Nachhaltige Anleihen: ESG als Differenzierungsmerkmal

Die richtige Einschätzung der ESG-Bemühungen (Umwelt, soziale Verantwortung und gute Unternehmensführung) eines Unternehmens bringt Vorteile für Anleihenanleger, so Frédéric Salmon, Head of Credit bei Pictet Asset Management.

Es ist heutzutage gang und gäbe, dass Aktienanleger ein Unternehmen nach ESG-Kriterien (Umwelt, soziale Verantwortung und gute Unternehmensführung) bewerten. Jetzt halten ESG-Analysen auch in die Anleihenmärkte Einzug1. Wir sind der Ansicht, dass ein genaues Verständnis der ESG-Profile von Unternehmen für Anleger nur von Vorteil sein kann, weil sich dadurch die Spreu vom Weizen trennen lässt.

Die Anleihegläubiger erkennen zunehmend, dass die nichtfinanziellen Aspekte des Unternehmenserfolgs die Bonität und Investitionsfähigkeit eines Unternehmens nachhaltig beeinflussen können. Die akademische Forschung beispielsweise ist allgemein zu dem Schluss gelangt, dass eine positive Korrelation zwischen den ESG-Kennzahlen eines Unternehmens und seinen Kapitalkosten besteht2

NACH DEN STERNEN GREIFEN

Globales Vermögen in nachhaltigen Anlagen, Bio. USD


Quelle: Global Sustainable Investment Review

ESG-Faktoren fließen aus unterschiedlichen Richtungen ein. Die staatliche Regulierung zum Beispiel nimmt immer stärker ökologische und soziale Dimensionen an. Die Öffentlichkeit erkennt zunehmend, welche Auswirkungen Unternehmen auf die Umwelt oder soziale Gerechtigkeit haben, und nimmt durch ihre Kaufentscheidungen Einfluss, d. h. Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen, die unethisch sind oder die Umwelt verschmutzen, werden zum Ladenhüter. Die Anleger wiederum werden sich immer mehr des Reputationsrisikos bewusst, das mit schlecht geführten Unternehmen einhergeht.

Gleichzeitig werden neue Methoden und Kennzahlen zur Analyse nicht-finanzieller Faktoren entwickelt, die bislang außen vor gelassen wurden, weil sie nicht gemessen werden konnten, aber Auskunft über wesentliche Risiken geben. 

Renditen steigern statt opfern

Es ist natürlich sehr aufwändig, alle Aspekte von ESG bei Investments in festverzinsliche Anlagen zu berücksichtigen.

In erster Linie haben Anleihenanleger, die verantwortungsvolle Investmentstrategien in Betracht ziehen, Angst, dass sie Rendite opfern müssen, nur weil sie Gutes tun wollen. 

Unsere Erfahrung hat uns aber gelehrt, dass ein durchdachter ESG-Ansatz dem entgegenwirken kann: Wenn er den Anlegern hilft, Fallstricke zu vermeiden, sollten sich damit auch Überschussrenditen erzielen lassen.

Unternehmensführung als kritischer Faktor

Dass die Unternehmensführung einen erheblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von Emittenten von Unternehmens- und Staatsanleihen haben kann, ist keine neue Erkenntnis.

Es gibt unzählige Fallstudien von Unternehmen, die durch Versagen der Geschäftsführung in Schieflage geraten sind. Eine gute Unternehmensführung minimiert das Risiko von Herabstufungen der Kreditwürdigkeit. Analysen zeigen, dass die Anleihenportfolios von Unternehmen mit höherem Rating bei der Unternehmensführung erheblich besser abschnitten als solche mit niedrigem Rating3. Es überrascht daher sicher nicht, dass 79 Prozent der befragten Vermögensverwalter die Unternehmensführung als wichtigstes ESG-Thema betrachteten4

Mehr Umweltschutz und soziale Verantwortung

Während die Bedeutung guter Unternehmensführung unbestritten ist, sind ökologische und soziale Faktoren in der Regel schwieriger zu quantifizieren und auf ihren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung zu analysieren. Beides ist aber für die wirtschaftlichen Eigentümer, deren Geld die Vermögensverwalter anlegen – Privatpersonen, Pensionsfonds und Institutionen – immens wichtig. Diese Diskrepanz in der Wahrnehmung lässt sich teilweise auf unterschiedliche Zeithorizonte zurückführen.

Im Vergleich zu ökologischen Faktoren können Aspekte der Unternehmensführung viel schneller in den Vordergrund treten – was vielleicht deren Bedeutung für Vermögensverwalter erklärt, die häufig an der Quartalsleistung gemessen werden.

Vermögensbesitzer hingegen wollen, dass ihr Kapital für die kommenden Generationen geschützt ist.

Die Krux an der Sache ist, dass ökologische und soziale Komponenten von ESG schwieriger zu quantifizieren und zeitlich einzugrenzen sind und daher aus rein finanzieller Perspektive schnell außer Acht gelassen werden. So wie jemand, der nur unter der Straßenlaterne nach seinem verlorenen Schlüssel sucht, weil es dort hell ist.

Die ESG-Leistung ist die Körpersprache des Unternehmens, die tiefere Einblicke gewährt, als Bilanzen allein es könnten. 

Ein sorgfältig ausgearbeiteter Ansatz kann helfen herauszufinden, wie diese Faktoren Einfluss nehmen.

Schwerwiegende ökologische Probleme zum Beispiel sind oftmals das Ergebnis einer Unternehmenskultur, in der über kleinere Verstöße bereitwillig hinweggesehen wird. Der Katastrophe auf der Ölbohrinsel Deepwater Horizon war beispielsweise eine jahrelange schwache Umweltleistung der Ölgesellschaft vorausgegangen.

Ereignet sich eine Katastrophe, gibt es nicht nur direkte Umweltkosten – es kann auch zu Umbrüchen in den Lieferketten kommen. Beispielsweise werden bestimmte umweltschädliche Motoren nicht mehr produziert. Unternehmen, die weiterhin ältere Varianten verwenden und diesen Veränderungen nicht Rechnung tragen, müssen sich auf hohe Entwicklungs- und Wartungskosten einstellen.

Die Regulierung schafft einen Rahmen aus Vorschriften für Unternehmen und gibt einen Zeitplan vor, dessen Umsetzung die Anleger genau verfolgen können. Das gilt insbesondere für Umweltbelange, wo die Regulierung auf das wachsende Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Problematik reagiert. Nehmen wir zum Beispiel die neuen Vorschriften der International Maritime Organisation (IMO) für die globale Handelsschifffahrt: Ab 2020 senkt die IMO den zulässigen Schwefelgehalt von Schiffskraftstoffen von 3,5 Masse % auf 0,5%. Wie Unternehmen darauf reagieren, liefert nicht nur Einblicke in deren ESG-Engagement, sondern auch in die Qualität ihrer Geschäftsführung. Einige Schifffahrtsgesellschaften stellen sich bereits auf die neuen Vorschriften ein, andere nicht, was früher oder später erhebliche Kosten nach sich ziehen wird.

Forscher am Imperial College haben herausgefunden, dass der Klimawandel die Fremdkapitalkosten in Industrieländern nach oben treibt5.

Soziale Faktoren spielen eine immer größere Rolle bei der Beurteilung derKörpersprache von Unternehmen. Die Risiken treten aber immer deutlicher zutage. Die Unternehmen sind unter Druck, sie müssen für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen sorgen und die Löhne für Niedrigstverdiener anheben. Bei Unternehmen mit geringen Margen und einer großen Mindestlohnbelegschaft könnte sich dieser Wandel letzten Endes erheblich auf die Gewinne auswirken. Unternehmen mit schlechten Arbeitnehmer-/Arbeitgeberbeziehungen oder solche, die nichts gegen Missstände wie Diskriminierung unternehmen, riskieren nicht nur teure Personalstreits, sondern gefährden auch den Wert und Ruf ihrer Marke, vor allem, wenn negative Schlagzeilen durch soziale Medien multipliziert werden – Ryanair zum Beispiel kann ein Lied davon singen. Andere fallen durch ihren Umgang mit ihren Benutzern in Ungnade, wie etwa Facebook.

Auf das richtige Maß kommt es an

Ein Großteil der industriellen Revolution hing mit der Entwicklung präziserer Messgeräte zusammen – der Weg für ESG-Investments wird durch bessere Möglichkeiten zur Quantifizierung der drei verschiedenen Faktoren frei gemacht.

Was für ESG-relevante Informationen Unternehmen offenlegen und wie, ist nicht einheitlich, aber der Trend geht in Richtung größerer Transparenz, auch wenn nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Diese zunehmende Transparenz wiederum hat zur Herausbildung einer ESG-Ratingbranche geführt, die von zwei großen Agenturen beherrscht wird: MSCI und Sustainalytics.

Die Beurteilungen der Ratingagenturen sind hilfreich, bedürfen aber einer kritischen Betrachtung. Die zugrunde liegenden Methodiken unterscheiden sich und sind daher nicht direkt vergleichbar. Hinzu kommt, dass die beiden Agenturen zwar im Allgemeinen zu ähnlichen ESG-Gesamtbewertungen kommen, es im Detail aber erhebliche Diskrepanzen geben kann6. Beispielsweise gibt es im Wesentlichen keine Korrelation zwischen Unternehmensführungsbewertungen im Banken- und Brokerage-Sektor.

Allgemeiner gesprochen: Ein großes Risiko in Verbindung mit dem Umstand, dass man sich zu sehr auf Agenturratings verlässt, besteht darin, dass sie in einigen Fällen nur bedingt Auskunft über die Bilanzstärke geben – mit anderen Worten, sie liefern keine zusätzlichen relevanten Informationen zu bestehenden Finanzkennzahlen. Im weiteren Sinne können geringere Korrelationen zwischen Bonitätsratings und ESG-Bewertungen hilfreich sein, tiefere Einblicke in die Zukunftsaussichten eines Unternehmens zu gewinnen7.  

Um mehr über unseren eigenen Ansatz zu erfahren, klicken Sie hier zum Weiterlesen.

Auf die Nuancen kommt es an

So wie bestimmte Finanzkennzahlen für bestimmte Branchen aussagekräftiger sind als für andere, sind es auch die ESG-Kriterien. Während also Umweltaspekte bei Ölgesellschaften ganz oben auf der Liste stehen, sind diese für Finanzunternehmen weniger von Bedeutung, wo mit den Faktoren Unternehmensführung und soziale Verantwortung viel größere Risiken verbunden sind.

Letztendlich funktionieren ESG-Investments nur, wenn damit Kapital zu Unternehmen verlagert wird, die sich langfristig weiterentwickeln. Robuste Unternehmensführung, ein Gespür für gute ökologische und soziale Praktiken sowie deren sorgfältige Umsetzung sind vielleicht schwer zu quantifizieren und erwecken daher den Eindruck, „weiche“ Faktoren zu sein, aber sie sind von entscheidender Bedeutung für die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells eines Unternehmens. 

ESG-Investments sind nicht nur eine Frage der Moral, sondern zunehmend auch eine Treuepflicht. ESG-Kriterien gewähren Einblicke in die Zukunftsaussichten eines Unternehmens, die Bilanzen und Geschäftsberichte allein nicht liefern können. Für jeden, der in Unternehmensanleihen investiert, sollte ESG im Mittelpunkt der Suche nach den Gewinnern von morgen stehen.


1) Daten von Broadridge vom 17.07.2018 zufolge war ein verwaltetes Vermögen von 126 Mrd. USD in Anleihenfonds angelegt, die im weitesten Sinne als verantwortungsvoll investierend zu bezeichnen sind, und 392 Mrd. USD in vergleichbaren Aktienfonds.
2) Meta-Analysen von 2.200 Studien belegen eine positive Korrelation zwischen ESG-Ratings und der Finanzkraft der Unternehmen bei 50 Prozent und eine negative Korrelation bei 10 Prozent. G Friede, T Busch and A Bassen, “ESG and financial performance…”, Journal of Sustainable Finance and Investment (2015), Bd. 5, Ausgabe 4.
3) Monatliche Outperformance von durchschnittlich 6,8 Basispunkten im Zeitraum 09/09 bis 04/16 basierend auf MSCI ESG-Scores (vgl. Barclays-Bericht „ESG Investing in Credit Markets“, 17.11.2016).
4) Quelle: ibid.
5) Bob Buhr et al. “Climate Change and the Cost of Capital in Developing Countries (UN Environment, 2018)” https://www.imperial.ac.uk/business-school/knowledge/finance/developing-countries-are-paying-twice-for-climate-change/
6) Korrelation von 0,57 bei Gesamt-Scores (vgl. Barclays, „ESG Investing in Credit Markets“.
7) Ibid

Über den Autor

Frédéric Salmon kam 2006 als Verantwortlicher für das Credit-Developed Markets Team zum Fixed Income-Team von Pictet Asset Management. Er ist zudem ein Mitglied des Sustainable Investment Board der Pictet-Gruppe. Vorher arbeitete er als Senior Credit Portfolio Manager bei AXA Investment Managers und als Head of Credit bei IXIS Asset Management. Zuvor war er als Fixed Income Portfolio Manager und Head of Credit bei Sogéposte SA, die zur IXIS Gruppe gehört, tätig. Frédéric Salmon erwarb an der Universität Paris II ein Diplom in Finanzwissenschaften und an der Universität Paris XIII den Master in Betriebswirtschaft. Er hat auch ein Diplom der SFAF (Société Française des Analystes Financiers).

Über Pictet Asset Management 

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 163 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Telefon: 069-79 5009 1224
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Klimaschutz-Anleihen sind gefragt wie nie: Drei Jahre Erfolgsgeschichte Raiffeisen-GreenBonds

Green Bonds zur Finanzierung von Klima- und Umweltschutzprojekten verzeichnen weiterhin ein starkes Wachstum. Selbst China, einer der Haupt-Umweltsünder der letzten Jahrzehnte, gibt inzwischen das Ziel „Make our sky blue again“ aus. Green Bonds bieten gegenüber herkömmlichen Anleihen neben den Zinskupons einen zusätzlichen Nutzen: Das Mitfinanzieren einer lebenswerten Umwelt ist eine Art „Zusatzdividende“, für die Investoren wie für den gesamten Planeten. Im Raiffeisen-GreenBonds wird zusätzlich auch auf die Nachhaltigkeit der Emittenten geachtet – das ist auch bei Green Bonds (noch) keinesfalls selbstverständlich.

Gezieltes Klimaschutz-Investment

Green Bonds sind Anleihen, mit denen Umwelt- und Sozialprojekte finanziert werden, z. B. erneuerbare Energie, sauberes Wasser, energie-effizientere Gebäude und dergleichen. Diese Anleihen werden zunehmend auch von Unternehmen und Geschäftsbanken begeben, nicht mehr nur von öffentlichen Institutionen. Die 2014 von den großen Emissionshäusern definierten „Green-Bond-Principles“ sollen für Investoren sicherstellen, dass Green Bonds tatsächlich dem Klima- und Umweltschutz dienen.

Bei Verzinsung, Performance und Bewertung unterscheiden sich Green Bonds bislang faktisch nicht von herkömmlichen Anleihen derselben Emittenten. Investoren können damit gegenwärtig ohne Renditenachteile einen Beitrag zum Klimaschutz und zu nachhaltigem Wirtschaften leisten. In einigen Ländern, wie z. B. Frankreich, wird vom Gesetzgeber verstärkt darauf hingewirkt, dass beispielsweise Pensionskassen vor allem – und eines Tages vielleicht ausschließlich – nachhaltige Kapitalanlagen tätigen. Gleichwohl muss angemerkt werden, dass auch ein Investment in Green Bonds mit Risiken verbunden ist, wie z. B. dem Downgrade- oder Ausfallsrisiko.

Raiffeisen-GreenBonds: Vorreiter in mehrfacher Hinsicht

Der Raiffeisen-GreenBonds ist nicht nur einer der ersten zum Vertrieb zugelassenen Green-Bond-Fonds. Er setzt auch qualitativ Maßstäbe. Denn das Fondsmanagement schaut nicht nur sehr genau auf die konkreten Projekte hinter den einzelnen Green Bonds, sondern auch auf die Nachhaltigkeit der Emittenten. Das ist in der Branche keineswegs selbstverständlich! Die Emittenten müssen Kriterien nachhaltigen Wirtschaftens erfüllen, was mittels des sogenannten ESG-Scores1 gemessen wird. Hinzu kommen bestimmte Ausschlusskriterien. Beispielsweise sind Menschenrechtsverletzungen, Kinderarbeit, Korruption, Atomenergie oder Nuklearwaffen mit dem Nachhaltigkeitsgedanken unvereinbar.

Mit diesen zusätzlichen Kriterien geht der Fonds deutlich über das hinaus, was derzeit als Bedingung für die Aufnahme in den Bank of America – Merrill Lynch Green Bond Index vorgeschrieben ist. Aufgrund der strikten, unverfälschten Nachhaltigkeits-Kriterien werden rund 30% der aktuell im Index enthaltenen Anleihen nicht berücksichtigt. Das verbleibende Investmentuniversum ist aber ausreichend groß, liquide und vielfältig und es wächst weiter an.

Eine weitere Besonderheit beim Raiffeisen-GreenBonds: Das Nachhaltigkeitsteam steht in kontinuierlichem Dialog mit Green-Bond-Emittenten und Unternehmen zum Thema Nachhaltigkeit. Damit gibt es eine beiderseitig nutzbringende Feedback-Schleife. Der Fonds hat keineswegs von ungefähr zuletzt erneut das FNG-Nachhaltigkeitssiegel mit der Höchstnote von drei Sternen erhalten.

Die nachgewiesene hohe Qualität wird auch von Investoren honoriert. Im Raiffeisen-GreenBonds, sowie faktisch deckungsgleich gemanagten Mandaten, werden inzwischen rund 110 Mio. Euro verwaltet, Tendenz weiter steigend.

Nachhaltiges Investieren - Kernkompetenz von Raiffeisen Capital Management

Derartige Anerkennung ist das Ergebnis eines langfristigen, intensiven und systematischen Aufbaus von Nachhaltigkeitskompetenz in der Raiffeisen KAG. An der Spitze des Nachhaltigkeitsteams steht mit Mag. Wolfgang Pinner einer der renommiertesten Spezialisten Österreichs auf diesem Gebiet. Die Raiffeisen KAG hat sich zudem verbindlich den Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen (UNPRI) angeschlossen.

Der Raiffeisen-GreenBonds vereint diese Nachhaltigkeitskompetenz mit unserer seit Jahrzehnten nachgewiesenen Expertise im erfolgreichen Managen von Rentenprodukten. Ein mehrstufiger, transparenter Investmentprozess sorgt für eine möglichst optimale Auswahl aus dem verfügbaren Angebot an Green Bonds, sowohl unter Nachhaltigkeitsaspekten als auch bezüglich der Anleihequalität. Die Fondsinvestments erfolgen grundsätzlich im Investmentgrade-Bereich, Sub-Investmentgrade-Anleihen sind auf maximal 10% Portfolioanteil begrenzt. Zur Risiko-Ertragsoptimierung kommen zusätzliche aktive Rentenstrategien zum Einsatz. Etwaige Fremdwährungsrisiken werden abgesichert.

Fazit

Mit dem Raiffeisen-GreenBonds können Anleger dazu beitragen, Projekte für eine lebenswerte Umwelt und für die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen unseres Planeten zu finanzieren. Mit seinem strengen Nachhaltigkeits-Investmentansatz geht er deutlich über die derzeit am Markt geltenden Green-Bonds Kriterien hinaus. Die hohe Qualität des Fonds spiegelt sich sowohl in exzellenten Nachhaltigkeits-Benotungen als auch in wachsendem Investoreninteresse wider.


