds. Im Gegensatz zu diesem ist aber die Risk-Parity-Investition transparent und funktioniert ohne den Einsatz von Leverage.

Unser Fazit: Der Risk-Parity-Bond-Ansatz kann jedes Fixed-Income-Portfolio sinnvoll ergänzen. Unserer Meinung nach ist das Risikoparitätskonzept für Bond-Investments ein sehr guter Ansatz, um das Marktbeta im Anleihe-Segment abzuschöpfen, denn er kombiniert auf optimale Weise eine Reihe von untereinander niedrig korrelierten systematischen Risikoquellen des Fixed–Income-Bereichs.

Grafik 2: Risk Parity Bond ergänzt jedes Fixed-Income-Portfolio

Quelle: Aquila Capital Concepts GmbH, schematische Darstellung

Über Aquila Capital
Aquila Capital wurde 2001 gegründet und zählt zu den führenden Investmentgesellschaften für Alternative Investments. Das Unternehmen entwickelt Anlagestrategien, die von den langfristigen demografischen und strukturverändernden Trends der Weltwirtschaft zu Beginn des neuen Jahrhunderts getragen werden, die nachhaltige und volkswirtschaftlich sinnvolle Erträge generieren und eine geringe Korrelation mit traditionellen Assetklassen aufweisen. Um dauerhaft erfolgreich zu sein, nutzt Aquila Capital das Know-how hochqualifizierter Investmentteams.
Aquila Capital ist Teil der eigentümergeführten Aquila Gruppe mit Hauptsitz in Hamburg und neun weiteren Standorten, unter anderem in Zürich, London, Frankfurt und Singapur. Weltweit verwaltet die Aquila Gruppe für einen internationalen Investorenkreis ein Vermögen von 7,4 Mrd. Euro.

 

Kontakt

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Valentinskamp 70
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Tel.: +49 (0)40 87 50 50-100
Email: info@aquila-capital.de
Web: www.aquila-capital.de

Fidelity Marktkommentar: Vom Standbein aufs Spielbein - Flexibilität wird bei Ertragsanlagen wichtiger

Kronberg im Taunus, 25. September 2014 - ,,Angetrieben von der Erholung der US-Konjunktur hat sich das globale Wachstum verbessert. Die schwachen Rohstoffpreise und Arbeitsmarktzahlen sorgen zudem für einen geringeren Inflationsdruck.

Die nächsten entscheidenden Schritte kommen vermutlich von den Zentralbanken. Die US-Notenbank und die Bank von England dürften die Leitzinsen im ersten oder zweiten Quartal 2015 anheben. Die Europäische Zentralbank hingegen wird die niedrigen Zinsen auf längere Sicht beibehalten, ähnlich die japanische Zentralbank. Das zwingt Anleger, die laufende Erträge suchen, zum Umdenken.

Weil die Märkte dazu tendieren, einen Zinsanstieg einzupreisen, bevor er passiert, ist es sinnvoll, sich jetzt schon für den kommenden Zinsanstieg zu positionieren. Ich habe daher Staatsanleihen und Unternehmensanleihen aus dem Investment-Grade-Bereich - also guter bis sehr guter Bonität -, die empfindlich auf Zinsänderungen reagieren, bereits reduziert. Stattdessen habe ich das Portfolio mehr auf Anlagen mit variablem Zinssatz ausgerichtet. Dazu gehören nicht-verbriefte Kredite, deren Coupon an die kurzfristigen Zinsen gekoppelt ist.

Da der Zinsanstieg in den USA und Großbritannien die Folge einer verbesserten Konjunkturlage sein dürfte, halte ich an der Übergewichtung von Anlagen aus dem Wachstumsbereich fest. Bei den Wachstumswerten habe ich im August den Anteil an dividendenstarken Aktien erhöht. Zudem setze ich weiter auf Anlagen wie Infrastruktur-Investments, die sich der Inflation anpassen und wenig mit anderen Anlageklassen korrelieren. 

Bei Hochzinsanleihen ziehe ich asiatische und US-Werte europäischen Anleihen vor. Die Risikoaufschläge von US-Hochzinsanleihen sind aktuell gestiegen, was auch einen Puffer gegenüber steigenden Renditen von US-Staatsanleihen bietet. Bei asiatischen Hochzinsanleihen sorgen attraktive Bewertungen, ermutigende wirtschaftliche Daten und verbesserte Investorenerwartungen für Rückenwind."

