Eine Klasse für sich: Anleihenmärkte in asiatischen Schwellenländern

Warum sich Anleger, die eine stabile und attraktive Renditequelle in einem diversifizierten Anleihenportfolio suchen, in asiatischen Schwellenländern umschauen sollten, erklärt Raymond Sagayam, Chief Investment Officer - Fixed income bei Pictet Asset Management.

Asiatische Anleihen: Einführung

Nutze jede gute Krise. 

Wenn es eine Region auf der Welt gibt, die diesem Ratschlag gefolgt ist, dann ist es Asien. 

Zwei Jahrzehnte nach dem Währungscrash in der Region florieren die asiatischen Volkswirtschaften und profitieren von den institutionellen, regulatorischen und Kapitalmarktreformen, die deren internationale Wettbewerbsfähigkeit beflügelt haben. 

Die asiatischen Schwellenländer sind mittlerweile die am schnellsten wachsende Region der Welt, mit einem Wirtschaftswachstum von etwas mehr als 6% pro Jahr1. Dank dieser starken Fundamentaldaten gewinnen die asiatischen Anleihenmärkte immer mehr an Tiefe und Vielfalt und werden zum Magnet für eine wachsende Zahl in- und ausländischer Anleger. 

Die Anleihen aus dieser Region überzeugen durch attraktive Renditen und niedrige Volatilität und bieten sich als strategisches Engagement für Anleger an, die ordentliche Erträge und Diversifizierung anstreben.

Überblick: Asien hat viel zu bieten

Anleger können aus vier Unteranlageklassen im Universum asiatischer Anleihen wählen: Staatsanleihen, die auf Lokalwährung oder US-Dollar lauten, Unternehmensanleihen und chinesische Onshore-Anleihen, die auf Renminbi (RMB) lauten (siehe Abbildung). 

ASIATISCHE ANLEIHEN IM ÜBERBLICK

*Verfallsrendite **S&P-Ratings
Quelle: JP Morgan, ChinaBond. Rendite, Duration und durchschnittliches Rating von chinesischen Anleihen in Lokalwährung sind durch Durchschnittswerte für das Pictet-Chinese Local Currency Debt-Portfolio dargestellt. Daten vom 30.06.2018.

  • Asiatische Staatsanleihen in Lokalwährung: Diese Instrumente sind anfälliger für Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Bedingungen im Land. Dieser Markt eignet sich für Anleger, die am langfristigen Wachstum asiatischer Volkswirtschaften sowie am langfristigen Aufwertungspotenzial asiatischer Währungen partizipieren möchten. Es ist auch möglich, dass sich Staatsanleihen in Lokalwährung mit der Zeit zu einer defensiven Anlageklasse entwickeln, wie bei US-Staatsanleihen oder japanischen Staatsanleihen geschehen.
  • Asiatische USD-Staatsanleihen: Dieses auf US-Dollar lautende Universum bietet Anlegern die Möglichkeit, von den starken wirtschaftlichen Fundamentaldaten in Asien zu profitieren, ohne einem Währungsrisiko ausgesetzt zu sein. Anleger, die in diese Art von Anleihen investieren, dürften von der wahrscheinlichen Verbesserung des Bonitätsprofils der Emittenten profitieren, was langfristig die Hauptquelle für Kapitalwachstum sein wird.
  • Asiatische USD-Unternehmensanleihen: Diese Anlageklasse setzt sich aus Instrumenten mit hohem Rating zusammen; fast 70% der Emittenten sind mit BBB und höher bewertet. Beim breiteren Markt für Schwellenländeranleihen sind es nur 54%. Die meisten Emittenten sind dank großer Liquiditätspolster und niedriger Verschuldung im Vergleich zu anderen Regionen wesentlich besser aufgestellt, ihrenSchuldendienst zu leisten und ihre Schulden zurückzuzahlen. Der Verschuldungsgrad (gemessen am Verhältnis Nettoverschuldung-EBITDA) asiatischerUnternehmen liegt bei rund 1,7 – inden Schwellenländern dagegen bei 2,1 und in den USA bei 2,8. Hinzu kommt, dass sich asiatische Unternehmensanleihen zu einer immer ergiebigeren Quelle von Investmentgelegenheiten entwickeln, weil lokale Unternehmen statt auf kurzfristige Bankkredite verstärkt Möglichkeiten der längerfristigen Fremdfinanzierung nutzen.
  • Chinesische Onshore-Anleihen: Auf RMB lautende Anleihen sind bereits der drittgrößte Anleihenmarkt der Welt – der immer weiter wächst. Grund hierfür sind die attraktiven Renditen und das Engagement in einer Währung mit starkem Aufwertungspotenzial. Bisher waren chinesische Onshore-Anleihen von den großen Schwellenländer- und globalen Anleihenindizes ausgeschlossen, aber das dürfte sich bald ändern. Die Maßnahmen Pekings zur Liberalisierung des Kapitalmarkts dürften die Aufnahme in die wichtigen weltweiten Anleihenindizes erleichtern – dadurch könnten 286 Mrd. USD in die Anlageklasse fließen. Wir gehen außerdem davon aus, dass sich der RMB in den kommenden Jahren zu einer bedeutenden internationalen Währung entwickeln wird. Damit dürfte die Nachfrage nach chinesischen Anlagen im Ausland rasant wachsen und der Wert der Währung langfristig Auftrieb erhalten.

Regionale Bindung der asiatischen Anleger ist Stabilitätsanker

Asiatische Anleihen haben bewiesen, dass sie Marktstürme besser abwettern können als Schwellenländeranleihen. Chinesische, auf RMB lautende Anleihen zum Beispiel haben sich bei allen großen Verkaufswellen in Schwellenländern in den letzten 10 Jahren überdurchschnittlich entwickelt (siehe Abbildung).

ASIEN KANN SICH BEHAUPTEN

Anlagerendite bei großen Verkaufswellen
Es wurden folgende Zeiträume zugrunde gelegt: Weltweite Finanzkrise (01.08.2008–31.10.2008) EU-Staatsschuldenkrise (15.08.2011–30.11.2011) Drosselungsangst (08.05.2013–31.12.2013) Türkei-Argentinien-Krise (31.07.2018–31.08.2018). Alle Indizes auf Basis der Gesamtrendite und in US-Dollar. Quelle: JP Morgan, ChinaBond, Bloomberg

Asiatische Anleihen entwickeln sich zudem recht selten im Gleichschritt mit Mainstream-Anlageklassen wie Industrieländeranleihen und -aktien sowie Rohstoffen. 

Dafür gibt es mehrere Gründe. Der asiatische Anleihenmarkt ist zum Beispiel nicht besonders anfällig für Veränderungen beim Rohstoffpreis, der mitunter extrem schwanken kann.

Das gilt insbesondere für asiatische Unternehmensanleihen, die nicht so stark in Öl, Gas, Metall und Bergbau investiert sind wie die Anleihenmärkte anderer Regionen2.

Asien setzt auf lokal

Was besonders ins Gewicht fällt: Der asiatische Anleihenmarkt hat eine große und stabile inländische Anlegerbasis. Bei dieser Gruppe vorwiegend institutioneller Anleger ist in der Regel der Anlagehorizont länger und die Toleranz gegenüber Währungsschwankungen größer. Das trägt dazu bei, dass sich die Gesamtvolatilität der Anlageklasse verringert.

In China machen ausländische Anleger nur 2% des auf RMB denominierten Anleihenmarkts aus. Hinzu kommt, dass auf dem asiatischen Kreditmarkt mehr als 70% der Neuemissionen von Anlegern aus der Region gehalten werden.

Zahlen der Asiatischen Entwicklungsbank belegen, dass asiatische Anleger im Durchschnitt mehr als 80% ihrer Portfolios entweder an ihren Heimat- oder regionalen Anleihenmarkt halten3.

Weitere Daten zeigen, dass sich intraregionale Anlagen in Anleihen in den 15 Jahren bis 2016 fast verneunfacht haben4.

Diese regionale Orientierung, auch gerne als „Asian bid“ bezeichnet, dürfte sich weiter verstärken, da Zentralbanken in Asien – wo sich die größten Devisenreservenbestände der Welt befinden – versuchen, mehrere Billionen Dollar an angespartem Kapital wieder direkt in die Region zurückzuführen.

Die asiatischen Währungshüter haben ein großes Interesse daran, dass sich die Anleihenmärkte der Region weiterentwickeln, damit die zu starke Abhängigkeit von kurzfristigen Bankkrediten abnimmt und die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems durch Projekte wie die „Asiatische Anleihenmarkt-Initiative“ gestärkt wird5.

Der asiatische Anleihenmarkt dürfte sich also zu einer liquiden Mainstream-Anlageklasse entwickeln, die internationale Anleger nutzen können, um ihre bestehenden Schwellenländer- oder globalen Anleihenportfolios zu diversifizieren.

Robuste wirtschaftliche Fundamentaldaten

Die günstigen makroökonomischen Rahmenbedingungen in Asien sind ein weiteres Plus. 

UNTER KONTROLLE

Gesamtinflation auf Grundlage des VPI, %

Basierend auf einem gleitenden 3-Monats-Durchschnitt einer Veränderung der Gesamtinflation auf Grundlage des VPI gegenüber dem Vorjahr. Quelle: Pictet Asset Management, CEIC, Thomson Reuters Datastream, Daten vom 11.09.2018

Neben dem robusten Wachstum ist zudem die Inflation in den asiatischen Schwellenländern niedrig. Die Gesamtinflationsrate liegt bei 2,4%, wie zuletzt 2009. Die Zahl ist niedriger als in Schwellenländern in Lateinamerika und Osteuropa und liegt unter dem Wert für die Schwellenländer insgesamt (siehe Abbildung).

Insbesondere Anleihen in Lokalwährung dürften davon profitieren, dass die asiatischen Währungen mittelfristig sicherlich anziehen.

Die Währungsaufwertung war in den vergangenen zehn Jahren eine Hauptrenditequelle bei Schwellenländeranleihen in Lokalwährung – in einer Größenordnung von bis zu einem Viertel der Gesamtrendite der Anlageklasse6.

AUF SCHNÄPPCHENJAGD

Abweichung Schwellenländerwährungen vom wahren Wert

*Gleichgewichtete Wechselkurse: CNY, HKD, INR, IDR, KRW, MYR, PHP, SGD, TWD, THB. Daten beziehen sich auf den Zeitraum 31.12.1979–28.09.2018. Quelle: Thomson Reuters Datastream, Pictet Asset Management

Unseren Ökonomen zufolge sind asiatische Währungen so günstig wie zuletzt während der Finanzkrise 1997/98 – das lässt sich angesichts der robusten wirtschaftlichen Fundamentaldaten nur schwer erklären (siehe Abbildung). Da die Produktivität in der Region rasch zunimmt, ist viel Raum für eine Währungsaufwertung in den kommenden Jahren.

Das gilt insbesondere für den RMB, dessen anhaltende Internationalisierung Zuflüsse aus dem Ausland begünstigen dürfte. Unsere Ökonomen gehen davon aus, dass die chinesische Währung in den kommenden fünf Jahren auf 6 RMB je US-Dollar ansteigen wird. Sollten Wirtschaftswachstum und Produktivität in China nach oben überraschen, könnte der Anstieg sogar noch größer sein (siehe Secular Outlook 2018).

Ein breites und vielfältiges Anlageuniversum

Die asiatischen Anleihenmärkte entwickeln sich in schnellem Tempo zu einer strategischen Anlageklasse für internationale Anleger. 

An den globalen grenzüberschreitenden Zuflüssen in Anleihen ist abzulesen, dass sich Allokationen in Asien in den 15 Jahren bis 2016 auf 1,6 Bio. USD mehr als verfünffacht haben7.

Auf lange Sicht kann der asiatische Anleihenmarkt sogar mit noch größeren Zuflüssen rechnen. Da sich immer mehr internationale Anleger bewusst werden, welch bedeutende Rolle asiatische Anleihen in einem diversifizierten Portfolio spielen können, dürfte der in die Anlageklasse fließende Anteil des Vermögens – zurzeit um einiges niedriger als in anderen Schwellenländerregionen (siehe Abbildung) – mit der Zeit wachsen.

ASIEN UNTERREPRÄSENTIERT

Verteilung Schwellenländeranleihen-Portfolios nach Land

Basierend auf einer Umfrage von JP Morgan bei Kunden, die in Schwellenländern engagiert sind. Diese Befragung findet monatlich statt und gibt Auskunft über die Positionierung in Schwellenländeranleihen und Devisenanlagen. Befragt werden 200 Anleger, die ein Vermögen von mehr als 1 Bio. USD in Schwellenländeranlagen verwalten. Skala reicht von +10 (stark übergewichtet) bis -10 (stark untergewichtet). Quelle: JP Morgan, Daten vom 31.08.2018

Alles spricht für aktives Investieren

Wir glauben, dass Anleger das attraktive Anlagepotenzial asiatischer Anleihen am effizientesten mit einem aktiven Investmentansatz nutzen können. Pictet Asset Management investiert schon seit vielen Jahren erfolgreich in Schwellenländern, so dass wir sehr gut aufgestellt sind, um die Chancen auf dem asiatischen Anleihenmarkt zu nutzen.


Quellen

1) Nach Prognosen des IWF werden asiatische Volkswirtschaften 2018 und 2019 mit einer Rate von mindestens 6,5% wachsen.
2) Quelle: JP Morgan, JPM CE MBI Broad Index, Daten vom 31.07.2018
3) Bezug auf acht asiatische Märkte (Hongkong, Indonesien, Korea, Malaysia, Philippinen, Singapur und Thailand). Ohne Indien, wo die Allokation in Heimatmärkte bei fast 100% liegt. Quelle: Asiatische Entwicklungsbank, Stand 30.04.2012.
4) Quelle: IWF/Institute for International Monetary Affairs, Daten vom 03.02.2018
5) Die „Asiatische Anleihenmarkt-Initiative“ ist ein Projekt, das im Dezember 2002 von der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) und der Volksrepublik China, Japan und der Republik Korea (zusammen ASEAN+3) ins Leben gerufen wurde, um die Finanzstabilität zu erhöhen und die Anfälligkeit der Region gegenüber einer plötzlichen Umkehr der Kapitalflüsse zu mindern.
6) Quelle: JP Morgan GBI-EM Index, basierend auf Daten für den Zeitraum 31.12.2001–31.08.2018
7) Quelle: IWF/Institute for International Monetary Affairs, Daten vom 03.02.2018

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Über Raymond Sagayam

Raymond Sagayam kam 2010 zu Pictet Asset Management und ist Chief Investment Officer für Fixed Income.
Bevor er zu Pictet kam, war Raymond Sagayam Geschäftsführer bei Swiss Re Asset Management, wo er sich als Leiter für Dollar- und Euro-Anlagen um Kredit Relative-Value-Strategien kümmerte. Davor arbeitete er für Bank Brussels Lambert (ING) im Handel mit US-Unternehmensanleihen. Er hat mit Unternehmensanleihen aus allen wichtigen Regionen gehandelt und begann seine berufliche Laufbahn 1997 bei ING Barings im Bereich Schwellenländer.
Raymond Sagayam hat einen BSc in Wirtschaft der London School of Economics & Political Science (LSE) und einen Master („Contemporary Theology in the Catholic Tradition“) des Heythrop College der University of London. Zudem ist er Chartered Financial Analyst (CFA).

Über Pictet Asset Management 

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 163 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Earnings 2019: Back to normal?

A sharp slowdown in US earnings growth looks likely next year, says Lars Kreckel, Global Equity Strategist at Legal & General Investment Management. Perhaps the more important question to answer is where will S&P 500 earnings growth settle after the effect of tax reform, fiscal stimulus and oil price movements drops out?

A myriad of factors can influence corporate profits: oil prices, currencies, wages, cost cuts, productivity, taxes, interest rates and many more. They all matter, but pale into insignificance compared with nominal economic growth.

It’s not so much economic growth itself that matters, but what it reflects. Real GDP growth is a good proxy for how much stuff companies sell (volume growth) and inflation is a good proxy for the price increases they can achieve (selling price growth). Together they give us revenue growth.

Revenue growth is the most reliable driver of earnings growth. When you are selling more stuff and are able to charge higher prices for it, it is relatively easy to cope with any headwinds on the cost side like those that we are seeing emerging in this 'late-cycle' economy.

Real GDP growth is a good proxy for how much stuff companies sell (volume growth) and inflation is a good proxy for the price increases they can achieve (selling price growth)

This may seem counterintuitive, but makes sense when you remember that the growth rate of volume and selling prices applies to all of a company’s revenues. Assuming costs are lower than revenues, typically substantially, the growth rate on individual cost components will only apply to a much smaller amount.