1) ESG ist die englische Abkürzung für „Environment Social Governance“, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.

What's on investors' minds, in eight polls

by Philip Haddon, Head of Investment Communications at Schroders.

Voting at the Schroders Investment Conference in Venice last week revealed the views of 100 leading fund selectors from around the world on issues such as market risks, sustainability and interest rates.

Trade wars trump other risks

One of the key themes of the event was the huge impact that economic and disruptive forces are set to have on investors in the coming years. Both investment returns and economic growth are predicted to be lower, while political uncertainty remains high and technological advances are set to change the face of many industries.

We asked the gathered audience of global fund selectors in Venice on 20-21 September which issues currently concern them most from an investment viewpoint.

Right now the most pressing concern for 35% of those delegates polled is the impact of the ongoing trade wars between the US and China. This is followed by the end of quantitative easing (24%), political risk (20%) and the prospect of a sustained low growth environment.

Where next for central banks?

Moving to monetary policy, the audience was asked about what lies ahead for interest rates in the US. 55% of the audience predicted four more rate rises from the Federal Reserve (Fed). This is in line with Schroders’ team of economists who expect two more US rate hikes this year and two next year. (The poll was taken prior to the rate hike this week, when the Fed raised interest rates by 25 basis points.)

28% of delegates predicted there would only be two more, however, while 17.5% of those polled thought there would be six or more yet to come.

Looking at Europe, the delegates were asked to predict the identity of the next president of the European Central Bank after incumbent Mario Draghi retires at the end of October 2019.

From the shortlist, the most popular selection (33%) was the current head of the Bundesbank, Jens Weidmann. Second in the polling (and the tip of Schroders’ Chief Economist Keith Wade) was Erkki Liikanen, the former head of the Finnish central bank. Francois Villeroy de Galhau (Head of Banque de France) and Christine Lagarde (Head of the IMF) received 19% and 16% of the votes respectively.

Sussing out sustainability

Sustainable investing is an ever-more prominent theme among investors. Rather than a niche pursuit, it is becoming the new normal.

Indeed, polling showed that 49% of investors in Venice already invest sustainably, with a further 26% considering doing so. However, a third of those polled do not currently invest sustainably and are not considering it yet.

Having a positive impact is not enough; as ever, performance is key for professional investors tasked with getting the best possible returns for their clients.

Indeed, the main reason (cited by 32% of the audience) stopping them from upping their investments in sustainable products is the concern that they may not deliver as good a return as non-sustainable products.

Greater clarity from fund managers on their approach is needed, as 32% of delegates said they are not investing more because of the lack of information on how sustainable fund managers are engaging with the companies they invest in. 

Meanwhile, 23% said they were not investing more in sustainable products because of the limited number available.

Digging a little deeper into company engagement, we asked the audience which areas they think are most important. Climate change came out on top (33%), followed by “pollution from operations” (21%), treatment of workers (18%) and ending bribery & corruption (18%).

You can find out more about Sustainability at Schroders here.

Leaning towards liquid

It’s not just sustainable investing that is moving up investors’ agendas. Liquid alternatives are also an increasingly important part of professional investors’ portfolios. These products are often hedge fund-type strategies which perform differently to traditional investments and aim to provide investors with diversification and downside protection.

Currently, allocations to such strategies among the investors polled in Venice are low. For 71% of attendees, they make up less than 10% of their total portfolios.

However, this is set to change as 57% expect their allocation to increase in the next 12 months.


This article has first been published on schroders.com.

Zuflüsse in Industriemetalle nehmen trotz des Handelsstreits zwischen den USA und China wieder zu

Trotz des anhaltenden Säbelrasselns erholen sich die Zuflüsse in Industriemetalle auf ein 15-Wochen-Hoch, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Gold-ETPs kam es im Vorfeld der Sitzung der Federal Reserve die zweite Woche in Folge zu Abflüssen. Die Anleger verringerten im Zuge der zunehmenden Brexit-Risiken die Positionen bei Long-EUR-/Short-USD-ETPs.

Die Zuflüsse in Industriemetall-ETPs (A0SVX7) stiegen auf ein 15-Wochen-Hoch. Die Anleger scheinen der Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China wenig Beachtung zu schenken, da es bei Industriemetall-ETPs mit 45 Mio. USD zu den höchsten Zuflüssen in 15 Wochen kam. Der Bloomberg Industrial Metals Sub-Index legte vergangene Woche um 5,8 Prozent zu, was darauf hindeutet, dass sich die Anleger mittlerweile damit abgefunden haben könnten, dass die bilateralen Handelsgespräche zwischen dem weltweit größten Industrieland (USA) und dem weltweit größten Schwellenland (China) einen langwierigen Prozess darstellen dürften. Zwar wurden bislang nur wenige Fortschritte erzielt. Dennoch finden die Anleger Trost in der Tatsache, dass die USA nach wie vor zu Verhandlungen bereit sind. Letzte Woche kündigte Präsident Trump an, dass chinesische Waren im Wert von 200 Mrd. USD unmittelbar mit Zöllen in Höhe von 10 Prozent belegt würden, die bis Ende des Jahres auf 25 Prozent angehoben würden. Die Sorgen der Anleger wurden durch die niedrigen anfänglichen Zölle gemindert, die ebenfalls als Basis für weitere Verhandlungen seitens der US-Regierung aufgefasst wurden. Im Gegenzug kündigten die Behörden in China eine Reihe von Maßnahmen zur Öffnung der chinesischen Märkte für ausländische Waren an. Zudem deuteten die offiziellen Stellungnahmen darauf hin, dass keine weitere Abwertung des Yuan toleriert würde. Nach der Einführung der letzten Runde an Handelszöllen unterliegen nur rund 12 Prozent der US-Importe höheren Zöllen, und die durchschnittliche Zollerhöhung für alle Importe beträgt lediglich etwa 1,6 Prozent. Dies dürfte sich unseres Erachtens nur begrenzt auf das allgemeine BIP-Niveau beider Volkswirtschaften auswirken. China wirkt etwaigen wirtschaftlichen Folgen der Zölle zudem mit geldpolitischen Stimulusmaßnahmen entgegen. 

Die Zuflüsse in Nickel-ETPs (A0KRJ4) nehmen an Fahrt auf und erreichen mit 18 Mio. USD ein 6-Wochen-Hoch. Die Verbreitung von Elektrofahrzeugen sowie der damit verbundenen Reinluft-Batterietechnologie scheint die Nachfrage nach Nickel zu beflügeln. Zwar entfielen laut Angaben der International Nickel Study Group (INSG) lediglich 3 Prozent der gesamten Nickelnachfrage im Jahr 2017 auf Batterien. Dieser Wert dürfte allerdings zunehmen, da Nickel aufgrund der günstigen Eigenschaften des Metalls verstärkt bei der Batterieherstellung zum Einsatz kommt. Der deutliche Anstieg der Neuwagenzulassungen in der Europäischen Union (EU) im Juli (+10,5 Prozent) und August (+31,2 Prozent) verlieh den Nickelpreisen ebenfalls Auftrieb.

Bei Gold-ETPs (A0LP78) kam es im Vorfeld der Sitzung der Federal Reserve die zweite Woche in Folge zu Abflüssen. Die Anleger zogen 26,3 Mio. USD aus Gold-ETPs ab, da die Zinsentscheidung in den USA diese Woche im Mittelpunkt steht.    

Die Anleger verringerten im Zuge der zunehmenden Brexit-Risiken das Exposure bei Long-EUR-/Short-USD-ETPs um 24,4 Mio. USD. Die Wahrscheinlichkeit eines harten Brexit nahm vergangene Woche zu, da die britische Premierministerin Theresa May und die führenden EU-Politiker auf dem Gipfeltreffen in Salzburg nur wenige Fortschritte erzielten. Die EU wünscht eine Zollgrenze in der Irischen See zwischen Nordirland und dem Rest des Vereinten Königreichs. Diese Forderung wurde aber bereits in der Vergangenheit von May zurückgewiesen.

„Nur noch eine weitere Zinserhöhung der Fed“

Ab morgen tagt die amerikanische Notenbank und Carl Eichstaedt, Portfoliomanager bei der auf Anleihen spezialisierten Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset Management, ist der Meinung, dass die Fed in diesen Tagen nur noch eine weitere Zinserhöhung bekanntgeben wird: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass das September-Meeting der US-Notenbank zu einer Pause des Zinserhöhungszyklus führen wird. Das würde vor allem die Schwellenländer aufatmen lassen und dort vielleicht sogar für eine ‚Erleichterungs-Rally’ sorgen.“

Schwellenländer stehen seit Anfang des Jahres unter Druck, seit sich die Märkte vor den Auswirkungen eines möglichen Handelskrieges fürchten und der US-Dollar an Stärke gewonnen hat. „Insbesondere Schwellenländer-Währungen haben seit Jahresbeginn herbe Verluste verbuchen müssen und Investoren haben sich zunehmend von der Anlageklasse verabschiedet“, erklärt Eichstaedt. Der Fondsmanager des Legg Mason Western Asset US Core Plus Bond Fund glaubt jedoch, dass sich der Druck auf die Schwellenländer lindern würde, wenn der Zinserhöhungszyklus in den USA zu einem Ende käme – für ihn ein Szenario, dass schneller eintreten könnte, als von den Märkten antizipiert. „Wir sind der Überzeugung, dass das letzte Fed-Protokoll einen eher gemäßigten Tenor hatte. Deshalb rechnen wir mit einem weiteren Zinsschritt in diesem Monat, womit der Erhöhungzyklus dann aber auch zu einem Ende kommen könnte“, führt Eichstaedt weiter aus.

Entscheidend sei aber natürlich das Protokoll des September-Meetings – vor allem, ob die Fed das Wort „accomodative“ aus ihrer Erklärung streicht, was das Signal dafür wäre, dass vorerst keine weiteren Zinsschritte zu erwarten sind. „Wir glauben nicht an eine weitere Erhöhung der US-Zinsen im Dezember, sondern stattdessen an eine Rally am vorderen Ende der Zinskurve – und davon würden sowohl die Schwellenländer als auch Unternehmensanleihen profitieren“, erklärt Eichstaedt. Der erfahrene Fondsmanager, der seit 1994 für die Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset arbeitet, betont zudem, dass Schwellenländeranleihen bereits überproportional großen Raum im Risikobudget seines Teams einnehmen. „Vergleichen wir die aktuelle Krise in den Schwellenländern mit vorherigen, wird deutlich, dass sich die dortigen Märkte aktuell in einer komplett anderen Situation befinden. Sie sind deutlich weniger von US-Dollar-Schulden abhängig und nirgends sind strukturelle Probleme zu erkennen, wie es bei vorherigen Krisen der Fall war“, betont der Fondsmanager des Legg Mason Western Asset US Core Plus Bond Fund noch einmal. „Für uns bedeutet das: Schwellenländern sind für Anleger so attraktiv wie nie zuvor – auch wenn es natürlich nach wie vor spezifische Risiken gibt.“

Als Beispiel für solche Risiken nennt Eichstaedt die Türkei oder Argentinien: „Die Türkei hat die Zinsen wie erwartet auf 24 Prozent angehoben und auch in Argentinien versucht man das Richtige zu tun, wobei das noch nicht von Erfolg gekrönt ist.“ Daher favorisiert das Team um Eichstaedt aktuell auch Mexiko, Brasilien, Russland und Indonesien für das Portfolio des Legg Mason Western Asset US Core Bond Fund. „Viele Abstürze in den Schwellenländern waren eindeutig zu tief. Der mexikanische Peso ist so ein Beispiel. Er ist auf der Rangliste der liquiden Währungen weltweit auf Platz neun. Russland ist für uns hingegen aufgrund der Bewertungen attraktiv. Dort werden Anleger für die Risiken, die sie eingehen, mehr als entschädigt“, schließt Eichstaedt ab.

Über Legg Mason

Das Motto von Legg Mason lautet „Investing to Improve LivesTM“. Ziel ist es, Anlegern weltweit dabei zu helfen, bessere Ergebnisse bei der Geldanlage zu erzielen und ihnen dafür ein breiteres Spektrum an Investitionsstrategien, Anlegevehikeln sowie Zugang zu unabhängigen Investmentmanagern mit einer breiten Expertise bei Aktien, Anleihen, alternativen und liquiden Investments anzubieten. Insgesamt verwaltet Legg Mason ein Vermögen von 637 Milliarden US-Dollar (Stand: 30. Juni 2018). Wenn Sie mehr über Legg Mason und seine Tochtergesellschaften erfahren möchten, schauen Sie auf der web site oder im newsroom vorbei oder folgen Sie Legg Mason auf LinkedInTwitter, oder Facebook.

Back-To-School-Season macht Sommer für US-Einzelhändler zu zweitem Weihnachten

US-Einzelhändler dürften sich knapp vor Schulstart wieder auf eine umsatzstarke Sommersaison freuen. Denn in den Sommerferien statten zahlreiche Eltern ihre Kinder für den Schulbeginn mit Büchern, Heften, Schreibmaterial, Smartphones, Laptops und Kleidung aus und lassen die Kassen der Händler klingeln. Die sogenannte „Back-To-School-Season“ spielt in den USA eine wichtige Rolle und gilt als zweitstärkster Umsatzbringer nach dem Weihnachtsgeschäft.

Der Präsident der National Retail Federation (NRF) Matthew Shay erwartet für heuer dank des soliden Verbrauchervertrauens ein sehr starkes Back-To-School-Geschäft. Laut einer von der NRF in Auftrag gegebenen Studie dürften US-Familien 27,5 Milliarden Dollar ausgeben. In den vergangenen zehn Jahren gab es laut dem Handelsverband nur zweimal noch höhere Ausgaben, nämlich im Jahr 2012 (30,3 Mrd.) und im Jahr 2017 (29,5 Mrd.).

Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Deloitte kommt zu ähnlichen Ergebnissen und einem geschätzten Marktvolumen von 27,6 Mrd. Dollar. 15,1 Mrd. und damit der größte Teil der Ausgaben dürfte laut der Studie auf Kleidung entfallen, gefolgt von Schulmaterial (6,0 Mrd.), Computern (3,7 Mrd.) und anderen elektronischen Geräten wie Tablets oder Smartphones (2,8 Mrd.)

Größte Ausgaben im Nordosten der USA, klassische Händler weiter vor Online-Shops

Deutliche Unterschiede im Kaufvolumen gibt es laut der Deloitte-Studie je nach Region. Während im Nordosten der USA die Ausgaben bei durchschnittlich 568 Dollar pro Haushalt liegen und im Westen bei 513 Dollar, kommen der mittlere Westen (493 Dollar) und die südlichen Bundesstaaten (488 Dollar) auf niedrigere Werte als der US-Schnitt (510 Dollar).

Traditionelle Geschäfte dürften dabei weiter beliebt sein: 57 Prozent der geplanten Ausgaben wollen Eltern in Geschäften tätigen, nur 23 Prozent sollen über Online-Shopping abgewickelt werden. Bei 20 Prozent ihrer geplanten Ausgaben waren die 1.200 von Deloitte befragten Haushalte zum Zeitpunkt der Umfrage noch unschlüssig.

Noch deutlich stärker fällt die Back-To-School-Season ins Gewicht, wenn man auch die Einkäufe für College-Studenten mitberücksichtig. Die Ausgaben für den Hochschul-Start dürften heuer auf einem Rekordniveau liegen, erklärt NRF-Präsident Shay.  Laut der vom Handelsverband bei Prosper Insights and Analytics in Auftrag gegebenen Studie dürften die Ausgaben für Schüler und Studenten gemeinsam heuer bei 82,8 Mrd. Dollar liegen und damit die 83,6 Mrd. vom Vorjahr nur knapp verfehlen.

Die größte Änderung im Kaufverhalten erwartet Shay vom Elektronik-Bereich. Laptops, Tablets und Smartphones gehören mittlerweile selbstverständlich zu jedem Haushalt, Eltern warten hier mit der Anschaffung nicht mehr auf den Schulstart, so der NRF-Präsident. Zunehmen dürfte hingegen der Einfluss der Kinder auf das Kaufverhalten ihrer Eltern. Dank Social Media und anderer Kanäle sind Kinder zunehmend besser informiert und auch selektiv, so Shay.


Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Chinesische Unternehmen trotzen dem Handelskrieg

Gemessen am nominalen BIP ist China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Im Laufe des kommenden Jahrzehntes soll das Land die Vereinigten Staaten überholt haben. Bezogen auf die Kaufkraft hat China die USA sogar bereits übertroffen. Im Vergleich zwischen den relativen Bevölkerungsgrößen der beiden Länder scheint dies jedoch selbstverständlich.

Das Ertragsniveau chinesischer Konsumenten steigt weiter an, was ihnen erlaubt mehr Geld ausgeben zu können - sowohl im In- als auch Ausland. Im Jahr 2018 dürfte das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik primär durch das Einkommenswachstum und dem Wunsch nach hochwertigen Qualitätsprodukten angetrieben werden. Die Angst vor einer möglichen Abkühlung des Marktes spielt dabei gegenwertig keine Rolle. Dies spiegelt sich derzeit auch in den chinesischen Aktien von gelisteten Unternehmen wider, die momentan zu den beliebteren Investitionsobjekten zählen.

„Trotz der Fortschritte Chinas auf dem Weg zu einer marktorientierten Wirtschaft werden Unternehmen oder Sektoren, die im Zentrum der nationalen Wirtschaftssicherheit stehen oder von nationaler Bedeutung sind, weiterhin unter staatliche Kontrolle gestellt,“ sagt Martin Lau, Managing Partner bei First State Stewart Asia, an. „Auch in Zukunft wird die chinesische Regierung eine größere Rolle bei wirtschaftlichen Entscheidungen des Landes spielen. Das Ziel: Die Marktmacht soll in einigen wenigen einheimischen Unternehmen gebündelt werden, damit diese ‚Mega-Firmen‘ in der Lage sind, mit internationalen Wettbewerbern zu konkurrieren.

Auf den ersten Blick sieht dies nach einem Rückschritt aus. Jedoch ist das Durchsetzen marktorientierter Reformen im staatlichen Sektor durch gemischte Eigentumsverhältnisse eine positive Entwicklung. Auf diesem Weg kann der Privatsektor bewährte Praktiken der Unternehmensführung etablieren, die Entscheidungsfindung beeinflussen, die Effizienz steigern und die Erträge der Aktionäre verbessern. Gleichzeitig erhält der Staat nützliche Zinsen.

Erste Resultate zeigen sich bereits: Die Marktkonsolidierung hat zu Kosteneinsparungen und weiteren Synergien geführt, während die Verkäufe von Assets die Produktivität erhöht haben. Im vergangenen Jahr meldeten Chinas bedeutendste Staatsunternehmen, welche ein geschätztes Gesamtvermögen von rund 9 Billionen US-Dollar haben, Profite in Rekordhöhe und ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 15 Prozent – das höchste in fünf Jahren.

Zum Jahresbeginn wurde es aus unserer Sicht zunehmend schwieriger Qualitätsunternehmen zu einem angemessenen Kurs zu kaufen, da die Marktrally chinesische Aktienbewertungen angetrieben hat. An der Börse in Shanghai gelistete Blue-Chips waren besonders gefragt. Insbesondere die augenscheinliche wirtschaftliche Erholung und die Aussicht auf eine Aufnahme von auf Renminbi lautende Aktien in MSCI-Indizes haben die Situation begünstigt. Wir profitierten derzeit von Gewinnen aus vorteilhaft bewerteten Aktien und verwenden liquide Mittel für Investitionen in qualitativ hochwertige und gut geführte Unternehmen, die an den Börsen in Hongkong und Taiwan notiert sind.