 

 

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Ertrag         Untergewichten Traditionelle Ertragsanlagen haben im aktuellen Zyklus unattraktive Risiko-Rendite-Merkmale
Investment-Grade-Anleihen            Untergewichten  
Staatsanleihen           Untergewichten  
Schwellenländeranleihen            Neutral  
Cash            Neutral
Hybrid
(Wachstum & Ertrag)
          Neutral Positives Umfeld für Hybrid-Anlagen, wenn auch selektiv
Hochzinsanleihen            Neutral
Nicht-verbriefte Kredte           Übergewichten  
Wachstum           Übergewichten Aktuelles Umfeld bleibt für Wachstumsanlagen förderlich
Aktien            Neutral  
Infrastruktur-Investments           Übergewichten  
Immobilien            Untergewichten  

ETF Securities Marktüberblick September 22, 2014

Zyklische Anlagen kamen in der letzten Woche aufgrund Wachstumsbedenken in China, einer möglichen Stagnation in Europa und  Erwartungen einer Zinserhöhung in den USA unter Druck. Dies beeinflusste vor allem rohstoffabhängige Aktien und Nebenwerte negativ, wie auch eine Reihe von Rohstoffen die besonders stark auf  Zins- und Wachstumsbewegungen reagieren. Besonders die zunehmende Erwartung einer Zinserhöhung in den USA im 1. Halbjahr 2015, sowie die verhaltenen Auswirkungen der  jüngsten Konjunkturpakete der EZB und das enttäuschende chinesische Wachstum sorgten für Volatilität in den Märkten. Aus unserer Sicht werden die Konjunkturpakete der chinesischen Regierung dabei helfen, das Wirtschaftswachstum zum Ende des Jahres zu beleben. Ebenso sollte sich die anhaltende Erholung der amerikanischen Wirtschaft unterstützend auf das weltweite Wachstum auswirken. Die möglichen Zinserhöhungen in den USA und ein starker Dollar spiegeln die verbesserten Wirtschaftsdaten der USA wider, wovon zyklische Anlagen profitieren sollten. Angesichts der jahrelangen unterdurchschnittlichen Performance von Rohstoffen und der Tatsache, dass viele unterhalb der Produktionskosten gehandelt werden, denken wir, dass Rohstoffe vor einer möglichen Trendwende stehen könnten.

 

Rohstoffe

Starker Dollar, chinesische Wachstumsbedenken und verringerte weltweite Risiken belasten Rohstoffe

Zusätzlich zu den oben beschriebenen makroökonomischen Gegebenheiten haben sich die abnehmenden geopolitischen Risiken negativ auf die Performance von Rohstoffen ausgewirkt, was zu größeren Abflüssen in Rohstoff-ETPs in der letzten Woche geführt hat. Vor allem Edelmetalle, besonders Silber und Gold-ETPs, sahen mitunter die höchsten Abflüsse innerhalb eines Jahres. Gold schloss nur knapp über den von uns geschätzten Gesamtproduktionskosten und dem Unterstützungslevel  von $1200 pro Unze. Wir sehen somit den aktuellen Goldpreis als einen sehr attraktiven Einstiegspunkt für langfristige Investoren.

Die Preiskorrektur in Öl und Weizen und das daraus resultierende attraktive Preisniveau hingegen zieht vermehrt spekulative Investitionen an. So konnten die Öl-ETPs die 10. Woche in Folge Zuflüsse verbuchen, welche sich bei $192 Millionen in diesem Zeitraum befinden. Während die IEA die weltweite Öl-Nachfrage für 2014/2015 nach unten revidierte, wird die Nachfrage in Q3/Q4 2014 bis in 2015 hinein trotzdem stärker erwartet. Sollten die Ölnachfrage und –preise weiterhin gedrückt sein, wird erwartet dass die OPEC Produktionskürzungen für 2015 bekannt geben wird, was unserer Meinung nach den Preis für Brent und WTI über die Marke von $110 / bbl und $105 / bbl bringen könnte.

