Die Bewertungslücke zwischen Industrienationen und Schwellenländern schließt sich

Wo bleibt sie, die Aktienrallye in den Schwellenändern? Das fragt sich Kim Catechis, Head of Global Emerging Markets bei der Legg Mason-Tochtergesellschaft Martin Currie, derzeit. Denn bisher machten die Märkte der aufstrebenden Nationen im Schnitt in den letzten 20 Jahren eher mit einer überproportional starken Performance von sich reden. Und die spiegele auch insbesondere die langfristigen Wachstumsaussichten der Länder wider. Doch aktuell würden Aktien aus den Schwellenländern nach wie vor mit einem signifikanten Abschlag von 33 Prozent im Vergleich zu den Industrienationen gehandelt. Das zeigt das Kurs-Buch-Verhältnis in der Grafik unten für den Zeitraum vom 31. März 2009 bis 31. März 2019.

Die Schere begann Anfang 2012 auseinanderzuklaffen, erklärt Catechis: „Die Gründe sind vielschichtig und reichen von der griechischen Schuldenkrise, über eine lange Rezession in Brasilien und dem Absturz der Rohstoffpreise in 2015, bis hin zu Sorgen über das Wirtschaftswachstum in China. All das hat nach und nach das Vertrauen der Anleger zerstört. In den letzten zwei Jahren haben die steigenden Zinsen in den USA sowie der starke Dollar die Währungen und Bewertungen der Schwellenländer zusätzlich belastet.“

Doch nun könnte sich das Blatt wenden, glaubt man bei Martin Currie. Da weitere Zinsschritte in den USA erst einmal vom Tisch scheinen, könnte sich nun auch die Bewertungslücke zwischen den Schwellenländern und den Industrienationen wieder schließen. Voraussetzung: Im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt es ein ebenso marktfreundliches Ergebnis wie bei den Wahlen in Indien. Und natürlich würden auch insgesamt positive Signale einer stabilen Weltwirtschaft, allen voran aus China, ihr Übriges beitragen. „Die Eigenkapitalrendite in den Schwellenländern hat sich erholt und es sieht so aus als ob sie weiter steigen wird, da die Anlageklasse nun nicht mehr zyklisch reagiert“, schließt Catechis ab.

Mikrofinanz: Die Welt ein Stückchen besser machen und dabei Geld verdienen

Martin Cech, Fondsmanager ERSTE RESPONSIBLE MICROFINANCE: „Mikrofinanz eröffnet neue Perspektiven und verhindert ausbeuterische Kinderarbeit“

Es gibt Investments, die für eine bessere Welt sorgen. Mikrokredite eröffnen eine Chance auf ein besseres Leben und ermöglichen eine stabile Rendite für Anlegerinnen und Anleger. Mit dem Fonds ERSTE RESPONSIBLE MICROFINANCE ist beides möglich: Mit Mikrofinanz die Welt ein Stückchen besser machen und dabei Geld verdienen.

Was versteht man unter Mikrofinanz?

„Sie ist ein Weg, einkommensschwachen Haushalten dieselben Dienstleistungen zu geben, die allen anderen auch zur Verfügung stehen“, formulierte es Kofi Annan, der ehemalige Generalsekretär der UNO. Mikrofinanz bedeutet also Menschen Finanzdienstleistungen zur Verfügung zu stellen, die sonst keinen Zugang zu diesen haben. Mikrofinanz ist keine Spende, sie trägt aber zur Bekämpfung der Armut bei.

Wie funktionieren Mikrofinanz-Investments?

Anlegerinnen und Anleger investieren über Investmentgesellschaften wie zum Beispiel einen Fonds in Mikrofinanz-Institute. Diese Minibanken vergeben dann Minidarlehen an die Ärmsten der Armen, insbesondere in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Mikrofinanz-Institute dienen als Brücke zwischen Investoren und Kreditnehmern. Sie sind in Schwellen- und Entwicklungsländern vor Ort und untersuchen die Lebensumstände eines Kleinstkreditnehmers genau, bevor ein Kleinkredit bewilligt wird. Dieses Know-how der Minibanken vor Ort haben Investoren in der Regel nicht bzw. ist eine direkte Vergabe der Kredite an tausende Kleinstkreditnehmer nicht möglich.  Deshalb investieren sie indirekt, wie z.B. über einen Fonds.

Die Ursprünge der Mikrofinanz reichen in die 1970-er Jahre zurück. Als Begründer des Mikrofinanz-Gedankens  gilt der Wirtschaftswissenschafter und Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus. Er war Gründer und Geschäftsführer der Mikrokredite vergebenden Grameen Bank.

Welche Wirkung hat das investierte Geld für die Dritte Welt?

Mittlerweile gibt es mehr als 500 Millionen Menschen, die über Mikrofinanz-Institute Zugang zu Kleinstkrediten erhalten haben. Doch das reicht noch lange nicht. Noch immer gibt es über eine Milliarde Menschen weltweit, die in absoluter Armut leben. Martin Cech, Fondsmanager des Fonds ERSTE RESPONSIBLE MICROFINANCE bringt es auf den Punkt:  „Ohne Zugang zu Krediten sind diese Menschen ihrem Schicksal ausgeliefert. Mikrofinanz eröffnet neue Perspektiven und verhindert auch Kinderarbeit.“

Dem gegenüber stehen Investoren in Industrieländern, die nach Möglichkeiten suchen, ihr Geld mit möglichst wenigen Kurs-Schwankungen profitabel und zugleich sinnvoll anzulegen. Dass such das weltweite Mikrofinanz Investitionsvolumen von seit 2005 von 1,5 Milliarden US-Dollar auf über 15 Milliarden US-Dollar (Wert für 2017, Quelle: Symbiotics) mehr als verzehnfacht hat, wundert daher nicht.

Wie sieht der typische Mikro-Kredit aus?

Die überwiegende Anzahl der Mikro-Kredite in den Entwicklungsländern sind Betriebsmittelkredite und keine Konsumkredite. Sie dienen zur Aufbau einer beruflichen Existenz vor allem in der Landwirtschaft. Aber auch im Handwerksbereich, im Tourismus, im Handel und in der Gastronomie werden sie gerne in Anspruch genommen. Das Kreditvolumen reicht von lediglich 300 Euro bis zu – gemessen an den Maßstäben der Schwellenländer – beträchtlichen 30.000 Euro. Die Laufzeit beträgt bis zu 3 Jahre, zurückgezahlt wird monatlich. Es handelt sich vorwiegend um Kredite in Lokalwährung. Knapp zwei Drittel der Kreditnehmer sind Frauen. Beispiele für einen typischen Mikro-Kredit sind z.B. ein Marktstand für Obst und Gemüse, der Kauf einer Nähmaschine oder von ein paar Quadratmetern Anbaufläche. Menschen, die solche Kredite bekommen, sind in der Regel überaus dankbar und bemühen sich penibel die Rückzahlungen einzuhalten. Nur etwa 2 von 100 Mikrokrediten können nicht oder nicht vollständig getilgt werden.

Mikrofinanz

Quelle: Symbioticsgroup.com

Wie kann man als PrivatanlegerIn in Mikrofinanz investieren?

Eine von wenigen Mikrofinanz-Investitionsmöglichkeiten ist der Dachfonds ERSTE RESPONSIBLE MICROFINANCE. Er ist in verschiedenen Mikrofinanz-Fonds investiert. Damit ist das Vermögen des Fonds breit gestreut. Die Fonds investieren wiederum in Mikrofinanzinstitute, die dann Kredite an die KleinstunternehmerInnen vergeben.

Welche Risiken muss man einkalkulieren?

Es gibt verschiedenen Risiken, mit denen AnlegerInnen rechnen müssen, wenn sie in Mikrofinanz investieren, angefangen von Bonitätsrisiken bis zu Risiken der Ländern, politischen Ereignisse oder Naturkatastrophen. In Ecuador etwa erschütterte 2016  ein Erdbeben der Stärke 7,8 die Küstenregion und legte dort die Wirtschaft lahm. Aber auch Tsunamis, Wirbelstürme, Überschwemmungen und Dürre können der Wirtschaft schaden.

Das Fondsmanagement versucht solchen und ähnlichen Risiken dadurch entgegen zu steuern, dass das Risiko auf momentan 86 Länder verteilt wird. Schwerpunkte sind aktuell Indien, Kambodscha, Peru,  Ecuador, Costa Rica und Georgien (Obergrenze von 10 Prozent je Land, Anm.). Aktuell befinden sich im ERSTE RESPONSIBLE MICROFINANCE 384 Mikrofinanzinstitute und 50 Fair Trade Institute.

Lohnt sich ein Investment in einen Mikrofinanz-Fonds?

Die Renditen können sich im aktuellen Niedrigzinsumfeld sehen lassen. Der Dachfonds ERSTE RESPONSIBLE MICROFINANCE erzielte über die vergangenen fünf Jahre eine Wertentwicklung von 2,09 Prozent pro Jahr*). Seit dem Start des Fonds 2010 beträgt der Wertzuwachs insgesamt 20,97 Prozent.

Mikrofinanz

*) Datum der Berechnung. 31.3.2019. Die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt laut OeKB Methode. In der Wertentwicklung ist die Verwaltungsgebühr und eine allfällige erfolgsbezogene Vergütung berücksichtigt. Der bei Kauf gegebenenfalls anfallende einmalige Ausgabeaufschlag in Höhe von bis zu 3,00 % und allenfalls individuelle transaktionsbezogene oder laufend ertragsmindernde Kosten (z.B. Konto- und Depotgebühren) sind in der Darstellung nicht berücksichtigt. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu Quelle: Erste AM, FMP, 29.3.2019

„Wir wollen natürlich für unsere Kunden eine adäquate Anlage-Rendite erzielen. Darüber hinaus ist es uns wichtig, dass diese Investition einem guten Zweck dient und den Menschen, die in ärmlichen Verhältnissen leben, einen Weg zu einem besseren Leben eröffnet. So stellen wir sicher, dass auch eine soziale Rendite zum Tragen kommt“, betont Fondsmanager Cech.

Kauf- und Verkaufsaufträge dauern länger

Der Fonds richtet sich an Investoren, die nachhaltig agieren und ihr Geld langfristig zur Verfügung stellen wollen. Der Kauf- und Verkauf von Anteilen an diesem Fonds dauert viel länger als bei Aktien– und Anleihefonds. Eine Order, die bis zum 27. Tag eines Monats (spätestens 13 Uhr) abgegeben wird, wird mit dem 20. Tag des Folgemonats abgerechnet (zum Preis des letzten Werktages des Monats). Beim Verkauf wird erst im darauffolgenden vierten Monat (zum Preis des letzten Werktages des dritten Folgemonats) abgerechnet. Diese lange Orderzeit dient dem Schutz der AnlegerInnen: Nicht jeder Kauf- oder Verkaufsauftrag kann so schnell ausgeführt werden wie bei liquiden Aktien.

Fazit

Mikrofinanz ist keine Spende sondern eine Möglichkeit einkommensschwachen Menschen in den Entwicklungsländern Kredite für die Existenzgründung zur Verfügung zu stellen und dabei Geld zu verdienen. Es handelt sich um Investitionen, die mit der Entwicklung von Aktien, Anleihen oder Immobilien kaum zusammenhängen aber trotzdem eine Rendite ermöglichen. Investitionen in Mikrofinanz sollten langfristig angelegt sein, schon allein wegen der langen Abwicklung von Kauf- und Verkaufsaufträgen, was dem Schutz der Anlegerinnen und Anleger dient.


Wichtige rechtliche Hinweise

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Impact Investing in Afrika: Besonderheiten eines heterogenen Kontinents

Schnelles Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sowie eine deutlich zunehmende Innovationsstärke im Bereich Technologie bieten zunehmend Investitionsgelegenheiten auf dem afrikanischen Kontinent. Dennoch bedarf die deutlich ausgeprägte Heterogenität des Kontinents eine sorgfältige Analyse sowie eine starke Expertise vor Ort, um adäquate Impact-Investing-Projekte zu identifizieren. Nur dann können sowohl Investoren als auch Kleinunternehmern langfristig davon profitieren und zugleich den wirtschaftlichen Aufschwung unterstützen.

„Afrika dürfte bis zum Jahr 2034 eine größere Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter als China oder Indien stellen“, sagt Yann Groeger, Regional Manager Afrika bei BlueOrchard. „Wir beobachten derzeit an verschiedenen Stellen des afrikanischen Kontinents ein steigendes Wirtschaftswachstum, eine wachsende Mittelschicht sowie eine ausgeprägte Innovationsstärke – insbesondere im Technologiesektor. Zudem stellen sich bestimmte Sektoren vermehrt internationaler auf und auch Abkommen zu zollfreien Im- und Exporten zwischen afrikanischen Staaten sind bereits vielerorts im Gespräch.

Zugleich begegnen Investoren in Afrika weiterhin Herausforderungen. Denn im Gegensatz zu China kann der Kontinent freilich nicht als ein großer Einzelmarkt betrachtet werden. Die insgesamt 54 Länder haben ihre eigenen Gesetze, Kulturen und auch Sprachen. Für Investoren besteht hier somit nicht die Möglichkeit, einen unmittelbaren Universalzugang zu diesen Märkten zu bekommen. Hinzu kommt, dass insbesondere Kleinunternehmer Schwierigkeiten haben, nicht nur eine nachhaltig angelegte Finanzierung zu erhalten, sondern überhaupt einen Zugang zu Finanzierungen. Der klassische Weg zur Bank ist hier oftmals nicht möglich, da die kleinen Unternehmen häufig nicht über die notwendigen Garantien verfügen, die von den Banken bei der Kreditvergabe verlangt werden. Für die Menschen gibt es gibt es zwar immer wieder alternative Hilfen wie Spenden oder Notfallkredite. Hierbei handelt es sich jedoch in der Regel um einmalige Tätigkeiten, die auf lange Sicht keine finanzielle Nachhaltigkeit garantieren. Zwar bleibt ihnen in letzter Konsequenz noch der Weg zu sogenannten Kredithaien, jedoch bewirken hier sehr hohe Zinsen im Zusammenspiel mit teilweise fragwürdigen Rückzahlungsmechanismen mitunter unkalkulierbare Risiken für die Kreditnehmer, die einer langfristig positiven Geschäftsentwicklung eher entgegenwirken, als diese zu unterstützen.

Hier bietet Impact Investing in Mikrofinanz eine Alternative zu den oben genannten Finanzierungswegen, sodass auch Kleinunternehmen in Afrika die Möglichkeit bekommen, sich langfristig und nachhaltig entwickeln zu können. Dabei ist es unseres Erachtens zentral, dass eine enge Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort in den einzelnen Ländern, Regionen und Sektoren besteht. Denn nur durch ständige Präsenz vor Ort ist es möglich, die Märkte genauer zu verstehen und sich somit sowohl mit konkreten Problemen als auch Potenzialen zu befassen. Zudem werden im Impact Investing die Kreditnehmer vorab in Gänze analysiert, indem sie beispielsweise nachweisen müssen, dass ihr Geschäftsmodell Potenzial hat, sich langfristig von selbst zu tragen. Ebenso spielt die Bonität bei der Kreditvergabe eine wichtige Rolle. In der Regel handelt es sich hierbei um Kredite mit Laufzeiten zwischen ein bis zwei Jahren. Die Höhe der Kredite variiert wiederum stark je nach Region, Sektor und auch der Größe des Unternehmens, zwischen 50 US-Dollar bis hin zu 10.000 US-Dollar.

Dadurch hilft Impact Investing dabei, dass sich kleine Unternehmen langfristig halten und entwickeln können. Auch sehen wir hierbei immer öfter, dass diese Unternehmen durch solche Investments beachtlich wachsen können. Besonders in der Landwirtschaft beobachten wir häufig, wie einzelne Unternehmen über die Kreditzyklen hinweg ihre Anbauflächen vergrößern und Arbeit für andere schaffen. Auf lange Sicht kann dadurch ein Anstieg der formellen Arbeitsplätze und eine positive Gesamtentwicklung über den Einzelunternehmer hinaus unterstützt werden.“


Über BlueOrchard Finance AG

BlueOrchard ist ein weltweit führender Impact Investment Manager mit dem Ziel nachhaltiges,integratives und klimagerechtes Wachstum zu fördern und dabei attraktive Renditen für Investoren zu erzielen. BlueOrchard wurde 2001 auf Initiative der UN als weltweit erster kommerzieller Manager von Mikrofinanzanlagen gegründet. Heute bietet BlueOrchard Investoren auf der ganzen Welt erstklassige Anlagelösungen im Bereich Fremdkapital, Private Equity sowie nachhaltige Infrastruktur. Als Experte für innovative Blended Finance-Mandate ist das Unternehmen ein bewährter Partner international führender Entwicklungbanken. Mit einer breiten globalen Präsenz und Niederlassungen auf vier Kontinenten hat BlueOrchard bis heute mehr als 6 Mrd. USD in 80 Schwellen- und Entwicklungsländern investiert und damit messbaren sozialen und ökologischen Impact erzielt. BlueOrchard ist ein von der FINMA regulierter Vermögensverwalter. Seine luxemburgische Gesellschaft ist ein von der CSSF regulierter UCITS- sowie alternativer Investmentfondsmanager (AIFM). Weitere Informationen finden Sie hier: www.blueorchard.com.

