Rückblick Börsen 2019 – ein Jahr schier unendlicher Geschichten?

Über weite Teile gestaltete sich das Jahr 2019 für die Anleger weltweit wie eine Art Fortsetzungsgeschichte aus dem Vorjahr: Die beherrschenden Themen blieben der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie das Hin und Her um den Brexit.

Erst gegen Jahresende schienen sich – wenn auch noch keine endgültigen Lösungen – zumindest wichtige Fortschritte abzuzeichnen.

Im Jahresverlauf belegten sich die beiden größten Volkswirtschaften wechselseitig mit neuen Zöllen und wirtschaftspolitischen Vergeltungsmaßnahmen.

Geprägt war der Handelskonflikt vor allem von widersprüchliche Ankündigungen vonseiten des US-Präsidenten Donald Trump, Fristen und Aufschüben, die die Aktienmärkte teils stark bewegten.

Handelskonflikte hielten Anleger in Atem

Im Dezember konnte schließlich ein Teilabkommen zwischen den USA und China und damit ein tatsächlicher Erfolg der Gespräche vermeldet werden konnte.

Bereits davor hatten die Aussichten auf eine solche Einigung etwa den Dow Jones Industrial Index auf neue Höchststände getrieben: Im Juli überschritt der prominenteste Leitindex des US-Aktienmarktes erstmals die Marke von 27.000 Punkten.

Im November knackte er dann mit 28.000 Punkten die nächste Rekordmarke. Auf Jahressicht verbesserte sich der Dow Jones um etwa 22,7 Prozent auf 28.621,39 Punkte (Stand 27.12.2019 ca. 11.15 Uhr).

Auch Investoren in Europa dürften mit der allgemeinen Marktentwicklung 2019 zufrieden sein: Der Euro-Stoxx-50 gewann über das Jahr um 26,1 Prozent, für den Frankfurter DAX ging  es um 26,3 Prozent nach oben und der ATX der Wiener Börse legte um 17,6 Prozent zu (Stände je zum 27.12.2019 ca. 11.15 Uhr).

Diesseits des Atlantiks wurde vor allem das Ringen um den Brexit gebannt verfolgt. Einen vorläufigen Schlusspunkt setzten hier die Parlamentswahlen in Großbritannien.

Sie ließen nach einer wechselhaften Entwicklung einen Austritt Großbritanniens zu den Konditionen eines von Wahlgewinner Boris Johnson zuvor neu verhandelten Brexit-Vertrages als wahrscheinlichsten Ausgang des Brexit erscheinen.

Angesichts eines lange befürchteten „Hard-Brexit“ ohne vertragliche Regelungen mit der EU, wurde dies an den Märkten als zumindest nicht schlechtestes aller Ergebnisse aufgenommen.

Wechselhafte Signale sorgten für Gesprächsstoff

Im Frühjahr und Sommer hatte ein Phänomen auf den Anleihenmärkten für Aufsehen gesorgt: Die Zinskurve von US-Anleihen zeigte erstmals eine inverse Entwicklung, bei der für kurzfristige Staatspapiere höhere Renditen verlangt werden als für Anleihen mit längerer Laufzeit.

Dies gilt als verlässliches Vorzeichen einer Rezession, was an den Finanzmärkten große Aufmerksamkeit erhielt. Ein weiterer Markt, der sich von Handelskonflikten und politischen Entwicklungen geprägt zeigte, war das Rohölgeschäft.

Nach einigen gescheiterten bis verhalten verlaufenden Börsengängen, setzte es ebenfalls zum Jahresende einen fulminanten Schlusspunkt bei den IPOs: Mit Saudi-Aramco gelang dem Saudi-Arabischen Ölriesen der größte Börsengang aller Zeiten.

Ausblick auf ein spannendes nächstes Jahr

Der in vielen Bereichen wechselhafte Verlauf des Jahres nahm schließlich ein optimistisches Ende. Im neuen Jahr werden sich die Anleger wohl einmal mehr mit Fragen beschäftigen müssen, die ihnen bekannt vorkommen werden:

  • Wie wird sich der Brexit kurzfristig auswirken und kann Boris Johnson mit neuer Machtbasis weitere Anpassungen auf den Weg bringen, das Land auf neue wirtschaftliche Beine zu stellen?
  • War das Teilabkommen zwischen den USA und China ein erster Schritt zu einer langfristigen Lösung ihrer Handelsstreitigkeiten, oder wird der Weg dorthin noch steiniger und weiter als gedacht?

Ein Ereignis, das eine für all diese Fragen wichtige Entscheidung bringen wird, wird jedenfalls 2020 noch stärker in den Mittelpunkt treten: Die US-Präsidentschaftswahlen, die mit dem kürzlich gestarteten Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump bereits im Vorfeld eine Verschärfung erfuhren.


Wichtige rechtliche Hinweise

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Fact(or) Fiction

Using a factor framework to identify drivers of performance helps us explore the issue of whether active UK managers have a bias to size or any other factors, explains Francis Chua, Fund Manager at Legal & General Investment Management.

Investing in active UK equity managers has sometimes been considered synonymous with investing in UK small-caps. The small-cap effect has been discussed before, notably by my colleague Justin Onuekwusi here, so I won’t repeat the theory behind it. Instead, I will explore the factor landscape of active UK equity managers.

Have you ever wondered if their exposure to size has been persistent across time? If it is, this would suggest that managers will lean on the small-cap premium regardless of economic regime. Our analysis of the manager universe shows that the exposure to size has indeed been a persistent factor across time and has been increasing over the past five years. Using a multivariate regression on monthly returns, we analyse contributions to manager excess returns from factors, shown in the chart below. The bars represent contribution to excess return from each factor; for instance, in 2009 roughly 40% of each unit of excess return is attributable to quality (investing in stocks with higher profitability and less debt) and roughly 25% to size.

In 2019, for the first time, we see size as the most influential factor for the 'average' active UK equity manager. The persistence of size across time supports the narrative that moving down the market-cap spectrum is an alpha lever regularly used by managers.

We also see that exposure to the size factor has increased over time. This could be an indication that there is greater confidence in taking on higher risk, but it is more likely that this is the result of sector positioning by managers today (for instance, being underweight the energy sector and overweight consumer discretionary names).

The chart is also interesting in that it shows the absence of value (investing in 'cheap' companies, as measured against their fundamental metrics); are there any value managers left in the UK?

A different picture without size

The reason value is missing from the chart above is because its effect is dominated by size. To put this differently, value managers also invest in small-caps and the size effect dominates the overall analysis. Repeating the analysis and excluding size, this time we see value become more prominent.

The number of value managers has grown, both in absolute terms and as a proportion of the active-manager universe. Our analysis shows that in 2009, 61 managers had exposure to value, roughly 43% of the universe. In 2019, the number of managers with exposure to value jumps to 150, which is nearly a 250% increase in absolute terms. The number of managers in the universe has also increased over the past 10 years, so as a proportion this works out to be 67%. Today, more than half of the active-manager universe offers exposure to value, but note that nearly all of these value managers will have a bias to size (if you’re interested, our analysis suggests only six value managers today don’t have exposure to size). As our first chart above shows, the effect from size will likely dominate exposure to value.

Missing low volatility?

For any investor concerned about recession, we see two possible options in the UK equity market: increase exposure to quality and/or to low volatility (investing in stocks with smaller price moves). From the charts above, we see quality has been a mainstay of active UK equity managers.

What about low volatility? Similar to value, over the past 10 years we’ve seen an increase in exposure to low volatility; in 2009 a mere 8% of the managers had statistically significant exposure to low volatility, while today the number is closer to 21%. Nonetheless, it remains the least influential factor, in terms of its impact on performance, amongst active UK equity managers.

Implications for manager selection

Getting exposure to low volatility as a factor is possible, but requires investors to cast the net wider and also potentially accept other incidental exposure to factors such as quality and value. By our estimates, 75% of managers offer exposure to more than one factor (outside size). Single-factor managers, the size factor aside, are thus a smaller part of the universe.

Returning to the point about size, investors should bear in mind that whichever factor exposure they seek, there is likely to be an inherent size bias. As we’ve shown in the first chart, the effect from size could dominate the risk and/or return of their investments; in the context of the overall portfolio, this should be taken into account.

The active UK equity manager universe offers exposure to a range of factors, and building a portfolio through a factor lens helps to identify drivers of performance and also aids portfolio construction.

If you’re looking for a refresher on factor-based investing, you can read this piece by Andrzej Pioch here.


This article has first been published on macromatters.lgim.com.

Wahlausgang in Großbritannien: Brexit nun so gut wie sicher

von Gerhard Winzer, Chefvolkswirt der Erste Asset Management.

Die Parlamentswahlen im Vereinigten Königreich brachten einen klaren Wahlsieg für die konservative Partei unter dem Vorsitz von Boris Johnson. Unter den möglichen zukünftigen Beziehungen zwischen den Briten und der Europäischen Union fällt ein Szenario weg: der Verbleib in der EU.

Politische Lähmung beendet

Der lähmende Konflikt zwischen der Regierung, die für den Austritt aus der EU eingetreten war, und dem Parlament, das sich in vielen Abstimmungen quergelegt hatte, ist damit entschieden: Ein Brexit Großbritanniens aus der Europäischen Union Ende Jänner 2020 ist so gut wie sicher.

Der Austrittsvertrag ist ausverhandelt. Weil das Hauptthema der Wahl der Ausstieg aus der EU war, kann ein eindeutiger Wählerwille abgeleitet werden. Auf einen Wahlsieg im Sinne einer relativen Mehrheit hatten die Umfragen bereits hingedeutet.

Die Kernfrage war, ob die Torys auch eine absolute Mehrheit im Parlament erreichen werden. Tatsächlich hat die konservative Partei mit 364 Sitzen einen Vorsprung von 79 Sitzen und damit die größte Mehrheit seit 1987 errungen.

Kaum Zeit für Freihandelsabkommen mit der EU

Der Austrittsprozess ist allerdings Ende Jänner noch (lange) nicht zu Ende. In dem zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich verhandelten Austrittsvertrag wurde eine Übergangsperiode zwischen dem Austrittszeitpunkt (Ende Jänner 2020) und den zukünftige Beziehungen bis Ende 2020 festgelegt.

Da bleibt kaum Zeit ein Freihandelsabkommen zu vereinbaren. Bis spätestens Ende Juni 2020 muss bekanntgegeben werden, ob die Frist um maximal zwei Jahre (Ende 2022) verlängert werden soll.

Auf der negativen Seite bleibt damit das Risiko eines ungeordneten („harten“) Brexit nach dem Auslaufen der Übergangsperiode, wenn kein Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem VK zustande kommt.

Auf der positiven Seite haben die Tories nicht nur die absolute Mehrheit gesichert. Boris Johnson ist nun auch mit einem Polster ausgestattet, etwaige Abweichler (Hardliner), die gegen das noch zu auszuhandelnde Freihandelsabkommen mit der EU sein könnten, zu verkraften.

Fazit

Die chaotischen Zustände im Vereinigten Königreich waren einer der Gründe für die kräftig gefallene Unternehmensstimmung in vielen Ländern.

Gemeinsam mit der nun gestiegenen Aussicht für ein Handelsabkommen zwischen den USA und China sind zwei wichtige Voraussetzungen für eine milde Erholung des Wirtschaftswachstums sowohl in Europa als auch auf globaler Ebene erfüllt. Teilweise war dieses Szenario bereits in den Marktpreisen enthalten.

