Supply tightness aids cyclical commodities

Commodity prices gained 1.3% last month, lifted higher by the cyclical sectors, energy and industrial metals. Meanwhile gold prices stabilised, removing a prior source of negative weight on the commodity complex. The US Dollar basket has depreciated by close to 1%, aiding the commodity rebound. As Federal Reserve rate hikes appear well anticipated, we could see a period of US Dollar stability, which will help commodity prices.

Although trade wars are ratcheting higher, with the US announcing a further US$200bn of Chinese imports subject to tariffs, the market expressed relief that a less punitive 10% tariff was applied (instead of 25%). Industrial metal prices led a relief rally with the Bloomberg Commodity Industrial Metals Sub-index posting a 2.8% gain. We have long argued that trade wars will do more to damage supply chains than they will to destroy demand. We are likely seeing an upside correction take place. Palladium, one of the most industrial of the precious metals, posted a 17% increase over the month as prior pessimism was shaken off and markets paid heed to the metal’s strong fundamentals. Most metals are in supply deficit and we expect inventories to continue to decline as a result.

We believe that gold and silver have reached extreme bearishness and are ripe for a short-covering rally. These defensive metals could join the rest of the metal complex in an upside correction.

  • Polarised agricultural sector: livestock and softs rebound, while grains slump. Sugar and coffee posted a relief rally as negative sentiment has been priced in for a while. The latest World Agricultural Supply and Demand Estimates (WASDE) report has once again upwardly revised its estimates on the grains a market, driving prices lower.
  • Industrial metal prices reflect tighter fundamentals. The industrial metals complex was the second-best performing sector within commodities as investors shifted focus on tighter fundamentals across key industrial metals as opposed to trade war concerns. While the sector is likely to remain volatile, given a the ongoing trade spat, we expect industrial metal prices to recover, owing to stronger fundamentals.
  • Oil outlook remains positive. Oil prices are continuing to stride higher as the Organization of Petroleum a Exporting Countries refuses to expand the group’s quota. With both Brent and WTI curves in backwardation, the near-term outlook for oil appears positive.
  • Palladium led the recovery in the precious metals space, while silver remained a laggard. We expect the long term negative positioning in gold and silver futures to rebound and drive a short-covering rally.

Please find ETF Securities' full Commodity Monthly Monitor attached on the left.

Zuflüsse in Industriemetalle nehmen trotz des Handelsstreits zwischen den USA und China wieder zu

Trotz des anhaltenden Säbelrasselns erholen sich die Zuflüsse in Industriemetalle auf ein 15-Wochen-Hoch, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Gold-ETPs kam es im Vorfeld der Sitzung der Federal Reserve die zweite Woche in Folge zu Abflüssen. Die Anleger verringerten im Zuge der zunehmenden Brexit-Risiken die Positionen bei Long-EUR-/Short-USD-ETPs.

Die Zuflüsse in Industriemetall-ETPs (A0SVX7) stiegen auf ein 15-Wochen-Hoch. Die Anleger scheinen der Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China wenig Beachtung zu schenken, da es bei Industriemetall-ETPs mit 45 Mio. USD zu den höchsten Zuflüssen in 15 Wochen kam. Der Bloomberg Industrial Metals Sub-Index legte vergangene Woche um 5,8 Prozent zu, was darauf hindeutet, dass sich die Anleger mittlerweile damit abgefunden haben könnten, dass die bilateralen Handelsgespräche zwischen dem weltweit größten Industrieland (USA) und dem weltweit größten Schwellenland (China) einen langwierigen Prozess darstellen dürften. Zwar wurden bislang nur wenige Fortschritte erzielt. Dennoch finden die Anleger Trost in der Tatsache, dass die USA nach wie vor zu Verhandlungen bereit sind. Letzte Woche kündigte Präsident Trump an, dass chinesische Waren im Wert von 200 Mrd. USD unmittelbar mit Zöllen in Höhe von 10 Prozent belegt würden, die bis Ende des Jahres auf 25 Prozent angehoben würden. Die Sorgen der Anleger wurden durch die niedrigen anfänglichen Zölle gemindert, die ebenfalls als Basis für weitere Verhandlungen seitens der US-Regierung aufgefasst wurden. Im Gegenzug kündigten die Behörden in China eine Reihe von Maßnahmen zur Öffnung der chinesischen Märkte für ausländische Waren an. Zudem deuteten die offiziellen Stellungnahmen darauf hin, dass keine weitere Abwertung des Yuan toleriert würde. Nach der Einführung der letzten Runde an Handelszöllen unterliegen nur rund 12 Prozent der US-Importe höheren Zöllen, und die durchschnittliche Zollerhöhung für alle Importe beträgt lediglich etwa 1,6 Prozent. Dies dürfte sich unseres Erachtens nur begrenzt auf das allgemeine BIP-Niveau beider Volkswirtschaften auswirken. China wirkt etwaigen wirtschaftlichen Folgen der Zölle zudem mit geldpolitischen Stimulusmaßnahmen entgegen. 

Die Zuflüsse in Nickel-ETPs (A0KRJ4) nehmen an Fahrt auf und erreichen mit 18 Mio. USD ein 6-Wochen-Hoch. Die Verbreitung von Elektrofahrzeugen sowie der damit verbundenen Reinluft-Batterietechnologie scheint die Nachfrage nach Nickel zu beflügeln. Zwar entfielen laut Angaben der International Nickel Study Group (INSG) lediglich 3 Prozent der gesamten Nickelnachfrage im Jahr 2017 auf Batterien. Dieser Wert dürfte allerdings zunehmen, da Nickel aufgrund der günstigen Eigenschaften des Metalls verstärkt bei der Batterieherstellung zum Einsatz kommt. Der deutliche Anstieg der Neuwagenzulassungen in der Europäischen Union (EU) im Juli (+10,5 Prozent) und August (+31,2 Prozent) verlieh den Nickelpreisen ebenfalls Auftrieb.

Bei Gold-ETPs (A0LP78) kam es im Vorfeld der Sitzung der Federal Reserve die zweite Woche in Folge zu Abflüssen. Die Anleger zogen 26,3 Mio. USD aus Gold-ETPs ab, da die Zinsentscheidung in den USA diese Woche im Mittelpunkt steht.    

Die Anleger verringerten im Zuge der zunehmenden Brexit-Risiken das Exposure bei Long-EUR-/Short-USD-ETPs um 24,4 Mio. USD. Die Wahrscheinlichkeit eines harten Brexit nahm vergangene Woche zu, da die britische Premierministerin Theresa May und die führenden EU-Politiker auf dem Gipfeltreffen in Salzburg nur wenige Fortschritte erzielten. Die EU wünscht eine Zollgrenze in der Irischen See zwischen Nordirland und dem Rest des Vereinten Königreichs. Diese Forderung wurde aber bereits in der Vergangenheit von May zurückgewiesen.

Anleger befürchten neuerliche Zölle auf chinesische Güter

Erste Abflüsse aus Gold-ETPs seit fünf Wochen. Bei Industriemetallkorb-ETPs kam es zu den höchsten Abflüssen seit Februar 2018. Bei Kaffee-ETPs hielten die Zuflüsse die siebte Woche in Folge an, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht.

Gold-ETPs (A0LP78) verzeichnen erstmals seit fünf Wochen wieder Abflüsse. In der letzten Woche kam es bei Long-Gold-ETPs zu Abflüssen in Höhe von 44,8 Mio. USD. Die Stabilisierung des Goldpreises könnte einige Anleger dazu veranlasst haben, Gewinne mitzunehmen. Gold legte vergangene Woche um 0,2 Prozent (2,0 Prozent im letzten Monat) zu, da der US-Dollar abwertete. Die spekulative Positionierung bei Gold-Futures, die sich auf dem niedrigsten Stand seit 2001 bewegt, scheint übertrieben pessimistisch. Grund hierfür könnte der Unmut darüber sein, dass der Goldpreis nicht auf die Verkaufswelle in den Schwellenländern reagiert hat. Während Schwellenmarktaktien in den letzten Monaten von Turbulenzen betroffen waren, entwickelten sich ihre Pendants aus den Industrieländern gut. Die ausbleibende Reaktion der Goldpreise auf den Marktstress in den Schwellenländern lässt sich somit dadurch erklären, dass es bislang noch nicht zu Ansteckungsgefahren in den Industrieländern gekommen ist. Sollten die spekulativen Short-Positionen am Futures-Markt gedeckt werden, könnte dies dem Goldpreis Auftrieb verleihen.

Bei Industriemetallkorb-ETPs (A0SVX7) kam es zu den höchsten Abflüssen seit Februar 2018. Diese beliefen sich in der vergangenen Woche auf 71,4 Mio. USD. Die Anleger scheinen nach wie vor einen Nachfrageeinbruch infolge des schwelenden Handelskrieges zu befürchten. Pressequellen zufolge plant Präsident Trump, neuerliche Zölle auf chinesische Güter im Wert von 200 Mrd. USD zu verhängen. Derzeit sind bereits Güter im Wert von 50 Mrd. USD mit Zöllen belegt. Eine entsprechende Ankündigung könnte laut Presseangaben heute erfolgen. Eine derartige Ankündigung könnte die Chancen des US-Finanzministers Steven Mnuchin, die Handelsgespräche mit China wieder aufzunehmen, gänzlich zunichtemachen. Die Anleger befürchten, dass sich ein Handelskrieg, bei dem Gleiches mit Gleichem vergolten wird, auf die globale Nachfrage in der Wirtschaft auswirken könnte. Ende der Woche legt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum vor. In ihrem im Mai 2018 veröffentlichten Zwischenbericht stellte die Gruppe an Industrieländern ein stärkeres Wirtschaftswachstum in diesem Jahr in Aussicht, warnte aber auch vor Risiken, darunter ein Handelskrieg. Es wird interessant sein, zu erfahren, ob die Organisation diesen Risiken mittlerweile eine höhere Wahrscheinlichkeit beimisst.

Bei Kaffee-ETPs (A0KRJT) hielten die Zuflüsse die siebte Woche in Folge an. Die Kaffeepreise gaben vergangene Woche um 2,7 Prozent (27 Prozent seit Jahresbeginn) nach. Die Zuflüsse in Höhe von 3,8 Mio. USD scheinen auf eine Schnäppchenjagd seitens der Anleger zurückzuführen zu sein. Verantwortlich für den Preisrückgang scheinen die umfangreiche Produktion und die Abwertung des brasilianischen Real (die Verkäufe von brasilianischem Kaffee an einem globalen in US-Dollar denominierten Markt begünstigt). Zahlreiche Anleger sind allerdings der Auffassung, dass Kaffee überverkauft ist. Das letzte Mal gaben die Preise 2013 auf ein derart niedriges Niveau nach. Damals kam es kurz darauf zu einer deutlichen Preisrally (115 Prozent zwischen November 2013 und Oktober 2014). Da die Positionierung am Futures-Markt heute deutlich negativer ausfällt als noch 2013, besteht ein erhebliches Risiko einer durch Deckung von Short-Positionen ausgelösten Rally. Zwar fallen die Renditen dieses Jahr stark aus. Die Lagerbestände sind nach den Produktionsdefiziten im letzten Jahr heute allerdings niedriger als 2013.

Energiekorb-ETPs (A0KRKD) verzeichnen Zuflüsse in Höhe von 7,6 Mio. USD. Die Sorgen in Bezug auf Hurricane Florence haben die Energiepreise in der vergangenen Woche in die Höhe getrieben. Wir halten die Zugewinne der Benzinpreise angesichts der höheren Kraftstoffnachfrage zwar für gerechtfertigt. Der geringere Stromverbrauch der Haushalte (in evakuierten Häusern und Unternehmen) dürfte einen Teil der Gewinne bei Erdgas und WTI-Öl wieder umkehren.

Precious metals ripe for a short-covering rally

Over the past two months, equity markets have been hitting new highs—exhibiting a “risk on” sentiment. With the exception of energy, commodity markets have been quite the opposite. Fears of a trade war have driven a “risk off” sentiment in commodities with intermittent US Dollar strength acting as another headwind. We believe the markets have been overly focused on demand destruction and have ignored the impact on supply chains from burgeoning trade protectionism. As a result, we believe many commodities are ripe for an upward correction in price.

Remarkably, if an investor looked at the US Dollar (measured by the US Dollar Index, DXY) at the start of August 2018 and the end of August 2018, they wouldn’t see much change. Of course, this would mask a move from approximately 94.5 to almost 97 and then back towards a range from 94.5 to 95.0. The move toward 97.0 was very sharp, leading to the strong US Dollar story gaining a lot of attention—very important for the prospects of commodities priced in Dollars.

We would also note that in the US Treasury market the difference between the yield of the 10 Year and 2 Year interest rates dropped below 20 basis points—to a level of 18.75 on 24th August. Historically, times when the 2 Year interest rate has eclipsed the 10 Year interest rate have presaged economic recessions in the next 12 to 18 months. Given the relative positioning of these rates, the next move by the Fed, should it occur in September, could lead to an inverted yield curve. Fed Chair Jerome Powell’s speech at Jackson Hole led market participants to believe that this rate hike is all but a foregone conclusion. Does this have to lead to US economic recession over the coming 12 to 18 months? It’s an interesting question to consider. As of this writing, the gold price is hovering back around the $1,195 level, representing a bit of recovery from recent lows around $1,175. The US Dollar’s drop during the latter half of August was definitely a contributory factor—we also continue to monitor the global geopolitical risk environment. Currently, we’re getting a lot of movement as it relates to different trade agreements, but as of yet there is insufficient clarity on the negotiated deals. We also are entering the home stretch before the US midterm elections.

Agricultural commodities struggle amidst trade war uncertainty. With the exception of cocoa, agricultural commodities posted a negative performance over the period. The weaker Brazilian Real and higher coffee crop expectations remain headwinds for coffee prices. Wheat is also expected to suffer a pull-back as higher supply from the US and Russia is expected to partially offset lower supply from the EU.

Industrial metals weighed down by persistent trade war concerns and risk off mode. The strong US Dollar, trade war concerns and weak Chinese economic data have been contributing to negative sentiment towards the sector. However, tighter fundamentals across key industrial metals illustrates athe extent to which the trade war concerns have distorted prices and highlight the scope for recovery within the industrial metals sector when the uncertainty fades away.

Energy markets buck commodity price capitulation as supply disruptions and unabated demand a support energy prices. A combination of global warm weather and a continued economic recovery has helped on the demand front. Supply of oil has been constrained due to the economic collapse of Venezuela.

Sentiment towards gold fell further after the yellow-metal failed to post any gains despite an emerging market sell-off. Gold’s lack of response is less worrying when viewed in light of continued strong developed market equity market performance. Short-covering could aid gold’s recovery if excessive negative sentiment abates.

Den monatlichen Rohstoff-Monitor von ETF Securities finden Sie links als PDF.

Die Zuflüsse in Gold-ETPs nehmen an Fahrt auf, da sich die Anleger für eine Erholung positionieren

Die Zuflüsse in Gold-ETPs nehmen an Fahrt auf, da sich die Anleger für eine Preisumkehr beim Edelmetall positionieren, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Aluminium-ETPs kam es zu den höchsten Abflüssen seit vier Jahren. Höherer Überschuss am Platinmarkt hat Abflüsse aus Platin-ETPs zur Folge.

Die Zuflüsse in Gold-ETPs (A0LP78) nehmen die fünfte Woche in Folge an Fahrt auf und belaufen sich diesmal auf 54,9 Mio. USD. Die stärkeren Zuflüsse in Gold-ETPs deuten darauf hin, dass sich die Anleger für eine Erholung der Goldpreise positionieren. Angaben der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zufolge fiel die spekulative Netto-Position auf Gold-Futures zum 28. August 2018 auf ein 17-Jahres-Tief, worin die negative Stimmung am Goldmarkt zum Ausdruck kommt. Letztere hat sich unseres Erachtens übermäßig stark eingetrübt, weshalb wir mit einer Aufwärtskorrektur rechnen. Unsere Einschätzung wird von den Mittelflüssen bei Gold-ETPs in der vergangene Woche bestätigt. Gleichwohl hatte der Goldpreis letzte Woche aufgrund zweier wesentlicher Belastungsfaktoren mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Zum einen der stärkere US-Dollar und zum anderen die unerwartet guten Arbeitsmarktdaten in den USA, die es der Federal Reserve erlauben dürften, an ihren Zinserhöhungsplänen festzuhalten. Zwar dürften sich die Preise auf kurze Sicht weiter volatil entwickeln. Langfristig gehen wir aber von einer Aufwärtsbewegung der Goldpreise aus.

Bei Aluminium-ETPs (A0KRJS) kam es im Vorfeld der jährlichen Angebotsvertragsverhandlungen auf der Metal-Bulletin-Konferenz in Berlin zu den höchsten Abflüssen seit vier Jahren. Der Aluminiumpreis gab vergangene Woche deutlich um 2,76 Prozent nach, was auf die Eskalation der anhaltenden Handelsstreitigkeiten zurückzuführen ist. Darüber hinaus wurde berichtet, dass die USA eine wohlwollendere Haltung gegenüber den Kunden von Rusal (Russlands größter Aluminiumhersteller) eingenommen haben und diesen einen Aufschub bis zum 23. Oktober gewähren. Dies bedeutet, dass Kunden von Rusal mit bestehenden Angebotsverträgen bis zum 23. Oktober 2018 weiterhin Geschäfte mit dem Unternehmen tätigen dürfen. Zwar ist fürs Erste wieder Ruhe am Markt eingekehrt. Allerdings könnte es zu neuerlichen Turbulenzen kommen, falls es Rusal nicht gelingt, sich mit dem US-Finanzministerium zu einigen. Zudem besteht die Sorge, dass es im Vorfeld der Kongresswahlen im November aus politischer Sicht zu schwer für das Finanzministerium sein könnte, die Sanktionen vor Fristablauf im Oktober aufzuheben. 

Bei Platin-ETPs (A0N62D) setzten sich die Abflüsse die zweite Woche in Folge fort. Der Ausblick für den Platinmarkt gestaltete sich vergangene Woche pessimistischer, nachdem das World Platinum Investment Council für das 2. Quartal einen Rückgang der Platinnachfrage um 8 Prozent relativ zum Vorjahr auswies, der auf die schwache Nachfrage seitens der Automobilbranche sowie das verhaltene Anlegerinteresse zurückgeht. Hinzu kommt, dass das Angebot leicht gestiegen ist und für das 2. Quartal somit ein Überschuss von 340.000 Kontrakten besteht. Letzte Woche wurde zudem ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in Frankfurt beschlossen, welches im Februar 2019 in Kraft treten soll, was zusätzlichen Druck auf den Platinmarkt ausübt. 

Energie-ETPs (A0KRKD) verzeichnen die zweite Woche in Folge Rücknahmen. Die Energiepreise gaben vergangene Woche nach, da die US-Bestände laut API-Daten mit 1,17 Mio. Barrel stärker gestiegen waren als erwartet. Das US-Energieministerium zeichnete hingegen ein optimistischeres Bild, da die US-Rohölbestände um 4,3 Mio. Barrel und damit auf den niedrigsten Stand seit Februar 2015 sanken. Wir glauben, dass der Preiseinbruch zum Großteil auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen ist und gehen davon aus, dass die Risikobereitschaft infolge des starken Arbeitsmarktberichts in den USA einen Anstieg der Energiepreise in dieser Woche bedingen wird.

Zuflüsse in Silber-ETPs setzen sich fort, da die Preisrückgänge überzogen scheinen

Bei Long-Silber-ETPs kam es zu den stärksten Zuflüssen in 14 Wochen, da die Preisrückgänge überzogen erscheinen, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Kupfer-ETPs verbuchten die höchsten Zuflüsse seit sechs Wochen, da sich die Anleger Kursrückschläge zunutze machen. Gold verzeichnet erstmals seit vier Wochen wieder Abflüsse.

Bei Long-Silber-ETPs (A0N62F) kam es zu den stärksten Zuflüssen in 14 Wochen, da die Preisrückgänge überzogen erscheinen. Die Zuflüsse in Long-Silber-ETPs in Höhe von 32,9 Mio. USD in der vergangenen Woche glichen die anhaltenden Abflüsse in den vorangegangenen drei Wochen mehr als aus. Die Silberpreise sind in diesem Jahr deutlich stärker gefallen als die Goldpreise. Erstere gaben seit Jahresbeginn bislang um 13 Prozent nach, Letztere um 8 Prozent. Das Verhältnis der Gold- und Silberpreise ist auf den höchsten Stand seit März 2016 gestiegen, was darauf hindeutet, dass Silber im Vergleich zu Gold günstig bewertet ist, und einige Anleger scheinen sich für eine Erholung der Silberpreise zu positionieren.   

Kupfer-ETPs (A0KRJU) verbuchten die höchsten Zuflüsse seit sechs Wochen. Nach drei Wochen von Abflüssen in Folge kam es vergangene Woche zu Zuflüssen in Long-Kupfer-ETPs von 13,3 Mio. USD. Die Kupferpreise entwickelten sich in den letzten Monaten volatil. Nach dem Preiseinbruch bei Kupfer von beinahe 22 Prozent zwischen dem 8. Juni und dem 15. August 2018 erholten sich die Preise zwischen dem 15. und 28. August wieder um über 5 Prozent. Vom 28. bis 31. August gaben die Preise dann abermals um 2 Prozent nach. Die jüngsten Zuflüsse deuten möglicherweise darauf hin, dass sich einige Anleger Kursrückschläge zunutze machen. Trotz der anhaltenden Sorge, dass ein aufkommender Handelskrieg die globale Kupfernachfrage dämpfen könnte, fallen die Fundamentaldaten für das Metall unseres Erachtens weiter solide aus. Das Angebot an raffiniertem Kupfer dürfte infolge der Schließung der Schmelzanlage von Vedanta im Mai 2018 (Indiens zweitgrößter Schmelzbetrieb) weiterhin knapp ausfallen. China wird die Verhüttungsaktivitäten wohl auch in diesem Winter wieder begrenzen, um die Verschmutzung zu reduzieren, was ebenfalls zur Angebotsverknappung beiträgt. Die jüngsten Daten der International Copper Study Group zeigen, dass raffiniertes Kupfer nach einem Überschuss von Januar bis März im April und Mai ein Angebotsdefizit aufwies.

Gold-ETPs (A0LP78) verzeichnen erstmals seit vier Wochen wieder Abflüsse. Trotz der Zuflüsse zu Beginn der Woche kam es bei Long-Gold-ETPs auf Wochensicht insgesamt zu Abflüssen in Höhe von 8,8 Mio. USD. Die Goldpreise setzten ihre Erholung in der vergangenen Woche fort und stiegen relativ zur Vorwoche um 0,4 Prozent. Die Zugewinne beim Edelmetall wurden allerdings durch eine Aufwertung des US-Dollars um 0,6 Prozent am Freitag begrenzt. Grund für die Verkäufe von Gold-ETPs am Freitag dürften die Sorgen sein, dass der US-Dollar wieder auf Werte steigen könnte, die zuletzt Anfang August verzeichnet worden waren.

Die Abflüsse aus Aluminium-ETPs (A0KRJS) erreichen ein Acht-Wochen-Hoch. Eine Erholung der Aluminium-Preise, die am 17. August eingesetzt hatte, dürfte potenzielle Gewinnmitnahmen nach sich ziehen. Mit dem Preisumschwung fielen Abflüsse aus Long-Aluminium-ETPs in Höhe von 6,4 Mio. USD in der letzten Woche und 0,9 Mio. USD in der Woche davor zusammen. Das Aluminiumangebot fällt im bisherigen Jahresverlauf aufgrund von Sanktionen gegen einen großen Aktionär vom weltweit größten Aluminiumhersteller Rusal begrenzt aus. Darüber hinaus haben auch die von den USA auferlegten Zölle auf Aluminium-Importe für Störungen in den Lieferketten gesorgt.

ETP-Anleger scheinen Möglichkeiten zur Schnäppchenjagd bei Gold entdeckt zu haben

Long-Gold-ETPs verzeichneten die höchsten Zuflüsse seit Juni 2018, da die Anleger auf Schnäppchenjagd zu sein scheinen, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Long-Nickel-ETPs hielt der Mittelzustrom die achte Woche in Folge an, obwohl sich die Preissituation vergangene Woche entspannt hat. Dagegen hielten die Abflüsse aus Long-Kupfer-ETPs an, während beim Arbeitskampf in der Escondida-Mine eine Lösung in Sicht ist.

Long-Gold-ETPs (A0LP78)verzeichneten die höchsten Zuflüsse seit Juni 2018, da die Anleger auf Schnäppchenjagd zu sein scheinen. Nachdem der Goldpreis vergangene Woche um 3,0 Prozent gefallen war, tätigten die Anleger die stärksten Käufe seit Juni 2018 und engagierten sich in einem Umfang von 85,5 Mio. USD bei Gold-ETPs (A0N62G). Anscheinend stimmen viele ETP-Anleger mit uns darin überein, dass Gold überverkauft ist. Wie wir bereits dargelegt haben, ist die zunächst nur schwache Reaktion von Gold auf die Situation in der Türkei vermutlich nicht überzubewerten. Das Metall reagiert möglicherweise mit Verzögerung auf die Wirtschaftskrise in der Türkei. Gold wurde letzte Woche durch die Dollar-Aufwertung niedrig gehalten. In Stressphasen löst sich üblicherweise die negative Korrelation von Gold mit dem US-Dollar auf. Allerdings könnte die Drohung der türkischen Zentralbank, aufgrund des Drucks auf die Lira Gold verkaufen zu wollen, maßgeblich für den Abwärtsdruck auf den Goldpreis verantwortlich sein. Unserer Einschätzung nach dürfte Gold in der derzeitigen turbulenten Phase zu einem begehrten Vermögenswert für türkische Haushalte und Anleger avancieren. Hinzu kommt, dass die politische Prämie bei Gold steigen könnte, falls die türkische Regierung mit der Kontrolle von Devisen- oder Goldpreisbewegungen drohen sollte.

Silber- und Platin-ETPs (A0N62F bzw. A0N62D) verzeichnen im Zuge von Preiseinbrüchen starke Abflüsse. Silber und Platin verbilligten sich vergangene Woche um 4,7 Prozent bzw. 5,9 Prozent. Die beiden Metalle gaben deutlich stärker nach als Gold, da sie anders als das gelbe Metall nicht vom Status eines sicheren Hafens profitieren. Die Anleger trennten sich von diesen konjunktursensibleren Metallen, wobei die Abflüsse aus Silber-ETPs 19,1 Mio. USD erreichten (so viel wie seit Juni 2018 nicht mehr), während aus Platin-ETPs 25,9 Mio. USD abflossen (so viel wie seit August 2016 nicht mehr).

Bei Long-Nickel-ETPs (A0KRJ4) hielt der Mittelzustrom die achte Woche in Folge an, obwohl sich die Preissituation vergangene Woche entspannt hat. Long-Nickel-ETPs verzeichneten letzte Woche einen Mittelzustrom von 53 Mio. USD. Nachdem die Nickelpreise vor zwei Wochen das Stigma des Handelskrieges abzuschütteln schienen, brachen die Preise vergangene Woche im Rahmen eines neuerlichen Ausverkaufs zyklischer Vermögenswerte wieder ein. Die Industriemetall- und Energiepreise bewegten sich allesamt nach unten, da die Risikoaversion am Markt zunahm. Wir rechnen allerdings wieder mit einer Erholung, falls die Situation in der Türkei unter Kontrolle bleibt. Darüber hinaus glauben wir, dass die Metallpreise letztlich von Handelskriegen profitieren, denn der Einfluss von Störungen in den Lieferketten dürfte gegenüber dem Effekt des Nachfragerückgangs überwiegen (siehe auch Handelskriege: günstig für die Metallpreise?).

Die Abflüsse aus Long-Kupfer-ETPs (A0KRJU) hielten an, während beim Arbeitskampf in der Escondida-Mine eine Lösung in Sicht ist. Nach den von der Regierung geleiteten Gesprächen akzeptierten die Gewerkschaft und ihre Mitglieder einen neuen Vertrag von BHP Billiton. Dadurch wird eine seit Jahren andauernde Pattsituation beendet, in deren Zuge die Minenarbeiter vergangenes Jahr 44 Tage lang gestreikt hatten. ETP-Anleger veräußerten Kupfer-ETPs im Umfang von 20,2 Mio. USD. Wir sind aber nicht davon überzeugt, dass das Kupferangebot infolge der Vereinbarung wesentlich zunehmen wird. Störungen der globalen Lieferkette infolge der Handelskriege werden das Angebot vermutlich begrenzen. 

Anleger veräußern Short-USD-/Long-EUR-Positionen im Umfang von 10,2 Mio. USD. Vergangene Woche waren Short-USD-/Long-EUR-ETPS von Abflüssen im Umfang von 10,2 Mio. USD betroffen, wodurch die Zuflüsse der vorangehenden beiden Wochen in Höhe von 11,6 Mio. USD wieder weitgehend neutralisiert wurden. Der Euro hat in den letzten beiden Wochen fast 2 Prozent gegenüber dem US-Dollar abgewertet, da von der Türkei ausgehende Ansteckung befürchtet wurde.

Bei Nickel- und Aluminium-ETPs kam es zu Zuflüssen, da die Sanktionen gegen Industriemetalle im Rahmen des Handelskrieges gelockert wurden

Long-Nickel- und -Aluminium-ETPs verbuchten infolge der allmählichen Preiserholung die höchsten Zuflüsse seit Februar 2018, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Gold-ETPs kam es erstmals seit sechs Wochen wieder zu Zuflüssen. Die Sorgen um die Türkei üben Druck auf den Euro aus.

Long-Nickel- (A0KRJ4) und -Aluminium-ETPs (A0KRJS) verbuchten infolge der allmählichen Preiserholung die höchsten Zuflüsse seit Februar 2018. Die Preise für Nickel zogen letzte Woche um 2,5 Prozent, jene für Aluminium um 4,2 Prozent an, da der Markt den Fokus auf die Angebotsstörungen zu verlagern scheint, die sich wahrscheinlich aus dem US-Protektionismus ergeben dürften. Die Zuflüsse bei Long-Nickel- und Long-Aluminium-ETPs beliefen sich auf 31,2 Mio. USD bzw. 6,5 Mio. USD. Wie bereits in unserem Beitrag Handelskriege: günstig für die Metallpreise? erwähnt, scheint der Markt unschlüssig darüber zu sein, ob sich der Protektionismus positiv oder negativ auf die Preise auswirkt. Nach der ersten Runde an Zollankündigungen im Februar 2018 gaben die Preise nach. Zwischen April und Juni kam es dann zu einer Preisrally, da die Angebotsstörungen in den Fokus rückten. Nachdem die Regierung Trump weitere protektionistische Maßnahmen angedroht hatte, kamen am Markt Sorgen über die negativen Auswirkungen auf das globale Wachstum auf, was in Preisrückgängen über weite Strecken des Juni und Juli zum Ausdruck kam. Die Wiedereröffnung mehrerer Minen auf den Philippinen im Juni, die im Februar 2017 aufgrund von Umweltverstößen geschlossen worden waren, belastete die Entwicklung der Metalle zusätzlich. Seit letzter Woche legt der Markt den Schwerpunkt allerdings wieder auf die Angebotsstörungen, ungeachtet der verschärften Tonart des US-Präsidenten im Hinblick auf einen Handelskrieg. Kupfer konnte lediglich um 0,1 Prozent zulegen, nachdem der Streik bei Escondida (die weltweit größte Kupfermine) in letzter Minute abgewendet werden konnte. Dies war der chilenischen Regierung zu verdanken, die mittlerweile als Schlichter zwischen der Gewerkschaft und BHP Billiton auftritt. Sollten sich die Parteien jedoch bis zum 14. August 2018 nicht einigen können, ist ein neuerlicher Streik nicht auszuschließen.

Bei Long-Gold-ETPs (A0LP78) kam es erstmals seit sechs Wochen wieder zu Zuflüssen, und zwar in Höhe von 26 Mio. USD. Zwar fallen die Goldpreise weiter verhalten aus. Einige Anleger sind allerdings mittlerweile der Ansicht, dass der Preisrückgang überzogen war. Wir teilen diese Auffassung. Trotz der Aufwertung des US-Dollars sind die US-Treasury-Renditen weniger stark gestiegen, als wir dies im Juni erwartet hatten, und die US-Inflation bewegt sich auf einem 6-Jahres-Hoch. Die schwache Wertentwicklung ist auf die übermäßig verhaltene Anlegerstimmung in Bezug auf das Edelmetall (sowohl an den Futures- als auch den ETP‑Märkten) zurückzuführen. Sollte sich die Stimmung wieder verbessern, könnten die Goldpreise zu einer Aufholjagd ansetzen. Unser Basisszenario geht bis Juni 2019 ausgehend von den heutigen Niveaus von einem Goldpreisanstieg um 8 Prozent auf 1307 USD/oz. aus (vgl. Gold-Ausblick). Die wirtschaftlichen Turbulenzen in der Türkei, in deren Rahmen die Lira deutlich abwertete (was sich letzte Woche auch beim Euro bemerkbar machte), könnte die Nachfrage nach als „sichere Häfen“ geltenden Anlagen ankurbeln. Gold fungiert traditionell als sicherer Anlagewert in zahlreichen Anlegerportfolios.

Auf Landwirtschafts-ETPs entfällt der Löwenanteil der Mittelflüsse

Landwirtschafts-ETPs verbuchten vergangene Woche die höchsten Zuflüsse seit neun Jahren, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Gold-ETPs kam es die fünfte Woche in Folge zu Abflüssen und breit aufgestellte Rohstoffkorb-ETPs verzeichnen die dritte Woche in Folge Rücknahmen.

Landwirtschafts-ETPs (A0KRKB) verbuchen die höchsten Zuflüsse seit Oktober 2009. Seit Jahresbeginn verzeichnen Agrarrohstoffe, allen voran Weizen, Mais, Baumwolle und Soja, die stärksten Gewinne im Rohstoffkomplex. Grund sind die günstigen Fundamentaldaten sowie die unerwartet extremen Wetterbedingungen. Im Falle von Weizen haben das heiße und trockene Wetter, das in den Hauptanbaugebieten zu beobachten war, Sorgen über einen Rückgang der globalen Weizenproduktion geschürt. Laut den letzten, im Juli veröffentlichten World Agricultural Supply and Demand Estimates (WASDE) dürfte das globale Weizenangebot für die Saison 2018/19 infolge der geringeren Produktion um 9,3 Mio. Tonnen sinken und damit das niedrigste Niveau seit drei Jahren erreichen. Letzte Woche kamen den Weizenpreisen außerdem Meldungen zugute, dass das ukrainische Landwirtschaftsministerium eine Begrenzung der Exporte von Mahlweizen in Erwägung zieht. Bei Mais sorgt die positive Nachfrageentwicklung für anhaltend hohe Preise. Nach fünf Jahren mit Überschüssen wird nunmehr mit einem Defizit am Maismarkt gerechnet, da der Verbrauch das Angebot übersteigt. In der Folge sanken die Lagerbestände bei Mais laut dem US‑Landwirtschaftsministerium (USDA) auf ein Sechs-Jahres-Tief von 152 Mio. Tonnen. Unterdessen scheint der Sojamarkt vom Handelsstreit zwischen den USA und China betroffen. Dennoch bewirken die Sorgen in Bezug auf das trockenere Wetter und die rückläufige Bodenfeuchte zu einer wichtigen Zeit für die Bohnenentwicklung weitere Anstiege am Sojamarkt. Der Baumwollmarkt scheint ebenfalls von den jüngsten Schätzungen des USDA zu profitieren, das mit einem niedrigeren globalen Angebot, gleichzeitig aber mit einem höheren Verbrauch rechnet. Trotz der anhaltenden Handelsspannungen scheinen sich Anleger über diversifizierte Körbe für Agrarrohstoffe zu engagieren, da sich der fundamentale Ausblick für die meisten dieser Rohstoffe aufhellt. 

Bei Gold ETPs (A0LP78)kam es die fünfte Woche in Folge zu Abflüssen. Die Goldpreise sahen sich letzte Woche weiterhin einigen Belastungsfaktoren gegenüber, darunter der stärkere US-Dollar, der optimistischere Ausblick, den die Federal Reserve auf ihrer letzten Sitzung zeichnete, und die positive Entwicklung am US-Arbeitsmarkt (ohne Landwirtschaft). Angaben der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zufolge wies die spekulative Positionierung bei Gold-Futures zum 31.Juli 2018 ein Netto-Short-Exposure von 41.987 Kontrakten auf und befindet sich damit unseres Erachtens in überverkauftem Terrain. Wir rechnen daher mit einer Kehrtwende bei den Goldpreisen.

Bei breit aufgestellten Rohstoffkorb-ETPs (A0KRKC) kam es die dritte Woche infolge zu Rücknahmen, da sich die Handelsspannungen verschärfen. Die Vergeltungsmaßnahmen in Form von gegenseitigen Zöllen zwischen den USA und China hielten letzte Woche unvermindert an. Die chinesische Regierung bestätigte, Zölle auf US-Güter im Wert von 60 Mrd. USD erheben zu wollen, falls die Regierung Trump ihre Drohung, Abgaben für chinesische Waren im Wert von 200 Mrd. USD einzuführen, nicht zurücknimmt. Die Rohstoffpreise sahen sich angesichts der trüberen Stimmung im Komplex weiterhin Schwankungen ausgesetzt.

 

Zuflüsse in Öl-ETPs halten angesichts von Angebotsstörungen an

Bei Long-Öl-ETPs kam es die dritte Woche in Folge zu Zuflüssen, da die Angebotsunterbrechungen für weitere Preisanstiege sorgen, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Die Abflüsse bei Gold haben weiter Bestand, verlangsamen sich aber. Gewinnmitnahmen scheinen für die höchsten Abflüsse bei Baumwolle-ETPs seit 2016 verantwortlich zu sein.

Bei Long-Öl-ETPs (A1N49P) kam es die dritte Woche in Folge zu Zuflüssen, da die Angebotsunterbrechungen für weitere Preisanstiege sorgen.Dies stellt somit den längsten Zeitraum anhaltender Zuflüsse seit Juni 2017 dar. Infolge des Ölpreisanstiegs um 2,4 Prozent flossen vergangene Woche 8,6 Mio. USD in entsprechende ETPs. Während die Zuflüsse in der Vorwoche von einer Schnäppchenjagd im Zuge fallender Preise bedingt schienen, stiegen die Ölpreise in der letzten Woche als Reaktion auf Angebotsstörungen. Saudi-Arabien setzte vorübergehend alle Öllieferungen über die Bab el-Mandab-Meerenge infolge von Angriffen auf zwei Rohöltanker durch Huthi-Rebellen im Jemen aus. Beinahe 8 Prozent des globalen Ölhandels auf dem Seeweg erfolgen über diese Meerenge (knapp unter 5 Prozent des globalen Öl- und Flüssigkraftstoffangebots). Anhaltende Ausfälle könnten eine Angebotsverknappung nach sich ziehen. Die meisten Exporte aus dem Persischen Golf, die über den Suezkanal und die SUMED-Pipeline (ein weiterer wichtiger Engpass) schließlich an die europäischen Märkte gelangen, passieren den Bab el-Mandab. Bei einer Umleitung müssen die Öltanker um die südliche Spitze Afrikas herumfahren, was die Kosten erhöht. Gleichzeitig kommt es auch bei schweren Rohölsorten aus Kanada und Venezuela zu Ausfällen. Der im internationalen Fokus stehende Referenzindex für Brent-Öl verzeichnete dabei eine stärkere Kursreaktion als der US-lastige WTI-Referenzindex.

Die Abflüsse bei Gold (A0LP78) haben weiter Bestand, verlangsamen sich aber.Vergangene Woche kam es mit 41,7 Mio. USD die dritte Woche in Folge zu Abflüssen bei Gold-ETPs (A0LP78), womit sie sich aber erstmals innerhalb dieses Zeitraums auf unter 100 Mio. USD beliefen. Die Abflüsse aus ETPs stehen im Einklang mit den rückläufigen spekulativen Positionen am Gold-Futures-Markt. Trotz eines starken Jahresauftakts hat Gold im bisherigen Jahresverlauf 5,8 Prozent eingebüßt. Wir halten den Preisrückgang für überzogen. Zwar dürften die Zinsen weiter steigen und könnte der US-Dollar aufwerten (in der Regel Ereignisse, die sich negativ auf den Goldpreis auswirken). Wir sind allerdings der Ansicht, dass diese Risiken bereits mehr als eingepreist sind. Im Gegensatz dazu scheinen die erhöhten geopolitischen Risiken (üblicherweise ein Positivfaktor für Gold) nicht angemessen im Kurs des Edelmetalls berücksichtigt. Unser Basisszenario für Gold geht von einem Anstieg auf 1307 USD/oz. bis Mitte 2019 aus (vgl. Gold-Ausblick Juni 2018). Dies entspräche einer Aufwärtsbewegung um 7 Prozent ausgehend von den heutigen Niveaus.

Gewinnmitnahmen scheinen für die höchsten Abflüsse bei Baumwolle-ETPs (A0KRJW) seit 2016 verantwortlich zu sein.Baumwolle stellt angesichts eines Anstiegs um 14 Prozent seit Jahresbeginn den Spitzenreiter unter den Agrarrohstoffen dar. Das US-Landwirtschaftsministerium hat kürzlich seine globale Angebotsprognose nach unten korrigiert und geht gleichzeitig von einem erhöhten Verbrauch aus. Obwohl Baumwolle von den chinesischen Zöllen auf US-Waren betroffen ist, könnte die zunehmende Bedeutung Vietnams bei den Baumwollimporten die rückläufige Baumwollnachfrage abfedern. Vietnam ist das Hauptziel für US-Baumwollexporte sowie ein wichtiger Garnproduzent, der die Garnproduktion Chinas zu verdrängen scheint (die Garnexporte von Vietnam nach China sind seit 2012/13 um das Fünffache gestiegen). Die Abflüsse aus Baumwoll-ETPs (A0KRJW) in Höhe von 10,6 Mio. USD scheinen auf Gewinnmitnahmen infolge des jüngsten Preisanstiegs zurückzugehen.

Protektionismus enthüllt Potenzial für japanische Small-Cap-Aktien

von Aneeka Gupta, Equity & Commodities Strategist bei ETF Securities.

