Mit Sicherheit auf die Mobilität der Zukunft setzen

Man on Convertibles: Mit zahlreichen Kameras und Bildschirmen werden Autos zukünftig ihre Umgebung wahrnehmen und besser verstehen. Radarsensorsysteme leiten automatisierte Notbremsungen ein oder überwachen eigenständig die Abstandsregelung, den toten Winkel sowie kreuzende Verkehrsteilnehmer. Auch selbstfahrende Autos könnten bald Alltag sein. Kurzum, die fortschreitende Digitalisierung gewinnt für die Automobilbranche zunehmend an Bedeutung. Einige Top- Trends beginnen sich bereits konkret zu manifestieren. Auch das Interesse der Verbraucher an Elektroautos steigt zunehmend. Dieser Entwicklung zum Trotz scheinen jedoch Investoren hinsichtlich ihrer Investments in Unternehmen, die für die Entwicklung dieses Fortschritts stehen, immer noch zögerlich gegenüberzustehen. Wandelanleihen könnten ein probates Mittel sein, trotz Risikoaversion, auf dem Kapitalmarkt an der Mobilität der Zukunft zu partizipieren.

„Wandelanleihen könnten für Anleger von Interesse sein, die sich die Entscheidung offenhalten möchten, ob sie in Anleihen oder in Aktien investieren“, erklärt Thomas Lange, Portfoliomanager bei Man Convertibles. „Der Investor kann zunächst vom Rückzahlungsanspruch der Anleihen profitieren. Bei entsprechend günstiger Entwicklung, könnte er diese in Aktien wandeln, und so mögliche Kursgewinne für sich ausnutzen. Da viele Investoren gegenüber der Technikbranche, rund um die Automobilindustrie, noch skeptisch sind, können sie auf diese Weise, dennoch an der Entwicklung teilnehmen – und das bei einem vergleichsweise niedrigeren Anlagerisiko, im Vergleich zu einem Direktinvestment in Aktien der jeweiligen Unternehmen. Derzeit gibt es eine Reihe von Wandelanleihen des Automobilsektors am Markt, die durchaus in die Kategorie der Mobilität der Zukunft fallen. Zum Beispiel vom US-Elektroauto-Pionier Tesla, der aktuell drei Wandelanleihen auf dem Markt hat. Da sind Tesla 0,25 Prozent 2019 (920 Millionen US-Dollar Emissionsvolumen) sowie Tesla 1,25 Prozent 2021 (1,38 Milliarden US-Dollar Emissionsvolumen). Beide weisen aktuell eine Rendite von 4,7 Prozent beziehungsweise 5,3 Prozent auf. Und auch die eher sportliche Variante – Tesla 1,5 Prozent 2018 (660 Millionen US-Dollar Emissionsvolumen) – mit einem Delta von 0,8 bietet aktuell eine positive Rendite in Höhe von 0,9 Prozent. Die Anleihen haben von S&P ein B-Rating (Stand 27.05.2014) erhalten. Dann wäre da noch die Wandelanleihe NVDIA 1,5 Prozent 2018, die im November 2013 mit einem Volumen von 1,5 Milliarden US- Dollar lanciert wurde. S&P vergab für den Bond zuletzt ein Rating von BB+ (Stand 20.12.2013). Sie weist ebenfalls ein Delta von 0,8 auf und ist damit eher eine aktiensensitive Variante. Zudem steht von dem Unternehmen NXP-Chip die Wandelanleihe NXP Semiconductor 1 Prozent 2019 aus. Mit einem Delta von 0,5 und einer Rendite von 0,7 Prozent weist sie ein eher ausgewogenes Profil auf. Das S&P Rating lautet hier auf BB+ (Stand 07.12.2015).”

GAM: Zehn europäische Aktien, die Anleger jetzt im Auge behalten sollten

Die schmerzhaften Reformen der vergangenen Jahre haben Wirkung gezeigt: Nach Jahren der Krise befindet sich Europa wieder auf dem Weg zurück zum Wachstum. Investoren sollten sich daher wieder stärker auf einzelne Unternehmen und deren Fundamentaldaten konzentrieren, erklärt Niall Gallagher, Fondsmanager des GAM Star European Equity. Hier stellt er zehn seiner bevorzugten Aktien für die kommenden Monate vor – vom deutschen Online-Händler über einen spanischen Discountsupermarkt bis hin zu einem holländischen Telekommunikationskonzern.

1. Zalando
Die Skepsis beim Börsengang im Oktober 2015 war unberechtigt: Zalando ist einer der Gewinner des strukturellen Wandels im Einzelhandel. Die Zutaten zum Erfolgsrezept: Erstens, eine Haltung, die der Technologie immer Vorrang gibt, ähnlich wie bei Amazon – Zalando beschäftigt knapp 1.000 Ingenieure, während sein größter Konkurrent Asos nur über 70 verfügt. Zweitens, eine starke Fokussierung auf 15 Märkte bei gleichzeitiger Ansprache verschiedener Kundengruppen. Und drittens, die Bereitschaft, den Drittfirmen genügend Freiraum zu geben, um ihre Produkte selbst zu vermarkten. So entsteht eine Win-Win-Situation für Markenhersteller, Kunden und die Plattform selbst. Es ist davon auszugehen, dass der Umsatz bis Ende 2016 um 35 Prozent wachsen wird. Trotz hoher Investitionen in Logistik und Marketing generiert Zalando bereits jetzt einen positiven Free Cashflow und ist gut kapitalisiert.

2. Wirecard
Wirecard bietet seinen Kunden in Europa und Asien Lösungen rund um den bargeldlosen Zahlungsverkehr an – von der Bereitstellung sicherer Zahlungsmethoden über das Risikomanagement bis hin zur Herausgabe von Kreditkarten. Damit ermöglichen die Produkte insbesondere Lösungen, den Bereich E-Commerce voranzubringen. Damit befindet sich Wirecard im Zentrum mehrerer langfristiger, miteinander verbundener Wachstumstrends – etwa der Abkehr vom Bargeld zu Gunsten elektronischer Zahlungsmittel oder der Verlagerung des Einzelhandels in die digitale Welt. Diese Revolution steckt selbst in den entwickelten Märkten noch in den Kinderschuhen: Im Heimatmarkt Deutschland erfolgen gut 80 Prozent der Zahlungsvorgänge noch über Bargeld. In Frankreich ist der Anteil geringer, aber mit mehr als 50 Prozent ebenfalls hoch. Darüber hinaus bieten Schwellenländer wie Indonesien äußerst attraktive langfristige Wachstumschancen für E-Commerce-Dienstleister wie Wirecard. Die Akzeptanz für elektronische Zahlungsoperationen steigt in Südostasien: das jährliche Transaktionswachstum beträgt rund 40 Prozent.

3. DIA
DIA ist ein spanischer Lebensmittel-Discounter der anderen Art. Im Durchschnitt sind seine Produkte fünf bis zehn Prozent billiger als die der Konkurrenz. Mehr als die Hälfte der Läden wird von Franchise-Nehmern geführt – dies ermöglicht eine flexible Kostenbasis und die Verbesserung der Top-Line-Performance, die nicht zuletzt durch die zurückgehende Deflation in Spanien noch gestützt wird. Zudem sind die Mietvertragslaufzeiten in Spanien kürzer als im Rest Europas. Während Supermarktbesitzer in Großbritannien Mietverträge mit Laufzeiten von 25 Jahren abschließen müssen, können Verträge unprofitabler DIA-Märkte schnell beendet werden. Ein Investment kann sich hier also lohnen, denn der spanische Markt ist im Gegensatz zum restlichen Europa stark fragmentiert. DIA dürfte bei der Konsolidierung des Marktes eine wichtige Rolle spielen. 

4. Henkel
Der Konsumgüterhersteller teilt sein Geschäft etwa gleichmäßig auf die drei Felder Wasch- und Reinigungsmittel, Schönheitspflege und Klebstoffe auf. Dabei verfügt Henkel über starke Marken und Marktpositionen – die hauseigenen Wasch- und Reinigungsmittel liegen weltweit auf Platz fünf, Schönheitspflege auf Platz zehn und bei Klebstoffen ist Henkel Marktführer. Damit ist der Konzern bestens für weiteres organisches Wachstum positioniert. Darüber hinaus bietet gerade das Feld der Schönheitspflege noch Luft nach oben.

5. KPN
Der Betreiber eines Festnetz- und Mobilfunktelekommunikationsnetzes in den Niederlanden ist aufgrund umfangreicher Investitionen nun sowohl beim  Preis als auch hinsichtlich Übertragungsgeschwindigkeit äußerst wettbewerbsfähig. Nach den Veräußerungen deutscher und belgischer Mobilfunknetze gehört KPN zu den am besten positionierten Telekommunikationskonzernen in ganz Europa. Der Free Cash Flow wird vermutlich zwischen 2015 und 2020 um 20 Prozent wachsen.  

6. Continental
Continental ist der zweitgrößte Automobilzulieferer der Welt. Dabei bietet das Unternehmen das Beste aus zwei Welten: Während das Fahrzeugkomponenten-Geschäft ein hohes Wachstum aufweist, unterliegt es zugleich auch stärkeren Zyklusschwankungen. Dagegen ist das Reifengeschäft wesentlich widerstandsfähiger in Abschwungphasen. Denn auch in Zeiten schwacher Konjunktur werden Ersatzreifen benötigt, die rund 70 Prozent des Geschäftes ausmachen. Das Fahrzeugkomponenten-Geschäft von Continental positioniert sich insbesondere im Bereich Systemlösungen und weniger als Hersteller von Einzelteilen. So ist Continental nach SAP der zweitgrößte Arbeitgeber von Ingenieuren in Deutschland. Dies schlägt sich auch in signifikanten Ausgaben für Forschung und Entwicklung nieder. Diese liegen derzeit bei neun Prozent des Umsatzes und sollten ein jährliches Umsatzwachstum von sechs bis sieben Prozent in den kommenden fünf Jahren ermöglichen.

7. Faurecia
Trotz niedriger Margen hat der Automobilzulieferer einen hohen Kapitalumschlag, der sowohl eine hohe Kapitalrendite als auch hohe Free Cash Flows generiert. Faurecia stellt vor allem Sitzelemente, Abgasanlagen und Innenraumsysteme her und nimmt dabei weltweit fast überall Platz eins ein. Das Unternehmen wurde in der Vergangenheit wegen geringer Margen, seiner wenig anspruchsvollen Produkte und seiner Abhängigkeit von der europäischen Automobilindustrie häufig als sehr zyklischer Wert betrachtet. Doch das könnte sich bald ändern: Das Unternehmen hat damit begonnen, die Geschäftsbereiche zu verkaufen, die besonders niedrige Margen abwerfen oder zu sehr auf Europa fokussiert sind. 

8. Kion
Dass die Produktzyklen bei Gabelstaplern oder Lagertechnikgeräten um die acht bis zehn Jahre betragen, ist ein großes Plus für den weltweit zweitgrößten Anbieter der Branche: Es bietet eine stabile Basis für das Service-Angebot, das im Vergleich zum Neugeschäft insgesamt auf eine höhere Rentabilität kommt. Der Absatz neuer Produkte wird vor allem durch das wachsende Geschäft in Schwellenländern und die Konjunkturerholung in Ländern wie Frankreich, Italien oder Spanien getrieben. Auch von strukturellen Trends wie den Entwicklungen im E-Commerce, in der Supply Chain und in der Logistik kann Kion profitieren – dies könnte sogar dazu führen, dass das Marktvolumen das Vorkrisenniveau um 20 Prozent übersteigen wird.

