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Allianz Global Invesors' May Capital Markets Monthly: It’s a bit like déjà vu from last year: The US got off to a bumpy start due to one-off effects, followed by what is expected to be a strong upturn in the US economy in the second quarter. Whilst still a growth engine, the US economy seems to be gradually losing steam for the year overall (in part as a result of the strength of the US Dollar). The International Monetary Fund (IMF) recently took this development into account in forecasting global economic growth of 3.5% for 2015, with Japan and, in particular, Europe likely to play an increasingly significant role in carrying the global economy. So it was hardly surprising that the US Federal Reserve (Fed) omitted the word “patience” in its March 2015 communiqué in order to leave itself complete flexibility in both directions in the current economic environment.

Please find the full Capital Markets Monthly of May 2015 form Allianz Global Investors attached on the left.

Großbritannien steht als Finanzzentrum gut da – hoffentlich auch nach den Wahlen

Andrew Formica, CEO von Henderson Global Investors, zu der am 7. Mai stattfindenden Wahl zum Unterhaus in Großbritannien. London – Als gebürtigem Australier fällt mir manchmal auf, dass die Briten dazu neigen, ein Glas eher als halb leer denn als halb voll zu bezeichnen. Dieser Hang zeigt sich auch, wenn es um die bevorstehenden Parlamentswahlen geht. 

Vor sechs Monaten haben sich die allermeisten Firmenchefs hierzulande in gleicher Manier über die britische Wirtschaft geäußert. Ja, hieß es, Großbritannien befinde sich auf dem Weg der Erholung. Dann wurde jedoch schnell hinzugefügt, man mache sich riesige Sorgen wegen der Wahlen. Es könne enorme politische Ungewissheit entstehen, wurde gesagt. An den Börsen werde es womöglich zu starken Schwankungen kommen und die Anleger würden vielleicht ihr Geld zurückhalten.

Bisher ist das alles nicht passiert. Das Pfund und britische Staatsanleihen haben geschwächelt, doch beileibe nicht übermäßig stark. Der Aktienmarkt notiert weiter auf Rekordständen. Meiner Ansicht nach zeugt das von den Anstrengungen, die im ganzen Land von einzelnen Individuen, von Unternehmen und nicht zuletzt von der Koalitionsregierung unternommen worden sind, um die Wirtschaft nach der Finanzkrise wieder flott zu bekommen. Auch Notenbanken und Regulierungsbehörden haben ihren Teil dazu beigetragen.

Das britische Statistikamt ONS erhöhte seine Wachstumsschätzung für 2014 kürzlich auf 2,8%. Die öffentlichen Finanzen bewegen sich langsam in die richtige Richtung und das Defizit wird in diesem Jahr wohl noch auf 4% des Bruttoinlandsprodukts sinken. Das ist halb so viel wie auf dem höchsten Stand. Die Inflationsrate ist niedrig, und die Gewinne der Unternehmen steigen. Im Sozialhilfe- und im Bildungsbereich sind langfristige Reformen eingeleitet worden. 

Auch der Finanzdienstleistungsbranche geht es wieder besser. Der Bankensektor wurde rekapitalisiert, die Aufsichtsbehörde hat energisch gegen Fehlverhalten durchgegriffen und die Reprivatisierung von Lloyds, der größten britischen Bank, wird wohl bald abgeschlossen sein.

Großbritannien konnte seine Wettbewerbsvorteile weiter ausbauen. In meiner eigenen Branche, der Anlageverwaltung, konnte das Land seine Position als weltweite Nummer 2 (nach den USA) mit einem verwalteten Vermögen von fast 7 Billionen Pfund festigen. Wir reden dabei nicht nur von London. Auch in anderen Städten wie Edinburgh, Liverpool und Bristol spielt die Asset-Management-Branche eine wichtige Rolle. Viele Firmen, darunter auch Henderson, verwalten inzwischen so hohe Summen für ihre Kunden wie nie zuvor.

Laut offiziellen Zahlen haben die Asset Manager zwischen 2009 und 2013 rund 3.000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, und der Trend dauert an. Einer Schätzung von CityUK zufolge beträgt die Zahl der Beschäftigten in der Branche, administrative Bereiche mitgerechnet, inzwischen etwa 50.000, mit weiter steigender Tendenz. Durch das Trainee-Programm „Investment 2020“, das mittlerweile von 32 Anlageverwaltungsgesellschaften unterstützt wird, versucht die Branche zudem, dem Nachwuchs interessante Berufschancen zu bieten. 

So erfreulich die Erholung der Wirtschaft sein mag, so wichtig ist es, dass wir nicht in Sorglosigkeit verfallen. Vonseiten der Politik drohen zweifellos weiterhin Risiken. Seit der Finanzkrise herrscht immer noch eine verständliche Feindseligkeit gegenüber der Finanzbranche, und alle, die dort tätig sind, müssen ihren „Nutzen für die Gesellschaft“ demonstrieren. Wir müssen noch mehr tun, um alle politischen Parteien davon zu überzeugen, dass ein starker Asset-Management-Sektor auch die Wirtschaft insgesamt stärkt – durch Schaffung von Wohlstand, eine effiziente Kapitalallokation und Geldflüsse in die Steuerkasse.

Es ist beispielsweise enttäuschend, dass die Konservative Partei nun plötzlich nicht nur den steuerbegünstigten Höchstbetrag bei der Altersvorsorge drastisch senken, sondern auch Steuererleichterungen für Besserverdienende streichen will. Labour-Partei und Liberaldemokraten verfolgen ähnliche Pläne. Solche Strafmaßnahmen machen das gesamte System der Beitragszahlungen komplizierter und weniger sicher. Blicken wir nur einmal nach Australien. Dort beruht der Erfolg des Rentensystems großenteils auf seiner Verlässlichkeit und darauf, dass alle Parteien an einem Strang ziehen. Es wird nicht immer wieder daran herumgebastelt wie in Großbritannien.

Andere Vorhaben sind ebenfalls beunruhigend. So will die Labour-Partei ein, wie sie es nennt, „steuerliches Schlupfloch für Hedgefonds“ schließen. In der Praxis würde das bedeuten, dass beim Rückkauf von Fondsanteilen jedes Mal Gebühren anfallen. Die Kosten müssten große ebenso wie kleine Anleger – nicht nur Hedgefonds – tragen, und auch die relativ gering verdienenden Beschäftigten in der Fondsadministration hierzulande wären betroffen.

Die Konservative Partei sollte überdies aufpassen, wie sie mit dem Thema Europa umgeht. Ein Referendum über den Verbleib in der EU ist schön und gut, aber ein Ausscheiden Großbritanniens aus dem Binnenmarkt wäre ein Riesenfehler. Wir sind das Tor zu Europa, und die Regeln der EU ermöglichen Asset Managern mit Sitz in Großbritannien den Vertrieb ihrer Produkte an rund 500 Millionen Bürger. Es wäre ein schwerer Fehler, darauf künftig zu verzichten.

Wie das Referendum über die schottische Unabhängigkeit gezeigt hat, ist durchaus damit zu rechnen, dass die Börsen nervös reagieren, wenn der Wahltermin 7. Mai näher rückt. Das gilt besonders dann, wenn eine Pattsituation im Parlament zu befürchten ist, die am Ende zu einer schwachen oder wirtschafts- beziehungsweise börsenfeindlichen Regierung führen könnte. Das Verschleppen wichtiger Entscheidungen, etwa über den Flughafenausbau, wäre eine mögliche Folge. Einstweilen hoffe ich jedoch, dass am Ende die Vernunft siegen wird. Ich selbst bin für die britische Wirtschaft und Großbritannien als Finanzzentrum weiter optimistisch. Langfristig hat sich diese Einschätzung immer bestätigt.

F&C Investments: „Wirtschaftserholung sorgt für steigende Unternehmensgewinne in Europa“

Die Gewinne börsennotierter Unternehmen in Europa werden 2015 von der Wirtschaftserholung profitieren. Das erwarten die Fondsmanager Mark Nichols und Sam Cosh von F&C Asset Management. „Zwar haben erst wenige Unternehmen ihre Berichte für das erste Quartal vorgelegt, aber schon jetzt zeichnen sich im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor Verbesserungen ab“, sagt Mark Nichols, Fondsmanager des F&C European Growth und Income Fund. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe mit ihrer lockeren Geldpolitik den Außenwert des Euro geschwächt und damit die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Exporteure wieder erhöht. Die EZB erwarte, dass eine Euroabwertung von zehn Prozent zu einer jährlichen Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Prozent führen werde. Das dürfte auch die Aktienkurse fundamental unterstützen. „Wir gehen davon aus, dass die Unternehmen ihre Gewinne insgesamt steigern können und dieser Trend auch im Jahresverlauf noch anhalten wird“, so Nichols. 

Kleinere Unternehmen profitieren frühzeitig
Laut den F&C-Experten werden kleinere Unternehmen kurzfristig zu den größten Gewinnern der Erholung zählen. „In der Regel profitieren kleine Unternehmen während der ersten Phase der wirtschaftlichen Erholung besonders stark“, erläutert Sam Cosh, Fondsmanager des F&C European Small Cap Fund. Er rechnet zudem damit, dass das Small-Cap-Segment nun zunehmend in den Fokus größerer Unternehmen rückt, die nach geeigneten Übernahmekandidaten suchen. Aber auch für die großen multinationalen Unternehmen verbesserten sich die Aussichten: Durch den schwachen Euro können sie ihre Produkte und Dienstleistungen nun günstiger anbieten, während gleichzeitig die Nachfrage aus den USA durch den dortigen Aufschwung ebenfalls anzieht. 

Lockerungsmaßnahmen der EZB unterstützen europäische Aktienrally
Nach Ansicht der Fondsmanager werden europäische Aktien trotz der jüngsten Indexhöchststände immer noch mit Abschlag auf amerikanische Titel gehandelt und sind gemessen an den Kennzahlen weiter attraktiv bewertet. „Langsam erkennen die Marktteilnehmer, welch großes Spektrum an Diversifikationsmöglichkeiten europäische Aktien mitbringen. Das kürzlich gestartete Lockerungsprogramm der EZB dürfte sich daher als wichtiger Katalysator für eine stabile europäische Aktienrally erweisen“, sagt Mark Nichols. Daran dürften auch die Probleme der Eurozone, wie etwa die griechische Finanzkrise, wenig ändern. „Die anhaltenden Herausforderungen dürften sicher noch zu einiger Marktvolatilität führen. Wir glauben jedoch, dass die Volatilität auch Einstiegschancen mit sich bringt und damit das Renditepotenzial für langfristig orientierte Anleger erhöht“, betont Sam Cosh.

Unterhauswahlen führen zu erhöhter Volatilität am Britischen Finanzmarkt

Trade Idee für Aktien und FX: Wenn die Wähler bei den Unterhauswahlen am 7 Mai zu den Urnen gehen, entscheidet sich das politische Schicksal Großbritanniens. Der kommende Wahlgang verspricht deutlich knapper auszufallen als der letzte vor fünf Jahren. Die Konservativen und die Labour Partei liefern sich laut aktuellen Hochrechnungen ein Kopf an Kopf rennen mit geschätzten 35% und 34% der Stimmen respektive (YouGov, 27. April 2015, siehe Figure 1). Die einzig sichere Vorhersage scheint zu sein, dass keine Partei eine absolute Mehrheit erreichen wird. Es ist schwer vorherzusagen, wie eine mögliche Koalitions- oder Minderheitsregierung aussehen könnte. Die daraus entstehende Unsicherheit dürfte sich rasch auf die britischen Finanzmärkte übertragen und zu opportunistischen Anlagemöglichkeiten für taktische Anleger führen.

AXA IM aktuell: Die Eurozone bietet Investoren Chancen

Die weitere geldpolitische Lockerung (Quantitative Easing) der Europäischen Zentralbank (EZB) gibt den Aktien in der Eurozone Rückenwind. Gleichzeitig dürften die Langfristrenditen in der Währungsunion weiter fallen. Der US-Aktienmarkt gibt dagegen Anlass zur Sorge. Zu dieser Einschätzung kommt das Research- und Strategie-Team von AXA Investment Managers (AXA IM) um Eric Chaney und Franz Wenzel. Deswegen übergewichten sie Aktien aus der Eurozone und Staatsanleihen von Kern- und Peripherieländern des Euroraums, während sie US-Titel kurzfristig untergewichten.

Das nunmehr seit zwei Monaten laufende Wertpapierkaufprogramm der EZB im Zuge ihres Quantitative Easing (QE) zeigt nach Beobachtungen der AXA IM-Experten seine erwünschte Wirkung. Fast überall sind die Renditen im Euroraum gefallen. In den Kern- und "Semi"-Kernländern wurden sie im Bereich von 3 bis 5 Jahren sogar negativ. Dies werde die Aktienkurse im Euroraum weiter stützen. „Die extrem niedrigen Langfristrenditen treiben die Anleger von Anleihen in Aktien, so dass dieser Assetklasse erhebliche Mittel zufließen.“ Dazu helle das Kaufprogramm der EZB die Marktstimmung auf, so dass die Risikoprämie von Aktien sinken werde. Ein dritter wesentlicher Faktor sei der weiter schwache Euro. Die Anlageexperten gehen davon aus, dass die Einheitswährung bis zum Jahresende die Parität zum Dollar erreichen wird. Dies werde im laufenden Jahr die Gewinne je Aktie unter sonst gleichen Umständen um 4 Prozent steigen lassen. Nicht zuletzt sei davon auszugehen, dass die niedrigeren Zinssätze den Unternehmen ihren Schuldendienst erleichterten und höhere Margen bescherten.


Euro-Staatsanleihen: weiter Spielraum nach unten

Dazu verbessert sich die konjunkturelle Situation in der Eurozone. Die starke Euro-Abwertung und die erhebliche Lockerung der Finanzierungsbedingungen ließen Gewinne und Kreditnachfrage der Unternehmen steigen. Zudem stützten die negative Inflation sowie die Fortschritte am Arbeitsmarkt die Haushaltsausgaben. Wegen der zu beobachtenden Dynamik und einer nach unten korrigierten Euro/Dollar-Prognose revidieren die Experten ihre Wachstumsprognosen für den Euroraum nach oben. „Wir erwarten jetzt sowohl 2015 als auch 2016 1,5 Prozent BIP-Wachstum.“ Trotz einer Konjunkturbelebung und den bereits deutlich gefallenen Renditen empfehlen die Experten eine Übergewichtung von Staatsanleihen der Kern- und Peripherieländer in der Eurozone. Nach Einschätzung der AXA IM-Experten wird das im März begonnene Anleihenankaufprogramm (Public Sector Purchase Programme) lange genug laufen, um die Zinsen in der Eurozone in den kommenden 24 Monaten extrem niedrig zu halten. Dass sich die Spreads der Peripherieländer gegenüber den Kernstaaten bislang noch nicht so stark eingeengt haben wie erhofft, sei allein auf technische Faktoren zurückzuführen. Diese Faktoren dürfte in den nächsten Monaten jedoch in den Hintergrund treten und dem nach wie vor gewaltigen Renditestreben der Investoren Platz machen, so dass die Spreads deutlich unter 100 Basispunkte fallen könnten.


US-Aktien untergewichten

Jenseits des Atlantiks haben sich die Aussichten für US-Aktien nach Einschätzung der Anlageexperten verschlechtert. Wegen des voraussichtlich schwächeren 1. Quartals und der anhaltenden Dollarstärke senken sie ihre Wachstumsprognosen für die US-Wirtschaft für 2015 von 3,2 auf 2,9 Prozent und für 2016 von 3,1 auf 2,8 Prozent. Dazu sei spätestens im September mit einer Straffung der US-Geldpolitik zu rechnen – trotz der beschwichtigenden Worte der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen bei verschiedenen öffentlichen Auftritten. Seit September 2014 hat der US-Aktienmarkt rund 5 Prozent zugelegt. Mit einem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 20 sei er damit im internationalen Vergleich hoch bewertet. Gleichzeitig seien die Gewinnmargen wegen des starken Dollars, der Normalisierung der Geldpolitik und steigender Lohnstückkosten unter Druck. Die Gewinne je Aktie lägen dadurch um 15 Prozent über dem Trend. Obwohl eine steigende Zahl von Fusionen und Übernahmen Unterstützung versprechen, sei zu bezweifeln, dass sie amerikanischen Aktien zu deutlichen Wertzuwächsen verhelfen. Gewinnenttäuschungen könnten die Marktentwicklung dämpfen und leichte Korrekturen auslösen.


Aktien bleiben langfristig Anlagefavoriten

Längerfristig bleiben Aktien für das AXA IM-Team dennoch die bevorzugte Assetklasse, da davon auszugehen sei, dass die Fed ihre Zinsen äußerst vorsichtig erhöhen und bei jedem Anzeichen einer Konjunkturschwäche eine Pause einlegen wird. Dazu stehe nicht nur im Euroraum, sondern auch in Japan und den Emerging Markets (außer Brasilien) nach wie vor mehr als genug Liquidität zur Verfügung und die – wenn auch flaue – Konjunktur zieht weltweit weiter an.

