Monetary taps: not so wide open

In positioning for huge central bank stimulus, investors have put themselves in a tight spot, explains Steve Donzé, Senior Macro Strategist at Pictet Asset Management.

An opening of the monetary taps. This is what stock markets have come to expect whenever global growth stumbles.

But this time round, it would take a truly monumental effort for the world's major central banks to deliver the kind of monetary easing equity investors are hoping for.

According to our model, the S&P 500’s current valuation implies a monetary stimulus of as much as USD1.5 trillion over the coming 12 months, or 2.5 per cent of global GDP.1

If investors are right, this would represent a sharp reversal of the current trend. The amount of new liquidity provided by central banks has been contracting at a rate of 0.5 per cent in the past six months.

Yet there is a strong chance investors could be wrong – not least because the gap between the expected and current volume of liquidity provision as a proportion of GDP is at its widest in a decade.

EXPECTATION VS REALITY

Major 5 central bank policy liquidity flow, 6-month rolling, % of GDP

Source: Pictet Asset Management, Refinitiv

We think central banks will press on the monetary accelerator again – but with far less force than markets are discounting.

Supersized bond buying from the European Central Bank – likely to be announced in September – should add EUR600 billion of fresh stimulus. Yet even when we add to that another four interest rate cuts from the US Federal Reserve – a liquidity injection worth USD200 billion – and the Swiss National Bank’s currency intervention – euro zone bond buying worth CHF10 billion in the past four weeks – monetary authorities will struggle to meet the market’s lofty expectations.

Investors should, then, brace themselves for disappointment.


1) Our model on liquidity, along with business cycle, valuation and market technicals, forms the basis of our assessment of the global market environment which we use to build multi asset portfolios. Policy liquidity flow is calculated as central bank net liquidity injection over preceding 6 months, as % of nominal GDP, using current-USD GDP weights (US: 37.9%, China: 24.5%, EMU: 23.6%, Japan: 9.0%, UK: 5.0%). Implied liquidity calculated using regression of S&P 500 index against global policy liquidity stock. Sources: Pictet Asset Management, Refinitiv.

Über Steve Donzés

Steve Donzés Schwerpunkt liegt auf Liquidität, der Lebensader der Märkte und der Wirtschaft. Als Senior Macro Strategist und Mitglied unserer Strategy Unit hat er leitende Verantwortung für Analysen und Prognosen der globalen Liquiditätsbedingungen. Neben seiner strategischen Arbeit ist Steve Donzé Co-Manager verschiedener Multi-Asset-Anlagestrategien und sitzt im Taktikausschuss des Pictet Pension Fund. Er beteiligt sich regelmässig an der öffentlichen Debatte über die Geldpolitik und äussert sich in der Financial Times und bei Reuters.
Bevor er 2007 zu Pictet Asset Management wechselte, hatte er Positionen bei der Schweizerischen Bankiervereinigung und der Mission der Schweiz bei der UNO inne.
Steve Donzé besitzt einen Doktortitel der London School of Economics und einen Master-Abschluss des Graduate Institute of International Studies.

Über Pictet Asset Management

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 171 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Telefon: 069-79 5009 1224
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Signale aus dem Akti­enmarkt selbst sind mehrheitlich negativ

Der Handelskrieg zwischen den USA und China ist nach wie vor der größte Unsicherheitsfaktor für die Weltwirtschaft und für die Finanzmärkte. Dies gilt allerdings nicht nur im negativen Sinne. Das haben nicht zuletzt die Entwicklungen im August gezeigt. Den beiderseitigen Ankündigungen neuer und höherer Zölle folgten unmit­telbar beschwichtigende Worte. Entsprechend werden auch die Märkte hin und her geworfen. Es scheint, dass keine der beiden Parteien als Verlierer vom Platz gehen möchte, immerhin könnte das vom politischen Gegner als Schwä­che ausgelegt werden. Andererseits können weder die USA noch China eine Rezession ge­brauchen. Der Ausgang bleibt somit ungewiss. Dies macht jegliche Kapitalmarkteinschätzung nicht einfacher. Fest steht allerdings: wenn man mit einem Schlauchboot auf einen Wasserfall zufährt, gibt es einen bestimmten Punkt, an dem kein Gegenrudern mehr hilft, man wird von der Strömung in die Tiefe gerissen. Momentan sind wir vermutlich (oder hoffentlich) noch vor diesem Punkt. Das zeigen die Wirtschaftsdaten, die zwar im Produktionsbereich sehr schwach sind, im Dienstleistungsbereich allerdings noch recht robust aussehen. Die Unternehmen ver­dienen gut, die – für die Finanzmärkte relevan­ten – Aussichten werden aber kontinuierlich nach unten revidiert. Die Signale aus dem Akti­enmarkt selbst sind mehrheitlich negativ. Technische Indikatoren wie Momentum und Marktbreite haben sich spürbar verschlechtert. Die Daten zur Investorenstimmung sind unter­ dessen uneinheitlich. In Summe rechtfertigen die Indikatoren eine Reduktion der Aktienquote in der Taktischen Asset­-Allocation. Dies geschieht zu Gunsten von Edelmetallen. Gold und Silber haben in den letzten Wochen nach jahrelangen Abwärtstrends ein Lebenszeichen von sich gegeben. Die guten Gründe für stei­gende Preise dürften nunmehr stärker wahrgenommen werden.