Die Renditen von Staatsanleihen steigen ebenso wie die Aktienkurse und das Britische Pfund gegenüber dem US-Dollar und dem Euro seit einigen Monaten. Der Wahlsieg der Tories wird diese Entwicklung verstärken.


Wichtige rechtliche Hinweise

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Börsengänge 2020: Licht und Schatten in der Tech-Welt

Das Jahr 2019 hielt für die Tech-Branche einige Enttäuschungen bereit: So entpuppte sich der langerwartete Börsengang von Uber als Misserfolg, von dem das Unternehmen sich bis heute nicht erholt hat. Im November kam es zu einem regelrechten Ausverkauf. Insgesamt kamen Aktien im Wert von fast einer Milliarde US-Dollar auf den Markt, der Kurs rutschte um 14 Prozent. Hoffnungsträger WeWork wiederum hat es gar nicht erst an die Börse geschafft. Der IPO wurde abgesagt, nachdem WeWork seine Bewertung stetig gesenkt hatte. Diese soll für den Börsengang unter 20 Milliarden US-Dollar gelegen haben – gegenüber einer vorherigen Bewertung von 47 Milliarden Dollar.

Das zeigt ein grundlegendes Problem der Branche auf: Viele junge Unternehmen sind sehr hoch bewertet, ohne bisher Gewinne erwirtschaftet zu haben. Das birgt zwar Risiken, Anleger müssen sich aber nicht abschrecken lassen. Auch heute noch bieten IPOs die Chance, bereits frühzeitig an einer Erfolgsgeschichte teilzuhaben, wie es damals bei Amazon oder Netflix der Fall war. Wichtig ist jedoch, sich nicht von hohen Bewertungen blenden zu lassen und das Geschäftsmodell kritisch zu betrachten. Auch 2020 gibt es wieder einige Börsenneulinge. Die Fondsboutique GAMAX Funds wirft einen ersten Blick auf drei potenzielle IPO-Kandidaten, ihre Stärken und ihre Risiken.

Didi Chuxing: Zwischen Marktführerschaft und Mordfällen

Auch wenn die Branche der Fahrdienstanbieter und ihre Investoren noch am Uber-IPO zu knacken haben – immer wieder werden Gerüchte über einen möglichen Börsengang des chinesischen Anbieters Didi Chuxing laut. Didi ist der weltweit größte Anbieter von Fahrdienstleistungen und bietet neben eigenen Fahrern, die ihre Privatautos nutzen, auch die Vermittlung von Taxis, Chauffeurdiensten, Mietautos und Reisebussen an. Bereits 2016 übernahm das Unternehmen das China-Geschäft von Wettbewerber Uber und expandierte zuletzt in Länder wie Australien, Mexiko und demnächst Costa Rica. Ein möglicher Börsengang wäre mehrere Milliarden Dollar schwer, schwarze Zahlen schreibt das mit 57 Milliarden US-Dollar bewertete Unternehmen jedoch noch nicht.

Größtes Risiko: Das Unternehmen hat seit einiger Zeit mit einem Sicherheits- und Reputationsproblem zu kämpfen, nachdem 2018 zwei Passagierinnen von ihren Fahrern getötet wurden. Zwar hat der Fahrdienst mit gesteigerten Sicherheitsvorkehrungen reagiert, der Einbruch der Fahrgastzahlen zwang das Unternehmen jedoch zu Sparmaßnahmen. 2018 verzeichnete Didi einen Verlust von 1,6 Milliarden US-Dollar.

Größte Stärke: Didi ist trotz aktueller Probleme der größte Ride-Sharing-Anbieter in China und deckt mit seinem Service geografisch die größte Fläche ab. Bereits 2018 registrierte die App mehr als 10 Milliarden Einzelfahrten. 2019 hatte Didi nach eigenen Angaben 550 Millionen registrierte Nutzer. Auch für die Zukunft scheint das Unternehmen gut gerüstet: Didi betreibt die größte Elektroautoflotte in China, inklusive eines Netzwerks an Ladestationen. Zudem ist geplant, in Shanghai einen autonomen Fahrservice mit Robo-Taxis zu launchen.

Robinhood: Aktien-App für Millennials

Das 2013 in Kalifornien gegründete Startup ermöglichte als erster Anbieter den kostenlosen Aktien und ETF-Handel per App, inzwischen ist – zumindest auf dem US-amerikanischen Markt – auch der Handel mit Optionen und Kryptowährungen möglich. Neben dem Kauf und Verkauf von Aktien bietet die App weitere Funktionen wie den Zugang zu Wirtschaftsartikeln und -videos, Analystenratings oder Benachrichtigungen bei Preisänderungen an. Anleger, die sich tiefergehend informieren möchten, können einen Premium-Account anlegen, der sie zusätzlich mit detaillierten Marktinformationen und Research-Reports versorgt. Hauptzielgruppe sind jüngere Anleger aus der Millennial-Generation zwischen Ende 20 und Ende 30. Die Idee überzeugt die Geldgeber: Robinhood hat bereits mehr als 900 Millionen US-Dollar eingesammelt und ist zurzeit mit ambitionierten 7,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Aktuell expandiert die Plattform nach Großbritannien.

Größtes Risiko: Robinhood ist zurzeit noch defizitär und die Konkurrenz schläft nicht. Das ehemalige Alleinstellungsmerkmal des kostenfreien Aktienhandels wird inzwischen international von mehreren FinTechs kopiert. In Deutschland gehört zum Beispiel das Startup Trade Republic Bank zur Konkurrenz, in Großbritannien Revolut und Freetrade und in den USA Firsttrade und M1 Finance.

Größte Stärke: Die Stellung als Markt-Pionier und starke Wachstumsraten. Die Plattform zählte im Dezember 2019 mehr als 10 Millionen Accounts. Zum Vergleich: Ende 2018 betrug die Nutzerzahl 6 Millionen. Das entspricht einem Wachstum von 66 Prozent. Als First Mover konnte Robinhood sich damit einen großen Vorsprung verschaffen und die strategisch wichtige Zielgruppe der tech-affinen Millennials an seine Marke binden.

Airbnb: Disruptiver Marktführer

Der Community-Marktplatz hat vor elf Jahren den Trend zur Shared Economy mitbegründet und schreckt mit der Vermittlung von Unterkünften die Hotelbranche in mehr als 191 Ländern auf. Das Unternehmen arbeitet seit 2016 profitabel und hat bisher mehr als 4,8 Milliarden US-Dollar an Investorengeldern eingesammelt. Die aktuelle Marktbewertung beläuft sich auf rund 31 Milliarden US-Dollar. Private Anleger hoffen schon länger auf eine Chance, an der Erfolgsgeschichte teilzuhaben. Bereits 2018 war ein Börsengang im Gespräch, jetzt könnte es laut Aussagen von CEO Brian Chesky 2020 soweit sein.

Größtes Risiko: Dem Geschäftsmodell werden zurzeit Steine in Form von politischen Regulierungen in mehreren Städten weltweit in den Weg gelegt, zum Beispiel in Berlin, Boston und Toronto. Hinzu kommt, dass Airbnb ein weiterer Anbieter ist, der aufgrund von Gewaltverbrechen mit Reputationsproblemen zu kämpfen hat: Bei einer Halloween-Party in einem über Airbnb vermieteten Haus in Kalifornien kamen 2019 bei einer Schießerei fünf Menschen ums Leben. CEO Chesky twitterte daraufhin, in Zukunft gezielt gegen unautorisierte Parties vorgehen und das manuelle Screening von „high risk“ Buchungen verstärken zu wollen.

Größte Stärke: Airbnb ist First Mover in einem neuen Marktsegment, das die Spielregeln für die weltweite Hotelbranche verändert. Inzwischen macht die Plattform klassischen Hotels nicht nur Privatkunden, sondern auch Geschäftsreisende streitig. So investierte sie jüngst in die Firma Zeus Living, die unmöblierte Privathäuser in Firmenunterkünfte umwandelt und vermietet.

Risiko gehört zum Geschäft

Dies ist nur eine Auswahl an potenziellen IPO-Kandidaten. Die Liste möglicher Börsengänge im nächsten Jahr ist deutlich länger. Anleger sollten also nichts überstürzen. Wichtig ist, sich vor einem Investment intensiv mit dem jeweiligen Unternehmen auseinanderzusetzen. Jedes Geschäftsmodell birgt Risiken, entscheidend ist jedoch, wie eine Firma darauf reagiert. Airbnb und Didi haben schnell Konsequenzen gezogen. Das bedeutete besonders im Fall Didi zwar kurzfristig Einbußen bei Fahrgastzahlen und Umsätzen, verbessert langfristig jedoch die Sicherheit der Dienstleistungen und zahlt auf die Reputation ein. „Es kommt auf langfristiges Denken an“, sagt GAMAX Fondsexperte Tommaso Tabacchi. „Sowohl bei der Unternehmensführung als auch bei der Investment-Strategie. Anleger, die sich nicht nur an vielversprechenden Bewertungen orientieren, sondern das Unternehmen als Ganzes im Blick haben, können bei einem frühzeitigen Einstieg attraktive Renditen erwirtschaften.“


Über GAMAX Funds

Die Fondsboutique GAMAX Funds wurde 1992 gegründet und gehört seit 2001 zum italienischen Finanzdienstleistungskonzern Mediolanum Banking Group. Aktuell verwaltet GAMAX in drei Fonds ein Vermögen von rund 1 Milliarden Euro (Stand: 28.2.2019). Mit dem GAMAX Funds Junior und dem GAMAX Funds Asia Pacific bietet die Boutique zwei aktiv gemanagte Aktienfonds für ein gezieltes Investment in starke Marken sowie in den wachstumsstarken asiatisch-pazifischen Raum.

„Klimaschutz stärken, sozial-ethische Aspekte aber nicht vergessen.“

Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank, bezieht zu den jüngst vorgestellten Eckpunkten eines Green New Deal der Europäischen Union Stellung:

„Mit der Vorstellung der Eckpunkte zum Green Deal hat die Europäische Kommission einen wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Wandel eingeleitet. Es ist richtig und wichtig, den bevorstehenden Herausforderungen aus der Klimaveränderung aktiv und ohne Zögern zu begegnen.

Die zukünftigen Maßnahmen, Initiativen und Veränderungsprozesse, um die Klimaneutralität Europas bis 2050 zu erreichen, werden enorme finanzielle wie personelle Kapazitäten in Anspruch nehmen. Zwar stellt die Europäische Kommission heraus, dass mit der Umsetzung des Green Deals zur sozialen Gerechtigkeit beigetragen wird, dennoch sollte Europa dabei nicht ein anderes Ziel, zu dem sie sich verpflichtet hat, aus den Augen verlieren: Erst im September 2015 wurde die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung angenommen. Kernstück der Agenda 2030 bilden die 17 Ziele, die Sustainable Development Goals (SDGs). Auch bei der Umsetzung der SDGs hat sich die EU entschlossen, die Vorreiterrolle zu übernehmen.

Europa hat sich somit zwei ambitionierte Ziele gesetzt, wenngleich der Green Deal in ökologischen Aspekten als Teil der Agenda 2030 verstanden werden könnte. Es bleibt aus Sicht der Evangelischen Bank die Sorge, dass zwar die klimarelevanten Ziele der Agenda 2030 im Fokus der EU stehen, aber die sozial-ethischen Ziele wie hochwertige Bildung, Armuts- und Hungerbekämpfung oder der Abbau von Ungleichheiten an Priorität und Kapitalzufluss verlieren könnten.