Die vollständige Investmentstrategie finden Sie im links angehängten PDF.

Laut Barings bleibt der Ausblick für europäische und japanische Aktien stabil

Frankfurt, 29. April 2015 – Das aktuelle quantitative Lockerungsprogramm der Europäischen Zentralbank, in dessen Rahmen Anleihen am freien Markt gekauft werden, hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die Märkte in Europa, noch bevor die ersten Käufe überhaupt getätigt wurden, so glaubt man bei Baring Asset Management (Barings), der internationalen Investmentgesellschaft.

Die europäischen Aktienmärkte stiegen in den vergangenen Monaten steil an, gleichzeitig fielen Anleiherenditen ebenso wie der Euro auf historische Tiefststände. Die Schwäche des Euro wirkte sich insbesondere auf europäische Exportunternehmen äußert positiv aus. Allerdings sind die Marktbewegungen nicht ausschließlich der expansiven Geldpolitik zuzuschreiben. Die Konjunkturdaten in Europa werden allmählich besser und die Marktstimmung hinsichtlich europäischer Wertanlagen ist bereits deutlich freundlicher geworden.

Hartwig Kos, Investment Manager, Baring Euro Dynamic Asset Allocation Fund, sagt: „In den vergangenen sechs Monaten haben wir die Ausrichtung des Fonds erheblich verändert. Im August des letzten Jahres entfielen 25% des Fonds auf US-Aktien und lediglich ein geringer Teil wurde in Europa investiert. Aktuell haben wir keine Position in US-Aktien und einen Anteil von fast 30% in europäischen Aktien1. Unsere Investments in Europa umfassen darüber hinaus eine Position von 10% in europäischen Small Caps, die unserer Auffassung nach von dem, an den jüngsten Konjunkturdaten gemessenen, besseren Wirtschaftsumfeld profitieren dürften.“

Der Baring Euro Dynamic Asset Allocation Fund, der im März vor zwei Jahren aufgelegt wurde, erwirtschaftete seitdem einen annualisierten Ertrag von 10% beziehungsweise einen kumulierten Ertrag von 21,55% und entwickelte sich damit besser als der 3-Monats-EURIBOR +3% p.a., der entsprechend 3,2% bzw. 6,65% erzielte.2 Der Baring Euro Dynamic Asset Allocation Fund verfolgt die gleiche Strategie wie andere Multi-Asset-Fonds von Barings. Trotz globaler Sichtweise wird gleichzeitig jedoch sichergestellt, dass mindestens 50% des Fonds in Euro denominiert sind.

Hartwig Kos sagt abschließend: „Im Rentensegment verfügen wir außerdem über Anlagen in europäischen Hochzinsanleihen, die unserer Einschätzung nach von der generellen Suche nach Rendite am Markt profitieren dürften. Auch die Risikoprämie in Russland und Brasilien erscheint uns besonders interessant.

Ein weiteres Thema innerhalb des Portfolios ist unsere Gewichtung von europäischen Immobilien. Obwohl bisher in Europa insgesamt keine Inflation zu erkennen ist, so sehen wir doch eine Vermögenspreisinflation aufgrund von Zinssatzdifferenzen - der Referenzzinssatz der EZB ist für die wirtschaftlichen Bedingungen in Deutschland und anderen nordeuropäischen Ländern zu niedrig, weshalb Immobilienpreise und Unternehmensanleihen in diesen Regionen stark steigen. Wir haben in verschiedene Immobilienfonds in Nordeuropa investiert, um diese Entwicklung gewinnbringend zu nutzen.“

Bei Barings hat man darüber hinaus eine umfangreiche Position in japanischen Aktien aufgebaut, da Japan aufgrund der expansiven Geldpolitik und der kräftigen Erträge ein attraktives Anlageziel darstellt.

1: Quelle: Barings, Stand 31. März 2015
2: Quelle: Morningstar/Barings, Stand 31. März 2015. Die Wertentwicklung des Fonds bezieht sich auf die thesaurierende Anteilsklasse A EUR und versteht sich nach Abzug von Kosten und Gebühren in EUR auf Basis des NIW je Anteil, bei Wiederanlage der Bruttoerträge. Der Bezug zum Index dient lediglich dem Vergleich.

Öl weiterhin im Rally Modus

Nachdem die Ölpreise eine vorzeitige Erholung erreicht haben nehmen Investoren aktuell Gewinne mit. Das weltweite Ölangebot ist jedoch noch nicht knapper geworden, was auf geopolitische Gründe für die jüngsten Preisanstiege hindeutet. Wir glauben, dass es zu einer kurzfristigen Korrektur kommen kann, jedoch werden die Preise mittelfristig steigen sobald das Angebot eingeschränkt wird.

Ein verknapptes Angebot hat unter anderem zu steigenden Zinnpreisen geführt und wir glauben, dass Ähnliches bei den meisten Industriemetallen dieses Jahr passieren wird. Die fallenden Energiepreise haben  die Produktionskosten für Metalle nicht ausreichend gesenkt um profitabler zu sein, demzufolge ist ein  Angebotsrückgang die logische Folge.

Rohstoffe
58,1 Mio. USD Gewinnmitnahmen aus Long Öl ETPs. Nachdem sowohl Brent als auch WTI weitere 1,4 Prozent bzw. 1,8 Prozent letzte Woche zulegten, nutzen Investoren dies für Gewinnmitnahmen. Über die letzten drei Handelswochen verbuchte Brent ein Plus von 16 Prozent und WTI von 22 Prozent. Dies ist hauptsächlich auf die schneller als erwartet ansteigenden Lagerbestände in den USA zurückzuführen. Weiteres übertrifft die OPEC mit ihren Fördermengen von 810.000 Barrel pro Tag ihre vorherigen Werte. Geopolitische Risiken konzentrierten sich auf die Auseinandersetzungen im Jemen bei Beb el-Manded, einer Meerenge wo ca. 3,8 Mio. Barrel Öl pro Tag durchgeführt werden, das entspricht 4 Prozent des weltweiten Angebots. Saudi-Arabien könnte die Produktionsmenge infolge weiter erhöhen, was die Preise am Markt wiederum drückt. Eine kurzfristige Korrektur am Ölmarkt bietet Einstiegsmöglichkeiten für Long Positionen, noch vor der anstehenden OPEC Sitzung im Juni, bei der wir erste Gespräche über moderate Produktionskürzungen erwarten.

Aktien
Konjunkturmaßnahmen lassen chinesische Aktienbörsen steigen. Der MSCI China A Index stieg letzte Woche um weitere 5,4 Prozent. Grund dafür waren Ankündigungen, die bis dato geforderten Bankeinlagen um 1 Prozent auf 18,5 Prozent zu reduzieren. Spekulationen, dass die chinesische Regierung das konjunkturelle Wachstum durch weitere aggressive, geldpolitische Maßnahmen ankurbeln will, haben den Index auf den höchsten Stand seit 2007 getrieben. Europäische Aktienindizes sind letzte Woche jedoch gefallen, ausschlaggebend hierfür waren Vermutungen, dass die Griechen ihre im Mai fällige Schuldenzahlung von 780 Mio. EUR an den IMF nicht begleichen werden können. Die Direktorin des IWF, Christine Lagarde, hat klargestellt dass sie eine Verzögerung nicht bewilligen wird und hat damit den Druck auf Griechenland, endlich die notwendigen Reformen einzuleiten, weiterhin erhöht. Der Dax 30 und FTSE MIB Index sind um 2,3 Prozent bzw. 1,7 Prozent gefallen.

Währungen
EUR/JPY im Fokus beim BOJ-Treffen und durch Inflationszahlen der Eurozone. Die Bank of Japan scheint mit den aktuellen Inflationszahlen und zukünftigem Ausblick derer zufrieden zu sein, deswegen glauben wir nicht, dass das Treffen maßgeblich Neues hervorbringen wird. Erste Lohnsteigerungen zeichnen sich ab, was wiederum das Inflationsniveau stabil auf 2 Prozent hält, dem Niveau, das die BOJ anpeilt. Neben den Inflationszahlen werden auch Daten wie Industrieproduktion und Einzelhandel angekündigt. Das Industriesentiment scheint sich trotz Volatilität verbessert zu haben und bei weiterem Gewinnwachstum sollte sich auch der Einzelhandel verbessern. Die Inflationsdaten der Eurozone werden aus Sicht von Investoren im Hauptfokus stehen, da aber keine deutliche Bewegung erwartet wird, sollte kommende Woche EUR/JPY auf einem niedrigeren Niveau handeln.

Saxo Bank Kommentar: UK-Wahl als Vorbote fuer EU-Referendum

„Zuerst gab es zwei, dann drei und nun vier große Parteien in Großbritannien. Kein Wunder, dass es immer schwieriger wird, eine Prognose für die kommende Wahl am 7. Mai abzugeben“, sagt Steen Jakobsen, Chefvolkswirt und CIO bei der Saxo Bank. Die beiden großen traditionellen Parteien (Conservative Party und Labour Party) hätten bei weitem nicht mehr die Unterstützung wie in früheren Zeiten und bei jeder neuen Wahl werden sie durch Newcomer, wie etwa UKIP oder Liberal Democrats, weiter geschwächt.

Es gäbe aktuell eine Tendenz, den Wahlkampf nach dem Wahlkampfmotto von Bill Clinton „It´s the economy stupid“ zu führen, was frei übersetzt „auf die Wirtschaft kommt es an, Dummkopf“ bedeutet. In Großbritannien spreche man über einen Zustand wie 1945, als die Konservativen mit Churchill den Zweiten Weltkrieg gewannen, aber danach direkt abgewählt wurden, nachdem sie die „Drecksarbeit“ erledigt haben. „Nun führen die Konservativen eine ähnlich gefährliche Kampagne, indem sie die Wähler davor warnen die heimische Wirtschaft nicht von der Labour-Partei zerstören zu lassen“, sagt Jakobsen.

Daher werde die EU-skeptische UKIP-Partei eine wichtige Rolle für den Ausgang der Wahl spielen. „Die UKIP ist als Protestpartei eine interessante Alternative für den enttäuschten Mittelstand, der am meisten unter der Finanzkrise zu leiden hatte“, sagt Jakobsen. Der Wahlausgang wird insbesondere als der Wendepunkt hin zu einem EU-Referendum über den Austritt Großbritanniens aus der EU angesehen - dem sogenannten Brexit. „Ein solcher Austritt wäre die größte Gefahr für die Zukunft der Europäischen Union und viel entscheidender, als beispielsweise ein möglicher Austritt Griechenlands“, sagt Jakobsen.

Diese Wahl werde viele andere europäische Wahlen seit Beginn der Finanzkrise widerspiegeln. Diese hätten insbesondere die wirtschaftlichen Ungleichheiten und die Notwendigkeit von politischen Protesten in den Mittelpunkt gestellt. „Deswegen glaube ich, dass die schottische Nationalpartei SNP und die UKIP viel mehr Protestwähler anziehen werden, als die jüngsten Umfragen suggerieren“, sagt Jakobsen. Dies werde wahrscheinlich zu einer Koalition der Konservativen mit den Liberaldemokraten mit Unterstützung der UKIP führen. Die Unterstützung der UKIP werde zum EU-Referendum 2016 führen. „Das wird schließlich die Büchse der Pandora öffnen. Die EU wird um ihr Leben kämpfen müssen, während sie mit den potentiellen Folgen eines Grexit, Brexit und dem Ausstieg aus dem QE-Programm jonglieren muss“, sagt Jakobsen abschließend. 

Den vollständigen Kommentar finden Sie im Anhang links.

AXA IM aktuell: Risiken in den Schwellenländern bieten Chancen für Anleihe-Investoren

Niedrige Energiepreise, die politischen Verwerfungen um Russland, der Korruptionsskandal um Petrobras – wer Schwellenländeranleihen aus Angst vor diesen Risiken meidet, könnte eine gute Gelegenheit verpassen, warnt Damien Buchet, Head of Emerging Markets Fixed Income bei AXA Investment Managers.

Der Ölpreis bewegt sich nach seinem Einbruch im vergangenen Jahr weiter auf niedrigem Niveau, in der Konfrontation zwischen Russland und dem Westen ist nach wie vor keine echte Entspannung in Sicht, und Sondersituationen wie der Korruptionsskandal um den halbstaatlichen brasilianischen Energiekonzern Petrobras halten die Märkte zusätzlich in Atem. Damien Buchet, Head of Emerging Markets Fixed Income bei AXA Investment Managers, ist dennoch optimistisch, was die Aussichten für Schwellenländer-Anleihen angeht: „Die fundamentalen Rahmenbedingungen sind unverändert stabil. Der Markt hat inzwischen gelernt mit den Risiken zu leben“, erklärt er. „Die Liquidität ist wieder gestiegen, und der Risikoappetit der Investoren ist zurückgekehrt. Zudem wenden sich die Anleger seit dem Beginn des Quantitative Easing in der Eurozone wieder verstärkt Fonds zu, die in Schwellenländeranleihen investieren.“

Der Ölpreis dürfte wieder auf 70 bis 75 US-Dollar steigen

Für diese Entwicklung gebe es durchaus gute Gründe, erläutert Buchet. So habe sich der Ölpreis inzwischen zumindest ein wenig von seinen Tiefs erholt. Dafür seien Produktionskürzungen ebenso verantwortlich wie das starke Contango der Terminmarktkurve: Die Preise für Futures auf die Ölsorte Brent liegen derzeit deutlich über den Preisen am Spotmarkt. Dies habe die Stimmung am Markt gehoben und Käufer angezogen. „Wir erwarten daher, dass der Brent-Preis sich zur zweiten Jahreshälfte hin allmählich auf eine Spanne zwischen 70 und 75 US-Dollar zubewegt“, erklärt Buchet. „In den kommenden drei Monaten dürfte der Preis allerdings weiter zwischen 55 und 65 US-Dollar schwanken. Dies dürfte nicht genug sein, um in den Schwellenländern wieder Inflationsängste aufkommen zu lassen.“ Vielmehr könne die von ihm prognostizierte Entwicklung zu einer guten Balance zwischen den Interessen der erdölexportierenden Länder und denen der Importeure in Europa und Asien führen.

Russland befindet sich in einer Phase der Erholung

Die wirtschaftliche Situation in Russland habe sich trotz der andauernden Probleme zumindest stabilisiert, so Buchet weiter. Der Verfall des Rubel-Wechselkurses sei zunächst gestoppt, und die Risikoprämien seien in der Folge des jüngsten Ölpreis-Anstieges und des Waffenstillstandes in der Ukraine gesunken. „Derzeit fließt viel im Ausland angelegtes Kapital zurück nach Russland“, berichtet Buchet. „Dadurch sinkt die externe Verschuldung, und die Devisenreserven bleiben auf einem komfortablen Niveau. In der Folge tritt Russland in eine Phase der Erholung ein, ungeachtet der kurzfristigen Probleme durch die Rezession in Verbindung mit Inflation. Wir halten daher weiter ausgewählte Positionen in Papieren von Emittenten mit Verbindung zum russischen Staat. Insgesamt macht unser Engagement in Russland 8,22 Prozent des Portfolios aus, darunter befinden sich auch sehr kleine Positionen in Anleihen russischer Banken, die alle noch in diesem Jahr fällig werden.“

Petrobras könnte das Schlimmste hinter sich haben

Auch im Korruptionsskandal um den brasilianischen Ölkonzern Petrobras, von dem Anleihen im Wert von 55 Milliarden US-Dollar betroffen sind, könnte das Schlimmste bereits überstanden sein. Zwar seien nach der Herabstufung des Unternehmens auf High-Yield-Niveau keine großen Sprünge zu erwarten, und die Unsicherheit bleibe vorerst hoch. Buchet ist dennoch vorsichtig optimistisch: „Wir sollten nicht vergessen, dass die Assets vieler Gefallener Engel vor allem im Vorfeld von Rating-Downgrades an Wert verlieren. Petrobras macht da bisher keine Ausnahme, denn die Kurse sind nach dem Downgrade wieder deutlich gestiegen.“

Buchets Fazit: „Geduld bleibt in dieser Phase der schrittweisen Erholung von den Schocks durch den Ölpreis, die Russlandkrise und den Petrobras-Skandal die wichtigste Tugend. Aber Anleger sollten über Investments in Schwellenländer-Anleihen bereits nachdenken, bevor alle Unsicherheiten beseitigt sind, wenn sie das Renditepotenzial der Anlageklasse wirklich ausschöpfen wollen.“

Barings erkennt starke Wachstumschancen in der MENA-Region

Frankfurt, 27. April 2015 – Die Region Nahost und Nordafrika (Middle East and North Africa - MENA) bietet hervorragende Chancen für Anleger, die sich der Nuancen der lokalen Märkte und der starken, wachstumsorientierten Unternehmen innerhalb der Region bewusst sind. Den Erwartungen von Baring Asset Management (Barings) zufolge gehen die größten Chancen insbesondere von solchen Unternehmen aus, die einen Zugang zu strukturellen Wachstumssektoren bieten, wie es im Bereich der privaten Gesundheitsvorsorge und bei Firmen der Fall ist, die ein Angebot im Bereich der Aus- und Weiterbildung sowie dem Konsumsegment aufweisen. Die Regierungen der Golfstaaten beispielsweise streben eine Versorgung im Gesundheitswesen auf dem Niveau von Industriestaaten an,  chronische Erkrankungen mit der Notwendigkeit einer fachärztlichen Betreuung weiten sich jedoch immer mehr aus. Demzufolge dürften die Pro-Kopf-Ausgaben im Gesundheitswesen insgesamt steigen und die Regierungen fördern zu ihrer eigenen Entlastung die Entwicklung der privaten Versicherungswirtschaft.