Handelskonflikte eskalieren und der Protektionismus scheint wieder im Spiel zu sein. Die Unsicherheit im Hinblick auf die Handelspolitik spiegelt sich auch in den aktuellen Kapitalflüssen von Exchange-Traded Funds (ETF) wider, die häufig zur Einschätzung der Investorenstimmung herangezogen werden. Es überrascht nicht, dass sich die Spanne zwischen den globalen ETF-Kapitalflüssen von Small-Caps gegenüber denen von Large-Caps im zweiten Quartal 2018 mit 9,1 Milliarden USD1 am stärksten erweitert hat und damit ihren höchsten Stand in mehr als vier Jahren erreicht. Die zunehmende Abweichung bei den ETF-Kapitalflüssen zwischen Small- und Large-Caps spiegelt eine inländische Ausrichtung unter den Investoren wider. Das sich daraus ergebende Umfeld sorgt bei Small-Cap-Aktien für potenzielle Chancen, da sie typischerweise stärker vom zugrunde liegenden inländischen Wachstum profitieren und Investoren vor den protektionistischen Belastungen schützen, unter denen das globale Wachstum leidet. Small-Caps bieten unabhängig vom breiteren wirtschaftlichen Hintergrund Potenzial für Anlagerenditen.

Sind japanische Small-Caps derzeit günstig?

Seit Anfang 2000 schneiden japanische Small-Cap-Aktien durchweg besser ab als japanische Large-Cap-Aktien und die Differenz dieser Outperformance befindet sich derzeit auf einem Rekordhoch (siehe Chart unten). Ironischerweise ist japanischen Small-Caps dieses Kunststück mit einer durchschnittlichen Volatilität von 12,4 % gelungen, im Vergleich zu den 10,9 % für japanische Large-Cap-Aktien. Damit widersetzen sie sich dem verbreiteten Irrtum, dass eine Small-Cap-Strategie die zusätzliche Belastung einer höheren Volatilität mit sich bringt. Für eine Small-Cap-Strategie verzeichnen japanische Small-Caps derzeit eine sehr viel geringere Volatilität (13 %) als ihre Pendants in den USA (15 %) und in Europa (12 %). Aus Sicht der Vermögensallokation bieten sie sich dadurch als zusätzliche Position im Portfolio an (Quelle: Bloomberg). Der japanische Aktienmarkt ist einzigartig, da die Renditen aus Aktien und der lokalen Währung historisch gesehen negativ korreliert sind und dadurch die Volatilität gesenkt wird.  

Abbildung 1: Historische Outperformance von japanischen Small- gegenüber Large-Cap-Aktien

Quelle: Bloomberg, WisdomTree, Daten verfügbar bis Schlusskurs vom 10. Juli 2018. Die historische Performance ist kein Anhaltspunkt für die künftige Performance und jedes Investment kann im Wert sinken.

Dadurch eröffnet sich ein interessanter Investment Case für japanische Small-Cap-Aktien, die aktuell (Stand: 30. Juni 2018) trotz ihrer starken Performance die niedrigste Bewertung unter den Small-Cap-Aktien weltweit für sich beanspruchen. Japanische Small-Cap-Aktien sind mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 17,6 gegenüber vergleichbaren Aktien nicht nur günstiger, sie werden zudem mit einem Abschlag von 40 % gegenüber ihrem historischen Durchschnitt (von 29) gehandelt. Das Wachstum beim Betriebsgewinn von japanischen Small-Cap-Aktien hat in den vergangenen 12 Jahren jährlich im Durchschnitt 15 % betragen, das von japanischen Large-Cap-Aktien 11 %. Japanische Small-Caps verdienen aufgrund ihrer höheren Wachstumsgeschwindigkeit eine höhere Bewertung.

Abbildung 2: Vergleich der globalen Small-Cap-Aktienbewertung gegenüber ihrem langfristigen Durchschnitt

Quelle: Bloomberg, WisdomTree, Daten verfügbar bis Schlusskurs vom 9. Juli 2018. Hinweis: Das langfristige historische durchschnittliche KGV entspricht dem durchschnittlichen KGV vom 01.01.2002 bis zum 29.06.2018. Ein direktes Investment in einen Index ist nicht möglich. Die historische Performance ist kein Anhaltspunkt für die künftige Performance und jedes Investment kann im Wert sinken.

Strukturelle Reformen für weitere Wachstumsimpulse?

Im Gegensatz zu früheren Booms auf dem japanischen Aktienmarkt, wie die in den Jahren 1999 oder 2003, beruht der aktuelle Aufschwung am Aktienmarkt, der 2012 seinen Anfang nahm, unseres Erachtens auf einem starken Gewinnwachstum anstatt auf der Entwicklung der Kurskennzahlen. Japans Premierminister Shinzō Abe veränderte das politische Umfeld in Japan nach seiner Rückkehr an die Regierungsspitze im Jahr 2012 und kehrte damit zu Wirtschaftswachstum und politischer Stabilität zurück. Japan erholt sich langsam von seiner langen Periode der Deflation – die Produktionslücke schließt sich und der Arbeitsmarkt zieht an. Abes dreigleisiger Ansatz, durch den die wirtschaftlichen Grundlagen verbessert werden sollten, konzentrierte sich auf: (1) geldpolitische Lockerung, (2) finanzielle Anreize und (3) strukturelle Reformen. Bisher hat die japanische Wirtschaft von den Vorteilen sowohl der geldpolitischen als auch der finanziellen Impulse profitiert. Unseres Erachtens befinden sich die strukturellen Reformen noch in Arbeit und werden wahrscheinlich für ein binnenwirtschaftliches Wachstum sorgen. In kleineren Unternehmen werden derzeit Tarifverhandlungen geführt und es ist gut möglich, dass sie den Weg für allseits erwartete Lohnerhöhungen ebnen werden. Trotz der Unsicherheit um Abes politische Situation – aktuelle Skandale drohen zurzeit, den politischen Fortschritt der Regierung scheitern zu lassen – erwarten wir, dass die Reformen unabhängig davon, ob Abe zurücktreten muss oder nicht, weitergehen werden.

Der besondere, nach Dividenden gewichtete Ansatz von WisdomTree

Der WisdomTree Japan SmallCap Dividend Index bietet einen charakteristischen Mechanismus zur Gewichtung nach Dividenden, um Zugang zum Wachstum japanischer Small-Caps zu erhalten. Der Index nutzt einen fundamentalen Ansatz, um die Komponenten des qualifizierten Universums nach ihren ausgeschütteten Bardividenden anstatt nach ihrer Marktkapitalisierung neu zu gewichten. Der Wechsel weg von der Gewichtung nach Marktkapitalisierung und hin zur Gewichtung nach Dividenden hilft dabei, Unternehmen mit höheren Dividendenrenditen (günstiger) überzugewichten und Unternehmen mit niedrigerer Dividendenrendite (teurer) unterzugewichten. Die durchschnittliche Dividendenrendite des WisdomTree Japan SmallCap Dividend Index lag bei 2,24 %, im Vergleich dazu verzeichnete der MSCI Japan Small-Cap Index 1,84 % (Stand: 29. Juni 2018). Unserer Ansicht nach war diese Differenz der Hauptgrund für die Outperformance des WisdomTree SmallCap Dividend Index gegenüber dem MSCI Japan Small-Cap Index (1,68 %) und dem Large-Cap MSCI Japan Index (3,37 %) im Zeitraum vom 31. Mai 2006 bis zum 31. Mai 2018. Auch die Aufschlüsselung der Umsätze der Komponenten beider Indizes zeigt, dass der WisdomTree Japan SmallCap Dividend Index über eine höhere Allokation in der japanischen Binnenwirtschaft verfügt und dadurch die Portfolios der Investoren vor den fortwährenden Handelskriegen und den Tücken des Yen schützt.

Abbildung 3: WisdomTree Japan SmallCap Dividend Index bietet höheres Engagement in der inländischen Wirtschaft

Quelle: Bloomberg, WisdomTree, Daten verfügbar bis Schlusskurs vom 10. Juli 2018

Japan ist hervorragend positioniert, um mit dem Fortschritt der Automation zurechtzukommen. Da der Bevölkerungsanteil im erwerbsfähigen Alter sinkt, muss Japan die Entwicklung von Robotern beschleunigen, um sich einen Vorsprung gegenüber konkurrierenden Ländern zu sichern. Um diesen sich entwickelnden Trend auszunutzen, vergibt der WisdomTree Japan SmallCap Dividend Index eine Allokation von 37 % an Informationstechnologie und Industriesektoren, die ein Engagement in Automation, dem sogenannten Internet of Things (IoT) und Elektrofahrzeugen bereitstellen.


1) Quelle: Bloomberg, Stand: 2. Quartal 2018.

Rohstoff-ETPs leiden unter Handelsspannungen

Die Abflüsse aus Gold-ETPs nehmen zu und erreichen den höchsten Stand in acht Wochen. Die Zuspitzung der Handelskonflikte zieht die vierte Woche in Folge Abflüsse bei Industriemetallkorb-ETPs nach sich, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Schnäppchenjäger scheinen für Zuflüsse in Öl-ETPs verantwortlich, da die Rohölpreise sinken.

Die Abflüsse aus Gold-ETPs (A0LP78) erreichten mit 113,9 Mio. USD ein Acht-Wochen-Hoch. Die Goldpreise gaben die dritte Woche in Folge nach und sanken vergangene Woche auf 1252,6 USD. Seit Jahresbeginn kam es in 15 von 28 Wochen bei Gold-ETPs (A0LP78) zu Abflüssen, die sich insgesamt auf 517 Mio. USD belaufen. Dies unterstreicht die negative Stimmung in Bezug auf das Edelmetall vor dem Hintergrund steigender Zinsen. Die jüngste Wertentwicklung bei Gold scheint sich von den bekannten Makrotreibern abgekoppelt zu haben, da das Edelmetall nicht von der höheren Inflation in den USA und den erhöhten politischen Risiken profitieren konnte. Die im Juni ausgewiesene US-Inflation fiel so hoch aus wie seit 6 ½ Jahren nicht mehr und hatte einen weiteren Rückgang der realen Zinsen zur Folge. Aus historischer Sicht würden die Goldpreise von dieser Meldung profitieren, da sie keine Rendite abwerfen und somit einen Schutz vor Verlust der Kaufkraft bieten. Darüber hinaus konnten auch die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China die Nachfrage nach Gold, das traditionell als sicherer Hafen in Zeiten der Unsicherheit gilt, nicht ankurbeln. Unseres Erachtens wird die negative Stimmung vom stärkeren US-Dollar vor dem Hintergrund des von steigenden Zinsen geprägten Umfelds in den USA dominiert und übt damit Verkaufsdruck auf die Goldpreise aus. Wir rechnen mit einer Erholung der Goldpreise in der zweiten Hälfte des Jahres.

Die Zuspitzung der Handelskonflikte zieht die vierte Woche in Folge Abflüsse bei Industriemetallkorb-ETPs (A0SVX7) nach sich. Diese belaufen sich auf 20,1 Mio. USD, verlangsamen sich aber. Letzte Woche veröffentlichte die US-Regierung eine weitere Liste an chinesischen Gütern im Wert von 200 Mrd. USD, die ab dem 30. August ebenfalls mit Zöllen in Höhe von 10 Prozent belegt werden. Die US-Regierung befindet sich zudem in Pattsituationen mit der Europäischen Union, Mexiko und Kanada. Die Abflüsse aus Industriemetallkorb-ETPs (A0SVX7) sind angesichts ihrer Konjunkturabhängigkeit auf die Belastung der Metallpreise durch die Zuspitzung der Handelskonflikte zurückzuführen. Unter den Anlegern macht sich zunehmend die Sorge breit, dass die Unsicherheit in Bezug auf den Handelskrieg das globale Wirtschaftswachstum bremsen und so die Nachfrage nach Industriemetallen schmälern könnte. Zwar lässt sich nicht abstreiten, dass die Handelsstreitigkeiten, bei denen Gleiches mit Gleichem vergolten wird, für Unsicherheit sorgen. Gleichwohl rechnen wir mit einer Beilegung der Konflikte noch vor den Zwischenwahlen in den USA im November. Bis dahin dürften sich Industriemetalle volatil entwickeln und die langfristigen Fundamentaldaten weiter günstig ausfallen.

Nach drei Wochen mit Abflüssen kam es bei Rohöl-ETPs (A1N49P) erneut zu Zuflüssen in Höhe von 9,4 Mio. USD, da die Schnäppchenjäger die rückläufigen Rohölpreise für Käufe zu nutzen schienen. Die Brent-Rohölpreise verzeichneten im Verlauf der letzten Woche den größten Tagesverlust in beinahe 2 ½ Jahren, da befürchtet wurde, dass libysches Öl früher als erwartet den Weg an den Markt zurückfinden könnte. Grund waren Meldungen darüber, dass die Ölterminals im Osten Libyens, die für vier Wochen geschlossen waren, ihren Betrieb wieder aufnehmen, nun da sie wieder an das staatliche Ölunternehmen NOC übergegangen sind. Die Stilllegung der Produktion in Libyen verringerte das Ölangebot am Markt um rund 800.000 Barrel pro Tag. Der Markt dürfte sich allerdings wieder entspannen, da nunmehr mit einer Normalisierung der libyschen Ölproduktion gerechnet wird. Negative Monatsberichte seitens der Energieinformationsbehörde (EIA) und der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die beide ein starkes Angebotswachstum außerhalb der OPEC für 2019 signalisieren, sorgten für zusätzlichen Druck auf den Ölpreis.

Kollateralschäden auf dem Sojabohnenmarkt

von Aneeka Gupta, Equity & Commodities Strategist bei ETF Securities.

China ist der weltweit größte Importeur und Amerikas größter Abnehmer von Sojabohnen. Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und steigende Einkommen haben den Weg für einen stetigen Anstieg der chinesischen Sojaimporte in den letzten Jahrzehnten geebnet. Im vergangenen Jahr importierte China 57% der US-Sojabohnen, was einem Drittel der weltweiten Lieferungen entspricht. Seit dem Inkrafttreten der US-Importzölle auf chinesische Waren im Wert von 34 Mrd. US$ am 6. Juli 2018 hat China mit der Einführung eines Importzolls von 25 % auf US-Sojabohnen reagiert. Der Handelskrieg hat sich verschärft, nachdem die Trump-Administration sagte, dass sie 10% Zölle auf zusätzliche chinesische Importe im Wert von 200 Mrd. USD erheben würde. Dieser Handelskrieg hat sich spürbar auf den Sojamarkt ausgewirkt. Nicht nur die Sojapreise sind seit Anfang Juni dieses Jahres um 15% gesunken, auch der Preisunterschied zwischen Sojabohnen aus den USA und denen aus Brasilien hat sich auf ein Fünfjahreshoch ausgeweitet - das entspricht 70 US-Dollar pro Tonne.

Das chinesische Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose für Sojaimporte im Erntejahr 2018/19 (das am 1. Oktober beginnt) gegenüber dem Vormonat um 2% auf 94 Millionen Tonnen gesenkt. Der Direktor der China National Cereals, Oils and Foodstuffs Corporation (COFCO), der für Getreideimporte zuständigen Behörde, sagte, dass China plant, mehr Sojabohnen aus anderen Ländern zu importieren, um seine Abhängigkeit von den USA als Reaktion auf die Strafzölle der USA zu verringern.  Kurzfristig dürfte China mehr Sojabohnen aus Lateinamerika importieren. In Anbetracht des Preisgefälles haben wir dies bisher zum Nachteil Chinas dargestellt, da es Soja zu einem höheren Preis kaufen würde. Dies würde die Kosten für die Landwirte in die Höhe treiben und möglicherweise die Einzelhandelspreise für Lebensmittel erhöhen, was die Inflation anheizen würde. Wir halten es nach wie vor für unwahrscheinlich, dass China in der Lage sein wird, die gesamte Menge seiner US-Importe von anderen großen Exporteuren wie Brasilien und Argentinien zu ersetzen.

Über Nacht (Stand: 12. Juli 2018) revidierte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) auch seine bisherige Schätzung der chinesischen Sojaimporte 2018/19 um 8 Mio. Tonnen auf 95 Mio. Tonnen in diesem Monat. Unterdessen wurden die US-Exporte im Erntejahr 2018/19 um 6,8 Mio. Tonnen reduziert, was zu einem Anstieg der US-Sojabohnenbestände am Ende des Erntejahres um 5,3 Mio. auf 15,8 Mio. Tonnen führte. Damit dürfte das bisherige Rekordniveau aus dem Erntejahr 2006/07 übertroffen werden. Dies entspricht den Schätzungen des chinesischen Landwirtschaftsministeriums. Bislang sind Chinas Einfuhren im Juni um 10% niedriger. Sofern in den aktuellen Handelsstreitigkeiten nicht eine Lösung ausgehandelt wird, erwarten wir weiteren Druck auf die US-Sojapreise.

Kapitalflüsse bei Industriemetall-ETPs werden am stärksten durch den Handelskrieg in Mitleidenschaft gezogen

Platin-ETPs verbuchten die höchsten Zuflüsse seit 37 Wochen, begünstigt durch den starken US-Automobilabsatz und die Handelszollverhandlungen in der EU, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Angesichts der Handelskriege kam es bei Industriemetallkorb-ETPs die dritte Woche in Folge zu Abflüssen. Die Zuflüsse in Kaffee-ETPs erreichten den höchsten Stand seit September 2013, nachdem das globale Kaffeedefizit gestiegen war.

Schnäppchenjäger zu sein, nachdem Platin-ETPs (A0N62D) letzte Woche unter die Marke von 800 USD/oz. nachgegeben hatten. Dies ist der niedrigste Stand seit Dezember 2008. Aus fundamentalen Gesichtspunkten dürfte der Platinmarkt dieses Jahr erneut einen Überschuss aufweisen, was die Stimmung in Bezug auf das Metall belastet. Allerdings scheint der Preisabschlag bei Platin übertrieben, da der Abschlag gegenüber Gold letzte Woche auf ein Rekordhoch von 440 USD gestiegen ist. Gegenüber seinem Schwestermetall Palladium weist Platin einen Abschlag von 140 USD/oz. auf. Aufgrund des umfangreichen Einsatzes in Kfz-Katalysatoren dürften die Platinpreise vom starken US-Automobilabsatz profitieren, der Angaben der Ward’s Automotive Group zufolge um 4,8 Prozent relativ zum Vorjahr zugelegt hat. Hinzu kommt, dass die EU laut Medienberichten multilaterale Vereinbarungen mit anderen wesentlichen Automobilexporteuren in den USA, Südkorea und Japan zur Senkung der Importzölle auf Automobile in Erwägung zieht. Sollte es zu einer Einigung kommen, dürfte dadurch das Risiko eines Nachfragerückgangs bei Platin infolge der Handelsstreitigkeiten, die sich mittlerweile auch auf den Automobilbereich erstrecken, verringert werden.

Gold-ETPs (A0LP78) verzeichneten vergangene Woche Abflüsse in Höhe von 16,5 Mio. USD und glichen damit die Zuflüsse aus der Vorwoche aus, da der starke US-Arbeitsmarktbericht in den Mittelpunkt rückte. Die Goldpreise gerieten gegen Ende letzter Woche unter Druck, da der Stellenaufbau in den USA im Juni laut dem jüngsten Beschäftigungsbericht unerwartet stark ausfiel, sodass die Fed an ihrem Straffungszyklus in diesem Jahr festhält. Zwar wäre eigentlich zu erwarten, dass die eskalierenden Handelsstreitigkeiten die Goldpreise stützen. In Wirklichkeit wird der historische Reiz des Edelmetalls als sicherer Hafen dieses Jahr aber durch den stärkeren US-Dollar in Mitleidenschaft gezogen.

Die weitere Eskalation des Handelskrieges zwischen den USA und China belastet auch die Stimmung in Bezug auf breit aufgestellte Industriemetallkorb-ETPs (A0SVX7), bei denen es letzte Woche mit 64,1 Mio. USD die dritte Woche in Folge zu Rücknahmen kam. Vergangene Woche wurden US-Importzölle auf chinesische Waren im Wert von 34 Mrd. USD verhängt, auf die China mit vergleichbaren Vergeltungszöllen auf US-Güter reagieren dürfte. Damit ist es allerdings noch nicht getan, denn es stehen weitere US-Zölle auf chinesische Importgüter in Höhe von 16 Mrd. USD zu erwarten. Neben der erhöhten Unsicherheit infolge der Handelsstreitigkeiten läuft auch das Risiko eines ausufernden Konflikts zwischen den USA und China Gefahr, das globale Wirtschaftswachstum ins Schwanken zu bringen. Der offensichtlichen Unsicherheit unter den Anlegern tragen Industriemetalls-ETPs (A0SVX7) angesichts ihrer prozyklischen Natur mit Abflüssen Rechnung. Trotz der starken fundamentalen Verfassung der meisten Metallmärkte dürften die Preise infolge der Handelsspannungen weiter fallen, solange keine Einigung erzielt wurde. Aluminium-ETPs (A0KRJS) verzeichneten Abflüsse in Höhe von 18 Mio. USD und fielen auf den niedrigsten Stand seit Juni 2016.

Das Risiko einer Stilllegung des Bergbaubetriebs auf den Philippinen, die als der weltweit zweitgrößte Nickelerzproduzent gelten, aus ökologischen Gründen hatte mit 5,3 Mio. USD die zweite Woche in Folge Zuflüsse in Nickel-ETPs (A0KRJ4) zur Folge.

Kaffee-ETPs (A0KRJT) zogen mit 11,9 Mio. USD die höchsten Zuflüsse seit September 2013 an, nachdem die International Coffee Organisation (ICO) das Defizit nach oben korrigiert hatte. Die Preise für Arabica-Kaffee stiegen am Freitag letzter Woche sprunghaft um 4,54 Prozent an. Dies entspricht dem höchsten Tagesanstieg seit dem 23. Juni 2017. Grund war die Aufwärtskorrektur des geschätzten globalen Kaffeedefizits seitens der ICO. Die Organisation rechnet nach einem Überschuss in der Saison 2016/17 nunmehr für die Saison 2017/18 mit einem Defizit von 1,4 Mio. Säcken (zuvor: 254.000 Säcke).

Neuerliche Risikoerholung nach Einigung der EU in der Migrationspolitik

Die Zuflüsse in Gold-ETPs erholten sich, da die Schnäppchenjäger die niedrigen Preise für Käufe zu nutzen schienen, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Angesichts der Handelskriege kam es bei Industriemetallkorb-ETPs die zweite Woche in Folge zu Abflüssen. Long-Yen-Short-EUR-ETPs verzeichneten die höchsten Zuflüsse seit sechs Wochen, da die führenden EU-Politiker eine Einigung in der Migrationsfrage erzielte.

Die Zuflüsse in Gold-ETPs (A0LP78) in Höhe von 73,3 Mio. USD kehrten die Abflüsse der vergangenen beiden Wochen um, da die Schnäppchenjäger die niedrigen Preise für Käufe zu nutzen schienen. Die Goldpreise beendeten das zweite Quartal bei 1252,60 USD/oz. und damit auf dem niedrigsten Stand seit beinahe sechs Monaten. Trotz der anhaltenden geopolitischen Spannungen, der Handelskriege und der Korrektur an den globalen Aktienmärkten war Gold, das aus historischer Sicht für seinen Status als sicherer Hafen bekannt ist, nicht in der Lage, von der Risikoaversion zu profitieren. Dies ist insofern logisch, als Gold seit jeher als langfristige Absicherung anstatt eines vorübergehenden sicheren Hafens für kurzfristige Marktvolatilität angesehen wird. Eine anhaltende und langfristige Korrektur an den Aktienmärkten würde sich vermutlich günstig auf die Goldpreise auswirken. Bislang war in diesem Jahr der starke US-Dollar infolge des von steigenden Zinsen geprägten Umfelds in den USA für den Großteil der Schwäche bei Gold verantwortlich, was der antizyklischen Beziehung der Währung zum Edelmetall geschuldet ist. Die Stimmung in Bezug auf Gold fällt weiter äußerst verhalten aus, wenngleich die Zuflüsse in der vergangenen Woche nahelegen, dass sich die Anleger für eine Wende bei den Goldpreisen positionieren.

Aus Rohöl-ETPs (A1N49P) wurde mit 21 Mio. USD die zweite Woche in Folge Kapital abgezogen, was auf Gewinnmitnahmen infolge der höheren Ölpreise hindeutet.Die Ölpreise legten in der vergangenen Woche aufgrund weiterer Angebotsausfälle, rückläufiger US-Lagerbestände und der Berichte, die Regierung Trump wolle bis zum 4. November alle Rohölimporte aus dem Iran einstellen, deutlich zu. Hauptgründe für den unerwartet starken Rückgang der US-Rohölbestände, der sich laut US Department of Energy auf 9,9 Mio. Barrel in der vergangenen Woche belief, waren die Rohölförderung in Rekordhöhe sowie der deutliche Anstieg der US-Rohölexporte. Die Preisdifferenz zwischen Rohöl der Sorte Brent und WTI verringerte sich weiter von 10 USD auf 5 USD pro Barrel, was auf die aktuellen Produktionsausfälle einer Ölfördereinrichtung in der kanadischen Provinz Alberta zurückzuführen ist. Die Anlage verfügt über eine Produktionskapazität von beinahe 350.000 Barrel pro Tag und wird voraussichtlich bis Ende Juli außer Betrieb bleiben, sodass weniger Rohöl aus Kanada die USA erreicht. Da die rückläufige Preisdifferenz zwischen Rohöl der Sorte Brent und WTI US-Exporte weniger attraktiv macht, dürften die US-Rohölbestände in den kommenden Monaten erhöht bleiben.

Bei Industriemetallkorb-ETPs (A0SVX7) kam es mit 38,9 Mio. USD die zweite Woche infolge zu Rücknahmen, da die anhaltenden Handelsspannungen die Stimmung belasten. Die Industriemetallpreise waren angesichts der fortwährenden Handelskriege Schwankungen unterworfen. Die Regierung Trump kündigte an, ihr Vorhaben, chinesische Investitionen in den USA einschränken zu wollen, voranzutreiben, dabei aber von den strengsten Maßnahmen abzusehen. Gleichzeitig kam es bei Kupfer-ETPs (A0KRJU) die dritte Woche in Folge zu Abflüssen, die mit 31,8 Mio. USD so hoch ausfielen wie seit 39 Wochen nicht mehr.

 

Long-Yen-Short-EUR-ETPs verzeichneten die höchsten Zuflüsse seit sechs Wochen (9,1 Mio. USD), nachdem die führenden EU-Politiker beim EU-Gipfeltreffen eine Einigung in der Migrationsfrage erzielten. Infolge der viel beachteten Einigung gab der Yen um 0,94 Prozent gegenüber dem Euro nach, sodass die Zuflüsse in Long-Yen-Short-EUR-ETPs allem Anschein nach Schnäppchenjägern geschuldet sind.

Die Abflüsse aus US-Dollar-ETPs erreichten mit 15,9 Mio. USD den höchsten Stand seit 20 Wochen.

OPEC sorgt für Volatilität an den Ölmärkten

Die Ankündigung der OPEC hat die Preise in die Höhe getrieben. Unseres Erachtens beginnt damit aber eine äußerst volatile Phase für Öl, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Silber verzeichnete letzte Woche mit 107 Mio. USD die stärksten Abflüsse seit September 2017 und die Sorgen um einen Handelskrieg haben eine rückläufige Nachfrage nach Industriemetall-ETPs zur Folge.

Die Ölpreise verzeichneten am Freitag eine Intraday-Rally auf 6 Prozent, nachdem die Märkte infolge der mangelnden Transparenz seitens der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) Spekulationen über die Höhe der Produktionssteigerungen in diesem Jahr angestellt haben. Die Anleger verkauften letzte Woche Long-Rohöl-ETPs (A1N49P) im Wert von 9,6 Mio. USD und Short-Rohöl-ETPs in Höhe von 5,7 Mio. USD, um ihre potenziellen Verluste zu minimieren. Obgleich dies aus der Kommunikation nicht klar hervorgeht, sind wir der Ansicht, dass die OPEC jenen Mitgliedern grünes Licht gegeben hat, die in der Lage sind, Produktionssteigerungen vorzunehmen. Die Abschaffung der Quoten für einzelne Länder bedeutet, dass Letztere so viel Öl fördern können, wie sie wollen, und dabei keine Quote verletzen – diese muss nur die Gruppe als Ganzes einhalten. Dies könnte innerhalb der Organisation dazu führen, dass die Förderbegrenzungen nicht mehr eingehalten werden, nachdem sie eine Zeit lang übererfüllt wurden. Die individuellen Quoten hatten zumindest für Transparenz gesorgt. Gruppenweite Förderbegrenzungen sehen sich dem unter Spieltheoretikern als „Gefangenendilemma“ bekannten klassischen Problem gegenüber, bei dem „Verrat“ zwar zu einem Gleichgewicht führt, Kooperation allerdings dazu beitragen würde, dass es der Gruppe als Ganzes besser ergeht. Vor 2014, als die OPEC nur eine gruppenweite Quote aufwies, fiel die Vertragstreue schwach aus. Wir rechnen mit einem Anstieg der Ölproduktion, wodurch die Gewinne vom Freitag aller Wahrscheinlichkeit nach wieder aufgezehrt werden. Die mangelnde Transparenz seitens der OPEC dürfte starke Schwankungen bei den Ölpreisen nach sich ziehen.

Silber (A0N62F) verzeichnete letzte Woche mit 107 Mio. USD die stärksten Abflüsse seit September 2017. Damit wurden die Zuflüsse im vergangenen Monat in Höhe von 95 Mio. USD wieder vollständig aufgezehrt. Die spekulativen Positionierungen am Terminmarkt haben sich zuletzt erholt, nachdem sie auf eine Allzeittief gefallen waren. Silber hatte allmählich gegenüber Gold aufgeholt, wobei die Gold-Silber-Ratio am 14. Juni auf 76 und damit den niedrigsten Stand seit November 2017 fiel. Als die Goldpreise am 15. Juni jedoch einbrachen, konnte sich auch Silber aufgrund der Korrelation zum gelben Edelmetall der Abwärtsbewegung nicht entziehen und büßte vergangene Woche 5,7 Prozent ein. Da Silber stärker nachgegeben hat als Gold, kam es zu neuerlichen Abflüssen.

Die Dollar-Aufwertung belastet die Goldnachfrage. Der US-Dollar-Korb legte vergangene Woche auf ein 11- Monats-Hoch zu. In der Folge gab der Goldpreis um 1,3 Prozent nach. Bei Gold-ETPs (A0LP78) kam es mit 32,7 Mio. USD die zweite Woche in Folge zu Abflüssen. Die Anleger verkauften Long-USD-Short-EUR-ETPs im Wert von 5,4 Mio. USD und engagierten sich im Gegenzug bei Long-EUR-Short-USD-ETPs im Umfang von 7,1 Mio. USD.

Die Sorgen um einen Handelskrieg haben eine rückläufige Nachfrage nach Industriemetall-ETPs zur Folge. Industriemetallkorb-ETPs (A0SVX7) verzeichneten letzte Woche mit 36 Mio. USD die höchsten Abflüsse seit Februar 2018. Dies gleicht die Zuflüsse in Höhe von 53 Mio. USD in der Vorwoche oder in Höhe von 39 Mio. USD in der Woche davor zwar nicht vollständig aus, deutet aber auf einen möglichen Stimmungseinbruch unter den Anlegern hin. Die Industriemetallpreise gaben vergangene Woche um 2,5 Prozent nach, da die Anleger besorgt schienen, dass ein sich anbahnender Handelskrieg die Metallnachfrage belasten würde. Unseres Erachtens ziehen die Handelsspannungen vielmehr die Lieferketten in Mitleidenschaft anstatt des globalen Wachstums. Daher dürften sich Erstere eher positiv als negativ auf die Industriemetallpreise auswirken. Höchstwahrscheinlich stellt dies eine reflexartige Korrektur dar, ähnlich der Reaktion der Industriemetalle auf die von den USA im März angekündigte erste Runde von Strafzöllen gegen China. Nach dem anfänglichen Einbruch erholten sich die Metallpreise im April wieder deutlich.

Aktien und Anleihen machen dieses Jahr zum Jahr der Rohstoffe

Die 2018 wieder aufgekommene Volatilität, die von geopolitischen Risiken geschürt wird, hat bei den Kapitalflüssen von Exchange Traded Products (ETP) im ersten Halbjahr (1. HJ) 2018 für eine erstaunliche Trendwende gesorgt. Obwohl frühere Kapitalflüsse nicht als Vorboten für künftige Trends herangezogen werden können, lässt sich mit ihnen jedoch die Stimmung unter den Investoren einschätzen. Im 1. HJ 2018 sind die Kapitalflüsse in Rohstoff-ETPs am stärksten angestiegen, woraus die Kapitalflüsse in Aktien- und Fixed-Income-ETPs als Verlierer hervorgingen.

Abbildung 1: Rotation der Anlageklassen

Quelle: Bloomberg, WisdomTree, Daten verfügbar bis Schlusskurs vom 31. Mai 2018. Die historische Performance ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Ein direktes Investment in einen Index ist nicht möglich.

Rohstoff-Hausse ist dieses Mal breit aufgestellt

ETPs mit breiten Rohstoffkörben verzeichneten im 1. HJ 2018 mit einem Anstieg von 19 % die höchsten Zuflüsse. Starke Zuflüsse in Gold-ETPs sind aus historischer Sicht Vorboten für Zuflüsse in breite Rohstoffe, vor allem in unsicheren Zeiten. Dieses Jahr konnten wir jedoch eine breit angelegte Erholung bei Rohstoffen in den Bereichen Energie, Industriemetalle und Landwirtschaft beobachten. Rohöl (+12 %), Weizen (+24 %), Baumwolle (+16 %) und Nickel (+23 %) (Stand: 6. Juni 2018) leisteten einen Beitrag zu den Zuflüssen in ETPs mit diversifizierten Rohstoffkörben. Ebenso trug angesichts einer steigenden Inflation der zusätzliche Vorteil der Diversifizierung zur Angleichung der Interessen von Investoren bei, die ein höheres Engagement in langfristigeren Rohstoffkörben befürworten. Die Kapitalflüsse in Edelmetall-ETPs, dominiert von Gold-ETPs, verzeichneten die zweithöchsten Zuflüsse, da die Investoren inmitten der fortgesetzten Erhöhung von Handelszöllen und dem politischen Chaos in Italien Zuflucht in einem sicheren Hafen suchten. Obwohl Gold in unsicheren Zeiten als Zufluchtsort Nummer eins bekannt ist, entwickelte sich sein Kurs in der ersten Jahreshälfte nur schleppend, da das Umfeld steigender Zinsen in den USA die Performance belastete. Wir erwarten weiterhin, dass sich die Goldkurse innerhalb einer engen Spanne bewegen und angesichts des Aufs und Abs bei den Handelszöllen und der Unsicherheit künftiger Zinserhöhungen in den USA volatil sein werden. Die Rekordtemperaturen bescherten Agrar-ETPs die dritthöchsten Zuflüsse. Trotz einer starken Performance von Energie-Rohstoffen, kam es bei Energie-ETPs zu den meisten Rückkäufen. Die Kapitalflüsse von Energie-ETPs verhalten sich, im Gegensatz zu den meisten anderen Rohstoffen, historisch gesehen invers zu ihren Kursen. Dieses Jahr scheint sich dieser Trend fortzusetzen, da die Investoren von einer weiteren Erholung der Ölpreise offensichtlich weniger überzeugt sind.

Abbildung 2: Rohstoffkapitalflüsse 1. HJ 2018

Quelle: Bloomberg, WisdomTree, Daten verfügbar bis Schlusskurs vom 31. Mai 2018. Die historische Performance ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Ein direktes Investment in einen Index ist nicht möglich.

Qualität und Small Caps beeinflussen die Kapitalflüsse

Im Gegensatz zu den USA kam es bei europäischen Aktien-ETPs zu den höchsten Abflüssen. Darin spiegelt sich die nachlassende Wirtschaftsdynamik und die fortgesetzte politische Unsicherheit wider. Nach der vor Kurzem erfolgten Marktkorrektur bieten europäische Aktienbewertungen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16,3 sowie einer höheren Dividendenrendite einen besseren Investment Case gegenüber den USA mit einem KGV von 21. Inmitten des Umfelds steigender Zinsen in den USA erwarten wir, dass sich der starke US-Dollar und das Lohnwachstum negativ auf die US-Gewinne auswirken wird, die im 1. Quartal 2018 ihren Höhepunkt erreicht zu haben scheinen. Es ist hingegen wahrscheinlich, dass eine entgegenkommende Geldpolitik, eine niedrige Inflation und ein schwacher Euro das langfristige Wachstum in Europa unterstützen werden.

Abbildung 3: Stilneigungen bei Aktien im ersten Halbjahr 2018

Quelle: Bloomberg, WisdomTree, Daten verfügbar bis Schlusskurs vom 6. Juni 2018. Die historische Performance ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Ein direktes Investment in einen Index ist nicht möglich.

Bei Aktien verzeichneten Small Caps den Hauptanteil der globalen Zuflüsse. Dies wurde durch die zunehmend protektionistische Rhetorik ausgelöst, da der Großteil der Geschäfte von Small Caps im Inland getätigt werden. Technologiebasierte ETPs verzeichneten mit 19 % im Bereich Aktien die höchsten Zuflüsse. Es überraschte nicht, dass Momentum als Stilfaktor auch im ersten Halbjahr 2018 aufgrund einer hohen Allokation in Technologie-Aktien weiterhin für eine Outperformance sorgte. Es ist jedoch erwähnenswert, dass der Stilfaktor Qualität im Vergleich zu Momentum-ETFs, bei denen es im März und April zu starken Abflüssen gekommen war, im gesamten ersten Halbjahr 2018 starke und kontinuierliche Zuflüsse verzeichnete.

Rotation bei Fixed Income sorgt am kurzen Ende für Vorteile

Die Kapitalflüsse bei Fixed-Income-ETPs hinken im 1. HJ 2018 Aktien und Rohstoffen hinterher. Innerhalb der Fixed-Income-ETPs kam es zu einer tieferen Rotation von Unternehmen hin zu Staatsanleihen. Investoren haben sich auf ETPs für festverzinsliche Anlagen in Schwellenmärkten gestürzt, da die Fundamentaldaten dort weiterhin freundlich sind. Seit August 2017 haben Hochzins- ETPs, anstelle von erstklassigen Anleihen-ETPs, Abflüsse in fünf aufeinanderfolgenden Monaten verzeichnet, die Zuflüssen haben sich seitdem jedoch stabilisiert. Das Umfeld steigender Zinsen hat auf Kosten des langen Endes der Zinsstrukturkurve am kurzen Ende zu höheren Zinsen geführt.

Abbildung 4: Rotation innerhalb des Fixed-Income-Bereichs im 1. HJ 2018

Quelle: Bloomberg, WisdomTree, Daten verfügbar bis Schlusskurs vom Donnerstag, 31. Mai 2018. Die historische Performance ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Ein direktes Investment in einen Index ist nicht möglich.

Investing in gold in uncertain times

Of all the precious metals, gold is the most popular as an investment. However, it is extremely scarce. Above ground stocks are estimated to be over 180,000 metric tons which, if distributed equally to everyone in the world, would equate to less than 1-oz per person1.

In turbulent times, such as geopolitical upheavals, preserving capital can be an even more important concern than growing capital. This historically safe haven asset usually becomes even more popular and gold prices tend to rise, as it can hold its worth over the long term.

Why should investors consider an exposure to gold?

  • Gold is a potential diversifier to equities and bond portfolios due to a low correlation to the economy and other financial assets
  • Serves as a store of value to help preserve purchasing power over time + Reduced performance drawdowns during equity market volatility
  • Hedge against extreme events and market turmoil

Figure 1 shows the correlation of gold and equity prices

Figure 1: Gold vs Equities—Geopolitical events

Source: Bloomberg, WisdomTree as of close 07/06/2017. NB: We have focused on events with a defined start and end date.
Historical performance is not an indication of future performance and any investments may go down in value.

Gold prices tend to rise in low interest rate environments, often because of the associated fear that low rates are driven by expansion of the money supply of other currencies. Higher inflation also tends to support gold prices as investors seek a hard asset when the value of other assets is eroded by inflation.

In general, gold acts as a defensive asset, in that it helps with downside protection of a portfolio of assets. Market turbulence that often sends equity prices lower tends to send gold prices higher.

Another instance when the gold price tends to rise is during low real interest rates and high monetary expansion periods, as they are often associated with currency debasement and systemic financial failures. The gold price peaked at US$1,900/oz in September 2011 as successive Euro leader summits, bailouts and bond stability funds failed to staunch both sovereign debt and banking sector solvency concerns in Europe.

Since that peak, gold fell 44% to the end of 2015 as the US Dollar strengthened and real US interest rates rose with the economy showing signs of improvement. In 2016 gold prices rose once again as US interest rates did not rise as much as initially anticipated and a number of political shocks led investors to access this popular safe haven asset. Gold prices fell once again the fourth quarter of 2016, as investors grew optimistic about pro-growth economic policies that were promised by the new US President. However, setbacks in designing and implementing policies and periodic geopolitical events had seen gold prices rise in 2017 and 2018.

How can investors access gold?

There are a number of ways to add gold to a portfolio. Gold can be held physically; via exchange traded products (ETPs), many of which are physically backed by gold; by using sophisticated derivatives such as gold futures; or by holding gold mining equities, which are affected by gold prices.


1) Thomson Reuters GFMS, World Bank, WisdomTree. Report published March 2017.

OPEC signalisiert Bereitschaft für Erhöhung der Fördermenge

von Nitesh Shah, ETF Securities by WisdomTree.

Nach einem Anstieg auf über USD 80/Barrel am 22. Mai 2018 fällt der Brent-Ölpreis wieder. Das Erreichen dieser psychologischen Marke hat am Gesamtmarkt eine Frage aufgeworfen: Ist die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) mit ihren Drosselungen zu weit gegangen? Der jüngste Monatsbericht der OPEC vom 12. Juni zeigt, dass die venezolanische Ölförderung rückläufig ist. Das Land produziert 580.000 Barrel weniger als seine zugeteilte Quote und hat den größten Beitrag zum Rückgang der gesamten OPEC-Förderung geleistet. Dies ist auf die wirtschaftliche Implosion im Land zurückzuführen, mit der das Land zu kämpfen hat und die es davon abhält, seine Förderung zu steigern. Etwas mehr als die Hälfte der OPEC-Mitglieder konnte im vergangenen Monat die Produktion steigern, angeführt von Saudi-Arabien mit einer Produktionssteigerung von 86.000 Barrel m-o-m. Da die OPEC nach ihrem Treffen am 22. Juni einen weiteren politischen Wendepunkt erreicht hat, erwarten wir, dass Saudi-Arabien bei den Produktionssteigerungen führend sein wird, da das Land die meisten freien Kapazitäten zur Verfügung hat.

Abbildung 1: Brent-Ölpreis

Quelle: Bloomberg, WisdomTree. Daten zum Handelsschluss am 30. Mai 2018, stündliche Daten. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Anhaltspunkt für die künftige Wertentwicklung. Sie können nicht direkt in einen Index investieren.