Aufgrund der gefallenen Preise für Weizen auf sein 4-Jahrestief, konnte Weizen auch in der 18. Woche in Folge Zuflüsse verzeichnen. Denn trotz der verkündeten Rekordproduktion der USDA in 2014, hoffen Investoren, dass die optimistischen Erwartungen nicht erfüllt werden können. Ein kleiner Wetterrückschlag oder auch Ausfuhrbeschränkungen könnten so eine neue Preisrallye verursachen.

Aufgrund derzeitiger Befürchtungen, dass der Ebola-Virus sich noch weiter ausbreiten könnte, kletterte der Preis für Kakao auf ein 3-Jahres-Hoch. Das Virus könnte auch die Elfenbeinküste treffen, wo die größten Hersteller von Kakao angesiedelt sind. Dies scheint aber nur eine Frage der Zeit, bis das Virus das Land erreicht, da das angrenzende Liberia und Guinea bereits dadurch geplagt werden.

Aus unserer Sicht sind die meisten Faktoren, die sich in den letzten Wochen negativ auf Rohstoffe ausgewirkt haben, lediglich von vorübergehender Natur, wodurch sich interessante und attraktive Möglichkeiten für mittel- bis langfristige Investoren darstellt.

 

Aktien

Aktienmärkte nahe Allzeithochs.

Mit Ausnahme des deutschen Aktienmarktes beendeten europäische Aktienbenchmarks die letzte Woche unverändert. Der EURO STOXX 50 Investable Volatility Index fiel um 7,8% und ist wieder in der Nähe seines Allzeittiefs. Die besser als erwartete ZEW-Umfrage unterstützte den DAX, wobei der positive Entscheid der Schotten über ihren Verbleib im Vereinigten Königreich wahrscheinlich britischen Aktien diese Woche unterstützen dürfte. Unterdessen weißt die Underperformance des Russell 2000 Index (beinhaltet Nebenwerte aus den USA) gegenüber dem S&P 500 darauf hin, dass Anleger weiterhin Blue-Chip-Aktien den risikoreicheren Nebenwerten vorziehen.

 

Währungen

Weiterhin starker US Dollar, da die FED Anzeichen der Geldpolitischen Normalisierung signalisiert.

Die FED hat bereits den ersten Schritt in Richtung Zinserhöhung gemacht, indem sie andeutete, möglicherweise das Ende des quantitative easing-Programms bei der nächsten Sitzung zu verkünden. Wir erwarten eine weitere Stärkung des US Dollar, da die FED höhere Zinssätze in 2015 signalisiert hat. Der letzte Zyklus von Zinserhöhungen der FED dauerte von 2004-2006, wobei die Zinsen um 5% stiegen. Nach dem schottischem Referendum und der damit weiterhin verbundenen Einigkeit des Vereinigten Königreichs, sehen wir den besseren Kurs als Möglichkeit wieder eine Short Sterling-Position einzunehmen. Zudem könnte das wirtschaftliche Nord-Süd-Gefälle das britische Pfund belasten und mögliche Zinserhöhungen aufschieben.

Die Banken in der Eurozone haben sich nicht im vollen Umfange der unbegrenzten Mittel der EZB (TLTRO) bedient und beanspruchten lediglich €83 Milliarden der bereitgestellten langfristigen Finanzierungsmittel. Das Ziel der EZB eines signifikanten Bilanzwachstums könnte sich somit schwerer als erwartet gestalten und das gedrückte Preisumfeld somit  noch hinauszögern.

Fidelity Marktkommentar: Erträge aus Dividenden werden weiter steigen

Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity Worldwide Investment:

  • 2013 wurden weltweit Dividenden in Höhe von rund 1.170 Milliarden US-Dollar ausgeschüttet - das entspricht 30 Prozent des deutschen BIP
  • Knapp 25 Prozent der Dividendenzahlungen kommen aus Schwellenländern − Tendenz steigend
  • Reinvestierte Dividenden machten seit den 1970er Jahren rund 40 Prozent der Gesamtrendite von Aktien aus
  • Nachhaltige Ausschüttung sorgt für regelmäßige Erträge im Niedrigzinsumfeld

Kronberg im Taunus, 18. September 2014 - ,,Dividendenstarke Aktien bieten mit Blick auf laufende Erträge eine gute Alternative zu Anleihen. Im Jahr 2013 wurden weltweit Dividenden in Höhe von rund 1.170 Milliarden US-Dollar an Anleger ausgeschüttet. Zum Vergleich: Das entspricht gut 30 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts von rund 3.600 Milliarden US-Dollar.