Die Evangelische Bank richtet seit diesem Jahr ihre unternehmerischen Aktivitäten konsequent an den SDGs aus. Wesentlich für diese Entscheidung war, dass durch die SDGs die ökologischen, ökonomischen und sozial-ethischen Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden. Für die Evangelische Bank stehen alle drei Säulen im Einklang miteinander und setzen den Rahmen für ihr unternehmerisches Handeln.“


Die Evangelische Bank – DIE Nachhaltigkeitsbank

Die Evangelische Bank eG ist ein genossenschaftlich organisiertes, nachhaltiges Kreditinstitut. Als moderner Finanzdienstleister bietet sie Spezial-Know-how und umfassende Finanzlösungen für den kirchlich-diakonischen und sozialen Bereich. Mit einer Bilanzsumme von 7,7 Mrd. Euro ist die Evangelische Bank eG die größte Kirchenbank und zählt zu den zehn größten Genossenschaftsinstituten in Deutschland. Die Evangelische Bank ist als nachhaltig führende Kirchenbank Deutschlands Finanzpartner der Kirchen, Diakonie, Caritas, Freien Wohlfahrtspflege und der Sozialwirtschaft sowie aller privaten Kunden mit christlicher Werteorientierung. Rund 440 Mitarbeiter betreuen bundesweit etwa 19.000 institutionelle Kunden und ca. 72.000 private Kunden an 13 Standorten.

6 Meinungen – Die Weltwirtschaft 2020 aus Kundensicht

von Gerhard Winzer, Chefvolkswirt der Erste Asset Management.

Nach zahlreichen Dienstreisen in Zentral- und Europa, wo unser Ausblick für das nächste Jahr diskutiert wurde, sollen in diesem Beitrag einige Meinungen von Kunden zusammengefasst werden und mit unserem Basisszenario vergleichen werden.

Kundenmeinung Nummer 1: Das globale Wirtschaftswachstum bleibt niedrig. Eine Erholung ist nicht in Sicht.

Erste AM Meinung: Die Anzeichen für eine Bodenbildung im vierten Quartal 2019 haben zugenommen.

  1. Für die schwachen Sektoren (Industrieproduktion) gibt es zunehmend Anzeichen für eine milde Erholung. Der globale Einkaufsmanagerindex für den Fertigungssektor ist bereits das vierte Mal in Folge angestiegen.
  2. Die negativen Überwälzungseffekte auf den Arbeitsmarkt sind zwar erkennbar (abnehmendes Beschäftigungswachstum), das Ausmaß ist bis dato jedoch beschränkt.
  3. Die Wirtschaftspolitiken haben in diesem Jahr einen positiven Impuls erzeugt. Das betrifft die Geldpolitiken (Leitzinssenkungen, Anstieg der Zentralbankgeldmenge in den USA und in der Eurozone), die Fiskalpolitiken (leichte Ausweitungen der Budgetdefizite in den entwickelten Volkswirtschaften, deutlicher Anstieg in China) und die Kreditpolitik in China (leichter Anstieg des Kreditwachstums).
  4. Zu Guter Letzt bedeutet die Aussicht auf einen Mini-Deal zwischen den USA und China eine leichte Abnahme der geopolitischen Risiken.
  5. Weil die Marktstimmung bis August 2019 sehr negativ war und die Unternehmensstimmung noch immer sehr negativ ist, ist auch die Hürde für eine Verbesserung niedrig. Tatsächlich ist die Marktstimmung gemessen am ZEW-Index für die Konjunkturerwartungen bereits das vierte Mal in Folge angestiegen. Diese positiven Entwicklungen werden ausreichen, damit das reale globale Wirtschaftswachstum im Laufe des Jahres 2020 von unterdurchschnittlich (unter dem Potential) in Richtung Potential ansteigt.

Kundenmeinung Nummer 2: Die Inflation bleibt niedrig

Erste AM Meinung: Tatsächlich bleibt im Basisszenario die Konsumentenpreisinflation niedrig. Vorerst.

Denn trotz der wahrscheinlichen Erholung des Wirtschaftswachstums im nächsten Jahr wird die Produktionslücke negativ sein. Zudem wird die niedrige beziehungsweise sogar negative Güterpreisinflation nach wie vor einen dämpfenden Einfluss auf die Konsumentenpreise ausüben.

Der Arbeitsmarkt ist jedoch fest (niedrige Arbeitslosenraten), weshalb das Lohnwachstum in einigen Ländern bereits angestiegen ist. Weil gleichzeitig das Produktivitätswachstum niedrig geblieben ist, hat das Wachstum der Lohnstückkosten zugenommen.

Bis dato hat sich dieser Kostenzuwachs beim fallenden Wachstum der Unternehmensgewinne bemerkbar gemacht (Margendruck). Das Risiko dafür, dass die Konsumentenpreisinflation mit einer großen Zeitverzögerung doch zunimmt, ist auf kurze Sicht gering, auf lange Sicht jedoch von Relevanz.

Kundenmeinung Nummer 3: Die Effektivität der Geldpolitiken ist niedrig

Erste AM Meinung: Die Geldpolitik hat mehr Kraft als allgemein angenommen, auch wenn die Effektivität abgenommen hat.

Die Lockerung der Geldpolitiken im Jahr 2019 war der Hauptgrund für den Kursanstieg der meisten Wertpapierklassen in diesem Jahr. Diese Lockerung des Finanzumfeldes wird mit einer Zeitverzögerung von einigen Monaten die wirtschaftliche Aktivität unterstützen. Die Frage ist natürlich, ob das Ausmaß der Lockerung ausreichend war.

Wir befinden uns in der besonderen Situation, dass das Zinsniveau bereits sehr niedrig ist. Die Zentralbanken sind nicht mehr in der Lage, im Fall von zunehmenden Rezessionsrisiken die Leitzinsen um mehrere Prozentpunkte zu senken.

Die Zentralbanken können nicht nur den Preis des Geldes (den Zinssatz), sondern auch die Geldmenge verändern. Tatsächlich haben die Zentralbanken in den USA und in der Eurozone die Geldpolitik auf eine Ausweitung der Zentralbankgeldmenge (M0) umgestellt. Aber auch diese mengenmäßige Lockerung hat nur noch eine geringe Wirkung auf das Wirtschaftswachstum.

Die Zentralbanken können allerdings nicht nur den Preis des Geldes (den Zinssatz), sondern auch die Geldmenge verändern. Tatsächlich haben die Zentralbanken in den USA und in der Eurozone die Geldpolitik auf eine Ausweitung der Zentralbankgeldmenge (M0) umgestellt. Aber auch diese mengenmäßige Lockerung hat nur noch eine geringe Wirkung auf das Wirtschaftswachstum.

Ein nächster, noch expansiverer Schritt wäre die Veränderung des Zentralbankzieles. Im Jahr 2020 könnte die US-Zentralbank das Inflationsziel auf einen langen, auf den aktuellen Zeitpunkt zentrierten Durchrechnungszeitraum umstellen.

Dabei wird für die Erreichung des Inflationsziels nicht nur die erwartete, sondern auch die vergangene Inflation berücksichtigt. Weil die Inflation in den vergangenen Jahren unter dem Zentralbankziel lag, würde das für die kommenden Jahre Inflationsraten erfordern, die über dem Inflationsziel liegen.

Unsere aktuelle Einschätzung für die Fed ist, dass die Leitzinsen nicht angehoben werden, auch wenn die globale Unsicherheit abnimmt und das reale Wirtschaftswachstum ansteigt. Die Umstellung auf ein durchschnittliches Inflationsziel würde bedeuten, dass die Fed die Leitzinsen nicht anhebt, auch wenn die Inflation ansteigt.

Die Fed besitzt eine hohe Glaubwürdigkeit und ihre Geldpolitik ist effektiver als jene in der Eurozone und in Japan.  Die Marktreaktion wäre ein deutlicher Anstieg der langlaufenden Renditen von Staatsanleihen und eine damit einher gehende Versteilung der Kurve.

Das heißt, der Unterschied zwischen den lang laufenden Renditen und den Geldmarktzinsen würde zunehmen. Der Markt würde damit einen langfristigen Anstieg auch der Geldmarktzinsen einpreisen. Die Fed hat eine Vorreiterrolle für unkonventionelle Geldpolitik. Diese Maßnahme würde auch auf andere Zentralbanken und Märkte ausstrahlen.

Kundenmeinung Nummer 4: Die Fiskalpolitiken bleiben restriktiv, weil das Schuldenniveau bereits sehr noch ist.

Erste AM-Meinung: Die Fiskalpolitiken sind auf globaler Ebene bereits leicht expansiv.

Die relevante Maßzahl ist hier das um den Wirtschaftszyklus bereinigte Budgetdefizit exklusive Zinszahlungen. Das Aggregat für den OECD-Raum weist einen deutlichen Rückgang von 2010 (-5% vom Bruttoinlandsprodukt) bis 2017 (-0,03% vom BIP) auf.

Die Staaten haben die strukturellen Budgetdefizite verringert und das Wirtschaftswachstum nach unten gedrückt. Danach ist eine Ausweitung der Defizite zwei Jahre in Folge auf heuer 1,4% erfolgt.

Es gibt vier Argumente dafür, warum in den kommenden Jahren die Staatsdefizite ausgeweitet werden.

  1. Die expansiven Geldpolitiken alleine werden wahrscheinlich nicht ausreichen, um vom Risikoszenario einer säkularen Stagnation wegzukommen (anhaltend niedriges Wirtschaftswachstum, niedrige Inflation, niedrige Zinsen, niedriges Wachstum der Unternehmensgewinne).
  2. Der ungebremste Aufstieg jener politischen Bewegungen, die gegen die etablierten Parteien sind, erhöht den Anreiz für Regierungen, die Budgetdefizite auszuweiten.
  3. Zumindest solange die Realzinsen negativ sind, ist die Nachhaltigkeit der Schuldendynamik nicht in Gefahr.

Das vierte Argument überschneidet sich mit einer weiteren, ausgeprägten Kundenmeinung.

Kundenmeinung Nummer 5: Die Berücksichtigung von nachhaltigen ESG Kriterien ist wichtig (Environmental, Social and Governance)

Erste-AM Meinung: Das ist ein weiterer Hinweis dafür, dass das ESG-Thema in der Mitte des Finanzmarktes angekommen ist. 

Die Wichtigkeit von ESG könnte selbst die konservativen Fiskalpolitiker überzeugen, die Budgetdefizite für Infrastrukturinvestitionen im Umweltbereich auszuweiten.

Auch aus der Europäischen Zentralbank kommen Signale, wonach für die Ausgestaltung der Geldpolitik ESG-Kriterien aufgenommen werden können.

Kundenmeinung Nummer 6: Viele Wertpapierklassen sind bereits sehr hoch bewertet. Das Risiko einer Blase, ebenso wie die Nachfrage nach AI ist erhöht.

Erste AM-Meinung: Die überdurchschnittlichen Bewertungen stellen keine Überbewertung dar, weil die Zinsen gefallen sind. So lange sie auf einem niedrigen Niveau bleiben (wenn auch im nächsten Jahr etwas höher), bleiben die Bewertungen erhöht aber im Gleichgewicht.

Ein nachhaltiger, deutlicher Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus ist ohne eine massive Ausweitung der Budgetdefizite schwer vorstellbar. Danach sieht es im nächsten Jahr nicht aus. Dieser gute Nachricht (keine Überbewertung) folgt sogleich eine weniger gute: Die erhöhten Gleichgewichts-Bewertungen implizieren niedrige zukünftigen Erträge (Returns).