Im März feierte der Baring MENA Fund sein fünfjähriges Bestehen. In diesem Zeitraum erwirtschaftete der Fonds einen kumulierten Ertrag von 52,8%1, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 8,85% entspricht. In den zwölf Monaten zum Dezember 2014 erzielte der Fonds einen Ertrag von 13% und entwickelte sich damit besser als sein Vergleichsmaßstab², der über den gleichen Zeitraum ein Ergebnis von 8,9% erreichte³.

Dr. Ghadir Abu Leil-Cooper, Head of the EMEA and Global Frontier Markets Equity Team und Manager des Baring MENA Fund, sagte: „In den vergangenen fünf Jahren haben wir erhebliche politische und demografische Veränderungen innerhalb der gesamten MENA-Region wahrgenommen. Seit Jahresbeginn befinden sich die Ölpreise auf den tiefsten Ständen seit dem Jahr 2009, wir gehen jedoch davon aus, dass der dadurch hervorgerufene Volatilitätsanstieg an den Aktienmärkten vorübergehender Natur ist. Kontinuierliche Investitionen in wichtigen Bereichen sollten die Binnenkonjunktur nachhaltig stützen, was sich im Umkehrschluss positiv auf Unternehmen sowie auf die Märkte der Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) auswirken sollte.  Indem wir uns auf die nachhaltige Wachstumsprognose einzelner Unternehmen konzentrierten und uns nicht von den Schlagzeilen beeinflussen ließen, konnten wir ein stark überdurchschnittliches Ergebnis erzielen.

Die für Juni dieses Jahres angesetzte Öffnung des saudi-arabischen Aktienmarkts für internationale Anleger ist ein wichtiger Entwicklungsschritt, den wir ausdrücklich unterstützen, da er Unternehmen einen breiteren Zugang zu Märkten und Anlagechancen gewährt. Im Zuge der immer weiter wachsenden Bevölkerung und der dadurch steigenden Arbeitsplatznachfrage dürfte ein erfolgreicher Kapitalmarkt mit guter Corporate Governance den Grundstein für eine breiter aufgestellte, ausgeglichenere Wirtschaft legen, die in wesentlich geringerem Maße vom Ölpreis abhängig ist.

Eine Diversifizierung weg vom Ölsektor wird von den meisten Volkswirtschaften der MENA-Region angestrebt. Innerhalb der Region herrscht bereits ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen ölexportierenden und ölimportierenden Ländern und die Bedeutung einer sinkenden Abhängigkeit vom Öl ist klar, besonders nach den jüngsten Ölpreisbewegungen. Ein Beispiel dafür ist Dubai. Das Land hat sich erfolgreich zur Drehscheibe für Tourismus und Service entwickelt. Ein weiteres Beispiel ist der Anstieg des religiösen Tourismus in Saudi-Arabien. Der Staat erweitert den Flughafen sowie die Infrastruktur in Mekka und die Regierung erhöht das Jahreskontingent an religiösen Visa. Vor diesem Hintergrund hat man bei Barings Unternehmen identifiziert, deren Ertragszuwächse mittelfristig durch den Tourismus anziehen dürften.“

Dr. Ghadir Abu Leil-Cooper, Manager des Baring MENA Fund, sagt abschließend: „Innerhalb der MENA-Region sehen wir nach wie vor sehr günstige demografische Profile. Somit ist es auch nicht überraschend, dass wir zahlreiche Chancen erkennen, wie es beispielsweise in der Bauindustrie der Fall ist.

Wir halten nach Unternehmen mit engagierten Führungsteams und überzeugenden Strategien Ausschau, bei denen die Anlageerträge von starken Bilanzen, vernünftigen Bewertungen und einem starkem Franchise unterstützt werden. Innerhalb der MENA-Region sehen wir nach wie vor viele solcher Chancen."

1 Quelle:  Morningstar/Barings, Stand 31. März 2015. Die Daten zur Wertentwicklung beziehen sich auf die Anteilsklasse A USD und verstehen sich nach Abzug von Kosten und Gebühren in USD auf Basis des NIW je Anteil und bei Wiederanlage der Bruttoerträge (kumuliert).

2 Vergleich der Wertentwicklung: MSCI Arabian Markets ex Saudi Arabia Total, Nettoertrag

3 Quelle: Morningstar/Barings, in USD. Die Wertentwicklung des Fonds bezieht sich auf die thesaurierende Anteilsklasse A USD und versteht sich nach Abzug von Kosten und Gebühren in USD auf Basis des NIW je Anteil und bei Wiederanlage der Bruttoerträge. Der Bezug zum Index dient lediglich dem Vergleich.

AXA IM Zitat der Woche: Zinsrisiken mit liquiden Mitteln vorbeugen

„Der entscheidende Faktor für das Zinsänderungsrisiko europäischer Staatsanleihen ist nicht die Europäische Zentralbank, sondern die Sogwirkung höherer Renditen am amerikanischen Kapitalmarkt, wenn die US-Notenbank Federal Reserve anfängt, ihre Zinsen zu erhöhen.“
Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers

Für Anleiheinvestoren sind die Rahmenbedingungen an den internationalen Kapitalmärkten derzeit alles andere als einfach. Künstlich niedrig gehaltene Zinssätze, sehr geringe Risikoprämien und Mangel an Liquidität machen es kaum noch möglich, zufriedenstellende Renditen über dem Zinssatz für risikolose Anlagen zu erzielen, ohne dafür überdurchschnittlich hohe Risiken eingehen zu müssen. Wie sollen sich Anleger in diesem Umfeld verhalten? Eine Patentantwort darauf hat Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers, zwar nicht parat, aber er empfiehlt Investoren, ihr Augenmerk verstärkt auf die Zins-, Inflations-, Kredit- und Liquiditätsrisiken zu richten und dabei das Portfolio flexibel zu managen, um diese Risiken  so gut wie möglich zu diversifizieren. Vor diesem Hintergrund spricht aus Sicht von Investoren derzeit wenig dafür, ihre Gelder in sichere europäische Staatsanleihen zu investieren. „Die Zinsen für Staatsanleihen aus der Eurozone sind soweit gedrückt worden, dass das Zinsänderungsrisiko nicht mehr ausreichend kompensiert wird – dabei muss dieses Risiko nicht mal von der makro-ökonomischen Seite kommen“, so Iggo. Er weist zudem darauf hin, dass die Zinskurve in der Eurozone derzeit sehr flach ausgeprägt ist und die EZB wahrscheinlich über Jahre hinweg nicht ihre Zinssätze erhöhen wird. „Der entscheidende Faktor für das Zinsänderungsrisiko europäischer Staatsanleihen ist nicht die Europäische Zentralbank, sondern die Sogwirkung höherer Renditen am amerikanischen Kapitalmarkt, wenn die US-Notenbank Federal Reserve anfängt, ihre Zinsen zu erhöhen.“

Für die Investoren kommt es daher darauf an, an den Anleihemärkten diejenigen Papiere und Segmente zu identifizieren, bei denen sie am besten für die jeweiligen Risiken entlohnt werden. Nach Ansicht des Experten sind unter diesem Aspekt Hochzinsanleihen attraktiv. Insbesondere am US-Markt fallen die Renditen im Verhältnis zum Risiko eines Zahlungsausfalls des Emittenten vergleichsweise hoch aus. Selbst Papiere mit einem Rating von "B" bis "CCC" bieten Kupons im hohen einstelligen Bereich. „In einer Phase, in der die Märkte auf die erste Zinserhöhung der US-Notenbank warten und die Europäische Zentralbank mit ihrem Anleihekaufprogramm ihre Geldpolitik noch einmal gelockert hat, erscheint es uns attraktiver, sich in Hochzinsanleihen zu engagieren, als sich darauf zu fokussieren, die Laufzeiten vergleichsweise sicherer Anleihen in Abhängigkeit vom erzielbaren Zinssatz zu managen“, so Iggo. 

Anlegern, die Zinsrisiken vorbeugen wollen, empfiehlt der Experte, den Anteil liquider Mittel im Portfolio hochzufahren. „In einer Phase, in der sichere Anlagen Zinsen von nahezu null Prozent abwerfen, sind die Opportunitätskosten einer höheren Cash-Quote nur sehr gering. Gleichzeitig hat der Investor in einem volatilen Markt die Möglichkeit, zu kaufen, wenn die Situation günstig erscheint.“ Eine strategische Alternative besteht nach Ansicht von Iggo darin, einen Teil liquider, hochqualitativer Bonds umzuschichten in strukturierte Anleihen wie etwa Asset Backed Securities (ABS) oder Collateralized Loan Obligation (CLOs). „Viele dieser Anleihen haben zwar eine kürzere Laufzeit als sichere Staatsanleihen, aber darauf bezogen sind ihre Spreads gegenüber vergleichbaren Investment-Grade-Anleihen oftmals deutlich höher.“

Fidelity-Marktkommentar: Fed wird die Zinsen im Juni nicht erhöhen

Im Vorfeld des nächsten Meetings des US-Offenmarktausschusses (FOMC) am 29. April erläutert David Buckle, Leiter Quantitative Analyse bei Fidelity Worldwide Investment, warum er keinen Zinsanstieg im Juni erwartet:

„Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), hätte es sicherlich angestrebt, die Zinsen ab Juni zu erhöhen, wenn die Inflation in den USA aktuell höher wäre. Da dies aber unter anderem wegen des Ölpreissturzes nicht der Fall ist, wird die Fed ihre Zinspolitik nicht ändern, bevor die Inflation ansteigt. Aktuell scheint sich dafür frühestens das dritte Quartal 2015 herauszukristallisieren. Wir halten einen ersten Zinsanstieg im späten Quartal 2015 für realistisch, aber es könnte ebenso 2016 sein.

Ein so genanntes „Taper Tantrum“, also panikartige Verkäufe wie nach der Ankündigung Ben Bernankes im Mai 2013, das Quantitave Easing möglicherweise vorzeitig zu beenden, befürchte ich jedoch nicht. Dieses Mal ist die Ausgangslage eine andere: Vor zwei Jahren kommunizierte die Fed, dass sie die Zinsen in absehbarer Zukunft nicht erhöhen werde – und genau zu diesem Zeitpunkt kam die Ankündigung Bernankes. Die Renditen der 10-jährigen Anleihen waren wesentlich höher als die kurzfristigen Zinsen. Deshalb konnten Anleger Anleihen zu niedrigen Zinsen kaufen und damit Carry-Strategien umsetzen. Das funktionierte nur so lange keiner an das Risiko steigender Zinsen glaubte. Als aber höhere Zinsen nicht mehr auszuschließen waren, verkauften die Investoren diese Papiere und verursachten das „Taper Tantrum“.

Das „Taper Tantrum“ hatte darüber hinaus Auswirkungen auf den US-Hypothekenmarkt: Noch 18 Monate danach war die Nachfrage auf dem US-Häusermarkt sehr verhalten. Auch deshalb wird die Fed beim Zinsanstieg und dessen Kommunikation viel vorsichtiger vorgehen, um sicher zu gehen, dass sich die Turbulenzen nicht wiederholen. Wenn die US-Notenbank die Zinsen erhöht, wird das nicht unerwartet geschehen.“

GSAM - Globaler Fixed Income Ausblick: Stärkeres Wachstum, gegensätzliche Kräfte

von Andrew Wilson, CEO für EMEA und Co-Head des Global Fixed Income und Liquidity Management Teams bei Goldman Sachs Asset Management.

Das weltweite Wachstum steigt und insbesondere Europa befindet sich auf einem Erholungskurs. Dabei spielen die Fundamentaldaten für die Märkte eine immer geringere Rolle, da die Kapitalflüsse zunehmend von den gegensätzlichen geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken beeinflusst werden. Vor dem globalen Hintergrund niedriger Inflationsraten und konkurrierender Lockerungsmaßnahmen herrscht Unsicherheit bezüglich des Timings und der Auswirkungen einer möglichen Zinserhöhung der Fed. Zudem sind die Risiken gestiegen. Europa ist erneut mit der Gefahr eines Griechenland-Ausstiegs konfrontiert und Indikatoren deuten darauf hin, dass China sein Wachstumsziel von 7 Prozent verfehlen wird.

USA – Auf einsamen Pfad zur Zinserhöhung

Der Arbeitsmarkt in den USA hat sich nahezu vollständig erholt und das Wachstum steigt wieder. Bedingt durch die niedrigen Ölpreise beginnen die Verbraucher ihre daraus entstandenen, unverhofften Mehreinnahmen auszugeben. Gleichzeitig aber wirkt sich der starke Dollar negativ auf Gewinne und Exporte aus. 

Hinsichtlich der wirtschaftlichen Stärke des Landes und der Wahrscheinlichkeit einer noch in diesem Jahr zu erwartenden Zinserhöhung durch die Fed sind die derzeitigen Zinsen zu niedrig. Wir bleiben jedoch neutral, da die weltweite Lockerung der geldpolitischen Zügel den Zinsanstieg in den kommenden Monaten möglicherweise weiter bremsen wird. Aus Relative-Value-Sicht halten wir eine Long-Position weiter außen auf der Kurve, da die Zinsen auf langfristige US-Titel im Vergleich zu den Märkten der Eurozone und Großbritanniens Wertpotenzial bieten. Aufgrund der globalen quantitativen Lockerung werden die Kapitalflüsse in Richtung USA gelenkt, weshalb wir auf einen langfristig steigenden Dollar setzen. Unsere Long-Position im Dollar haben wir aufgrund des bisher starken Kursanstiegs kurzfristig zurückgefahren. Wir beurteilen US-Unternehmensanleihen positiv, da ihre Bewertungen weniger überzogen sind als in Europa. 

Investmentchancen bestehen im High-Yield-Bereich, insbesondere bei Energieunternehmen, die eine lange Phase niedriger Ölpreise überstehen können. Hierbei ist die Titelauswahl entscheidend, da der Markt sich einer späten Phase seines Zyklus nähert und in den kommenden Jahren mit einer Zunahme der Ausfälle zu rechnen ist.

Eurozone – Größte Verbesserung 

In der Eurozone war die positive Entwicklung unter dem Einfluss der unerwartet aggressiven Geldpolitik der EZB am stärksten. Ein anziehendes Wachstum würde normalerweise ganz klar für eine Position in kurzfristigen Zinstiteln sprechen, doch angesichts der von der quantitativen Lockerung angetriebenen Rallye bleiben wir vorsichtig. Bei den Relative-Value-Strategien sind wir weiter außen auf der Kurve untergewichtet. Zinstitel mit langen Laufzeiten scheinen im Vergleich zu anderen Märkten teuer und zum Teil aufgrund ihrer großen Bedeutung im Rahmen der EZB-Aufkäufe auf kurze Sicht anfälliger für Korrekturen zu sein. Das Angebot kann im langfristigen Bereich die quantitative Lockerung auffangen, da die staatlichen Geldaufnahmen eher zu extrem niedrigen Zinssätzen erfolgen. Steigende Inflationserwartungen werden sich möglicherweise zuerst in diesem Sektor bemerkbar machen. 

In Peripheriemärkten besteht das Potenzial für weitere Rallys. Wir gehen dabei taktisch vor und berücksichtigen den Druck, der von einer gestiegenen Emissionstätigkeit ausgeübt wird, sowie die von Griechenland ausgehende erhebliche Ansteckungsgefahr. Der Euro-Kurs wird durch die quantitative Lockerung weiter sinken. Mehr Wachstum, stärkere Eigenkapitalzuflüsse nach Europa und die Höhe des Leistungsbilanzüberschusses dürften dafür sorgen, dass sich die Möglichkeit eines stärkeren Einbruchs in Grenzen hält. Allerdings ist die langfristige Wirkung dieser Dynamik fraglich und auch die Inflation wird in diesem Jahr nicht stark ansteigen.

