European tech stocks: no FANGs but plenty of bite

Europe may lack well-known tech giants but its industrial heritage, combined with emerging technologies, should mean it is well-placed for the next wave of innovation, says Guy Richardson, Analyst for European Equities at Schroders.

In the US, tech firms have been responsible for 42% of the rise in the value of the US stockmarket since 20141. Emerging markets too have their own tech giants in Alibaba and Tencent.

But where are the tech companies here in Europe? And could emerging technologies enable Europe to produce its own versions of the much-vaunted US FANG stocks of Facebook, Amazon, Netflix and Alphabet (formerly Google)?

US and China benefit from huge local markets

The dominance of the US and Chinese tech giants today can be traced back to the widespread adoption of the internet in the late 1990s. The internet as a technology enabled the birth of a radically different business model; innovation and new ideas could be developed and monetised without the need for extensive capital investment.

When combined with the vast single markets of the US and China this new technology facilitated businesses to scale rapidly and establish powerful network effects. This fuelled the transformation of US and Chinese internet start-ups into the dominant tech giants we know today.

Here in Europe, local differences between countries have thus far limited the ability of companies to achieve this same scale and leverage of network effects; a key driver of the disparity in fortunes between the tech sector here and abroad. 

Europe’s industrial heritage should prove an advantage

If the economics of consumer internet business models have been well-suited to the scale of the US and Chinese markets, the nascent technologies being adopted today play more to Europe’s strengths.

As traditional businesses increasingly come to rely on technology as a key part of their strategy, Europe’s rich industrial heritage provides a fertile environment for European tech firms to establish a lead in the so-called “industrial internet”.

For example, software from the likes of German company SAP provides real time data on a business’s industrial output - an increasingly important capability for a future world of automated factories.

Development of such software requires a detailed understanding of industrial processes. Given the close relationship in Europe between technology and industry, European tech companies are well-positioned to benefit as we move beyond the consumer phase of the tech adoption curve towards industrial adoption.

Tech sector isn’t just about the household names

There’s a tendency to focus on the headline-grabbing endeavours of Tesla when we think about electric vehicles. Little attention, however, is paid to the companies that provide the technology building blocks under the bonnet - companies often found in Europe.

Europe’s semiconductor industry has vital intellectual property required by auto manufacturers globally to produce electric cars. As an example, Infineon is the world’s largest manufacturer of power semiconductors, a component required to manage the huge voltages that will be going through the electric cars that we (or a robot) will be driving in the future.

With an estimated 5% of vehicles produced globally expected to be electric by 20202, such a business is set to play an increasingly important role in automotive supply chains around the world.

Fast pace of change as new technologies emerge

To date, Europe has not produced tech giants on the scale of the US; the market value of the entire European tech sector amounts to just 8%3of our US cousins.

However, the adage that past performance is not a guide to the future is particularly relevant in the technology sector. Emerging technologies can revolutionise the way a business makes money, leaving today’s winners as tomorrow’s losers. The European tech sector should therefore not be ignored.


This article has first been published on schroders.com.

Sectors, securities, countries and regions mentioned are for illustrative purposes only and not a recommendation to buy or sell.

1) Source: The Economist, 6 January 2018
2) Source: IHS Markit, January 2016.
3) Source: MSCI, as at 29 December 2017.

Die tschechischen Präsidentschaftswahlen und die Reaktion der Märkte

von Margarita Sinitsyna, Fondsmanager in der Czech Republic Branch der Erste AM.

Nachdem beide Runden der tschechischen Präsidentschaftswahlen geschlagen sind, können wir nun einen Blick zurück auf einige Höhepunkte werfen. Der Amtsinhaber, Milos Zeman, trug einen knappen Sieg gegen seinen Herausforderer, Jiri Drahos, davon.

Die erste Runde der Wahlen, die am 12. und 13. Januar abgehalten wurde, begann mit einer relativ großen Anzahl an Kandidaten. Trotz dessen, dass die Anzahl der Kandidaten gegenüber den vorigen Wahlen (2013) mit neun unverändert geblieben war, wurde diese Wahl als Referendum über den amtsinhabenden Präsidenten gesehen, dessen politischer Kurs ab und zu als kontrovers erachtet wird und der zahlreiche Unterstützer wie auch Gegner für sich verbuchen kann. Während Zeman oft für seine Neigung gen Osten kritisiert wird, hat sein Zweitrundengegner, Jiri Drahos, wiederholt eine recht pro-europäische Position eingenommen. Von den neun Kandidaten erzielten die beiden Gewinner der ersten Runde, Milos Zeman und Jiri Drahos, 38,57 bzw. 26.60 Prozent der Stimmen. Die meisten auf der Strecke gebliebenen Kandidaten gaben für die Stichwahl eine Wahlempfehlung für Jiri Drahos ab.

Unpolitischer Hintergrund vs. EU-Skepsis

Die Vorhersagen gingen für die Stichwahl (26. und 27. Januar) von einem knappen Ergebnis aus. Trotz Milos Zemans soliden Erstrundenergebnisses schien der Herausforderer über eine gute Chance zu verfügen, den Amtsinhaber zu schlagen. Ungeachtet all der Gegner seines politischen Kurses konnte Zeman auf sehr verlässliche Wähler zählen, und die Skepsis gegenüber der EU und Migrationsfragen, die im Land derzeit vorherrscht, spielte auch in seine Hände. Andererseits konnte auch Drahos aufgrund seines unpolitischen Hintergrundes, seiner pro-westlichen Einstellung und seines Potenzials, frisches Blut ins politische Establishment zu bringen, mit dem viele Wähler unzufrieden sind, auf viele Unterstützer verweisen. Aber es waren auch zahlreiche andere Faktoren im Spiel. Beispielsweise die Gesundheit des Amtsinhabers, die in der letzten Zeit oft angesprochen worden war, und der Umstand, dass der Herausforderer keinen politischen Hintergrund hatte, weshalb er sich eventuell auf Personen oder Institutionen verlassen hätte müssen, die ihren eigenen Interessen womöglich mehr Aufmerksamkeit geschenkt hätten als jenen Drahos‘.

Die Strategien, die die Kontrahenten für die Stichwahl gewählt hatten, um unentschlossene Wähler für sich zu gewinnen, stellten vorrangig auf Migrationsfragen ab. Sowohl Milos Zeman als auch Jiri Drahos ließen wenige Gelegenheiten aus, sie prominent zu platzieren, sei es bei TV-Debatten, persönlichen Veranstaltungen mit Wählern, oder in sozialen Netzwerken, um nur ein paar zu nennen. Obwohl die politische Szene in der Tschechischen Republik normalerweise die Märkte nicht sehr bewegt und der Präsident einen eingeschränkten Machtspielraum hat, wurden die Wahlen überall sehr genau verfolgt, da sie die zukünftige Richtung des Landes bestimmen würden. Schlussendlich trug Milos Zeman mit 51,37 Prozent der Stimmen einen knappen Sieg über seinen Kontrahenten davon. Die Märkte blieben großteils unbeeindruckt von dem Ergebnis.

Die Reaktion der tschechischen Märkte

Obwohl die Märkte in der Tschechischen Republik größtenteils nur sehr geringes Interesse an Politik an den Tag legen, reagieren sie normalerweise doch auf die Politik der Zentralbank und auf makroökonomische Daten. Die tschechische Wirtschaft kann auf ein breit-basiertes BIP-Wachstum verweisen, welches in Q3 2017 5 Prozent erreichte, ebenso wie auf die niedrigste Arbeitslosenrate der EU mit lediglich 2,5 Prozent im November 2017 (lt. Eurostat). Im April 2017 gab die Tschechische Nationalbank (CNB) die Währungsbindung auf, welche seit November 2013 in Kraft gewesen war, und seit damals folgt die tschechische Krone einem deutlichen Aufwertungspfad. Die Konjunktur war positiv, und gleichzeitig verhalf der entstehende Inflationsdruck der CNB, ihr Inflationsziel zu erreichen. Einige Beobachter bezeichneten die Maßnahme als kontroversiell und verunglimpften die Zentralbank dafür, mehr Schaden als Nutzen anzurichten, z.B. die Förderung von „Faulheit“ auf Seiten exportorientierter Unternehmen hinsichtlich Innovation und Wettbewerbsfähigkeit, sowie die Nichtergreifung der Chance, die wirtschaftliche Basis für Produkte mit höherem Mehrwert zu schaffen.  Zwar verursachen solcherlei Meinungen oft endlose Debatten bezüglich Für und Wider, doch man kann festhalten, dass der Wohlstand mit Kosten verbunden war.

Über Potenzial

Die Zentralbank verfünffachte ihre Fremdwährungsreserven, und obwohl damit derzeit keine direkten Probleme verbunden zu sein scheinen, sollte man dies nicht vergessen. Nach all den Jahren der Währungsbindung begann die Wirtschaft, nahe an oder sogar über ihrem Potenzial zu operieren, und die Tschechische Nationalbank, in Sorge ob einer möglichen Überhitzung, war eine der ersten Zentralbanken der Welt (und die erste in der Region), die mit der Straffung der Geldpolitik begann. Die Zinsen wurden bis dato zwei Mal erhöht, und es wird von weiter Straffung über den Wechselkurskanal und vermittels konventioneller monetärer Mittel ausgegangen. Der Großteil des Marktes erwartet für 2018 mindestens zwei Zinserhöhungen, wobei der erste sehr wahrscheinlich bereits in der Sitzung am 1. Februar beschlossen werden sollte. Staatsanleiherenditen und der EUR/CZK-Wechselkurs eskomptieren die Zinserhöhung derzeit zum überwiegenden Teil. Daher sind wir der Ansicht, dass von einer Marktreaktion auszugehen sein wird, falls die CNB bei besagter Sitzung nicht den Erwartungen entsprechend agiert. Falls dies eintreten sollte, wäre die Reaktion gleichwohl relativ leicht und kurzlebig. Es wird davon ausgegangen, dass der allgemeine Trend der aufwertenden Krone sowie steigender Anleiherenditen anhalten sollte.


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Wichtige rechtliche Hinweise:
Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Multi-Multi-Tenant

von Maximilian Ludwig, Head of Asset Management Retail & Hotel, Real I.S. AG.

Wer in Büroimmobilien investiert, der schätzt Multi-Tenant-Konzepte. Mehrere Nutzer mit unterschiedlichen Mietvertragslaufzeiten (oder -restlaufzeiten) und entsprechendem Wertschöpfungspotenzial. Die Vorteile wie Risikodiversifizierung und Werthebel sind bekannt. Längst ist ein weiteres Plus dazugekommen: Teilbereiche werden häufiger von der Standardvermietung ausgeklammert – und als Co-Working-Spaces entweder an einen Betreiber vergeben oder aber bei entsprechender Kompetenz auch vom unternehmenseigenen Asset-Management verantwortet. Insbesondere dann, wenn die Immobilie kreative Unternehmen anspricht, die ihre Belegschaft temporär um Freelancer aufstockt, aber auch je nach Situation wieder abbaut, ist Co-Working als Ergänzung zu den eigenen Büroräumen ein Mehrwert. Der Multi-Tenant-Ansatz würde so um eine weitere Ebene erweitert. Zusätzlich zur kleinteiligen Vermietung eine noch kleinteiliger nutzbare Fläche bis hin zum einzelnen Schreibtisch, den ein Unternehmen aus dem Gebäude (oder auch ein Dritter von außen) dazu bucht: Multi-Multi-Tenant.