Die vollständige Ausgabe von Raiffeisen Capital Management's märkte | unter uns finden Sie links als PDF.

Aktien: Der Zinssenkung folgte Abschwächung

„Buy on rumours, sell on facts.“ Gleich nach der vom Markt heiß ersehnten Leitzinssenkung der US­-Noten­bank drehten die Aktienmärkte global nach unten. Nun traten wieder Konjunkturängste und die Folgen des wieder eskalierenden Handelskonflikts der USA mit China und der übrigen Welt in den Vordergrund. Letztlich verloren im August alle Märkte, allen voran die Emerging Markets: nicht nur China und damit Asien, auch Russland und Osteuropa sowie Latein­amerika, vor allem durch die Argentinien-­Krise. Dort verlor auch die Währung beträchtlich.

Die Marktvolatilität (der „Angstfaktor“) ist zuletzt wieder angestiegen, jedoch von Krisenniveaus weit entfernt.

Die Marktindizes liegen seit Jahresbeginn noch deutlich im Plus, letztlich befinden wir uns seit Ende April in einer Seitwärtsbewegung. Die Aussicht auf weitere Lockerun­gen der führenden Notenbanken besteht weiter. Aber die Emerging Markets haben gesamtheitlich im August die halbe Jahresperformance aufgeben müssen, man sieht, dass das Eis doch recht dünn geworden ist.

Aktien USA und Europa: Nur noch seitwärts

Die Märkte tendierten in den letzten Wochen seitwärts, wobei weiterhin weniger Fundamentaldaten im Mittel­ punkt stehen, als vielmehr erneut politische Themen wie etwa die Handels- und Geldpolitik. Trotz der in den USA bis zuletzt mit positivem Grundton verlaufenden Berichterstattung, das Wachstum bei den Unternehmensgewinnen schwächt sich global gesehen deutlich ab: Für den Weltaktienindex ist die Dynamik in den letzten Monaten zunehmend negativ. Die 12-­Monats­ veränderung ist nur noch einstellig positiv, während die 6-Monatsveränderung bereits ein negatives Vorzeichen aufweist.

In Anbetracht der rückläufigen konjunkturellen Vorlaufindikatoren, den zunehmend vorsichtig werdenden Ausblicken der Unternehmen und den negativen Analystenrevisionen bei den Gewinnschätzungen, ist mit schwächeren Unternehmensergebnissen in den kommenden Berichtsperioden zu rechnen.

Aufgrund sich weiter verschlechternder Fundamentaldaten gehen wir aktuell eine Aktienuntergewichtung ein.

Emerging Markets: Schwacher August und weiter Vorsicht

Die Diskussionen, inwieweit eine globale Rezession bevorsteht und das Hin und Her im Handelskonflikt sind eine Gemengelage, die für Emerging Markets nichts Gutes bedeutet. Daher verlief der August für Emerging-Market­-Aktien recht enttäuschend, auch im Vergleich zu den entwickelten Aktienmärkten. Zuletzt hat sich auch der Gewinntrend wieder entgegen den zuletzt aufgekommenen Erholungstendenzen verschlechtert. Wir bleiben weiter dabei, Emerging-Market-Aktien vorsichtiger zu gewichten bis sich auch der Preistrend verbessert. Fundamental bleiben Emerging-­Market-­Aktien jedoch attraktiv bewertet.

Argentinien weint (wieder) – Analyse zur Lage

von Felix Dornaus, Senior Fondsmanager Schwellenländeranleihen der Erste Asset Management.