Nach dem Anstieg des Ölpreises auf USD 80/Barrel waren die OPEC und ihre Nicht-OPEC-Partner gezwungen, ihre Strategie zu überdenken. Im Mai 2018 hatten die Ölpreise eine Spitze erreicht, nachdem die Förderung Venezuelas weiter rückläufig war und vom Markt allgemein erwartet wurde, dass das Damoklesschwert der – bei den Handelspartnern unbeliebten – extraterritorialen US-Sanktionen gegen den Iran das Ölangebot verringern wird. 2014 hatte die OPEC die Fördermenge erhöht, um kostenintensiven Produzenten wie den USA Marktanteile abzunehmen. Die Rückkehr zur Steuerung des globalen Outputs 2017 hat das 2014 vorhandene Problem wieder zutage gefördert: Die OPEC verliert Marktanteile und damit Einnahmen aus dem Ölgeschäft.

Dass es dem 14 Mitglieder starken und zehn weitere Länder umfassenden Kartell gelang, sich derart einhellig auf ein Programm zur Produktionsdrosselung zu einigen, galt als Meilenstein. Mit Geschlossenheit hatte sich die OPEC in der Vergangenheit schwergetan, obschon der „Übereifer“ dieses Mal zu einem großen Teil auf die wirtschaftliche Implosion Venezuelas zurückzuführen war. Inzwischen spüren Saudi-Arabien und Russland den Druck, das Förderdefizit ausgleichen zu müssen, das Venezuela und der Iran hinterlassen dürften.

Abbildung 2: Quoteneinhaltung seitens der OPEC vor 2014 uneinheitlich

Quelle: Bloomberg, WisdomTree. Daten zum Handelsschluss am 30. Mai 2018. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Anhaltspunkt für die künftige Wertentwicklung. Sie können nicht direkt in einen Index investieren.

Abbildung 3: Einhaltung des aktuellen Deals

Quelle: OPEC (auf Basis sekundärer Kommunikation), WisdomTree. Daten zum Handelsschluss am 30. Mai 2018. Die Grafik zeigt das Ausmaß der Einhaltung der im November 2016 vereinbarten Drosselungen in Prozent. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Anhaltspunkt für die künftige Wertentwicklung. Sie können nicht direkt in einen Index investieren.

Natürlich beruht die Wiederherstellung des Marktgleichgewichts für die OPEC-Mitgliedstaaten nicht auf rein uneigennützigen Motiven. Fakt ist, dass zahlreiche OPEC-Nationen 2017 eine konjunkturelle Abkühlung verbucht haben und demgemäß auf höhere Öleinnahmen angewiesen sind, um in diesem und im nächsten Jahr eine Erholung herbeizuführen. Statt weitere Preiserhöhungen abzuwarten, ist dies für Länder, die die Fördervolumen erhöhen können, eine einfachere Strategie zur Steigerung der Einnahmen.

Da die USA die Förderung dieses Jahr um 1,4 Millionen Barrel pro Tag erhöhen dürften (Quelle: U.S. Energy Information Administration), muss die OPEC die Gelegenheit beim Schopf packen und den Marktanteil absorbieren, bevor die USA die Produktion so stark erhöhen, dass OPEC-Öl aus dem Markt gedrängt wird. Zum Vergleich: Im letzten Jahr wurde die US-Produktion um 0,5 Millionen Barrel pro Tag erhöht.

Abbildung 4: Prognose zur US-Ölförderung

Quelle: EIA, WisdomTree. Daten zum Handelsschluss am 30. Mai 2018. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Anhaltspunkt für die künftige Wertentwicklung. Sie können nicht direkt in einen Index investieren.

Auch wenn gemeinhin angenommen wird, dass sich die OPEC unter Verweis auf den fiskalischen Breakeven-Preis (Ölpreis, bei dem sich Einnahmen und Ausgaben eines Staates ausgleichen) eine Fortsetzung der Hochpreisära wünscht, ist festzustellen, dass der gegenwärtige Ölpreis in vielen Ländern über diesen Breakeven-Preisen liegt (unter anderem im Iran, dem Irak sowie in Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten). Zahlreichen OPEC-Nationen konnten Ölpreise, die jahrelang deutlich unter den fiskalischen Breakeven-Preisen lagen, nichts anhaben. Tatsächlich hat die Ära der niedrigeren Ölpreise von 2014–2017 diesen Ländern ermöglicht, sich in Sparmaßnahmen zu üben (z. B. in der Kürzung der Subventionen für petrochemische Verbraucherprodukte) und den Fokus stärker auf die Diversifizierung ihrer Volkswirtschaften zu richten. Indes hat Saudi-Arabien unter Führung des Kronprinzen Mohammad bin Salman bin Abdulaziz al-Saud (MbS) das Projekt „Vision 2030“ angestoßen, das Wirtschaftsreformen mit Schwerpunkt auf Umstrukturierung und Diversifizierung vorsieht.

Abbildung 5: Fiskalische Breakeven-Preise

Quelle: IWF, WisdomTree. Daten zum Handelsschluss am 30. Mai 2018. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Anhaltspunkt für die künftige Wertentwicklung. Sie können nicht direkt in einen Index investieren.

Häufig wurde angenommen, dass Saudi-Arabien auch deswegen höhere Ölpreise will, um die angestrebte Bewertung von Saudi Aramco (die Regierung bezifferte den Wert auf USD 2 Bio.) vor deren Börsengang zu erreichen. Nach den uns vorliegenden Informationen liegt der internationale Börsengang derzeit jedoch auf Eis und der inländische Börsengang an der saudiarabischen Tadawul- Börse wird frühestens 2019 erfolgen. Für eine gleichzeitige oder nachfolgende Notierung an einer ausländischen Börse sind die Voraussetzungen derzeit nicht vorhanden. Bislang haben die saudischen Verantwortlichen nicht einmal entschieden, ob sie den Börsengang in London oder New York durchführen wollen. Es kann also nicht länger das Leitmotiv von Saudi-Arabien und der OPEC sein, aus diesem Grund die Ölpreise nach oben zu treiben.

Der De-facto-OPEC-Führer Saudi-Arabien und Russland, der größte Nicht-OPEC-Partner im Programm zur Produktionsdrosselung, führten am letzten Wochenende Gespräche und brachten die Idee ins Spiel, die Fördermenge um 1 Million Barrel pro Tag zu erhöhen. Angesichts der gesamten OPEC-Reservekapazität von rund 2 Millionen Barrel könnten die politischen Gespräche der Gruppe am 22. Juni in eine weitere Erhöhung der Förderung münden.

Abbildung 6: OPEC-Reservekapazität

Quelle: EIA, WisdomTree. Daten zum Handelsschluss am 30. Mai 2018. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Anhaltspunkt für die künftige Wertentwicklung. Sie können nicht direkt in einen Index investieren.

Industriemetallkorb-ETPs profitieren am stärksten vom sich verschärfenden Handelskrieg

Auf Industriemetallkorb-ETPs entfiel der Löwenanteil der Zuflüsse, die so hoch ausfielen wie seit Dezember 2017 nicht mehr, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Gold-ETPs verzeichneten nach restriktiven Stellungnahmen seitens der Federal Reserve letzte Woche Abflüsse. Die Schnäppchenjäger scheinen im Vorfeld der OPEC-Sitzung am 22. Juni für Zuflüsse in Rohöl-ETPs zu sorgen.

Industriemetallkorb-ETPs (A0SVX7) verzeichneten mit 52,8 Mio. USD die stärksten Zuflüsse und setzten damit ihren Positivtrend aus der Vorwoche fort.Angesichts der Turbulenzen im Zuge geopolitischer Handelskriege gaben Industriemetalle als Ganzes vergangene Woche um 3,77 Prozent nach. Auch die schwachen Wirtschaftsdaten aus China stellten eine Belastung für die Industriemetallpreise dar. Laut Daten des chinesischen Statistikbüros nahm die Investitionstätigkeit im Mai lediglich um 6,1 Prozent zu, während die Industrieproduktion um 6,8 Prozent wuchs. Schnäppchenjäger scheinen sich die Preisschwäche zunutze gemacht zu haben, da die Kapitalflüsse bei Industriemetallkorb-ETPs (A0SVX7) so hoch ausfielen wie seit Dezember 2017 nicht mehr. Als Gegenmaßnahme zu den US-Zöllen verhängt das chinesische Finanzministerium mit Wirkung zum 6. Juli zusätzliche Handelszölle in Höhe von 25 Prozent auf eine Liste von 545 Produktkategorien, auf die knapp 34 Mrd. USD der US-Importe entfallen. Die Liste umfasst auch Produkte für den Automobil- und den Landwirtschaftssektor, was sich potenziell auf die Hersteller auswirken kann. Die meisten Metallmärkte weisen nach wie vor ein Defizit auf, und wir gehen davon aus, dass die aktuellen Handelszölle weiterhin für deutliche Unsicherheit innerhalb der Lieferkette sorgen werden. 

Gold-ETPs (A0LP78) verzeichneten nach restriktiven Stellungnahmen seitens der Fed Abflüsse in Höhe von 41,4 Mio. USD, wodurch die Zuflüsse aus den vorangegangen zwei Wochen ausgeglichen wurden.Der stärkere US-Dollar war zusammen mit der restriktiveren Haltung der Fed verantwortlich für die schwachen Goldpreise, die letzte Woche um 1,81 Prozent nachgaben. Die geopolitischen Risiken, die zuletzt für Unterstützung bei Gold gesorgt hatten, ließen nach, da die auf den Sitzungen der wichtigen Zentralbanken in der letzten Woche veröffentlichten unterschiedlichen Zinsprognosen in den Mittelpunkt rückten. Zwar hob der Offenmarktausschuss (Federal Open Market Committee, FOMC) die Fed Funds Rate um einen weiteren Viertelprozentpunkt an. Dies wurde von den Märkten aber weitgehend erwartet. Für Überraschung sorgte hingegen die Forward Guidance der Fed in Bezug auf den künftigen Zinsverlauf. Das Dotplot-Streudiagramm spricht nunmehr für zwei weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr (somit insgesamt vier Zinsschritte). Darüber hinaus rechnet der FOMC 2019 mit drei Zinsanhebungen um jeweils 25 Bp, da der Wirtschaftsausblick für die USA weiterhin positiv ausfällt. Gold, das keine Zinsen abwirft, geriet angesichts des verhalteneren Inflationsausblicks der Fed deutlich unter Druck. Der Renditespread zwischen 2- und 10-jährigen US-Papieren sank auf 38 Bp und damit den niedrigsten Stand seit 2007. Darin kommt die Überzeugung des Marktes hinsichtlich der kurzfristigen Wachstumsprognosen im Vergleich zum künftigen Ausblick zum Ausdruck. In starkem Kontrast dazu präsentierte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi einen Tag später eine gemäßigtere Forward Guidance, die bis Sommer 2019 keine Zinsänderungen vorsieht. Die EZB ist noch weit von einer Normalisierung der Geldpolitik entfernt, was dem US-Dollar weiteren Auftrieb verlieh, da der Euro abwertete, wodurch die Goldpreise weiter unter Druck gerieten.

Rohöl-ETPs (A1N49P) verbuchten vergangene Woche Zuflüsse in Höhe von 9 Mio. USD und beendeten damit den Negativtrend, der in den letzten neun Wochen in Folge zu beobachten war. Die Ölpreise sind geprägt von Gerüchten über eine mögliche Ankündigung von Produktionssteigerungen auf der OPEC-Sitzung in Wien am 22. Juni. Saudi-Arabien dürfte die Produktion schrittweise erhöhen. Venezuela und der Irak sprechen sich laut Quellen, die der OPEC nahestehen, allerdings gegen eine Ausweitung der Produktion aus.  

Bei europäischen Aktien-ETPs kam es mit 9 Mio. USD die dritte Woche in Folge zu Abflüssen. Entgegenkommende Signale seitens der EZB hatten vergangene Woche eine Erholung bei europäischen Aktien um 1,04 Prozent zur Folge. Die Abflüsse aus europäischen Aktien-ETPs scheinen auf Gewinnmitnahmen zurückzugehen. Der Euro wertete letzte Woche um 1,35 Prozent gegenüber dem US-Dollar ab, was die Erholung europäischer Aktien begünstigte, da die in den europäischen Indizes vertretenen Unternehmen beinahe 50 Prozent ihres Umsatzes weltweit erwirtschaften.

Bold is beautiful

von Aneeka Gupta, Equity & Commodities Strategist bei ETF Securities by WisdomTree.

President Mario Draghi took a bold stance at the ECB press conference on Thursday. Not only did Draghi announce the timeframe for ending the asset purchase programme in 2018 but he also provided forward guidance on the unlikelihood of an interest rate hike until the summer of next year, subject to incoming data. Taking into consideration the occurrence of the meeting comes just weeks after the Italian political turmoil, it is likely that Draghi was trying to project the most politically unbiased stance of the ECB to the markets.

This was contrary to most analyst expectations, as a forward guidance language on rates was only expected at the December meeting. In addition, the projected timeframe for the next rate hike is longer than investors had originally expected. It appears that Draghi has found the perfect balance for the hawks (ending an era of easy money) and doves (strengthened forward rate guidance). The timing of the end of the stimulus is viewed as a trigger for speculation on when the ECB will raise rates. According to the Eonia-dated contracts, it now appears more likely that the first-rate hike won’t take place until September 2019, provided inflation is sustainable. This is close to the time that Mario Draghi retires from his current position in October 2019. The market is becoming convinced this is a slightly dovish set of policy changes.

As the ECB’s mandate remains focussed on price stability, it shrugged off a series of downbeat macroeconomic data in the euro area and contagion spreading from Italian political risks, drawing attention to the sustained adjustment in the path of inflation as the reason for ending its bond buying program. According the latest staff projections for GDP, growth was revised lower for this year, while the outlook for 2019 and 2020 remain upbeat. While the inflation outlook was lifted higher to 1.7% from 1.4% each year until 2020. It seemed contradictory that the ECB remained optimistic on the forward growth projections despite central bank staff projections for 2018 being lowered to 2.1% versus 2.4%. It is also worth noting that the decisions to changes on forward guidance were unanimous and Draghi confirmed there was a desire to retain optionality should conditions deteriorate.

The dovish undertone coupled with greater clarity from the ECB on the path ahead seemed to resonate across the markets, the euro dipped 1% while European equity markets closed higher by1.23% and bond yields in Germany, Italy and Spain declined 0.45%, 2.78% and 1.35% respectively. European equity exporters namely the automakers caught a tailwind from the declining euro, leading the gains on European equity markets after being caught in the crossfire of trade wars.

Voraussichtliche Angebotsstörungen haben Rally bei Industriemetallen zur Folge

Angesichts voraussichtlicher Angebotsstörungen verbuchen Industriemetallkorb-ETPs die höchsten Zuflüsse seit Februar, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Die Mittelflüsse bei ETPs aus dem Energiesektor fallen weiter uneinheitlich aus – bei Energiekorb-ETPs kam es zu Zu-, bei Rohöl-ETPs hingegen zu Abflüssen. Die Anleger scheinen sich für eine Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zu positionieren.

Industriemetallkorb-ETPs (A0SVX7) verzeichnen die höchsten Zuflüsse seit Februar. Angesichts der Eskalation der Handelsstreitigkeiten legten Industriemetalle vergangene Woche um 2,9 Prozent zu. In der Folge kam es zu Zuflüssen in Industriemetall-ETPs in Höhe von 46,1 Mio. USD. Die Handelsbeschränkungen dürften Störungen in der Lieferkette nach sich ziehen und so das Angebot bei vielen Metallen verknappen. Den protektionistischen Maßnahmen seitens der USA, einschließlich Zölle auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren aus der EU, Kanada und Mexiko sowie eine Vielzahl an Zöllen auf Importe aus China, wurde mit der Ankündigung von Gegenmaßnahmen begegnet. Diese Handelsstreitigkeiten, bei denen Gleiches mit Gleichem vergolten wird, könnten weiter eskalieren. Die meisten Basismetalle weisen bereits ein Angebotsdefizit auf. Handelskriege wirken sich zusätzlich abträglich auf die Verfügbarkeit von Metallen aus. Neben den Handelsscharmützeln haben auch US-Sanktionen gegen Oleg Deripaska, dem größten Aktionär von Rusal (weltweit größter Aluminiumhersteller), zu einem Angebotsengpass bei Aluminium beigetragen. Bei der weltweit größten Kupfermine Escondida wurden die Lohnverhandlungen wieder aufgenommen, nachdem sie vergangenes Jahr verschoben worden waren. Letztes Jahr kam es infolge der Pattsituation bei den Lohnverhandlungen zu einem 43-tägigen Streik in der Mine. Die Anleger befürchten eine Wiederholung, da die Gewerkschaft äußerst ambitionierte Forderungen gestellt hat. Die Schließung einer großen indischen Kupferhütte und die Schwäche des US-Dollar hatten einen Anstieg der Kupferpreise auf ein Viereinhalbjahreshoch zur Folge. Kupfer-ETPs (A0KRJU) verzeichneten vergangene Woche mit 13,1 Mio. USD so hohe Zuflüsse wie zuletzt im April 2018.

Die Mittelflüsse bei ETPs aus dem Energiesektor (A0KRKD) fallen weiter uneinheitlich aus. Long-Energiekorb- ETPs setzten den Trend, der in der Vorwoche eingesetzt hatte, fort und verbuchten Zuflüsse von 29,6 Mio. USD. Dies ist der höchste wöchentliche Wert seit Dezember 2015. Dagegen verzeichneten Rohöl- ETPs mit 19,9 Mio. USD die neunte Woche in Folge Abflüsse. Die Ölpreise unterlagen in der vergangenen Woche starken Schwankungen. Ein unerwartet starker Anstieg der Lagerbestände bei Rohöl und Ölprodukten in den USA hatte einen Preisrückgang zur Folge. Hinzu kamen Berichte, die USA hätten die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) aufgefordert, die Produktion um 1 Mio. Barrel pro Tag anzuheben. Angesichts der OPEC-Sitzung gegen Monatsende, auf der das weitere Vorgehen des aus 14 Mitgliedern bestehenden Kartells besprochen werden dürfte, rechnen wir mit anhaltender Volatilität bei den Ölpreisen. Letztere legten gegen Ende der vergangenen Woche wieder zu, als der Iran signalisierte, die nukleare Anreicherung wieder aufzunehmen, sobald das derzeitige Atomabkommen scheitert. Diese Kavaliersdebatte könnte die EU abschrecken, die bislang versucht hat, die extraterritorialen Sanktionen der USA zugunsten des Handels mit dem Iran zu umgehen.

Die Anleger scheinen sich für eine Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zu positionieren. Die Zuflüsse in Long-EUR-Short-USD-ETPs stiegen auf ein Vierwochenhoch von 9,4 Mio. USD und glichen damit die Abflüsse aus der Vorwoche aus. Der Euro zeigte sich in den letzten Wochen im Zuge der Bildung einer neuen italienischen Regierung, die sich aus Parteien der politischen Extreme zusammensetzt, äußerst schwankungsanfällig. Die Bekenntnis des neuen italienischen Finanzministers zum Euro sowie das Versprechen, finanzielle Instabilität zu vermeiden, bieten der Währung allerdings gewisse Unterstützung.

ETF-Anleger halten die Verkaufswelle an den italienischen Aktienmärkten für überzogen. An den italienischen Aktienmärkten kam es mit 3,9 Mio. USD in der dritten Woche in Folge zu Zuflüssen. Obschon italienische Aktien im Verlauf des letzten Monats nachgaben, hatten die versöhnlichen Worte des italienischen Finanzministers zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts eine Rally von 2 Prozent beim FTSE MIB zur Folge. ETF-Anleger zogen vergangene Woche überdies 3,7 Mio. USD aus breit angelegten europäischen Short-Aktien- ETPs ab, was auf Gewinnmitnahmen nach einem Monat mit rückläufigen Kursen hindeutet.

Jetzt auf Getreide setzen und Gewinne einstreichen

von Aneeka Gupta, Equity & Commodities Strategist bei ETF Securities by WisdomTree.

Die 2018 verzeichneten Preiszuwächse bei Weizen, Mais und Sojabohnen von jeweils 18 Prozent,14 Prozent und 6 Prozent (Stand: 18. Mai 2018) markieren einen Wendepunkt auf dem Getreidemarkt. Dieser litt in jüngster Zeit aufgrund der steigenden Lagerbestände unter einem niedrigen Preisniveau. In seinem ersten Ausblick für den Zyklus 2018/2019 (September/August), der am 10. Mai 2018 veröffentlicht wurde, nahm das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) im Hinblick auf den Getreidemarkt eine optimistische Einschätzung vor. Diese positive Tonart hat sich jüngst auch auf dem Terminmarkt niedergeschlagen. So hat die spekulative Positionierung laut Daten der Commodity and Futures Trading Commission ihren höchsten Stand seit August 2017 erreicht. In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit den wichtigsten Prognosen für Agrarrohstoffe und beleuchten, welche Folgen sie für Anleger haben.

Abb. 1: Netto-Positionierung auf dem Getreidemarkt erreicht positives Terrain 

Quelle: USDA, Bloomberg, ETF Securities. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Anhaltspunkt für zukünftige Ergebnisse. Sie können nicht direkt in einen Index investieren.

Angebotsdefizit bei Mais

Laut Schätzungen des USDA dürfte auf dem globalen Markt für Mais 2018/2019 ein weiteres Angebotsdefizit von 35,8 Millionen Tonnen verzeichnet werden. Wenn sich diese Prognose bewahrheitet, würden die Endvorräte damit den niedrigsten Stand seit der Saison 2012/2013 erreichen, denn es wird erwartet, dass die Nachfrage die voraussichtliche Produktionssteigerung übertrifft. Da die Ölpreise steigen, wird 2018 mehr Mais für die Kraftstoffherstellung als für die herkömmliche Fütterung verwendet. Dies liegt in den Preisanreizen begründet, die das preisgünstigere Mais-Ethanol bietet.

Die Erträge und abgeernteten Ackerflächen werden laut der Prognosen niedriger ausfallen und dürften die US-Ernte in Mitleidenschaft ziehen. Gegenüber der vorherigen Ernte werden deshalb schätzungsweise fast 600 Millionen weniger Bushel eingebracht werden. Die USA dürften jedoch mit einem verschärften Wettbewerb zu kämpfen haben, da die Maisexporte aus der Ukraine und Russland 2018/2019 einen Gesamtwert von 265 Millionen Bushel erreichen werden. Der geringere Maisanbau in China – das Land hatte seine Vorräte bereits 2016/2017 und 2017/2018 abgebaut – wird wahrscheinlich zu einem deutlichen Rückgang der globalen Maisvorräte beitragen.

Gemäß der Prognosen des USDA liegt die globale „Stocks-to-Use-Ratio“ (das Verhältnis zwischen Beständen und Verbrauch) aufgrund des Rückgangs der weltweiten Endvorräte von Mais bei 14,5 Prozent, verglichen mit 21,8 Prozent im Vorjahr. Dies wäre die zweitniedrigste globale Stocks- to-Use-Ratio von Mais seit der Saison 1973/1974, was die neue Maisernte anfällig gegenüber schlechten Wetterverhältnissen macht. Die Maispreise bewegen sich im Verhältnis zur Stocks-to- Use-Ratio auf historisch niedrigen Niveaus, und weil die Maispreise von allen Getreiden bekanntermaßen die stärkste negative Korrelation (0,55) mit der Stocks-to-Use-Ratio aufweisen, gehen wir davon aus, dass diese – ähnlich wie im Jahr 2010 – kräftig zulegen werden. Da bei Mais die große Anbausaison bevorsteht (Juni bis September), befindet sich das Getreide jedoch nach wie vor unter einem erheblichen Preisdruck.

Aus dem letzten Crop-Progress-Report des USDA ging hervor, dass sich die Pflanzung von Mais in diesem Frühjahr auf 62 Prozent verbessert hat und sich damit dem Fünf-Jahres-Durchschnitt von 63 Prozent nähert. Die Keimung von Mais ist ebenso auf 28 Prozent gestiegen (Stand: Mitte Mai) und bewegt sich damit im Einklang mit dem Fünf-Jahres-Durchschnitt von 27 Prozent.

Abbildung 2: Maispreise sind trotz geringerer Stocks-to-Usage-Ratio niedrig

Quelle: USDA, Bloomberg, ETF Securities. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Anhaltspunkt für zukünftige Ergebnisse. Sie können nicht direkt in einen Index investieren.

Es werden mehr Sojabohnen als Mais angebaut

Die niedrigen Preise von Agrarrohstoffen haben einen Paradigmenwechsel in den USA eingeleitet. So werden mehr Sojabohnen produziert als die ressourcenintensiven Getreidearten Mais und Weizen.

Das USDA geht davon aus, dass der Anbau von Sojabohnen die Maispflanzungen im Jahr 2018 um das höchste Niveau übertreffen wird, das jemals verzeichnet wurde. Die globale Produktion von Sojabohnen wird gemäß der Prognosen des USDA steigen, da sich Argentinien von der Dürre erholt. Gleichwohl dürfte ein Großteil des Anstiegs durch den höheren Sojabohnen-Crush und höhere Exporte wieder wettgemacht werden. So werden die globalen Endvorräte von Sojabohnen schätzungsweise um 5,5 Millionen Tonnen zurückgehen.

Nachdem China Strafzölle auf US-Importe von Sojabohnen angekündigt hat, werden die chinesischen Sojabohnen-Importe 2018/2019 laut Prognosen zum ersten Mal seit 15 Jahren rückläufig sein. Gleichzeitig werden die Soja-Anbauflächen in China laut Quellen des chinesischen Landwirtschaftsministeriums um rund 9 Prozent erweitert. Auch wenn diese Maßnahme die Produktion ankurbeln wird, wird China nur etwa 12 Prozent der Sojabohnen anbauen, die es selbst verbraucht. Da in China eine steigende Nachfrage nach Sojabohnen zu verzeichnen ist, gehen wir nicht davon aus, dass die aktuellen Entwicklungen den Einfuhrbedarf des Landes beeinträchtigen werden, und erwarten, dass die laufenden Handelsstreitigkeiten beigelegt werden.

Abbildung 3: Endvorräte an Sojabohnen

Quelle: USDA, Bloomberg, ETF Securities. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Anhaltspunkt für zukünftige Ergebnisse. Sie können nicht direkt in einen Index investieren.

Harte Bedingungen für Winterweizen

Weizen war im jüngsten Bericht des USDA nach wie vor das schwache Glied. Seit Anfang 2018 kann ein Großteil der Aufwärtsdynamik bei den Weizenpreisen auf Berichte zurückgeführt werden, die sich mit den harten Bedingungen der Winterweizen-Ernte in Kansas (der US-Bundesstaat mit den wichtigsten Anbaugebieten) und anderen wichtigen Regionen beschäftigten. Nach derzeitigem Stand befindet sich der Winterweizen in Kansas, Oklahoma und Texas zu jeweils 50 Prozent, 68 Prozent und 60 Prozent in einem schlechten oder äußerst schlechten Zustand. Der Anbaufortschritt bei Winterweizen lag bei 36 Prozent, womit das Getreide hinter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt zurückblieb (41 Prozent). Das USDA überraschte die Anleger jedoch mit seiner Prognose, nach der die Weizenproduktion in den USA aufgrund des starken Anstiegs bei Sommerweizen trotz des schlechten Zustands von Winterweizen um 5 Prozent zulegen soll.

Auch wenn die Weizenernte in Russland laut Prognosen um 15 Prozent geringer ausfallen soll, wird davon ausgegangen, dass die globalen Weizenvorräte nur 2 Prozent hinter dem 2017/2018 verzeichneten Allzeithoch zurückbleiben werden. Schätzungen zufolge werden die globalen Endvorräte 2018/2019 mit 955 Millionen Bushel niedriger ausfallen. Diese Entwicklung wäre positiv und würde ein Vierjahrestief markieren.

Wie Anleger ein Engagement in Agrarrohstoffen aufbauen können

Aufgrund der starken Entwicklung des Getreidemarkts im Jahr 2018 ist der Continuous Commodity Futures Price Index (CCI Index) – der eine hohe Allokation in Getreide und Agrarrohstoffen (47 Prozent) aufweist – um 3,27 Prozent gestiegen (Stand: 18. Mai 2018).

Das Unterscheidungsmerkmal des CCI Index ist seine niedrigere Volatilität im Vergleich zu anderen Rohstoffindizes. Dies liegt darin begründet, dass er eine geringere Gewichtung des volatilen Energiesektors aufweist. Darüber hinaus tendieren die Indexpositionen auf der Forward-Kurve zu den nächsten sechs Monaten, wodurch sich die Volatilität verringert und die negative Rollrendite gemildert wird. Im Unterschied zu den großen Rohstoffindizes nimmt der CCI Index täglich Umschichtungen vor, um die Gewichtungen konstant zu halten.

Abbildung 4: Kumulativer Beitrag zur Spotrendite im bisherigen Jahresverlauf

Quelle: USDA, Bloomberg, ETF Securities. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Anhaltspunkt für zukünftige Ergebnisse. Sie können nicht direkt in einen Index investieren.

Wie aus der Grafik hervorgeht, leisteten Energie, Getreide und Kakao in diesem Jahr einen positiven Beitrag zur Spotrendite. Für Anleger, die ein Engagement in Getreide und Agrarrohstoffen aufbauen möchten, bietet der CCI Index ein diversifiziertes Engagement in Rohstoffen. Gleichzeitig behält der Index seine Ausrichtung auf Getreide und Agrarrohstoffe bei.

Status von Gold als sicherer Hafen rückt wieder in den Fokus

Gold-ETPs verzeichneten die höchsten Zuflüsse, da die politischen Turbulenzen in Italien und die Handelszölle in den Mittelpunkt rückten, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Diversifizierte Rohstoffkorb-ETPs verbuchten Zuflüsse in Höhe von 46 Mio. USD, da die Anleger wieder in Rohstoffe umzuschichten scheinen. Die Mittelflüsse bei ETPs aus dem Energiesektor fallen uneinheitlich aus – bei Energiekorb-ETPs kam es zu Zu-, bei Rohöl-ETPs hingegen zu Abflüssen

Gold-ETPs (A0LP78) verzeichneten mit 122,7 Mio. USD die stärksten Zuflüsse. Dies entspricht einem 33-Wochen-Hoch. Die Turbulenzen in der italienischen Politik in der vergangenen Woche trugen zusammen mit den höheren US-Handelszöllen zu einer Umkehr der Abflüsse bei Gold-ETPs in den vorangegangenen zwei Wochen bei. Aufgrund der Sorgen über Neuwahlen in Italien infolge der Ablehnung des Kandidaten für das Amt des Wirtschafts- und Finanzministers durch Präsident Sergio Mattarella weitete sich der Renditespread zwischen 10-jährigen italienischen und deutschen Staatsanleihen auf über 250 Basispunkte (Bp) und damit auf den höchsten Stand seit Oktober 2013. Der Goldpreis bildete diese Volatilität des Renditespreads zwischen italienischen und deutschen Staatsanleihen, der zeitweise bei über 300 Bp lag, nach. Die Fünf-Sterne- Bewegung und die Lega Nord in Italien konnten Ende der Woche allerdings in allerletzter Minute eine Regierung stellen, die vom Präsidenten angenommen wurde. Zwar kam es infolge der Bildung der neuen Regierung kurzzeitig zu einer Erholung. Dennoch haben die Sorgen am Markt weiter Bestand, da die neue populistische Regierung in Italien auf Konfrontationskurs mit der EU gehen dürfte. Gleichzeitig rückt auch die Unsicherheit im Zusammenhang mit den Handelsspannungen wieder in den Vordergrund und überschattet die positiven Wirtschaftsdaten in den USA. Laut den am Freitag veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen wurden außerhalb der Landwirtschaft 223.000 Arbeitsplätze geschaffen und beschleunigte sich das Lohnwachstum auf 2,8 Prozent und damit den höchsten Stand seit 2009, was auf zunehmende Inflationsrisiken hindeutet. Dies ebnet den Weg für weitere Zinserhöhungen seitens der Federal Reserve, was den Goldpreis unter Kontrolle halten dürfte, da die nächste Sitzung der Notenbank in zwei Wochen stattfindet. Gleichwohl scheint der Goldpreis stärker von der Eskalation der Handelskriege, bei denen Gleiches mit Gleichem vergolten wird, zu profitieren. Auslöser waren die am Freitag in der vergangenen Woche auferlegten US- Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Silber-ETPs (A0N62F) verzeichneten aufgrund von Gewinnmitnahmen Abflüsse in Höhe von 7,4 Mio. USD, welche die Zuflüsse der letzten Woche umkehrten.

Die Zuflüsse in diversifizierte Rohstoffkorb-ETPs beschleunigten sich mit 46 Mio. USD auf ein 13-Wochen-Hoch. Breit aufgestellte Rohstoffkorb-ETPs (A0KRKC) mit längerfristigem Horizont gewinnen an Attraktivität, da die Anleger in die Anlageklasse umzuschichten scheinen.

Die Mittelflüsse bei ETPs aus dem Energiesektor (A0KRKD) fallen uneinheitlich aus. Bei Energiekorb-ETPs (A0KRKD) kam es mit 23,1 Mio. USD zu den höchsten Zuflüssen seit Dezember 2015. Dagegen verzeichneten Rohöl-ETPs mit 10,1 Mio. USD die achte Woche in Folge Abflüsse.

Bei Kupfer-ETPs (A0KRJU) kam es infolge von Gewinnmitnahmen seitens der Anleger zu Rücknahmen im Wert von 12,2 Mio. USD, wodurch die Zuflüsse aus den vorangegangenen zwei Wochen ausgeglichen wurden. Sorgen über Angebotsstörungen hatten in der letzten Woche einen Anstieg der Kupferpreise um 1 Prozent zur Folge. Derzeit werden bei der Escondida- Kupfermine in Chile Tarifverhandlungen geführt, wobei der Ausgang alles andere als sicher ist, da die Gewerkschaft höhere Forderungen stellen dürfte als im vergangenen Jahr. Bei dieser Mine kam es im letzten Jahr zum längsten Streik in der Geschichte der chilenischen Bergbaubranche, der erhebliche Produktionsausfälle zur Folge hatte. Darüber hinaus ordnete die Regierung des indischen Bundesstaates Tamil Nadu aufgrund ökologischer Bedenken die Schließung der Kupferhütte von Sterlite (Tochterunternehmen von Vedanta) mit einer Kapazität von 400.000 Tonnen an. Zwar ist es noch nicht klar, ob eine dauerhafte Schließung angestrebt wird. Dennoch sind durch den Wegfall der Sterlite-Kupferhütte 1,7 Prozent des globalen Kupferangebots gefährdet. Die positiven Wirtschaftsdaten aus den USA (ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe) und China (Einkaufsmanagerindex) trugen dazu bei, die Sorgen im Zuge der Handelsspannungen zu mindern.

Will the dichotomy of geopolitical risk in oil and gold last?

There have been many events impacting markets over the past month, but when people look back on May 2018, one of the most impactful events will be the U.S. withdrawal from the Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) and re-establishment of all previous sanctions it had previously imposed on Iran. In our view, the impact on the oil market from simply viewing this in isolation should be minimal, as the U.S. doesn’t import any Iranian oil and Iran only produces about 3.8 million barrels per day of OPEC’s 32 million barrels per day.

The critical factor, rather, is the signal that the U.S. is sending by imposing extraterritorial sanctions—meaning that the U.S. is placing restrictions on all countries doing business with Iran. Most countries—absent any direct evidence that Iran violated the terms of the JCPOA—will do their best to avoid restricting their business with Tehran, and this sets the stage for clashing viewpoints between the policy of the U.S. and the views of much of the rest of the world. How other countries decide to deal with their disagreements with the U.S. on this issue (and potentially others) will likely set the stage for how the commodity markets perform in the months to come.

The US dollar has strengthened considerably over the prior month. The fact that we’re seeing oil’s appreciation in the face of such a dollar move tells us that oil market participants are placing a great deal of emphasis on the geopolitical situation in formulating their view on where prices should be.

Additionally, on 15th May 2018, the U.S. 10-Year Treasury Note saw its yield break through the resistance level of 3.05% for the first time since July of 2011. Some dollar bulls use this as one piece of their ammunition—arguing that U.S. interest rates being so much higher than those in Germany or Japan presages further dollar appreciation. Gold bears also look at this and note that, if one is to believe that U.S. treasuries are risk-free, gold is an asset without a yield and a higher yield creates stronger competition for portfolio allocations against gold positions.

One of the most interesting questions to us in looking toward the next part of 2018 will be whether or not the market aligns the view of geopolitical risk that seems to be embedded in the oil market’s behaviour of rising prices with the lack thereof that seems to currently be present in the gold market’s behaviour of falling prices.

Sentiment improves towards agricultural commodity complex after (US Department of Agriculture) USDA’s latest outlook. Cotton and corn have further to go. Net speculative positioning among most agricultural commodities with the exception of soybean oil turned positive on the back of short covering.

Ample supply situation paves way for lower metal prices, except for nickel. Industrial metal prices came under pressure after the re-assessment of the supply situation from various International Study Groups, projected more supply should be available on most metal markets, paving the way for potentially lower metal prices in the future.

Oil prices continued to rise in May as the risk of supplies tightening increased. Sanctions were reintroduced by the US on Iran with extraterritorial provisions. However, non-OPEC supplies are increasing and demand is likely to be set back by rising prices. Unless these sanctions are enforced by the countries that oppose them, we are likely to see oil prices decline.

Gold prices succumbed to pressure from surging US 10Y yields and a resurgent dollar. Gold has now fallen below its technical support level of $1,300 - a level last seen towards the end of last year. Net long speculative positioning declined to its lowest level since mid-2017, suggesting fading fears of geopolitical risks. In gold's slipstream, the rest of the precious metals complex were dragged lower.

Sector Overview

Agriculture

The agricultural sector was led higher by lean hog, wheat, corn and cotton prices last month. The USDA released their first projections for 2018/19 crop, forecasting lower ending stocks for corn, wheat and soybeans compared to consensus estimates.

A large part of wheat’s upward price momentum so far can be attributed to reports of winter wheat plants being in poor condition in Kansas. USDA surprised investors by projecting a 5% increase in US wheat production owing to a sharp rise in spring wheat despite the ensuing poor winter wheat conditions. Despite the 15% decline projected for the Russian wheat crop, global wheat stocks are expected to be only 2% short of the 2017/18 all-time high. As inventories remain elevated, we expect wheat prices to correct to the downside.

The significant decline in world corn ending stocks projected by USDA, pegs the world’s stocks to use ratio at just 14.5% from 21.8%. This marks the second tightest world’s stocks to use ratio for corn since the 1973/74 season. The price incentive offered in cheaper corn-based ethanol used in fuel production compared with rapidly increasing crude oil prices is resulting in more corn being used for fuel than traditional feed purposes in 2018. The reduction in corn cultivation in China, after it already cut back its high stocks in 2016/17 and 2017/18 season is likely to contribute to a more pronounced decrease in global corn stocks. Corn prices are poised to potentially benefit in the long run however as corn enters the prime growing season starting in June, it remains exposed to significant price pressure.

Industrial Metals

Industrial metal prices came under pressure after the re-assessment of the supply situation from various International Study Groups, projected more supply should be available on most metal markets, paving the way for potentially lower metal prices in the future. The most notable change was in the copper market where a moderate supply surplus was envisaged in 2018, the first in nine years, owing to higher mining and refinery production. It is yet to be seen if the collective agreements between the mine operators and the union, will be extended at the Escondida mine in Chile mid-year. Last year, the strikes at the Escondida mine caused significant supply outages on the copper market. The slowing dynamism in the Chinese construction sector coupled with weak growth of fixed asset investment in China at 7%, its lowest reading since 1999 pointed to weak demand.

Nickel was the best performer in May among the industrial metals complex supported by a favourable demand situation from stainless steel and battery technology. Global stainless-steel production (largest nickel consumer by far) climbed by 5.8% last year and is expected to expand a further 5% to a new record high of 50.5mn tons, according to consultancy MEPS. Despite a sharp rise in primary nickel production, the International Nickel Study Group (INSG) expects a large supply deficit of 120,000 tons this year. LME stocks have declined by over 60,000 tons so far this year, reaching their lowest level since July 2014. According to Shanghai Metals Market (SMM), nickel ore stocks at Chinese ports have reduced by 33% to 7.6mn tons over the past 6 months. We remain optimistic on the long-term investment case for nickel as supply lags rising demand.

Energy

The US has decided to withdraw from the Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) and reinstate all previous sanctions it had previously imposed on Iran. Although the US does not import any Iranian oil, the sanctions are designed to be extraterritorial – thus placing restrictions on all countries doing business with Iran. As Iran has not violated the terms of the JCPOA, most countries oppose the reintroduction of sanctions and will do their best to avoid restricting business with Tehran. On May 18th the European Commission for example put forward a Blocking Statute which forbids EU companies from complying with the extraterritorial effects of US sanctions and allows companies to recover damages arising from such sanctions. With Iran producing 3.8 million barrels per day (of OPEC’s 32 million barrels per day), the threat of supply restrictions had sent oil prices over US$80/bbl for the first time since November 2014. If countries can successfully bypass US rules, we expect oil prices to ease.

However, the threat of US sanctions against Venezuela is now emerging following a suspicious election results that sees the incumbent Nicolas Maduro remain in power despite widespread disillusionment with his performance. Venezuelan oil supplies have been plummeting as a result of economic disarray and sanctions against the country could further tighten supplies from the country.

The (Energy Information Administration) EIA expects US oil production to rise by 1.3 million barrels per day in 2018, following a 0.46 million barrel per day increase in 2017. The EIA’s latest forecast for 2018 is 0.4 million barrels per day higher than last month. The market appears to be ignoring much of the price negative news from the US supply increases amid the extent of geopolitical news elsewhere.

Precious Metals

Gold prices have weakened over the past month with the US 10Y comfortably above 3% and the dollar up nearly 5% since mid-April. Both developments are bearish for gold. Although gold seemed to be carrying a geopolitical risk premium earlier this year, its divergence with oil lately indicates that political concerns rank lower on gold investors’ minds in recent weeks. However, Iran’s potential withdrawal from the Joint Comprehensive Plan of Action and the upcoming meeting between Trump and Kim Jong Un in June remain key risks that could derail risk-on sentiment and preserve gold’s shine.

Silver has moved in lockstep with gold for much of 2018 and this trend continued over the past month. The gold to silver ratio has declined over the past month, indicating more bullishness towards silver than gold.