Japan – Pfeile zeigen Wirkung, doch das Inflationsziel wird verfehlt 

In Japan ist in diesem Jahr eine leicht positive Wachstumsentwicklung festzustellen, die sowohl von der Auslands- als auch von der Binnennachfrage gestützt wird. Kurzfristige Faktoren wie das Konjunkturprogramm und der niedrige Ölpreis haben ihren Beitrag geleistet. Dennoch erkennen wir auch nachhaltigere Antriebskräfte, wie etwa Fortschritte bei den Reformen des Unternehmenssektors, dem lang erwarteten „dritten Pfeil“ des Konjunkturprogramms von Premierminister Abe.  

Weitere Lockerungsmaßnahmen der Bank of Japan sind in den nächsten Monaten möglich. Der außerordentliche Druck, der vom japanischen Programm zur quantitativen Lockerung ausgeht, dürfte die japanischen Renditen weiter sinken lassen. Zudem gewinnt das Land aufgrund der überzogenen Bewertungen an den globalen Zinsmärkten aus Relative-Value-Sicht zunehmend an Attraktivität. Wir haben japanische Zinstitel im Vergleich zu Titeln aus Großbritannien, den USA und der Eurozone übergewichtet. Was die Währung angeht, so sind wir angesichts der Aussicht auf eine weitere Geldpolitiklockerung geneigt, Short-Positionen im Yen einzugehen. Dies liegt daran, dass die japanische Währung in den kommenden Monaten möglicherweise stärker abwerten wird als der Euro.

Großbritannien – Politisches Risiko

Die britische Wirtschaft hält sich gut und unsere Wachstumsprognose für dieses Jahr liegt bei 3 Prozent – und damit über den Konsensschätzungen. Die starke Nachfrage vonseiten der Pensionsfonds hat die Zinsen auf Titel mit langen Laufzeiten trotz eines stärkeren makroökonomischen Umfelds sehr niedrig gehalten. In der Folge wirken langlaufende Zinstitel im historischen Vergleich teuer. Britische Titel mit langen Laufzeiten sind bei uns im Vergleich zu amerikanischen und japanischen Werten untergewichtet.

Die lockere Geldpolitik der Eurozone hat das Britische Pfund gestärkt und wir gehen von einer weiteren Aufwertung aus, auch wenn es weniger wahrscheinlich ist, dass die Bank of England die Zinsen in diesem Jahr senken wird. Die größte Bedrohung für Großbritannien ist allerdings die politische Unsicherheit. Voraussichtlich wird es bei den Wahlen im Mai sehr eng zugehen und die politische Richtung ist unklar. Wir gehen auf kurze Sicht taktische Short-Positionen ein, da wir von stärkeren Währungsschwankungen im Zusammenhang mit den Wahlen ausgehen.


Den vollständigen Ausblick auf Englisch sowie ein Foto von Andrew Wilson können Sie dem Anhang links entnehmen.

Saxo Bank Rohstoffkommentar: Oelpreise auf Vier-Monats-Hoch

„Die Öl-Rallye geht unvermindert weiter und half in der vergangenen Woche dabei, Verluste bei Industrie- und Edelmetallen aufzufangen“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Die schlechter als erwarteten weltweiten Konjunkturdaten hätten eine negative Stimmung gegenüber Industriemetallen verbreitet - insbesondere bei Kupfer und Aluminium. Gleichzeitig haben geopolitische Risiken die Bedenken bezüglich des Öl-Überangebots in den Hintergrund gestellt und die Preise wieder steigen lassen.

Widersprüchliche Nachrichten aus Wirtschaft und Politik hätten bislang dafür gesorgt, dass sich der Goldpreis im vergangenen Monat in einer Handelsspanne von 1.184 bis 1.209 US-Dollar pro Feinunze bewegte. „Die negativen Konjunkturdaten aus den USA überraschen weiterhin und trüben die Aussichten hinsichtlich des Zeitpunktes der US-Zinswende“, sagt Hansen. Gleichzeitig hätten sich die Sorgen um Griechenland etwas abgeschwächt. „Da auch der Dollar etwas stagnierte, waren sich Trader und Investoren etwas unschlüssig, auf welches Pferd sie setzen sollten“, sagt Hansen. 

Die beiden Ölsorten Brent und WTI haben in der vergangenen Woche weiter zugelegt und befinden sich auf einem Vier-Monats-Hoch. „Sorgen über die Bombenangriffe Saudi-Arabiens in Jemen haben zu einem Risikozuschlag auf die Ölpreise geführt“, sagt Hansen. Diese Entwicklung zusammen mit anhaltenden Signalen über eine beginnende Verlangsamung der US-Produktion hätte den Märkten den Schub für die Gewinne im vergangenen Monat gegeben. „Solange die Sorte WTI nicht unter die Marke von 54 USD pro Barrel fällt, bleibt das Potential für weitere Kurssteigerungen intakt“, sagt Hansen abschließend. 

Den vollständigen Rohstoffkommentar auf Englisch mit Grafiken finden Sie links.

Oddo AM rechnet mit dynamischerer Emission von europäischen Wandelanleihen

Nach der Wiedereröffnung des Primärmarkts erwartet Luc Varenne, Fondsmanager des Oddo Convertibles Taux von Oddo Asset Management (Oddo AM), eine zunehmende Anzahl von Emissionen europäischer Wandelanleihen. Zuletzt hat er die neu auf den Markt gekommenen Papiere in großem Umfang gezeichnet, gleichzeitig wurden Gewinne etwa bei Steinhoff und NH Hotels mitgenommen. Details entnehmen Sie bitte dem folgenden Fondsmanager-Kommentar:    

"Am Markt für Wandelanleihen sorgt die Wiedereröffnung des Primärmarkts für neue Gelegenheiten. Gleichzeitig ist dies auch ein günstiges Signal, das neue Emittenten anziehen dürfte: 4 Mrd. Euro verteilt auf drei Wandelanleihen, Aabar / Unicredito 2020 & 2022 und Telecom Italia 2022. In Erwartung einer Wertsteigerung haben wir diese Emissionen selbstverständlich in großem Umfang gezeichnet.

Titel von Unternehmen an der Gewinnschwelle (Indra, Sacyr, Air France) und der Anleihenteil bestimmter zusammengesetzter Wandelanleihen (Crédit Agricole, Fresenius, GDF Suez u.a.) wurden aufgestockt. Mitte März bot der Rückgang bei Immobilienwerten eine Gelegenheit zur Aufstockung von Deutsche Wohnen und Leg Immobilien. Der Rückgang des US-Dollar veranlasste uns zur Hinzufügung von STMicroelectronics. Das Übernahmeangebot von China National Chemical für Pirelli von 15 Euro ist ausreichend, um die Positionen in beiden Wandelanleihen aufzulösen.

Bei Wandelanleihen mit hoher Sensitivität (oder Bewertung) und geringem Potenzial der zugrunde liegenden Aktie nahmen wir zahlreiche Gewinne mit: Steinhoff, NH Hotels, Parpublica / Galp, Industrivarden. Wir halten eine durchschnittliche Aktiensensitivität nahe der Obergrenze von 30%, deutlich niedriger als die unseres Index, sowie eine maximale Konvexität, die es uns ermöglichen, eine überdurchschnittliche Wertentwicklung zu erzielen."

Steven Bell, F&C Investments: „Europa wird der große Gewinner einer Euro/US-Dollar-Parität sein“

Im folgenden Interview kommentiert Steven Bell, Chefvolkswirt der Fondsgesellschaft F&C Investments und Co-Fondsmanager des F&C Euro Macro Global Bond Fund, die bevorstehende Euro/US-Dollar-Parität.

Innerhalb von zwölf Monaten ist der Euro von 1,39 US-Dollar auf mittlerweile 1,07 US-Dollar abgestürzt. Sie rechnen in naher Zukunft sogar mit der Euro/US-Dollar-Parität. Wer profitiert von dieser Entwicklung am stärksten? 
Bell: „Die anhaltende Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar ist ein Gewinn für Europa: Die Beschäftigten profitieren, da der schwache Euro ihre Arbeitsplätze sichert, die Anleger profitieren, da ihre Vermögenswerte steigen, und die Regierungen profitieren, weil der schwache Euro ihnen Rückenwind gibt, um Reformen umzusetzen. Das Erreichen der Euro/US-Dollar-Parität bewerte ich aber nur noch als einen wichtigen symbolischen Anlass, der für Schlagzeilen sorgt. Die viel wichtigere fundamentale Entwicklung hat schon lange vorher begonnen. Sollte die US-Notenbank Federal Reserve beginnen, die Zinsen anzuheben, wird der Euro weiter fallen.“

Und wie wirkt sich der schwache Euro auf die internationalen Kapitalmärkte aus?
Bell: „Der schwache Euro hat nicht nur die Kurse am europäischen Aktienmarkt nach oben getrieben, sondern auch die extrem niedrigen europäischen Zinssätze in den Rest der Welt exportiert.“ 

Welche Risiken sind mit einem schwachen Euro verbunden? 
Bell: „Meiner Meinung nach sind die Risiken eines schwachen Euros aus volkswirtschaftlicher Sicht vernachlässigbar: Europa muss dringend für mehr Wachstum sorgen; die Inflation ist außerordentlich gering. Die Schwäche des Euro hat nicht etwa zu einem Vertrauensverlust gegenüber europäischen Vermögenswerten geführt – ganz im Gegenteil.“

Wo sehen Sie den fairen Wert des Euro gegenüber dem US-Dollar?
Bell: „Unter dem Aspekt der Wettbewerbsfähigkeit erscheint der Euro als günstig bewertet. Allerdings sind relative Preise nur eine der Messgrößen, die betrachtet werden müssen. Im Hinblick auf die relativen Zinssätze ist der Euro teuer: Warum sollten Anleger einen negativen Euro-Zinssatz in Kauf nehmen, wenn sie leicht einen über Null liegenden US-Zinssatz plus die Wahrscheinlichkeit einer weiteren US-Dollar-Aufwertung haben können? Meine Antwort als Investor lautet, dass wir in unserem F&C Euro Macro Global Bond Fund schon seit geraumer Zeit eine Hedge-Strategie gegen einen schwachen Euro fahren. Diese hat seit dem vergangenen Sommer rund 20 Prozent der Fonds-Assets ausgemacht, und seit Jahresbeginn haben wir diesen Anteil nochmals auf ein Drittel erhöht.“

Fidelity-Marktkommentar: Grexit bis 2020 ist wahrscheinlich

Anna Stupnytska, Volkswirtin bei Fidelity Worldwide Investment, kommentiert das anstehende Treffen der Euro-Finanzminister am Freitag in Riga, bei dem über weitere Griechenland-Hilfen diskutiert wird. 

„Meiner Einschätzung nach ist die Wahrscheinlichkeit eines Grexit in den vergangenen Wochen eindeutig gestiegen. Ich glaube nicht, dass es in diesem Jahr dazu kommen wird, aber ich gehe davon aus, dass ein Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone in den nächsten drei bis fünf Jahren sehr wahrscheinlich ist. Irgendwann dürften die starken strukturellen Reformen und der harte Sparkurs politisch wie sozial zu kostspielig werden.

Um die Wettbewerbsfähigkeit signifikant zu verbessern, dürfte es für Griechenland leichter sein, aus dem Euro auszusteigen und eine Währungsabwertung vorzunehmen. Das wird voraussichtlich in den nächsten Jahren geschehen. Momentan ist der politische Wille noch stark ausgeprägt, Griechenland in der Währungsunion zu halten – besonders in Deutschland. Aber gleichzeitig wurde in den vergangenen Jahren eine Art Schutzwall um Griechenland herum gebaut. Deshalb reagieren die Märkte nicht so stark auf die anhaltenden Spannungen. Ich denke, dass die Institutionen eine ausgeprägte Verhandlungsmacht haben und nicht die ersten sein werden, die reagieren werden – das wird die griechische Regierung sein.

Ein Grexit bringt natürlich eine gewisse Ansteckungsgefahr für andere Länder mit sich. Dieses Risiko ist allerdings geringer als es noch 2012 bei der letzten großen Krise war. Denn es gibt Schutzmaßnahmen, vor allem das Quantitative Easing der Europäischen Zentralbank EZB ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Die Märkte werden auf den Grexit reagieren, und es wird zu vorübergehenden Turbulenzen kommen, aber im Endeffekt wird dies für Griechenland mit weitaus höheren Kosten verbunden sein als für alle anderen Marktteilnehmer.

Ich gehe davon aus, dass ein Austritt Griechenlands aus dem Euro langfristig gut für das Wirtschaftswachstum des Landes sein könnte, ebenso für das Wachstum der Eurozone – trotz des anfänglichen Schocks. Aber das ist kein Thema für dieses Jahr.“

Fidelity-Marktkommentar: Stabiler Ausblick für europäische Investment-Grade-Anleihen

„Staatsanleihen verbuchten im März eine solide Performance dank der anhaltenden Unterstützung durch die Notenbanken, speziell der US-Notenbank Fed. Da sich die Weltwirtschaft insgesamt nur langsam erholt, erwarte ich aber nicht, dass die Renditen in absehbarer Zeit deutlich steigen werden. Ich bleibe deshalb bei der Einschätzung, dass die Wertentwicklung von Staatsanleihen in den kommenden zwölf Monaten gering bleiben wird. Investoren sollten eine lange Duration favorisieren, zumindest so lange bis es Anzeichen einer deutlichen Belebung von Wachstum und Konsum gibt.

Im Gegensatz zu Staatsanleihen bieten ausgewählte Investment-Grade-Anleihen und High-Yield-Produkte im aktuellen Marktumfeld noch vergleichsweise gute Renditen. So sollten Unternehmensanleihen guter Bonität in naher Zukunft niedrige einstellige Renditen liefern können. Nach einem starken Jahresbeginn legten die Investment-Grade-Kreditmärkte zwar zuletzt eine Pause ein, was vor allem auf die Abkühlung der US-Wirtschaft zurückzuführen war. Insgesamt bietet die Anlageklasse dank des hohen Ertragsniveaus und der defensiven Eigenschaften gegenüber Staatsanleihen jedoch weiter klare Renditevorteile.

Die europäischen Kreditmärkte profitieren weiterhin von der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank EZB. Das niedrige Zinsniveau erlaubt es den Unternehmen, sich zu attraktiven Konditionen zu refinanzieren und die Zinsbelastungen zu senken. Hinzu kommen die verbesserten makroökonomischen Rahmenbedingungen in Europa, die positiv für die Assetklasse stimmen lassen. Europäische Investment-Grade-Anlagen sind deshalb für immer mehr Anleger eine Alternative zu europäischen Staatsanleihen, deren Renditen zunehmend negativ werden. Während die Risikoaufschläge (Spreads) in Europa anziehen dürften, erwarte ich für den US-Markt eher Gegenwind. Für US-Investment-Grade-Anleihen sind wir derzeit neutral positioniert. Hintergrund ist die jüngste Abschwächung der makroökonomischen Daten sowie der US-Unternehmenzahlen.

Auch Hochzinsanleihen bleiben aus meiner Sicht attraktiv, Potenzial sehe ich insbesondere bei US- und asiatischen Titeln. Das gilt besonders auch für Unternehmen, die einst mit der Qualitätsnote „Investment-Grade“ ausgezeichnet wurden und dann durch ein niedrigeres Rating zurückgefallen sind. Die Zahl dieser so genannten „gefallenen Engel“ (englisch: „fallen angels“), vor allem aus den Emerging Markets, in den globalen High-Yield-Indizes wird im zweiten Quartal kräftig ansteigen. Die Ölpreisschwankungen werden Hochzinsanleihen zwar weiter beeinflussen, aber die Ausfallrisiken bleiben im Rahmen. In Europa sollten die Investoren allerdings ihre Erwartungen an diese Anlageklasse etwas zurückschrauben.“

Fed tightening will impact some emerging markets more than others

The US Federal Reserve has recently hinted that it could begin raising US interest rates as early as June. This would represent the first step in a new rate tightening cycle, which is likely to have an impact on both emerging economies and emerging stock markets.

In this article, investment professionals Guilhem Savry and Gael Combes argue that a normalisation in US policy is not all bad news for emerging markets – even if the initial reaction is negative. Specific emerging markets with better fundamentals and a high sensitivity to US economic growth should outperform their peers.

However, it is a period that will see greater dispersion in returns across emerging market geographies and sectors. There will be winners and losers. Investors will also need to tackle the risks currently associated with emerging markets; rising leverage, slower growth, governance and political risk. To this end, a fundamental risk-based approach to investing is essential to making the distinction between the winners and losers and helping achieve outperformance for investors. 

Please find the full article attached on the left.

Märkte begrüßen China’s Geldpolitische Lockerung

Die jüngsten politischen Lockerungsmaßnahmen in China dürfte positive Einflüsse auf den Rohstoffmarkt haben, da Rohstoffe aus Angst vor einer schwachen Nachfrage eher unterbewertet sind. Der chinesische Aktienmarkt hatte die politische Lockerung vergangene Woche  bereits vorausgesehen und mit einer Rally beendet. Ölpreise notierten ebenfalls höher in der Hoffnung auf eine Verknappung des Angebots, da die Lagerbestände letzte Woche nur gering anstiegen. Demzufolge profitierten Rohstoffwährungen wie die Norwegische Krone und der Kanadische Dollar ebenfalls. Die etwas verfrühte Rally könnte aber auch eine schnelle Korrektur nach sich ziehen, wenn ausstehende Daten diesen Optimismus nicht unterstützen.