Kritiker mögen sagen: Der Standardmietvertrag bringt über die Laufzeit eine gewisse Sicherheit und Prognostizierbarkeit für den Eigentümer mit Blick auf den Cashflow. Daher wird er von den meisten Vermietern weiterhin als Schwerpunkt bevorzugt. Bei Co-Working-Spaces hingegen können sich die Einnahmen bei Eigenvermietung sprunghaft verändern. Und wenn ich den Weg über einen Betreiber gehe, gelingt dies möglicherweise nur über kurzfristige Verträge. Die langfristige Sicherheit schwindet in beiden Fällen. Aber ist der Mietvertrag mit einer Länge von zehn Jahren nicht ohnehin ein Auslaufmodell? Wenn ich nicht gerade einen Staatsmieter für meine Fläche gewinne – welches Unternehmen kann heute noch verlässlich zehn Jahre in die Zukunft blicken? Die Mietverträge werden mit der zunehmenden Dynamik in allen Bereichen der Wirtschaft kürzer, von den Vorteilen in der Bilanz ganz zu schweigen. Dieser Trend lässt sich derzeit auch im Einzelhandel gut beobachten, wo der wachsende Online-Handel zu einem schnellen Wandel der Nutzungskonzepte führt. Das macht kürzere Vertragslaufzeiten insbesondere bei kleinflächigeren Konzepten für Vermieter interessant. Auch Co-Working-Spaces sind in hohem Maße drittverwendungsfähig. Selbst wenn sich das Konzept – den positiven Aussichten zum Trotz – nicht durchsetzen sollte, wäre der Weg zurück zum Standardmietvertrag keine große Hürde.

Sicherlich kommt es insgesamt auf das Timing und den Standort an. Nicht jede Lage eignet sich dafür schon jetzt. Mancher Standort wird sich nie eignen. Aber in Städten wie Berlin, wo das langfristige Potenzial von Co-Working-Areas jenseits von 30 Prozent des Büroflächenumsatzes liegt, lohnt es sich, zumindest als Ergänzung darüber nachzudenken.

US dollar gives transitory boost to commodities

Commodities have enjoyed a great start to 2018. From the low point mid-December they have rallied 6.7%. The performance has been broad-based too - driven not only by the Iran issues inflating the oil price - but a rally in industrial/precious metals and agriculture. Broad global economic growth has supported commodity prices, although we are wary of some who are interpreting this as being a positive sign broadly for commodities this year. Commodities as an asset class are a very heterogeneous group and we expect varied performance from each segment this year in particular.

Although we expect the Fed to continue to tighten policy, we think the downside risks to gold prices are limited because real interest rates will remain depressed as inflation gains pace in the US. However, a shock event, such as an equity market correction, could force gold prices higher. On balance we see little change in gold prices in the coming year.

We expect the best performer for 2018 to be industrial metals. They are likely to benefit the most from improving emerging market growth, at the same time we expect supply to remain in deficit in 2018 as the current lack of investment in mining infrastructure continues to bite. Historically we have found that metal markets begin to move towards a balance two years after miner profit margins hit rock-bottom. Miner margins fell to a low of 2% at the beginning of 2016 and since have recovered to just over 7%. So if we see a repeat of historical patterns, we should see supply begin to improve in late 2018, but it could take years to move back into balance.

  • Global oversupply projected to continue for 2017/2018. The USDA January World Agricultural Supply and Demand (WASDE) report updates show most of the commodities in a surplus. Performance across the sector have been mixed over the past month. Cotton continues to benefit from strong Chinese demand while the prospects for the sugar market will likely keep prices subdued for longer.
  • Weaker US Dollar provides additional support to the improving fundamentals for industrial metals. The IMF has upgraded its growth forecast for China in 2018 and 2019. With the global recovery continuing apace, the weaker US Dollar will remain supportive until the US Federal Reserve is forced to adjust monetary policy more aggressively than the market expects.
  • Energy rally looking stretched. The energy complex rallied by 9.1% last month. Natural gas spiked as cold weather hit the US and signs of OPEC’s strategy bearing fruit pushed oil prices higher. However, demand for natural gas is likely to wane in line with seasonal trends and the decline in oil inventories is corollary of rising gasoline inventory.
  • Further upside for precious metals amidst weaker US dollar. US dollar weakness driven by the US government shutdown and rumours that China could curb Treasury purchases are boosting gold’s safe haven appeal. Meanwhile platinum’s relative price attractiveness coupled with rising new car registrations in Europe (dominated by diesel engines) continue to support long term demand for platinum.

Zuflüsse in Gold weiterhin stark

Landwirtschaftskorb-ETPs verzeichnen mit insgesamt 46,4 Mio. USD die höchsten Zuflüsse unserer Fondspalette, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Rohöl-ETPs kam es in der 23. Woche in Folge zu Abflüssen. Kupfer ist der Nachzügler unter den Industriemetallen, auch wenn es die höchsten Zuflüsse verzeichnet.

Landwirtschaftskorb-ETPs (A0KRKB) verzeichneten mit insgesamt 46,4 Mio. USD die höchsten Zuflüsse unserer Fondspalette. Mit Ausnahme von Baumwolle entwickelten sich alle Agrarrohstoffe im vergangenen Jahr rückläufig. Wie aus den aktuellen Zahlen des USDA World Agricultural Supply and Demand Report vom Januar hervorgeht, überwiegt bei den meisten Agrarrohstoffen das Angebot. An den Terminmärkten der Agrarrohstoffe hat sich die Netto-Positionierung im letzten Monat zwar zumeist verbessert, gleichzeitig aber überwogen hier mehrheitlich die Netto-Short-Positionen. „Die pessimistische Stimmung, die bei diesen Agrarrohstoffen vorherrscht, kontrastiert mit der Stimmung im ETP-Bereich. Der Pessimismus könnte aber durchaus von längerer Dauer sein, da das Angebot an diesen Märkten umfangreich ausfallen dürfte“, sagt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions, ETF Securities.

Gold (A0LP78) war das einzige Edelmetall, das Zuflüsse zu verzeichnen hatte. Die anhaltende Schwäche des US-Dollar, die unter anderem der möglichen Stilllegung der US-Verwaltung geschuldet ist, verhalf dem Goldpreis auf ein 4½-Monatshoch. Die Parteien des US-Kongresses einigten sich darauf, die endgültige Entscheidung zunächst bis zum 8. Februar zu verschieben, sodass genügend Mittel zur Verfügung stehen, um den Betrieb für die nächsten zwei Wochen aufrechzuerhalten. Damit steigt allerdings die Unsicherheit, was das Aufwärtspotenzial des Goldpreises wahrscheinlich stützen dürfte. Ferner kamen Gold Gerüchte zugute, dass China seine Käufe von US-Staatsanleihen verringern könnte. „Da die Renditen von US-Staatsanleihen weiter steigen und der handelsgewichtete Dollarindex auf ein Dreijahrestief gefallen ist, liegt es nahe, dass die Marktteilnahmer die Gerüchte bisher nicht eingepreist haben“, sagt Hein.

Bei Rohöl-ETPs (A1N49P) kam es in der 23. Woche in Folge zu Abflüssen, und zwar in Höhe von insgesamt 79,8 Mio. USD, da die fallenden US-Lagerbestände, die zunehmenden geopolitischen Spannungen, insbesondere im Iran, und die weitgehende Einhaltung der OPEC-Förderquoten für Rückenwind sorgten. Wenn wir aber hinter die Kulissen blicken, wird deutlich, dass sich die Benzinlager füllen, das heißt, dass die Bestände einfach vom Rohstoff zum Produkt verschoben werden. Zweitens nehmen geopolitische Konflikte zu und ab, und wir bezweifeln, dass die Risikoprämie von Dauer sein wird. „Die US-Rohölförderung wird 2018 wahrscheinlich auf ein Allzeithoch steigen, was ein weiteres Abwärtsrisiko für Rohöl darstellt“, so Hein.

Kupfer (A0KRJU) ist der Nachzügler unter den Industriemetallen, auch wenn es die höchsten Zuflüsse des Sektors verzeichnet. Als der IWF in der vergangenen Woche seine Wachstumsprognosen 2018 und 2019 für China anhob, flossen 24,5 Mio. USD zu. Die Kupferpreise hinken dem Sektor als Ganzes auf relativer Basis hinterher. „Obwohl der IWF seine Prognose für das chinesische Wachstum für die Jahre 2018 und 2019 um 0,1 Prozent auf 6,6 Prozent anhob, nahmen die Kupferbestände des Landes zu. Laut der International Copper Study Group trug dies 2017 zu einem Anstieg der globalen Vorräte um 0,6 Prozent bei“, sagt Hein.

Keine Überraschungen aus den USA zu erwarten

Nachdem in der vergangenen Woche die aktuelle US-Dollar-Schwäche auch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos für Diskussionen sorgte, stehen in dieser Woche die USA im öffentlichen Fokus. Während die Veröffentlichung des US-BIP für das vierte Quartal 2017 von 2,7% hinter den Markterwartungen zurückblieb, bleiben die Aussichten günstig. Denn auch die Veröffentlichung der ISM-Daten für den Fertigungssektor am 1. Februar dürfte die robuste Verfassung der US-Wirtschaft bestätigen.

Demgegenüber wurde in der vergangenen Woche dem hohen Euro-Kurs eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. EZB-Präsident Draghi hat seine Besorgnis über die anziehende Kursentwicklung des Euro ausgedrückt und dabei auch auf die Aussage des US-Finanzministers Mnuchin abgezielt, dass ein schwacher Dollar-Kurs gut für die US-Wirtschaft sei.

Angesichts der günstigen Entwicklungen in den USA erwarten wir, dass die Fed an ihrem geldpolitischen Kurs der Normalisierung der Leitzinsen weiter festhalten wird. Allerdings rechnen wir erst im März, Juni und September mit weiteren Leitzinserhöhungen. Eine Erhöhung in Folge des Fed-Meetings am 31.01.2018 erwarten wir dagegen nicht. Davon ist auch die Mehrheit der Marktteilnehmer überzeugt, die mit einer Chance von 94% eine Leitzinserhöhung erst wieder im März rechnen.

Globale Aktienmärkte: Fünf Charts zur aktuellen Situation

von Peter Szopo, Chief Equity Strategist der Erste Asset Management.