9. Kingspan
Kingspan, das weltweit führende Unternehmen für Isolierungen im Wohn- und Gewerbebau, hatte jahrelang unter dem Abschwung des Baumarktes und unter der globalen Finanzkrise zu leiden. Der Umsatz fiel um ein Drittel. Trotzdem ist Kingspan ein sehr gut geführtes Unternehmen: Während die Konjunktur in Großbritannien und Irland zurückging, hatte Kingspan nur geringe Schulden und kam dank seines guten Managements gestärkt aus der Krise hervor. Durch eine Reihe von bedeutenden Akquisitionen ist das Unternehmen globaler aufgestellt: Es kann nun von den Konjunkturaufschwüngen der Kernmärkte profitieren. Da Gewerbe- und Wohngebäude immer besser isoliert werden, um Wärmestrahlung und damit den Kohlenstoffverbrauch zu reduzieren, hat Kingspan auch ein ausgezeichnetes, strukturelles Wachstumspotenzial.

10. Grafton
Der Baustoffhändler Grafton liefert Materialien an Unternehmen in Großbritannien, Irland und Belgien. Die Rezession in Großbritannien traf das Unternehmen zwar hart, und die Krise in Irland hinterließ gar noch tiefere Spuren: der Umsatz ging um mehr als 50 Prozent zurück und die Rentabilität nahm deutlich ab. Aber dennoch gelang es dem Unternehmen die Krise zu überstehen, selbst ohne die Ausgabe neuer Aktien. Die Aktionäre profitieren vom Aufschwung des Bau- und Immobilienmarktes. Zudem wächst das Geschäft in Großbritannien derzeit und auch der irische Ableger befindet sich auf einem guten Weg – der Umsatz steigt und die Gewinne erholen sich.

Finanzmärkte trotz mangelnder Klarheit in Bezug auf Fundamentaldaten überverkauft

von Valentijn van Nieuwenhuijzen, Head of Multi Asset bei NN Investment Partners, Den Haag.

Nach Auffassung von NN Investment Partners befinden sich alle riskanten Vermögenswerte aus technischer Sicht in überverkauftem Territorium, obwohl es dafür an eindeutigen „fundamentalen“ Ursachen mangelt.

Der Risikoaversionsindex von NN IP ist in den vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt und notiert inzwischen bei 66.

Valentijn van Nieuwenhuijzen, Head of Multi Asset bei NN Investment Partners, erläutert: „Die Risikoaversion der Anleger ist auf ein Niveau gestiegen, das außerhalb von Krisenphasen nur selten erreicht wird. Unser Risikoaversionsindex, der die Risikoprämien über verschiedene Märkte hinweg bündelt, ist in den vergangenen Wochen deutlich in die Höhe geschnellt und liegt klar über seinem langfristigen Durchschnitt. In den vergangenen 20 Jahren war nur während der Russland-/LTCM-Krise, im Jahr 2001 (IT-Blase und 11. September) sowie während der Kreditkrise und der Eurokrise eine höhere Risikoaversion festzustellen. Dies soll nicht heißen, dass die Risikoaversion nicht noch auf die während dieser „Systemkrisen“ verzeichneten Werte ansteigen kann. Aber der derzeitige Stand zeigt schon, dass die Märkte bereits beträchtliche Probleme eingepreist haben.“

Auch andere Indikatoren für das Anlegerverhalten deuten auf ernsthaften Pessimismus hin, und die Barbestände der Fondsmanager sind auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2012 angestiegen. 

Van Nieuwenhuijzen erläutert des Weiteren: „Auch wenn keine klaren ‚fundamentalen‘ Ursachen für die Risikoaversion in Form von Konjunktur- oder Gewinndaten zu erkennen sind, hat der Kurseinbruch bei riskanten Vermögenswerten erneut vor Augen geführt, welche Bedeutung Stimmungsumschwünge an den Märkten für die Anleger haben. Es zeigt sich wieder einmal, wie wichtig es für die Anleger ist, das Marktverhalten einzuschätzen und bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen. Derzeit halten wir die Korrektur der Märkte vor dem Hintergrund der zugrundeliegenden Fundamentaldaten für übertrieben. Sie reicht noch nicht aus, um Rückkoppelungseffekte auszulösen, die den bisher widerstandsfähigen inländischen Konsum in den Industrieländern ernsthaft dämpfen könnten.“

Nach Auffassung von NNIP ist diese Einschätzung mit beträchtlichen Unsicherheiten behaftet. Dennoch verschiebt sich die Risikoverteilung aus Anlegersicht leicht. NNIP hat das Engagement in Aktien erhöht und gewichtet diese jetzt leicht über, um das Marktverhalten zu berücksichtigen.

Global investor sentiment weighs on commodities

Rising volatility across asset classes has weighed heavily on performance, as fears surrounding Chinese growth, its currency and share market moves, coupled with plunging oil prices have crushed investor risk appetite. Such fears appear to be overdone and not based on the fundamental outlook for the global economy. The World Bank projections for 2016 growth of 6.7% for China is not a disaster and is already reflected in the weakness that we have seen across the commodity sectors in 2015. Market positioning indicates that the commodities market has reached a situation of peak bearishness. Flows into oil exchange traded products suggest that bargain hunters are being attracted by excessively depressed prices. Meanwhile, resource companies continue to reduce CAPEX, which will further tighten global commodity supplies in 2016, thereby supporting prices. While we expect modest gains in 2016, investors have shied away from precious metals because of the potential for several rate increases in the US in 2016. However, the inflation outlook has improved in the US, alongside the continuing robust recovery in economic activity, a combination that could see real rates remain benign and not be an adverse influence on precious metals valuations. Certainly the World Bank’s growth outlook for the US for 2016 (2.7% v 2.5% in 2015), is a strong statement that the US recovery will stay on track and be supportive of rising demand.

  • Brent and WTI oil prices fell to the lowest level since 2003 as fears of market over- supply and lack of storage capacity gripped the market. The price reaction to these concerns is overblown. Despite the lifting of sanctions on Iran we are likely to end the year in a supply deficit as Iranian oil output is likely to disappoint and demand is recovering strongly. The spread between Brent and WTI has fallen back to pre-2009 levels after the US permitted exports of its crude, relieving pressure on domestic storage and refining capacity. We believe prices will end the year between the marginal cost of $40 and the fiscal break even cost $70 per barrel.
  • Agriculture slid 3% on plentiful supply and global market downturn at the start of 2016. Argentina's change in its grains export policy continues to put downward pressure on wheat and corn. Cocoa fell 12.7% despite expectations of a supply deficit in the 2015/16 crop year, while a large deficit is expected on the sugar market this year and next. Weather conditions will continue to have a strong impact on agricultural commodities this year given that the El-Nino has been the most severe since 1997.
  • Gold’s safe haven status has been re-ignited after a torrid start for global financial markets in 2016. Blended weaker economic dynamism in China coupled with the oil price slide magnified the extent of the stock market rout lending further support to gold. Our analysis highlights that in the event of a policy error in the US, gold is likely to outperform, and that in rate rising environments gold typically posts positive returns unless real rates move sharply positive.
  • Depressed Chinese sentiment overshadows underlying demand. Industrial metals markets are being impacted by the negative sentiment surrounding the Chinese growth outlook that is affecting most asset classes. Nonetheless, most industrial metal inventories have declined over the past three months, indicating a tighter market conditions and have significant upside potential as US interest rates rise.

Please find the full Commodity Monthly Monitor from ETF Securities attached on the left.

GAM Flash: China bereitet Apple große Sorgen

Inmitten von Sorgen um die chinesische Konjunktur und nach einer Reihe schlechter Nachrichten über die eigenen Zulieferer hat der Technologieriese Apple gestern seine Unternehmenszahlen veröffentlicht. Die lagen im Rahmen der – zuvor gesenkten – Erwartungen. Mark Hawtin, Fondsmanager des GAM Star Technology, ist dennoch skeptisch, was die Aussichten der Aktie angeht. Sein Kommentar zur Lage des Unternehmens:

„Die gestern von Apple veröffentlichten Zahlen zeigen, dass das Unternehmen Mühe hat, in einem Smartphone-Markt, der im High-End-Bereich zunehmend gesättigt ist, weiter zu wachsen. Die Einführung des iPhone 6 samt seiner größeren Bildschirmformate hatte Apple nochmals Wachstum in einem Segment beschert, in dem das Unternehmen zuvor nicht vertreten war.“ 

Neue Produkte können die Wachstumsschwäche nicht kompensieren
„Was kommt als nächstes? China bereitet Apple wirklich Sorgen, weil nun klar ist, dass das iPhone dort nicht als Gebrauchsgegenstand gesehen wird, sondern als Luxusprodukt. Luxusmarken allerdings tun sich im gegenwärtigen Abschwung schwer, alltäglichere Namen wie Starbucks oder Nike haben dagegen weniger Probleme. Apple befindet sich eindeutig im Luxussegment, und die Chinesen gehen bei entsprechenden Käufen selektiver vor.“

„Zugleich reicht die Entwicklung neuer Produkte und Services derzeit nicht aus, um die Probleme zu kompensieren. Wir halten es für durchaus möglich, dass der iPhone-Absatz im Gesamtjahr 2016 nicht über dem des Jahres 2015 liegt. Dies würde unsere These vom Ende des großen Wachstums bestätigen. Zwar ist die Aktie unserer Ansicht nach günstig bewertet, sodass die Investmentstory für Value-orientierte Anleger intakt bleiben könnte – insbesondere, wenn die Märkte weiterhin stark fallen sollten. Dies gilt allerdings nur, wenn das „G“ im KGV, sprich der Gewinn, solide bleibt. Aus diesem Grund ist die Bruttomarge so zentral. Bei jedem Anzeichen für einen Rückgang der Marge – sei dies ein stärkerer US-Dollar oder eine Entscheidung des Unternehmens, seine Wettbewerber über den Preis anzugreifen – sinkt die Klarheit über die Höhe der künftigen Gewinne. Momentan gibt es im Technologiesektor deutlich bessere Investments.“

DNCA: „Wir favorisieren nach wie vor die Eurozone“

Einschätzung zu den makroökonomischen Aussichten, den globalen Finanzmärkten und der Anlagestrategie für 2016 von Jean-Charles Mériaux, Leiter Portfoliomanagement bei DNCA.

Ein Zeichen der Hoffnung für 2016: die Eurozone

Wieso? Weil die Eurozone makroökonomisch gesehen die einzige große Region ist, die im vergangenen Jahr nicht enttäuschte. Im Gegensatz dazu steht die US-amerikanische Volkswirtschaft, die im Industriesektor Anzeichen einer Abflachung aufweist. Ebenso enttäuschten die Schwellenländer, die entweder strukturelle Krisen durchmachen - vor allem Rohstoffproduzenten wie Russland und Brasilien - oder wie China inmitten großer Umwälzungen stecken. Wir stehen somit vor einem sehr komplexen Umfeld und es ist gut vorstellbar, dass in diesem „Jahr der globalen Schwäche“ einzig die Eurozone positiv überraschen kann.

Mehrere makroökonomische Fakten begründen diese Sichtweise

Zunächst: Die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ist erfolgreich. Die Zinsen der Staats- und der Unternehmensanleihen konvergieren. In den meisten Ländern kommt die Kreditvergabe wieder in Gang, und der fallende Euro wird seine positiven Wirkungen auch weiterhin entfalten. Zweitens profitiert die Eurozone stark von den sinkenden Rohstoffpreisen. Anders als Anfang 2015 und erst recht in den Jahren 2010 bis 2012 läuft die Eurozone außerdem dem amerikanischen Konjunkturzyklus hinterher und scheint für das weltweite Wachstum keine Bedrohung mehr zu sein.

Zudem schlagen sich die aktuellen inneren Unsicherheiten der Eurozone - wenn auch vielleicht nur vorläufig - nicht mehr an den Finanzmärkten nieder. Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Kapitalflüsse, die wir 2015 erlebt haben, also auf der einen Seite die massiven Rücknahmen von Anleihefonds, die Ausstiege aus Schwellenländer-Fonds (überwiegend aus chinesischen) und aus amerikanischen Aktienfonds sowie auf der anderen Seite die Mittelzuflüsse in europäische und japanische Fonds, haben gute Chancen, sich fortzusetzen. Der Grund: Die Divergenz der Konjunkturzyklen und dazu die Verschiebung der Währungszyklen. In den USA könnten die Zinsen schneller steigen als der Markt annimmt. Dies könnte das Kreditaufkommen belasten und zu Auswirkungen in den Schwellenländern führen.