Der Margendruck auf Mid- und Downstream-Unternehmen hat sich unseres Erachtens aufgrund eines starken Anstiegs der Rohstoffpreise intensiviert. Vor diesem Hintergrund zeigen vor allem Unternehmen mit starken Marken eine gute Entwicklung, die diese Kosten verkraften.

An der Oberfläche sieht es so aus, als wäre China durch einen Handelskrieg stärker gefährdet als die USA. Heute ist die chinesische Wirtschaft jedoch weniger abhängig von Exporten. Infolge steigender Einkommen und dem Bestreben, die Wirtschaft wieder ins Gleichgewicht zu bringen, trägt der Binnenkonsum derzeit am stärksten zum chinesischen Wirtschaftswachstum bei. Die von den USA erlassenen Einfuhrzölle auf über 800 chinesische Waren1, die bereits Anfang Juli in Kraft getreten sind, machen allerdings nur einen Bruchteil des chinesischen BIP und wenige Prozent des Gesamtexportes des Landes aus. Unserer Ansicht nach könnten amerikanische Strafzölle gegen China – und umgekehrt – das weltweite Handelsvolumen senken. Dies gilt nicht nur für China, sondern würde auch zu einem gedämpften Geschäftsklima und Investitionen auf den globalen Märkten führen.“


1) Bloomberg, 06.07.2018

ESG Responsible Investments and Sustainable Finance, from Niche to Mainstream?

ESG / SRI Investments is gaining momentum during the last years. The ESG / SRI market grows at a stable pace the last years - in terms of assets under management, number of ESG relevant funds, number of Asset Owners and Asset Managers that integrate ESG factors into their investment strategies as well as the number of UN PRI Members. Moreover the mainstream global and European market leaders of the global investment industry started gradually to commit to ESG products, since they see the growing market trend in this relative new investment segment. 

ESG vs Mainstream Investing

Why should investors integrate ESG Metrics into their investment strategy and why could an ESG investment approach offer a potentially better Return on Investment (ROI)?

  • ESG market in terms of assets under management, new funds, new market players is growing during the last years and there is an ongoing positive trend
  • ESG funds perform generally well and, in some cases, outperform in comparison to mainstream funds
  • The policy at EU level (Sustainable Finance Legislative Package) but also at the national level (initiatives in France, Netherlands, Luxemburg, Germany etc.) support Sustainable Finance and ESG Investments as a topic, encouraging a sustainable way of investing. The national Financial Supervisory Authorities in various EU member states started already survey investors, insurance firms and asset managers on ESG investing.
  • ESG metrics provide the possibility to identify gaps in corporate governance, potential regulatory (also litigation), reputation, environmental, social, operational, market, sectoral and other risks, as well as vulnerabilities in companies that financial KPIs do not show
  • ESG criteria provide the chance to evaluate and analyse the non-financial KPIs and how sophisticated the company’s strategy is
  • ESG is more suitable for mid-term and long-term strategy

After the positive signal of the Paris Agreement on Climate Change by a vast majority of states and despite the negative signals on the topic by the Trump Administration, the policy side, especially in the EU, is willing to support and boost the topic of sustainable finance and responsible investments by proposing new regulation. The EU can be proud that it is ahead of the USA regarding the topic and far ahead of Asia. But how will the new EU Sustainable Finance Initiative, and the relevant proposed legislative sustainable finance package proposed by the European Commission, impact the investment industry? Is the new proposed EU regulatory framework enough to boost the ESG investment market or do we need more than that? 

In May 2018 the Commission presented a package of measures as a follow-up to its action plan on financing sustainable growth. The package includes three proposals aimed at:

  • A unified EU classification system (taxonomy) of ESG relevant investors, asset managers and funds establishing an EU-wide classification system of sustainable economic activities and setting the basis for the establishment of common standards. 
  • Investors and asset managers’ duties and disclosures. The proposed regulation will introduce consistency and clarity on how institutional investors integrate environmental, social and governance (ESG) factors in their risk processes, how their investments relate to ESG factors and targets, and explain how they comply with these. 
  • Introducing carbon footprint for investors and asset managers creating a new category of benchmarks which will help investors compare the carbon footprint of their investments.
  • Inform and advise better clients (esp. individuals) about ESG factors regarding investment process and decision. The aim is to amend Delegated Acts under the Markets in Financial Instruments Directive (MiFID II) and the Insurance Distribution Directive.

The European Parliament and Council will review the proposals before the final texts are agreed upon, which is expected in early 2019. Member states then have two-years to implement the proposed legislation.

The Gap in ESG

In this growing market, ESG is not yet regulated and there are no commonly recognized international standards about which funds and products can be considered as 'ESG relevant', which asset management firms can be considered 'ESG asset managers', and which persons at the asset management firms can be considered to have the expertise to be called 'ESG portfolio and fund managers'. It is thus relatively easy at the moment to name a fund ESG. Therefore, at the moment, there is a gap and a risk in the ESG industry, that should be mitigated and solved as soon as possible.

The membership of an investor or asset manager at the United Nations Principles for Responsible Investment Initiative (UN PRI) is the minimum but cannot be considered anymore as enough condition an Investor or Asset Manager to be called ESG relevant. There is a need for regulation and adoption of common international standards. The proposed EU legal framework on sustainable finance is contributing to that direction but it will take time, it will be valid only in EU, and it does not solve the problem of necessary standardisation of the industry. It must also be discussed and clarified which of the existing and applied ESG investment strategies (exclusion, inclusion, best in class, norms-based screening, ESG integration, sustainability-themed investing, corporate engagement/shareholder activism, impact investing) are accepted and recognised as equally ESG relevant. Not all are equally complex, not all apply the same criteria and processes, and not all lead to the same results. For example, a fund that integrates only the governance factor in its investment strategy or just excludes (exclusion investment strategy) a few sectors (e.g. defence, gaming industries) from its investment universe is not at the same level as a fund that strictly integrates all three ESG factors in its investment strategy. At the moment, though, both are considered equally ESG funds.

The policy initiatives at EU level (recent proposed packaged on sustainable finance) or national level in various EU member states support Sustainable Finance & ESG Investments. The good performance of quite a few ESG funds the last years, as well as the economic changes and trends in the real economy in various sectors regarding the three elements of ESG (Environment, Social, Governance) confirm positive signals and provide good cases, which could potentially contribute to a shift to a more ESG Investment Philosophy:
The transition to the use of more clean energy and less fossil fuels, the gradual growth of sharing mobility and electric mobility (electric cards, electric bikes), the adoption of the concept of smart cities by more and more cities, the digitalization of the state, the cities and the corporate world, the shareholders positive activism is adopted more and more, and also the gradual understanding by the corporations, investors and banks that a transparent and well-functioning corporate governance scheme is important for the minimization of the risks, performance and growth. The same is valid for the gender diversity allowing the company to be a good workplace for its employees and all its stakeholders. The firm is considered part of the society and should think not only of the shareholder value but of the stakeholder value.

The ESG Investment market is still a niche with a positive trend to become potentially and gradually a more mainstream segment - under the conditions of appropriate regulation and adoption of well-defined common international standards on which funds can be considered as ESG relevant, in order to avoid the potential risk of a new ESG this time market “bubble”.


References:

by Yannis Salavopoulos, Managing Director, Global Sustain GmbH, Group Head. Int. Affairs, ESG/SRI Market Intelligence Experts, Guest Lecturer, SRH Berlin Int. Management University.

Global Sustain Group / Global Sustain GmbH is organising for 3rdconsecutive year in cooperation with Forum for Responsible Investment (FNG – the leading Association for ESG Investments in Germany, Austria, Switzerland & Lichtenstein), Investment Bank Berlin (IBB) and International Bankers Forum (IBF) the 3rd ESG Responsible Investments, Green Finance & Brands Forum 2018 in Berlin on 26.9.2018 with the motto this year “ESG, from Niche to Mainstream?”.

In die Städte von morgen investieren

Unser neuester Themenfonds zielt darauf ab, das große Wachstumspotenzial von Unternehmen zu erfassen, die intelligente Lösungen für die Herausforderungen der Urbanisierung finden, erklärt Ivo Weinöhrl, Senior Investment Manager bei Pictet Asset Management.

Was ist Pictet-SmartCity?

Pictet-SmartCity ist ein neuer globaler Themen-Aktienfonds, der auf den starken Trend der Urbanisierung setzt. Er strebt ein langfristiges Kapitalwachstum an, indem weltweit in Unternehmen investiert wird, die an der Entwicklung der Zukunft der Städte mitwirken.

Diese Unternehmen sind hauptsächlich, jedoch nicht ausschließlich in den folgenden Bereichen tätig: Mobilität und Transport, Infrastruktur, Immobilien, nachhaltiges Ressourcenmanagement und Förderung von Technologien und Dienstleistungen, welche die Entwicklung intelligenter und nachhaltiger Städte unterstützen.

“Städte müssen sich anpassen, um die schnell wachsende Bevölkerung aufzunehmen und gleichzeitig die damit verbundenen Umweltauswirkungen zu reduzieren. Wir glauben, dass sich dadurch ausgezeichnete Investmentchancen für Anleger ergeben könnten.”
– Ivo Weinöhrl, Senior Investment Manager

Warum in die Städte der Zukunft investieren?

Die Welt zieht in die Stadt. Heute leben 55 Prozent der Weltbevölkerung in Städten. Bis 2050 geht man davon aus, dass dieser Anteil 70 Prozent erreicht. Städte sind Wachstumsmotoren. Sie sind für fast 80 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) verantwortlich - aber auch für 70 Prozent der globalen Treibhausgase. Entsprechend schlecht ist häufig die Luftqualität.

Die Städte müssen intelligente Lösungen finden, um den Bedürfnissen ihrer Bürger gerecht zu werden und deren Lebensqualität zu verbessern.

Video: SmartCity – vom Pionier bei Themenanlagen

Welche Lösungen gibt es für die Herausforderungen der Urbanisierung?

Innovative Unternehmen entwickeln neue Ideen und Technologien, um zu verändern, wie Städte gemanagt werden, Umweltverschmutzung zu reduzieren, Ressourcen effizienter zu nutzen oder die Gesundheits- und Sozialstrukturen zu verbessern. Wir sehen starkes Wachstumspotenzial bei Unternehmen, die dazu beitragen, unsere Städte besser und nachhaltiger zu planen, zu gestalten und nutzbar zu machen.

Warum in Pictet-SmartCity investieren?

1. Langfristiges Wachstumspotenzial

Wir glauben, dass das Thema SmartCity  eine große Investmentchance mit einem Anlageuniversum von derzeit fast 4 Billionen US-Dollar darstellt, wobei aller Voraussicht nach weiteres Wachstum zu erwarten ist.

2. Nachhaltige Städte

Obwohl die Städte bedeutende Verursacher von Umweltverschmutzung sind, verfügen sie durch ihre Dimension und Dichte auch über ein großes Potenzial zur effizienteren Nutzung von Ressourcen. Die Bereitstellung nachhaltiger Lösungen und Dienstleistungen zur Unterstützung einer langfristigen Stadtentwicklungsplanung wird immer mehr zu einer Schlüsselkomponente der globalen Agenda in Industrie- und Schwellenländern.

3. Hochaktiver Ansatz mit intelligentem Reinheitsfilter

Unser zukunftsweisender Anlageansatz ist der Schlüssel zu unserem Erfolg mit thematischen Aktienfonds. Bei der Zusammenstellung des Portfolios wenden die Investmentmanager einen aktiven Anlageansatz an, der speziell für Themenaktien entwickelt wurde. Jeder unserer Investmentspezialisten, alles Experten auf dem jeweiligen Fachgebiet, führt eine eigene detaillierte Analyse durch – Unternehmen für Unternehmen, um die vielversprechendsten Anlagemöglichkeiten zu finden. Die Manager wenden einen strengen Reinheitsfilter an, indem sie ermitteln, welcher Umsatzanteil in urbanen Gebieten generiert wird, damit nur die Unternehmen ausgewählt werden, von denen wir glauben, dass sie die Wachstumschancen aus diesem Trend am besten nutzen.

Warum Pictet Asset Management für Themenanlagen?

SmartCity ist das neueste Thema von Pictet Asset Management, einem zukunftsweisenden und führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Themenstrategien. Mit über 20 Jahren Erfahrung in Themenanlagen sind wir der Überzeugung, dass der thematische Ansatz eine Strategie der Zukunft ist.

Sein Potenzial erkannten wir schon in den Neunzigerjahren, als wir als einer der ersten Vermögensverwalter ein Biotechnologieprodukt auf den Markt brachten.

Es folgte schon bald unsere Strategie "Wasser", die nach wie vor zu den wenigen gehört, die sich dieser einzigartigen Ressource widmen. In den darauffolgenden Jahren haben wir ein umfassendes thematisches Angebot mit 14 Produkten entwickelt, das unter anderem so vielfältige Branchen wie Holz, Robotik und Gesundheit umfasst und unseren Investoren den Zugang zu einer beliebigen Anzahl der von Megatrends präsentierten dauerhaften Investmentchancen bietet.

Um mehr zu erfahren, laden wir Sie zu unserem SmartCity-Webcast am Mittwoch, 26. September ein.

Weitere Informationen zum Pictet - SmartCity.


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Über Pictet Asset Management 

Pictet Asset Management ist seit über 20 Jahren ein Pionier im Bereich thematischer Anlagen. Wir erkannten das Potenzial thematischer Strategien bereits während der 1990er Jahre und gehörten zu den ersten Anlageverwaltern, die ein Biotech-Produkt anboten.  Darauf folgte unsere Wasserstrategie, die nach wie vor eine der sehr wenigen Strategien ist, die dieser einzigartigen Ressource gewidmet sind und die noch immer vom ursprünglichen Investmentmanager verwaltet wird. Im Laufe der folgenden Jahre haben wir eine umfassende thematische Produktpalette aufgebaut, darunter Branchen wie Gesundheit, Holz und Robotik. Auf diese Weise haben unsere Investoren Zugriff auf eine beliebige Anzahl an Anlagemöglichkeiten, die die verschiedenen Megatrends repräsentieren.

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 163 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Für weitere Informationen steht Ihnen Frank Böhmer gerne zur Verfügung.
Telefon: 069-79 5009 1224
e-mail: fbohmer@pictet.com

Trade wars step up, more to come

As the trade wars escalate we see no sign of agreement between the US and China. Keith Wade, Chief Economist & Strategist at Schroders, assesses the macro impact.

The US has announced tariffs on another $200 billion of imports from China, citing ongoing concerns over the theft of technology and forced transfer of intellectual property. The tariffs take effect next week and are initially set at 10% rising to 25% from 1 January next year. China has yet to respond, but the White House has warned that any retaliation will lead to tariffs on a further $267 billion of additional imports. China may bide its time, but we expect they will follow with tariffs on a further $60 billion of imports from the US.

For some time our assumption has been that we will eventually see tariffs on all the goods traded between China and the US. The red lines on each side are too ideological and entrenched to allow much room for manoeuvre. China sees its trade policies as an essential part of the growth strategy that will allow the economy to hurdle the middle-income trap, in line with its “Made in China 2025” policy. Meanwhile, President Trump came to power promising to put “America first” and he has assembled a team that believes China is a root cause of the decline in parts of the US economy.

Against such a backdrop, we have the makings of a chronic dispute that will go well beyond the mid-term elections in November. Whilst China has less scope to match the scale of goods covered by US tariffs it has plenty of opportunity to apply non-tariff barriers, apply restrictions and make life difficult for US companies operating in China. Those interested need only look at the experience of South Korean companies in the wake of the anti-missile system dispute.

In terms of macro impact, the latest tariffs will slow Chinese export growth to the US. The extent of the impact will depend on the price sensitivity of the goods involved and whether alternative sources of supply can be found. Movements in the exchange rate can also offset tariffs, although we do not expect China to devalue the renminbi in response. Model simulations suggest China’s export growth will be 2-5% weaker. Global growth would also be weaker as international trade slows. However, these effects will take time to come through and in the near term we may actually see a boost to China’s exports as US companies accelerate imports ahead of further tariffs. This will complicate interpretation of the impact and no doubt frustrate the Trump administration’s desire for a smaller bi-lateral deficit. Ultimately though, the effect will be stagflationary, as tariffs slow trade and uncertainty drags on capital investment, whilst the extra cost of imports adds to inflation.


This article has first been published on schroders.com.

Legg Mason Brandywine Global Income Optimiser Fund: Raus aus dem Risiko

Anleiheinvestoren gehen auf der Suche nach Rendite immer höhere Risiken ein. Gary Herbert, Fondsmanager des Legg Mason Brandywine Global Income Optimiser Fund, geht dem nicht mehr nach: „Anstatt die Risiken immer weiter auszureizen, um eine noch attraktivere Rendite zu erwirtschaften, haben wir das Risiko in unserem Portfolio reduziert. Wir haben unsere Positionen in Staatsanleihen aus sicheren Häfen erhöht, die Duration der Credit Spreads verkürzt, das High Yield-Exposure zurückgefahren und auch Schwellenländer-Risiken reduziert.“ Zusammenfassend kann man sagen, dass das Fondsmanagement des Benchmark-unabhängigen Anleihefonds die ihm zur Verfügung stehende Flexibilität dafür nutzt, das Portfolio von einer „Risk-on“ Positionierung nun defensiver aufzustellen. „Wir gehen raus aus dem Risiko“, betont Herbert. Grund hierfür sei unter anderem seine Überzeugung, dass die Credit Spreads unterschiedlicher Kreditqualitäten sehr eng werden. Demnach sei das „Rendite-Opfer“ minimal, das man bringen müsse, wenn man sich in Richtung qualitativ hochwertiger Staats- oder Unternehmensanleihen bewegt. Zudem hat man bei der Legg Mason-Tochtergesellschaft Brandywine Global eine mögliche straffere Geldpolitik, also höhere Zinsen und eine Verschlankung der Zentralbankbilanzen in den Industrienationen im Blick. „Gerade eine verkürzte Zentralbankbilanz hat das Potenzial, den US-Dollar knapper werden zu lassen, Kapitalströme einzuschränken und damit für Herabstufungen im Rating oder sogar für Ausfälle bei den schwächsten Unternehmensemittenten zu sorgen“, glaubt Herbert. 

Deflationäre Sorgen?

Natürlich gäbe es nach wie vor deflationären Druck innerhalb der Weltwirtschaft und den beobachte man auch genau. Das US-Wachstum sei derzeit jedoch deutlich über dem Trend und gäbe daher eher Anlass dazu, sich über zunehmenden Inflationsdruck Gedanken zu machen, betont der Legg Mason-Anleiheexperte Herbert: „Der nicht-synchrone Wachstumsausbruch in den USA könnte die Fed dazu veranlassen, ihre Geldpolitik zu sehr anzuziehen, womit sie dem globalen Finanzsystem überschüssige Sicherheiten nehmen würde. Die Folge wäre ein verstärkter deflationärer Druck auf breiter Front in den wichtigen Industrienationen.“ 

Mit Blick auf die Laufzeiten im Portfolio des Legg Mason Brandywine Global Income Optimiser Fund sagt Herbert: „Wir haben die Duration bei unseren Kreditpositionen verkürzt. Fälligkeiten liegen im Schnitt nun bei fünf Jahren. Auf der anderen Seite haben wir schrittweise Durationspositionen krisenbewährter Emittenten hinzugefügt, um uns so gegen ein mögliches schwächeres weltweites Wirtschaftswachstum abzusichern.“

Über Legg Mason

Das Motto von Legg Mason lautet „Investing to Improve LivesTM“. Ziel ist es, Anlegern weltweit dabei zu helfen, bessere Ergebnisse bei der Geldanlage zu erzielen und ihnen dafür ein breiteres Spektrum an Investitionsstrategien, Anlegevehikeln sowie Zugang zu unabhängigen Investmentmanagern mit einer breiten Expertise bei Aktien, Anleihen, alternativen und liquiden Investments anzubieten. Insgesamt verwaltet Legg Mason ein Vermögen von 637 Milliarden US-Dollar (Stand: 30. Juni 2018). Wenn Sie mehr über Legg Mason und seine Tochtergesellschaften erfahren möchten, schauen Sie auf der web site oder im newsroom vorbei oder folgen Sie Legg Mason auf LinkedInTwitter, oder Facebook.