Die Nachfrage nach alternativen Veranlagungsformen (AI – Alternative Investments), zum Beispiel Private Equity, wird groß bleiben.

Im Zuge der Diskussionen sind noch zahlreiche andere Themen behandelt worden: Überalterung; fallende Investitionstätigkeit der Unternehmen; niedrige Produktivität; Digitalisierung; Rückbau der Globalisierung; Nachhaltigkeit des Euro; Geopolitik (US-China, Brexit); subjektive Inflation höher als die veröffentlichte, und so weiter. Um die Lesbarkeit dieses Artikels nicht zu strapazieren (nicht zu lange), werden diese Themen beim Jahresausblick 2020 behandelt werden, der im Jänner veröffentlicht werden wird.

FAZIT

Zusammengefasst sind wir etwas optimistischer als die wahrgenommene Kundenmeinung. Eine Formel könnte lauten: ESG plus Fiskalpolitik plus Geldpolitik ergibt weniger ESG Risiken und einen Ausweg aus dem Szenario einer säkularen Stagnation.


Wichtige rechtliche Hinweise

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Johnsons Wette zahlte sich aus

Aneeka Gupta, Associate Director, Research, WisdomTree, zum Wahlsieg der Konservativen Partei bei den Parlamentswahlen in Großbritannien:

"Nachdem Johnsons überstürzte Brexit-Vereinbarung mit der EU mißlang, hat seine Wette auf eine vorgezogene Wahl zur Überwindung der Blockade im Parlament nun zu seinen Gunsten funktioniert. Sein Wahlmantra "Get Brexit Done" brachte ihm über Nacht den entscheidenden Sieg bei den britischen Wahlen ein. Mit der absoluten Mehrheit der Konservativen Partei steht nunmehr fest, dass das Vereinigte Königreich auf dem besten Weg ist, die Europäische Union bis Januar 2020 zu verlassen. Das Austrittsabkommen des britischen Parlaments bis zum jetzigen Stichtag 31. Januar ist nun sicher zu erreichen. Die Höhe der Mehrheit gibt Johnson zudem erheblichen Handlungsspielraum bei den Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zur EU. Im Manifest der Konservativen Partei wurde zugesagt, die Übergangszeit bis zum endgültigen Austritt Großbritanniens nicht über 2020 hinaus zu verlängern. Wir erwarten jedoch, dass eine Verlängerung nach einer Interimsphase am 1. Juli beantragt und zu gegebener Zeit auch gewährt wird. Das Risikosentiment und die Vermögenswerte dürften sich zunächst erholen, wobei erneute Unsicherheiten möglich sind. Die Schottische Nationalpartei ist auf dem besten Weg, in Schottland signifikante Fortschritte zu erzielen. Erneute Forderungen Schottlands nach einem weiteren Unabhängigkeitsreferendum sind daher möglich.

Das Pfund Sterling stieg aufgrund der Exit-Umfragen deutlich gegenüber dem US-Dollar und erreichte mit 1,351 den höchsten Stand seit Mai 2018. Die Inflation dürfte sich verlangsamen, da mit dem einem stärkeren Pfund auch Argumente für Zinssenkungen zu einem späteren Zeitpunkt gegeben sind. Wir erwarten höhere Renditen bei Staatsanleihen wegen der Kombination aus zurückgehenden Erwartungen kurzfristiger Zinssenkungen und einem Anstieg der Nachfrage nach Save-Haven Assets. Der FTSE 100 dürfte von der Rally beim britischen Pfund nicht profitieren, da 80 Prozent seiner Umsätze im Ausland erzielt werden. Allerdings dürften inländische Aktien, die sich bereits seit Anfang September besser entwickelt haben, von den aktuellen Wahlergebnissen noch einmal Rückenwind bekommen. Auch europäische Aktien dürften insgesamt höher notieren; insbesondere erwarten wir, dass sich die Finanzdaten, die stark mit dem Risiko eines No-Deal-Brexits korreliert sind, kurzfristig besser entwickeln werden."


Datenquelle: Bloomberg per 12. Dezember 2019.

Innovation für eine gesündere Welt

Von Big Data bis hin zu Smart Beds – Technologie revolutioniert unsere Gesundheit und eröffnet attraktive Investmentgelegenheiten, zeigt Lydia Haueter, Senior Investment Manager bei Pictet Asset Management.

Technologie formt unsere Welt neu. Gesundheit ist da keine Ausnahme. Der Druck, neue Arzneimittel und sonstige Gesundheitsprodukte zu entwickeln, wird immer grösser, weil die Weltbevölkerung altert und zunehmend gesundheitsbewusst ist.

Dadurch erschliesst sich ein ganz neues Universum von Investmentchancen. Prognosen zufolge dürfte sich zum Beispiel das Gewicht des Gesundheits-IT-Sektors in den kommenden fünf Jahren bis 2024 auf über 390 Mrd. US-$ verdoppeln.

Was noch viel schneller wächst, ist das Volumen der generierten gesundheitsbezogenen Daten.

ABB. 1 Länger leben

Durchschnittliche weltweite Lebenserwartung bei Geburt, gesamt (in Jahren)

Quelle: Weltbank DataBank. Daten beziehen sich auf den Zeitraum 1960–2018.

Da die Genomsequenzierung heute nicht mehr die Welt kostet, werden mittlerweile ganze Populationen sequenziert, um krankheitsassoziierte Gene zu finden. Die grössten Player in der Gesundheits-IT sind aber Krankenversicherungen wie United Health.1 Für sie sind Daten der Schlüssel für Kostenkontrolle und höheren Nutzen für die Versicherten. Durch die Identifizierung von Hochrisikogruppen und prophylaktische ärztliche Check-ups lassen sich Kosten einsparen und Leben retten.

Ein weiterer Bereich, in dem Daten helfen können, ist die Prävention unerwünschter Arzneimittelwirkungen – die vierthäufigste Todesursache in den USA und Kanada nach Herzerkrankungen, Krebs und Schlaganfall.2 Software-Algorithmen wie die von Tabula Rasa HealthCare, einem Unternehmen aus New Jersey, können helfen vorherzusagen, wie Patienten auf Arzneimittel reagieren und wie sich gleichzeitig eingenommene Medikamente gegenseitig beeinflussen. Ärzte können die Informationen dann nutzen, um die Dosierung so anzupassen, dass Nebenwirkungen minimiert werden, oder von vornherein andere Medikamente zu verschreiben.

Solche Technologie wird mit dem Altern der Bevölkerung umso wichtiger. Prognosen der UN zufolge wird bis 2050 ein Viertel der Bevölkerung in Europa und Nordamerika mindestens 65 Jahre alt sein. Und genau das ist die Altersgruppe, die am meisten Medikamente einnimmt: Daten von CDC zufolge nehmen 40 Prozent dieser Gruppe in den USA und 50 Prozent im Vereinigten Königreich mehr als fünf Arzneimittel ein.3

Macht der Verbraucher

Die Rolle von Technologie im Gesundheitswesen beschränkt sich nicht auf ärztliche Versorgung. Innovative Unternehmen reagieren auf die wachsende Nachfrage nach Hilfsmitteln, mit denen die Menschen ein gesünderes Leben führen können – diese Nachfrage dürfte mit zunehmenden Wohlstand der Gesellschaften steigen.

ABB. 2 Höhere Ausgaben

US-Gesundheitsausgaben pro Kopf (aktuell in US-$)

Quelle: Weltbank DataBank. Daten beziehen sich auf den Zeitraum 2000–2016.

Unternehmen wie Sleep Number, ein Hersteller intelligenter Schlafsysteme, stösst genau in diesen wachsenden Markt vor. Schlafmangel hängt mit körperlichen und seelischen Problemen zusammen und viele Menschen bekommen nicht genug Schlaf – mit der Folge, dass ihre Leistungsfähigkeit darunter leidet.4

Die Betten von Sleep Number sind mit dem Smartphone des Nutzers vernetzt und mit Funktionen wie einer automatischen Anpassung bei Veränderung der Liegeposition oder dem Wärmen der Füsse als Einschlafhilfe ausgestattet. Es gibt sogar eine Funktion gegen Schnarchen, die den Oberkörper in eine höhere Lage bringt, damit die Atemwege frei bleiben.

Sauberes Wasser, saubere Luft und hochwertige, nährstoffreiche Ernährung sind für ein gesundes Leben genauso wichtig. Die Sorge über globale Probleme wie Umweltverschmutzung und Fettleibigkeit nimmt zu und die Verbraucher werden zunehmend wählerisch und kaufen lieber Produkte mit klaren Vorteilen für Gesundheit und Umwelt.

Gesundheit ist das oberste Anliegen der Gesellschaft. Mit unterschiedlichen Lebenssituationen sind unterschiedliche gesundheitliche Herausforderungen verbunden. Einige davon werden durch unser Gesundheitssystem abgedeckt, um andere wiederum muss sich der Einzelne selbst kümmern.

Wenn wir Gesundheit nicht nur aus medizinischer Perspektive, sondern ganzheitlich betrachten, können wir echte Wachstumstrends bei diesem faszinierenden Thema aufspüren.

DIE PICTET-HEALTH STRATEGIE

Mächtige Megatrends

Wir sind überzeugt, dass Wachstum im Gesundheitssektor durch mächtige globale Megatrends angetrieben wird. Technologische Entwicklungen wie Big Data, künstliche Intelligenz und vernetzte Geräte sind die eine Sache. Die andere ist die alternde Bevölkerung. Die Verbraucher sind zunehmend informierter, setzen sich intensiv mit Gesundheit auseinander und legen Wert auf einen individualisierten Ansatz.

Ganzheitliche Herangehensweise

Gesundheit ist weit mehr als nur Medizin. Die Pictet-Health Strategie konzentriert sich auf Unternehmen aus dem gesamten Spektrum, vom Erhalt der Gesundheit über deren Wiederherstellung bis hin zur Finanzierung.

Gezieltes und diversifiziertes Portfolio

Wir investieren nur in Unternehmen, deren Beitrag zur Gesundheit belegbar und wissenschaftlich fundiert ist. Unser Portfolio ist global diversifiziert und bietet eine geringe Korrelation zu traditionellen Aktienanlagen.


1) United Health, Tabula Rasa HealthCare und Sleep Number befinden sich im Pictet-Health Portfolio.
2) Pharmacology: principles and practice, M. Hacker et al, 2009
3) Medication usage change in older people (65+) in England over 20 years: findings from CFAS I and CFAS II, Lu Gao et al, 2017
4) Waking up to the health benefits of sleep, University of Oxford, Royal Society for Public Health 

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Über die Autorin

Lydia Haueter kam 2016 zu Pictet Asset Management und ist Investment Managerin im Thematic Equities Team. Ihre Laufbahn begann Lydia Haueter 2011 bei Bellevue Asset Management als Analystin für Biotech-Aktien; dort wurde sie dann Investment Managerin (Small-Mid Cap Biotech). Lydia Haueter hat einen Master of Science in Systembiologie von der ETH Zürich und ein Diplom als Chartered Financial Analyst (CFA).

Über Pictet Asset Management

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 176 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Telefon: 069-79 5009 1224
e-mail: fbohmer@pictet.com

Japan setzt auf Pragmatismus statt reine Geldpolitik oder Twitterbotschaften

von Jesper Koll, Senior Advisor von WisdomTree.