Rohstoffe
Vorzeitige Erholung am Ölmarkt durch langsamste Zunahme der Vorräte. Letzte Woche sahen wir die niedrigste wöchentliche Zunahme der US-Rohöllagerbestände in diesem Jahr. Dies wurde als Signal gewertet, dass das Überangebot am Ölmarkt in den Griff bekommen wird. Sowohl Brent als auch WTI legten um fast 10 Prozent zu. Es scheint jedoch, dass der Markt den OPEC Bericht der vergangenen Woche übersieht, worin betont wird, dass die Ölproduktion des Kartells um 810.000 Barrel pro Tag im März anstieg. Das globale Ölangebot sieht alles andere als unter Kontrolle aus. Das Streben nach Marktanteil der OPEC dürfte kurzfristig zu einem Preisrückgang führen.
Zinn gab um fast 10 Prozent nach als China neue Rekordzahlen in der Produktion bekannt gab die seit 1997 nicht mehr übertroffen wurden. Weizen fiel um 5,1 Prozent aufgrund unerwartet viel Niederschlags in den USA und anderen wichtigen Anbaugebieten.

Aktien
Die politischen Lockerungsmaßnahmen beflügelten den MSCI China A-Sahres Index. Der MSCI China A-Share Index verbuchte ein Plus von 5,6 Prozent auf Wochenschluss. Under anderem wurden die BIP Wachstumsprognosen für Q1 in 2015 mit 7 Prozent erreicht. Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätze und Anlageinvestitionen hingegen konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Die People’s Bank of China senkte daraufhin die politischen Richtlinien für die Mindestquote an Bankreserven, Reserven die eine Bank mindestens bei der Zentralbank halten muss und nicht im Kredit- und Anlagegeschäft verwenden kann. Dieser Mindestreservesatz ist nach internationalem Standard nach wie vor sehr hoch, wir rechnen mit weiteren Kürzungen der People’s Bank of China in der Zukunft. Die europäischen Börsen hielten sich weitgehens in den roten Zahlen auf, da Verhandlungen zwischen Griechenland und den internationalen Geldgebern nach wie vor für Unruhen sorgen. Am 24. April treffen sich die Finanzminister der Eurozone in Riga um über weitere Reformen im Gegenzug für  Hilfspakete für Griechenland zu diskutieren. Das Ergebnis dieser Verhandlungen wird neuen Wind in die Börsen bringen sowohl mit positiven als auch negativen möglichen Auswirkungen.

Währungen
Die Erholung am Ölmarkt wirkt sehr positiv auf den Kanadischen Dollar und die Norwegische Krone. Sowohl die kanadische als auch die norwegische Wirtschaft sind sehr stark an die Entwicklung am Ölmarkt gebunden. Nachdem der Ölpreis die letzten Monate eine schwere Korrektur durchmachte, ist es nicht verwunderlich, dass die Währungen beider Länder ähnliche Rückgänge verbuchen mussten. Die niedrigste wöchentliche Zunahme der US-Rohöllagerbestände in diesem Jahr beflügelte den Kanadischen Dollar sowie die Norwegische Krone förmlich. Diese Rally könnte aber von kurzer Dauer sein, da netto Short Positionen in Futures auf den Kanadischen Dollar verlängert wurden. Die Preisberechnung von Optionen zeigt, dass die Norwegische Krone am ehesten gegenüber dem US-Dollar sinkt. Inzwischen sind die Wahlen in Großbrittanien der Hauptfokus für das Britisch Pfund. Jüngste Umfragen zufolge, wird ein Kopf and Kopf Rennen erwartet. Diese Unsicherheit sorgt für negative Impulse beim Britischen Pfund (A1DFSD) die zu einer erhöhten Volatilität führen könnten.

GAM: „Schnelles Marktwachstum verbessert Renditechancen für Cat-Bond-Investoren“

Zürich, 20. April 2015. Der Markt für Katastrophenanleihen, sogenannte Cat Bonds, könnte nach dem Rekordjahr 2014 im gleichen Tempo weiter wachsen. Dieser Ansicht ist John Seo, Fondsmanager des GAM Star Cat Bond. „Immer mehr Versicherer greifen auf Cat Bonds zurück, um sich gegen Risiken durch Naturkatastrophen wie Erdbeben und Hurrikane zu schützen. Dieser Trend hat im vergangenen Jahr zu Rekordemissionen geführt und nichts deutet darauf hin, dass er sich abschwächt“, erklärt er. 2014 hätten die Emittenten Katastrophenanleihen in Höhe von 8,4 Milliarden US-Dollar begeben. Seit Jahresbeginn dürften die Emissionen um weitere 27 Prozent gegenüber 2014 angezogen haben. Der Fondsmanager erwartet, dass auch das Gesamtjahr äußerst positiv ausfällt. „Durch die starke Ausweitung des Angebots gewinnen die Investoren an Preissetzungsmacht, und das eröffnet Chancen für attraktive Renditen“, sagt Seo.

Der Fondsmanager erwartet, dass Cat Bonds für die weltweiten Versicherungsmärkte auch langfristig weiter an Bedeutung gewinnen. Ein Signal dafür sei die Ankündigung der britischen Regierung, ihre Steuergesetzgebung so anzupassen, dass auch im Vereinigten Königreich Katastrophenanleihen emittiert werden können.

Günstige Bewertungen und hohe Preisdisziplin auf Investorenseite
Erstmals seit September 2012 werden viele Cat Bonds derzeit wieder mit einem Abschlag gegenüber ihrem ursprünglichen Ausgabepreis gehandelt. Aufgrund der Vielzahl an Neuemissionen sind die Emittenten gezwungen, mit attraktiven Konditionen um die Gunst der Investoren zu werben. Laut John Seo habe in einigen Fällen eine Herabsetzung der Kupons um lediglich 0,25 Prozent dazu geführt, dass einige Neuemissionen, die zuvor dreifach überzeichnet waren, beinahe oder sogar vollständig gescheitert seien. „Diese Preisdisziplin ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, wie knapp derzeit das Angebot an attraktiv verzinsten Anleihen an den traditionellen Anleihemärkten ist“, sagt Seo. Durch diese Situation seien auch die Renditen im Cat-Bond-Markt zum ersten Mal seit 2012 wieder gestiegen.

Vier bis fünf Prozent Rendite für das Gesamtjahr möglich
Mit Blick auf das laufende Jahr erwartet der Fondsmanager, dass Investoren mit Katastrophenanleihen vier bis fünf Prozent Rendite erzielen können. Ergebnisse für die einzelnen Quartale seien schwer vorherzusagen, doch da Veränderungen der Marktdynamik eine Weile bräuchten, um sich auf die Renditen auszuwirken, sollten Investoren sich auf die Ergebnisse für das Gesamtjahr konzentrieren. „Zwar kann aus den Emissionen des ersten Quartals nicht bereits auf starke Jahresrenditen geschlossen werden. Dennoch spricht der starke Auftakt dafür, dass sich das Renditemuster von 2012 wiederholt, wenn es nicht zu Ereignissen kommt, die große Ausfälle nach sich ziehen“, so Seo.

AXA IM aktuell: Liquiditätsrisiken von Unternehmensanleihen sind unterbewertet

Die Banken ziehen sich aus dem Handel mit Anleihen privater Schuldner immer mehr zurück. Solange neue, innovative Handelsplattformen diese Lücke noch nicht gefüllt haben, wird das Liquiditätsrisiko in diesem speziellen Segment nicht ausreichend bezahlt.

In den vergangenen Jahren sind immer mehr private Schuldner mit immer höheren Emissionsvolumina an den Kapitalmarkt gekommen. Doch parallel dazu haben sich viele Banken aus dem Handel mit Unternehmensanleihen zurückgezogen. Grund dafür ist die vergleichsweise hohe Unterbewertung von Liquiditätsrisiken im 2. Quartal 2014. Die wurde zwar inzwischen teilweise korrigiert, liegt aber noch immer unter dem historischen Durchschnitt. Darauf weist Gregory Venizelos, Anlageexperte von AXA Investment Managers hin. „Die Banken stehen unter unvermindertem Regulierungsdruck. Sie müssen ihre Bilanzen in Ordnung bringen und Risiken abbauen“, erklärt Venizelos in einem aktuellen Researchpapier. „Das wirkt sich auf ihren Wertpapierhandel und die Möglichkeiten für ein Market-Making aus.“ 

Zinsorientierte Anleger im Allgemeinen und Investoren, die sich auf Unternehmensanleihen im Besonderen fokussiert haben, sollten diese Entwicklung im Auge behalten. Denn die Kreditmärkte bekommen dadurch mehr und mehr die Merkmale eines typischen OTC-Handels zu spüren. „Vor allem in Phasen, in denen die Anleger in sichere Häfen flüchten und Risiken in ihrem Portfolio abbauen, kann es zu unkontrollierten Preissprüngen kommen, die unabhängig sind von der Qualität einzelner Papiere“, fürchtet der Experte. „Denn der professionelle Handel ist in dieser Situation kaum mehr in der Lage, größere Bestände, die an den Markt kommen, aufzunehmen.“ 


US-Bestand seit 2007 auf ein Fünftel gesunken

Den Kräftewandel am Markt belegen Zahlen unter anderem von Bloomberg und der US-Notenbank in New York, die AXA Investment Managers ausgewertet hat. So halten Händler in den USA nur noch ein Fünftel der Anleihebestände von 2007. Gleichzeitig hat sich das Emissionsvolumen seitdem mehr als verdoppelt. „Die Schere zwischen den stark gewachsenen Kreditmärkten auf der einen Seite und dem Rückzug des professionellen Handels auf der anderen Seite ist jedoch teilweise durch eine Reihe von Faktoren kompensiert worden“, sagt Venizelos. Dazu gehören stärkere Aktivitäten am Primärmarkt und ein schnellerer Umschlag von Beständen durch den professionellen Handel. Der bekommt dabei Unterstützung vom Voranschreiten elektronischer Handelsplattformen, die den Handel beschleunigen und dafür sorgen sollen, dass laufend marktgerechte An- und Verkaufkurse festgestellt werden. „'Teilweise' ist allerdings die entscheidende Einschränkung in diesem Zusammenhang“, so der AXA-Experte, „denn keiner dieser Faktoren kann für sich genommen die Liquidität eines gut organisierten, professionellen Handels ersetzen – vor allem dann nicht, wenn institutionelle Investoren einen "Exit" bei Unternehmensanleihen suchen und größere Bestände auf den Markt werfen.“ 


Neue Lösungen machen Hoffnung auf bessere Liquidität 

Ein Grund dafür: An vielen der neuen elektronischen Handelsplätze lassen sich bislang nur kleinere Orders abwickeln, da sie sich eher an Retail-Anleger denn an institutionelle Investoren wenden. „Das heißt allerdings nicht, dass auf Dauer keine Lösung in Sicht ist“, sagt Venizelos. „Derzeit gibt es eine Reihe von Projekten, die zusammengenommen Anlass geben zu der Hoffnung, dass sie die Liquidität an den Anleihemärkten verbessert.“ Dazu gehört zum Beispiel die Entwicklung von neuen, intelligenten Handelsplattformen, die die offenen Positionen (open interest) aller Marktteilnehmer sowohl im Handel zwischen Kunden und Händler als auch im Handel untereinander berücksichtigen. Dazu wird als weitere Neuerung an einer Standardisierung von neu begebenen Unternehmensanleihen gearbeitet, so wie das bereits am Markt für Credit Default Swaps (CDS) der Fall ist. Zwar wird dadurch die Flexibilität der Emittenten eingeschränkt. Allerdings bietet eine stärkere Konfektionierung die Grundlage dafür, größere Ordervolumina im elektronischen Handel abzuwickeln.

F&C Investments: Ölpreisverfall erhöht Ausfallrisiko von EM-High-Yield-Bonds

Die Revolution der US-Schieferölproduktion hat in den vergangenen Jahren zu einem massiven Anstieg des Ölangebots und einer entsprechenden Preisentwicklung geführt. „Die aktuelle Ölpreisentwicklung hat erhebliche Auswirkungen auf die Anleihenmärkte der Schwellenländer“, sagt Jonathan Mann, Head of EM Debt der Fondsgesellschaft F&C Investments in London. Der Preisschock könnte bei den Ölproduzenten, die häufig Schwellenländer sind und etwa ein Drittel des EMBIG-Index ausmachen, zu Verwerfungen führen. „Nirgendwo sind die Auswirkungen so asymmetrisch verteilt und schwerwiegend wie in den Schwellenländern, denn sie sind weniger diversifiziert und reagieren entsprechend stärker auf Rohstoffpreisschocks“, sagt Mann. „Die großen Verlierer des Preisrückgangs sind jene Exporteure, die unter niedrigerem Wachstum und einem sich verschlechternden Außenbeitrag, also sinkenden Exportüberschüssen, leiden“, so der Experte weiter. Am stärksten gelitten haben unter anderem Malaysia, Venezuela, Russland, Nigeria und Kasachstan, denn bei allen diesen Staaten ist Öl für die Wirtschaftsleistung und die Staatseinnahmen äußerst wichtig. Dass die Sovereign-Spreads des J.P. Morgan EMBIG von 270 Basispunkten im Juni 2014 auf 410 Basispunkte Ende März 2015 gestiegen sind, sei eine direkte Folge der Ölpreisentwicklung. Bei den EM-Unternehmensanleihen ist die Lage ähnlich: „Der Preisrückgang beeinträchtigt vermutlich die Rentabilität vieler Öl- und Gasproduzenten, aber die Bilanzen sind in der Regel solide genug, um dem Druck standzuhalten. Im Hochzinssegment gilt das allerdings nur eingeschränkt, weshalb nachhaltig niedrige Ölpreise zu Ausfällen führen können“, sagt Mann.

Zentralbanken der Ölexporteure stehen vor einem Dilemma
Wesentlichen Einfluss haben auch die Reaktionen der Zentralbanken. „Zwar profitieren die Schwellenländer von der sinkenden allgemeinen Inflationsrate, der größte Teil der Anpassung hat sich aber bisher bei den Wechselkursen bemerkbar gemacht“, sagt Mann. So ist der J.P. Morgan Emerging Market Currency Index seit Juni 2014 insgesamt um etwa 15 Prozent gefallen, wobei die Ölexporteure besonders stark nachgaben. „Das ist problematisch, weil diese Länder ihre zum Teil erheblichen Auslandsschulden dadurch nicht mehr so leicht bedienen können. Die Zentralbanken stehen also vor einem Dilemma, und die Versuchung, die Währungsschwankungen durch eine Verknappung der inländischen Liquidität abzufedern oder dies zumindest zu versuchen, ist groß. Allerdings leidet in diesem Fall die heimische Wirtschaft“, erklärt der Experte.

Ölimportierende Schwellenländer profitieren stärker als Industriestaaten
Die Hauptprofiteure des Ölpreisrückgangs hingegen sind ölimportierende Länder wie China, Indien, Indonesien und die Türkei. „Die Importeure unter den Schwellenländern profitieren stärker als ihre Pendants unter den Industriestaaten, weil die Produktion in diesen Ländern deutlich energieintensiver ist“, betont Mann. Das zeigt der Anteil des Ölverbrauchs am Bruttoinlandsprodukt: In den USA liegt er bei 3,8 Prozent, in China bei 5,4 Prozent und in Indien bei 7,5 Prozent. Der reale Einkommenseffekt des Vermögenstransfers stimuliert den Konsum und die Investitionen, und die Verbesserung der Terms of Trade lässt die Leistungsbilanzsalden schrumpfen, während einige der Importeure dank der rückläufigen Gesamtinflation ihre Geldpolitik lockern konnten. Entsprechend haben sich diese Länder im Zuge des sinkenden Ölpreises überdurchschnittlich gut entwickelt.

Angebotseffekte überlagern steigende Öl-Nachfrage
Die hohen Angebotsmengen und die schwächere Nachfrage während der Sommermonate ließen den Kurs von Brent-Rohöl, das im Juni zuletzt 122 US-Dollar pro Barrel erreicht hatte, bis Ende Oktober auf etwa 90 US-Dollar/Barrel fallen. Als sich dann im November abzeichnete, dass Saudi-Arabien seine Produktion nicht wie bisher preisabhängig gestalten würde, antizipierten die Marktteilnehmer eine fundamentale Verschiebung im künftigen Angebots- und Preisgefüge, und die Kurse brachen bis Januar auf 50 US-Dollar/Barrel ein. Zwar stieg die Ölnachfrage im vierten Quartal wegen des chinesischen und indischen Bedarfs sowie des höheren Dieselverbrauchs in China, aber die Angebotseffekte waren stärker.