IMF Spring Meetings: Emerging Markets – wie geht es weiter?

von Felix Dornaus, Senior Fondsmanager Schwellenländeranleihen, Erste Asset Management.

Im Rahmen der Jahrestagungen des IMF (Internationalen Währungsfonds) finden verschiedene Veranstaltungen für Emerging Markets Investoren statt. Meinungsführer, Entscheidungsträger, Meinungsforscher und Analysten aus Politik, Think-Tanks, Wirtschaft und der akademischen Welt halten Vorträge und/oder stellen sich der Diskussion mit Investoren. Das Treffen bietet andererseits eine gute Gelegenheit für den Gedankenaustausch mit Fachkollegen.

Meine wichtigsten Schlussfolgerungen aus den IMF Spring Meetings

Die Investoren in Emerging Markets sind nach wie vor positiv gestimmt, jedoch mit einer zunehmend vorsichtigeren Neigung. Offensichtliche Opportunitäten, Risiko aufzustocken, werden rarer, der Selektionsanspruch steigt.

Die makroökonomischen Daten aus China verbessern sich. Eine Mehrheit sieht die Unterzeichnung eines US-China Handelsabkommens in den nächsten Wochen bis Monaten. Beide Vertragsseiten wünschen sich einen Abschluss, wobei der grösste Stolperstein in der Formulierung von Vollstreckbarkeitsmechanismen liegt. Es ist zu erwarten, dass der Deal noch nicht vollumfänglich sein wird.

Argentinien

Bei den Präsidentenwahlen im Oktober dieses Jahres werden dem amtierenden Präsidenten Macri trotz hoher Unsicherheit die besten Chancen auf Sieg zugesprochen. Vermutlich in einem zweiten Wahldurchgang gegen Christina Kirchner. Die Zielerreichung unter dem bestehenden IMF Programm ist ermutigend. Die Dürre mit ihren negativen Auswirkungen auf die Leistungsbilanz ist überwunden. Die Roll-Over-Rate bei Zahlungsfälligkeiten des Souveräns liegt bei 100%. Bis Ende 2020 sollte keine Emission auf den internationalen Anleihemärkten notwendig sein. Das Land geniesst breite Rückendeckung seitens des IMF und anderer offizieller Kreditgeber.

Brasilien

Ist der Darling der Investoren. Dem erfolgreichem Abschluss der dringend notwendigen Pensionsreform wird eine Wahrscheinlichkeit von grösser als 50% noch in der zweiten Jahreshälfte 2019 eingeräumt. Das Wirtschaftsteam rund um den neuen Finanzminister Paulo Guedes geniesst grosses Vertrauen („Brazilian Avengers“).

Mexico

Für 2019 wird ein Wirtschaftswachstum von rd. 1-1,5% erwartet, und gehört damit zu den niedrigsten des EM Universums. Der Regierung des linken Präsidenten AMLO wird zwar eine besonnene Fiskalpolitik zugetraut, es bestehen jedoch gewisse Ängste hinsichtlich einer Schwächung der Institutionen, was das Risiko einer Bonitätsherabstufung erhöhen würde. Die bisherigen, staatsseitigen Stützungszusagen für die hochverschuldete nationale Erdölgesellschaft PEMEX werden noch als zu wenig detailliert empfunden. Ein Abschluss von USMCA, des Nachfolgers des trilateralen Handelsabkommens NAFTA, wird noch in 2019 erwartet, geniesst allerdings derzeit weder im US-amerikanischen noch im mexikanischen Kongress Priorität.

Russland

Die Möglichkeit weiterer US-Wirtschaftssanktionen stand im Vordergrund der Diskussionen. 2 neue Sanktionspakete sind vermutlich bereits ausformuliert, harren aber noch einer kongressseitigen Genehmigung. Diese kann allerdings jederzeit erfolgen, wobei Präsident Trump eine wahrgenommene Bremser-Rolle zukommt. Eine Ausdehnung der Sanktionen auf die Begebung neuer russischer Anleihen kann nicht ausgeschlossen werden. Nachdem die USA aufgrund ausreichender Eigenproduktion nicht mehr erdölimportabhängig sind, wäre auch Erdöl als Strategie-Tool vorstellbar. Zwischen Russland und den USA existiere derzeit kein Dialog.

Türkei

Der Finanzminister und Zentralbankpräsident bemühten sich sehr, auf entspannte Weise ihren Plan signifikanter Strukturreformen darzustellen. Mit mangelnder Überzeugungsfähigkeit. Über die Quellen finanzieller Mittel zur Bedienung der erheblichen kurzfristigen Schulden in ausländischer Währung (vor allem Privatsektor) entstand wenig Klarheit. Minister Albayrak mutmaßte allerdings, dass Verbindlichkeiten des Privatsektors weitestgehenst den Charakter von Inter-Company-Loans hätten, wodurch das Refinanzierungsrisiko erheblich niedriger sei als angenommen. Eine Annäherung an den Währungsfonds war nicht zu erkennen.

Venezuela

Die Staatsverschuldung 2019 wurde auf 920%/GDP geschätzt. Die Parallel-Regierung unter Guaido formiert sich zwar, deren Aussagen zum baldigen Sturz des Präsidenten Maduro erscheinen eher als Wunschdenken denn Realität. Bisher ist es noch nicht gelungen, das Militär zu überzeugen, sich gegen Maduro zu stellen. Unter dessen Regierung kam es zu einer Bruttonationalprodukt-Zerstörung, die ihresgleichen in der globalen Wirtschaftsgeschichte sucht. Die unvermeidbare Umschuldung der Auslandsverbindlichkeiten wird die „Mutter aller Umschuldungen“ und mit einem massiven Kapitalverzicht seitens der Gläubiger verbunden sein. Eine Verschärfung von Sanktionen seitens der USA gilt als wahrscheinlich.

US Präsident Trump: In einer ad hoc durchgeführten Umfrage unter rund 800 anwesenden Investoren wurde seiner Wiederwahl eine 70%ige Wahrscheinlichkeit zugeordnet.


Wichtige rechtliche Hinweise

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Türkei: Am Rande des Kollaps?

Der Türkei steht eine Zahlungsbilanzkrise bevor, wenn sie keine politischen Reformen anstößt, zeigt Nikolay Markov, Senior Economist bei Pictet Asset Management.

Stark unter Druck

Nach der Währungskrise im August letzten Jahres stand die türkische Lira Ende März wieder in den Schlagzeilen, weil ihr impliziter Overnight-Terminkurs und der Wechselkurs sprunghaft angestiegen waren. Die Gründe für diese Blitzrally sind nicht ganz klar, aber sicherlich haben die Short-Positionierung sowie die Einführung von Quasi-Kapitalkontrollen durch die Regierung letzten Sommer damit zu tun.

Der Volatilitätsschub an den Märkten fiel mit den Kommunalwahlen zusammen, bei denen die AKP-Regierung von Präsident Erdogan einen Teil ihrer Macht einbüßte, vor allem in großen städtischen Zentren.

Wie wird die Regierung auf diesen Rückschlag reagieren – müssen wir mit stärkerem Wirtschaftspopulismus oder eher mit einer fortschrittsorientierten Reformagenda rechnen? Solange darüber noch keine Klarheit herrscht, dürften besorgte Anleger weiter Abwärtsdruck auf die Währung ausüben.

ABB. 1: IMPLIZITER OVERNIGHT-TERMINKURS UND WECHSELKURS TÜRKEI


Quelle: Pictet Asset Management, CEIC, Datastream, April 2019

Verzwickte Lage

Die Türkei hat von allen Schwellenländern die zweithöchste Inflation – nach Argentinien, das in ebenso großen Schwierigkeiten steckt. Auch wenn unsere Indikatoren darauf hindeuten, dass die Inflation in der Türkei vorerst ihren Höhepunkt erreicht hat, glauben wir, dass aufgrund der instabilen wirtschaftlichen Bedingungen und der politischen Unsicherheit das Risiko einer ausgewachsenen Zahlungsbilanzkrise bestehen bleibt.

Diese Fragilität schlägt sich in der volatilen Leistungsbilanz der Türkei nieder, die – wie die Abbildung unten zeigt – wieder defizitär ist. Eine weitere starke Abwertung der türkischen Lira könnte einen Teufelskreis in Gang setzen, der die wirtschaftliche Rezession nur noch mehr verstärkt.

ABB. 2: AUFSCHLÜSSELUNG DER LEISTUNGSBILANZ DER TÜRKEI

 
Quelle: Pictet Asset Management, CEIC, Datastream, Januar 2019

Wie gewonnen, so zerronnen?

Fragil ist auch die Situation bei den Devisenreserven der Türkei – diese entsprechen gerade mal vier Importmonaten. In Brasilien dagegen sind es 25 Monate und in China 16 Monate.

ABB. 3: DEVISENRESERVEN DER TÜRKEI IM VERHÄLTNIS ZU IMPORTMONATEN


Quelle: Pictet Asset Management, CEIC, Datastream, Januar 2019

Zunehmende Abhängigkeit vom US-Dollar

Sorge bereitet auch die zunehmende Dollarisierung von Krediten in der Wirtschaft (siehe Abbildung unten links). Zurzeit steht dieser Entwicklung jedoch ein Anstieg der Dollar-Einlagen entgegen (siehe Abbildung rechts), was bedeutet, dass das Risiko einer Währungsinkongruenz vorerst nicht allzu groß ist.

ABB. 4A (LINKS): TÜRKEI: BANKENKREDITE IN LOKAL- UND FREMDWÄHRUNG/ABB. 4B (RECHTS): TÜRKEI: BANKENEINLAGEN IN LOKAL- UND FREMDWÄHRUNG 


Quelle: Pictet Asset Management, CEIC, Datastream, Februar 2019

Wo soll es politisch hingehen?

Insgesamt betrachten wir den Ausgang der jüngsten Wahlen im Hinblick auf Investmentgelegenheiten mit gemischten Gefühlen. Angesichts der schwächeren Position der AKP könnte sich ein marktfreundlicheres Umfeld herausbilden, in dem die Politik einige der dringend erforderlichen kurzfristigen und strukturellen politischen Reformen auf den Weg bringt. Sollte dies tatsächlich geschehen, könnte die Türkei gerade noch eine größere Wirtschaftskrise abwenden.

Wie sieht es mit den Märkten aus?

Wenn wir uns in der Abbildung unten 18 frühere Episoden einer Währungskrise* in Schwellenländern anschauen, ist zu erkennen, dass es typischerweise im Durchschnitt vier bis sechs Quartale dauert, bis das BIP wieder auf den Stand vor der Währungskrise gestiegen ist. Im Hinblick auf die Aktienmärkte zeigt unser Backtest, dass sie sich im Durchschnitt vier Quartale in der Talsohle bewegen, bevor sie in eine Phase der steilen Erholung eintreten.

Dies würde bedeuten, dass die Türkei (und Argentinien) möglicherweise noch mindestens zwei weitere Quartale ausharren müssen, bis sich eine Erholung beim BIP oder an den Aktienmärkten einstellt. Dauert die politische Krise an und/oder werden nicht die nötigen Strukturreformen umgesetzt, wird der Aufschwung noch länger auf sich warten lassen.

ABB. 5A (LINKS): REALES BIP SCHWELLENLÄNDER VOR UND NACH WÄHRUNGSKRISEN/ABB. 5B (RECHTS): AKTIENMÄRKTE SCHWELLENLÄNDER VOR UND NACH WÄHRUNGSKRISEN


Quelle: Pictet Asset Management, CEIC, Datastream. * Nach unserer Definition beschreibt eine Währungskrise eine Situation, in welcher der reale, handelsgewichtete Wechselkurs um mehr als 10% im Quartalsvergleich zurückgegangen ist. Demnach gab es seit den frühen 1990ern 18 Episoden: Argentinien (2002), Brasilien (1999), Bulgarien (1997), Kolumbien (1999), Ägypten (2003), Indien (1993), Indonesien (1997), Korea (1997), Malaysia (1997), Mexiko (1995), Philippinen (1997), Rumänien (1999), Russland (1998), Südafrika (2004), Türkei (1994 u. 2002), Ukraine (1998)


Lesen Sie mehr über Schwellenländer:

Über Nikolay Markov

Nikolay Markov kam 2013 als Volkswirt zur Fixed Income-Abteilung bei Pictet Asset Management. Davor arbeitete er bei der Geldpolitikanalyse der Schweizer Nationalbank, wo er Untersuchungen zu den Regeln der Geldpolitik für die Schweiz durchführte. Vor dieser Position arbeitete er als Lehr- und Forschungsassistent an der Universität Genf und nahm an internationalen akademischen Konferenzen teil. Nikolay Markov hat einen PhD in Volkswirtschaft von der Universität Genf und erwarb am Studienzentrum der Schweizer Nationalbank in Gerzensee ein PhD-Zertifikat.

Über Pictet Asset Management

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 171 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Für weitere Informationen steht Ihnen Frank Böhmer gerne zur Verfügung.
Telefon: 069-79 5009 1224
e-mail: fbohmer@pictet.com

Which stock markets look ‘cheap’ after strong performances in the first quarter of 2019?

Following a dramatic rebound for stock markets in the first quarter of 2019, Duncan Lamont, Head of Research and Analytics at Schroders, assesses how market valuations have been affected.

Those who were brave enough to fight the emotional urge to sell during the carnage in markets which brought 2018 to a close have been richly rewarded in the first few months of 2019.

Of the five markets in our regular analysis, even the worst of the bunch (Japan) returned almost 8% so far this year (as of 12 April).

The US was the best with a 13.9% gain, an almost mirror image of the 13.7% it lost in the fourth quarter of 2018 (although this also provides a useful reminder that, because of the way returns compound from one period to the next, a given gain will not be enough to offset a loss of the same magnitude – the return over this six month period was -1.7%). The UK, Europe and emerging markets have all risen close to 10% this year.

Valuations are one of the most powerful indicators of long term returns. Buy when markets are “cheap” and the odds are stacked in your favour. Buy when they are expensive and, although you won’t necessarily lose money, more things have to come right for you to come out on top.

We highlighted in our January update that a combination of robust earnings growth and falling markets had brought stock market valuations around the world close to their cheapest level for several years. Although short term risks were elevated, the longer term case had improved notably.

Although valuations are usually a poor guide to short term performance, markets have clearly rallied sharply from that nadir. However, the strength of performance in the early stages of 2019 means that returns, which were expected to have been earned over the medium to long term, have instead been harvested in barely three months.

This leaves less on the table for the future and the valuation case is now a lot more subdued. Simple models of expected returns linked to either dividend yields or earnings yields suggest that long term expected returns are around 0.3-0.4% lower in all markets than they were at the start of the year.

This more downbeat picture can be seen in our usual valuations table, which has more of a red hue than in January. However, a closer look at the numbers suggests a more nuanced stance is appropriate.

For non-US markets, those valuation indicators which are in expensive territory are pretty close to historic averages, with the exception of cyclically adjusted price to earnings (CAPE). A cautionary note but not something which should keep long term investors awake at night.

Bad performance could of course happen (a restarting of interest rate hikes in the US would be one possible driver) but valuations are unlikely to be the source of the problem. The US continues to be out on a limb. But betting against it has been a fool’s game for years and investors would be wise to maintain a balanced exposure to global stock markets.

Past Performance is not a guide to future performance and may not be repeated.

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The pros and cons of stock market valuation measures

When considering stock market valuations, there are many different measures that investors can turn to. Each tells a different story. They all have their benefits and shortcomings so a rounded approach which takes into account their often-conflicting messages is the most likely to bear fruit.

Forward P/E

A common valuation measure is the forward price-to-earnings multiple or forward P/E. We divide a stock market’s value or price by the earnings per share of all the companies over the next 12 months. A low number represents better value.

An obvious drawback of this measure is that it is based on forecasts and no one knows what companies will earn in future. Analysts try to estimate this but frequently get it wrong, largely overestimating and making shares seem cheaper than they really are.

Trailing P/E

This is perhaps an even more common measure. It works similarly to forward P/E but takes the past 12 months’ earnings instead. In contrast to the forward P/E this involves no forecasting. However, the past 12 months may also give a misleading picture.

CAPE

The cyclically-adjusted price to earnings multiple is another key indicator followed by market watchers, and increasingly so in recent years. It is commonly known as CAPE for short or the Shiller P/E, in deference to the academic who first popularised it, Professor Robert Shiller.

This attempts to overcome the sensitivity that the trailing P/E has to the last 12 months' earnings by instead comparing the price with average earnings over the past 10 years, with those profits adjusted for inflation. This smooths out short-term fluctuations in earnings.