Not convinced yet? Another way to think about this is by splitting revenues into profits and costs and splitting costs into fixed and variable costs. Even if a company’s input costs rise at twice the rate of its selling prices, as in the example below, this company would still produce positive earnings growth. This is the often under-estimated power of operating leverage at work and is also why economic growth as a proxy for revenue growth is so powerful.

Of course, operating leverage works both ways. When revenue growth turns negative, as it typically does in a recession, the hit to earnings can be devastating and just as easily under-estimated as on the way up.

As a result, it’s not surprising that our economists’ forecasts for GDP growth are the most important drivers of our views on how earnings will develop. It's not just the level of growth, but also the change in growth that matters, just as in Tim's model for whole economy profits. And of course US large cap companies don’t just rely on US GDP growth, so it’s important to weight regional GDP forecasts by where companies generate their sales.

Taking our current forecasts for global growth suggests that underlying growth of US earnings will slow down to mid-single digits next year and grind to a halt towards the end of 2019. Should the US economy slowdown further in 2020, earnings growth could dip into slightly negative territory for a few quarters. This scenario for S&P 500 earnings growth is not materially different from the one Tim laid out for US whole economy profits.

Our current forecasts for global growth suggest that underlying growth of US earnings will slow down to mid-single digits next year

This could warrant a moderate downward adjustment in market expectations at some stage in 2019 and another one if the additional 2020 slowdown materialises. A slowdown to mid-single digits next year seems largely expected. Even perennially optimistic bottom-up analysts are forecasting lower than normal 9% earnings growth. Taking the historic average degree of over-estimating into account takes us closer to a relatively realistic 5% figure. This figure matches the top-down estimates in many sell-side reports published over the past few weeks, and the recent de-rating is also consistent with a downgrade in earnings growth expectations. Finally, low single digit earnings growth is typical of what we've experienced during most of this bull run so far.

The market reaction would depend on whether that slowdown was interpreted as temporary, like the oil-related slowdown of 2015, or as the start of an earnings recession. As meaningful earnings recessions are almost always driven by economic recessions, the answer to that question takes us back to our economists. Though our assessment is that the US economy is moving into the latter stages of the economic cycle, our forecasts for global growth remain well within the range of what we have seen in the past decade, rather than a new recession.

So, for the time being, the earnings outlook still looks supportive for this bull market. However, we believe it will provide less fuel than in the last two years, with question marks increasing as we head into 2020. We believe a post-tax reform world will deliver a lower, single digit earnings growth trend in the US, which is more aligned with other regions and not uncommon in late cycle phases. That underlying trend comes with plenty of two-way risk from a host of drivers, but the key remains, always, the global growth cycle.


This article has first been published on futureworldblog.lgim.com.

Jenseits der US-Zwischenwahlen

von Christopher Gannatti, European Head of Research von WisdomTree.

Die große Überraschung bei einer der teuersten und engagiertesten Zwischenwahlen in der Geschichte der USA bestand darin, dass zum ersten Mal seit dem Brexit und Trumps Wahltriumph von 2016 die Abstimmungsbefragung und der Konsens tatsächlich ein korrektes Bild des Ergebnisses zeichneten. Aber wenn doch der Ausgang bereits weitgehend eingepreist war, warum haben dann die US-Aktienmärkte eine Rally verzeichnet, nachdem das amtliche Wahlergebnis bekannt wurde? Unserer Ansicht nach gibt es dafür drei Gründe.

Die Märkte können wieder aufatmen

  1. Obgleich Erfahrungen aus der Vergangenheit nicht als Hinweise auf die Zukunft herangezogen werden sollten, ist es dennoch interessant, dass die US-Aktienmärkte in den zwölf Monaten nach jeder US-Zwischenwahl seit 1946 jeweils eine positive Entwicklung verzeichnet haben.
  2. Außerdem hat die Verkündung des amtlichen Wahlergebnisses Unsicherheiten beseitigt, was der Rally des US-Aktienmarktes zusätzlich Auftrieb verlieh. Offenkundig trugen diese beiden Faktoren zu einer Stimmungsaufhellung bei.
  3. Darüber hinaus geht aus den Ergebnisdaten hervor, dass es kein klarer Sieg für die Demokraten war. Während die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus übernahmen, konnten die Republikaner ihre Mehrheit im Senat ausbauen.

Auswirkungen der Pattsituation

Zwei Konsequenzen des Wahlergebnisses:

  1. Aufgrund der Pattsituation ist die Abwicklung der ersten Runde der Steuersenkungen unwahrscheinlich;
  2. Da der Kongress dieses Jahr bereits ein Dodd-Frank-Reformgesetz verabschiedet hat, ist eine Neu-Regulierung der US-Wirtschaft unwahrscheinlich.

Da mit einer zusätzlichen finanzpolitischen Expansion eher nicht zu rechnen ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Steuerreform 2.0. Die Pattsituation in Washington verringert außerdem das Risiko eines rapiden Anstiegs der Arbeitskosten und Anleihenrenditen. Dies dürfte den globalen Märkten 2019 zugutekommen, denn die Fed wird die Zinszügel vermutlich langsamer straffen, da sich die Konjunkturimpulse infolge der letztjährigen Steuersenkungen abschwächen.

Bereinigt man die für das 3. Quartal ausgewiesenen US-Unternehmensgewinne um den Steuereffekt, würden die Erwartungen hinsichtlich des durchschnittlichen Gewinnwachstums in den USA interessanterweise von 26,7% auf 18% zurückgehen. Im Vergleich zum 10%-igen Wachstum im Rest der Welt stünden die USA aber immer noch gut da.

Wir gehen davon aus, dass der Kongress Trumps nächste Schritte genauer kontrollieren wird. Obwohl mit der Einrichtung weiterer Untersuchungsausschüsse zu rechnen ist, wird es Trump wahrscheinlich gelingen, ein Amtsenthebungsverfahren abzuwenden, denn es ist äußerst unwahrscheinlich, dass die Demokraten die dafür erforderlichen 67 Stimmen aus dem Senat zusammenbekommen. Zwar findet ein Infrastrukturplan sehr wahrscheinlich die Zustimmung beider Parteien, dessen Umsetzung und Finanzierung dürften jedoch Gründe für mehr Meinungsverschiedenheiten innerhalb des gespaltenen Kongresses liefern.

Risiko durch Schuldenobergrenze wird unterschätzt

Die Haushaltsmittel der US-Regierung sind nur bis 7. Dezember 2018 genehmigt. Es ist also möglicherweise mit einem „Government Shutdown“ bis Jahresende zu rechnen. Die von Präsident Trump vorgeschlagene Mauer an der Grenze zu Mexiko und die Untersuchung durch Sonderermittler Robert Mueller dürften den Stillstand noch verlängern. Unserer Ansicht nach wird das Risiko bezüglich der Schuldenobergrenze, die im März 2019 in den Fokus rücken dürfte, von den Märkten unterbewertet. Während September/Oktober 2019 ein kritischer Zeitraum für eine harte Begrenzung sind, werden die Demokraten wahrscheinlich das drohende Erreichen der Schuldenobergrenze als Verhandlungsargument nutzen. Sie werden die Notwendigkeit von Erhöhungen der Körperschaftssteuer und des Höchststeuersatzes für die persönliche Einkommensteuer angehen und den Fokus verstärkt auf grüne Initiativen (erneuerbare Energien und Elektromobilität) im Ausgabenplan für Infrastruktur legen.

Ein polarisierter Kongress könnte die Handelspolitik verlangsamen

Erste Folgen der neuen politischen Landschaft sind bereits jetzt in der Handelspolitik spürbar. Nur sieben Tage, nachdem die Zwischenwahlen entschieden waren, ging aus Kommentaren Bill Pascrell, eines wichtigen Repräsentanten der Demokraten, der für den Vorsitz des Unterausschusses Ways and Means aufgestellt ist, hervor, dass die für Ende November geplante Ratifizierung des kürzlich vereinbarten Freihandelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada („USMCA“) scheinbar auf das nächste Jahr verschoben wird. Die Erwägungen zu USMCA werden den Demokraten Hinweise auf Probleme liefern, die Auswirkungen auf andere Abkommen haben könnten. Das Büro der US-Handelsbeauftragten (USTR) teilte dem Kongress am 16. Oktober mit, dass es beabsichtige, Verhandlungen über Handelsabkommen mit Japan, der Europäischen Union (EU) und Großbritannien aufzunehmen. Die Unsicherheit bezüglich der Handelspolitik der USA stellt nach wie vor die größte Hürde für die Weltwirtschaft dar. Einige der weltgrößten Exporteure wie Japan, Europa und Schwellenländer bekommen allmählich Ausstrahlungseffekte zu spüren. Während wir mit stärkeren Kontrollen seitens der Demokraten in Bezug auf die Handelspolitik rechnen, hat das USTR sich eine schnellere Bearbeitungszeit bei weniger kontroversen Themen zum Ziel gesetzt. Im Falle der EU werden ein erweitertes Kontingent an Rindfleisch von Spitzenqualität und der Verkauf von Sojabohnen aus den USA die Verhandlungen beherrschen, während in Bezug auf Japan der Hauptfokus auf dem Marktzugang des Automobilsektors und der Landwirtschaft liegen wird. Für US-Landwirte war 2018 das schlimmste Wirtschaftsjahr seit Langem, was die Kongressabgeordneten zu einer moderateren Haltung bewegen könnte. Die Handelspolitik in Bezug auf China dürfte auch eine wichtige Rolle für beide Parteien im Wahlkampf 2020 spielen. Daher dürfte die Haltung der Regierung gegenüber China im Fokus stehen.

Brexit-Einigung vor Abstimmung in britischem Parlament

Das „Scheidungsabkommen“ der Briten mit der EU steht. Auf dem mit Spannung erwarteten EU-Sondergipfel am Sonntag haben sich Großbritannien und die EU auf ihre Beziehungen nach dem Brexit Ende März 2019 geeinigt. Jetzt fehlt nur noch die Abstimmung im britischen Unterhaus. Es wird eng.

Im Vorfeld hatten sich Unterhändler der britischen Regierung und der EU-Kommission bereits auf eine entsprechende politische Erklärung verständigt. Dabei waren bis knapp vor dem Gipfel noch viele große Punkte wie der Zugang der Briten zum EU-Binnenmarkt offen.

Für die britische Premierministerin Theresa May steht dabei viel auf dem Spiel. Nach der Veröffentlichung des Entwurfs schlug ihr massiver Widerstand aus dem eigenen Land entgegen. Die Gegenspieler Mays befürchten, dass das Vereinigte Königreich auch nach dem Brexit auf unbestimmte Zeit in eine Zollunion mit der EU hineingezwungen würde, wobei Nordirland zudem eine Sonderrolle hätte. Der Vertrag sieht eine einmalige Verlängerung der zunächst bis Ende 2020 angesetzten Übergangsphase vor. Zudem wurde keine „harte Grenze“ mit wiedereingeführten Kontrollen zwischen der britischen Provinz Nordirland und Irland beschlossen.

Obwohl das Papier vom Kabinett am 14. November gebilligt wurde, nahmen noch am selben Tag gleich drei Minister, darunter auch der Brexit-Minister Dominic Raab, ihren Hut. Aus dem Parlament kommt indessen noch weniger Zustimmung für den Entwurf. Eine Mehrheit für den Vertrag scheint weit entfernt. Dagegen wird bereits der Sturz Mays vorbereitet. Geplant ist ein Misstrauensvotum, noch gibt es allerdings nicht genug Befürworter für ein solches. Zudem werden die Rufe nach einem zweiten Brexit-Referendum lauter. Das Parlament soll Anfang Dezember – nach der Billigung des endgültigen Vertrags auf dem EU-Gipfel – über den Deal abstimmen.

Um den Vertrag politisch besser verkaufen zu können, versucht May nun in den letzten Tagen vor dem EU-Sondergipfel der Staatengemeinschaft noch weitreichende Zusicherungen zur künftigen Wirtschaftspartnerschaft abzuringen. Die EU zeigt sich jedoch unnachgiebig und will den Briten keine Hintertür zu ihrem Binnenmarkt öffnen.

May erhält Unterstützung aus der Wirtschaft und von der Notenbank

Rückendeckung für den Entwurf erhält May jedoch von der britischen Wirtschaft. Die Chefin des britischen Industrieverbandes CBI, Carolyn Fairbairn, gab am Montag grünes Licht für den bisher ausverhandelten Vertrag. „Er ist nicht perfekt, er ist ein Kompromiss, aber er ist ein hart erkämpfter Fortschritt“, sagte sie. Der Deal und vor allem seine Übergangsperiode entferne das Vereinigte Königreich einen Schritt vom „albtraumhaften Abgrund eines Nicht-Vertrags“. Der CBI begrüßte vor allem die bis Ende 2020 dauernde Übergangsphase, in der Großbritannien vorerst im EU-Binnenmarkt und der Zollunion bleibt, um einen harten Schnitt für die Wirtschaft zu verhindern.

Auch von der britischen Notenbank Bank of England (BoE) kommen unterstützende Signale. Laut Zentralbankchef Mark Carney hilft ein Abkommen mit einer Übergangslösung der Wirtschaft und erleichtert den EU-Austritt.

Brexit: Währungsvergleich EURO-PfundWichtige rechtliche Hinweise: Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

An den Märkten wird der Streit um das Brexit-Papier aufmerksam verfolgt. Das Pfund verlor nach den zahlreichen Ministerrücktritten Mitte November kurzzeitig an Terrain, konnte sich jedoch kurz darauf wieder etwas erholen. Die Stimmung an den Aktienbörsen zeigt sich dagegen bereits seit längerem getrübt. Hierfür sind jedoch nicht nur der Krimi um den Brexit, sondern auch der Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien sowie enttäuschende Unternehmensergebnisse vor allem aus dem US-Technologiesektor verantwortlich.


Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Late-cycle investing: Are investors in for a Dickens of a time?

It is the best of times for the US economy, but for investors in high yield bonds and stocks it could become the worst of times, argues Neil Sutherland, Portfolio Manager on the US Multi-Sector Fixed Income Team at Schroders.

“It was the best of times; it was the worst of times…” Charles Dickens’ famous opening sentence from his 19th century novel A Tale of Two Cities neatly encapsulates the current situation in financial markets.

The US economy is booming, unemployment is the lowest since the moon landing and Federal Reserve (Fed) Chair Jerome Powell recently citing a “remarkably positive outlook.” For the US economy, it is the best of times.

The opportunity, value and tailwinds in various fixed income assets, on the other hand, are as challenged today as they have been for a number of years. For those looking to find attractive gains from equities or high yield corporate bonds, it is the worst of times.

Strong economy doesn’t mean strong markets

GDP growth of 4%-plus, full employment and rising bond yields – this would suggest allocating more to risk assets. We think caution is warranted. The easy conditions of suppressed volatility, low term premium (difference between short and long-dated bond yields), yield chasing, and relentless stock buybacks is looking more challenged.

The peak for risk assets often occurs when economic data is strongest. US high yield corporate bond valuations, for instance, have tended to peak with US manufacturing activity (see chart, lower spread equates to higher valuation). It is well to remember that strong earnings and economic data can be better at showing where we have been than where we are going. In 2007 Lehman Brothers’ profits were $4.2 billion on revenues of $19 billion.

High yield corporate bonds peak with PMI

Chart showing HY valuations versus US ISM manufacturing

Since the Global Financial Crisis, financial assets have enjoyed strong returns, partly due to a low starting point, but also an unusually favourable combination of ultra-accommodative monetary policy, low inflation, low yields and zero returns on cash. Each of these is reversing.

Low-risk investments provide a viable alternative to riskier assets once more, with US two-year yields at nearly 3%. The reduction of central bank balance sheets also looks especially pertinent, balance sheet expansion having been a key support to returns for stocks and high yield corporate bonds (see chart).

Central bank largesse has fuelled stellar stock markets

Chart shows G4 central bank balance sheet expansion versus S&P 500

Peak profitability – pendulum swinging back from capital to labour

Building wage inflation is another that things are shifting. Subdued inflation and wages made ultra-accommodative monetary policy possible. It also helped stock markets. Corporate profits have taken up a disproportionate amount of GDP – labour’s share of GDP is close to 60-year lows, but the pendulum may be swinging back (see chart).