Technical Overview

Positioning

Speculative positioning in soybean oil futures became the most bearish since April 2017, shorts built up again, ending our reporting period 514% more net short than the prior month. Net positioning among wheat, corn and coffee rose higher by 177%, 31% and 47% respectively as a consequence of short covering. While sentiment has improved towards corn and wheat futures following USDA’s latest outlook, investors remain bearish on coffee futures as long positions declined further.

Investors appeared more cautious on nickel, as net speculative positioning declined 47% as investors built up short positions by 5%. Net speculative positioning in Brent oil futures have come down marginally from an all-time high reached in last month.

Net long speculative positioning in gold has fallen to around 100,000, its lowest level since mid-2017 and just below the five-year average. This suggests speculators are sceptical of a material geopolitical risk developing. Positioning in silver is currently less negative than last month (when it hit an all-time low), but still remains more than a standard deviation below its five-year average.

Inventories

Corn ending stocks have declined 21.6% over the period. USDA projected global corn ending stocks to decline 35.8mn tons from a year ago, and if realised would be the lowest since 2012/13. According to USDA, the global coarse grain outlook is for higher production, increased use and lower ending stocks.

Soybean inventories have decreased 11.7%. Despite USDA projecting global soybean production to rise on the back of a recovery from the drought in Argentina, higher soybean crush and exports are expected to offset most of the rise as global soybean ending stock estimates are lowered by 5.5 million.

Tin inventories rose 35% on average over the prior 3 months. China’s impact as net importer to net exporter is starting to be felt, as tin inventories on the Shanghai Metals Exchange (SHFE) rose sharply by 71% the last month alone.

The International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) expects the 2018 zinc supply deficit of 263,000 tons to be lower than last year since production is expected to pick up noticeably. As sentiment remains less upbeat than a month ago, we expect zinc prices to correct further.

Natural gas inventories are rising in line with seasonal trends, but remain significantly lower than last year and 27% below the 5-year average as the coldest April in 21 years led to lower than-normal injections. However, the EIA expect higher production in coming months to the close the gap between current inventory levels and the 5-year average to just 8%.

Curve Dynamics

With the exception of cotton, the extent of the decline in contango along the short end of the agricultural commodity futures curve suggests ample supplies.

Although Brent and WTI oil are in backwardation through most of the curve, heating oil is the only energy future in backwardation in the front month, with a positive roll yield of 0.3%.

Technicals

Coffee is currently trading 7.7% below its 200-Day Moving Average (dma) and we expect to see further price weakness owing to expectations of a record coffee crop in Brazil. Owing to ethanol’s attractive price discount to gasoline prices, a marked shift in sugar cane processing in Brazil away from sugar towards ethanol is likely to persist. This could lend some support to sugar prices that are currently 15% below their 200-dma.

Carbon is trading 68% above its 200-day-moving average as an effort to tighten up the supply of permits under the European Emissions Trading Scheme is likely to take place to reduce emissions by 40% by 2030 to be consistent with the commitments under the Paris Agreement in 2015.

Gold traded below its technical support level of $1,300 and is now at its lowest point since the turn of the year.

Anleger rotieren offenbar aus Gold- in Silber-ETPs

Silber-ETPs verzeichneten die höchsten wöchentlichen Zuflüsse seit Januar 2015. Antizyklische Aktienanleger interessieren sich für Italien-ETFs, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Long-Rohöl-ETPs kam es zu Abflüssen in Höhe von 45 Mio. USD, da sich Rohöl der Sorte WTI so stark verbilligte wie zuletzt vor zehn Wochen.

Silber-ETPs (A0N62F) verzeichneten die höchsten wöchentlichen Zuflüsse seit Januar 2015. Silber holt seit einigen Wochen gegenüber Gold auf. Nach dem Zweijahreshoch von 82 im April liegt die Gold-Silber-Ratio am 25. Mai wieder bei 78. Während Gold angesichts der steigenden Zinsen in den USA nach wie vor unter Druck steht, kann Silber von seinen Eigenschaften als Industriemetall profitieren. Der Ausblick für die industrielle Silbernachfrage wirkt günstig, zumal sich die globalen Einkaufsmanagerindizes zu Beginn des zweiten Quartals verbesserten. Silber weist seit 2013 ein Angebotsdefizit auf, und aufgrund der in den letzten Jahren ausgebliebenen Mineninvestitionen ist es wahrscheinlich, dass es noch eine Weile Bestand hat. Für Silber sprechen ferner die zunehmende Nachfrage im Elektroniksektor (vor allem für Autos) und in der Photovoltaik-Branche. Long-Silber-ETPs (A0N62F) zogen in der letzten Woche Gelder in Höhe von 97,3 Mio. USD an. Ganz anders die Entwicklung bei Gold-ETPs. Trotz der Zuflüsse gegen Ende der Woche, als das Gipfeltreffen zwischen den USA, Nordkorea und Südkorea für weitere Turbulenzen sorgte, kam es bei Gold-ETPs (A0LP78) im Wochenverlauf insgesamt zu Abflüssen in Höhe von 63,5 Mio. USD, da sich der Goldpreis vorwiegend rückläufig entwickelte.

Antizyklische Aktienanleger interessieren sich für Italien-ETFs. Die Bildung einer populistischen Koalitionsregierung in Italien schreckte den Markt in der letzten Woche auf, und der FTSE MIB büßte gut 4,5 Prozent ein. Vor den Ereignissen des Wochenendes, die weitere Turbulenzen zur Folge hatten, schienen die ETF-Anleger jedoch eine Kaufgelegenheit zu wittern. Bei FTSE-MIB-ETFs fielen die Zuflüsse mit 8,2 Mio. USD so hoch aus wie zuletzt im Juni 2016.

Zucker-ETPs (A0KRJ8) verzeichneten die höchsten Abflüsse seit Juli 2015, da die Anleger Gewinne mitnahmen. Als der Markt in der vergangenen Woche den Umfang des globalen Überangebots neu bewertete, legten die Zuckerpreise um 7 Prozent zu. Nach der Rekordernte (und des folgenden hohen Zuckerausstoßes) hatte der Markt zunächst reflexartig angenommen, dass Indien den Markt mit umfangreichen Zuckerrohrexporten überschwemmen könnte. Indien scheint sich aber in diesem Jahr mit der Anhebung der Lagerbestände zufrieden zu geben. Zugleich ist es wahrscheinlich, dass das brasilianische Angebot aufgrund der weniger günstigen Wetterlage geringer ausfällt. Darüber hinaus dürften die relativ hohen Rohölpreise dazu führen, dass größere Mengen Zuckerrohr der Zuckerproduktion entzogen und in die Ethanolproduktion gelenkt werden. Long-Zucker-ETPs verzeichneten in der vergangenen Woche Abflüsse in Höhe von 8,5 Mio. USD, da Anleger im Zuge des jüngsten Preisanstiegs Gewinne mitzunehmen schienen.

Auch bei Industriemetallen (A0SVX7) kam es wohl zu Gewinnmitnahmen. Deren Preise hatten nach einer Schwächephase erst im letzten Monat insgesamt um 1,5 Prozent zugelegt. Nach der Marktbewegung schienen die Anleger aber Gewinne mitzunehmen. So fielen die Abflüsse in der vergangenen Woche mit 16,6 Mio. USD so hoch aus wie seit acht Wochen nicht mehr. Auch wenn die fundamentale Situation weiterhin unterstützend für Industriemetalle wirkt, könnte der aufwertende US-Dollar den Anstieg der Preise auf kurze Sicht begrenzen.

Bei Long-Rohöl-ETPs (A0KRJX) kam es zu Abflüssen in Höhe von 45 Mio. USD, da sich Rohöl der Sorte WTI so stark verbilligte wie zuletzt vor zehn Wochen. Der Preis der Sorte WTI fiel in der letzten Woche um 5 Prozent, da die OPEC und Russland signalisierten, dass sie zu Fördererhöhungen bereit wären. Bisher ist unklar, in welchem Maße sie ihre Förderung anheben wollen oder inwiefern die 14 Mitglieder der Organisation – und die anderen zehn Nicht-OPEC- Länder, die an der freiwilligen Förderanpassung teilnehmen – überhaupt mit einer Reduzierung der Förderkürzungen einverstanden sind. Wir gehen davon aus, dass das 174. Treffen der OPEC am 22. Juni für mehr Klarheit sorgen wird.

Abflüsse aus Edelmetall-ETPs, da die Stimmung nachlässt

Wöchentliche Abflüsse aus Edelmetallen nahmen aufgrund des stärkeren US-Dollar und der steigenden US- Staatsanleiherenditen zu. Der Abschlag der Rohölsorte WTI zur Sorte Brent weitete sich aus, und die Abflüsse aus Rohöl-ETPs stiegen in der sechsten Woche in Folge. Yen-ETPs bleiben trotz der vorübergehenden Konjunkturschwäche im ersten Quartal gefragt, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht.

Da sich der Abschlag von Rohöl der Sorte WTI (A0KRJX) gegenüber der Sorte Brent (A1N49P) erhöhte, setzten sich die Abflüsse mit 5,4 Mio. USD in der sechsten Woche in Folge fort. Der Preis von Rohöl der Sorte Brent erreichte zum ersten Mal seit November 2014 wieder 80 USD pro Barrel, was den anhaltenden Sorgen über das Angebot aus Venezuela und dem Iran geschuldet sein dürfte. Der wenig überraschende nächtliche Wahlsieg von Präsident Nicolas Maduro wird wohl zu inneren Unruhen in Venezuela führen und die Abnahme der Rohölförderung verschärfen. Die Internationale Energiebehörde (IEA) sah in der letzten Woche Anzeichen für eine weitere Verknappung des Angebots auf dem Rohölmarkt, da die Rohölvorräte in den OECD-Ländern im März auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren fielen und zum ersten Mal seit 2014 kurzzeitig sogar unter dem Fünfjahresdurchschnitt lagen. Unterstützt wurde der Rückgang der Lagerbestände vom Export, der ein Rekordhoch erreichte, da US-Rohöl aufgrund des hohen Abschlags von WTI gegenüber Brent für internationale Abnehmer attraktiver wurde. Im Gegensatz zu API, das eine Zunahme der Bestände meldete, verzeichnete das US-Energieministerium einen Rückgang um 1,4 Mio. Barrel. Ferner hielt sich die Zahl der US-Förderplattformen in der letzten Woche stabil bei 844, nachdem es sechs Wochen lang stetig mehr geworden waren.

Gold-ETPs (A0LP78) verzeichneten mit 82,3 Mio. USD die höchsten wöchentlichen Rücknahmen seit zwölf Wochen. Die Goldpreise standen in der letzten Woche unter erheblichem Druck, da der US-Dollar aufwertete und die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen die Marke von 3,112 Prozent überschritten. Die Renditedifferenz zwischen zehnjährigen Treasuries und Bundesanleihen derselben Laufzeit weitete sich auf 250 Basispunkte aus und markierte damit ein 30-Jahres-Hoch. Dies deutet auf eine weitere Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro hin, aber auch auf eine anhaltende Schwächeperiode von Gold, das keine Zinsen abwirft und im aktuellen Umfeld steigender Zinsen nicht attraktiv erscheint. Aufgrund seiner historischen Rolle als sicherer Hafen besitzt es dennoch erhebliches Aufwärtspotenzial aufgrund der aktuellen geopolitischen Risiken, zu denen die Proteste im Gazastreifen, die Unsicherheit rund um das Atomabkommen mit dem Iran, der Handelsstreit zwischen den USA und China, der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel und die Koalitionsbildung der populistischen euroskeptischen Parteien in Italien zählen. Der Goldpreis sank kurzzeitig unter die psychologisch wichtige Marke von 1300 USD/oz. auf den tiefsten Stand seit Jahresanfang, was Käufer von physischem Gold auf den Plan rufen dürfte. Silber (A0N62F) konnte in der zweiten Wochenhälfte einen Teil seiner Verluste wieder wettmachen, sodass die Gold-Silber-Ratio auf 78,5 fiel. Anleger nahmen Gewinne mit, und die wöchentlichen Abflüsse aus Silber-ETPs (A0N62F) erreichten mit 98,4 Mio. USD den höchsten Stand seit September 2017. Edelmetallkorb-ETPs (A0N62H) verzeichneten Abflüsse in Höhe von 12,3 Mio. USD, da sich die Stimmung im Sektor verschlechterte.

Long-Yen-ETPs erzielten gegenüber dem Euro die höchsten Zuflüsse seit zehn Wochen. Nach acht Quartalen Wachstum in Folge kontrahierte die japanische Wirtschaft im ersten Quartal, da das BIP aufgrund des schleppenden Konsums der Privathaushalte und Investitionen stärker als vom Konsens erwartet schrumpfte (-0,6 Prozent). Die hohe Unternehmensrentabilität, der optimistische globale Wachstumsausblick und erste Anzeichen für einen zunehmenden Lohndruck sind jedoch Belege dafür, dass das Anlageargument für Japan nach wie vor Bestand hat.

Geopolitische Risiken lenken ETP-Kapitalströme

Bei Rohöl-ETPs kam es zu Abflüssen in Höhe von 39,5 Mio. USD, da Anleger nach dem Anstieg der Rohölpreise um 3,2 Prozent Gewinne mitnahmen, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Angesichts des erhöhten politischen Risikos gewann Gold an Attraktivität. ETF-Anleger gingen in Vorwegnahme einer Krise in dieser Woche Short-Positionen in Italien ein.

Bei Long-Rohöl-ETPs (A1N49P) kam es zu Abflüssen in Höhe von 39,5 Mio. USD, da Anleger nach dem Anstieg der Rohölpreise um 3,2 Prozent Gewinne mitnahmen. Der Anstieg auf das Dreieinhalbjahreshoch folgte der Ankündigung der USA, sie würden die Sanktionen gegen den Iran wiedereinführen. Dabei sind die globalen Rohölmärkte infolge der Produktionsausfälle in Venezuela und der Vertragstreue der OPEC-Staaten, die die vereinbarten Förderkürzungen weitgehend einhalten, bereits sehr angespannt. Wir rechnen allerdings damit, dass sich die extraterritorialen Vorschriften der USA nur geringfügig auswirken werden, da die USA kein iranisches Rohöl importieren und die erdölimportierenden Länder die Haltung der USA nicht zu übernehmen scheinen. Die Sanktionen werden, kurz gesagt, iranisches Rohöl wohl nicht vom Markt jagen. Lediglich die geopolitische Prämie dürfte nicht so bald verschwinden. Da einige andere Länder die Förderung steigern, dürften die jüngsten Zugewinne zum Teil aufgezehrt werden. Letztere wirken in dieser Höhe nicht nachhaltig, und die Anleger scheinen Gewinne mitzunehmen.

Angesichts des erhöhten politischen Risikos gewannen Gold-ETPs (A0LP78) an Attraktivität. Der politische Kalender ist gut gefüllt. Im kommenden Monat steht das Treffen zwischen Präsident Trump und Kim Jong-un auf dem Programm, und die Risiken, dass die Atommächte aneinander geraten, statt einen Friedensplan entwickeln, sind nicht unerheblich. Darüber hinaus ist die Maßnahme gegen den Iran ein Zeichen, dass die USA ihre diplomatische Präsenz im Nahen Osten wiederherstellen wollen. Ob dies die Stabilität in der Region fördert oder behindert, lässt sich bislang nicht sagen. Sollte sich der Iran aus dem gemeinsamen umfassenden Aktionsplan zurückziehen, könnte die Region unserer Ansicht nach ins Chaos stürzen und der Stellvertreterkrieg mit Saudi-Arabien eskalieren. Long-Gold-ETPs verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 16,7 Mio. USD, während in die eng korrelierten Silber-ETPs 3,1 Mio. USD flossen.

Short-FTSE-MIB-Aktien-ETPs verzeichneten die höchsten Zuflüssen seit Juni 2017, da die Anleger eine Koalitionsregierung der Anti-Establishment-Parteien in Italien fürchten. Dabei legten Short-FTSE-MIB-ETPs um 3.6 Mio. USD zu, während es bei Long-FTSE-MIB-ETPs zu Abflüssen in Höhe von 4,5 Mio. USD kam. Als der Termin für die Regierungsbildung gestern verstrich, blieben die Anleihe- und Aktienmärkte überraschend ruhig. Wir sind der Überzeugung, dass sich ETP-Anleger für eine Krise in dieser Woche positioniert haben.

Anleger sind sich über die Richtung von Aluminium (A0KRJS) offenbar uneinig. Bei Long-Aluminium-ETPs kam es mit 1,9 Mio. USD zu den höchsten wöchentlichen Zuflüssen seit Februar 2018. Zugleich flossen in Short-Aluminium-ETPs 1,1 Mio. USD – soviel wie zuletzt im Mai 2016. Auch wenn die Preise ausgehend von den Hochs des letzten Monats gesunken sind, als die USA Sanktionen gegen den Großaktionär einer russischen Bergbaugesellschaft verhängten, dürften sie wieder ansteigen, sobald die Sanktionen (und die Handelsbeschränkungen gegen China) in Kraft treten.

Die Anleger nehmen hinsichtlich des Euro gegenüber dem US-Dollar wieder eine optimistischere Haltung ein. In der letzten Woche wurden Long-EUR-Short-USD-ETPs im Wert von 9,7 Mio. USD ge- und Long-USD-Short-EUR-ETPs im Wert von 8,3 Mio. USD verkauft. Anleger scheinen nicht überzeugt, dass die jüngste moderate Aufwertung des US-Dollar nachhaltig ist. Obwohl sich die wirtschaftlichen Daten in Europa weiter abschwächen und es kaum Anzeichen gibt, dass sich die Fed von weiteren Zinsanhebungen in diesem Jahr abbringen lässt, sind wir der Überzeugung, dass die Zinsdifferenz den US-Dollar höher treiben könnte.

Gold-ETPs im aktuellen Risk-off-Umfeld für den Großteil der Kapitalflüsse verantwortlich

Die Zuflüsse in Gold-ETPs machten nach einem verhaltenen Beschäftigungsbericht und anhaltenden Handelsspannungen den Löwenanteil der Kapitalströme aus, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Gewinnmitnahmen führten zu Abflüssen aus Rohöl-ETPs, da die Preise im Zuge der sich verschärfenden Wortgefechte zwischen den USA und dem Iran ein Vierjahreshoch erreichten. In Industriemetallkorb-ETPs flossen 14,1 Mio. USD, was einem Siebenwochenhoch entspricht.

Nach dem verhaltenen Beschäftigungsbericht nahmen die Zuflüsse in Gold-ETPs mit 62,8 Mio. USD so stark wie zuletzt vor 25 Wochen zu. Die schwache Entwicklung von Gold (‑0,66 Prozent) ging in der letzten Woche Hand in Hand mit einer Aufwertung des US-Dollar (+1,12 Prozent). Nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht blieben die Goldpreise weitgehend unverändert. Aufgrund der rückläufigen Erwerbsquote sank die Arbeitslosigkeit weiter unter das Niveau, dass den Schätzungen der Fed zufolge gerade noch langfristig nachhaltig ist. Ferner fehlt es Löhnen und Inflation dem Bericht zufolge an Aufwärtsdruck. Trotzdem wird dies die Fed wohl nicht davon abhalten, die Zinsen im Juni anzuheben und zwei weitere Zinsanhebungen für 2018 zu planen. Dies dürfte den Goldpreis belasten. Andererseits wird der unsichere Ausgang der Handelsgespräche zwischen China und den USA die Stärke des US-Dollar ausgleichen und dem Goldpreis weiter Auftrieb verleihen.

Edelmetallkorb-ETPs verzeichneten mit 25,3 Mio. USD die höchsten Abflüsse seit 23 Wochen. Die Positionierung an der Terminbörse CFTC in der Woche zum 1. Mai bestätigt den extremen Pessimismus der spekulativen Marktteilnehmer, die bei Gold ihre Long-Position netto um 60 Prozent kürzten. Darüber hinaus verkehrte sich bei Silber die Netto-Long-Position in eine Netto-Short-Position, während die Short-Position bei Platin den höchsten Netto-Stand seit Juli 2017 erreichte. Aktuell scheinen die Anleger zu pessimistisch positioniert zu sein. In dem nicht unwahrscheinlichen Fall, dass sich die Stimmung dreht und Short-Positionen eingedeckt werden müssen, ist es möglich, dass auch die Preise die Richtung ändern.

Die Abflüsse aus Rohöl-ETPs setzten sich im Zuge der sich verschärfenden Wortgefechte zwischen den USA und dem Iran mit 8,4 Mio. USD in der vierten Woche in Folge fort. In scharfem Kontrast hierzu kam es bei Energiekorb-ETPs zu Zuflüssen in Höhe von 9,5 Mio. USD. Trotz der zunehmenden Förderung in den USA verschiebt sich das Gleichgewicht des Rohölmarkts aufgrund der Produktionsausfälle in Venezuela und der anstehenden Entscheidung Präsident Trumps, die Sanktionen gegen den Iran wiedereinzuführen, in Richtung einer Verknappung, was den Ölpreisen zugutekommt. 

Bei europäischen Aktien-ETPs kam es in der vierten Woche in Folge aufgrund schwächerer gesamtwirtschaftlicher Daten und einer uneinheitlichen Berichtssaison zu Abflüssen, die sich auf 4,8 Mio. USD beliefen. Die Unternehmensgewinne in Europa boten bisher – nach 70 Prozent der Quartalsberichte – ein gemischtes Bild. Das Gewinnwachstum verfehlt mit durchschnittlich 3,46 Prozent die Konsensschätzungen, wobei Energie, Verbraucherdienstleistungen und Technologie Stärke zeigen und die schwache Entwicklung im Finanzsektor abträglich wirkt. Vor dem schwächeren gesamtwirtschaftlichen Hintergrund kühlt sich die Gewinndynamik in Europa aufgrund der hohen Euro-Sensitivität bereits seit Februar ab, da über 55 Prozent der Umsätze im Ausland erzielt werden. 

In Industriemetallkorb-ETPs flossen 14,1 Mio. USD, was einem Siebenwochenhoch entspricht.

Antizyklische Anleger verkaufen US-Dollar und kaufen Zucker

In Short-USD-Long-EUR-ETPs flossen 6,7 Mio. USD, da Anleger antizyklische Wetten eingingen, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Gold kam es nach zweiwöchigen Zuflüssen erneut zu Abflüssen. Fallende Zuckerpreise ziehen Schnäppchenjäger an.

In Short-USD-Long-EUR-ETPs flossen 6,7 Mio. USD, da Anleger antizyklische Wetten eingingen. In der Woche, in der zehnjährige US-Staatsanleihen erstmals seit 2014 wieder kurzzeitig über 3 Prozent standen und sich die aufgestaute Kraft des US-Dollar Bahn brach, schienen ETP-Anleger eine antizyklische Haltung einzunehmen. Der US-Dollar-Korb legte um 1,4 Prozent zu, wobei der Dollar insbesondere gegenüber dem Euro (1,6 Prozent) gewann. Der Euro wertete am stärksten am Donnerstag ab, als die EZB einräumte, dass die Wirtschaftsdaten schwach ausgefallen seien und die konjunkturellen Entwicklungen im zweiten Quartal genauer Beobachtung bedürften. EZB-Präsident Draghi hob in seinem ausgewogenen Kommentar zwar hervor, dass die Schwäche vorübergehenden Faktoren und unter anderem dem Wachstumsschub am Jahresende 2017 geschuldet sein könnte, aber seine Haltung wurde vom Markt als insgesamt zögerlich angesehen. ETP-Anleger scheinen trotzdem der Meinung zu sein, dass der Euro die Verluste der letzten Woche wieder aufholen wird.

Bei Gold kam es nach zweiwöchigen Zuflüssen erneut zu Abflüssen. Die steigenden Treasury-Renditen und der aufwertende US-Dollar drückten die Goldpreise um 1,1 Prozent und führten zu Abflüssen aus Gold-ETPs (A0LP78)von 23,1 Mio. USD. Die mehrwöchigen Zuflüsse, in denen Gold vom zunehmenden geopolitischen Risiko profitierte, gingen damit zu Ende. Das historische Gipfeltreffen zwischen Nord- und Südkorea in der letzten Woche hatte zu dem Übereinkommen geführt, „alle feindlichen Akte gegeneinander künftig zu unterlassen“ und die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel anzugehen. Dies kostete Gold einen Teil seiner geopolitischen Prämie.

Fallende Zuckerpreise ziehen Schnäppchenjäger an. Bei Long-Zucker-ETPs (A0KRJ8)kam es in der letzten Woche mit 8,9 Mio. USD zu den höchsten Zuflüssen seit Januar 2015. Aufgrund des reichlichen globalen Angebots rutschten die Zuckerpreise seit Jahresanfang um 23 Prozent ab. Zucker steht unter Druck, seit die EU die Exportquoten im letzten Jahr aufgehoben hat und große Rohzuckerproduzenten wie Brasilien und Indien erhebliche Mengen auf den Markt bringen. Vor Beginn der Saison 2018/19 gibt es aber Spekulationen, dass Brasilien im Zuge der gestiegenen Rohölpreise mehr Zuckerrohr in die Ethanolproduktion lenken wird. Ethanol ist in Brasilien eine Kraftstoffalternative, da dort die meisten Autos mit Benzin und Ethanol gleichermaßen fahren. Damit stünde weniger Zuckerrohr für Zucker zur Verfügung und die Preise könnten steigen.

Bei Platin- (A0N62D) und Palladium- (A0N62E) ETPs kam es nach schwachem Autoabsatz zu Abflüssen. Aus Platin-ETPs flossen 7,1 Mio. USD und aus Palladium-ETPs 10,6 Mio. USDab. Beide Metalle kommen in Katalysatoren zum Einsatz und reagieren daher empfindlich auf den Autoabsatz. In Europa wurden im März 5,3 Prozent weniger Pkw als im Vorjahr (der erste Rückgang im März seit 2014) und 2,5 Prozent weniger Nutzfahrzeuge verkauft.

Commodities see-saw amidst geopolitics and rising yields

If there has been one theme driving global markets over the past month it has been geopolitical risk. At times, the focus has been on the potential for a trade war, primarily between the U.S. and China, but also potentially touching on adjustments to North American Free Trade Agreement (NAFTA). Subsequently, the focus has shifted away from trade policy and back towards the powder keg in the Middle East. While Syria is the headline issue, tensions between the U.S. and Russia are the true foundation.

Commodities have responded over the month. As of 20th April, the Bloomberg Commodity Index had delivered a Year-To-Date (YTD) total return of approximately 2.4%. Over the month of April, this Index was up 2.8%, thereby taking its return from negative YTD territory to positive YTD territory. When the Middle East is in focus, energy and oil historically tend to come to the forefront. On 20th April 2017 (1-Year ago), the price of one barrel of Brent Oil was $52.99. Now, it is nearly $74, rising from approximately $70 during April 2018 alone. Tension in the Middle East has historically been supportive to oil, but we caution investors to overplay that thesis as the production from the U.S. shale producers has been a factor growing in its importance and may create further supply in this market.

One year ago, the price of gold was at about $1280 per Troy ounce, while as of 20th April it was about $1340—driven upward and supported by geopolitical risk more than any other factor. We would also point out that, since commodities are priced in U.S. dollars, movement of the dollar is playing an important role. Over the prior year (20-April-2017 to 20-April-2018), the dollar weakened against all of the G10 currencies. The euro was the biggest gainer—appreciating 15.2%, while the yen was the smallest, gaining 1.7%. Over the month of April 2018, the dollar’s performance was more mixed—the Swedish krona, Japanese yen and Swiss franc actually weakened while the Canadian dollar and Norwegian krone strengthened. The euro and the British pound appreciated slightly over this short period.

  • Cocoa and sugar follow different paths however, we expect sugar prices to recover. Unfavourable wet weather conditions coupled with healthy grinding figures in Europe and Asia contributed to cocoa’s strong price appreciation last month. While sugar a prices lagged behind owing to the ample supply situation. We expect the substitution of sugar production for ethanol by Brazil to pave the way for a price recovery.
  • Industrial metal prices rebounded from last month’s slump, reflecting easing fears of an escalation in the global trade war. This was accompanied by speculative rallies in aluminium and nickel, both of which saw double digit price increases as a result of US trade asanctions being imposed on Russian metals producers.
  • Oil prices rose by close to 10%, to the highest level since 2014. Geopolitical risk has put a premium into oil prices. If sanctions are placed on Iran and Russia, oil supplies could be disrupted, tightening the market further. Outages from Venezuela have already reduced production from OPEC more than the group had intended when they decided to curb a production at the end of 2016.
  • Precious metals benefit from ongoing trade tensions and geopolitical risks. Gold appears to have fulfilled its purpose as a safe haven asset. Geopolitical risk continued to weigh on market sentiment, supporting the price of the yellow metal. Silver was the best performer in the sector rising on the back of strong fundamental data releases.

 Please find ETF Securities' Commodity Monthly Monitor for Apr/May 2018 with charts on the left.

Agriculture

Cocoa was the best performer amongst agricultural commodities, rising by 7.1% over the prior month. Unfavourable wet weather conditions in the Ivory Coast, the leading growing country, a are feared to disrupt the harvesting season which is currently underway. The change in a weather conditions are having a pronounced impact on prices as sentiment shifts. The European Cocoa Association (ECA) reported, record high cocoa grinding in Europe up 5.5% in the first quarter over the prior year owing to the high grinding margin. Grinding data in Asia posted the highest figure since records began in 2011. This is also lending buoyancy to cocoa’s price appreciation.

Sugar’s weak price performance can largely be attributed to the ample supply situation on the international sugar market, largely from EU and India. Sugar has staged the weakest performance amongst all major commodities since the start of the year. In response to its price gap with ethanol (that attained a five year high in March), producers in Brazil have more incentive to switch production from sugar to ethanol in the 2018/19 crush. According to JOB Economia e Planejamento, a consultant firm specialised in sugar and ethanol, Brazilian sugar a exports in the 2018/19 season currently underway is expected to decline by 6.5 million tons • over the prior year owing to lower processing. The resulting lower supply from the world’s largest sugar exporter should support a price recovery for sugar.

Industrial Metals

Industrial metals rebounded from last month’s slump, outperforming all other commodity sectors as cooling Trump trade rhetoric soothed investors' nerves about an escalating global trade war.

Copper was one of the key beneficiaries of improving investor sentiment, posting gains of 3.5% over the prior month. Though prices remain vulnerable to trade tension tantrums, global growth conditions remain favourable, and any signs of a potential US-China trade agreement could present a catalyst for copper prices to retest recent highs.

Leading the industrial metals sector was aluminium, with prices rallying by over 20% in response to US sanctions imposed on Rusal, the world’s second largest aluminium producer. This could leave almost 6% of global aluminium supply cut off from commodity markets. The threat of a potential widening of sanctions to other Russian metals producers also provided an initial boost to nickel, reinforcing investors’ already strong appetite for the base metal.

Energy

With Organization of Economic Co-operation and Development (OECD) inventories of crude oil now falling close to a five-year average, Organization of Petroleum Exporting Countries (OPEC) seems very close to have accomplished its stated mission. However, a large part of the group’s production decline has come unintentionally from Venezuela’s production outages. Global supplies could get even tighter if sanctions are placed on Iran and Russia. We believe it is unlikely that sanctions would be placed on Russian oil exports given the importance of these supplies in Europe. However, the political will-power from the US to put pressure on Iran appears very strong and so we are reluctant to dismiss the risk of tighter sanctions against Iran. For now, we have what appears to be a geopolitical premium in oil price. If geopolitical risks dissipate, we could see prices fall.

Positioning in both Brent and WTI futures is looking stretched. A decline in the geopolitical premium, could trigger a sharp downward movement in prices given the extent of positioning.

Carbon prices continued to rise, posting a 13% gain last month (72% over the past 6 months). With European Union emissions having risen for the first time in seven years in 2017 on the back of higher industrial activity, we could find companies short on emission allowances if the trend continues. Brexit had cast doubt on the EU Emissions Trading System, and weighed on carbon prices in 2017, but last month, the British Energy Minister said that the UK will continue participate in the system until the end of the current phase (2020). That lent further support to the recent carbon rally.

Precious Metals

Gold appears to have fulfilled is purpose as a safe haven asset. Geopolitical risk continued to weigh on market sentiment, supporting the price of the yellow metal. Ongoing trade war rhetoric between the US and China, deteriorating relationship between Washington and the Kremlin, as well as tensions in the Middle East should remain important drivers for short term price movements over the coming months. However, the yellow metal gave up some of its gains at the end of the month on the back of a strong appreciation of the US dollar.

Silver has been the best performer in the sector over the last month. Good fundamental data releases helped an initial rise in price. According to the Silver Institute, industrial demand rose in 2017, for the first time since 2013. On the production side, mine supply decreased for a second year. The price rebound has probably been magnified by a investors covering elevated a short positions. Net speculative shorts in silver futures, reached a record high on the 17 April, right before a sharp spike in the metal price.

Platinum prices appear to have been range-trading for almost 18 months. Once again in April, it got close the $900 support level, before rebounding slightly to post a -2.1% performance for the month. Platinum is an essential material for the production of autocatalysts, thus short term performance is directly impacted by the potential for trade war, as car parts would likely fall into tariffs implementation.

Technical Overview

Positioning

Investors appeared to have turned extremely bearish on soybean oil, as net long positioning declined by 76% over the past 3 months. Short positions have widened by 290% since September 2017.

Net long speculative positioning surged for nickel and copper (LME), rising 82% and 81% respectively. The extent of investor bullishness reflects stronger expected global appetite for both metals.

Positioning in Brent oil futures rose 29.5% to all-time high of 503,023 contracts net long (as on 17 April 2018), which is more than 2 standard deviations above the average for the last five years. With positioning so stretched, we could see sharp downside price movements if anything were to trigger a sudden change in sentiment such as a reassessment of geopolitical risk.

Silver spent most of the first three weeks at the lowest net positioning in history. Despite bullish fundamentals, speculative market participants remained overly bearish in aggregate. This lead to a spike in silver prices on the 18th of April, as short positions were covered following an initial upward move.

Inventories

In the latest report by the US department of Agriculture (USDA), soybean stocks expected at the end of 2017/18 season have been reduced more sharply than expected by the market owing to the large 7 million ton downward adjustment of the Argentinian crop.

LME copper inventories reached their highest levels since 2014, rising 67% over the past three months. This surge hints at potential weakness in global demand since the turn of the year, even as Chinese Q1 GDP growth surprised to the upside at 6.8%. Given recent strength in copper prices however, demand is clearly expected to pick up again over the coming months ahead.

Natural gas inventories continue to remain lean for this time of year. Inventories have declined 43.4% in the past three months, as cold weather has drawn on supplies for heating needs.

Curve Dynamics

Live cattle futures have the steepest backwardation, providing a roll yield of 15.1% driven by softening demand and ample cattle supplies. Meanwhile lean hog futures have the steepest contango, providing a negative roll yield of 9.8% driven by an anticipation of seasonal tight supplies as warm weather usher in increased outdoor grilling.

Most agricultural commodities, with the exception of cocoa, soybean and cotton, are in contango. Negative roll yields run as high as 2.3% and 2.9% for corn and wheat respectively.

The front end of the cocoa futures curve has moved from contango into over the past month yielding a positive roll yield of 0.7%.

Both Brent and WTI futures curves are in backwardation. Brent offers the most pronounced positive roll yield: 1% between the front and the next month future. Curve backwardation has been seen as an important tenet of OPEC’s strategy to drain excess oil inventories as it discourages traders from storing oil in the hope of higher prices in the future.

Technicals

Cocoa prices are trading 29% above their 200-dma on the back of unexpected wet weather conditions and robust first quarter grinding data in Europe and Asia. Meanwhile sugar prices have trailed behind and are trading 13% below their 200-dma, a price recovery is likely to follow if Brazil produces lower sugar.

Nickel’s ongoing rally has left it trading significantly above its 200-dma by 22%. We expect the positive momentum to continue owing to long-term growth trends such as vehicle electrification, and ongoing supply deficits.

Brent and WTI crude oil benchmarks are trading over 20% above their 200- day moving average, highlighting the very bullish momentum behind oil at the moment.

Platinum is trading below its 200-day and 50-day moving averages. Should prices maintain their current level or go further down, the 50-day moving would quickly dip below the 200-day indicator, highlighting the ongoing downward trend.

Zuflüsse in Edelmetall-ETPs nehmen aufgrund anhaltender Handelsspannungen zu

Schnäppchenjäger sorgten zusammen mit den andauernden Handelsstreitigkeiten und den geopolitischen Risiken erneut für starke Zuflüsse in Gold-ETPs, die diesmal 16,1 Mio. USD betrugen, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Rohöl-ETPs kam es im Zuge von Gewinnmitnahmen und aufgrund der in der zweiten Woche in Folge steigenden Rohölpreise mit 32,7 Mio. USD zu den höchsten Rücknahmen seit fünf Wochen. Die Abflüsse aus Nickel-ETPs waren so hoch wie zuletzt vor drei Wochen. Die Preise legten aufgrund von Sorgen über weitere US-Sanktionen gegen Russland zu.

Schnäppchenjäger ließen die Zuflüsse in Gold-ETPs (A0LP78) zum zweiten Mal in Folge steigen – auf 16,1 Mio. USD. Als die Anleiherenditen steil anstiegen, gerieten die Goldpreise unter Druck. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen etwa kletterten nach Kommentaren des Fed-Gouverneurs Lael Brainard, der sich für eine fortgesetzte allmähliche Anhebung der Leitzinsen ausgesprochen hatte, auf den höchsten Stand seit Januar 2014 – 2,96 Prozent. Daneben zeichnete das Beige Book der Fed einen freundlichen Ausblick für die US-Wirtschaft, zugleich wies es auf den mit Sorge betrachteten möglichen Handelskrieg hin.

Bei Silber-ETPs (A0N62F) kam es mit 12,8 Mio. USD in der fünften Woche in Folge zu Zuflüssen. Die Silberpreise profitierten von der starken Entwicklung der Industriemetalle in der letzten Woche. Da sie mit einem Plus von 3,5 Prozent deutlich besser abschnitten als Gold, betrug die Gold-Silber-Ratio zeitweise 78, was dem niedrigsten Stand seit Anfang Januar entspricht.

Bei Rohöl-ETPs (A1N49P) kam es im Zuge von Gewinnmitnahmen mit 32,7 Mio. USD zu den höchsten Rücknahmen seit fünf Wochen. Rohöl der Sorte Brent hatte in der vergangenen Woche das zuletzt im November 2014 verzeichnete Niveau von 74 USD pro Barrel erreicht. Die Verteuerung hat dreierlei Gründe: den vom American Petroleum Institute gemeldeten Rückgang der US-Lagerbestände um 1 Mio. Barrel, die Selbstverpflichtung der OPEC zu Förderkürzungen und die anhaltenden geopolitischen Spannungen. Der gemeinsame technische Ausschuss der am Quotensystem teilnehmenden OPEC- und Nicht-OPEC-Länder gab bekannt, dass das Überangebot am Rohölmarkt fast vollständig abgebaut sei. Die OECD-Bestände würden im kommenden Quartal wahrscheinlich unter den Fünfjahresdurchschnitt fallen. Am Freitag gaben die Preise ein wenig nach, als Präsident Trump die OPEC beschuldigte, die Ölpreise künstlich hoch zu halten. Für Saudi-Arabien kommen die Bezichtigungen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Vor dem Börsengang der staatlichen Ölgesellschaft Saudi Aramco, der als wichtiger Schritt bei der Umstrukturierung der saudischen Wirtschaft gilt, benötigt das Land einen hohen Ölpreis.

In Industriemetallkorb-ETPs (A0SVX7) flossen 3,9 Mio. USD, was mit den Abflüssen aus Kupfer- (A0KRJU) , Nickel- (A0KRJ4) und Aluminium- (A0KRJS) ETPs in Höhe von 4,6 Mio. USD, 14,1 Mio. USD bzw. 5,3 Mio. USD kontrastierte. Bei Nickel-ETPs waren die Abflüsse in den letzten drei Wochen aufgrund von Gewinnmitnahmen mit 14,1 Mio. USD am stärksten. Am Donnerstag legten die Nickelpreise um 7,5 Prozent zu, was dem höchsten Tagesanstieg seit 6,5 Jahren entspricht. Aufgrund der Sorgen über neue US-Sanktionen gegen Russland befinden sie sich nun auf dem höchsten Stand seit Dezember 2014. 

Europäische Akien-ETPs verzeichneten Abflüsse in Höhe von 5,7 Mio. USD und setzten damit den Negativtrend der Vorwochen fort, da die Anleger vor der EZB-Sitzung am Donnerstag Gewinne mitnahmen.  Angesichts der gemischten Wirtschaftsdaten in Europa warten die Anleger weitere Hinweise über das Anleihekaufprogramm ab. 

Geopolitische Risiken sorgen für Goldzuflüsse

Aufgrund geopolitischer Risiken wurden 33,2 Mio. USD in Long-Gold-ETPs und 13,6 Mio. USD in Long-Silber-ETPs gelenkt, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Die Zuflüsse in Kupfer-ETPs erholten sich in der letzten Woche auf 29,1 Mio. USD. Positionen in US-Dollar-ETPs stiegen in der zweiten Woche in Folge, diesmal um 10,2 Mio. USD, da sich die Anleger gegen den Euro positionierten.

Gold-ETPs (A0LP78) verzeichneten die höchsten Zuflüsse seit 23 Wochen, da die Risikoaversion im Zuge des Militärschlags gegen Syrien und der anhaltenden Handelsspannungen stieg.Nach Trumps tagelangem Säbelrasseln unternahmen die USA, Großbritannien und Frankreich am Freitag einen Raketenangriff, um die Chemiewaffeneinrichtungen des Assad-Regimes zu zerstören. Der russische Präsident Wladimir Putin verurteilte den Angriff und warnte, dass diese Aktionen unweigerlich ins „Chaos“ führen würden. Da Gold in Zeiten politischer Unsicherheit stets der erste Anlaufhafen ist, rechnen wir mit anhaltender Nachfrage, solange der syrienbedingte Konflikt zwischen den USA und Russland andauert. Tatsächlich ist es unverkennbar, dass Gold die meiste Zeit des Jahres von seiner Eigenschaft als sicherer Hafen profitierte. Die Teilstilllegung des öffentlichen Dienstes in den USA, das Säbelrasseln Japans und der USA auf der einen und Nordkoreas auf der anderen Seite, die Verschärfung des Handelsstreits zwischen den weltweit größten Volkswirtschaften, die Beziehungen zwischen Russland und den NATO-Ländern, die erste Anzeichen eines kalten Kriegs aufweisen, die mögliche Wiedereinführung der Sanktionen gegen den Iran und der Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran sind nur einige Gründe für die Unruhe unter den Anlegern. Darüber hinaus kam auch der schwächere US-Dollar dem Goldpreis zugute, der in der vergangenen Woche um 1 Prozent höher schloss. Im Fahrwasser von Gold konnte auch Silber zulegen.