When the Shiller P/E is high, subsequent long term returns are typically poor. One drawback is that it is a dreadful predictor of turning points in markets. The US has been expensively valued on this basis for many years but that has not been any hindrance to it becoming ever more expensive. 

Price-to-book

The price-to-book multiple compares the price with the book value or net asset value of the stock market. A high value means a company is expensive relative to the value of assets expressed in its accounts. This could be because higher growth is expected in future.

A low value suggests that the market is valuing it at little more (or possibly even less, if the number is below one) than its accounting value. This link with the underlying asset value of the business is one reason why this approach has been popular with investors most focused on valuation, known as value investors.

However, for technology companies or companies in the services sector, which have little in the way of physical assets, it is largely meaningless. Also, differences in accounting standards can lead to significant variations around the world. 

Dividend yield

The dividend yield, the income paid to investors as a percentage of the price, has been a useful tool to predict future returns. A low yield has been associated with poorer future returns.

However, while this measure still has some use, it has come unstuck over recent decades.

One reason is that “share buybacks” have become an increasingly popular means for companies to return cash to shareholders, as opposed to paying dividends (buying back shares helps push up the share price).

This trend has been most obvious in the US but has also been seen elsewhere. In addition, it fails to account for the large number of high-growth companies that either pay no dividend or a low dividend, instead preferring to re-invest surplus cash in the business to finance future growth.

A few general rules

Investors should beware the temptation to simply compare a valuation metric for one region with that of another. Differences in accounting standards and the makeup of different stock markets mean that some always trade on more expensive valuations than others.

For example, technology stocks are more expensive than some other sectors because of their relatively high growth prospects. A market with sizeable exposure to the technology sector, such as the US, will therefore trade on a more expensive valuation than somewhere like Europe. When assessing value across markets, we need to set a level playing field to overcome this issue.

One way to do this is to assess if each market is more expensive or cheaper than it has been historically.

We have done this in the table above for the valuation metrics set out above, however this information is not to be relied upon and should not be taken as a recommendation to buy/and or sell If you are unsure as to your investments speak to a financial adviser.

Finally, investors should always be mindful that past performance and historic market patterns are not a reliable guide to the future and that your money is at risk, as is this case with any investment.


This article has first been published on schroders.com.

Hacking the cyber opportunity

The need for cyber security permeates all levels of society. The threat of highly damaging attacks means that security spending will likely increase further to record levels, argues Aanand Venkatramanan, ETF Systematic Strategies at Legal & General Investment Management.

Recent headlines have highlighted how cybersecurity is top of mind for companies and the public alike. As the nature of the threat evolves ever more quickly, this presents a unique opportunity for investors looking to benefit from exposure to this exciting theme.

Today, one of the top three reported risks for doing business in the US is the risk of cyber-attack. With 100 ransomware attacks taking place every 20 minutes, it is no surprise that global cyber security spending is expected to reach over $1 trillion from 2017-2021 (Cybersecurity Ventures, 2017).

The ‘WannaCry 2.0’ ransomware attack that brought NHS systems to a standstill is just one such example. These attacks infiltrate computers and encrypt all data, often irreversibly since the ‘ransom’ elements can be hoaxes and the costs to businesses of successful attacks present a serious risk to shareholders.

The impact of these losses has helped drive the trend of cyber security growth. Despite many benchmarks declining over the course of 2018, the cyber security sector was far more resilient – it outperformed the MSCI World Index by nearly 15% in 2018.

But not every cybersecurity company has the necessary skills or tools to deal with every single type of attack. Thinking about just a few years ago, each of us might have personally used McAfee or Symantec to secure our desktops. But the security requirements of businesses for example might include data encryption, financial transaction protection and email security. Beyond this, the needs of governments are yet higher since this often includes the protection of citizens’ most sensitive data. When the consumer base of cybersecurity services broadly covers every person, company and government, the further potential for growth in the sector is enormous.

A trend which might also reappear in the near term is that of new entrants to the publicly traded market and increased merger and acquisition activity. A few cyber security companies notably came to market a few years ago but a number more such as Palantir are expected to complete their initial public offering (IPO) this year. At the same time, we expect there to be some consolidation in the market as larger cyber security firms look to expand their coverage and expertise into new areas. We would also expect some more mutually beneficial collaborations between cyber security firms and IT services companies, similar to that pursued by FireEye and Hewlett Packard in 2015 which brought many complementary benefits to both companies.

When approaching cybersecurity as a thematic investment, active research into the fundamentals of the drivers of the growth of these multiple types of cybersecurity companies is crucial. The key aim of such an approach is to give the investor a purer and diversified exposure to theme itself, not necessarily the specific geography or sector subset.


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Älter werdende Bevölkerung Asiens treibt Anleihenachfrage

Asien wird aller Voraussicht nach die älteste Region der Welt werden. Es wird prognostiziert, dass dort bis in die 2030er Jahre rund 60 Prozent der Menschen im Seniorenalter leben. Diese demografische Veränderung wird in den kommenden zehn Jahren erhebliche Auswirkungen auf die Nachfrage auf den asiatischen Anleihemärkten haben.

„Viele der bestehenden Rentensysteme Asiens scheinen derzeit nicht auf die rasante Bevölkerungsalterung vorbereitet zu sein“, sagt Jamie Grant, Head of Emerging Markets Debt and Asian Fixed Income bei First State Investments. „Es sei daran erinnert, dass sich eine vergleichbare demografische Veränderung in Europa und Nordamerika über ein Jahrhundert entwickelt hat. In Asien findet dieser Prozess binnen einer einzigen Generation statt.

Die Asian Development Bank hat prognostiziert, dass bis 2030 an die 500 Millionen Sparer in Asien zum ersten Mal eine Altersvorsorge abschließen werden. Diese rasante Entwicklung der Rentensysteme in der gesamten Region wird voraussichtlich die Nachfrage nach verschiedenen Anlageformen in Asien, einschließlich festverzinslicher Anlagen, deutlich erhöhen.

Im Vergleich zum OECD-Durchschnitt ist der Anteil der Asiaten, die zur Rente beitragen, derzeit gering. Zwar sind Hongkong und Singapur die am weitesten entwickelten Rentensystem in der Region. Die anderen großen Volkswirtschaften Asiens haben jedoch eine deutlich niedrigere Ausgangsposition. Wir gehen derzeit davon aus, dass das Wachstumstempo und die Entwicklungsdynamik dieser Volkswirtschaften höher sein werden, was für Investoren interessante Chancen bieten könnte.

Asien wird immer wohlhabender und älter. Neben soliden Wirtschaftswachstumsraten wird das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Asien voraussichtlich deutlich steigen. Dies unterstützt das Wachstum der Mittelschicht in der gesamten Region, das für die Bevölkerung von Bedeutung ist. Langfristig erwarten wir, dass dadurch die Nachfrage nach asiatischen Anleihen und anderen Assetklassen angekurbelt wird.

Das prognostizierte Rentenwachstum dürfte in den kommenden Jahren asiatische Unternehmensanleihen mit Investment Grade stützen. Wir sind daher der Ansicht, dass Investoren, die bislang noch keine asiatischen Anleihen halten, diese als festen Bestandteil innerhalb eines diversifizierten Portfolios betrachten sollten. Der Markt hat eine zunehmende Reife erreicht und in der Vergangenheit risikoadjustierte Renditen erzielt, die im Vergleich zu den anderen Anlageklassen günstig sind.


Über First State Investments

First State Investments ist eine globale Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Erfahrung in verschiedenen Anlageklassen und spezialisierten Anlagesektoren. In Australien ist First State unter der Bezeichnung Colonial First State Global Asset Management tätig. First State Investments bietet eine Auswahl von Anlagelösungen für institutionelle Investoren und Kleinanleger weltweit, darunter Aktien-, Anleihe-, Multi-Asset-Anlagen und Anlagen in nicht börsennotierten Infrastrukturwerten. Unser Anlageansatz basiert auf der Verpflichtung, unseren Kunden auf lange Sicht bestmögliche Ergebnisse zu bieten. Zu diesem Zweck stellen wir sicher, dass unsere Interessen sich an denen unserer Anleger orientieren und halten an einer Unternehmenskultur fest, bei der wir stets im Interesse unserer Anleger handeln.

Rezession oder Wirtschaftswachstum?

von Gerhard Winzer, Chefvolkswirt der Erste Asset Management.

Das Wirtschaftswachstum hat sich bis ins erste Quartal 2019 markant abgeschwächt. Die risikobehafteten Wertpapierklassen wie Aktien haben dennoch deutliche Kursanstiege verzeichnet, weil die Zentralbanken eine ebenso ausgeprägte Veränderung der Geldpolitik von „Straffung“ auf „unveränderte Haltung / Lockerung“ vollzogen haben. Für das aktuelle Quartal zeichnet sich eine Änderung der beiden wichtigen Einflussfaktoren Wachstum und Geldpolitik für die Märkte ab.

Wachstumsrezession?

Die wirtschaftliche Aktivität befindet sich auf globaler Ebene nach wie vor in der Phase „Abschwächung“. Für das erste Quartal 2019 wird ein Wachstum im Quartalsabstand in einer Bandbreite von 2% – 2,5% auf das Jahr hochgerechnet geschätzt. Die Schätzung für das Potenzialwachstum beträgt rund 2,7%. Ein weiterer Wachstumsrückgang würde damit bereits den Übergang in die nächste Phase „Wachstumsrezession“ charakterisieren.

In diesem Umfeld schrumpft zwar nicht das Bruttoinlandsprodukt, was eine Rezession bedeuten würde, aber ein anhaltendes Wachstum unter dem Potenzial würde eine Abschwächung des Arbeitsmarktes und der Gewinne implizieren.

Grafik 1: globale Wachstumsabschwächung

Quelle: Bloomberg, EAM

Schwäche im Gütersektor

Insbesondere der Gütersektor ist schwach. Die Industrieproduktion fällt in vielen Ländern, ebenso wie die Auftragseingänge und die Güterexporte. Auf der negativen Seite sticht hier vor allem Deutschland hervor, wo die Fertigungsaufträge im Monat Februar um mehr als 8% im Jahresabstand geschrumpft sind. Zudem lassen die schwachen Fabriksauslieferungen auf eine stagnierende Investitionstätigkeit der Unternehmen schließen.

Unsicherheit

Auch die Indikatoren zur Unternehmensstimmung sind in zahlreichen Ländern gefallen. Das kann auf mehrere schwer einzuschätzende Entwicklungen wie den (Handels)konflikt zwischen den USA und anderen Ländern, das Brexit-Chaos und die Dauer der Abschwächung des Kreditwachstums in China zurückgeführt werden.

Lockerung der Geldpolitiken

In einem Sektor ist die Unsicherheit jedenfalls etwas gefallen. Nach den starken Kursrückgängen im vierten Quartal 2018 hat auf den Märkten eine Erholung stattgefunden, d.h., die Risikoprämien sind gesunken. Hauptverantwortlich dafür war die Veränderung der Konstellation zwischen den Kategorien Wirtschaftswachstum, Politik, und Geldpolitik von „Abschwächung“ „erhöhte Unsicherheit“ und „Straffung“ (Leitzinsanhebungen) im vierten Quartal auf „Abschwächung“, „erhöhte Unsicherheit“ und „unveränderte Haltung / Lockerung“ im ersten Quartal 2019.

Grafik 2: In den Marktpreisen eingepreiste Veränderung des US-Leitzinssatzes innerhalb der kommenden 12 Monate (aktuell rund minus 0,27 Prozentpunkte)

WirtschaftswachstumQuelle: Bloomberg, EAM

Verbesserung in China

Die Anzeichen für eine Stabilisierung des Wirtschaftswachstums sind zwar immer noch schwach, in den vergangenen Wochen haben sie jedoch zugenommen. An vorderster Stelle stehen hier die Hinweise für ein Ende des Rückgangs des Wirtschaftswachstums in China. Dazu gehören vor allem die Anstiege der Einkaufsmanagerindizes im Monat März und der mild positive Kreditimpuls in den Monaten Jänner und Februar. Wenn in China diese Verbesserung von den „harten“ Indikatoren wie der Industrieproduktion, den Exporten, den Importen, der Investitionstätigkeit und der Kreditvergabe bestätigt wird, werden wahrscheinlich auch in anderen Ländern die Daten den Gütersektor betreffend eine Erholung aufweisen.

Neues Haar in der Suppe

Wenn eine Wachstumsrezession vermieden wird, weil die Schwäche im Gütersektor endet und die Unsicherheit hinsichtlich politischer Entwicklungen etwas abnimmt, ist das per se eine positive Entwicklung für die Märkte. Allerdings würde dann auch ein wesentlicher unterstützender Faktor für die Märkte wegfallen: Die Tendenz, zunehmend geldpolitische Lockerungen einzupreisen. Für einige Länder reflektieren die Marktpreise bereits moderate Leitzinssenkungen, insbesondere für die USA.

Im Szenario „Stabilisierung“ ist das übertrieben. Das Verschwinden von Leitzinssenkungserwartungen ist von den Märkten wahrscheinlich verkraftbar, weil sich gleichzeitig auch die Wachstumsaussichten verbessern. Das erneute Auftreten von Erwartungen hinsichtlich Leitzinsanhebungen aufgrund von Inflationsanstiegen wäre jedoch nachteilig für die Märkte.


Wichtige rechtliche Hinweise

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

China defies the gloom

Chinese industrial production has been stronger than expected, though we see a risk that this could reverse next month, explains Craig Botham, Emerging Markets Economist at Schroders.

First quarter GDP surprised to the upside in China, with real GDP growth unchanged from the end of 2018 at 6.4% year-on-year (y/y). Given the weakness in high frequency data for the first two months of 2019, this came as a surprise to most economists, and it looks like the economy was bailed out by a strong turnaround in March.

If we were to sound a note of caution, it would be to note that GDP was supported by an acceleration in the manufacturing sector, which offset slowdowns elsewhere in the economy. There is a risk that this is a frontloading effect triggered by the April tax cuts and so unwinds next month.

Overall though, this month’s data should still serve to ease fears over China’s impact on the global economy, even if imports are still weak.

Industrial strength is encouraging but difficult to explain

GDP was not the only data to surprise this month; industrial production in particular blew expectations out of the water, growing 8.5% y/y compared to 5.3% for the combined January-February period and the strongest since 2014. Fixed investment also accelerated to 6.5% from 6.1% previously – though despite the pick-up in industrial production, manufacturing investment actually slowed.

Retail sales though slowed in real terms, and while exports bounced back in March they were still weaker for the quarter as a whole and imports are yet to return to expansion.

For us the difficulty lies in reconciling weak domestic demand as evidenced by contracting imports with the story told by surging industrial production. Credit data has been strong but it is too soon to expect it to show up in activity data, particularly as lending to the real economy seemed to slow in January and February and only picked up in March.

Either imports or industrial production must therefore be “wrong” in their signal on domestic demand. For weak imports to be consistent with strong domestic demand this would suggest that China has managed to shift supply chains onshore. While this is an ongoing theme as China moves up the value chain, it seems doubtful that it could prompt such a sudden and dramatic disconnect given that the two were much more closely related until this month.

Brace for whiplash next month

The alternative explanation then is that something is amiss in the industrial production data. It is curious, for example, that industrial production should be so strong and yet manufacturing investment should slow. The implied increase in capacity utilisation would be expected to see capacity expansion under normal circumstances – that it has not suggests manufacturers do not see this as a sustainable increase in production.

Adding to this, we note that the manufacturing purchasing managers’ indices (PMIs) this month pointed to inventory building, with the return to expansion driven by higher stocks of inputs and finished goods. We would suggest two potential triggers for this behaviour; the first is the end of holiday disruptions to production, essentially “catch up” by manufacturers. The 5.3% print for January-February was very weak and so some bounceback seemed inevitable.

The second factor could be the cut to VAT effective at the start of April. This provided manufacturers with an incentive to frontload orders and production, to enable them to offset the older, higher VAT rate as an expense against future profits, taxed at the lower rate.

As may be apparent, we are somewhat sceptical of the sudden spring in China’s step, and see a strong possibility that some of this strength in production is undone next month. All the same, this is a stronger-than-expected GDP print. We still expect the strong credit data to result in a pick-up in growth in the second and third quarters, so there is some upside risk to our expectation of 6.3% growth for 2019.


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Emerging markets: How to spot leaky boats

by Magdalena Polan, Senior Economist at Legal & General Investment Management.

With the tide of global risk sentiment tending to lift – or sink – all emerging markets (EM) boats, how do we spot the ‘leaky’ ones?

The size and depth of many emerging financial markets have increased over time, while correlations between EM assets have declined. However, expectations for US or European rates, the US dollar, or developed market equities (and their volatility) still drive demand for EM assets.

This leads to situations in which changes in global risk sentiment lift – or sink – EM assets indiscriminately. In the end, we believe, fundamentals win out and lead to differentiation between EM assets, with those of fundamentally strong economies tending to outperform in the end.

Delving into the toolkit

We are once again in the situation in which lower US and European rates are adding to demand for EM assets. To differentiate between solid and weaker EM economies, and undervalued and overvalued EM assets, we deploy a range of in-house tools. We then use external research, ratings, and assessments for cross-checking our findings.