Corporate and employee share of profits have diverged from historic norms

Chart showing share of GDP going to capital versus labour

The Atlanta Fed median wage growth tracker is approaching its highest level since the financial crisis, with capacity constraints observable across various industries. Skilled truck drivers can currently command salaries of $100,000 amid an estimated shortage in drivers of 50,000. Amazon recently raised its minimum wage to $15.

A sub-5% US unemployment rate has tended to precede deteriorating returns on the S&P 500. We could start to see rising wages squeeze company margins and earnings.

When will the economic cycle end?

We don’t know, nor does the Fed, who recently admitted as much. Predicting this has proved beyond the powers of most economists; the Fed chair at the time did not spot either of the last two recessions coming.

Inverting yield curves (longer-dated bond yields falling below shorter-dated) and a trough in the unemployment rate are the most reliable indicators, according to the St Louis Federal Reserve, leading a recession by nine and 10 months respectively on average. Today, US unemployment is at a near 50-year low and the difference between two and 10-year US Treasury yields is almost zero.

The current economic expansion is 112 months-long, the second longest since 1854 when recordkeeping began, and eight months shy of the record. It won’t die of old age, but it seems reasonable to ask just how long it can last.

Unemployment troughs, inverted yield curves tend to precede recessions

Chart shows inverted yield curve and trough in unemployment preceding recession

Signs of excess 

Structural problems persist. Notably excessive debt, arguably the main cause of the 2008 financial crisis. Ten years on, global debt is $237 trillion, up from $166 trillion (see chart). Chinese debt is 460% higher. The investment grade corporate bond market has more than doubled in size while credit quality has fallen.

Global debt levels (USD trillions) - still a problem

Chart showing global debt levels in trillions of USD

US pro-cyclical fiscal policy has brought the feel-good factor, but the federal deficit is up 17% over the last year. A rising deficit and falling unemployment in tandem is unusual. The last time the deficit was at these levels, unemployment was 7.5%, yet the market seems unconcerned.

Its is no coincidence that debt-heavy beneficiaries of central bank largesse, corporate bonds and emerging markets, have become more volatile. Additionally, the market will likely have to absorb higher volumes of US Treasuries.

Lower-risk assets to find favour

The US economy remains robust and imminent recession risks appear muted. Riskier financial assets may offer further scope for careful security selection, but face increasing challenges. Tailwinds are fading and/or reversing, valuations offer little margin for error and structural vulnerabilities are abundant.

Increasing volatility and a shifting regime will tend to result in different opportunities emerging. In the US, municipal bonds, short maturity bonds and securitised debt are starting to look attractive. In a broad sense, there now seems much more scope for achieving reasonable returns from a low-risk investment grade portfolio.


This article has first been published on schroders.com.

Europa 2019 wird deutlich anders als 2018

„Heute vor zwölf Monaten feierten die Märkte ein Allzeit-Hoch, die Erwartungen für europäische Aktien waren rosig und der vorhandene Optimismus war deutlich höher, als aus unserer Sicht vernünftig gewesen wäre“, rufen Steve Frost und Michael Browne, Fondsmanager des Legg Mason Martin Currie European Absolute Alpha Fund, die Bedingungen vor genau einem Jahr in Erinnerung. Denn: Die Ausgangslage für 2019 sei nun eine gänzlich andere. „Aktuell spiegelt sich eine ordentliche Portion Realismus in den Gewinnerwartungen und Aktienpreisen europäischer Werte wider“, sagt Brown mit Blick auf den Jahreswechsel. Grund hierfür, ergänzt sein Co-Manager Frost, sei insbesondere eine gehörige Portion Unsicherheit bei den Anlegern.

Zum Ende des Jahres 2018 kristallisieren sich vier makroökonomisch begründete Sorgen heraus, die Anleger vermutlich das gesamte kommende Jahr über begleiten werden. Da wären zunächst die Zinserhöhungen der Fed, die ein Ende des Zyklus heraufbeschwören. Eine zweite Sorge ist der Abschwung in China, herbeigeführt durch die US-Strafzölle. Ebenfalls besorgniserregend: Die italienische Regierung, die ihre finanzpolitische Expansion mittels weiterer Schulden schultern will. Und zu guter Letzt steht auch der Brexit unmittelbar bevor.

Die Aussichten für das kommende Jahr seien aber nicht alle finster, betont Browne: „Die negativen Auswirkungen des starken Euro liegen hinter uns und die daraus resultierenden Anpassungen sollten für Rückendwind bei den Gewinnen und der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen zumindest bis in die erste Jahreshälfte 2019 hinein sorgen.“ Und sein Kollege Frost ergänzt: „Die Inflation in Europa ist im oberen Bereich des Zielkorridors, was das Ende negativer Zinsen in greifbare Nähe rücken lassen dürfte. Nutznießer wären hier klar europäische Banken.“

Zudem sehen die beiden Experten für europäische Long-Short-Strategien weitere Chancen in 2019 – beispielsweise eine Erholung des Zyklus bei technischer Hardware, der in den nächsten zwölf Monaten zum Tragen kommen sollte. Selbst mit Blick auf die Automobilbranche glauben Frost und Browne, dass der Dieselskandal bald überstanden sei, der in diesem Jahr so sehr auf die Ergebnisse gedrückt habe. Ihre Positionierung werden die beiden Fondsmanager der Legg Mason-Tochter Martin Currie allerdings von den Wirtschaftsdaten am Anfang des nächsten Jahres abhängig machen. „Derzeit hat der Markt eine Menge Pessimismus eingepreist“, glaubt Frost, „es ist also schwer, sich der Schlussfolgerung zu entziehen, dass der europäische Markt äußerst günstig in das Jahr 2019 starten wird.“

Über Legg Mason

Das Motto von Legg Mason lautet „Investing to Improve LivesTM“. Ziel ist es, Anlegern weltweit dabei zu helfen, bessere Ergebnisse bei der Geldanlage zu erzielen und ihnen dafür ein breiteres Spektrum an Investitionsstrategien, Anlegevehikeln sowie Zugang zu unabhängigen Investmentmanagern mit einer breiten Expertise bei Aktien, Anleihen, alternativen und liquiden Investments anzubieten. Insgesamt verwaltet Legg Mason ein Vermögen von 637 Milliarden US-Dollar (Stand: 30. Juni 2018). Wenn Sie mehr über Legg Mason und seine Tochtergesellschaften erfahren möchten, schauen Sie auf der web site oder im newsroom vorbei oder folgen Sie Legg Mason auf LinkedInTwitter, oder Facebook.

Europäisches Bankensystem, getrübt durch Italienische Banken

Das Jahr hatte gut für europäische Märkte begonnen. Italienische Banken und Aktien waren besonders populär bei den Anlegern, so Tamás Menyhárt, Fondsmanager der Erste Asset Management. Doch dann kam der Budgetentwurf der neuen italienischen Regierung, was die Stimmung abrupt zum Drehen brachte.

Italienische Banken waren zu Beginn des Jahres unter den Outperformern 

Im Januar erzielte der Stoxx 600, ein breiter Index europäischer Aktien, seinen höchsten Stand seit 2015. Dies galt ebenso für europäische Banken (laut Stoxx 600 Banks Index), die im ersten Monat des Jahres um beinahe 5% anstiegen. Die italienischen Märkte starteten noch besser ins neue Jahr: der FTSEMIB-Index, welcher die 40 größten italienischen Unternehmen beinhaltet, wuchs im Januar um mehr als 7%, und italienische Banken waren mit einem Anstieg von mehr als 13% unter den Top-Performern im Aktienbereich.

Nach Jahren enttäuschender wirtschaftlicher Daten konnte die Eurozone 2017 positiv überraschen. Die politische Stimmung in Europa verbesserte sich deutlich, nachdem der marktfreundliche Kandidat Macron die populistische Bedrohung in Gestalt von Marine Le Pen bei den Präsidentschaftswahlen besiegt hatte. Die Stimmung besserte sich auch gegenüber Italien deutlich. Nach der Rettung von Banca Monte dei Paschi schien es, als sei das Schlimmste für den italienischen Bankensektor vorüber. Unicredit – das nach Vermögen größte Kreditinstitut Italiens – reduzierte erfolgreich sein hohes Volumen an notleidenden Krediten, unter Mithilfe einer Kapitalspritze.

Intesa San Paolo – die zweitgrößte italienische Großbank – kaufte die venezianischen Banken, was der Sektorkonsolidierung Vorschub leistete. Anfang 2018 schienen die italienischen Banken am richtigen Weg, große Teile ihrer notleidenden Kredite bei auf den Ankauf säumigen Fremdkapitals spezialisierten Private Equity-Unternehmen abzuladen. Die Begeisterung der Anleger über sauberere Bilanzen war zu Anfang des Jahres groß, wodurch der FTSEMIB im Mai sein höchstes Niveau seit 2008 erreichte und den breiten europäischen Markt hinter sich ließ.

Italienische Banken: Italienischer FTSEMIB-Index

Italienischer FTSEMIB-Index erreicht im Mai 2018 höchstes Niveau seit 2008

Stimmung auf den Märkten dreht ins Negative

Derzeit ist es hingegen schwer vorstellbar, dass die oben angesprochene, starke Performance im heurigen Jahr stattgefunden hat. Derzeit liegen alle Aktienindizes deutlich unter ihren Vorjahreswerten, wobei die italienischen Indizes das Schlusslicht bilden. Europäische Banken haben mehr als 20% verloren. Unter den Bankaktien mit der schlechtesten Performance finden sich zahlreiche italienische Banken Namen, die um mehr als 28% gefallen sind. Was ist passiert?

Ein Großteil der negativen Performance an den europäischen Märkten lässt sich durch externe Faktoren erklären: der sich verschärfende Handelskonflikt zwischen den USA und China, Sorgen bezüglich der Tatsache, dass sich die US-Wirtschaft in einer spätzyklischen Phase befindet und das langsame Auslaufen der Ära billigen Geldes drücken allesamt auf die Stimmung der Investoren im heurigen Jahr. Zusätzlich sieht sich die EU auch mit einem deutlichen, internen Problem konfrontiert: Italien.

Italienische Banken: Intesa San Paolo

Intesa San Paolo – Italiens zweitgrößte Bank – verlor mehr als 40% seit ihrem Hoch im Mai 2018

Italiens Verschuldung und das Problem mit der Qualität der Vermögenswerte

Italien verfügt über die drittgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone. Mit einem Verschuldung/BIP-Verhältnis von 130% liegt das Land hinter Griechenland an zweiter Stelle; bei nomineller Verschuldung liegt Italien ganz vorne. Das Wirtschaftswachstum ist seit Jahrzehnten verhalten, und das nominelle BIP befindet sich nach wie vor unter dem Vorkrisenniveau. Die mittelmäßige Performance der italienischen Wirtschaft hat sich über die Jahre negativ auf die Qualität der zur Sicherung von Bankkrediten aufgebrachten Vermögenswerte ausgewirkt. Gegen Ende 2015 machten notleidende Kredite beinahe 16% der gesamt ausstehenden Kreditsumme im italienischen Bankensystem aus. Nach Verkauf von Teilen selbiger säumiger Kredite fiel das Verhältnis 2017 auf 11%. Notleidende Kredite ziehen Bankgewinne in Mitleidenschaft, da Rückstellungen zu bilden sind und diese sich gewinnmindernd auf die G + V-Rechnung auswirken. Außerdem muss ein Kredit in der Bilanz voll abgeschrieben werden, sobald er zum Teil uneinbringlich geworden ist. Dies reduziert das Vermögen der Bank und somit auch ihr Eigenkapital.

Der Budgetstreit zwischen der italienischen Regierung und der EU

Aufgrund der hohen Verschuldung des Landes und des hohen Anteils an notleidender Kredite wurden Anleger nervös, als die neu gewählte Regierung – bestehend aus einem populistischen linken und einem radikalen rechten Flügel – ihren neuen Budgetvorschlag für die kommenden Jahre vorstellte. Das angekündigte Defizitziel liegt bei 2,4%. Die Zahl erscheint als solche nicht übermäßig hoch, doch das Problem liegt an der Art, wie das Geld ausgegeben werden soll: die Regierung plant Steuersenkungen, eine Herabsetzung des Pensionsalters und die Einführung eines Mindesteinkommens für Arme und Arbeitslose. Die Europäische Kommission (EK) ist auch der Ansicht, dass die BIP-Schätzungen der italienischen Regierung zu optimistisch sind. Somit könnte das Defizit höher als 2,4% ausfallen.

Im Lichte dieser Zweifel akzeptierte die EK den Budgetvorschlag Italiens nicht und ersuchte um eine revidierte Fassung – eine bisher nicht dagewesene Situation in der EU. Die Regierung aber gab nicht nach, womit die Spannungen zwischen den beiden Seiten nach wie vor bestehen. Theoretisch könnte die EK Italien eine Strafzahlung von 0,2% v. BIP auferlegen, sollte das Land keine Änderungen bei den Ausgabenplänen vornehmen. Dies wären mehr als EUR 3 Mrd.

Anlegernervosität spiegelt sich in höheren italienischen Renditen wider 

 Aus der Sicht des Investors kommt der italienische Disput zu einer Unzeit. Zwar ist das Wachstum in der Eurozone noch immer solide, doch gleichzeitig verlangsamt es sich auch zusehends im Vergleich zu letztem Jahr. Die Nervosität auf den Märkten ist aufgrund des Handelskonflikts zwischen den zwei größten Volkswirtschaften bereits erhöht. Darüber hinaus bereitet die EZB die Märkte langsam aber sicher auf monetäre Straffung vor: Quantitative Easing (QE), also der Ankauf von Staats- und Unternehmensanleihen seitens der EZB, wird – so die Erwartungen – heuer auslaufen, und die erste Zinserhöhung wird für Ende nächsten Jahres erwartet. Italien hat ein großes Volumen an Fremdkapital zu refinanzieren, und die Straffung der Geldpolitik wird diese Übung nicht leichter machen. Der Spread zwischen den 10J-Renditen von Italien und Deutschland – eine Maßzahl der Angst im Markt – liegt bei etwa 3%, dem höchsten Wert seit mehr als fünf Jahren. Ein Niveau von 4% wird als kritisch für sowohl den italienischen Staat als auch die Banken angesehen.

Der Anstieg der italienischen Anleiherenditen ist ebenfalls negativ für italienische Banken. Letztere halten große Anteile an der italienischen Staatsschuld. Ein Anstieg der Renditen resultiert in niedrigeren Anleihepreisen und somit in einer Verringerung der Vermögenswerte und letztlich des Eigenkapitals der Banken.

Italienischer Banken: Der Spread zwischen italienischen und deutschen 10J-Renditen

Der Spread zwischen italienischen und deutschen 10J-Renditen klettert auf sein höchstes Niveau in 5 Jahren

Herausfordernder Ausblick für europäische und italienische Banken

In absehbarer Zukunft wird die Situation in Italien vermutlich den bei weitem bedeutendsten Faktor für die Performance der Bankaktien in Europa darstellen. Fundamental sieht die Situation deutlich besser aus als vor ein paar Jahren. Die Kapitalisierung im Bankensektor ist stärker, die Qualität der Vermögenswerte hat sich deutlich verbessert, und die Kosten sind unter Kontrolle. Viele Banken können in den letzten Jahren aufgrund von höherem Nettozinseinkommen und höheren Gebühren wieder auf Ertragswachstum verweisen. Außerdem scheint die Zeit der großen regulatorischen Veränderungen vorbei zu sein. Die Bewertung des Sektors ist attraktiv; es besteht ein 30%-Abschlag zum breiteren europäischen Markt (auf Basis des KGVs für 2019 von SX7P vs. SXXP), und die Dividendenrendite liegt über 5%.

FAZIT

Damit Bankaktien eine bessere Performance als der Markt erzielen, müssten Anleger allerdings davon überzeugt sein, dass die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone weder plant, den Euro zu verlassen, noch dass das Land in eine Schuldenkrise läuft. Die jüngsten Kommentare seitens der italienischen Regierung deuten keine rasche Lösung an. Positive Impulse könnten von einem niedrigeren Budgetdefizit oder einem Regierungswechsel kommen. Das wahrscheinlichste Szenario ist scheinbar aber ein nachhaltiger Disput zwischen der EU und Italien, was das Umfeld für europäische Bankaktien erschwert.


Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Emerging market managers outrival Europe and US managers in October

Over a 12-month-rolling period, only 23% of Europe managers and only 22% of US managers as well as 29% of emerging markets managers outperformed their benchmarks net of fees.

In October, the performance of active managers across different regions differed considerably: while a thin majority of 52% of emerging markets managers outperformed their benchmarks, only 24% of Europe managers outperformed their respective indices net of fees. US managers performed in between; 30% outperformed their benchmarks.