Zum ersten Mal seit rund zehn Jahren werden wir einen ökonomischen und monetären zeitlichen Versatz erleben. Der nachlassende internationale Handel, der seit einiger Zeit langsamer wächst als das globale BIP, deutet auf das Ende einer weltweiten Globalisierungsperiode der Industrie hin.

Derzeit verlangsamt sich die Konjunktur in den Teilen der Welt, die eine restriktive Geldpolitik betreiben oder bald betreiben werden, zum Beispiel in den USA und in Ländern, die ihre Währung an den Dollar gekoppelt haben. Im Gegenzug sehen wir ein Europa, das auf den Wachstumspfad zurückgefunden hat und versuchen wird, den seit der Krise aufgelaufenen Rückstand wieder aufzuholen. 

Die Bewertungsblasen, die sich in den Schwellenländern und bei den Rohstoffen seit 2003 gebildet haben, platzen jetzt. Das Thema der wirtschaftlichen Globalisierung als Motor der Asset Allocation zugunsten der Schwellenländer wird nun in Klammern gesetzt. Nach den Übertreibungen, die durch die Globalisierung entstanden sind, treten wir nun in eine Phase der wirtschaftlichen Regionalisierung ein, die es Europa ermöglicht, wieder zu einem gewissen relativen Wachstum zurückzufinden.

Dieser zeitliche Versatz der Volkswirtschaften könnte ein Faktor für die Entkoppelung der Börsen sein, die wir im Jahr 2015 nur teilweise erlebt haben.

Aktien – erneut die bevorzugte Anlageklasse

In Fortsetzung des Jahres 2015 wird 2016 wieder ein kompliziertes Börsenjahr werden. Europa erscheint attraktiv und Aktien sollten Anleihen vorgezogen werden. Anleihen sind nach wie vor teuer. Und in Ländern mit Vollbeschäftigung ist ein erneutes Aufflammen der Lohnauseinandersetzungen nach wie vor möglich – was die Märkte in Alarmbereitschaft versetzen würde.

Die Märkte übernehmen immer mehr systemrelevante Funktionen. Man muss mit der überzogenen Volatilität zu leben lernen und sogar versuchen, diese Marktbedingungen in Chancen zu verwandeln. Um diese ergreifen zu können, muss man jedoch unbedingt einen Liquiditätsanteil im Portfolio behalten. Schlussendlich wird die Auswahl der Aktien eine wesentliche Rolle für die Performance spielen, die sie in einem wachstumsschwachen Umfeld liefern. Es ist zu erwarten, dass die Performance verschiedener Strategien und verschiedener geografischer Zonen sehr unterschiedlich ausfällt.

Europäische Unternehmen mit attraktiven Bewertungen und Aussichten

Trotz des recht ungewöhnlichen Umfelds des Jahres 2015 fielen die Ergebnisse der europäischen Unternehmen eher enttäuschend aus. In der Eurozone dürften sie für das Jahr 2015 am Ende noch auf elf Prozent steigen. Allerdings hatten sich die Prognosen zu Jahresbeginn auf rund 17 Prozent belaufen.

Zum ersten Mal seit 2007 gehen die Analysten mit vernünftigen Erwartungen ins neue Jahr: fünf Prozent Gewinnwachstum für die Unternehmen im Stoxx 600 und 7,5 Prozent für die Unternehmen im Eurostoxx. Außer bei einer schweren weltweiten Rezession oder schweren geopolitischen Problemen dürften sich die Abwärtskorrekturen im Laufe des Jahres daher in Grenzen halten.

Dank dieser freundlichen Dynamik ist der Alte Kontinent - und insbesondere die Eurozone - weiterhin die Region, das wir in unseren Portfolios favorisieren sollten.

Ein Markt, der wieder ein für die Value*-Strategie günstiges Gleichgewicht finden dürfte

Im vergangenen Jahr profitierten Qualitätsaktien und Wachstumsaktien am meisten von dem steigenden Markt. Entgegen unseren Hoffnungen vom Jahresbeginn erfolgte keine Verlagerung zugunsten der Value-Aktien, obwohl anscheinend alle entsprechenden Bedingungen gegeben waren und sich in Europa ein konjunktureller Aufschwung abzeichnete. Deshalb bestehen jetzt bedeutende Bewertungsunterschiede zwischen Qualität und Value. Auf dem aktuellen Niveau bietet der Markt zwar noch Kurspotenzial, aber dieses ist eher im Value- als im Growth-Bereich zu suchen.

Wenn das Wachstum Europas nicht aus dem Gleis gerät, dürfte 2016 ein neues Gleichgewicht zwischen den beiden erwähnten Managementstilen entstehen. Ideal wäre natürlich ein nominales BIP-Wachstum in der Eurozone von mindestens 2,5 Prozent, bedingt entweder durch ein Anziehen des konjunkturellen Aufschwungs oder durch das Verschwinden des desinflationären Drucks.

Um unser Vermögen zu bewahren und möglichst aufzuwerten, müssen wir in diesem erneut komplizierten Jahr ungeachtet des Risikoniveaus und der Art der gewählten Anlagen ein mittelfristig ausgerichtetes Management bevorzugen, das auf Überzeugungen ruht.

Volatilität bei Hochzinsanleihen – Risiko und Chance zugleich

von Charles McKenzie, Leiter des Bereichs Anleihen bei Fidelity International.

„Nicht nur die Aktienmärkte haben einen sehr volatilen Jahresstart erlebt, sondern auch Anleihen. Dabei schnitten Unternehmensanleihen schlechter ab als Staatsanleihen. Besonders hart traf es Hochzins- und Schwellenländeranleihen.

Risikoaufschläge für Unternehmens- und Hochzinsanleihen so hoch wie lange nicht mehr

Je schwächer die Kursentwicklung, desto interessanter werden jedoch die steigenden Risikoaufschläge. Dank ihnen ergeben sich bei Unternehmensanleihen Anlagechancen: So sind die Risikoaufschläge von Investment-Grade-Unternehmensanleihen mit derzeit rund 117 Basispunkten so hoch wie seit 2012 nicht mehr und liegen weit über ihrem langjährigen Durchschnitt. Auch an den Hochzinsmärkten sehen wir momentan sehr hohe Risikoaufschläge von rund 776 Basispunkten.

Zwar dürften die Ausfallraten von Hochzinsanleihen im Jahresverlauf steigen. Aber meiner Meinung nach werden Anleger in allen Rating-Kategorien oberhalb des sehr schwachen CCC Ratings bei den aktuellen Niveaus der Risikoaufschläge mehr als angemessen für das eingegangene Risiko entlohnt. Daher bieten sich zurzeit attraktive Anlagechancen – vorausgesetzt, Anleger können kurzzeitige Schwankungen aushalten und verfolgen einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont.

Schwierige, aber beherrschbare Liquiditätsbedingungen

Ungeachtet attraktiver Bewertungen bereitet Anlegern die geringe Liquidität an einigen Anleihemärkten Sorgen, denn sie kann die Marktschwankungen verstärken und den Handel bremsen. Derzeit sind die Liquiditätsbedingungen zwar angespannt, bewegen sich aber noch im Normalbereich.

Bei der Entwicklung und Steuerung unserer Anleiheportfolios ist die Liquidität für uns entscheidend. Besonders wichtig ist dies für unsere Hochzinsfonds, da ihre Märkte immer wieder Phasen schwacher Liquidität und wechselhafter Anlegerstimmung erleben. Unsere Hochzinsfonds haben daher einen Liquiditätspuffer zwischen 5 und 10 Prozent des Fondsvolumens in Form von Staatsanleihen und Geldmarktinstrumenten. So ist gewährleistet, dass wir nicht zu ungünstigen Verkäufen gezwungen sind und über ‚trockenes Pulver‘ verfügen, um auch bei Verwerfungen an den Märkten attraktive Anlagechancen nutzen zu können.“

Rohstoffe mit nur leichten Verlusten nach volatiler Woche

Nach einem heftigen Preissturz bei zyklischen Rohstoffen und anderen Risiko-Anlageklassen konnten sich die Preise in der zweiten Wochenhälfte wieder erholen. Im Gegensatz zum Futures-Markt haben ETP-Investoren eine konträre Meinung und positionieren sich vor allem Long in Öl. Unsicherheiten am Markt sorgen weiterhin für Interesse an Gold als sicheren Hafen. Den vollständigen Marktkommentar mit Charts finden Sie links.

Mittelzuflüsse in Öl-ETPs erreichen ihren höchsten Stand seit März 2015, Investoren spekulieren auf untragbar niedrige Preise. Vergangene Woche Mittwoch fielen WTI und Brent auf ein Minus von 28,3 Prozent und 25,2 Prozent auf Jahressicht. Solch niedrige Preise sind nachhaltig nicht tragbar und Investoren positionierten sich mit 97,0 Mio. USD in Long Öl-ETPs. Zeitgleich wurden 26,6 Mio. USD auf Short Öl-ETPs verkauft, um die Vorteile einer Erholung zu nutzen. Bereits am Donnerstag erholten sich WTI und Brent um jeweils 11 Prozent und 5 Prozent. Ein Grund für die rückläufigen Ölpreise war die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran, was mit einem erhöhten iranischen Ölexport verbunden ist. Der Iran versuchte den Markt im Glauben zu halten, dass sie die Exporte um 1,1 Mio. Barrel erhöhen werden, in Wirklichkeit gehen wir davon aus, dass Exporte um realistisch nur 300.00o Barrel steigen können. Unter der Annahme, dass es tatsächlich zu einem signifikanten Anstieg von iranischem Öl kommt, würde sich der Markt Ende 2016 dennoch in einem Angebotsdefizit befinden, wenn die globale Nachfrage laut IEA tatsächlich von 95,28 Mio. Barrel pro Tag im 4. Quartal 2015 auf 96,71 Mio. Barrel pro Tag im 4. Quartal 2016 steigt. Wir glauben, dass sich der Ölpreis dieses Jahr zwischen den Produktionsgrenzkosten von 40 USD und den Kosten für einen ausgeglichenen Staatshaushalt von 70 USD pro Barrel bewegt.

Physisches Gold verzeichnet die höchsten Mittelzuflüsse seit August 2015, Investoren sichern sich gegen Marktunsicherheiten ab. Gold ist traditionell die erste Anlaufstelle von Investoren in Zeiten von unruhigen und turbulenten Märkten. Während die meisten Anleger nicht verstanden haben, warum zyklische Vermögenswerte in der Vergangenheit stark und schnell fielen, erkannten doch einige Investoren, dass Gold in panischen Zeiten gute Ergebnisse verzeichnet, und nutzen das zyklische Tief für günstige Einstiegsmöglichkeiten. Gold stieg vergangene Woche um 0,7 Prozent und 3,4 Prozent seit Jahresbeginn. Mittelzuflüsse in physische Gold ETPs stiegen auf 85,3 Mio. USD.

Industriemetall-ETP Körbe verbuchen ihre höchsten Mittelabflüsse seit Juli 2015. Panisches Investorenverhalten führte zu 8,9 Mio. USD an Rücknahmen von Industriemetall ETPs, obwohl Industriemetallpreise Mitte der Woche nur geringfügig im Minus waren und die Woche sogar mit einem Plus beendeten. Grund für den Anstieg waren positive chinesische BIP-Daten und damit die Bestätigung für eine anhaltend starke Nachfrage des größten Verbrauchers von Industriemetallen. Long und Short Kupfer-ETPs verbuchten Mittelabflüsse von jeweils 2,7 Mio. USD und 1,5 Mio USD, was ein polarisiertes Meinungsbild für Metall verdeutlicht. Die International Copper Study Group prognostiziert auch dieses Jahr ein Angebotsdefizit von 0,5 Prozent. Damit kommt es im 6. Jahr in Folge zu einer Versorgungslücke. Wir glauben nicht, dass der Markt weiterhin ein Angebotsdefizit für Metall ignorieren kann und nach einem Preisrückgang von 23,6 Prozent in 2015 nun eine Erholung erfahren wird.