One of the key tools we use is our internal country rating model. Here we are looking beyond the risk that a country may not pay back its debt like standard credit rating models do (we have a separate credit model for that). The rating model helps us assess the fundamental strength of economies, and the risk of any form of a crisis ‘event’, such as a banking crisis or rapid currency depreciation. It also helps us rank the economies according to the strength of their fundamentals.

We complement these two with our internal currency model. This model is based on a number of macroeconomic variables that tend to drive the fundamental, ‘equilibrium’ value of currencies. We later compare the market value of currencies with those fundamental levels to assess and rank the valuations of EM currencies. We know that market prices of currencies can diverge from their equilibrium levels for long periods, but usually a high degree of divergence indicates higher probability of a move towards the equilibrium level.

Rating countries

How do we put all these models to practical use? We recently asked ourselves whether the EM rally that followed the dovish shift in US Federal Reserve guidance had gone too far. And to answer this question, we used exactly those models to find economies with weaker fundamentals (the country rating model) and overvalued currencies (the FX model) to identify currencies where the market may have got ahead of itself (for example the Thai bhat or Brazilian real). We then initiated short positions in those currencies, against long positions in currencies with stronger fundamentals and/or relative underperformance (for example the Russian ruble).

As concerns about global growth resurfaced again, and the tide of EM sentiment turned, those fundamentally weak but relatively more expensive EM currencies underperformed. The market eventually agreed with our views, and we have now closed a number of short FX positions, while remaining long in fundamentally strong or still underpriced (in our view) EM markets.


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Beeindruckende Rentenrally

Die Notenbanken haben die Wende in der aktuellen Geldpolitik zuletzt bekräftigt und angekündigt, dass wohl heuer und darüber hinaus keine Zinserhöhungen zu erwarten sind. Die Rally hat sich folglich auch im März fortgesetzt. Die Aktienmärkten ziehen also an, wobei sich dort die Fundamentaldaten teilweise abschwächen. Vor allem die Rentenmärkte steigen, allen voran High Yield und Emerging Markets. Die Investoren flüchten vor den aktuell niedrigen Staatsanleihe-Renditen in dieses höhere Marktrisiko.

Denn auch die stets als sicherer Hafen angesehenen deutschen Bundesanleihen konnten weiter zulegen. Mittlerweile werden entlang der gesamte Zinskurve bis zu den zehnjährigen Bundesanleihen negative Renditen gekauft.

In Europa sticht Großbritannien besonders hervor, zu­letzt auch von einem stärkeren Pfund unterstützt. Der aktuelle Schwung konnte auch Italien, das Sorgenkind der Währungsunion, etwas nach oben mitziehen.

Die vollständige Ausgabe von Raiffeisen Capital Management's märkte | unter uns finden Sie links als PDF.

Geld-/Kapitalmarkt: Deutsche Bund-Renditen in negativem Terrain

Notenbankchef Mario Draghi gestand kürzlich ein, dass die EZB Ende vergangenen Jahres von einem zu positiven Ausblick ausgegangen war und sich die Situation mittlerweile schwächer präsentiert. Der Rentenmarkt selbst preist im Jahr 2019 in der Euro­zone keine Zinsanhebung mehr ein. Eine nachhaltige Aufwärtsbewegung der Inflationsrate dürfte nicht pas­sieren. Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundes­anleihen notiert erstmals seit Oktober 2016 wieder in negativem Terrain. Ausschlaggebend dafür sind schwache Konjunkturindikatoren für die Eurozone und vor allem für Deutschland. Die Angst vor einer flächendeckenden Rezession in der Eurozone feiert somit ein fulminantes Comeback.

Die US-­Fed hat ihr Inflationsziel hingegen bereits erreicht (Verbraucherpreise stiegen dort zuletzt um 1,9 % p. a.) und der Leitzins dürfte sein neutrales Niveau erreicht haben. Wir halten es jedoch für durch­aus möglich, dass sich – mit zunehmend schwächeren US­Wirtschaftsdaten – die Stimmen für Zinssenkun- gen in den kommenden Monaten mehren könnten.

Staats- und Unternehmensanleihen: Ins Risiko gezwungen

Bei bonitätsstarken Staatsanleihen sind die Renditen im März weiter gesunken und die Zinskurven „risikoarmer“ Staatsanleihen (USA, Euro­Kern) verflachten sich wei­ter. In den USA wurde die Zinsdifferenz zwischen zehn­-jährigen US-­Staatsanleihen und 3­-Monats-­Papieren sogar negativ. Die Suche nach Rendite dürfte sich fort­setzen, dabei werden lange Laufzeiten präferiert. Eine Besserung der Datenlage erwarten wir vorerst nicht und begegnen dieser Situation in erster Linie durch Positio­nierungen auf den Zinskurven.

Unternehmensanleihen bleiben trotz schwachem Un­ternehmens­ und Konjunkturausblick gefragt. Dies gilt umso mehr in einem Umfeld extrem niedriger Staatsan­leiherenditen, Anleger werden „in das Risiko gezwun­gen“. Eine weitere Bestätigung dieser risikofreundlichen Stimmung ergibt sich daraus, dass sich Euro­-Unterneh­mensanleihen der Peripherie besser behaupten konnten als solche aus Kerneuropa.

Wir bleiben bei unserer Übergewichtung von Euro­-Qualitätsunternehmensanleihen gegenüber High­-Yield-­Anleihen.

Emerging Markets: Etwas Schwung verloren

Der Anstieg der Emerging­-Market-­Aktien hat zuletzt etwas an Schwung verloren, ist aber seit Jahresbeginn weiterhin sehr erfreulich. Die Kehrtwende der US­Fed hat hier einen großen Anteil. Nicht vergessen sollte man aber auf die chinesische Notenbank, die die Liquidi­tätsschleusen tatsächlich weit geöffnet hat. Auf Seiten der Fundamentaldaten gibt es nach wie vor eher negative Nachrichten. Hier stellt sich zunehmend die Frage, wie lange sich der Markt nach dem Prinzip Hoffnung verhält und ob die Fundamentaldaten weiter beharrlich ignoriert werden können.

Die Risikoprämien von Hartwährungsanleihen haben sich nach einer starken Rally seit Jahresende 2018 im letzten Monat seitwärts entwickelt und damit praktisch die Entwicklung des US­-High­-Yield-­Marktes eins zu eins nachvollzogen.

Ein deutlich geringeres Welthandelsvolumen und damit verbunden schlechter werdende Emerging-Market-­Konjunkturindikatoren belasten die Emerging­-Market-Anleihen derzeit jedoch kaum. Die Abwärtsrisiken überwie­gen unserer Meinung nach auf kurze Sicht. Wir haben derzeit keine Position in Emerging-­Market-­Anleihen.

Megatrends am Aktienmarkt

von Dieter Kerschhbaum, Communications Specialist Österreich der Erste Asset Management.

Wenn von Megatrends in der Geldanlage die Rede ist, dann meint man oft Themen bzw. Entwicklungen, die auf viele Jahre Bestand haben und maßgebliche Veränderungen bewirken können.

Wie kann der Lebensstandard in der Zukunft gesichert werden? Welche Aspekte müssen bei der langfristigen Finanzplanung beachtet werden, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen? Wo sind die Wachstumsregionen und welche Innovationen und technologischen Entwicklungen sind in der Zukunft erfolgsversprechend? Diese Fragen müssen beantwortet werden, wenn ich als AnlegerIn profitieren will.

Was sind Megatrends?

Als Megatrends werden besonders tiefgreifende und länger andauernde Trends bezeichnet, die gesellschaftliche und technologische Veränderungen betreffen. Denken wir nur an die Themen wie Automatisierung, soziale Netzwerke, das Internet der Dinge oder künstliche Intelligenz, dann wird deutlich, dass neue Geschäftsmodelle entstanden sind, deren Potenziale noch lange nicht ausgeschöpft sind.

1. BEVÖLKERUNGSWACHSTUM

Die größten Impulse gehen zweifelsohne vom Technologiesektor aus. Sowohl in der Informationstechnologie als auch in der Biotechnologie und in der Umwelttechnologie stehen wir vor bahnbrechenden Entwicklungen. Treiber der Technologisierung ist die stetig wachsende Weltbevölkerung, deren Lebensgewohnheiten sich in großen Schritten verändert. Um 2050 könnte unser Planet bereits 10 Milliarden Menschen zählen (2014: ca. 7,5 Milliarden).

Gesamtbevölkerung (Milliarden Personen) – 1950 – 2017

Quelle: United Nations; https://population.un.org/wpp/Download/Standard/Population/ 

Dabei nimmt die Bedeutung der peripheren Regionen zu: Asien und Afrika dürften um die nächste Jahrhundertwende bereits 40 Prozent der Weltbevölkerung stellen. Zugleich steigt die Zahl der Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen lieber in den Städten als am Land leben – Stichwort Urbanisierung. 2050 werden voraussichtlich 70 von hundert Menschen in Städten leben. Diese Menschen geben mehr aus, stärken also den Konsum und machen umgekehrt Investitionen der Städte in die Infrastruktur und den Umweltschutz unabdingbar.

Die Pariser Klimaziele sehen vor, dass die Erderwärmung mit maximal 2 Prozent begrenzt wird. Ob dieses Ziel erreicht werden kann, wird sich herausstellen. Aber dass wir mehr saubere Energie benötigen, Energie sparen müssen um den Ausstoß an Kohlendioxid und den Wasserverbrauch zu verringern, steht außer Streit. Um all das bewältigen zu können sind neue Technologien erforderlich.

2. ERNEUERBARE ENERGIEN & ÖKOLOGIE

Klimawandel und eine ständig wachsende Weltbevölkerung verlangen nach einer Alternative zu klassischen Energiearten. Neben neuen Quellen wie Wind oder Solar, entstehen auch Industrien rund um Themen wie Energieeffizienz und Energieversorgung (intelligente Netzwerke).

Plastikverbot, Verschmutzung und Recycling: weltweit steigende Abfallmengen aufgrund Bevölkerungswachstums verlangen nach Lösungen bei der Verwertung und Verarbeitung. (z.B. CO2 Ausstoß bei der thermischen Verarbeitung). „Ob persönliche Kaufentscheidungen, gesellschaftliche Werte oder Unternehmensstrategie – selbst wenn nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, entwickelt sich der Megatrend Neo-Ökolgie nicht zuletzt aufgrund technologischer Innovationen mehr und mehr zu einem der wirkmächtigsten Treiber unserer Zeit“, erklärt das deutsche Zukunftsinstitut.

3. WASSER

Themen wie Verbrauch- und Kostensenkung betreffen zunehmend auch die Industriestaaten. Hygiene und Infrastrukturinvestitionen kommen in den Entwicklungsländern dazu. Der Megatrend einer verbesserten Infrastruktur konzentriert sich vor allem auch auf die Wasserversorgung.

Trinkwasser ist eine grundlegende Notwendigkeit, die von vielen als selbstverständlich angesehen wird. Nach den jüngsten Problemen in Südafrika und mehreren Dürreperioden mit katastrophalen Auswirkungen ist klar, dass Wasserprobleme eine große Herausforderung ist – und eine große Investitionschance.

4. DIGITALISIERUNG

Digitalisierung ist ein Megatrend, der den sozialen und wirtschaftlichen Aufbau der zukünftigen Gesellschaft beeinflussen wird. Als Megatrend wird die Digitalisierung Wege finden, Hindernisse und Widerstände auf ihrem Weg zu überwinden. Viele Unternehmen und Organisationen versuchen jedoch, Megatrends auf unterschiedliche Weise zu verzögern. Die Geschichte sagt uns, dass dies nicht möglich ist und dass solche Versuche zum Scheitern verurteilt sind.

Bis zum Jahr 2020 wird eine gesamte Generation in einer vorwiegend digitalen Welt aufgewachsen sein. Computer, Internet, Mobiltelefone, SMS und soziale Netzwerke sind für diese Gruppe selbstverständlich. Ihre Vertrautheit mit der Technologie, das Vertrauen in die mobile Kommunikation und der Wunsch, mit großen Netzwerken von Familienmitgliedern, Freunden und Geschäftskontakten in Kontakt zu bleiben, werden unsere Arbeitsweise und unseren Verbrauch verändern.

Besonders 2 Treiber sind wichtig:

  • Technologieschub: Die digitale Technologie baut ihren Einfluss weiter aus. Das Infrastruktur-Rückgrat der digitalen Welt bietet Milliarden von Verbrauchern erschwingliches Breitband Internet. Parallel dazu werden in jeder Branche kostengünstige vernetzte Geräte eingesetzt, und Cloud Computing und die erforderlichen Informationsverarbeitungsmaschinen entwickeln sich unglaublich schnell.
  • Wirtschaftliche Vorteile: Die durch die Digitalisierung zu erzielenden wirtschaftlichen Vorteile sind real. In die neuen Digitalisierungstechnologien und -unternehmen floss eine Welle von Kapital ein, und die öffentlichen Märkte belohnen die Frühaufsteher mit beispiellosen Bewertungen

5. MOBILITÄT

Die Automobil- und Energiebranche bereitet sich auf eine der größten disruptiven Strömungen vor. Neue Startups drängen auf den Markt, und innovative Lösungen, die aus den aktuellen Megatrends hervorgehen, stellen den aktuellen Status Quo in Frage.

Es sind disruptive Innovationen – und insbesondere die Elektromobilität mit seinem berühmtesten Vertreter Tesla – die nicht nur die Automobilbranche, sondern auch die Energiewirtschaft vor große Herausforderungen und Möglichkeiten stellen.

Zwangsläufig müssen Unternehmen ihre Rolle in der Branche neu definieren und diese Zeit des Wandels als Chance für Innovation erkennen. Nicht nur alte Hasen im Automobilgeschäft stehen vor Herausforderungen, auch Energieversorger müssen Wege finden den höheren Strombedarf decken zu können, der sich aus diesen neuen Technologien ergibt.

6. GESUNDHEIT UND BIOTECHNOLOGIE

Die Menschheit wächst stetig und wird immer älter. Die Folge ist ein anhaltender Nachfrageboom nach Medikamenten. Von den etwa 35.000 bekannten menschlichen Krankheiten ist derzeit nur ein Drittel therapierbar und lediglich ein Bruchteil davon vollständig heilbar.

Der Biotech-Sektor stützt sich auf Technologie, die auf Biologie basiert und nutzt zelluläre und biomolekulare Prozesse, um neue Medikamente zu entwickeln. Derzeit stehen Patienten mehr als 250 biotechnologische Produkte und Impfstoffe zur Verfügung, viele davon für zuvor nicht behandelbare Krankheiten. Der Biotech-Sektor scheint zu boomen. Bleibt das so? Fondsmanager Harald Kober gibt hier einen Ausblick. 

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Der trendige s Fonds Plan Mix orientiert sich an verschiedenen globalen Megatrends von unterschiedlichen Ländern und Branchen.

Mit dem unten vorgeschlagenen Fonds investieren Sie in viele unterschiedliche Bereiche unseres täglichen und zukünftigen Lebens. Diese unterschiedlichen Trends vereinen hohes Zukunftspotenzial hinsichtlich der Kursentwicklung verbunden mit hohem Potenzial von Kursschwankungen.


Wichtige rechtliche Hinweise

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Active US managers showed weak results in March

Over a 12-month-rolling period, only 22% of Europe managers, 28% of US managers as well as 35% of emerging markets managers outperformed their benchmarks net of fees. Before fees, the respective numbers are 27%, 42% and 49%. The underperformance of small caps in a declining market hurt most managers as a majority had an overweight in this market cap cluster.

In March, the performance of active managers in the US was very weak. Only 18% of US managers outperformed their respective indices net of fees. The picture is better in Europe (42%) and in the emerging markets even the majority (51%) of active managers could outperform their respective indices. In March, US small caps significantly underperformed large caps, which was the main reason for the weak performance of US managers. The same was not the case in Europe where large caps only slightly outperformed small caps. In Europe as well as in the US, growth indices showed a better performance than value indices. Financials performed poorly while consumer staples showed a strong performance.

Please find the full fundinfo Research News - April 2019 edition including a summary of manager meetings attached on the left.

Europäische Union im Spannungsfeld interner und externer Herausforderungen

von Christian Gaier, Senior Fondsmanager, Erste Asset Management.

Wenn über die Europäische Union gesprochen wird, ist aktuell vor allem das Thema BREXIT täglich medienpräsent. Jedoch werden dadurch auch andere wichtige Entwicklungen überschattet.

Was sind die Themen, die Europa abgesehen vom BREXIT  beschäftigen?