Der japanische Premierminister Abe verlieh seinem Führungsanspruch in Fragen der Wirtschaftspolitik letzte Woche einen enormen Schub, als sein Kabinett ein gewaltiges zusätzliches Finanzausgabenpaket genehmigte. Dies unterstreicht Japans herausragende Stellung unter den G7-Ländern als einzige Regierung, die in der Lage ist, eine rationale, pragmatische und entschlossene antizyklische Finanzpolitik zu betreiben. Japan verschwendet keine Zeit. Amerikanische und europäische Staatslenker dagegen scheinen festzustecken und gezwungen, ihre eigene Unfähigkeit zu kompensieren, eine gezielte, innovative und zeitgemäße Finanzpolitik zu entwerfen und umzusetzen, indem sie ständig insistieren, dass die Zentralbanker mehr tun müssen. Abe und sein Team schaffen Tatsachen. Mit Blick auf 2020 hat Japan nun das niedrigste Rezessionsrisiko.

Aus politischer Sicht ist es verlockend zu überlegen, warum nur noch Abes Japan und Xies China als die einzigen großen politischen Ökonomien übrig bleiben, in denen die herrschende Elite Lehren aus der einseitigen globalen Besessenheit von der Geldpolitik zu ziehen scheint. Als Instrument für ein effektives Krisenmanagement ist die Geldpolitik absolut geeignet; aber nur allzu gut dokumentiert sind sinkende wirtschaftliche Renditen und die unverhältnismäßig negativen Auswirkungen der umfassenden Währungsabhängigkeit auf die soziale Stabilität, um nicht ernst genommen zu werden. Unterm Strich sind sowohl die japanische als auch die chinesische Regierungselite viel zu einig und pragmatisch, um die Zukunft ihrer Nationen dem Mantra des "cut rates, buy assets, and good things will happen" anzuvertrauen. Was teilen Japan und China, was der "Westen" nicht hat? Beide verfügen über funktionierende Regierungen: China durch ein undemokratisches Top-Down-Diktat und Japan durch die De-facto-Mehrheit in einem demokratisch gewählten Parlament. Man könnte auch sagen: „Diejenigen, die es können, tun es; diejenigen, die es nicht können, twittern.“

Finanziell sollte der positive Einfluss der Finanzpolitik auf die Marktleistung nicht unterschätzt werden. Ja, die Größe ist entscheidend, und das neue Finanzpaket von Abe besteht aus eindrucksvollen 26 Billionen japanischen Yen, fast fünf Prozent des BIP. Davon steht etwa die Hälfte der Mittel bereit, die vor allem durch einen Neustart der öffentlichen Infrastrukturausgaben das BIP direkt speisen. Bei einem Teil dieser Ausgaben handelt es sich um nahezu unmittelbar ausführungsbereite Projekte zum Wiederaufbau der durch die diesjährige verheerende Taifun-Saison verursachten Zerstörungen, während der andere Teil im späteren Verlauf des Jahres 2020 schrittweise investiert wird, um einer konjunkturellen Abschwungphase nach den Olympischen Spielen entgegenzuwirken. Insgesamt sollte Japans BIP im Jahr 2020 um rund 0,5-0,75 Prozent steigen. Die Konsensus-Prognosen für die Zukunft müssen nach oben korrigiert werden.

Das "Team Abe" verdient also zehn von zehn Punkten für rechtzeitiges, entschlossenes und pragmatisches antizyklisches politisches Handeln. Aber wie sieht es mit echten politischen Strukturmaßnahmen aus, die Japans potenziell längerfristiges Wachstum erhöhen könnten? Hier gibt es noch mehr zu tun.

Vor allem zwei wichtige wirtschaftspolitische Maßnahmen sollten die Chancen eines zukünftigen Wohlstand Japans sowie das historische Erbe von Abe als Wirtschaftspolitiker deutlich stärken. Hinsichtlich des ersten Vorschlags gibt es bereits erste echte Impulse, zum zweiten Vorschlag werden wir wohl erst im kommenden Jahr mehr hören.

Aus Japan muss erstens eine Startup-Nation, ein Ökosystem des Unternehmertums werden. Nichts sichert historisch gesehen den nachhaltigen Wohlstand mehr als eine blühende Unternehmenskultur. Der Anstieg der Unternehmerzahl um ein Prozent erhöht das potenzielle BIP um ca. 0,5 Prozent. Das bedeutet, dass Japan seine potenzielle Wachstumsrate leicht verdoppeln könnte. Hierzu gibt es bereits gute Nachrichten: Der Steuerrat der Regierung hat gerade einen Steueranreiz für Unternehmensinvestitionen in Start-ups vorgeschlagen, wobei 25 Prozent aller Start-Up-Investitionen bis zu eine Million Dollar steuerlich absetzbar sind. Für 2020 ist dieser Steueranreiz darauf ausgerichtet, den bereits im Entstehen begriffenen Trend von Corporate Venture Capital in Japan anzuschieben. Hierzu ist zu sagen, dass dieser Steueranreiz nur für Venture-Capital-Investitionen von Unternehmen gilt und nicht für reine Risikokapitalfonds. Dennoch sollte der Nettoeffekt dieses Steueranreizes ein positiver Impuls für Japans längerfristiges Wachstumspotenzial und seine Unternehmensgewinne darstellen.

Zweitens muss Japan die Ansprüche auf Sozialleistungen durch die Einführung von Bedürftigkeitstests reduzieren. Es stellt eine pragmatische Lösung dar, die Beiträge im Verhältnis zum Nettofinanzvermögen zu erhöhen, um ein größeres Maß an sozialer Fairness zu schaffen und die Nachhaltigkeit des japanischen Gesundheits- und Sozialversicherungssystems zu gewährleisten. Tatsächlich beginnen Abes junge Nachfolger in der Liberalen Demokratischen Partei bereits damit ernsthaft zu untersuchen, wie dies erreicht werden kann. Für eine Nation, die davon besessen ist, die Kluft zwischen den Vermögenden und den Mittellosen zu minimieren, könnte sich die Prüfung der Mittelbereitstellung für öffentliche Dienstleistungen durchaus als politisch populär erweisen. Wenn dies mit einer stärkeren Deregulierung im medizinischen Dienstleistungssektor einhergeht, dürften die Nettoauswirkungen dazu beitragen, das Wachstumspotenzial zu steigern und Haushaltsschieflagen zu verringern.

Im Großen und Ganzen ist Japan auf dem Weg zu einem beispielhaften politischen Pragmatismus, wobei sowohl der unmittelbare zyklische als auch der längerfristige strukturelle Ausblick für überraschende Aufwärtsbewegungen in 2020 und darüber hinaus sorgen werden. Vor dem Hintergrund attraktiver Bewertungen und einer rekordverdächtigen Untergewichtung der Positionierung in- und ausländischer Investoren könnte Japan im Olympiajahr 2020 zu den Top-Performern aufsteigen.

„Agenda 2020 – nachhaltig, alternativ und digital: Fondsbranche im Umbruch“

Auch im Jahr 2020 stehen verschiedene neue Regulierungsthemen an, beispielsweise ein KAGB- und AIFMD-Review, die Sustainable Finance Initiative sowie die Regulierung von elektronischen Wertpapieren. Themen, die für Investoren von­ Belang sind, wie Frank Dornseifer, Geschäftsführer beim Bundesverband Alternative Investments e.V., befindet. Im Interview mit Hedgework beschreibt er die Auswirkungen.

HEDGEWORK: Herr Dornseifer, wir hören immer öfter, dass Investmenthäuser verschiedenste Budgets kürzen oder streichen müssen, um die Kosten der Regulierung stemmen zu können. Welche Regulierungsmaßnahmen stehen uns denn als nächstes ins Haus? 

Frank Dornseifer: Das Phänomen, welches Sie beschreiben, nenne ich gerne Regulierungstetris. Ständig fällt ein neuer (Regulierungs-)Baustein in das (Regulierungs-)Spielfeld und man versucht, diese lückenlos zu stapeln. Gelingt dies nicht und türmen sich nicht abgebaute Reihen bis zum oberen Spielfeldrand auf, ist das Spiel zu Ende. Im übertragenen Sinne heißt das, dass Aufwand und Kosten für Regulierung die eigentliche Geschäftstätigkeit zum Teil übermäßig belasten und im Extremfall dazu führen, dass Finanzinstitute aus dem Markt ausscheiden müssen.

HEDGEWORK: Welche Steine fallen denn jetzt gerade ins Feld? 

Dornseifer: Da kommen einige Regulierungsbausteine nicht ganz unerwartet eingeflogen, denn diverse Regulierungsakte wie die AIFM-Richtlinie, die Solvency-II-Richtlinie oder die Bankenregulierung CRR stehen auf dem turnusmäßigen Prüfstand, eben weil der Zeitpunkt für die Überprüfung schon mit der damaligen Verabschiedung festgeschrieben wurde. Aber neben diesen Reviewprozessen gibt es natürlich auch eine Reihe von neuen Regulierungsbausteinen, mit denen die Branche umgehen muss. An erster Stelle natürlich die Sustainable Finance Initiative der EU mit ihren zehn Maßnahmenpaketen. Während manche Rechtsakte hierzu bereits beschlossen sind, gibt es noch eine Reihe von weiteren Maßnahmen, insbesondere Durchführungsrechtsakte, die noch verhandelt bzw. von den europäischen Aufsichtsbehörden erarbeitet werden müssen.

Apropos europäische Aufsichtsbehörden, auch deren Kompetenzen, Ausgestaltung sowie die Finanzierung werden derzeit im Rahmen des Reviews debattiert. Hier geht es vor allem um Zentralisierung versus Subsidiarität. Wir fühlen uns mit einer regulatorisch langjährig vertrauten und örtlich nahen Aufsicht jedenfalls wohler als mit einer zentralisierten Aufsicht in Paris.

HEDGEWORK: Welche Maßnahmen sind aus Ihrer Sicht für die (alternative) Finanzbranche von besonderer Relevanz?

Dornseifer: Für die AI-Branche, deren Geschäftsmodell und Wettbewerbsfähigkeit ist natürlich der Review der AIFM-Richtlinie von großer Bedeutung. Mittlerweile kristallisieren sich vorläufige Schwerpunkte des anstehenden AIFMD-Reviews heraus. Diese reichen von nationalen Privatplatzierungsregelungen und Drittstaatenpass über Risiko- und Liquiditätsmanagement und Vergütung bis hin zum Verwahrstellenpass und Digitalisierungsthemen. Es besteht zwar Einvernehmen, dass es nicht zu einer grundlegenden Novellierung der AIFM-Richtlinie kommen soll, nichts destotrotz muss dieser Prozess sorgfältig beobachtet und begleitet werden, zumal immer auch mit unerwarteten Vorstößen aus einzelnen Mitgliedstaaten gerechnet werden muss, wie etwa einem Single Rule Book für die Asset-Management-Branche, in dem UCITS- und AIFM-Richtlinie zusammengefasst werden sollen. Ebenso wurde vereinzelt eine Harmonisierung der Regelungen zur Kreditvergabe durch Investmentfonds gefordert. Diese Beispiele machen deutlich, dass auch die AIFMD-Novelle ein volatiler Prozess ist, der unsere volle Aufmerksamkeit und Begleitung erfordert, gerade in den aktuellen Gesprächen der sich neu konstituierenden EU-Kommission mit den Mitgliedsstaaten. Im neuen Jahr erwarten wir dann den Bericht der EU-Kommission zum AIFMD-Review mit konkreten Vorschlägen zu Änderungen. Möglicherweise gewinnt dieser Prozess auch durch die jüngst von der EZB im Financial Stability Review geäußerten Sorgen über die vermeintliche Risikofreude der Asset Manager eine neue Dynamik.