Dabei haben sich Dividendenausschüttungen mittlerweile rund um den Globus etabliert. Zwar sind die entwickelten Länder immer noch führend, was die Höhe der Dividendenzahlungen angeht. Aber in den vergangenen Jahren beobachten wir den Trend, dass auch immer mehr Unternehmen aus Asien, Lateinamerika, Zentral- und Osteuropa, dem Mittleren Osten und Afrika Dividenden ausschütten beziehungsweise ihre Dividenden steigern. So kamen im Jahr 2013 schon 24,9 Prozent der globalen Dividendenzahlungen aus den Schwellenländern. Das entspricht 291 Milliarden US-Dollar. Insofern ist es für Anleger, die eine Dividendenstrategie verfolgen, zunehmend besser möglich, global zu diversifizieren.

Mit der positiven Entwicklung vieler Unternehmen aus den Schwellenländern dürften auch die dortigen Dividendenzahlungen weiter wachsen. Gesetze in einigen Ländern verstärken diesen Trend: So hat beispielsweise die südkoreanische Regierung im August angekündigt, die Steuern auf Dividenden zu senken, und gleichzeitig eine neue Steuer für einbehaltende Unternehmensgewinne eingeführt. Berechnungen gehen davon aus, dass dadurch die Dividenden in Südkorea um durchschnittlich 15 Prozent steigen könnten.

Dabei liegen die Dividendenrenditen bereits in allen wichtigen Märkten höher als im Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre. In Europa ist die Dividendenrendite mit aktuell 3,1 Prozent im weltweiten Vergleich besonders hoch. Damit sind hier die Dividenden bei rund der Hälfte der Unternehmen höher als die Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen.

Erträge aus Aktienanlagen eignen sich für alle Investoren als Kern-Investmentstrategie. Die Anlage in gut geführte Qualitätsunternehmen mit einer nachhaltigen Ausschüttungspolitik findet vor allem bei Anlegern Anklang, die regelmäßige Erträge suchen. Aber auch für Investoren, die ihre Dividenden reinvestieren, ist diese Anlageklasse empfehlenswert. Denn wiederangelegte Dividenden machen rund 2 Prozentpunkte - oder 40 Prozent - der durchschnittlichen jährlichen Rendite von 5 Prozent aus, die globale Aktien seit den 1970er Jahren erzielten.

Entscheidend für eine nachhaltige Ertragsstrategie aus Aktien ist eine aktive Auswahl der Unternehmen auf Basis fundierter Unternehmensanalysen. Die zentralen Kriterien sind, dass die Unternehmen etabliert sind, starke Cashflows haben, nachhaltige Dividendenzahlungen liefern und die Stärke haben, die Ausschüttungen regelmäßig zu erhöhen. Zu den Unternehmen, die diese Voraussetzungen erfüllen, gehören beispielsweise HSBC, Kimberly-Clark, Reed Elsevier und Astellas."

ETF Securities Marktüberblick September 15, 2014

Vor dem Hintergrund des unsicheren Ausgangs des schottischen Referendums und des Treffens der FED in dieser Woche, sind Investoren aktuell eher zurückhaltend. Zyklische Rohstoffe und europäische Aktien fielen dementsprechend in der letzten Woche. Unterdessen könnten die von der EU neu verabschiedeten Sanktionen gegen Russland wahrscheinlich das zuletzt risikoscheue Verhalten der Investoren noch verstärken. Ebenfalls beeinflussten die schwächer als erwarteten Daten aus China die weltweite Stimmung. Der MSCI China A Index hingegen scheint diese News ignoriert zu haben und konnte in der letzten Woche Gewinne verbuchen.