Starke USA, schwache Emerging Markets, Inflationsgefahr – Geht der Wirtschaftsboom bald zu Ende?

von Gerhard Winzer, Chefvolkswirt der Erste Asset Management.

Seit Jahresanfang hat es mehrere negative Entwicklungen gegeben: Angefangen von Zins- und Inflationsängsten in den USA, über die Befürchtungen einer Eskalation des Handelskonfliktes der USA mit dem „Rest“ der Welt bis hin zu einem Vertrauensverlust für Italien und einige Emerging Market-Volkswirtschaften. Zu guter Letzt haben die Befürchtungen hinsichtlich einer Rezession (auf mittlere Sicht), eines „harten“ Brexit und der Finanzmarktstabilität – zehn Jahre nach Lehman – zugenommen.

Dieses Umfeld hat in der Ertragsentwicklung von vielen Wertpapierklassen (negative) Spuren hinterlassen. Wenige Assets, vor allem US-Cash, US-Unternehmensanleihen mit einer niedrigen Kreditwürdigkeit und US-Aktien weisen positive Erträge auf. Gleichzeitig ist das reale globale Wirtschaftswachstum kräftig geblieben: Mit rund 3 Prozent liegt es über dem langfristig zu erwartenden Wert, das heißt, dem Potenzial. Die Unsicherheiten sind zu einem Teil schon in den Marktpreisen enthalten. In diesem Blog sollen ausgehend vom aktuellen Umfeld drei Szenarien für die kommenden Quartale bzw. das nächste Jahr beleuchtet werden.

Aktuell: Boom-Phase mit Abwärtsrisiken

Die Ressourcenauslastung hat sich mittlerweile so deutlich verbessert, dass die negativen Produktionslücken verschwunden sind. Das ist unter anderem an den markant gesunkenen Arbeitslosenraten zu sehen. Allerdings weisen zahlreiche Frühindikatoren für die wirtschaftliche Aktivität einen fallenden Trend auf.

Zudem ist die Zusammensetzung des weltweiten Wachstums uneinheitlicher geworden. Bemerkenswert ist vor allem das starke Wachstum in den USA und die Abschwächung in den Emerging Market-Volkswirtschaften. Letztere sind mit einer klassischen „Anpassung“ der externen (hohe Leistungsbilanzdefizite) und internen (hohe Budgetdefizite, hohe Inflation) konfrontiert. Diese wird durch die Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China verstärkt.

Steigende Löhne führen zu Aufwärtsdruck bei Inflation

Die Inflationsraten sind in den entwickelten Volkswirtschaften niedrig, wobei der zyklische Aufwärtsdruck zunimmt. Zu sehen ist das unter anderem an dem Anstieg des Lohnwachstums. Auf der geldpolitischen Seite reduzieren die Zentralbanken die nach wie vor unterstützende Ausrichtung. Durch das kräftige Wachstum in den USA kann die US-amerikanische Zentralbank den Leitzinssatz schneller anheben als andere Zentralbanken. Im Unterschied dazu wurden in China zahlreiche Lockerungsschritte gesetzt. Jene Zentralbanken von Schwellenländern, die unter einem Vertrauensverlust leiden, sind unter Druck die Leitzinsen anzuheben. Auf der politischen Seite dominieren die protektionistischen Maßnahmen der USA das Geschehen. Auch wenn es Anzeichen für eine Beruhigung des Konfliktes mit einigen Ländern gibt (Eurozone, Mexiko), haben sich die Befürchtungen hinsichtlich einer Eskalation mit China verdichtet.

Szenario 1: Abschwung

Im Szenario eins findet eine Normalisierung statt. Das reale globale BIP-Wachstum schwächt sich moderat in Richtung Potenzialwachstum ab. Gleichzeitig nimmt die nach wie vor niedrige Inflation in den entwickelten Volkswirtschaften langsam zu. Historisch abgesichert ist die Inflation ein hinterher hinkender Indikator. Hervorzuheben ist, dass die US-Inflation über das Zentralbankziel von 2 Prozent ansteigt. Generell haben die Zentralbanken Zeit, die expansive Haltung zu reduzieren: sprich: die Leitzinsen werden nur langsam angehoben. Mit einer wichtigen Ausnahme: Die US-Fed hebt die Leitzinsen auf ein mild restriktives Niveau (knapp über 3 Prozent) an. In China schafft es die Wirtschaftspolitik, den Abschwächungstendenzen ausreichend entgegenzusteuern. Auf der Ebene der Handelspolitik finden die USA und China einen Kompromiss. Die letzten beiden Entwicklungen würden ausreichen, um den Vertrauensverlust für Emerging Markets einzufangen. Generell bleiben Aktien in den entwickelten Volkswirtschaften attraktiv, auch wenn das Gewinnwachstum fällt. Als die einzig „billige“ Wertpapierklasse weisen Emerging Markets Aktien und Lokwalwährungsanleihen die höchsten Erträge auf.

Szenario 2: Asynchronität

Im Szenario zwei wird die Weltwirtschaft immer asynchroner. An einem Ende des Spektrums geht die US-Wirtschaft von der Phase „Boom“ in die Phase „Überhitzung“ über. Der „Rest“ der entwickelten Volkswirtschaften bleibt im Regime „niedrige Inflation“. Am anderen Ende schwächt sich das Wirtschaftswachstum in China zusehends ab. In den USA findet mit Zeitverzögerung ein markanter Anstieg der Inflation statt. Das zwingt die US-amerikanische Zentralbank die Leitzinsen deutlich anzuheben. In China kann die Wirtschaftspolitik die Abschwächung des Wachstums nur lindern.

Ähnlich wie in diesem Jahr bleiben US-Cash und anfänglich US-Aktien (so lange die realen Zinsen niedrig bleiben) attraktiv. Die Ausweitung der Renditeaufschläge für das Kreditrisiko geht tendenziell weiter. Der Kursverlust der Emerging Markets setzt sich fort.

Szenario 3: Fehler der Politik

Das Szenario drei kann mit „Fehler der Politik“ beschrieben werden. Es kommt zu einer Eskalation des Handelskonflikts der USA mit dem „Rest“ der Welt, insbesondere mit China. Die Fed hebt die Leitzinsen kräftig an. Die chinesische Währung schwächt sich stark ab. Auf einen Vertrauensverlust der Investoren (Italien, Emerging Markets, erhöhte Aktienbewertung, erhöhte Unternehmensverschuldung) wird nicht adäquat reagiert. Staatsanleihen mit einer hohen Kreditwürdigkeit werden immer attraktiver.

Frei nach Murphys Gesetz wird in diesem Szenario zwar nicht alles schiefgehen, was schiefgehen kann. Es würde aber schon eine Eskalation in nur einem Bereich ausreichen, um risikobehaftete Wertpapierklassen unter Druck zu bringen. Kreditrisikolose Staatsanleihen in Ländern mit niedrigen Inflationsrisiken würden Kursanstiege verzeichnen.

Schlussfolgerungen

Die hier vorgestellten Szenarien sind nur ein Entwurf. Zahlreiche Wirkungszusammenhänge wurden nicht betrachtet. Dennoch können einige Schlussfolgerungen abgeleitet werden:

  1. Die wirtschaftliche Boom-Phase nähert sich auf globaler Ebene dem Ende.
  2. Die Inflation als hinterher hinkender Indikator steigt dennoch (wenn auch nur langsam) an.
  3. Die Liquidität nimmt sukzessive ab.
  4. Mit der Ausnahme von Emerging Markets Assets sind viele Bewertungsindikatoren überdurchschnittlich.
  5. Die Einflüsse der Politik erzeugen „Gegenwind“.
  6. In einem günstigen aber realistischen Szenario (milder Abschwung) bleiben risikobehaftete Wertpapierklassen dennoch attraktiv.

Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Europe managers significantly outperformed in August

Over a 12-month-rolling period, 42% of Europe managers and only 17% of emerging markets managers as well as 34% of US managers outperformed their benchmarks net of fees.

In August, the performance of active managers varied significantly across different regions; while a majority of 68% of Europe managers outperformed their benchmarks, only 21% of emerging markets managers outperformed their respective indices net of fees. US managers performed in between; 41% outperformed their benchmarks.

Particularly in Europe but also in the US, large caps underperformed small caps in August, while growth stocks showed a stronger performance than value stocks. Sector-wise, especially technology but also healthcare and consumer discretionary outperformed. On the other side of the spectrum, energy and materials have been the main underperformers.

Please find the full fundinfo Research News - September 2018 edition including a summary of manager meetings attached on the left.

Anleger befürchten neuerliche Zölle auf chinesische Güter

Erste Abflüsse aus Gold-ETPs seit fünf Wochen. Bei Industriemetallkorb-ETPs kam es zu den höchsten Abflüssen seit Februar 2018. Bei Kaffee-ETPs hielten die Zuflüsse die siebte Woche in Folge an, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht.

Gold-ETPs (A0LP78) verzeichnen erstmals seit fünf Wochen wieder Abflüsse. In der letzten Woche kam es bei Long-Gold-ETPs zu Abflüssen in Höhe von 44,8 Mio. USD. Die Stabilisierung des Goldpreises könnte einige Anleger dazu veranlasst haben, Gewinne mitzunehmen. Gold legte vergangene Woche um 0,2 Prozent (2,0 Prozent im letzten Monat) zu, da der US-Dollar abwertete. Die spekulative Positionierung bei Gold-Futures, die sich auf dem niedrigsten Stand seit 2001 bewegt, scheint übertrieben pessimistisch. Grund hierfür könnte der Unmut darüber sein, dass der Goldpreis nicht auf die Verkaufswelle in den Schwellenländern reagiert hat. Während Schwellenmarktaktien in den letzten Monaten von Turbulenzen betroffen waren, entwickelten sich ihre Pendants aus den Industrieländern gut. Die ausbleibende Reaktion der Goldpreise auf den Marktstress in den Schwellenländern lässt sich somit dadurch erklären, dass es bislang noch nicht zu Ansteckungsgefahren in den Industrieländern gekommen ist. Sollten die spekulativen Short-Positionen am Futures-Markt gedeckt werden, könnte dies dem Goldpreis Auftrieb verleihen.

Bei Industriemetallkorb-ETPs (A0SVX7) kam es zu den höchsten Abflüssen seit Februar 2018. Diese beliefen sich in der vergangenen Woche auf 71,4 Mio. USD. Die Anleger scheinen nach wie vor einen Nachfrageeinbruch infolge des schwelenden Handelskrieges zu befürchten. Pressequellen zufolge plant Präsident Trump, neuerliche Zölle auf chinesische Güter im Wert von 200 Mrd. USD zu verhängen. Derzeit sind bereits Güter im Wert von 50 Mrd. USD mit Zöllen belegt. Eine entsprechende Ankündigung könnte laut Presseangaben heute erfolgen. Eine derartige Ankündigung könnte die Chancen des US-Finanzministers Steven Mnuchin, die Handelsgespräche mit China wieder aufzunehmen, gänzlich zunichtemachen. Die Anleger befürchten, dass sich ein Handelskrieg, bei dem Gleiches mit Gleichem vergolten wird, auf die globale Nachfrage in der Wirtschaft auswirken könnte. Ende der Woche legt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum vor. In ihrem im Mai 2018 veröffentlichten Zwischenbericht stellte die Gruppe an Industrieländern ein stärkeres Wirtschaftswachstum in diesem Jahr in Aussicht, warnte aber auch vor Risiken, darunter ein Handelskrieg. Es wird interessant sein, zu erfahren, ob die Organisation diesen Risiken mittlerweile eine höhere Wahrscheinlichkeit beimisst.

Bei Kaffee-ETPs (A0KRJT) hielten die Zuflüsse die siebte Woche in Folge an. Die Kaffeepreise gaben vergangene Woche um 2,7 Prozent (27 Prozent seit Jahresbeginn) nach. Die Zuflüsse in Höhe von 3,8 Mio. USD scheinen auf eine Schnäppchenjagd seitens der Anleger zurückzuführen zu sein. Verantwortlich für den Preisrückgang scheinen die umfangreiche Produktion und die Abwertung des brasilianischen Real (die Verkäufe von brasilianischem Kaffee an einem globalen in US-Dollar denominierten Markt begünstigt). Zahlreiche Anleger sind allerdings der Auffassung, dass Kaffee überverkauft ist. Das letzte Mal gaben die Preise 2013 auf ein derart niedriges Niveau nach. Damals kam es kurz darauf zu einer deutlichen Preisrally (115 Prozent zwischen November 2013 und Oktober 2014). Da die Positionierung am Futures-Markt heute deutlich negativer ausfällt als noch 2013, besteht ein erhebliches Risiko einer durch Deckung von Short-Positionen ausgelösten Rally. Zwar fallen die Renditen dieses Jahr stark aus. Die Lagerbestände sind nach den Produktionsdefiziten im letzten Jahr heute allerdings niedriger als 2013.

Energiekorb-ETPs (A0KRKD) verzeichnen Zuflüsse in Höhe von 7,6 Mio. USD. Die Sorgen in Bezug auf Hurricane Florence haben die Energiepreise in der vergangenen Woche in die Höhe getrieben. Wir halten die Zugewinne der Benzinpreise angesichts der höheren Kraftstoffnachfrage zwar für gerechtfertigt. Der geringere Stromverbrauch der Haushalte (in evakuierten Häusern und Unternehmen) dürfte einen Teil der Gewinne bei Erdgas und WTI-Öl wieder umkehren.

Blockchainprojekte stützen Nachfrage nach Kryptoassets

In der öffentlichen Wahrnehmung zeigt sich gerade eine bemerkenswerte Diskrepanz: Die meisten Blockchain-Projekte in Branchen wie Logistik, Energie, Mobilität und Finanzen werden positiv beurteilt. Blockchain ist eine Schlüsseltechnologie, die Unternehmen helfen kann, bestehende Prozesse zu optimieren oder ganz neue Geschäftsmodelle zu entwickeln – diese Erkenntnis hat sich im öffentlichen Diskurs mittlerweile durchgesetzt. Die Coins oder Tokens, die auf der Blockchain-Technologie basieren, werden dagegen deutlich kritischer gesehen und mitunter als reine Spekulationsobjekte bezeichnet. Diese Gegenüberstellung ist unserer Ansicht irreführend, denn sie verkennt den Zusammenhang zwischen Blockchain und kryptographisch abgesicherten Tokens.

Zur Erläuterung: Basis jeder Blockchain ist zunächst eine Datenbank, von der zahlreiche Kopien auf verschiedenen Speicherorten, also dezentral, gespeichert sind. Wenn in solch einem dezentralen System Werte abgebildet werden sollen – und genau darum geht es in einer Blockchain – dann stellt sich die Frage, wer für die Richtigkeit dieser Werte einsteht. Ihre wahre Kraft entfalten Blockchains erst dann, wenn dies tatsächlich dezentral geschieht – nicht durch eine Partei, sondern durch in die Funktionsweise des Netzwerkes integrierte Mechanismen. Und genau hier kommen die Tokens ins Spiel: Diese dienen unter anderem dazu, die Betreiber des Netzwerks, die dessen Sicherheit gewährleisten, zu entlohnen. Etwas verkürzt könnte man sagen: Erst durch die Tokens wird eine Blockchain wirklich nützlich. 

Bei der Ausgestaltung der Tokens gibt es die unterschiedlichsten Varianten. Gemeinsam ist ihnen jedoch die Handelbarkeit. Als echte digitale Assets können diese ge- und verkauft werden; wer also eine bestimmte Blockchain-Anwendung nutzen möchte, kauft sich im Regelfall die entsprechenden Tokens – da diese den Zugang zu den Diensten der Blockchain gewähren. Und genau das passiert bereits: Viele etablierte Konzerne erwerben Tokens. Nicht als Spekulationsobjekt, sondern um den Zugang zu den Diensten der jeweiligen Blockchain zu erhalten. Teilweise werden die Tokens bereits eingesetzt, oder deren Einsatz ist geplant. 

Für Investoren ist das eine wichtige Information: Die Verwendung der Tokens wird die Nachfrage nach einzelnen Coins oder Tokens erhöhen, nach den Gesetzen des Marktes wirkt sich eine Steigerung der Nachfrage positiv auf den Kursverlauf aus. Und auch wenn die Preise der Kryptoassets noch starken spekulativen Schwankungen unterliegen, ist es wichtig, die fundamentale Entwicklung im Blick zu behalten.

Im Folgenden skizzieren wir drei aktuelle Anwendungen:

  • Im Juli 2018 haben Volkswagen und Bosch bekanntgegeben, an einer Lösung auf Basis von IOTA zu arbeiten. Hier geht es darum, Transaktionen zu steuern und zu dokumentieren, die von autonom fahrenden Autos und anderen beteiligten Partnern ausgelöst werden könnten: zum Beispiel die Bezahlung für die Aufladung der Batterien, die Parkplatzgebühr, die Miete für das Fahrzeug. IOTA basiert zwar auf einem anderen technischen Prinzip als die bekannten Kryptoassets wie Bitcoin; die dahinterliegende Funktionsweise ist aber gleich. (IOTA Marktkapitalisierung:1,6 Mrd USD) 
    Fazit Postera: IOTA ist ein interessantes Kryptoasset, nicht nur wegen der technischen Besonderheiten, sondern insbesondere wegen des klaren Nutzungs-Szenarios: Im Vordergrund stehen Anwendungen im „Internet of Things“ – daher das Interesse großer Konzerne.
  • XRP ist ein Coin der Firma Ripple Corp., der für etablierte Finanzkonzerne entwickelt wurde. Mehr als 100 Finanzinstitute weltweit sind an XRP-Projekten beteiligt, deren Hauptziel länderübergreifende Transaktionen in Echtzeit sind. Somit greift Ripple und die XRP-Technologie den Markt von Swift an. Nach Angaben von Marjan Delatinne, Global Head of Banking bei Ripple, erzielt Ripple einen Effizienzgewinn von mehr als 70 Prozent bei Banken im Vergleich zu herkömmlichen internationalen Überweisungen. Aus Deutschland ist die DZ Bank mit der Tochter Reisebank beteiligt. Andere Banken sind Santander oder Standard Chartered (XRP  Marktkapitalisierung: 10,9 Mrd USD
    Fazit Postera: XRP ist einer der Coins mit der längsten Historie für Anwendungen bei großen (Finanz-)Konzernen. Bei der Analyse ist zwar Vorsicht geboten, da nur ein kleiner Teil der Banken, die mit Ripple zusammenarbeiten, tatsächlich den XRP-Coin nutzt. Trotzdem kann XRP eine gute Ergänzung in Kryptoasset-Portfolien sein. 
  • Der Technologiekonzern IBM arbeitet an einem Projekt basierend auf der Stellar-Blockchain. Das Fintech-Unternehmen Veridium erstellt umweltbezogene Coins, um den Handel mit Emissionszertifikaten mithilfe der Blockchain-Technologie zu erleichtern. Veridium stellt die Strukturen, Stellar fungiert als digitale Datenbank für die Transaktionen, und IBM wird die Grundlagen der Handelsaktivitäten, des Kaufens, des Verkaufs und des Verwaltens der Token übernehmen. Durch die Integration des gesamten Prozesses der Kohlenstoffbilanzierung und -verrechnung in ein digitales Token, das auf einem öffentlichen, genehmigten Blockchain-Netzwerk läuft, können die Umweltauswirkungen gemessen, Eigentumsrechte übertragen und die zugrundeliegende CO2-Kompensation effizienter gestaltet werden. (Stellar   Marktkapitalisierung: 3,7 Mrd USD)
    Fazit Postera: In der Medienberichterstattung geht Stellar gegenüber Größen wie Ripple oder IOTA oft etwas unter, möglicherweise zu Unrecht, denn es besitzt eine Historie spannender Anwendungsfälle und Industriepartnerschaften.

