AXA IM: Die USA stehen vor einem pazifischen Jahrhundert

Professor Dr. Michael Werz vom Center for American Progress erklärte beim Fondskongress in Mannheim auf Einladung von AXA Investment Managers, warum die Zukunft Amerikas im Pazifik liegt – und welche Folgen das für Europa hat.

Die ökonomische Kraft von Hong Kong, Taiwan und Singapur, die technologische Expertise Japans und Südkoreas, der Rohstoffreichtum Australiens, Indonesiens und Kanadas: Der Pazifische Raum verfügt über ein so großes wirtschaftliches Potenzial, dass er in den kommenden Jahrzehnten die Geschicke der Welt entscheidend bestimmen wird. Diese These vertrat Professor Dr. Michael Werz vom Center for American Progress in seinem Vortrag auf dem Fonds professionell Kongress in Mannheim, wo er am Mittwoch auf Einladung von AXA Investment Managers sprach. „Der Pazifische Ozean wird zum Mittelmeer des 21. Jahrhunderts, denn die entscheidenden Handelswege verlaufen dort“, erklärte der USA-Experte. „Diese nicht aufzuhaltende Entwicklung droht Europa zumindest aus US-amerikanischer Perspektive in die Peripherie zu verdrängen.“

Für die USA und andere Anrainerstaaten des Pazifik berge die Entwicklung aber auch große wirtschaftliche Chancen. So wickelten die USA bereits jetzt ein Viertel ihres Außenhandels allein mit China, Japan, Südkorea und Taiwan ab. Dagegen betrage der Anteil des Handels mit der Europäischen Union weniger als 17 Prozent. Und dies sei erst der Anfang, so Werz, der seit zwölf Jahren in den USA lebt: „Im Jahr 2022 werden 54 Prozent der weltweiten Mittelschichten im Pazifischen Raum leben. Bis dahin werden die Waren- und Dienstleistungsimporte der Anrainernationen von heute rund vier Billionen auf knapp 10 Billionen US-Dollar steigen.“

Diese geopolitische Entwicklung spiegele sich auch in den gesellschaftlichen Verschiebungen im Inneren der Vereinigten Staaten wider: Dort wird es Werz zufolge in etwas mehr als 20 Jahren keine weiße Bevölkerungsmehrheit mehr geben. 2050 schließlich könnten 110 Millionen Hispanics, spanischsprechende Amerikaner also, und 35 Millionen Menschen asiatischer Herkunft in den USA leben. Dies werde auch die kulturellen Verbindungen in den Pazifischen Raum weiter stärken. „Diese sozialen und kulturellen Verbindungen nach Asien und Lateinamerika werden an die Stelle der Verbindung zu Europa treten – und das schon in wenigen Jahren“, betonte Werz. 

Die USA dürften gestärkt aus den gegenwärtigen Umbrüchen hervorgehen

Folgerichtig habe Präsident Barack Obama in den vergangenen zwei bis drei Jahren auch eine umfassende Neuausrichtung der US-Politik in Richtung Pazifik forciert. Im Bann der Eurokrise drohten viele Europäer allerdings, diese wichtigen Weichenstellungen zu verschlafen, so Werz weiter: „Das gilt auch für die Notwendigkeit einer stärkeren Rolle Deutschlands und Europas in Asien, wo man sich völlig unter Wert verkauft. Aus der oftmals beschränkten Sicht und fehlenden Handlungskapazitäten erklärt sich das oft unreflektierte Gerede vom Niedergang der USA.“ Dabei dürften die Vereinigten Staaten aus den gegenwärtigen Umbrüchen zwar verändert, aber gestärkt hervorgehen.

Diese Ansicht vertritt auch Uwe Diehl, Head of Client Group Germany & Austria bei AXA IM: „Die Wirtschaftsnation USA wurde schon oft tot gesagt – und hat sich ebenso oft neu erfunden, um stärker zurückzukehren als zuvor. Mit der konsequenten politischen und wirtschaftlichen Ausrichtung auf den Pazifischen Raum wird gerade der Grundstein für ein neues erfolgreiches Kapitel Wirtschaftsgeschichte gelegt.“ Dazu trage neben den politischen Weichenstellungen auch die dynamische demographische Entwicklung bei, die durch hoch qualifizierte Einwanderer und ein gerade im Vergleich zu Europa geringes Durchschnittsalter der Bevölkerung geprägt sei. Die geopolitischen und gesellschaftlichen Veränderungen im Pazifischen Raum seien daher auch für Investoren unmittelbar relevant. „Gerade die Aktienmärkte dürften in den kommenden Jahrzehnten entscheidend durch den Bedeutungsgewinn des Pazifik geprägt werden“, so Diehl. „Die USA sind in einer einzigartigen Position, um von dieser Entwicklung zu profitieren. Langfristig führt deshalb kein Weg an US-Aktien als wichtigem Teil der strategischen Asset Allocation vorbei.“ 

ENDE


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AXA Investment Managers Paris SA (AXA IM) ist ein Multi-Experte in der Vermögensverwaltung und gehört zur AXA-Gruppe, einer der größten internationalen Versicherungsgruppen und bedeutendsten Vermögensmanager der Welt. AXA IM ist mit rund 607 Mrd. Euro (Stand: September 2014) verwaltetem Vermögen einer der größten in Europa ansässigen Asset Manager. Mit gut 2.400 Mitarbeitern ist AXA IM weltweit in 21 Ländern tätig.

Multi-Experte
Als Multi-Experte im Asset Management ist AXA IM in der Lage, Investmentlösungen in allen Assetklassen optimal gemäß den Kundenbedürfnissen zu kombinieren und damit einen signifikanten Mehrwert zu erzielen. Das Ziel von AXA IM ist es, in jedem Bereich Marktstandards zu setzen und eine führende Position einzunehmen. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Spezialisierung, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit der Fondsmanager für eine nachhaltige Performance unerlässlich sind. Deshalb entwickelt das Unternehmen überall dort Expertenteams, wo es über klare Wettbewerbsvorteile verfügt.

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ETF Securities Marktüberblick - Kaufprogramm der EZB lässt Märkte jubeln

Obwohl die Ankündigung eines Kaufprogramms (Quantitiative-Easing = QE) von Seiten der Europäischen Zentralbank allgemein vorhergesehen wurde, war die Gesamtgröße des Programms letztendlich größer als erwartet. Mit monatlich 60 Milliarden EUR bis September 2016 wird die EZB im Laufe des Programms insgesamt mehr als 1 Billionen EUR kaufen. Die EZB will die Eurozone ohne jeden Zweifel vor deflationären Risiken bewahren. Die zyklischen Vermögenswerte konnten an Wert zulegen. Auch Gold, das oft als Alternativwährung angesehen wird, konnte aufgrund von Befürchtungen vor einem noch schwächer werdenden Euro durch die Bilanzausweitung der EZB weiter zulegen. Das Ergebnis der Wahlen in Griechenland am Wochenende wird zweifellos die Nachfrage nach sicheren Anlagen treiben, da Europa erneut mit einer Phase der Unsicherheit zu kämpfen hat.

Rohstoffe
Chinesische Wirtschaftsdaten und QE-Programm der EZB unterstützen zyklische Rohstoffe. Die besser als erwarteten BIP-Daten aus China für 2014 konnten den in letzter Zeit größer werdenden Druck auf Industriemetalle abmildern. China ist der weltweit größte Konsument von Industriemetallen, weshalb dessen wirtschaftliche Entwicklung maßgeblichen Einfluss auf die Nachfrage nach diesen Metallen hat. Die Entscheidung der EZB die schwächeren Länder der Eurozone vor deflationären Risiken zu bewahren wirkte sich als Katalysator auf Industrie- und Edelmetalle aus, was zu Gewinnen in diesen Werten führte.
Wachstum im Euroraum verheißt Gutes für die Nachfrage nach Industriemetallen, während Besorgnisse über eine Abwertung des Euros durch die Bilanzausweitung der EZB die Nachfrage nach Gold und Silber treiben sollte. Da das Verhältnis von Gold zu Silber Ende 2014 Jahresrekordhochs erreichte, dürften viele Investoren Silber als einen relativ günstigeren Weg sehen, um eine Partizipation an harten Vermögenswerten zu bekommen.
Aufgrund kühleren Wetters in Brasilien und damit einhergehendem Risiko für das Wachstum der Kaffeesträucher, fiel Arabica Coffee um 9,5%. Ebenfalls fiel Erdgas aufgrund der wieder milder werdenden Wetterbedingungen in den USA um 9,4%. 

Aktien
Europäische Börsen jubeln nach einem größer als erwartetem QE-Programm. Das entschiedene Handeln der EZB führte zu Optimismus an den Aktienmärkten, da die Marktteilnehmer der Ansicht sind, die Zentralbank habe die Zurückhaltung der Vergangenheit beiseite gelegt und sei bereit, die deflationären Probleme direkt anzugehen. Der DAX lag am Tag der Verkündung minimal unter seinem Vortageswert, was wahrscheinlich den deutschen Zynismus gegenüber der Risikostreuung widerspiegelt, welche im erweiterten Programm enthalten ist. Zwischenzeitlich folgten Goldminenwerte dem gestiegenen Goldpreis, was zu einem Kursgewinn des DAXGlobal Goldmining Index von 5,9% führte. Chinesische A-Aktien hatten eine volatile Woche. Nach der Ankündigung von strengeren Vorschriften für Lombardgeschäfte am Montag fielen chinesische A-Aktien zunächst um 7,2%. Am Mittwoch verhalfen dann die besser als erwarteten BIP-Daten aus China bei zu einer Erholung von 4,2% bei A-Aktien. In dieser Woche dürften die amerikanischen BIP-Daten im Mittelpunkt stehen. Anhand dieser wird der Markt beurteilen, inwieweit die FED Kapazitäten hat für eine Zinserhöhung. 

Währungen
Draghi liefert - Fokus auf griechisches Wahlergebnis. Die Kursbewegungen des Euros zeigen, dass das neue QE-Programm der EZB den Markt in seiner Größe und seinem Zeitrahmen etwas überrascht hat. Der offene Charakter des Programms ist ein klares Bekenntnis der EZB „mit allen Mitteln“ ihr Ziel erreichen zu wollen und die Selbstbestimmung bei der Höhe der Bilanzsumme bringt die Hochwassermarke von 2012 in erreichbare Nähe. Die Ankündigung vergangener Woche stand in scharfem Kontrast zur bisherigen Strategie, die eher von Zurückhaltung  geprägt war. Wir gehen davon aus, dass das QE-Programm der EZB zu flacheren Zinskurven innerhalb der Eurozone führen wird und die sich ausweitenden Zinsdifferenzen den Euro weiterhin gegenüber den G10 Währungen belasten werden. Die Wahlen in Griechenland werden in dieser Woche im Fokus der Märkte sein. Der Euro wird sich wahrscheinlich abschwächen, da Befürchtungen über die Bereitschaft der Schuldenzurückzahlung Seitens der Griechen im Hinblick auf den Ablauf des EZB Förderprogramms am 28. Februar bestehen bleiben werden.

GAM: „Europas Chancen sind an den Aktienmärkten noch nicht eingepreist“

London, 27. Januar 2015. Europäische Aktien dürften sich 2015 besser entwickeln als US-Titel. Das ist die Einschätzung von Niall Gallagher, Fondsmanager des GAM Star European Equity. „Die letzten Jahre waren für die europäische Wirtschaft zweifellos schwierig, doch es mehren sich die Anzeichen für eine reale Verbesserung, auch wenn die Anleger sie bislang kaum wahrgenommen haben“, erklärt er. Führe man sich die drei Säulen vor Augen, die üblicherweise den Aktienmarkt stützen – Wachstum, Liquidität und Bewertung –, dann deute alles darauf hin, dass Europa in diesem Jahr im Vergleich zu den USA die attraktiveren Anlagemöglichkeiten bietet. „Die positiven Entwicklungen sind aktuell nicht eingepreist, und das niedrige Bewertungsniveau wird die Rendite europäischer Aktien entscheidend mitbestimmen“, sagt Gallagher.

Derzeit notierten europäische Aktien, ausgehend von der CAPE-Ratio, also dem um zyklische Effekte bereinigten Kurs-Gewinn-Verhältnis, mit einem Rekordabschlag von 40 Prozent gegenüber ihren US-Pendants. Im Vergleich der Anlageklassen seien die Bewertungen noch attraktiver, so der Fondsmanager: „In Deutschland haben Anleger die Wahl zwischen einer Rendite von null Prozent bei deutschen Staatsanleihen oder einer Investition in börsennotierte Unternehmen, die aktuell rund 3,5 Prozent abwerfen.“

Wertpapierkurse dürften von Ausweitung der Geldmenge profitieren
Nach der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der vergangenen Woche lasse sich nun insbesondere die Liquiditätsentwicklung klarer abschätzen. Noch tendiere die Gesamtinflation weiter abwärts, und die Anleihemärkte preisten einen breit angelegten deflationären Abschwung ein. „Doch das nun angekündigte Anleihekaufprogramm im Volumen von 1,1 Billionen Euro findet vor dem Hintergrund einer Bankenlandschaft statt, die nach Abschluss der Prüfung der Aktiva-Qualität durch die EZB ausreichend kapitalisiert ist“, sagt Gallagher. Der Fondsmanager geht daher davon aus, dass sich die Ausdehnung der Liquidität In Form verstärkter Kreditvergabe auch in der Realwirtschaft niederschlagen wird. So signalisierten auch die Ergebnisse der jüngsten Umfrage unter Banken im Euroraum, dass sich die Kreditstandards lockern und Unternehmen wie Verbraucher mehr Kredite beantragen.

„Selbst wenn die Auswirkungen der Maßnahmen zum Quantitative Easing auf die Realwirtschaft gering bleiben sollten, so können sie doch die Wertpapierkurse stark beeinflussen“, fügt Gallagher hinzu. Davon zeuge etwa die Entwicklung des S&P-500-Index in den vergangenen fünf Jahren. Zudem verfolge auch die Bank of Japan nach wie vor eine Ausweitung ihrer Bilanz. „Ein Großteil dieser Liquidität wird nach Europa fließen“, erwartet er.

Anzeichen für konjunkturelle Erholung mehren sich
Zugleich sorgten die Konjunkturdaten endlich wieder für positive Überraschungen. Auch der Eurozone Citigroup Economic Surprise Index zeige inzwischen nach oben und habe unlängst ein Neunmonatshoch erreicht. „Zwar sind Vorbehalte im Hinblick auf die zukünftige Wachstumsentwicklung und Deflation durchaus legitim. Doch begünstigen eine ganze Reihe vorteilhafter Faktoren die Konjunkturbelebung“, sagt der Fondsmanager. So dürfte Europa als Netto-Ölimporteur vom Einbruch der Ölpreise profitieren, was vor allem den Konsum erheblich beflügeln könnte. Innerhalb des Korbs an Waren und Dienstleistungen seien die Verbraucherpreise nur in drei Kategorien gesunken, nämlich bei Lebensmitteln, Telekommunikation und Energie. Vor dem Hintergrund leicht steigender Löhne und Gehälter seien niedrigere Preise in diesen Bereichen zunächst einmal von Vorteil, da dadurch die Kaufkraft und die frei verfügbaren Barmittel der Verbraucher zunehme. Diese Wirkung würde nun durch sinkende Ölpreise noch verstärkt. Zudem könnte die deutliche Abwertung des Euro den Export im weiteren Jahresverlauf unterstützen. 

Nicht zuletzt hätten sich auch die Leistungsbilanzdefizite der europäischen Peripherieländer inzwischen größtenteils in Überschüsse verwandelt. Und das sei nicht die einzige strukturelle Verbesserung, die übersehen werde: „Den meisten Regierungen ist es auch gelungen, ihre Haushalte anzupassen und die fiskalische Belastung, die die Gesamtnachfrage beeinträchtigte, zu verringern“, unterstreicht Gallagher.

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Stefanie Henn                                                  
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GAM
GAM Holding AG ist eine unabhängige, reine Vermögensverwaltungsgruppe mit Fokus auf aktiver Anlagetätigkeit. Sie betreibt ein globales Vertriebsnetz und verfügt über Anlageteams in fünf Zentren in Europa, den USA und Asien. Unter zwei führenden Marken – Julius Bär Funds (vertrieben durch Swiss & Global Asset Management) und GAM – bietet sie Anlagelösungen für Institutionen, Finanzintermediäre und Privatkunden an. Das Investment-Management-Geschäft der Gruppe wird durch eine Private Labelling-Sparte ergänzt, die Outsourcing-Lösungen für Dritte anbietet. Die Aktien der GAM Holding AG (Symbol «GAM») mit Sitz in Zürich sind an der SIX Swiss Exchange notiert und Teil des Swiss Market Index Mid (SMIM). Die Gruppe verwaltet Vermögen von insgesamt EUR 102,9 Milliarden (per 30. September 2014) und beschäftigt über 1 000 Mitarbeitende in 10 Ländern. 

Der Fonds ist ein Teilfonds von GAM Star Fund plc. GAM Star Fund plc ist ein irischer Umbrella-Fonds mit gesonderter Haftung für die einzelnen Teilfonds. GAM Star Fund plc ist als OGAW (Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren) gemäss der Durchführungsverordnung zur Richtlinie der Europäischen Gemeinschaften über Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren 2011 (S.I. Nr. 352/2011) und in Grossbritannien im Rahmen des Financial Services & Markets Act 2000 anerkannt. Fondsmanager ist GAM Fund Management Limited, eine von der Zentralbank Irlands regulierte Gesellschaft. Einige der hier genannten Produkte sind unter Umständen nicht in allen Gerichtsbarkeiten für den öffentlichen Vertrieb registriert. Es darf daher keine öffentliche Werbung dafür gemacht werden. Der Kauf von GAM-Produkten ist nur dort möglich, wo dies nicht in Widerspruch zu geltendem Recht steht, und sämtliche Angebote richten sich ausschliesslich an Personen in den Ländern, in denen die Veröffentlichung dieser Informationen nach geltendem Recht erlaubt ist. Der besondere Anlegerschutz im Rahmen des deutschen Investmentgesetzes bzw. des österreichischen Investmentfondsgesetzes gilt nicht für Anlagen in diese Produkte, sondern nur für Anlagen in Produkte, die durch diese Gesetze reguliert werden. Die Entgegennahme von Zeichnungen und die Ausgabe von Anteilen erfolgen ausschliesslich nach den Bestimmungen des aktuellen Verkaufsprospekts des Fonds. Exemplare des Verkaufsprospekts, der Wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) sowie der Jahres- und Halbjahresberichte sind auf Anfrage in Papierform und kostenlos bei der Vertreterin in der Schweiz, GAM Anlagefonds AG, Hardstrasse 201, Postfach, 8037 Zürich und der deutschen Informationsstelle, Bank Julius Baer Europe AG, An der Welle 1, 60322 Frankfurt am Main erhältlich. Die Zahlstelle in der Schweiz ist die State Street Bank GmbH, München, Zweigniederlassung Zürich, Beethovenstrasse 19, Postfach, 8027 Zürich und in Deutschland die Bank of America N.A., Zweigniederlassung Frankfurt, Neue Mainzer Strasse 52, 60311 Frankfurt am Main.

Die Angaben in diesem Dokument dienen lediglich zum Zwecke der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Die in diesem Dokument enthaltenen Meinungen und Einschätzungen können sich ändern und geben die Ansicht von GAM unter den derzeitigen Konjunkturbedingungen wieder. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Die vergangene Performance ist kein Indikator für die laufende oder künftige Wertentwicklung. Anlagen sollen erst nach der gründlichen Lektüre des aktuellen Rechtsprospekts und/oder des Fondsreglements, der Wesentlichen Anlegerinformationen, der Statuten und des aktuellen Jahres- und Halbjahresbericht sowie nach einer Beratung durch einen unabhängigen Finanz- und Steuerspezialisten getätigt werden.

Griechenlands Wahl – weiter Sparen und Wachstumschancen nutzen

London / Frankfurt am Main – Das Wahlergebnis in Griechenland kommt nicht überraschend. Insofern war der Ausgang bereits an den meisten Kapitalmärkten eingepreist worden. Trotzdem ist es unverständlich, dass die griechischen Wähler nicht an die Liquiditätsspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) und das größte jemals in Europa geschnürte Konjunkturpaket glauben. Doch damit Griechenland von den Liquiditätsspritzen profitieren kann, muss sich auch die neue griechische Regierung an die damit verbundenen Regeln halten.

Nachdem Investoren und Vermögensverwalter ein Wochenende lang Zeit hatten, das Ausmaß der quantitativen Lockerung zu evaluieren, müssen sie nun die Folgen des Wahlausgangs in Griechenland berücksichtigen. Dabei werden die Auswirkungen der Wahlen schneller zu spüren sein als die geldpolitischen Maßnahmen der EZB.

Zwar sind die Märkte momentan noch nervös, doch ist eine Normalisierung und Stabilisierung absehbar. Denn Griechenland möchte in der EU bleiben und die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten kann Europa dank seiner starken Zentralbank meistern. Somit können Anleger die Schwächephase nach der Wahl jetzt für sich nutzen.

Über den Manager
Stephen Thariyan trat 2007 als Head of Credit bei Henderson ein. Zuvor hatte er bei Rogge Global Partners als Portfolio Manager of Global Credit und für den Absolute Return Fonds gearbeitet. Stephen Thariyan begann seine berufliche Laufbahn 1988 als Trainee Accountant bei Ernst & Young. Bei der Chevron Corporation arbeitete er als Senior Auditor, bevor er 1994 als Business and Economic Adviser zu Gulf Oil wechselte. Danach folgten Stationen bei NatWest Markets als Director und Senior Credit Analyst. Stephen Thariyan hat an der University of Newcastle-upon-Tyne Rechnungswesen und Finanzanalyse studiert und besitzt einen Abschluss als BA (Hons).

Über Henderson Global Investors
Henderson Global Investors, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Henderson Group plc, ist eine renommierte internationale Vermögensverwaltungsgesellschaft, deren Geschichte bis ins Jahr 1934 zurückreicht. Henderson verwaltet ein Anlagevermögen in Höhe von 98,3 Mrd. Euro (Stand: 30. September 2014) für Kunden in Großbritannien, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nordamerika und beschäftigt weltweit etwa 900 Mitarbeiter.

Zu den Kunden zählen sowohl Privatpersonen, Privatbanken und externe Vertriebs-gesellschaften als auch Versicherungen, Pensionskassen, staatliche Organe und Unternehmen. Als reiner Vermögensverwalter bietet Henderson eine Produktpalette, die von Aktien und Anleihen über Multi-Asset-Angebote bis hin zu alternativen Produkten wie Beteiligungskapital (Private Equity) und Hedgefonds reicht.