 

Rohstoffe

Günstiges Preisniveau für Öl und Gold verstärken Zuflüsse

Der Gold- und Ölpreis ist in den letzten Wochen gefallen, da nach dem vereinbarten Waffenstillstand in der Ukraine die geopolitischen Risiken zurückgingen. Da sowohl Brent als auch WTI unter der Marke von $100/bbl gehandelt werden, scheinen Investoren die günstigen Preise für einen Einstieg auszunutzen. Unterstützung kommt auch von der Prognose der US Energy Information Agency (EIA), welche ein Angebotsdefizit für die zweite Jahreshälfte vorhersagt und mit der Einschätzung der OPEC, die mit einem weltweiten Nachfrageanstieg in den verbleibenden Monaten rechnet. Wir denken, dass die OPEC die Ölproduktion zurückfahren wird, wenn die Nachfrage weiterhin schwach bleiben sollte. Das wird sich unterstützend auf den Ölpreis auswirken. Sollte sich keine Trendwende in der aktuellen Nachfrage ergeben, denken wir, dass die OPEC ihre derzeitige Produktion von 30mb/d kürzen wird.

Trotz des schwachen Goldpreises haben Investoren ihre Anlagen in den letzten Monaten weiter gehalten. Die täglichen Daten hingegen weisen darauf hin, dass einige Investoren die Geduld mit dem Goldpreis in den letzten Tagen verloren haben. Die aktuelle relativ stabile geopolitische Situation könnte die Geduld mancher Investoren weiter auf die Probe stellen.

Long-ETPs für Weizen haben in der 17. aufeinanderfolgenden Woche Zuflüsse verzeichnen können, weil Investoren auf einen optimistischeren Bericht der USDA hofften.  Nach der Überproduktion und Anhäufung von Lagerbeständen, hofften Investoren auf stabilisierende Informationen. Der Bericht am letzten Donnerstag war aber enttäuschend. Der Weizenpreis fiel allein in der letzten Woche um 4,2% und wird nun auf dem niedrigsten Niveau seit 2010 gehandelt. Aufgrund des günstigen Niveaus wird mit weiteren Einstiegen von Investoren gerechnet.

Auch die Industriemetalle mussten in der letzten Woche Abflüsse verzeichnen. Bedenken über die chinesische Nachfrage und über Angebotsüberschüssen führte in den letzten Wochen zu größeren Abflüssen. Trotz alledem konnte  China aber eine gestiegene Kreditvergabe berichten, was die Nachfrage für rohstoffintensive Vorhaben wie den Häuserbau oder Infrastrukturprojekte steigern sollte.

Auf der anderen Seite hat sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Philippinen dem Beispiel des indonesischen Exportverbots für Erz folgen würden, verringert, was sich negativ auf den Metallpreis auswirkt.

Nach den massiven Gewinnen der letzten Monate erlitt der Kaffeepreis eine Preiskorrektur von 8,4%. Da sich die brasilianische Kaffeeerntezeit dem Ende nähert und Investoren eine negative Auswirkung der diesjährigen Dürre vermuten, erwarten wir hier ein eher volatileres Umfeld.

 

Aktien

Russische Sanktionen und schottisches Referendum verunsichern Investoren - Europäische Aktien geben nach.

Neben den Bedenken über die Auswirkungen von geopolitischen Risiken auf das Wachstum, hat sich nun die Unsicherheit des möglichen Ergebnisses des schottischen Referendums auf die Stimmung der Investoren niedergeschlagen. Nachdem die Befürworter der Unabhängigkeit in den letzten Wochen scheinbar weiter aufgeholt haben, scheint sich nun wiederum eine Trendwende abzuzeichnen, da die „Better Together“- Kampagne Ihre Wirkung zu entfalten scheint. Trotzdem belastet die Unsicherheit vor der Abstimmung am Donnerstag die europäischen Aktien. Der FTSE 100 Index schloss in der letzten Woche mit einem Verlust von 0,70%, was das letzte Mal im August der Fall war. Der EURO STOXX 50 Investable Volatility Index konnte um 8,2% zulegen. Dies war der größte Gewinn innerhalb einer Woche im letzten Jahr. In der Zwischenzeit schien der MSCI China A Index die schwächeren wirtschaftlichen Daten aus China zu ignorieren und verzeichnete in der letzten Woche einen Gewinn von 1%.

 

Währungen

Rohstoffwährungen nach gestiegener Devisenvolatilität unter Druck.

Während die gestiegene Volatilität den USD unterstützt hat, wirkte sich diese auf Rohstoffwährungen negativ aus.

Das Hauptrisiko, das eine weitere USD-Stärke verhindern könnte, wäre ein gemäßigter Ton der FED aufgrund der zuletzt schwächer als erwarteten Arbeitsmarktdaten.