In Europe as well as in the US, large caps outperformed small caps. In Europe, the US as well as in emerging markets, value stocks clearly outperformed growth stocks in October. Sector-wise and globally, particularly defensive sectors such as utilities and consumer staples outperformed. On the other side of the spectrum, industrials, energy and materials have been the main underperformers. This global sector performance also applied for the US, while in Europe, telecom has been the best performing sector and information technology the worst.

Please find the full fundinfo Research News - November 2018 edition including a summary of manager meetings attached on the left.

Opportunities for stock pickers after the October sell-off

by Nigel Masding, Senior Fund Manager at Legal & General Investment Management.

As investors reassess the global economic outlook, how should a stock picker react to the October equity market sell-off?

At the beginning of October, the chairman of the US Federal Reserve reiterated positive comments about the strength of the US economy, suggesting that interest rates would need to be raised further. Global bond yields increased sharply, triggering the start of the October sharp sell-off in global equities. As the sell-off continued, investor sentiment shifted amid widespread concerns about the possibility of an economic and corporate earnings slow-down.

Early reporting in the third quarter earnings season further stoked these concerns, with a number of widely watched companies reporting slower growth in revenues or faster growth in costs. At the market low point near the end of the month, the MSCI World index in US dollars had fallen 9.5% in October, taking down price-to-earnings multiples to levels not seen since early 2014.

How should stock pickers react to these market concerns? Should we hunker down and prepare our portfolios for a serious economic slowdown, or should we take advantage of what could be very attractive buying opportunities in companies that have been sold indiscriminately? As ever, in the Active Equities team we follow the evidence and allow it to guide us through swings in market sentiment.

On average, third quarter revenues grew at about 8% a year for US companies and almost 5% for non-US companies

Reflecting on the third quarter earnings season thus far, there are clearly some areas of macroeconomic concern that a few companies have been highlighting:

  • A slowdown in the Chinese economy, caused by a combination of tightening credit conditions, weak Chinese consumer and business confidence and President Donald Trump’s trade tariffs Pockets of cost inflation in commodities, wages (for some employees such as truck drivers) and import tariffs
  • A slowdown in European economic growth, likely impacted by both Brexit uncertainty and the Italian budget dispute
  • A sharp temporary slowdown in car sales in Europe in September and October caused by availability problems arising from delays in the new emission testing regime However, despite these areas of concern, the overall picture for third quarter results was strong. On average, revenues grew at about 8% a year for US companies and almost 5% for non-US companies, led by the energy and materials sectors and US technology companies.
  • A similar or better proportion of companies beat consensus forecasts than normal and, in aggregate, guidance for the fourth quarter was in-line with market expectations.

In broad terms, the data that we track to understand what is happening at the micro level and our conversations with companies reinforce our view that economies worldwide will continue to grow, supporting corporate revenue and earnings growth, albeit at a slower rate than at the beginning of the year. Management teams remain confident about business prospects and their growth and investment plans are largely unchanged. Our interpretation of the evidence matches what economists are telling us – economies were experiencing unsustainable, above-trend growth at the beginning of the year and are now slowing towards trend growth rates.

Economic and corporate cycles can turn quickly and we need to keep observing the evidence and testing our forecast assumptions for signs that a more serious slowdown is on the way

As such, based on the evidence we are seeing, we are not significantly changing our bottom-up forecasts. Despite the big shift in market sentiment, our models are telling us that there are many good quality cyclical companies that are now more attractively valued than before October. Using our disciplined investment approach, we are taking advantage of these valuations.

What could change our minds? Economic and corporate cycles can turn quickly and we need to keep observing the evidence and testing our forecast assumptions for signs that a more serious slowdown is on the way. For us, a warning sign would be if we observe a change in corporate confidence and see management teams making plans to cut costs or curtail investment plans. That would tell us that animal spirits have been broken and a serious economic downturn could be on the way. For now, we can’t see that – but we will keep looking.


This article has first been published on futureworldblog.lgim.com.

Handelskrieg zwischen USA und China: Warum China es mit seiner Politik schafft, auf Wachstumskurs zu bleiben

Eine stärker auf Wachstumsförderung ausgerichtete Fiskal- und Geldpolitik dürfte dem chinesischen BIP-Wachstum im kommenden Jahr wichtige Impulse geben, so Patrick Zweifel, Chief Economist bei Pictet Asset Management.

CHINA REAGIERT AUF US-HANDELSZÖLLE

Vor dem Hintergrund der auferlegten US-Handelszölle gehen wir davon aus, dass die chinesische Fiskal- und Geldpolitik stärker auf Wachstumsförderung ausgerichtet sein wird. Infolgedessen dürfte das BIP im kommenden Jahr um zusätzliche 0,5% steigen. Dennoch glauben wir, dass es sicherlich länger dauern wird, bis die Konjunkturbelebungsmaßnahmen der Regierung in Peking greifen, und sie auch nicht ganz so viel Schlagkraft haben werden wie in früheren Lockerungszyklen.

Handelspolitik

Während China seine Zölle auf US-Einfuhrwaren im Wert von 110 Mrd. USD bereits auf bis zu 25% erhöht hat, hat das Land seine Einfuhrzölle, mit denen es chinesische Importeure, Unternehmen und Verbraucher belastet, gesenkt und plant weitere Senkungen. Berücksichtigt man auch die Senkung der Meistbegünstigungszölle (MFN), die am 1. November fällig sind, so hat China seine durchschnittlichen MFN-Zölle von 9,9% auf 7,5% herabgesetzt. Durch niedrigere Zollabgaben auf Einfuhren aus anderen Ländern werden Abgabenpflichtige entlastet, die durch höhere US-Zölle belastet werden.

Geldpolitik

Mit der Senkung seines Mindestreservesatzes um 250 Bp seit April hat China ein deutliches Signal ausgesendet. Die Investitionsausgaben im Bereich Immobilien und Produktion sind im 3. Quartal bereits gestiegen. Wir gehen davon aus, dass der Reservesatz bis März 2019 um weitere 100 Bp gesenkt wird.

SENKUNG DES MINDESTRESERVESATZES ALS ZEICHEN FÜR GELDPOLITISCHE LOCKERUNG

Mindestreservesatz China & VPI-Inflationsrate

Quelle: Pictet Asset Management, CEIC, Datastream, Oktober 2018

Fiskalpolitik

Teil des Instrumentariums ist auch eine proaktivere Fiskalpolitik in der Gestalt einer Steuersenkung von 1,3 Bio. RMB für das Gesamtjahr. Dies entspricht fast 2% des BIP von 2017, davon resultieren etwa 500 Mrd. RMB aus einer Senkung der Einkommensteuer mit Wirkung zum 1. Oktober.

Für 2019 ist mit weiteren Maßnahmen zu rechnen, insbesondere mit der steuerlichen Förderung von Infrastrukturinvestitionen sowie der Senkung der Mehrwertsteuer und der Körperschaftsteuer.

EIN STEINIGER WEG: KAPITALABFLÜSSE, INFLATION UND SCHULDENABBAU

China muss bei der Ausweitung seiner fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen drei große Hürden überwinden:

  1. Zinsdifferenz China-USA (Spread der 10-jährigen Anleihen mit 40 Bp auf 7-Jahres-Tief) und Risiko von Kapitalabflüssen  
  2. VPI-Inflation auf 7-Monats-Hoch
  3. Schuldenabbau: Inländisches Gesamtfinanzierungsvolumen auf Rekordhoch

China hat die Kapitalkontrollen bereits verschärft, um die erste Hürde zu überwinden. Der Anstieg der Inflation wird von der Politik als temporär betrachtet, zumal das Ziel von 3% noch nicht erreicht ist. Dieses Thema steht daher nicht im Vordergrund. Schuldenabbau dürfte erst wieder betrieben werden, wenn die handelspolitischen Spannungen nachlassen, da kurzfristiges Wachstum momentan oberste Priorität hat.

KAPITALABFLÜSSE SIND AUFGRUND VON KAPITALKONTROLLEN WEITER NIEDRIG.

China: Nettoportfoliozuflüsse durch gebietsfremde Anleger* (kumulative Zuflüsse YTD) [Abb. links]/Chinesische Nettokapitalströme* (kumulative Ströme YTD) [Abb. rechts]Abb. links: Quelle: Pictet Asset Management, International Institute of Finance (IIF). * Nettokäufe von Aktien und Anleihen durch gebietsfremde Anleger. IIF Portfolio Flows Tracker.
Abb. rechts: Quelle: Pictet Asset Management, CEIC, Datastream. * Veränderung der Devisenreserven (ohne Währungsbewertungseffekt), bereinigt um Leistungsbilanztransaktionen und Netto-Direktinvestitionsströme.

Bislang scheinen die Maßnahmen Wirkung zu zeigen und die Anleger sind an Bord geblieben. Die chinesischen Kapitalabflüsse sind zwar im September gestiegen, aber aufgrund der Kapitalkontrollen weiterhin überschaubar – gegenüber 2017 haben sie sich sogar halbiert (Abb. rechts). Hinzu kommt, dass sich die ausländischen Zuflüsse im selben Zeitraum verdreifacht haben (Abb. links).

Berücksichtigt man auch die erwartete Aufnahme der chinesischen Finanzmärkte in die breiteren Marktindizes, wird deutlich, dass das Vertrauen der Anleger in China weiterhin hoch ist.

EINSCHÄTZUNG UNSERES EMERGING EQUITY TEAMS

von Avo Ora, Head of Asia (ex-Japan) Equities

Wie oben bereits geschildert, wird China weitreichende politische Maßnahmen ergreifen, um den Auswirkungen der US-Zölle zu begegnen. 

Die chinesische Regierung konnte sich aufgrund der ausgleichenden Schwäche des RMB gegenüber dem US-Dollar alle Optionen offen lassen, aber dies wird nicht von Dauer sein.

Die Maßnahmen, die am wahrscheinlichsten sind, nämlich geldpolitische Lockerung und fiskalpolitische Anreize, kommen in der Regel festverzinslichen Anlagen zugute. Das ist ein weiteres Argument für unser Engagement in Unternehmen aus dem Baugewerbe – das eine ein Zementhersteller, das andere ein Stahlproduzent. Diese Unternehmen sind nicht nur attraktiv bewertet, sondern sie können jetzt noch mehr freien Cashflow generieren, weil das Angebot aufgrund der von den chinesischen Behörden eingeführten Umweltbeschränkungen knapper wird.

Wir glauben, dass angebotsseitige Reformen weiter vorangetrieben werden, und zusätzliche Anreize dürften sich positiv auf die Bautätigkeit auswirken.

AUSLASTUNG DER STAHLPRODUKTIONSKAPAZITÄTEN NACH EINFÜHRUNG VON BESCHRÄNKUNGEN FÜR UMWELTVERSCHMUTZENDE PRODUZENTEN

Stahlproduktionskapazität, Nachfrage & Auslastung ChinaQuelle: Goldman Sachs, 15. Oktober 2018

MARKTBEOBACHTUNG

DATEN ZUR MARKTBEOBACHTUNG

Quelle: Datastream, Bloomberg, Daten vom 30.09.2018, in USD. Angaben zu den Aktienindizes auf Basis der Wiederanlage der Nettodividenden; Angaben zu Anleihen- und Rohstoffindizes auf Basis der Gesamtrendite. Die Entwicklung der Wechselkurse wird als Performance-Berechnung basierend auf den Währungskursen herangezogen.


Über die Autoren

Avo Ora kam 2011 zu Pictet Asset Management und ist Head of Asian Equities Ex Japan, inklusive der Indien- und China-Teams. Bevor er zu Pictet kam, war er bei Putnam als Investment Manager für Strategien im Bereich Asia Pacific ex Japan tätig. Seine berufliche Laufbahn begann er 1998 als Analyst bei Putnam. Avo erwarb einen Bachelor in internationalen Studien von der Clark University in Masachusetts und einen Master in internationalen Beziehungen von der Columbia University of International Public Affairs.

Patrick Zweifel kam 1997 zu Pictet. Er ist als Chef-Ökonom von Pictet Asset Management tätig. Bevor er 2009 in diese Funktion wechselte, leitete er das Makro-Research-Team von Pictet Private Wealth Management. Dort war er insbesondere für Schwellenländer und Japan, sowie für die Entwicklung quantitativer Modelle für die wichtigsten Anlagekategorien, hauptsächlich Wechselkursmodelle, zuständig. Vor seiner Tätigkeit bei Pictet war er Forschungsassistent der Fachrichtung Ökonometrie und Geldmarkttheorie und beteiligte sich an internationalen Forschungsprojekten der Weltbank und der Europäischen Union. Patrick Zweifel hat einen Doktortitel im Fachgebiet Ökonometrie von der Universität Lausanne.

Über Pictet Asset Management 

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 163 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

Mehr zu den Anlagestrategien von Pictet Asset Management

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Für weitere Informationen steht Ihnen Frank Böhmer gerne zur Verfügung.
Telefon: 069-79 5009 1224
e-mail: fbohmer@pictet.com

How emerging markets have changed over the past 20 years

Andrew Rymer, Schroders, reviews the evolution of the MSCI Emerging Markets Index and considers the emerging countries to watch for the future.

The transformation of emerging markets has been remarkable. The countries and companies that dominated 20 years ago have changed dramatically, influenced by the major geopolitical, economic and demographic changes that have taken place over this time.

Navigating these changes can be complex, but these developments underline the importance of taking a flexible, active approach and investing in the most attractive opportunities.

Emerging markets (EM) encapsulate a broad range of countries across different geographies. In simple terms, these are generally perceived to be a group of countries with strong potential economic growth and in turn stronger investment returns, albeit subject to greater political, legal, counterparty and operational risk. This is typically underpinned by an expanding middle class and rising wealth, as well as positive demographics and savings trends.

When it comes to investing, major index providers consider a range of factors when determining their definition of an EM. In addition to economic metrics such as GDP per capita, significant emphasis is also placed on market access.

This point is often underappreciated but it is important as it captures investors’ ability to put their money to work, as well as the ease of divesting in the future. The MSCI Emerging Markets is one of the most followed global EM indices.

The relevance of emerging markets continues to rise

As the chart below illustrates, the relevance of emerging markets shares to investors has increased significantly over the past 20 years. The share of EM companies as a percentage of the widely followed MSCI All Country World Index has increased from around 4% in 1998 to 11% today. It should of course be noted that this data immediately follows the Russian financial crisis in August 1998 and the Asian financial crisis in 1997, which had depressed EM asset values somewhat. Nonetheless, the share had previously peaked at just over 8% and in the most recent decade has been as high as almost 14%.

Historical trends are not indicative of future trends.

Breaking down the MSCI Emerging Markets Index

We have focused on the widely followed MSCI Emerging Markets Index. However, a good active manager will often look beyond the companies in this index to identify opportunities. Nonetheless, the index provides a good gauge of the opportunity set.

As at the end of September 2018 the index comprises 24 emerging markets countries. China is the dominant index country, with a weight - its share of the overall index - of almost 31%. Other Asian EM, South Korea and Taiwan are also significant with a weight of close to 15% and 12% respectively.

At the other end of the scale, Pakistan, which was reclassified from frontier markets in 2017, is the smallest index market with a weight of less than 0.1%. Frontier markets are typically less mature than EM on a range of metrics, including market size, liquidity (the ease of buying and selling stocks), foreign investor access and economic development. The precise definition varies by index provider. Egypt and the Czech Republic also have a small weight in the MSCI Emerging Markets Index, at 0.1% and 0.2% each. 

Viewed from a sector perspective, financials and IT are clearly the dominant sectors with respective weights of 23.2% and 26.9%. By contrast, utilities, real estate and health care are the smallest index sectors with a share of 2.4%, 2.8% and 3.0% respectively.  

Index country changes over time

Within EM in particular, a review of index country changes can be illustrative in tracking the evolution of EM over the past 20 years. The chart below provides a snapshot of index country weights at three points in time, the end of September 1998, 2008 and 2018.

Unsurprisingly, the most striking feature is the colossal rise of China from a weight of just 0.8% in 1998 to 31% today. The main driver of this transformation is the addition of Chinese companies to the index; China has performed broadly in line with the MSCI Emerging Markets Index over the past 20 years. This was initially through greater inclusion of Hong Kong-listed companies. Some US-listed Chinese companies were added to the MSCI Emerging Markets Index in 2014. But mainland Chinese companies, known as China-A Shares, were not officially considered for inclusion until 2014. This is one of the largest stock markets in the world and includes over three thousand companies.