2017 war ein ausgezeichnetes Jahr für Aktien. Die entwickelten Märkte verzeichneten einen Anstieg von mehr als 16 Prozent in Lokalwährung, und die Märkte in den Schwellenländern konnten beinahe 28 Prozent zulegen. In meiner letzten Kolumne zu den globalen Aktienmärkten im vergangenen November, nach ein paar Wochen erhöhter Volatilität sowie schwächerer Märkte, war die Schlussfolgerung, dass .[s]owohl Wirtschafts- als auch Gewinnwachstum […] nach wie vor [unterstützen], doch in 2018 wird das Momentum zurückgehen, und neue Risiken werden auftauchen. Zwar besteht noch Aufwärtspotenzial für Aktien, doch die Wiederholung der starken Performance in 2017 ist unwahrscheinlich, während die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur klar im Steigen begriffen ist.“

Zwei Monate später und unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich neu eingegangenen Informationen, ist es Zeit, den Ausblick für 2018 einer Überprüfung zu unterziehen. Die fünf Charts unten zeigen, wie sich die Märkte seit unserem letzten Update entwickelt haben und in welchem Ausmaß obige Beurteilung nach wie vor zutrifft.

1. Das Wirtschaftswachstum wirkt noch immer unterstützend für Aktien

Das Wirtschaftswachstum zeigt keinerlei nennenswerte Anzeichen der Verlangsamung. In den letzten zwei Monaten des Jahres 2017 blieben die globalen Einkaufsmanager-Indizes deutlich über der 50-Punkte-Marke (Dienstleistungen) bzw. stiegen sogar an (verarbeitende Industrie). Der Konsensus der Sell-Side-Analysten für das globale Wirtschaftswachstum in 2018 ist in den vergangenen Monaten auf 3,7 Prozent gestiegen, was sich auch mit den IWF-Schätzungen deckt. Ein besonders positives Merkmal des derzeitigen Aufschwungs ist seine breite Basis; die Situation sieht praktisch überall auf der Welt gut aus – und ist (noch) nicht inflationär. Sogar die US-Wirtschaft, die sich jetzt schon in einer Spätphase des Zyklus befindet, wird von der Steuerreform über deren Auswirkungen auf Unternehmensinvestitionen und Konsum neuerlich Auftrieb erhalten. Zwar wird das Wachstum in den USA und auch global 2018 seinen Höhepunkt überschreiten, doch sind die Rezessionsrisiken sehr gering.

2. Der (bisher) positive Einfluss der Geldpolitik wird sich abschwächen

Während die US-Zentralbank in Q3 2017 damit begann, ihre Bilanzsumme zu reduzieren, pumpen die EZB und die japanische Zentralbank weiterhin Liquidität ins System. In Summe werden die Bilanzen der drei Zentralbanken in 2018 vermutlich nach wie vor wachsen. Überdies verbleiben die Realzinsen in den entwickelten Volkswirtschaften im negativen Bereich. Daher wird die Geldpolitik zumindest in der ersten Hälfte des Jahres 2018 vermutlich keine negativen Auswirkungen auf risikobehaftete Anlagen haben. Dies könnte sich jedoch in der zweiten Jahreshälfte ändern, wenn die EZB das Quantitative-Easing-Programm beenden sollte und Spekulationen über die nächsten Schritte in ihrer Politik (Bilanzkürzung, Zinserhöhungen) in den Vordergrund treten werden.

3. Anleger sollten nicht auf ein weiteres Jahr steigender Marktmultiplikatoren setzen

Die Aktienmärkte sind teuer. Vielleicht nicht so teuer, wie es den Anschein hat[i] und auch nicht im Vergleich zu anderen Vermögensklassen wie z.B. Anleihen, aber dem Augenschein nach handeln die meisten Aktienindizes – vor allem in den USA – schon seit einiger Zeit auf historischen überdurchschnittlichen Bewertungen. Bekanntlich löst die Bewertung selbst selten eine Marktumkehr aus, solange Fundamentaldaten und Stimmung Unterstützung bieten. Allerdings zeigt der nachfolgende Chart, basierend auf US-Daten seit 1975, dass die Marktmultiplikatoren in den USA im Durchschnitt über einem Zwölfmonatszeitraum nach unten korrigieren, sobald das KGV einen Wert von 20x erreicht hat.

Dies ist natürlich kein ehernes Gesetz. Selbst bei KGVs von 22,5x oder darüber stieg die Bewertung in etwa einem Fünftel aller Fälle weiter an, doch in der deutlichen Vielzahl der Fälle (und im Durchschnitt) wurde der Markt danach billiger. Da das KGV (auf Basis der letzten Jahresgewinne) in den USA derzeit in den niedrigen 20ern liegt, ist die Botschaft dieser Analyse, dass Anleger, die auf weitere Ausweitung der Multiplikatoren setzen, am Ende des Jahres eventuell enttäuscht sein werden.

 

4. Positive Gewinne sind die Schlüsselfaktoren für ein anhaltendes Marktmomentum

Nach einigen Jahren enttäuschenden Gewinnwachstums fuhren die Unternehmen in 2017 endlich überzeugende Ergebnisse ein. Im Unterschied zu früheren Jahren erhöhten die Analysten im Jahresverlauf ihre Gewinnschätzungen. Die Ausnahme war Europa, wo die Stärke der gemeinsamen Währung die Gewinndynamik dämpfte. Trotzdem wuchsen die Gewinne in Europa um etwa 15 Prozent. Auf der Grundlage soliden Wirtschaftswachstums ist der Ausblick für 2018 wieder positiv. Darüber hinaus wird sich die Steuerreform positiv auf die US-Unternehmen auswirken. Die Schätzungen im Broker-Research gehen von einem „Schub“ von 6 bis 10 Prozent für US-Unternehmensgewinne bedingt durch geringere Steuern aus.

5. Die Outperformance der Schwellenländeraktien könnte 2018 eine Pause machen

Einer der Hauptfaktoren, der die relative Performance von Aktienmärkten in Schwellenländern (Emerging Markets – EM) und der entwickelten Welt (Developed Markets – DM) bestimmt, ist das schnellere Wirtschaftswachstum in ersteren. Nach 2010 trug die sich verringernde Wachstumsschere zwischen EM und DM zu einer massiv schwächeren Entwicklung (relativ betrachtet) von EM-Aktien bei. Im Laufe des Jahres 2016 begann sich die Wachstumsschere wieder zu öffnen, woraufhin EM-Aktien gegenüber DM-Aktien wieder relative Stärke zeigten. Diese Entwicklung wurde kurz von der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten und seiner Anti-Globalisierungs-Agenda unterbrochen. Aber in 2017 vermochten die EM-Aktien schließlich, DM-Aktien um etwa 10 Prozent zu schlagen (basierend auf MSCI-Indizes in Lokalwährung).

Eine Wiederholung dieses Szenarios in 2018 ist allerdings wenig wahrscheinlich. Zwar ist der Ausblick für die Volkswirtschaften der Schwellenländer deutlich positiv, doch wird für 2018 auch bei der entwickelten Welt von solidem Wachstum ausgegangen. Die EM-DM-Wachstumsschere wird laut Konsensus im Wesentlichenn stabil bleiben. Außerdem werden die steigenden US-Zinsen zumindest in einigen Schwellenländern für Gegenwind sorgen, während auf der anderen Seite der Rückenwind aus steigenden Öl- und Metallpreisen vermutlich abklingen wird. Wenn DM-Aktienindizes weiterhin steigen, werden die Schwellenländer folgen; ein signifikanter Grad an Outperformance wäre aber überraschend.

Unterm Strich schaut es nach wie vor so aus, als würde der fundamentale Hintergrund für Aktien positiv bleiben, zumindest in der ersten Hälfte des Jahres. Das lebhafte globale Wachstum und ein solider Gewinnausblick bieten Unterstützung. Aber die Normalisierung der Geldpolitik und die Tatsache, dass das Wachstum wahrscheinlich während des Jahres seinen Höhepunkt erreichen wird, machen es unwahrscheinlich, dass die Aktienperformance 2018 als Wiederholung des Jahres 2017 ablaufen wird.


1) Beispielsweise argumentierte vor kurzem eine Gruppe von McKinsey-Analysten, dass die Gesamtbewertung des S&P 500 verzerrt ist, da „vier Megacap-Unternehmen – Amazon, Facebook, Google (Alphabet) und Microsoft – gemeinsam mit mehr als USD 2 Billionen bewertet sind, 10 Prozent des Index ausmachen und als Gruppe mit einem KGV von 29x gehandelt werden. Nicht unternehmensnotwendiges Barvermögen beim Rest der Unternehmen kommt auf weitere USD 1,2 Billionen. (Die Gesamtmarktkapitalisierung des S&P 500 zu Redaktionsschluss lag bei USD 23,4 Billionen.)“ [eigene Übersetzung]. Bereinigt man die Zahlen um diese Effekte, so erhält man laut den Autoren ein KGV von 16,9x für den S&P 500, was nicht allzu auffällig erscheint https://www.mckinsey.com/business-functions/strategy-and-corporate-finance/our-insights/looking-behind-the-numbers-for-us-stock-indexes

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Wichtige rechtliche Hinweise:
Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Lateinamerika ist zurück

Das neue Jahr ist nun schon ein paar Tage alt, und wir schauen uns im Emerging Markets Monitor an, wie es in Sachen Wachstum und Inflation um die Schwellenländer bestellt ist. Patrick Zweifel, Chief Economist bei Pictet Asset Management, beantwortet, was das Jahr 2018 für die Schwellenländer bereithält.

2018 WAHRSCHEINLICH EIN WEITERES ERFREULICHES JAHR FÜR SCHWELLENLÄNDERANLAGEN

Wir sehen drei wesentliche Treiber, die das Wachstum in den Schwellenländern 2018 befeuern dürften.

Abb. 1 Wesentliche Treiber für weltweites Wachstum, die dem Wachstum in den Schwellenländern zugute kommen dürften

 

Quelle: Pictet Asset Management, Januar 2018

Gangwechsel

Welche Trends werden sich durchsetzen?

Zunächst dürfte sich das Wachstum für Rohstoffexporteure beschleunigen – das reale BIP-Wachstum soll 2018 bei 3,0% liegen (2017: 2,1%). Produktionsunternehmen aus Schwellenländern müssen ein geringeres Wachstum hinnehmen, weil die Wachstumsrate in China zurückgeht.

Abb. 2 Veränderung reales BIP-Wachstum: Prognose 2018 abzüglich Schätzungen 2017 (% im Jahresvergleich)

* Verarbeitendes Gewerbe
Quelle: Pictet Asset Management, CEIC, Datastream, Dezember 2017 

Lateinamerika ist zurück ...

Der zweite und bemerkenswerteste Trend ist der Aufschwung in Lateinamerika; dort rechnen wir mit der größten Wachstumsdynamik (siehe Abb. 2 oben).

Brasilien, die größte Volkswirtschaft in der Region, dürfte am kräftigsten wachsen (Zunahme von 0,6% in 2017 auf 2,6%), da sich das Land gerade aus einer starken Rezession herausmanövriert. Peru, Chile, Kolumbien, Mexiko und Argentinien dürften allesamt ein höheres reales BIP-Wachstum verzeichnen.

In EMEA scheint die Wachstumsdynamik nicht ganz so stark zu sein. Das reale Wachstum dürfte 2018 auf 2,9% sinken (2017: 3,4%), Schlusslicht wird vermutlich die Türkei sein.