Da die schottische Abstimmung einem Kopf an Kopf Rennen gleicht, wird das britische Pfund weiterhin im Fokus bleiben. Im Falle einer Entscheidung für den Verbleib Schottlands im Vereinigten Königreich rechnen wir mit einer kurzfristigen Erholung des britischen Pfundes. Dies würde eine Möglichkeit darstellen, um in der Rallye das Pfund gegenüber dem USD zu verkaufen. In dieser Woche wird auch das Ausmaß der Konjunkturmaßnahmen (TLTRO) der EZB bekannt gegeben. Die EZB ist weiterhin darauf aus die wirtschaftliche Erholung der Eurozone stärker zu unterstützen, was zu weitere EUR-Schwäche beitragen könnte.

JP Morgan Weekly Brief September 15, 2014

JP Morgan has a look on the policy of the Swiss National Bank and which economic developments have caused their actions. As aways, the most important market data of last week and the events of this week are included. Find the edition from Monday,  September 15, 2014 here.

BlackRock Weekly Investment Commentary September 15, 2014

BlackRock has again a look at geopolitical risk and their effect on the stock markets. Besides, they analyze the US stock market and predict the future Fed policy. Finally, they do look at Japanese stocks as well and delivery reasons good investment opportunties in Japan. Find the latest edition here.

BlackRock Weekly Investment Commentary September 08, 2014

BlackRock is looking at the stock really that happened at the end of last week regardless of the weaker than expected employment data from the United States and analyze why those are wealer and what that means to the US economy. Furthermore, they quickly look at the appreciation of the USD as well as the fall in commodity prices. Find the latest edition here.

ETF Securities Marktüberblick September 08, 2014

Durch die Fortschritte zu einer Beendigung des Konflikts in der Ukraine und den überraschend positiven Daten des chinesischen Einkaufsmanagerindex (PMI) hat sich die Investorenstimmung verbessert und unterstützend auf Industriemetalle und China A Aktien ausgewirkt. Während geopolitische Risiken nach zu lassen scheinen, bleibt die Ungewissheit über die Erholung der Eurozone und den Ausgang des schottischen Referendums weiterhin groß. Beides wirkt sich dementsprechend belastend auf den Euro und das britische Pfund aus.

 

Rohstoffe

Nickel steigt um 4% nach Exportverbots-Berichten aus den Philippinen.

Nickel kann mit seinem 40-prozentigem Anstieg seit Jahresbeginn die beste Performance unter den Industriemetallen aufweisen. Nach Berichten über einen Exportbann aus Indonesien (größter Nickelproduzent der Welt) wurde diese Preisentwicklung weiter getrieben. Bis jetzt hat China die in der Nickel-Roheisen Industrie notwendigen Bauxite aus den Philippinen bezogen. Sollten die Gerüchte eines Exportverbots in den Philippinen jedoch bestätigt werden, würden 45% des Nickelangebots vom Markt genommen werden. Zink konnte sich wie in den vergangenen Monaten festigen und auch in der letzten Woche kräftig zulegen. Aufgrund geplanter Minenschließungen und einer starken Nachfrage nach verzinktem Stahl aus China wird für das Metall ein Defizit im zweiten Jahr in Folge erwartet.

Weizen und Korn verlieren weiter an Wert, mit 7,3% und 6,2%. Die Erklärung hierfür dürfte in den reichen Ernteerwartungen liegen.

Da die Preise auf einem Jahrestief sind und es in einigen Teilen der USA Frostbedenken hinsichtlich der diesjährigen Ernte gibt, könnten sich die Preise in den nächsten Wochen erholen und ihre Verluste wett machen.

 

Aktien

Schub für europäische Aktien nach unerwarteter Zinssenkung der EZB

Nach der Ankündigung der EZB über neue Konjunkturpakete für die Eurozone, sahen sich europäische Aktienbenchmarks in der letzten Woche deutlich im Plus. Durch die wieder auflebende gute Stimmung am Aktienmarkt konnte die höchste wöchentliche Veränderung seit Dezember letzten Jahres verzeichnet werden. Gehebelte europäische Indizes konnten im Durchschnitt um 6,1% zulegen.