Bei Silber-ETPs (A0N62F) kam es mit 13,6 Mio. USD in der fünften Woche in Folge zu Zuflüssen.Wir sehen die fundamentale Situation von Silber aufgrund des starken industriellen Zyklus und begrenzten Minenangebots weiterhin positiv und rechnen damit, dass es sich 2018 auf Aufholjagd begibt.

Die Zuflüsse in Kupfer-ETPs (A0KRJU) stiegen um 29,1 Mio. USD, sodass sich der rückläufige Trend der letzten zwei Wochen umkehrte. Aufgrund ihrer Zyklizität kamen die Industriemetallpreise unter erheblichen Druck, da die Gefahr eines Handelskriegs nicht nachlässt. Außerdem gab Peru, der zweitgrößte Kupferproduzent nach Chile, in der letzten Woche durch seinen stellvertretenden Energie- und Minenministerbekannt, dass es seine Förderung bis 2022 auf 3 Mio. Tonnen Kupfer jährlich, das heißt um 36 Prozent zum Vorjahr, anheben wolle. Obwohl das Angebot stetig zunimmt, betrug das Angebotsdefizit auf dem globalen Kupfermarkt im letzten Jahr saisonal bereinigt 155.000 Tonnen, wie die Internationale Studiengruppe Kupfer (ICSG) bestätigt. Während sich das Defizit zwar aufgrund des höheren Angebots leicht zu verringern scheint, bleibt die Nachfrage gut unterstützt. So legten etwa die chinesischen Konzentratimporte nach Angaben der Zollbehörde im ersten Quartal 2018 um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. 

Die Zuflüsse in US-Dollar-ETPs stiegen in der zweiten Woche in Folge, diesmal um 10,2 Mio. USD, da sich die Anleger gegen den Euro positionierten. Der Rückgang des europäischen Einkaufsmanagerindex vom Rekordhoch im Januar dämpfte in der vergangenen Woche in Verbindung mit schwächeren gesamtwirtschaftlichen Daten die Hoffnung auf einen Konjunkturaufschwung in Europa. Unseres Erachtens handelt es sich bei der aktuellen Abwärtsbewegung lediglich um eine Pause in der Zyklusmitte. Wir rechnen daher damit, dass sich das starke prognostizierte Wachstum in Europa fortsetzt. 

Sichere Anlagewerte nehmen Fahrt auf, da der Handelskrieg eskaliert

Die Nachfrage nach sicheren Anlagewerten sorgte dafür, dass in Long-Gold-ETPs 23,9 Mio. USD und in Long-Silber-ETPs 28,1 Mio. USD flossen. Aufgrund des geopolitischen Risikos flossen aus Industriemetallkörben 21 Mio. USD ab, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Die Zuflüsse in Long-Rohöl-ETPs erreichten mit 20,6 Mio. USD ein Siebenwochenhoch.

Der Handelsstreit eskaliert. Als wir erstmals über die US-Zölle berichteten, hielt sich der chinesische Gegenschlag in Grenzen, aber wir merkten an, dass weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen waren. So verhängte China in der letzten Woche Zölle in Höhe von 25% auf 106 US-Warengruppen, die nach Zahlen von 2017 Importe im Wert von rund 50 Mrd. USD betreffen. Dies entsprach den Abgaben, mit denen die USA die chinesischen Importe belegten, und der Handelskrieg, in dem alle Seiten Gleiches mit Gleichem vergelten, hatte begonnen. US-Präsident Trump drohte daraufhin mit einer weiteren Runde von Strafzöllen, diesmal auf chinesische Importe im Wert von 100 Mrd. USD, was für zyklische Werte nichts Gutes verheißt. Handelskriege haben selten einen Gewinner. Die Beschwichtigungen des Direktors des Nationalen Wirtschaftsrats im Weißen Haus Kudlow zeigten vorübergehend Wirkung, ihnen fehlte es aber nach Trumps erneuten Drohungen an Glaubwürdigkeit. China antwortete, es werde „um jeden Preis und bis zum Ende gegen den einseitigen Protektionismus der USA ankämpfen“, was die Auflösung der Pattsituation schwierig macht.

Die Nachfrage nach sicheren Anlagewerten sorgte dafür, dass in Long-Gold-ETPs (A0LP78) 23,9 Mio. USD, in Long-Silber-ETPs (A0N62F) 28,1 Mio. USD und in breit aufgestellte Edelmetallkorb-ETPs (A0N62H) 6,9 Mio. USD flossen. Die Zuflüsse in Gold (A0N62G) belaufen sich seit drei Wochen in Folge auf über 20 Mio. USD, da die Nachfrage nach sicheren Anlagewerte wieder zuzunehmen scheint. Bei Silber kam es in den letzten zehn Wochen nur einmal zu Abflüssen von gerade einmal 2,6 Mio. USD. Im vergangenen Monat (gleitend) verzeichnete Silber sogar die höchsten Zuflüsse seit Juni 2017, was in scharfem Kontrast zur Anlegerstimmung auf dem Terminmarkt steht, auf dem die Nettopositionierung so negativ ist wie nie zuvor. Die Eskalation des Handelsstreits trägt nach der Berufung eines Iran- und Nordkorea-Falken zum Sicherheitsberatervor zwei Wochen zur politischen Unsicherheit bei. Da China ein derart wichtiger Makler in den diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea ist, wirkt es riskant, das Land einen Monat vor dem potenziellen Treffen zwischen Trump und dem nordkoreanischen Staatsführer Kim Jong-un zu brüskieren. Obwohl Gold bisher noch nicht deutlich zugelegt hat, könnten die zunehmenden geopolitischen Risiken den Preis stark in die Höhe treiben. Anleger scheinen sich als Versicherung gegen einen negativen Ausgang in sicheren Werten zu positionieren. Schließlich erhielt Gold am Freitag auch Rückenwind vom unerwartet schlecht ausgefallenen Arbeitsmarktbericht, da die Fed nun nicht mehr an der Zinsschraube drehen muss.

Aufgrund des geopolitischen Risikos flossen aus Industriemetallkörben (A0SVX7) 21 Mio. USD ab, was einem Achtwochenhoch entspricht. Wenn der zunehmende Protektionismus dem Weltwirtschaftswachstum einen Dämpfer versetzt, dürfte es Zyklikern schlecht ergehen.

Die Zuflüsse in Long-Rohöl-ETPs (A1N49P) erreichten mit 20,6 Mio. USD ein Siebenwochenhoch. Da die Rohölpreise in der vergangenen Woche um 3,1 Prozent fielen, wurden Long-Rohöl-ETPs (A0KRJX) gekauft und bei Short-Rohöl-Positionen Gewinne mitgenommen (3,3 Mio. USD). Die Anleger gingen sofort wieder auf Schnäppchenjagd, aber wir glauben, dass sich noch bessere Einstiegspunkte ergeben werden. Erstens dürfte die US-Förderung bei den aktuellen Preisen weiter ansteigen. Dann dürfte die OPEC unseres Erachtens auf ihrem Mai-Treffen darüber zu debattieren beginnen, wie sie die gegenwärtigen Förderbeschränkungen 2019 auslaufen lassen kann. Auch der drohende Handelskrieg dürfte die Rohölpreise belasten, wenn die globale Nachfrage eine Delle erhält. Die Nachfrageerwartungen der Internationalen Energiebehörde wirken bereits zu optimistisch. Es lässt sich daher nur schwer vorstellen, dass die Nachfrage bei höheren Preisen mit dem gleichen Tempo wie im Vorjahr weiterwächst.

Trade war risks inject volatility to markets

by Nitesh Shah, Director Research at ETF Securities.

There were large swings in cyclical asset prices yesterday as investors track developments in a potential trade war. Towards the end of the day, investors appeared assuaged that the US and China can avoid an impasse. Should a trade war escalate we believe that defensive assets are likely to gain traction at the cost of cyclicals.

The Trump administration is playing a dangerous game. Imposing a punitive tariff on Chinese imports raises the cost of manufacturing in the US, as the price of inputs into the manufacturing process increases. Moreover, setting off a tit-for-tat trade war will be particularly harmful to both the Chinese and US economies (and by extension the rest of the world). When we first reported on the US tariffs, the Chinese retaliation was very limited, but we noted that it did not preclude further action. Yesterday, after the US provided details of which products it will place tariffs on, China provided a reciprocal response: a 25% tariff on 106 US goods targeting roughly US$50bn of imports (based on 2017 trade), matching the US’s target of US$50bn of Chinese imports into US. The list of products includes soybeans, corn and orange juice.

Affected commodities made sharp intra-day moves. From peak to trough, soybeans fell 5.5% and corn fell 4.5%. However, there were hopes that these tariffs could be avoided when the White House’s National Economic Council Director Larry Kudlow spent much of the day trying to calm markets and said they still have time work out their differences. Soybeans closed 1.95% down, while corn declined 1.93%. Hopes of a resolution led to the S&P 500 gaining 1.34% yesterday. Soy and corn are trading up at the time of writing.

We believe if this trade war escalates further, cyclical commodities including base metals could get hurt as prospects for global growth are scaled back. Global purchasing manager indices already appear to be losing steam in recent months after reaching a seven year high and the trade war could shake confidence.

In this environment of uncertainty, defensive assets like gold could benefit, playing off its long-established safe haven traits.

Of course the world’s two largest economic powers could realise at some point that nobody wins from a trade war and may seek to de-escalate the standoff. We saw signs of that late yesterday. In which case, base metals are likely to do well, given that most of them are in a supply deficit and given the dearth of capital investment in recent years, mine supply is likely to remain constrained.

Edelmetalle in volatiler Woche bevorzugt

In einer Woche politisch bedingter Volatilität verzeichneten Gold- und Silber-ETPs die höchsten Zuflüsse, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Auf den Anstieg der Rohölpreise folgten Gewinnmitnahmen. Die Anleger schienen breit aufgestellte Rohstoffkörbe zu verkaufen, weil die Volatilität zunahm.

Der Aufschwung der Gold- und Silberpreise weckte das Interesse der Anleger an Edelmetall-ETPs (A0N62H). Die Rally des Goldpreises um 2,8 Prozent und der Anstieg des Silberpreises um 0,3 Prozent kamen den Zuflüssen in Edelmetall-ETPs in der letzten Woche zugute. Silber (A0N62F) verzeichnete in der zweiten Woche in Folge Zuflüsse, und zwar in Höhe von 8,3 Mio. USD. Bei Gold (A0LP78) machten die Zuflüsse von 22,5 Mio. USD einen Großteil der Abflüsse der Vorwoche wett. Die Rally der Goldpreise setzte Mitte letzter Woche ein, als der Offenmarktausschuss der Fed seine jüngste Erklärung einschließlich seiner Prognosen veröffentlichte. Da das Mittel der für das Jahresende prognostizierten Zinsen unverändert blieb, interpretierte der Markt die Haltung der Fed als expansiv. Der US-Dollar-Korb ging noch am selben Tag um 0,65 Prozent zurück, was den Edelmetallpreisen Rückenwind verlieh. Gleichwohl übersah der Markt unseres Erachtens, dass sich die Verteilung der Punkte im Dotplot-Streudiagramm, das die Meinungen der Mitglieder des Offenmarktausschusses über den Stand der Leitzinsen zum Jahresende abbildet, seit Dezember 2017 deutlich verschoben hat. Die Mitglieder erwarten nun zu gleichen Teilen insgesamt vier beziehungsweise drei Zinsanhebungen in diesem Jahr. Wahrscheinlich braucht es nicht mehr viel, dass die Zahl der Mitglieder mit höheren Zinserwartungen zunimmt. Der Anstieg von Gold beschleunigte sich zum Wochenende, da man befürchtete, dass sich der Handelskrieg intensivieren würde, und seine Eigenschaft als sicherer Hafen in den Blick rückte. Am Donnerstag gab die Trump-Administration bekannt, dass sie Strafzölle auf Importe aus China erheben wolle. Einzelheiten sind bisher unbekannt, die Regierung dürfte in den nächsten 15 Tagen aber für mehr Klarheit sorgen. Chinesische Importe im Wert von bis zu 60 Mrd. USD jährlich sind von den Zöllen in Höhe von 25 Prozent betroffen. Die chinesische Regierung hat sich mit ihrer Reaktion bisher zurückgehalten. Das Handelsministerium kündigte lediglich an, es werde seinerseits 128 US-Produkte mit einem Importwert von 3 Mrd. USD mit einem Zoll belegen. Dies schließt allerdings künftige Schritte nicht aus, und der Markt befürchtet, dass ein offener Handelskrieg ausbrechen könnte. Ebenfalls am Donnerstag wurde der frühere UN-Botschafter John Bolton anstelle des ausscheidenden H.R. McMaster zum nationalen Sicherheitsberater der Trump-Regierung ernannt. Er gilt als Falke, der für eine kompromisslose Haltung gegenüber Nordkorea und dem Iran steht und zum Beispiel das gegenwärtige Atomabkommen mit dem Iran für nicht vertretbar hält. Dass ein Falke zum Präsidentenberater wurde, scheint der geopolitischen Prämie des Goldpreises zugute zu kommen.

Aufgrund der politisch bedingten Volatilität kam es bei diversifizierten Rohstoffkörben (A0KRKC) zu Abflüssen in Höhe von 65 Mio. USD. Die Anleger bauten Risiken ab und zogen Gewinnmitnahmen in Betracht. Die Abflüsse, bei denen es sich um die höchsten seit Juni 2017 handelt, glichen die Zuflüsse der vorhergehenden zwei Wochen vollständig aus. Manche Anleger sahen in der Kapitulation der zyklischen Werte in der letzten Woche jedoch eine Kaufgelegenheit. Zum Beispiel verzeichneten Kupfer-ETPs (A0KRJU) mit 10,6 Mio. USD die höchsten Zuflüsse seit sieben Wochen, just als der Kupferpreis um 3,7 Prozent nachgab.

Die Rohölpreise legten um 5,5 Prozent zu und sorgten damit bei Rohöl-ETPs (A1N49P) für Gewinnmitnahmen. Aufgrund des unerwarteten Rückgangs der Lagerbestände zogen die Rohölpreise zur Wochenmitte an. Dann ließ die Berufung eines Iran-Falken in die Trump-Administration die Preise erheblich stiegen, da eine geopolitische Prämie im Rohölpreis berücksichtigt wurde. Anleger setzten ihre Gewinnmitnahmen fort und zogen 90,4 Mio. USD aus ETPs ab, was den höchsten Abflüssen seit November 2017 entspricht. Zugleich kam es bei Short-Rohöl-ETPs mit 5,2 Mio. USD zu den höchsten Zuflüssen seit Dezember 2017.

Potential trade wars sour otherwise strong fundamentals

Commodities gave back the gains from the prior month. Industrial metals led the losses, falling by 5.3%. With the Trump Administration imposing tariffs on steel and aluminium imports, the threat of a tit-for-tat trade war has sent jitters into the base metals markets. However, judging by global purchasing managers indices, economic growth appears to be on a strong footing in both manufacturing and service sectors. That bodes well for commodity demand. Although an upgrade in the Federal Reserve’s assessment of the US economy is likely to be US Dollar positive, which could constrain commodity prices in US Dollar terms.

At its May meeting, the Organization for Petroleum Exporting Countries (OPEC), will have to think carefully about its messaging for lifting the curbs on its production, which we expect will happen sometime in 2019. They will be keen to emphasise that avoiding a build-up of oil inventory will continue to be their goal. We suspect many members are itching to raise production at current prices before the US eats their market share, but they will likely keep their restraint until the end of the year, as the programme to reduce inventory is currently working successfully. The delay of Saudi Aramco’s initial public offering (IPO) may ease Saudi Arabia’s urgency in propping up oil prices. Last year, Saudi Arabia had indicated that the company is worth US$2 trillion – a valuation that would be difficult to attain without oil prices north of US$85/bbl. Delaying and scaling back the IPO is likely to buy the country time to revise its message and condition the market for a lower valuation. Saudi Arabia is also being evasive about whether the company will float on an international exchange at all (they confirmed it will float on the local exchange next year). That will significantly change the scale of the IPO and the ambition of the country to diversify its economy. Meanwhile, Saudi Arabia-Iran tensions appear to be intensifying. While this provides a geopolitical premium in oil for now, it could develop cracks in OPEC’s unity, which could end the pact prematurely.

  • Positive sentiment towards agricultural commodities supportive of recentprice gains. Investor positioning across cocoa, cotton, wheat, soybean and corn have improved a significantly. Weather related disruptions have helped to improve sentiment towards agricultural commodities that have lagged in performance last year. We remain supportive of further price gains among cocoa but maintain a cautious outlook on sugar.
  • Temporary headwinds derail industrial metal prices but fundamentals remain intact with the exception of zinc. The uncertainty over trade wars in conjunction with weak manufacturing data and higher production of metals in China weighed on industrial metal prices. While rising supply is likely to reduce the existing deficits of most metals, we abelieve the fundamentals remain intact and concerted global growth to underpin performance.
  • Oil prices rise on bullish forecasts. The International Energy Agency’s bullish assessment of oil demand coupled with their view of a muted supply response from most of the world has provided a boost to oil prices. Meanwhile OPEC raised its estimate of US oil production, recognising just how responsive the country is to price.
  • Precious metal prices falter after a good start to the year. Precious metal prices slipped as the Federal Reserve nears its first rate hike of the year. With the US central bank likely to increase rates at a faster pace this year, compared to other major central banks, the US Dollar has appreciated by almost 1% over the past month, leading to a decline in gold and silver prices.

Please find the full Commodity Monthly Monitor for attached on the left.

Globale politische Verwerfungen bieten den ETPs einen Silberstreif am Horizont

Silber-ETPs vereinigten den Großteil der Zuflüsse auf sich. Angeführt von Robotik, stiegen die Zuflüsse in globale Aktien-ETPs auf den höchsten Stand seit acht Wochen, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Weil sichere Währungen gefragt waren, kam es bei Long-Yen-ETPs zu den höchsten jemals verzeichneten Zuflüssen.

Silber-ETPs (A0N62F) waren für den Großteil der Zuflüsse verantwortlich. Sie betrugen 54,5 Mio. USD und markierten damit den höchsten Stand seit September 2017. Auslöser waren offenbar die politischen Spannungen zwischen Großbritannien und Russland, die von dem Giftanschlag auf einen ehemaligen russischen Doppelagenten in England ausgingen. Großbritannien hat Sanktionen gegen Russland verhängt, das beabsichtigt, zur Vergeltung britische Diplomaten auszuweisen. Die USA, Frankreich und Deutschland haben sich auf die Seite von Großbritannien gestellt und Russland für den Anschlag verantwortlich gemacht. Darüber hinaus blickt man aufgrund der häufigen Umbildung der US-Regierung mit Sorge auf die protektionistische US-Politik. Erst in der letzten Woche wurde Minister Tillerson aufgrund von Differenzen in außenpolitischen Fragen entlassen. Silber ist attraktiv bewertet, wobei die Gold-Silber-Ratio nach wie vor erhöht ist, zumindest wenn man auf die jüngere Vergangenheit blickt. Dank des starken industriellen Zyklus und begrenzten Minenangebots behalten wir unsere positive Haltung hinsichtlich der fundamentalen Situation von Silber bei, das unseren Erwartungen zufolge 2018 aufholen dürfte.

Bei Gold-ETPs (A0LP78) kehrte sich die für 2018 ungewöhnliche Richtung der Kapitalströme wieder um und es kam anders als in der Vorwoche zu Abflüssen in Höhe von 28,7 Mio. USD. Wie in der letzten Woche sichtbar wurde, tendieren die Goldpreise im Vorfeld der Fed-Sitzungen zu Schwäche. Als die Anleger den Blick auf die geldpolitischen Beratungen der Fed in dieser Woche richteten, erlebte Gold parallel dazu den höchsten wöchentlichen Rückgang in einem Monat. Das wichtigste Ergebnis des Treffens wird das Dotplot-Streudiagramm sein, aus dem die Wahrscheinlichkeit für die vier Zinsanhebungen der Fed 2018 hervorgeht.

Angeführt von Robotik-ETPs (A12GJD), stiegen die Zuflüsse in globale Aktien-ETPs mit 24 Mio. USD auf den höchsten Stand seit acht Wochen. Die sich abzeichnenden politischen Risiken und der zunehmende Protektionismus sorgten dafür, dass die globalen Aktienmärkte die Woche tiefer schlossen. Die Anleger waren daraufhin bestrebt, ihre Engagements in Nischen des Technologiesektors anzuheben, zum Beispiel in Robotik und Cybersicherheit. Angeführt von den Master Limited Partnerships (MLPs), stiegen die Entnahmen aus US-Aktien-ETPs mit 9,8 Mio. USD auf den höchsten Stand seit Juni 2015. Da die Federal Energy Regulatory Commission (FERC) in der letzten Woche Einkommensteuerrückzahlungen aus zwischenstaatlichen Pipeline-Verträgen verbot, kam es zu einem allgemeinen Abverkauf der gesamten MLP-Branche. Wir halten dies für eine Überreaktion. Unseres Erachtens sind hauptsächlich die grenzüberschreitenden MLP-Pipelines, die auf den von der FERC regulierten Tarifen beruhen, von der Entscheidung betroffen.

Long-Yen-ETPs zogen mit 25,2 Mio. USD die höchsten bisher verzeichneten Zuflüsse an, da die Anleger aufgrund der globalen politischen Verwerfungen offenbar Zuflucht in den historisch sicheren Währungen suchten. Die von Norwegens Notenbank signalisierte Straffung der Geldpolitik führte bei NOK-ETPs zu Abflüssen in Höhe von 9,3 Mio. USD. In der letzten Woche signalisierte Norwegens Notenbank, dass sie die Zinsen schneller als erwartet anheben werde. Grund seien das stärkere Wachstum und eine Änderung des Inflationsziels. Die norwegische Krone stieg in der Folge um 0,9 Prozent auf ihren höchsten Stand seit November 2017.

Anleger scheinen die Gefahr eines Handelskriegs vorerst zu ignorieren

Die Zuflüsse in Industriemetallkörbe in Höhe von 9 Mio. USD unterstreichen den zyklischen Optimismus der Anleger, die die Gefahr eines Handelskriegs zu ignorieren scheinen, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Gold-ETPs kam es mit 14,5 Mio. USD zu den ersten nennenswerten Zuflüssen seit sechs Wochen. Die Rally bei Kakao löste Gewinnmitnahmen aus.

Die Zuflüsse in Industriemetallkörbe (A0SVX7) in Höhe von 9 Mio. USD unterstreichen den zyklischen Optimismus der Anleger, die die Gefahr eines Handelskriegs zu ignorieren scheinen. Die ETP-Anleger blieben in der letzten Woche gelassen, obwohldie Trump-Administration Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte einführte und die Basismetallpreise fielen. Immerhin könnten die Zölle das aus China kommende Metallangebot verknappen und sogar zu Preissteigerungen führen. Eine Kürzung der chinesischen Überproduktion wäre also durchaus willkommen. China, das bereits Versuche unternimmt, seine Stahl- und Aluminiumkapazitäten abzubauen, dürfte seine Bemühungen weiter verstärken. Die Auswirkungen auf den allgemeinen Rohstoffkomplex hingegen werden im Großen und Ganzen von den Reaktionen der anderen Länder abhängen. Wenn ein Handelskrieg ausbricht, in dem Gleiches mit Gleichem vergolten wird, könnte der internationale Handel Schaden nehmen. Für viele Länder käme dies dem Beginn eines wirtschaftlichen Abschwungs gleich, der zyklischen Werte in Mitleidenschaft ziehen könnte. Zum Ende der Woche hin schlugen die USA versöhnlichere Töne an. Die anderen Länder nahmen wohl von drastischen Gegenmaßnahmen Abstand, was das Risiko einer schweren Eskalation bis hin zu einem offenen Handelskrieg minderte.

Bei Gold-ETPs (A0LP78) kam es mit 14,5 Mio. USD zu den ersten nennenswerten Zuflüssen seit sechs Wochen. Die steigenden Treasury-Renditen und die vorübergehend nachlassende Dollar-Schwäche hatten Gold in der letzten Zeit etwas an Attraktivität genommen. Seine Rolle als Versicherung gegen unerwünschte Ereignisse macht Gold für Anleger attraktiv, die sich sorgen, es könne angesichts der geopolitischen Verwicklungen ungemütlich werden. Während die Anleger also ihre Positionen in zyklischen Werten aufstockten (siehe oben), sicherten sie sich gegen den drohenden Ausbruch eines Handelskriegs ab, indem sie ihre Allokationen in Gold anhoben.

Zuflüsse in Short-USD-ETPs in Höhe von 15,9 Mio. USD. Die Mittelflüsse der vergangenen Woche schienen anzudeuten, dass sich die Anleger gegen eine Atempause der US-Dollar-Schwäche positionierten. Der Großteil der Mittel floss in Long-Yen-ETPs, aber auch Long-GBP- und Long-Euro-ETPS zählten zu den Nutznießern.

Nach Rally bei Kakao (A0KRJT) kommt es zu Gewinnmitnahmen. Zwischen August 2016 und Mai 2017 verzeichneten Kakao-ETPs (A0KRJT) Zuflüsse in Höhe von beinahe 84 Mio. USD, als die Preise im selben Zeitraum fast 45 Prozent einbüßten. Damals schienen sich die Anleger auf Schnäppchenjagd zu befinden. Nun da die Kakaopreise wieder steigen (+35 Prozent seit Dezember 2017), ziehen viele Anleger Gewinnmitnahmen in Erwägung. In der letzten Woche beschleunigten sich die wöchentlichen Abflüsse auf einen Höchststand von 18,9 Mio. USD, da die Preise allein in dieser Woche um 6,6 Prozent zulegten. Die International Cocoa Organisation (ICCO) hatte zuvor bekannt gegeben, sie rechne in diesem Jahr mit einem geringeren Produktionsüberschuss als im Vorjahr, und sogar den Bestandsüberhang des letzten Jahres nach unten korrigiert. Der Cacao-swollen-shoot-Virus, der in der Elfenbeinküste, dem weltgrößten Kakaoproduzenten, zu finden ist, könnte die Produktionskapazitäten der Region in den kommenden Jahren einschränken, da Plantagenprogramme zur Verringerung seiner Ausbreitung notwendig sind. Der Kakaopreis hat bereits reagiert.

Europe is near to closing the gap with the US

Europe’s recovery is moving towards expansion while the US is in the late stages of this cycle, says Aneeka Gupta, Equity & Commodities Strategist at ETF Securities. The impact of tighter monetary policy, higher wage growth coupled with the stronger US dollar will weigh on US corporate profitability. Earnings growth projections in Europe are expected to bridge the gap with the US by Q4 2018. Europe’s valuation discount to the US is rooted in key sectors.

The US equity market has been steadily outperforming its European peers since the global financial crisis. The current gap between the two markets have widened to its highest level since then. The US equity markets’ outperformance can be justified by the past accommodative monetary policy, strong earnings momentum and technological innovation. In sharp contrast, the Eurozone has had to contend with two recessions since the financial crisis. Nevertheless, despite political headwinds, Europe is certainly appearing to turn a corner with a more favourable economic backdrop starting to feed into corporate profitability.

Macro outlook supports Eurozone

The Eurozone is witnessing higher services and manufacturing activity in comparison to the US. Added to that Q4 2017 Eurozone GDP growth (2.7% y-o-y) has outpaced the US (2.4% y-o-y) for eight consecutive quarters (Source: Bloomberg). Eurozone GDP growth has been heavily reliant on strong external demand. However as France and the periphery re- emerge, the expansion cycle is being powered by domestic demand. Since the start of 2014, we have witnessed a steady reduction in the negative output gaps in Spain, Italy and the Rest of Europe (RoEA).

This amount of slack in the economy is useful in understanding the interplay between supply and demand and gauging the phase of the economic cycle. The Eurozone will require several years of above-trend growth in order to absorb the slack in the economy. For this reason, the build-up of inflation is likely to be gradual. In comparison, the US is far deeper into its recovery and inflation is likely to garner pace significantly.

Wage growth to impact US profit margins

Despite the rising inflation outlook in the US, wage growth (known to be a lagging economic indicator) has been anaemic for more than a decade. However, the wage increase in January 2018, the strongest y-o-y gain since 2009, marked a turn of events. With the unemployment rate below most estimates of its natural rate and wage growth expected to accelerate, the Federal Reserve (Fed) has enough ammunition to hike interest rates faster than anticipated. The European Central Bank (ECB) will continue to remain data dependent. For now, the existing slack in the labour market will justify a slower path to normalising monetary policy. The likely consequence of such a view is that the Fed will tighten monetary policy much faster than the ECB. In turn, the impact of higher wage growth in the US is likely to erode profit margins, a trend that we are starting to see as US margins plateau while European margins continue to pace higher.

Furthermore, the deterioration of the US fiscal balance subsequent to the US tax reform and the substantial increase in spending should support the US dollar higher. This could materially affect profits of export-oriented sectors in the US.

Earnings gap could narrow by Q4 2018

The fourth quarter reporting season has been strong for both the US and Europe, evident from the blended earnings growth rate of 14% and 37% respectively (Source: Bloomberg). Expansion of revenue growth has been a fundamental support for the US equity markets while companies exposed to high operating leverage have benefitted the most on European equity markets. The best performing European sectors in Q4 2017 were energy, basic materials, financials and consumer goods. While US markets saw the highest earnings growth across technology, basic materials and energy. Looking ahead, the positive trajectory of Eurozone Purchasing Manager’s Index (PMIs), even taking into consideration the recent pull back in February, indicate European profit margins are set to expand further.

Pace of earnings projections favour Europe

Looking ahead, the projections for 2018 Earnings Per Share (EPS) growth continue to rise for both economies. However, the pace is slowing in the US in sharp contrast to Europe where estimates are set to accelerate towards year-end. Energy and materials sector are contributing the most to the pace of revisions going forward.

Europe trading at a discount to US

Eurozone equities have been trading at a discount to US equities since 2011. Cyclically Adjusted Price to Earnings (CAPE) ratios at 22x earnings in Europe are currently trading at a 13 percent discount to the US at 25x, in spite of the recent sell off (Source: Bloomberg).

European companies have historically paid out a greater share of their earnings to shareholders in dividends than US companies. Higher dividend yields in Europe at 3.3% compared to US equities at 1.9% enhance the case for investing in European stocks (Source: Bloomberg).

In light of the above discussion, we expect Europe to bridge the gap with US equities over the course of the year supported by higher earnings projections, an improving macro backdrop and lower valuations. While political headwinds linger, evident from the success of the anti-establishment Five Star Movement in the recent Italian elections, we believe it is unlikely to derail Europe’s economic expansion.

Trumps Stahl-Zölle werden Stahlversorgung aus China begrenzen

von Nitesh Shah, Director Research bei ETF Securities.

Die von Präsident Trump eingeführten Stahl- und Aluminiumzölle dürften die Stahlversorgung aus China begrenzen. Aufgrund der Überproduktion von Stahl in China stellen Importbeschränkungen für das Land eine willkommene Nachricht dar und könnten sogar zu Preiserhöhungen führen; China versucht bereits jetzt, die Kapazitäten bei Stahl und Aluminium zu reduzieren, was Preiserhöhungen weiter vorantreiben dürfte. 

Aber die Gefahr liegt vor allem in der Reaktion vieler anderer Länder. Wenn ein Handelskrieg nach Motto „Wie Du mir, so ich Dir“ ausbricht, könnte dies zu einem Rückgang des Welthandels führen. Für viele Länder dürfte dies der Beginn in Richtung einer Verschlechterung des wirtschaftlichen Wohlstands sein.
China könnte seine Mais- und Sojaimporte aus den USA kürzen, wodurch dort ein Überangebot entstünde. Auch die EU formuliert bereits eine Antwort. Und das zu einem Zeitpunkt, wo die USA ohnehin zu viel Leichtöl für ihren eigenen Bedarf produzieren. Andere Länder könnten mit wechselseitigen Maßnahmen gegen das US-Öl Vergeltung üben.

Die Auswirkungen auf die Rohstoffpreise hängen in erster Linie von der weltweiten Reaktion ab. Insgesamt könnte die neue US-Zollpolitik aber die Preise belasten.

Breit aufgestellte Rohstoffkorb-ETPs für den Großteil der Kapitalströme verantwortlich

Die höchsten Zuflüsse entfielen auf diversifizierte Rohhstoffkorb-ETPs. Bei Kupfer-, Aluminium- und Industriemetallkorb-ETPs kam es aufgrund der nachlassenden Dynamik im globalen Fertigungssektor zu Abflüssen, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Gold-ETPs nahmen die Abflüsse aufgrund des erstarkenden US-Dollar in der fünften Woche in Folge zu. Rohöl-ETPs waren auf Wochensicht mit weiteren Abflüssen konfrontiert, da die Lagerbestände stiegen und die Rohölpreise fielen.

Die Zuflüsse in diversifizierte Rohhstoffkorb-ETPs (A0KRKC) stiegen mit 92,5 Mio. USD auf ihren höchsten Stand seit Mai 2016. Die zunehmende Volatilität an den globalen Finanzmärkten stellt zusammen mit der unterstützenden fundamentalen Situation der meisten Rohstoffe ein gutes Argument für die Diversifizierung des Portfolios dar.

Bei Kupfer- (A0KRJU), Aluminium- (A0KRJS) und breit aufgestellten Industriemetallkorb-ETPs (A0SVX7) kam es aufgrund der nachlassenden Dynamik im globalen Fertigungssektor zu Abflüssen in Höhe von 28,9 Mio. USD, 11,1 Mio. USD beziehungsweise 14,8 Mio. USD. Der Rückgang des chinesischen Einkaufsmanagerindex für das fertigende Gewerbe auf seinen tiefsten Stand seit Juli 2016 weckte allen Anschein nach Sorgen, dass sich in Verbindung mit den ebenfalls nachlassenden Einkaufsmanagerindizes in den USA, Europa und Großbritannien die Nachfrage nach Industriemetallen abschwächen könnte.  Außerdem deutet sich ein Anstieg des Kupferangebots an, da die Kupferproduktion in Chile, dem Standort der weltgrößten Mine, im Januar um 6,3 Prozent zum Vorjahr zunahm. Zusätzlich sorgte Präsident Trump, der auf Stahl- und Aluminiumimporte Zölle erheben will, bei Industriemetallen für einen Anstieg der Volatilität, die zu den ersten Abflüssen aus Industriemetallkorb- und Aluminium-ETPs seit drei Wochen führte. Nickel-ETPs (A0KRJ4) widersetzten sich dem Trend. Sie verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 9,4 Mio. USD, was auf die erwartete Nachfrage seitens der Batterietechnik zurückzuführen ist.

Abflüsse aus Gold-ETPs (A0LP78) nahmen aufgrund des erstarkenden US-Dollar in der fünften Woche in Folge zu, und zwar auf 93,8 Mio. USD. In den ersten neun Wochen des Jahres waren die Kapitalzuflüsse bei Gold-ETPs tendenziell insgesamt negativ. In der letzten Woche kam es bei Gold-ETPs zum fünften Mal hintereinander zu Abflüssen, da der US-Dollar aufwertete. Der Fed-Vorsitzende Jay Powell hatte sich zuvor optimistisch über den Ausblick der US-Wirtschaft geäußert, und die Zinsentwicklung zeigt nach oben. Indessen verzeichneten Edelmetallkorb-ETPs (A0N62H) mit 11,1 Mio. USD in der fünften Woche in Folge Zuflüsse.

Rohöl-ETPs (A1N49P) waren auf Wochensicht mit weiteren Abflüssen konfrontiert, die sich auf 15,8 Mio. USD beliefen. 2018 kam es bei Rohöl-ETPs bisher nur in einer einzigen Woche zu Zuflüssen. Dies ist ein Ausdruck des Pessimismus unter den ETP-Anlegern, die die Kursrally, welche im Juni 2017 einsetzte, opportunistisch für Verkäufe nutzten. In der vergangenen Woche gerieten die Rohölpreise aufgrund der unerwartet starken Zunahme der US-Lagerbestände und des festeren US-Dollar unter erheblichen Druck. Darüber hinaus stieg die Risikoaversion der Anleger, weil sich die Daten des fertigenden Gewerbes in China, des weltgrößten Rohölimporteurs, abschwächten. Der Rückgang der OPEC-Förderung auf ein Zehnmonatstief im Februar konnte die negative Stimmung nicht ausgleichen, da er im Großen und Ganzen auf die vorübergehenden Förderausfälle in Venezuela zurückgeht.

Commodities buck cyclical shakedown

While the S&P500, cryptocurrencies and bond prices fell last month, commodities posted gains. The S&P500 volatility index is now back to its normal territory after a protracted period of being subdued. Cyclical commodities like industrial metals however, continue to trade higher on firm fundamentals. Gains were not homogenous in commodities: the unsustainable rise in oil prices in January faltered in February and palladium has begun to unwind, coming closer to parity with platinum after consistently trading above since October 2017.

As China re-opens after the New Year celebrations, better quality data from the largest consumer of commodities will come due. Year-on-year comparisons of data from China in the months of January and February are very difficult because the timing of lunar New Year is not the same each year on the Georgian calendar. However, the Caixin China manufacturing purchasing managers index indicates that manufacturing output hit a 13-month high in January, setting a strong scene for industrial metals.

The commodity complex was aided by a softer US Dollar. However, Federal Open Market Committee minutes (released after the cut-off of data in this report), indicate the US central bank is ready to raise rates faster than the market had previously assumed. That could lead to US Dollar appreciation if other central banks fail to reflect a similarly strong policy message.

  • Rock bottom? After capitulating in 2017, agricultural prices are picking up momentum in 2018. Prices have fallen so low that any hint of ‘good news’ appears to spark a rally.
  • Industrial metals continue to outperform based on strong fundamentals. Despite the onslaught of the global equity market correction, industrial metals recouped their initial losses as fundamentals prevailed. Ongoing supply deficits for most metals coupled with strong demand bode well for the sector.
  • The energy complex was a drag on commodity performance last month. A return to more normal weather in the US dampened natural gas prices while oil gave back unsustainable gains from January. The only area of the energy complex to post an increase was the price of carbon as environmental regulation is expected to address a glut in permits.
  • Silver prices to play catch up as fundamentals improve. The gold to silver ratio is currently at 81 (as on 16 February 2018), its highest level since April 2016. We expect silver prices to catch up owing to the continued strength in the industrial cycle and a constrained mine supply. Although the fundamentals remain strong : ongoing supply deficits and buoyant auto sales in China, we would not rule out further price correction from current levels given the sharp run up in prices in 2017.

Please find ETF Securities' Commodity Monthly Monitor for Feb/Mar 2018 with charts on the left.

Sector Overview

Agriculture

  • Although inventories are at elevated levels for most grains, the United States Department of Agriculture's (USDA) reduced estimate for global corn and soy production have been seen as a catalysts for price.
  • Cocoa rallied 10.7% last month. While good weather has generally helped the crop and we are seeing strong exports from West Africa, the presence of Cocoa Swollen Shoot Virus (CSSV) in Cote d’Ivoire could limit the regions producing capacity in future years as maintenance programmes need to be undertaken.
  • Wheat prices rose despite the USDA revising up its global supply forecasts. Worries about damage to the winter crop in the US still appear to lend support to the price of the grain.

Industrial Metals

  • As one of the most cyclically exposed sectors, industrial metal prices declined initially in the onslaught of the global equity market correction in early February. However, all industrial metals led by nickel, recouped their losses, ending in positive territory as fundamentals prevailed. The unveiling of the US$1.5tri infrastructure plan over the next 10 years by President Trump lent buoyancy to the industrial metals complex.
  • Nickel was the best performer among industrial metals. The growth associated with electric vehicle batteries is expected to play a role in demand for nickel that currently only accounts for 3% of total demand. Added to that, roughly 50% of the current nickel mine supply is suitable for battery use as the low grade nickel products are inadequate for battery manufacturing, raising the need for further production as global nickel inventories declining.

Energy

  • Natural gas prices declined 18.2% as the cold weather snap from January faded.
  • The US$70/bbl oil price environment in January proved to be unsustainable – as we have long argued – as US supply increased in response to high prices. Oil rig counts in the US have risen for the past four weeks, oil production has risen for five consecutive weeks and crude inventory is rising once again. In fact US oil production rose to over 10.27mn barrel per day last week (the highest since weekly records began in 1983 and higher than the monthly data that began in 1920). Futures market positioning in oil still looks overly stretched with net longs in Brent contracts more than 2 standard deviations above its 5 year average and net longs in WTI contracts more than 3 standard deviations above its 5 year average.
  • Carbon prices reached the double-digit territory for the first time in six years as the European Union is finally expected to address the glut in carbon permits this year.

Precious Metals

  • The slump in global stock markets lent an initial tailwind to gold prices. Coupled with that the higher than expected inflation figures in the US bolstered gold appeal as a hedge against inflation. Gold prices remain very sensitive to the US dollar price movements. So far, the weaker US dollar has positively influenced gold prices over the period. However as the Fed continues to raise policy rates, we expect the US dollar to appreciate and therefore put gold under pressure. Silver prices lagged behind by 2.3% over the period. The gold to silver ratio is currently at 81 (as on 16 February 2018), its highest level since April 2016. We expect silver prices may catch up owing to the continued strength in the industrial cycle and a constrained a mine supply.
  • Platinum rose 1.2%, leaving behind its sister metal palladium down 4.8% during the period. Recent data from the European Automobile Manufacturers’ Association (ACEA) highlight new car registrations in the EU rose by 7.1% year-on-year. However the percentage of diesel cars as a proportion of all new cars registered declined by 33%. This is likely to weigh on platinum, known for its use in pollution abatement technologies in diesel cars different to palladium used in gasoline cars. Meanwhile Chinese car sales rose 11.6% (dominated by gasoline cars) over the prior year according to China Association of Automobile Manufacturers (CAAM). This supports the demand outlook for palladium known for its high dependence on the auto sector (80%). Added to that, Johnson Matthey expects platinum to remain in a surplus and palladium to extend its supply deficit for the 7th year in a row. Although the fundamentals remains strong : ongoing supply deficits and buoyant auto sales in China, we would not rule out further price correction from current levels given the sharp run up in prices in 2017.

Technical Overview

Positioning

  • Positioning in cocoa swung to net long from net short last month. After a 40% decline in price in 2016 and 2017, investors are feeling confident that prices can’t fall that much more. With cocoa growing concentrated in Africa (70%), any common shock could see prices rise.
  • Following the USDA’s revisions for global corn and soybean production, positioning in futures markets swung to net long, following five months of being net short in the case of corn and a month of being net short in the case of soybeans.
  • Speculative financial investors have retreated noticeably from precious metals over the period. Silver net long positioning posted the sharpest decline of 80% owing to an 18% rise in shorts coupled with a 16% decline in long a positioning.
  • Positioning in natural gas futures pared back 55%, increasing the net shorts to 105,468 contracts.