Die Aussichten für Asien ohne Japan bewegen sich irgendwo dazwischen. Das Wachstum in Indien dürfte von 6,3% auf 7,5% steigen, aber auch die Inflation nimmt zu (siehe nächster Abschnitt). Andere Märkte in der Region werden jedoch eher ein flaches oder sich abschwächendes Wachstumsprofil aufweisen. Insbesondere für das Wachstum in China wird von einer Verlangsamung von 6,8% auf 6,6% ausgegangen.

Die andere Seite der Medaille: Inflation

Wir gehen davon aus, dass die Inflation in den Schwellenländern auf 3,5% steigen wird (2017: 3,3%). Das Bild ist uneinheitlich: Hersteller werden Inflationsdruck ausgesetzt sein und Rohstoffexporteure profitieren von einem Rückgang der Inflation von 7,2% auf 5,9%.

Abb. 3. Veränderung Inflation: Prognose 2018 abzüglich Schätzungen 2017 (% im Jahresvergleich)

* Verarbeitendes Gewerbe
Quelle: Pictet Asset Management, CEIC, Datastream, Dezember 2017

Auf Länderebene rechnen wir in Indien mit dem größten Anstieg der Inflation (von 3,5% auf 5,3%). Dies dämpft ein wenig unseren Optimismus hinsichtlich der Aussichten für das dortige reale Wachstum (Abb. 2).

Auf der anderen Seite erwarten wir in Argentinien den stärksten Rückgang der Inflation auf 18% in 2018, zugegebenermaßen von einem sehr hohen Vorjahresstand von 24% .

Erfahren Sie mehr über unsere Wachstums- und Inflationsprognosen nach Region.


Über den Autor
Patrick Zweifel kam 1997 zu Pictet. Er ist als Chef-Ökonom von Pictet Asset Management tätig. Bevor er 2009 in diese Funktion wechselte, leitete er das Macro Research Team von Pictet Private Wealth Management. Dort war er insbesondere für Schwellenländer und Japan sowie die Entwicklung quantitativer Modelle für die wichtigsten Anlagekategorien, hauptsächlich Wechselkursmodelle, zuständig. Vor seiner Tätigkeit bei Pictet war er Forschungsassistent der Fachrichtung Ökonometrie und Geldmarkttheorie und beteiligte sich an internationalen Forschungsprojekten der Weltbank und der Europäischen Union. Patrick Zweifel hat einen Doktortitel im Fachgebiet Ökonometrie von der Universität Lausanne.

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Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 151 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Für weitere Informationen steht Ihnen Frank Böhmer gerne zur Verfügung.
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e-mail: fbohmer@pictet.com

Can the Euro sustain the 2017 rally?

The Euro was by far the best performing G10 currency in 2017, returning 15% over the period. Although momentum is certainly favouring the Euro in 2018, and reaching a three-year high, the valuation appears stretched, says Martin Arnold, FX & Macro Strategist at ETF Securities. Although European Central Bank (ECB) quantitative easing (QE) program appears at its limit, the central bank is concerned that the strong currency could impact its inflation forecasts. The Euro has been bolstered by demand from both bond and futures market buying. With positioning at extreme levels and it becoming more expensive to fund in Euros, we expect the rally is unlikely to last.

2017’s best performing currency

The Euro was by far the best performing G10 currency in 2017, returning 15% over the period. We expect that the Euro should end Q1 2018 under the 1.20 level, broadly in line with Bloomberg consensus estimates of 1.19. However, this displays the downside risk to the Euro remain elevated.

The Euro has benefitted from the improvement in the underlying economic environment, as well as recent comments by a handful of policymakers that there is the prospect of ending the ECB’s QE programme in 2018.

However, inflation expectations remain subdued in the Eurozone, and excess spare capacity in the labour market is likely to keep wage growth muted for some time. Eurozone inflation has declined after reaching the highest level in four years in early 2017 and is currently hovering around 1.4%, below the ‘close to or below’ the 2.0% ECB target.

Importantly, inflation is unlikely to spike above the central bank’s target in coming months, and the ECB will be concerned that the Euro is well above the level that its economic projections are predicated on : 1.18 against the USD. Indeed, as ECB Vice President Constancio recently stated that ‘I am concerned about sudden movements which don’t reflect changes in fundamentals’.

ECB nearing its limit

The ECB’s balance sheet has never been larger. However, the ECB is nearing the limit of its QE activities, with growth in its balance sheet fading.

Money supply growth has also been fading. However, the market seems to already be pricing in the possibility of monetary tightening in the Eurozone despite the ECB having reduced its inflationary projection only in December because as ECB Vice President Constancio noted, ‘wages still aren’t growing sufficiently’.

Correspondingly, we feel that investors have been too quick to discount the potential for a build-up in inflationary pressure in the US and the corresponding need for the US Federal Reserve to implement its three forecast rate hikes in 2018.

Demand for Euro funding

The EUR/USD basis spread indicates that that real money demand for the Euro has risen to the highest level in around 18 months. Although the cross-currency basis shows hedging demand for Euros in the FX Swap market, this demand could dry up as it becomes more expensive to fund Euro loans.

Euro appears to be mispriced

Meanwhile, bond market pricing highlights that the currency bulls appear to getting ahead of themselves. EUR/USD appears out of line with where real interest rate differentials indicate the currency pair should be.

What are markets pricing?

Over the past year, optimism has engulfed the Euro: futures market positioning has rebounded from extremely depressed levels, to be currently at a record high. However, the Euro is more depressed than the historical relationship indicates. As a result, we expect that even a modest unwind of the stretched long positioning could prompt significant downside move for the Euro. Options market pricing is highlighting the Euro is expected to be the third best performer against the USD in the G10 in Q1 2018.

Although the Euro should benefit if the ECB was able to cease its bond buying without any significant dislocations in interest rate markets by year-end, we feel the market has already priced in such a scenario.

We expect the Euro to weaken and move lower, under the 1.20 level in coming months, with further downside risks as H1 progresses.

Europäische Banken – Ausblick für 2018

von Tamas Menyhart, Aktien-Fondsmanager bei der Erste Asset Management.

Europäische Banken verzeichneten laut dem STOXX 600 Banks Index ein gutes Jahr 2017: Der Index stieg um mehr als acht Prozent und übertraf damit den breiten europäischen Markt (Stoxx 600 Index). 

Der stärkste positive Impuls kam von den französischen Wahlen im April letzten Jahres, wo die populistische Bedrohung durch Emmanuel Macron, den vermutlich marktfreundlichsten Kandidaten, erfolgreich niedergeschlagen wurde. Die robuste europäische Konjunktur und die solide Stimmung im Unternehmenssektor über das Jahr hinweg verliehen Bankenaktien ebenfalls Aufwind. Wie kann es 2018 weiter gehen? 

Hinweis: Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu.

Neue Vorschriften

Für Banken begann das Jahr 2018 mit dem Inkrafttreten einer massiven Welle an regulatorischen Änderungen. Anleger hoffen, dass selbige das Ende des Zyklus einer regulatorischen Verschärfung darstellen, welcher nach der globalen Finanzkrise begann. Die wichtigsten Neuerungen umfassen IFRS 9, Basel 4 und MiFID2.

IFRS 9, welches Banken dazu anhält, zukünftig erwartete Verluste früher zu verbuchen, war seit Monaten erwartet worden. Die Mehrzahl der Banken gehen von tragbaren Auswirkungen im Zusammenhang mit ihren Kapitalpositionen aus.

Die lange erwarteten Output-Floors (d.h. die minimale Risikogewichtung, welche ein internes Modell gegenüber dem Standardmodell ergeben muss) von Basel 4 wurden Ende 2017 beschlossen. Wir warten nach wie vor auf detaillierte Angaben seitens der Banken, inwieweit sich die neuen Vorschriften auf Kapital und Gewinn auswirken werden. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass die finale Fassung günstiger für den Sektor ausgefallen ist, als befürchtet worden war.

Und zu guter Letzt wurde MiFID 2 Anfang 2018 eingeführt, welches größtenteils Investmentbanken und Vermögensverwalter mit dem Ziel, die Kostentransparenz für Kunden zu erhöhen, betrifft.

Starke Konjunktur der Eurozone und die Verringerung des Ankaufsvolumens durch die EZB sorgen für höhere Renditen 

Zusätzlich zu mehr Klarheit bei der Bankenregulierung, trug die Konjunktur der Eurozone zur positiven Stimmung bei: Die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone, die die Zuversicht der Einkaufsmanager im Business-Sektor messen, befinden sich auf mehrjährigen Höchstständen. Zu Beginn des Jahres reduzierte die EZB ihre monatlichen Anleihenankäufe auf 30 Milliarden Euro (von vormals 60 Milliarden Euro). Diese Maßnahme verringert den Abwärtsdruck auf die Anleiherenditen.

Anleihenrenditen gestiegen

Die deutschen Bundrenditen reagierten positiv auf die Neuigkeiten. Der Fortschritt, der bei der Formierung einer neuen Großen Koalition in Deutschland bisher gemacht worden ist, wirkte sich ebenfalls durch steigende Renditen aus. In den USA erreichte die Rendite 10-jähriger Anleihen vor ein paar Tagen den höchsten Stand seit Anfang 2015. Treiber waren dabei die starke Konjunktur und die jüngst verabschiedete Steuerreform. Man sollte darauf hinweisen, dass es in einem globalen Kontext so aussieht, als ob die Politik der Zentralbanken, welche historisch niedrige Leitzinsen mit sich brachte, nun langsam den Retourgang einzulegen beginnt: die US Notenbank Fed erhöhte die Zinsen 2017 bereits drei Mal. Die Bank of Canada, die tschechische Zentralbank und die Bank of England haben kürzlich ebenso ihre Leitzinsen erhöht. Höhere Zinsen und Renditen sind für Banken wichtig: Sie führen zu einer höheren Nettozinsmarge (Zinseinkünfte auf Kredite minus Zinsabflüsse auf Einlagen), und diese ist letztlich eine der Haupteinnahmequellen von Banken.

Europäische Bankenaktien mit starkem Jahresauftakt

Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen sind europäische Bankenaktien stark ins neue Jahr gestartet. Ein Anstieg von knapp sieben Prozent* seit Jahresbeginn bedeutete eine deutlich höhere Performance als jene des Gesamtmarktes (+3,3 Prozent*). Der STOXX 600 Banks Index befindet sich derzeit auf dem höchsten Stand seit 2015, ist allerdings noch immer mehr als 63 Prozent* vom Höchststand vor der Finanzkrise entfernt. Zum Vergleich, der US Banking Index (BKX) liegt nur fünf Prozent* unter dem Niveau von 2007.

Positiver Ausblick für 2018  Wahlen in Italien als Hauptrisiko 

Was das Umfeld für Aktien anbelangt, so sind europäische Bankenaktien gut positioniert: die Bewertungen liegen unter dem Durchschnitt des europäischen Marktes, zumal der Sektor hinsichtlich der Performance während der Jahre nach der Finanzkrise im Vergleich zum breiten Markt das Nachsehen hatte. Ebenso profitieren Banken von höherer Inflation, höheren Zinsen und einer starken Konjunktur. Darüber hinaus ist festzuhalten, dass die Stärke des Euro – er gewann 2017 mehr als +14 Prozent gegenüber dem US-Dollar, Tendenz nach wie vor steigend – zwar die exportorientierten Sektoren negativ trifft aber nicht unbedingt die Gewinne der Banken. Ein weiteres starkes Jahr der Banken kündigt sich an.