Gold miners caught in a value trap

We find ourselves starting 2016 with heightened market volatility. A global sell off in financial markets has pushed up gold prices by 2%, while gold miners have fallen by 7%. This has piqued our interest in the rationality of the historical parity between gold and its miners. While the case for gold remains intact we scrutinize the current valuation of gold miners. For the purpose of this report, gold miners refer to the constituents of the DAXglobal Gold Miners USD (TR) Index.

At first glance, offering a 59% discount to the gold price since 2009, gold miners seem attractive. Coupled with a price to book value of 1.0x and an average dividend yield of 2.8% make them a compelling investment from a valuation perspective. But when comparing with the mining sector in general, which trades at a price to book of 0.69 and an average dividend yield of 5.5%, gold miners do not offer the best value in the sector. Furthermore, the decline in median cash dividend cover to 1.4x suggests sustainability of dividend payments remains questionable.

Please find ETF Securities' Equity Research with charts attached on the left.

Elevated production costs dent margins
The recent slide in energy prices, (which has historically been positive for miners), and depreciation of currencies in jurisdictions where the local miners operate, has had minimal beneficial impact on cash costs. Cash costs continue to rise and consequently narrow profit margins. Given the decline in exploration of new projects and construction of new mines we have used "cash costs" as our metric for calculating the mining cost of production as opposed to "all in sustaining costs" which includes the full costs of producing gold including exploration and bringing new mines online.

Declining ore grades raise production costs
A significant factor contributing to the rising cash costs is the decline in average ore grades of existing mines that have witnessed a staggering 51% decline since 2000. Either the gold is too dispersed (low grade) or buried too deep underground (high grade) making the task of gold mining quite expensive given its capital intensive nature. The average ore grades of producing mines stand at 1.18g/ton, while that of undeveloped deposits is 0.89g/ton according to Visual Capitalist. These undeveloped mines represent a staggering 66% of all deposits on earth, leaving gold miners faced with deteriorating efficiency and higher costs as current reserves are depleted.

Discovery drought weighs on profitability
In addition, the future profitability of miners has come into question as they face the brunt of aggressive reductions in capital expenditure in the form of closures of uneconomical mines and curtailed exploration budgets. The golden era that lasted from 2001 to 2011 rewarded gold miners for aggressive growth over cash flow generation, eroding company valuations over the long run as they were funded by record amount of debt.

Today, long term risks to supply remain at the forefront of the debate after capital expenditures have declined to the lowest level in 12 years.

Gold miners are much higher risk
The financial credibility of the gold miners is low. The credit default swap spreads (CDS) for gold mining companies have risen 712% on average since 2003 to 220 basis points, well above the 66bp average for the S&P500. While it is unlikely to prompt a wave of impending defaults, as the net debt to EBITDA is low at 0.5, it reflects the increased risk of owning gold miners particularly when compared to the relative safe haven of physical gold. Furthermore, it highlights gold miners’ ability to raise debt while debt costs are typically rising, is becoming more difficult.

We continue to prefer gold over gold miners
We believe that gold prices will be constrained by rising nominal interest rates and some strengthening of the US Dollar in the short-term. However, we believe the US Federal Reserve (Fed) is potentially behind the curve with risks of inflation rising by more than their expectations and the markets in the longer-term. Furthermore, we believe the US Dollar strength is likely to wane, taking some of the gold-negative pressure away.

Contrary to popular belief, historically gold tends to rise in the first year of rate hikes, having only faltered when real interest rates rose aggressively in 1994. We believe a repeat of 1994 is unlikely in light of dovish leadership at the Fed.

Despite the low valuation of gold miners, on a risk adjusted basis we prefer physical gold and other areas of the mining sector which offer much better value.

Selling fatigue and Draghi save the day for oil

from Ole Hansen, Head of Commodity Strategy at Saxo Bank.

Crude oil touched a new multi-year low at the beginning the week as it was weighed down by the removal of the Iran sanctions and the "drowning in oil" comment from the IEA. The bounce – when it came courtesy of European Central Bank chief Mario Draghi's continued focus on stimulus and winter storms in the US –was aggressive, with Brent crude oil rallying by more than 15% within 24 hours.

Negative oil fundamentals remain and until we see clear signs of the oversupply being capped, the upside at this stage remains limited. While Draghi provided the spark the aggressive reaction was driven by an oversold market carrying an overextended short position.

On the week, however, energy remained the worst performer while precious metals came tops as the sector received a lift from the hopes of additional stimulus from central banks and a slowdown in the speed of expected US rate hikes.

Raised hopes that central banks will do more to support economic growth and dampen market turmoil supported the first weekly gain in three among industrial metals. All of the six major industrial metals, led by nickel, moved higher in line with recovering stocks while copper received a boost from news that China's largest utility company is planning to increase spending on the national power grid.

Crude oil: A week in two halves
Confirmation that sanctions against Iran had been lifted helped send crude oil down to the lowest level in 13 years. The focus on rising supply at a time where demand growth is being called into question have been the two main driver behind the extreme weakness seen since the failed Opec meeting on December 4 last year.
This was brought home by the International Energy Agency (IEA) which in its monthly report said that the world could find itself "drowning in oil" this year as rising Opec supply, not least from Iran, would not be met in time by falling production elsewhere. With 2016 becoming the third consecutive year with overproduction, the IEA did not rule out that the price could go even lower.
Nothing ever goes in a straight line forever and as the week wore on selling fatigue began to emerge. The combination of colder weather in the US, talk about additional stimulus from the European Central Bank and a better than expected US inventory report all helped trigger a major rally by the end of the week.

Hedge Funds versus retail investor
Money managers and hedge funds earlier this month had accumulated the biggest short position ever seen. At almost 400 million barrels combined in Brent and WTI crude the market was increasingly exposed to a sharp reversal. Last time the short became too extended was last August and back then it triggered a 25% rally in just three days.

Retail investors who typically use exchange-traded products to trade commodities have been trying to pre-empt the recovery for the past couple of months. So far this January the buying has intensified with two of the most popular, the United States Oil Fund (USO) and the more exotic sounding Velocityshares 3X long Crude (UWTI) seeing holdings rise by almost $1 billion.

The near-term outlook remains very challenging as the market has to deal with rising supply from Iran and a seasonal rise in US inventories. Emerging signs of increased stress among high cost producers will increase speculation that a big shake-out is coming in the US shale industry which will ultimately lead to a slowdown in production. The IEA is forecasting non-Opec production will fall 600,000 barrels/day in 2016 and this will eventually help offset rising export from Iran.
The head of Saudi Aramco was speaking at the World Economic Forum in Davos this week and he believed that current oil price was irrational and that the market had overshot on the low side. An irrational low price is the response to an irrational high level of production and until the latter is brought down the market can remain irrational longer than oil producers around the world would like to see.

Gold remains a top performer against most assets
Although gold had a relatively quiet week amid all the turmoil elsewhere both metals remain two of the best performers against most other asset classes so far this month. Investors have started to return, not least those using exchange-traded products while hedge funds have returned to neutral from a record net-short position at the beginning of the year.

Total holdings in exchange-traded products backed by gold have jumped by 42 tons since January 6 thereby recouping half of what was sold during the October to December selloff. This was the biggest jump since last January where the Swiss franc debacle and the ECB quantitative easing introduction triggered a strong rally in gold and with it increased demand for ETPs.
Two of the major reasons for staying out of gold at the beginning of the year are currently posing less of a threat than just a few weeks ago. The turmoil in global markets have dented the dollar's appeal with traders instead opting for JPY and to a certain extent euros. Worries about a global slowdown and declining inflation due to low oil prices have also reduced the expectations for how aggressive the US Federal Reserve can and will hike interest rates during the coming months.
Last January gold rallied by $118 during the first three weeks only to slump by $150 during the remainder of the quarter. Back then ETP holdings were 180 tonnes higher than now while hedge funds had accumulated a net-long of 17 million ounces compared to zero now. These changes both fundamentals and market positioning has left gold more immune to renewed attempts to weaken it.

Our view remains that the combination of a stronger dollar and recovering stocks will continue to pose a challenge to gold during the early parts of 2016. But recent events have highlighted some of golds credentials that had been lost for a while. We may see another attempt to sell gold down towards $1,000 but the improved sentiment and lackluster performances elsewhere will eventually be the driver that takes gold higher later in the year.

Gold is currently trading within an uptrend that began back in December. A break above $1,113 can pave the way for an extension to $1,125.

Die Kurseinbrüche an den Aktienmärkten sind fundamental nicht begründet

Die jüngsten Kurseinbrüche an den globalen Aktienmärkten sind aus fundamentaler Sicht nicht gerechtfertigt. Sie sind vor allem getrieben von einer schlechten Stimmung unter den Marktakteuren und einem zunehmend negativen Momentum – beides Faktoren, die sich am Ende als Einstiegsgelegenheit für langfristige Anleger erweisen könnten. Diese Ansicht vertritt Larry Hatheway, Chefvolkswirt beim Asset Manager GAM. Er führt an, dass das langjährige Wechselspiel zwischen Ölpreis und der allgemeinen Entwicklung der Aktienmärkte aus dem Takt geraten sei. „Bislang haben sich fallende Ölpreise stets als positiv für die Weltwirtschaft erwiesen”, so Hatheway. „Doch dieses Mail fokussieren sich die Märkte auf die unmittelbar negativen Effekte des Ölpreisverfalls, ohne die langfristig positiven Auswirkungen zu beachten.”

Aktien unter Generalverdacht
Der Ausverkauf an den Märkten habe in den vergangenen Wochen so stark an Dynamik gewonnen, dass es Hatheway zufolge kaum noch möglich ist, dies mit den aktuellen realwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu rechtfertigen. Selbst Aktien aus Sektoren wie der Gesundheitsbranche, die vom Ölpreisverfall oder der Wachstumsschwäche Chinas nur wenig oder überhaupt nicht betroffen seien, hätten sich im Gleichschritt mit dem allgemeinen Markt nach unten bewegt. „Derzeit machen die Investoren offenbar keine Unterschiede mehr bei Aktien“, so Hatheway. „Dies legt der starke Anstieg der Korrelationen zwischen Einzeltiteln, Sektoren und Investmentstilen nahe.“ 

Dabei hätten sich die Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft trotz zuletzt einiger enttäuschender Daten nicht so gravierend verschlechtert, wie es der Einbruch der Aktienkurse suggeriert: „In der verarbeitenden Industrie gibt es derzeit zwar eine Konjunkturflaute, aber das ist noch keine ausgesprochene Rezession. Der Dienstleistungssektor, die realen Konsumausgaben in den USA und in Europa sowie die Beschäftigungszahlen in Großbritannien und den USA zeigen durchweg nach oben. Dadurch steigen die verfügbaren Einkommen, und das stärkt die Konsumnachfrage in diesen Volkswirtschaften.” Darüber hinaus sollten sich Hatheway zufolge speziell in der Eurozone im laufenden Jahr auch die Kreditkonditionen und die Kreditnachfrage verbessern. Erstmals seit sechs Jahren sei dort auch ein positiver Stimulus durch die Fiskalpolitik zu erwarten.