Alberto Fernandez, der linksgerichtete Herausforderer des im Amt befindlichen Präsidenten Mauricio Macri, gewann die Vorwahlen im August in überzeugender Manier.

Kein einziger Meinungsforscher hätte auf so einen Ausgang getippt, womit auch der Markt am falschen Fuß erwischt wurde. Fernandez gilt als dem Kirchnerismus verbunden, wobei er allerdings bestrebt ist, diesen Eindruck nicht zu bestätigen.

Ungeachtet dessen ist seine Vizepräsidentschaftskandidatin Christina Kirchner, welche vor Mauricio Macri das Präsidentenamt innehatte und für die vollkommene Isolation des Landes von den internationalen Kapitalmärkten während ihrer Amtsperiode verantwortlich zeichnet.

Kommende Wahlen verschrecken Anleger

Die letztlich ausschlaggebenden Wahlen werden am 27. Oktober abgehalten, aber derzeit sieht eine zweite Amtsperiode für Macri eher unwahrscheinlich aus. Diese Aussicht verschreckt die Anleger, da sie die Rückkehr zu einer unorthodoxen und populistischen Einstellung zum Markt sowie eine provokative Haltung dem IWF gegenüber unter einem Fernandez-Kabinett befürchten.

Die Anleihekurse am Sekundärmarkt fielen auf ein Niveau, welches Zahlungsunfähigkeit als fast sicheres Ereignis einkalkulierte.

Die weit verbreitete Angst im Markt macht es bereits beinahe unmöglich für Argentinien, sich am lokalen Kapitalmarkt zu refinanzieren. Dies veranlasste die Behörden dazu, eine verpflichtende Reprofilierung für in Kürze fällig werdende, lokale Schuldtitel zu verhängen.

Kein Schuldenschnitt

Darüber hinaus kündigte Macri an, eine „freundschaftliche und freiwillige Reprofilierung“ der Auslandsschulden Argentiniens anzustreben, dies allerdings ohne Schuldenschnitt („haircut“).

Auch verwies er auf die „Notwendigkeit“ von Gesprächen hinsichtlich der Rückzahlungsstruktur bestehender IWF-Kredite, womit er den Fonds – welcher das Macri-Kabinett bis dato nach Kräften unterstützt hat – womöglich vor den Kopf stoßen könnte. Fernandez ist konkrete Informationen bezüglich seiner Haltung zu derlei Maßnahmen bisher schuldig geblieben.

Dies ist von Relevanz, da es im Falle eines Wahlsiegs womöglich seinem Kabinett obläge, selbige in die Tat umzusetzen.

Erste Runde an Kapitalkontrollen

Über das Wochenende implementierten die argentinischen Behörden die erste Runde an Kapitalkontrollen, um dem Abfluss von Devisenreserven Einhalt zu gebieten.

Die Bedienung von Auslandsschulden ist bisher noch nicht von den Kontrollen betroffen.

Mittlerweile steht das Land bei den meiste Rating-Agenturen auf „Selective Default“ (d.h. teilweise, selektive Bedienung bzw. Nichtbedienug von Schulden). Solch eine Situation wird vermutlich zu einem Kreditereignis am CDS-Markt führen.

Es ist schwer abzuschätzen, ob die derzeitigen Preisniveaus ein Restrukturierungsergebnis exakt reflektieren, aber ceteris paribus sind wir unserer Meinung nach nahe an Verwertungsniveau.


Wichtige rechtliche Hinweise

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Handelskriege schmerzen - Edelmetalle als Oase in der Rohstoff-Wüste

von Nitesh Shah, Director Research und Rohstoff-Experte bei WisdomTree.

Präsident Trumps und Präsident Xis endloses Zaudern bei den Handelsgesprächen tragen zur Angst auf dem Markt bei. Nicht nur die Rohstoffmärkte, auch die großen Aktienmärkte und andere zyklische Anlagen leiden. Das Zaudern der Lenker beider Supermächte erinnert an König Midas legendäre Macht in der griechischen Mythologie. Edelmetalle - insbesondere Gold und Silber - scheinen die Oase in der ausgetrockneten Wüste der Investitionsmöglichkeiten zu sein. In diesem Monat geht es nicht nur um Handelskriege, die Investoren Sorgen bereiten: Geopolitische Bedenken im Nahen Osten, die Wirtschaftskrise in Argentinien, ein womöglich harter Brexit und soziale Unruhen in Hongkong – um nur einige Themen zu nennen. Die Panik beansprucht die Märkte, viele Kommentatoren sprechen von der nächsten globalen Rezession. Eine vorübergehende Umkehrung der US-Anleihezinskurve wurde von vielen als unheilvolles Zeichen für eine möglicherweise bevorstehende US-Rezession angesehen. Negative Bruttoinlandsprodukte in Großbritannien und Deutschland im zweiten Quartal 2019 wirken als Problembeschleuniger. Obwohl wir darauf verweisen, dass es in der Vergangenheit mehr Kurveninversionen als Rezessionen gegeben hat und die Inversion sowieso nur vorübergehend war. Es ist klar, dass sich die Aufmerksamkeit der Anleger und der Zentralbanker nun auf die Vermeidung der nächsten Krise konzentriert.