Das größte (vorhersehbare) Abwärtsrisiko liegt im politischen Bereich. Italien, die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone mit erhöhtem Verschuldungsgrad (Verschuldung zu BIP) und einem hohen Anteil an uneinbringlichen Krediten im Bankensektor, hält am 4. März Parlamentswahlen ab. Ein Gewinn der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung könnte der positiven Stimmung in der Eurozone einen deutlichen Dämpfer versetzen. Allerdings deuten die letzten Umfragen darauf hin, dass die populistische Partei keine Regierung bilden können wird.


*(29.12.2017-22.01.2018, Quelle: Bloomberg)

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Wichtige rechtliche Hinweise:
Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Why 2018 could be the year of reflation

Keith Wade, Group Chief Economist at Schroders, and Michael Scott, Fund Manager - Fixed Income, discussed reflation, commodity prices and political developments in the US, as well as where to find opportunities in the current market environment.

The outlook for the global economy is positive as we start 2018, according to Keith Wade, and he expects the result to be inflationary. “We upgraded our forecasts in November, but if we were to do the work now, we would likely be upgrading our expectations once again”, he said. “In Europe, economic activity is particularly strong and records are being broken: we are seeing higher purchasing managers’ indices, improving business surveys and rising capital spending. Meanwhile, in the US, there are signs that inflation is beginning to stir.”

The year ahead will be quite different to the one that just ended, he thinks. “We believe 2018 will be characterised by reflation, rather than the “Goldilocks” world of 2017, where activity and inflation was relatively subdued”.

Rising commodity prices will help reflationary momentum but not “derail the world economy”, according to Wade. He pointed out that the US shale gas industry is the most critical player in terms of the oil price. This is because it hasn't been increasing investment by as much as in previous cycles so the glut won't be as dramatic this cycle.

Areas of focus

“From an asset allocation perspective, we are therefore still focused on areas that benefit from better global growth such as the equity markets of Asia, Japan, the emerging markets – the commodity-related markets”, Wade said.

The emerging markets and commodity-related sectors in the corporate bond market should also benefit from a reflationary world.

Fixed income fund manager Michael Scott said: “We still have a positive view on the emerging markets given improved terms of trade as commodity prices have risen. Many have also seen an improved  political environment with more market-friendly leaders now in place.”  

Weak US dollar expected to persist

Another positive for the emerging world would be ongoing weakness in the US dollar. Wade expects the currency to maintain its depreciating trend.

“The dollar appreciated too aggressively after the Federal Reserve began talking about normalising monetary policy and is now in a period of unwinding. A strong dollar is never good for emerging markets.  As other central banks around the world catch up with the Federal Reserve in normalising monetary policy, it could have further to fall.”

That said, central banks like the European Central Bank (ECB) and the Bank of Japan have adopted a “relatively glacial approach”, according to Scott.

“We think the ECB will probably end quantitative easing in September and that will be a big event for markets”, said Wade.  “Where we could be surprised is in the US. If wage inflation comes through quicker than expected the Federal Reserve could surprise on the upside and raise rates faster than anticipated”, Scott said.

In the UK meanwhile, Wade doesn’t see the economy as being strong enough to warrant rate rises from the Bank of England in 2018.

Opportunities in the credit market

Looking further ahead and turning to fixed income, Scott cautions corporate bond investors to be wary that although growth is buoyant at the moment, rising rates and the withdrawal of liquidity could precipitate a downturn in the credit cycle.

“We don’t think this is a 2018 story, but maybe from 2019 onwards, investors need to be cautious”, he said. Scott is not overly concerned by the return of inflation and the prospect of rising rates, both of which are generally negative for bonds.

“Yields are well anchored at the long end of the yield curve. We think the Fed will hike at least three times this year and this will lead to a flattening of yield curves.” On the threat of inflation, he said: “I don’t think bond yields are going to blow up unless we see aggressive inflation, which we don’t expect.”

On a sector basis within corporate bonds, Scott thinks opportunities are particularly rife in the oil and gas sector. “This is because they had their crisis in 2014-2015, after which they have restructured their business models to the lower oil price environment and the default rate is now coming down,” he said.

From a regional perspective, Scott finds reasonable valuations in the UK because people are nervous about relatively subdued growth prospects. 

Also in the UK, Wade’s outlook has become more optimistic. “As we go into 2018 we should see better inflation coming through in the UK. This means less of a squeeze on real incomes. The good side of sterling depreciation is feeding through into exports while the bad side is fading.”

Risks to reflation

The biggest threat to this reflationary world, in Wade’s view, would be a rise in protectionism from the US. “This could hinder global trade and remove an important engine of global growth”, he said.

Both panellists pointed out that Donald Trump was partly elected on the basis that he would resolve what the US administration sees as unfair Chinese trade policies, so there could be some action on this front this year given the mid-term elections scheduled for later in 2018.  

In other US political developments, both panellists touched briefly on the US tax reform.

Scott said: "While the changes are beneficial to some onshore companies, those offshore that are effectively being encouraged to repatriate profits may well land up distributing these profits as dividends or share buybacks, which could be detrimental from a corporate bond perspective.”


This article has first been published on schroders.com.

Anleger betrachten jüngste Rally von Rohöl weiter mit Skepsis

Anleger verkauften in der letzten Woche erneut Long-Positionen in Rohöl-ETPs, wobei 36 Mio. USD abflossen. Bei den Währungen wurden Long-ETPs in USD und EUR in Höhe von 61 Mio. USD abgestoßen, so viel wie zuletzt im Juni 2017. Robotik-ETPs verzeichneten mit 53 Mio. USD starke Zuflüsse, die fast das Rekordhoch der Vorwoche von 56 Mio. USD erreichten, so ETF Securities im wöchentlicher Markt- und Flowbericht.

Anleger verkauften in der letzten Woche erneut Long-Positionen in Rohöl-ETPs (A1N49P), wobei 36 Mio. USD abflossen. Von einer Ausnahme abgesehen kam es nun 29 Wochen in Folge zu Abflüssen, was der Situation 2013/14 kurz vor dem Einbruch der Rohölpreise Ende 2014 ähnelt. Um die Skepsis der Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit der aktuellen Rohölpreise zu unterstreichen, flossen in denselben 29 Wochen 53 Mio. USD in Short-Positionen. Zwei widerstreitende Kräfte beeinflussen gegenwärtig die Preise am Rohölmarkt: die Signale, dass die OPEC und Russland über 2018 hinaus auf den Fördergrenzen beharren könnten, und der jüngste IEA-Bericht, demzufolge die USA Saudi-Arabien voraussichtlich als größten Rohölproduzenten ablösen werden. „Wir sind nach wie vor überzeugt davon, dass der Preis für ein Barrel Rohöl im kommenden Jahr in die Spanne von 45-60 USD zurückfallen wird“, sagt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions, ETF Securities.

Bei Edelmetallen (A0N62H) kam es zu Abflüssen in Höhe von 55 Mio. USD, von denen in der letzten Woche 49 Mio. USD auf Silber-ETPs (A0N62F) entfielen. Seit Jahresanfang belaufen sich die Abflüsse auf 77 Mio. USD. „Die Gold-Silber-Ratio liegt derzeit mit 78 eine Standardabweichung über ihrem Durchschnitt. Aus historischer Sicht ist Silber also nach der jüngsten Goldpreisrally günstig bewertet“, so Hein.

Bei den Währungen wurden Long-ETPs in USD und EUR in Höhe von 61 Mio. USD abgestoßen, so viel wie zuletzt im Juni 2017. Wir sind überzeugt, dass dies auf die zunehmende Straffungsrhetorik der EZB und die Sorgen der Anleger über die steigenden Staatsanleiherenditen in den USA zurückgeht. „USD- und EUR-ETPs verzeichneten Abflüsse in Höhe von 27 Mio. USD beziehungsweise 5 Mio. USD, was die negative Einstellung der Anleger hinsichtlich der Währungen unterstreicht“, sagt Hein.

Robotik-ETPs (A12GJD) verzeichneten mit 53 Mio. USD starke Zuflüsse, die fast das Rekordhoch der Vorwoche von 56 Mio. USD erreichten. Damit flossen in diesem Jahr schon 128 Mio. USD zu. Die Erwartungen an die anstehende Berichtssaison sind hoch, und folglich übertrafen Robotik-ETPs den S&P 500 in diesem Jahr um 5 Prozent. „Bei einem KGV von 31 befinden sich die Bewertungen allerdings im Vergleich zum MSCI Global Technology Index weiter in der Nähe ihres langfristigen Durchschnitts“, schließt Hein.

„Zukunft 2050 – die Ära der Nachhaltigkeit und der smarten Maschinen“

Ein Interview der Erste AM mit Dr. Ulrich Eberl, einem der renommiertesten deutschsprachigen Wissenschaftsjournalisten und Zukunftsforscher. Er veröffentlichte unter anderem die Bücher „Zukunft 2050 – wie wir schon heute die Zukunft erfinden“ und „Smarte Maschinen – wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert“.

Wie wird man Zukunftsforscher Herr Dr. Eberl?

Am besten, indem man sich ein breites Wissen über grundlegende sozio-ökonomische Trends aneignet und indem man die neuesten technischen Entwicklungen aufmerksam verfolgt und ihre Zusammenhänge analysiert. Denn Zukunft fällt ja nicht vom Himmel, sie wird gemacht – in jeder Minute, von uns allen. Ich selbst habe in einem Grenzgebiet zwischen Physik, Biologie, Chemie und Gentechnik promoviert, da bekommt man ein sehr breites naturwissenschaftliches Grundverständnis. Die Anforderungen der Wirtschaft konnte ich in Großkonzernen kennenlernen, bei Daimler und Siemens, wo ich 20 Jahre lang die Kommunikation über Forschung und Innovationen geleitet und bis 2015 das Zukunftsmagazin „Pictures of the Future“ verantwortet habe. Im Jahr 2016 habe ich mich dann noch einmal selbstständig gemacht, um weltweit und unabhängig über Zukunftsfragen recherchieren zu können.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Einflussfaktoren und die langfristigen Megatrends?

Technische Neuerungen sind jedenfalls immer nur ein Faktor, der unsere Zukunft bestimmt – und vielleicht nicht einmal der wichtigste. Mindestens ebenso bedeutend sind soziale Trends, etwa über Wertvorstellungen in einer Gesellschaft, die Rolle der Frauen oder die alternde Bevölkerung sowie ökonomische Entwicklungen, etwa im Finanzwesen oder beim Welthandel. Zu den wichtigsten Megatrends gehört der demographische Wandel: So wird sich bis 2050 die Zahl der Menschen, die über 65 Jahre alt sind, weltweit auf 1,5 Milliarden verdreifachen. In Mitteleuropa wird dann schon jeder Achte über 80 sein – das hat enorme Auswirkungen nicht nur auf Gesundheits- und Rentensysteme, sondern auch auf das intelligente Zuhause oder das autonome Fahren. Ebenso wichtig für die Zukunft der Menschheit ist es, dass wir lernen, möglichst nachhaltig zu wirtschaften, also ohne die Umwelt zu stark zu belasten.