Weitere Informationen finden Sie unter www.henderson.com.

Presseanfragen
Lars Haugwitz
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Fidelity Marktkommentar: Von Griechenland geht keine Ansteckungsgefahr mehr aus

,,Trotz vieler Befürchtungen rund um die Griechenlandwahl sprechen einige Gründe dafür, dass die Auswirkungen für europäische Anleger und das Wirtschaftswachstum eher gering sein werden.

Der Wahlsieg könnte als Indiz dafür gesehen werden, dass populistische Parteien in Europa den gleichen Erfolg erzielen können und damit die Währungsunion zerbrechlicher wird. Diese Befürchtung möchte ich allerdings in Frage stellen: Es ist klar, dass der Fokus der politischen Agenda von Syriza weit hinter den Hoffnungen des radikaleren Flügels der Partei zurückbleiben wird. Darüber hinaus sind die Herausforderungen, vor denen die griechische Wirtschaft steht, sehr speziell. Während die Finanzierungskosten für Griechenland seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres enorm gestiegen sind, beobachten wir, dass sich die Spreads in den meisten Volkswirtschaften, die stark von der Staatsschuldenkrise betroffen waren, verringern.

Was die Frage nach der Ansteckungsgefahr, die von Griechenland auf andere Krisenstaaten der Eurozone ausgeht, muss man nüchtern betrachtet feststellen, dass der Finanzsektor in Europa heute deutlich robuster dasteht als zum Höhepunkt der Krise 2011. In den vergangenen gut drei Jahren haben die Finanzinstitute der Eurozone Kapital aufgebaut und gegenseitige Verflechtungen reduziert. Der jüngste Stresstest hat gezeigt, dass die Banken im Großen und Ganzen deutlich besser für Krisen gerüstet sind als noch 2011. Das heißt natürlich nicht, dass die Risiken in der Eurozone komplett gebannt sind. Es heißt jedoch, dass lokale Krisen heute weit weniger die Gefahr bergen, sich sofort auf die Risikoprämien der gesamten Region auszuwirken.

Daher gehe ich davon aus, dass die Kurse an den Finanzmärkten heute eher von den Fundamentaldaten der Unternehmen beeinflusst werden als von externen Makrofaktoren, wie es in der jüngsten Vergangenheit der Fall war.“

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Fidelity Worldwide Investment ist eine Fondsgesellschaft, die aktiv gemanagte Investmentfonds und Altersvorsorgelösungen für private und institutionelle Anleger anbietet. Das Unternehmen besitzt Niederlassungen in 25 Ländern weltweit und deckt mit seinen Anlagelösungen alle Regionen, Branchen und großen Anlageklassen ab. Die Assets under Management betragen 224,4 Mrd. Euro. Neben hauseigenen Fonds können Anleger auf den Fondsplattformen von Fidelity auch Anlageprodukte anderer Anbieter erwerben. Diese Assets under Administration betragen 67,2 Mrd. Euro. Mit weltweit rund 6.900 Mitarbeiten betreut Fidelity Privatanleger, Finanzberater, Vermögensverwalter, Family Offices, Banken, Versicherungen, Altersvorsorgeeinrichtungen, Unternehmen und Staatsfonds. Dabei fokussiert sich Fidelity auf ein einziges Ziel: Mit herausragenden Investmentlösungen und ausgezeichnetem Service will Fidelity seinen Kunden helfen, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Dazu bietet das Unternehmen neben Publikumsfonds auch Spezialfonds an. In der betrieblichen Altersvorsorge entwickelt Fidelity Anlagelösungen für leistungsorientierte Pläne (Defined Benefits/DB) und für beitragsorientierte Pläne (Defined Contributions/DC).

Fidelity Worldwide Investment wurde 1969 von Edward C. Johnson II gegründet und ist bis heute im Besitz der Familie Johnson und des Managements. Die Philosophie der Gründerfamilie bildet die Basis des Investmentansatzes: Ein aktives Fondsmanagement und die Einzeltitelauswahl auf Grundlage fundierter Unternehmensanalysen liefern Anlegern echten Mehrwert. Daher verfügt Fidelity über eines der größten Research Netzwerke mit mehr als 400 Anlageexperten weltweit.

In Deutschland ist Fidelity Worldwide Investment seit 1992 tätig, beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiter und betreut ein Kundenvermögen von 29,4 Milliarden Euro. Fidelity vereint in Deutschland unter seinem Dach eine der führenden Fondsgesellschaften und mit der FFB eine der größten unabhängigen Fondsplattformen. Die FFB richtet ihre Dienstleistungen an unabhängige Finanzberater, Investmentgesellschaften, Versicherungen und Banken, die über die Plattform unter anderem rund 8.000 Fonds und 170 ETFs von über 200 in- und ausländischen Anbietern kaufen und verwahren können. Die FFB betreut ein Vermögen von 14,2 Milliarden Euro in rund 600.000 Kundendepots. In der Asset Management-Sparte verwaltet Fidelity in Deutschland ein Fondsvolumen von 15,2 Milliarden Euro. Unter der Marke Fidelity Worldwide Investment werden in Deutschland 149 Publikumsfonds direkt sowie über rund 600 Kooperationspartner vertrieben.

Alle Angaben per 31.12.2014. Weitere Informationen finden Sie unter www.fidelity.de und unter www.ffb.de.

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Henderson Global Investors Fund Manager Outlook 2015

London / Frankfurt am Main – Steve Drew, Head of Emerging Market Credit, analysiert den Schwellenländer-Anleihemarkt. In seiner Einschätzung zeigt er einerseits, wie stark dieses Anlagesegment von globalen Entwicklungen, wie zum Beispiel dem Kurs des US-Dollar und den Rohstoffpreisen, abhängig ist. Andererseits weist er darauf hin, dass sich dem kundigen Investor im aktuellen Umfeld auch neue Anlagechancen eröffnen.

Großer Einfluss globaler Entwicklungen

2014 hat uns in der Meinung bestärkt, dass Unternehmensanleihen aus Schwellenländern maßgeblich durch die globalen Entwicklungen an den Kapitalmärkten beeinflusst werden. Das wird auch 2015 mehr oder weniger der Fall sein. In Anbetracht der niedrigen Zinsen und des länger anhaltenden geringen Wachstums gehen wir davon aus, dass die Zahlungsausfälle niedrig bleiben werden. Allerdings dürften verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel das Ende des Anleiheankaufprogramms der US-Notenbank, eine höhere Volatilität begünstigen. Dass die spezifischen Risiken im Jahr 2014 angestiegen sind, ist einerseits eine Folge der Probleme an den Hochzinsmärkten in den Industrieländern. Andererseits setzt in den Schwellenländern eine Wachstumsabkühlung ein, die auch 2015 anhalten könnte.

2015 ist Jahr der Stockpicker

Für das laufende Jahr rechnen wir mit einer Verbreiterung des Marktes und einer Zunahme der Volatilität. Angesichts des fortgeschrittenen Zyklus dürfte 2015 das Jahr der Stockpicker an den Unternehmensanleihemärkten werden. Für uns sind das ideale Rahmenbedingungen.

Das im Vorjahr bereits solide Emissionsvolumen bei Schwellenländeranleihen dürfte 2015 einen weiteren Anstieg verzeichnen. Hinsichtlich der Diversifizierungsmöglichkeiten ist das eine äußerst positive Entwicklung. In Anbetracht der vorherrschenden Kapitalströme sollte diesem höheren Angebot auch eine höhere Nachfrage gegenüberstehen. Unternehmen können also auch weiterhin das Interesse der Anleger an regelmäßigen Erträgen und Renditen für sich nutzen. Wir gehen davon aus, dass die besten Anlagechancen in Themenbereichen zu finden sind, die sich auch jetzt schon gut entwickeln. Dazu zählen asiatische Anleihen (vor allem aus China) mit höherer Bonität, die in Asien als sicherer Hafen gelten. Zudem rechnen wir mit deutlich mehr Emissionen aus den südlich der Sahara gelegenen afrikanischen Ländern, wodurch das Universum an Anlagechancen deutlich erweitert wird. Verstärkte Schwankungen in Russland, Brasilien, Venezuela und Argentinien sollten Stockpickern gute Chancen an den Anleihemärkten eröffnen.

Ein großes Risiko für die Schwellenländer sehen wir in möglichen Rating-Herabstufungen, denn etwa 29 % der Staatsanleihen haben ein Rating von BBB-. Zudem wird ein Großteil der Schwellenländeranleihen von halbstaatlichen Stellen begeben. Diese Defizite in den fünf fragilen Märkten Brasilien, Indien, Indonesien, Südafrika und Türkei könnten darüber hinaus wie ein Transmissionsriemen wirken, über den die Schwankungen bei Auslandsanleihen der Schwellenländer zunehmen könnten. Weitere Risiken sehen wir im Zusammenhang mit der Währungsentwicklung, die sowohl Änderungen in der Asset-Allokation als auch eine höhere Volatilität mit sich bringen könnte.

Nach unserer Überzeugung wird der US-Dollar seinen Höhenflug 2015 fortsetzen. Unter normalen Umständen würden damit vermehrt Schwankungen bei den Schwellenländeranleihen einhergehen, aber die aktuelle Dollar-Aufwertung dürfte wohl eher allmählich erfolgen.

Sinkende Rohstoffpreise drosseln Wachstum der Schwellenländer

Insgesamt sind wir aktuell etwas pessimistischer gestimmt als vor zwölf Monaten. Der Grund ist das Ende der quantitativen Lockerung in den USA, die zuvor die Volatilität sowie den Preisverfall bei Öl und Rohstoffen in Schach gehalten hatte. Darüber hinaus sehen wir, dass die derzeitige Entwicklung des Ölpreises das Investitionstempo sowohl in den USA als auch in den Schwellenländern drosselt. Letztlich könnte das die Wachstumsentwicklung insgesamt verlangsamen. Auch die Entwicklung des Rohstoffmarktes schätzen wir unverändert pessimistisch ein, denn in den letzten Jahren hatte China das überschüssige Angebot aufgenommen. 2015 dürfte das kaum der Fall sein, da das Land eigene Wachstumssorgen hat.

Im Jahresverlauf 2015 rechnen wir mit einer Ausweitung der Spreads bei Schwellenländer-Unternehmensanleihen. Nach unserer Einschätzung werden die Kurse vor allem von den Fundamentaldaten getrieben. Solide Analysen zu Unternehmensanleihen dürften daher belohnt werden.

Über den Manager
Seit April 2014 ist Steve Drew als Leiter des Bereichs Emerging Market Credit bei Henderson tätig. Zuvor war er Partner und Head of Global and Emerging Credit bei Thames River Capital. Dort verwaltete er ein Anlagevermögen von über 1,8 Milliarden Euro, davon zirka 900 Millionen Euro in Unternehmensanleihen aus Schwellenländern. Er hat eine mehr als 20-jährige Erfahrung an den internationalen Kreditmärkten und war bei Buy-Side- ebenso wie Sell-Side-Unternehmen wie JPMorgan Chase und Tudor Capital tätig.

Über Henderson Global Investors
Henderson Global Investors, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Henderson Group plc, ist eine renommierte internationale Vermögensverwaltungsgesellschaft, deren Geschichte bis ins Jahr 1934 zurückreicht. Henderson verwaltet ein Anlagevermögen in Höhe von 98,3 Milliarden Euro (Stand: 30. September 2014) für Kunden in Großbritannien, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nordamerika und beschäftigt weltweit etwa 900 Mitarbeiter.

Zu den Kunden zählen sowohl Privatpersonen, Privatbanken und externe Vertriebs-gesellschaften als auch Versicherungen, Pensionskassen, staatliche Organe und Unternehmen. Als reiner Vermögensverwalter bietet Henderson eine Produktpalette, die von Aktien und Anleihen über Multi-Asset-Angebote bis hin zu alternativen Produkten wie Beteiligungskapital (Private Equity) und Hedgefonds reicht.

Weitere Informationen finden Sie unter www.henderson.com.

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Lars Haugwitz
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GAM Marktkommentar: Günstig bewertete Wachstumstitel im Technologiesektor stehen vor einer Rally

Schnell wachsende Technologieunternehmen stehen vor dem Beginn einer Aufholjagd. Damit rechnet Mark Hawtin, Fondsmanager des GAM Star Technology. „Wachstumswerte sind dem Gesamtmarkt im vergangenen Jahr hinterhergehinkt, obwohl die Unternehmen kontinuierlich gewachsen sind. Dadurch sind sie sehr günstig bewertet. Wenn der Markt seine Risikoaversion ablegt, sind das hervorragende Bedingungen für eine Rally“, erklärt er. So sei der Dow Jones Internet Index, der sich aus Growth-Titeln zusammensetze, dem MSCI World Information Technology Index mit einem Schwerpunkt auf dem Value-Segment seit März 2014 um knapp 18,5 Prozent hinterhergehinkt. Das sei die längste Periode der Underperformance seit der Euro-Krise 2012. Währenddessen seien die Gewinne der Value-Titel kaum gewachsen, und diese gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) nun deutlich teurer bewertet. „Das Aufholpotenzial war in den letzten drei Jahren nie so groß wie jetzt“, folgert Hawtin.

Ein Beispiel für ein schnell wachsendes Unternehmen sei der Video-on-Demand-Dienstleister Netflix. Doch auch große Titel wie Google und Facebook zählten zu den Wachstumswerten. „Blickt man auf die Bewertungen, dürfen die Wachstumsraten, die hohen Cash-Bestände und die enormen Zukunftsinvestitionen, die sich erst in Jahren auszahlen werden, nicht aus dem Blick geraten“, betont der Fondsmanager. Bereinigt um Forschungsausgaben und hohe Barreserven kommt Hawtins Team für Google auf ein adjustiertes KGV von 9. Bei Facebook errechnen die Analysten ein KGV von 24. „Doch auch das ist keineswegs teuer, wenn man Facebooks Gewinnwachstum von 30 Prozent bedenkt“, erklärt er.

Den detaillierten Marktkommentar entnehmen Sie bitte dem angehängten englischsprachigen Dokument. 

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AXA IM aktuell: Ölpreisverfall ändert die Spielregeln

Die Investmentstrategen von AXA Investment Managers (AXA IM), Eric Chaney und Manolis Davradakis, erklären, welche Auswirkungen ein anhaltend niedriger Ölpreis auf die Weltwirtschaft hätte.

Der Rohölpreisverfall auf 50 USD je Barrel ist nicht temporär und wird das Weltwirtschaftswachstum anregen. Dieser Ansicht sind die Research-Experten von AXA Investment Managers (AXA IM). Der niedrige Ölpreis stärke die Weltwirtschaft durch positive Nachfrage- und Angebotsschocks. „Ein dauerhaft niedriger Ölpreis zieht aber auch Beeinträchtigungen nach sich“, meinen Chefvolkswirt Eric Chaney und leitender Volkswirt Manolis Davradakis von AXA IM. „Zum Beispiel sinkt der Anreiz für Innovationen und Reformen im Energiesektor und das Risiko politischer Destabilisierung in einigen ölproduzierenden Ländern nimmt zu.“

Saudi-Arabien habe seine Strategie deutlich gemacht: „Es will seine weltweiten Marktanteile behalten, wird aber nicht die Marktpreise stützen.“ Das ist nach Ansicht der beiden Volkswirte nur vernünftig und der Grund dafür, dass der Ölpreis voraussichtlich noch lange niedrig bleibt.  In den frühen 1980er Jahren habe das Land das Gegenteil getan, als es die Produktion kürzte, um die Marktpreise zu halten, und damit ganz nebenbei seine Wettbewerber subventionierte – insbesondere die außerhalb der OPEC. „Aber Saudi-Arabien hat seine Lektion gelernt“, so Chaney und Davradakis. Das Land und seine Verbündeten im Golf-Kooperationsrat wüssten, dass sie von niedrigeren Preisen möglicherweise sogar profitieren können – nämlich dann, wenn die Preise in Folge eines stärkeren Wachstums wieder anzögen. „Dann wird sich ihre mutige Strategie auszahlen“, sind sich Chaney und Davradakis sicher.
Die Ölproduzenten – unkonventionelle wie auch konventionelle – befänden sich in einer Zwickmühle: Der Dauerniedrigpreis wiege schwer auf den Gewinnen der Ölschieferproduzenten in den USA. Für manche seien die internationalen Preise unter dem so genannten externen Break-Even-Preis. Dieser beziffert, was Öl kosten muss, damit sich dessen Förderung lohnt. Das gelte bereits für mehrere Länder. „Wenn der Ölpreis den Break-Even-Preis unterschreitet, könnten Produzenten wie Russland, Nigeria oder Venezuela ohne ausreichende Währungsreserven mit einer Zahlungsbilanzkrise konfrontiert werden“, prophezeien Chaney und Davradakis. In Russland und Nigeria kämen außerdem Währungsabwertungen und ein erhöhtes Inflationsrisiko hinzu. In Venezuela könne der Ölpreisverfall den Weg zu einem Staatsbankrott ebnen.

Gerade diese Länder mit angespannten Haushalts- und Währungsreserven werden im Zuge der niedrigen Ölpreise aufgrund der sinkenden Einnahmen ihre öffentlichen Ausgaben senken und den Druck von den staatlichen Haushalten nehmen müssen, vermuten die Experten. Subventionseinschnitte im Energiebereich könnten die Folge sein – sowohl bei ölexportierenden als auch bei ölimportierenden Ländern. Da der Ölpreis den Kohlepreis bestimmt, werde sich die Investition in die Entwicklung alternativer Energien nicht mehr lohnen. Dies hätte zur Folge, dass die Kohlenstoffdioxidemissionen weltweit kurzzeitig steigen. „Diese Szenarien können zu öffentlichen Unruhen und politischer Instabilität führen“, meinen Chaney und Davradakis. Eine anziehende Fiskalpolitik seitens der Zentralbanken könne diesen Effekt noch verstärken und sei daher momentan von keinem Politiker gewünscht. Nach Einschätzungen der Research-Experten von AXA IM ist eine restriktivere Geldpolitik der Zentralbanken in naher Zukunft aber unwahrscheinlich. 

Bliebe die Situation wie bisher, profitierten davon die ölimportierenden Länder. So stärke der niedrige Ölpreis die Kaufkraft von Konsumenten und verringere die Investitionskosten von Unternehmen, die dadurch profitabler und investitionsfreudiger würden. „Asien fertigt am meisten Industrieerzeugnisse und wäre damit der Hauptgewinner“, so Chaney und Davradakis. Außerdem könnten Länder, die wegen hoher Energiekosten ein Handelsdefizit aufweisen, ihre Außenbilanz durch den niedrigen Ölpreis verbessern. Beispiele seien Schwellenländer wie die Türkei und Indien, deren Defizit zu zwei Dritteln auf den importierten Kraftstoff zurückzuführen sei. 

Sofern Brentöl 2015 für durchschnittlich 55 USD je Barrel gehandelt wird, prognostizieren die Research-Experten für die kommenden beiden Jahre ein globales BIP-Wachstum von 0,5 Prozentpunkten.


Kontakt
Daniela Hamann
daniela.hamann@axa-im.com   
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Holger Handstein
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AXA Investment Managers
AXA Investment Managers Paris SA (AXA IM) ist ein Multi-Experte in der Vermögensverwaltung und gehört zur AXA-Gruppe, einer der größten internationalen Versicherungsgruppen und bedeutendsten Vermögensmanager der Welt. AXA IM ist mit rund 607 Mrd. Euro (Stand: September 2014) verwaltetem Vermögen einer der größten in Europa ansässigen Asset Manager. Mit gut 2.500 Mitarbeitern ist AXA IM weltweit in 21 Ländern tätig.

Multi-Experte
Als Multi-Experte im Asset Management ist AXA IM in der Lage, Investmentlösungen in allen Assetklassen optimal gemäß den Kundenbedürfnissen zu kombinieren und damit einen signifikanten Mehrwert zu erzielen. Das Ziel von AXA IM ist es, in jedem Bereich Marktstandards zu setzen und eine führende Position einzunehmen. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Spezialisierung, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit der Fondsmanager für eine nachhaltige Performance unerlässlich sind. Deshalb entwickelt das Unternehmen überall dort Expertenteams, wo es über klare Wettbewerbsvorteile verfügt.

Weitere Informationen zu AXA Investment Managers unter www.axa-im.de

Allgemeine Hinweise: Die hier von AXA Investment Managers Deutschland GmbH bereitgestellten Informationen stellen kein Angebot zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung von Fondsanteilen bzw. Finanzinstrumenten oder ein Angebot für Finanzdienstleistungen dar. Ein Kauf von Fondsanteilen erfolgt ausschließlich auf Basis der jeweils gültigen Verkaufsprospekte und den darin enthaltenen Informationen. Die Verkaufsprospekte, wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) und Jahres- und Halbjahresberichte erhalten Sie kostenlos für Deutschland bei AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Bleichstraße 2-4, 60313 Frankfurt/Main oder unseren Vertriebspartnern sowie unter www.axa-im.de bzw. für Österreich bei der jeweiligen Zahl- und Informationsstelle sowie unter www.axa-im.at. Verwendung: Dieses Dokument dient ausschließlich der Presseinformation. Wir weisen dringend darauf hin, dass diese Pressemitteilung nicht den Anforderungen der Richtlinie 2004/39/EG (MiFID) und der zu dieser ergangenen Richtlinien und Verordnungen sowie des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) und der Wertpapierdienstleistungs- Verhaltens- und Organisationsverordnung (WpDVerOV) entspricht. Das Dokument ist damit für jegliche Form des Vertriebs, der Beratung oder der Finanzdienstleistung, insbesondere durch Wertpapierdienstleistungsunternehmen, nicht geeignet. Haftungsausschluss: Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen, Daten und Zahlen beruhen auf unserem Sach- und Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen wird nicht übernommen.

Die EZB tut mehr als erwartet

London / Frankfurt am Main – Die EZB hat sich zu einer wesentlich stärkeren quantitativen Lockerung entschieden, als ursprünglich erwartet wurde. Fragen ob diese Taktik bei dem aktuellen Zinsniveau effektiv sein kann, ob sie überhaupt gebraucht wird oder der angebliche Widerstand aus Deutschland; das alles ist möglicherweise weniger wichtig, als die einfache Tatsache, dass die EZB endlich zur Tat schreitet. Dies sollte in einem von Nervosität geprägten wirtschaftlichen Klima in Europa Zuversicht fördern.