The main barrier to inclusion was China’s cautious approach in permitting foreign investors to buy these stocks. Regulation rendered market accessibility unequal and also limited capital mobility. Over time, however, the authorities sought to liberalise and address investor concerns. This included the implementation of the China Stock Connect, which links the Hong Kong Stock Exchange with the mainland Shanghai Stock Exchange. In 2017, MSCI announced the partial inclusion of China-A Shares, which took place earlier this year.  It is likely that more of these stocks are included over time.

South Korea has also seen its weight in the index rise markedly, from 5.5% in 1998 to 9.4% today. In part due to the rise of China, markets such as Mexico, Brazil and South Africa have seen their significance in the index moderate.

Meanwhile Russia, which had a weight of 0.9% in 1998, in the wake of the Russian financial crisis, saw its share rise to 8.4% in 2008, only to fall to 3.7% in 2018. These fluctuations reflect an initial recovery in the economy, crude oil price movements and later, the rise in geopolitical tensions, with the US and European Union implementing sanctions on the country. 

Another notable change was in 2014 when the Middle Eastern markets of the UAE and Qatar were included in the MSCI Emerging Markets Index.

Other countries meanwhile have exited the index altogether. Venezuela, for example, was removed from the index in 2006 and Sri Lanka (which was later added to the MSCI Frontier Markets Index) was removed in 2001. The case of Venezuela highlights the importance of market access in determining EM status. Foreign exchange restrictions, introduced by the government, together with low levels of liquidity were significant obstacles for foreign investors, and were the main triggers for the country’s removal. Jordan, Argentina and Morocco were reclassified to the MSCI Frontier Markets in 2008, 2009 and 2013 respectively.  

Conversely, Israel was reclassified to developed market status in 2010, moving into the MSCI World Index. Greece also entered the MSCI World, following an upgrade in 2001. It was subsequently taken back to emerging markets status in 2013, post the government-debt crisis. 

Index sector changes over time

From a sector standpoint there have also been significant shifts, as indicated in the below chart. 

Most notable is the major increase in the share of the IT sector, which accounted for around 5% of the index in 1998 but is now close to 27%. The emergence and expansion of the internet and subsequently smartphones were major drivers of this shift. It also correlates with the rise in the significance of Asian markets. Over this period, Asia became dominant as a manufacturing hub for technology companies. Meanwhile there was a marked rise home-grown internet and gaming companies, particularly in China but also in South Korea. 

The sectors which have seen a clear reduction in their index weight are telecommunications services and materials, down from 15.8% and 16.4% respectively in 1998 to 4.5% and 7.9% today. In 1998 telecoms offered investors exposure to domestic growth in many EM, but today there are better alternatives with more attractive fundamentals.

Financials meanwhile has maintained a steady weight; it accounted for 21.0% in 1998 and is now 23.2%. Real estate was added as a sector for the first time in 2016. These companies were previously categorised under the financials sector. 

The data for 2008 also shows a pick up in the energy sector. Together with materials, these resource sectors accounted for almost 32% of the index. This was up from below 23% in 1998 and just 16.1% today. 

Top 10 stocks through time

Reviewing the top 10 stocks at the same snapshots in time shows the regional shift that was evident at a country level, with seven out of the top 10 in 1998 all based in Latin America. By contrast, the top 10 stocks today are all effectively in Asia. Naspers, a South African listed stock has a material share holding in Tencent, which accounts for the majority of the value in the stock.

There is also a clear shift in terms of sector representation, in line with the trend discussed above. In 1998, telecoms and utilities stocks had a significant weight. Today there is only one telecoms stock in the top 10.

Interestingly, the top 10 stocks now represent a significantly higher proportion of the index. In 1998 they accounted for 16.7% of the index. This had increased to 21.3% in 2008 and today sits at 24%. The level of concentration has therefore increased. This is despite the total number of stocks actually having increased, rising from 958 in 1998 to 1151 today. 

Where next?

A major driver of revision to EM indices is not typically a dramatic change in an economic indicator such as GDP per capita. It is the removal of restrictions which limit market access. Over the past 20 years, China has been the most significant example of such change, as highlighted earlier. 

Among the scheduled changes to the index are the inclusion of Saudi Arabia and the re-entry of Argentina in May 2019. Saudi Arabia is not currently in MSCI’s emerging or frontier indices. But since 2015, when the country permitted the direct foreign ownership of stocks, Saudi Arabia has undertaken reforms aimed at improving accessibility. Argentina will be reclassified to emerging markets, having been moved to the MSCI Frontier Markets in 2009 following the implementation of capital controls. These have now been removed.  

Meanwhile, Kuwait has been added to the list for review, with a decision expected in May 2019 and inclusion unlikely before 2020. Looking further ahead, there is potential for China’s share of the index to rise further. The liberalisation of the market over the past decade has led to improved access for investors. There are not only further A shares which could be consolidated, in addition to a range of other Chinese companies, such as non-government owned companies which are incorporated outside of China, listed in Hong Kong; often referred to as P-Chips.   

There is the prospect that other markets from the MSCI Frontier Index could be upgraded. Vietnam is an example, although a number of impediments to such a move remain. These include limits on foreign ownership of stocks.

Equally, it may be that in time certain markets are upgraded to developed markets status. Index provider FTSE already classifies South Korea as a developed market for example. This is because is puts greater weight on South Korea’s economic strength. MSCI, by contrast, views technical issues, such as restrictions on currency trading, as hurdles to developed market status. FTSE has recently upgraded Poland to developed market status.

Structural changes in the way people communicate, access media and shop have posed questions over sector categorisation. E-commerce companies for example are currently classified under IT. In light of this, the telecommunication services sector will be renamed as communications services from 3 December. As part of this change, media companies will be re-categorised from consumer discretionary to communication services while internet service companies will move from IT to communication services. Lastly, e-commerce companies switch from IT to consumer discretionary.   

The growth story remains important for investors

There are a number of different factors behind changes in the MSCI Emerging Markets Index. We have highlighted some of these but concede that much time could be spent looking at more detailed changes. What is clear, however, is the dynamism of EM equities, and the structural growth story which these stocks offer. EM equities can have a more important role than ever in helping investors meet their goals.

These changes also draw attention to the fact that active management in emerging markets is vital, as we have highlighted previously. The index is unlikely to remain static and is an element to consider when investing in EM. Those investors with the capability to take off-index or off-benchmark positions can take advantage of these developments. Furthermore, EM equities remain inefficient, providing an opportunity for active investors to exploit. The higher concentration of the index in the top ten stocks also means that simple passive investment does not provide sufficient weight to many attractive investment opportunities.


The value of investments and the income from them may go down as well as up and investors may not get back the amounts originally invested.

This article has first been published on schroders.com.

Der Technologie-Zyklus ist noch lange nicht zu Ende

Technologie-Aktien sind in den letzten zehn Jahren stärker gestiegen als alle anderen Aktien. Nach einer deutlichen Korrektur hat der Markt wieder Auftrieb bekommen. Wie schätzt Bernhard Ruttenstorfer, Senior Fondsmanager des ESPA STOCK TECHNO, die Zukunftsaussichten für Technologie Aktien ein?*

Die Korrektur Mitte Oktober hat Sie nicht wirklich überrascht?

Stimmt, wir sehen seit 2008 eine starke Aufwärtsbewegung bei den Notierungen von Technologie-Aktien. Diese war natürlich mehrmals unterbrochen, was auch gesund ist, aber – sie hat nie lange gedauert. Generell  sind Wachstumsaktien verglichen mit wertbeständigen (Value)-Titeln hoch bewertet, aber dafür gibt es gute Gründe. Wir sehen bei Technologie-Aktien weiter steigende Umsätze und Gewinne. Viele Geschäftsfelder sind noch nicht entwickelt, viele Innovationen sind noch längst nicht gereift.

Technologie-Aktien Wichtige rechtliche Hinweise: Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Also alles „eitel Wonne“ bei Technologie-Aktien?

Es gibt natürlich „Stolpersteine“, mit denen der Markt und die Unternehmen nicht rechnen. Sehen wir uns z.B. die sozialen Medien an:  Facebook hatte in letzter Zeit Probleme mit dem Datenschutz – Stichwort Weitergabe von Nutzerdaten an die Firma Cambridge Analytica. Die Politik möchte nun stärker regulierend eingreifen. Es sollen nicht zu viele Falschinformationen verbreitet werden. Das heißt, es könnten Gesetze kommen, die die Social Media einschränken. Eine stärkere Regulierung könnte die Umsätze drücken und die Kosten in die Höhe treiben. In Europa haben wir durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) schon einen  „Vorgeschmack“ bekommen.

Welche Produkttrends und Innovationen werden künftig die Treiber des Technologie-Sektors sein?

Allgemein sehen wir eine sehr breite Kundennachfrage in vielen Sektoren. Die Technologie-Unternehmen sprechen nicht nur „normale“ Konsumenten an sondern auch Industriekunden. In der Autoindustrie wird der IT-Anteil immer größer. Diverse Anbieter erproben gerade Assistenzsysteme und selbstfahrende Systeme. Die Kommunikation im Auto wird immer wichtiger, z.B. mit digitalen Displays. Auch die Elektromobilität erfordert immer mehr IT im Auto. In der industriellen Produktion gewinnt das Thema Robotik stark an Bedeutung. Gemeint ist die Verknüpfung der Fabriken miteinander, damit schneller und flexibler produziert werden kann. In der Produktion werden Roboter-Fertigungsstraßen modernisiert. Mercedes produziert eine Elektroversion auf der normalen Fertigungsstraße. Da müssen die Belieferung und jeder Montagegriff in Echtzeit funktionieren. Im Medizinbereich kommen bald

Hörgeräte mit Live-Übersetzung auf den Markt. Die haben innen viel Technik, bedingt durch die erforderliche IT-Anbindung, leistungsstarke Prozessoren, starke Batterien. Das alles muss kompakt und leicht sein.

Wie sieht es am Smartphone-Markt aus?

Smartphones sind nicht mehr der große Renner, aber von den Social Media halten wir nach wie vor viel. Manche Titel wie facebook und twitter wurden vom Markt abgestraft, da sie gewissen Trends hinterher hängen. Das wurde in den letzten Quartalszahlen durch geringes Umsatzwachstum durchaus zurecht untermauert. Trotzdem lösen sich diese Dinge nicht in Luft auf. Die Frage ist nur: Gibt es einen neuen Anbieter, der den etablierten Diensten Paroli bieten kann? Wenn dies der Fall ist, könnte ihn zB Facebook ganz einfach kaufen, wie wir bei Instagram und Whats App gesehen haben. Das waren zwar teure Deals, aber es war die richtige Entscheidung.

Kommen wir zum ESPA STOCK TECHNO. Wie ist der Fonds im aktuellen Umfeld positioniert? Auf welche Aktien setzen Sie?

Der ESPA STOCK TECHNO investiert in die bedeutendsten Technologie-Unternehmen weltweit. Die USA sind dabei tonangebend. Im Moment haben wir ein Übergewicht bei Halbleiter-Herstellen. Hardware-Hersteller und Speicherhersteller sind untergewichtet gegenüber dem Technologie-Index. Wir verfolgen die eine oder andere Einzeltitel-Wette: So halten wir das größte Übergewicht bei Nvidia dem Marktführer für künstliche Intelligenz. uns Autonomes Fahren, E-Gaming und künstliche Intelligenz bei Datencentern sind ebenfalls Themen für den Fonds. Der Hersteller Workday hat eine Personalsoftware entwickelt, die rein auf Cloud-Basis funktioniert. Starkes Wachstumspotenzial sehen wir auch bei Electronic Arts und Activision Blizzard im Live-Streaming von E-Gaming-Turnieren. In Europa kann unser Villacher „Lokalmatador“ Infineon wesentliche Akzente für das Internet of Things, die Industrie- und Roboterkommunikation sowie im Bereich Energiemanagement setzen. Alle diese Themen und Unternehmen deckt der ESPA STOCK TECHNO ab!

Wie sind die Gewinnaussichten der Technologie-Unternehmen?

Die Konsensschätzungen der Analysten sehen in Summe ein Gewinnwachstum von 20 Prozent für 2018 und 2019. 2020 sollten die Gewinne nochmals um 10 Prozent steigen, so die Prognosen. Das bei einem fast zweistelligen Umsatzwachstum. Die Aussichten sind also gut. Rückschläge bei den Aktienkursen, wie wir sie Mitte Oktober gesehen haben, muss man in der persönlichen Anlage-Entscheidung immer  miteinbeziehen.


*Das Interview mit Bernhard Ruttenstorfer führte Dieter Kerschbaum, Communications Specialist Österreich der Erste Asset Management.

Warnhinweise gemäß InvFG 2011

Der ESPA STOCK TECHNO kann aufgrund der Zusammensetzung des Portfolios eine erhöhte Volatilität aufweisen, d.h. die Anteilswerte können auch innerhalb kurzer Zeiträume großen Schwankungen nach oben und nach unten ausgesetzt sein.

Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Profit warning

US profits are booming, but could be set to change radically. We believe that an earnings recession is almost inevitable in 2020, even if the US Federal Reserve (Fed) can engineer a soft landing, argues Tim Drayson, Head of Economics at Legal & General Investment Management.

Markets have been volatile during the third quarter corporate reporting season, but S&P 500 earnings growth over the last year is likely to finish near 25%. Few expect the current strength to persist, but perhaps questions are starting to emerge about the previous optimism around future profits. We recently updated our whole economy profits models. Despite being constructive on the near-term growth outlook, they are flashing warnings about the direction for future profits.

The analysis finds that the tax cuts and oil price recovery are masking an underlying deterioration in US margins. Furthermore, while the fiscal stimulus is boosting growth and profits today, it is probably making the future profits outlook worse by overheating the economy. Once the economy moves above its potential growth rate, this is a double whammy for future profits. First, labour costs tend to rise more rapidly as unemployment is unsustainably low. Second, it requires a sharper slowdown to restore equilibrium and this change in momentum catches out companies, at least initially, given their fixed costs.

S&P500 earnings tend to be more cyclical and benefit from the higher prices of inventories and asset price gains towards the end of prolonged bull markets.

An important late cycle warning sign is the growing gap between S&P 500 earnings and whole economy profits in the national accounts (NIPA - one of the main sources of data on general economic activity). S&P 500 earnings have tended to outstrip NIPA profits towards the end of each cycle, only for companies to ‘kitchen sink’ (i.e. wash out all of the available bad news on earnings in one go) in the subsequent recession, leading earnings and profits to realign.

The tax cuts and share buybacks explain around 10 percentage points of the widening of the gap this year. In addition, S&P 500 earnings tend to be more cyclical and benefit from the higher prices of inventories and assets towards the end of prolonged bull markets.

In the second half of next year, as the fiscal stimulus fades and growth slows, margins should come under renewed strain, especially as labour cost pressures are likely to build further. Some increase in pricing power and inflation is unlikely to be sufficient to offset rising costs, in our view.

Even if the Fed manages to achieve a soft landing in 2020, it is becoming increasingly difficult to avoid an earnings recession

The latter stages of the economic cycle present a challenge for the Fed as it needs to continue gradually hiking through 2019 in an attempt to prevent overheating. Even if the Fed manages to achieve a soft landing in 2020 (which we would define as US GDP growth of 1%), it is becoming increasingly difficult to avoid an earnings recession. With relatively sticky costs, the models find that it is the change in growth which drives the profits cycle. In addition, this sets up the risk of a self-reinforcing downturn.

Higher interest rates and lower profits could lead to asset price weakness, a wider financing gap, tighter lending conditions and increased stress in a leveraged US corporate sector. This is why we are worried that a slowdown could morph into recession in 2020, which would lead to an even larger decline in profits.

How can this negative spiral be averted? It could be delayed by extended strong growth and more fiscal stimulus, but this sets up the risk of an even bigger bust. A surprise immediate growth slowdown would at least prevent more severe overheating and allow the Fed to stop hiking earlier. Decent growth outside the US and a weaker dollar would help. But we believe the only long-term solution is much stronger labour supply and productivity to contain unit labour costs and raise potential growth.


This article has first been published on futureworldblog.lgim.com.

Multifaktor-Anlagen: Diversifizierung des Exposures jederzeit über alle Faktoren hinweg

von Christopher Gannatti, Head of Research Europe von WisdomTree.