Erfolgreiche Anwendungen als wichtiger Teil der Analyse

Nach Überzeugung von Postera Capital ist die Analyse dieser oder ähnlicher Anwendungsfälle ein wesentlicher Bestandteil, um die Attraktivität eines Assets für ein Investment beurteilen zu können. Denn eine auf realwirtschaftlichen Prozessen steigende Nachfrage wird langfristig zu einer positiven Kursentwicklung führen. Die unterschiedliche Nutzung von Coins und Tokens in verschiedenen Anwendungen ist auch ein Grund, weshalb nicht von der Entwicklung „des“ Kryptoasset-Marktes gesprochen werden kann. Die Wertentwicklungen einzelner Kryptoassets unterliegen sehr unterschiedlichen Faktoren. Daher lässt sich durch aktives Management die Volatilität in einem Kryptoassets-Portfolio deutlich senken. Durch eine intelligente Zusammenstellung von Portfolios können Investoren diesen Effekt für sich nutzen. 

Über Postera Capital

Die Postera Capital GmbH ist eine Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Düsseldorf, die auf die Analyse von Investmentmöglichkeiten auf Basis der Blockchain-Technologie spezialisiert ist. Dazu gehören insbesondere Kryptoassets. Der Fokus liegt auf der gesamtheitlichen Analyse und Bewertung sowie der Entwicklung von Anlagestrategien. Postera Capital stellt Partnern das entsprechende Know-How zur Verfügung und eröffnet diesen damit einen einfachen Zugang in diese Assetklasse. Dabei liegt der Fokus darauf, diese Investments professionellen Investoren mit entsprechenden Ansprüchen an Qualität, Liquidität und regulatorische Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Das Postera-Team verfügt über langjährige Erfahrung in den für die Analyse und Bewertung von Kryptoassets und Blockchain-Projekten relevanten Bereichen. Darüber hinaus arbeitet Postera mit einem Netzwerk von Spezialisten in den Bereichen Kryptoassets, Regulierung und Asset Management zusammen. 

Über Postera Fund - Crypto I

Postera Fund - Crypto I ist der erste nach den Vorgaben der europäischen AIFM-Richtlinie regulierte Fonds, der in ein aktiv gemanagtes Portfolio an Kryptoassets investiert. Er ermöglicht es Investoren, in Blockchain als eine bahnbrechende Zukunftstechnologie und die darauf aufbauenden Geschäftsmodelle zu investieren. Kryptoassets stellen eine neue Assetklasse dar, die für professionelle Investoren aufgrund ihres Risiko-Rendite-Profils und ihrer Liquidität sehr attraktiv sein kann. Da Kryptoassets mit anderen Assetklassen niedrig korrelieren, eignen sie sich zudem ideal als Beimischung. 

USA sieht wieder Höchststände

America first! Wieder haben US-Aktienindizes „all-time-highs“ erreicht, während andere Aktienmärkte stagnieren oder gar einknicken wie in den Emerging Markets. Allerdings verliert die Aktienentwicklung weiter an Breite – immer weniger Sektoren (z.B. Technologie) tragen die gesamte Performance.

Die globale Konjunkturlage ist weiterhin gut. Die USA erwarten auch für das dritte Quartal etwa 3 Prozent reales Wirtschaftswachstum (annualisiert). Auch die Gewinnentwicklung ist hervorragend. Doch in beiden Fällen geht die Dynamik etwas verloren.

Einige Emerging Markets, die sich im Juli noch gut erholt hatten, fielen zuletzt wieder stark zurück: Lateinamerika, Russland und vor allem die Türkei und damit Osteuropa. Letztlich enttäuschte die gesamte Anlageregion.

Zwei Spannungsfaktoren belasten weiterhin: die Befürchtung nachlassender Konjunkturdynamik und die aggressive Handelspolitik der US-Regierung. Beide treffen die Emerging Markets – neben regional hausgemachten Problemen – am stärksten.

Die vollständige Ausgabe von Raiffeisen Capital Management's märkte | unter uns finden Sie links als PDF.

Aktien USA und Europa – Regionale Divergenzen

Der Blick auf die Aktienmärkte lässt in den letzten Monaten starke regionale Unterschiede erkennen, wobei sich der US-Aktienmarkt – getragen von einer sehr guten Berichtssaison (inkl. Effekten der US-Steuerreform) – einmal mehr positiv abheben konnte. Dazu kommen auch die in den letzten Monaten weiter positiven Revisionen seitens der Analysten, das unterstützt die vergleichsweise hohe Bewertung von amerikanischen Aktien.

In Europa verlief die letzte Berichtssaison besser als im ersten Quartal, wenngleich die Wachstumsraten deutlich unter jenen in den USA liegen. Im Vergleich dazu wurden bei Unternehmen aus den Emerging Markets die Gewinnschätzungen mehrheitlich nach unten revidiert.

Wir sehen in der anstehenden Liquiditätsrückführung der Notenbanken weiterhin den bestimmenden Faktor, der in den kommenden Monaten für anhaltend höhere Volatilität an den Märkten sorgen wird. Im Bereich der Stimmungsindikatoren sind aktuell jedoch keine Extremwerte (positive oder negative) zu beobachten.

Emerging Markets – Kräftige Sommergewitter

Über den Emerging Markets geht aktuell ein kräftiges Sommergewitter nieder. In manchen Regionen (Türkei und Argentinien) führt dies – um im Bild zu bleiben – zu verheerende Überflutungen. Renten- und Aktienmärkte korrigieren erheblich und verlieren insbesondere gegenüber den USA deutlich.

Kurzfristig bleiben wir, was Aktien aus dieser Weltregion betrifft, skeptisch und zurückhaltend positioniert. Langfristig – wenn die Wasser versiegt sind – sollte die aktuelle Situation aber Gelegenheit für interessante Investments darstellen.

Auch die Renditen von Emerging-Market-Anleihen konnten bislang kein Comeback feiern und tendieren weiterhin nach oben. Neben individuellen Themen wie dem Verfall der türkischen Lira (inkl. Rating-Verschlechterungen) bleibt der Handelskonflikt zwischen den USA und China das beherrschende Thema, zumal dieser die globalen Handelsaktivitäten eher bremst. Weitere zügige US-Leitzinsanhebungen könnten dafür sorgen, dass Emerging-Market-Renten relativ unattraktiv bleiben.

Precious metals ripe for a short-covering rally

Over the past two months, equity markets have been hitting new highs—exhibiting a “risk on” sentiment. With the exception of energy, commodity markets have been quite the opposite. Fears of a trade war have driven a “risk off” sentiment in commodities with intermittent US Dollar strength acting as another headwind. We believe the markets have been overly focused on demand destruction and have ignored the impact on supply chains from burgeoning trade protectionism. As a result, we believe many commodities are ripe for an upward correction in price.

Remarkably, if an investor looked at the US Dollar (measured by the US Dollar Index, DXY) at the start of August 2018 and the end of August 2018, they wouldn’t see much change. Of course, this would mask a move from approximately 94.5 to almost 97 and then back towards a range from 94.5 to 95.0. The move toward 97.0 was very sharp, leading to the strong US Dollar story gaining a lot of attention—very important for the prospects of commodities priced in Dollars.

We would also note that in the US Treasury market the difference between the yield of the 10 Year and 2 Year interest rates dropped below 20 basis points—to a level of 18.75 on 24th August. Historically, times when the 2 Year interest rate has eclipsed the 10 Year interest rate have presaged economic recessions in the next 12 to 18 months. Given the relative positioning of these rates, the next move by the Fed, should it occur in September, could lead to an inverted yield curve. Fed Chair Jerome Powell’s speech at Jackson Hole led market participants to believe that this rate hike is all but a foregone conclusion. Does this have to lead to US economic recession over the coming 12 to 18 months? It’s an interesting question to consider. As of this writing, the gold price is hovering back around the $1,195 level, representing a bit of recovery from recent lows around $1,175. The US Dollar’s drop during the latter half of August was definitely a contributory factor—we also continue to monitor the global geopolitical risk environment. Currently, we’re getting a lot of movement as it relates to different trade agreements, but as of yet there is insufficient clarity on the negotiated deals. We also are entering the home stretch before the US midterm elections.

Agricultural commodities struggle amidst trade war uncertainty. With the exception of cocoa, agricultural commodities posted a negative performance over the period. The weaker Brazilian Real and higher coffee crop expectations remain headwinds for coffee prices. Wheat is also expected to suffer a pull-back as higher supply from the US and Russia is expected to partially offset lower supply from the EU.

Industrial metals weighed down by persistent trade war concerns and risk off mode. The strong US Dollar, trade war concerns and weak Chinese economic data have been contributing to negative sentiment towards the sector. However, tighter fundamentals across key industrial metals illustrates athe extent to which the trade war concerns have distorted prices and highlight the scope for recovery within the industrial metals sector when the uncertainty fades away.

Energy markets buck commodity price capitulation as supply disruptions and unabated demand a support energy prices. A combination of global warm weather and a continued economic recovery has helped on the demand front. Supply of oil has been constrained due to the economic collapse of Venezuela.

Sentiment towards gold fell further after the yellow-metal failed to post any gains despite an emerging market sell-off. Gold’s lack of response is less worrying when viewed in light of continued strong developed market equity market performance. Short-covering could aid gold’s recovery if excessive negative sentiment abates.

Den monatlichen Rohstoff-Monitor von ETF Securities finden Sie links als PDF.

Filtern oder Engagieren – ESG und Impact Investing

Investitionen in nachhaltige Anlagen können die Portfolio-Diversifikation unterstützen und gleichzeitig dazu beitragen, soziale, ökonomische und ökologische Ziele zu realisieren. Klar definierte Standards helfen Anlegern, gezielt Investmententscheidungen zu treffen und schaffen zudem die zunehmend von Anlegern geforderte Transparenz.

„Anleger, die sich für nachhaltige Anlagestrategien interessieren, sehen sich mit einem dynamischen Angebot und einer Vielzahl von Begriffen konfrontiert.“, sagt Philipp Müller, Head of Investment Solutions bei BlueOrchard.

„Der anhaltende Vermögensfluss zu nachhaltigen Anlagen treibt die Verbreitung neuer Produkte und den Wettbewerb voran. Auch die verstärkte Aufmerksamkeit der Politik und die Entwicklung von Industriestandards haben unseres Erachtens die Branche beflügelt. Gemäß jüngsten Schätzungen sind nachhaltige Vermögenswerte in der Schweiz auf mehr als CHF 390 Milliarden angewachsen.1 Als Haupttreiber für diesen Zufluss sehen wir vordergründig die Nachfrage von Investoren – insbesondere der Vermögenstransfer an eine Generation, deren Anlageziele über den rein finanziellen Ertrag hinausgehen.

Um dieser Zielgruppe gerecht zu werden, wurde dem Prädikat „nachhaltig“ bislang viel zugemutet, oftmals wurden unseres Erachtens bewusst Begriffe vermischt. Hinter den zehn größten Beteiligungen klingender Fondsnamen wie „Emerging Markets ESG Leaders“ zu „Sustainable Impact Equities“ und „Zero Carbon“ fanden sich oftmals Titel wie Apple, Tencent, Procter & Gamble sowie Lukoil.

Derzeit sehen wir aber, dass die Branche dieser Verwässerung und Grünfärberei gezielt entgegenwirkt; und zwar im eigenen Interesse: Denn Transparenz, klare Begriffe und allgemein anerkannte Standards werden von Anlegern begrüßt und können Investitionsbarrieren reduzieren. Mittlerweile liegen hierzu klare Richtlinien vor, und die vormals geäußerte Kritik, dass es im Bereich der nachhaltigen Anlagen keine Standards gibt, ist unserer Meinung nach inzwischen hinfällig.

Zusätzlich ist für Anleger die Unterscheidung zwischen ESG und Impact Investing relevant: ESG-Integration bezieht sich auf die Einbeziehung von „ESG“ (kurz für „Environmental, Social and Governance“)-Faktoren in die Investmentanalyse traditioneller Anlagen, meist durch das Filtern unerwünschter Titel. Impact Investing zielt darauf ab, mit aktivem Engagement eine positive Veränderung zu erwirken. Dies durch Investitionen in Projekte und Unternehmen, die zusätzlich zur finanziellen Rendite positive soziale oder ökologische Wirkung erzielen können.

ESG-Anlagen und Impact Investments sind beide Teil des nachhaltigen Anlageuniversums und werden oft ähnlich vermarktet, funktionieren aber gänzlich unterschiedlich:

  • Die Abkürzung ESG steht für „Environmental, Social and Governance“ und bezieht sich auf das Einbeziehen der drei zentralen Faktoren Umwelt-, Sozial- und Governance (gute Unternehmensführung) in die Investmentanalyse traditioneller Anlagen. Weit verbreitet ist der Ausschlussansatz (negativer Filter) nach dem Branchen, Geschäftstätigkeiten oder Produkten aus einem Anlageportfolio aufgrund bestimmter Werte und Prinzipien ausgeschlossen werden (z.B. Ausschluss von Glücksspiel, Waffen, Tabak). Ebenfalls findet der „Best-in-Class“ Ansatz eine breite Anwendung, bei dem Unternehmen mit besseren ESG-Profilen im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche bevorzugt ausgewählt werden.
  • Impact Investing umfasst Investitionen in Firmen, Organisationen, Projekte und Fonds, welche die Absicht verfolgen, neben einer finanziellen Rendite auch eine positive soziale und ökologische Wirkung zu erzielen. Beispiele sind die Finanzierung von Unternehmen und nachhaltiger Landwirtschaft, Bildungsinstituten, Wasserversorgung und Kliniken oder der Produktion erneuerbarer Energien. Mit Investitionen in diese Projekte wird das Unternehmertum angekurbelt, es werden Arbeitsplätze geschaffen und die lokale Wirtschaft gefördert. Das Engagement reicht oft weit über eine rein finanzielle Unterstützung hinaus und wird zusätzlich mit technischer Beratung unterstützt. Die Inhalte sind unterschiedlich, die Anlagen werden jedoch immer unter der Prämisse getätigt, dass nichtfinanzielle Ziele im Einklang mit Marktrenditen sind. Damit unterscheidet sich Impact Investing von Zuwendungen oder der Entwicklungshilfe.

Als Zielvereinbarung für nachhaltiges Anlegen haben sich die im Jahr 2016 definierten 17 Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals, SDGs) etabliert. Das Erreichen der SDGs wird wahrscheinlich zwischen 5 und 7 Billionen US-Dollar erfordern, wobei die Investitionslücke in Schwellen- und Grenzländern geschätzte 2.5 Billionen US-Dollar jährlich beträgt.2 Das Potenzial diese Finanzierungslücke zu schließen ist enorm, insbesondere bei Impact Investments in Schwellenländern, wobei zu marktgängigen Renditen in einer zielgerichteten und mit den SDG konformen Form investiert wird. Die jeweiligen Investments korrelieren wenig oder negativ mit konventionellen Anlageklassen und unterstützen damit die Diversifikation von Portfolios. Somit erstaunt wenig, dass sich Impact Investing in den letzten zehn Jahren von einem neuartigen Anlagekonzept zu einem umfangreichen und dynamischen Anlageuniversum gewandelt hat. Laut dem durch die UN unterstützten Verband PRI wurden im Jahr 2016 weltweit 1.3 Billionen US-Dollar für Impact-Investitionen bereitgestellt.3

Die steigende Nachfrage nach Impact Investments hat neue Geschäftsmöglichkeiten für Vermögensverwalter und Dienstleister eröffnet. Dies kann dazu verleiten, eine weitreichende Interpretation der SDGs in Marketingmaterialien für bestehende Produkte zu übernehmen. Diesen Versuchen, bestehende Produkte als Impact Investments und SDG-Anlagen zu kennzeichnen, wirken Standards wie etwa die Market Map des UN PRI entgegen. Die Market Map wurde aus einer Vielzahl von Studien und Benchmarks erstellt und bietet eine gemeinsame Definition thematischer Investitionen (z.B. Wasser, saubere Energie, Bildung) sowie grundlegende Kriterien, die helfen, Anlagen im Einklang mit der gegebenen SDG-Definition zu identifizieren. Ebenfalls stellen Organisationen wie die Social Performance Taskforce (SPTF) standardisierte Richtlinien und Leistungskennzahlen zur Messung der gewünschten sozialen, ökologischen und finanziellen Wirkung zur Verfügung.

Mit der Market Map und weiteren Standards bestehen somit klare Richtlinien für die Auswahl der Investments, die wirklich zu den SDGs beitragen und als Impact Investments bezeichnet werden können. Investitionsbarrieren für Impact Investments sind weitgehend ausgeräumt und das vielseitige Anlageuniversum umfasst liquide Fonds in den Bereichen Mikrofinanz, Sustainable Bonds und Green Bonds, die vermehrt auch für Privatanleger zugänglich sind. Dazu kommen Anlagen, die meist von institutionellen Investoren wie Pensionskassen und Versicherungen bevorzugt werden, beispielsweise langfristige Investitionen in erneuerbare Infrastrukturanlagen und Private Equity-Anlagen mit klaren Vorgaben zur positiven sozialen oder ökologischen Wirkung.

Der Anlageerfolg ist aus unserer Sicht jedoch von einer Reihe lokaler Einflussfaktoren sowie regulatorischen und politischen Gegebenheiten und Veränderungen abhängig. Dies kann insbesondere bei Investitionen in Schwellen- und Entwicklungsländern eine Herausforderung darstellen. Anleger sollten sich daher auf erfahrene Partner mit lokaler Präsenz verlassen.“


1) Swiss Sustainable Investment Market Study 2018, 2018. [http://www.sustainablefinance.ch/en/swiss- sustainable-investment-market-study-2018-_content---1--3037--15964.html]
2) OECD (2016), Development Co-operation Report 2016.
3) Investors and the Sustainable Development Goals, 2017. [https://www.unpri.org/sdgs/investors-and-the- sustainable-development-goals/304.article]

Wir lüften das Geheimnis um das Market-Timing

Es ist ungeheuer schwierig, Investitionen zeitlich so abzustimmen, dass die Schwankungen des Marktes ausgenutzt werden können. Von dieser Methode sollte man am besten Abstand nehmen, wenn es an den richtigen Werkzeugen fehlt, so Pictet Asset Management.

In der Theorie scheint die Strategie reizvoll. Investoren haben die Chance auf erhebliche Gewinne, wenn sie bevorstehende Bewegungen an den Finanzmärkten frühzeitig erkennen und z. B. vor einem heftigen Einbruch Investitionen abstoßen bzw. zu Beginn einer starken Rally kaufen.

Doch leider funktionieren solche als Market-Timing bezeichneten taktischen Vorgehensweisen bei den meisten Investoren in der Praxis nicht sonderlich gut. Das eigene Portfolio selbst aktiv zu managen, ist eine Sache. Ungleich schwieriger ist es dagegen, das Risiko der eigenen intuitiv getroffenen Entscheidungen über die bevorstehenden Markttendenzen zu tragen.