Der Umfang der Käufe ist beträchtlich, bis zu 60 Milliarden Euro im Monat, beginnend im März 2015 und befristet bis September 2016. Diese Maßnahme sollte den europäischen Ländern eine Erholung ermöglichen. Es gab vor kurzem erste Anzeichen wie beispielsweise die EZB-Umfrage zum Kreditgeschäft, die Daten zur Geldmenge und die deutschen ZEW-Zuversichtsumfragen, dass die europäischen Volkswirtschaften nur sehr langsam wachsen. Das sind vielleicht Beweise dafür, dass der Asset Quality Review (AQR, die Prüfung der Aktiva-Qualität der Banken) Ende letzten Jahres tatsächlich die Wirkung der vorangegangenen EZB-Maßnahmen wie zum Beispiel die TLTRO (Targeted Longer Term Refinancing Operations, zielgerichtete langfristige Refinanzierungsgeschäfte) beeinträchtigte. Schlussendlich riefen die Märkte um Hilfe, und wenn die EZB nicht eingegriffen hätte, wäre womöglich Chaos ausgebrochen. Die Entscheidung war nicht einstimmig; es scheint jedoch so, dass der Widerstand nur gering war, denn es war keine Abstimmung erforderlich.

Wieder einmal hat EZB-Präsident Mario Draghi die Gelegenheit ergriffen, den Bedarf an strukturellen Reformen in Europa zu betonen. Axel Weber, ehemaliger Bundesbank-Präsident und mittlerweile Vorsitzender der USB, hat in seinem Bericht aus Davos sehr deutlich auf diesen Punkt hingewiesen. Ich interpretiere Mario Draghis Kommentare so, dass es nun nichts mehr gäbe, was die Zentralbank noch tun könnte. Jetzt liegt es an den europäischen Regierungen, sich um die Fortführung der Reformen zu bemühen. Er hat für den Rahmen gesorgt, nun müssen die Regierungen ihren Teil tun.

Vielleicht reicht die Ankündigung der quantitativen Lockerung aus, dass sich die Märkte nun wieder auf Tatsachen konzentrieren: Die europäischen Märkte sind im Vergleich mit den USA billig – vielleicht aus gutem Grund, aber auf einem extremen Niveau. Im Vergleich zu ihrer bisherigen Entwicklung sind sie hinsichtlich der Kurs-Gewinn-Verhältnisse teuer, aber aus der Ertragsperspektive gesehen, sind sie attraktiv. Darüber hinaus erholen sich die Volkswirtschaften, wenn auch nur langsam. Schließlich profitieren die Verbraucher massiv von dem fallenden Ölpreis und ein im Vergleich zum US-Dollar schwacher Euro stellt einen großen Vorteil für die europäischen Exporteure dar.

Über den Manager
Tim Stevenson ist Director of European Equities bei Henderson Global Investors. 1986 hatte er im Unternehmen als Fondsmanager für Europa begonnen und verantwortete in dieser Position auch das Geschäft mit ausländischen Kunden. Nach seinem Universitätsabschluss arbeitete Tim Stevenson als European Analyst zunächst bei Savory bevor er 1984 zu Aetna Montagu Asset Management Limited wechselte, wo er für europäische Investments für ERISA Kunden und MIM Pensionsfonds verantwortlich war.

Tim Stevenson hat sein Studium der Wirtschaftswissenschaften und European Studies an der Sussex University mit einem BA (Hons) abgeschlossen.

Über Henderson Global Investors
Henderson Global Investors, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Henderson Group plc, ist eine renommierte internationale Vermögensverwaltungsgesellschaft, deren Geschichte bis ins Jahr 1934 zurückreicht. Henderson verwaltet ein Anlagevermögen in Höhe von 98,3 Mrd. Euro (Stand: 30. September 2014) für Kunden in Großbritannien, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nordamerika und beschäftigt weltweit etwa 900 Mitarbeiter.

Zu den Kunden zählen sowohl Privatpersonen, Privatbanken und externe Vertriebs-gesellschaften als auch Versicherungen, Pensionskassen, staatliche Organe und Unternehmen. Als reiner Vermögensverwalter bietet Henderson eine Produktpalette, die von Aktien und Anleihen über Multi-Asset-Angebote bis hin zu alternativen Produkten wie Beteiligungskapital (Private Equity) und Hedgefonds reicht.

Weitere Informationen finden Sie unter www.henderson.com.

Presseanfragen
Lars Haugwitz
GFD Finanzkommunikation
Tel.: +49 (0) 69 971 247 34
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Oddo Asset Management: EZB sendet "Vertrauensschock" durch Euroland

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit der geldpolitischen Entscheidung vom Donnerstag habe die EZB eine veritable Schockwelle des Vertrauens ausgesandt, die dem Euroraum bislang gefehlt habe, schreiben Nicolas Chaput, CEO und Co-CIO, und Laurent Denize, CIO beim französischen Vermögensverwalter Oddo Asset Management, in ihrer jüngsten Markteinschätzung. Die Notenbank habe den Regierungen abermals Zeit erkauft, um die lang erwarteten Strukturreformen in Gang zu setzen.

Damit sei der Ball wieder zurück im Lager der Politik. Das makroökonomische Bild werde sich aufgrund technischer Faktoren wie des sinkenden Ölpreises, des nachgebenden Euro und des Niedrigzinsumfelds aufhellen. An den Kapitalmärkten würden die nach der EZB-Entscheidung sinkenden Zinsen die Suche nach Rendite „um jeden Preis“ verstärken. Dies werde zu Umschichtungen in riskantere Anleihen und in Aktien führen. Auf der Aktienseite müssten Exportwerte wegen der schwächeren Gemeinschaftswährung neu bewertet werden.

Die Details finden Sie im beigefügten Dokument.

Pressekontakt:
Jörg E. Jäger
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Fidelity Marktkommentar: EZB-Anleiheaufkäufe sind ein zweischneidiges Schwert

David Simner, Europäischer Anleihefondsmanager bei Fidelity Worldwide Investment

,,Mario Draghi hat sich für die Bazooka entschieden und die Märkte damit positiv überrascht. Der Umfang der Anleiheaufkäufe ist größer und langfristiger, das Instrumentarium umfangreicher als erwartet. Diese Entscheidung wird die Zinsen in Europa weiter unter Druck halten. Die Angebotsdynamik und die günstigen finanziellen Rahmenbedingungen schaffen so ein günstiges Umfeld für die Anleihemärkte, inklusive Unternehmens- und Hochzinsanleihen.”

Alberto Chiandetti, Europäischer Aktienfondsmanager bei Fidelity Worldwide Investment

,,Obwohl der Markt die heutige Ankündigung der Europäischen Zentralbank EZB bereits eingepreist hat, sollten die Anleiheaufkäufe langfristig eine positive Wirkung haben. Sie dürften die Kreditvergabe stimulieren und damit das Wirtschaftswachstum unterstützen.“

Paras Anand, Leiter des europäischen Aktienteams bei Fidelity Worldwide Investment:

,,Der Plan der EZB, Anleihen aufzukaufen, wurde schon lange im Vorfeld diskutiert. Deshalb dürfte seine Wirkung auf die Finanzmärkte und die Realwirtschaft nun, wo er in die Praxis umgesetzt wird, weniger stark ausfallen, denn bereits die Ankündigung hatte die Kreditmärkte beruhigt. Das dem Finanzsektor Zeit verschafft, Risiken in den Bilanzen und in den Geschäftsmodellen genauso zu reduzieren wie die gegenseitige Abhängigkeit des Systems. Positiv für Anleger in Europa ist, dass die hiesigen Aktienkurse trotz dieses großen makroökonomischen Stimuluspakets zurzeit eher durch unternehmensspezifische Faktoren beeinflusst werden.

Die Entwicklungen in der Eurozone in den vergangenen zehn Jahren bergen ein klares deflationäres Element, da sich Lohnkosten, Immobilien- und Warenpreise der niedrigeren Nachfrage anpassen. Aber Kommentatoren waren zu voreilig darin, den Rückgang der Inflation als strukturell zu bewerten und nicht als zyklisch. Die Geschichte zeigt jedoch, dass europäische Unternehmen aus jedem Abschwung fundamental verstärkt hervorgegangen sind. Genau das unterscheidet die aktuelle Entwicklung in Europa von der Situation in Japan der vergangenen Jahre.

Einer der meistdiskutierten Punkte ist, wie stark die EZB als allgegenwärtiger Käufer von Staatsanleihen den Druck auf die Staaten lindert, dringende strukturelle Reformen umsetzen zu müssen. Vor allem Italien und Frankreich müssen deutliche Maßnahmen ergreifen, um das langfristige Potenzial ihrer gut ausgebildeten und qualifizierten Arbeitsmärkte zu erschließen, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Gründung neuer Unternehmen anzukurbeln. Hierbei hilft quantitative Lockerung kaum.“

*****

Ein Foto von David Simner können Sie hier herunterladen, eins von Alberto Chiandetti hier und von Paras Anand hier.

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Fidelity Worldwide Investment, Unternehmenskommunikation

 

Christian Kronberger
Pressesprecher
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Anette Tepel
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Über Fidelity und die FFB
Fidelity Worldwide Investment verfolgt ein klares Ziel: Mit herausragenden Investmentlösungen und ausgezeichnetem Service wollen wir unseren Kunden helfen, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Mit einem verwalteten Vermögen (Assets under Management) von weltweit 215,7 Mrd. Euro und einem administrierten Vermögen (Assets under Administration) von 63,0 Mrd. Euro bietet Fidelity aktiv gemanagte Anlagelösungen, die alle Regionen, Branchen und Anlageklassen abdecken. Unsere Lösungen richten sich sowohl an Privatanleger als auch an Finanzberater, Vermögensverwalter, Finanzinstitute, Unternehmen und Staatsfonds. Auf unseren Fondsplattformen können Privatanleger und Finanzberater darüber hinaus neben Fidelity Fonds auch Anlageprodukte anderer Anbieter kaufen. Im Bereich der betrieblichen Vorsorge bieten wir insbesondere auch Anlagelösungen für den schnell wachsenden Defined Contributions (DC) Markt für lokale und internationale Arbeitgeber und ihre Mitarbeiter. Mit unseren mehr als 400 Fondsmanagern und Anlageexperten rund um den Globus verfügen wir über ein einzigartiges Research Netzwerk. Mit seinen fundierten Analysen spürt es die besten Anlagechancen auf. Dabei gehen die Fondsmanager und Analysten nach unserem erprobten Ansatz der Einzelwertanalyse, dem sogenannten Bottom-up-Ansatz, vor. Seit der Gründung von Fidelity vor mehr als 40 Jahren genießen Unternehmensanalysen aus erster Hand bei uns oberste Priorität. Fidelity Worldwide Investment beschäftigt rund 6.800 Mitarbeiter in 25 Ländern weltweit und ist ein Handelsname von FIL Limited. Fidelity ist seit seiner Gründung im Jahr 1969 eine inhabergeführte Fondsgesellschaft. Dies bietet einen entscheidenden Vorteil: Wir müssen uns nicht nach kurzfristigen Aktionärsinteressen richten, sondern können uns ganz auf die langfristigen Interessen unserer Anleger konzentrieren.

In Deutschland ist Fidelity Worldwide Investment seit 1992 tätig und betreut ein Kundenvermögen von 28,5 Milliarden Euro. Fidelity Worldwide Investment vereint in Deutschland unter seinem Dach einen der führenden Asset Manager und eine der größten unabhängigen Fondsplattformen des Landes. Das Plattformgeschäft betreibt der Finanzdienstleister in Deutschland über die FFB (FIL Fondsbank GmbH). Sie richtet ihre Dienstleistungen an unabhängige Finanzberater, Investmentgesellschaften und Banken, die über die FFB unter anderem rund 8.000 Fonds und 170 ETFs von über 200 in- und ausländischen Anbietern kaufen und verwahren können. Die FFB betreut ein Vermögen von 14,0 Milliarden Euro in rund 600.000 Kundendepots. In der Asset Management-Sparte verwaltet Fidelity Worldwide Investment in Deutschland ein Fondsvolumen von 14,5 Milliarden Euro. Unter der Marke Fidelity Worldwide Investment werden in diesem Bereich in Deutschland 148 Publikumsfonds direkt sowie über rund 600 Kooperationspartner vertrieben. Insgesamt beschäftigt Fidelity Worldwide Investment in Deutschland mehr als 300 Mitarbeiter und ist hierzulande mit den rechtlichen Einheiten FIL Investment Services GmbH, FIL Investments International - Niederlassung Frankfurt, FIL Investment Management GmbH, FIL Pensions Services GmbH, FIL Finance Services GmbH und der FIL Fondsbank GmbH vertreten.
Alle Angaben per 30.9.2014. Weitere Informationen finden Sie unter www.fidelity.de
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Risikohinweis
Die FIL Investment Services GmbH veröffentlicht ausschließlich produktbezogene sowie allgemeine Informationen und erteilt keine Anlageempfehlungen. Wertentwicklungen in der Vergangenheit erlauben keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung. Den Chancen, die mit Anlagen in Investment€fonds verbunden sind, stehen Risiken gegenüber. So kann etwa der Wert der Fondsanteile schwanken und ist nicht garantiert. Überdies reduzieren individuelle Kosten und Gebühren die Wertentwicklung.

Eine Anlageentscheidung sollte in jedem Fall auf Grundlage der wesentlichen Anlegerinformationen, des letzten Geschäftsberichtes und – sofern nachfolgend veröffentlicht – des jüngsten Halbjahresberichtes getroffen werden. Diese Unterlagen sind die allein verbindliche Grundlage des Kaufes. Sie erhalten diese Unterlagen kostenlos bei FIL Investment Services GmbH, Postfach 200237, 60606 Frankfurt/Main oder über www.fidelity.de
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Kommentar zur EZB-Entscheidung

Frankfurt, 22. Januar 2015. Dr. Frank Engels, Leiter Portfoliomanagement Renten bei Union Investment:

„Ein ordentlicher Schluck aus der geldpolitischen Pulle – aber es wäre durchaus mehr möglich gewesen! Die Ankündigung der EZB hat nicht die maximale Stärke. Wir begrüßen das Programm trotzdem – und es entspricht auch weitgehend unseren Erwartungen. Zwar haben die Währungshüter mit September 2016 einen Zeithorizont genannt. Dennoch glauben wir, dass mehr dahinter steckt: Die Zentralbank wird am Ende so lange kaufen, bis sich die Inflationserwartungen signifikant in Richtung der Zwei Prozent-Marke bewegt haben. Darüber hinaus erwarten wir mittelfristig einen weiteren Renditerückgang bei Peripherie- und Unternehmensanleihen sowie eine fortgesetzte Abschwächung des Euros.“

„Dass die EZB das Risiko der Ankäufe weitgehend auf die nationalen Zentralbanken verteilt, ist allerdings kontraproduktiv. Das führt zu einer weiteren Fragmentierung des Eurosystems und könnte den positiven Effekt des Ankaufprogramms speziell für Anleihen der Peripherie zumindest temporär überlagern.“

Henderson Global Investors Fund Manager Outlook 2015

London / Frankfurt am Main – Ian Warmerdam, Director of Technology Investment, will auch 2015 seine Investmentstrategie beibehalten. Kern dieser Strategie ist es, einerseits Anlagechancen bei unterbewerteten Technologieaktien wahrzunehmen und andererseits neue Innovationen mit hohem Wachstumspotenzial zu identifizieren. Bei seinen Anlageentscheidungen orientiert er sich an längerfristigen Trends.

Investitionschancen bei Verkaufswellen genutzt

Da die Stimmung an den Märkten schnell drehen kann, ist es wichtig, von seiner Anlageidee wirklich überzeugt zu sein. Zu einer solch festen Überzeugung kann man aber nur gelangen, wenn man die Risiken und Chancen der im Portfolio enthaltenen Anlagen versteht. Unsere zweistufige Fundamentalanalyse ist daher der Schlüssel zu unseren Anlageideen. Die Verkaufswellen im vergangenen Jahr, die nach einer seit nunmehr fünf Jahren andauernden Markterholung nichts Ungewöhnliches sind, haben für uns attraktive Einstiegsmöglichkeiten in neue Investments geboten und gleichzeitig die Gelegenheit zur Aufstockung besonders aussichtsreicher Bestände ermöglicht.

Fabrikautomation verspricht langfristiges Wachstum und Innovationen

Auch 2015 sehen wir wieder attraktive Anlagechancen bei unseren sechs zentralen Anlagethemen Gesundheit, Innovation, Internet-Boom, papierloser Zahlungsverkehr, Energieeffizienz und globale Marken. Daneben gibt es einige neue Themen, die sich zu einer ergiebigen Quelle für langfristige Wachstumsideen entwickeln könnten. Eines dieser Themen ist die Fabrikautomation.

Zu den größten Risiken für unsere globale Wachstumsstrategie zählt eine längere Phase der unterdurchschnittlichen Wertentwicklung des US-Aktienmarktes gegenüber dem breiteren Anlageuniversum. Dass unser Fonds in den USA übergewichtet ist, ist fast ausschließlich darauf zurückzuführen, dass wir dort gegenwärtig die meisten unterbewerteten Bereiche mit langfristigem Wachstum identifiziert haben.

Auf langfristige Wachstumstreiber achten

Wir nehmen nicht für uns in Anspruch, kurzfristige Trends an den Märkten vorhersagen zu können. Unsere Fonds haben wir jedoch nach wie vor bei Wertpapieren positioniert, die wir für unterbewertet halten und die von starken langfristigen Wachstumstreibern profitieren dürften. Wir sind deshalb weiterhin davon überzeugt, dass wir langfristig starke absolute und relative Renditen erzielen können.

Über den Manager
Ian Warmerdam ist im Jahr 2001 zu Henderson gewechselt und dort seit Anfang 2007 Director of Technology Investment. Er ist zuständig für die Verwaltung des von Morningstar mit 4 Sternen ausgezeichneten Henderson Global Technology Mutual Fund, der im August 2001 aufgelegt wurde. Außerdem ist er verantwortlich für den Technologie-Rahmen bei größeren globalen Aktienportfolios.

Ian Warmerdam ist ein Associate Member der Society of Investment Professionals.

Über Henderson Global Investors
Henderson Global Investors, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Henderson Group plc, ist eine renommierte internationale Vermögensverwaltungsgesellschaft, deren Geschichte bis ins Jahr 1934 zurückreicht. Henderson verwaltet ein Anlagevermögen in Höhe von 98,3 Mrd. Euro (Stand: 30. September 2014) für Kunden in Großbritannien, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nordamerika und beschäftigt weltweit etwa 900 Mitarbeiter.

Zu den Kunden zählen sowohl Privatpersonen, Privatbanken und externe Vertriebs-gesellschaften als auch Versicherungen, Pensionskassen, staatliche Organe und Unternehmen. Als reiner Vermögensverwalter bietet Henderson eine Produktpalette, die von Aktien und Anleihen über Multi-Asset-Angebote bis hin zu alternativen Produkten wie Beteiligungskapital (Private Equity) und Hedgefonds reicht.

Weitere Informationen finden Sie unter www.henderson.com.

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Lars Haugwitz
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Tel.: +49 (0) 69 971 247 34
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Multi-Asset-Experte Paul Niven: „Wir bleiben optimistisch im Hinblick auf das weltweite Wachstum in 2015“

Die Fondsgesellschaft F&C Investments stellt Ihnen ein Strategie-Update von Paul Niven, verantwortlich für das Multi-Asset-Investment bei F&C Investments, zur Verfügung. Niven kommentiert die Marktentwicklung im laufenden Jahr und die Asset-Klassen, in denen er über- und untergewichtet ist: 

  • „Wir haben unsere Position in europäischen Aktien (ex UK) deutlich ausgebaut, sodass wir dort nun übergewichtet sind: Die Bilanzen europäischer Unternehmen sind solide und der Markt hat das Potenzial für eine Rallye, insbesondere falls der Euro an Wert verlieren sollte.“
  • „Unsere Position in US-amerikanischen Aktien reduzieren wir von übergewichtet auf neutral: Die US-Wirtschaft kann zwar derzeit stärkere Wachstumsdaten aufweisen, wir sehen jedoch mehr Dynamik an den europäischen Aktienmärkten.“
  • „Wir bleiben bei japanischen Aktien übergewichtet: Die japanische Zentralbank dürfte an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festhalten. Zudem weist Japan das höchste Gewinnwachstum aller entwickelten Volkswirtschaften auf.“

Die Aussichten für die beiden größten Volkswirtschaften, USA und China, sind 2015 unterschiedlich

  • Die US-Wirtschaft entwickelt sich derzeit gut. Das Wachstum geht vor allem auf steigenden Konsum, Investitionen der Unternehmen und einen dynamischeren Wohnungsmarkt zurück. Der rasante Beschäftigungszuwachs verspricht zudem höhere Gehälter, weshalb die Zuversicht der Investoren wächst, dass die wirtschaftliche Erholung bald die Schwelle zur Nachhaltigkeit erreicht haben wird.
  • In China hingegen dürften jährliche Wachstumsraten im zweistelligen Bereich endgültig der Vergangenheit anzugehören. Wir erwarten eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um circa sieben Prozent in 2015, während das Land sich weiterhin neu jenseits der Sektoren Investment und Export ausrichtet. Dessen ungeachtet schreitet die Entwicklung des chinesischen Aktienmarkts voran. Nachdem chinesische Aktien lange Zeit hinter den Wertpapieren anderer Märkte zurückgeblieben sind, haben sie von der geldpolitischen Lockerung und der Bekämpfung der Schattenwirtschaft profitiert und sich zuletzt sehr gut entwickelt.

Aktien überflügeln Anleihen 

  • Vor dem Hintergrund der kontinuierlichen Verbesserung des globalen Wirtschaftswachstums, der niedrigen Inflation und einem weiteren Jahr stark expansiver Geldpolitik durch die wichtigsten Zentralbanken der Welt bevorzugen wir insgesamt weiterhin Aktien gegenüber Anleihen. Niedrigere Energiepreise dürften das Auftreten von Anzeichen steigender Inflation verzögern und für ein Anhalten der lockeren Geldpolitik sorgen. Der Markt dürfte vor allem durch Ergebniszuwächse getrieben werden, unterstützt durch weitere Aktienrückkäufe, Fusionen und Übernahmen sowie Dividendenwachstum. Während der Rückgang bei den Ölpreisen sich negativ auf die Energiegewinne und Investitionen auswirken wird, dürfte er den weltweiten Konsum anspornen.
  • Insgesamt gehen wir davon aus, dass Aktien kurz- bis mittelfristig führend bleiben werden. Ihr Höhenflug gegenüber Staatsanleihen könnte jedoch dadurch eingeschränkt werden, dass die Zentralbanken der Euro-Zone, Japans und Chinas nach wie vor eine lockere Geldpolitik betreiben, was derzeit auf die Renditen drückt.