Derzeit werden umfangreiche Research-Bemühungen unternommen, um herauszufinden, wie sich Faktoranlagen am besten nutzen lassen. Vereinfacht ausgedrückt weisen diese bestimmte Aktienmerkmale auf, die mit höheren Erträgen in Verbindung gebracht werden können. Wie wir in unserem vorangegangenen Blog „Die Faktoren, die die Performance beflügeln“ dargelegt haben, gibt es fünf wesentliche Faktoren, auf die sich Akademiker geeinigt haben: Substanz, Qualität, Größe, Momentum und niedrige Volatilität.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, ein Engagement bei einzelnen Faktoren aufzubauen, beispielsweise mittels börsengehandelter Fonds (Exchange Traded Funds, ETFs). Da das Wissen um die Existenz und die Vorteile dieser Faktoren aber immer weiter zunimmt, stellen Multifaktor-Strategien den nächsten logischen Schritt dar. Unseres Erachtens besteht der Vorteil einer Multifaktor-Strategie in der Tatsache, dass kein einzelner Faktor alle Märkte dauerhaft hinter sich lässt. Da verschiedene Faktoren zu unterschiedlichen Zeiten zum Tragen kommen, könnte ein anhaltendes Multifaktor-Exposure das Risiko mindern, das mit dem Versuch einer Vorhersage des vorherrschenden Faktors verbunden ist, wodurch unter Umständen der Faktor mit der schlechtesten Entwicklung zur schlechtesten Zeit gewählt wird. 

Multifaktor-Diversifizierung kann zur Minderung von Risiken und Fehlentscheidungen beitragen 

Unterschiedliche Faktoren entwickeln sich zu unterschiedlichen Zeiten gut. Wie die Abbildung unten verdeutlicht, konnte keiner der Faktoren in jedem einzelnen Kalenderjahr eine Outperformance verbuchen. Da es aus praktischer Sicht unmöglich ist, durchweg im Vorfeld zu wissen, welcher Faktor sich am besten (oder schlechtesten) entwickeln wird, ist ein Multifaktor-Ansatz unseres Erachtens sinnvoll.

Eine neue Art von aktivem Management?

Multifaktor- und aktive Ansätze mittels ETFs gibt es zuhauf, doch sind nicht alle gleich. Bei der Untersuchung dieser Ansätze ist es unseres Erachtens von Bedeutung, die folgenden Fragestellungen zu berücksichtigen:

  • Welche Faktoren kommen zum Einsatz? Obgleich Größe, Substanz, Momentum, Qualität und niedrige Volatilität weithin akzeptierte Faktoren darstellen, bildet nicht jede Multifaktor-Strategie diese Faktoren im selben Maße nach. Die Klärung der Frage, welche Faktoren zum Einsatz kommen, könnte einen wichtigen Schritt in einem Due-Diligence-Prozess darstellen.
  • Wie werden die Faktoren gewichtet? Einige Ansätze legen bestehende Einzelfaktorindizes zugrunde und kombinieren diese. Andere Ansätze führen ein Screening einzelner Aktien über ein Spektrum von Faktoren durch, sodass die Aufnahme in den Index vielmehr von der Vielseitigkeit eines Titels abhängt als von dessen Eignung in Bezug auf einen einzelnen Faktor. Die Neugewichtungshäufigkeit der Indizes ist ebenfalls ein wesentlicher Betrachtungspunkt.
  • Anzahl der Aktien? Einige Strategien gehen äußerst selektiv vor, was eine insgesamt geringere Zahl an Indexkomponenten zur Folge hat. Andere Ansätze tendieren hingegen zu einem breiteren Exposure mit einer höheren Anzahl an Aktien. Die Anzahl der Aktien ist insofern von Belang, als sich die Strategie umso selektiver gestaltet, je niedriger die Zahl der Aktien ausfällt, wodurch auch das Risiko aus einzelnen Aktienpositionen steigt. Gleichzeitig bietet diese Vorgehensweise mehr Differenzierungsmöglichkeiten gegenüber marktkapitalisierungsgewichteten Benchmarks, aus denen sich Tracking-Error-Potenzial ableitet.

Da sich unterschiedliche Faktoren zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich entwickeln, kann ein sorgfältig ausgearbeiteter Multifaktor-Ansatz unseres Erachtens die Portfolioperformance in beinahe jedem Marktumfeld beflügeln. 

Ergebnis der US-Kongresswahl

Das Ergebnis der US-Kongresswahl am Dienstag hat an den Finanzmärkten international für Entspannung gesorgt. Bei der Wahl haben die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus – dem Unterhaus des US-Kongresses – zurückerobern können. Der Senat bleibt hingegen in republikanischer Hand.

Der Kongress ist das oberste Gesetzgebungsorgan der Vereinigten Staaten und besteht aus zwei Kammern, dem Repräsentantenhaus und dem Senat. Die parlamentarische Arbeit spielt sich im Zusammenwirken von Repräsentantenhaus und Senat ab, wobei der Kongress als Ganzes laut Verfassung Gegenspieler der Regierung ist.

Das Ergebnis der US-Kongresswahl fiel so aus, wie es im Vorfeld erwartet worden war. Damit wird laut Analysten wieder viel Unsicherheit aus den Märkten genommen, was bei den Investoren auch entsprechend positiv aufgenommen wurde. Die US-Leitindizes zogen im Zuge der wieder gesunkenen Risikoaversion am Mittwoch geschlossen um mehr als zwei Prozent nach oben. Auch an Asiens und Europas Börsen stellten sich am Donnerstag Kursgewinne ein. Der US-Dollar gab dagegen gegenüber dem Euro etwas Terrain ab. Der Euro kletterte zur Wochenmitte zwischenzeitlich auf knapp 1,15 Dollar nach oben.

An den US-Anleihenmärkten bewegte sich am Mittwoch nicht viel, die Renditen für mittlere und längere Laufzeiten gaben jedoch etwas nach. Dies rührt daher, dass das Regieren für US-Präsident Donald Trump in Zukunft etwas schwieriger werden dürfte. Da das Repräsentantenhaus nun von den Demokraten beherrscht wird, wird am Markt damit gerechnet, dass die Haushalts- und Steuerpolitik etwas weniger locker ausfallen wird als bisher. Neue fiskalische Impulse könnten damit ausbleiben, was wiederum das Wirtschaftswachstum im Land bremsen sowie eventuell den Zinserhöhungskurs der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) mittelfristig verlangsamen könnte. Diese Aussicht drückt die US-Anleihenrenditen etwas nach unten.

Grafik US Kongresswahl Ergebnisse

Keine Trendwende in US-Wirtschafts- und Zinspolitik nach der US-Kongresswahl erwartet 

Aber auch wenn Trumps Politik nun stärker unter die Kontrolle der Demokraten gekommen ist, glauben Analysten nicht an eine große Wende in der US-amerikanischen Wirtschafts- und Außenpolitik. In Bezug auf die internationalen Handelskonflikte der USA dürfte Trump so weiter machen wie bisher. Auf großen Widerstand muss er sich Experten zufolge dabei nicht einstellen, da es auch im demokratischen Lager durchaus Befürworter seiner protektionistischen Tendenzen – vor allem gegenüber China – gebe.

Bei der US-Notenbankpolitik wird vorerst ebenfalls nicht mit großen Änderungen nach der Wahl gerechnet- Die Fed dürfte nach Meinung von Experten ihren Kurs im Großen und Ganzen fortsetzen. Bei der Zinssitzung am Donnerstagabend haben die Währungshüter den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen, für Dezember wurde jedoch erneut eine weitere Anhebung angedeutet. Die letzte Erhöhung fand im September statt, damals wurde die Zinsspanne auf 2,00 bis 2,25 Prozent angehoben.


Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

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Blühende Zukunft - digitale Zukunft

In den vergangenen zehn Jahren hat die digitale Technologie unser Leben grundlegend verändert. Und diese rasante Entwicklung wird sich fortsetzen, so Sylvie Sejournet, Senior Investment Managerin im Thematic Equities Team bei Pictet Asset Management.

In den letzten zehn Jahren seit der Einführung des Pictet-Digital hat sich die Internetnutzung weltweit mehr als verdoppelt, Smartphones sind allgegenwärtig, während sich Computer und Datenspeicherung verbilligt haben. Wir erörtern fünf der chancenreichsten Bereiche der digitalen Welt, die zugleich besonders überzeugende Möglichkeiten für die kommenden zehn Jahre und darüber hinaus bieten.

1. Künstliche Intelligenz (AI)

 Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen dringen in praktisch alle Bereiche vor. Bis 2021 enthalten laut den Prognosen von Gartner 40% der neuen Unternehmensanwendungen AI-Technologien1; nach unserer Einschätzung könnte dieser Wert sogar auf die 100% zusteuern. Entsprechend einschneidend dürfte sich dies auf die Wirtschaft auswirken. So könnte AI bis 2030 bis zu 15,7 Billionen USD zur Weltwirtschaft beisteuern und das globale BIP durch erhöhte Produktivität und gesteigerten Konsum um 14% anheben 2.

2. Das Internet der Dinge (IdD)

Intelligente Beleuchtung, schlüssellose Schließ-Systeme und Patientenüberwachungssysteme, die den behandelnden Arzt bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung kontaktieren - dies sind nur einige Beispiele der milliardenfach verbundenen Geräte auf dem Markt, die unseren Alltag erleichtern. Der jährliche Umsatz im IdD-Bereich könnte bis 2020 auf mehr als 470 Mrd. USD steigen, und in den kommenden 15 Jahren investieren die Unternehmen voraussichtlich über 60 Billionen USD3. Um Echtzeit-Reaktionen und die Verarbeitung all dieser Geräte zu ermöglichen, wird sich Edge Computing als einzige geeignete Lösung etablieren.

DIE GOLDENEN ZWANZIGER

Bis Anfang der 2020-er Jahre wird sich die digitale Revolution noch weiter ausbreiten.

Quellen: Gartner, IDC, Cisco. Auf der Grundlage von Prognosen für den Zeitraum 2020-2021.

3. Mobile Computertechnologien und Cloud Computing

Die weltweiten Marktumsätze in öffentlichen Cloud-Diensten verdoppeln sich laut Prognosen innerhalb von fünf Jahren nahezu auf 411 Mrd. USD bis 20204. Am rasantesten entwickeln sich die IaaS-Leistungen (Infrastructure as a Service) auf dem Markt der Cloud-Dienste und erreichen allein in diesem Jahr voraussichtlich ein Wachstum von 36,6%. 

Die Bandbreite an Möglichkeiten für Investoren reicht dabei von den größten Anbietern von Cloud-Infrastruktur, wie Amazon, Microsoft oder Alibaba, bis hin zu kleinen, web-basierten Softwareanbietern. 

4. Blockchain

Blockchains sind mehr als nur die Basis für volatile Kryptowährungen und haben das Potenzial, herkömmliche Bankgeschäfte zu vereinfachen (und Kosten zu sparen), neuartige elektronische Marktplätze, Musik- und Video-Tauschseiten zu ermöglichen und sogar Ausweisdokumente in Papierform überflüssig zu machen. Bereits jetzt können wir registrieren, dass immer mehr etablierte Unternehmen, die zu unserem Anlageuniversum gehören, diese Optionen prüfen.

Bis 2022 erreichen die weltweiten Investitionen in Blockchains laut Prognosen 11,7 Mrd. USD und erzielen eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von sage und schreibe 73,2% über fünf Jahre5.

5. Lebensechte Erlebnisse mit VR, AR und MR

Die virtuelle, erweiterte und gemischte Realität (engl. VR, AR und MR) verändert unsere Wahrnehmung und interagiert mit der digitalen Welt. Der VR- und AR-Markt steckt derzeit in den Kinderschuhen und ist zersplittert. Viele neue VR-Anwendungen bieten kaum tatsächlichen Geschäftswert jenseits der modernen Unterhaltungstechnik, wie Videospiele oder sphärische 360-Grad-Videos. Um spürbare Geschäftsvorteile zu erzielen, müssen die Unternehmen konkrete lebensnahe Szenarien prüfen, wo lebensechte Erlebnisse zur Steigerung der Mitarbeiterproduktivität oder zur Förderung von Entwicklungs-, Bildungs- und Visualisierungsprozessen beitragen könnten.


Quellen

1) Gartner, "A chief data officer’s guide to an AI strategy", Juli 2017
2) PWC, "Sizing the price", Juli 2017
3) Bain, "Brief on the Internet of Things", November 2017
4) Gartner, Oktober 2017
5) IDC, "Worldwide semiannual blockchain spending guide", Juli 2018

Über die Autorin

Sylvie Sejournet kam 2005 zu Pictet Asset Management. Sie ist Senior Investment Managerin im Thematic Equities Team, wo sie 2008 den Digital Communication Fund lancierte. Sylvie Sejournet hat 19 Jahre Erfahrung in der Aktienanalyse und mit Anlagen im Technologie- und Mediensektor. Sie begann ihre berufliche Laufbahn in der Finanzabteilung von TF1 (größter französischer Fernsehsender). Dann ging sie zu Fortis Bank in Paris, wo sie acht Jahre als Sell-Side-Analystin im TMT-Sektor (Telekom, Medien und Technologie) arbeitete. Im Jahr 2000 wurde sie für den Agefi Award des besten Junioranalysten nominiert und 2004 gewann sie den AQ Award für den besten Analysten, dank ihrer Empfehlungen für 537 Mid-Cap-Aktien. Sylvie Sejournet hat einen Master in Banken und Finanzen von der Universität Sorbonne in Paris und ist Mitglied der French Society of Financial Analysts (SFAF).

Über Pictet Asset Management 

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 163 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Für weitere Informationen steht Ihnen Frank Böhmer gerne zur Verfügung.
Telefon: 069-79 5009 1224
e-mail: fbohmer@pictet.com

Gründe, optimistisch zu bleiben

Insgesamt ist das Jahr 2018 von einer Abfolge von Mini-Schocks und Kursverlusten in immer mehr Wertpapier-Segmenten geprägt. Im Oktober sind Aktienveranlagungen mit einer Momentum-Strategie, also einer Strategie, die versucht von Markttrends zu profitieren, nicht gut gelaufen. Zu dieser Kategorie gehören vor allem die Technologie-Aktien. Das Vertrauen der Investoren in die Finanzmärkte erodiert und es ist schwer, ohne einen guten Überblick, optimistisch zu bleiben.

Gerhard Winzer, Chefvolkswirt der Erste Asset Management, mit Gründen, vorsichtig optimistisch zu bleiben:

Wachstum

Eine Reihe von wichtigen Frühindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex für den Fertigungssektor deuten auf eine graduelle Abschwächung des realen globalen Wirtschaftswachstums hin. Das Niveau bleibt aber gut, d.h., über dem langfristig zu erwartenden Wert (dem Potenzial). Nachsatz: Eine Rezession wurde noch selten prognostiziert. Das reale BIP-Wachstum von lediglich 0,2 Prozent im Quartalsabstand in der Eurozone war hoffentlich nur ein Ausreißer.

Liquidität

Die Zentralbanken in den entwickelten Volkswirtschaften reduzieren schrittweise die sehr wirtschaftsunterstützende geldpolitische Haltung. Die Leitzinsen werden angehoben und die Nettoankaufsprogramme laufen aus. Die wichtigste Zentralbank der Welt, die US-Fed, hat das Zielband für den Leitzinssatz mittlerweile auf 2-2,25 Prozent angehoben und indiziert weitere Zinsschritte auf über 3 Prozent. Insgesamt wirken die Geldpolitiken nach wie vor expansiv. Wenn die Leitzinsen allerdings zu schnell auf ein zu hohes (d.h., restriktives) Niveau angehoben werden, und die Zentralbankgeldmenge zu schnell reduziert wird, könnten die Märkte verstärkt unter Druck kommen, und / oder könnte eine Rezession ausgelöst werden.

Asynchronität

Die US-Wirtschaft boomt, während der „Rest“ der Welt Abschwächungstendenzen zeigt. Das hat vor allem jene Volkswirtschaften unter Druck gebracht, die in US-Dollar verschuldet sind (höhere Zinsen), deren Wirtschaftswachstum sich abschwächt (niedrigeres Einkommenswachstum) und wo Ungleichgewichte vorhanden sind (Leistungsbilanz- und Budgetdefizite). Aber auch für die USA nehmen die Anzeichen für eine Abschwächung zu: Der Immobilien- und der Automarkt stagnieren, das Wachstums der Unternehmensinvestitionen ist gefallen und die Lager haben ganze zwei Prozentpunkte zum tollen Wirtschaftswachstum im 3. Quartal von 3,5 Prozent (im Quartalsabstand, auf das Jahr hochgerechnet) beigetragen. Bleibt „nur“ noch, dass die Abschwächung in der Eurozone und in China nicht zu kräftig ausfallen.