Inventories

  • Rising copper inventories are reflecting the build-up in production at two of the largest copper producers – Chile and Peru. The International Copper Study Group (ICSG) also expects global mining copper production to rise 2.5% this year, owing to availability of more copper concentrate and higher production of refined copper.
  • The price gap of aluminium contracts traded on the Shanghai Future’s Exchange (SHFE) versus the London Metals Exchange (LME) drove Chinese producers to sell more aluminium. Higher aluminium exports from China coupled with rising global aluminium production (up 2% over the prior year) led to a build-up in inventory levels over the period.
  • Lead and zinc stocks declined over the period owing to tight supply on the global lead and zinc markets. In the latest update by the International Lead and Zinc Study Group (ILZSG), the supply deficits for both lead and zinc markets were revised significantly higher. Meanwhile weaker tin exports from Indonesia, down 35% over the prior year, resulted in lower LME tin stocks.

Curve Dynamics

  • Sugar and cocoa are currently providing a small positive roll yield in the front month. All other agricultural commodities are in backwardation with an average negative roll yield of 1.8%.
  • Aluminium and Zinc futures have moved into backwardation over the past month. Zinc is currently posting a positive roll yield of 0.5% and is backwardated across the whole curve. In contrast, the aluminium curve is backwardated just at the very front-end, yielding 0.5%.
  • Brent oil futures remain in backwardation, providing a positive roll yield of 0.5%. Curve backwardation is deemed an important part of OPEC’s strategy to help drain global inventories.

Technicals

  • Coffee is currently trading 7.2% below its 200 day moving average as prices declined last month. Prospects for good crop this year have increased as an El Niño weather pattern makes it likely that heat damage will be reduced.
  • Industrial metals rose 3.3% on average ending the period above both the 200 and 50-day moving average (dma), reflecting the broad optimism within the sector despite the recent equity market correction. Nickel and Zinc are leading the pack with prices are trading 25% and 17% above their 200-dma respectively. The strong momentum is likely to keep prices elevated in the near term.
  • Both Brent and WTI contracts are still trading above their respective 200 day moving average prices, indicating they have a lot further to fall if their prices mean-revert.

Erneut Zuflüsse in Robotik-ETFs

Robotik-Aktien-ETFs verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 15 Mio. US Dollar, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Industriemetalle wurden bei Preisrückschlägen gekauft. Bei Arabica-ETPs waren die Zuflüsse mit 6,8 Mio. US Dollar so hoch wie zuletzt im Oktober 2017, da die Schnäppchenjäger auf den Plan traten. Bei Rohöl-ETPs setzten sich die Abflüsse fort.

Robotik-Aktien-ETFs (A12GJD) verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 15 Mio. USD, was einem Dreiwochenhoch entspricht.Die Rolle der Robotik in der modernen Welt begeistert die Anleger, die in Unternehmen, die die Nutzung dieser Technologie ermöglichen, eine Anlagechance gefunden haben.

Industriemetalle wurden bei Preisrückschlägen gekauft. Breit aufgestellte Industriemetall-ETPs (A0SVX7) verzeichneten in der zweiten Woche in Folge Zuflüsse (5,0 Mio. USD), da die Anleger bei Preisrückgängen die Gelegenheit zum Kauf nutzten.Bei Long-Kupfer-ETPs (A0KRJU) erreichten die Zuflüsse mit 8,7 Mio. USD ein Vierwochenhoch. Nach den Angaben der Internationalen Studiengruppe Kupfer in der letzten Woche ging die weltweite Bergbauproduktion in den ersten elf Monaten 2017 um 2,4 Prozent zurück, während die Erzeugung von raffiniertem Kupfer Schätzungen zufolge weltweit im selben Zeitraum um 0,5 Prozent zunahm. Für 2018 rechnet die Studiengruppe wieder mit einem Versorgungsdefizit, da das Angebot knapp bleibt, die Nachfrage aber steigt. Starke strukturelle Unterstützung erfährt Kupfer durch die Fahrzeugelektrifizierung, da die Stromnetze modernisiert werden müssen und die Autos größere Kabelmengen benötigen. Nickel-ETPs (A0KRJ4) verzeichneten erneut Zuflüsse, diesmal in Höhe von 34,3 Mio. USD. Nickel profitiert ebenfalls von der Elektrifizierung der Fahrzeuge (siehe Rohstoffresearch: Nickel: Elektrifizierung könnte Nachfrage anregen)

Bei Arabica-ETPs (A0KRJT) waren die Zuflüsse mit 6,8 Mio. USD so hoch wie zuletzt im Oktober 2017, da die Schnäppchenjäger auf den Plan traten. Da der Sommer auf der südlichen Erdhalbkugel eher kühl ausfällt, dürften sich die Hitzeschäden der diesjährigen Kaffeeernte in Grenzen halten. Die Erträge werden wohl zunehmen und die Vorräte nach den Entnahmen des letzten Jahren wieder aufgestockt werden. Nur wenn sich die Wetterbedingungen ändern oder der Krankheitsbefall zunimmt, hat dieser Ausblick keine Gültigkeit mehr. Dann erst könnten die Preise steigen. So hat es den Anschein, als wären die Anleger auf Schnäppchenjagd.

Bei Rohöl-ETPs (A1N49P) setzten sich die Abflüsse fort. In der Vorwoche beobachteten wir die ersten Zuflüsse in Long-Rohöl-ETPs seit Juli 2017, doch in der letzten Woche kam es wieder zu moderaten Abflüssen in Höhe von 2,9 Mio. USD. Nach einer Preiserholung um 3,9 Prozent wurden bereits erste Gewinne mitgenommen. Die Anzahl der Bohrplattformen in den USA steigt seit fünf Wochen in Folge. Dies lässt darauf schließen, in welchem Umfang das US-Angebot steigen wird, solange die Preise hoch bleiben.

Automation, Ausblick die Chance

ETF Securities präsentiert den Ausblick für Automation.

In der Vorweihnachtszeit bietet uns das Angebot von Amazon Prime Annehmlichkeiten, die viele für selbstverständlich halten. Da aber die Konkurrenten von Amazon unter Zugzwang stehen und aufholen müssen, sind die Lieferketten weltweit unter erheblichen Druck geraten. Ermöglicht wurde das Wachstum von Prime von Lagerrobotern, die mit hoher Intensität in den Lagern von Amazon arbeiten. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie rapide Robotik, Automation und künstliche Intelligenz unsere Welt verändern.

In der Automationsbranche fiel der Startschuss für die Zeitenwende als Amazon Kiva Systems, heute Amazon Robotics, 2012 übernahm. Kivas Roboter erhöhten die Flexibilität und Produktivität in den Lagern in so hohem Maße, dass Amazon einen schnelleren, rentablen und nachhaltigen Service anbieten konnte.

Heute hat Amazon Kiva integriert, und andere Firmen versuchen, die Lieferketten in anderen Bereichen durch Automatisierung zu beschleunigen. Im Verlauf des Jahres 2018 dürfte der Einsatz von Automationstechnologie weltweit zunehmen. Laut Jeremie Capron, Managing Partner und Director of Research bei Robo Global, „besteht noch viel Platz für Wachstum, da gegenwärtig nur rund 5 Prozent der Lager automatisiert sind“.

Die Logistik ist nur einer der vielen Bereiche, der von der Robotik revolutioniert wird. Autonome Manipulation und Bildverarbeitungstechnologien transformieren das verarbeitende Gewerbe. Im Rahmen der automomen Manipulation erkennen und wählen Roboter die richtigen Komponenten, während es die Bildverarbeitung erlaubt, Qualitätsprüfungen mithilfe von Kameras und modernen Algorithmen durchzuführen, statt dem menschlichen Auge.

Wir beobachten außerdem die zunehmende Verbreitung sogenannter kollaborativer Roboter, die als autonome Maschinen Hand in Hand mit menschlichen Anlagenführern arbeiten können und nicht aus Sicherheitsgründen in eigenen Zonen bleiben müssen. So können Maschinen die beschwerlichen oder sich wiederholenden Aufgaben übernehmen, während die Arbeiter durch anspruchsvollere Tätigkeiten zur Wertschöpfung beitragen. Diese „Cobots“ werden günstiger, kleiner und leichter programmierbar, und der Sektor wächst derzeit jährlich mit über 50 Prozent.1

Diese automatischen Werkzeuge arbeiten nicht fehlerfrei. Aber sie werden mithilfe künstlicher Intelligenz, vor allem durch maschinelles Lernen, nach und nach besser. „Wenn automatisierte Systeme einen Fehler machen“, so der Wegbereiter der autonomen Systeme Raffaello D’Andrea, „vermeiden Lernalgorithmen, dass er wieder passiert. Bei einfachen Aufgaben haben sie daher gegenüber Arbeitern, die denselben Fehler aus Unkonzentriertheit oder Müdigkeit wiederholen können, einen echten Vorteil. Maschinelles Lernen spielt eine entscheidende Rolle, da sich neue Erkenntnisse schnell an alle Maschinen weltweit übertragen lassen.“ Aber nicht nur auf die repetitiven Prozesse in Logistik und verarbeitendem Gewerbe wirken sich Roboter aus. Sie übernehmen auch wesentlich komplexere Aufgaben. Autonome Fahrzeuge gibt es bereits – und ihre Präsenz wird in den nächsten Jahren spürbarer werden. „Noch vor Ablauf des Jahres 2018“, so Jeremie Capron, „dürfte das erste autonome Taxi vorgestellt werden. Wie so vieles in der Welt der Automation fängt es klein an, wahrscheinlich in einer einzigen Ortscha oder Stadt, bevor es sich ausbreitet, wenn die Fehler beseitigt sind und das Kundenerlebnis den Wünschen entspricht.“

Ein weiterer Wachtumsbereich ist 2018 der Gesundheitssektor. Robotergestützte Operationssysteme gibt es zwar schon eine Weile, aber sie kommen nun immer häufiger zum Einsatz. Die Da-Vinci- Roboter von Intuitive Surgical führten 2016 750.000 Baucheingriffe durch;2 2017 betrug das Wachstum zwischen 15 und 20 Prozent.3 Aber Roboter werden inzwischen auch für andere Operationen eingesetzt, so etwa in der Wirbelsäulenchirurgie. 3D-Systeme, die bei der Modellierung der Wirbelsäule zum Einsatz kommen, erhöhen die Präzision und führen zu besseren Behandlungsergebnissen. Die israelische Firma Mazor Robotics meldete für dieses Jahr bei Wirbelsäulensystemen höhere Umsätze,4 aber aufgrund der deutlichen Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich der Patientensicherheit ist hier mit weiterem Wachstum zu rechnen.

Anleger, die diese Trends für sich nutzen wollen, müssen jedoch vorher einiges bedenken. Erstens ist die Durchdringung der bestehenden Märkte in den Bereichen verarbeitendes Gewerbe, Logistik und Gesundheit noch immer sehr gering. Der Megatrend Automation steckt also noch in den Kinderschuhen, und Anleger haben die Chance, „früh einzusteigen“. Ihnen sollte jedoch bewusst sein, dass Wachstum höchst ungleichmäßig verlaufen kann und nicht garantiert ist. Die disruptiven Technologien könnten sich selbst Störfaktoren gegenübersehen.

Zweitens sind die Folgen einer Technologie schwer vorauszusagen. Die Vorteile der Kiva-Roboter wurden ursprünglich in einer erhöhten Kosteneffizienz vermutet. Die Lagerbetreiber fanden die größten Vorteile allerdings an anderer Stelle: Die Roboter boten Flexibilität und verhindern menschliches Versagen. In ähnlicher Weise kann ein und dieselbe Technologie bei verschiedenen Anwendungen und in verschiedenen Branchen in unterschiedlicher Weise zum Einsatz kommen. Die erste Anwendung autonomer Systeme kann man als Testphase betrachten, in deren Rahmen eine Technologie verfeinert und verbessert wird, bevor sie in anderen Bereichen zum Einsatz kommt. Jeremie Capron merkt an, dass diese Entwicklungen von Natur aus unvorhersehbar sind, weil es sich bei künstlicher Intelligenz und Robotik um systemorientierte Phänomene handelt: „Neue Fähigkeiten werden entwickelt, und die Anwendung dieser Fähigkeiten ergiben sich daraus.“

Weil drittens kaum vorhersehbar ist, wo sich der nächste Durchbruch ereignet, ist es für Anleger wichtig, in verschiedenen Bereichen engagiert zu sein. So werden Portfolios nicht nur auf unerwartete Durchbrüche vorbereitet, sondern wird auch gewährleistet, dass sie nicht zu stark bei den größten Branchenvertretern enagiert sind. Einige der bekantesten Robotikunternehmen, so etwa Fanuc, ABB und Rockwell, sind extrem zyklisch. „Diese Zyklizität kann auf Anleger abschreckend wirken“, meint Richard Lightbound, Managing Director und CEO EMEA von ROBO Global. „Die Streuung der Anlagen auf ein breites Firmenspektrum sorgt also vermutlich für eine wesentlich gleichmäßigere Entwicklung als ein einfaches Engagement bei den Vorzeigeunternehmen der Branche. Und da nun ein außergewöhnliches Jahr für Technologieaktien zu Ende geht, vermeidet man mit der Diversifizerung zu hohe Engagements in Unternehmen wie Nvidia, die mit erhöhten Bewertungen gehandelt werden.“

Vor allen Dingen ist zu beachten, dass die Revolution noch ganz am Anfang steht und dass sich das Wachstum durchaus fortsetzen könnte. Kiva begann erst 2005 mit dem Verkauf seiner Systeme. Nur wenige Marktteilnehmer haben vorhergesehen, dass das Unternehmen heute eine so große Rolle im expandierenden Internethandel spielen würde. Blickt man auf das Wachstumsmuster, das für den Bereich Robotik, Automation und künstliche Intelligenz typisch ist, so ist es möglich, dass Unternehmen nach bescheidenen Anfängen in kurzer Zeit zu globaler Bedeutung aufsteigen. Das heißt, die neuen Technologien können mit bedeutenden Wachstumschancen verbunden sein.

Weihnachten 2018 wird dieser interessante Megatrend viel weiter fortgeschritten sein und auf dem Weg ohne Zweifel einige überraschende Wendungen vollzogen haben. Weitblickende Anleger aber haben keine Zeit zu verlieren.


Quellen:
1) ReportsnReports: Collaborative Reports Market von Payload Capacity, September 2017.
2) Intuitive Surgical: Jahresbericht 2016.
3) Reuters: Intuitive Surgical raises 2017 procedure growth forecast, April 2017.
4) The Motley Fool: This Growing Robotics Company Is a Hit With Surgeons, November 2017.

Nickel: Elektrifizierung könnte Nachfrage anregen

Die Nachfrage nach Nickel überwiegt unverändert das Angebot, so Nitesh Shah, Commodities Strategist bei ETF Securities. Chinas Strategiewechsel, der Qualität über Quantität stellt, könnte der Nickel-Nachfrage zugutekommen, Minenschließungen auf den Philippinen verknappen das Angebot, und die Elektrifizierung dürfte den Nickelbedarf bei Fahrzeugbatterien steigen lassen.

Industriemetalle erholen sich als Komplex seit 2016, nachdem sie zwischen 2011 und 2015 fünf Jahre in Folge verloren haben. Bisher ist zwar Zink das einzige Metall, das seine Verluste seit 2011 wettgemacht hat (nominal, nicht real). Gleichwohl erlebte der Bloomberg Commodity Index einen Aufschwung, der ihn vom Tief Anfang 2016 um 65 Prozent steigen ließ. Am weitesten entfernt von seinem Preisniveau 2011 ist Nickel, obwohl es sich gegenüber dem Tief von 2016 bereits um 77 Prozent verteuert hat (Quelle: Bloomberg). Wir sind überzeugt, dass weitere Preiszuwächse möglich sind, da sich die Struktur von Angebot und Nachfrage verändert.

Angebotsdefizit

Das Angebot der Minen konnte in den letzten Jahren nicht mit dem Bedarf Schritt halten, da die Bergbauunternehmen im Zuge der Preisschwäche die Investitionen kürzten. Laut der Internationale Studiengruppe Nickel wird die primäre Nickelproduktion 2018 um 148.000 Tonnen, das heißt gemessen an der Nachfrage um 8,7 Prozent, hinter dem primären Nickelbedarf zurückbleiben. Das Angebotsdefizit geht damit in das dritte Jahr in Folge.

Stahlproduktion nimmt voraussichtlich zu

Das Internationale Edelstahlforum geht für 2017 von einem Anstieg der Stahlproduktion um rund 5 Prozent aus und erwartet für 2018 ein Wachstum in vergleichbarer Höhe.  Die Stahlproduktion macht mit 67 Prozent den Löwenanteil am Nickelverbrauch aus.

Chinas ökologische Ausrichtung

Im Zuge des chinesischen Urbanisierungs- und Baubooms erlebte die Nachfrage nach Nickel-Roheisen (NPI), einem hauptsächlich für den heimischen Gebrauch produzierten Ferronickel minderer Qualität, in den letzten Jahrzehnten einen beträchtlichen Aufschwung. In den Jahren 2016 und 2017 ging die Produktion jedoch zurück. Auf dem Weg zu einer besseren Umweltbilanz könnte China seine NPI-Abhängigkeit zugunsten höherwertiger Nickelprodukte verringern, was das Angebot hochgradiger Nickelerze verknappen würde. Chinas globale Nachfrage nach Nickel wird wahrscheinlich steigen.

Untersuchung philippinischer Minenstilllegungen dauert an

Als die Amtszeit der vorläufigen philippinischen Umweltministerin Regina Lopez nicht verlängert wurde, ging man allgemein davon aus, dass ihre Entscheidung, 23 der 41 Minen des Landes zu schließen, aufgehoben werden würde. Ursprünglich wurden die Minen wegen Umweltverstößen (siehe Verknappung des Metallangebots aufgrund ökologischer Bedenken) geschlossen, aber auch neun Monate nach ihrer Entlassung sind sie noch nicht wieder in Betrieb genommen worden. Die philippinische Regierung hat vor der Macht der Bergbaulobby noch immer nicht kapituliert. Obwohl sie den von Lopez verbotenen Tagebau inzwischen wieder erlaubt, hat sie eine 25-köpfige Expertenkommission zur Untersuchung der Minenschließungen eingesetzt. Ihr Bericht wird für das erste Quartal 2018 erwartet. 2016 waren die Philippinen noch der größte Nickelerzproduzent. Angesichts der deutlichen Hinweise auf Umweltverstöße, die die erste Untersuchung zutage förderte und die zur anfänglichen Sperrung führten, rechnen wir damit, dass ein bedeutender Teil des Minenangebots nach der zweiten Untersuchung weiterhin Einschränkungen unterliegen wird.

Elektrifizierung von Fahrzeugen

Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen soll den Erwartungen zufolge von einem relativ niedrigen Ausgangsniveau deutlich ansteigen. 2016 belief sich die Zahl an Elektrofahrzeugen auf rund 2 Millionen. Das entspricht 0,2 Prozent des Gesamtbestands. 2020 werden es laut den Prognosen der Internationalen Energiebehörde zwischen 9 und 20 Millionen und 2025 zwischen 40 und 70 Millionen Elektrofahrzeuge sein. Eine Zunahme der Elektrofahrzeuge in dieser Größenordnung kommt einem Strukturwandel auf dem Automobilmarkt gleich.

Alle Elektrofahrzeuge – gleich ob reine Batterieelektromobile oder Steckdosenhybride – benötigen Akkus. Die sogenannte Lithium-Ionen-Batterie ist derzeit die am weitesten verbreitete Akkuvariante. Aber es gibt eine Reihe unterschiedlicher Typen von Lithium-Ionen-Batterien.

In Autos kommt meist eine Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Kathode zum Einsatz, die sich nach Ansicht der Gemeinsamen Forschungsstelle der EG am stärksten verbreiten wird. Die Nachfrage dürfte ihren Erwartungen zufolge zwischen 2015 und 2025 von 40.000 Tonnen auf 192.000 Tonnen ansteigen. Dies entspricht einem Zuwachs ihres Anteils am Gesamtmarkt der Kathodenmaterialien von 29 Prozent auf 48 Prozent.

In Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Kathoden kamen Nickel, Mangan und Kobalt bis vor Kurzem zu gleichen Teilen vor. Auf dem Markt verschiebt sich aber gerade das Verhältnis der drei Metalle zugunsten von Nickel auf 8:1:1, was im Großen und Ganzen auf die relative Seltenheit von Kobalt und die ungesicherte Versorgung zurückzuführen ist. 60 Prozent des weltweit verfügbaren Kobalts wird in Bergwerken der Demokratischen Republik Kongo abgebaut, wo sich auch fast 50 Prozent der bekannten Reserven befinden. Im Kongo herrschte zwischen 1998 und 2003 ein Bürgerkrieg, der schätzungsweise 3,9 Million Todesopfer forderte (Quelle: International Rescue Committee). Die Amtszeit des derzeitigen Präsidenten lief 2016 ab und die Wahrscheinlichkeit, dass er sich an der Macht halten kann, schwindet. Die Gefahr schwerwiegender politischer Störungen steigt. Die Sicherheit der Bodenschätze aus dem Kongo ist gering, und die mit ihnen in Verbindung stehenden Menschenrechtsverletzungen werden für ihre Bezieher zunehmend unerträglicher.

Bei Nickel hat es den Anschein, als dürfte die strukturelle Verschiebung hin zu mehr Elektrofahrzeugen zusammen mit einer höheren Nickel-Beladung der Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Kathoden im kommenden Jahrzehnt einen Nachfrageschub auslösen.

Gewinnmitnahmen führen bei Gold-ETPs zu Abflüssen

Landwirtschaftskorb-ETPs verzeichneten die höchsten Zuflüsse seit Auflegung. Die Zuflüsse in Industriemetallkorb-ETPs erholten sich und kehrten den Negativtrend der Vorwoche um, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Aus Gold-ETPs wurden im Zuge von Gewinnmitnahmen 103,5 Mio. USD abgezogen.

Landwirtschaftskorb-ETPs (A0KRKB) verzeichneten mit 54,7 Mio. USD die höchsten Zuflüsse seit Auflegung und übertrafen damit das Hoch vor nur vier Wochen. Abgesehen von Baumwolle verteuern sich Agrarrohstoffe nach der schwachen Entwicklung des Vorjahrs mehrheitlich wieder, da die Witterungsbedingungen in diesem Jahr schwierig sind. Die Weizenpreise etwa profitieren von der anhaltenden Dürre in wichtigen Anbaugebieten der USA, die die Entwicklung des Winterweizens verzögert, während die extreme Trockenheit in Argentinien die Preise von Sojabohnen und Sojamehl in die Höhe treibt. Gleichzeitig fallen laut dem Februar-Bericht der USDA auch die Lagerstände von Mais niedriger aus, was den Preisen Auftrieb verleiht. Zusätzlich kommt zahlreichen in US-Dollar abgerechneten Agrarrohstoffen die Dollarschwäche zugute.

Die Zuflüsse in Industriemetallkorb-ETPs (A0SVX7) erholten sich auf 42,1 Mio. USD und kehrten damit den Negativtrend der Vorwoche um. Die Industriemetallpreise erhalten von der ausgeprägten Dollarschwäche in Verbindung mit unerwartet hohen US-Inflationsdaten Auftrieb, da Metalle und Rohstoffe als Inflationsabsicherung gelten. Die Zuflüsse in Nickel-ETPs (A0KRJ4) legten in der sechsten Woche in Folge zu und gewinnen an Dynamik. Sie betrugen 21,4 Mio. USD. Nickel, das sich in der vergangenen Woche um 7,3 Prozent verteuerte, war der Gewinner des Industriemetallbereichs. Den Erwartungen zufolge wird die Nickelnachfrage in Zusammenhang mit der Zunahme der Elektromobilität steigen, die derzeit nur 3 Prozent der Gesamtnachfrage stellt. Darüber hinaus eignen sich überhaupt nur rund 50 Prozent des aktuellen Angebots der Nickelminen zur Batterieherstellung, da die Qualität der Nickelprodukte nicht ausreicht. Da außerdem die globalen Nickelbestände sinken, sind zusätzliche Produktionskapazitäten erforderlich.

Aus Gold-ETPs (A0LP78) wurden im Zuge von Gewinnmitnahmen 103,5 Mio. USD abgezogen. Gold avancierte aufgrund der unerwartet hohen Inflation und des rückläufigen US-Einzelhandelsumsatzes auf ein 18-Monats-Hoch von 1360 USD/oz. Bei Platin-ETPs (A0N62D) setzten sich die Abflüsse in der siebten Woche in Folge fort. Laut dem Dachverband der europäischen Automobilindustrie ging der Anteil der Dieselfahrzeuge an den Neufahrzeugen prozentual um 33 Prozent zurück, obwohl die Neuzulassungen in der EU im Jahresvergleich um 7,1 Prozent stiegen. Dies dürfte Platin, das bei emissionsmindernden Technologien für Dieselfahrzeuge zum Einsatz kommt, belasten.

Energiekorb-ETPs (A0KRKD) waren mit Entnahmen im Wert von 13,2 Mio. USD konfrontiert, während Rohöl-ETPs (A1N49P) Zuflüsse in Höhe von 21,8 Mio. USD verzeichneten. In ihrem neuesten Bericht prognostiziert die Internationale Energiebehörde einen Anstieg des Fördervolumens um 1,8 Mio. Barrel pro Tag, was die Zunahme der weltweiten Nachfrage wahrscheinlich übertreffen wird. Wenn die Rohölförderung der OPEC bei 32,3 Mio. Barrel pro Tag konstant bleibt, scheint der Markt dann allerdings aufgrund der wiederholten unplanmäßigen Ausfälle in Venezuela mehr oder minder im Gleichgewicht zu sein. Sollte Venezuela die Produktion jedoch im üblichen Umfang wieder aufnehmen, käme es auf dem Markt zu einem Überangebot.

Ein kleiner aber wachsender Markt für Green Bonds

Laut dem Pariser Klimaschutzabkommen haben sich alle Länder zur Senkung von CO2-Emissionen verpflichtet, um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 ̊C zu begrenzen. Der Markt für Green Bonds („grüne Anleihen“) ist, neben anderen, eines der Instrumente, die Anlegern zur Erreichung von Umweltzielen zur Verfügung stehen, so Edith Southammakosane, Multi-Asset Strategist bei ETF Securities. Der Zugang ist allerdings nach wie vor institutionellen Anlegern vorbehalten. Der Green-Bond-Markt dürfte ein schnelles Wachstum verzeichnen, da es zu einer stärkeren Regulierung und Standardisierung kommt, um die Ausgabe und Zeichnung zu erleichtern.

Internationale Organisationen konnten ihre Klimaziele in der Vergangenheit nie erreichen. Die Durchschnittstemperaturen weltweit steigen weiter an. Naturkatastrophen treten so häufig auf wie noch nie zuvor, während internationale und lokale Maßnahmen zur Minderung der negativen Auswirkungen von Treibhausgasemissionen nach wie vor nicht ambitioniert genug sind, um der globalen Erderwärmung Einhalt zu gebieten. Das Übereinkommen von Paris, das im Dezember 2015 aufgesetzt wurde und im November 2016 in Kraft trat, gilt als Wendepunkt in den weltweiten Bemühungen zur Rettung des Planeten, da es die Unterzeichner dazu ermutigt, ambitioniertere Ziele nach Best-Effort-Prinzip zu definieren. Allerdings müssen den Worten auch Taten folgen.

In einem früheren Bericht mit dem Titel Sustainable investing: the performance myth hoben wir Millennials als wesentliche Nachfragequelle für grüne Anlagen sowie deren Rolle bei der Neugestaltung der Anlagebranche hervor. Nachhaltige Anlagen und ESG-Kriterien sind dank des neuen Kapitals seitens der Millennials, die ihre Anlageziele mit ihrer moralischen Verpflichtung gegenüber dem Planeten und künftigen Generationen verbinden möchten, mittlerweile weit verbreitet. Während sich Emissionsrechte bei der Verringerung von CO2- Emissionen nicht als so effizient erwiesen haben wie erwartet worden war, haben die Umweltpolitik und die Stärkung des globalen Bewusstseins zu einem Anstieg der Investitionen in erneuerbare Energien beigetragen. In diesem Beitrag analysieren wir den Markt für Green Bonds, der Möglichkeiten für Anlagen in grüne Projekte bietet und auf kurze Sicht rasant wachsen dürfte.

Was sind Green Bonds?

Green Bonds sind Anleihen, deren Erlöse zugunsten von ökologischen Projekten gehen, darunter z.B. die Entwicklung erneuerbarer Energien, sauberer Transport, Verschmutzungsprävention oder Energieeffizienz. Ein Green Bond weist dieselben Merkmale auf wie eine „normale“ Anleihe – von Kupon über Duration und Laufzeit bis hin zur Abhängigkeit des Kurses von Angebot und Nachfrage. Dabei widmeten sich, wie bereits beim nachhaltigen und verantwortungsbewussten Anlegen (Sustainable and Responsible Investing, SRI), internationale Organisationen der Definition allgemeiner Richtlinien, welche Kriterien auflisten, die eine Anleihe erfüllen muss, um als „grün“ betrachtet zu werden. Derzeit kommen zwei wesentliche Standards zum Einsatz:

  • die von der International Capital Markets Association entwickelten Green Bond Principles (GBP), die Transparenz, vor allem im Hinblick auf die Verwendung von Erlösen, fördern; und
  • der von der Climate Bonds Initiative herausgegebene Climate Bonds Standard, der sektorspezifischere Kriterien für Anlagen und Projekte festlegt, um als „grün“ zu gelten. Zwar wurden auf lokaler Ebene viele weitere freiwillige Richtlinien veröffentlicht. Allerdings ist ein global anerkannter Standard erforderlich, damit der Markt für Green Bonds sein volles Potenzial entfalten kann.

Lage am Green-Bond-Markt

Die erste grüne Anleihe wurde 2007 von der Europäischen Investitionsbank ausgegeben. Dabei handelte es sich um eine Klimaschutzanleihe (Climate Awareness Bond) im Umfang von 600 Mio. EUR mit Fokus auf erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Während das Interesse seitens der Anleger und Emittenten hoch war, brauchte der Markt angesichts des Mangels an klaren Richtungsvorgaben und Transparenz einige Zeit, um sich zu etablieren. Erst mit der Veröffentlichung der GBP 2014 kam es zu einem deutlichen Anstieg der Volumina. Laut Daten von Bloomberg nahm die Emission grüner Anleihen von unter einer Milliarde im Jahre 2008 auf beinahe 80 Mrd. USD in 2016 zu. 2017 fiel das Emissionsvolumen noch größer aus und erreichte bis Ende Oktober 92 Mrd. USD.

Laut Green Bond Database beläuft sich der Marktwert aller ausstehenden Green Bonds derzeit auf insgesamt 260 Mrd. USD und damit weniger als 0,5 Prozent des globalen Anleihenmarktes. Die Emittenten reichen von multinationalen Konzernen und Regierungen bis hin zu Kommunen und Unternehmen, wobei Banken 2016 laut Bloomberg für beinahe die Hälfte der Emissionen verantwortlich waren. Die Erlöse wurden, wie aus der nachstehenden Grafik ersichtlich, ebenfalls für ein breites Spektrum an Projekten aufgewandt. Dabei entfielen 80 Prozent der Erlöse auf die Bereiche erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Transport.

Anlagen in Green Bonds

Aufgrund der geringen Größe des Marktes sind grüne Anleihen in der Regel überzeichnet, da die Nachfrage nach Anlagen in grüne Projekte stark ausfällt. Der Zugang zu diesen Anleihen ist in erster Linie institutionellen Anlegern vorbehalten, wobei der Liquiditätsengpass einen Kursaufschlag grüner Anleihen gegenüber normalen Papieren zur Folge hat.

Seit 2008 wurden fünf Indizes aufgelegt, die hauptsächlich dazu genutzt werden, die Performance des Green-Bond-Marktes im Vergleich zum Anleihenmarkt nachzubilden. Zwar umfassen alle Indizes Anleihen, deren Erlöse grünen Projekten zugutekommen. Die zusätzlichen indexspezifischen Kriterien sorgen aber für leichte Unterschiede.

Die vorstehende Grafik macht allerdings deutlich, dass die spezifischen Auswahlkriterien aus Performancesicht kaum einen Unterschied machen. Mit Ausnahme des ChinaBond Green Bond Index, der in Renminbi denominiert ist, sind Green-Bond-Indizes ungeachtet ihres Auflagedatums stark miteinander korreliert. Seit der letzten Talsohle Mitte Dezember 2016 legten Green-Bond-Indizes um 10 Prozent zu, da das im Dezember 2015 abgefasste Klimaschutzabkommen von Paris am 4. November 2016 in Kraft trat. Da sich der Markt noch in den Kinderschuhen befindet, stehen Retail-Anlegern nur sehr wenige Exchange Traded Products (ETPs) zur Verfügung. Deren Zahl dürfte aber parallel zum Wachstum des Green-Bond-Marktes steigen.

Die obige Tabelle macht deutlich, dass die Performance grüner Anleihen klar hinter der Wertentwicklung von Standard- Anleihenindizes zurückbleibt. Ähnlich wie das SRI oder der Handel mit Emissionsrechten richten sich diese Märkte an eine neue Art von Anlegern, die auf den Schutz des Planeten einen stärkeren Schwerpunkt legen als auf die Wertentwicklung ihres Portfolios.

Wachstum erwartet, Herausforderungen bleiben aber bestehen

Laut Angaben der Weltbank wären zwischen 2016 und 2030 Green-Bond-Emissionen im Umfang von 23 Bio. USD erforderlich, um die Ziele des Übereinkommens von Paris auch nur annähernd zu erreichen. Dies entspricht rund 1,6 Bio. USD pro Jahr. Die People‘s Bank of China schätzt hingegen, dass zwischen 290 Mrd. und 580 Mrd. USD pro Jahr ausreichend sind, um die Folgen des Klimawandels zu mindern. In beiden Fällen entspricht dies einem Emissionsanstieg am Green-Bond- Markt um über das Dreifache des aktuellen jährlichen Volumens.

Zwar trägt ein starkes Emissionswachstum zur Verringerung der Liquiditätsknappheit bei. Dies ist allerdings weiterhin mit wesentlichen Herausforderungen verbunden, darunter:

  • die Notwendigkeit eines globalen Branchenstandards, der die zahlreichen freiwilligen Richtlinien ersetzt;
  • die Entwicklung eines Systems zur Überwachung der Erlösnutzung, das unabhängig von den Berichten der Emittenten arbeitet;
  • Zugang zum Green-Bond-Markt für kleinere Anleger;
  • messbare Umweltwirkung des Projekts (z.B. geschätzte Reduzierung der CO2-Emissionen je investiertem USD);
  • Risiko von „Greenwashing“, z.B. wenn ein Unternehmen grüne Anleihen ausgeben darf, gleichzeitig aber einen starken Bezug zu fossilen Brennstoffen aufweist; und
  • Schwellenländer stellen nur kleine Emittenten dar, wenngleich grüne Projekte in diesen Regionen dringender benötigt werden.

Dieser Beitrag ist Teil von ETF Securities' Ausblick 2018. Hier geht es zum vollständigen Ausblick "Disruptive Faktoren gehören 2018 zum Mainstream".

Stürmischer Aktienmarkt: ETF-Anleger sehen Silberstreif am Horizont

Der Einbruch der zyklischen Märkte löste bei Industriemetallen, Rohöl, Gold und anderen Rohstoffen einen Abverkauf aus, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. ETF-Anleger sahen in dem Kursrückgang jedoch eine Chance, Aktien zu kaufen. Rekordfördermengen in den USA lasten weiterhin auf den Rohölpreisen.

Industriemetall-ETPs (A0SVX7) verzeichneten Abflüsse in Höhe von 99,9 Mio. USD. Die Industriemetalle, bei denen es sich bei ihnen um die zyklisch wohl am anfälligsten Rohstoffe handelt, verzeichneten die höchsten Abflüsse in zehn Wochen. Der Ausverkauf auf dem Aktienmarkt zog allerdings auch andere zyklische Werte in die Tiefe. Die Abflüsse konzentrierten sich auf breit aufgestellte Rohstoffkörbe, wo 133,6 Mio. USD abgezogen wurden, und auf Kupfer, das 26,3 Mio. USD verlor. „Andererseits flossen Nickel und Silber 61,3 Mio. USD beziehungsweise 19,3 Mio. USD zu. Dies spricht dafür, dass einige Anleger nun taktisch vorgehen und Chancen suchen“, sagt Jan-Hendrik Hein, Director - Head of German Speaking Regions, ETF Securities.

Die Zuflüsse in europäische Long-Aktien-ETFs stiegen auf den höchsten Stand seit 2016, während Short-ETFS die höchsten Abflüsse seit 2016 verzeichneten. Als die europäischen Börsen kapitulierten, kauften Anleger europäische Aktien-ETPs im Wert von 15,9 Mio. USD. Zugleich sicherten sie ihre Gewinne, indem sie europäische (vorwiegend britische) ETF-Short-Positionen im Wert von 9,9 Mio. USD verkauften. „Die Handelsmuster deuten darauf hin, dass viele ETP-Anleger den derzeitigen Aktienmarktverfall als temporär betrachten“, so Hein.

Gold-ETPs (A0LP78) gelang es nicht, ängstliche Anleger anzuziehen. In Stressphasen ist Gold gewöhnlich der sichere Hafen, der angelaufen wird, allerdings nicht in der letzten Woche. Hier kam es zu Abflüssen in Höhe von 57,3 Mio. USD, da der Goldpreis um 1,3 Prozent zurückging. Die Renditen der US-Staatsanleihen bildeten nach 2,71 Prozent am Wochenanfang am Ende der Woche bei 2,86 Prozent eine Spitze aus, und der US-Dollar wertete auf. „Die zweite Stilllegung der US-Verwaltung innerhalb von drei Wochen bot Gold am Freitag nur vorübergehend Unterstützung, da das Haushaltsgesetz innerhalb von Stunden unterzeichnet und die Arbeit wieder aufgenommen wurde“, sagt Hein.

Rohöl-ETPs (A1N49P) verzeichneten weitere Abflüsse in Höhe von 29,7 Mio. USD, da die USA täglich eine Rekordmenge von 10,25 Mio. Barrel fördern. In den letzten 32 Wochen kam es bei Rohöl-ETPs (A0KRJX) nur einmal zu Zuflüssen. Anders als Rohölkontrakte, deren spekulative Positionierung erst jüngst ein Allzeithoch erreichte, wurden ETPs während der Kursrally zwischen Juni 2017 und Januar 2018 verkauft. Da viele Positionen während des Preisrückgangs seit 2014 aufgebaut wurden, sprechen die jüngsten Verkäufe für Gewinnmitnahmen. Wir hatten zuletzt argumentiert, dass die im Januar erreichten Preise von rund 70 USD/Barrel nicht nachhaltig seien, da die Förderung in den USA in der Folge steigen und die Preise wieder drücken würde. „In den letzten drei Wochen hat die Zahl der US-Förderplattformen zugenommen, das Fördervolumen ist vier Wochen in Folge gestiegen, und auch die Lagerbestände wachsen wieder an. Die US-Rohölförderung erreichte in der letzten Woche sogar ein Volumen von über 10,25 Mio. pro Tag und damit den höchsten Wert seit Beginn der wöchentlichen und monatlichen Aufzeichnungen 1983 beziehungsweise 1920“, sagt Hein.

Abflüsse aus Rohstoffen schwellen an, da der US-Dollar aufwertet

Nickel-ETPs verzeichneten zum dritten Mal in Folge steigende Zuflüsse, die schließlich den höchsten Stand seit Auflegung erreichten. Bei Gold-ETPs kam es aufgrund des starken Beschäftigungsberichts zu den höchsten Abflüssen seit September 2017. Nach den Zuflüssen der letzten fünf Wochen markierten die Abflüsse aus breit aufgestellten Rohstoffkorb-ETPs ein Sechswochenhoch, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht.

Nickel-ETPs (A0KRJ4) verzeichneten zum dritten Mal in Folge steigende Zuflüsse, die mit 71 Mio. USD schließlich den höchsten Stand seit Auflegung erreichten. Neben dem schwächeren US-Dollar war es der robuste Edelstahlmarkt, der in diesem Jahr für eine Verteuerung von Nickel um 9 Prozent sorgte (Stand: 2. Februar 2018). Darüber hinaus wird Kobalt in Lithium-Ionen-Akkus aufgrund der gestiegenen Preise vermehrt durch Nickel substitutiert, sodass ein höherer Nickelbedarf in der Batterietechnik erwartet wird. Die International Nickel Study Group (INSG) geht außerdem davon aus, dass China auch 2018 die Nickelnachfrage ankurbeln wird. „Auch wenn Indonesien das globale Fördervolumen von Nickelerz auf neue Rekordstände katapultiert hat, gehen die Lagerbestände weltweit zurück. Das Angebotsdefizit dürfte laut INSG 2018 trotzdem geringer als 2017 ausfallen“, sagt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions von ETF Securities.

Bei Gold-ETPs (A0LP78) kam es mit 251 Mio. USD zu den höchsten Abflüssen seit September 2017. An den globalen Aktienmärkten kam es zwar in der letzten Woche zu einem Abverkauf, doch als der US-Dollar infolge des robusten US-Beschäftigungsberichts aufwertete, geriet der Goldpreis enorm unter Druck. Außerhalb der Landwirtschaft wurden im vergangenen Monat 200.000 Arbeitsplätze geschaffen, und mit 2,9 Prozent verbesserte sich der Durchschnittsstundenlohn im Jahresvergleich so stark wie zuletzt im Mai 2009. Die vom Markt schon lange erwartete Beschleunigung der Lohnzuwächse schürt nun Spekulationen, die US-Notenbank könne die Zinsen aggressiver anheben als erwartet. „Das unrentierliche Gold ist im neuen Umfeld steigender Zinsen durchaus gefährdet“, so Hein.

Bei Rohöl-ETPs (A1N49P) kam es in der 24. Woche in Folge zu Abflüssen, und zwar in Höhe von insgesamt 22,3 Mio. USD. Teils aufgrund von Produktivitätsgewinnen, teils wegen der steigenden Bohraktivitäten dürfte die Rohölförderung in den USA in den nächsten Monaten zunehmen.  Für dieses Jahr rechnet die Energieinformationsbehörde mit einem Anstieg von knapp 1 Million Barrel pro Tag, was über die Hälfte der geschätzten zusätzlichen Ölnachfrage weltweit abdecken dürfte. „Die Rohölpreise werden unseren Erwartungen zufolge im Zuge der sich beschleunigenden US-Förderung und des haussierenden Aktienmarkts im ersten Quartal korrigieren“, meint Hein.