Dem europäischen Aktienmarkt steht ein Aufschwung bevor

  • Wir verschieben einige unserer Positionen von den USA zu Europa – trotz der deutlich stärkeren wirtschaftlichen Leistung der USA. Wir erwarten, dass Investoren positiv auf die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank reagieren werden. Entsprechend sehen wir Spielraum für ein Aufholen der europäischen Wirtschaft, insbesondere auf Unternehmensseite. Die Euro-Zone dürfte zudem von einem schwächeren Euro, einer Lockung der Finanzpolitik und sich verbessernden Aussichten für die Banken profitieren.
  • Der US-Aktienmarkt beendete das Jahr 2014 mit neuen Höchstständen und das Gewinnwachstum dürfte stark genug sein, um diese Dynamik aufrechtzuerhalten. Im Hinblick auf die relative Performance jedoch könnten die USA hinterherhinken, aufgrund niedrigerer Gewinnerwartungen bei Energieunternehmen und einer anzunehmenden leichten Verschlechterung der Konjunkturdaten.

Japan entwickelt sich positiv

  • Trotz der Verschlechterung der Wirtschaftsdaten in den letzten Monaten sehen wir Japan weiterhin positiv. Ähnlich wie in der Euro-Zone dürfte es die Aussicht auf weitere stimulierende geldpolitische Maßnahmen sein, die den Appetit der Investoren auf Aktien aufrechterhält. Wir glauben, dass wir die schlimmsten wirtschaftlichen Überraschungen bereits erlebt haben und sich die Stimmung nun verbessern dürfte, insbesondere da Japan das beste Gewinnwachstum unter den entwickelten Märkten aufweist.

Entwicklungsländer setzen strukturelle Reformen um

  • Der Verfall der Rohstoffpreise trübt den Ausblick für die Schwellenländer. Wichtige Importländer wie China und Indien dürften davon profitieren, während große Rohstoffproduzenten wie Russland und Brasilien zunehmend unter Druck geraten. Insgesamt stimmt uns positiv, dass Länder wie China, Indien und Mexiko weiterhin wichtige strukturelle Reformen vorantreiben. Trotzdem behalten wir hier eine neutrale Position bei.

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Über F&C Investments
F&C ist ein diversifizierter Asset Manager. Das Unternehmen verwaltet Kapital für Versicherungen, Institutionelle Investoren, Finanzintermediäre und Privatkunden. F&C investiert in allen wichtigen Anlageklassen – Aktien, festverzinsliche Papiere und Sachwerte – und verfügt über spezialisierte Expertise in den Bereichen Asset Allocation, Alternative Anlagen, Liability-Driven-Investment- und Multi-Manager-Strategien, Private Equity sowie verantwortliches Investment nach ESG-Kriterien (ESG = Environmental/Umwelt, Soziales und Governance). Zur F&C-Gruppe gehört F&C REIT, ein globaler Immobilienmanager.

F&C hat eine starke Stellung im europäischen und britischen Markt mit Assets under Management von rund 106 Milliarden Euro (Stand: 30. Juni 2014). F&C blickt auf eine rund 150-jährige Geschichte zurück und hat seine Wurzeln in der Gründung des Foreign & Colonial Investment Trusts im Jahr 1868. F&C ist Teil von Bank of Montreal (BMO) Global Asset Management, einem globalen Vermögensverwalter mit mehr als 230 Milliarden Euro Assets under Management. BMO Global Asset Management ist eine Tochter der BMO Financial Group (NYSE: BMO), einem breit diversifizierten Finanzdienstleister mit einer Bilanzsumme von über 370 Milliarden Euro und über 47.000 Mitarbeitern (Stand: 31. Oktober 2014). 

Rechtliche Hinweise
Die Performance der Vergangenheit ist kein Hinweis auf die zukünftige Performance. Aufgrund von Markt- und Währungsschwankungen können der Wert von Anlagen und die daraus resultierenden Erträge sowohl steigen als auch fallen. Anleger erhalten ihr ursprünglich eingesetztes Kapital möglicherweise nicht zurück. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stammen aus Quellen, die wir für hinreichend verlässlich halten, können sich aber jederzeit ändern. Unternehmen der F&C-Gruppe können gegebenenfalls im Namen ihrer Kunden die in diesem Dokument genannten Anlageinstrumente kaufen oder verkaufen. Falls nicht anders angegeben stammen die hierin enthaltenen Informationen von F&C Management Limited, einem durch die britische Finanzdienstleistungsaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority zugelassenes und reguliertes Unternehmen. FRN: 119230. F&C Management Limited ist ein Unternehmen der F&C Group, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von BMO Global Asset Management (Europe) Limited, die wiederum eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bank of Montreal ist. F&C, das F&C-Logo, REO und das reo-Logo sind eingetragene Warenzeichen von F&C Asset Management plc. Alle Rechte vorbehalten. Dieses Dokument darf weder ganz noch in Auszügen ohne vorherige Genehmigung von F&C Management Limited fotokopiert, elektronisch gespeichert und weitergeleitet oder auf andere Weise vervielfältigt und/oder veröffentlicht werden.

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GAM Marktkommentar: Europäisches QE-Programm könnte Zweifel am Euro stärken

Ein europäisches Programm zum Quantitative Easing (QE) könnte die Zweifel am Euro weiter nähren, wenn die erste Euphorie abgeklungen ist. Das ist die Einschätzung von Adrian Owens, Währungsexperte bei GAM und Fondsmanager des GAM Star Global Rates im Vorfeld der morgigen Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). „Die Freigabe des Franken-Wechselkurses durch die Schweizer Nationalbank von letzter Woche sollte auch als Warnung verstanden werden, wie schwer es ist, sich auf unbestimmte Zeit gegen die fundamentale Entwicklung und die Marktkräfte zu stemmen. Und wenn es jemals ein Währungsregime gegeben hat, dass nicht durch die Fundamentaldaten gerechtfertigt war, dann ist es der Euro“, erklärt er. 

Die reflexartige Reaktion der Märkte habe auch andere Währungsbindungen wie etwa im Fall der Dänischen Krone unter Druck gesetzt. „Aber vor allem die EZB sollte beherzigen, was passiert, wenn die volkswirtschaftlichen Grundlagen ignoriert werden“, betont Owens. So rechtfertige die deutsche Wirtschaft eine deutlich stärkere Währung, als sie in Südeuropa benötigt wird. Die Gründungsväter des Euro hätten anerkannt, dass es im Währungsraum auch eine wirtschaftliche Angleichung geben muss und das in den – heute weitestgehend ignorierten – Maastricht-Kriterien zum Ausdruck gebracht. „Die fundamentalen Entwicklungen der Euro-Staaten weichen jedoch voneinander ab, und haben sich in Wahrheit nie angeglichen“, so der Experte.

In der aktuellen Debatte um das erwartete Programm zur quantitativen Lockerung kommt für Adrian Owens der Unwille zum Ausdruck, das Projekt einer echten Fiskalunion anzugehen. Außerdem stoße die Mobilität auf dem Arbeitsmarkt an sprachliche und kulturelle Grenzen. Die Lohnentwicklung habe sich in der Tat als flexibel erwiesen, allerdings habe sie einen hohen politischen Preis, wie aus den Umfrageergebnissen aus Spanien, Griechenland, Italien und Frankreich zunehmend deutlich werde. 

„Wenn die EZB am Donnerstag ein Quantitative-Easing-Programm ankündigt, ohne dass zugleich zumindest die Mitgliedsstaaten mit Investment-Grade-Rating bereit sind, ihr Kreditrisiko zu teilen, dürften die Zweifel der Märkte hinsichtlich des Euros weiter wachsen, wenn die Euphorie erst einmal abgeklungen ist“, schließt der Experte daher.

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 Die Preise von Fondsanteilen und die Erträge vom Fonds können sowohl fallen als auch steigen. Der Preis hängt zudem von der Entwicklung der Finanzmärkte ab, welche außerhalb der Kontrolle von GAM liegt und zudem Wechselkursschwankungen unterliegen kann. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Hinweis auf die zukünftige Wertentwicklung.

AXA IM aktuell: Leitzinserhöhung in den USA früher als erwartet

Die US-Notenbank Federal Reserve System (Fed) wird bereits Mitte dieses Jahres die Leitzinsen erhöhen. Das erwarten die Research-Experten von AXA Investment Managers (AXA IM). Die Märkte sehen dagegen die geldpolitische Wende erst für das vierte Quartal 2015 voraus. Die Fed werde wahrscheinlich auf den wachsenden mittelfristigen Inflationsdruck reagieren und ihre Geldpolitik straffen, sobald das Lohnniveau steige, meint David Page, Senior Economist bei AXA IM: „Das Lohnniveau ist das ausschlaggebende Barometer dafür, wie nah der Arbeitsmarkt an seiner vollen Kapazitätsauslastung ist.“ 

Nachdem das Einkommenswachstum während der Krise beinahe fünf Jahre lang bei etwa zwei Prozent lag, seien nun die Arbeitslosenzahlen auf einen Stand gefallen, der in der Vergangenheit zu einem Anstieg der Löhne geführt habe. „Eine Reihe von Indikatoren weist darauf hin, dass eine Lohninflation wahrscheinlich ist“, meint Page. Das Lohnwachstum sollte nach Ansicht des Analysten ein entscheidender Gradmesser für die Geldpolitik sein, da es ein klares Signal dafür ist, wie nah die Fed an ihren Auftrag der Vollbeschäftigung herangekommen ist. Ebenso signalisiere eine wachsende Inflation das Erreichen der wirtschaftlichen  Kapazitätsgrenzen. Allerdings würden Bewegungen des Gesamtpreisniveaus verzerrt durch die Entwicklung einzelner Preise. Sowohl der jähe Anstieg des US-Dollars wie auch der Rückgang der weltweiten Rohstoffpreise würden voraussichtlich die Inflation Anfang 2015 senken. Dennoch habe die Fed im Oktober gesagt, dass die „Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Inflation“ unter zwei Prozent gesunken sei. „Es sieht so aus, als ob sich die US-Notenbank auf den relevanteren mittelfristigen Ausblick konzentriert“, kommentiert Page.

Der Zeitpunkt für die Straffung der Geldpolitik hängt laut Page von der Balance zwischen den kurz- und mittelfristigen Inflationstrends ab. Da die herkömmlichen geldpolitischen Maßnahmen bereits ihre untere Grenze erreicht hätten und angesichts der zunehmenden Besorgnis darüber, dass die Inflation in den weltweit wichtigsten Wirtschaftsnationen zu niedrig ist, werde die Fed den Einfluss der niedrigen kurzfristigen Inflation auf die inländischen Inflationserwartungen genau beobachten. Diese hätten sich in der letzten Zeit abgeschwächt und die Fed werde alles tun, um weitere Verschlechterungen zu vermeiden. Daher könne jedes weitere Absinken der Rohstoffpreise oder jede Stärkung des Dollars den Ausblick auf die Geldpolitik anfällig machen.

Die Märkte sehen den Leitzins Ende 2015 bei 1,12 bis 1,37 Prozent. Die Experten von AXA IM rechnen Mitte 2015 mit dem ersten Zinsschritt. „Dabei wird die Fed alles tun, um einen allzu starken Anstieg der Marktzinsen zu verhindern“, erklärt Page. Die Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt sollten sich langfristig auszahlen und damit die Notwendigkeit einer noch strafferen Geldpolitik senken. 

Weiterhin erwarten die Experten für die USA ein BIP-Wachstum von jeweils 2,7 Prozent in diesem und im kommenden Jahr. Diese Normalisierung des Wirtschaftswachstums spricht nach Ansicht von Page ebenfalls dafür, dass die Geldpolitik Taten folgen lassen wird.

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AXA Investment Managers Paris SA (AXA IM) ist ein Multi-Experte in der Vermögensverwaltung und gehört zur AXA-Gruppe, einer der größten internationalen Versicherungsgruppen und bedeutendsten Vermögensmanager der Welt. AXA IM ist mit rund 607 Mrd. Euro (Stand: September 2014) verwaltetem Vermögen einer der größten in Europa ansässigen Asset Manager. Mit gut 2.500 Mitarbeitern ist AXA IM weltweit in 21 Ländern tätig.

Multi-Experte
Als Multi-Experte im Asset Management ist AXA IM in der Lage, Investmentlösungen in allen Assetklassen optimal gemäß den Kundenbedürfnissen zu kombinieren und damit einen signifikanten Mehrwert zu erzielen. Das Ziel von AXA IM ist es, in jedem Bereich Marktstandards zu setzen und eine führende Position einzunehmen. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Spezialisierung, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit der Fondsmanager für eine nachhaltige Performance unerlässlich sind. Deshalb entwickelt das Unternehmen überall dort Expertenteams, wo es über klare Wettbewerbsvorteile verfügt.

Weitere Informationen zu AXA Investment Managers unter www.axa-im.de

Allgemeine Hinweise: Die hier von AXA Investment Managers Deutschland GmbH bereitgestellten Informationen stellen kein Angebot zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung von Fondsanteilen bzw. Finanzinstrumenten oder ein Angebot für Finanzdienstleistungen dar. Ein Kauf von Fondsanteilen erfolgt ausschließlich auf Basis der jeweils gültigen Verkaufsprospekte und den darin enthaltenen Informationen. Die Verkaufsprospekte, wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) und Jahres- und Halbjahresberichte erhalten Sie kostenlos für Deutschland bei AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Bleichstraße 2-4, 60313 Frankfurt/Main oder unseren Vertriebspartnern sowie unter www.axa-im.de bzw. für Österreich bei der jeweiligen Zahl- und Informationsstelle sowie unter www.axa-im.at. Verwendung: Dieses Dokument dient ausschließlich der Presseinformation. Wir weisen dringend darauf hin, dass diese Pressemitteilung nicht den Anforderungen der Richtlinie 2004/39/EG (MiFID) und der zu dieser ergangenen Richtlinien und Verordnungen sowie des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) und der Wertpapierdienstleistungs- Verhaltens- und Organisationsverordnung (WpDVerOV) entspricht. Das Dokument ist damit für jegliche Form des Vertriebs, der Beratung oder der Finanzdienstleistung, insbesondere durch Wertpapierdienstleistungsunternehmen, nicht geeignet. Haftungsausschluss: Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen, Daten und Zahlen beruhen auf unserem Sach- und Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen wird nicht übernommen.

ETF Securities Marktüberblick - Europa bereitet sich auf monetäres Lockerungs-Programm vor

Die Schweizerische Nationalbank überraschte den Markt durch die Aufgabe ihrer bisherigen Mindestgrenze des Euro-Franken-Wechselkurses von 1,20. Nachdem die Europäische Zentralbank dem amerikanischen Vorbild jahrelang nicht gefolgt ist, wird in dieser Woche eine Ankündigung eines monetären Lockerungs-Programms (QE) erwartet. Die Diskussion über die Einzelheiten des Programms wird ohne jeden Zweifel die Preise von Vermögenswerten beeinflussen. Die Richtung wird vom Ausmaß des Programms abhängen. Unterdessen wird die Veröffentlichung einer Reihe von chinesischen  Wirtschaftsdaten, unter anderem die BIP-Daten aus Q4. 2014, genau beobachtet werden, da der Markt sich hiervon Hinweise auf das diesjährige Wirtschaftswachstum verspricht. 

Rohstoffe
Prognosen über anhaltende Kälte treiben Erdgaspreise. Erdgaspreise stiegen um 6,7%, da die Wetterprognosen für die kommende Woche weiterhin kälteres Wetter in den USA prognostiziert haben. Dies weckte Markterwartungen nach einem steigenden Heizbedarf des Nordostens und Mittleren Westens der USA.
Da die Weltbank ihre Prognosen für das weltweite Wachstum von 3,4% auf 3,0% nach unten korrigierte, kam es an den asiatischen Märkten zu Kursverlusten. Getrieben von diesen Verkäufen beendete Kupfer die Woche mit einem Verlust von 7,7%. Durch seine umfassende industrielle Nutzung wird Kupfer allgemein als ein Barometer der weltweiten wirtschaftlichen Situation angesehen.
Die Rohöl-Benchmarks setzten ihren Preisrückgang auch in der vergangenen Woche fort. Da die Rohölbestände in den USA auf dem höchsten Stand seit 80 Jahren sind, verlor Brent 7,3% sowie WTI 5,0%. Der asymmetrische Preisrückgang verursachte zeitweise eine Situation, bei der WTI gegenüber Brent mit einem Aufschlag gehandelt wurde – ein Anzeichen dafür, dass die derzeitigen Preisrückgänge Produktionsdrosslungen der US Produzenten zur Folge haben könnten. Investoren nutzen die anhaltenden Preisrückgänge und sorgten für die größten wöchentlichen Mittelzuflüsse in Öl-ETPs in vier Jahren.

Aktien
Erwartungen an ein QE-Programm treiben europäische Aktienwerte. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs hat die Wahrscheinlichkeit einer Ankündigung eines QE-Programms nach der nächsten Sitzung der Zentralbank am 22. Januar erhöht. Die Märkte nahmen dies sehr positiv aus und trieben europäische Aktienwerte in die Höhe. Der deutsche Aktienindex DAX konnte so um 1,9% in der vergangenen Woche zulegen. Da die Energiepreise weiter fallen, soll das QE-Programm dazu dienen, die Eurozone vor einer damit verbundenen Deflation zu schützen. Gold konnte in der vergangen Woche um 3,6% zulegen, da nach dem überraschenden Schritt der Schweizerischen Nationalbank (SNB) die Märkte einen „sichereren Hafen“ suchten. Die SNB hatte zuvor ankündigt die Mindestgrenze des Euro-Franken-Wechselkurses aufzugeben. Der Anstieg des Goldpreises beflügelte den DAXglobal Gold Mining Index, der die Woche mit einem Gewinn von 8,3% beenden konnte. Aufgrund des Preisverfalls von Kupfer und Öl wurde der FTSE 100 sowie der Solactice US Energy Infrastructure MLP Index nach unten gezogen.

Währungen
Schock und Ehrfurcht. Die Überraschung der SNB am Donnerstag schickte den Schweizer Franken gegenüber dem Euro in die Nähe der Parität, eine Bewegung von 17%. Die Schweizer Notenbank wird sich ohne jeden Zweifel auf das QE-Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) vorbereiten, dessen Ankündigung in dieser Woche erwartet wird. Im Gegensatz zur US-Notenbank, die diesen Weg zuvor bestritt, wird die EZB Staatsschulden von vielen Mitgliedsstaaten kaufen müssen. Aus dieser Problematik ergeben sich viele Fragen, die im Rahmen der Sitzung geklärt werden müssen:

  • Wie groß wird das Programm sein?
  • Von welchen Ländern wird die EZB Anleihen kaufen?
  • Wird die EZB die Anleihen selbst kaufen oder die Aufgabe an nationale Zentralbanken der Mitgliedsstaaten delegieren?

Nach dem Schock der SNB in der vergangenen Woche, scheint der Markt eine aggressive Bewegung der EZB im Euro eingepreist zu haben. Eine etwaige Enttäuschung des Ausmaßes des Programms könnte den Euro kurzfristig nach oben treiben.

AXA IM aktuell: Freigabe des Franken-Wechselkurses: Mutiger Schachzug mit Nebenwirkungen

Die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) war notwendig, damit die Schweiz nicht ihren Status als sicherer Hafen für internationale Investoren, vor allem aus dem Dollarraum, verliert, argumentieren Eric Chaney und David Page von AXA Investment Managers (AXA IM).

Die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), den Wechselkurs des Schweizer Franken (CHF) nicht länger an den Euro zu koppeln, sollte vor allem als vorweggenommene Reaktion auf ein Quantitative Easing der Europäischen Zentralbank (EZB) interpretiert werden. Diese Ansicht vertreten AXA-IM-Chefökonom Eric Chaney und AXA-IM-Ökonom David Page in einem aktuellen Researchpapier. „Offenbar sieht die SNB noch beträchtliche Abwärtsrisiken für den Euro-US-Dollar-Wechselkurs – und auch die Möglichkeit, dass der US-Dollar noch vor dem Jahresende eine Parität mit dem Euro erreicht“, heißt es in dem Dokument. „Wenn die SNB vor diesem Hintergrund die Kopplung des Franken an den Euro aufrecht erhalten hätte, wäre die Attraktivität der Schweiz als sicherer Hafen für Sparer aus dem erweiterten Dollarraum beschädigt worden.“ Indem sie den Wechselkurs der heimischen Währung vom Euro entkopple, könne sie den Franken unter internationalen Anlegern wieder als eine Absicherung für Fremdwährungsrisiken etablieren – auch wenn diese Absicherung zu einem hohen Preis in Form negativer Einlagezinsen komme.

„Unserer Ansicht nach antizipiert die SNB damit, dass die EZB sich für eine Strategie des Quantitative Easing in größerem Ausmaß entscheiden wird und dies noch in dieser Woche bekannt geben wird. Und dass dies nur der Anfang einer lang anhaltenden Ausweitung der EZB-Bilanz sein könnte“, erläutern Chaney und Page. Schließlich sei eine deutliche Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zwar möglicherweise im Sinne der Länder der Eurozone. Eine starke Abwertung des Schweizer Franken dagegen widerspreche einem der grundlegenden Wettbewerbsvorteile der eidgenössischen Wirtschaft: ihrem traditionellen Status als sicherem Hafen.

Das vollständige Researchdokument finden Sie im Anhang.


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Multi-Experte
Als Multi-Experte im Asset Management ist AXA IM in der Lage, Investmentlösungen in allen Assetklassen optimal gemäß den Kundenbedürfnissen zu kombinieren und damit einen signifikanten Mehrwert zu erzielen. Das Ziel von AXA IM ist es, in jedem Bereich Marktstandards zu setzen und eine führende Position einzunehmen. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Spezialisierung, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit der Fondsmanager für eine nachhaltige Performance unerlässlich sind. Deshalb entwickelt das Unternehmen überall dort Expertenteams, wo es über klare Wettbewerbsvorteile verfügt.

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Henderson Global Investors Fund Manager Outlook 2015

London / Frankfurt am Main – Alex Crooke, Head of Global Equity Income bei Henderson Global Investors, erklärt seine Anlagestrategie für 2015.