Bewertungen / Risikoprämien

Die Bewertungen waren Anfang des Jahres bei vielen Wertpapierklassen deutlich überdurchschnittlich, d.h., die eingepreisten Risikoprämien waren sehr niedrig. Bei manchen Wertpapierklassen wurde sogar ein zyklisches Tief erreicht (zum Beispiel betrug der Renditeaufschlag bei US-Unternehmensanleihen Anfang Februar lediglich 0,9 Prozentpunkte, aktuell: 1,23 Prozentpunkte). Mittlerweile sind einige Wertpapierklassen „billig“. Das gilt insbesondere für Emerging Markets.

Positionierung

Die Positionierung in Richtung der risikobehafteten Wertpapierklassen ist im Jahresverlauf gesunken. Allerdings konnte eine „Kapitulation“ der letzten Optimisten, wodurch weitere Kursverlusten ausgelöst werden könnten, noch nicht beobachtet werden.

Strategie

Bis Anfang Oktober waren Momentum-Aktien einer der wenigen Bereiche, die positive Erträge aufwiesen. Wenn die Erwartungen für das Gewinnwachstum nicht mehr gesteigert werden können, weil die Situation bereits sehr gut ist, bricht eine Momentum-Strategie. Im Allgemeinen geht eine Sektor-Umschichtung mit erhöhten Kursschwankungen (Volatilität) einher.

Renditen

Es ist bemerkenswert, dass die kreditrisikolosen Staatsanleihen trotz der Kursrückgänge bei den Aktien und der Zunahme der Risiken keine signifikanten Renditerückgänge aufweisen. In den USA ist die Rendite von inflationsgeschützten Staatsanleihen von 0,42 Prozent Anfang dieses Jahres auf 1,04 Prozent angestiegen. Das ist nicht dramatisch, verringert allerdings den Barwert der zukünftigen Gewinne etwas und übt einen Druck für einen höheren Risikoaufschlag aus. Gründe dafür könnten die boomende US-Wirtschaft, die Leitzinsanhebungen und die drastische Ausweitung des Budgetdefizits in den USA sein.Politik: Die politische Ebene stellt mit der Eskalation des Handelskonfliktes der USA mit China, der nicht nachhaltigen Budgetpolitik in Italien und den Gefahren eines ungeordneten Brexits einen wichtigen Grund für die Ausweitung der geforderten Risikoprämien dar.

Ölpreis

Der Ölpreis hat zwar die Aktienkursrückgänge im Oktober mit Preisrückgängen begleitet (Brent aktuell bei knapp 76 US Dollar pro Fass). Das Risiko eines Kursanstiegs aufgrund einer Angebotsverknappung, der die Kaufkraft dämpfen würde, bleibt jedoch.

Feedback

Eine Verschärfung des Finanzumfelds übt einen wirtschaftsdämpfenden Effekt aus. In der Türkei deutlich negativ, in Italien moderat negativ, in den USA bis dato nur minimal.

Inflation

Wichtig ist die Entwicklung der Inflation. So lange sie in den entwickelten Volkswirtschaften niedrig bleibt, haben die Zentralbanken den Spielraum, im Fall einer drastischen Verschärfung des Finanzumfeldes im Zinsanhebungszyklus zu pausieren. Das gilt insbesondere für die Zentralbank in den USA.

Zusammenfassung

Das Basisszenario ist (noch) in Ordnung. Die Frühindikatoren deuten lediglich auf eine moderate Abschwächung des Wirtschaftswachstums hin. Die Zentralbanken agieren vorsichtig und die gefallenen Marktpreise reflektieren bereits eine Menge an möglichen negativen Entwicklungen.


Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

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Emerging or sub-merging? The impact of currency on returns

When investing in local currency emerging market debt, currency risk can improve returns. But it can also erode performance in times of stress, shows Francis Chua, Fund Manager at Legal & General Investment Management. Understanding how active managers handle this risk is crucial.

2018 has been anything but straightforward for emerging markets. The second quarter was the second worst on record for the JPM GBI EM Global Diversified Index, which returned -10.4% in US dollar terms (only 0.12% shy of the worst which was the third quarter of 2015.) The return for the third quarter 2018 was relatively better at -1.8%, but hidden within this number was a poor return for August, when the index returned -6.1%. The last time the index saw a drop of this magnitude was back in May 2013. 

What’s driven this? A combination of a stronger US dollar, concerns about a global trade war and big idiosyncratic risks in emerging markets are to blame. The stars of 2017 such as Brazil, Indonesia and Turkey have seen their fortunes reverse this year.

Although returns have been pretty poor, what’s more interesting is that flows haven’t been as bad. Flows into emerging market local currency debt (EMD LC) funds* remain positive so far this year, circa $4billion. Much of this is due to strong flows in the first few months of the year. Even allowing for a lag between performance and fund flows, what we’ve seen so far is nowhere near the level seen during the difficult years of 2014 and 2015, where a total $11.4billion was taken out of EMD LC funds. 

Currency can affect returns more than you think

Investing in emerging market local currency debt provides exposure to two potential return drivers: high real interest rates and currency. Of the two, currency tends to be a more significant driver of returns and particularly so in times of stress, where currency is often the first channel in which this stress is reflected.

For fund selectors, understanding a manager’s return composition between currency and non-currency drivers is important because in difficult years such as 2018 (or 2015), it might be easy to dismiss a manager as underperforming but in reality the manager could be true to their stated style. Having a good understanding of the key return drivers means having a reference to measure performance against.

Our analysis of the manager universe* shows that the majority of managers (circa 80% to 90%) prefer to adopt a 'defensive' currency position, by running with lower currency sensitivity than the index. This indicates that managers believe the risk budget is better used in non-currency related areas of the portfolio (such as security selection, duration etc).

This defensive stance has generally been beneficial for periods such as this year or in 2015 when EM currencies performed poorly; however it has is not necessarily detracted in the opposite scenario, where currencies perform well. Take for instance in 2017, when managers with high currency beta didn’t do materially better than their lower currency beta peers. Adopting a more defensive currency position, therefore, hasn’t necessarily meant sacrificing returns.

Adopting a defensive currency position also doesn't mean a passive approach to currency. On the contrary, most, if not all, of the managers take an active approach to currency management. As my colleague Uday Patnaik points out: "a key consideration when looking at EMD is how to take currency exposure". Selective currency exposure is key and therefore for fund selectors, when evaluating a manager's investment process, understanding the manager's approach to currency management is also crucial. 

Investors in local currency emerging market debt should first form an understanding of their tolerance towards currency risk as this is a big driver of risk and return. Fund selectors who are bullish on EM currencies will have two possible choices, either select managers that offer this exposure or add selective currency exposure on the side. For those that are bearish, it would appear that no action is required.


This article has first been published on futureworldblog.lgim.com.

*Based on funds in Morningstar that are benchmarked against the JPM GBI EM Global Diversified Index

US midterm elections: Is gridlock good?

The US midterms have, as expected, seen the Democrats take the House with the Republicans holding the Senate. Schroders investment experts Keith Wade, Frank Thormann and Frederick Schaefer consider the implications for fiscal policy, trade, and the 2020 presidential election.

Further tax cuts unlikely but will Trump strike a deal on trade?

Keith Wade, Chief Economist & Strategist at Schroders, says:

“The midterm elections restored some faith in opinion polls with the Democrats taking the House of Representatives and the Republicans holding the Senate. Conventional wisdom has it that a gridlocked Congress is good for markets as it prevents politicians from interfering in the economy. However, US markets have received a considerable boost from the president’s tax cuts and deregulation measures.

“Going forward, gridlock means less fiscal support for the economy as Democrats are unlikely to back further tax cuts. This could create a problem for US growth in 2020 when the existing package fades and is not replaced by further measures. It is possible that the president and the Democrats could strike a deal on infrastructure spending, but they may hesitate to take measures that could help get Trump re-elected as president.

“Faced with a potential block on fiscal policy, the president may turn to trade policy and look to strike a deal with China and so prevent a further damaging escalation in the trade war. From an economic perspective, that would be the logical step. However, Trump will have to weigh up whether the economic costs outweigh the political benefits of playing to his base support – many of whom see tariffs as an essential part of putting America first.”

Future policy will require bipartisan support

Frank Thormann, Portfolio Manager, Multi Regional Equity, at Schroders says:

“Two important implications from this election will be stronger presidential oversight and increased political gridlock. Democrats now have a much larger ability to put a check on the president’s power and have promised to intensify investigations into allegations such as the Russian 2016 election interference.

“Because both houses are required to pass legislation, future policy will require much greater bipartisan support, which is a dramatic change from the past two years and is likely to materially alter the remainder of the Trump presidency. One immediate impact of this is a lower likelihood of further monetary stimulus.”

Larger Republican Senate majority is significant

Frederick Schaefer, Head of Equities Management, US Small Cap Product Managers, at Schroders says:

“In a rebuke rather than a rejection of the president, US voters have elected a divided Congress. The Democrats gained control of the House of Representatives after eight years as the minority party.

“In the House, a number of Republican moderates lost or chose not to stand for re-election. This means the Republican House caucus will become more conservative and more Trump-like. The new House Democratic majority will be more challenging to the president on a number of issues. Consider the possibility of a House committee issuing a subpoena for him to release his tax returns.

“On the Republican side, the larger Senate majority is a significant accomplishment. Additionally, Republican gubernatorial candidates fared well, winning races in key states such as Ohio and Florida. As we approach the 2020 elections, these two states are significant prizes in presidential elections.

“In an interview on the eve of the election, Mr Trump conceded that maybe he should have toned down his rhetoric during his first two years. Perhaps this may presage a less bellicose president and less contentious Washington. But don’t count on it.”


This article has first been published on schroders.com.

„Kernkompetenz: ­Aktienauswahl“

Seit Dezember 2017 investiert der DJE – Equity Market Neutral Europe (ISIN: LU1681425523) in rund 50 europäische Aktienwerte, die jeweils gleich gewichtet werden. Über Derivate werden Markt- und Währungsrisiken nahezu vollständig abgesichert. Damit ist es unerheb­lich, ob der Stoxx Europe 600 Index steigt oder fällt. Solange die 50 ausgewählten Titel im Schnitt besser abschneiden als der zur Absicherung genutzte Index, erzielen Investoren mit dem Fonds eine positive Rendite. Im Interview mit Hedgework News erläutern die Verantwortlichen Florian Bohnet und Kilian Stemberger ihren marktneutralen Teamansatz.

HEDGEWORK: Herr Bohnet, Herr Stemberger, wie kam es zur Gründung des marktneutralen Aktienfonds?

Florian Bohnet: Wir haben uns 2017 gefragt, was Kunden brauchen, wenn der Markt drehen und das Niedrigzinsumfeld in Europa anhalten sollte, wonach es für uns aussieht. Unsere Lösung für schwierige Marktphasen sollte auf der Stärke unserer Aktienauswahl aufbauen, aber mit geringer Korrelation zum europäischen Aktienmarkt und niedriger Volatilität. So haben wir den DJE – Equity Market Neutral Europe entwickelt, der die aus unserer Sicht besten europäischen Anlage-Ideen unseres Research-Teams vereint und auf eine stärkere Wertentwicklung als der breite Markt abzielt. Zugleich sichern wir über Index-Derivate das Marktrisiko weitestgehend ab. So verliert der Zeitpunkt des Investierens für den Anleger an Bedeutung, weil die typischen Marktschwankungen ausgeschlossen werden.

HEDGEWORK: Sie gehen bei der Absicherung einen anderen Weg als viele Wettbewerber, die die Titel im Portfolio einzeln absichern oder auch Short-Selling betreiben.

Bohnet: Unsere Stärke liegt in der Aktienauswahl. Wir verstehen uns als Investoren, die nach attraktiven Anlagegelegenheiten suchen und gute Geschäftsmodelle finanzieren wollen. Wir spekulieren nicht auf kurzfristige Trends, wir hebeln nicht und betreiben bewusst kein Short-Selling auf einzelne Unternehmen. Selbstverständlich treffen wir auch Firmen, deren Geschäftsmodelle wir anzweifeln, aber diese legen wir einfach beiseite. Wir möchten unsere Zeit für das Finden guter Werte nutzen und nicht gegen schlechte Geschäftsmodelle wetten. Daher verzichten wir bei diesem Fonds auf die Einzeltitelabsicherung, weil Aufwand und Risiko hier höher sind als bei der Absicherung des gesamten Marktes. Unser Ziel ist ein einfaches, transparentes Konzept mit der größtmöglichen Absicherung in schwierigen Phasen für unsere Anleger.

HEDGEWORK: Bei der Auswahl der Einzeltitel haben Sie keine Index-Vorgaben. Doch für die Absicherung brauchen Sie eine Referenz. Wie verhält sich das?

Kilian Stemberger: Natürlich müssen wir den Vergleich mit einem europäischen Aktienindex aushalten. Aus unserer Sicht eignet sich der Stoxx 600 am besten, da er mit 600 Titeln breit aufgestellt ist. Dieser Index ist die Basis unserer Marktabsicherung. Die prozentuale Gewichtung von Sektoren oder einzelner Titel ist aber unerheblich. Wichtig ist für uns eine gewisse Unternehmensgröße, denn das Portfolio soll skalierbar sein. Small Caps kommen für uns also nicht in Frage.

HEDGEWORK: Sie verzichten auch darauf, durch Über- und Untergewichtung einzelner Titel eine bessere Wertentwicklung zu erzielen als der breite Index, warum?

Bohnet: Vor allem, um ein weiteres Risiko auszuschließen, denn mit einer höheren oder niedrigeren Gewichtung gegenüber einem Index können Sie richtig liegen – oder eben nicht. Bei uns geht es um die reine Aktienauswahl, die dem Index überlegen sein sollte. Darum sind alle Titel in etwa gleich gewichtet, bei täglichem Rebalancing und monatlicher Reallokation des Portfolios. Das heißt auch: Sollte ein Titel die Erwartungen nicht erfüllen, wird er nicht sukzessive reduziert, sondern komplett verkauft.

HEDGEWORK: Wie funktioniert die Absicherung bei Ihnen?

Stemberger: Wir ermitteln das Beta aller im Portfolio gehaltenen Werte und kaufen eine entsprechende Anzahl an Index-Futures, um eben dieses Beta abzusichern. Zudem prüfen wir täglich, ob die Absicherung ausreicht, und passen sie im Bedarfsfall an. Sie soll ja nicht nur in ruhigen Phasen funktionieren, sondern vor allem dann, wenn es Sektorrotationen gibt oder sich der Markt dreht.

HEDGEWORK: Lockern Sie die Absicherung, wenn sich die Marktaussichten wieder verbessern?

Bohnet: Nein, dieser Versuchung widerstehen wir vehement. Wir behalten unser Konzept der vollständigen Absicherung in jeder Marktphase bei. Ansonsten liefe das auf Timing hinaus, und das würde unser Konzept, das Herausdestillieren der reinen Outperformance, verwässern.

HEDGEWORK: Haben Sie Präferenzen für bestimmte Länder oder Sektoren?

Stemberger: Die DACH-Region, West- und Nordeuropa stehen im Vordergrund. Wir investieren auch in Großbritannien, aber wegen des bevorstehenden Brexits in relativ geringem Ausmaß. Süd- und Osteuropa spielen nur eine untergeordnete Rolle. Bei den Sektoren sind wir flexibel und haben keinerlei Präferenzen – auch nicht in Richtung Value/Growth oder einzelner Faktoren wie Momentum oder Profitablität.

HEDGEWORK: Wie verhält sich Ihr Aktienportfolio vor der Absicherung gegenüber dem Vergleichsindex?

Stemberger: Unser Aktienportfolio resultiert aus der Top-down-Sektorenanalyse und der Bottom-up-Titelauswahl des DJE-Researchteams. Vor der Absicherung liegt der Betafaktor unseres Aktienportfolios gegenüber dem Index um den Wert 1, das heißt, es bewegt sich weitgehend ähnlich wie der Markt, aber leicht besser.

HEDGEWORK: Spielt das Timing im Handel eine Rolle?

Bohnet: Nicht mehr und nicht weniger als bei anderen Fonds. Wir setzen die Empfehlungen unserer Analysten um, idealerweise unmittelbar und in vollem Umfang. Das heißt, wir überlegen nicht, wie stark wir eine Position gewichten sollen, weil sich das rechnerisch ergibt. Bei rund 50 Titeln und einem Cash-Puffer von 15 Prozent wird der einzelne Titel mit 1,7 Prozent gewichtet. Insofern sind wir vielleicht etwas schneller als andere Fondsmanager. 