Präsident Trump hat als oberstes Ziel seiner Präsidentschaft erklärt das Handelsbilanzdefizit der USA mit dem Rest der Welt zu reduzieren. Im Rahmen der Neuausrichtung der Handelspolitik der Vereinigten Staaten sind vor allem die Verhandlungen mit China im Fokus. Jedoch wurde auch die Europäische Union immer wieder seitens Präsident Trump als unfairer Handelspartner angeprangert. Es gilt zu befürchten, dass nach einem Abschluss der Gespräche zwischen den USA und China, die USA potentiell die Europäische Union zu neuen Handelsvereinbarungen drängen will. Hier stünden vor allem Exporte von Autos in die USA im Fokus, sowie der Wunsch seitens der USA die europäischen Restriktionen im Agrargüterbereich zu reduzieren.

Gleichzeitig drängt China auf bessere und intensivere Handelsbeziehungen mit der Europäischen Union. Im Rahmen der „One Belt One Road“ Initiative plant China die Errichtung einer neuen Seidenstraße und es gibt bereits Zusammenarbeit in Infrastrukturprojekten zwischen China und einzelnen Staaten von Asien über Afrika bis auf den Balkan. Mit dem Hafen von Piräus hat der chinesische Staatskonzern Cosco Shipping die Haustüre zur Europäischen Union bereits geöffnet. Erst im März hatte Italien gemeinsam mit China ein „Memorandum of Understanding“ zur stärkeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Förderung von Infrastrukturprojekten unterzeichnet. Die einheitliche Linie der Europäischen Union ist jedoch noch nicht gefunden und es wird zunehmend wichtig, dass sich die Gemeinschaftsstaaten darauf verständigen.

Politische Verstimmung zwischen den Vereinigten Staaten und Russland, dem Iran, der Türkei und potentiell anderen Staaten sind ein weiteres Thema. Hier ist Europa als strategischer Partner der USA im Rahmen der Nato gefragt sich zu emanzipieren. Dies passiert auch im Rahmen einer koordinierten Außenpolitik der Europäischen Union. So verfolgte diese etwa den Iran betreffend eine andere Position als die USA. Die Europäische Union wird sich aber diesem Spannungsfeld nicht entziehen können.

Wichtige Postenbesetzungen in der EU

Während die letzten Wahlen in Europa vor allem durch Verluste bei traditionellen Parteien in der politischen Mitte gezeichnet waren, wird nun mit Spannung die Wahl des europäischen Parlaments erwartet. Ob diese Wahl mit oder ohne dem Vereinigten Königreich stattfinden wird, ist immer noch nicht absehbar. Jedenfalls wird mit Spannung das Ergebnis der Wahl in Europa erwartet, da die Zusammensetzung des Parlaments richtungsweisend sein wird in Hinblick auf die Dynamik der weiteren Zusammenarbeit und Entwicklung. Entsteht nach der Wahl eine politische Zusammensetzung aus den unterschiedlichen Lagern im Parlament, welche sich auf keine gemeinsame Strategien einigen können birgt dies die Gefahr eines Stillstands auf europäischer Ebene.

Auch werden heuer wichtige europäische Ämter neu besetzt. So wird sich 2019 die Nachfolge von Donald Tusk als Präsident des Europäischen Rates und von Jean-Claude Juncker als Präsident der Europäischen Kommission entscheiden. Ende des Jahres endet auch die Amtszeit von Mario Draghi an der Spitze der Europäischen Zentralbank.

Europa als Wirtschaftsraum ist von globaler Bedeutung, jedoch innerhalb Europas sehen wir sehr starke regionale Unterschiede was das Wirtschaftswachstum, die Arbeitslosigkeit und die Entwicklung der Inflation betrifft. Entsprechend ist auch der Ausgang der Wahl ein wichtiger Faktor, da mit einem zerstrittenen Parlament die Schlagkraft der Wirtschaftspolitik gelähmt würde.

Themen wie die Sicherung der Außengrenzen sowie Migration werden so rasch nicht gelöst werden. Jedoch ist der politische Wille vorhanden darüber zu diskutieren und gemeinsam zu versuchen Lösungen zu finden. Viel wichtiger ist es aus unserer Sicht die positiven Entwicklungen hervorzuheben!

Erst kürzlich gab es die Beilegung des Namensstreits zwischen Griechenland und Nordmazedonien. Dies ist als Musterbeispiel friedlicher Konfliktlösung europäischer Partner zu verstehen. Nun ist der Weg frei für den Beitritt zur Nato und auch die Europäische Union muss liefern da Nordmazedonien seit 2005 zwar offiziell Beitrittskandidat ist, jedoch am Veto von Griechenland bisher die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen gescheitert ist.

Auch die Eurozone wächst weiter

Während der Wahlen in Italien sind noch Stimmen laut geworden, die den Sinn des Euro für Italien bezweifelt hatten. Diese sind nach einer turbulenten Phase der Regierungsbildung verstummt. Ganz im Gegenteil, vor allem jüngere Mitglieder der Europäischen Union bereiten sich intensiv auf die Einführung des Euro vor.

So hat sich etwa Bulgarien bereits 2018 für die Mitgliedschaft  im Europäischen Wechselkurs Mechanismus II (ERM II) Regime beworben, mit dem Wunsch und Ziel den Euro einzuführen. Der Schritt kommt für uns nicht überraschend, da Bulgarien ohnedies bereits seit Jahren die eigene Währung fix an die Deutsche Mark und später den Euro gebunden hatte. Im Rahmen des Beitritts zur Eurozone wird auch die Kooperation der Aufsicht über Banken und Kapitalmärkte intensiviert.

Auch Kroatien bereitet sich intensiv auf den Beitritt zu ERM II vor. Erwartet wird der Beitritt 2020 und auch in Kroatien ist der Euro im Verständnis der Bevölkerung bereits weit verbreitet.

Eurozone Investment Grade Staatsanleihen – wovon sprechen wir?

Jeder der heutzutage an Zinsen europäischer Staatsanleihen denkt, sieht sofort niedrige bis zum Teil sogar negative Zinsen, wobei gerade am kurzen Ende der Zinskurve die negativen Zinsen dominieren.

Dies ist jedoch nicht überall der Fall, denn das Investment-Universum besteht aus 15 Ländern von Portugal bis Finnland und von Irland bis Italien, wenn man von den traditionellen Eurozonenländern spricht. Auch jüngere Länder der Eurozone wie etwa Slowenien, die Slowakei und die baltischen Staaten sind in der Zwischenzeit fixer Bestandteil des Investment-Universums.

Die Assetklasse ist aufgrund des niedrigen Zinsumfeldes auch die Laufzeiten betreffend gewachsen. Gute Emittenten wie Österreich, Frankreich und Belgien nutzen die Gunst der Stunde und emittierten Anleihen mit Laufzeiten von 50 bis 100 Jahren.

Vergangene Performance hat keine Aussage über zukünftige Performance. Dennoch ist auf den durchschnittlichen Wertzuwachs von 3,47% p.a. über 10 Jahre, mit Stichtag 31.03.2019, zu verweisen und betrachtet man das Jahr 2018 hat diese Asset Klasse so manche Asset Klasse mit höherer Rendite in Total Return Terms betreffend übertroffen.

ESPA BOND COMBIRENT wird 50

Am 5. Mai 2019 feierte der ESPA BOND COMBIRENT seinen 50. Geburtstag. Ein guter Zeitpunkt den Fonds und seine Strategie zu betrachten:

Der ESPA BOND COMBIRENT ist ein Fonds, der in Staatsanleihen europäischer Emittenten investiert. Er setzt den Fokus auf Euro lautende Staatsanleihen, wodurch der Kunde kein Währungsrisiko zu tragen hat. Durch die Einschränkung auf Anleihen mit Investment-Grade-Rating wird auch bewusst auf Investitionen in das Junk Segment verzichtet um dem Kunden eine bessere Kreditqualität zu gewährleisten.

Durch seine lange Historie hat der Fonds die Euro Einführung aktiv miterlebt und davon profitiert. Diese führte zu einer sukzessiven Erweiterung des Investmentuniversums und damit zu einer breiteren Diversifikation für den Kunden.

Die beschriebenen internen und externen Herausforderungen der Eurozone und der Europäischen Union werden auch die Herausforderungen für die Positionierung des Fonds in den kommenden Jahren sein.


Wichtige rechtliche Hinweise

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Verantwortungsbewusste Investments

Langfristig zu denken, ist wichtiger denn je – und das bedeutet, Nachhaltigkeit in unsere täglichen Investmententscheidungen, aktiven Engagements und Berichterstattungspraktiken einzubeziehen.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie

Nachhaltige Entwicklung bedeutet, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können. Es geht darum, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und die natürliche Umgebung zu erreichen. In der Finanzwelt sind damit zwei Herausforderungen verbunden: Wie definieren wir Nachhaltigkeit und wie beziehen wir Nachhaltigkeit in unser Tun ein?

Nachhaltigkeit wird im Allgemeinen als die Fähigkeit eines Systems verstanden, die Zeit zu überdauern, aber es gibt keine allgemeingültige Definition dessen, was langfristiger Horizont bedeutet. Für einige unserer Kunden sind das fünf Jahre, für andere ein ganzes Menschenleben. Aufgrund unserer Partnerschaftsstruktur und unserer 200-jährigen Geschichte ist langfristiges Denken, das sich über mehrere Generationen erstreckt, für uns ganz normal.

Wir als Vermögensmanager stellen Kapital zur Finanzierung der Realwirtschaft zur Verfügung. Wir haben die Pflicht, dieses Kapital verantwortungsvoll zu verteilen, und müssen dabei die Bedürfnisse zukünftiger Generationen berücksichtigen.
– Laurent Ramsey, Managing Partner und Chief Executive Officer bei Pictet Asset Management.

Als Vermögensverwalter ist es unsere Pflicht gegenüber den Kunden, durch die richtige Verteilung des Vermögens Wert zu schöpfen und das Vermögen durch robustes Risikomanagement zu schützen. Um diesen Auftrag zu erfüllen, müssen wir alle öffentlich verfügbaren Informationen – sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle – in unser Research, die Titelauswahl, die Portfoliozusammenstellung und -verwaltung sowie in die Interaktion mit den Unternehmen, in die wir investieren, einbeziehen. ESG-Faktoren (Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung) sind daher wichtige Überlegungen bei unseren langfristigen Anlageentscheidungen, die wir für unsere Kunden treffen.

ESG-Überlegungen sind in unsere Investments eingebettet

Entscheidend ist die Wesentlichkeit

Bei der Einbeziehung von ESG-Belangen in den Investmentprozess ist es wichtig zu prüfen, inwieweit diese für die langfristige Entwicklung einer Branche oder eines Unternehmens finanziell wesentlich sind. Entscheidend sind Belange, die echte geschäftliche Risiken darstellen. Wir haben daher vertiefende „Deep-Dive“-Gesprächsrunden mit den Investmentteams ins Leben gerufen, bei denen wir die wesentlichen Belange in jeder Branche genauestens unter die Lupe nehmen.


Wie Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren wertvolle Erkenntnisse liefern erfahren Sie im Video: https://youtu.be/ezRZ0jHlBfE
 

Wir verfolgen bei unseren Investments einen aktiven Ansatz

Die Zahl der Aktionäre, die sich direkt mit den Geschäftsführungen der Unternehmen, in die sie investieren, auseinandersetzen, hat in den letzten Jahrzehnten in der OECD stetig abgenommen. Mit der zunehmenden Beliebtheit von passiven Fonds könnte sich dieser Trend verstärken, wenn nicht mehr dafür getan wird, die Unternehmensleitungen in die Pflicht zu nehmen.

Wir finden, dass es unsere Aufgabe als aktive Manager ist, mit den Unternehmen über wesentliche ESG-Belange zu sprechen. Dabei kann es um die Unternehmensführung, eine schlechte soziale Leistung, die zum Entzug der Betriebserlaubnis führen könnte, und andere Aspekte, die sich nach unserer Meinung auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens auswirken können, gehen.

Das Ergebnis dieser Gespräche beeinflusst unser Abstimmungsverhalten.

  • Wir setzen uns direkt mit Unternehmensvorständen und staatlichen Emittenten auseinander, wenn wir der Ansicht sind, dass eine Verbesserung ihrer ESG-Strategien langfristig eine positivere Entwicklung bewirken kann
  • Wir sind bestrebt, bei 100% der von uns gehaltenen Aktien auf den Hauptversammlungen abzustimmen, um die Interessen unserer Kunden bestmöglich zu vertreten
  • 2017 gaben wir bei 35.964 Beschlussfassungen auf 3.040 Versammlungen unsere Stimme ab

Wir messen die Auswirkungen unserer Investments und legen diese offen

Transparenz entscheidet über die Ernsthaftigkeit der Nachhaltigkeitsbemühungen. Um aussagekräftige Kennzahlen ermitteln zu können, müssen wir verstehen, welche Belange für unsere Kunden am kritischsten sind. Die sorgfältige Auseinandersetzung mit diesem Thema nimmt viel Zeit in Anspruch. Neben finanziellen Indikatoren enthalten unsere Berichte auch selbst definierte ESG-Kennzahlen wie Indikatoren für Governance und Kontroversen, Informationen zur Stimmrechtsvertretung und Kommentare zur betreffenden Portfolioaktivität. Seit dem 1. Quartal 2019 machen wir auch Angaben zur CO2-Bilanz.

Wir engagieren uns für verantwortungsbewusste Investments

Wir wirken aktiv in Gremien mit, die verantwortungsbewusste Finanzierungen und nachhaltige Investments fördern – mit dem Ziel, das Bewusstsein der Branche für den engen Zusammenhang zwischen Mensch, Planet und Portfolios zu stärken.

UNSER ENGAGEMENT FÜR VERANTWORTUNGSBEWUSSTE INVESTMENTS

Investmentpraktiken

Alle unsere Long-only Aktien- und Anleihenstrategien beziehen ESG-Überlegungen ein. Wir verwalten auch eine Reihe thematischer Strategien mit Fokus auf den ökologischen und sozialen Auswirkungen sowie klassische Socially Responsible Investment (SRI)-Strategien.

Unsere Themenstrategien investieren gezielt in Aktivitäten, die einen direkten Beitrag zur Bewältigung der ökologischen und sozialen Herausforderungen wie Wasserknappheit, Klimawandel und öffentliche Gesundheit leisten. Im Gegensatz dazu investieren unsere SRI-Strategien in die Gesamtwirtschaft und konzentrieren sich auf Unternehmen mit besonders guter Governance sowie sicheren und sauberen Aktivitäten und Produkten.


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Über Pictet Asset Management

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 171 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Aktien: Stimmung gut, aber etwas gedämpfter

Bildlich gesprochen stellt sich die Frage: hat das Pendel, nachdem es im Jänner und Februar stark zurückge­schwungen ist, nun wieder den oberen Totpunkt erreicht? Der globale Marktindex MSCI All Countries hat in Euro wieder ein Allzeithöchst gesehen, ansonsten verlief der Monat März relativ ruhig. Erst gegen Ende erfolgte eine letztlich globale Abschwächung infolge wieder aufkom­mender Konjunkturbefürchtungen.

Die Entwicklung seit Jahresbeginn bleibt jedoch weiter beeindruckend. Nicht nur die USA, auch einige Emerging Markets (China) und Europa konnten den Schwung vom Jahresanfang zumindest halten. Lateinamerika und auch Deutschland sackten hingegen ein wenig ab. Das bestä­tigt die regionalen Unterschiede dieser Rally. Während in den USA zyklische Werte, z. B. Technologie, die Märkte anführen, so sind es in Europa eher defensive Branchen. Das weist auf aufkommende Konjunkturbefürchtungen hin.

Bemerkenswert ist, dass das Chaos um den Brexit keine Spuren am britischen Aktienmarkt hinterlässt – bisher zumindest.

Die vollständige Ausgabe von Raiffeisen Capital Management's märkte | unter uns finden Sie links als PDF.

Aktien USA und Europa: Rally weit fortgeschritten

Das erste Quartal verlief spektakulär. Trotz schwächerer Konjunktur­ und Gewinndaten führte der markante Richtungsschwenk der US­-Notenbank zu starken Kurs­anstiegen.

Die Stimmungsindikatoren befinden sich nach dieser Rally wieder im optimistischen Bereich. Gleichzeitig scheint die Anlegerpositionierung aber weiterhin vor­sichtig. Wir bleiben bei unserer Aktien­-Untergewichtung, denn wir sehen den Widerspruch zwischen Fundamentalfaktoren und Liquiditätseuphorie weiterhin kri­tisch und daher das weitere Aufwärtspotenzial begrenzt. Nach einer längeren Phase der relativ schwächeren Ent­wicklung von Aktien aus dem Bereich der defensiven Konsumgüter waren diese ab Mitte 2018 im Vergleich zu den zyklischen Konsumgütern mit kurzen Ausnahmen die bessere Wahl. Der Konjunkturzyklus ist bereits weit fortgeschritten und es mehren sich die Zeichen, dass eine Phase schwächeren oder sogar negativen Wachs­tums bevorsteht. In einer solchen Phase entwickeln sich defensive Titel meist besser als solche aus zyklischen, wachstumsorientierten Branchen.

The coming squeeze on US profits

We see US profits falling 4% in 2020 as slower growth and higher wage costs hit companies’ profit margins. But we have modelled a range of alternatives - and charted the potential impact, explains Keith Wade, Chief Economist & Strategist at Schroders.