Absehbare Auslöser für Umschwung an Märkten 
„Die Herausforderung ist jetzt, die Katalysatoren zu identifizieren, die einen Umschwung am Aktienmarkt herbeiführen könnten”, so der GAM-Chefvolkswirt. Die Hürden für eine Rettungsinitiative von Seiten der Politik seien dieses Mal höher als zu anderen Zeiten und daher nicht zu erwarten. „Die Kurse dürften wohl erst ihren Boden finden, wenn sich die makroökonomischen Daten als stabil erweisen und sich damit gleichzeitig die Meinung durchsetzt, dass der Markt überverkauft ist.” Dabei geht Hatheway davon aus, dass sich die anstehenden Daten aus der Eurozone, den USA und Japan stützend auswirken werden. Bei China rät er allerdings zu Vorsicht, da von dort aus weiterhin mit negativen Überraschungen zu rechnen sei. „Investoren müssen sich deshalb auf eine anhaltend hohe Volatilität und weiterhin schwache Kurse einstellen”, prognostiziert Hatheway. Er geht davon aus, dass vor allem die kommenden Daten aus der US-Wirtschaft zu einer Nagelprobe für den Markt werden könnten. Für Investoren an erster Stelle sollte momentan der Kapitalerhalt stehen. Zudem ist zu bedenken, dass Anleger bei einem Verkauf von Aktien zum jetzigen Zeitpunkt die Chance vergeben würden, von einer kommenden Erholung zu profitieren. „Die anhaltend hohe Volatilität erfordert eine diversifizierte Anlagestrategie und einen aktiven Ansatz, wenn es um die Auswahl von Einzeltiteln geht“, so Hatheway.

Erste Zeichen der Stabilisierung?

„Das Bewertungsniveau richtet sich jetzt mehr an den makroökonomischen Fundamentaldaten aus, die derzeit von geringem Wachstum, niedriger Inflation und erheblicher Unsicherheit über die globale Konjunktur geprägt sind.“
Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers

Wieder sind die Märkte und der Ölpreis gefallen. Aber Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers (AXA IM), sieht die ersten Anzeichen einer Stabilisierung: „Die Bewertungen haben sich den wirtschaftlichen Fundamentaldaten angenähert. Die quantitativen Lockerungsmaßnahmen der Zentralbanken haben die Finanzmärkte aufgebläht, aber sie konnten die Realwirtschaft nicht annährend genug anregen, um die hohen Aktienkurse und niedrigen Credit Spreads zu rechtfertigen.“ Jetzt seien die geldpolitischen Werkzeuge aufgebraucht. Damit bleibe nur noch wenig Spielraum für große politische Signale übrig – ein Neustart des Bullenmarktes scheine unwahrscheinlich. „Investoren sollten daher nicht auf die Fiskalpolitik hoffen, denn keine Regierung wird in naher Zukunft Steuern senken oder öffentliche Ausgaben erhöhen“, rät Iggo. Hoffnung für eine Trendwende sieht der Experte dennoch: „Es könnte sein, dass die Investoren den günstigen Bewertungen irgendwann mehr Bedeutung zumessen als dem negativen Sentiment und dass sie realisieren, dass enttäuschendes Wachstum die neue Norm ist. Aber immerhin ist es noch Wachstum. Short Duration-Bond-Portfolios, die derzeit eine Rendite von sieben Prozent erzielen, sollten in einem solchen Marktumfeld nicht ignoriert werden.“

Ob das quantitative Lockerungsprogramm der Zentralbanken wirklich einen positiven Einfluss auf die Wirtschaft und die Inflation habe, bleibe fraglich – aber es sei eindeutig, dass die Ausweitung der Zentralbankbilanzen einen großen Einfluss auf den Preis der Vermögenswerte hatte. „Die Programme zur quantitativen Lockerung waren die direkte Reaktion auf die Gewissheit, dass es noch viele Jahre dauern wird, bis das Zinsniveau wieder auf den Stand vor der Krise steigen wird“, so Iggo. Zugleich ersetzten Marktteilnehmer riskantere Anlagen mit extrem niedrig verzinsten Staatsanleihen, und der allgemeine Rückgang der Kreditkosten führte dazu, dass die Aktienbewertungen anstiegen. „Die letzten Monate waren jedoch turbulent – der Markt hat sich verändert. Das Bewertungsniveau richtet sich jetzt mehr an den makroökonomischen Fundamentaldaten aus, die derzeit von geringem Wachstum, niedriger Inflation und erheblicher Unsicherheit über die globale Konjunktur geprägt sind“, erklärt Iggo. Was die Wachstumsaussichten angeht, bleibt Iggo verhalten. Dem AXA-IM-Strategen zufolge dämpft der Deflationsdruck die Wirtschaft und da wichtige Impulse zumindest seitens der Zentralbanken ausbleiben, wird das Wachstum wohl nicht anziehen.

China ist zur Anlagechance für aktive Investoren avanciert

Die Marktschwäche in China wird eher von der vorherrschenden Stimmung als von Fundamentaldaten getrieben, erklärt Wilfred Sit, Chief Investment Officer – Asien bei Baring Asset Management („Barings“), der internationalen Investmentgesellschaft.

Wilfred Sit, Chief Investment Officer – Asien bei Baring Asset Management, sagt: „Das Anlegervertrauen in China wurde stark von Themen wie dem Auslaufen der Haltefrist, Sorgen um den Wert des Renminbi und der Marktintervention seitens der Regierung beeinträchtigt. Darüber hinaus ist der Schwellenwert des Schutzmechanismus, der bei Aktienkursrückgängen um mehr als 7% für einen automatischen Handelsstopp an Chinas wichtigsten Aktienmärkten sorgt, zu niedrig angesetzt und liegt weit unter dem anderer Schwellenländer. Leider trug der Mechanismus nicht zur Besänftigung der Märkte bei, sondern löste eine Panik aus.“

„Doch obwohl China derzeit zweifellos eine wirtschaftliche Verlangsamung erfährt, bedeutet dies nicht den Übergang in eine Rezession. Wir sind vielmehr der Auffassung, dass China und andere asiatische Märkte trotz der pessimistischen Marktstimmung günstig bewertet sind. Anleger sollten einen Marktrückgang als Kaufgelegenheit nutzen. 2016 wird ein herausforderndes Jahr, dennoch gibt es unserer Einschätzung nach überzeugende Einstiegspunkte für Investoren, vor allem wenn der Markt noch weiter fällt.“

Um das Anlegervertrauen insbesondere in China zurückzugewinnen, bedarf es mehr Transparenz und Kommunikation seitens der Aufsichtsbehörden, denkt Wilfred Sit.

Eine sehr wichtige und überaus positive Entwicklung ist das China Foreign Exchange Trade System (CFETS), in dessen Rahmen ein Wechselkursindex eingeführt wurde, der Stärke und Entwicklung des Renminbi (RMB) im Verhältnis zu einem Korb ausländischer Devisen anzeigt. Mit der Einführung dieses Index werden Marktteilnehmern quantitative Indikatoren zur Verfügung gestellt, anhand derer sie Wechselkursveränderungen verfolgen können. Zusätzlich werden die Marktgegebenheiten umfassender widergespiegelt, ergänzt Wilfred Sit. Somit wird die Vorstellung abgeschafft, den Wert des RMB gegenüber einem System der Anbindung an nur eine Währung in Form des US-Dollars aufrechtzuerhalten und zu messen, wie es in den vergangenen zehn Jahren während der Wechselkursreform in China praktiziert wurde.

Im Hinblick auf Anlagechancen weist Wilfred Sit darauf hin, dass die Aktienselektion noch stärker an Bedeutung gewonnen hat. Obwohl der Markt seit Jahresbeginn 2016 eine höhere Volatilität aufweist, sieht er bei einigen Unternehmen deutliche Einstiegschancen. So beispielsweise bei Tencent, dem größten und am meisten genutzten Internet-Serviceportal und eine der Top-Anlagen von Barings.

Wilfred Sit erklärt: „Unserer Einschätzung nach wird sich das Unternehmen auch weiterhin überdurchschnittlich entwickeln. Der Internethandel ist in China ein heißes Thema, da der Markt größer ist als in den USA, sodass wir dort ein nachhaltiges Wachstumspotenzial sehen. Tencent verfügt über ein Social Media Business, das ein enormes Potenzial birgt. Es verwendet eine eingebundene mobile Nutzerplattform in Form von WeChat, die einen wirtschaftlichen Wert generiert.“

„Andere von uns bevorzugte Unternehmen umfassen den Versicherungskonzern AIA sowie Airports of Thailand (AOT). Bei AOT ist zu erwähnen, dass Thailand nach Hongkong und Macau das zweitbeliebteste Reiseland für chinesische Touristen darstellt. Das lässt darauf schließen, dass der Konzern AOT, zu dem ein Duty-Free-Zweig gehört, in hohem Maße von dem zunehmenden Konsum in China profitieren wird.“

Wilfred Sit sagt abschließend: „Mit Blick auf weitere mögliche Zinserhöhungen in den USA im Jahresverlauf 2016 kann gesagt werden, dass dies Teil eines Normalisierungsprozesses ist. Die Nullzinspolitik konnte nicht unendlich lange aufrechterhalten werden. Die Auswirkungen dieser Politik sollten keinen nachteiligen Effekt auf asiatische Märkte haben, da die Erhöhung der Zinsen unserer Einschätzung nach nur langsam vorgenommen werden dürfte. Allerdings ist eine stärkere US-Wirtschaft im Umkehrschluss ein positiver Einflussfaktor für asiatische und chinesische Exporte.“

Sorge um China übertrieben – Anleihemarkt hat sich positiv entwickelt

Marcelo Assalin, Head of Emerging Market Debt bei NN Investment Partners, Den Haag.

2015 war für die Emerging Markets und die Assetklasse „Emerging Market Debt“ (EMD) ein schwieriges Jahr. Vor allem die dramatische Abwertung der EM-Währungen gegenüber dem US-Dollar belastete die Renditen. Doch trotz all der negativen Schlagzeilen warfen Hard-Currency-Anleihen (HC) – sowohl Staats- als auch Unternehmensanleihen – leicht positive Renditen ab.

Natürlich werden die Risiken im EM-Universum auch noch weiterhin bestehen bleiben. Anhaltende Schwäche an den Rohstoffmärkten, eine unerwartet ausgeprägte Wachstumsschwäche in China, eine ungeordnete Abwertung der chinesischen Währung, unerwartet schwaches Wachstum in den USA, geldpolitische Fehlentscheidungen der Fed und eine überraschend hohe Zahl an Firmenpleiten sind meiner Meinung nach die größten Risiken. 

Wie in der ersten Woche dieses Jahres zu beobachten war, sorgen sich die Märkte immer noch um die konjunkturelle Entwicklung in China. Das erscheint mir etwas übertrieben. In den kommenden Monaten dürfte sich der Yuan berechenbarer entwickeln. Je stärker Chinas Geldpolitik von der der USA divergiert, desto mehr wird der Yuan gegenüber dem US-Dollar an Boden verlieren. Doch China wird sich nicht auf einen Währungskrieg einlassen, um seine Exporte anzukurbeln. Ein solcher Schritt wäre nicht im Sinne seiner Politik des Wandels hin zu einer stärker auf Konsum und Dienstleistungen ausgerichteten Volkswirtschaft, weg vom aktuellen investitions- und exportgestützten Modell. Auch das Wachstum wird weiter zurückgehen und sich auf einem niedrigeren – wenn auch vergleichsweise sehr gutem Niveau – einpendeln. Das ist typisch für den Reifungsprozess einer Wirtschaft.

Wenn auch das Gegenteil naheliegend ist, so hat sich der chinesische Anleihemarkt im vergangenen Jahr außerordentlich positiv entwickelt. Das könnte sich 2016 fortsetzen. Grund sind vor allem die attraktiven technischen Marktfaktoren, da aufgrund der gewandelten Erwartungen von einer Währungsauf- zu einer Währungsabwertung jetzt bei einem geringeren Angebot eine höhere Nachfrage nach US-Dollar besteht. Der gesamte asiatische Raum gilt bei Anlegern als sicherer Hafen. Das liegt an der vergleichsweise geringen Sensitivität gegenüber der Rohstoff-preisentwicklung sowie an der relativen politischen Stabilität.