Sie prognostizieren eine Verdoppelung des Ressourcen- und Energieverbrauchs. Welche Rolle spielen hier erneuerbare Energieträger?

Unser Verbrauch an Rohstoffen könnte sich bis 2050 noch einmal verdoppeln, wenn wir so weiter machen wie bisher. Umweltexperten haben berechnet, dass wir dann die Erde so stark belasten würden, als hätten wir drei davon: in Sachen Luftverschmutzung, Klimagase, Zerstörung von Ökosystemen und vielen anderen Faktoren. Allein in den Meeren gäbe es dann mehr Plastikmüll als Fische. Die Lösung für eine lebenswerte Welt kann nur darin liegen, wesentlich mehr zu recyceln und in Kreislaufwirtschaften zu arbeiten sowie auf dem Energiesektor die erneuerbaren Quellen weiter auszubauen. Heute verfeuert die Menschheit pro Jahr so viel Öl, Kohle und Gas, wie in einer Million Jahre entstanden ist. Wir verbrennen also unser wertvollstes Erbe, das muss aufhören. Dazu brauchen wir aber nicht nur Solar-, Wind-, Wasser- und Biomasse-Kraftwerke, sondern auch neue Stromnetze, eine Art Internet der Energie, und intelligente Speichertechnik.

Ein großes Thema ist auch die Digitalisierung und das verstärkte Aufkommen von künstlicher Intelligenz. Welche Auswirkungen sind daraus zu erwarten?

Smarte Maschinen mit künstlicher Intelligenz kommen uns Menschen auf vielen Feldern immer näher. Sie können inzwischen sprechen und zuhören, Bilder erkennen, Texte verstehen und sogar selbst welche schreiben. So haben Computer im letzten Jahr rund eine Milliarde Texte geschrieben, ohne dass ein Mensch eingegriffen hätte – etwa Nachrichten über Sport, Börsenkurse oder das Wetter. Ärzte, Juristen und Finanzexperten setzen bereits Maschinen ein, die für sie Fachliteratur lesen, Datenbanken auswerten und Empfehlungen geben, ob für Krankheitsdiagnosen, Gerichtsverfahren oder Geldanlagen. Oder nehmen Sie die intelligenten Lautsprecher wie Amazon Echo: Denen können Sie Wissensfragen stellen oder mit ihnen die Klimaanlage steuern. Entscheidend ist die Lernfähigkeit solcher Systeme, nach dem Vorbild unseres Gehirns – auf diesem Gebiet ist in den letzten fünf Jahren mehr passiert als in den 50 Jahren vorher. Heutige Smartphones sind so leistungsfähig wie die besten Supercomputer Mitte der 1990er-Jahre, und das ist noch lange nicht das Ende: Bis 2040 werden wir noch einmal eine Vertausendfachung der Rechenleistung erleben. Dabei wird auch die Software immer raffinierter. Sie nutzt beispielsweise Milliarden von Bild-, Video-, Audio- und Textdateien im Internet als Lernbeispiele.

Mit der Digitalisierung werden also immer mehr Daten verfügbar. Kann die vernetzte Computerintelligenz auch zu einer Bedrohung werden?

Je mehr die Systeme vernetzt werden, desto mehr Einfallstore gibt es für Hacker oder Saboteure. Die Sicherheit und Zuverlässigkeit der smarten Maschinen zu gewährleisten, wird daher eine der wichtigsten Aufgaben in Zukunft sein. Zugleich entstehen auch erhebliche Gefahren für Privatsphäre und Datenschutz. Das reicht von der Überwachung von Personen durch Gesichtserkennung und Echtzeitverfolgung bis zur automatischen Erstellung von Persönlichkeitsprofilen allein aufgrund dessen, was jeder selbst in den sozialen Medien kommuniziert. Hier sollten mehr Filter, Verschlüsselungen und Authentifizierungsverfahren eingesetzt werden, und Daten sollten nur in eng begrenzten Räumen und für klar definierte Zwecke verarbeitet werden. Man muss auch strikte Regeln aufstellen, was Maschinen eigenständig tun dürfen und was nicht. Zum Beispiel dürfen sie niemals essentielle Entscheidungen treffen, ob in Krankenhäusern, bei Polizeimaßnahmen oder bei der Kreditvergabe von Banken. Hier müssen immer Menschen das letzte Wort haben.

Auch viele traditionelle Arbeitsplätze werden durch die neuen Technologien gefährdet. Welche Jobs wird es besonders treffen?

Kein Zweifel, die smarten Maschinen werden alle Jobs verändern: So werden viele Routinetätigkeiten in Büros künftig von Maschinen schneller und effizienter erledigt werden – das bedeutet aber nicht, dass alle diese Arbeitsplätze wegfallen. Auch morgen und übermorgen wird es noch Ärzte und Finanzberater geben, weil der soziale Kontakt zu Patienten und Kunden nicht adäquat von Maschinen übernommen werden kann – selbst wenn Chatbots und Avatare in der Kommunikation immer besser werden. Kurz gesagt, wird daher von den Menschen in Zukunft vor allem Kreativität gefordert sein, Sozialkompetenz und die Beherrschung komplexer Tätigkeiten. Darauf muss sich auch die Berufsausbildung einstellen.

Wo gibt es vielleicht sogar neue Chancen?

Wir werden den smarten Maschinen überall begegnen und wir werden sie auch brauchen: die Smart Cars und Smart Homes als Hilfen für die älter werdende Bevölkerung, die Smart Grids für nachhaltige Energiesysteme, Smart Finance für die Finanzwirtschaft, die Smart Factory – oft auch als Industrie 4.0 bezeichnet – für eine wettbewerbsfähige Industrie und die Smart Cities für lebenswerte Städte. Daraus ergibt sich eine enorme Vielfalt an neuen Geschäftsmöglichkeiten. Davon profitieren werden diejenigen, die die Chancen als erste erkennen und konsequent umsetzen.

Die Welt wird immer heterogener. Auf der einen Seite haben wir Technologien für selbstfahrende Autos, auf der anderen Seite müssen Menschen in Slums leben und flüchten aus ihrer Heimat. Man könnte auch ein düsteres Bild der Zukunft zeichnen, bei der nur die Wohlhabenden (Nationen) von den neuen Technologien profitieren. Teilen Sie diese Ansicht?

Ja und nein. Natürlich kann man sich auch dystopische Zukunftsvisionen vorstellen, eine düstere Welt voller Müll und Konflikte, wie sie etwa im neuen Film Blade Runner 2049 gezeichnet wird. Doch welchen Weg die Menschheit einschlägt, hängt von den Entscheidungen ab, die wir heute und in Zukunft treffen. Ich versuche, optimistisch zu sein, aber ohne Solidarität und Kooperation unter den Menschen wird es nicht gehen. Technik kann dabei helfen, wenn wir sie richtig einsetzen. Nehmen Sie nur das Beispiel von Solar- und Windanlagen, die Strom in entlegenste Gegenden bringen. Oder die Smartphones: Auch in armen Regionen eröffnen sie den Menschen heute Zugang zum gesamten Wissenskosmos des Internet – und ermöglichen zudem das Bezahlen auch ohne Bargeld und Banken.

Welche Tipps haben Sie für uns auf Lager?

Die Zukunft sind wir selbst. Jeder Mensch hat besondere Fähigkeiten, auf denen wir aufbauen können. Seien Sie neugierig, haben Sie Spaß daran, ständig hinzuzulernen – und keine Angst vor einer Revolution der Maschinen! Auch die klügsten Computer oder Roboter werden auf absehbare Zeit noch Fachidioten bleiben, also bestimmte Aufgaben besonders gut können, aber sie werden keine Allgemeinintelligenz entwickeln, geschweige denn eine emotionale und soziale Intelligenz. Wir Menschen werden auch in der Welt von morgen noch gebraucht: als Lenker und Denker, als Planer und Entscheider, als kreative Problem- und Konfliktlöser, als diejenigen, die Qualität und Sicherheit gewährleisten, und als die entscheidenden Partner für unsere Kunden und Zulieferer.


Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

„Smarte Maschinen – wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert“ (Hanser Verlag, München) des Zukunftsforschers Dr. Ulrich Eberl schildert anschaulich und präzise die Entwicklungen auf dem Gebiet, das den Kern des menschlichen Selbstverständnisses trifft: unsere Intelligenz.

Mehr Informationen unter www.zukunft2050.wordpress.com 

Wichtige rechtliche Hinweise: Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Globales Wirtschaftswachstum könnte 2018 anhalten

„In 2017 haben wir ein starkes globales Wachstum gesehen“, sagt Andrew Harman, Portfoliomanager des First State Diversified Growth Fonds. „Das spiegeln auch die Arbeitsmärkte in den USA, Großbritannien, Japan und Deutschland wider, deren Lage weiterhin angespannt ist. Lediglich in Südeuropa sehen wir nach wie vor einen gewissen Nachholbedarf. Des Weiteren haben die niedrigen Rohstoffpreise dazu beigetragen, die Produktionslücke zu schließen und auch die Kerninflation ist niedrig. Auf dieser Basis gehen wir derzeit davon aus, dass diese Entwicklung in 2018 anhalten wird, da die finanziellen Voraussetzungen sowie die fiskalischen Unterstützungsmaßnahmen unserer Ansicht nach weiter zunehmen werden. Einer der wichtigsten Parameter, die wir genau beobachten werden, ist das Lohnwachstum. Solange Lieferengpässe keinen Aufwärtsdruck auf die Löhne ausüben, dürfte es unserer Meinung nach für die Zentralbanken keinen Anlass geben, ihre Fiskalpolitik zu straffen.

Für die Weltwirtschaft sehen wir in diesem Jahr einige Herausforderungen mit aufgrund von hohen Bewertungen anfälligen Anlagemärkten. Einige der aus unserer Sicht ‚bekannten Unbekannten‘ sind die Zukunft des nordamerikanischen Freihandelsabkommens und der Welthandelsorganisation, die Wahlen in Italien sowie ein möglicher Konflikt auf der koreanischen Halbinsel. In diesen Bereichen könnten wir uns dazu entscheiden, Schutzstrategien innerhalb des Fonds einzuziehen – insbesondere, weil eine geringe implizite Volatilität die Kosten dieser Strategien über das gesamte Spektrum der Aktien und festverzinslichen Wertpapiere hinweg senkt.