HEDGEWORK: Lassen Sie uns auch einen Blick auf die anstehende Novellierung des KAGB werfen. Was steht hier auf der Agenda?

Dornseifer: Hier geht es vor allem um die Umsetzung der europäischen Richtlinie zum grenzüberschreitenden Fondsvertrieb, die als zentrale Inhalte Regelungen zum sogenannten Pre-Marketing und zur Reverse Solicitation enthält.

HEDGEWORK: Was bedeutet das konkret?

Dornseifer: Es geht zum einen um die Bereitstellung von Informationen über Anlagestrategien oder Anlagekonzepte für Investoren, bevor ein Fonds aufgelegt und bei der Aufsicht angezeigt ist. Dieses Antesten ist für Fondsmanager genauso wichtig wie für Investoren und es gab hier in der Vergangenheit auch keine Beanstandungen zum Verfahren. Ab Juni 2021 ist dann auch das Pre-Marketing anzeigepflichtig, was schon einen bürokratisch fragwürdigen Mehraufwand darstellt. Noch schlimmer ist aber der Umstand, dass in dem Land, in dem der Fondsmanager das Pre-Marketing angezeigt hat, professionelle Investoren einen entsprechenden Fonds nur dann aktiv nachfragen und zeichnen dürfen – Reverse Solicitation –, wenn der Fonds auch formell bei der Aufsicht angezeigt ist. Gerade davor haben wir die EU-Institutionen und die Bundesregierung nachdrücklich gewarnt und selbst die Aufsichtsbehörden sehen diese Bürokratie kritisch. Wir hoffen, dass die Bundesregierung hier am Ende doch noch nachsteuert.

HEDGEWORK: Der Gesetzgeber plant auch, Deutschland zu einem führenden Standort für Sustainable Finance auszubauen. Dafür müsste er aber erst noch einige Weichen stellen. Welches sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten?

Dornseifer: Als erstes muss die Bundesregierung verstehen und anerkennen, dass der Finanzplatz Deutschland eben nicht nur aus Banken und Versicherungen besteht, sondern mit der Asset-Management-Branche eine dritte Säule hat, die zudem in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird. Deutschland wird nur dann zu einem führenden Sustainable-Finance-Standort, wenn besonderes Augenmerk auf die Fondsbranche gelegt wird, wenn die Wettbewerbsbedingungen für das Aufsichts- und Steuerrecht der Fonds aufeinander abgestimmt sind. Schwerfällige Dauerthemen wie die Umsatzsteuer auf die Management Fee oder ein Investmentsteuerrecht, welches die Anlagemöglichkeiten von Spezialfonds limitiert, haben dazu beigetragen, dass Deutschland als Fondsstandort bereits viel Boden verloren hat. Ohne deutliche ­Signale bei der Fondsregulierung werden wir in diesem Sektor bei Sustainable Finance nicht punkten.

HEDGEWORK: Vielleicht noch ein Sprung zur weiteren Digitalisierung. Wo stehen wir denn bei der Einführung von elektronischen Wertpapieren?

Dornseifer: Die Einführung von elektronischen Wertpapieren ist längst überfällig. Wir leben mit der Globalurkunde, die in einem Tresor aufbewahrt wird, wertpapiertechnisch noch in der Steinzeit. Der entsprechende Gesetzentwurf soll im Frühjahr kommen und da sind wir schon sehr gespannt. Die Fragen lauten: beschränkt sich die Digitalisierung auf Wertpapiere und Fondsanteile, bekommen wir ein Wertpapierregister, oder übernimmt diese Funktion die Blockchain, und gelingt es, zivil- bzw. sachenrechtliche Fragestellungen pragmatisch auszuklammern? 

HEDGEWORK: Wie ist Ihre Einschätzung dazu?

Dornseifer: Erfahrungsgemäß ist die deutsche Gesetzgebung träge wie ein Supertanker. Sorgfalt ist natürlich sehr wichtig. Gegebenenfalls gelingt es aber, diese wichtigen Zukunftsthemen konzertiert voranzutreiben. Eine erste vorgeschaltete Anhörung von BMJ und BMF zu diesen Themen war jedenfalls sehr produktiv. 

HEDGEWORK: Abschließend gefragt – wie ist der Stand der Regulierung von Krypto-Assets und was steht uns hier ins Haus?

Dornseifer: Auch wenn dieses Thema in der institutionellen Kapitalanlage derzeit noch wenig Beachtung findet – digitale Assets sind auf dem Vormarsch. Mit der Einführung des Krypto-Verwahrgeschäfts im KWG hat der Gesetzgeber seinen ersten Schritt auf diesem Feld gemacht, nachdem die BaFin bei der aufsichtsrechtlichen Qualifizierung von Krypto-Assets wichtige und pragmatische Vorarbeit geleistet hat. Krypto-Assets sind ohnehin schon für alternative Investmentfonds erwerbbar, allerdings fehlt im KAGB noch eine ausdrückliche Klarstellung zur Verwahrung dieser Assets.


Frank Dornseifer ist Geschäftsführer beim Bundesverband Alternative Investments e.V., Bonn, und für die Verbandsaktivitäten Recht, Regulierung, Politik und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Er ist seit über 18 Jahren in unterschiedlichen Funktionen im Investment-, Kapitalmarkt- und Gesellschaftsrecht aktiv. Nach seinem Studium in Bonn, Dublin und Lausanne arbeitete er zunächst als Rechtsanwalt in einer internationalen Anwaltssozietät in den Gebieten Gesellschafts- und Wertpapierrecht. Es folgte eine mehrjährige Tätigkeit als stellvertretender Referatsleiter bei der BaFin im Grundsatzreferat Investmentaufsicht und als Repräsentant im Investment Management Committee der Organisation der internationalen Wertpapieraufsichtsbehörden IOSCO, bevor er im Jahre 2007 zum BAI wechselte. 
Dornseifer ist auch Autor zahlreicher Fachpublikationen zum Investment- und Gesellschaftsrecht und Herausgeber von Kommentaren zum KAGB/InvG und zur AIFM-Richtlinie. Der Finanzausschuss des Bundestages und das Europaparlament haben ihn mehrfach als Sachverständigen in Gesetzgebungsverfahren zum Kapitalmarktrecht benannt.

Der Bundesverband Alternative Investments e.V. (BAI) ist die assetklassen- und produktübergreifende Interessenvertretung für Alternative Investments in Deutschland und hat zum Ziel, den Bekanntheitsgrad alternativer Anlagestrategien und -klassen in der Öffentlichkeit zu verbessern. Der BAI wurde 1997 in Bonn gegründet, der Kreis der Verbandsmitglieder setzt sich aus allen Bereichen der professionellen Alternative Investment-Branche zusammen. 219 nationale und internationale Unternehmen sind derzeit Mitglied im BAI. 

KONTAKT

Bundesverband Alternative Investments e.V.
Frank Dornseifer
Tel.: +49 (0)228-96987-50
E-Mail: dornseifer@bvai.de
Internet: www.bvai.de 

“The Only Way Out Is Through”

State Street Global Advisors, the asset management business of State Street Corporation (NYSE: STT) has today published its 2020 Global Market Outlook, predicting recession will be avoided through a continuation of growth, subject to the global economy “sidestepping substantial risks” to maintain momentum.

“2020 is not a year of recession,” said Rick Lacaille, global chief investment officer at State Street Global Advisors. “We expect the global economic recovery to continue into 2020 against a backdrop of continued monetary easing, policy shifts and persistent pockets of resilience. Low inflation, robust consumer spending and a relatively strong global services sector combine to propel the cycle forwards. There are clear risk factors but overall, we expect world real GDP growth of 3.4 percent, up from our projection of 3.2 percent in 2019.”

State Street Global Advisors’ forecasts predict sufficient pillars of strength to carry global growth forwards. Investors can expect to find pockets of resilience and opportunity in this environment, despite a macro investment landscape that is expected to throw up significant challenges.

Risk factors increasingly prominent

Risks are expected to emerge on a number of fronts, notably increasing geopolitical tensions and lingering policy uncertainty. In this climate, choosing where to invest will matter, with focus falling on select risk assets. With this in mind, four key areas are likely to coalesce as key questions for investors:

  • Geopolitics: What will be the outcome with respect to Brexit, trade tensions, Iran, US impeachment proceedings, and more?
  • Economic resilience: Can consumers sustain strong spending without fundamental resolution?
  • Policy: Will the policy response extend beyond monetary intervention to include fiscal stimulus?
  • Structural reform: Will the pace of reform pick up in emerging markets and in Europe?

Positive outcomes in these areas would offer notable boosts to Europe and emerging markets even more than the US, which has less room for improvement.

Equities offer value in North America but risks arise in other territories

Into 2020, central bank support is expected to warrant an overweight position to equities, although this outlook may be tempered by increasingly stretched valuations, compounded by ongoing trade risk and persistent bouts of market volatility.

“Robust domestic demand and healthy consumer spending data lend weight to US equities, where recent monetary policy accommodation has increased risk appetite and reduced the risk of recession“, commented Lori Heinel, deputy global chief investment officer for State Street Global Advisors. “By contrast, European equities, while more attractively valued, remain vulnerable to persistent political and structural uncertainties. Shifts in fiscal policy and greater political clarity around Brexit, as well as movement on much needed structural reform, could unlock value in European equities.”

Long term growth potential in emerging market (EM) and Asia Pacific equities

“Despite current headwinds, over the longer term, value may be realized in EM equities, although investors may require a bit of patience”, said Kevin Anderson, head of investments in the Asia Pacific region at State Street Global Advisors. “Catalysts to value creation in emerging markets include a pickup in flows as the EM benchmark expands, modulation in US-China trade tensions and increasing allocation to EM by global funds, alongside improving fundamentals in domestic markets and longer-term GDP growth due to demographics and structural reforms. As we await those catalysts, it’s important to note that currently EM equity returns are relatively widely dispersed which suggests opportunity for careful stock selection.”

Volatility expected as lower rates in fixed income markets persist

Low rates in fixed income markets are widely anticipated. Rates outside of Europe and Japan offer a premium, but the level of premium has tripped lower in recent months, a trend that broadly looks set to continue into 2020. However, further factors may come into play, creating opportunities in this space. Accommodative monetary policy, including policy rate moves and potential ongoing quantitative easing should keep longer term rates anchored and support improved GDP growth.

This, in turn, should see a favourable backdrop for corporate issuers with stable ratings expected in this market. Corporate bond holders may also expect to see additional benefits through improved market technicals with issuances trending lower and ECB purchases likely to drive prices up. The risk of a less favorable economic outcome remains a risk and investors may wish to be discerning with their allocations to lower grade credit options. Within EM, Chinese government bonds warrant particular consideration, as they offer both yield and diversification benefits, and their addition to the EM bond benchmark in 2020 is likely to result in substantial flows.

Currency and climate risk are key additional considerations

Geopolitical risks stand as key currency drivers in 2020. Ongoing Brexit uncertainties into the new year continue to generate risks for European investors. While volatility itself is relatively tame, investors should be wary of complacency – stretched valuations signal the potential for big moves ahead. The US dollar is expensive but is awaiting a catalyst for reversion, potentially presented in the form of a cessation of trade tensions.

Increasingly investors are focusing on longer-term thematic risk drivers, key among them being climate risk and the potential impact to company resilience. “We continue to view climate risk as a key consideration embedded into virtually all market segments and industries”, said Lacaille. “Climate change poses risks for financial markets as they attempt to digest climate’s impact on economic growth on society and on the global energy mix”.