Verständnis für Unternehmen und Branchenentwicklung entscheidend

2014 entwickelte sich die Weltwirtschaft zwar stärker als im Vorjahr, doch war die Wachstumsrate nur gering. So wurden auch die Wachstumserwartungen im Jahresverlauf zunehmend nach unten geschraubt. Das Ergebnis war ein wettbewerbsintensiveres Umfeld mit geringerer Rentabilität als sowohl Unternehmen wie auch Anleger ursprünglich erwartet hatten.

Deshalb ist es wichtig, sich bei Anlageentscheidungen nicht vom Konjunkturverlauf abhängig zu machen. Von zentraler Bedeutung ist es, die Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens und die Dynamik in der Branche zu verstehen.

Chancen bei Gesellschaften mit geringer Konjunktursensibilität

Attraktive Chancen dürften sich bei Unternehmen mit strukturellem Wachstum bieten, die nicht auf eine Erholung der Wirtschaft angewiesen sind, die über erhebliche Marktanteile verfügen und zudem in vergleichsweise konsolidierten Industriezweigen tätig sind, was stabile Preise begünstigt. Gute Gelegenheiten sehen wir überdies bei Unternehmen, die sich auf Erholungskurs befinden und deren Potenzial vom Markt sehr gering eingeschätzt wird. Wichtig ist dabei jedoch, dass sie einen ansehnlichen Cashflow generieren und über eine solide Bilanz verfügen.

Steigende Dividenden als Reaktion auf das Niedrigzinsumfeld und seine Folgen

Wir sind heute etwas optimistischer gestimmt. Hierfür gibt es mehrere Gründe: Allen voran der gesunkene Ölpreis, durch den das verfügbare Einkommen der Verbraucher steigt, die Mini-Inflation, die es den Zentralbanken erlaubt, an ihrer expansiven Geldpolitik festzuhalten, sowie der nachlassende Sparzwang der öffentlichen Haushalte in einigen Ländern und Regionen wie den USA und Teilen Europas.

Auf der anderen Seite erschwert das weltweit anhaltende Niedrigzinsumfeld den Anlegern die Suche nach Anlageinstrumenten, die einen akzeptablen Ertrag abwerfen. Verglichen mit anderen Anlageklassen sind die Dividendenrenditen attraktiv, denn viele Unternehmen stocken ihre Dividende auf. Bei diesen Rahmenbedingungen dürften auf Dividendenaktien spezialisierte Strategien bei Anlegern auch weiter gefragt sein.

Über den Manager
Alex Crooke kam 1994 als Associate Director of Investment Trusts zu Henderson Global Investors, nachdem er seine Karriere in der Investmentbranche 1990 bei Equitable Life Assurance Society als Analyst für den US-Markt begonnen hatte. Mitte 1994 wurde er von Henderson als Co-Manager mit der Verwaltung der britischen Wertpapiere des Witan Investment Trust betraut. In der Folge übernahm Crooke noch weitere Aufgaben bei Henderson. So wurde er Fondsmanager mehrerer ertragsorientierter Unit Trusts und Investment Trusts. Daneben verwaltete Crooke seit 2003 The Bankers Investment Trust PLC und seit 1997 Henderson High Income Trust PLC. Er ist außerdem Co-Fondsmanager des in den USA aufgelegten Global Equity Income Fund und leitender Fondsmanager des Henderson Dividend and Income Builder. Im Jahr 2013 wurde Crooke zum Leiter der Abteilung Global Equity Income ernannt, die alle vornehmlich in Dividendenaktien anlegenden Teams bei Henderson vereint.

Crooke besitzt einen Bachelor of Science (Hons) der Manchester University in Physik mit Schwerpunkt Astrophysik. Er ist Associate Member of the Society of Investment Professionals (ASIP).

Über Henderson Global Investors
Henderson Global Investors, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Henderson Group plc, ist eine renommierte internationale Vermögensverwaltungsgesellschaft, deren Geschichte bis ins Jahr 1934 zurückreicht. Henderson verwaltet ein Anlagevermögen in Höhe von 98,3 Mrd. Euro (Stand: 30. September 2014) für Kunden in Großbritannien, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nordamerika und beschäftigt weltweit etwa 900 Mitarbeiter.

Zu den Kunden zählen sowohl Privatpersonen, Privatbanken und externe Vertriebs-gesellschaften als auch Versicherungen, Pensionskassen, staatliche Organe und Unternehmen. Als reiner Vermögensverwalter bietet Henderson eine Produktpalette, die von Aktien und Anleihen über Multi-Asset-Angebote bis hin zu alternativen Produkten wie Beteiligungskapital (Private Equity) und Hedgefonds reicht.

Weitere Informationen finden Sie unter www.henderson.com.

Presseanfragen
Lars Haugwitz
GFD Finanzkommunikation
Tel.: +49 (0) 69 971 247 34
Email: haugwitz@gfd-finanzkommunikation.de

Die Herausforderung für die Schweiz ist eine Chance für Deutschland

Der aktuelle Schritt der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die Bindung des Schweizer Franken an den Euro zur Vermeidung einer starken Aufwertung aufzugeben, führte im frühen Handel zu einer Aufwertung der Währung um mehr als 30% und pendelte sich dann im Tagesverlauf auf einem niedrigeren Niveau ein. Gleichzeitig rutschte der Schweizer Aktienmarkt aufgrund der Erwartungshaltung der Anleger stark ab, sodass die Währungsaufwertung den Handel für Schweizer Exportunternehmen erschweren könnte.

Unserer Ansicht nach könnte die Maßnahme ein Anzeichen dafür sein, dass die SNB von einer vollumfänglichen Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank in den nächsten Wochen ausgeht, was sich durchaus positiv auf Aktien der Eurozone auswirken dürfte. Die veränderte Situation könnte auch als Chance für die in der Eurozone ansässigen Konkurrenzunternehmen der Schweiz betrachtet werden, die nicht durch die Währungseffekte belastet werden.

Die Chance für Deutschland
Mit Blick auf die verschiedenen Volkswirtschaften der Eurozone behalten wir unseren optimistischen Ausblick, insbesondere für deutsche Unternehmen, bei. Obwohl die unlängst in Deutschland veröffentlichten Konjunkturdaten gemischt ausfielen, bestärken uns die Auftragslage der Firmen, die Gespräche mit den Unternehmensführungen sowie ihre Erläuterungen im Hinblick auf die zukünftige Ertragslage auch weiterhin in unserer positiven Einschätzung für den Markt.

In einem Umfeld, in dem sich die Rahmenbedingungen für Firmen verbessern, bieten kleinere Mittelstandsunternehmen unserer Einschätzung nach potenziell interessante Chancen im Bereich der wertorientierten und der Wachstumsanlagen und unsere Strategie ist dementsprechend ausgerichtet.

Im Januar könnten die Parlamentswahlen in Griechenland für ein gewisses Maß an Unsicherheit an den europäischen Aktienmärkten sorgen. Wir sind jedoch nicht der Ansicht, dass sie sich nachteilig auf die allgemeine Wirtschaftstätigkeit in Europa auswirken werden. Trotz des schwachen Starts in das neue Jahr behalten wir aus vorangegangenen Gründen unsere optimistische Einschätzung für das Gesamtjahr 2015 bei.

Für in der Schweiz ansässige Investoren sind Anlagen in Deutschland, oder auch in allen anderen Ländern der Eurozone, aufgrund der Aufwertung des Schweizer Franken wesentlich günstiger geworden. Infolgedessen könnte es in den entsprechenden Märkten zu höheren Kapitalzuflüssen kommen.

Pressekontakt

Birgit Wirtz
Baring Asset Management GmbH
Tel. +49 (0)69 7169 1812
Mail: birgit.wirtz@barings.com

Emmanuelle Bitton-Glaab
GFD-Finanzkommunikation
Tel. +49 (0)69 97124732
Mail: bitton-glaab@gfd-finanzkommunikation.de

„Wie hoch kann die Bilanzsumme einer Zentralbank maximal werden? Ich glaube, die SNB hat es uns gerade gezeigt.“

Die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), den Wechselkurs des Schweizer Franken nicht mehr an den Euro zu koppeln, ist auch deshalb wegweisend, weil sie zeigt, wie strapaziert die Bilanzen der globalen Notenbanken inzwischen bereits sind. Diese Ansicht vertritt Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers. „Die bisherige Politik der SNB war zwar kein Quantitative Easing im herkömmlichen Sinne, wie es die Fed oder die Bank of Japan angewendet haben. Die massiven Interventionen der SNB an den Devisenmärkten haben aber dennoch dazu geführt, dass die Bilanzsumme der Notenbank auf fast 85 Prozent des Schweizer Bruttoinlandsproduktes angewachsen ist“, so Iggo. Die Entkopplung des Franken vom Euro dürfe daher nicht nur vor dem Hintergrund möglicher Auswirkungen auf den Franken selbst betrachtet werden. Auch die Entwicklung der Notenbankbilanz und der Geldmenge in der Schweiz hätten dazu beigetragen. Dies habe auch Implikationen für Notenbanken anderswo auf der Welt: „Wenn es Bedenken dagegen gibt, Notenbankbilanzen so stark auszuweiten, dass sie einen wesentlichen Teil des Bruttoinlandsproduktes repräsentieren, könnte dies auch für die Fed oder die Bank of England den Neustart eines Quantitative Easing erschweren, falls dies irgendwann nötig werden sollte“, so Iggo.

Eine weitere Folge der jüngsten SNB-Entscheidung: Die kurzfristigen Zinsen in der Schweiz sind noch weiter in negatives Territorium gefallen. „Dadurch soll es unattraktiver werden, Schweizer Franken bei der Zentralbank zu parken“, erläutert Iggo. „Die Negativzinsen werden allerdings auch auf den Geldmarkt übertragen, um dort dasselbe Ziel zu erreichen.“ Insgesamt würden negative Zinssätze in den entwickelten Industrienationen mehr und mehr zur Normalität – auch in der Eurozone und in Japan seien die kurzfristigen Zinsen bereits negativ. „Wir bewegen uns in eine Welt hinein, in der mehr und mehr Gläubiger für das Privileg bezahlen müssen, jemandem Geld leihen zu dürfen“, so Iggo. „Dies zeigt, dass die Finanzmärkte als Resultat von Zentralbankinterventionen in bislang nicht gekannter Größenordnung noch immer in Liquidität schwimmen. Es zeigt uns, dass die Kreditnachfrage noch immer nicht ausreichend ist. Und es könnte auch bedeuten, dass die Geldpolitik der Notenbanken nach wie vor nicht funktioniert.“

Für Ihre Fragen und zur Interviewvermittlung wenden Sie sich bitte direkt an AXA Investment Managers (Daniela Hamann) oder an ergo Kommunikation.

Bitte teilen Sie uns kurz per E-Mail oder Telefon mit, wenn Sie die wöchentlichen Zitate von AXA IM künftig nicht mehr erhalten möchten.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Hamann                                                                      
daniela.hamann@axa-im.com                                        
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Holger Handstein  
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Kurz-Kommentar von Swiss & Global Asset Management zur Aufhebung des Euro-Mindestkurses in der Schweiz

„Trotz gewissem Verständnis für die Argumentation der Schweizerischen Nationalbank SNB – insbesondere der Hinweis, dass so eine Entscheidung überraschend erfolgen muss, ist absolut korrekt – erscheint der Zeitpunkt der Aufhebung des Mindestkurses verfrüht“, sagt Joachim Corbach, Währungsexperte der Fondsgesellschaft Swiss & Global Asset Management in Zürich.

„Ein Zusammenhang mit den zu erwartenden zusätzlichen geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank EZB liegt auf der Hand. Dies nicht zuletzt auch deshalb, als das von der SNB im Dezember eingeführte Instrument der negativen Zinsen genau am 22. Januar in Kraft tritt, exakt am Tag der EZB Entscheidung“, so Corbach weiter. „Hat die SNB einen begründeten Verdacht, dass die Maßnahmen der EZB nächste Woche unerwartet expansiv ausfallen werden und der Druck auf die EURCHF Untergrenze auf ein unerträgliches Maß hätte zunehmen können?“

„Ein negativer Zinssatz von 75bp ist ohne flankierende Maßnahmen bezüglich Liquiditätshaltung sicher am oberen Rand des Möglichen. In welchem Ausmaß er ausreicht, die Attraktivität des Franken für ausländische „Investoren“ zu brechen, bleibt abzuwarten. Ein Erfolg dieser Maßnahme ist aus unserer Sicht jedoch zumindest mittelfristig nicht auszuschließen“, sagt Corbach. 

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Über Swiss & Global Asset Management
Swiss & Global Asset Management ist Teil der GAM Holding AG, einer unabhängigen, auf das Asset Management spezialisierten Gruppe. Im Oktober 2009 aus dem Julius Bär Asset Management hervorgegangen, ist Swiss & Global Asset Management der exklusive Anbieter von Julius Bär Fonds. Das Angebot umfasst neben Investmentfonds auch maßgeschneiderte Lösungen für institutionelle Anleger und individuelle Private-Labelling-Lösungen. Swiss & Global Asset Management kombiniert Schweizer Wurzeln – in Form von langjährigen Kundenbeziehungen und hohem Qualitätsbewusstsein – und ein weltumspannendes Netzwerk mit über 1.000 Vertriebsverträgen in rund 30 Ländern.

GAM Holding AG ist an der SIX Swiss Exchange notiert. Die Gruppe verwaltet Vermögen von insgesamt CHF 124.1 Milliarden (per 30. September 2014) und beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter an ihren Standorten in elf Ländern. Mehr Informationen finden Sie unter www.swissglobal-am.com.

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Die Angaben in diesem Dokument dienen lediglich zum Zwecke der Information und stellen weder ein Angebot noch eine Anlageberatung dar. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Die in diesem Dokument enthaltenen Meinungen und Einschätzungen können sich ändern und geben eine Ansicht unter den derzeitigen Konjunkturbedingungen wieder. Swiss & Global Asset Management ist kein Teil der Julius Bär Gruppe.

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Henderson Global Investors Fund Manager Outlook 2015

London / Frankfurt am Main – Luke Newman, Co-Manager des Henderson UK Absolute Return Fund und des Henderson Gartmore United Kingdom Absolute Return Fund, analysiert den britischen Aktienmarkt 2014 und gibt seinen Strategieausblick für 2015 bekannt.

Was hat Sie das Börsenjahr 2014 gelehrt?

2014 konnten wir erneut beobachten, dass unsere Strategie gut funktioniert, wenn die Aktienkorrelationen niedrig sind und/oder die Volatilität hoch ist. Mithilfe kluger taktischer Positionierung und einem gewissen Liquiditätspolster ist es uns gelungen, auch in den volatileren Phasen an den Aktienmärkten eine positive Wertentwicklung zu erzielen. Hierzu haben wir erneut, neben längerfristigen Kernbeständen, auch auf pragmatischere taktische Chancen vertraut, mit denen wir in schwierigen Zeiten absolute Renditen generieren können.

Abbildung: Entwicklung der Performance-Korrelation am Aktienmarkt

Quelle: Henderson Global Investors

Welche Chancen und Risiken sehen Sie in diesem Jahr?

Aus unserer Sicht ist die Versicherungsbranche nach wie vor unterbewertet. Auslöser war
vor allem die mit dem Haushalt 2014 in Großbritannien angekündigte Liberalisierung der Regeln für betriebliche Pensionsguthaben. Unser Bestand bei Friends Life hat 2014 einen wesentlichen Beitrag zum Fondsergebnis geleistet.

Ein weiterer interessanter Bereich ist der Bankensektor, denn die britische Finanzaufsichtsbehörde ermuntert neue Akteure zum Markteintritt. Die Herausforderer stehen schon Gewehr bei Fuß mit einem geringeren Bestand an notleidenden Altkrediten. Und sollten sich aufgrund strengerer Stresstests etablierte Immobilienfinanzierer aus diesem Marktsegment zurückziehen, sind Herausforderer wie Virgin Money und Paragon bereits gut aufgestellt, um die entstehende Lücke zu füllen.

Anleger sollten in jedem Fall die Wechselkurse im Auge behalten. Über weite Strecken des Jahres 2014 war der Höhenflug des britischen Pfunds eine schwere Hypothek für in London gelistete ausländische Unternehmen, die in Pfund Sterling berichten und ihre im Ausland erzielten Gewinne repatriieren. Seit dem Sommer hat das Pfund gegenüber dem US-Dollar dramatisch an Wert verloren. Vorausgesetzt der Wechselkurs bleibt auf diesem Niveau, dürfte sich das 2015 positiv auf die Gewinnentwicklung vieler im FTSE gelisteten Unternehmen mit Engagement in den USA auswirken.

Ist Ihr Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Anlagemärkte heute optimistischer oder pessimistischer als vor zwölf Monaten und warum?

Ich gehe davon aus, dass sich die günstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit moderatem BIP-Wachstum und niedriger Inflation fortsetzen. Selbst wenn die Zinswende kommen sollte, rechnen wir nicht mit mehreren Zinserhöhungen in rascher Folge. Dank unseres Long-/Short-Ansatzes können wir dem Auf und Ab an den Märkten gelassen entgegensehen und uns darauf konzentrieren, unseren Anlegern eine positive absolute Rendite zu bieten, ganz gleich in welche Richtung sich die Aktienmärkte bewegen. Viel wichtiger ist für uns, dass sich die niedrigen Aktienkorrelationen fortsetzen, denn das untermauert unsere Überzeugung, dass wir auch künftig mit Long- wie auch mit Short-Positionen absolute Erträge generieren können.

Über den Manager
Luke Newman kam 2011 als Investment Manager für europäische Aktien zu Henderson. Zuvor arbeitete er seit Juni 2009 für Gartmore, nachdem er bei Altima Partners LLP den Alphagen Octanis & Gartmore UK Absolute Return Fund verwaltet hatte. 2005 war er zu Foreign & Colonial gewechselt, wo er zunächst den F&C Special Situations Fund auflegte. Zudem hatte er den F&C Enhanced Alpha Fund lanciert, bei dem die UCITS III-Regulierung zur Einführung einer aktiven Shorting-Strategie genutzt wurde. Davor betreute er als Fondsmanager bei der Deutschen Asset Management sowohl Endkunden als auch institutionelle Mandate.

Luke Newman hat einen Bachelor (BSc Hons) in Wirtschaft und Politik der Universität Warwick.

Über Henderson Global Investors
Henderson Global Investors, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Henderson Group plc, ist eine renommierte internationale Vermögensverwaltungsgesellschaft, deren Geschichte bis ins Jahr 1934 zurückreicht. Henderson verwaltet ein Anlagevermögen in Höhe von 98,3 Mrd. Euro (Stand: 30. September 2014) für Kunden in Großbritannien, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nordamerika und beschäftigt weltweit etwa 900 Mitarbeiter.

Zu den Kunden zählen sowohl Privatpersonen, Privatbanken und externe Vertriebs-gesellschaften als auch Versicherungen, Pensionskassen, staatliche Organe und Unternehmen. Als reiner Vermögensverwalter bietet Henderson eine Produktpalette, die von Aktien und Anleihen über Multi-Asset-Angebote bis hin zu alternativen Produkten wie Beteiligungskapital (Private Equity) und Hedgefonds reicht.

Weitere Informationen finden Sie unter www.henderson.com.

Presseanfragen
Lars Haugwitz
GFD Finanzkommunikation
Tel.: +49 (0) 69 971 247 34
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Fidelity Marktkommentar: Wie sich Ölpreis, Euroschwäche und anstehende Wahlen auf Europas Aktien auswirken

,,Zu den wichtigsten Einflussfaktoren für die europäischen Aktienmärkte zähle ich in nächster Zukunft vor allem drei Punkte: den niedrigen Ölpreis, die Euroschwäche und die in 2015 anstehenden Wahlen. Das Hauptrisiko für Europas Aktien geht meiner Meinung nach von der Politik aus. Im Januar sind in Griechenland Wahlen und - noch wichtiger - im November in Spanien, wo der Aufstieg der neuen Partei Podemos die bislang gute Reformarbeit zunichtemachen könnte. Daher bin ich in den Randstaaten der Eurozone nach wie vor untergewichtet.

Auf der positiven Seite steht, dass die Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem chinesischen Renminbi vielen Unternehmen in Europa erhebliche Vorteile bringt. Zum einen hilft es den Konzernen auf den Exportmärkten, zum anderen profitieren Firmen, die einen Großteil der Geschäfte in den USA tätigen, weil die Gewinne in US-Dollar nun deutlich mehr wert sind. Immerhin erzielen die europäischen Unternehmen fast 20 Prozent ihrer Erträge in den USA. In meinen Fonds dürften Konsumgüterwerte, wie beispielsweise der Autobauer VW, vom Währungsrückenwind profitieren.

Der Ölpreis dürfte kurzfristig auf seinem niedrigen Stand verharren. Das hat einen positiven Einfluss auf europäische Konsumtitel. Ich erwarte aber, dass sich die Preise von unter 50 US-Dollar pro Barrel Öl mittelfristig erholen werden. Denn neue Projekte zur Ölförderung rechnen sich bei diesem niedrigen Ölpreis nicht. Neue Ölförderprojekte müssen aber in Angriff genommen werden, um den grundsätzlich steigenden Bedarf zu befriedigen. Vor allem, weil die schon erschlossenen Quellen immer weniger ergiebig sind.

Auf mittlere Sicht könnte es ein höherer Ölpreis rechtfertigen, ölpreisabhängige Werte überzugewichten. Aktuell habe ich aber keine Pläne, das Portfolio meiner Fonds entsprechend zu verändern. Ich versuche vielmehr, nach interessanten Stock-Picking-Möglichkeiten Ausschau zu halten, die sich aus den aktuellen Ölpreis-Schwankungen ergeben. Interessant sind beispielsweise Energieaktien, die derzeit auf Kurs-Buchwert-Basis so niedrig bewertet sind wie seit den 1920er Jahren nicht mehr. Gleichzeitig sind sie in der Nähe der höchsten Brutto-Cashflow-Renditen seit den 1950er Jahren. Insgesamt halte ich in der aktuellen Situation an meiner bisherigen Portfolioallokation fest. Versorger und Telekommunikationsunternehmen habe ich untergewichtet, übergewichtet habe ich weniger volatile Firmen hoher Qualität aus dem Gesundheitssektor sowie in einigen zyklischen Branchen wie Basiskonsumgüter und Technologie."

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Matthew Siddle ist Fondsmanager des Fidelity European Growth Fund (ISIN: LU0048578792) und des Fidelity European Larger Companies Fund (ISIN: LU0119124278). Ein Foto von ihm können Sie hier herunterladen.