Mit Blick auf die USA hat die restriktivere Geldpolitik noch immer nicht zu höheren Renditen bei Anleihen mit langer Laufzeit geführt – will heißen, die Diskontsätze sind immer noch niedrig. Das hat weitestgehend die Bewertungen einer Reihe von Anlageklassen untermauert. Eine der zentralen Lehren des letzten Jahrzehnts war, dass eine lockere Zentralbankpolitik Risikoaktiva wie Aktien und Kredite unterstützt hat. Wenn Trumps finanzpolitische Pläne, wie etwa die erhöhten Infrastrukturausgaben, sich als inflationär erweisen, könnten die Renditen von US-Anleihen vor dem Hintergrund steigender Laufzeitprämien deutlich steigen – und die Volatilität erhöhen.“

Über First State Investments
First State Investments ist eine globale Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Erfahrung in verschiedenen Anlageklassen und spezialisierten Anlagesektoren. First State Investments gehört zur Commonwealth Bank of Australia und verwaltete zum 30. September 2017 im Namen ihrer Kunden weltweit ein Vermögen von 143 Milliarden Euro. In Australien ist First State unter der Bezeichnung Colonial First State Global Asset Management tätig. First State Investments bietet eine Auswahl von Anlagelösungen für institutionelle Investoren und Kleinanleger weltweit, darunter Aktien-, Anleihe-, Multi-Asset-Anlagen und Anlagen in nicht börsennotierten Infrastrukturwerten. Unser Anlageansatz basiert auf der Verpflichtung, unseren Kunden auf lange Sicht bestmögliche Ergebnisse zu bieten. Zu diesem Zweck stellen wir sicher, dass unsere Interessen sich an denen unserer Anleger orientieren und halten an einer Unternehmenskultur fest, bei der wir stets im Interesse unserer Anleger handeln.

Silber: Nutznießer der sich belebenden Industriekonjunktur?

Silber blieb 2017 aufgrund der schwachen Anlegernachfrage zurück. Als defensive Anlage wurde Gold bevorzugt, zugleich kamen die zyklischen Qualitäten von Silber nicht zur Geltung, da Aktien haussierten. Wir erwarten, dass Silber 2018 zur Aufholjagd ansetzt, während sich Gold seitwärts entwickelt, so Nitesh Shah, Director – Commodities Strategist bei ETF Securities. Aufgrund der anhaltend starken Industriekonjunktur und des begrenzten Minenangebots dürfte das Angebotsdefizit bei Silber bestehen bleiben. Wir rechnen für Ende 2018 mit einem Marktwert von 18,5 USD/oz. bis 19,5 USD/oz.

In unserem Goldausblick vom Dezember 2017 begründeten wir, warum sich Gold unseres Erachtens 2018 weiter seitwärts entwickeln wird. Obwohl es bei der Inflation zu überraschenden Spitzen kommen könnte, was für Gold positiv wäre, würden sich die steigenden Zinsen und ein aufwertender US-Dollar negativ auf Gold auswirken und die Goldpreise mehr oder minder unverändert lassen. Andererseits ist es möglich, dass Silber steigt, da die industrielle Nachfrage zunimmt. Nach der unterdurchschnittlichen Entwicklung des letzten Jahres könnte es gegenüber Gold aufholen.

Silber an Gold gekoppelt?

Unser Silbermodell koppelt die Entwicklung von Silber an Gold. In den vergangenen fünf Jahren korrelierten die monatlichen Silberrenditen zu 83 Prozent mit den monatlichen Goldrenditen. 2017 allerdings schnitt Silber deutlich schlechter als Gold ab. Gold stieg 2017 um 10 Prozent, während Silber das Jahr beinahe an der Stelle beendete, an der es begonnen hatte. Gold schien stärker vom periodischen Aufflackern des geopolitischen Risikos zu profitieren als Silber. Silber hingegen fand im Zuge des anhaltenden Aufschwungs anderer zyklischer Werte, etwa Aktien, wenig Beachtung. So verzeichneten Silber-ETPs 2017 Zuflüsse von nur 6,2 Millionen Unzen. Dies entspricht weniger als einem Siebtel der Zuflüsse von 2016. Ende Dezember 2017 erreichte das Volumen der spekulativen Silber-Kontrakte mit 3545 netto long sogar den tiefsten Stand seit Oktober 2014. Anscheinend konnte Silber weder von seiner Korrelation mit Gold profitieren noch seine zyklischen Qualitäten ausspielen.

Die Gold-Silber-Ratio ist nach wie vor erhöht. Auch wenn sich die Goldpreise 2018 wahrscheinlich seitwärts entwickeln werden, muss Silber noch etwas aufholen.

Industriezyklus

In unserem Silbermodell ist auch die industrielle Nachfrage berücksichtigt. Da über 50 Prozent des Silbers von der Industrie verwendet werden, hat es viele Gemeinsamkeiten mit Industriemetallen, während sich Gold eher wie ein monetärer Vermögenswert verhält.

Im Laufe des vergangenen Jahres sind die globalen Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes durchweg angestiegen. Derzeit wachsen die entwickelten Märkte schneller als die sich entwickelnden Märkte. Die globalen Indizes dürften unseren Erwartungen zufolge weiter zulegen, wenn die positive Dynamik in den Industrieländern auch auf die Schwellenländer übergreift. Nach unserer Überzeugung werden die Einkaufsmanagerindizes zwischen Dezember 2017 und Ende 2018 von 54,5 auf 55,0 bis 55,5 steigen.

Bergbauinvestitionen weiter verhalten

Unser Modell beinhaltet ferner eine Variable für die durch die Silberminen bedingten Angebotsbeschränkungen, für die wir die um 18 Monate vorlaufenden Kapitalinvestitionen (Capex) in die Minen berücksichtigen. Da nur 25 Prozent des Silbers direkt gewonnen werden und die übrigen 75 Prozent beim Abbau anderer Metalle als Nebenprodukt anfallen, ziehen wir nicht nur die Investitionen in die Silberminen, sondern im gesamten Bergbausektor heran.

Der aktuelle Investitionsrückgang im Bergbau ist der einschneidendste seit Beginn der Erhebung unserer Daten 1997. Sein Tempo hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2017 zwar etwas verlangsamt, aber über einen so langen Zeitraum sind die Investitionen in unserem Datensatz bisher noch nicht gesunken.

Aufgrund des Absturzes der Bergbauinvestitionen dürfte sich am Angebotsdefizit bei Silber nichts ändern. Laut den Daten des GFMS/The Silver Institute befindet sich der Silbermarkt sogar seit 2013 im Angebotsdefizit. Auch wenn in ihnen noch nicht die Zahlen von 2017 berücksichtigt sind, sprechen die geringeren Minenvolumina und die höhere Industrienachfrage dafür, dass der Markt trotz der geringeren Investitionsnachfrage ein Defizit aufweisen dürfte.

Börsenbestände wahrscheinlich vor dem Rückgang

Die Bestände der COMEX haben 2017 erheblich zugenommen. Man könnte deshalb meinen, dass die Menge des verfügbaren Metalls gestiegen ist. Der Anstieg ist allerdings zum größten Teil nicht den registrierten, sondern den lieferbaren Beständen geschuldet. Dabei werden lieferbare Silberbestände einfach in einem von der COMEX genehmigten Lager gehalten, ohne dass für sie ein Bezugsschein ausgestellt wurde. Die Besitzer halten das Silber also nicht, um Termingeschäfte abzurechnen (zumindest nicht bis es registriert ist). Der Anstieg der lieferbaren Bestände könnte also daher rühren, dass die Besitzer ihr Silber nur im COMEX-Lager parken wollen, das heißt, dass sie an ihrem Silber festhalten, es aber nicht auf dem Terminmarkt einsetzen. Entsprechend steht es dem Markt auch nicht zur Verfügung. Wir rechnen mit einem Rückgang der Gesamtbestände auf das Niveau von Anfang 2017, da die Anlegernachfrage zum Verkauf animiert.

Has Chinese growth peaked?

by Craig Botham, Emerging Markets Economist at Schroders.

Chinese GDP surprised to the upside in the final quarter of 2017, coming in at 6.8% annual growth, unchanged from the previous quarter despite output restrictions aimed at controlling pollution and an ongoing credit crackdown.

For 2017 as a whole this meant growth of 6.9%, an acceleration from 2016. Nominal GDP slowed marginally but at 11% growth is still running at a robust pace, though still not outpacing credit growth. Deleveraging has yet to begin in earnest.

Higher frequency data for the year tells us something about where this growth came from. While retail sales growth was slightly lower in 2017 than in 2016, at 10.2% vs 10.4%, industrial production and fixed asset investment in particular posted strong recoveries from a turbulent 2016.

Industrial production accelerated to 6.6% from 6%, and fixed asset investment nearly doubled its 2016 rate to grow 6% compared to 3.2%. Meanwhile, exports were up 8.8% on their 2016 level, while 2016 had seen a 7.7% contraction.

The data seems to paint a picture of an economy supported by a strong external backdrop. This would also seem to be the reason for the stronger than expected final quarter; both trade and fixed asset investment picked up compared to the third quarter, even as retail sales and industrial production slowed.

Our own forecasts suggest continued strong growth for the rest of the world in 2018, so the export sector should continue to provide support for the economy even if an acceleration is unlikely.

Nonetheless, we still expect a deceleration in China this year. Nothing calamitous to be sure; we doubt GDP growth will fall far short of its likely 6.5% target. All the same, we would note that some domestic warning lights are flashing.

While leverage, as measured by debt to GDP, did not fall in 2017, the incremental growth of credit did slow quite considerably. The credit impulse has seen marked deceleration from 2016 levels, and feeds through to activity only with a lag. We are beginning to see this already with softer growth in real estate investment, and would expect this to continue for another six months or so, absent strong policy intervention which seems unlikely until there is a significant hit to growth.


This article has first been published on schroders.com.

Rekordzuflüsse in Robotik-ETPs

Robotik-ETPs verzeichneten Rekordzuflüsse in Höhe von 56,3 Mio. USD, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Industriemetall-ETPs kam es in der vierten Woche in Folge zu Zuflüssen. Der Ölpreisrally von 3,3 Prozent in der letzten Woche folgten Abflüsse aus Long-Rohöl-ETPs in Höhe von 29,3 Mio. USD.

Robotik-ETPs (A12GJD) verzeichneten Rekordzuflüsse in Höhe von 56,3 Mio. USD. Bei Robotik-ETFs kam es mit 56,3 Mio. USD zu den höchsten wöchentlichen Zuflüssen seit Auflegung. Bei Cybersicherheit-ETFs (A14ZT8) waren die Zuflüsse mit 15,9 Mio. USD so hoch wie zuletzt im Juni 2017. Die robusten Zuflüsse in diese ETFs gehen Hand in Hand mit dem allgemein starken Trend bei Technologieaktien. Der S&P 500® Information Technology Index stieg zum Beispiel im bisherigen Jahresverlauf um 5,1 Prozent. „Die zunehmende Automatisierung und die wachsenden Sorgen über die Softwaresicherheit haben das Interesse insbesondere an diesem Untersegment der Technologie geweckt“, erläutert Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions, ETF Securities.

Bei Industriemetall-ETPs (A0SVX7) kam es in der vierten Woche in Folge zu Zuflüssen. Die Zuflüsse erreichten bei breit aufgestellten Long-Industriemetall-ETPs (A0SVX7) mit 22,5 Mio. USD ein Dreiwochenhoch und bei Long-Kupfer-ETPs (A0KRJU) mit 14,9 Mio. USD ein Sechswochenhoch. Die globalen Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes stiegen Ende 2017 auf ein Siebenjahreshoch. Sie signalisieren für 2018 eine starke Nachfrage nach Industriemetallen, wobei die Wirtschaftsleistung, die Auftragseingänge und die Beschäftigung so schnell zunehmen wie zuletzt Anfang 2011. „Aus den chinesischen Zolleinfuhrdaten der letzten Woche etwa ging hervor, dass die Importe von Kupfererz und Kupferkonzentrat 2017 auf ein Allzeithoch gestiegen sind“, so Hein.