HEDGEWORK: Wie steht es mit Fremdwährungen?

Stemberger: Wir wollen das nach der Marktabsicherung verbleibende Währungsrisiko komplett ausschließen. Daher sichern wir alle Werte, die nicht auf Euro lauten, aktuell rund 30 Prozent des Portfolios, durch Devisentermingeschäfte ab.

HEDGEWORK: Welche Kriterien muss ein Titel erfüllen, um in Frage zu kommen? 

Bohnet: Neben einer ausreichenden Marktkapitalisierung sollte er attraktiv bewertet sein, und wir sollten einen guten Zugang zum Management haben, um das Geschäftsmodell einschätzen und prognostizieren zu können. Der Cashflow sollte stabil und die Verschuldung gering sein. Zudem muss der Titel unseren ESG-Kriterien entsprechen, denn DJE hat die „Prinzipien für verantwortungsvolles Investment“ der UN unterschrieben.

HEDGEWORK: Schränken Sie die ESG-Kriterien in der Aktienauswahl ein?  

Stemberger: Die Einschränkungen fallen kaum ins Gewicht. Wenn wir auf einen Titel „verzichten“ müssten, weil er gegen Menschen- und Arbeitsrechte oder den Schutz der Umwelt verstößt, dann ist das kein Verzicht. Wir haben schon immer gewissenhaft investiert und möchten solche Praktiken nicht unterstützen. Doch heute stehen uns für diese Analyse, dank der Zusammenarbeit mit MSCI, viel mehr Daten zur Verfügung.  

Bohnet: Auch unter Risikogesichtspunkten ist das ein Vorteil. Sollte es zu Skandalen oder Umweltschäden kommen, geht der Aktienkurs schnell in die Knie. Es passt zu unserem Fonds, neben den Markt- und Währungsrisiken auch diese Risiken zu vermeiden und nach Möglichkeit allein mit der aktiven Aktienauswahl erfolgreich zu sein.

Das Interview führte Ronny Kohl. Es erschien zuerst auf hedgework.de.


Florian Bohnet und Kilian Stemberger

Florian Bohnet (re.) ist Leiter des Bereichs Research & Portfoliomanagement. Zusammen mit seinen Teammitgliedern ist er für die Asset Allocation und Einzeltitelauswahl der DJE Kapital AG verantwortlich. Mit FMM 2.0 entwickelt er die 1974 etablierte FMM-Methode weiter und treibt damit die Digitalisierung und Quantifizierung des DJE-Investmentprozesses voran. Nach Stationen in Berlin, Frankfurt und New York ist Florian Bohnet seit 2004 bei der DJE Kapital AG.
Kilian Stemberger (li.) arbeitet seit Oktober 2013 bei der DJE Kapital AG im Bereich Research & Portfoliomanagement. Gemeinsam mit Florian Bohnet ist er verantwortlich für den DJE – Equity Market Neutral Europe. Sein Schwerpunkt liegt auf der Datenanalyse mit Fokus auf Datenvalidierung und ESG. Darüber hinaus beschäftigt er sich intensiv mit quantitativen Portfolioansätzen. Stemberger studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Controlling mit Abschluss als Bachelor of Arts im September 2014. Sein Studium General Management mit Schwerpunkt Finanzmanagement schloss er im August 2018 als Master of Arts ab.

DJE Kapital AG

ist seit über 40 Jahren als unabhängige Vermögensverwaltung am Kapitalmarkt aktiv. Das Unternehmen aus Pullach bei München verwaltet mit ca. 120 Mitarbeitern (davon rund 20 Fondsmanager und Analysten) aktuell über 12,5 Milliarden Euro (Stand: 31.07.2018) in den Bereichen individuelle Vermögensverwaltung, institutionelles Asset Management sowie Publikumsfonds. Vorstandsvorsitzender ist Dr. Jens Ehrhardt, sein Stellvertreter Dr. Jan Ehrhardt. Kern des Anlageprozesses und aller Investmententscheidungen ist die FMM-Methode (fundamental, monetär, markttechnisch), welche auf dem hauseigenen, unabhängigen Research basiert. Der Anspruch der DJE Kapital AG ist, ihren Kunden weitsichtige Kapitalmarktexpertise in allen Marktphasen zu bieten.

KONTAKT 

DJE Kapital AG
Michael Schnabl
Tel.: +49 89 790453-651
E-Mail: Michael.Schnabl@dje.de
Internet: www.dje.de

Midterm Wahlen und die möglichen Auswirkungen auf die Märkte

von Christopher Gannati, European Head of Research bei WisdomTree.

Wir sind der Meinung, dass es eine sehr knappe Wahl werden wird. Ein demokratisch geführtes Repräsentantenhaus ist bei weitem keine sichere Option, auch wenn es die Konsensmeinung ist. Man muss erkennen, wie gespalten die US-Politik in diesem Stadium ist. Präsident Trump hat darauf hingewiesen, dass er mit China Fortschritte erzielt hat. Ob das wahr ist oder nicht, ist hierbei nicht wichtig. Interessant ist die Botschaft, die dadurch an die Märkte geschickt wird und den Republikanern als Ergebnis zu Gute kommt.

Wenn das Erwartete eintritt - die Demokraten ziehen ins Haus und die Republikaner halten den Senat inne - dann ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich in den Märkten widerspiegeln wird. Wenn überhaupt, könnten die Märkte etwas steigen und das Preisniveau, das eingeschätzt wird, wäre dann sicher.

Jedoch wenn Republikaner fortfahren, alles zu steuern (Haus u. Senat) dann könnte der Markt erheblich steigen. Sollten die Demokraten gewinnen (Haus u. Senat) dann könnte der Markt eine Menge kurzfristige Flüchtigkeit gegenüberstehen. Die Trump-Agenda wäre damit einer größeren Gefahr ausgesetzt. Dieses Ergebnis wird jedoch nicht erwartet.

Investieren in Megatrends: Virtual Reality

von Günther Schmitt, Fondsmanager des Raiffeisen-MegaTrends-Aktien.

Gewaltige Fortschritte vor allem in der Hardware-Entwicklung lassen uns inzwischen in virtuelle Welten eintauchen, die sich schon beinahe echt anfühlen. Sowohl für Spaß und Vergnügen als auch für ganz handfeste, praktische Anwendungen in nahezu allen Lebensbereichen.

Sie sitzen am Strand auf einer Südseeinsel und lassen die Seele baumeln. Wenige Augenblicke später streifen Sie durch längst versunkene Städte oder machen einen Abstecher zu den Dinosauriern. Wer es noch actionreicher mag, geht auf Schatzsuche und nimmt es dabei gleich mit einer ganzen Horde von Piraten auf. Und das alles, ohne ein Flugticket zu buchen oder auch nur das eigene Wohnzimmer zu verlassen!

Was vor wenigen Jahren noch wie ferne Zukunftsmusik geklungen hat, ist inzwischen schon sehr nah an der Realität. Der virtuellen Realität (VR), um genau zu sein. Oder, damit eng verwandt, der „erweiterten Realität“ (Augmented Reality, AR).

Derzeit dienen dazu vor allem sogenannte Headsets (VR-Gear) – zumeist eine Kombination aus einer Art Brille und aus Kopfhörern. Der große Unterschied zu einer echten Brille besteht darin, dass in der VR-Brille statt Gläsern Bildschirme stecken. Dinge, wie beispielsweise ein Buch in der Hand, können durch eine Kamera in der Brille erkannt und dann in das virtuelle Bild eingespielt werden. So lässt sich - mit dem Gefühl von Südsee-Urlaub - auf der heimischen Couch ein Buch lesen. Bei Spielen ist man nun wirklich mittendrin statt nur dabei.

Unzählige Anwendungsmöglichkeiten mit gewaltigem Nutzen

In der Industrie lassen sich mit diesen neuen Technologien Neuerungen virtuell erleben und testen, bevor etliche teure Prototypen gebaut werden müssen. Schulungen können viel effizienter und kostensparender durchgeführt werden. Bereits jetzt betreten Medizinstudenten mancherorts virtuelle Herzkammern und Ärzte operieren zunehmend mit Hilfe von VR-Technologien. Auszubildende und Lehrlinge können sich auf diese Weise mit Geräten vertraut machen und aus Fehlern lernen, ohne dabei teures Equipment zu zerstören. Autohändler und Möbelhäuser machen ihre Produkte virtuell erlebbar. Überhaupt wird der Handel, vor allem der Onlinehandel, ein großer Profiteur der neuen Möglichkeiten sein. Produkte lassen sich beinahe real aus- und anprobieren, bevor man sie bestellt und viel Hin- und Zurückschicken kann damit künftig entfallen. Auch für Therapeuten eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten, z.B. im Bereich der Psychotherapien.

Enormer Wachstumsmarkt für Jahrzehnte

Schon jetzt lässt sich erahnen, dass über kurz oder lang spezielle Kontaktlinsen an die Stelle der bisherigen Headsets treten könnten – was die Anwendungspalette nochmals erweitert. Kurzum: Es gibt nahezu unendliche Anwendungsbereiche. Für Investoren besonders erfreulich: VR und AR werden tatsächlich in rasant steigendem Umfang angewandt und zugleich weiterentwickelt. Die Branche gilt als eine der wachstumsstärksten überhaupt. Analysten von der Credit Suisse erwarten für den Markt jährliche Zuwachsraten von 35 % bis 40 % über die nächsten zehn Jahre – das Potenzial wird sogar ähnlich groß wie der Smartphone- Markt geschätzt!

Diesen Megatrend können und wollen wir uns im Raiffeisen-MegaTrends-Aktien natürlich auf gar keinen Fall entgehen lassen. Das Fondsmanagement konzentriert sich dabei auf drei große Bereiche:

  • Produzenten der zugrundeliegenden Hardware und ihre Zulieferer
  • Produzenten von weiterführender Software (Applikationen, Spiele, Programme, etc.)
  • Händler und Anwender

Im Raiffeisen-MegaTrends-Aktien sind derzeit die Aktien von 20 Unternehmen enthalten, die diesen Bereichen zugeordnet werden können (Stand per 17. September 2018):

Fazit

Der Megatrend „Virtual Reality“ beginnt gerade erst, so richtig fahrt aufzunehmen. Es ist bisher kaum absehbar, wie viel „Virtuelle Realität“ unser Leben verändern wird. Fest dürfte aber stehen, dass es von Grund auf revolutioniert wird. Die Entwicklungen auf diesem ungemein aufregenden, spannenden Gebiet sind permanent im Fluss. Es wird große, spektakuläre Gewinner geben, aber natürlich auch Verlierer. Den überdurchschnittlichen Chancen im Zuge dieser Umwälzungen stehen entsprechende Risiken gegenüber. Deswegen beobachtet das Fondsmanagement des Raiffeisen-MegaTrends-Aktien die wahrhaft bahnbrechenden Entwicklungen auf diesem Gebiet besonders intensiv.


Zum Fondsmanager
Günther Schmitt, Senior Fondsmanager
Günther Schmitt ist seit 2006 im Fondsmanagement, Abteilung Aktien Entwickelte Märkte, tätig. Sein Aufgabengebiet umfasst neben dem heimischen Markt auch das Management globaler Aktien. Im Jänner 2014 übernahm er das  Managmenet des Raiffeisen-MegaTrends-Aktien. Die Ausbildung von Günther Schmitt umfasst einen Abschluss in Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien sowie den Lehrgang für Finanzanalysten der ÖVFA.

Kontakt:
Oliver Müller, Senior Institutional Sales Manager, Raiffeisen Kapitalanlage GmbH
Niederlassung Deutschland
Wiesenhüttenplatz 26
D-60329 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0) 162 2038883
E-Mail: oliver.mueller@rcm.at
www.rcm-international.com/de

Veranlagungen in Fonds sind mit höheren Risiken verbunden, bis hin zu Kapitalverlusten.

Die veröffentlichten Prospekte bzw. die Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG sowie die Kundeninformationsdokumente (Wesentliche Anlegerinformationen) des Raiffeisen-MegaTrends-Aktien stehen unter www.raiffeisen-salzburg-invest.com sowie bei der Raifeisen Kapaitalanlage GmbH, Zweigstelle Deutschland, Wiesenhüttenplatz 26, 60329 Frankfurt am Main,  in deutscher Sprache zur Verfügung.

Der Raiffeisen-MegaTrends-Aktien weist eine erhöhte Volatilität auf, d.h. die Anteilswerte sind auch innerhalb kurzer Zeiträume großen Schwankungen nach oben und nach unten ausgesetzt, wobei auch Kapitalverluste nicht ausgeschlossen werden können.

Das ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Die Inhalte dieser Unterlage stellen weder ein Angebot, eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung noch eine Anlageanalyse dar.
Stand: März 2018

Ein Blick auf das Ende der Durststrecke

Die Aktien sind im Fallen, denn die unerwartet harte Kursänderung der US-Notenbank und Handelskonflikte machen den Investoren zu schaffen. Doch Angst vor einem Bärenmarkt wäre überzogen, so Luca Paolini, Chief Strategist bei Pictet Asset Management.

Die internationalen Aktienmärkte erfahren einen Dämpfer. Am 10. Oktober hatte der US-Technologieindex Nasdaq die höchsten Tagesverluste seit sieben Jahren und verlor um 4 Prozent, der S&P 500 Index durchlebte eine fünftägige Talfahrt.

Bei der Ursachenforschung für den Markteinbruch steht den Investoren einiges zur Auswahl: Eine Mitschuld trägt dabei die US-Notenbank. Zu Beginn des Monats überraschte Notenbankchef Jay Powell die Märkte mit seinem Hinweis, die USA seien aktuell „noch weit“ von einem für die Fed neutralen Niveau entfernt. Entsprechend sind Anleihen gefallen: Die Rendite für eine 10-jährige US-Staatsanleihe ist um fast 20 Basispunkte niedriger als vor der harten Kehrtwende der Fed.

Zugleich deutet einiges darauf hin, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China allmählich die weltweite Wirtschaft belastet. So sind die globalen Indizes der Produktionstätigkeit zuletzt auf ein Zweijahrestief gesunken. Zudem senken immer mehr Unternehmen ihre Wachstumsprognosen. Das Verhältnis zwischen positiven und negativen Gewinnerwartungen liegt mittlerweile bei minus 17 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit 2016.

Hinzu kommt noch der inflationäre Anstieg der Ölpreise, insofern mag man es den Investoren nicht verdenken, dass sie den Beginn eines Bärenmarkts vermuten.

Nach unserer Ansicht ist das eher unwahrscheinlich.

Unsere Modelle zeichnen zumindest mittelfristig ein freundlicheres Bild. Im Vergleich zum Januar 2018, als auf den Märkten letztmalig eine langwierige Talfahrt einzusetzen drohte, sind die von uns erfassten fundamentalen und technischen Indikatoren momentan positiver als damals.

Auch wenn das Wachstum sich verlangsamt, bleiben die ökonomischen Bedingungen stabil. Darüber hinaus ist das Bewertungsniveau auf den Aktienmärkten viel geringer als noch im Januar. So liegt etwa das Kurs-Gewinn-Verhältnis des internationalen MSCI-Aktienindex bei 14 Punkten gegenüber 17 im Januar. Positiv ist auch die Positionierung der Anleger zu sehen. Wie unsere Analyse zeigt, waren die Investoren in Bezug auf Aktien im Vorfeld des Ausverkaufs nicht übertrieben euphorisch. Im Januar war dies gänzlich anders. Das deutet darauf hin, dass das Ausmaß eines einschneidenden Ausverkaufs begrenzt ist. Der S&P 500 Index bewegt sich nach unseren technischen Analysen letztlich innerhalb von zwei bis drei Prozent in einem früheren Unterstützungsbereich.


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Über den Autor

Luca Paolini kam 2012 als Chefstratege zu Pictet Asset Management. Davor arbeitete er als Aktienstratege bei Credit Suisse Securities, wo er für die Vermögens-, Sektor- und geographische Allokation verantwortlich war. Von 2005 bis 2007 war er bei Union Investment als Anlagestratege tätig. Luca Paolini fing seine Karriere 2001 bei Allianz Dresdner Asset Management. Im Rahmen seiner Tätigkeit im Bereich Asset-Allokation und Anlagestrategie wurde er zum Prokurist befördert. Luca Paolini hat einen Master in Volks- und Betriebswirtschaft von der SDA Bocconi School of Management in Mailand und ein Laurea Magistrale in Politwissenschaften von der Universität Bologna.

Über Pictet Asset Management 

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 163 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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