Momentan ziehen wir Hartwährungsanleihen Lokalwährungsanleihen vor. Im HC-Segment setzen wir vorzugsweise auf Staatsanleihen gegenüber Unternehmensanleihen. Trotz des schwierigen Umfelds rangieren die erwarteten Renditen für 2016 vom niedrigen einstelligen Bereich für EMD-Lokalwährungsanleihen und asiatische Hard-Currency-Anleihen bis hin zu 6 Prozent oder sogar mehr für EMD HC, EM-Unternehmensanleihen und asiatische Hochzinsanleihen.

Grünen Anleihen steht ein Boom bevor

Der nordamerikanische Vermögensverwalter BMO Global Asset Management sieht Chancen sowohl für Emittenten als auch Investoren bei dem noch jungen Finanzierungsinstrument. 

Wollen die weltweiten Länder die auf dem Klimagipfel in Paris beschlossenen Minderungsziele für den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) erreichen, müssen deren Regierungen in den kommenden Jahren verstärkt auf umweltfreundliche Technologien setzen. So genannte „Grüne Anleihen“ sind dabei für Investoren eine immer attraktivere Möglichkeit, um in den Klimaschutz zu investieren. Für die Emittenten auf der anderen Seite entwickeln sie sich zu einem entscheidenden Finanzierungsinstrument, um den anstehenden Strukturwandel in der Energieerzeugung und -versorgung zu finanzieren. Zu dieser Einschätzung kommen die Experten von BMO Global Asset Management. „Die Internationale Energieagentur schätzt den weltweiten Investitionsbedarf im Energiesektor bis zum Jahr 2035 auf 53 Billionen Dollar, wenn die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius beschränkt werden soll. Nach dem Treffen in Paris soll sogar die 1,5-Grad-Marke gehalten werden“, sagt Andrew Brown, Director Credit bei BMO Global Asset Management. „Dieses Kapital wird nicht allein von Banken und dem Staat aufgebracht werden können. Der Kapitalmarkt wird daher einen Großteil der Lücke schließen müssen. Dies wird unter anderem mit grünen Anleihen geschehen.

Dieses vergleichsweise junge Finanzierungsinstrument unterscheidet sich vom Konzept her kaum von herkömmlichen Anleihen. Der wesentliche Unterscheid ist, dass der Emissionserlös ausschließlich in Projekte mit Umweltnutzen fließt. Darunter fallen zum Beispiel der Ausbau erneuerbarer Energiequellen und umweltfreundlicher Verkehrssysteme, Projekte zur Reinhaltung von Wasser und nachhaltiger Landnutzung. Die ersten Emittenten waren 2007 internationale Organisationen wie etwa die Weltbank und die Europäische Investitionsbank, die damit die Klimapolitik einzelner Regierungen fördern wollten. „Nachdem 2013 erstmals auch private Schuldner Grüne Anleihen begeben haben, ist das Marktsegment stark gewachsen und hat nun eine gewisse Reife“, beobachtet Brown.

Im vergangenen Jahr wurden Grüne Anleihen in einem Gegenwert von 36,6, Milliarden Dollar emittiert – mehr als dreimal so viel wie im Jahr zuvor. Im laufenden Jahr hat sich dieser rasante Aufwärtstrend – anders als von vielen Experten erwartet - vorerst beruhigt. Das Ausgabevolumen hat sich statt im prognostizierten dreistelligen Bereich in etwa auf der Höhe des Vorjahres bewegt. „Zum Teil ist diese enttäuschende Entwicklung auf den Rückzug der internationalen Organisationen zurückzuführen“, erläutert der BMO Global Asset Management-Experte. „Trotzdem hat sich der Markt im Jahresverlauf weiterentwickelt und die Emittentenlandschaft ist vielfältiger geworden.“ So können die Anleger zum Beispiel mittlerweile auch Anleihen aus den Emerging Markets, insbesondere aus China, kaufen und es treten Kommunen und Gebietskörperschaften als Emittenten am Markt auf. Gleichzeitig wurden auch Anleihen ohne Investmentgrade-Qualität begeben. „Auch die Laufzeiten sind länger geworden. Wesentlich mehr Papiere laufen heute zehn Jahre und länger“, beobachtet Michiel de Bruin, Head of Global Rates and Money Markets bei BMO Global Asset Management. „Für die kommenden Jahre erwarten wir eine Fortsetzung des stetigen Marktwachstums bei weiterer Diversifikation.“ Seinen Beobachtungen zufolge wollen inzwischen jedoch immer mehr Anleger grüne Anleihen in ihr Portfolio aufnehmen. „Zu deren wichtigsten Motiven zählen dabei der Wunsch nach einem Investment mit Umweltnutzen, die Verantwortung gegenüber den Stakeholdern und ein Anlageverhalten, das im Einklang mit den eigenen Grundsätzen steht“, sagt de Bruin.

Nach wie vor umstritten ist jedoch die Frage, wie die „Grünheit“ eines Projektes, das mit dem Erlös einer grünen Anleihe finanziert wird, nachvollziehbar bewertet werden und eine missbräuchliche Verwendung ausgeschlossen werden kann. Die Anfang 2014 eingeführten „Grundsätze für grüne Anleihen“ (Green Bond Principles) definieren zunächst, wann genau eine Anleihe als grün gilt. Kern des Regelwerkes sind vier Grundsätze, die genaue Vorgaben zur Verwendung des Emissionserlöses, zum Procedere bei der Projektbewertung und -auswahl, dem Management des Emissionserlöses und zu der laufenden Berichterstattung des Emittenten machen. „Zusätzlich wird eine externe Prüfung der Mittelverwendung empfohlen, damit diese vier Grundsätze auch eingehalten werden“, so de Bruin. Allerdings geben die Grundsätze keine Kriterien vor, mit denen zum Beispiel der Umweltnutzen oder der zusätzliche Gewinn durch die Projekte für die Umwelt gemessen werden kann.

„Wahrscheinlich ist daher eine sehr gründliche Analyse der tatsächlichen Auswirkungen finanzierter Projekte notwendig, wie sie zum Beispiel ein in diesem Bereich erfahrener Investor vornimmt, um deren ökologischen Nutzen zu erfassen“, so Brown. „Aufbauend auf unserem Engagement im Bereich der sozialen, ökologischen und verantwortlichen Investment (ESG-Investments) haben wir daher einige Anregungen zur Weiterentwicklung grüner Anleihen begeben. Wir empfehlen zum Beispiel den Unternehmen, auf ihr Nachhaltigkeitsprofil zu achten und rechtzeitig zu reagieren, falls man ihnen vorwirft, sich nur ein grünes Image zulegen zu wollen.“

Commodity exporters remain accommodative

Commodity currencies (AUD, CAD, NOK and NZD) have come under renewed pressure in 2016 as fresh declines in the oil price have raised the expectations of further interest cuts by respective central banks. Global oil prices have plumbed twelve year lows following the removal of Iranian nuclear sanctions and the release of weak Chinese manufacturing data, all of which have promoted bearish sentiment towards the broader commodity complex. In the very near term, we expect the AUD, CAD, NOK and NZD to resume their decline against the US Dollar, as bearish sentiment lingers and expectations of continued rate divergence with the US build.

Both Australia and New Zealand have suffered as their respective terms of trade (value of exports/value of imports) have plunged in the face of commodity oversupply and reduced Chinese demand. Last year, the Reserve Bank of Australia (RBA) cut rates twice in order to negate the economic impact of reduced capital expenditure and job reductions in the nation’s mining sector. Meanwhile, the Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) cut rates 4 times to prevent the deflationary impact of supressed dairy farming incomes. Since mid-December, the start of oil’s recent drop, market expectations of further interest rate cuts have resurfaced (see Figure 1), with the RBA and RBNZ expected to cut rates at their upcoming monetary meetings on the 29th February and 27th January respectively. We believe that both the AUD/ USD and NZD/ USD exchange rates will come under pressure in coming weeks, as expectations of rate divergence with the US and concerns over the ongoing impact of commodity declines continue to weigh in.

The Bank of Canada (BoC) kept rates on hold at its latest monetary policy meeting this week. This was despite its latest quarterly monetary policy report revealing reduced growth forecasts and concerns over the “complex adjustment” the economy continues to make from its resource to its non-resource sector. This decision to hold off was likely due to the BoC awaiting the release of the newly elected government’s federal budget, which is likely to include additional fiscal stimulus. We still believe that the BoC may be encouraged to take further action in months to come and the USD/CAD will move higher as a result. This move will also be aided by the build-up of net short CAD speculative positioning to record levels (see Figure 2).

Please find the full report from ETF Securities with charts and a list of funds attached on the left.

European Central Bank ready to act amid worsening global economic outlook

At a meeting of the European Central Bank (ECB) on 21 January, the Governing Council did not alter any of its monetary-policy parameters. However, ECB President Mario Draghi indicated that new measures may follow at the next meeting on 10 March as “downside risks have increased again amid heightened uncertainty about emerging market economies’ growth prospects, volatility in financial and commodity markets, and geopolitical risks”.

At the media conference following the announcement, Mario Draghi made it clear that the ECB’s steps announced at the previous meeting are being underestimated by market participants. He pointed out that the additional policy measures have enlarged the current liquidity programme by 680 billion euros, which is about two-thirds the original size. Further, he explained that “there are no limits to how far we are willing to deploy our instruments within our mandate to achieve our objective of a rate of inflation which is below but close to 2 percent”. Currently, this inflation rate is at 0.2 percent in the euro zone.

Worries regarding the prospects of Italian banks seem overdone, Mario Draghi said, addressing the recent sharp drop in these company’s shares. The so-called Asset Quality Reviews of banks that the ECB conducted over the past two years had already identified possible difficulties within the sector, the ECB President said. Draghi added that “Italian banks have on average a level of provisions similar to what is prevailing in the euro area, and have also a fairly high level of guarantees and collateral”.

Given the deteriorating situation of the economy in China as well as other emerging economies, and the current troubles in the commodity sector, we think that the ECB will announce additional monetary policy actions at the next meeting in March. Due to the recent fall in oil prices, we expect a substantial downgrade of the ECB’s inflation forecast. However, we do not see very much leeway for a significant extension of the ongoing asset-purchasing programme (“quantitative easing,” QE). An additional lowering of the ECB’s deposit rate is more likely, in our opinion.

What are the consequences for financial markets?

Clearly, the twin impact of slower Chinese economic growth and collapsing commodity prices is affecting global growth prospects by putting stress on emerging markets and commodity producers. Recent US data (the regional New York Empire new orders index and the “Philly Fed” index) point to a contraction of manufacturing while recently published consumer data such as car sales and housing are mixed, foreshadowing weak US fourth-quarter GDP figures. At the same time, inflation readings remain subdued and crucially, long-term inflation expectations are drifting lower. This is a sensitive point for monetary authorities.

The factors outlined above are not new per se, but their persistence has triggered a crisis of confidence among market participants, as evidenced by a broad sell-off across equity and credit markets since the start of 2016. Our 2016 scenario “Markets face a crisis of confidence” – one we have considered least likely (15 percent) thus far – has gained in probability (see our scenario overview in the Investors’ Outlook December 2015 issue) given the recent market action.

In addition, the widening of credit spreads and the correction of equity markets is contributing to a significant tightening of financial conditions. If not dealt with, this will over time affect the real economy. This is where central banks intervene to prevent financial contagion to unduly impact economic growth prospects. ECB President Mario Draghi's forceful “there is no limit to our action” has to be seen in that context. Likewise, we can expect the Bank of Japan and the U.S. Federal Reserve to mitigate the potential fallout of market stress.

We anticipate some relief across risky assets from deeply oversold conditions but the root causes for the recent market upheaval have not disappeared: there is too much debt and too little cash- flow to ensure healthy economic growth, and disinflationary forces remain prevalent, requiring constant care from central banks to prop up liquidity. Investors will have to come to terms with the fact that this is the new normality.