Der Ölpreisrally von 3,3 Prozent in der letzten Woche folgten Abflüsse aus Long-Rohöl-ETPs (A1N49P) in Höhe von 29,3 Mio. USD. Das heißt, bei Rohöl-ETPs (A0KRJX) kam es in der 19. Woche in Folge zu Abflüssen. Nach der jüngsten Rally der Ölpreise scheinen die Anleger Gewinne mitzunehmen. Erst in der letzten Woche hatten die Preise nach einem Anstieg ausgehend von 56 USD/Barrel die Marke von 70 USD-Barrel getestet, da die fallenden US-Lagerbestände, die zunehmenden geopolitischen Spannungen, insbesondere im Iran, und die weitgehende Einhaltung der OPEC-Förderquoten für Rückenwind sorgten. Wenn wir aber hinter die Kulissen blicken, wird deutlich, dass sich die Benzinlager füllen, das heißt, dass die Bestände einfach vom Rohstoff zum Produkt verschoben werden. Zweitens nehmen geopolitische Konflikte zu und ab, und wir bezweifeln, dass die Risikoprämie von Dauer sein wird. Drittens ist es wahrscheinlich, dass die US-Rohölförderung 2018 ein Allzeithoch erreicht. Zu guter Letzt könnten die aktuell hohen Preise die OPEC-Länder verleiten, die Vereinbarung im Juni vorzeitig zu beenden. „Obwohl die Dynamik die Ölpreise erneut auf über 70 USD/Barrel ansteigen lassen könnte, glauben wir nicht, dass sie auf diesem Niveau nachhaltig sind, wenn sich der Fokus im kommenden Monat wieder auf die fundamentale Situation verlagert“, so Hein.

Short-USD-ETPs stiegen auf ein Fünfwochenhoch. Nie bestätigte Gerüchte, dass China seine Käufe von US-Staatsanleihen begrenzen will, verunsicherten den Markt und führten zu einer Abwertung des DXY-Dollarkorbs um 1,5 Prozent. Die Zuflüsse in Short-USD-ETPs beliefen sich insgesamt auf 6,6 Mio. USD, wobei hauptsächlich der Euro auf der anderen Seite stand. „Meldungen, Merkels CDU habe bei den Sondierungsgesprächen mit den Sozialdemokraten am Freitag einen Durchbruch erzielt, unterstützten den Euro“, fügt Hein hinzu.

Rendite Radar: Jänner 2018

Weiterhin sorgen die starke globale Konjunktur zusammen mit dem guten Sentiment an den Finanzmärkten dafür, dass risikoreichere Anlagesegmente präferiert werden. Die Inflation ist in den entwickelten Volkswirtschaften niedrig. Viele Marktteilnehmer rechnen in diesem Jahr mit einem moderaten Anstieg. Die US-Notenbank wird ihre Politik der Leitzinsanhebungen fortsetzen. Zumindest drei Zinsanhebungen sind in diesem Jahr in den USA realistisch. Für
die Eurozone wird frühestens im nächsten Jahr eine Leitzinsanhebung erwartet.

Aus Bewertungssicht wird innerhalb der risikobehafteten Anlageklassen stärker differenziert. Hochzinsanleihen haben aufgrund der sehr guten Wertentwicklung an Attraktivität eingebüßt. Die Anleihen von Schwellenländern präsentieren sich nach wie vor interessant. Bei Staatsanleihen aus dem Euroraum und den USA lauert die Gefahr von weiteren Renditeanstiegen.

Quelle: ERSTE-SPARINVEST; www.erste-am.at; Daten per 29. Dezember 2017; Fondskennzahl: „Rendite“ – siehe Fußnote 1)
1) Anmerkung: Die Fondskennzahl „Rendite“ entspricht der durchschnittlichen Wertpapierrendite der im Fonds gehaltenen Wertpapiere vor Abzug von Kosten aus der Absicherung von Fremdwährungsrisiken; bitte beachten Sie, dass diese Rendite-Kennzahl nicht der Fondsperformance entspricht. Die Performanceübersicht (Wertentwicklung) der angeführten Fonds finden Sie auf Seite drei in der Übersichtstabelle. In der oben angeführten Tabelle sind auch keine ertragsmindernden Kosten wie die Verwaltungsgebühr oder individuelle Konto– und Depotgebühren berücksichtigt.
2) Die Risikoeinteilung von Investmentfonds erfolgt auf Basis des SRRI-Indikators auf einer Skala von 1 bis 7, wobei 7 die höchste Risikostufe repräsentiert. Die Berechnung basiert auf europäischen regulatorischen Vorschriften und ist integraler Bestandteil der wesentlichen Anlegerinformationen
(Key Investor Document). Die Berechnungsmethode finden Sie auf fondsabc.erste-am.com/srri/

Rendite-Entwicklung von US- und EUR-Staatsanleihen und EUR-Unternehmensanleihen mit guter bis sehr gute Bonität von 12/2012-12/2017 (Europa, USA)

 

Rendite-Entwicklung von europäischen Hochzinsanleihen im Vergleich zu globalen Hochzinsanleihen und Unternehmensanleihen von Schwellenländern (12/2012-12/2017)

 

Hinweis zu den Grafiken:
Die Renditeentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Anlagesegments oder Investmentfonds zu. In der Grafik sind keine Spesen oder Gebühren berücksichtigt. 

Kennzahlen-Übersicht

(mehr Informationen finden Sie unter http://www.erste-am.at/)

Daten per 29.12.2017.
Die Berechnung der Wertentwicklung und Volatilität (3 Jahre) erfolgt lt. OeKB Methode. In der Wertentwicklung ist die Verwaltungsgebühr berücksichtigt. Der bei Kauf anfallende einmalige Ausgabeaufschlag in Höhe von bis zu 3,50 % und andere ertragsmindernde Kosten wie individuelle Konto- und Depotgebühren sind in der Darstellung nicht berücksichtigt. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Was uns das Jahr 2017 gelehrt hat

Die Unternehmensgewinne können mitunter die Erwartungen übertreffen und die Zentralbanken tun nicht immer das, was sie sagen. Hier geht es zum vollständigen Beitrag von Luca Paolini, Chief Strategist bei Pictet Asset Management, über den Einfluss der Inflation und der Beliebtheit von Anleihen.

Rally wird durch Gewinne und nicht durch menschliche Psychologie befeuert

Zum ersten Mal seit 2010 lagen die Unternehmensgewinne über den Erwartungen. Die im MSCI ACWI Index vertretenen Unternehmen verzeichneten einen Jahresanstieg von 15% bei den Gewinnen – prognostiziert waren nur 13%. Dem Wachstum der Unternehmensgewinne waren mehr als 60% der im Jahr 2017 erzielten Rendite von 25% zuzuschreiben, das ist doppelt so viel wie der Betrag des Wachstums bei den KGVs der Titel.

Gewinne lagen das erste Mal seit 6 Jahren über den Erwartungen

Quelle: Thomson Reuters Datastream, Pictet Asset Management; Daten beziehen sich auf den Zeitraum 01.01.1995–01.01.2018 

Zu frühes Verkaufen kann teuer werden

Warren Buffett hat die These aufgestellt – und mit dieser Meinung ist er nicht allein –, dass sich Aktien in den späteren Phasen einer Hausse in der Regel besser entwickeln. Das Jahr 2017 ist der beste Beweis dafür. Weltweite Aktien verzeichneten 12 Monate in Folge Zugewinne – ein absolutes Novum –, und die Volatilität des S&P 500 Index sank während des Jahres auf ein Rekordtief von 3,5%. Zudem ging der S&P 500 um 2,8% von seinem Höchststand auf seinen Tiefstand zurück und gab damit gemessen an der durchschnittlichen Bullenmarktkorrektur von 5-7% viel weniger nach.

Lukrative Geschäfte für aktive Anleger

Die meiste Zeit nach der Schuldenkrise 2008 bewegten sich die regionalen Aktienmärkte und Einzeltitel mehr oder weniger im Gleichschritt nach oben und unten. 2017 endete dieser Trend jedoch abrupt. Schauen wir uns den S&P 500 an: Hier sank die Korrelation zwischen den Renditen von Einzeltiteln und der Rendite des Index im Dezember auf ein Rekordtief von 0,27. Ähnliche Handelsmuster waren auch bei anderen Länderindizes, Branchen und Währungen zu beobachten. In einem solchen Umfeld brachten Strategien wie Stockpicking und taktische Vermögensverteilung cleveren Anlegern ordentliche Gewinne.

Abruptes Ende der Ära einer stark korrelierenden Anlagenperformance
Korrelationen von Titeln im S&P 500 zum Index

Quelle: Thomson Reuters Datastream, Pictet Asset Management; Daten beziehen sich auf den Zeitraum 20.10.1998–26.12.2017


Erfahren Sie mehr über den Einfluss der Inflation und der Beliebtheit von Anleihen

Über den Autor
Luca Paolini kam 2012 als Chefstratege zu Pictet Asset Management. Davor arbeitete er als Aktienstratege bei Credit Suisse Securities, wo er für die Vermögens-, Sektor- und geographische Allokation verantwortlich war. Von 2005 bis 2007 war er bei Union Investment als Anlagestratege tätig. Luca Paolini fing seine Karriere 2001 bei Allianz Dresdner Asset Management. Im Rahmen seiner Tätigkeit im Bereich Asset-Allokation und Anlagestrategie wurde er zum Prokurist befördert. Luca Paolini hat einen Master in Volks- und Betriebswirtschaft von der SDA Bocconi School of Management in Mailand und ein Laurea Magistrale in Politwissenschaften von der Universität Bologna.

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 151 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Für weitere Informationen steht Ihnen Frank Böhmer gerne zur Verfügung.
Telefon: 069-79 5009 24
e-mail: fbohmer@pictet.com

Active managers outperformed in 2017 gross of fees

In 2017, the majority of active managers in all regions could outperform their respective indices gross of fees. The main reason for this outperformance was a style bias of most active managers. Over the whole year, most of the active managers had a growth bias in their portfolio and growth stocks outperformed value stocks significantly. In addition to that, mid-caps showed in Europe a better performance than large caps and most European managers have an overweight in this market cap cluster.

On a net basis though, after deductions of fees, the picture changes significantly and only emerging markets managers still outperformed slightly. 52% of emerging market managers, 42% of Europe managers and 37% of US managers have been able to outperform their benchmarks. Nevertheless, results are much better than in 2016, where only 8% of Europe managers, 14% of US managers and 39% of emerging markets managers could beat their benchmarks net of fees.

In December 65% of US managers, 40% of Europe managers and 37% of emerging markets managers could outperform their benchmarks net of fees. The good results in the US were mainly driven by good stock selection.

Please find the full fundinfo Research News - January 2018 edition including a summary of manager meetings attached on the left.