Die Ungewissheit über den Ausgang des schottischen Referendums über eine Abspaltung Schottlands von Grossbritannien hat britische Aktien unter Druck gebracht. Ein starker Abwärtsdruck ist wahrscheinlich, wenn Umfragen die Befürworter einer Unabhängigkeit weiter in der Oberhand sehen. Die derzeitige Stärke des USD, welche durch das Treffen der EZB beeinflusst wurde, hat Verluste im Goldpreis und des DAXglobal Gold Miners Index von 1,6% und 4,7% verursacht. In der Zwischenzeit hatten die besser als erwarteten Daten des Einkaufmanagerindex aus China dem MSCI China A Index zu einem Auftrieb verholfen. Die Preisdynamik wird wahrscheinlich anhalten, sollte sich Chinas Wirtschaft weiter erholen.

 

Währungen

Nach Umfragen zur schottischen Unabhängigkeit stürzt das britische Pfund.

Das Pfund erreicht sein 10-Monatstief nachdem Umfragen die schottischen Befürworter einer Unabhängigkeit in Führung sahen. Die Wahl über eine Unabhängigkeit Schottlands wird in zwei Wochen stattfinden. Das Pfund wird wegen der gestiegenen Volatilität wahrscheinlich kurzfristig weiter unter Druck geraten. Investoren werden wohl daher die Umfragen bis zum 18. September sehr genau verfolgen.

Der Euro fiel auf sein größtes Tief seit 14 Monaten nach den getrübten Inflationsaussichten und dem Dahinschwinden der wirtschaftlichen Dynamik. Die EZB überraschte den Markt mit weiteren unterstützenden Maßnahmen, wie der Senkung des Leitzinssatzes um weitere 0,10%, dem Programm zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen sowie ein Asset-backed Security Programm, was eine Belebung der Kreditflüsse zur Realwirtschaft zur Folge haben soll.

Trotz der enttäuschenden Arbeitsmarktdaten aus den USA erwarten wir einen stärkeren USD. Steigendes Wachstum in den USA wird die Zinssatzunterschiede im Sinne der USA vergrößern und den USD unterstützen.

JP Morgan Weekly Brief September 08, 2014

JP Morgan has a look at the markets after last weeks ECB  meeting and the publication of their future policy plans including the purchase of asset backes securities. JP Morgan puts a special ephasis on the development of the Euro currency compared to the US-Dollar.  Find the edition from Monday,  September 08, 2014 here.

BlackRock Weekly Investment Commentary September 02, 2014

BlackRock analyzes the rise of equities in the past weeks as well as the increasing volatility that goes hand in hand with it. They analyze the strong economic data supporting this rise and what investors should now be aware of. Find the latest edition here.

ETF Securities Marktüberblick September 01, 2014

Auch in der letzten Woche stand die Absicherung vor geopolitischen Risiken im Fokus. Vor allem Palladium und Goldminenfirmen profitieren von dem eskalierenden Konflikt in der Ukraine. Da Russland sich zunehmend eskalierend gibt und die ukrainische Souveränität in Frage stellt, hat die UN westliche Staaten zum Einschreiten aufgefordert.

In dieser Woche wird nach den zurückhaltenderen Tönen der Zentralbanken der Fokus wahrscheinlich in der Zentralbankenpolitik liegen. Dies sollte den USD weiter unterstützen.

 

Rohstoffe

Arabica Kaffee steigt aufgrund schwacher Ernteerwartungen für 2015/2016 erholen. DieÄngste, dass die diesjährige Dürre Anfang dieses Jahres sich auch auf die Produktion im nächsten Jahr auswirken könnte, haben dem Arabica Kaffeepreises zu einem sprunghaften Anstieg von 5,5% in der letzten Woche verholfen.

Da der Ukrainekonflikt eskaliert, hat der Preis für Palladium in der letzten Woche 2,4% dazugewonnen und wird nun bei über $ 900 per Unze gehandelt. Russland ist mit 42% der weltweitgrößte Produzent von Palladium. Sollten weitere Handelssanktionen gegen das Land verhängt werden, könnte das erhebliche Angebotsschwierigkeiten des Metalls nach sich ziehen. In der letzten Woche wurden allerdings Gewinnmitnahmen aus Palladium verbucht, was zu Abflüssen von $3,7 Millionen geführt hat.