Nach den Zuflüssen der letzten fünf Wochen markierten die Abflüsse aus breit aufgestellten Rohstoffkorb-ETPs (A1CXBV) mit 21,6 Mio. USD ein Sechswochenhoch. „Im Rohstoffkomplex kam es in der vergangenen Woche angeführt von Energie und Edelmetallen allgemein zu Verlusten, da der Greenback seinen Abwärtstrend beendete“, schließt Hein.

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick stützt Bergbausektor, aber Aufwärtspotenzial bleibt gedämpft

Die Nachfrage nach Metallen wird wie bisher vom günstigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld gestützt, dürfte sich aber im Zuge der chinesischen Reformpolitik abschwächen, so Aneeka Gupta, Equity and Commodities Strategist at ETF Securities. Die für die Rohstoffpreise vorteilhafte Dollarschwäche wird von den in Lokalwährung anfallenden Produktionsvorkosten der Bergbauer aufgewogen. Zum ersten Mal seit fünf Jahren fiel das Capex-Wachstum wieder positiv aus. Die Revolution der E-Mobilität eröffnet dem Bergbausektor neue Investitionsmöglichkeiten. Die strikte Kapitaldisziplin erhöht die Wirtschaftlichkeit der Minengesellschaften, deren Bewertungen allerdings nicht günstig sind.

Makroausblick stützt Nachfrage

Wie aus dem Anstieg der globalen Einkaufsmanagerindizes des verarbeiten Gewerbes seit der zweiten Jahreshälfte 2016 hervorgeht, scheint sich die Weltwirtschaft auf einem stabilen Wachstumskurs zu befinden. Der Optimismus, dass im Zuge der globalen Expansion auch der Metallverbrauch zunimmt, führte in diesem Jahr bei den meisten Metallen entsprechend zu einer Belebung der Preise. Folglich konnten die 100 größten diversifizierten Minengesellschaften seit 31. Januar 2016 zusammen genommen um 86 Prozent aufwerten (Quelle: Bloomberg).

Ergänzt wird dies durch die gegenwärtige Schwäche des US-Dollar, die die Erholung der Rohstoffpreise vorantreibt. Da die weltgrößte Volkswirtschaft in die Spätphase der konjunkturellen Expansion eintritt, rechnen wir mit zunehmender Enge am Arbeitsmarkt und einem Anstieg der Inflation, der Rohstoffpreise und der Zinsen, da die Fed die Geldpolitik normalisiert. Der CRB Raw Industrials Index und der handelsgewichtete US-Dollar bewegen sich aufgrund ihrer negativen Korrelation (-0,80) in der Regel spiegelbildlich zueinander. Diese antizyklische Beziehung ist vielversprechend für die Preise der Basismetalle, da sie bei Dollarschwäche als Wertaufbewahrungsmittel gelten. Obwohl der Bergbausektor von den höheren Rohstoffpreisen profitiert, könnte der schwächere US-Dollar den Nutzen für die Produzenten, deren Produktionskosten zu einem großen Teil in Lokalwährung anfallen, beeinträchtigen.

Chinas Reformen im Rampenlicht

Der Aufschwung der Industriemetallpreise wurde ab Anfang 2016 von einem staatlichen Konjunkturpaket für die chinesische Bauwirtschaft gestärkt. Die Reformen, die Präsident Xi auf dem 19. Parteitag der Kommunistischen Partei im Oktober 2017 hervorhob, sprechen nun dafür, dass das chinesische Wachstum künftig stärker von Dienstleistungen und Konsumausgaben bestimmt sein wird. Da diese Aktivitäten deutlich weniger rohstoffintensiv sind, ist es möglich, dass sich der Bedarf an Industriemetallen abschwächt. Zusätzlich wird das Auslaufen der fiskalischen Anreize für das verarbeitende Gewerbe und die Baubranche, die die Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2017 ankurbelten, die Nachfrage nach Industriemetallen weiter dämpfen.

Im Übrigen führten im letzten Jahr die angebotsseitigen Reformen, mit denen China der Umweltverschmutzung, ungenehmigten Werken und des Überangebots Herr werden will, zu einem deutlichen Anstieg der Metallpreise. In der Aluminium-, Kohle- und Stahlbranche sorgten die weitreichenden Maßnahmen dafür, dass die Kapazitätsauslastung stieg. Der Kapazitätsabbau bei Stahl und Kohle scheint aber seinen Höhepunkt weitgehend überschritten zu haben, da die Lokalverwaltungen ihre Ziele Ende letzten Jahres erreichten.

Bergbauer wieder im Geschäft

Nach dem fünfjährigen Rückgang des Capex befinden sich die Gesamtausgaben im Vergleich zum Vorjahr endlich im grünen Bereich. Sie stiegen um 8 Prozent. Ein großer Teil wurde nicht für Expansionsvorhaben, sondern die Aufrechterhaltung der Produktion 

Nach dem fünfjährigen Rückgang des Capex befinden sich die Gesamtausgaben im Vergleich zum Vorjahr endlich im grünen Bereich. Sie stiegen um 8 Prozent. Ein großer Teil wurde nicht für Expansionsvorhaben, sondern die Aufrechterhaltung der Produktion ausgegeben. Die Bergbaugesellschaften erschließen die neuen Wachstumsmöglichkeiten, die sich durch die technischen Innovationen ergeben. An erster Stelle ist hierbei die Herstellung von Elektrofahrzeugen zu nennen, die der Nachfrage nach Lithium, Kobalt, Kupfer und Aluminium Auftrieb verleihen dürfte. Bergbaugesellschaften, die über Lithium und Kobalt-Vorkommen verfügen, sind gut positioniert, um von der zunehmenden Verwendung dieser Metalle in Batteriekathoden zu profitieren.

Prognose: Angebotsdefizit dauert an

Den Prognosen zufolge dürfte sich das Angebotsdefizit bei einer Vielzahl von Metallen im Jahr 2018 fortsetzen, da deren Nachfrage das Angebot übersteigt. Die global rückläufigen Lagerbestände insbesondere bei Zink, Kupfer, Aluminium, Platin, Palladium und Zinn wirken sich nach wie vor stützend auf die Preiserholung aus. Fallende Erzgehalte und schrumpfende Vorkommen zwingen die Minengesellschaften allerdings, zusätzliche Explorationsprojekte durchzuführen, um die Produktion wenigstens auf dem aktuellen Stand zu halten.

Bergbauer nicht günstig

Aufgrund des schwierigen Preisumfelds zwischen 2011 und 2016 unterwarf sich der Bergbausektor einer strikteren Kapitaldisziplin, um seine Bilanzen zu festigen. Ab Mitte 2016 stiegen die Bewertungen des Sektors wieder im Gleichschritt mit der zunehmenden Rentabilität. Bergbauaktien werden, verglichen mit dem langfristigen durchschnittlichen KGV von 10, derzeit mit einem KGV von 17 gehandelt, was von einem höheren Gewinnwachstum gerechtfertigt wird (Quelle: Bloomberg. Stand: 30. Januar 2018). Da die Wertberichtigungen deutlich verringert wurden, entspricht das aktuelle KBV von 2 inzwischen dem langfristigen Durchschnitt von 1,7. Die Erholung der Rohstoffpreise, der konzentrierte Schuldenabbau und die steigende Liquidität haben den Druck der Ratingagenturen verringert, und der Rating-Ausblick der Basis- und Edelmetallproduzenten hat eine positive Kehrtwende vollzogen.

US dollar gives transitory boost to commodities

Commodities have enjoyed a great start to 2018. From the low point mid-December they have rallied 6.7%. The performance has been broad-based too - driven not only by the Iran issues inflating the oil price - but a rally in industrial/precious metals and agriculture. Broad global economic growth has supported commodity prices, although we are wary of some who are interpreting this as being a positive sign broadly for commodities this year. Commodities as an asset class are a very heterogeneous group and we expect varied performance from each segment this year in particular.

Although we expect the Fed to continue to tighten policy, we think the downside risks to gold prices are limited because real interest rates will remain depressed as inflation gains pace in the US. However, a shock event, such as an equity market correction, could force gold prices higher. On balance we see little change in gold prices in the coming year.

We expect the best performer for 2018 to be industrial metals. They are likely to benefit the most from improving emerging market growth, at the same time we expect supply to remain in deficit in 2018 as the current lack of investment in mining infrastructure continues to bite. Historically we have found that metal markets begin to move towards a balance two years after miner profit margins hit rock-bottom. Miner margins fell to a low of 2% at the beginning of 2016 and since have recovered to just over 7%. So if we see a repeat of historical patterns, we should see supply begin to improve in late 2018, but it could take years to move back into balance.

  • Global oversupply projected to continue for 2017/2018. The USDA January World Agricultural Supply and Demand (WASDE) report updates show most of the commodities in a surplus. Performance across the sector have been mixed over the past month. Cotton continues to benefit from strong Chinese demand while the prospects for the sugar market will likely keep prices subdued for longer.
  • Weaker US Dollar provides additional support to the improving fundamentals for industrial metals. The IMF has upgraded its growth forecast for China in 2018 and 2019. With the global recovery continuing apace, the weaker US Dollar will remain supportive until the US Federal Reserve is forced to adjust monetary policy more aggressively than the market expects.
  • Energy rally looking stretched. The energy complex rallied by 9.1% last month. Natural gas spiked as cold weather hit the US and signs of OPEC’s strategy bearing fruit pushed oil prices higher. However, demand for natural gas is likely to wane in line with seasonal trends and the decline in oil inventories is corollary of rising gasoline inventory.
  • Further upside for precious metals amidst weaker US dollar. US dollar weakness driven by the US government shutdown and rumours that China could curb Treasury purchases are boosting gold’s safe haven appeal. Meanwhile platinum’s relative price attractiveness coupled with rising new car registrations in Europe (dominated by diesel engines) continue to support long term demand for platinum.

Zuflüsse in Gold weiterhin stark

Landwirtschaftskorb-ETPs verzeichnen mit insgesamt 46,4 Mio. USD die höchsten Zuflüsse unserer Fondspalette, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Rohöl-ETPs kam es in der 23. Woche in Folge zu Abflüssen. Kupfer ist der Nachzügler unter den Industriemetallen, auch wenn es die höchsten Zuflüsse verzeichnet.

Landwirtschaftskorb-ETPs (A0KRKB) verzeichneten mit insgesamt 46,4 Mio. USD die höchsten Zuflüsse unserer Fondspalette. Mit Ausnahme von Baumwolle entwickelten sich alle Agrarrohstoffe im vergangenen Jahr rückläufig. Wie aus den aktuellen Zahlen des USDA World Agricultural Supply and Demand Report vom Januar hervorgeht, überwiegt bei den meisten Agrarrohstoffen das Angebot. An den Terminmärkten der Agrarrohstoffe hat sich die Netto-Positionierung im letzten Monat zwar zumeist verbessert, gleichzeitig aber überwogen hier mehrheitlich die Netto-Short-Positionen. „Die pessimistische Stimmung, die bei diesen Agrarrohstoffen vorherrscht, kontrastiert mit der Stimmung im ETP-Bereich. Der Pessimismus könnte aber durchaus von längerer Dauer sein, da das Angebot an diesen Märkten umfangreich ausfallen dürfte“, sagt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions, ETF Securities.

Gold (A0LP78) war das einzige Edelmetall, das Zuflüsse zu verzeichnen hatte. Die anhaltende Schwäche des US-Dollar, die unter anderem der möglichen Stilllegung der US-Verwaltung geschuldet ist, verhalf dem Goldpreis auf ein 4½-Monatshoch. Die Parteien des US-Kongresses einigten sich darauf, die endgültige Entscheidung zunächst bis zum 8. Februar zu verschieben, sodass genügend Mittel zur Verfügung stehen, um den Betrieb für die nächsten zwei Wochen aufrechzuerhalten. Damit steigt allerdings die Unsicherheit, was das Aufwärtspotenzial des Goldpreises wahrscheinlich stützen dürfte. Ferner kamen Gold Gerüchte zugute, dass China seine Käufe von US-Staatsanleihen verringern könnte. „Da die Renditen von US-Staatsanleihen weiter steigen und der handelsgewichtete Dollarindex auf ein Dreijahrestief gefallen ist, liegt es nahe, dass die Marktteilnahmer die Gerüchte bisher nicht eingepreist haben“, sagt Hein.

Bei Rohöl-ETPs (A1N49P) kam es in der 23. Woche in Folge zu Abflüssen, und zwar in Höhe von insgesamt 79,8 Mio. USD, da die fallenden US-Lagerbestände, die zunehmenden geopolitischen Spannungen, insbesondere im Iran, und die weitgehende Einhaltung der OPEC-Förderquoten für Rückenwind sorgten. Wenn wir aber hinter die Kulissen blicken, wird deutlich, dass sich die Benzinlager füllen, das heißt, dass die Bestände einfach vom Rohstoff zum Produkt verschoben werden. Zweitens nehmen geopolitische Konflikte zu und ab, und wir bezweifeln, dass die Risikoprämie von Dauer sein wird. „Die US-Rohölförderung wird 2018 wahrscheinlich auf ein Allzeithoch steigen, was ein weiteres Abwärtsrisiko für Rohöl darstellt“, so Hein.

Kupfer (A0KRJU) ist der Nachzügler unter den Industriemetallen, auch wenn es die höchsten Zuflüsse des Sektors verzeichnet. Als der IWF in der vergangenen Woche seine Wachstumsprognosen 2018 und 2019 für China anhob, flossen 24,5 Mio. USD zu. Die Kupferpreise hinken dem Sektor als Ganzes auf relativer Basis hinterher. „Obwohl der IWF seine Prognose für das chinesische Wachstum für die Jahre 2018 und 2019 um 0,1 Prozent auf 6,6 Prozent anhob, nahmen die Kupferbestände des Landes zu. Laut der International Copper Study Group trug dies 2017 zu einem Anstieg der globalen Vorräte um 0,6 Prozent bei“, sagt Hein.

Can the Euro sustain the 2017 rally?

The Euro was by far the best performing G10 currency in 2017, returning 15% over the period. Although momentum is certainly favouring the Euro in 2018, and reaching a three-year high, the valuation appears stretched, says Martin Arnold, FX & Macro Strategist at ETF Securities. Although European Central Bank (ECB) quantitative easing (QE) program appears at its limit, the central bank is concerned that the strong currency could impact its inflation forecasts. The Euro has been bolstered by demand from both bond and futures market buying. With positioning at extreme levels and it becoming more expensive to fund in Euros, we expect the rally is unlikely to last.

2017’s best performing currency

The Euro was by far the best performing G10 currency in 2017, returning 15% over the period. We expect that the Euro should end Q1 2018 under the 1.20 level, broadly in line with Bloomberg consensus estimates of 1.19. However, this displays the downside risk to the Euro remain elevated.

The Euro has benefitted from the improvement in the underlying economic environment, as well as recent comments by a handful of policymakers that there is the prospect of ending the ECB’s QE programme in 2018.

However, inflation expectations remain subdued in the Eurozone, and excess spare capacity in the labour market is likely to keep wage growth muted for some time. Eurozone inflation has declined after reaching the highest level in four years in early 2017 and is currently hovering around 1.4%, below the ‘close to or below’ the 2.0% ECB target.

Importantly, inflation is unlikely to spike above the central bank’s target in coming months, and the ECB will be concerned that the Euro is well above the level that its economic projections are predicated on : 1.18 against the USD. Indeed, as ECB Vice President Constancio recently stated that ‘I am concerned about sudden movements which don’t reflect changes in fundamentals’.

ECB nearing its limit

The ECB’s balance sheet has never been larger. However, the ECB is nearing the limit of its QE activities, with growth in its balance sheet fading.

Money supply growth has also been fading. However, the market seems to already be pricing in the possibility of monetary tightening in the Eurozone despite the ECB having reduced its inflationary projection only in December because as ECB Vice President Constancio noted, ‘wages still aren’t growing sufficiently’.

Correspondingly, we feel that investors have been too quick to discount the potential for a build-up in inflationary pressure in the US and the corresponding need for the US Federal Reserve to implement its three forecast rate hikes in 2018.

Demand for Euro funding

The EUR/USD basis spread indicates that that real money demand for the Euro has risen to the highest level in around 18 months. Although the cross-currency basis shows hedging demand for Euros in the FX Swap market, this demand could dry up as it becomes more expensive to fund Euro loans.

Euro appears to be mispriced

Meanwhile, bond market pricing highlights that the currency bulls appear to getting ahead of themselves. EUR/USD appears out of line with where real interest rate differentials indicate the currency pair should be.

What are markets pricing?

Over the past year, optimism has engulfed the Euro: futures market positioning has rebounded from extremely depressed levels, to be currently at a record high. However, the Euro is more depressed than the historical relationship indicates. As a result, we expect that even a modest unwind of the stretched long positioning could prompt significant downside move for the Euro. Options market pricing is highlighting the Euro is expected to be the third best performer against the USD in the G10 in Q1 2018.

Although the Euro should benefit if the ECB was able to cease its bond buying without any significant dislocations in interest rate markets by year-end, we feel the market has already priced in such a scenario.

We expect the Euro to weaken and move lower, under the 1.20 level in coming months, with further downside risks as H1 progresses.

Anleger betrachten jüngste Rally von Rohöl weiter mit Skepsis

Anleger verkauften in der letzten Woche erneut Long-Positionen in Rohöl-ETPs, wobei 36 Mio. USD abflossen. Bei den Währungen wurden Long-ETPs in USD und EUR in Höhe von 61 Mio. USD abgestoßen, so viel wie zuletzt im Juni 2017. Robotik-ETPs verzeichneten mit 53 Mio. USD starke Zuflüsse, die fast das Rekordhoch der Vorwoche von 56 Mio. USD erreichten, so ETF Securities im wöchentlicher Markt- und Flowbericht.

Anleger verkauften in der letzten Woche erneut Long-Positionen in Rohöl-ETPs (A1N49P), wobei 36 Mio. USD abflossen. Von einer Ausnahme abgesehen kam es nun 29 Wochen in Folge zu Abflüssen, was der Situation 2013/14 kurz vor dem Einbruch der Rohölpreise Ende 2014 ähnelt. Um die Skepsis der Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit der aktuellen Rohölpreise zu unterstreichen, flossen in denselben 29 Wochen 53 Mio. USD in Short-Positionen. Zwei widerstreitende Kräfte beeinflussen gegenwärtig die Preise am Rohölmarkt: die Signale, dass die OPEC und Russland über 2018 hinaus auf den Fördergrenzen beharren könnten, und der jüngste IEA-Bericht, demzufolge die USA Saudi-Arabien voraussichtlich als größten Rohölproduzenten ablösen werden. „Wir sind nach wie vor überzeugt davon, dass der Preis für ein Barrel Rohöl im kommenden Jahr in die Spanne von 45-60 USD zurückfallen wird“, sagt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions, ETF Securities.

Bei Edelmetallen (A0N62H) kam es zu Abflüssen in Höhe von 55 Mio. USD, von denen in der letzten Woche 49 Mio. USD auf Silber-ETPs (A0N62F) entfielen. Seit Jahresanfang belaufen sich die Abflüsse auf 77 Mio. USD. „Die Gold-Silber-Ratio liegt derzeit mit 78 eine Standardabweichung über ihrem Durchschnitt. Aus historischer Sicht ist Silber also nach der jüngsten Goldpreisrally günstig bewertet“, so Hein.

Bei den Währungen wurden Long-ETPs in USD und EUR in Höhe von 61 Mio. USD abgestoßen, so viel wie zuletzt im Juni 2017. Wir sind überzeugt, dass dies auf die zunehmende Straffungsrhetorik der EZB und die Sorgen der Anleger über die steigenden Staatsanleiherenditen in den USA zurückgeht. „USD- und EUR-ETPs verzeichneten Abflüsse in Höhe von 27 Mio. USD beziehungsweise 5 Mio. USD, was die negative Einstellung der Anleger hinsichtlich der Währungen unterstreicht“, sagt Hein.

Robotik-ETPs (A12GJD) verzeichneten mit 53 Mio. USD starke Zuflüsse, die fast das Rekordhoch der Vorwoche von 56 Mio. USD erreichten. Damit flossen in diesem Jahr schon 128 Mio. USD zu. Die Erwartungen an die anstehende Berichtssaison sind hoch, und folglich übertrafen Robotik-ETPs den S&P 500 in diesem Jahr um 5 Prozent. „Bei einem KGV von 31 befinden sich die Bewertungen allerdings im Vergleich zum MSCI Global Technology Index weiter in der Nähe ihres langfristigen Durchschnitts“, schließt Hein.

Silber: Nutznießer der sich belebenden Industriekonjunktur?

Silber blieb 2017 aufgrund der schwachen Anlegernachfrage zurück. Als defensive Anlage wurde Gold bevorzugt, zugleich kamen die zyklischen Qualitäten von Silber nicht zur Geltung, da Aktien haussierten. Wir erwarten, dass Silber 2018 zur Aufholjagd ansetzt, während sich Gold seitwärts entwickelt, so Nitesh Shah, Director – Commodities Strategist bei ETF Securities. Aufgrund der anhaltend starken Industriekonjunktur und des begrenzten Minenangebots dürfte das Angebotsdefizit bei Silber bestehen bleiben. Wir rechnen für Ende 2018 mit einem Marktwert von 18,5 USD/oz. bis 19,5 USD/oz.

In unserem Goldausblick vom Dezember 2017 begründeten wir, warum sich Gold unseres Erachtens 2018 weiter seitwärts entwickeln wird. Obwohl es bei der Inflation zu überraschenden Spitzen kommen könnte, was für Gold positiv wäre, würden sich die steigenden Zinsen und ein aufwertender US-Dollar negativ auf Gold auswirken und die Goldpreise mehr oder minder unverändert lassen. Andererseits ist es möglich, dass Silber steigt, da die industrielle Nachfrage zunimmt. Nach der unterdurchschnittlichen Entwicklung des letzten Jahres könnte es gegenüber Gold aufholen.

Silber an Gold gekoppelt?

Unser Silbermodell koppelt die Entwicklung von Silber an Gold. In den vergangenen fünf Jahren korrelierten die monatlichen Silberrenditen zu 83 Prozent mit den monatlichen Goldrenditen. 2017 allerdings schnitt Silber deutlich schlechter als Gold ab. Gold stieg 2017 um 10 Prozent, während Silber das Jahr beinahe an der Stelle beendete, an der es begonnen hatte. Gold schien stärker vom periodischen Aufflackern des geopolitischen Risikos zu profitieren als Silber. Silber hingegen fand im Zuge des anhaltenden Aufschwungs anderer zyklischer Werte, etwa Aktien, wenig Beachtung. So verzeichneten Silber-ETPs 2017 Zuflüsse von nur 6,2 Millionen Unzen. Dies entspricht weniger als einem Siebtel der Zuflüsse von 2016. Ende Dezember 2017 erreichte das Volumen der spekulativen Silber-Kontrakte mit 3545 netto long sogar den tiefsten Stand seit Oktober 2014. Anscheinend konnte Silber weder von seiner Korrelation mit Gold profitieren noch seine zyklischen Qualitäten ausspielen.

Die Gold-Silber-Ratio ist nach wie vor erhöht. Auch wenn sich die Goldpreise 2018 wahrscheinlich seitwärts entwickeln werden, muss Silber noch etwas aufholen.

Industriezyklus

In unserem Silbermodell ist auch die industrielle Nachfrage berücksichtigt. Da über 50 Prozent des Silbers von der Industrie verwendet werden, hat es viele Gemeinsamkeiten mit Industriemetallen, während sich Gold eher wie ein monetärer Vermögenswert verhält.

Im Laufe des vergangenen Jahres sind die globalen Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes durchweg angestiegen. Derzeit wachsen die entwickelten Märkte schneller als die sich entwickelnden Märkte. Die globalen Indizes dürften unseren Erwartungen zufolge weiter zulegen, wenn die positive Dynamik in den Industrieländern auch auf die Schwellenländer übergreift. Nach unserer Überzeugung werden die Einkaufsmanagerindizes zwischen Dezember 2017 und Ende 2018 von 54,5 auf 55,0 bis 55,5 steigen.

Bergbauinvestitionen weiter verhalten

Unser Modell beinhaltet ferner eine Variable für die durch die Silberminen bedingten Angebotsbeschränkungen, für die wir die um 18 Monate vorlaufenden Kapitalinvestitionen (Capex) in die Minen berücksichtigen. Da nur 25 Prozent des Silbers direkt gewonnen werden und die übrigen 75 Prozent beim Abbau anderer Metalle als Nebenprodukt anfallen, ziehen wir nicht nur die Investitionen in die Silberminen, sondern im gesamten Bergbausektor heran.

Der aktuelle Investitionsrückgang im Bergbau ist der einschneidendste seit Beginn der Erhebung unserer Daten 1997. Sein Tempo hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2017 zwar etwas verlangsamt, aber über einen so langen Zeitraum sind die Investitionen in unserem Datensatz bisher noch nicht gesunken.

Aufgrund des Absturzes der Bergbauinvestitionen dürfte sich am Angebotsdefizit bei Silber nichts ändern. Laut den Daten des GFMS/The Silver Institute befindet sich der Silbermarkt sogar seit 2013 im Angebotsdefizit. Auch wenn in ihnen noch nicht die Zahlen von 2017 berücksichtigt sind, sprechen die geringeren Minenvolumina und die höhere Industrienachfrage dafür, dass der Markt trotz der geringeren Investitionsnachfrage ein Defizit aufweisen dürfte.

Börsenbestände wahrscheinlich vor dem Rückgang

Die Bestände der COMEX haben 2017 erheblich zugenommen. Man könnte deshalb meinen, dass die Menge des verfügbaren Metalls gestiegen ist. Der Anstieg ist allerdings zum größten Teil nicht den registrierten, sondern den lieferbaren Beständen geschuldet. Dabei werden lieferbare Silberbestände einfach in einem von der COMEX genehmigten Lager gehalten, ohne dass für sie ein Bezugsschein ausgestellt wurde. Die Besitzer halten das Silber also nicht, um Termingeschäfte abzurechnen (zumindest nicht bis es registriert ist). Der Anstieg der lieferbaren Bestände könnte also daher rühren, dass die Besitzer ihr Silber nur im COMEX-Lager parken wollen, das heißt, dass sie an ihrem Silber festhalten, es aber nicht auf dem Terminmarkt einsetzen. Entsprechend steht es dem Markt auch nicht zur Verfügung. Wir rechnen mit einem Rückgang der Gesamtbestände auf das Niveau von Anfang 2017, da die Anlegernachfrage zum Verkauf animiert.

Rekordzuflüsse in Robotik-ETPs

Robotik-ETPs verzeichneten Rekordzuflüsse in Höhe von 56,3 Mio. USD, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Industriemetall-ETPs kam es in der vierten Woche in Folge zu Zuflüssen. Der Ölpreisrally von 3,3 Prozent in der letzten Woche folgten Abflüsse aus Long-Rohöl-ETPs in Höhe von 29,3 Mio. USD.

Robotik-ETPs (A12GJD) verzeichneten Rekordzuflüsse in Höhe von 56,3 Mio. USD. Bei Robotik-ETFs kam es mit 56,3 Mio. USD zu den höchsten wöchentlichen Zuflüssen seit Auflegung. Bei Cybersicherheit-ETFs (A14ZT8) waren die Zuflüsse mit 15,9 Mio. USD so hoch wie zuletzt im Juni 2017. Die robusten Zuflüsse in diese ETFs gehen Hand in Hand mit dem allgemein starken Trend bei Technologieaktien. Der S&P 500® Information Technology Index stieg zum Beispiel im bisherigen Jahresverlauf um 5,1 Prozent. „Die zunehmende Automatisierung und die wachsenden Sorgen über die Softwaresicherheit haben das Interesse insbesondere an diesem Untersegment der Technologie geweckt“, erläutert Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions, ETF Securities.

Bei Industriemetall-ETPs (A0SVX7) kam es in der vierten Woche in Folge zu Zuflüssen. Die Zuflüsse erreichten bei breit aufgestellten Long-Industriemetall-ETPs (A0SVX7) mit 22,5 Mio. USD ein Dreiwochenhoch und bei Long-Kupfer-ETPs (A0KRJU) mit 14,9 Mio. USD ein Sechswochenhoch. Die globalen Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes stiegen Ende 2017 auf ein Siebenjahreshoch. Sie signalisieren für 2018 eine starke Nachfrage nach Industriemetallen, wobei die Wirtschaftsleistung, die Auftragseingänge und die Beschäftigung so schnell zunehmen wie zuletzt Anfang 2011. „Aus den chinesischen Zolleinfuhrdaten der letzten Woche etwa ging hervor, dass die Importe von Kupfererz und Kupferkonzentrat 2017 auf ein Allzeithoch gestiegen sind“, so Hein.

Der Ölpreisrally von 3,3 Prozent in der letzten Woche folgten Abflüsse aus Long-Rohöl-ETPs (A1N49P) in Höhe von 29,3 Mio. USD. Das heißt, bei Rohöl-ETPs (A0KRJX) kam es in der 19. Woche in Folge zu Abflüssen. Nach der jüngsten Rally der Ölpreise scheinen die Anleger Gewinne mitzunehmen. Erst in der letzten Woche hatten die Preise nach einem Anstieg ausgehend von 56 USD/Barrel die Marke von 70 USD-Barrel getestet, da die fallenden US-Lagerbestände, die zunehmenden geopolitischen Spannungen, insbesondere im Iran, und die weitgehende Einhaltung der OPEC-Förderquoten für Rückenwind sorgten. Wenn wir aber hinter die Kulissen blicken, wird deutlich, dass sich die Benzinlager füllen, das heißt, dass die Bestände einfach vom Rohstoff zum Produkt verschoben werden. Zweitens nehmen geopolitische Konflikte zu und ab, und wir bezweifeln, dass die Risikoprämie von Dauer sein wird. Drittens ist es wahrscheinlich, dass die US-Rohölförderung 2018 ein Allzeithoch erreicht. Zu guter Letzt könnten die aktuell hohen Preise die OPEC-Länder verleiten, die Vereinbarung im Juni vorzeitig zu beenden. „Obwohl die Dynamik die Ölpreise erneut auf über 70 USD/Barrel ansteigen lassen könnte, glauben wir nicht, dass sie auf diesem Niveau nachhaltig sind, wenn sich der Fokus im kommenden Monat wieder auf die fundamentale Situation verlagert“, so Hein.

Short-USD-ETPs stiegen auf ein Fünfwochenhoch. Nie bestätigte Gerüchte, dass China seine Käufe von US-Staatsanleihen begrenzen will, verunsicherten den Markt und führten zu einer Abwertung des DXY-Dollarkorbs um 1,5 Prozent. Die Zuflüsse in Short-USD-ETPs beliefen sich insgesamt auf 6,6 Mio. USD, wobei hauptsächlich der Euro auf der anderen Seite stand. „Meldungen, Merkels CDU habe bei den Sondierungsgesprächen mit den Sozialdemokraten am Freitag einen Durchbruch erzielt, unterstützten den Euro“, fügt Hein hinzu.

A mixed outlook for commodities in 2018

Commodities have enjoyed a great start to 2018, from the low point mid-December they have rallied 6.5%, the performance has been broad-based too, driven not only by the Iran issues inflating the oil price but a rally in industrial/precious metals and agriculture.

We are wary of some who are interpreting this as being a positive sign for broad commodities this year. Commodities as an asset class are a very heterogeneous group and we expect varied performance from each. So to start the year we thought we would provide a brief summary of our views.

Gold

Although we expect the Fed to continue to tighten policy, we think the downside risks to gold prices are limited because real interest rates will remain depressed as inflation gains pace in the US. However, a shock event, such as an equity market correction, could force gold prices higher. On balance we see little change in gold prices in the coming year. Investors continue to be optimistic about gold despite the rising interest rate environment, we believe this is due to investors now seeing gold as an insurance policy from geopolitical concerns rather than investment.

Most of the variation in gold price in our bull and bear cases (compared to our base case) comes from assumptions around investor positioning. Many measures of market volatility are currently subdued. However, several risks – both political and financial – exist. Sentiment towards gold could shift significantly depending on which of these views dominate market psyche.

In our bull case scenario, where we would see a more dovish Fed, gold could rise to US$1420. There are also numerous risks which can push demand for gold futures higher:

  • Continued sabre-rattling between US/Japan/South Korea and North Korea;
  • The proxy war between Saudi Arabia and Iran escalates;
  • A disorderly unwind of credit in China;
  • Italian policy paralysed by the inability to form a government after the election;
  • Catalonian independence pushing Spain close to civil war
  • A potential second general election in Germany; and
  • Market volatility measures such as the VIX (equity), MOVE (bond) spike as yield-trades unwind

In our bear case, we assume the Fed delivers four rates hikes in 2018 as it tries to anchor inflation expectations. 10-year nominal Treasury yields rise to 3.3% by the end of the year, while the US dollar appreciates. By year-end inflation falls back to 1.6%. In this scenario we assume that the absence of any geopolitical risk or adverse financial market shock. In this scenario gold could fall to US$1110/oz by end of 2018.

Crude Oil

In 2018, US production will likely hit an all-time high, surpassing the cycle peak reached before the price war in 2014 and above the 10 million barrel mark last hit in 1970. There is little indication that the backwardation in futures curves is going to stop US production from expanding. Unless investors are constantly reminded of geopolitical risks, the price premium tends to evaporate within a matter of weeks.

Inventories have been declining across the OECD although we are unlikely to see the decline in inventories continue. US shale oil production can break-even at close to US$40/bbl. With WTI oil currently trading at US$60/bbl, there is plenty of headroom for profitability and we expect a strong expansion in supply.

In late 2017, OPEC and its 10 non-OPEC partners posted their best level of compliance with the production curb deal to date. We think that compliance in the extended deal announced end-November will fall short of expectations in 2018. Russia’s insistence on discussing an exit strategy and a review in June 2018 indicates that the patience of non-OPEC partners in the deal is wearing thin.

With the US expanding supply and OPEC likely to under deliver on its promise to consistently curb production, we expect the supply to grow. At the same time demand is unlikely to continue to grow at the current pace, with prices having gained 33% over the past year.

We expect the oil price to remain in a range from US$45 to US$60/bbl for 2018, although a significant geopolitical upset in the Middle East could cause temporary price spikes.

Industrial Metals

We expect the star performer for 2018 to be industrial metals. They are likely to benefit the most from improving EM growth, at the same time we expect supply to remain in deficit in 2018 as the lack of investment in mining infrastructure continues to bite.

Emerging market (EM) demand is crucial for commodity markets as they represent 70% of industrial metals demand. In this respect, we expect any weakness in commodity prices to be largely offset by solid demand growth, again led by China. Although concerns remain over the build-up of debt, Chinese policymakers have continued to show a willingness to support the financial system with stimulus to ease financial conditions.

Since industrial metal prices began to fall in 2011, capital expenditure by miners collapsed. In mid-2017 capital expenditure by the largest 100 mines was 60% lower than in mid-2013. Given the long lag times behind investment and completion of mines, we don’t expect the tightness of mine supply to reverse any time soon.

Miners have been cautious to increase spending as they wait for the price recovery to prove sustainable. Historically we have seen about a year-long lag between a recovery in price and a recovery in capital spending. It is likely in 2018, as commodity prices continue to rise, that we see capital expenditure growth turn positive, although the damage of 4 years of lack of investment in to mining infrastructure has already occurred and is why industrial metals remain in a supply deficit.

Historically we have found that metal markets begin to move towards a balance two years after miner profit margins hit rock-bottom. Miner margins fell to a low of 2% at the beginning of 2016 and since have recovered to just over 7%. So if we see a repeat of historical patterns, we should see supply begin to improve in late 2018, but it could take years to move back into balance.

Kapitalströme knüpfen im neuen Jahr nahtlos an 2017 an

Beflügelt von der weltweiten Wachstumsfantasie sammelten globale ETPs 21,6 Mio. USD ein. Gold-ETPs verzeichneten aufgrund der höheren Goldpreise – eine Folge des schwächeren US-Dollar – Zuflüsse in Höhe von 19,2 Mio. USD. Bei Rohöl-ETPs beliefen sich die Abflüsse in Fortsetzung des letztjährigen Trends auf 14,1 Mio. USD, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht.

Mit Zuflüssen in Höhe von 19,2 Mio USD starteten Gold-ETPs (A0LP78) gut ins neue Jahr. Vom schwachen US-Dollar unterstützt schlossen die Goldpreise in dieser Woche um 1 Prozent höher. Auch wenn die US-Beschäftigung im Dezember nicht zugenommen, sondern die Schätzungen im Zuge des Rücklaufs im Dienstleistungssektor deutlich um 42.000 Stellen verfehlt hat, ist es wohl nicht zu einer Trendumkehr gekommen. Die privaten Arbeitgeber beispielsweise schufen den ADP-Zahlen zufolge im Dezember 250.000 Stellen, was den höchsten monatlichen Zuwachs seit letzten März markiert. Daneben dürfte auch die Verabschiedung des US-Steuergesetzes den Gewinnen der US-Unternehmen zugute kommen. Wir sehen also keinen Grund, für den März nicht mit einer Anhebung der Zinsen durch die Fed zu rechnen, zumal aus dem in der letzten Woche veröffentlichten Dezember-Protokoll der Fed hervorgeht, dass sich der Offenmarktausschuss Sorgen über die 2018 lohnbedingt höheren Inflationserwartungen macht. „Da mit einem Anstieg der Inflation zu rechnen ist, dürfte die Fed ihren Kurs beibehalten und die Zinsen 2018 insgesamt drei Mal anheben, was die Entwicklung von Gold wahrscheinlich bremsen wird“, erklärt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions bei ETF Securities.

Beflügelt von der weltweiten Wachstumsfantasie sammelten globale ETPs 21,6 Mio. USD ein.  Die robusten Konjunkturdaten aus den USA, Europa und China verstärkten das positive Sentiment und verhalfen den globalen Aktienmärkten zu neuen Höchstständen. „Daneben nahmen wegen der Senkung der Körperschaftsteuer in den USA auch die Erwartungen an die Unternehmensgewinne zu, die ab dieser Woche veröffentlicht werden“, so Hein.

Bei Edelmetall-ETPs (A0N62H) kam es zu hohen Zuflüssen im Wert von 18,8 Mio. USD. Palladium setzte seinen letztjährigen Trends fort und erreichte zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder die Marke von 1100 USD. Dabei profitiert der Palladiumpreis insbesondere von der Furcht vor einer Angebotsknappheit. „Unseren Erwartungen zufolge wird aber Platin, das ähnlich gehandelte Pendant von Palladium, dank seines Preisrückstands und der Stärkung des europäischen Automobilmarkts besser abschneiden“, sagt Hein.

Bei Rohöl-ETPs (A1N49P), die Abflüsse in Höhe von 14,1 Mio. USD verzeichneten, hält der Trend aus dem letzten Jahr unnachgiebig an. Befürchtungen, dass die politischen Unruhen im Iran die Ölversorgung unterbrechen könnten, und die OPEC-Förderquoten, die weitgehend eingehalten wurden, trieben Rohöl der Sorte Brent mit 68 USD auf den höchsten Stand seit Mai 2015. Auch Rohöl der Sorte WTI (A0KRJX) stieg wegen der weltweit positiven Wirtschaftsdaten und der extrem kalten Witterung in den USA, verfehlte aber sein Hoch aus dem Jahre 2015. „Wie aus den zunehmenden Short-Positionen in Rohöl-ETPs ersichtlich wird, steigt das Bewusstsein, dass die aktuellen Preise nicht nachhaltig sind, vor allem dann nicht, wenn die USA die Förderung ausweiten und der Iran wieder zur Ruhe kommt“, sagt Hein.

In die diversifizierten Rohstoffkorb-ETPs (A1CXBV) flossen 12 Mio. USD, da wichtige Rohstoffe stark in das neue Jahr starteten. Der Bloomberg Commodity Spot Index, ein Korb aus 22 wichtigen Rohstoffen, erreichte den höchsten Stand seit 2014. „Die globale Wachstumsfantasie kommt dem Rohstoffausblick zugute und lockt die Anleger in breit aufgestellte diversifizierte Rohstoffkörbe“, schließt Hein.

Bitcoin valuation: Marginal cost

The electricity consumption to mine Bitcoin is currently equivalent to roughly 600,000 households’ usage or US$3.4m spent every day, this will double by end-2018. Current mining costs for Bitcoin imply a marginal cost of production of US$2,250, says James Butterfill, Head of Research & Investment Strategy at ETF Securities. Including rig purchase costs, marginal costs are US$4,300. Current Bitcoin prices appear to be justified only on the basis of mass adoption, which at this stage remains low.

Is Bitcoin useful and how can it be valued?

These are probably the two most important questions when trying to ascertain if Bitcoin is a viable investment. The first question at this point is very difficult to answer, it is similar to a start-up company in that it is potentially a great idea but there is not yet a big enough market to prove its viability. There are early signs of its potential, it has a following and is well known now, retailers are beginning to offer it as a form of payment and some cantons in Switzerland are now accepting it as payment for taxes. We believe cryptocurrencies are an emerging digital asset that has potential given its compelling concept, but is not proven yet, and there remain some very valid concerns over its volatility and its current valuations. Accordingly, like investing in a start-up company, investors should remain cautious.

What type of asset is it?

Bitcoin is a very hard asset to categorise. It has some features of a currency, it is intrinsically a medium of exchange, but it is not currently as stable as the US dollar and has similar volatility to some frontier market currencies. We see it as also having some similar features to a commodity; it is mined using valuable resources to extract (energy and computer hardware), and it is a finite resource. It is debatable whether there is any point to mining it, but a very similar rationale could be applied to gold, given that very little is used for industrial usage (gold does have good industrial properties as highlighted in Disruptive themes behind future commodity demand, but at current prices application in industry are low). Ultimately miners and investors of gold see it as being a store of value and therefore worthwhile, as is emerging for Bitcoin. Bitcoin is essentially mined and minted with megawatts rather than with shovels and minting dies.

How to value Bitcoin

There are varied ways to value Bitcoin, but given it has some similarities to commodities we felt it would be worthwhile calculating the marginal cost of production. While this varies for commodities as supply and demand changes, it is an effective way in understanding the long-term equilibrium price. Bitcoin is exceptional in that the supply is predictable, being determined by the structure of its underlying algorithm. Bitcoin’s algorithm dictates that after a specified number of blocks are mined the reward for mining halves. A linear path for the Bitcoin reward schedule has been established, and this is likely to continue as long as Moore’s law4 for exponential growth in processing power continues. The last coin is likely to be mined by 2130, but 99% will be mined by 2027.