Im Extremfall hat Market-Timing etwas von Black Jack: Um das Haus zu schlagen, gilt es genau zu wissen, wann man noch weiter zieht oder wann man bedient ist. Und wer nicht zu den Ausnahmespielern zählt, der hat, gelinde gesagt, spärliche Chancen, den Dealer mit fortschreitendem Spielverlauf zu schlagen.

Studien zufolge kann die eigene finanzielle Verfassung tatsächlich langfristig darunter leiden, wenn man sich am Market-Timing versucht.

HEFTIGE EINBRÜCHE DES MARKTES SIND SELTEN

Häufigkeit eines bestimmten monatlichen Verlustwertes der weltweiten Aktien in den letzten 15 Jahren:Quelle: Pictet Asset Management. Die Daten stammen aus den Erträgen des MSCI World Index im Zeitraum 31.12.2002-31.12.2017. Angaben in USD.

Untersuchungen zufolge besteht eines der größten Risiken des Market-Timings tatsächlich darin, Investitionen selbst kurzfristig auszulassen.

So hat z. B. kürzlich eine Studie aus den USA gezeigt1, dass eine Investition von 100.000 USD in einen Fonds aus US- Aktien zwischen 1996 bis 2016 am Ende 440.000 USD Ertrag gebracht hätte, wenn man das Portfolio unverändert gelassen hätte. Hätte man sich stattdessen am Market-Timing versucht und beispielsweise allein zehn der besten Handelstage des US-Aktienmarkts in diesem Zeitraum verpasst, wäre das Portfolio nur auf 219.000 USD gewachsen.

Das ist eine erhebliche Diskrepanz.

Das heißt aber nicht, dass Market-Timing nicht auch Vorzüge hätte. Es ist durchaus geeignet für geübte und erfahrene Investoren, die mehrere Marktzyklen überstanden haben und in der Lage sind, große Datenvolumen zu sammeln und zu analysieren und Marktbewegungen vor einem dynamischen Ausbruch zu erkennen.

Insgesamt sollten wir uns aber eher daran halten, was uns die Erfahrung lehrt: Wer ein Portfolio breit gestreut anlegt und pflegt, hat bessere Chancen auf eine erfolgreiche Anlage.

Oder wie es der legendäre Investor Peter Lynch einmal ausdrückte: "Die Investoren haben weit mehr verloren, wenn sie sich auf Korrekturen einstellen oder diese frühzeitig erkennen wollten, als letztlich durch die eigentlichen Korrekturen verloren ging."


1) Siehe: https://www.investorsgroup.com/content/dam/investorsgroup/more/wp-content/themes/ig_magazine/pdf/Whitepaper_Time-In-Not-Timing_EN.pdf. Die Daten stellen die Preisrendite des S&P 500 Index in lokalen Währungen dar.

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 163 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Telefon: 069-79 5009 1224
e-mail: fbohmer@pictet.com

Have bonds lost their bite?

As markets evolve, Clement Yong, Multi-Asset Analyst at Schroders, explores whether bonds are still able to provide protection in turbulent conditions.

Traditionally, investors have relied on bonds to give them shelter when equity markets dip. But anyone switching from shares into bonds in February’s brief market turmoil would have gained only limited protection. Most types of bond followed equities down during those turbulent days. So have bonds lost their ability to protect portfolios against market squalls? We think not, but investors relying on bonds as an anchor in stormy markets need to be aware of changes in the conditions affecting their behaviour.

Our first chart shows the after-effects of February’s squall. (Bond prices fall as yields rise so we’ve turned our charts upside down to help readers see the direction of capital values as yields change.) The group of bars on the left show that, although short-dated bonds – those due to repay relatively quickly – provided some sanctuary in February, anything with repayment dates beyond two years lost money. And things have got worse since then. The other two groups of bars show that even the shorter end of the bond market has given up its gains, while longer-dated bonds have fallen further.

In technical terms, the yield “curve”, the difference in yield between short, medium and long bonds, has “flattened” – yields over all time periods have tended to equalise. The question for investors is whether all this is just a blip or whether bonds, particularly those in the short and medium part of the spectrum, have lost their effectiveness as a shield in difficult markets?

History can provide some help here. Despite the unsettling experience of February, it is worth remembering that bonds have been an excellent hedge against most of the major equity sell-offs over the past three decades or so, as our chart below shows.

Of course, the last 30 years may not be the best pointer to the future. In the next chart, we have looked back over more than half a century to 1964 to see the shift in the US 10-year yield during weeks when the S&P 500 equity index fell by more than 3%. From this we can calculate that US Treasury bonds, seen by many as one of the safest investments an investor can make, helped to protect against large weekly moves in equities more than 70% of the time.

However, it is also clear that Treasuries were much more reliable protectors in the more recent part of that period. If we cast our eye back to before the 1990s, we can see that longer maturity bonds were often not such a good hedge, only protecting against equity sell-offs 40% of the time. The February sell-off, when the yield on US 10-year Treasury bonds rose by 0.13%, therefore looks more typical of the earlier period. Does this mean then that bond investors should brace themselves for a return to conditions more like the pre-1990s period?

To answer this question it may be helpful to remember the very different economic conditions prevailing before 1990. The 1960s and even more the 1970s were marked by rapidly rising inflation, brought on by soaring oil prices. This runaway inflation was only reined in during the 1980s with rising interest rates and tight control of the money supply. From then on rates fell steadily, spurring the long bull market for bonds which is only now coming to an end as rates start to rise again. Could it be, therefore, that the bond market’s February upheaval is a symptom of a shift in economic conditions which could take the relationship between equities and bonds back 50 years? We looked at some current economic variables to see if they could provide pointers.

Inflation

The prospects for inflation are a key influence on both equities and bonds through their effect on interest rates. Central banks often use higher rates to combat the causes of inflation, like rising wages or currency weakness leading to higher prices for imports. Until recently inflation (as measured by, for example, the US Consumer Price Index) has been stable at around the 2% level. Lately, however, inflation has been on the rise again and there are fears that pressures are building that will push it higher still. Forces like the retreat of globalisation, political populism and instability in the Middle East are undermining the certainty that once prevailed. Against this cloudier backdrop, bonds seemed like less of a safe haven to investors in February – indeed inflation fears were said to be one of the triggers for the sell-off.

Economic shocks

Financial history is littered with shocks that have had a profound effect on asset prices. The source of major shocks is often either inflation taking off unexpectedly (as in the 1970s) or growth taking a surprise turn down (as in the financial crisis of 2007-2009). Inflation shocks are bad for both equities and bonds, as we have discussed, whereas growth shocks usually hit equities and boost bonds as investors seek less risky assets. The relative stability of inflation has meant that, in general, shocks have been driven more by uncertainty about growth than inflation. The recent sharp increase in trade tensions between the US and China has increased concerns over the impact on global growth, reflected in wobbles in equity markets. However, as we have discussed, inflation fears have also picked up, which is bad news for bonds, at least in the short term. The fallout from current economic shocks could therefore fall on both asset classes, undermining the safe haven status of bonds.

Monetary policy

Central banks’ mass purchasing of bonds through quantitative easing (QE) programmes has artificially depressed bond yields and therefore kept prices high, while also supporting equity prices at levels above where they might otherwise have been. The side effects have included an increased tendency for equity and bond prices to move in opposite directions.

However, in the last few years, quantitative easing has gradually been turning into “quantitative tightening” as central banks slow, stop or even reverse their bond buying programmes. At the same time, interest rates are starting to rise again for the first time since the crisis of 2007-2009. This gradual return to something like “normal” monetary policy is turning what were two tailwinds for bonds into headwinds. This change in climate may also spur a change in the relationship between bonds and equities.

Supply and demand

When seeking a safe haven from market turbulence, US Treasury bonds are often a first port of call, particularly for foreign investors, notably the Chinese. Foreign purchases of Treasuries have indeed risen significantly over time. This increased demand may have had the same effect as QE in exacerbating the negative correlation between equity prices and bond prices. While it is unclear whether foreign holdings will fall significantly in the future, investors need to be aware that this may also have an effect on bond prices.

What next for bonds?

It is unlikely that we will see another 30-year bond rally like the one we enjoyed after 1990. The economic weather has definitely turned chillier. With higher inflation and tighter monetary policy on the horizon, it would not be a surprise to see the relationship between bonds and equities undergoing a change.

With that said, we don’t believe any of these conditions will be fast-moving and, while there are parallels with the pre-1990s period, they are not exact. Most importantly, many of the forces that have suppressed inflation over nearly a generation remain influential. These include the increasing importance of technology in business and commerce, the prevalence of global supply chains and the weak bargaining power of labour. Clearly, some of these forces are under attack, most notably global trade, and the outcome is hard to predict, but we do not expect to see the world reverting to the conditions of the 1960s and 1970s. Moreover, while the price of oil has risen in recent years, there has been nothing like the quadrupling seen in 1973. The future has a tendency to upend forecasts, but at this stage we cannot see any kind of economic shock ahead on the scale of those experienced in the 1970s.

We suspect, therefore, that while the defensive qualities of bonds may start to be chipped away, this process may take some time. Bonds should still provide stability for investors caught up in market upheavals. They may be less reliable than they were, but bonds are likely to retain much of their bite in times of need. That said, those of shorter maturity may start playing a bigger role than those at the longer-end of the maturity spectrum. These longer bonds are more likely to be hit by any worries about growth and inflation, particularly given that lower yields in longer bonds may not price in all the risks.

What this means for investors is that they must continuously evaluate each asset’s role in a portfolio and not take any for granted. And, more than ever, diversification is likely to be a particularly close friend in these uncertain times.


This article has first been published on schroders.com.

Europas Konjunkturlokomotive Deutschland bleibt auf Schiene

Deutschland ist nicht nur die größte, sondern auch eine der stärksten Volkswirtschaften in der Eurozone sowie in der EU. Dies zeigt sich unter anderem in einem stabilen Wirtschaftswachstum. Im vergangenen Jahr 2017 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und lag damit nur knapp unter dem gesamten Eurozonen-Wachstum von 2,4 Prozent.

Für das laufende Jahr sehen Prognosen trotz der Risiken, die von den laufenden Handelskriegen ausgehen, ein Wachstum in ähnlicher Größenordnung. Der Internationale Währungsfonds rechnet für 2018 mit einem BIP-Plus von 2,2 Prozent. Im ersten Halbjahr war Deutschland bereits auf einem guten Weg, dieses Ziel zu erreichen. Im ersten Jahresviertel wuchs die deutsche Wirtschaft um 0,4 Prozent zum Vorquartal, im zweiten Quartal belief sich das Wachstum auf 0,5 Prozent. Das DIW-Institut erwartet für das dritte Quartal nun ein Wachstum von 0,4 Prozent.

Höhere Energiepreise haben die Verbraucherstimmung zwar zuletzt etwas eingetrübt, und auch die Inflation verharrte im August mit 2,0 Prozent auf vergleichsweise hohem Niveau, die Stimmung unter den Exporteuren hat sich aber den zweiten Monat in Folge gebessert. Das vom ifo-Institut auf Basis einer Umfrage errechnete Barometer für die Exporterwartungen der Industrie legte im August um 0,6 auf 14,4 Punkte zu. Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im August zwar auf 2,351 Millionen gestiegen, das ist jedoch der niedrigste Wert für diesen Monat seit dem Jahr 1991.

Ein maßgeblicher Faktor für die deutsche Wirtschaft ist die Leistungsbilanz. Diese wiegt alle importierten und exportieren Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft gegeneinander auf. Hat ein Land einen Überschuss in der Bilanz, exportiert es mehr als es importiert. Bei einem Defizit wird hingegen mehr importiert als exportiert, also auch mehr verbraucht als im eigenen Land produziert wird. Deutschland darf sich was diese Bilanz betrifft 2018 voraussichtlich erneut „Weltmeister“ nennen, denn das deutsche ifo-Institut prognostiziert für das Gesamtjahr einen Leistungsbilanzüberschuss von 262,5 Mrd. Euro (299 Mrd. US-Dollar). Damit wäre das Land weltweiter Spitzenreiter, gefolgt von Japan, das mit einem Überschuss von 200 Mrd. Dollar jedoch weit abgeschlagen ist.

Deutsche Industrie sieht Überschuss positiv, IWF und EU-Kommission skeptisch

Grund für den starken Überschuss in der Bilanz ist die Exportstärke des Landes. Die deutsche Industrie sieht die Lage positiv. „Er (der Überschuss, Anm.) verdeutlicht die Leistungsfähigkeit der deutschen Unternehmen und die Attraktivität ihrer Produkte – und das aktuell in einem international schwierigen Umfeld“, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU-Kommission sind hingegen skeptisch. Die Kommission hält Überschüsse von dauerhaft mehr als sechs Prozent des BIP für stabilitätsgefährdend, da Ländern mit Überschüssen solche gegenüberstehen, die Defizite haben und sich verschulden müssen. Der Anteil der deutschen Leistungsbilanz am BIP würde laut ifo-Institut 2018 bei 7,8 Prozent liegen. Seit 2011 trug der Leistungsbilanzüberschuss mehr als sechs Prozent zum deutschen BIP bei.

Vor allem beim Warenhandel ist Deutschland stark und das ist auch anderen Ländern ein Dorn im Auge. So hat US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten bereits mehrmals mit Strafzöllen auf den deutschen Exportschlager, nämlich Autos, gedroht. Bisher hat er seine Drohungen aber nicht wahrgemacht und nach dem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Juli dürften diese auch in nächster Zeit nicht mehr aktuell sein. Die deutsche Konjunkturlokomotive dürfte also vorerst ihre Reise ungehindert fortsetzen.


Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Die Zuflüsse in Gold-ETPs nehmen an Fahrt auf, da sich die Anleger für eine Erholung positionieren

Die Zuflüsse in Gold-ETPs nehmen an Fahrt auf, da sich die Anleger für eine Preisumkehr beim Edelmetall positionieren, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Aluminium-ETPs kam es zu den höchsten Abflüssen seit vier Jahren. Höherer Überschuss am Platinmarkt hat Abflüsse aus Platin-ETPs zur Folge.

Die Zuflüsse in Gold-ETPs (A0LP78) nehmen die fünfte Woche in Folge an Fahrt auf und belaufen sich diesmal auf 54,9 Mio. USD. Die stärkeren Zuflüsse in Gold-ETPs deuten darauf hin, dass sich die Anleger für eine Erholung der Goldpreise positionieren. Angaben der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zufolge fiel die spekulative Netto-Position auf Gold-Futures zum 28. August 2018 auf ein 17-Jahres-Tief, worin die negative Stimmung am Goldmarkt zum Ausdruck kommt. Letztere hat sich unseres Erachtens übermäßig stark eingetrübt, weshalb wir mit einer Aufwärtskorrektur rechnen. Unsere Einschätzung wird von den Mittelflüssen bei Gold-ETPs in der vergangene Woche bestätigt. Gleichwohl hatte der Goldpreis letzte Woche aufgrund zweier wesentlicher Belastungsfaktoren mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Zum einen der stärkere US-Dollar und zum anderen die unerwartet guten Arbeitsmarktdaten in den USA, die es der Federal Reserve erlauben dürften, an ihren Zinserhöhungsplänen festzuhalten. Zwar dürften sich die Preise auf kurze Sicht weiter volatil entwickeln. Langfristig gehen wir aber von einer Aufwärtsbewegung der Goldpreise aus.

Bei Aluminium-ETPs (A0KRJS) kam es im Vorfeld der jährlichen Angebotsvertragsverhandlungen auf der Metal-Bulletin-Konferenz in Berlin zu den höchsten Abflüssen seit vier Jahren. Der Aluminiumpreis gab vergangene Woche deutlich um 2,76 Prozent nach, was auf die Eskalation der anhaltenden Handelsstreitigkeiten zurückzuführen ist. Darüber hinaus wurde berichtet, dass die USA eine wohlwollendere Haltung gegenüber den Kunden von Rusal (Russlands größter Aluminiumhersteller) eingenommen haben und diesen einen Aufschub bis zum 23. Oktober gewähren. Dies bedeutet, dass Kunden von Rusal mit bestehenden Angebotsverträgen bis zum 23. Oktober 2018 weiterhin Geschäfte mit dem Unternehmen tätigen dürfen. Zwar ist fürs Erste wieder Ruhe am Markt eingekehrt. Allerdings könnte es zu neuerlichen Turbulenzen kommen, falls es Rusal nicht gelingt, sich mit dem US-Finanzministerium zu einigen. Zudem besteht die Sorge, dass es im Vorfeld der Kongresswahlen im November aus politischer Sicht zu schwer für das Finanzministerium sein könnte, die Sanktionen vor Fristablauf im Oktober aufzuheben. 

Bei Platin-ETPs (A0N62D) setzten sich die Abflüsse die zweite Woche in Folge fort. Der Ausblick für den Platinmarkt gestaltete sich vergangene Woche pessimistischer, nachdem das World Platinum Investment Council für das 2. Quartal einen Rückgang der Platinnachfrage um 8 Prozent relativ zum Vorjahr auswies, der auf die schwache Nachfrage seitens der Automobilbranche sowie das verhaltene Anlegerinteresse zurückgeht. Hinzu kommt, dass das Angebot leicht gestiegen ist und für das 2. Quartal somit ein Überschuss von 340.000 Kontrakten besteht. Letzte Woche wurde zudem ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in Frankfurt beschlossen, welches im Februar 2019 in Kraft treten soll, was zusätzlichen Druck auf den Platinmarkt ausübt. 

Energie-ETPs (A0KRKD) verzeichnen die zweite Woche in Folge Rücknahmen. Die Energiepreise gaben vergangene Woche nach, da die US-Bestände laut API-Daten mit 1,17 Mio. Barrel stärker gestiegen waren als erwartet. Das US-Energieministerium zeichnete hingegen ein optimistischeres Bild, da die US-Rohölbestände um 4,3 Mio. Barrel und damit auf den niedrigsten Stand seit Februar 2015 sanken. Wir glauben, dass der Preiseinbruch zum Großteil auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen ist und gehen davon aus, dass die Risikobereitschaft infolge des starken Arbeitsmarktberichts in den USA einen Anstieg der Energiepreise in dieser Woche bedingen wird.

Die Macht der Zinsen

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz: Zinsanhebungen durch die US-Notenbank führen früher oder später zu einer schwächeren Konjunktur, oftmals sogar zur Rezession. Als Anleger und vor allem in der Taktischen Asset-Allocation gilt es daher, aktiv zu werden und nicht auf die Effekte in der Realwirtschaft zu warten. In aller Regel wird die Eintrübung der Daten an den Kapitalmärkten zuerst sichtbar. Es reagieren allerdings nicht alle Märkte gleichzeitig. Manche Segmente bewegen sich früher, während andere Teilbereiche erst mit Verzögerung beginnen, ein sich änderndes Umfeld einzupreisen.

Häufig ist ein Anziehen der Geldpolitik in den fundamental schwachen Segmenten zuerst spürbar. Dort führen eine Einschränkung der Kapitalmarktliquidität sowie schlechtere Finanzierungsbedingungen zu den stärksten Symptomen. Anfang der 2000er waren dies die übertrieben hoch bewerteten Technologiewerte, in der Finanzkrise betraf dies alles, was mit US-Immobilien zu tun hatte. Nun fällt es den Analysten natürlich leicht, die Vergangenheit zu erklären. Doch wie sieht es mit dem aktuellen Zinsanhebungszyklus, also mit der Zukunft aus? Heute bereits können wir erhöhten Druck im Zusammenhang mit den höheren US-Zinsen beobachten – und zwar in den Schwellenländern. Auch hier gibt es spezifische Länderthemen. Trotzdem fällt auf, dass auf jedem Kontinent zumindest eine Währung deutlich abwertet. Gleichzeitig notieren viele US-Aktien auf Höchstständen und US-High-Yield-Spreads nahe den Tiefstständen. Solche Divergenzen sind, wie oben beschrieben, in der Spätphase des Marktzyklus normal. Diese könnte durchaus noch etwas andauern und zwischenzeitlich auch wieder Marktchancen bieten. Aktuell sind diese undurchsichtig, weshalb an der neutralen Ausrichtung festgehalten wird.