To see State Street Global Advisors’ full 2019 Mid-Year Global Market Outlook content, visit ssga.com/GMO.

About State Street Global Advisors

For four decades, State Street Global Advisors has served the world’s governments, institutions and financial advisors. With a rigorous, risk-aware approach built on research, analysis and market-tested experience, we build from a breadth of active and index strategies to create cost-effective solutions. As stewards, we help portfolio companies see that what is fair for people and sustainable for the planet can deliver long-term performance. And, as pioneers in index, ETF, and ESG investing, we are always inventing new ways to invest. As a result, we have become the world’s third largest asset manager with nearly US $2.95 trillion* under our care.

* This figure is presented as of September 30, 2019 and includes approximately $64 billion of assets with respect to SPDR products for which State Street Global Advisors Funds Distributors, LLC (SSGA FD) acts solely as the marketing agent. SSGA FD and State Street Global Advisors are affiliated.

Ausblick auf das Jahr 2020 für börsennotierte Infrastruktur

Für das Jahr 2020 erwartet First State Investments eine positive Entwicklung und attraktive Investitionschancen im Bereich börsennotierter Infrastruktur. Zwar sei nicht mit dem gleichen Rückenwind von den Zinsen wie im Jahr 2019 zu rechnen, die hohen Eintrittsbarrieren für Wettbewerber, die starke Preissetzungsmacht sowie das nachhaltige Wachstum des Sektors sind jedoch nach wie vor die Stärke dieser Assetklasse.

Folgende sechs Trends hat das Team um Rebecca Myatt, Portfoliomanagerin des Sustainable Listed Infrastructure Fund bei First State, für das kommende Jahr identifiziert:

1. Die Suche nach Rendite

Das anhaltend niedrige oder negative Zinsumfeld stellt Investoren, die nach Rendite suchen, auch weiterhin vor Herausforderungen. Ein essenzieller Vorteil börsennotierter Infrastruktur ist die Höhe der Erträge, die sie generiert, denn die Anlageklasse hat in der Vergangenheit eine verlässliche Dividende zwischen drei und vier Prozent gezahlt – und die Ausschüttungen können mit der Zeit sogar noch steigen.

2. Kontinuierliche Weiterentwicklung im Bereich erneuerbare Energien

Die Rentabilität von neuen Anlagen im Bereich erneuerbare Energien sind schon heute weitaus attraktiver als die Stromerzeugung durch Kohle, sodass wir im kommenden Jahr mit weiteren Stilllegungen von Kohlekraftwerken rechnen. Seit dem Jahr 2010 wurden in den USA bereits 102 Gigawatt Erzeugungskapazität durch Kohle vom Netz genommen – bis Ende des Jahres 2025 dürfte sich dieser Wert sogar auf 119 Gigawatt erhöhen. An deren Stelle treten vor allem Solar- und Batterieanlagen. Nachdem sich die Solarenergie in einigen sonnigen Teilen der Welt zur kostengünstigsten Lösung entwickelt hat, erwarten wir, dass deren Wachstumsraten die der Windenergie übertreffen. Wenn zudem Batteriehersteller ihre ohnehin schon beeindruckenden Kostensenkungen fortsetzen, werden sie dazu beitragen, einerseits die Intermittenz erneuerbarer Energien weiter zu verringern und andererseits die Kosten für erneuerbare Energie zu senken.

3. Mehr Aufmerksamkeit auf den Transportsektor

Mit der bereits begonnenen Dekarbonisierung des Energiesektors richtet sich das Augenmerk nun auf den Transportsektor, der heute die größte Quelle für Kohlenstoffemissionen darstellt. Regierungen auf der ganzen Welt fördern den Ausbau ihrer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (EV), um das Einführen von EV in der Öffentlichkeit zu ermöglichen und auf das Erreichen der Netto-Null-Energieverbrauchsziele hinzuarbeiten. Von dieser Entwicklung können regulierte Versorgungsunternehmen profitieren, da eine zunehmende Elektrifizierung zu einer höheren Auslastung führt. Zudem erzielen sie in der Regel eine zulässige Rendite auf die Investitionen, die für die EV-Ladeinfrastruktur und die intelligenten Netze erforderlich sind, die gebaut werden müssen, um die höhere Auslastung effizient zu steuern.

4. Höheres Ansehen von Sustainable Development Goals

Der einst ambivalente US-Finanzmarkt beginnt nun zu erkennen, dass bei Investoren die Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) – sowie ESG-Richtlinien im weiteren Sinne – von Bedeutung sind. Im Jahr 2020 werden wir daher weiterhin eng mit Unternehmen zusammenarbeiten, die wir beobachten und in die wir investieren, um sowohl eine bessere Offenlegung ihrer nachhaltigen Entwicklung als auch die Verantwortung in Bezug auf das Einhalten ihrer SDG-Ziele zu fördern. Wir gehen davon aus, dass sich dadurch die Unternehmen, die ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen, noch stärker von denen unterscheiden werden, die erst am Anfang ihrer Überlegungen zu diesen Themen stehen.

5. Investitionen in Infrastruktur durch den privaten Sektor nehmen weiter zu

Angesichts der weiter steigenden Staatsverschuldung sehen wir eine zunehmende Bedeutung für Infrastrukturfinanzierung durch den privaten Sektor. Für das kommende Jahr erwarten wir daher eine Vielzahl neuer Investitionsmöglichkeiten: Erstens in Form von Aktienemissionen von Unternehmen, die neue Investitionen finanzieren möchten, zweitens durch Restrukturierungen von Unternehmen, die nicht zum Kerngeschäft gehörende Anlagen veräußern und drittens durch das Privatisieren von Strom- und Gasversorgern, Mautstraßen, Flughäfen und Wasser-/Abwasserunternehmen.

6. Das politische Umfeld bleibt unsicher – zumindest bis zu einem gewissen Grad

Während politische und rechtliche Risiken nach wie vor die größte Bedrohung für den Infrastruktursektor darstellen, sind sich Politiker aller Couleur bezüglich der Notwendigkeit einig, dass veraltete Infrastruktur ersetzt oder erneuert werden muss. Dies ist nicht nur für ein reibungsloses Funktionieren von Städten von Bedeutung, sondern auch für eine prosperierende Gesellschaft. Und auch wenn der Klimawandel ein kontroverses politisches Thema bleiben dürfte, steht das wirtschaftliche Argument für den Austausch älterer, ineffizienter Kohlekraftwerke durch erneuerbare Energien.“

Cyber-Medizin – Künstliche Intelligenz löst eine Revolution in der Gesundheitsversorgung aus

von Rolando Grandi, Fondsmanager Echiquier Artificial Intelligence, LFDE - La Financière de l’Échiquier.

In rund 40 Jahren könnte es so weit sein: Ab etwa 2060 soll das Programm „Endless“ ermöglichen, die menschliche „Seele“ – die persönlichen Daten einer Person – in einen künstlichen Empfängerkörper zu transplantieren. So lauten die kühnen Pläne der französischen Vorstandsvorsitzenden des digitalen Startups Transparence im gleichnamigen Buch des französischen Schriftstellers Marc Dugain1. Mag diese brillant erdachte Zukunftsvision noch in weiter Ferne liegen, schon jetzt entstehen in der Medizin durch Künstliche Intelligenz (KI) ganz neue Behandlungsmethoden, die die Gesundheitsversorgung revolutionieren. Angesichts der weltweiten Zunahme der Gesundheitskosten, die bis zum Jahr 2022 auf 10.000 Milliarden US-Dollar steigen dürften2, sind digitale Anwendungen in der Medizin überall auf der Welt auf dem Vormarsch. Künstliche Intelligenz gilt als die Hoffnung unserer Zeit – vor allem in der Medizin.

Cyber-Medizin senkt Kosten

Denn hier kann die KI ihr Potenzial in verschiedenen Bereichen entfalten: in der Biotechnologie, der Epidemiologie, bei e-Therapien, beim Einsatz von Chirurgie-Robotern und intelligenten Prothesen, in der pharmakologischen Überwachung und vielem mehr. An allen medizinischen Fronten werden Fortschritte und Durchbrüche erzielt. KI revolutioniert die Effizienz in der medizinischen Forschung und senkt dabei die Kosten. So musste das US-Medtech-Unternehmen Illumina bisher jährlich eine Million US-Dollar für die DNA-Sequenzierung aufwenden. Im Jahr 2019 waren es nur noch ganze 1.000 US-Dollar. Und in den nächsten zehn Jahren dürften diese Kosten auf 100 US-Dollar sinken. Die Generierung flächendeckender und strukturierter Datenmengen ermöglicht die KI-basierte Entwicklung von Medikamenten und personalisierten Therapien für jeden Patienten.

Beschleunigte Therapieentwicklung

Die 2019 erfolgte Gründung des europäischen KI-Startup-Inkubators AI Factory for Health durch Microsoft und den britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca ist äußerst vielversprechend. Betreut werden vor allem Start-ups, die sich auf Onkologie spezialisiert haben, wie beispielsweise Owkin. Dieses von einem Mathematiker und einem Onkologen gegründete, auf „Machine Learning“ für medizinische Anwendungen spezialisierte Start-up mit Sitz in Paris und New York verwendet KI und Big Data, um die Forschung für Krebstherapien zu beschleunigen und gleichzeitig die Vertraulichkeit der Patientendaten zu gewährleisten. Ein revolutionärer Ansatz für KI, der bereits Früchte trägt: Owkin hat im Oktober eine bahnbrechende Entdeckung im Bereich der Tumorbiologie gemacht.

E-Health: Fit und in Hochform

In China mit seinen zwölf Millionen medizinischen Fachkräften für 1,4 Milliarden Einwohner revolutionieren virtuelle Assistenten den Zugang zur medizinischen Versorgung. Gesundheitsplattformen wie WeChat von Tencent oder Good Doctor von Ping An Healthcare & Technology – die ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2019 verdoppelt haben – sind stark auf dem Vormarsch. Obwohl Europa den Sprung noch nicht gewagt hat: An Gesundheits-Apps fehlt es auch hier nicht. Qare (Frankreich) ermöglicht zum Beispiel den Zugang zu einer von der Krankenkasse erstatteten Online-Sprechstunde auf dem Smartphone. Könnte das eine Lösung für die medizinische Versorgungswüste sein?

Medizinroboter: Assistenzärzte der Zukunft

Weitere KI-basierte Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten bietet die Robotik, deren Marktvolumen sich 2019 weltweit auf 6,5 Milliarden US-Dollar belief. Dank der Erfolge der Robotikforschung sind Medizinroboter wahrnehmungs- und entscheidungsfähig, führen präzise Handlungen aus und sind daher aus dem Gesundheitssektor nicht mehr wegzudenken: Pflegeroboter animieren ältere und hilfsbedürftige Heimbewohner zu kognitiven Übungen, intelligente Prothesen reparieren oder optimieren den menschlichen Körper, Medizinroboter verbessern die Fertigkeiten von Chirurgen. Ein Beispiel ist das Da Vinci-Chirurgiesystem von Intuitive Surgical, das weltweit bereits fünf Millionen Operationen durchgeführt hat. Zudem hat ein 5G-gesteuerter Roboterarm in diesem Jahr für einen chinesischen Chirurgen die erste Gehirnoperation ausgeführt – in 3.000 Kilometern Entfernung. Eine Premiere.

Die Anwendungsbereiche für KI sind sehr vielfältig und der Markt boomt. Schätzungen zufolge wird die Bruttowertschöpfung des Gesundheitssektors in den Industrieländern 2035 ganze 2.260 Milliarden US-Dollar betragen und nach Berücksichtigung des KI-Beitrags sogar 2.721 Milliarden US-Dollar3. Das ist mehr als das BIP Frankreichs.