The speed of mining could be accelerated but depends on the success of quantum computing, which could theoretically solve the Bitcoin algorithm far quicker, however this may come at the cost of considerably higher electricity consumption.

The hash rate growth of the Bitcoin network, a measure of the speed at which Bitcoin blocks are mined, coupled with the known power consumption can be used to estimate the electricity consumption costs, the equivalent of the marginal cost of production that is often used to value commodities.

Estimating historical power costs

Bitcoin emerged in late 2009 with enthusiasts mining on their personal computers, which at the time became profitable but was a very inefficient approach. Consequently manufacturers began selling dedicated ASIC5 miners which drastically improved efficiency. These ASIC miners began emerging in 2013, with each new model having a much more powerful hash rate, leading to an explosion in overall network hash rate as more miners joined the network. The power consumption of these commercial Bitcoin miners is well known, as is the overall hash rate. Using historical global power costs we estimate the electricity consumption to currently be 1.5GW/hr, which equates to roughly 600,000 households usage, or US$3.4m spent every day. At the current rate of growth in the Bitcoin network, power consumption costs will be double that of today by end-2018.

Marginal cost of production

To estimate marginal cost of production the total number of coins produced per day is divided by the mining cost: at current consumption and production levels this is approximately US$2,250, well below the current price. However, if the cost of purchasing the Bitcoin mining hardware is factored-in, and assuming a two year replacement cycle, the current marginal cost of production would be US$4,300.

Predicting future marginal cost

As the future network hash rate is likely to follow Moore’s law and the mining difficulty follows a linear path future, electricity costs can be estimated. The scatter chart highlights this close relationship between price and mining difficulty.

Assuming the historical relationship between mining difficulty and costs hold, we believe by the end of 2018 power consumption will be double that of today. We anticipate the marginal cost of Bitcoin will have risen to US$4,230 or US$6,500, including hardware purchase costs by the end of next year. It isn’t until end-2019 that marginal costs would align to today’s price. However, by early 2020 the reward for mining Bitcoins (as dictated by the Bitcoin algorithm) will halve, pushing marginal costs to roughly US$16,000.

Using marginal cost of production is just one approach at valuation, it could be argued that the current high valuations are justified because even if the probability of mass adoption is small, the impact on price would be very large, this is perhaps why we are seeing so much speculation. Another approach would be to use Metcalfe’s law, which states that the value of a network is square the number of users, but the number of users is difficult to determine. At least now, we know what the costs are.


Quellen:
1) The observation that the number of transistors in a dense integrated circuit doubles approximately every two years
2) ASIC – Application-specific integrated circuit

Disruptive Themen beflügeln die künftige Rohstoffnachfrage

Da Energieeffizienz die Nachfrage nach erneuerbarer Energie und Batterietechnologie beflügelt, könnte der Silber- und Nickelverbrauch zunehmen, so James Butterfill, Head of Research & Investment Strategy, im Ausblick 2018 von ETF Securities. Die Integration von Automation und Technologie könnte Kupfer zugutekommen. Der Klimawandel könnte sich weiter auf den globalen Landwirtschaftssektor auswirken.

Betrachtet man die Rohstoffentwicklung im Laufe der Zeit, wird deutlich, dass sich der wirtschaftlich stärkste Rohstoffsektor tendenziell aus strukturellen Verschiebungen bei Technologie und Wachstum ergibt. Bis ins 18. Jahrhundert entfiel der Großteil des Rohstoffmarktes auf die Landwirtschaft, die sich im Einklang mit dem Handel und der Bevölkerung entwickelte. Durch die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert rückte die Massenproduktion von Stahl und Kohle in den Mittelpunkt. Diese Entwicklung setzte sich im 20. Jahrhundert fort, als Öl und Petroleum das Zepter übernahmen. Wir stehen nun an einem Wendepunkt einer neuen Rohstoffgeneration, die geprägt ist von ineinandergreifenden Technologien in den Bereichen Energieeffizienz, Automation und Klimawandel, welche für die Nachfrage entscheidend sein dürften.

Energieeffizienz

Die Verbreitung erneuerbarer Energien hat in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da sie eine Möglichkeit darstellen, den zunehmenden Energiebedarf zu decken. Eine der kommerziell und wirtschaftlich rentabelsten Alternativen ist dabei die Solarkraft. Der Bau von Photovoltaikanlagen (PV) übertrifft weltweit auch weiterhin die Erwartungen, wobei die globale PV-Nachfrage einem Bericht von EnergyTrend1 zufolge in diesem Jahr 100 Gigawatt (GW) übersteigen dürfte. China ist der weltweit führende Solarkrafterzeuger und hat 2016 Solaranlagen mit einer Kapazität von 34 GW und über 17 GW allein in der ersten Jahreshälfte 2017 errichtet. Diese zunehmende Nachfrage nach PV-Modulen könnte sich als Segen für die erforderlichen Grundstoffe erweisen, allen voran Silber. Die Silbernachfrage aus der Industrie könnte bis 2022 im Einklang mit der globalen PV-Nachfrage weiter ansteigen.

Technologische Fortschritte bei der Energiespeicherung, insbesondere bei der Batterietechnologie, haben die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien gesteigert. Bei Lithium-Ionen-Akkus dürfte ein rascher Nachfrageanstieg durch Elektrogeräte, Stromzellen und allen voran die weltweit zunehmende Verbreitung batteriebetriebener Fahrzeuge zu beobachten sein.

Neben Lithium ist die derzeitige Batterietechnologie auch noch auf andere marktgängige Metalle angewiesen, vor allem Cobalt und Nickel. Cobalt, das hauptsächlich in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut wird, verbuchte zusammen mit Lithium ansehnliche Preissteigerungen infolge von Angebotsunterbrechungen und der erwarteten Batterienachfrage. Bei Nickel ist die globale Produktion hingegen aus regionaler Sicht stärker gestreut, und bislang sind rasche Preissteigerungen ausgeblieben.

Wahrscheinlicher ist, dass die Nickelpreise in den kommenden Jahren allmählich von der Nachfrage nach neuen Batterien profitieren und dabei schrittweise steigen. Derzeit vergrößert sich das Angebotsdefizit bei Nickel – ein Trend, der bis ins Jahr 2018 anhalten dürfte. Der Preisanstieg bei Nickel in den letzten Monaten geht auf die erwartete höhere Nachfrage und nicht auf angebotsseitige Faktoren wie die Produktionskosten zurück.

Integration von Automation und Technologie

Ein weiteres anhaltendes Thema, das Rohstoffen zugutekommen könnte, ist die zunehmende Integration von Automation und Technologie. Der stärkere Schwerpunkt auf autonome oder selbstfahrende Fahrzeuge stellt ein spannendes Beispiel hierfür dar. Eine oftmals nicht beachtete Folge einer verstärkten Nutzung dieser Fahrzeugarten ist der höhere Metallbedarf. Kupfer, Silber und Gold weisen eine gute Stromleitfähigkeit auf und kommen in zahlreichen Elektrogeräten und elektrischen Komponenten dieser Fahrzeuge zum Einsatz. Da künftige Fahrzeuge zunehmend von Technologie abhängen und immer autonomer werden, könnte die Zahl der Stromleiter in Aggregatssystemen entsprechend steigen. Kupfer kommt bei Elektrofahrzeugen zudem häufiger zum Einsatz als in Benzinmotoren. Dies gilt vor allem für öffentliche Verkehrsmittel wie Busse. Elektrobusse könnten darüber hinaus eine schnellere Verbreitung finden als Elektro-Pkw, da sie eher durch die lokale Gesetzgebung denn durch Verbraucherpräferenzen beeinflusst sind.

Die möglicherweise interessanteste Gruppe dieser neuen Rohstoffgeneration ist wohl auch die unbekannteste – die Metalle der Seltenen Erden, auch Seltene Erdelemente genannt. Trotz ihrer weitgehenden Unbekanntheit stellt diese Gruppe eine wesentliche Produktionskomponente für moderne Technologien über zahlreiche Branchen wie Medizin, Verteidigung, Transport und Stromerzeugung hinweg sowie für Stützen des täglichen Lebens wie Elektro- und mobile Geräte dar. Da die Mittelschicht weltweit wächst und Automation verstärkt Verbreitung findet, werden eine Reihe von Grundstoffen wie Yttrium und Praseodym eine immer zentralere Rolle in unserer modernen Lebensweise spielen.

Wie bei allen anderen Bodenschätzen auch stellen Angebot und Reserven einen wichtigen Faktor dar. Da zahlreiche Seltene Erdelemente vor allem in den Schwellenländern zu finden sind, dürften die Geopolitik und die Stabilität der Lieferkette zunehmend an Bedeutung gewinnen. Darüber hinaus sind der Abbau und die Veredelung dieser Grundstoffe nach wie vor mit Herausforderungen behaftet. Dies könnte bei den Metallen der Seltenen Erden ähnliche Angebotsunterbrechungen wie in der Vergangenheit zur Folge haben, da ihr Einsatz im Laufe der Zeit zusammen mit technologischen Fortschritten zunimmt.

Klimawandel

Das anhaltend disruptive Thema, das der globale Klimawandel darstellt, könnte ein weiterer Katalysator für eine Verschiebung der Bedeutung einzelner Rohstoffe sein. Der Klimawandel hat weltweit bereits zu strengeren Emissionsstandards für Fahrzeuge geführt, was der Platin- und Palladiumnachfrage für Katalysatoren, die zu einer Verringerung der Schadstoffbelastung beitragen, zugutekommt.

Wasser ist eine im Vergleich zu häufig gehandelten Rohstoffen oftmals außer Acht gelassene natürliche Ressource, deren Rolle für die Landwirtschaft weltweit angesichts der wachsenden Bevölkerung und der steigenden Nachfrage aber nur an Bedeutung gewinnen kann. In den meisten Regionen weist der Landwirtschaftssektor den mit Abstand höchsten Wasserverbrauch auf. Die Beschaffung von Trink- und nutzbarem Wasser zur Bekämpfung der Auswirkungen von anhaltenden Dürren und Rekordstürmen könnte in Effizienzsteigerungen in der Landwirtschaft und weitere Technologien mit Wasserbezug münden.

Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) dürfte der Verbrauch von Agrarrohstoffen wie Soja, Mais und Weizen in den Schwellenländern bis 2025 um 29 Prozent, 14 Prozent bzw. 12 Prozent zunehmen und damit das Nachfragewachstum der Industrieländer bei Weitem übertreffen. Mit steigendem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf nehmen auch die Ansprüche der Verbraucher zu. Getreide ist das gängigste Gut, das sofort durch Fleisch ersetzt wird. Damit steigt nicht nur die Nachfrage nach Lebendvieh, sondern auch nach Getreide, das die größeren Viehbestände zur Fütterung benötigen.

Ausblick

Da diese Themen und Technologien eine immer zentralere Rolle für das künftige Wirtschaftswachstum spielen, stellt die Nachfrage nach den Rohstoffen der nächsten Generation einen wesentlichen Bestandteil dieser Fortschritte dar und dürfte sich im Einklang mit diesen entwickeln.


1) http://pv.energytrend.com/

Den vollständigen Ausblick 2018 von ETF Securities finden Sie hier.

Zuflüsse in ETPs aufgrund von taktischen Allokationen

In der vergangenen Woche flossen 26 Mio. USD in Platin- und Silber-ETPs. Zugleich wurden aus Rohstoffkorb- und Palladium-ETPs 25 Mio. USD abgezogen. Bei Rohöl-ETPs kam es aufgrund der Zuflüsse in Short-ETPs zum ersten Mal seit September wieder zu Netto-Zuflüssen, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Thematische Aktien- und EuroSTOXX-ETPs verzeichneten Zuflüsse, da die Brexit-Verhandlungen nun die Handelsbeziehungen zum Gegenstand haben.

Die den Erwartungen entsprechenden Notenbankentscheidungen führten in der vergangenen Woche zu geringen Zuflüssen in Aktien-, Energie- und Edelmetall-ETPs. Das Ergebnis der Notenbanksitzungen wurde in der vergangenen Woche fast nicht zur Kenntnis genommen. Die Fed hob ihren Leitzins am Mittwochabend um 25 Basispunkte auf 1,5 Prozent an, wobei die Entscheidungsträger weiterhin mit drei weiteren Zinserhöhungen im nächsten Jahr rechnen. Der US-Dollar gab am selben Tag um 0,7 Prozent nach, konnte seine Verluste aber wieder aufholen. In Europa erhofften sich die Anleger Klarheit über das künftige Auslaufen der quantitativen Lockerung der EZB, wurden aber enttäuscht. Die EZB hob stattdessen die Wachstumsprognose für die Eurozone 2018 an, was darauf hindeutet, dass die Inflation weiter zunimmt und die Notenbank womöglich früher als erwartet handeln muss. „In Großbritannien ließ Carney, der Gouverneur der Bank of England, den Basiszins unverändert, obwohl die Inflation im November sprunghaft auf 3,1 Prozent kletterte. Für 2018 prognostizieren die Notenbanken ein starkes Wachstum und bessere Arbeitsmarktbedingungen, was sich auf die Vermögenspreise generell unterstützend auswirken dürfte“, sagt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions, ETF Securities.

In der vergangenen Woche flossen 26 Mio. USD in Platin- (A0N62D) und Silber-ETPs (A0N62F) . Zugleich wurden aus Rohstoffkorb- (A0N62H) und Palladium-ETPs (A0N62E) 25 Mio. USD abgezogen. Bei Platin-ETPs kam es mit 14,4 Mio. USD zum ersten Mal seit Oktober wieder zu Zuflüssen, während sie sich bei Silber-ETPs mit 12 Mio. USD in der vierten Woche in Folge fortsetzten. Der Preis von Platin fiel in der vergangenen Woche um 1,1 Prozent auf 882 USD/oz., sodass der Abstand zu Palladium mit 146 USD/oz. den höchsten Stand seit 2001 erreichte. Der Silberpreis andererseits stieg im gleichen Zeitraum um 1 Prozent auf fast 16 USD/oz., da sich die Industriemetalle weiter erholten. „Zugleich wurden 20,1 Mio. USD aus  Rohstoffkorb-ETPs und 5Mio. USD aus Palladium-ETPs abgezogen. Dies legt nahe, dass es um taktische Umschichtungen in Edelmetall-ETPs handelt, die eine bessere Chance bieten“, so Hein.

Bei Rohöl-ETPs kam es aufgrund der Zuflüsse in Short-ETPs zum ersten Mal seit September wieder zu Netto-Zuflüssen, und zwar in Höhe von 12,6 Mio. USD, so hoch wie zuletzt im Juli. Allein in Short-Rohöl-ETPs flossen trotz der geringen Preisänderungen in der vergangenen Woche 23 Mio. USD. „Long-Rohöl-ETPs (A1N49P) andererseits verzeichneten Abflüsse in Höhe von 10,1 Mio. USD. Die von der OPEC angekurbelte Rally könnte entsprechend an ihre Grenzen stoßen, da die Marktteilnehmer mit einer kurzfristigen Preiskorrektur rechnen. Den jüngsten Daten zufolge stieg die Förderung in den USA um weitere 73.000 Barrel pro Tag , während der unerwartet hohe Rückgang der US-Lagerbestände anhält“, sagt Hein.

Thematische Aktien ziehen nach wie vor Gelder an. Zugleich erhöhen die Anleger ihr Engagement in EuroSTOXX-ETPs. „In der vergangenen Woche verzeichneten thematische Aktien Rekordzuflüsse in Höhe von 12,3 Mio. USD, wobei insbesondere der Robotik-ETP (A12GJD) mit 7,9 Mio. USD hervorstach. Ferner lenkten die Anleger 12,3 Mio. USD in EuroSTOXX-ETPs, da die Brexit-Verhandlungen nach einem turbulenten Monat mit vielem Hin und Her in die zweite Phase gehen“, schließt Hein.

Bitcoin-Bewertung: Grenzkosten

Der Stromverbrauch beim Bitcoin-Mining entspricht derzeit dem Verbrauch von rund 600.000 Haushalten oder Ausgaben in Höhe von 3,4 Mio. USD täglich. Dieser Wert wird sich bis Ende 2018 verdoppeln. Die aktuellen Mining-Kosten bei Bitcoin implizieren Produktionsgrenzkosten von 2.250 USD. Inklusive Anschaffungskosten für die Hardware belaufen sich diese auf 4.300 USD, so James Butterfill, Head of Research & Investment Strategy, at ETF Securities. Die aktuellen Bitcoin-Preise scheinen nur unter der Prämisse einer massenhaften Verbreitung gerechtfertigt zu sein, die derzeit noch gering ausfällt.

Ist Bitcoin nützlich, und wie kann eine Bewertung erfolgen?

Dies sind vermutlich die beiden wichtigsten Fragen bei der Beurteilung, ob es sich bei Bitcoin um eine zukunftsfähige Anlage handelt. Die erste Frage ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer zu beantworten. Bitcoin entspricht in etwa einem Start-up-Unternehmen, das potenziell eine gute Idee darstellt, dessen Markt allerdings noch nicht groß genug ist, um seine Tragfähigkeit zu belegen. Doch sind bereits erste Anzeichen des Potenzials zu erkennen: Bitcoin verfügt über Anhänger, ist wohlbekannt und wird von Einzelhändlern allmählich als Zahlungsmittel akzeptiert, ebenso wie in einigen Schweizer Kantonen für Steuerzahlungen. Unseres Erachtens stellen Kryptowährungen eine aufstrebende digitale Anlageklasse dar, die angesichts des attraktiven Konzepts Potenzial aufweist, das sie aber erst noch unter Beweis stellen muss. Zudem bestehen nach wie vor berechtigte Sorgen im Hinblick auf die Volatilität und die aktuellen Bewertungen. Entsprechend sollten Anleger wie bei Investitionen in ein Start-up-Unternehmen weiter Vorsicht walten lassen.

Um was für eine Anlage handelt es sich?

Bitcoins lassen sich als Anlage nur sehr schwer kategorisieren. Sie weisen einige Merkmale einer Währung auf, stellen an sich ein Tauschmittel dar, sind derzeit aber nicht so stabil wie der US-Dollar und ähnlich starken Schwankungen unterworfen wie einige Frontier-Markt-Währungen. Zudem ähneln sie einem Rohstoff, da sie mittels wertvoller Ressourcen (Energie und Computer-Hardware) erstellt („gemint“) werden und eine endliche Ressource darstellen. Es ist fraglich, ob das Mining einen Sinn ergibt. Gleichwohl lässt sich diese Logik aber auch auf Gold anwenden, da es in nur sehr begrenztem Maße in der Industrie Anwendung findet (Gold weist, wie im Beitrag Disruptive Themen beflügeln die künftige Rohstoffnachfrage dargelegt, gute industrielle Merkmale auf, kommt aufgrund der aktuellen Preise in diesem Bereich aber kaum zum Einsatz). Letztendlich erachten Bergbauunternehmen und Anleger Gold als Wertanlage und daher als erstrebenswert. Dies gilt in zunehmendem Maße auch für Bitcoin. Im Wesentlichen findet der Abbau und die Prägung von Bitcoins mittels Megawatt anstelle von Schaufeln und Prägestempeln statt.

Bewertung von Bitcoin

Es gibt verschiedene Arten, Bitcoin zu bewerten. Aufgrund der Ähnlichkeit mit Rohstoffen erscheint uns aber eine Berechnung der Produktionsgrenzkosten sinnvoll. Zwar variiert dies bei Rohstoffen mit den Veränderungen des Angebots und der Nachfrage. Dennoch stellt dies eine effektive Methode dar, den langfristigen Gleichgewichtspreis zu ermitteln. Bitcoin bilden insofern eine Ausnahme, als das Angebot vorhersagbar ist, da es durch die Struktur des zugrunde liegenden Algorithmus bestimmt wird. Der Bitcoin-Algorithmus legt fest, dass sich die Mining-Vergütung nach einer bestimmten Anzahl geminter Blöcke halbiert. Die Bitcoin-Vergütung entwickelt sich linear, und dies wird sich vermutlich fortsetzen, solange das Mooresche Gesetz5 für exponentielles Wachstum bei der Rechnerleistung Bestand hat. Der letzte Bitcoin wird voraussichtlich bis 2130 gemint werden, wobei 99 Prozent aller Bitcoins bereits bis 2027 „abgebaut“ werden dürften. Die Mining-Geschwindigkeit könnte gesteigert werden, was aber vom Erfolg von Quanten-Computern abhängt, die den Bitcoin-Algorithmus zumindest in der Theorie deutlich schneller lösen könnten. Dies hätte aber womöglich einen deutlich höheren Stromverbrauch zur Folge.

Die Wachstumsrate der Hashs im Bitcoin-Netzwerk, mit der die Mining-Geschwindigkeit von Bitcoin-Blöcken gemessen wird, kann zusammen mit dem bekannten Stromverbrauch zur Schätzung der Stromkosten herangezogen werden. Diese stellen das Äquivalent zu den Produktionsgrenzkosten dar, die oftmals bei der Bewertung von Rohstoffen zum Einsatz kommen.

Schätzung historischer Stromkosten

Bitcoins traten Ende 2009 in Erscheinung. Damals wurden sie von begeisterten Anhängern auf deren Privatrechnern gemint, was zu der Zeit zwar rentabel, aber äußert ineffizient war. In der Folge begannen die Hersteller, dedizierte ASIC6-Miner zu verkaufen, welche die Effizienz enorm steigerten. Diese ASIC-Miner kamen 2013 auf, und jedes neue Modell zeichnete sich durch eine noch höhere Hash-Rate aus, was zu einem explosionsartigen Anstieg der Gesamt-Hash-Rate des Netzwerks führte, da immer mehr Miner hinzukamen. Der Stromverbrauch dieser kommerziellen Bitcoin-Miner ist bekannt, ebenso wie die Gesamt-Hash-Rate. Anhand historischer Stromkosten weltweit schätzen wir den Stromverbrauch auf derzeit 1,5 Gigawatt/Stunde. Dies entspricht dem Verbrauch von rund 600.000 Haushalten oder Ausgaben in Höhe von 3,4 Mio. USD täglich. Bei der aktuellen Wachstumsrate des Bitcoin-Netzwerks werden sich die derzeitigen Stromkosten bis Ende 2018 verdoppeln.

Produktionsgrenzkosten

Zur Berechnung der Produktionsgrenzkosten wird die Gesamtzahl der pro Tag geminten Bitcoins durch die Mining-Kosten dividiert: anhand der aktuellen Verbrauchs- und Produktionsniveaus ergibt sich somit ein Wert von rund 2.250 USD, der deutlich unter dem gegenwärtigen Kurs liegt. Berücksichtigt man allerdings die Anschaffungskosten für Hardware zum Bitcoin-Mining, und geht man dabei von einem zweijährigen Austauschzyklus aus, so erhöhen sich die derzeitigen Produktionsgrenzkosten auf 4.300 USD.

Künftige Grenzkosten

Da sich die Hash-Rate des Netzwerks gemäß dem Mooreschen Gesetz entwickeln dürfte und der Schwierigkeitsgrad beim Mining linear zunimmt, können die Stromkosten geschätzt werden. Das Streudiagramm unterstreicht diese enge Beziehung zwischen Kurs und Mining-Schwierigkeit.

Sollte das historische Verhältnis zwischen Mining-Schwierigkeitsgrad und Kosten Bestand haben, so dürfte sich der Stromverbrauch ausgehend von den aktuellen Niveaus bis Ende 2018 verdoppeln. Wir rechnen bis Ende nächsten Jahres mit einem Anstieg der Grenzkosten von Bitcoin auf 4.230 USD oder 6.500 USD (einschließlich der Anschaffungskosten für Hardware). Erst Ende 2019 nähern sich die Grenzkosten dem heutigen Kurs an. Allerdings wird sich die Vergütung für das Bitcoin-Mining (wie durch den Bitcoin-Algorithmus bedingt) bis Anfang 2020 halbieren und die Grenzkosten auf rund 16.000 USD treiben.

Dabei stellt die Grenzkosten-Methode nur einen Bewertungsansatz von vielen dar. Es könnte angeführt werden, dass die derzeit hohen Bewertungen gerechtfertigt sind, da sich eine massenhafte Verbreitung trotz der geringen Wahrscheinlichkeit wesentlich auf den Kurs auswirken würde. Möglicherweise ist dies der Grund für die umfangreichen Spekulationsgeschäfte. Ein weiterer Ansatz wäre das Metcalfesche Gesetz, welches besagt, dass der Wert eines Netzwerks dem Quadrat der Nutzer entspricht, wobei aber die Zahl der Nutzer nur schwer feststellbar ist. Wenigstens wissen wir nun, wie hoch die Kosten sind.


1) Das Gesetz besagt, dass sich die Zahl der Transistoren in einem integrierten Schaltkreis etwa alle zwei Jahre verdoppelt
2) ASIC – Application-specific integrated circuit (Anwendungsspezifische integrierte Schaltung)

Hier finden Sie den vollständigen Ausblick 2018 von ETF Securities.

A closer look at emerging market equities

Global equities have been rallying in 2017, led by Asian emerging countries and North America to a lesser extent. The IMF expects Asian economies to continue to drive global growth while central banks in advanced economies are gradually reducing their financial support. We believe US equities are overvalued and see greater opportunities within Latin American and Asian equities for 2018, says Edith Southammakosane, Multi Asset Director at ETF Securities.

Strong economic data from major advanced and developing countries combined with a decline in perceived political uncertainty has led to a surge of optimism on the global financial market. Extremely accommodative monetary policies in place since the great financial crisis are bearing fruit. 2018 will likely see these accommodative policies gradually dismantled, opening the path to new investment opportunities.

2017 performance

This year has seen global equities rallying since November 2016 as market participants are more confident that global economic growth has returned and will continue. While few risks remain, with the Italian election next year and the ongoing fight against terrorism and North Korea, the populist threat seen in 2016 has faded away. Unemployment is near its lowest in the US and UK with central banks now focussing on dismantling quantitative easing and tackling the inflation issue.

Looking at 2017 performance so far, the MSCI AC World index rose by 22%, driven by the rally of emerging markets (EM) and more specifically, emerging countries from Asia (39%). The developed markets (DM) with North America come second at 19.5%, followed by emerging Latin America at 18.5%. While one would expect volatility to pick up, 2017 saw the market volatility index (VIX) at its lowest level ever, at 9.6 on average, compared to 20 its historical average, suggesting that investors could increase their allocation to equities almost risk free.

Of the top 20 performers, 75% are emerging market countries. Argentina is leading the board with 62.6% year-to-date while China comes fourth (52%) and India eleventh (25.7%).

In its October World Economic Outlook, the International Monetary Fund (IMF) estimated global growth at 3.6% in 2017 and 3.7% in 2018 from 3.2% in 2016 driven by rising industrial activities and business and consumer confidence. Global growth will be mainly driven by EM countries projected at 4.6% in 2017 and 4.9% in 2018. China GDP has been revised upward by 0.2% compared to April, at 6.8% in 2017 and 6.5% in 2018 while India GDP for 2017 was revised down from 7.2% to 6.7%. In Latin America, Argentina is expected to rebound after last year’s recession with growth projected at 2.5% for 2017 and 2018 as consumption and investment recover.

What are the ratios saying?

The cyclically adjusted price to earnings ratio (CAPE) of DM over EM shows that developing countries remain attractive from a valuation point of view. Whilst the MSCI Emerging Market index has returned 30% year-to-date, the below chart suggests there is still scope for further gains in 2018.

In the following chart, the Latin American countries Argentina, Brazil, Colombia, Mexico and Chile, appear to be the most undervalued. Despite prices for these countries rising by 23% on average, the CAPE ratio remains below their respective historical averages driven by lower-than-average real earnings. However, all except Chile saw their real earnings growing this year in absolute terms, suggesting further potential catch-up of their earnings in the near term.

At the other end of the spectrum, US, Japan and few European countries are considered as overvalued. The CAPE ratio for each stands above their historical level due to real earnings having already catched up with its respective historical level and price rally. Further gains would be more difficult to justify.

A closer look at China

Xi Jinping came out of the 19th Congress of the Chinese Communist Party stronger than ever. Elevated to the same level as Mao Zedong, the president of the Republic of China has been given more power than any of his contemporary predecessors and with no one in its close committee potentially qualified to replace him in five years. With Xi having a history of stalling reform, we may see the implementation of short term stimulus, as opposed to long term structural reforms, continue. This should be positive for Chinese equities as the country focuses on sustainable growth, attracting foreign investment and remaining the largest consumers of commodities to meet the need of its economy and population. The outcome has initially been positively received as the MSCI China Index gained 8% one month following the Congress before declining recently as Chinese economic activities continue to show signs of a mild slowdown.

The above chart shows that China CAPE ratio currently stands above its historical level, suggesting that Chinese equities are overvalued. However, the surge of the MSCI China Index price level has been the main driver of the increase in the CAPE ratio. The index real earnings per share have been below its historical average over the past two years but are gradually recovering toward its mean since the beginning of the year. This picture combined with the potential decade length investiture of the “Strongman” suggests further potential upside for Chinese equities in the medium term.

Non-resident capital inflows in EM, mainly China, reached a bottom in 2015, according to the IMF, on concerns over the impact the US taper tantrum could have on EM asset prices and the potential depreciation of the Yuan. Inflows have revived since but is still half of the volume seen at its peak in Q1 2013. The recovery of investor sentiment regarding the global economy should see capital inflows in EM assets increase further in 2018.

Kapitalflüsse von Gold und Silber nicht gleichgerichtet

Zu Abflüssen kam es vorwiegend bei Industriemetall-ETPs, die angeführt von breit aufgestellten Rohstoffkorb-ETPs 130,4 Mio. USD verloren. Bei Edelmetall-ETPs fließen die Kapitalströme in verschiedene Richtungen, wobei Gold-ETPs die höchsten Abflüsse und Silber-ETPs die höchsten Zuflüsse zu verzeichnen hatten. Die Abflüsse aus Rohöl-ETPs setzten sich hauptsächlich getragen von WTI-Rohöl-ETPs in der zwölften Woche in Folge fort, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht.

Industriemetall-ETPs (A0SVX7) unterbrachen ihre zweiwöchige positive Serie aufgrund von Gewinnmitnahmen, die nach den starken Zugewinnen der letzten Wochen einsetzten. Die Abflüsse beliefen sich auf 130,4 Mio. USD. Besonders betroffen waren die breit aufgestellten Industriemetallkorb-ETPs, die hierzu 118,4 Mio. USD beitrugen. Wir gehen jedoch davon aus, dass das Angebotsdefizit wegen der ausbleibenden Investitionen in die Mineninfrastruktur bis 2018 anhalten wird. „Darüber hinaus sollte das starke Wachstum der Schwellenmärkte, die 70 Prozent der Nachfrage nach Industriemetallen stellen, auch künftig Unterstützung bieten“, erklärt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions bei ETF Securities.

Gold-ETPs (A0LP78) erlitten in der dritten Woche in Folge Abflüsse, diesmal im Wert von 39,6 Mio. USD. Gold erlebte mit -2,63 Prozent seinen höchsten wöchentlichen Preisrückgang seit Mai dieses Jahres, da der robuste Beschäftigungsbericht vom Freitag die straffere Geldpolitik der Fed rechtfertigt und nicht-verzinsliche Edelmetallanlagen an Reiz verloren. Durch die Vorwegnahme der höheren Zinsen in den USA und die Fortschritte bei der Steuerreform, die den US-Dollar steigen ließen, geriet der Goldpreis zusätzlich unter Druck. Ferner nimmt auch die Bedeutung von Gold als sicherer Anlagewert ab, da die Risikobereitschaft aufgrund der aufgeschobenen Stilllegung des öffentlichen Dienstes in den USA und der Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen steigt. Nicht zuletzt verblasst der Glanz des gelben Metalls neben dem Bitcoin, dessen explosive Wertzuwächse alles überstrahlen. „Wenn wir die Wahrscheinlichkeit aufflammender geopolitischer Spannungen außer Acht lassen, dürfte sich Gold im kommenden Jahr seitwärts entwickeln“, sagt Hein.

Aufgrund der Rekordtiefs fühlen sich Schnäppchenjäger zu Silber-ETPs (A0N62F) hingezogen, sodass hier die höchsten Zuflüsse seit zehn Wochen zu verzeichnen waren – 42,5 Mio. USD. Da Silber bekanntermaßen überwiegend im Industriesektor Verwendung findet, wirkt Silber vor allem in Anbetracht der Rally des Industriemetallsektors insgesamt unterbewertet.  Außerdem hinkt es seinen Edelmetallpendats aus Stimmungsgründen hinterher. „Da aber die Story von der sich verbessernden Weltwirtschaft nach wie vor intakt ist, rechnen wir damit, dass sich Silber getragen von der positiven Anlegerstimmung und der steigenden Industrienachfrage vom aktuellen Niveau erholen wird“, so Hein.

Die Abflüsse aus Rohöl-ETPs (A1N49P) setzten sich in der zwölften Woche in Folge mit 20,4 Mio. USD fort, wobei die Abflüsse aus WTI-Rohöl-ETPs (A0KRJX) mit 19,3 Mio. USD den Löwenanteil stellten.  Wir sind nach wie vor der Überzeugung, dass die von der OPEC angefachte Rally kurzlebig ist. Insbesondere die aktuell gute Vertragstreue ist in Gefahr, da die Möglichkeit einer vorzeitigen Beendigung der Förderkürzungen besteht. „Angesichts der aktuellen Expansion der Rohölförderung in den USA ist das globale Angebotsdefizit wohl nur von kurzer Dauer, was gleichfalls die Preisentwicklung belasten dürfte“, schließt Hein.

Rekordzuflüsse in Robotik-ETPs

Robotik-ETPs verzeichneten in der vergangenen Woche mit 51 Mio. USD die höchsten jemals verzeichneten wöchentlichen Zuflüsse, so ETF Securities im wöchentlicher Markt- und Flowbericht. Aus US-Dollar-Long-Positionen flossen in den letzten zwei Monaten 40 Mio. USD ab. Bei Landwirtschafts-ETPs kam es in der vergangenen Woche zu Abflüssen in Höhe von 40 Mio. USD. Betroffen waren insbesondere Weizen und Mais.

Robotik-ETPs (A12GJD) verzeichneten in der vergangenen Woche mit 51 Mio. USD die höchsten wöchentlichen Zuflüsse seit Auflegung. Damit summiert sich das verwaltete Vermögen erstmals auf über 1 Mrd. USD. Im Zuge der erfolgreichen Berichtssaison haben nun 92 Prozent der Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt, und wir stellen fest, dass Umsätze und Gewinne nach einer Schwächephase über ihre Höchststände aus dem Jahr 2015 hinausgewachsen sind. „Im Vergleich zum Vorquartal entwickelte sich der 3D-Druck-Bereich schwach, aber sein Einfluss auf die Gesamtgewinne, die um 17,7 Prozent zulegten und um 12 Prozent über den Erwartungen lagen, war geringfügig. Entsprechend blieben auch die Bewertungen stabil. Das akuelle KGV von 29 entspricht relativ zum MSCI World Tech dem langfristigen Durchschnitt“, sagt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions, ETF Securities.

Aufgrund der für Dezember drohenden Zinsanhebung der Fed kam es in der vergangenen Woche bei Gold-ETPs (A0N62G) zu Abflüssen in Höhe von 43 Mio. USD. In den letzten zwei Monaten waren kontinuierlich insgesamt 450 Mio. USD zugeflossen. „Trotz der Abflüsse sind wir überzeugt, dass Gold aufgrund der nach wie vor mangelnden Nachfrage nach dem US-Dollar, der zunehmenden geopolitischen Ängste hauptsächlich in Zusammenhang mit Nordkorea und der befürchteten Auswirkungen der geldpolitischen Anpassungen nichts von seiner Beliebtheit einbüßen wird“, so Hein.

Parallel zu Gold (A0LP78) flossen in den letzten zwei Monaten 40 Mio. USD aus US-Dollar-Long-Positionen ab, und zwar in erster Linie gegenüber dem Euro. „Unseres Erachtens ist dieser Umstand Ausdruck der Skepsis der Anleger darüber, ob Präsident Trump die beabsichtigten Steuersenkungen wirklich durch den Kongress bringen kann, und der weiterhin positiven Konjunkturdaten der Eurozone“, meint Hein.

Bei Rohöl (A1N49P) kam es erneut zu Abflüssen, insgesamt in Höhe von 22 Mio. In 20 der 21 Wochen seit Juli kam es zu Abflüssen, die sich mittlerweile auf 694 Mio. USD summieren, das heißt auf 43 Prozent des aktuell verwalteten Vermögens. Unseres Erachtens bedeutet dies, dass die Anleger die Nachhaltigkeit des aktuellen Ölpreisniveaus zunehmend in Zweifel ziehen. Außerdem dürfte sich die jüngste Verlängerung der Förderkürzungen, auf die sich die OPEC unlängst einigte, langfristig kaum auswirken. Bei dem aktuellen Expansionstempo in den USA wird das globale Angebotsdefizit nur von kurzer Dauer sein und bis zum ersten Quartal 2018 wieder in einen Produktionsüberschuss übergehen. Russland ist ferner beunruhigt, dass der Aufschwung der US-Ölindustrie durch die kürzungsbedingt steigenden Preise überhaupt erst möglich wurde. Aus diesem Grund findet sich in der neuen OPEC-Vereinbarung eine Passage, derzufolge die Einigung im Juni 2018 überprüft werden soll. „Da Rohöl der Sorte Brent nun bei 63 USD/Barrel steht, könnte die Vertragstreue wieder einmal nachlassen, da die Versuchung besteht, die höheren Preise zu nutzen“, sagt Hein.

„Bei Landwirtschafts-ETPs (A0KRKB) kam es in der vergangenen Woche zu Abflüssen in Höhe von 40 Mio. USD, die insbesondere Weizen und Mais betrafen. Dies ist unseres Erachtens auf Meldungen zurückzuführen, dass die Erträge sowohl in den USA als auch in Russland höher als erwartet ausgefallen sind. So hoch waren die Abflüsse zuletzt im Juli 2015“, sagt Hein.

Grünes Licht für Industriemetalle

Industriemetall-ETPs verzeichneten die höchsten wöchentlichen Zuflüssen seit Sommer 2014. Bei Robotik-ETPs setzen sich die Rekordzuflüsse aufgrund der unerwartet guten Berichtssaison fort, so ETF Securities im wöchentlichen Markt- und Flowbericht. Bei Gold- und Rohöl-ETPs kam es zu Abflüssen, da sich die Preise weiter erholen. Silber-ETPs profitierten von der Attraktivität der industriell genutzten Metalle.

Industriemetall-ETPs (A0SVX7) verzeichneten die höchsten wöchentlichen Zuflüssen seit Sommer 2014. In der vergangenen Woche lagen sie mit einem wöchentlichen Rekordzufluss von 112,9 Mio. USD, dem höchsten seit August 2014, an der Spitze unserer Tabelle. Vor allem die Engagements in den Rohstoffkorb und in Kupfer wurden erhöht, und zwar um 77,3 Mio. USD beziehungsweise 34,5 Mio. USD. Was die Preisentwicklung anbelangt, so schnitt Nickel mit einem Plus von 4 Prozent am besten ab, gefolgt von Kupfer, das 3,3 Prozent zulegte, da die jeweiligen internationalen Studiengruppen gemeldet hatten, dass das Angebotsdefizit der beiden Metalle höher als im letzten Jahr ausfallen werde. Daneben zeigten die Anleger eine Reaktion auf den Klimawandel. Der jüngste Bericht des Global Carbon Project sagt für dieses Jahr einen Anstieg der Kohlendioxidemissionen um 2 Prozent voraus, was die Einhaltung des globalen Zielwerts von 1,5 °C unwahrscheinlich werden lässt. „Wir halten zusätzliche Investitionen in grüne Projekte, erneuerbare Energien und Elektrofahrzeuge für sehr wahrscheinlich. Dadurch könnte ein langfristiger Trend einsetzen, der Kupfer, Nickel und anderen Basismetallen zugutekommt“, meint Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions von ETF Securities.

Bei Robotik-ETPs (A12GJD) setzen sich die Zuflüsse aufgrund der unerwartet guten Berichtssaison fort. In der vergangenen Woche kam es hier zu Zuflüssen in Höhe von 49 Mio. USD, sodass das verwaltete Fondsvermögen die Marke von 1 Mrd. USD überschritt. 92 Prozent der Unternehmen des Robotikindex gewährten bis letzte Woche Einblick in ihre Bücher, und 62 Prozent von ihnen übertrafen die Erwartungen. Die Gewinne selbst lagen 12 Prozent über den Prognosen. „Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Robotikindex liegt derzeit mit 29,8 über dem historischen Durchschnitt. Damit ist er aber immer noch günstiger als der MSCI World IT“, sagt Hein.

Gold- (A0LP78) und Rohöl-ETPs (A1N49P) verzeichneten aufgrund von Gewinnmitnahmen Abflüsse, da die Preise entgegen den Markterwartungen weiter steigen. Da die Rohölpreise neue Hochs erreichten, kam es bei Rohöl-ETPs (A0KRJX) zu Rekordabflüssen, und zwar in Höhe von 21 Mio. USD. Aus Gold-ETPs (A0N62G) flossen 31 Mio. USD ab, da sich der Goldpreis trotz des möglichen Abwärtsdrucks im Vorfeld der Fed-Zinsanhebung im Dezember wieder der Marke von 1.300 USD/oz. näherte. Obwohl die US-Rohölförderung nun ihr Hoch von 2015 hinter sich gelassen hat, erholte sich Rohöl der Sorte WTI in der vergangenen Woche um 4,2 Prozent – möglicherweise aufgrund des unerwartet hohen Rückgangs der US-Lagerbestände. Die Sorte Brent stieg um 1,8 Prozent, sodass der Preisunterschied zu WTI auf 4,9 USD/Barrel schrumpfte. Brent blieb zurück, da die saudi-arabischen Exporte im November gegenüber September und den Oktober-Schätzungen trotz der um 560.000 Barrel pro Tag gekürzten Kontingente zunahmen. „Long-WTI-ETPs verzeichneten Abflüsse in Höhe von 14,5 Mio. USD, während aus Long-Brent-ETPs 5,9 Mio. USD abgezogen wurden“, so Hein.

Silber-ETPs (A0N62F) profitierten von der Attraktivität der Industriemetalle und verzeichneten die höchsten wöchentlichen Zuflüsse seit September. „Rund 8 Prozent des Silberbedarfs entfallen auf die Herstellung photovoltaischer Zellen. Da sich die Welt im Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft befindet, wird dieser Anteil in den nächsten zehn J