Die vollständige Ausgabe von Raiffeisen Capital Management's märkte | unter uns finden Sie links als PDF.

Anleihen – Gemischte Gefühle

Wer hätte zu Jahresbeginn erwartet, dass deutsche Bundesanleihen im laufenden Jahr 2018 eine positive Wertentwicklung abliefern und noch dazu im Ranking der Assetklassen weit oben stehen?

Mit der jüngsten Erholung zumindest der US-Aktienmärkte ist die Risikoaversion auch bei den Anleihen zurückgegangen. Das reflektieren vor allem die US-Unternehmensanleihen und High-Yield-Anleihen, wobei auch der stärkere Dollar seinen Beitrag liefert. Emerging-Market-Anleihen konnten sich im Sommer nur kurzfristig erholen. Der Druck auf die Währungen lässt die Erträge in allen EM-Segmenten aktuell in den tiefroten Bereich sinken.

Die gute Entwicklung der Euro-Staatsanleihen hat mit Italien allerdings ein Sorgenkind. 10-jährige Staatsanleihen rentieren bei etwa 3 Prozent Abstand zur Benchmark der deutschen Bundesanleihen. Erstmals seit der Finanzkrise 2008 liegen diese Renditen näher bei Griechenland als bei Portugal. Denn die Anleihen der Euro-Peripherie (Spanien, Portugal und auch Griechenland) haben sich erholt, Italien hat noch schwierige Zeiten vor sich.

Geld-/Kapitalmarkt – Kleine Renditeabstände und flache US-Zinskurve

An den Staatsanleihemärkten sorgen die rasant flacher werdende US-Zinskurve und damit verbundene Rezessionssorgen – denen wir vorerst wenig abgewinnen – für Diskussionen. Derzeit befinden wir uns noch rund 20 BP von einer inversen US-Zinskurve entfernt. In Anbetracht eines auf der Stelle tretenden Ölpreises und eines dementsprechend geringeren Inflationsdrucks schaffte es die Renditekurve der 10-jährigen US-Staatsanleihen nicht über die 3-Prozent-Grenze und auch der Interkontinental-Spread (USA – Deutschland, 10 Jahre) stagniert seit Juni.

In der Eurozone ist der Blick auf Italien gerichtet. Die Volatilität italienischer Staatsanleihen dürfte vermutlich hoch bleiben, stehen doch einige wegweisende Ereignisse an: Ratingupdates, Budgetentwurf und die Antwort der Europäischen Kommission bis Ende November.

Wir gehen davon aus, dass das Budget der aktuellen Regierung für Aufregung sorgen dürfte, es schlussendlich jedoch zu einem Sinken der derzeit hohen Risikoprämien von italienischen Staatsanleihen kommen wird.

Staats- und Unternehmensanleihen – Blick auf Italien und Risikoprämien

Fed-Präsident Jerome Powell will trotz fortlaufender Kritik von US-Präsident Trump am Kurs der graduellen Zinserhöhungen festhalten. Der schon oft beschriebene Makrodatenkranz bestätigt die starke US-Konjunktur, ebenso wie den weiterhin guten Ausblick sowie einen sehr robusten Arbeitsmarkt. Dazu ist das FED-Ziel für die Inflation von 2 Prozent im Jahr 2018 erreicht.

Trotz der nun bereits flachen US-Zinskurve sehen wir noch Potenzial in diesem Trend und sind entsprechend positioniert – ebenso bei den inflationsindexierten Anleihen in Europa und den USA.

Bei den Unternehmensanleihen profitiert das High-Yield-Segment vom sehr guten makroökonomischen Umfeld. Und zwar deutlich stärker als das Investment Grade-Segment, da die Ausfallsraten in Europa und vor allem in den USA weiter sinken. Wir erwarten mittelfristig jedoch engere IG-Risikoprämien und damit eine Nachholbewegung relativ zu anderen Risikomärkten. Wir behalten ein Übergewicht an Euro-Unternehmensanleihen bei.

„Genuine Global Macro“



Global-Macro-Strategien als aktive Anlagestrategie in den wichtigsten liquiden Assetklassen zählen zu den Kernbausteinen in vielen institutionellen Portfolios. Dr. Andreas Sauer von ansa capital management ist überzeugt, dass eine „echte“ Global-Macro-Strategie bei der systematischen Analyse makroökonomischer Entwicklungen ansetzen muss. 

Global-Macro-Strategien gehören zu den ältesten Hedgefondsstrategien, vielleicht sogar zu den ältesten aktiven Investmentstrategien überhaupt. Der Indexanbieter HFR definiert Manager in diesem Segment als „Investment Managers which trade a broad range of strategies in which the investment process is predicated on movements in underlying economic variables and the impact these have on equity, fixed income, hard currency and commodity markets.”

CHARAKTERISTISCHE MERKMALE für Global-Macro-Strategien sind üblicherweise:

  • Dimension: Long/Short Multi-Asset Strategien in den großen liquiden Asset-Klassen
  • Geographie: Globaler Scope
  • Prozess: Top-Down, d.h. aktive Entscheidungen auf der Ebene der Asset-Klassen, keine Einzeltitelselektion
  • Risikomanagement: aktives Risikomanagement mit dem Ziel, asymmetrische Performanceprofile zu erzeugen 

Dabei existiert eine großes Bandbreite unterschiedlicher Investmentprozesse: diskretionär vs. systematisch, fundamental vs. technisch, trend following vs. relative value. Sie alle eint die fundamentale Überzeugung, dass die (erwartete) Performance von Assetklassen bzw. deren Risikoprämien im Zeitablauf von den ökonomischen Bedingungen und Erwartungen abhängt. Sie eint auch das Ziel, durch aktives Management in Verbindung mit einem überlegenen Risikomanagement attraktive Risiko-Return-Profile zu erzeugen. Im Grunde genommen ist es die Urform des aktiven Portfoliomanagements auf Assetklassenebene frei von einer Benchmark. 

EINE „ECHTE“ GLOBAL-MACRO-STRATEGIE muss bei der Analyse makroökonomischer Entwicklungen ansetzen. Ausgangspunkt des Investmentprozesses im Hause ansa sind umfangreiche Research-Ergebnisse, wonach es einen erfassbaren Wirkungszusammenhang zwischen ökonomischen Wirklichkeiten und Kapitalmärkten gibt. Einfach gesagt: Aktien steigen nicht in einer Rezession und Zinsen fallen nicht bei hoher Inflation!

Die heutige ökonomische Situation und die Erwartung der Anleger darüber bestimmen maßgelblich die Entwicklung an den Kapitalmärkten. Dabei sind vor allem zwei Dimensionen entscheidend: Die realwirtschaftliche und die monetäre (inflationsrelevante) Entwicklung. Wir glauben nicht, dass ökonomische Entwicklungen mit hinreichender Präzision prognostiziert werden können. Dagegen zeigt sich, dass die Reaktion der Märkte auf ökonomische Entwicklungen sehr gut und persistent prognostizierbar ist. Unsere Strategie zielt daher darauf ab, die aktuelle ökonomische Situation in den beiden genannten Dimensionen mit maximaler Präzision und Aktualität zu messen und unsere Global-Macro-Strategie in den wichtigsten liquiden Assetklassen jederzeit daran anzupassen.

Grundlage sind eigens entwickelte, tagesaktuelle Macro-Indizes für die großen Wirtschaftsregionen. Zu deren Berechnung aggregieren wir veröffentlichte realwirtschaftliche und monetäre Makrodaten zunächst zu Sub-Indizes, die dann wiederum zu zwei Haupt-Indizes zusammengefasst werden. Sie erlauben uns, die realwirtschaftliche und monetäre Situation und deren Veränderung jederzeit genau zu messen und daraus die richtige Allokation abzuleiten. Dies nennen wir „Macro- Sensitive-Investing“. 

REGIMEBASIERTER ANSATZ: Makroökonomische Bedingungen ändern sich außerhalb von Krisensituation wie z.B. 2008 nicht schlagartig – sondern langsam und graduell. Schon immer spricht man von und denkt in Konjunkturphasen und geldpolitischen Regimen. Wir nutzen diese Erkenntnis, um aus unseren Macro-Indizes ökonomische Regime abzuleiten.

Auf der realwirtschaftlichen Seite unterscheiden wir vier Regime, die wir zur einfachen Visualisierung mit einer Jahreszeitensymbolik benennen. Dabei charakterisieren wir „Sommer“ als eine Phase positiver und sich weiter verbessernder realwirtschaftlicher Situationen. „Winter“ entsprechend als eine Phase negativer und sich weiter verschlechternder Situationen. „Herbst“ und „Frühling“ bezeichnen Übergangsphasen.

Beispielhaft zeigt nachfolgende Graphik die Entwicklung unseres globalen real- wirtschaftlichen Index seit Ende 2015. Fast wie im Lehrbuch ist zu erkennen, wie sich die schlechte globale Konjunkturlage Ende 2015 über das Jahr 2016 in die „hochsommerliche“ Konjunkturlage 2017 hineinentwickelte. Deutlich ist auch die Abschwächung seit dem 2. Quartal 2018 zu sehen und typisch auch die graduelle Änderung der Indizes, die auf einen autokorrelierten Nachrichtenfluss bei Macro-Daten hinweist und den oben beschriebenen Regimegedanken stützt.

GRUNDLAGE DER PORTFOLIOSTEUERUNG ist die Analyse des Performance- und Risikoverhaltens von Assetklassen in ökonomischen Regimen. Dabei zeigt sich, dass Assetklassen über alle Regionen hinweg ein sehr persistentes Verhalten aufweisen. Beispielweise erzielte der S&P 500 seit 1979 im „Sommer“-Regime eine annualisierte Performance von +7%, während er im „Winter“ mit durchschnittlich -6% deutlich verlor; der MSCI Emerging Market Index gewann seit 2000 in „Sommer“-Monaten +26% und verlor in „Winter“-Monaten -5%.

Die aktive Portfoliosteuerung richtet sich zunächst in zwei Dimensionen danach aus: Das aktuelle ökonomische Gesamtregime bestimmt die Zielvolatilität sowie die Risikoverteilung auf Assetklassen-Ebene. Abstrahiert man von Details folgt dieser Schritt einer intuitiven und eleganten Logik: Bei sonst gleichen Umständen akzeptieren wir in einem guten ökonomischen Regime ein höheres Gesamtrisiko und eine höhere Allokation in Aktien als in einem vergleichsweise schlechten Makro-Umfeld.

In einer Long/Short-Variante der Strategie werden entsprechend Long- und Short- Positionen aus dem Regime abgeleitet. Die Volatilitätssteuerung wird auch auf der zweiten Ebene angewendet. Der Gesamtrisikobeitrag einer Assetklasse wird nach dem regionalen Makroregime in Verbindung mit einem Value-, Momentum- und Carry-Signal auf die Regionen aufgeteilt. Im Ergebnis erreichen wir eine sehr aktive Volatilitätssteuerung, die sich deutlich von risikoparitätischen Ansätzen unterscheidet.

WICHTIG IST UNS, dass das aktuelle Strategierisiko eine aktiv gesteuerte Größe ist, die nicht „zufällig“ mit Allokationsentscheidungen oder Veränderungen in der Marktvolatilität schwankt. Die finalen Portfoliogewichte ergeben sich schließlich aus einer Portfoliooptimierung, deren Inputgröße ein Vektor mit Zielrisikobeiträgen für jedes Asset ist.

Aus unserer Sicht liegen die Vorteile eines regimebasierten Macro-Ansatzes auf der Hand: Die Strategie wird robust, ist weniger anfällig für modellbezogene Schätzfehler und erlaubt jederzeit, die aktuelle Positionierung transparent nachzuvollziehen.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf hedgework.de als Beitrag zur Präsentation von Dr. Sauer auf dem 158. Hedgework im September 2018.

Dr. Andreas Sauer

führt seit 2014 erfolgreich seine eigene Investmentboutique ansa capital management. Seine Global-Macro-Strategie richtet er mit wissenschaftlicher Methodik aktiv an ökonomischen Wirklichkeiten aus. Er nennt dies „Macro Sensitive Investing“.
Zuvor war er Gründungspartner, CEO und CIO der heutigen Quoniam Asset Management.

ansa capital management

ist eine eigentümergeführte, eigeninvestierte und unabhängige Investmentboutique. Das Handeln gründet auf einem festen Fundament: Mehr als zwei Jahrzehnte Wissen und Erfahrung in der Anwendung quantitativer Methoden sowie dem Aufbau und Management einer der erfolgreichsten globalen Investmentboutiquen in Deutschland.
Antrieb des Managements ist die Überzeugung, dass sich die Performance von Assetklassen auf Dauer den ökonomischen Wirklichkeiten nicht entziehen kann. Deshalb wird die Wirkungskette von der Makroökonomie zu den Kapitalmärkten für einzelne globale Wirtschaftsregionen erforscht und die aktuelle monetäre und realwirtschaftliche Situation erfasst, woraus Anlageentscheidungen abgeleitet werden. Damit ist das „Macro Sensitive Investing“ auf ein einziges Ziel gerichtet: In jedem makroökonomischen Umfeld eine positive Performance zu erzielen.

Kontakt:

ansa capital management
Dr. Andreas Sauer
Tel.: +49 6251 85693-0 
E-Mail: info@ansa.de
Internet: www.ansa.de

Ten events that matter to investors in the final quarter of 2018

by Andrew Rymer, Investment Writer at Schroders.

As many northern hemisphere investors get their feet back under their desks after the summer break, we look at the key events and themes likely to be on the agenda for September and the fourth quarter of 2018.

1) Global trade negotiations

The US and China held fresh, and largely fruitless, trade talks in August. The economics team here at Schroders believes that the dispute is likely to be prolonged, and persist beyond the US midterm elections in November.

The US implemented tariffs on $50 billion of Chinese imports in two stages in July and August, and China responded with duties of equal measure.

The US Trade Representative, whose role includes managing US trade relations and negotiating with other countries, recently concluded its hearings on a proposed $200 billion of Chinese goods on which it could apply 25% tariffs. This paves the way for further tit-for-tat tariffs, with Beijing having announced a list of $60 billion in US goods that it would target in retaliation.

There is a limit in the extent to which China could implement reciprocal or retaliatory tariffs, however. This is because China imports less from the US than vice versa. One alternative strategy for Beijing could be to implement non-tariff barriers for US companies which operate in the country. This is an approach which it has previously used against Korean and Japanese companies.

2) Brexit talks

The UK government published in July its long-awaited white paper, outlining plans for exiting the European Union (EU). Since then it has started to outline the measures that it is taking to prepare for the possibility of a “no deal” Brexit. The House of Commons returned from its summer recess on 4 September and soon the political party conference season gets underway, running from 15 September to 3 October.

EU leaders meanwhile are scheduled to meet to discuss Brexit on 20 September. The formal EU summit on 17-18 October is seen as the deadline for a withdrawal agreement. This is to allow sufficient time for both the UK and European parliaments to approve it. Should a deal not be reached in October, the EU has indicated that November is the latest month in which a deal could be agreed. However, another EU summit is timetabled for 13-14 December which on paper would appear to be the final chance for a deal to be agreed. Much uncertainty therefore remains over the timing and nature of any final agreement, or indeed whether an agreement will be reached at all.

View from a fund manager - Alex Breese, UK Equities:

“Despite the uncertainties created by Brexit, quantitative tightening and fears of a trade war, at the sector and stock level we continue to identify pockets of value within the UK market. We continue to focus on these lowly-valued areas in the market where we feel there is potential for positive change in the years ahead.”

3) Federal Reserve policy

The US Federal Reserve’s (Fed) interest rate setting committee, known as the Federal Open Market Committee, is scheduled to convene on 25/26 September, 31 October, 7/8 November and 18/19 December. Current expectations are for a 25 basis points (i.e. 0.25%) increase in policy rates at each of its September and December meetings. However, the focus is shifting to 2019 and at what level the Fed decides to pause.   

Beyond the two additional rate rises expected this year, Schroders’ economics team anticipates that the Fed will increase US interest rates on two more occasions in the first half of 2019, peaking at a level of 3%. This is because it believes the effects of previous interest rate rises are lagged and, combined with a fading of President Trump’s increased spending measures, may slow the economy.

The economist’s view – Keith Wade, Chief Economist and Strategist:

“The Fed is already indicating that it is thinking about how much further interest rates need to rise. Once the peak is in sight markets could shift significantly as the period of dollar strength will draw to a close.

“In this respect it is possible that the Fed will have finished raising rates before the European Central Bank and Bank of Japan have even started.”

4) Japan’s LDP to hold leadership election – 20 September

Prime Minister Abe has recently confirmed that he will stand in his Liberal Democratic Party’s leadership election in September. Should Mr Abe be re-elected leader, it would be his third straight term, making him Japan’s longest serving prime minister. He is expected to comfortably defeat his only challenger, former defence minister Shigeru Ishiba.        

View from a fund manager – Andrew Rose, Japanese Equities:

“After weathering financial scandals earlier this year, Prime Minister Abe now seems to have a reasonably clear path to the LDP leadership election. With a renewed period of policy stability likely after the election, attention will soon focus on the next increase in the consumption tax, scheduled for October 2019. The final decision is likely to be taken around the end of 2018, allowing time for the necessary system updates.

“Despite short-term variations, Japan’s economy still appears to be heading out of a deflationary environment. Wages are showing some signs of responding to the tightness of the labour market and there have been marginal increases in inflation expectations. Although the most recent quarterly results season was good rather than spectacular, the prospect remains for a better revisions cycle in the second half of the fiscal year.”

5) Italian budget announcement – draft likely by end September (talks with EU in October)

Italy’s new government is expected to put forward its budget proposals in the coming months. A small stimulus appears to be the most likely outcome. Should bolder spending plans be included, this would likely trigger a dispute with the EU. This is because its budgetary policy requires member states to avoid excessive government deficits, defined as a deficit in excess of 3%. This is a situation where total government expenditure exceeds total receipts, excluding borrowing.   

6) Brazil general elections – 7 October

It has been a busy few years in Brazilian politics, following the impeachment of second term president Dilma Rousseff in 2016. Former vice-president Michel Temer took the reins but despite some initial success in driving through reforms, these have stalled amid allegations of corruption. President Temer’s approval ratings are in the single digits and he will not run for the office. 

The latest opinion polls reflect much uncertainty, in part due to the fact that the most popular candidate, former president Luiz Inácio Lula da Silva of the Workers’ Party, is prohibited from standing due to his imprisonment for fraud and corruption. Despite being registered as a candidate, he has recently been barred from running by the country’s highest electoral court. Opinion polls without Lula, as he is widely known, show a lead for right-wing candidate Jair Bolsonaro. The highest-polling market-friendly candidate is Geraldo Alckmin of the Brazilian Social Democracy Party. He lags by some margin in the latest surveys, but is expected to benefit from a higher allotment of TV and radio time as the campaigns get underway. 

A two round system is used to elect a president, unless a single candidate receives more than 50% share of the vote in the first round. A second round would take place on 28 October.