Die Diskussionen darüber, wie die nächste Krise vermieden werden kann, werden beim Jackson Hole Symposium noch in dieser Woche anschwellen. Auf der in Wyoming stattfindenden Konferenz tauschen Zentralbanker, Wissenschaftler und Ökonomen aus der ganzen Welt ihre Ansichten aus. In einer Phase von Handelskriegen und wetteifernden Währungsabwertungen stellt sich die Frage, ob die Zentralbanken bereit sind, eine globale Antwort zu geben, oder ob es im Ergebnis bei einer "Beggar-the-neighbour“ Politik kommt, die einem einzelnen Land auf Kosten anderer Länder hilft? Die Furcht vor Letzterem wird die Entschlossenheit des Marktes, defensive und schwer zu verwertende Hard Assets zu halten, noch einmal verfestigen. Da wir wissen, dass Handelskonflikte von bestimmten politischen Entscheidungsträgern an sich leicht gelöst werden können, besteht auch die Gefahr, dass es verfrüht sein könnte, wenn die Notenbanken den Markt mit Liquidität überschwemmen, da dies die Vermögenswerte weiter verzerren könnte. In dieser Phase der Unsicherheit greifen die Anleger zu Recht nach Absicherungsinstrumenten.

17 Billionen US-Dollar negativ verzinsliche Anleihen weltweit und die Angst vor einem konjunkturellen Abschwung könnten Investoren dazu veranlassen, nach alternativen Anlagen zu suchen. Rohstoffe sind wahrscheinlich eine Anlaufstelle. Obwohl einige davon im Fadenkreuz des Handelskrieges stehen, werden die Vorteile von Finanzinstrumenten, die durch harte Vermögenswerte gestützt werden, genau analysiert. Das Argument für Zero-Yielding-Assets wie Gold und Silber ist aus historischer Sicht stark, wenn die Alternativen dazu Assets mit negativen Erträgen sind.

Ergebnisse nach Sektoren:

  • Agrarrohstoffe stehen im Mittelpunkt des US-amerikanischen und chinesischen Handelskonflikts. Steigende Handelsspannungen in Verbindung mit besser als erwarteten Ernteprognosen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) haben die Performance der meisten Agrarrohstoffe im vergangenen Monat beeinträchtigt, mit Ausnahme von Sojaöl. Die Short-Positionierung bei den meisten Agrarrohstoffen mit Ausnahme von Sojaöl und Lean-Schweinen ist gestiegen und unterstreicht das Bären-Sentiment.
  • Edelmetalle waren eine Oase in der ausgetrockneten Wüste der Rohstoffe. Die defensiven Eigenschaften von Gold und Silber sind in verunsicherten Finanzmärkten gefragt, wo nicht absehbar ist, wie sich die Finanzmärkte entwickeln werden, wenn Handelskriege andauern und sich die Zentralbanken auf der ganzen Welt auf eine einfache politische Festlegung einstellen.
  • Industriemetalle stehen unter Druck angesichts des amerikanisch-chinesischen Handelskonflikts. Sie sind aufgrund ihres zyklischen Charakters in der Regel Konjunktureinflüssen gegenüber am empfindlichsten. Die erneute Eskalation der Handelskriege, die Stärke des US-Dollars und die Abschwächung der chinesischen Wirtschaft haben den Industriemetallkomplex belastet.
  • Globale Nachfragebedenken treiben die Energiepreise nach unten. Der Energiekomplex hatte einen negativen Monat, da schwache Wirtschaftsdaten und die Fortsetzung des Handelsstreits zwischen den USA und China Bedenken hinsichtlich einer geringeren Nachfrage über einen längeren Zeitraum aufkommen ließen.