Progress on US-China trade talks has seen investors’ concerns about a trade war fade, and be replaced instead by worries about economic growth and politic risks. The real concern for equity investors, ultimately, is how slower growth will be reflected in company profits.

In 2018 markets were driven by stronger corporate earnings, but share prices still slipped back as interest rate rises caused investors to reappraise valuations. This year looks like being the reverse, as we forecast earnings to slow whilst the central bank stands back.

Lower inflation and rising wages put pressure on profits

One of the key changes in our recent forecasts for slower growth is an update on the inflation outlook. Inflation looks set to be weaker than previously expected and this has fed into a more accommodative monetary policy stance from central banks.

Whilst this can be seen as positive for stock markets (lower interest rates make cash savings relatively less attractive), lower inflation can increase pressure on profit margins. Companies are facing rising wage costs. When higher inflation is accepted, the increased costs of labour can be more easily passed on through higher end prices. When inflation is constrained and producers are unable to pass the additional costs on, then profit margins take the strain. 

One of the key features of the most recent economic expansion has been the elevated level of profit margins enjoyed by companies. For the US market, this is indicated by the high profit share as a percentage of GDP, shown in the chart below.

US profits as a percentage of GDP

us-profits-as-percentage-of-gdp.jpgSource: Thomson Reuters, Schroders, 21 March 2019.
Past performance is not a guide to future performance

The flip side of this of course has been weak wage growth. In many countries, this has translated into dissatisfaction with the economic status quo, stoking the flames of populist politics. Going forward, we think this could change.

US profits set to fall in 2020

We take a top-down approach to forecast the share of profits in GDP via profit margins and capacity utilisation. Capacity utilisation measures the extent to which businesses are using their capacity to produce goods or services. Our forecast for this is driven by GDP growth, while the forecast for profit margins is also affected by growth in labour costs, prices and productivity.

We do not expect a US recession (i.e. two consecutive quarters of negative economic growth) but our forecasting model suggests caution on US earnings would be appropriate. We expect profits to peak in Q3 2019 and to decline in line with a weaker US economy thereafter. Overall, we forecast US profits (excluding financials) to rise by 6% in 2019 but to fall by 4% in 2020.

This is because below-trend economic growth means lower capacity utilisation, putting downward pressure on profits. Moreover, profit margins will be squeezed as labour costs rise, while inflation and productivity decline on the back of weaker growth.

Profits could fall further in alternative scenarios

While the above reflects our base case, we have also modelled a number of alternative scenarios. Unsurprisingly, the share of profits would see a sharper decline should a US recession occur in 2020. In that scenario, profits could fall by 13.5% (see light green line on chart below). When modelling a scenario of a global recession excluding the US, the fall in profits came in at 7.4% in 2020 (dark blue line).

Only two scenarios pointed to profits growth. Either China tries to avert a deeper economic slowdown by stimulating growth and inflation through extra fiscal spending or US growth surprises again through a stronger supply side (purple and red lines).

US economic profits (ex financials) set to peak in Q3 2019

us-profits-in-different-scenarios.jpgSource: Thomson Datastream, Schroders Economics Group. 27 March 2019.

The above is a forecast based on top-down economic factors. Actual profits, or earnings per share (EPS), for the S&P500 (the large cap US equity index) will be more volatile. This is because of the effects of a company’s borrowings and write-offs. However, we would expect the direction of profits to be similar and so we can make an estimate of market EPS.

We estimate that S&P500 operating earnings will rise by 6.8% in 2019, while reported EPS increases by 7.8%. The decline of the profits share in 2020 would reverse these gains; operating earnings would drop by 3.4% and reported EPS by 6.9%.

Operating earnings are profits earned after subtracting from revenues those expenses that are directly associated with operating the business. Reported earnings include non-recurring items (e.g. the one off cost of closing down a factory).

This analysis of profit margins suggests we will see a squeeze on corporate earnings in 2020. Corporate cash flows will come under pressure and this will provoke a reaction. Typically companies would cut jobs and capital spending. The knock-on impact of this could bring the economic cycle to an end, leading to recession. Our model currently puts a 36% probability on a US recession in the next 12 months – the highest probability since 2007.


This article has first been published on schroders.com.

Market bubbles and melt-ups

Signs of bubble trouble in equity markets have dissipated, in my view, says Emiel van den Heiligenberg, Head of Asset Allocation at Legal & General Investment Management. But as the risk of a market melt-down has fallen, could the chances of a ‘melt-up’ be rising?

I have a fascination for market bubbles. They appeal to the amateur historian in me, raise interesting human interest stories about both success and destruction, and are intriguing from a behavioural perspective. How do investors continue to fall into the same kind trap over and over again and indulge in irrational exuberance?

Over the past 25 years I worked as an investor – yes I’m that old – and I have created an index that allows me to monitor whether bubbles are emerging or not. Modest as I am, I called this the Heiligenberg Index. For more detail on the construction of the index please see this blog.

The index has signalled both the 2000 and 2008 bubbles quite well and the index is clearly elevated in the first half of 2018. However, it has been declining steadily over the past year, indicating that bubble formation in the equity market is actually less far advanced than previously indicated. There are several reasons for this improvement.

They include lower valuations (higher earnings while S&P price level is at similar level than January 2018), a more accommodative Federal Reserve (Fed) and low US yields.

A market melt-up is possible

Before indulging in the possibility of a bullish scenario I need to start with a warning. We have written extensively about the structural long-term headwinds for equity markets like demographics, debt, income inequality, record profit margins and populism.

While these headwinds have not gone away but – perhaps before they take hold – I increasingly see the case for market ‘melt-up’ in the medium term.

This is for a number of reasons:

  • The December correction reversed very quickly, giving investors confidence that there are buyers on market dips. This usually draws investors into markets due to ‘fear of missing out’, or FOMO
  • Equity markets typically anticipate recession six to nine months ahead, but our roadmap suggests that the risk of recession has moved further into the future, possibly now coming in 2021 or 2022. This gives enough space for markets to go back to more mid-cycle dynamics, where investors tend to buy equities on the dip instead of selling the rallies
  • If Tim is right that the framework of the Fed is changing towards average inflation targeting, i.e. a structurally more dovish stance, this implies in my view the Fed will be less sensitive to asset bubbles, which could be very bullish for equities
  • So-called ‘modern monetary theory’ supports the case for the Fed’s framework to be changing, as it’s a justification for central banks to consider even more unconventional policy measures
  • Technology investment stories such as artificial intelligence remain very appealing, despite fears of techlash
  • Retail investors are now getting more involved in equities, both in US equities (which are seeing their first net inflows in years), but also particularly in Chinese equities
  • Like generals fighting the last war, investors seem very focused on what will trigger the next financial crisis, while melt-up scenarios are generally dismissed as pipedreams

A question of time

So how do we marry these seemingly conflicting views in the Asset Allocation team? To be honest I continue to think we should still gradually reduce equity risk as the asset class moves higher in 2019. Bubble formations happen more often than you might think, but are not the norm – more of an alternative scenario. We need to take into account that most of our moderately positive equity returns for the year, as anticipated in our Asset Allocation team outlook for 2019, have been priced by the markets in less than a quarter. With most US equity indices up more than 10% as I type and many of the positives outlined in the outlook priced, we can’t become too optimistic.

There are a few indicators that could increase the likelihood of a bubble: broad participation of the retail investor, tech companies really starting to outperform and the Fed firming up on average inflation targeting as their future framework for monetary policy. So as always one needs to be flexible.


This article has first been published on futureworldblog.lgim.com.

„Die Suche nach Rendite geht weiter“

Unternehmensanleihenfonds lieferten in den vergangenen 10 Jahren überdurchschnittlich gute Erträge. Besondere Aufmerksamkeit erlangten Unternehmen des Rating-Segments BB – also Emittenten an der Schwelle vom Hochzinssegment zu Investmentgrade. Oftmals handelt es sich dabei um Anleihen, die z.B. aufgrund schlechter Geschäftszahlen herabgestuft wurden aber auf eine Rating-Verbesserung hoffen dürfen. Die in Aussicht gestellten Renditen sind dementsprechend höher als bei Top-Unternehmen. Es gibt nur relativ wenige Fonds, die speziell in solche Unternehmen investieren.

Einer von diesen, der ESPA BOND CORPORATE BB (ISIN: AT0000A09HC7) der Erste Asset Management, wurde bei den Lipper Fund Awards 2019 als bester Fonds seiner Vergleichsgruppe in den letzten 10 Jahren ausgezeichnet. Auf den Stichtag der Bewertung bezogen lag die Wertsteigerung bei 8,14 Prozent jährlich *). Diese Auszeichnung wiegt umso mehr, da der Fonds nicht nur in Österreich sondern zugleich auch in Deutschland und auf europäischer Ebene diese Kategorie gewonnen hat.

Rendite*) Quelle: FMP, Erste Asset Management per 31.12.2018. In der Wertentwicklung ist die Verwaltungsgebühr und eine allfällige erfolgsbezogene Vergütung berücksichtigt. Der bei Kauf gegebenenfalls anfallende einmalige Ausgabeaufschlag in Höhe von bis zu 3,50 Prozent und allenfalls individuelle transaktionsbezogene oder laufend ertragsmindernde Kosten (z.B. Konto- und Depotgebühren) sind in der Darstellung nicht berücksichtigt. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.

Bernd Stampfl, Senior Fondsmanager ESPA BOND CORPORATE BB, über den Fonds, das Zinsumfeld und seine Anlageschwerpunkte:

Was waren die jüngsten Entwicklungen, die diesen Sektor geprägt haben? Wie sieht es mit den Renditen aus?

Im letzten Jahr rückten politische Risiken wieder in den Vordergrund, was Investoren dazu veranlasste ihre Positionen zu überdenken. So waren Themen wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China, die eher riskante Haushaltsdisziplin der italienischen Regierung oder das Thema Brexit die allgemeinen Treiber der Unsicherheit. Trotz der Korrektur gegen Jahresende 2018 entwickelt sich der Markt für BB-Unternehmensanleihen weiterhin stabil. Das vorherrschende günstige Renditeniveau zu Jahresbeginn und die Aussicht auf ein baldiges Beilegen des Handelsstreites führten dazu, dass Investoren sich wieder auf die Suche nach Risiko machten und in diese Anlageklasse einstiegen. Wir konnten davon profitieren und befinden uns wieder auf dem Niveau von vor der Korrektur.

Was spricht derzeit für den Einstieg in dieses Segment?

Gegen Ende des vergangenen Jahres stiegen die Risikoaufschläge der BB-Anleihen auf ein Niveau, das umgelegt auf das Ausfallsrisiko einen Einstieg interessant macht. Und die EZB hat zuletzt signalisiert, dass ein Ende der Nullzinspolitik in der Eurozone auch 2019 nicht abzusehen ist. Die Suche nach Rendite geht also weiter. Ein weiterer Grund, der für diese Anleihen spricht: im Gegensatz zu amerikanischen Unternehmen nutzten europäische Emittenten die Gelder aus den Anleihen-Emissionen vermehrt für Investitionen, weniger zur Pflege des eigenen Aktien-Kurses. So sind im letzten Jahr in Europa die operativen Ergebnisse weiter angestiegen. Ebenso konnten die Unternehmen ihre Bilanzen in den letzten beiden Jahren verbessern und ihre operativen Tätigkeiten stärken.

Wie kann man den Sektor Unternehmensanleihen insgesamt charakterisieren? Wer sind denn die typischen Emittenten? Kommen sie aus der Finanzbranche? Oder sind es Telekom-Unternehmen? Oder andere?

Wenn man innerhalb der Anlageklasse Unternehmensanleihen die Sektoren nach der Größe der ausstehenden Schulden reiht, kommt der typische Emittent entweder aus dem Industriesektor, der Telekommunikation, dem Retail-Bereich oder dem Automobilsektor. Die Anteile dieser Sektoren sind in den letzten Jahren stabil geblieben. Einzig und allein durch Ratingveränderungen können sich diese Anteile massiv verschieben. So haben nach 2017 und 2018 erstmalig mehr Unternehmen den Aufstieg in die Investmentgrade-Klasse geschafft als sie diese verlassen haben.

Umgelegt auf das Vergleichsuniversum für BB-Emittenten sind hier die größten Unternehmen eine Telecom Italia bzw. die spanische Telefonica. Auch das israelische Pharmaunternehmen Teva, die französische Supermarktkette Casino oder der Autohersteller Fiat sind im BB-Segment prominent vertreten. Das Gesamtvolumen ist in Anbetracht des stabilen Marktumfeldes und der oben erwähnten Punkte stabil geblieben.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass BB-Anleihen verglichen mit den niedrigen Zinsen und dem Zinsabstand zu sicheren Unternehmensanleihen dank der gestiegenen Risikoprämien einen Mehrertrag bieten. In diesem allgemeinen Niedrigzinsumfeld ist kaum zu erwarten, dass die Zahlungsausfälle ein Thema werden.


Über die Lipper Fund Awards

Die jährliche Vergabe der Lipper Fund Awards from Refinitiv ist in der internationalen Fondsbranche bereits Tradition. Es werden diejenigen Fonds ausgezeichnet, die im Vergleich zu anderen Fonds mit demselben Anlageschwerpunkt kontinuierlich überdurchschnittliche risikoadjustierte Erträge erwirtschaftet haben. Relevant sind die Zeiträume 3, 5 und 10 Jahre. Die Fonds müssen in Österreich zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sein, die erstmalige Zulassung muss mindestens 3 Jahre zurückliegen. Stichtag für die diesjährige Bewertung war der 31.12.2018.

Über den ESPA BOND CORPORATE BB

Der ESPA BOND CORPORATE BB ist breit gestreut über circa 170 vorwiegend in Euro denominierte Unternehmensanleihen von Ländern wie Frankreich, Großbritannien und Italien. Aber auch die USA und Schwellenländer wie Brasilien und Mexiko sind nicht ganz ausgeklammert. Der Schwerpunkt liegt in den Branchen Telekommunikation und Grundstoffindustrie. Das Währungsrisiko gegenüber dem Euro ist komplett abgesichert.

Warnhinweis Corporate BB

Wichtige rechtliche Hinweise

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

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Die beste aller Anlegerwelten

Aus Sicht des Anlegers ist das erste Quartal 2019 nach Wunsch verlaufen. Die Verluste, die in diver­sen Märkten im Vorjahr angefallen waren, wurden in vielen Fällen in nur wenigen Wochen wieder ausgemerzt. Beispielsweise hat der globale Aktien­ korb MSCI All Countries in Euro kürzlich den bishe­rigen Höchststand vom Oktober 2018 überwinden können. Erwähnenswert sind auch Emerging-Market-Anleihen. Die im vergangenen Jahr viel gescholtene Kategorie hat sich unter den diversen Anleiheklassen heuer besonders hervorgetan, trotz politischer Störfeuer in wichtigen Ländern wie Bra­silien und der Türkei. Nicht zuletzt haben sich aber auch Staatsanleihen mit sehr hoher Bonität gut entwickelt. Allen voran sind hier deutsche Bundesanleihen zu nennen. Das kurze Ende der Zins­kurve ist hier ja schon seit Jahren mit einer nega­tiven Rendite ausgestattet. Zuletzt sind die Kurse dieser Anleihen aber so stark gestiegen, dass auch das zehnjährige Laufzeitensegment wieder in den negativen Renditebereich abgesunken ist. Dieser Punkt hinterlässt so manchen Beobachter etwas ratlos. Denn sehr stark steigende Notierun­gen von „riskanten“ Kategorien, wie z. B. Aktien, und auch von hochqualitativen Staatsanleihen können durchaus als Widerspruch gesehen wer­den. Der Versuch, ein Szenario zu zimmern, in dem diese vermeintliche Diskrepanz unter einen Hut geht, fällt allerdings nicht schwer: Erstens, die Wirtschaftsschwäche des Jahres 2018 und der ersten Monate 2019 wird überwunden. Die Konjunkturindikatoren erholen sich im Verlauf von 2019. Dies aber, zweitens, nur moderat und ohne Inflationsdruck, sodass die Notenbanken weiterhin eine lockere Geldpolitik verfolgen können. Drittens: Handelskrieg und Brexit finden ein positi­ves Ende. Andere Risiken werden nicht schlagend. Die beste aller Anlegerwelten also, auch „Goldi­locks“ genannt. Genießen wir es, so lange es andauert.

Die vollständige Ausgabe von Raiffeisen Capital Management's märkte | unter uns finden Sie links als PDF.

Globale Konjunktur: Abschwächung hier wie dort

Der Trend in der Entwicklung der globalen Wirtschafts­daten ist ungebrochen negativ. Während in den USA die meisten Indikatoren nach wie vor eine Expansion, wenn auch in geringerem Ausmaß anzeigen, erschei­nen die Daten aus China und insbesondere diejenigen aus der Eurozone zuletzt erschreckend schwach. Trotz bereits schwächerer Wirtschaftsdaten überraschen die veröffentlichen Zahlen aktuell in Relation zu den Analys­tenerwartungen in allen Regionen negativ – auch in den USA. Dementsprechend ist in nächster Zukunft noch mit weiteren nach unten gerichteten Revisionen bei den Wirtschaftsprognosen zu rechnen.