Ölpreis könnte sich bei 80 US-Dollar/Barrel einpendeln, vorerst dominieren Abwärtsrisiken
Anfang des Jahres erholten sich die Preise angesichts der sinkenden Zahl der Bohranlagen und Investitionskürzungen in den USA ein wenig und bewegen sich seitdem in einem Korridor zwischen 53 und 63 US-Dollar pro Barrel. „Die längerfristigen Forward-Kurse, ein gutes Indiz für die tatsächlichen Bedürfnisse der Industrie, signalisieren ein mögliches Gleichgewicht bei 80 US-Dollar pro Barrel. Bis auf weiteres allerdings dominieren die Abwärtsrisiken“, erwartet Mann.

Für das kurzfristige Ölangebot sind zwei Faktoren maßgeblich:
1) Zwar sind die Bohranlagen zahlenmäßig rückläufig, aber dafür ist die Produktivität sukzessive gestiegen, und in den USA wird kontinuierlich mehr produziert. Die Produktivität bestehender Bohrlöcher hat sich verbessert, außerdem dürfte im Jahr 2015 die Zahl der Baustopps für noch nicht fertiggestellte, vergleichsweise unproduktive Förderanlagen steigen. Entsprechend nimmt die Produktion stärker zu, als rein zahlenmäßig zu vermuten wäre. Den Saudis ging es zumindest teilweise darum, Druck auf die hoch verschuldeten Schieferölproduzenten auszuüben und einige dieser Firmen, die höhere Gewinnschwellen haben, in den Konkurs zu treiben. Allerdings können die US-Produzenten die Produktion flexibel erhöhen, wenn der Ölpreis steigt. Und die stark gehebelten Schieferölfirmen besitzen in den USA hochwertige Anlagen. Selbst wenn die niedrigen Preise also den einen oder anderen in den Konkurs treiben, werden die großen, finanzstarken Firmen diese Anlagen aufkaufen und die Produktion geht weiter.

2) Da der Preis für die Lieferung in sechs Monaten höher ist als der Kassakurs, haben die Produzenten bislang Öl vom Markt zurückgehalten. Die US-Rohöl-Lagerbestände steigen aktuell um etwa zehn Millionen Barrel pro Woche und damit so schnell wie zuletzt im August 1982. Die Lagerbestände in Cushing sind jetzt zu 85 Prozent gefüllt. Je stärker die Lagerhaltungskosten steigen, desto stärker nimmt auch das Angebot im Kassamarkt zu. Zudem sollten die in Ägypten, dem Iran, Malaysia, Indien und Indonesien im Zuge der sinkenden Preise beschlossenen Kürzungen der Kraftstoffsubventionen eine Erholung der Ölnachfrage dieses Jahr dämpfen. All diese Faktoren erhöhen das Risiko weiter fallender Ölpreise.

Aufhebung von Sanktionen gegen Iran könnte Angebot weiter steigen lassen
Wie sich das Angebotsgefüge künftig entwickelt, hängt nicht zuletzt von der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran ab. Wird eine endgültige Vereinbarung mit der P5+1-Gruppe erreicht, könnten die iranischen Exporte um etwa eine Millionen Barrel pro Tag steigen, allerdings wegen des Investitionsstaus im Iran vermutlich nicht vor 2016. Dieser Anstieg und der Export der 30 Millionen Barrel, die der Iran in schwimmenden Lagern vorhält, sollten das weltweite Überangebot erhöhen, wenn die Vereinbarung unterzeichnet wird.

Andere Faktoren könnten den Ölpreis steigen lassen. Zu nennen wären hier ein Scheitern der genannten Verhandlungen, vor allem aber drohende Angebotsunterbrechungen durch geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten und besonders eine Eskalation im Jemen, die die großen Ölproduzenten in Mitleidenschaft zieht. Auch ein deutlich stärkeres globales Wachstum, expansivere Geldpolitik, ein positiver Angebotsschock in China oder eine steigende saisonale Ölnachfrage, wenn die Raffinerien ihre Wartungen abgeschlossen haben, könnten in den kommenden Monaten unter Umständen den Druck auf den Ölpreis dämpfen.

Über F&C Investments
F&C ist ein diversifizierter Asset Manager. Das Unternehmen verwaltet Kapital für Versicherungen, Institutionelle Investoren, Finanzintermediäre und Privatkunden. F&C investiert in allen wichtigen Anlageklassen – Aktien, festverzinsliche Papiere und Sachwerte – und verfügt über spezialisierte Expertise in den Bereichen Asset Allocation, Alternative Anlagen, Liability-Driven-Investment- und Multi-Manager-Strategien, Private Equity sowie verantwortliches Investment nach ESG-Kriterien (ESG = Environmental/Umwelt, Soziales und Governance). Zur F&C-Gruppe gehört F&C REIT, ein globaler Immobilienmanager.

F&C hat eine starke Stellung im europäischen und britischen Markt mit Assets under Management von rund 106 Milliarden Euro (Stand: 30. Juni 2014). F&C blickt auf eine rund 150-jährige Geschichte zurück und hat seine Wurzeln in der Gründung des Foreign & Colonial Investment Trusts im Jahr 1868. F&C ist Teil von Bank of Montreal (BMO) Global Asset Management, einem globalen Vermögensverwalter mit mehr als 230 Milliarden Euro Assets under Management. BMO Global Asset Management ist eine Tochter der BMO Financial Group (NYSE: BMO), einem breit diversifizierten Finanzdienstleister mit einer Bilanzsumme von rund 468 Milliarden Euro und 47.000 Mitarbeitern (Stand: 31. Oktober 2014).

Kontakt
ergo Kommunikation
Klaus Spanke
klaus.spanke@ergo-komm.de
Tel: +49 (0) 221 91 28 87 28

F&C Investments
Richard Janes
Director Communications
richard.janes@fandc.com
Tel.: +44 (0) 20 7011 4298

AXA IM aktuell: Steigende US-Zinsen vermutlich kein Problem für Wachstumsaktien

Die US-amerikanische Wirtschaft befindet sich auf dem Zenit. Niedrige Energiepreise und hohes Verbrauchervertrauen deuten auf weiteres Wachstum hin, erklärt Dan Harlow, Co-Fondsmanager des AXA Framlington American Growth Fonds.

Während die Weltwirtschaft nach wie vor nicht richtig in Fahrt kommt, signalisieren verschiedene Frühindikatoren, dass die Wirtschaft der USA die Mitte des Zyklus erreicht hat und die inländischen Gewinne weiter steigen. „Die Unternehmen suchen neue Mitarbeiter, und ihre Investitionspläne sind nicht zuletzt dank der niedrigen Finanzierungskosten vielversprechend“, erklärt Dan Harlow, Co-Fondsmanager des AXA Framlington American Growth Fonds. „Verbrauchervertrauen und Geschäftsklima steigen nach wie vor, und die Arbeitslosenquote liegt unter 6 Prozent. Bereiche wie etwa Anlageinvestitionen und Investitionen im Wohnungsmarkt liegen immer noch deutlich unter ihren historischen Trends, sodass gute Chancen auf solides Wachstum bestehen.“

Die jüngste Berichtssaison sei überwiegend positiv verlaufen, wobei die Gewinne und Umsätze erwartungsgemäß auf den Wechselkurs und die niedrigeren Öl- und Gaspreise reagiert hätten. „Diese Effekte waren vielfach so stark, dass der positive Einfluss der sich verbessernden US-Konjunktur ganz in Vergessenheit geraten ist“, so Harlow. Angesichts der hohen Bedeutung von Öl für die Volkswirtschaft beeinflussten Ölpreisveränderungen die Unternehmensgewinne nämlich stark – vor allem im Energiesektor selbst. So seien die Gewinne des Sektors zum Stichtag Ende September 2014 noch um 3 Prozent gestiegen. Im ersten Quartal 2015 dagegen seien sie um 64 Prozent gefallen. Nach Angaben des Finanzdatenanbieters Factset hat dieser Rückgang in einem Sektor, der etwa 8 Prozent des S&P 500 ausmacht, auch die Gewinnprognosen für das erste Quartal dieses Jahres insgesamt in den Minusbereich gedrückt. Damit sind die Quartalsgewinne zum ersten Mal seit über zwei Jahren gesunken. Harlow bleibt dennoch optimistisch: „Letztendlich sind das nur kleine Schönheitsfehler, die nicht darüber hinwegtäuschen sollten, dass sich hochwertige Unternehmen mit einer starken Konzentration auf die heimische Wirtschaft operativ gut entwickeln und sich entsprechend optimistisch äußern.“

Dieser Trend werde auch vom wiedererwachten US-Verbrauchervertrauen getragen, das ein Achtjahreshoch erreicht hat, zuletzt auch dank der niedrigeren Ölpreise.  Diese beiden Faktoren könnten sich künftig auf zyklische Konsumgüter auswirken. So kostet Benzin derzeit etwa 2,42 US-Dollar pro Gallone, das war zuletzt im April 2009 der Fall, was bei einem jährlichen US-Gasverbrauch von ungefähr 400 Milliarden US-Dollar nach Angaben von Wells Fargo eine Ersparnis von 90 Milliarden US-Dollar oder 600 US-Dollar pro Haushalt bedeutet. Da die Ausgaben für Gas etwa 5 Prozent der US-Verbraucherausgaben ausmachen, sind die effektiven Einsparungen beachtlich.


Leitzinserhöhung in nächster Zeit ist wahrscheinlich

Angesichts dieser konjunkturellen Erholung gehen immer mehr Beobachter davon aus, dass demnächst die Leitzinsen erhöht werden. „Verständlicherweise reagierten die Anleger aus Angst vor den Auswirkungen künftiger US-Zinserhöhungen nervös“, erläutert Fondsmanager Harlow. „Aber wenn es soweit ist, muss die US-Notenbank wahrscheinlich nicht besonders aggressiv an der Zinsschraube drehen. Und im Übrigen korrigiert sie dann auch lediglich die aktuell künstlich niedrigen Zinsen auf ein normales Niveau.“ 

Zinssensitive Aktien hätten dennoch auf die steigende Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung reagiert, erklärt Harlow: „Es ist bezeichnend, dass sich die als Anleihenersatz genutzten Aktien, also defensive Dividendentitel oder entsprechende Fonds, nach zwei guten Jahren zuletzt unterdurchschnittlich entwickelten.“ So habe das Versorgersegment im S&P 500 gegenüber seinem Höchststand im Januar 2015 fast 10 Prozent eingebüßt. Für Wachstumstitel seien die Rahmenbedingungen dennoch positiv: „Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, unterscheidet sich dieser Zyklus in unseren Augen von früheren Zyklen, und so bringt die Zinsentwicklung vermutlich keine Beeinträchtigung für Wachstumsinvestoren“, so Harlow.

Strong performance of US and Europe

ifund outperformance index: this index series which has been launched by ifund shows what percentage of managers has exceeded its benchmark over a rolling 12-month period. The monthly updated index series helps investors in their decision of choosing active versus passive products.

Manager-Meetings: a summary of insights from our most relevant meetings with fund managers.

Please take a look at the PDF with detailled informations you find in the left menu.

Zusammenarbeit Griechenlands sorgt für optimistischere Stimmung

Die Q1 Wachstums- und Kreditvergabedaten Chinas werden diese Woche im Mittelpunkt der Märkte stehen. Jegliche Anzeichen von Schwäche würden Spekulationen schüren, dass die chinesischen Behörden weitere Konjunkturmaßnahmen ergreifen, um das kürzlich ausgegebene Wirtschaftswachstumsziel von 7% zu erreichen. Inflationsdaten in Europa und den USA werden Hinweise auf die anhaltend deflationären Auswirkungen der niedrigen Energiepreise geben. Insbesondere wird die US-Verbraucherpreisinflation auf Anzeichen einer Erholung oberhalb der 0% des Vormonats beobachtet werden, da diese eine Schlüsselkomponente bei der Entscheidung über etwaige straffere geldpolitische Maßnahmen der Federal Reserve darstellen.

Rohstoffe
Die Rohölpreise schwanken aufgrund widersprüchlicher Signale. Der Preis für US-Rohöl endete die volatile Handelswoche 3,4% im Plus. Die Ölpreise stiegen zunächst zu Beginn der Woche 9,6% aufgrund von Berichten, dass Saudi-Arabien die Ölpreise für asiatische Verbraucher erhöht hätten, was als Anzeichen einer sich erholenden Nachfrage interpretiert wurde. Dies wurde von dem monatlichen Bericht der Energy Information Administration’s (EIA) unterstützt, da dieser für das laufende Jahr ein um eine Million Barrel anwachsenden weltweiten Ölverbrauch erwartet. Mit $72 Mio Ausflüssen folgten die größten Gewinnmitnahmen der Öl-ETP-Investoren seit 2010. Netto-Long-Positionen im Futuresmarkt hingegen erreichten den höchsten Stand seit August 2014. Nachdem ein Bericht aufzeigte, dass die US-Rohöllagerbestände den größten Zuwachs binnen 14 Jahren verbuchten, brachen die WTI-Preis binnen eines Tages um 6,6% ein.
Industriemetalle profitierten davon, dass chinesische Behörden die Tarife für Finanzierungsvereinbarungen herab gesetzt haben. Diese Entscheidung wurde als Versuch interpretiert, die Wirtschaftstätigkeit zu unterstützen, woraufhin Blei um 4,3% anstieg. Die Nettomittelzuflüsse in Industriemetall-ETPs in den letzten 5 Wochen belaufen sich auf über $85 Mio.

Aktien
Europäische Aktien steigen nach Griechenland’s Rückzahlung. Am Donnerstag hatte Griechenland einen €450 Millionen Aushilfskredit an den Internationalen Währungsfonds (IMF) zurückgezahlt, was an europäischen Aktienmärkten für bullische Impulse sorgte. Der FTSE MIB und der deutsche Leitindex DAX 30 stiegen infolgedessen um 2,7% und 1,7%. Die Rückzahlung beruhigte die Sorgen vieler Anleger, dass die starke Spannung zwischen den Finanzministern aus Griechenland und Europa eskalieren könnte. Die neu gewählte Linkspartei Syriza hatte sich kompromisslos gegen einen weiteren Sparkurs in Griechenland gestellt und hält an diesem Parteiversprechen gegenüber dem Volk fest. Der FTSE 100 stieg um 2,7% diese Woche. Rohöl der Sorte Brent legte um 2,9% zu und sorgte für bullische Impulse bei Öl und Gas Aktien, welche 14,3% des FTSE 100 ausmachen.

Währungen
Die australische Zentralbank überrascht die Märkte. Die Reserve Bank of Australia (RBA) schockiert die Märkte indem sie den Leitzins unverändert bei 2,25% hält. Ein Großteil der Wirtschaftsanalysten hatte prognostiziert, dass die RBA die Zinsen hinsichtlich des schwachen Wirtschaftswachstums senkt und damit neue Dynamik in Unternehmensinvestitionen bringt. Die unerwartete Entscheidung der RBA lies den Australischen Dollar um 3,7% gegenüber dem Euro und 2,5% zum britischen Pfund steigen. Der Neuseeland Dollar behauptete sich ebenfalls sehr positiv nach der stärksten Veröffentlichung des Australian Construction Index seit fünf Monaten. Im Anschluss der Wirtschaftsdaten betonte der neuseeländische Premierminister John Key die Wichtigkeit der australischen Wirtschaft für Neuseeland und unterstrich damit nochmals ausdrücklich die positiven Wirtschaftsdaten diese Woche. Das Währungspaar NZD/EUR notierte am Freitag 2,7% im Plus.