1) Transparence, M. Dugain, Gallimard, 2019
2) 2019 Global Health Care Outlook, Global Healthcare Sector Issues in 2019, Deloitte
3) How AI boosts Profits and Innovation, Accenture & Frontier Economics, 2017

Über LFDE - La Financière de l’Échiquier – www.lfde.com

LFDE - La Financière de l'Échiquier hat sich seit der Gründung 1991 zu einer der bedeutendsten und dynamischsten Fondsgesellschaften Frankreichs entwickelt. Die Kernkompetenzen liegen bei der Titelauswahl in europäische und internationale börsennotierte Unternehmen. LFDE nutzt seine überzeugungsbasierte Managementexpertise, um institutionellen Investoren und Vertriebspartnern nachhaltige Produkte und Lösungen anzubieten, die eine Wertsteigerung der Kundenanlagen ermöglichen. LFDE verwaltet mittlerweile ein Vermögen von rund 9 Milliarden Euro und beschäftigt in Frankreich und den Niederlassungen in Deutschland, Spanien, Italien, der Schweiz und den Benelux-Ländern mehr als 130 Mitarbeiter. LFDE gehört zur Primonial-Gruppe, dem unabhängigen Marktführer in Frankreich in den Bereichen der Vermögensverwaltung über die Entwicklung, Auswahl, die Zusammenstellung und das Angebot von vollständigen Lösungen für professionelle Vermögensverwalter sowie deren Kunden.

„Rohstoffe treten auf der Stelle – Aktien zeigen sich erholt“

von Nitesh Shah, Director Research bei WisdomTree.

Wir warten immer noch auf eine Bestätigung eines "Phase 1-Abkommens“ zwischen den USA und China, wobei der Begriff "Phase 1" wirklich nur von den USA verwendet wird. In Ermangelung eines Abkommens könnte es am 15. Dezember zu einer Erhöhung der US-Zölle auf chinesische Waren kommen, obwohl wir glauben, dass die Frist zur Fortsetzung der Verhandlungen noch weiter bis zur letzten Minute hinausgeschoben werden könnte. So oder so - wir sind nicht zuversichtlich, dass noch in diesem Jahr ein sinnvolles Abkommen erreicht wird - die Phase 1 als ein erster Teilvertrag wird sowieso kein umfassendes Abkommen darstellen. Vor diesem Hintergrund werden defensive Absicherungen über Gold trotz der vorzeitigen Erholung an den Aktienmärkten in der Gunst der Marktteilnehmer bleiben.

Industriemetalle: Wenig Optimismus herrscht vor

Der Bereich der Industriemetalle teilt nicht den gleichen Optimismus wie die Aktienmärkte. Sie gaben im vergangenen Monat um 4,8 Prozent nach, angeführt von Nickel mit minus 14,0 Prozent. Der Grund liegt in der Besorgnis über die Auswirkungen auf die Nachfrage angesichts länger andauernder Handelszwistigkeiten. Der Sektor der Energiewirtschaft konnte sich gegen den Trend der Preisrückgänge im Rohstoffkomplex behaupten, aber ob die dort verzeichneten Gewinne anhalten werden, wird von der politischen Sitzung der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) Anfang Dezember abhängen. Wir erwarten, dass das Kartell die aktuellen Versorgungseinschnitte zumindest verlängert, wenn nicht sogar vertieft, denn dies dürfte die einzig sinnvolle Maßnahme sein.

Angesichts zaghafter Anzeichen für einen beginnenden Aufschwung in der US-Wirtschaft wird die US-Notenbank am 10. und 11. Dezember am Status quo festhalten. Es ist zudem unwahrscheinlich, dass die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer Sitzung am 12. Dezember die politischen Rahmenbedingungen ändern wird, aber unter der neuen Präsidentin könnte die EZB zum ersten Mal seit acht Jahren Hinweise über eine Kursänderung in den kommenden Monaten geben. Die Zentralbanken werden es generell vermeiden, die Märkte in Schrecken zu versetzen, da die Liquidität in den letzten Wochen des Jahres tendenziell abnimmt.

Im Jahresrückblick liegen Edelmetalle vor Rohstoffen

Im Rückblick der vergangenen 12 Monate verzeichneten Edelmetalle mit einem Plus von 18 Prozent die deutlich bessere Performance im Rohstoffkomplex. Einzelne Rohstoffe wie Nickel mit plus 33 Prozent und Palladium mit plus 58 Prozent haben sich aus spezifischen Gründen außerordentlich gut entwickelt. Wieder einmal hat Erdgas die Energiebilanz belastet, während die Öl- und Produktpreise gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind.

Da das Angebot der Nicht-OPEC-Staaten weiter zunimmt, steigt der Druck auf die OPEC, das Angebot zu verknappen und so das globale Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Die sinkende Zahl der Ölförderanlagen in den USA sind Warnsignal dafür, wie nachhaltig das Produktionswachstum in einer Zeit schwacher Preise sein kann. Bei der Performance von Agrarrohstoffen und Getreide ergab sich im letzten Monat eine Aufspaltung. Die kurze Rallye bei Kaffee, Kakao und Zucker trug dazu bei, dass sich die Preise der Soft Commodities - mit Ausnahme von Baumwolle – erholten. Getreide verzeichnete dagegen - angeführt von Mais, Sojabohnen und Weizen - aufgrund schwächerer Ernteaussichten einen Rückgang bei den spekulativen Nettopositionierungen. Die Unsicherheit der Handelsvereinbarungen belastet den Sektor der Industriemetalle erneut. Diese notierten nach einer leichten Erholung im Vormonat einen weiteren schwierigen Monat, da sich das an den Aktienmärkten vorherrschende bullishe Sentiment nicht ganz auf den Sektor der Basismetalle niederschlug. Industriemetalle haben wegen des ausbleibenden Durchbruchs zwischen den USA und China beim Thema Handel nicht im Wert bewegt. Einzig Palladium ist ein Lichtblick in diesem für Edelmetalle weiterhin eintönigen Monat. An den Aktienmärkten herrschte dagegen allgemein eine risikofreundliche Marktstimmung, was auf die guten Wirtschaftsdaten des dritten Quartals in den USA sowie auf den verhaltenen Optimismus an der amerikanisch-chinesischen Handelsfront zurückzuführen war. Die Preise für Edelmetalle gaben im Lauf des Monats nach, da die Nachfrage nach Safe-Haven Investments nachgab. Palladium überstrahlte den Sektor der Edelmetalle und steigerte damit seine Zuwächse der Monate weiter.

Schnäppchen, Umsatz und Dividende: Hoffnungen für Anleger im US-Einzelhandel

In den USA fiel am vergangenen Freitag der Startschuss für das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel. Traditionell gelten die Aktionstage „Black Friday“ und „Cybermonday“ nach Thanksgiving als Auftakt für die umsatzstarken Wochen vor dem Jahreswechsel. Doch das alljährliche Spektakel bietet nicht nur Käufern eine Flut an Angeboten und Rabatten, es ist vor allem ein Gradmesser für die wichtigste Stütze der US-Konjunktur.

Unterschätzter Wirtschaftstreiber

Denn die Konsumausgaben privater Haushalte sind für rund zwei Drittel des gesamten Bruttoinlandsprodukts der USA verantwortlich. Im dritten Quartal 2019 waren es Daten des Bureau of Economic Analysis zufolge sogar 68,1 Prozent. Dieser hohe Anteil gestaltete sich über die vergangenen Jahre konstant hoch und gilt gerade in Zeiten ansonsten geringerer wirtschaftlicher Dynamik als verlässliche Stütze der Wirtschaftsleistung.

Neben der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung ist das Geschäft vor allem für Investoren großer Handelskonzerne von Bedeutung. Gute Umsätze begünstigen attraktive Dividendenmöglichkeiten und so blicken auch Anleger gespannt auf das Weihnachtsgeschäft. Dieses Jahr gestaltet sich das Umfeld jedoch gemischt.

Unterschiedliche Ausgangslagen für Einzelhandels-Aktien

Der weltgrößte Online-Händler Amazon rechnet etwa angesichts harter Konkurrenz im wichtigen Schlussquartal mit einem deutlich schwächeren Geschäft als Börsenexperten. Für das Geschäftsquartal, in den Thanksgiving und Weihnachten fallen, stellt der Konzern Nettoerlöse zwischen 80 und 86,5 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten erwarteten bisher im Schnitt einen Umsatz von 87,37 Mrd. Dollar.

Andererseits hat der größte US-Einzelhändler Wal-Mart im dritten Geschäftsquartal dank florierender Online-Verkäufe besser als erwartet abgeschnitten. In den drei Monaten bis Ende Oktober kletterte der Gewinn im Jahresvergleich um mehr als 90 Prozent auf 3,3 Mrd. Dollar.

Hinweis: Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu.

Indikatoren deuten auf soliden Konsum hin

Jüngsten Daten des Handelsministeriums in Washington zufolge, haben die US-Einzelhändler im Oktober ihren Umsatz leicht steigern können. Ihre Erlöse kletterten um 0,3 Prozent zum Vormonat, und damit etwas stärker als Ökonomen erwartet hatten. In den Monaten davor entwickelten sich die Umsätze teils überraschend deutlich stärker.

Allerdings hat sich laut dem Forschungsinstitut Conference Board im November die Stimmung der US-Verbraucher unerwartet eingetrübt. Das entsprechende Barometer fiel gegenüber Oktober von 126,1 Zählern auf 125,5 Punkte. Experten hatten mit einem Anstieg gerechnet.

Die Ökonomen der Federal Reserve (Fed) bleiben insgesamt zuversichtlich: „An diesem Punkt des langen Aufschwungs sehe ich das Glas weit mehr als halbvoll“, sagte jüngst der Notenbankchef Jerome Powell. Dies ist auch aufgrund des privaten Konsums der Fall, der im dritten Quartal um 2,9 Prozent zulegte. Damit dürfte alles für ein Weihnachtsgeschäft angerichtet sein, das nicht nur Konsumenten und Ökonomen, sondern auch Anlegern Freude bereitet.

ERSTE RESPONSIBLE STOCK AMERICA: mit „gutem Gewissen“ auf chancenreiche US-Aktien setzen

Konsum-Aktien spielen auch im ERSTE RESPONSIBLE STOCK AMERICA eine Rolle. Dieser auf US- und kanadische Aktien fokussierte Fonds ist in börsennotierten Unternehmen aller Größenordnungen investiert. Die Auswahl der für den Fonds in Frage kommenden Aktien geschieht auf Basis der nachhaltigen Kriterien der Erste Asset Management. Werte wie Procter & GamblePepsi oder das Bezahlunternehmen VISA sind derzeit prominent im Portfolio vertreten.

Der ERSTE RESPONSIBLE STOCK AMERICA bietet die Chance auf hohe Wertsteigerungen so wie in diesem Jahr und in den letzten 5 Jahren. Als AnlegerIn muss man sich bewusst sein, dass es jederzeit zu stark schwankenden Kursen kommen kann und auch ein Kapitalverlust möglich ist. Eine längere Behaltedauer von mindesten 6 Jahren ist daher zu empfehlen.

Hinweis: Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Datum: 29.11.2019

Sowohl 2019 als auch im Schnitt der letzten 5 Jahre erfuhr der ERSTE RESPONSIBLE STOCK AMERICA eine hohe Wertsteigerung.


Wichtige rechtliche Hinweise

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.