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Über Fidelity und die FFB
Fidelity Worldwide Investment verfolgt ein klares Ziel: Mit herausragenden Investmentlösungen und ausgezeichnetem Service wollen wir unseren Kunden helfen, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Mit einem verwalteten Vermögen (Assets under Management) von weltweit 215,7 Mrd. Euro und einem administrierten Vermögen (Assets under Administration) von 63,0 Mrd. Euro bietet Fidelity aktiv gemanagte Anlagelösungen, die alle Regionen, Branchen und Anlageklassen abdecken. Unsere Lösungen richten sich sowohl an Privatanleger als auch an Finanzberater, Vermögensverwalter, Finanzinstitute, Unternehmen und Staatsfonds. Auf unseren Fondsplattformen können Privatanleger und Finanzberater darüber hinaus neben Fidelity Fonds auch Anlageprodukte anderer Anbieter kaufen. Im Bereich der betrieblichen Vorsorge bieten wir insbesondere auch Anlagelösungen für den schnell wachsenden Defined Contributions (DC) Markt für lokale und internationale Arbeitgeber und ihre Mitarbeiter. Mit unseren mehr als 400 Fondsmanagern und Anlageexperten rund um den Globus verfügen wir über ein einzigartiges Research Netzwerk. Mit seinen fundierten Analysen spürt es die besten Anlagechancen auf. Dabei gehen die Fondsmanager und Analysten nach unserem erprobten Ansatz der Einzelwertanalyse, dem sogenannten Bottom-up-Ansatz, vor. Seit der Gründung von Fidelity vor mehr als 40 Jahren genießen Unternehmensanalysen aus erster Hand bei uns oberste Priorität. Fidelity Worldwide Investment beschäftigt rund 6.800 Mitarbeiter in 25 Ländern weltweit und ist ein Handelsname von FIL Limited. Fidelity ist seit seiner Gründung im Jahr 1969 eine inhabergeführte Fondsgesellschaft. Dies bietet einen entscheidenden Vorteil: Wir müssen uns nicht nach kurzfristigen Aktionärsinteressen richten, sondern können uns ganz auf die langfristigen Interessen unserer Anleger konzentrieren.

In Deutschland ist Fidelity Worldwide Investment seit 1992 tätig und betreut ein Kundenvermögen von 28,5 Milliarden Euro. Fidelity Worldwide Investment vereint in Deutschland unter seinem Dach einen der führenden Asset Manager und eine der größten unabhängigen Fondsplattformen des Landes. Das Plattformgeschäft betreibt der Finanzdienstleister in Deutschland über die FFB (FIL Fondsbank GmbH). Sie richtet ihre Dienstleistungen an unabhängige Finanzberater, Investmentgesellschaften und Banken, die über die FFB unter anderem rund 8.000 Fonds und 170 ETFs von über 200 in- und ausländischen Anbietern kaufen und verwahren können. Die FFB betreut ein Vermögen von 14,0 Milliarden Euro in rund 600.000 Kundendepots. In der Asset Management-Sparte verwaltet Fidelity Worldwide Investment in Deutschland ein Fondsvolumen von 14,5 Milliarden Euro. Unter der Marke Fidelity Worldwide Investment werden in diesem Bereich in Deutschland 148 Publikumsfonds direkt sowie über rund 600 Kooperationspartner vertrieben. Insgesamt beschäftigt Fidelity Worldwide Investment in Deutschland mehr als 300 Mitarbeiter und ist hierzulande mit den rechtlichen Einheiten FIL Investment Services GmbH, FIL Investments International - Niederlassung Frankfurt, FIL Investment Management GmbH, FIL Pensions Services GmbH, FIL Finance Services GmbH und der FIL Fondsbank GmbH vertreten.
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Schizophrene Finanzmärkte – 2015 ist Besserung in Sicht

Größer könnten die Unterschiede in der geldpolitischen Ausgangslage zu Beginn des Jahres 2015 kaum sein: Auf der einen Seite bereitet die US-Notenbank die Finanzmärkte seit Monaten auf die im Jahresverlauf anstehende Leitzinswende vor – die letzte Zinserhöhung liegt immerhin 8 Jahre zurück! Auf der anderen Seite bestehen keine Zweifel mehr, dass die Europäische Zentralbank im Kampf gegen das Deflationsgespenst nun tatsächlich die ultimative Waffe in Stellung bringt: großvolumige Staatsanleihenkäufe (Quantitative Easing). 

An den Finanzmärkten sorgen die gegenläufigen monetären Stoßrichtungen für enorme Verunsicherung und entsprechende Volatilität. Die Aktienmärkte fürchten bei starken US-Konjunkturdaten eine scharfe Zinswende der Fed und werden daher immer wieder von Panikattacken heimgesucht, so wie nach der Veröffentlichung des jüngsten Arbeitsmarktberichts. Im Schlepptau der US-Märkte geraten jeweils auch die europäischen Börsen gewaltig unter die Räder. Dagegen blicken die Anleihenmärkte mit großer Gelassenheit nach vorn. Die Renditen 30-jähriger US-Bonds sind im Einklang mit ihren deutschen und britischen Pendants kräftig gesunken und befinden sich nur noch einen Wimpernschlag über ihren langjährigen Tiefstständen – Leitzinsangst sieht anders aus. Es wirkt fast so, als würden sich die globalen Anleihenmärkte primär an der EZB orientieren, während sich die weltweiten Aktienmärkte in erster Linie auf die Fed fokussieren. 

Wir sehen in dieser Schizophrenie allerdings nur eine Momentaufnahme und keineswegs eine Blaupause für das Kapitalmarktjahr 2015. Im Gegenteil, nach unserer Überzeugung werden sich die Vorzeichen im Jahresverlauf umkehren. Zum einen, weil die US-Anleihenmärkte allenfalls noch eine kosmetische Zinswende eingepreist haben – ein bis zwei Schritte in diesem Jahr, drei weitere in 2016. Hier sehen wir ein konkretes Risiko für eine Neubewertung, in deren Folge die Anleihenrenditen jenseits des Atlantiks einen Satz nach oben machen.

Zum anderen, weil die realwirtschaftliche Entwicklung 2015 ungleich besser verlaufen wird als 2014. Dies gilt vor allem für die Eurozone. Sämtliche vorausschauende Indikatoren haben Ende 2014 eine Bodenbildung vollzogen und dürften im laufenden Jahr deutlich anziehen. Treibende Kraft hinter dieser Entwicklung ist die außerordentlich günstige Konstellation aus expansiver Geldpolitik, gesunkenen Energiepreisen sowie der Abwertung des Euros. Hinzu kommen fiskalpolitische Impulse aus den Mitgliedsstaaten – aber auch aus Japan und aus China. Davon geht in der Summe ein deutlicher Schub auf das Wirtschaftswachstum der Währungsunion aus, der die EUR-Anleihenmärkte unter Druck setzen, dafür aber die Aktienmärkte enorm beflügeln sollte.

Fazit: Die divergierende Ausrichtung der globalen Geldpolitik ist das Ergebnis der gegenläufigen Konjunkturzyklen des Jahres 2014. Im laufenden Jahr deutet sich hingegen rund um den Globus eine synchrone Besserung der Makroperspektiven an. Für die Anleihenmärkte impliziert dies (moderat) steigende Zinsen, die aktive Steuerung der Laufzeiten gewinnt daher an Bedeutung. Umgekehrt sehen wir attraktive Ertragschancen für Aktienanlagen, vor allem in Europa. Das positive Umfeld für alle Risikoanlagen dürfte auch den DAX deutlich unterstützen und im Verlauf des 1. Halbjahres auf neue historische Höchststände treiben. Der Blick auf vergleichbare vergangene Aufschwungsphasen zeigt, dass in einem solchen Aufschwung Kursgewinne von mehr als 20% für den DAX realistisch sind.

Kontakt:
Dominik Runkel
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dominik.runkel@bantleon.com 

Über Bantleon:
Der Anleihemanager Bantleon, im Dezember 1991 von Jörg Bantleon in Hannover gegründet, ist ein Spezialist für sicherheitsorientierte Kapitalanlagen. Dazu gehören Investment-Grade-Anleihenfonds, Absolute-Return-Fonds und vermögensverwaltende Fonds für institutionelle und private Anleger sowie Spezialfonds und Outsourcing-Mandate für institutionelle Anleger. Insgesamt verwaltet Bantleon mit 39 Mitarbeitern über 10 Milliarden Euro für Kunden in Deutschland, Österreich, Spanien, Italien, Belgien, Luxemburg und der Schweiz. Zu den über 150 institutionellen Kunden gehören Banken und Sparkassen, Hypothekenbanken und Bausparkassen, Erst- und Rückversicherungen, Altersversorgungswerke, Pensionskassen, DAX-Industrieunternehmen, Vermögensverwalter und Dachfondsmanager. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bantleon.com.

ETF Securities Marktüberblick - Unsicherheit treibt die Nachfrage nach sicheren Anlagen

Durch die weiter anhaltend prekäre politische Situation in Griechenland und die erneuten Ölpreistiefs nimmt die Risikowahrnehmung von Seiten der Investoren zu. Die politische Unsicherheit in Griechenland lastete in der vergangenen Woche auf europäische Aktienwerte, während Goldminenwerte von „Sicherheitskäufen“ in sichere Anlagen profitieren. Trotz einem robusten Arbeitsmarktbericht schloss der US Dollar nach dem geringer als erwarteten Lohnwachstum in der vergangenen Woche schwächer. In dieser Woche sollte sich das unterstützend auf Rohstoffe auswirken.

Rohstoffe
Ängste vor einem Überangebot schicken Rohölpreise in den Keller
Nachdem WTI erstmals das Preisniveau von $50/bbl in mehr als fünf Jahren durchbrach, setzten die Rohöl-Benchmarks ihren Kurseinbruch in der vergangenen Woche fort. Berichten zufolge ist die Öl-Produktion Russlands, sowie die der USA, auf dem höchsten Stand seit Jahrzehnten. Daraufhin vielen die Ölpreise weiter, da Befürchtungen eines weiter ansteigenden Überangebotes gestärkt wurden. Vertreter aus den OPEC-Mitgliedsstaaten bekräftigten Pläne die Produktion auf dem derzeitigen Niveau halten zu wollen und sehen die Gründe für den anhaltenden Preisfall bei Produzenten aus den „Nicht-OPEC-Ländern“. Wir glauben, dass durch die bereits reduzierten Ölförderanlagen das Angebot von Öl sich in der zweiten Jahreshälfte verknappen wird. Eine sinkende Anzahl von Ölförderanlagen in den USA wurde bereits festgestellt und ist 10% unter dem September-Level. In der Vergangenheit haben Ölförderanlagen etwa 16 Wochen gebraucht, um sich auf geringere Ölpreise einzustellen. In Zeiten von starken Preisrückgängen des WTI-Ölpreises, wie es auch in der Krise 2008 passierte, hat sich die Anzahl von in Betrieb befindlichen Ölförderanlagen in den darauffolgenden vier Monaten halbiert. Wir erwarten, dass es 2015 ähnlich verlaufen wird.
Ebenfalls gehen wir davon aus, dass die derzeitigen Ölpreise auf diesem Preisniveau nicht nachhaltig sind. OPEC ist den Aufrufen nach Produktionseinschnitten im November nicht nachgekommen, weshalb ein neuer Gleichgewichtspreis gefunden werden muss. Wir denken, dass das Kartell schlussendlich das Angebot reduzieren muss, um die weltweiten Ölpreise zu stabilisieren. Insgesamt hält das Kartell einen Anteil von 40% an der weltweiten Ölproduktion. Saudi-Arabien, der größte Produzent des Kartells, hat seine Verkaufspreise für das „Arab Light grad oil“ in Asien für Februar angehoben. Dies weist daraufhin, dass der Preiskampf zu weit gegangen ist. Die Nachfrage nach zyklischen Rohstoffen, wie Öl, könnte in diesem Jahr zunehmen, da sich das Wirtschaftswachstum weiter verbessert. Profitieren konnten zyklische Werte auch von dem am Freitag besser als erwartet veröffentlichten Arbeitsmarktdaten aus den USA.
In der vergangenen Woche konnten die höchsten wöchentlichen Zuflüsse in Öl-ETPs seit vier Jahren verzeichnet werden. Die Long Brent Oil ETPs sahen $76,9 Millionen Zuflüsse (höchster Wert seit März 2011), während Long WTI Oil ETPs Zuflüsse von $81,6 Millionen verbuchen konnte (höchster Wert seit Juni 2011). 

Kaffee und Sojabohnen erfuhren eine Hausse von 6,2% und 5,2% in der vergangenen Woche. Dies resultierte aus Prognosen über wärmere Temperaturen und einer Trockenheit in Brasilien, dem weltweit größten Anbauer beider Rohstoffe. Vorhersagen, dass die Hochdruckwetterlagen die Niederschlagsmenge beschränken und die Produktion bis Mitte Januar behindern könnten, trieben die Kursrallye an.
Erdgas konnte in der vergangen Woche Zuflüsse von $7,5 Millionen verbuchen und Silber sah die höchsten Zuflüsse in neun Wochen ($17,3 Millionen). Durch die Terrorattacken in Frankreich und die Unsicherheit über Griechenlands Zukunft im Euroraum traten erneut geopolitische Sorgen in den Vordergrund. Die positiven Arbeitsmarktdaten aus den USA konnten die Gewinne von Gold und Silber in der vergangen Woche nicht mindern.

Aktien
Goldpreis von politischer Unsicherheit in Griechenland unterstützt
Gold-Futures beendeten die Woche mit einem Plus von 2,1% bei $1209/oz, da Befürchtungen über einen möglichen Austritt Griechenlands (=“Grexit“) aus dem europäischen Währungsblock wiederkehrten. Dieses Preisniveau stellt ein 3-Wochen-Hoch dar. Die Hauptprofiteure des Goldpreisanstieges sind Werte von Goldminen, die um 7,2% zulegen konnten. Ein wechselhafter Handel dominierte europäische Aktienmärkte in der vergangenen Woche. Nachdem sich Gerüchte im Markt über bestehende „Grexit“-Szenarien von Seiten der deutschen Regierung verbreiteten, fielen die Kurse zunächst. Nach stärkeren Anzeichen über die Einbeziehung von Staatsanleihen in die von der EZB durchgeführten geldpolitischen Konjunkturmaßnamen, erholten sich die Kurse allerdings wieder. Die Öl-Preise fielen in der vergangenen Woche weiter. Somit verloren Brent und WTI seit Juni des letzten Jahres annährend 54%. Die niedrigen Preise beginnen sich negativ auf globale energiebezogene Aktienwerte auszuwirken, was zu einem Verlust von 3,1% des Solactive US Energy Infrastructure MLP Index in der vergangenen Woche führte.

Währungen
US Dollar fällt nach Arbeitsmarktdaten
In der vergangenen Woche fiel der US Dollar unerwartet, nachdem die veröffentlichten Arbeitsmarktdaten den größten Rückgang von US-Löhnen in mehr als acht Jahren im Dezember anzeigten, was den ansonsten starken Arbeitsmarktbericht trübte. Der Konsens unter Ökonomen über die Zinserhöhungen bis Juni 2015 bleibt bestehen, wobei ein schwächerer Arbeitsmarkt möglicherweise zu einer Verzögerung der Zinserhöhung der FED zur Folge haben könnte. In der Zwischenzeit wird das britische Pfund in dieser Woche weiter unter Druck bleiben, wenn die am kommenden Dienstag veröffentlichten Inflationsdaten eine deutliche Verlangsamung zeigen. Erwartungen für das langsamste Wachstumstempo seit 2002 trüben die Attraktivität des britischen Pfundes und schränken die Möglichkeit der Bank of England für eine normalisierte Geldpolitik in 2015 ein.
Die Inflation innerhalb der Eurozone fiel im Dezember ins Negative, was weiteren Druck für eine Intervention von Seiten der EZB darstellt. Während Merkel öffentlich die Einbeziehung von Staatsanleihen in den Mix des Quantitative Easing-Programms ablehnte, preisen die Märkte dies zunehmend ein. Wir gehen davon aus, dass der Euro gegenüber den meisten G10-Währungen in dieser Woche weiter unter Druck bleiben wird.

Henderson Global Investors Fund Manager Outlook 2015

London / Frankfurt am Main – Stephen Thariyan, Global Head of Credit bei Henderson Global Investors, erläutert seine Erwartungen hinsichtlich des Fixed-Income-Marktes 2015.

Zentralen Einfluss auf die Gesamtrendite von Unternehmensanleihen hatte die Positionierung in punkto Duration. Denn begünstigt durch das weltweit schwache Wachstum, die Angst vor einer Deflation in Europa und zuletzt den Verfall des Ölpreises kam es bei den Staatsanleihen zu einer rasanten Rally.

Da Staatsanleihen inzwischen sehr teuer geworden sind, ist künftig kaum noch mit Gesamtrenditen in der gesehenen Höhe zu rechnen. Daher liegt es nahe, dass die Nachfrage nach Unternehmensanleihen weiterhin hoch bleibt, weil diese nach wie vor höhere Renditen als Staatsanleihen abwerfen. So beständig wie im vergangenen Jahr wird die Nachfragedynamik im Anleihesegment im Jahr 2015 aber vermutlich nicht mehr sein. Rückläufiges Wachstum, das Angebot an Hochzinsanleihen in Europa und einige namhafte „gefallene Engel“ dürften zu mehr Kurssensitivität und Schwankungen bei Unternehmensanleihen aus dem unteren Ratingspektrum führen.

Bewertungsunterschiede und divergierende Liquiditätsbedingungen an den globalen Märkten eröffnen internationalen Anlegern mehr Chancen. Insgesamt rechnen wir zudem mit einer generellen Spread-Verengung an sämtlichen Märkten, wobei Unternehmensanleihen anfällig für Verkaufswellen, politische Risiken und Liquiditätsmaßnahmen der Zentralbanken bleiben.

Über den Manager
Stephen Thariyan trat 2007 als Head of Credit bei Henderson ein. Zuvor hatte er bei Rogge Global Partners als Portfolio Manager of Global Credit und für den Absolute Return Fonds gearbeitet. Stephen Thariyan begann seine berufliche Laufbahn 1988 als Trainee Accountant bei Ernst & Young. Bei der Chevron Corporation arbeitete er als Senior Auditor, bevor er 1994 als Business and Economic Adviser zu Gulf Oil wechselte. Danach folgten Stationen bei NatWest Markets als Director und Senior Credit Analyst. Stephen Thariyan hat an der University of Newcastle-upon-Tyne Rechnungswesen und Finanzanalyse studiert und besitzt einen Abschluss als BA (Hons).

Über Henderson Global Investors
Henderson Global Investors, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Henderson Group plc, ist eine renommierte internationale Vermögensverwaltungsgesellschaft, deren Geschichte bis ins Jahr 1934 zurückreicht. Henderson verwaltet ein Anlagevermögen in Höhe von 98,3 Mrd. Euro (Stand: 30. September 2014) für Kunden in Großbritannien, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nordamerika und beschäftigt weltweit etwa 900 Mitarbeiter.

Zu den Kunden zählen sowohl Privatpersonen, Privatbanken, externe Vertriebs-gesellschaften als auch Versicherungen, Pensionskassen, staatliche Organe und Unternehmen. Als reiner Vermögensverwalter bietet Henderson eine Produktpalette, die von Aktien und Anleihen über Multi-Asset-Angebote bis hin zu alternativen Produkten wie Beteiligungskapital (Private Equity) und Hedgefonds reicht.

Weitere Informationen finden Sie unter www.henderson.com.

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Zitat der Woche: Ein wilder Jahresstart auf den Märkten

„Die Märkte sind wild in das Jahr 2015 gestartet: Die Staatsanleihen der Kernländer sind weiter gefallen, der Ölpreis wurde unter 50 USD je Barrel gehandelt und die Volatilität hat generell zugenommen. Doch ‚wild‘ heißt nicht ‚schlecht‘ – der fallende Ölpreis wird das globale Wirtschaftswachstum weiter fördern.“

Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers

Die derzeit niedrigen Renditen für US-Anleihen kann Chris Iggo, CIO Fixed Imcome bei AXA Investment Managers nicht nachvollziehen. „Ich denke nicht, dass der langfristige Wirtschaftsausblick für die USA die aktuell niedrige Durchschnittsrendite von Anleihen rechtfertigt“, so der Experte. Manche Kommentatoren erklärten dies damit, dass die Investoren davon ausgingen, dass Wachstum wie  auch Inflation für lange Zeit niedrig blieben, und dass  die Fed die Zinsen in den nächsten zehn Jahren kaum über die zwei Prozent erhöhen werde. Doch Iggo fordert hier einen Realitätsabgleich: Tatsächlich hätten die USA ein reales Wirtschaftswachstum von bis zu vier Prozent, während sich die Inflation zwischen 1,0 und 1,5 Prozent bewege. Somit liege das nominale BIP-Wachstum bei mehr als 5 Prozent.

Das Wachstum wird laut Iggo durch den niedrigen Ölpreis und die Verbesserungen am Arbeitsmarkt sogar noch gefördert. „Öl ist für den Wirtschaftsausblick enorm wichtig geworden. Die niedrigen Preise stärken das globale Wirtschaftswachstum“, sagt Iggo. Kurzfristige Folgen wie beispielsweise der Einnahmeverlust ölexportierenden Länder und die damit zunehmende Zurückhaltung von Investoren dürften selbstverständlich nicht ignoriert werden. Dennoch denkt der Investmentexperte, dass die langfristigen Auswirkungen positiv sein werden. „Die Ölpreisbewegung  ist relativ und sollte  langfristig keine  Auswirkungen auf das allgemeine  Preisniveau haben. Außerdem haben die Verbraucher somit mehr Geld für andere Waren und Dienstleistungen  zur Verfügung, was wiederrum eine Erhöhung der Preise unterstützt“, erklärt Iggo.

Darum müsse die Fed ihre Zinsen für das kommende Jahr deutlich anheben. Sollten Staatsanleihen trotz robusten Wachstums weniger Rendite bringen, drohten Spekulationsblasen, eine steigende Inflation und finanzielle Instabilität. „Ich glaube, dass die Renditen von Staatsanleihen steigen werden – allerdings denke ich nicht, dass sie – unter Berücksichtigung des  langfristigen Wirtschaftsausblicks – angemessen zunehmen werden“, so Iggo. 