Auch auf den Aktienmärkten nähert sich der aktuelle Gewinnwachstumszyklus, der im Frühjahr 2016 begon­nen und in Europa 2017 bzw. in den USA 2018 seinen Höhepunkt erreicht hat, seinem Ende. Wenngleich die Zuwachsraten im Rückblick der letzten 12 Monate zu­mindest in den USA noch immer stattlich sind, hat sich die Dynamik auch hier schon merklich abgeschwächt.

Rohstoffe und Währungen: leicht schwächerer Euro

Die seit Jahresbeginn anziehenden Rohstoffpreise legten im März ebenso eine kleine Pause ein wie die Aktienmärkte. Die Rally der Industriemetalle wurde von der schwächeren Angebotsentwicklung und vor allem auch von den weggefallenen Zinsängsten befeuert. Lediglich die Edelmetalle – teilweise als Krisenwäh­rung gesehen – konnten bisher nicht überzeugen, die Käufer bevorzugten bisher auch hier die zyklischen Werte wie Energie und Industriemetalle.

Relativ wenig Bewegung war zuletzt auf den Devisenmärkten zu sehen. Generell driftet der Euro etwas nach unten. Er verlor nicht nur gegen die globalen Hauptwährungen Dollar und Yen, sondern auch gegen die bedeutendsten Emerging-­Market-­Währungen. Lediglich einzelne Währungen wie die türkische Lira oder der argentinische Peso notieren wegen hausge­ machter Probleme auch 2019 deutlich schwächer. Der schwächere Euro dürfte auch seitens der Geld­politik der EZB erwünscht sein. In Europa tut sich bis dato das leicht steigende britische Pfund hervor.

Blended Finance: Investitionsalternative in Afrika

Viele der in Afrika lebenden Menschen haben noch immer keinen Zugang zum formalen Bankensektor und damit zu finanziellen Dienstleistungen wie Krediten, Versicherungen oder Zahlungsverkehr. Der Mikrofinanzsektor eröffnet den Menschen einen Zugang und kann zugleich eine Alternative für Investoren in Afrika bieten. Über sogenannte Blended-Finance-Vehikel, die verstärkt finanzielle Mittel für den Mikrofinanzsektor bereitstellen, können Investoren an diesem Markt teilnehmen und zugleich unterstützend zu dessen weiteren Ausbau beitragen.

„In Afrika konzentrieren sich traditionelle Banken bei der Vergabe von Finanzierungen auf große lokale und internationale Unternehmen oder investieren ihre liquiden Mittel in Staatsanleihen“, sagt Yann Groeger, Regional Manager Afrika bei BlueOrchard. „Wir sehen zudem häufig, dass lokale Finanzinstitutionen nicht über die Strukturen und Kapazitäten verfügen, kleinvolumige Kredite zu vergeben. Dies führt dazu, dass je nach Land bis zu 25 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu einem formalen Finanzsystem haben, um Kredite zu erhalten. Davon sind insbesondere Einzelpersonen und Besitzer kleiner und mittelständischer Unternehmen betroffen.

Hier ist der Mikrofinanzsektor behilflich, der genau für diese Zielgruppen alternative Zugänge zu Krediten ermöglicht. Bei der Refinanzierung des Mikrofinanzsektors spielen vermehrt sogenannte Blended-Finance-Fondsstrukturen eine große Rolle. Diese stellen für private Investoren eine interessante Beteiligungsmöglichkeit dar, da öffentliche Geldgeber hierbei häufig ein First Loss Agreement anbieten, wodurch sie das Ausfallrisiko bis zu einer gewissen Höhe übernehmen. Ein Bereich, in dem sich unseres Erachtens durch Mikrofinanzierung und Blended Finance Chancen bieten, ist der afrikanische Bildungssektor – einer der wichtigsten Bereiche für eine nachhaltige Entwicklung des Kontinents. In den meisten afrikanischen Ländern ermöglichen private Schulen, eher als öffentliche, den Zugang zu guter Bildung. So können die Menschen von Impact Investing profitieren: Auf der einen Seite brauchen die Schulen und Universitäten Kredite, um diese aufzubauen oder zu modernisieren. Auf der anderen Seite benötigen vielerorts Einzelpersonen oder Familien Ausbildungskredite, um einen Studienplatz an einer privaten Schule oder Universität zu finanzieren. Es ergibt sich dadurch die Möglichkeit einer Win-Win-Situation: sowohl die Menschen vor Ort, als auch Impact Investoren tragen Vorteile davon.

Eine weitere Besonderheit von Blended-Finance-Fondsstrukturen ist, dass Institutionen neben der Finanzierung auch Experten zur Seite gestellt werden, die ihnen bei der Entwicklung von Finanzprodukten unterstützen. Dies stellt beispielsweise im Bildungssektor sicher, dass die Produkte im Einklang mit den jeweiligen Kreditnehmern wie Universitäten, Gehaltsempfängern oder SMEs sind.

Die Ausfallraten im Mikrofinanzsektor, und besonders bei Krediten für Ausbildung, sind zudem sehr gering. Unserer Erfahrung nach werden 99 Prozent der Kredite zurückbezahlt. Das Risiko kann demnach als moderat eingestuft werden – wenngleich Risiken bei Investments selbstverständlich niemals vollkommen ausgeschlossen werden können.“

Über BlueOrchard Finance AG

BlueOrchard ist ein weltweit führender Impact Investment Manager mit dem Ziel nachhaltiges,integratives und klimagerechtes Wachstum zu fördern und dabei attraktive Renditen für Investoren zu erzielen. BlueOrchard wurde 2001 auf Initiative der UN als weltweit erster kommerzieller Manager von Mikrofinanzanlagen gegründet. Heute bietet BlueOrchard Investoren auf der ganzen Welt erstklassige Anlagelösungen im Bereich Fremdkapital, Private Equity sowie nachhaltige Infrastruktur. Als Experte für innovative Blended Finance-Mandate ist das Unternehmen ein bewährter Partner international führender Entwicklungbanken. Mit einer breiten globalen Präsenz und Niederlassungen auf vier Kontinenten hat BlueOrchard bis heute mehr als 6 Mrd. USD in 80 Schwellen- und Entwicklungsländern investiert und damit messbaren sozialen und ökologischen Impact erzielt. BlueOrchard ist ein von der FINMA regulierter Vermögensverwalter. Seine luxemburgische Gesellschaft ist ein von der CSSF regulierter UCITS- sowie alternativer Investmentfondsmanager (AIFM). Weitere Informationen finden Sie hier: www.blueorchard.com.

Substanzwerte: Nicht immer ein Schnäppchen

Die Geschichte hat gezeigt, dass Substanzwerte bei Konjunkturschwäche höhere Renditen liefern können. Aber echten Wert zu finden, ist schwer, erklären Laurent Nguyen, Head of Global Defensive Equities, und Gabriele Susinno, Senior Client Portfolio Manager, beide Pictet Asset Management.

Value Investing – der Kauf von Aktien, die mit einem attraktiven Abschlag auf den inneren Wert eines Unternehmens gehandelt werden – gehört zu den ältesten Aktienanlagestrategien. Entwickelt wurde sie in den 1930ern von dem bekannten britisch-amerikanischen Investor Benjamin Graham, einem Mentor von Warren Buffett. 

Trotz ihrer berühmten Abstammung ist der Ruf der Strategie in den vergangenen zehn Jahren beschädigt worden. In dieser Zeit erlitten Substanzwerte ihre schlechteste Performance aller Zeiten im Vergleich zu Wachstumswerten – den Unternehmen, von denen ein schnelles Gewinnwachstum erwartet wird (Abb. 1). 

In den letzten Monaten jedoch erleben Substanzwerte ein kleines Revival, weil bezweifelt wird, dass Wachstumsunternehmen imstande sind, bei der aktuellen Konjunkturschwäche ein nachhaltiges Gewinnwachstum zu erzielen. Dieses Muster entspricht dem historischen Trend – die Erfahrung hat gezeigt, dass sich Substanzwerte in Zeiten, in denen die Konjunkturbedingungen ungünstig sind, in der Regel überdurchschnittlich entwickeln1.

ABB. 1 EINE KOMPLIZIERTE BEZIEHUNG

Performance MSCI Growth und Value Index, indexiert

Quelle: Bloomberg; Daten beziehen sich auf den Zeitraum 31.12.2008–07.03.2019

Auf den ersten Blick scheinen die Bedingungen günstig für eine Outperformance von Substanzwerten gegenüber Wachstumswerten. 

Aber ganz so einfach ist es nicht. Auch wenn es um Wachstumswerte nicht gut bestellt sein dürfte, wenn das Wachstum von Wirtschaft und Unternehmensgewinnen in den kommenden Jahren abkühlt, sind Substanzwerte nicht zwangsläufig ein Schnäppchen. Wertorientierte Anleger müssen sehr wählerisch sein. 

Achtung Value-Falle

Unternehmen zu finden, die wirklich günstig sind, ist nicht leicht. 

Das liegt daran, dass der Aktienkurs stark vom zugrunde liegenden Wert eines Unternehmens abweichen kann, mitunter auch für sehr lange Zeit. Erschwerend kommt hinzu, dass beliebte Bewertungskennzahlen wie KGV, Kurs-Buchwert-Verhältnis oder Dividendenertrag nicht immer die tatsächlichen Verhältnisse abbilden. 

Die Zahlen können leicht durch Transaktionen wie Fusionen und Übernahmen (M&A) oder Aktienrückkäufe verzerrt werden.

Das trifft vor allem auf die heutige Zeit zu: Das M&A-Volumen ist auf ein Rekordhoch gestiegen – in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 wurden weltweit Transaktionen im Wert von knapp 3,3 Bio. US-$ abgeschlossen, ein Anstieg von 39% gegenüber dem Vorjahr. Auch Aktienrückkäufe haben in den USA historische Höchststände erreicht.

Beliebte Bewertungskennzahlen wie das KGV bilden nicht immer die tatsächlichen Verhältnisse ab.

Index-Fallstrick

Mithilfe unseres eigenen quantitativen 4P Investment-Screening-Modells (siehe Abb. 3) haben wir herausgefunden, dass eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Aktien im beliebtesten „Value“-Aktienindex günstig sein könnte.  

Unsere Analyse der Renditen von Aktien im MSCI Value Index zeigt, dass Unternehmen im oberen Quintil unserer eigenen Scorecard seit 2000 um einiges besser abschneiden als der Index und die im unteren Quintil angesiedelten Unternehmen (Abb. 2). Dies deutet auf eine erhebliche Diskrepanz bei den Fundamentaldaten von Unternehmen hin, deren Aktien gemeinhin als Substanzwert betrachtet werden. Auf diesen Fallstrick sollten wertorientierte Anleger unbedingt achten. 

ABB. 2 ECHTER WERT VS. „SCHROTTWERT“

Kumulative Performance verschiedener Gruppen von Substanzwerten

* MSCI Value Index als Referenz, nach Marktkapitalisierung gewichtet. Wertorientierte Quintilgruppen beziehen sich auf die oberen oder unteren 20% der Werte in dem als Referenz dienenden MSCI Value Index, in der Reihenfolge des gleichgewichteten 4P-Screenings. Quelle: Pictet Asset Management, Bloomberg; Daten beziehen sich auf den Zeitraum 03.01.2000–04.03.2019

Substanzwerte als Teil einer defensiven Strategie für den Portfolioaufbau

Unser 4P-Modell – das Herzstück unserer Global Defensive Equities Strategie – hilft uns bei der Auswahl von Aktien, die über den gesamten Konjunkturzyklus bessere Renditen liefern als die globalen Aktienmärkte und in Abschwungphasen dem Kapitalschutz dienen. 

Der Wert (Preis) ist eine der Komponenten. Das Bewertungskriterium „Preis“ soll sicherstellen, dass wir für unsere Anlagen nicht zu viel bezahlen. Dabei werden nicht nur beliebte Kennzahlen wie das Kurs-Buchwert-Verhältnis berücksichtigt, sondern auch andere aussagekräftige Wertindikatoren, wie z. B. der Unternehmenswert (EV), der den Gesamtwert eines Unternehmens anhand der Marktkapitalisierung, der langfristigen Finanzverbindlichkeiten und der liquiden Mittel in der Bilanz misst.

Wir setzen den Preis zu drei weiteren P-Faktoren in Beziehung: Rentabilität (Profitability), Vorsicht (Prudence) und Schutz (Protection) (siehe Abb. 3). 

ABB. 3 4P, EIN MEHRDIMENSIONALES SCREENING-KONZEPT

 
Quelle: Pictet Asset Management

Jedes der 4P ist Teil einer defensiven Aufbaustrategie, in deren Rahmen ein Aktienportfolio zusammengestellt wird, das Marktschocks besser abfedern kann.

Unser 4P-Konzept ist dynamisch, nicht statisch wie viele Smart-Beta-Strategien. Beim Aktien-Screening sind zunächst alle 4P gleich gewichtet. Wir ändern dann diese Gewichtung und stützen unsere Entscheidungen auf eine Analyse der wirtschaftlichen und Markttrends sowie des Momentums und der Bewertung des jeweiligen P. 

Unsere Kennzahl „Preis“ ist im Moment übergewichtet. Das bedeutet, dass viele der Unternehmen in unserem Portfolio bei den Bewertungen am besten abschneiden; diese Titel sind im Wesentlichen in Branchen wie Basiskonsumgüter, Finanzwesen und Industrie zu finden. 

Mit anderen Worten: Jetzt, wo die längste Hausse aller Zeiten dem Ende zuzugehen scheint,  hilft uns unser Modell, nicht nur  überteuerte Wachstumswerte zu meiden, sondern auch überteuerte Substanzwerte. 

Wie sagte Buffett so schön: „Es ist viel besser, ein tolles Unternehmen zu einem ganz guten Preis zu kaufen, als ein ganz gutes Unternehmen zu einem tollen Preis.“


1) Basierend auf der relativen Outperformance von Dezilen, geordnet nach dem Buchwert-Kurs-Verhältnis im Vergleich zum US-Aktienmarkt, Gesamtrendite in US-Dollar. Monatsdaten vom 30.06.1926–28.02.2018. Quelle: Kenneth French Data Library.

Mehr zu defensiven Aktien:

Über Laurent Nguyen

Laurent Nguyen kam 1998 zu Pictet Asset Management. Er leitet das Quantitative Equities Team. Bevor er zu Pictet kam, arbeitete er bis 1996 Lehrassistent in den Bereichen Portfoliomanagement und Optionstheorie. Von 1997 bis 2007 war er außerdem als Dozent bei der AZEK – Swiss Training Center for Investment Professionals – tätig. Laurent Nguyen erwarb an der Universität Genf einen Master in Finanzwirtschaft.

Über Gabriele Susinno

Gabriele Susinno kam 2015 zu Pictet und ist Senior Client Portfolio Manager beim Team Quantitative Equities. Bevor er zu Pictet Asset Management kam, arbeitete er acht Jahre lang bei Unigestion, wo er der Gruppe Quantitative Research and Risk Management in der Funds of Hedge Funds-Abteilung vorstand. Davor arbeitete er als Leiter Marktrisikomanagement bei der Banque Cantonale Vaudoise. Gabriele Susinno begann seine Finanzlaufbahn 1997 und sammelte berufliche Erfahrung als quantitativer Analyst am London Business School Software House (MONIS), als Verantwortlicher für die ALM-modeling bei INA – Assitalia sowie als Senior Advisor für institutionelle Investoren bei Capital Management Advisors/Deloitte. Er hat einen Master in Astrophysik und einen Ph.D. in Experimenteller Teilchenphysik von der Universtitä Genf und dem CERN.

Über Pictet Asset Management

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 171 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Für weitere Informationen steht Ihnen Frank Böhmer gerne zur Verfügung.
Telefon: 069-79 5009 1224
e-mail: fbohmer@pictet.com

Die Türkei nach den Lokalwahlen

von Anton Hauser, Senior Fondsmanager der Erste Asset Management.

Die Lokalwahlen in der Türkei wurden von Präsident Erdogan zu einem Stimmungstest über seine Politik hochstilisiert. Die AK-Partei von Präsident Erdogan liegt zwar landesweit in Führung, in den Großstädten musste die Regierungspartei Niederlagen einstecken. So verlor die AK-Partei nach 20 Jahren Herrschaft die Wahl in Ankara und auch in Istanbul liegt der Oppositionskandidat bei der Auszählung voran. Die Wirtschaftskrise im Gefolge der Währungskrise vom letzten Jahr ist sicher als Hauptgrund für den Sieg der Opposition zu nennen. Die Wirtschaft durchlebt eine schwere Rezession, die Arbeitslosigkeit ist im Steigen begriffen und die Inflationsrate ist auf über 20% angestiegen.