AXA IM Zitat der Woche: Frühlingsgefühle an den Finanzmärkten

Das erste Quartal ist vorbei. Anleihen haben einmal mehr eine positive Wertentwicklung verzeichnet. Die US-Notenbank Federal Reserve hat immer noch nicht die Zinsen angehoben, Griechenland ist nach wie vor Mitglied der Eurozone, und Russland bleibt in der internationalen Gemeinschaft vorerst isoliert. Alles wie immer also? Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers, sieht zumindest Veränderungen am Horizont: „Das zweite Quartal könnte uns einige spannende Entwicklungen bescheren – die Wahlen in Großbritannien, Klarheit über den weiteren Kurs der US-Geldpolitik, überraschend hohe Inflationsraten. Aber fürs Erste befinden sich die Märkte noch im Wartemodus. Also genießen Sie den Frühling.“

Für den Experten deutet insbesondere die gute Performance inflationsindexierter Anleihen seit Jahresbeginn darauf hin, dass bei den Inflationsraten inzwischen der Tiefpunkt erreicht sein könnte. Mit europäischen Inflations-Linkern hätten Investoren bisher ein Plus von 5,9 Prozent erzielt – mehr als mit dem S&P 500, mit Bundesanleihen oder mit europäischen High Yield Bonds. „Die Europäische Zentralbank kann im Rahmen ihres Quantitative Easing auch inflationsindexierte Anleihen ankaufen. Und inzwischen macht sich der Eindruck breit, die EZB könnte tatsächlich Erfolg haben mit ihrem Versuch, die Inflationserwartungen nach unten abzusichern“, erläutert Iggo. „Dadurch hat sich ein günstiges Umfeld für die Anlageklasse entwickelt.“

Wie die Märkte das Ergebnis der britischen Unterhauswahl am 7. Mai dieses Jahres aufnehmen werden, bleibt vorerst der Spekulation überlassen. „Es fällt schwer sich ein wirklich finanzmarktfreundliches Ergebnis der Wahlen vorzustellen“, so Iggo. „Aber ein relativ knappes Ergebnis, bei dem keine Partei die absolute Mehrheit erreicht, könnte das wahrscheinlichste Szenario sein. In diesem Fall sollten die Wahlen keinen großen Einfluss auf die Zinssätze oder den Wechselkurs des Pfundes haben.“ Dafür seien die Inflationserwartungen und die Reaktion der Bank of England auf diese nach wie vor wichtiger als der Wettbewerb um Downing Street No. 10. Bisher jedenfalls blickten die Investoren den Wahlen recht gelassen entgegen.

Ähnlich entspannt scheint derzeit auch das Verhältnis der Märkte zur Unsicherheit um den Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung in den USA zu sein, wie Iggo bemerkt hat: „Die Aktienvolatilität liegt deutlich unter dem Niveau zu Anfang des Jahres, und die Volatilität auf dem Anleihemarkt sinkt ebenfalls wieder. Dies könnte natürlich die Ruhe vor dem Sturm sein – und der Sturm wäre dann die erste Zinserhöhung.“ Doch der Zeitplan dafür sei nach wie vor unklar, denn die Protokolle der Fed-Sitzung vom 18. März zeigten lediglich eine vorsichtige Präferenz für einen Zinsschritt im Juni.

Wie also sollten Anleger sich bis dahin positionieren? Iggo vertritt eine klare Einschätzung: „Wir bevorzugen immer noch High Yield Bonds und weniger liquide Zinsinstrumente, denn diese bieten derzeit einen recht attraktiven Renditeaufschlag.“

GAM Marktkommentar: Im Technologiesektor auf Wachstumswerte setzen

Im Technologiesektor rücken Aktien schnell wachsender Unternehmen wieder zunehmend in den Fokus der Investoren. Das beobachtet Mark Hawtin, Fondsmanager des GAM Star Technology. „Wir stehen am Anfang einer Rotation von Substanz- zu Wachstumstiteln. Die Hausse der etablierten Player neigt sich dem Ende zu“, erklärt er. Das vierte Quartal 2014 sei das erste innerhalb der letzten vier gewesen, in dem die Kurse von Growth-Titeln sehr positiv auf die guten Gewinnzahlen reagiert hätten. Dagegen hätten sich die Kurse von etablierten Unternehmen nach eher schlechten Ergebnissen schwach entwickelt. „Wenn sich dieser Trend auch in der Berichtssaison für das erste Quartal 2015 fortsetzt, können Investoren bei entsprechenden Wachstumswerten mit zweistelligen Kursgewinnen rechnen“, erwartet Hawtin. 

Bei Google, Facebook und LinkedIn überstiegen die jährlichen Wachstumsraten der Unternehmensgewinne noch immer die Kurs-Gewinn-Verhältnisse. „Das sind ungewöhnlich günstige Bewertungen für Growth-Titel, und deshalb sehen wir auch bei einigen der sehr großen Titel noch Aufwärtspotenzial“, analysiert Hawtin. Die Rally von Apple dürfte dagegen bald zu Ende gehen, denn durch den schnellen Wechsel vieler Kunden zur neuen iPhone-Generation im vergangenen Jahr habe das Unternehmen den entscheidenden Umsatzschub nun bereits hinter sich. Die Apple Watch hingegen dürfte in den Augen des Fondsmanagers weniger erfolgreich werden als erhofft.

„Attraktiver als die Produkte für Endverbraucher sind aus Investorensicht die Technologiezulieferer im Hintergrund“, so Hawtin, der derzeit auf Chiphersteller wie InvenSense, ARM und Ambarella setzt. Als einziger Anbieter von Videochips, die hohe Rechenleistung mit niedrigem Energieverbrauch verbinden, dominiere Ambarella seinen Markt. „Derzeit treiben Ambarellas Lösungen zum Beispiel die GoPro-Kamera an. In Zukunft dürften sich im Bereich von Sicherheitskameras und autonomem Fahren enorme Möglichkeiten eröffnen“, schätzt er.

Goldman Sachs Asset Management – Macro Insights: Transatlantisches Spannungsfeld

In den aktuellen „Macro Insights“ diskutieren die Experten von Goldman Sachs Asset Management (GSAM), auf welchen makroökonomischen Bedingungen die derzeitige Präferenz für Aktien und den US-Dollar basiert. Zudem wird beleuchtet, welche Rolle dabei eine historische Betrachtung früherer geldpolitischer Zyklen in den USA spielt.


Im März 2015 hat die US-Notenbank offiziell entschieden, bei der Normalisierung ihrer Geldpolitik nicht mehr „geduldig“ zu sein. Zeitgleich hat die Europäische Zentralbank die erste Runde von Staatsanleihenkäufen im Rahmen ihres quantitativen Lockerungsprogramms eingeläutet. Da die Notenbanken der beiden größten Volkswirtschaften nun in entgegengesetzte Richtungen marschieren, könnte dies unterschiedliche Auswirkungen auf die Märkte dies- und jenseits des Atlantiks haben.

Die gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des anstehenden Zinserhöhungszyklus unterscheiden sich nicht wesentlich von ihren Vorgängern. Arbeitslosenzahlen, Unternehmensgewinne und sogar die Kreditrisikoaufschläge – sie alle decken sich weitgehend mit früheren Zyklen. Auch die divergierende globale Zinsentwicklung ist insofern nicht untypisch, als sich die deutschen Zinsen schon häufig unabhängig von ihren US-Pendants entwickelt haben oder ihnen hinterhergelaufen sind. Allerdings ist unser Anleihe-Team bei Goldman Sachs Asset Management überzeugt, dass die globalen Makro- und Markttreiber derzeit höchstwahrscheinlich einen größeren Einfluss auf US-Vermögenswerte ausüben als in bisherigen Zyklen und sich die vollen Auswirkungen der geldpolitischen Divergenz erst noch zeigen werden. Trotzdem liefert der Blick zurück relativ gute Anhaltspunkte für die Zukunft. Vor diesem Hintergrund rechnen wir ab der zweiten Jahreshälfte 2015 mit Zinserhöhungen der Fed. Zudem erwarten wir eine gewisse Volatilität aufgrund der Unsicherheit, die bis dahin an den Märkten herrschen dürfte.

Im Mittelpunkt unserer Asset-Allokation steht die Übergewichtung von Industrieländeraktien und dem US-Dollar. Unsere Positionierung bleibt bullish, was uns erlaubt, starke Kursbewegungen für taktische Umschichtungen zu nutzen. Da die Märkte das positivere Konjunkturumfeld zunehmend einpreisen, bevorzugen wir Aktien gegenüber Anleihen und vor allem gegenüber Währungen. Rohstoffe wirken nach wie vor korrekturanfällig und die Dollar-Stärke hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.

Das weltweite Produktionswachstum dürfte sich in einem niedrigen, aber letztendlich wieder günstigen Inflationsumfeld weiter beschleunigen. Für diese These sprechen derzeit der spürbare Anstieg des globalen Einkaufsmanagerindex, das anziehende Kreditwachstum sowie die leicht positiven Inflationserwartungen in Europa und Japan. US-Unternehmensanleihen sind bei uns gegenwärtig leicht übergewichtet und US-Staatsanleihen untergewichtet. Trotz der damit verbundenen Unsicherheit spiegelt eine Zinserhöhung letzten Endes nur das Vertrauen der Fed in die zugrunde liegende Konjunkturdynamik wider. Unter dem Strich sollte sich dies für viele Anlageklassen als positiv erweisen.

In der Eurozone sind wir vorsichtig gegenüber Peripherie-Staatsanleihen und entsprechend taktisch positioniert. Dabei haben wir gemäß unserer Relative-Value-Einschätzung Spanien und Italien leicht übergewichtet. Wir glauben, dass Aktien bei der Positionierung für den Aufschwung in der Eurozone in einem Umfeld massiver geldpolitischer Stimuli ein größeres Ertragspotenzial bieten als Anleihen. Die Gewinne steigen und im zweiten Quartal in Folge gibt es mehr Unternehmen, die ihre Gewinnerwartungen übertreffen anstatt enttäuschen. Inzwischen beurteilen wir auch Finanzwerte positiver – u.a. bedingt durch die günstigeren Finanzierungskosten für Banken in den Peripherieländern. Außerdem überzeugen uns Unternehmen, die von der Euro-Schwäche und der starken Nachfrage im US-Konsumgütermarkt profitieren.   

Der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone über 2015 hinaus stehen wir allerdings nach wie vor skeptisch gegenüber. Die Dynamik könnte an Schwung verlieren, wenn der temporäre Effekt niedrigerer Ölpreise und eines schwachen Euros nachlässt. Wir glauben daher, dass das Wachstum 2016 wieder leicht auf 1,2 Prozent sinken wird. Die schwache Inflation ist aufgrund der schlechten demografischen Entwicklung und des mäßigen Lohnwachstums eine langfristige Herausforderung. Sie dürfte vor dem vorläufigen Ende des quantitativen Lockerungsprogramms im September 2016 kaum die Marke von 1 Prozent erreichen – geschweige denn das Ziel von knapp unter 2 Prozent.


Die vollständigen „GSAM Macro Insights“ auf Englisch können Sie dem Anhang links entnehmen.

UBS informiert: Die Skepsis der Anleger steigt

Frankfurt, 09. April 2015 – Die Anleger sind zuletzt skeptischer geworden. Dies zeigt der UBS Sentiment Index, der die Risikobereitschaft der Käufer von UBS Discount-Zertifikaten auf den DAX misst. Im März notierte der durchschnittliche Cap der gewählten Papiere 15,44 Prozent unter dem jeweils aktuellen Niveau des deutschen Leitindex. Im Vergleich zum Vormonat hat sich die Anlegerstimmung damit deutlich verschlechtert. Im Februar hatte der Durchschnittscap nur 7,53 Prozent unter dem DAX gelegen.

Der UBS Investor Sentiment Index misst die Höhe der Caps, die Anleger beim Kauf von UBS Discount-Zertifikaten auf den DAX gewählt haben, und vergleicht diese Werte mit dem jeweiligen Stand des deutschen Aktienindex. Erreicht der DAX am Laufzeitende den Cap oder liegt sogar darüber, erzielen die Inhaber der Discount-Zertifikate die maximal mögliche Rendite. Liegt der Cap weit unterhalb des DAX, zeigt dies, dass Anleger größere Kursrückgänge erwarten. Die Höhe des gewählten Caps ist daher ein Indikator für den Optimismus beziehungsweise Pessimismus der Anleger. Der UBS Investor Sentiment Index spiegelt also die Risikobereitschaft der Anleger wider.

Im Verlauf des März sind Anleger immer vorsichtiger geworden. So lag der durchschnittliche Cap am Anfang des Monats 11,65 Prozent, zur Monatsmitte 14,92 Prozent und zum Monatsende sogar 19,83 Prozent unter dem DAX-Stand. Der durchschnittliche Cap der vergangenen zwölf Monate notierte Ende März 13,06 Prozent unter dem DAX. Der aktuelle Abstand von 15,44 Prozent zeigt also einen überdurchschnittlich hohen Pessimismus an.

Ein Blick auf die historische DAX-Entwicklung zeigt, dass der deutsche Leitindex in der ersten Märzhälfte deutlich nach oben kletterte und anschließend bis zum Monatsende stagnierte. Die schon seit Monaten anhaltende Kursrallye könnte ein Grund für die wachsende Vorsicht der Investoren gewesen sein. „Selbst die zuversichtlichsten Anleger wissen, dass der Aufwärtstrend irgendwann abebben wird. Kurskorrekturen sind nach den jüngsten Rekordständen nicht auszuschließen“, sagt Steffen Kapraun, Zertifikate-Experte bei UBS. „Auch wenn Anleger im Vergleich zum Vormonat den Sicherheitspuffer der Papiere verdoppelt haben, muss man nicht gleich davon ausgehen, dass von nun an die Skepsis regiert. Schließlich war die Börsenstimmung im Februar überdurchschnittlich optimistisch.“

Fidelity-Analystenumfrage: In Japan ist das Vertrauen in die Geschäftsentwicklung weltweit am stärksten gestiegen

Bei japanischen Unternehmen hat das Vertrauen in die Geschäftsentwicklung in den vergangenen 12 Monaten weltweit am stärksten zugenommen. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Umfrage „A Micro View on Macro Divergence“ von Fidelity Worldwide Investment, an der insgesamt 159 Aktien- und Anleiheanalysten der Fondsgesellschaft teilgenommen haben. Die Umfrage basiert auf Gesprächen der Analysten mit Entscheidungsträgern von Unternehmen. Die Investmentexperten von Fidelity besuchen jedes Jahr rund 17.000 Unternehmensmeetings.

Insgesamt geben 30 Prozent der befragten Analysten an, dass die von ihnen untersuchten Firmen aktuell höheres Vertrauen in die Geschäftsentwicklung haben als vor 12 Monaten. Im Vorjahr waren es 43 Prozent. Der „Fidelity Global Sentiment Index“ fiel leicht von 6,4 Punkten im Jahr 2014 auf aktuell 5,7 Punkte. Der Index setzt sich aus fünf Einzelindizes zusammen: dem Vertrauen in die Geschäftsentwicklung, den geplanten Kapitalinvestitionen eines Unternehmens, der erwarteten Rendite, der Bilanzstärke und der Dividendenpolitik. Die Antworten werden auf einer Skala von 1-10 mit 10 als positivstem Wert dargestellt und basierend auf der Marktkapitalisierung des jeweiligen Sektors aggregiert.

„Abenomics“ beflügelt Optimismus der japanischen Manager

Mit einem „Global Sentiment Index“ von 7,1 Punkten führt Japan das Ranking der Regionen an, vor Europa (5,8 Punkte) und den USA (5,6 Punkte). „Die Tatsache, dass Japan als stärkste Region eingeschätzt wird, überrascht. Es scheint, dass die von Premierminister Abe angestoßenen Reformen nun ihre Wirkung entfalten und in der Realwirtschaft angekommen sind“, sagt Henk-Jan Rikkerink, Leiter Aktienresearch von Fidelity. „Aber auch in Europa überwiegt der verhaltene Optimismus durch die starken Fundamentaldaten der Unternehmen, niedrigere Ölpreise und den billigeren Euro. In den USA bescheinigen die Analysten den Unternehmen insgesamt eine stabile Lage.“ (siehe Infografik 1).

Konkret gibt jeder zweite Japan-Analyst (50 Prozent) an, das Vertrauen in die Geschäftsentwicklung sei bei den von ihnen untersuchten Firmen in den vergangenen 12 Monaten gestiegen – deutlich mehr als in den USA (37 Prozent) und Europa (29 Prozent). Führend ist Japan auch bei den geplanten Kapitalinvestitionen: 80 Prozent der Japan-Analysten erwarten gleichbleibende oder leicht erhöhte Kapitalinvestitionen (USA: 74 Prozent, Europa: 64 Prozent). Auch bei der erwarteten Kapitalrendite sind die Analysten optimistisch: Drei von vier Analysten (75 Prozent) gehen von einer steigenden Kapitalrendite der Unternehmen aus. In Europa sind es nur 36 Prozent, in den USA geht nur jeder vierte Analyst von einer höheren Rendite aus (23 Prozent).

Ähnlich positiv sieht es für Japan bei der Bilanzstärke aus: 70 Prozent der Japan-Analysten bescheinigen den von ihnen untersuchten Unternehmen gesündere Unternehmensbilanzen gegenüber dem Vorjahr, etwas mehr als in Europa (67 Prozent). In den USA sieht das nur jeder zweite Analyst (50 Prozent) so. „Bei diesen starken Unternehmensbilanzen erwarten die Analysten auch steigende Dividendenzahlungen. Drei von vier befragten Analysten gehen davon aus, dass die japanischen Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten ihre Ausschüttungen erhöhen werden“, so Rikkerink. Demgegenüber erwarten 47 Prozent der Analysten erhöhte Dividenden in den USA und 31 Prozent in Europa.