In Europa hingegen ist nach Meinung des Experten die Realverzinsung zu hoch. Die EZB müsse darum für Stabilisierung sorgen und die Inflationserwartungen umkehren. „Wie die EZB dies bewerkstelligt, bleibt abzuwarten. Um effektiv zu sein, muss die  EZB ein umfangreiches Wertpapier-Ankaufprogramm starten und das bedeutet vor allem den Kauf von Staatsanleihen. Die weiteren Entwicklungen im Jahr 2015 bleiben also spannend.“ 

Für Ihre Fragen und zur Interviewvermittlung wenden Sie sich bitte direkt an AXA Investment Managers (Daniela Hamann) oder an ergo Kommunikation.

Bitte teilen Sie uns kurz per E-Mail oder Telefon mit, wenn Sie die wöchentlichen Zitate von AXA IM künftig nicht mehr erhalten möchten.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Hamann                                                                      
daniela.hamann@axa-im.com                                        
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Dr. Holger Handstein
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AXA Investment Managers
AXA Investment Managers Paris SA (AXA IM) ist ein Multi-Experte in der Vermögensverwaltung und gehört zur AXA-Gruppe, einer der größten internationalen Versicherungsgruppen und bedeutendsten Vermögensmanager der Welt. AXA IM ist mit rund 607 Mrd. Euro (Stand: September 2014) verwaltetem Vermögen einer der größten in Europa ansässigen Asset Manager. Mit gut 2.500 Mitarbeitern ist AXA IM weltweit in 21 Ländern tätig.


Multi-Experte
Als Multi-Experte im Asset Management ist AXA IM in der Lage, Investmentlösungen in allen Assetklassen optimal gemäß den Kundenbedürfnissen zu kombinieren und damit einen signifikanten Mehrwert zu erzielen. Das Ziel von AXA IM ist es, in jedem Bereich Marktstandards zu setzen und eine führende Position einzunehmen. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Spezialisierung, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit der Fondsmanager für eine nachhaltige Performance unerlässlich sind. Deshalb entwickelt das Unternehmen überall dort Expertenteams, wo es über klare Wettbewerbsvorteile verfügt.

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GAM Marktkommentar: Volatiles Marktumfeld bei europäischen Aktien zwingt Investoren zu Selektivität

Zum Jahresbeginn müssen Investoren selektiv vorgehen, um Renditen bei niedriger Volatilität zu erzielen. Dieser Ansicht ist Gianmarco Mondani, Fondsmanager des GAM Star (Lux) – European Alpha. „Die europäischen Aktienmärkte dürften sich angesichts der geldpolitischen Unsicherheiten in der nächsten Zeit volatil entwickeln“, erklärt er. Auch Russland bleibe ein Unsicherheitsfaktor. Zudem seien die Bewertungen im historischen Vergleich hoch. Angesichts steigender Kurse und seit vier Jahren stagnierender Unternehmensgewinne hätten sich die Kurs-Gewinn-Verhältnisse erhöht. Die Gewinnerwartungen würden weiterhin zurückgeschraubt, und die niedrigen Ölpreise hätten ihre positive Wirkung noch nicht entfaltet. „Angesichts dieser Tatsache kommt es nun umso mehr darauf an, zwischen den Firmen zu differenzieren, die die Prognosen erfüllen können, und denen, die dazu nicht in der Lage sind“, so Mondani. 

Der Fondsmanager sucht nach Firmen, deren Wachstumsaussichten unabhängig von der Wirtschaftsentwicklung sind. Dazu zählten etwa die Versicherungsbranche, sowie die Sektoren Technologie und Gesundheit. „Auch der Telekommunikationssektor wird wieder attraktiv, denn die lange Abwärtsspirale bei den Preisen am Verbrauchermarkt scheint zu Ende zu gehen“, fügt Mondani hinzu.

Dabei seien auch Short-Positionen zunehmend attraktiv. „In den vergangenen Jahren ist der Markt insgesamt gestiegen, doch seit der zweiten Jahreshälfte 2014 gewinnt das Short-Book wieder an Bedeutung“, erläutert Mondani. Dabei rückten neben dem Ölsektor vor allem teuer bewertete Unternehmen in den Fokus, die ihre hohen Gewinnerwartungen voraussichtlich nicht erfüllen könnten.

Den detaillierten Marktkommentar entnehmen Sie bitte dem angehängten englischsprachigen Dokument. 

Mit Rückfragen und Interviewwünschen können Sie sich jederzeit an uns wenden:

ergo Kommunikation
Boris Bachmann
Tel: + 49 221 91 2887 51
boris.bachmann@ergo-komm.de

Wenn Sie keine weiteren Zusendungen an Ihre Mailadresse wünschen, schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff "Bitte vom Verteiler nehmen" an gam@ergo-komm.de.

F&C Investments: Marktausblick 2015

Das Jahr 2015 wird ein Jahr der Kontraste und der Volatilität. Das ist die Einschätzung von Steven Bell, Chefvolkswirt von F&C Investments. Zinserhöhungen in den USA und in Großbritannien stehen einer losen Geldpolitik in Europa und Japan gegenüber. Im Zeichen starken Wachstums dürften sich Aktien in den ersten Monaten des Jahres gut entwickeln, bevor die US-Notenbank Fed mit ihren Zinserhöhungen beginnt. Danach könnten die Aktienmärkte in Schwierigkeiten geraten. Seine Erwartungen für das Jahr 2015 fasst Steven Bell im folgenden Ausblick zusammen.

Die wichtigsten Aussagen im Überblick:

  • Durch die straffere Geldpolitik der US-Notenbank dürften sich Anleihen im kommenden Jahr schlecht entwickeln. Die Stärke des US-Dollar wird anhalten, Euro und Yen sich weiterhin schwach entwickeln.
  • Europäische Aktien könnten durch die ultra-lockere Geldpolitik der EZB 2015 der größte Renditebringer werden. In den USA und in UK könnte die Anlageklasse durch die dortige Straffung der Geldpolitik ab der zweiten Jahreshälfte in Schwierigkeiten geraten.
  • Die Entwicklung der einzelnen Schwellenländer divergiert, Indien und Indonesien dürften am besten abschneiden. In China dämpfen Reformpolitik und Reduzierung der Kreditabhängigkeit die Wirtschaftsaussichten.

Der Marktausblick 2015 von Steven Bell:

Weltkonjunktur: Verfall der Rohstoffpreise beflügelt die Weltwirtschaft
Der starke Preisverfall des vergangenen Jahres bei Öl und anderen Rohstoffen dürfte seine Auswirkungen auf die Märkte 2015 weiter entfalten. Die Kerninflationsrate sinkt und dürfte in einigen Ländern ins Negative drehen. Anders als viele Marktteilnehmer sehen wir dies als stark positiven Faktor, der die realen Einkommen stärken, das Wirtschaftswachstum beschleunigen und die Profitabilität der Unternehmen verbessern wird. Zwar dürften Energieproduzenten, seien es Länder oder Unternehmen, darunter leiden, aber der Einfluss auf die Märkte insgesamt und auf die Weltwirtschaft sollte deutlich positiv ausfallen.

Anleihen: Der Anlageklasse stehen 2015 schwere Zeiten bevor
Nachdem die Renditen von Staatsanleihen 2014 auf Tiefststände gefallen sind, dürfte sich die Anlageklasse 2015 schlecht entwickeln. In Großbritannien und den USA, wo auch die Zahl der Erwerbslosen sinkt, mehren sich die Zeichen steigender Lohninflation. Wenn diese weiter anzieht, dürften die Bank of England und die US-Notenbank Fed auch bei einer noch niedrigen Kerninflationsrate ihre Geldpolitik straffen. In der Folge dürften die Anleiherenditen ansteigen, auch wenn noch schwer einzuschätzen ist, wie stark und wie schnell der Anstieg ausfallen wird, bevor das volle Ausmaß des Inflationsdrucks absehbar ist. Dadurch könnte die Volatilität nicht nur bei Anleihen, sondern auch im Gesamtmarkt ansteigen.

Währungen: US-Dollar bleibt stark, Euro und Yen schwach
Kräftiges Wirtschaftswachstum in den USA und die Aussicht auf steigende Zinsen dürften den US-Dollar weiter stärken. Dagegen fällt das Wirtschaftswachstum in Europa weiter schwach aus, die Arbeitslosigkeit bewegt sich auf hohem Niveau und die Gefahr der Deflation bleibt hoch. Wenn die Europäische Zentralbank (EZB) mit aggressiver Ausweitung der Geldmenge darauf reagiert, dürfte der Euro weiter schwach bleiben. Auch die Schwäche des japanischen Yen dürfte anhalten und könnte auch andere asiatische Währungen nach unten ziehen.

Aktien: Geldpolitik stärkt Märkte in Europa und schwächt sie in den USA und in UK
Vor diesem Hintergrund erwarten wir, dass sich die Aktienmärkte in der ersten Jahreshälfte gut entwickeln. Danach erwarten wir jedoch Schwierigkeit, denn die US-Notenbank Fed dürfte mit der Straffung ihrer Geldpolitik beginnen und steigende Löhne die Unternehmensgewinne in den USA und im Vereinigten Königreich beeinträchtigen. Europäische Aktien dürften sich dagegen besonders gut entwickeln, da die Wirtschaft von der ultra-lockeren Geldpolitik der EZB profitieren dürfte. Eine Lösung der Probleme der Euro-Zone ist zwar noch nicht in Sicht, aber die Region ist noch stark genug, einer erneuten globalen Rezession zu widerstehen. Insgesamt scheint die Gefahr einer Krise derzeit gering. Die Sorge um Griechenland hat die Märkte zuletzt wenig beeinflusst. Daran zeigt sich, dass es der Währungsunion gelungen ist, eine Brandmauer um ihr schwächstes Mitglied zu errichten. Die Investoren scheinen in der Euro-Zone untergewichtet zu sein, doch die Region dürfte die pessimistischen Erwartungen des Marktes hinsichtlich Wachstum und Unternehmensgewinnen übertreffen.

Schwellenländer: Starke Entwicklung in Indien und Indonesien, schwaches Wachstum in China
Stärkeres Wachstum und niedrige Inflation dürften sich positiv auf die Schwellenländer auswirken. Doch steigende Zinsen in den USA und ein starker US-Dollar könnten den aufstrebenden Volkswirtschaften Probleme bereiten. Wie schon 2014 erwarten wir, dass sich die einzelnen Länder unterschiedlich entwickeln werden, wobei Indien und Indonesien am stärksten wachsen dürften. China hat mittlerweile weitreichende Bedeutung für die Weltwirtschaft. Durch das Reformprogramm und die Bemühungen der Politik, die Kreditabhängigkeit der Wirtschaft zu reduzieren, dürfte das Wachstum dort allerdings auch 2015 eher gedämpft ausfallen.

Politik: Unsicherer Wahlausgang überschattet Märkte in Großbritannien
Zum ersten Mal in der britischen Geschichte ist das Datum der allgemeinen Wahlen lange im Voraus bekannt. Dagegen ist kaum abzusehen, welche Regierung aus dem Urnengang vom 7. Mai hervorgehen und welche Politik sie verfolgen wird. Möglicherweise kann sich keine Partei eine Mehrheit sichern oder auch nur eine stabile Koalition bilden können. Dann könnte ein weiterer Wahlgang nötig werden. Diese Unsicherheit dürfte auch die britischen Märkte überschatten. 

Fazit: Insgesamt positive Aussichten für 2015, europäische Aktien Top-Performer
Insgesamt erwarten wir, dass sich 2015 mit Aktien die besten Renditen erzielen lassen, und dass Europa in dieser Hinsicht der stärkste Markt sein wird. Bei Staatsanleihen dürften sich viele Investment-Chancen ergeben, aber die Renditen dürften steigen, vor allem im Vereinigten Königreich und in den USA. Investoren sollten ein starkes Augenmerk auf ihr Währungs-Exposure legen, da Wechselkursbewegungen die Gewinne in lokalen Märkten leicht zunichtemachen können. Die straffere Geldpolitik der Fed wird die Märkte vor Herausforderungen stellen, aber die Notenbank wird die Zinsen vor dem Hintergrund starken Wirtschaftswachstum erhöhen, um einen Anstieg der Inflationsrate zu verhindern. Daher erwarten wir, dass das Anlageklima insgesamt positiv bleibt.

Kontakt:
ergo Kommunikation
Klaus Spanke
+49 221 91 2887 28
klaus.spanke@ergo-komm.de   

F&C Investments
Richard Janes
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Über F&C Investments
F&C ist ein diversifizierter Asset Manager. Das Unternehmen verwaltet Kapital für Versicherungen, Institutionelle Investoren, Finanzintermediäre und Privatkunden. F&C investiert in allen wichtigen Anlageklassen – Aktien, festverzinsliche Papiere und Sachwerte – und verfügt über spezialisierte Expertise in den Bereichen Asset Allocation, Alternative Anlagen, Liability-Driven-Investment- und Multi-Manager-Strategien, Private Equity sowie verantwortliches Investment nach ESG-Kriterien (ESG = Environmental/Umwelt, Soziales und Governance). Zur F&C-Gruppe gehört F&C REIT, ein globaler Immobilienmanager.

F&C hat eine starke Stellung im europäischen und britischen Markt mit Assets under Management von rund 102 Milliarden Euro (Stand: 31. März 2014). F&C blickt auf eine rund 150-jährige Geschichte zurück und hat seine Wurzeln in der Gründung des Foreign & Colonial Investment Trusts im Jahr 1868. F&C ist Teil von Bank of Montreal (BMO) Global Asset Management, einem globalen Vermögensverwalter mit mehr als 97 Milliarden Euro Assets und Management. BMO Global Asset Management ist eine Tochter der BMO Financial Group (NYSE: BMO), einem breit diversifizierten Finanzdienstleister mit einer Bilanzsumme von 393 Milliarden Euro und über 45.000 Mitarbeitern (Stand: 31. Januar 2014).

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Fidelity Marktkommentar: Renminbi-Anleihen sind attraktive Alternative im Fixed-Income-Segment

,Anleihen in chinesischen Renminbi spielen eine immer wichtigere Rolle in den Portfolios der Investoren. Die Währung findet global zunehmend mehr Akzeptanz, und ausländische Anleger finden inzwischen einen guten Zugang zu der Assetklasse. Offshore-Renminbi-Anleihen - also festverzinsliche Wertpapiere, die außerhalb des chinesischen Festlandes in der chinesischen Währung begeben werden - bieten attraktive Renditen, zumal in diesem Segment Emittenten mit Investment-Grade-Rating dominieren.

Seit rund fünf Jahren treibt die chinesische Regierung die Internationalisierung der heimischen Währung voran - mit Erfolg. Verschiedene Initiativen und Programme haben den Renminbi populärer werden lassen. So gewinnt die Währung etwa bei Handelsfinanzierungen an Bedeutung. Laut einer Studie der Deutschen Bank nutzt aktuell jedes dritte deutsche Unternehmen Chinas Währung in den Handelsbeziehungen. Weitere 17 Prozent planen dies für die nähere Zukunft.

Stark wachsender Anleihemarkt
Das beeinflusst auch den Anleihemarkt: Im Umfeld zunehmender Internationalisierung der chinesischen Währung und der unterschiedlichen Geldpolitik der großen Zentralbanken bieten Offshore-Renminbi-Anleihen wohl eine der besten Gelegenheiten, die derzeit im Fixed-Income-Bereich zu finden sind. Ausgehend von einem recht unbedeutenden Level 2010, hat der Markt mittlerweile ein Volumen von mehr als 700 Milliarden Renminbi, umgerechnet rund 115 Milliarden US-Dollar, erreicht. Mehr Effizienz und eine größere Diversifizierung sind die Folge. Trotz der zwischenzeitlichen Schwäche des Renminbi zum US-Dollar stieg auch die Zahl der Emissionen auf ein Rekordhoch. Unter den Emittenten sind nicht nur chinesische Unternehmen, sondern zunehmend auch multinationale Unternehmen hoher Qualität und sogar ausländische Regierungen.

So hat die britische Regierung im Oktober 2014 als erstes westliches Land Anleihen in der chinesischen Landeswährung zur Finanzierung der ausländischen Währungsreserven herausgegeben. Die Emission signalisiert eine neue Phase in der Entwicklung des noch recht jungen Offshore-Renminbi-Anleihemarktes. Die Laufzeit der Anleihe beträgt drei Jahre, verzinst wird sie mit 2,7 Prozent. Mehr als die Hälfte der Investoren, die diese Anleihe zeichneten, stammt aus Asien, ein Drittel aus Europa, dem Mittleren Osten sowie Afrika. Der Rest kommt aus den USA und aus Südamerika.

Insgesamt umfasst das Universum der Offshore-Renminbi-Anleihen aktuell mehr als 250 Emittenten, von denen 85 Prozent Investment Grade oder gleichwertig geratet sind. Obwohl Emittenten aus China und Hongkong weiterhin den Großteil am Renminbi-Bondmarkt ausmachen, wächst die Zahl der Emittenten aus anderen Ländern, was zu einer größeren Diversifizierung beiträgt. Mit dem Wachstum verbessert sich auch die Liquidität des Marktes.

Die Renditen der Offshore-Renminbi-Anleihen dürften attraktiv bleiben. Laut den ,,Dim Sum"-Indizes der Bank of America Merrill Lynch liegen sie aktuell für Unternehmensanleihen bei rund 5 Prozent und für Staatsanleihen bei rund 3 Prozent. Das bietet einen Puffer für den Fall, dass die Währung schwächelt. Wir gehen aber davon aus, dass der Renminbi weiter stabil bleiben wird. Die chinesische Regierung ist nämlich sehr daran interessiert, eine weltweit akzeptierte Reservewährung aufzubauen. Langfristig bietet der Renminbi aufgrund wirtschaftlicher und politischer Treiber sogar deutliches Wertsteigerungspotenzial. Schließlich legen die Zentralbanken einen wachsenden Anteil ihrer Reserven in der chinesischen Währung an. Auch das verdeutlicht, dass ein Renminbi-Investment eine zukunftsweisende Strategie ist."

Carsten Roemheld (Fotolink) ist Kapitalmarktexperte bei Fidelity Worldwide Investment.

 

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Fidelity Worldwide Investment verfolgt ein klares Ziel: Mit herausragenden Investmentlösungen und ausgezeichnetem Service wollen wir unseren Kunden helfen, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Mit einem verwalteten Vermögen (Assets under Management) von weltweit 215,7 Mrd. Euro und einem administrierten Vermögen (Assets under Administration) von 63,0 Mrd. Euro bietet Fidelity aktiv gemanagte Anlagelösungen, die alle Regionen, Branchen und Anlageklassen abdecken. Unsere Lösungen richten sich sowohl an Privatanleger als auch an Finanzberater, Vermögensverwalter, Finanzinstitute, Unternehmen und Staatsfonds. Auf unseren Fondsplattformen können Privatanleger und Finanzberater darüber hinaus neben Fidelity Fonds auch Anlageprodukte anderer Anbieter kaufen. Im Bereich der betrieblichen Vorsorge bieten wir insbesondere auch Anlagelösungen für den schnell wachsenden Defined Contributions (DC) Markt für lokale und internationale Arbeitgeber und ihre Mitarbeiter. Mit unseren mehr als 400 Fondsmanagern und Anlageexperten rund um den Globus verfügen wir über ein einzigartiges Research Netzwerk. Mit seinen fundierten Analysen spürt es die besten Anlagechancen auf. Dabei gehen die Fondsmanager und Analysten nach unserem erprobten Ansatz der Einzelwertanalyse, dem sogenannten Bottom-up-Ansatz, vor. Seit der Gründung von Fidelity vor mehr als 40 Jahren genießen Unternehmensanalysen aus erster Hand bei uns oberste Priorität. Fidelity Worldwide Investment beschäftigt rund 6.800 Mitarbeiter in 25 Ländern weltweit und ist ein Handelsname von FIL Limited. Fidelity ist seit seiner Gründung im Jahr 1969 eine inhabergeführte Fondsgesellschaft. Dies bietet einen entscheidenden Vorteil: Wir müssen uns nicht nach kurzfristigen Aktionärsinteressen richten, sondern können uns ganz auf die langfristigen Interessen unserer Anleger konzentrieren.

In Deutschland ist Fidelity Worldwide Investment seit 1992 tätig und betreut ein Kundenvermögen von 28,5 Milliarden Euro. Fidelity Worldwide Investment vereint in Deutschland unter seinem Dach einen der führenden Asset Manager und eine der größten unabhängigen Fondsplattformen des Landes. Das Plattformgeschäft betreibt der Finanzdienstleister in Deutschland über die FFB (FIL Fondsbank GmbH). Sie richtet ihre Dienstleistungen an unabhängige Finanzberater, Investmentgesellschaften und Banken, die über die FFB unter anderem rund 8.000 Fonds und 170 ETFs von über 200 in- und ausländischen Anbietern kaufen und verwahren können. Die FFB betreut ein Vermögen von 14,0 Milliarden Euro in rund 600.000 Kundendepots. In der Asset Management-Sparte verwaltet Fidelity Worldwide Investment in Deutschland ein Fondsvolumen von 14,5 Milliarden Euro. Unter der Marke Fidelity Worldwide Investment werden in diesem Bereich in Deutschland 148 Publikumsfonds direkt sowie über rund 600 Kooperationspartner vertrieben. Insgesamt beschäftigt Fidelity Worldwide Investment in Deutschland mehr als 300 Mitarbeiter und ist hierzulande mit den rechtlichen Einheiten FIL Investment Services GmbH, FIL Investments International - Niederlassung Frankfurt, FIL Investment Management GmbH, FIL Pensions Services GmbH, FIL Finance Services GmbH und der FIL Fondsbank GmbH vertreten.
Alle Angaben per 30.9.2014. Weitere Informationen finden Sie unter 
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Eine Anlageentscheidung sollte in jedem Fall auf Grundlage der wesentlichen Anlegerinformationen, des letzten Geschäftsberichtes und - sofern nachfolgend veröffentlicht - des jüngsten Halbjahresberichtes getroffen werden. Diese Unterlagen sind die allein verbindliche Grundlage des Kaufes. Sie erhalten diese Unterlagen kostenlos bei FIL Investment Services GmbH, Postfach 200237, 60606 Frankfurt/Main oder über www.fidelity.de
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AXA IM aktuell: Smart-Beta der zweiten Generation – gibt es nichts Neues unter der Sonne?

„Intelligente Beta-Strategien sind heute transparenter und kostengünstiger als je zuvor“, sagt Tim Gardener, Global Head der Institutional Client Group von AXA Investment Managers.