7) US second stage sanctions on Iran take effect – 4 November

Following President Trump’s decision to withdraw the US from the 2015 Joint Co-operative Plan of Action (JCPOA) back in May, the US is re-imposing sanctions on Iran in two stages. The first round took effect on 6 August and included measures which prohibit the purchase or acquisition of US dollar banknotes by Iran’s government, as well as trading in commodities such as gold, steel and coal.

The sanctions that the US plans to impose from 4 November include the prohibition of petroleum-related transactions with the National Oil Company among others. Sanctions will also be re-imposed on the port operation and the shipping sector. These measures apply to associated services and businesses engaging with related industries. While many other factors remain uncertain, not least wider geopolitical developments, the impact of these measures would suggest some support to crude oil prices.

8) US midterm elections – 6 November

In November, voters across the US get their first opportunity to show their opinion on President Trump’s administration since his election in 2016. Midterm elections see all of the 435 House of Representatives seats and 34 of the 100 Senate seats come up for election. The president’s Republican Party currently hold a majority in both houses of government but these elections have historically been negative for the ruling president’s party. Nonetheless, the task ahead for the Democrats is not easy, especially in the Senate.

In the House of Representatives, the Democrats would need to gain 24 seats to gain control. In the Senate however, 26 of the 34 seats up for election are currently held by the Democratic Party, suggesting that it may be easier for the Republican Party to maintain control.

9) European Central Bank policy

The European Central Bank’s rate setting committee, the Governing Council, is scheduled to meet on 13 September, 25 October and 13 December. It has previously announced plans to wind down its quantitative easing programme by the end of December. It has also provided guidance for interest rates to remain on hold until the third quarter of 2019, unless there is a major change in economic conditions.

10) Bank of Japan policy

Japan’s central bank will hold interest rate policy meetings on 18/19 September, 30/31 October and 19/20 December. Owing to lower-than-expected inflation, it recently made small tweaks to its policy, contrary to previous speculation that it could effectively tighten policy (i.e. remove some of its stimulus measures). It also stated that the current low rate policy would be maintained for “an extended period of time”, meaning no change to policy is currently expected in the next few months.


This article has first been published on schroders.com.

Möglicher Durchbruch bei Gentechnik beflügelt Biotechnologie-Aktien

Aktien aus dem Segment Biotechnologie gelten aufgrund der Innovationsstärke des Sektors als chancenreich, neigen aber auch zu hohen Kursschwankungen in beide Richtungen. Nach einer längeren Phase der Konsolidierung lassen Biotechnologie-Aktien seit Mai einen deutlichen Aufwärtstrend erkennen. Harald Kober, Senior Fondsmanager des Aktienfonds ESPA STOCK BIOTEC, erläutert die Gründe für die neue Zuversicht der Investoren.

Wie haben sich die an der Börse gelisteten Biotechnologie-Unternehmen entwickelt?

Biotechnologie Aktien sind bis zu ihrem All-Time High Mitte 2015 mehr als sechs Jahre permanent nach oben geklettert. Es folgte eine scharfe Korrektur, nachdem im US-Wahlkampf die unterlegene Kandidatin Clinton eine Gesundheitsreform in Aussicht gestellt hatte, die sich im Falle ihres Wahlsiegs negativ auf die Branche ausgewirkt hätte. Wie wir wissen, kam es anders: Zwar lässt auch der amtierende Präsident Trump der Branche ausrichten, dass ihm höhere Preise für Medikamente nicht gefallen. Eine gesetzliche Regulierung steht aber momentan nicht zur Debatte.

Hinweis: Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu.

In letzter Zeit sind die Kurse von Biotech-Aktien deutlich angezogen? Was sind die treibenden Faktoren

Der gesamte Technologiesektor ist heuer ganz gut gelaufen im Gegensatz zu anderen Aktien-Kategorien, aber die Gründe sind auch hausgemacht: Biotechnologie-Aktien sind an der Börse günstig bewertet – vor allem die großen zehn. Und die Umsatz- und Gewinnschätzungen für 2018-2020 lassen Steigerungen im niedrigen zweistelligen Bereich erwarten. Immerhin, sie sind zweistellig. Darüber hinaus haben zahlreiche neue Studien mit teils vielversprechenden Forschungsergebnissen die Phantasie der Investoren „beflügelt“ und zu positiven Mittelzuflüssen seit Anfang Juni gesorgt.

Welche Innovationen und Forschungsergebnisse können den Sektor beflügeln? Können Sie einige Beispiele nennen?

Der US-Biotec-Riese Biogen hat bekannt gegeben, dass ein Medikament gegen Alzheimer die Phase II des Forschungsprozesses durchschritten hat. Laut diesem Medikament können Ablagerungen im Gehirn beseitigt werden, die Alzheimer Symptome wären rückläufig. Das haben die Investoren positiv aufgenommen, und nun hoffen sie, dass es (BAN2401) letztendlich am Ende der Phase III, dh in ca. zwei Jahren,  für den kommerziellen Vertrieb an Patienten genehmigt wird. Ich bin ein wenig skeptisch, denn die Studienergebnisse waren nicht zu 100% eindeutig.

Abgesehen von Alzheimer, welches Anwendungsgebiet erscheint aus heutiger Sicht erfolgversprechend?

Das ist ganz klar die Genforschung und Gentechnik. Momentan ist die sogenannte Geneditierung ein großes Thema: Darunter versteht man vereinfacht dargestellt, dass Mithilfe gentechnischer Methoden defekte Gene repariert bzw. entfernt werden. Dies ist vor kurzem erstmals bei einem Patienten gelungen. Die US-amerikanischen Biotechnologieunternehmen Sangamo Therapeutics und Crispr Therapeutics  haben hier Pionierleistungen vollbracht. Hier stehen wir erst am Beginn eines breiten Anwendungsgebietes. Viele Krankheiten können vielleicht in wenigen Jahren an der Wurzeln behandelt werden und nicht nur die Symptome. Onpattro ist das erste Arzneimittel, das auf der RNAI Technologie basiert ist und für eine kleine Gruppe von Patienten mit einer seltenen vererbbaren Nervenkrankheit zugelassen ist.

Das klingt alles hoch interessant, aber wodurch könnte der Biotechnologiesektor gebremst werden?

 Die Preisentwicklung mit Steigerungsraten über der Inflationsrate dürfte nicht mehr so leicht durchzusetzen sein. Präsident Trump hat gedroht einzugreifen, sollte man sich diesem Wunsch der Regierung nicht beugen. Ich denke aber, dass man mit solchen Ansagen gerechnet hat und hier offen für Zugeständnisse ist, um neue Absatzmärkte mit großem Potenzial nicht zu gefährden. Eine staatliche Regulierung der Medikamentenpreise wäre sicher die schlechtere Alternative.

Sie haben früher die Übernahmefantasie angesprochen. Dreht sich das Übernahmekarussell immer noch?

Ja, da hat sich nichts geändert. Große Pharmakonzerne sind nach wie vor auf der Suche nach kleinen innovativen Biotechnologie-Unternehmen. So hat heuer das Schweizer Pharma-Großunternehmen Novartis das  US-Unternehmen Avexis um 8,7 Milliarden US-Dollar erworben, um die Position als führendes Gentherapie- und Neuroscience-Unternehmen ausbauen. Und Sanofi hat für 3,9 Milliarden Euro das belgische Unternehmen Ablynx geschluckt, das an Medikamenten gegen seltene Erkrankungen des Blutsystems arbeitet. Das Zusammengehen des US-Unternehmens Shire mit dem japanischen Pharmakonzern Takeda, ein Deal im Umfang von 62 Milliarden Dollar, ist noch im Laufen.

Investieren in Biotechnologie-Aktien

Anleger, die das mit einem Investment in Biotechnologie-Aktien verbundene hohe Risiko breit streuten möchten, haben die Möglichkeit mit dem ESPA STOCK BIOTEC der Erste Asset Management. Der Fonds ist in den bedeutendsten börsennotiertem Biotechnologie-Unternehmen investiert. Das sind in erster Linie Unternehmen in den USA. Aktien aus dem pazifischen Raum und aus Europa spielen eine untergeordnete Rolle, werden dem Fonds jedoch selektiv beigemischt. Die Währungen werden gegenüber dem Euro nicht abgesichert.


Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

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Zuflüsse in Silber-ETPs setzen sich fort, da die Preisrückgänge überzogen scheinen

Bei Long-Silber-ETPs kam es zu den stärksten Zuflüssen in 14 Wochen, da die Preisrückgänge überzogen erscheinen, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Kupfer-ETPs verbuchten die höchsten Zuflüsse seit sechs Wochen, da sich die Anleger Kursrückschläge zunutze machen. Gold verzeichnet erstmals seit vier Wochen wieder Abflüsse.

Bei Long-Silber-ETPs (A0N62F) kam es zu den stärksten Zuflüssen in 14 Wochen, da die Preisrückgänge überzogen erscheinen. Die Zuflüsse in Long-Silber-ETPs in Höhe von 32,9 Mio. USD in der vergangenen Woche glichen die anhaltenden Abflüsse in den vorangegangenen drei Wochen mehr als aus. Die Silberpreise sind in diesem Jahr deutlich stärker gefallen als die Goldpreise. Erstere gaben seit Jahresbeginn bislang um 13 Prozent nach, Letztere um 8 Prozent. Das Verhältnis der Gold- und Silberpreise ist auf den höchsten Stand seit März 2016 gestiegen, was darauf hindeutet, dass Silber im Vergleich zu Gold günstig bewertet ist, und einige Anleger scheinen sich für eine Erholung der Silberpreise zu positionieren.   

Kupfer-ETPs (A0KRJU) verbuchten die höchsten Zuflüsse seit sechs Wochen. Nach drei Wochen von Abflüssen in Folge kam es vergangene Woche zu Zuflüssen in Long-Kupfer-ETPs von 13,3 Mio. USD. Die Kupferpreise entwickelten sich in den letzten Monaten volatil. Nach dem Preiseinbruch bei Kupfer von beinahe 22 Prozent zwischen dem 8. Juni und dem 15. August 2018 erholten sich die Preise zwischen dem 15. und 28. August wieder um über 5 Prozent. Vom 28. bis 31. August gaben die Preise dann abermals um 2 Prozent nach. Die jüngsten Zuflüsse deuten möglicherweise darauf hin, dass sich einige Anleger Kursrückschläge zunutze machen. Trotz der anhaltenden Sorge, dass ein aufkommender Handelskrieg die globale Kupfernachfrage dämpfen könnte, fallen die Fundamentaldaten für das Metall unseres Erachtens weiter solide aus. Das Angebot an raffiniertem Kupfer dürfte infolge der Schließung der Schmelzanlage von Vedanta im Mai 2018 (Indiens zweitgrößter Schmelzbetrieb) weiterhin knapp ausfallen. China wird die Verhüttungsaktivitäten wohl auch in diesem Winter wieder begrenzen, um die Verschmutzung zu reduzieren, was ebenfalls zur Angebotsverknappung beiträgt. Die jüngsten Daten der International Copper Study Group zeigen, dass raffiniertes Kupfer nach einem Überschuss von Januar bis März im April und Mai ein Angebotsdefizit aufwies.

Gold-ETPs (A0LP78) verzeichnen erstmals seit vier Wochen wieder Abflüsse. Trotz der Zuflüsse zu Beginn der Woche kam es bei Long-Gold-ETPs auf Wochensicht insgesamt zu Abflüssen in Höhe von 8,8 Mio. USD. Die Goldpreise setzten ihre Erholung in der vergangenen Woche fort und stiegen relativ zur Vorwoche um 0,4 Prozent. Die Zugewinne beim Edelmetall wurden allerdings durch eine Aufwertung des US-Dollars um 0,6 Prozent am Freitag begrenzt. Grund für die Verkäufe von Gold-ETPs am Freitag dürften die Sorgen sein, dass der US-Dollar wieder auf Werte steigen könnte, die zuletzt Anfang August verzeichnet worden waren.

Die Abflüsse aus Aluminium-ETPs (A0KRJS) erreichen ein Acht-Wochen-Hoch. Eine Erholung der Aluminium-Preise, die am 17. August eingesetzt hatte, dürfte potenzielle Gewinnmitnahmen nach sich ziehen. Mit dem Preisumschwung fielen Abflüsse aus Long-Aluminium-ETPs in Höhe von 6,4 Mio. USD in der letzten Woche und 0,9 Mio. USD in der Woche davor zusammen. Das Aluminiumangebot fällt im bisherigen Jahresverlauf aufgrund von Sanktionen gegen einen großen Aktionär vom weltweit größten Aluminiumhersteller Rusal begrenzt aus. Darüber hinaus haben auch die von den USA auferlegten Zölle auf Aluminium-Importe für Störungen in den Lieferketten gesorgt.

Investieren in Megatrends: Internet der Dinge

von Günther Schmitt, Fondsmanager des Raiffeisen-MegaTrends-Aktien.

Inzwischen haben viele Menschen vom „Internet der Dinge“ zumindest schon einmal gehört, oder erste praktische Erfahrungen damit gemacht. Am ehesten wohl mit den digitalen Sprachassistenten, die von Auskünften über Unterhaltung bis hin zur Steuerung von Haushaltsgeräten eine rasant wachsende Palette an Anwendungen bereithalten, die zusätzlichen Komfort und Arbeitserleichterungen bringen.

Für manche ist das (noch) eher lustige Spielerei, für andere sogar eine Horrorvision von immer größerer Technik-Abhängigkeit. Dahinter steht allerdings viel mehr! Denn das „Internet der Dinge“ könnte enorme Fortschritte bei der viel effizienteren Nutzung von zunehmend knappen Resssourcen ermöglichen.

Herausforderung Bevölkerungswachstum

2050 werden knapp 10 Milliarden Menschen1 die Erde bevölkern. Doch wie sollen sie alle versorgt werden? Die Ressourcen des Planeten viel effizienter zu nutzen als bisher, wird unumgänglich dafür sein.

Und hier kommt das IoT ins Spiel: Es ist im Grunde ein Sammelbegriff für Technologien einer globalen Infrastruktur, die es ermöglicht, physische und virtuelle Gegenstände miteinander zu vernetzen und sie durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten zu lassen. Indem Geräte über das Internet automatisiert miteinander kommunizieren (Machine-to-Machine Communication, kurz M2M), Daten austauschen und interagieren (Smart Devices), lassen sich ungeahnte Effizienzgewinne erzielen. Menschen werden entlastet und können ihre körperlichen und geistigen Potenziale anderweitig einsetzen. Aber mehr noch lassen sich auf diese Weise Rohstoffe und Energie in enormen Größenordnungen einsparen.

Das IoT eröffnet ungeahnte Möglichkeiten

  • In der Industrie 4.0 löst das IoT Probleme in Echtzeit, verhindert jegliche Produktionsver-zögerung und ermöglicht eine kostenminimierende just-in-time-Produktion.
  • In Smart Cities kann IoT die öffentliche Verwaltung (z. B. Abfalllverwaltung und Sicherheit) optimieren.
  • Auch im privaten Bereich (Smart Home) kümmert sich das IoT vollautomatisch um geringstmöglichen Energieverbrauch oder nimmt lästige Aufgaben ab, wie z. B. die Überwachung von Lebensmittel-beständen im Kühlschrank und eventuelle Nach-bestellung oder den Schutz vor Einbrüchen.
  • Das IoT ist in der Automobilbranche eine grundlegende Voraussetzung für selbstfahrende Autos, die Marktbeobachter einstimmig für einen der ganz wichtigen Trends der Zukunft halten. Damit einhergehend könnten u. a. Car-Sharing-Modelle in völlig neuem Umfang entstehen. Dies wiederum könnte Umwelt und Innenstädte entlasten und dazu führen, dass weniger Automobile und Parkplätze als bisher benötigt werden.

Jede einzelne dieser teils bahnbrechenden Innovationen erleichtert den Alltag und verbessert unsere Lebensqualität. Ob Parkplatzsuche mittels Karten in Echtzeit, lebensrettende, vernetzte Herzschrittmacher oder die Steuerung ganzer Fertigungsstraßen in modernsten 4.0 Industriebetrieben: Das IoT löst Probleme, die manuell bislang kaum zu bewältigen waren und beugt zugleich vielen künftigen potenziellen Schwierigkeiten vor. Dabei steht es erst am Anfang! Es ist kaum absehbar, was in den kommenden Jahrzehnten alles möglich sein wird.

Stürmisches Wachstum soweit das Auge reicht...

Weltweit verbinden sich derzeit in jeder Sekunde etwa 127 neue Smart Devices mit dem „Internet der Dinge“2. In zwei Jahren werden es insgesamt bereits über 20 Milliarden sein3. Je nach Anwendungsbereich wird das Wachstum mit einer kumulierten jährlichen Zuwachsrate zwischen 20 und 40 Prozent förmlich explodieren, prognostiziert unter anderem die Boston Consulting Group für das kommende Jahrzehnt. Rund 11 Billionen US-Dollar sollen die potenziellen jährlichen, wirtschaftlichen Auswirkungen des IoT im Jahr 2025 ausmachen, sagt McKinsey voraus.

... und damit ein aussichtsreiches Feld für Investoren

Das „Internet der Dinge“ steht also erst am Beginn eines gleichwohl langfristigen wie rasanten Wachstums. Im Raiffeisen-MegaTrends-Aktien wollen wir genau dieses Potenzial im Interesse unserer Investoren nutzen.

Der Fonds versucht, vom „Internet der Dinge“ auf drei Ebenen zu profitieren:

  1. Produzenten der zugrundeliegenden Technologien (Hard- und Software)
  2. Infrastruktur des IoT (5G, Cyper-Security, Mobilfunknetz)
  3. Anwender des IoT (Automobilbranche, Logistikunternehmen, Pharmabranche, etc.)

Damit will das Fondsmanagement möglichst die gesamte „Nahrungskette“ des „Internets der Dinge“ abbilden. Es investiert also in die Erzeuger der Sensoren und Mikrochips (z. B. Samsung, Infineon, TSCM, U-Blox), genauso wie in die Anbieter der Infrastruktur (Cisco, Nokia) und Mobilfunker (T-Mobile, Softbank). Investments erfolgen ebenso in die Anwender der Technologie, wie z. B. in die Automobilbranche (Toyota, BMW, Geely), den Gesundheitssektor (Cerner, Teladec, Intuitive Surgical) oder in die Industrie im Allgemeinen (Siemens, Signify, Kühne & Nagel, GE, AGCO, Fanuc, Nidec, Keyence).

Fazit

Internet of Things – einer der größten aktuellen Megatrends

Die anstehenden Umwälzungen in fast allen Lebensbereichen, die das „Internet der Dinge“ ermöglichen wird, sind wahrhaft revolutionär und lassen sich derzeit oft nur erahnen. Sie bieten eine Fülle von Chancen und Herausforderungen aber natürlich auch Risiken. Das gilt für Unternehmen und Beschäftigte und selbstverständlich auch für Investoren. Das Fondsmanagement des Raiffeisen-MegaTrends-Aktien beobachtet die bahnbrechenden Entwicklungen auf diesem Gebiet entsprechend intensiv, um die daraus resultierenden langfristigen Ertragschancen bestmöglich für seine Anleger zu nutzen, und zugleich mögliche Risiken rechtzeitig zu erkennen. Apropos Risiken: Den überdurchschnittlichen Chancen im Zuge dieser Umwälzungen stehen selbstverständlich auch höhere Risiken (wie etwa Branchen- oder Unternehmensrisiken) gegenüber.


1) https://esa.un.org/unpd/wpp/Publications/Files/WPP2015_DataBooklet.pdf 
2) Quelle: McKinsey
3) Quelle: Gartner