Flexibility and the ability to act in a contrarian fashion – without succumbing to panic or euphoria – will remain prerequisites to successfully navigating financial markets in 2016.

Welche Anlagechancen bringt dieses Jahr?

Ertragsorientierten Anlegern wird allmählich klar, welche Auswirkungen die steigenden US-Zinsen auf ihre Portfolios haben. Unsere Investmentexperten sehen jedoch neben Anleihen weitere Anlagemöglichkeiten, um attraktive laufende Erträge zu erzielen und dabei gleichzeitig die Robustheit der entsprechenden Portfolios zu stärken.

Jörg Knaf, Executive Managing Director - DACH Countries
Natixis Global Asset Management

Der moderne Finanzmarkt ist komplexer und dynamischer denn je. Die aktuellen Marktturbulenzen helfen da wenig. Durch die Entstehung neuer Asset-Klassen wie zum Beispiel Infrastruktur und durch den Zugang zu Einnahmequellen wie Alternative Investments, ermöglicht durch die Einführung von UCITS IV, steigen zugleich die Herausforderungen für Investoren und deren Berater bei der Asset-Allokation.

Mit Blick auf das aktuelle Marktgeschehen reicht die traditionelle Mischung aus Anleihen und Aktien längst nicht mehr aus. Sie hätte Anlegern seit Jahresbeginn ein Minus von über 10% beschert, nicht zu sprechen von den enormen Schwankungen. Kein guter Start für 2016! Das liegt daran, dass diese Anlageklassen mit ca. 70% stark miteinander korrelieren. Einen Ausweg aus dieser Zwickmühle bieten Alternative Investments wie zum Beispiel Managed Futures, Global Macro, MinVariance und Long/Short-Ansätze. Und (ja!): Auch mancher Rohstoff kann Ihr Portfolio schützen, denn nicht alle sind im freien Fall. Auf die Mischung bzw. die Diversifikation kommt es eben an. Die aktuelle Achterbahnfahrt verdeutlicht wieder einmal die Notwendigkeit einer aktiven Investmentstrategie, gepaart mit einer nachhaltigen Portfolioverwaltung, die klare Investmentziele und das Risiko stets vor Augen hat.

Maura Murphy, CFA® , Portfolio Manager
Loomis, Sayles & Company

Zeit, sich auf risikobereinigte Erträge zu konzentrieren

In den letzten sieben Jahren hat die US-Notenbank eine Nullzinspolitik betrieben, bis die Währungshüter im Dezember 2015 beschlossen haben, die Zinsen wieder anzuheben. Obwohl wir nun in eine Phase eintreten, in der die Geldmarktpolitik schrittweise wieder verschärft wird, sind die Wachstumsaussichten nach wie vor getrübt. Gleichzeitig ist die Inflation weiterhin recht niedrig, und auch die Rohstoffmärkte bleiben unter enormem Druck. Zwar hat die Fed bereits damit begonnen, die Kreditkosten nach oben zu schleusen: Jedoch dürfte diese Normalisierungsphase des Zinsniveaus lange andauern. Und solange das Wachstum sowie die Inflation nicht deutlich ansteigen, rechnen wir auch nicht mit stark steigenden US-Zinsen in diesem Jahr. Angesichts eines engeren Finanzierungsumfelds dürften die jüngsten Wertschwankungen am Markt anhalten. Deshalb sollten sich die Anleger auf die risikobereinigten Erträge konzentrieren. Denn: Sich des Risikos und eines bestimmten Renditeniveaus bewusst zu sein, könnte zu einer konsistenteren Portfoliorendite sowie einem optimalen Gesamtertrag führen.

Laufende Erträge von US-Aktien

Dividendenaktien werden als die „traditionellste“ Quelle für die laufenden Erträge eines Portfolios angesehen. Unserer Meinung nach werden US-Dividendenaktien auch in diesem Jahr eine zentrale Rolle für die laufenden Erträge spielen. Schließlich befinden sich die USA nach wie vor in der spätexpansiven Phase des Konjunkturzyklus. Dividendenaktien sind Papiere von Unternehmen mit attraktiven Bewertungskennzahlen, die bereits in der Vergangenheit Dividenden ausgeschüttet haben und diese in Zukunft noch steigern dürften. Branchen wie Finanzen, Technologie und Telekommunikation bieten ein vielversprechendes Dividendenwachstum und entwickeln sich bei steigenden Zinsen tendenziell überdurchschnittlich. Sollte eine Erholungstendenz an den Rohstoffmärkten erkennbar sein, könnten auch die Segmente Energie und Rohstoffe Value-Anlagechancen eröffnen. Europa durchläuft zurzeit eine Erholungsphase des Konjunkturzyklus. Die Vergangenheit lehrt uns, dass Aktien in diesem Stadium einen attraktiven Gesamtertrag bieten. Da die Europäische Zentralbank ihre quantitativen Lockerungsmaßnahmen fortsetzt, könnte man etwa europäische Dividendenaktien im Jahr 2016 für eine Allokation erwägen.

Weniger zinssensitive Papiere sind vergleichsweise attraktiv

Festverzinsliche Wertpapiere bieten ebenfalls eine Möglichkeit innerhalb eines Portfolios laufende Erträge zu erzielen. Da die Zinsen derzeit jedoch niedrig sind und deshalb ansteigen könnten, lassen sich derzeit nur schwer attraktive risikobereinigte Ertragschancen herausfiltern. In diesem Zusammenhang setzen wir auf festverzinsliche Papiere mit relativ geringer Zinssensitivität. Dazu zählen insbesondere Hochzinsanleihen und Bankdarlehen.

Bruno Crastes, CEO, Global Macro Strategist
H2O Asset Management

Mit Blick auf das weltwirtschaftliche Umfeld, sprechen die jüngsten Veränderungen des Zinsniveaus, der Wechselkurse und der Liquidität dafür, dass Anleihen nicht mehr so attraktive Anlagechancen bieten. Wir rechnen sogar damit, dass diese Anlageklasse die Gunst global ausgerichteter Investoren in den nächsten Jahren zunehmend verlieren könnte. Anleihen machen derzeit einen hoch bewerteten Eindruck. Darüber hinaus hat diese Anlageklasse zuletzt immer ausgeprägtere Wertschwankungen verzeichnet. Der Auslöser dafür waren die Erwartungen an eine Anhebung der US-Zinsen durch die Fed. Anleihen haben sich 2015 aber nicht nur als volatil erwiesen, sondern auch kaum Wertzuwächse verzeichnet. Zudem besteht im Zuge einer umfassenden Neuausrichtung global agierender Investoren nach wie vor die Gefahr einer heftigen Anleihen-Verkaufswelle. Aus diesen Gründen raten wir derzeit nicht dazu, in dieser Anlageklasse übergewichtet zu sein.

Investments an den internationalen Devisenmärkten sowie in Aktien

Im Laufe dieses Jahres dürften Rohstoffwährungen wie der australische Dollar und der Neuseeland-Dollar gegenüber dem US-Dollar noch weiter abwerten. Und selbst wenn die Rohstoffpreise 2016 stabil bleiben sollten, könnte das aktuell sowohl in Australien als auch in Neuseeland schwierige konjunkturelle Umfeld diese beiden Währungen belasten. Deshalb wäre es sinnvoll, 2016 in solchen Währungen „short“ zu bleiben. Was Aktien betrifft, so halten wir europäische Titel mittlerweile für attraktiver als ihre US-Pendants. Trotz des jüngsten Aufwärtstrends an den europäischen Aktienmärkten machen diese Papiere nämlich immer noch einen vernünftig bewerteten Eindruck. Im Gegensatz dazu nähern sich die Bewertungen von US-Titeln inzwischen einem Allzeithoch. Noch bedeutsamer ist allerdings das volkswirtschaftliche Umfeld, das in Europa aufgrund der anhaltenden quantitativen Lockerungspolitik der dortigen Notenbank besonders vorteilhaft ist. Darüber hinaus dürften US-Aktien in den Portfolios vieler global ausgerichteter Anleger momentan übergewichtet sein. Dagegen sind europäische Papiere in diesen Portfolios bisher noch schwächer vertreten. Und schließlich könnten US-Aktien auch durch eine Reihe von Zinsanhebungen vergleichsweise stark unter Druck geraten. Dann aber könnte es sein, dass US-Investoren ihre Anlagen in internationale Vermögenswerte umschichten.

James Grabovac, CFA® , Managing Director, Portfolio Manager
McDonnell Investment Management

Günstige Entwicklung bei steigenden Zinsen

Bei steigenden Zinsen haben sich Kommunalanleihen in der Vergangenheit besser entwickelt als US-Staatsanleihen. Der Grund dafür, dass Kommunalanleihen nicht so ausgeprägte Wertschwankungen aufweisen, hängt mit den Neuemissionsaktivitäten zusammen. Wenn die Zinsen nach oben klettern, begeben Emittenten von Kommunalanleihen nämlich eher weniger Anleihen zur Refinanzierung älterer, höher verzinster Papiere. In der Folge sinkt dann das Angebot an neuen Anleihen tendenziell. Rückläufige Zinsen jedoch bieten den Emittenten einen großen Anreiz, zu Refinanzierungszwecken neue Papiere zu begeben. Im Jahr 2015 entfielen zwei Drittel des gesamten Emissionsvolumens auf Refinanzierungsaktivitäten. Höhere Zinsen können diesen angebotsspezifischen Faktor insgesamt beeinträchtigen und somit dazu beitragen, das Rückschlagrisiko am Markt für Kommunalanleihen in Phasen allgemein steigender Zinsen zu verringern. Was die potenziellen Auswirkungen auf den Markt betrifft, so gehen wir davon aus, dass die Zinskurve tendenziell abflacht. Bei steigenden Zinsen würde dies insbesondere für das kürzere Ende und weniger für das längere Ende der Zinskurve gelten. Auch im historischen Vergleich ist dieses Szenario das wahrscheinlichste. Berücksichtigt man gleichzeitig die Inflation, die in vielen etablierten Volkswirtschaften unterhalb der Zielvorgabe liegt, so scheint eine solche Entwicklung auch auf mittlere Sicht recht wahrscheinlich zu sein.

Michael Acton, CFA®, Director of Research
AEW Capital Management

Anfang 2016 weisen die Renditen, die in Immobiliensegmenten geboten werden, solide Vorteile gegenüber US-Staatsanleihen und anderen Staatspapieren auf. So betrug die Dividendenrendite von US-REITs per 28. Dezember rund 4,23% (auf Basis des „FTSE NAREIT U.S. Real Estate“-Index). Außerdem verzeichnet der Immobiliensektor nach wie vor weltweit hohe Mittelzuflüsse.

Kräftiges Wachstum der laufenden Erträge

Im Durchschnitt steigen die laufenden Einnahmen in der Immobilienbranche momentan stark an. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es sich bei Immobilien wirklich um eine spätzyklische Anlageklasse handelt – und in einem solch späten Stadium des Konjunkturzyklus befindet sich der US-Markt aktuell. Zunächst einmal müssen sich ja die Mieter der Immobilien wirtschaftlich erholen, bevor sich letztlich dann auch die Immobilien selbst wieder erholen können. Deshalb haben wir es also zumindest in den USA derzeit mit jener Phase des Immobilienzyklus zu tun, in der die laufenden Erträge am deutlichsten ansteigen. Wir gehen davon aus, dass diese Phase 2016 und sogar bis ins Jahr 2017 anhalten wird. Praktisch überall in den USA sinken derzeit die Leerstandsquoten. Gleichzeitig haben auch die Mieten inzwischen eine Bodenbildung vollzogen und ziehen langsam wieder an. Die Angebotsseite reagiert darauf allerdings nur sehr schleppend. Die Ursachen dafür sind die neuen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Banken sowie die schwierige Kapitalaufnahme für die Finanzierung neuer Projekte. Aus diesem Grund könnte eine zwei bis drei Jahre dauernde Phase auf uns zukommen, in der die laufenden Einnahmen im Immobiliensektor übermäßig stark ansteigen. Dies könnte dazu beitragen, die Immobilienbranche vor steigenden Zinsen zu schützen.