Türkische Assets sind unter Druck gekommen

Im Vorfeld dieser Wahlen sind türkische Assets wie schon im Laufe des letzten Jahres erneut stark unter Druck gekommen. So verlor die Lira gegenüber dem Euro seit Anfang März mehr als 3%, die Rendite der 5-jährigen Lokalwährungsanleihe stieg um mehr als 200 Basispunkte auf 18,50% an und der Spread von USD-denominierten Staatsanleihen weitete sich um 95 Basispunkte auf 495 Basispunkte aus. Die türkische Zentralbank war gezwungen ihre Geldpolitik zu straffen, intervenierte am Devisenmarkt und die lokalen Banken wurden angehalten die Liquidität am TRY-Markt zu reduzieren. Dies führte dazu, dass die kurzfristigen Zinsen am lokalen Geldmarkt auf mehr als 1000% anstiegen.

Türkische Haushalte haben vermehrt ihre Ersparnisse von TRY in USD konvertiert. Dadurch sind die Nettofremdwährungsreserven weiter zurückgegangen und betragen trotz starker Emissionstätigkeit des Staates auf den internationalen Kapitalmärkten derzeit nur 24,7 Mrd USD. Das Leistungsbilanzdefizit ist zwar durch die Rezession und Dank des Rückgangs des Ölpreises fast verschwunden (nur 0,7% des BIP im Jänner), die kurzfristige Auslandsverschuldung von 130 Mrd. USD ist aber durch die Währungsreserven bei weitem nicht gedeckt.

Erdogans Expansive Fiskalpolitik

Ein Faktor der in den letzten Monaten einer zusätzlichen Verbesserung der Leistungsbilanz im Wege stand war sicherlich eine expansive Fiskalpolitik. Bedingt durch die Rezession enttäuschend niedrige Steuereinnahmen verbunden mit höheren Ausgaben, die teilweise dem Wahlzyklus geschuldet sind, haben zu einer Ausweitung des Defizits auf ein 10-Jahreshoch geführt. Um die Wahlchancen der AK-Partei von Präsident Erdogan zu erhöhen wurden außerdem die Staatsbanken angehalten ihre Kreditvergabe auszuweiten (Kreditimpuls von 2% des BIP) , was einerseits stabilisierend auf das Wachstum wirkt, andererseits aber eine noch tiefergreifende Anpassung der Leistungsbilanz verhindert hat.

Ausblick

Wir gehen nach den Lokalwahlen durch die Abnahme des politischen Risikos von einer Beruhigung der Situation aus. Präsident Erdogan hat zwar durch den Verlust des Bürgermeistersessels von Ankara und wahrscheinlich Istanbul eine Niederlage erlitten, wir erachten allerdings das Gesamtresultat als nicht ausreichend um nachhaltige Änderungen nach sich zu ziehen. Eine hohe nominelle Zinsdifferenz, positive Realzinsen, eine stark verbesserte Leistungsbilanz und ein mögliches Zurückfahren der wahlbedingten Stimulusmaßnahmen sind die lokalen Faktoren, die türkische Assets unterstützen sollten. Zusätzlich sollte die zurzeit stattfindende globale Lockerung der Geldpolitik Länder wie die Türkei unterstützen. Hauptrisikofaktoren sind die nach wie vor vorhandenen Ungleichgewichte, mögliche Fehler in Geld- und Fiskalpolitik, die Verhängung von Sanktionen durch die USA im Zusammenhang mit dem Kauf von russischen Raketenabwehrsystemen durch die Türkei. Des weiteren könnte eine weitere Abschwächung des globalen Wachstums eventuell verbunden mit einer Umkehr der Kapitalströme in Richtung Emerging Markets Druck auf türkische Assets ausüben.


Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

„Liquid Alternatives – Vielfalt alternativer Anlagestrategien für das institutionelle Portfolio“

Over the last five years, investor interest in alternative risk premia strategies has expanded rapidly, explains Christian Hoffmann, Client Portfolio Manager, Credit Suisse. In this article, we describe our take on this investment category and outline some of the challenges which investors in risk premia strategies face. 

At Credit Suisse Asset Management, LLC (CSAM) we think of an alternative risk premium as the return an investor receives for accepting exposure to a rules-based risk-return algorithm, commonly referred to as a quantitative investment strategy. Alternative risk premia may be associated with strategies that seek to isolate non-traditional but tangible investment risks such as the risk that a corporate merger fails to close, as well as strategies that seek to exploit market inefficiencies or anomalies where the sources of risk are not as easily defined.

We view the growth of the alternative risk premia market as a natural consequence of the declining utility of traditional diversifiers, such as bonds, and growing investor frustration with reduced absolute returns, high fees, poor liquidity, inadequate transparency, and the challenge of manager selection of hedge fund investments. Alternative risk premia solutions have the potential to be promising. Thoughtful strategy specification, portfolio construction and risk management, along with cost efficient implementation, are critical to generating attractive returns in this space over the long run. 

CSAM’s Quantitative Investments Strategies group (QIS) is one of the leading providers of liquid alternative and factor-based investing benchmarks and solutions. In 1999, QIS launched the CS Hedge Fund Index. With the introduction of its Credit Suisse Liquid Alternative Beta program in 2007, it was one of the pioneers involved in the development of rules-based, multi-asset alternative risk premia investing. QIS employs a rigorous, research-based investment process to manage both benchmark relative and absolute return investment strategies.

The framework we apply to managing our Multialternative Strategy portfolios seeks to manage risk across strategies and through regimes. It is the product of nearly two decades of experience benchmarking alternative investments and our ten-year history researching, designing, and trading alternative risk premia strategies.

Conceptually, alternative risk factors are different from macroeconomic factors, such as economic growth and credit, and alpha factors, such as country and industry selection. Despite the difference, they often share a common regime dependency in their performance profiles which should be thoroughly understood. Economic risks arise from the prospect of mismatches in the contemporaneous supply and demand for goods in the real economy. Because alternative risk premia are financial representations of economic risks in an investible form, not pure economic risks, it is always important to remember that they intrinsically carry financial risk.

Our strategy research focuses on identifying and cost-efficiently representing alternative risk premia. We examine microeconomic dynamics such as behavior and market structure, as well as links between economic and financial risk, all of which give rise to many alternative risk factors.  This work enables us to map the performance characteristics of specific risk premia to an appropriate collection of market regimes. In doing so, our interest is in establishing robust, reliable relationships between strategy performance and specific market conditions, rather than forecasting regimes or timing markets.

Ultimately, apportioning alternative risk premia strategies across style categories is discretionary and because these categories provide limited value in demarcating risk characteristics, we believe that centering portfolio construction around style archetypes provides only superficial diversification. A more sensible approach recognizes if a strategy overlaps with other exposures that are of little value or with those that are truly new and diversifying. This is critical to achieve a successful investment outcome. This is what we call assessing strategy complementarity and it forms the cornerstone of our portfolio construction process. 

Complementarity is best understood through a concise conceptualization of risk: risk is the possibility of being exposed to not having what you need when and where you need it. Optimal portfolio construction hinges on producing robust joint estimations of performance (what) for a target horizon (when) across each of the strategies (where) in the program. The main obstacle to achieving this result lies in the accurate estimation of strategy covariance terms which tend to vary through time. We seek to address this issue through the use of regime conditional estimations. By forecasting regime conditional strategy performance characteristics, our Multialternative Strategy framework attempts to promote the efficient allocation of risk while also attempting to avoid underperformance in any particular market regime.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf hedgework.de.

Christian Hoffmann

ist Client Portfolio Manager in der Quantitative Investment Strategies-Gruppe (QIS) der Credit Suisse und verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Geschäftsentwicklung, im Kundenservice und in der Produktstrukturierung. Zuvor war er in der Beta Strategies Group von CSAM für die Einführung einer Vielzahl von Long-only- und Liquid-Alternatives-Produkte verantwortlich. Hoffman hat einen Masterabschluss der Fachhochschule Aschaffenburg mit den Schwerpunkten Finance & Business Administration.

Credit Suisse

Die 1856 gegründete Credit Suisse besitzt heute eine globale Reichweite mit Geschäftsaktivitäten in über 50 Ländern und 48.200 Mitarbeitenden aus über 150 verschiedenen Nationen und hält eine Position als einer der globalen Marktführer im Private Banking und in der Vermögensverwaltung mit ausgeprägten Kompetenzen im Investment Banking inne.

Kontakt

Credit Suisse Deutschland AG
Rudi Aberle
Tel.: +49 (0)69 7538 1034
E-Mail: rudi.aberle@credit-suisse.com
Internet: www.credit-suisse.com/de 

The chart that tells the story of value investing’s potential

Value stocks are currently the most out of favour in the history of financial records, explains David Brett, Investment Writer at Schroders. Is now the time for value to make its comeback?

Value stocks are on their longest losing streak versus growth stocks since records began, according to data stretching back to 1936.

Value investing is the art of buying stocks which trade at a significant discount to their intrinsic value. Basically, buying companies which appear undervalued by investors for no justifiable reason.

Growth investors pay less attention to a stock’s price. Even if a company looks expensive they may believe its above average future growth justifies the expensive price tag.

Value’s longest losing streak in history

There have been three periods of dramatic underperformance by value relative to growth since records began: the tail-end of the Great Depression in the late 1930s, the build up to the bursting of the dotcom bubble in the late 1990s and now.

As the chart below shows, value’s underperformance during the late 1930s and 1990s was sharp but also short, lasting around four years and two years respectively. In comparison the current underperformance which began in 2009 is now nearly a decade old.

The good news for value investors is that in the past, value’s bouncebacks were even more dramatic than the underperformance.

Analysis by academics Eugene Fama and Kenneth French has shown that in the five years following its underperformance trough in 1940 value outperformed growth by 138%. Similarly, when value’s two year underperformance troughed in 1999 it outperformed growth by 107%. The question for value investors now is could history repeat itself?

Of course, past performance is not a guide to future returns.

Rolling 10-year total return difference: Fama-French (value vs growth)

Why now for value?

Nick Kirrage, an equity value fund manager at Schroders, explains why now might be a good time to consider value stocks.

“We know we should buy low and sell high. We are looking for investment strategies that are enduring and we want to buy them when they look cheap and attractive.

“Value has been through one of its worst periods in history. Performance has been weak but we continue to have the conviction that value is an enduring investment style.

“When we look across investments in the market today we see a huge bias in investors’ portfolios towards growth-type investments. That presents an opportunity, to diversify and buy into a strategy that has a great long-term success record.

“So why now? Because, we believe, with value stocks at such attractive levels the opportunity has never been greater.”


This article has first been published on schroders.com.

Entscheidend werden die nächsten politischen Schritte sein

Magdalena Polan, Senior Economist bei Legal & General Investment Management (LGIM) zu den türkischen Kommunalwahlen:

Die gestrigen Kommunalwahlen bilden das Ende einer langen Reihe von Wahlkämpfen. Anlegern gibt das Anlass zu hoffen, dass der Fokus bis zu den nächsten, für 2023 geplanten Wahlen wieder auf den dringend notwendigen Wirtschaftsreformen liegen wird. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen, die Einschränkungen bei der Lockerung der Geldpolitik wie dem hohen Bestand an Unternehmenskrediten in Fremdwährungen, dem schnellen Niederschlag von Wechselkursschwankungen in der Inflationsrate sowie niedrigen Fremdwährungsreserven entgegenwirken und mehr Quellen für Wirtschaftswachstum erschließen.

Die hohen Zinsen dürften die türkische Lira vorerst stützen. Langfristig aber würden Fortschritte bei den Reformen zur Stabilisierung der Währung beitragen und es der Zentralbank ermöglichen, die Zinsen zu senken, um den nötigen Schuldenabbau verträglicher zu gestalten und den Aufschwung zu beschleunigen. Dies würde auch die türkischen Vermögenswerte stützen, die im Vorfeld der Kommunalwahlen gelitten haben. Eine Rückbesinnung auf Einlagen in türkischer Lira – weg von Fremdwährungseinlagen – und ein nachhaltiger Zugang zu Fremdkapital sowohl für den staatlichen als auch für den privaten Sektor wären ebenfalls positive Signale. Entscheidend für das Marktverhalten werden jedoch die nächsten politischen Schritte sein.

Die Volatilität des türkischen Marktes vor den Wahlen hat sich auch auf andere Schwellenländer ausgewirkt und zunehmende Sorgen um das globale Wachstum verstärkt. Da die türkischen Kommunalwahlen beendet sind, wird sich der Markt voraussichtlich wieder auf die G3-Zinsen, die Wachstumsaussichten und die Erholung in China konzentrieren, da dies die Haupttreiber für Risikobereitschaft und Nachfrage nach EM-Anlagen sind.

Ringen um stabile Ölpreise geht weiter

In der Vorwoche sind die Ölpreise auf die höchsten Stände seit vier Monaten gestiegen. Für den jüngsten Anstieg fand sich eine ganze Reihe von Gründen. So hat das US-Energieministerium Mitte der Woche einen überraschenden Rückgang der Lagerbestände an Rohöl in den USA gemeldet. Demnach waren sie zuletzt um 3,9 Millionen auf 449,1 Millionen Fass zurückgegangen. Im Vorfeld war hingegen mit einem Anstieg um drei Millionen Fass gerechnet worden.

Saudi-Arabien tonangebend

Außerdem hat Analysten zufolge der massive Stromausfall in Venezuela den Export von Rohöl stark beeinträchtigt. Unterdessen zeigte sich der saudi-arabische Energieminister Khalid al-Falih gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mit der aktuellen Situation am Ölmarkt zufrieden. Und so kam zu ungeplanten Angebotsausfällen noch die Ankündigung Saudi-Arabiens, weiterhin weniger Öl fördern zu wollen, als die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) im Rahmen ihrer Förderbeschränkungen mit anderen wichtigen Produzenten eigentlich vereinbart hat.

Saudi-Arabien ist der weltweit größte Ölproduzent und gilt als tonangebend in der OPEC. Daher scheint eine Änderung der Förderpolitik beim nächsten Treffen der erweiterten Gruppe der wichtigsten Förderländer am 17. und 18. April unwahrscheinlich. Zum Jahreswechsel hatten die Maßnahmen der sogenannten OPEC+ zur Stützung der Ölpreise durch den Austritt Katars aus dem Öl-Kartell einen Dämpfer erhalten, in der Folge aber wieder ihre Wirkung entfalten können.

Wie die Förderbeschränkungen den Ölmarkt verändert haben, zeigt der jüngste OPEC-Monatsbericht. Demnach dürfte die gesamte Welt-Ölproduktion zuletzt bei 99,15 Millionen Fass pro Tag gelegen haben. Davon entfielen im Schnitt noch 30,55 Millionen Fass täglich auf OPEC-Staaten. Ihr Anteil an der Gesamtproduktion ging damit wieder leicht zurück.

Ölpreise

Keine Trendumkehr in Sicht

Im Jahr 2017, dem ersten Gesamtjahr in dem die Förderbeschränkungen vereinbart waren, lag die tägliche Produktion insgesamt bei 92,6 Millionen Fass. 39,4 Millionen davon kamen damals noch aus OPEC-Staaten. Die Weltproduktion ist also etwas gestiegen, während die wichtigsten Länder ihren Anteil daran deutlich reduziert haben. Der Ölverbrauch wird von der OPEC im laufenden Jahr mit weltweit rund 100 Millionen Fass pro Tag prognostiziert. Wie schon im Vorjahr fällt der Zuwachs damit auch 2019 etwas geringer aus. Grund dafür ist die Konjunkturschwäche beispielsweise in Europa und Nordamerika. Das Gesamtbild stellt sich im neuen Monatsbericht aber unverändert dar.

USA erhöhen Ölproduktion

Doch ebenfalls in der Vorwoche veröffentlichte die Internationalen Energieagentur (IEA) ihren Bericht „Oil 2019“. Im Zuge dessen warnte die Agentur vor den Folgen eines wachsenden Exports von US-Öl. Dieser werde die internationalen Handelsströme von Rohöl – mit tiefgreifenden Auswirkungen auf die Geopolitik – verändern, sagte IEA-Direktor Fatih Birol. In den kommenden fünf Jahren werden die USA demnach ihre Ölexporte dank der Schieferölförderung kräftig steigern, das Volumen der russischen Ausfuhren übertreffen und zu den Exporten Saudi-Arabiens aufschließen. In den kommenden fünf Jahren könnten der IEA zufolge die Vereinigten Staaten für 70 Prozent des globalen Anstiegs der Ölproduktion verantwortlich sein.

Mit diesen Aussichten dürfte das Ringen um den Ölpreis vorerst kein Ende nehmen: Auf der einen Seite zeigen sich Saudi-Arabien und die OPEC entschlossen, das Ölangebot niedriger zu halten. Auf der anderen Seite zeichnen sich massiv steigende Exporte von US-Schieferöl ab, die ursprünglich wesentlich für den Preisverfall in den vergangenen Jahren mitverantwortlich waren.


Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.