Smart Beta hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Dennoch gibt es nach wie vor Kritiker der unter diesem Begriff vermarkteten regelbasierten Investmentstrategien. Unter anderem werfen sie den Anbietern vor, dass die Konzentration auf spezifische Faktoren wie Value oder Small Caps eine Vorgehensweise sei, derer man sich schon seit Jahrzehnten bediene, und dass diese darum gar nicht neu sei. „Eine der Beanstandungen, die am häufigsten zu hören ist, erinnert an einen Ausspruch des biblischen Königs Salomon: ‚Es gibt nichts Neues unter der Sonne’“, sagt Tim Gardener, Global Head der Institutional Client Group von AXA Investment Managers.

Und in gewisser Hinsicht stimme das auch, räumt der Investmentstratege ein. Viele der Quant-Strategien, die zu Anfang des Jahrtausends aufkamen, und bei denen die Renditen vorwiegend durch Faktorprämien bestimmt wurden, seien tatsächlich eigentlich Smart-Beta-Strategien gewesen, erklärt der Experte. Da die Fondsmanager ihre Modelle nicht hätten preisgeben wollen, sei ihnen jedoch häufig und zu Recht mangelnde Transparenz vorgeworfen worden. „Die Fondsmanager konnten so Honorare für eine aktive Fondsverwaltung verlangen für etwas, was aus heutiger Sicht im Grunde Beta-Harvesting-Strategien waren.“

„Allerdings“, so entgegnet der Experte den Kritikern, „werben die meisten Anbieter von Beta-Produkten gar nicht damit, faktorbestimmte Strategien erfunden zu haben“. Vielmehr seien sie stolz darauf, dass Investoren erstmals kostengünstig auf diese Strategien zugreifen könnten und transparent darüber informiert würden, welche Faktoren Rendite und Volatilität beeinflussen. „Echte Smart-Beta-Strategien stehen Anlegern nun für 15 bis 25 Prozent der Kosten zur Verfügung, die früher bei faktorbestimmten aktiven Quant-Strategien anfielen. Hinzu kommt, dass ihnen heute ein transparentes regelbasiertes System zugrunde liegt“, macht Gardener deutlich. 

Smart-Beta-Produkte wurden im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt

Darüber hinaus werde von den Kritikern nicht berücksichtigt, dass Smart-Beta-Produkte im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt worden seien. „Immer, wenn eine revolutionäre Technologie eingeführt wird, basiert sie normalerweise auf einem Produkt, das durch sie verdrängt wird. Die ersten Kraftwagen stammten auch von den gleichen Herstellern wie heute, aber sahen aus wie selbstfahrende Kutschen.“ So sei es auch mit den Smart-Beta-Produkten, zieht der Experte die Parallele. Die frühen Entwicklungen stammten von denjenigen Anbietern, die über faktorenbasierte, alternative Indizes verfügten. Statt des einen Index bildeten die neuen Produkte einfach einen anderen nach. Diese Vorgehensweise habe, obwohl sie zum damaligen Zeitpunkt sicherlich angemessen war, in gewisser Weise wiederum eigene Probleme geschaffen, wie etwa eine kurzfristige zyklische Performance, unerwünschte Faktorkonzentrationen und Kosten für Umschichtungen.

Die zweite Generation an Produkten werde oft von Grund auf neu entwickelt. Meist von neuen Anbietern, die sich keine Gedanken darüber zu machen bräuchten, ob sie damit der ersten Generation den Garaus machten. Gardener erklärt: „Der Unterschied besteht in etwa darin, statt einer motorisierten selbstfahrenden Kutsche ein Kraftfahrzeug zu entwerfen. Niemand ist mehr daran gebunden, wie es früher gemacht wurde, sondern kann sich voll und ganz darauf konzentrieren, wie es gemacht werden sollte.“ So spiele es für Investmentlösungen keine Rolle, ob ein Produkt Indizes nachbilde oder nicht. Ausschlaggebend sei, dass die vier grundlegenden Elemente von Beta-Harvesting-Strategien beherzigt würden: Transparenz, Regelbasiertheit, eine ausreichende Diversifizierung und geringe Kosten im Vergleich zu aktiven Alpha-Strategien. 

Gardeners Resümee: „Mit den heute verfügbaren Smart-Beta-Produkten haben Investoren zum ersten Mal die Möglichkeit, diese Strategien auf kostengünstige und transparente Weise zu nutzen. Immer mehr Anleger erkennen, dass die Fondsbranche es zumindest in einem Bereich geschafft hat, Beta-Harvesting-Strategien zu angemessenen Preisen anzubieten.“

Kontakt
Daniela Hamann
daniela.hamann@axa-im.com   
+49 (0)69 90025 2108 

Holger Handstein
holger.handstein@ergo-komm.de
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AXA Investment Managers
AXA Investment Managers Paris SA (AXA IM) ist ein Multi-Experte in der Vermögensverwaltung und gehört zur AXA-Gruppe, einer der größten internationalen Versicherungsgruppen und bedeutendsten Vermögensmanager der Welt. AXA IM ist mit rund 607 Mrd. Euro (Stand: September 2014) verwaltetem Vermögen einer der größten in Europa ansässigen Asset Manager. Mit gut 2.500 Mitarbeitern ist AXA IM weltweit in 21 Ländern tätig.

Multi-Experte
Als Multi-Experte im Asset Management ist AXA IM in der Lage, Investmentlösungen in allen Assetklassen optimal gemäß den Kundenbedürfnissen zu kombinieren und damit einen signifikanten Mehrwert zu erzielen. Das Ziel von AXA IM ist es, in jedem Bereich Marktstandards zu setzen und eine führende Position einzunehmen. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Spezialisierung, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit der Fondsmanager für eine nachhaltige Performance unerlässlich sind. Deshalb entwickelt das Unternehmen überall dort Expertenteams, wo es über klare Wettbewerbsvorteile verfügt.

Weitere Informationen zu AXA Investment Managers unter www.axa-im.de


Allgemeine Hinweise: Die hier von AXA Investment Managers Deutschland GmbH bereitgestellten Informationen stellen kein Angebot zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung von Fondsanteilen bzw. Finanzinstrumenten oder ein Angebot für Finanzdienstleistungen dar. Ein Kauf von Fondsanteilen erfolgt ausschließlich auf Basis der jeweils gültigen Verkaufsprospekte und den darin enthaltenen Informationen. Die Verkaufsprospekte, wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) und Jahres- und Halbjahresberichte erhalten Sie kostenlos für Deutschland bei AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Bleichstraße 2-4, 60313 Frankfurt/Main oder unseren Vertriebspartnern sowie unter www.axa-im.de bzw. für Österreich bei der jeweiligen Zahl- und Informationsstelle sowie unter www.axa-im.at. Verwendung: Dieses Dokument dient ausschließlich der Presseinformation. Wir weisen dringend darauf hin, dass diese Pressemitteilung nicht den Anforderungen der Richtlinie 2004/39/EG (MiFID) und der zu dieser ergangenen Richtlinien und Verordnungen sowie des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) und der Wertpapierdienstleistungs- Verhaltens- und Organisationsverordnung (WpDVerOV) entspricht. Das Dokument ist damit für jegliche Form des Vertriebs, der Beratung oder der Finanzdienstleistung, insbesondere durch Wertpapierdienstleistungsunternehmen, nicht geeignet. Haftungsausschluss: Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen, Daten und Zahlen beruhen auf unserem Sach- und Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen wird nicht übernommen.

Henderson Global Investors Fund Manager Outlook 2015

London / Frankfurt am Main – John Bennett, Head of European Equities bei Henderson Global Investors, erläutert seine Anlagestrategie für 2015. Bei seinen Investitionsentscheidungen orientiert er sich vor allem am Cashflow. Neben Standardwerten präferiert er in diesem Jahr weiterhin den Pharmasektor, Autobauer sowie die Telekommunikationsbranche und Versorgungsunternehmen. Eine Trendwende am europäischen Aktienmarkt ist aus seiner Sicht wahrscheinlicher geworden, obwohl die Europäische Zentralbank weiterhin entschlossen ist, die Deflationsgefahr abzuwehren. Für die Unternehmen steigt seines Erachtens der Konsolidierungsdruck, sodass die M&A-Aktivitäten lebhaft bleiben dürften.

Welche Lehren lassen sich aus dem Jahr 2014 ziehen?

Schon seit Langem bin ich davon überzeugt, dass wir in einer Welt der momentumgetriebenen Anlage leben. Den meisten Anlegern gelingt es nicht, Wendepunkte zu antizipieren, stattdessen laufen sie ihnen auch dann noch hinterher, wenn sie längst vorbei sind. Quartal für Quartal wird sehr viel Zeit darauf verwendet, sich den Gewinn pro Aktie anzuschauen. Anleger versprechen sich, daraus Rückschlüsse auf die künftige Unternehmensentwicklung ziehen zu können. Dieser unsinnige Trend ist aus den USA zu uns hinübergeschwappt. Einen Wettbewerbsvorteil haben meines Erachtens nur die Anleger, die diesen Trend ignorieren und sich stattdessen auf das Wesentliche konzentrieren: den Cashflow. Ich messe dem Cashflow erhebliche Bedeutung bei, weil nur Cash zählt, weil nur damit Wert realisiert wird.

2014 hat mich zudem daran erinnert, warum ich es vorziehe, nie lange in europäische Bankaktien (mit Ausnahme einiger skandinavischer Institute) zu investieren, sondern ich sie allenfalls kurzfristig ins Portfolio nehme. Seit Mitte der 1990er Jahre enttäuschen Anlagen in die Kreditwirtschaft regelmäßig. Aus strukturellen Gründen bleibt dieses Segment ein Bärenmarkt, unterbrochen von kurzen, kräftigen Rallys.

Wo gibt es 2015 am Aktienmarkt die attraktivsten Chancen und welches sind die größten Risiken?

Die besten Aussichten in Europa haben meines Erachtens Standardwerte, denn Anleger sind bereit, für Qualitätsunternehmen, die sie für eine sichere Ertragsquelle halten, tiefer in die Tasche zu greifen. Auf Sektorebene halten wir an unserem seit Längerem bestehenden und oft dem Trend zuwiderlaufenden Engagement im Pharmasektor fest. Auch intelligente Autos gehören seit zwei Jahren durchgängig zu unseren wichtigsten Anlagethemen.

In den letzten Monaten wurde deutlich, dass es entgegen den allgemeinen Erwartungen nicht zu einer Baisse bei Telekommunikations- und Versorgeraktien kommt. In beiden Bereichen sehen wir für 2015 Chancen. Getrieben durch M&A-Spekulationen kam es 2014 zu einer Rally im europäischen Telekommunikationssektor. Wir rechnen mit einer Fortsetzung des Konsolidierungstrends. Für Versorgeraktien spricht das rasante Tempo der Veränderung, das wir derzeit in der Branche beobachten. In diesem Segment haben wir vor allem deutsche Versorger im Visier, deren Bilanzen sich langsam bessern und bei denen der Gegenwind seitens der Politik allmählich nachlässt.

Unter den großen Regionen bleibt Europa der Prügelknabe schlechthin: Die Wirtschaft liegt im Argen, die Politik findet keine vernünftigen Antworten auf aktuelle Probleme (was andernorts nicht besser ist), und die Gräben an den Finanzmärkten werden immer tiefer. Ich konzentriere mich daher lieber auf einzelne Branchen, in denen ich attraktive Unternehmen aufspüre, statt auf geopolitische Ereignisse, die wir ohnehin nicht beeinflussen können und die sich als wesentlicher Faktor erweisen können oder auch nicht.

Können wir heute hinsichtlich des Ausblicks für die Wirtschaft und die Anlagemärkte optimistischer sein als vor zwölf Monaten?

In Europa scheint sich der Bullenmarkt seinem Ende zu nähern. Ohne deutliches Umsatzwachstum, das in steigende Gewinne mündet, sind weitere Kursgewinne an den Aktienmärkten nur dann möglich, wenn die Kurs-Gewinn-Verhältnisse deutlich steigen. Im nächsten Jahr dürfte sich das M&A-Karussell weiter und möglicherweise sogar schneller drehen. Kurzfristig betrachtet hat die Verunsicherung der Anleger weiter zugenommen und der Markt bleibt gespalten, während die Deflationsgefahr nach wie vor nicht gebannt ist. Die Europäische Zentralbank ist zweifellos entschlossen, der Eurozone jede Unterstützung zu geben. 2012 war sie damit sehr erfolgreich. Damals aber waren Aktien billiger und der Zyklus noch nicht so weit fortgeschritten wie heute.

2015 könnte die Volatilität an den Märkten deutlich zunehmen; Anleger sollten sich deshalb auf schwierige Zeiten gefasst machen. Genau aus diesem Grund finde ich eine sorgfältige Titelauswahl so wichtig. Indem wir die Stärken und Schwächen eines Unternehmens wirklich verstehen, können wir bessere Anlageentscheidungen treffen. Dies wird uns dabei helfen, in guten wie in schlechten Zeiten eine bessere Positionierung als der Gesamtmarkt erreichen zu können.

Über den Manager
John Bennett trat 2011 als Director of European Equities bei Henderson ein. Zuvor war er als Senior Investment Manager im European Equity-Team von Gartmore beschäftigt. John Bennett hat mehr als 20 Jahre Erfahrung im Management von europäischen und gesamteuropäischen Wertpapieren und war 2010 von GAM zu Gartmore gestoßen. Bei GAM, wo er 17 Jahre lang tätig war, war John Bennett als Fondsmanager für den GAM Star Continental European Equity Fund und den GAM Star European Equity Fund zuständig. Beide Fonds erhielten ein AAA-Rating von S&P und gewannen insgesamt 27 Auszeichnungen bei den Lipper Fund Awards 2009.

John Bennett erlangte seine berufliche Qualifikation 1986 als Mitglied des Chartered Institute of Bankers (Vereinigung der Finanzdienstleistungsindustrie) in Schottland.

Über Henderson Global Investors
Henderson Global Investors, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Henderson Group plc, ist eine renommierte internationale Vermögensverwaltungsgesellschaft, deren Geschichte bis ins Jahr 1934 zurückreicht. Henderson verwaltet ein Anlagevermögen in Höhe von 98,3 Mrd. Euro (Stand: 30. September 2014) für Kunden in Großbritannien, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nordamerika und beschäftigt weltweit etwa 900 Mitarbeiter.

Zu den Kunden zählen sowohl Privatpersonen, Privatbanken, externe Vertriebs-gesellschaften als auch Versicherungen, Pensionskassen, staatliche Organe und Unternehmen. Als reiner Vermögensverwalter bietet Henderson eine Produktpalette, die von Aktien und Anleihen über Multi-Asset-Angebote bis hin zu alternativen Produkten wie Beteiligungskapital (Private Equity) und Hedgefonds reicht.

Weitere Informationen finden Sie unter www.henderson.com.

AXA IM aktuell: Investieren mit sozialem Einfluss

Viele Fonds und Zertifikate setzen heute ausdrücklich nur noch auf solche Unternehmen, die ein gutes Nachhaltigkeitsrating vorweisen können. Seit ein paar Jahren entwickelt sich ein neuer Ansatz, der noch höhere Anforderungen an das Investment stellt als das Filtern von Unternehmen nach den Kriterien Umwelt, Soziales und Unternehmensführung: das Impact Investing. Dieser Ansatz investiert direkt in soziale und ökologische Projekte. „Der entscheidende Unterschied liegt in der doppelten Zielsetzung einer finanziellen Rendite und eines positiven sozialen Erfolges. So soll die positive Kraft des Unternehmensgeistes zur Lösung von sozialen und menschlichen Problemen genutzt werden“, erklärt Christina Böck, CIO Switzerland & Head Solution Strategists Central Europe bei AXA IM. 

Ein ähnliches Konzept ist schon in den 70er Jahren mit der Mikrofinanzierung entstanden.. Mittlerweile gibt es verschiedene Themen und Sektoren: Vor allem Gesundheit, Bildung, Wohnung, Landwirtschaft und Energie haben sich laut Böck stark entwickelt. Impact Investing ist jedoch ein neuer Ansatz, der alle Finanzinstrumente nutzen kann – seien es Anleihen, Aktien oder auch strukturierte Produkte. „Es sind nicht nur die Schwellen- und Entwicklungsländer, die diese Art Investition empfangen, auch wenn dort natürlich die meisten Bedürfnisse und Gelegenheiten bestehen“, sagt Böck. Tatsächlich stellen die Industrieländer gemessen am Volumen rund die Hälfte der Investitionen. Gemessen an der Zahl der Projekte, die mit Impact Investing unterstützt werden, liegen die Entwicklungsländer in einem Verhältnis von 70 zu 30 vorne. 

Laut Böck hat die starke Entwicklung der vergangenen Jahre vor allem strukturelle Gründe: Rund 41 Billionen US-Dollar werden die Generationen X und „Jahrtausendwende“ nach einer Studie des Weltwirtschaftsforums aus dem Jahr 2013 in den kommenden Jahrzehnten erben.  Diese Generationen, so die Studie, haben ganz andere Prioritäten als die Nachkriegsgenerationen: Man macht Geschäfte, um die Gesellschaft zu verbessern und erst danach, um Profite zu generieren. 

Zudem sind die Regierungen heute unter einem enormen Spardruck und müssen immer mehr Projekte als öffentlich-private Partnerschaften finanzieren. Zu guter Letzt haben die niedrigen Zinsen einen starken Einfluss auf die Investmentstrategie: „In der Vergangenheit konnten karitative Stiftungen die Renditen auf ihr Kapital für soziale Verbesserungen einsetzen. Da diese Rendite nun so gut wie verschwunden ist, muss schon das Kapital selbst eingesetzt werden, um „Gutes zu tun“ – und gleichzeitig doch eine Minimumrendite liefern, damit das Kapital nach allen Kosten erhalten werden kann“, erklärt Böck.

Tatsächlich muss der soziale Vorteil nicht zu Lasten der Rendite gehen – wenn das Geschäftsmodell intelligent gestaltet ist. Ein gutes Beispiel sind Gefängnisanleihen, die dem Investor sogar einen bedingt höheren Kupon versprechen, sofern die kriminellen Rückfallquoten über einen gewissen Zeitraum nachweisbar zurückgehen. Die private Gesellschaft, die das Projekt der Reintegration und Umerziehung verwaltet, wird ebenfalls nach diesem Indikator bezahlt. Die höhere Zahlung übernimmt in diesem Fall der Staat, der sich über sinkende Kosten für Rückfälle und Kriminalität freut.  

Noch steckt das Impact Investing in Deutschland in den Kinderschuhen und nicht zuletzt wegen der neuartigen Geschäftsmodelle gibt es einige Herausforderungen zu bewältigen. „Aber der Sektor befindet sich heute an einem Schlüsselpunkt seiner Entwicklung“, sagt Böck. „AXA IM hat sich entschieden, sich in diesem Sektor schon früh zu engagieren sowie bei  der Standardisierung und Institutionalisierung mitzuwirken.“ Für den heutigen Investor, so die Expertin, sei eine gründliche Diversifikation die wichtigste Regel bei der Anlageentscheidung. „Multi-Region, Multi-Manager, Multi-Projekt, Multi-Sektor sind die Schlagworte.“

F&C Investments: „Russland muss nun das Vertrauen im Inland stärken“

Die russische Zentralbank CBR hat die nötigen Maßnahmen ergriffen, um den Rubel zu stabilisieren – nun kommt es darauf an, auch das Vertrauen im Inland zu stärken. Dieser Ansicht ist Diliana Deltcheva, Portfolio Manager Emerging Markets Debt bei F&C Investments. „Aufgrund seiner hohen Währungsreserven, seiner geringen Staatsverschuldung und des großen geldpolitischen und fiskalischen Spielraums kann es der russische Staat verkraften, ein bis zwei Jahre von externer Finanzierung abgeschnitten zu werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Währungsschwäche nicht zu einer Erosion des Vertrauens im Inland und zu einem Sturm auf die Banken führt“, erklärt sie. Ein weiterer Vertrauensverlust könne zudem zu einem schnelleren Verfall der Qualität der Vermögenswerte im Finanzsystem führen. Entscheidend sei deshalb nun, was die Politik und Zentralbank unternähmen, um das Vertrauen im Inland wiederherzustellen. „Wenn die Nachfrage nach Devisen im Inland weiter anhält, dürfte die Zentralbank bald weitere Maßnahmen beschließen“, schließt Deltcheva.

Auf dem Papier habe die Zentralbank zunächst auf eine ultra-orthodoxe Geldpolitik gesetzt, die Zinsen erhöht, und im Sinne freier Wechselkurse Interventionen am Devisenmarkt vermieden. „Durch diese Politik hat sie jedoch signalisiert, dass sie niedrige Wechselkurse hinnimmt und so den Verfall des Rubels beschleunigt“, analysiert Deltcheva. Dadurch wiederum hätten sich die Sorgen um die Bilanzen der russischen Banken verstärkt und das Risiko eines „Bank Runs“ erhöht. So hatte auch die Zinserhöhung zum 16. Dezember um 650 Basispunkte auf 17 Prozent ihr Ziel verfehlt, die Märkte zu stabilisieren. „Erst nachdem diese Maßnahme verpufft war, haben Politik und Zentralbank die notwendigen Schritte unternommen“, so die Expertin. Diese seien weniger orthodox als die offizielle Linie der Geldpolitik vermuten ließen. So habe die Zentralbank ein Moratorium für die Bewertung von Wertpapierportfolios nach dem Mark-to-Market-Prinzip verhängt, eine geplante Lockerung von Preissetzungsregeln im Privatkundengeschäft mit Krediten und Einlagen aufgeschoben, einige der Anforderungen für Kreditrückstellungen gelockert und ein breites Programm zur Rekapitalisierung der Banken angekündigt. „Durch diese regulatorische Lockerung hat die Zentralbank es den Banken ermöglicht, ihre Bilanzen in gewissem Umfang vor veränderten Marktbewegungen zu schützen“, so Deltcheva.

Die Expertin erwartet, dass der starke Verfall des Rubels nicht spurlos an der russischen Wirtschaft vorbeigeht und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2015 um drei bis fünf Prozent sinken wird. Durch Abwertung und Zinserhöhungen werde der Druck auf das Finanzsystem weiter zunehmen, die Kreditvergabe durch die Banken eingeschränkt werden und die Zahl notleidender Kredite in die Höhe getrieben. „Allerdings könnte der Leistungsbilanzüberschuss durch die schwache Inlandsnachfrage, sinkende Importe und einen schwächeren Rubel wieder steigen“, betont Deltcheva. Auch der russische Staatshaushalt könnte vom Verfall des Rubels profitieren, da die Ausgaben schneller fallen könnten als die Einnahmen. Dennoch dürfte die Staatsverschuldung steigen, da sich das BIP, in US-Dollar berechnet, durch den Währungsverfall um fast 50 Prozent verringern könnte.