57 Prozent der Analysten erwarten weniger Kapitalinvestitionen in China

Verhaltener ist dagegen der Ausblick für die Schwellenländer. Zwar geben immerhin 32 Prozent der Analysten an, dass das Vertrauen der Manager in die Geschäftsentwicklung in China zugenommen habe, gleichzeitig rechnen 69 Prozent mit rückläufigen Kapitalrenditen. Mehr als jeder zweite Analyst (57 Prozent) geht darüber hinaus von stark oder moderat rückläufigen Kapitalinvestitionen aus. Der „Global Sentiment Score“ für China liegt deshalb nur bei 4,4 Punkten.

„Insgesamt überwiegt die Vorsicht für China. Ein Grund dafür ist insbesondere das langsamere Wirtschaftswachstum. Aber auch Kreditrisiken, der sich abkühlende Immobilienmarkt und die Sorge vor einer möglichen Deflation wirken sich negativ aus“, kommentiert Rikkerink. Eine systemische Krise sei in diesem Jahr allerdings unwahrscheinlich, da die chinesische Regierung die Kreditnehmer und -geber kontrolliere. Zudem konzentriere sich ein Großteil der Kreditaktivitäten der führenden Banken noch auf staatliche Unternehmen. „Ein Lichtblick ist allerdings, dass China für ertragsorientierte Anleger noch gute Chancen bietet“, so Rikkerink. Mehr als 80 Prozent der China-Analysten erwarten, dass die Dividenden in diesem Jahr stabil bleiben.

Mit einem „Global Sentiment Score“ von 4,3 Punkten bilden die Regionen EMEA (Eastern Europe, Middle East and Africa) und Lateinamerika die Schlusslichter im Regionen-Ranking. So geben 59 Prozent der Analysten an, das Managementvertrauen der von ihnen untersuchten Unternehmen habe sich hier stark oder sehr stark verschlechtert. Die Hälfte der Analysten (50 Prozent) bescheinigt den Unternehmen in den nächsten 12 Monaten geringere Kapitalinvestitionen. Dies dürfte insbesondere auf die Schwächung vieler Energieunternehmen durch den Ölpreissturz zurückzuführen sein. Darüber hinaus erhöht der starke Dollar die Finanzierungskosten in der Region.

Healthcare ist die mit Abstand bevorzugte Branche

Die Analystenumfrage zeigt nicht nur, dass die Differenzierung bei den Regionen zugenommen hat, auch bei den Sektoren werden die Unterschiede zwischen Gewinnern und Verlierern größer. Die innovations- und wissensintensiven Branchen ziehen an anderen Sektoren vorbei. Das spiegelt sich deutlich im Ranking der Sektoren wider: Mit einem „Global Sentiment Score“ von 6,8 Punkten liegt der Gesundheitssektor an der Spitze. 60 Prozent der Healthcare-Analysten stellen eine erhöhte Zuversicht der Unternehmen fest, ebenso viele erwarten steigende Renditen. Jeder zweite Analyst rechnet zudem mit steigenden Dividendenzahlungen. Von abnehmenden Ausschüttungen geht niemand aus.

Dazu Rikkerink: „Die positiven Aussichten für den Healthcare-Sektor lassen sich vor allem auf den wissenschaftlichen Fortschritt in der Medizin und Forschung wie Innovationen im Bereich der Onkologie, Immun- oder Gentherapie zurückführen. Auch das Bevölkerungswachstum in den Emerging Markets und die alternde Gesellschaft in den entwickelten Ländern beflügeln den Healthcare-Boom.“

Ganz anders stellt sich das Bild für den Energiesektor dar: Mit einem „Global Sentiment Score“ von nur 2,1 Punkten rangiert er mit Abstand an letzter Stelle der analysierten Sektoren. 85 Prozent der Energie-Analysten stellen ein verschlechtertes Managementvertrauen fest, alle Befragten Analysten gehen sogar von einer Kürzung der Kapitalinvestitionen in dieser Branche aus. 92 Prozent erwarten rückläufige Kapitalrenditen. „Diese Bewertung wundert nicht, da der Energiesektor klar unter dem Ölpreisrückgang leidet“, erläutert Rikkerink (siehe Infografik 2).

Über die Fidelity-Analystenumfrage „A Micro View on Macro Divergence“

Seit 2012 führt Fidelity Worldwide Investment eine jährliche Analystenumfrage für alle Regionen und Branchen durch. Ziel der Umfrage ist es, frühzeitig veränderte Rahmenbedingungen festzustellen und damit neue Trends und Investmentmöglichkeiten aufzuspüren. Die Umfrage basiert auf zahlreichen Gesprächen der Fidelity-Analysten mit Entscheidungsträgern von Unternehmen. Im Durchschnitt finden 17.000 Unternehmensmeetings pro Jahr statt. Damit spiegelt die Umfrage die Ansichten tausender Vorstandsvorsitzender und anderer Spitzenmanager von Unternehmen aus aller Welt wider und ist Kernbestandteil des von Fidelity verfolgten Bottom-Up Investmentansatzes. An der diesjährigen Umfrage haben insgesamt 159 Aktien und Anleiheanalysten der Fondsgesellschaft teilgenommen. Die Umfrage fand im Januar 2015 statt.

Künstliche Intelligenz: Wo liegen die Herausforderungen?

Credit Suisse Investorletter. Das 21. Jahrhundert hat bereits beachtliche technologische Errungenschaften hervorgebracht. Die Fortschritte, die in den letzten Jahren hinsichtlich der Fähigkeiten in den Bereichen Prozessorentechnologie, Big Data und Datenalgorithmen sowie durch das Aufkommen der Cloud erzielt wurden, werden nach derzeitigem Stand dazu führen, dass der künstlichen Intelligenz der Schritt aus den Forschungslaboren in die wirkliche Welt gelingen wird. Wir sind der Ansicht, dass diese Entwicklung weitreichende Folgen hat, nicht nur für informationsintensive Branchen, sondern auch für Unternehmen, die hochqualifiziertes Personal benötigen.

Jeremy Howard, ein führender Experte im Bereich „maschinelles Lernen“, zeigt die bedeutenden Fortschritte bei Software für künstliche Intelligenz auf: Computer können nun lesen, zuhören, sprechen, schreiben, einzelne Bilder identifizieren und Wissen auf einem Niveau integrieren, das dem menschlichen sehr nahe kommt oder es sogar übertrifft. Während Fortschritte beim Menschen schrittweise erfolgen, steigen die Fähigkeiten beim maschinellen Lernen exponentiell an. Die jüngsten Fortschritte schaffen in zahlreichen Branchen beträchtliche Möglichkeiten, haben jedoch auch immense Auswirkungen.

In dieser Publikation geben wir eine allgemeine Definition künstlicher Intelligenz sowie eine Übersicht der jüngsten M&A-Transaktionen. Danach beleuchten wir, in welchem Stadium sich diese Technologie heute befindet, erörtern potenzielle Herausforderungen und ziehen ein abschließendes Fazit.

Den vollständigen Bericht entnehmen Sie bitte dem Anhan links.

“Start the pumps!”

The world economy will probably record a more modest increase in the first quarter of 2015 than it did in the second half of 2014. A look at the regions shows that the economic growth momentum in the industrial countries is still higher than in the emerging countries, with the US riding especially high on the wave of growth, in spite of recent signs of weakness. 

Looking at the coming months, (geo-)political disruptions, such as the unresolved conflict in Ukraine, the impending liquidity shortage in the Greek treasury and the UK general election coming up in May might create “waves of volatility”. In contrast, three drivers should be grist to the (economic) mills – although the impact these factors will have on growth prospects will probably differ by country.

Find Allianz Global Investors' Capital Markets Monthly of April 2015 attached on the left.

Enzo Puntillo: „Schwellenländeranleihen bieten auch bei einem starken US-Dollar gute Chancen"

Frankfurt, 2. April 2015 – Die Stärke des US-Dollar hält an. Doch auch angesichts der anstehenden Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank Fed bieten ausgesuchte Schwellenländerwährungen immer noch gute Chancen. Diese Meinung vertritt Enzo Puntillo, Manager des Emerging Markets Opportunities Bond Fonds. „Es gibt immer noch einige günstig bewertete Währungen von Schwellenländern, deren Volkswirtschaften weltweit wettbewerbsfähig, produktiv und hinsichtlich der Branchenausrichtung ausgewogen sind“, sagt Puntillo. „Diese Währungen dürften langfristig weiter aufwerten.“ Das Auseinanderdriften von Gelpolitik und Konjunkturzyklen zwinge Anleger allerdings zu einem differenzierten Ansatz.

Einzelne Währungen haben Aufwärtspotenzial
Nach Einschätzung des Anlageexperten erfüllt vor allem Polen die Kriterien für eine positive Währungsentwicklung, aber auch Mexiko und Indien bewegen sich in eine vielversprechende Richtung. Unter den Schwellenländern, die zu den Rohstoffexporteuren zählen, gilt Chile für den Experten als Kandidat, dessen Währung in den kommenden Monaten anziehen könnte. Dafür spreche, dass sich das Leistungsbilanzdefizit des südamerikanischen Landes wieder in Richtung der Nulllinie bewegt, nachdem sich die Konjunktur abgekühlt und der chilenische Peso in der Folge stark abgewertet hat. Eine andere Strategie sei dagegen bei den Schwellenländern in Zentraleuropa gefragt: „In etlichen zentraleuropäischen Ländern zum Beispiel boomt die Wirtschaft, nachdem diese Länder in den vergangenen Jahren ihre Schulden abgebaut und sich neu ausgerichtet haben. In dieser Region setzen wir daher schwerpunktmäßig auf Hartwährungsanleihen“, erklärt der Experte.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer driftet auseinander
Beispiele wie diese zeigten, dass Anleger den Kosmos der Schwellenländer zunehmend differenziert betrachten sollten. Viele dieser noch jungen Volkswirtschaften befänden sich in unterschiedlichen Phasen des Konjunkturzyklus. Mexiko und Indien hätten Reformen auf den Weg gebracht und so ihrer Konjunktur zusätzliche Dynamik verliehen. In anderen Volkswirtschaften dagegen verlangsamte sich das Wachstum – dazu zählen neben Chile zum Beispiel China und Südafrika – oder tendierten sogar in Richtung Rezession wie etwa Russland. Nicht immer spreche eine schwierige Wirtschaftsentwicklung gegen Anleihen aus diesen Ländern: „Grundsätzlich halten wir auch Brasilien unter den lokalen Anleihenmärkten in der aktuellen Phase für sehr attraktiv. Sowohl die nominalen als auch realen Renditen sind sehr hoch und erscheinen daher verlockend“, sagt Puntillo. Das gelte besonders, wenn man davon ausgeht, dass die brasilianische Zentralbank angesichts der derzeit schwachen Konjunkturdynamik in den kommenden zwölf Monaten die Zinsen senken dürfte. Jedoch habe Brasilien weiterhin mit Problemen zu kämpfen. Nicht nur das Leistungsbilanzdefizit sei weiterhin hoch, auch die Kreditvergabe im Privatsektor sei zum Erliegen gekommen und bereits eingeleitete Reformen schritten nicht recht voran. „Anleger, die von den günstigen Bewertungen bei Anleihebewertungen profitieren wollen, sollten daher ein Engagement im brasilianischen Real absichern“, empfiehlt er.

Divergierende Geldpolitik schafft Anlagechancen
Zudem sind viele Schwellenländer unterschiedlich anfällig für externe Negativimpulse. Dies führt auch zu einer unterschiedlichen lokalen Geldpolitik. „Gerade das schafft höchst heterogene Marktbewegungen und bietet damit Anlagechancen“, sagt Fondsmanager Puntillo und empfiehlt Anlegern einen differenzierenden Ansatz bei einem Investment in Schwellenländeranleihen zu verfolgen. „Oberstes Ziel sollte es sein, sehr flexibel und ohne Einschränkungen die besten Chancen jeweils in harter und lokaler Währung auszuwählen."

Oddo AM: QE der EZB ist gut aus den Startlöchern gekommen

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) zur quantitativen Lockerung (QE) ihrer Geldpolitik durch den Kauf von Staatsanleihen ist gut aus den Startlöchern gekommen, schreibt Bruno Cavalier, Chefvolkswirt von Oddo & Cie, in seinem jüngsten makroökonomischen Research. Auch der erste von sechs bis Mitte 2016 geplanten gezielten Langfristtendern (TLTRO) sei erfolgreich gewesen, erstaunlicherweise jedoch von den Medien kaum zur Kenntnis genommen worden.

Beim Erwerb von Staatsanleihen habe die Notenbank gleich zum Start ein schärferes Tempo als erwartet vorgelegt, wohl um sicherzustellen, dass die Ankündigungen von EZB-Präsident Mario Draghi ernstgenommen werden. Hielten die Währungshüter die gegenwärtige Geschwindigkeit bei, werde sich die Bilanz der Notenbank bis September 2016 sogar um 1,3 Billionen Euro anstatt der ursprünglich erwarteten 1,0 Billionen Euro ausweiten, so Cavalier weiter.

Beim ersten TLTRO hätten 143 Geschäftsbanken 98 Milliarden Euro nachgefragt, was etwa dem Dreifachen der zuvor prognostizierten Summe entsprochen habe. Dies sei ein positives Signal für das künftige Kreditwachstum. Denn der Umfang dieser gezielten Langfristtender basiere nicht auf den ausstehenden Krediten der Banken in der Vergangenheit, sondern der Vergabe neuer Kredite. Kurbelten die Institute also nicht die Kreditvergabe an, würden sie dafür bestraft.

Details entnehmen Sie bitte dem links beigefügten Research-Dokument in englischer Sprache.

Der globale Währungskrieg – Wie Anleger die Chancen nutzen

Seit Jahresbeginn intervenieren die Zentralbanken in der ganzen Welt massiv und senken entweder ihre Leitzinsen oder ergreifen andere Massnahmen zur Abwertung ihrer Währungen. 

Durch diese Interventionen entstehen einerseits zahlreiche Chancen für Investoren, andererseits aber auch potenzielle Gefahren. In dieser Veröffentlichung analysieren wir, warum es zu diesen massiven Devisenmarktinterventionen kommt und wie Investoren die dadurch entstehenden Chancen nutzen können.

Links finden Sie den Marktkommentar von Unigestion.

TIAA Henderson Real Estate: Deutschland immer noch „magisch“ für Immobilieninvestoren

Deutschland bietet Investoren nach wie vor ein sehr gutes Investitionsumfeld – und breite Diversifikationsmöglichkeiten. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von TIAA Henderson Real Estate (TH Real Estate). Darin hat das Unternehmen anhand der fünf bereits im vergangenen Jahr vorgestellten und unter dem Akronym „MAGIC“ zusammengefassten Faktoren Monetary policy, Aging & Demographics, Government fiscal policy, Innovation & Entrepreneurship und Competitiveness Investmentopportunitäten analysiert. In Kombination mit den länderspezifischen Immobilienzyklen liefern die Daten eine aufschlussreiche Grundlage, um potenzielle Immobilien-Investments zu identifizieren. Dabei sollten Investoren ihre Aufmerksamkeit nicht nur auf ganze Länder, sondern auch auf einzelne Städte lenken.

„Städte und Ballungszentren spielen neben Ländern eine immer stärkere Rolle“, sagt Alice Breheny, Global Co-Head of Research bei TH Real Estate. „Eher negative Faktoren auf nationaler Ebene sollten Investoren nicht über die Stärken und positiven Entwicklungen einzelner Städte hinwegtäuschen – und umgekehrt.“

Um eine attraktive Kombination von Investitionsstandorten zu identifizieren, die die bestmögliche Diversifikation eines Portfolios gewährleistet, sind beide Perspektiven wichtig – sowohl die Analyse der Wechselbeziehungen zwischen potenziellen Zielländern als auch die Einschätzung einzelnen Städte und Ballungszentren. Je geringer dabei die Wechselbeziehungen zwischen einzelnen Märkte sind, desto besser ist es für die Investoren. Eine weitere Erkenntnis des Researchs: Die etablierten Immobilienmärkte vereinen nach wie vor das meiste Kapital, wenngleich kleinere Märkte wie Spanien, Polen und Italien 2014 zunehmende Investitionsaktivitäten verzeichnen konnten. Vor allem ausländische Investoren suchten in diesen Märkten nach renditestarken Investments.

AXA IM Focus: Darum sind Small Caps Renditebringer

Sehr geehrte Damen und Herren,

mehr als die Hälfte der institutionellen Anleger investiert nicht in Nebenwerte. Eine Studie von AXA IM zeigt: Viele Investoren sind skeptisch, weil sie Small Caps für intransparent und riskant halten. Dabei bieten Aktien mit niedriger Marktkapitalisierung viele Vorteile – nicht zuletzt eine im historischen Vergleich höhere Rendite und einen signifikanten Beitrag zur Diversifikation institutioneller Portfolios. Die aktuelle Ausgabe unseres Themendienstes „AXA IM Focus Small Caps“ beleuchtet die Eignung von Nebenwerten als Teil des Aktienportfolios und die gegenwärtigen Aussichten für die Anlageklasse.

Das komplette Dokument finden Sie im Anhang links.