Urbanisierung bestimmt Nachfrage in China

Die Erholungstendenz des europäischen Immobilienmarktes hinkt der ihres US-Pendants etwas hinterher. In Asien zeigen sich hingegen viele ganz unterschiedliche Tendenzen. Während Japan ein lediglich mäßiges Wachstum verzeichnet, verliert das Wachstum in China zwar an Fahrt. Dort sorgt aber der ausgeprägte Urbanisierungstrend dafür, dass die Nachfrage nach Immobilien in bestimmten Regionen hoch bleibt. Insgesamt machen die Fundamentaldaten von Immobilien zurzeit einen sehr guten Eindruck. An fast allen Märkten weltweit ist das Angebot an neuen Objekten aufgrund der Finanzkrise der Jahre 2008/2009 und ihrer Konsequenzen massiv eingeschränkt. An den meisten Orten rund um den Globus gibt es einfach nicht genug Kredite, um neue Immobilien zu entwickeln. Deshalb legen Immobilien trotz eines moderateren Weltwirtschaftswachstums hohe laufende Erträge vor – ein Trend, der unserer Meinung nach auch in den nächsten Jahren anhalten wird.

„Korrekturen sind unangenehm, aber notwendig“

Die Kurseinbrüche an den chinesischen Börsen zu Beginn des neuen Jahres haben die Sorgen vieler Investoren vor einer deutlichen Konjunkturabkühlung im Reich der Mitte geschürt. Nach dem jahrelangen Boom der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt rechnen Pessimisten im schlimmsten Fall sogar mit einer harten Landung der Wirtschaft. Im Sog dieser Unsicherheiten gaben die Aktienkurse und die Preise vieler Rohstoffe rund um den Globus nach. In Europa erlebten die Aktienkurse sogar den schlechtesten Start seit der Jahrtausendwende. Viele Indizes dort haben ihre Vorjahresgewinne zeitweise komplett abgegeben. Müssen sich die Anleger nun auf ein „Horror-Börsenjahr“ gefasst machen? Dafür sieht Serge Pépin, Experte für europäische Aktien bei BMO Global Asset Management, im Moment keinen Anlass. Im Gegenteil: „Es gibt bereits einige Silberstreifen am Horizont“, sagt er. Welche das sind, erläutert Pépin im Interview.

Herr Pépin, der Start des Börsenjahres scheint fast wie ein Déjà-vu zu 2008. Sind die weltweiten Kurseinbrüche in den vergangenen Wochen der Anfang eines Bärenmarktes? 
Serge Pépin: Nein, damit rechnen wir bei allen Unsicherheiten nicht. Zunächst einmal wiederholt sich Börsengeschichte nicht automatisch – vor allem nicht in einem makroökonomischen Umfeld, das sich von der Situation 2008 deutlich unterscheidet. Bullenmärkte enden nur selten, ohne dass sich eine Rezession abzeichnet beziehungsweise folgt. Danach sieht es zur Zeit aber nicht aus. Die Dynamik der Weltwirtschaft ist sicherlich gedämpft, aber die Wirtschaft entwickelt sich weiter positiv. Und im Moment gibt es keine ernsthaften Anzeichen dafür, dass die Weltkonjunktur unter Druck kommt. Die Anleger sollten sich zudem daran erinnern, dass kurzfristige Korrekturen von fünf bis zehn Prozent bei den wichtigen Indizes immer wieder vorkommen. Sie sind keine Seltenheit, sondern normale und letztlich auch wünschenswerte Entwicklungen. 

Warum sind solche scharfen Kursrücksetzer wünschenswert?
Pépin: Sie sind aus Sicht der Anleger zweifellos unangenehm, aber dennoch notwendig für einen effizienten und gut funktionierenden Aktienmarkt – das sagen wir vor dem Hintergrund unserer langjährigen Erfahrung und unseres disziplinierten Anlageansatzes. Denn sie reflektieren die Risikoprämie, die die Investoren bei der Anlage in Aktien gegenüber dem risikolosen Zinssatz sicherer Anlagen erzielen. Bedauerlicherweise lässt sich im Moment nicht abschätzen, ob die Abwärtsphase bereits ausgestanden ist oder es vielleicht noch weiter bergab geht. Für viele Anleger ist das sicherlich eine Nervenprobe. Als jemand, für den das Glas eher halbvoll als halbleer ist, sehe ich allerdings auch Silberstreifen am Horizont. 

Welche denn?
Pépin: Die Spreads von Hochzinsanleihen sind in der jüngsten Korrekturphase am Aktienmarkt nicht nach oben gegangen. Eher umgekehrt sind sie sogar noch etwas zurückgekommen, allerdings bewegen sie sich immer noch auf hohem Niveau. Was ebenfalls Anlass zu Hoffnung gibt: Der Goldpreis ist zu Beginn des neuen Jahres lediglich leicht gestiegen – und das, wo doch das gelbe Edelmetall üblicherweise den Ruf als sicherer Anlagehafen in Krisenzeiten genießt.

Dennoch dominieren weiterhin Unsicherheiten und Risiken die Informationslage. Vor allem aus China sind zuletzt eher schlechte Nachrichten gekommen. Welche Ansteckungsgefahren für die Weltwirtschaft gehen von dem Land aus?
Pépin: Zunächst einmal ist es natürlich eine Illusion zu glauben, dass die Probleme des Landes mit dem Abschluss des alten Jahres gelöst seien. China ist und bleibt im Moment zweifellos ein Unsicherheitsfaktor – und zwar ökonomisch als auch politisch. Das Land ist der weltgrößte Verbraucher von Energie, Metallen und Weizen. Eine Verlangsamung des Wachstums der Volkswirtschaft hätte erhebliche Auswirkungen auf den Rest der Welt. Dazu kommt, dass in den vergangenen Wochen bei vielen Beobachtern der Eindruck entstanden ist, dass die Regierung und alle anderen führenden politischen Kräfte erkennbare Schwierigkeiten haben, die lahmende Wirtschaft unter Kontrolle zu bekommen und die Konjunktur zu beleben. Zudem haben auch die massiven Markteingriffe an den heimischen Börsen bislang nicht den Erfolg gebracht, den sich die Regierung erhofft hat. Wahrscheinlich haben sie eher im Gegenteil die Situation noch verschlimmert. Jedenfalls haben die von den Aufsichtsbehörden eilig eingeführten neuen Handelsregeln, nach denen der Handel für den Rest des Tages ausgesetzt wird, wenn eine bestimmte Verlustmarke überschritten ist, die Abwärtsbewegung der Kurse nicht stoppen können.

Wie haben Sie Ihre Fonds durch die jüngsten Börsenturbulenzen gesteuert?
Pépin: Ich denke, es ist nachvollziehbar, dass bei einer solch marktübergreifenden Abwärtsbewegung trotz unseres disziplinierten Anlageansatzes nur wenige Positionen von Verlusten verschont blieben. Bemerkenswert ist aber, dass sich zum Beispiel der F&C European Large Cap- und der Small Cap-Fonds in der ersten Woche jeweils besser als ihre Benchmark entwickelt haben. Zusätzlich dazu konnten wir mit einzelnen Fonds einige Sondersituationen ausnutzen. Insgesamt haben sich daher unsere Fonds in der Mehrheit ganz achtbar geschlagen.

Europäische Aktien: Morgendämmerung in Spanien und Irland

Die Eurokrise der Jahre 2010 bis 2013 hat die europäischen Peripherieländer zu massiven Anpassungen gezwungen. Nachdem nun die Weichen auf Erholung gestellt sind, lohnt sich laut Niall Gallagher, Fondsmanager des GAM Star European Equity, ein genauerer Blick auf die dortigen Aktienmärkte. Doch auch anderswo in Europa seien ausgewählte Firmen weiterhin in der Lage, überdurchschnittliche Wachstumsraten zu erwirtschaften. „Wenn Investoren attraktive Renditen erzielen wollen, sollten sie daher sehr selektiv vorgehen“, erklärt der Experte. 

Schmerzhafte Anpassungsprozesse zeigen Wirkung
Die positive Entwicklung ist Gallagher zufolge den Weichenstellungen der Politik zu verdanken. „Die schmerzhaften Anpassungsprozesse führten in vielen Ländern der europäischen Peripherie zu einem starken Rückgang der Binnennachfrage und einem Gesundschrumpfen vieler Unternehmen.“ Inzwischen seien die positiven Auswirkungen der Reformen zu spüren. So sind nach dem Abbau der hohen Verschuldung wieder positive Impulse bei der Kreditnachfrage zu beobachten. Diese wiederum stärkten den Konsum – vor allem in den Peripherieländern. 

Folgerichtig sieht Gallagher derzeit die größten Chancen ausgerechnet in zwei Ländern, die besonders stark unter der Krise zu leiden hatten: Spanien und Irland. „Dort ist die Inlandsnachfrage so stark zurückgegangen, dass wir eine mehrjährige Gegenbewegung für unvermeidlich halten“, so der Fondsmanager. Zwar dürften die Eigenkapitalrenditen in weiten Teilen der Wirtschaft nicht wieder auf das Vorkrisenniveau steigen, doch prognostiziert Gallagher einen branchenübergreifenden Anstieg der Gewinne – vor allem im Konsumgütersektor und in der Industrie. „Dies gilt auch für die anderen europäischen Peripherieländer, wo steigende Konsumausgaben und Investitionen der Industrie, sinkende Arbeitslosigkeit und wachsende Zuversicht die Gewinne steigen lassen sollten“, erklärt er. 

Telekommunikations-, Luxusgüter- und Gesundheitsbranche besonders attraktiv
Darüber hinaus gebe es auch Branchen, die von strukturellen Verbesserungen profitieren könnten. Dazu gehöre etwa der Telekommunikationssektor. „Einige Telekommunikationsunternehmen befinden sich derzeit in einer Aufwärtsspirale aus steigenden Umsätzen, sinkenden Kosten und geringerem Kapitalbedarf“, sagt Gallagher. „Das führt zu signifikant höheren freien Cashflows, die wiederum Spielraum für höhere Dividenden und eine Stärkung des Eigenkapitals innerhalb der Kapitalstruktur ermöglichen.“ Positiv wirke sich auch der Wandel hin zu einer zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft aus. Hiervon könnten vor allem Unternehmen mit einem starken E-Commerce-Business sowie Anbieter von Zahlungs- und Logistikdienstleistungen profitieren.

Eine andere Art des Wandels wiederum könnte der Luxusgüter- und Gesundheitsbranche zugutekommen: das Wachstum der Verbrauchernachfrage in den Schwellenländern durch die steigende Bedeutung der Mittelklasse in diesen Ländern. „Im Healthcare-Sektor bevorzugen wir dabei Unternehmen, die vom Trend zu einer immer ungesünderen Ernährung der Bevölkerung in den Schwellenländern profitieren, der Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mit sich bringt.“

Wo Licht ist, ist auch Schatten
Laut Gallagher sollten Anleger gegenüber manchen Branchen Vorsicht walten lassen: Beispielsweise sei die Dynamik zwischen Angebot und Nachfrage im Energiesektor weiterhin negativ und die Aktienkurse der großen Ölkonzerne würden dies noch nicht vollständig einpreisen. Auch europäische Banken stehen vor Herausforderungen, was ihre Aktien wenig attraktiv macht: „Die kontinuierliche quantitative Lockerung lässt Zinsmargen erodieren und die Eigenkapitalanforderungen steigen weiter“, so Gallagher.

Die deutlichen Unterschiede bei den Zukunftsaussichten, Bewertungen und Renditeerwartungen der verschiedenen Branchen und jeweiligen Einzeltitel machen laut Gallagher eines klar: „Attraktive Erträge dürften vor allem über eine aktive Aktienauswahl und ein wirksames Risikomanagement erreicht werden.“