Auch wenn Palladium von geopolitischen Risiken profitieren dürfte, ist die schlechtere Performance von Platin nicht gerechtfertigt. Wir erwarten deswegen, dass sich die Preisdifferenz in den kommenden Wochen wieder ausweiten wird.

Mit einem Verlust von 2,1% hat Zinn am schlechtesten unter den Metallen in der letzten Woche abgeschnitten. Das entsprechende Forschungsinstitut für Zinn hat angekündigt, dass es aufgrund gestiegener Produktion in 2014 nicht länger ein Angebotsdefizit auf dem Zinnmarkt erwartet.

 

Die oben erwähnten geopolitischen Risiken haben in der 7. aufeinanderfolgenden Woche hohe Zuflüsse in Gold und Öl-ETPs beschert.

Ebenso sah Kupfer einen Zufluss von insgesamt $6,9 Millionen, weil sich das amerikanische Wachstum weiter beschleunigt.

Investoren nutzen eine Preiskorrektur im Sojabohnenmarkt (4-Jahrestief) dazu, ihre Positionen wieder aufzubauen.  in Sojabohnen nach den höchsten Zuflüssen im Mai. Nach nunmehr 18% Korrektur seit Jahresbeginn kam es zu den höchsten Zuflüssen im Mai. Da die Preise seit Jahresbeginn über 18% verloren haben, beginnen Investoren nun ihre Positionen hier wiederherzustellen.

 

Aktien

Vor dem Meeting der EZB legen europäische Aktien weiter zu.

In der letzten Woche sind europäische Aktienbenchmarks zum dritten Mal in Folge gestiegen, weil Investoren sich vom Treffen der EZB in dieser Woche eine erneute Ankündigung von weiteren Maßnahmen erwarten. Diese Erwartungshaltung folgte der gemäßigten Rede von Draghi in Jackson Hole.

Die amerikanischen Aktien haben trotz des unerwarteten starken BIP-Wachstums von 4,2% die Handelswoche unverändert beendet. Die starken BIP Daten heben allerdings das schnelle Tempo der wirtschaftlichen Erholung hervor.

In der Zwischenzeit ist der Goldpreis auf knapp $1300 per Unze gestiegen, da die Spannungen in der Ukraine wiederaufleben. Dies verhalf dem DAXglobal Gold Miners Index zu 1,1% im selben Zeitraum. Unserer Meinung zufolge wird die Preisdynamik von Gold weiter anhalten, sofern Russland die ukrainische Souveränität weiter in Frage stellen wird.

 

Währungen

Der US Dollar bleibt nach der gemäßigten Rhetorik der Zentralbanken stark.

Von den kommenden Treffen in dieser Woche von der europäischen Zentralbank, der Bank of England, der Bank of Japan und der Zentralbank von Australien, werden weiterhin gemäßigte Töne seitens der Entscheidungsträger erwartet. Die Hauptaussage wird weiterhin die Bekämpfung einer potentiell aufkeimenden deflationären Bedrohung sein. Wir erwarten keine weiteren Maßnahmen an dieser Stelle, sondern dass die Zentralbanken im abwartenden Zustand verbleiben. Während neue Refinanzierungsmaßnahmen (TLTRO) der EZB erst im September in Kraft treten, wird sich Präsident Draghi weiter für eine Unterstützung der Wirtschaft aussprechen, was den Euro weiter belasten wird.

Deflation ist sowohl in Europa, wie auch Japan das Hauptproblem. Aber während eine weitere Yen-Schwäche wahrscheinlich ist, wird Governor Kuroda nach Beweisen für ein Lohnwachstum suchen, bevor zusätzliche Konjunkturpakete verabschiedet werden. Der Arbeitsmarkt bleibt weiter im Hauptfokus der Entscheidungsträger. Hier erwarten wir einen starken Anstieg an Arbeitsplätzen außerhalb der Landwirtschaft in den USA, was ein Erholen der Wirtschaft bestätigen würde. Weitere Gewinne des US Dollars sind daher wahrscheinlich.

JP Morgan Weekly Brief September 01, 2014

In this edition, JP Morgan has a look at the upcoming meetings of the ECB and the Bank of England on Thursday. They have a look at possible interest rate movements as well as differences in the European and British economy and the different policies both central banks will introduce. Find the edition from Monday,  September 01, 2014 here.