„Vorhersagen von Meteorologen sind verlässlicher“

Dieser Börsensommer ist wohl alles, nur nicht ruhig. Insbesondere der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China sorgt für Turbulenzen an den Börsen und schürt Rezessionsängste. Jeff Schulze, Investmentstratege bei der Legg Mason-Tochter Clearbridge Investments, warnt jedoch davor, sich nur auf die Signale des Aktienmarktes zu verlassen. Seiner Meinung nach sind die Vorhersagen von Meteorologen verlässlicher als der „allwissende Aktienmarkt“ – der im Vergleich viel zu selten richtig liegt, wenn es darum geht, einen wirtschaftlichen Abschwung anzukündigen. „Am Anfang vorheriger Rezessionen gab der Markt im Schnitt zehn Prozent nach. Entsprechend werden Kursrückgänge in dieser Größenordnung als Marktsignal für ein erhöhtes Rezessionsrisiko gewertet. Läge der Markt genauso oft richtig, wie es Meteorologen tun, hätten es seit 1965 ganze 28 Rezessionen geben müssen. Tatsächlich waren es aber nur sieben – und genau deshalb stehen Wetterfrösche im direkten Vergleich so gut da“, fasst Schulze die Fakten zusammen. Er gibt außerdem zu bedenken, dass es allein in den letzten zehn Jahren seit der Finanzkrise etwa sechs Korrekturen von mindestens zehn Prozent gegeben habe, also eine etwa alle zwei Jahre.

Sein Ratschlag für Anleger lautet daher, auch weitere Rezessionsindikatoren in die Analyse einfließen zu lassen und nicht nur den Aktienmarkt. Bei der Legg Mason-Tochter Clearbridge Investments schaut man sich beispielsweise auch Finanzindikatoren wie Credit Spreads oder die Yield Curve an, analysiert inflationäre Faktoren wie Rohstoffpreisänderungen, bewertet den Gesundheitszustand der Konsumseite – etwa über die Arbeitslosenquote – und evaluiert die allgemeine Geschäftstätigkeiten, etwa anhand von Umsatzrenditen.

Aktuell steht das Clearbridge Rezessionsrisiko-Dashboard auf gelb, was für Schulze jedoch nicht zwangsläufig bedeutet, dass nach gelb auch rot folgt: „Es gibt sie einfach nicht, die berühmte Kristallkugel. Unser Dashboard gibt uns aktuell Grund zur Vorsicht. Von den letzten elf Malen, als das Dashboard auf gelb stand, folgte in sieben dieser Fälle eine Rezession. Vier Mal folgte hingegen auf gelb wieder ein grün.” Was Schulze damit meint: Es besteht durchaus die Chance, dass sich die Wirtschaft erholt und eine Rezession damit abgewendet werden kann. „Der größte Treiber für eine wirtschaftliche Verbesserung ist historisch gesehen die Fed. Erkennt sie früh, dass ein mögliches Rezessionsrisiko besteht und setzt auf eine entgegenkommendere Politik, erholt sich die Wirtschaft“, gibt Schulze zu bedenken und führt weiter aus: „Die Fed hat sowohl 1995-96 als auch 1998 die Zinsen um 75 Basispunkte gesenkt. 2015-16 wurden die Zinsen anders als vom Markt erwartet nicht vier Mal, sondern nur einmalig erhöht, was unterm Strich 75 Basispunkte sind, die die Zinsen nicht angehoben wurden.“

Es bleibt also abzuwarten – auch mit Blick auf das weitere Vorgehen der Fed – ob die „Ampel“ des Legg Mason Clearbridge Rezessionsrisiko-Dashboards bald wieder grün leuchtet oder in ein Dunkelrot umschlägt. Wenn die Historie etwas gelehrt hat, so glaubt Schulze, dann dass sich die Tendenz in den nächsten ein bis zwei Quartalen eindeutig zeigen wird. Unabhängig davon geht Schulze davon aus, dass der Aktienmarkt kurzfristig weiter steigen wird. Ein gelbes Signal führe typischerweise zu einem positiven Aktienumfeld in den Monaten unmittelbar nach dem Signalumschwung. Und genau das erleben wir derzeit: Ein Aufwärts an den Märkten, obwohl die Wirtschaft zunehmend Anzeichen von Stress signalisiert.

Wird aus der Wasserpistole wieder eine Bazooka?

Wird aus einer harmlosen Wasserpistole der europäischen Notenbank wieder eine voll nachgeladene Bazooka? Diese Frage stellt sich Andreas Billmeier, Sovereign Research Analyst bei der Legg Mason-Tochter Western Asset Management, nach der heutigen EZB-Sitzung.

„Mit der heutigen Sitzungserklärung und der Pressekonferenz will EZB-Präsident Draghi aus der Wasserpistole, die nach dem Ende des Wertpapierankaufprogramms vergangenen Dezember übriggeblieben war, eindeutig wieder die ursprüngliche Bazooka machen. Die Kombination aus einer ausdrücklichen Fokussierung auf die Zielsymmetrie und einer essentiellen Überprüfung aller politischen Hebel in den entsprechenden Ausschüssen ist definitiv ein starkes Signal der Kompromissbereitschaft für die kommenden Quartale. Darüber hinaus sehen wir, dass die Beweislast für einen Handlungsbedarf deutlich stärker mit Draghis Rede im portugiesischen Sintra Ende Juni übereinstimmt als mit der Sitzung des EZB-Rates am 6. Juni und damit den Weg zur lockeren Politik der Tauben zementiert.

Auf der anderen Seite gab es in der Pressemitteilung keinerlei Hinweise darauf, die (selbstgesetzten) Aufkaufbeschränkungen zu lockern, wohingegen ein Tiering eindeutig erwähnt wird. Während Draghi dies auf der Presskonferenz auf die Arbeit des Ausschusses zurückführt, kann es durchaus auch ein Zeichen dafür sein, dass es zum jetzigen Zeitpunkt keine Mehrheit im EZB-Rat für diesen zusätzlichen Schritt gibt. Mit anderen Worten: Es ist gut möglich, dass eine Neuauflage der quantitativen Lockerung weiter entfernt ist als manch andere Maßnahme, die auf der nächsten EZB-Sitzung im September bekannt gegeben werden könnte.

Wir glauben, dass eine deutliche Lockerung der Ankaufbeschränkungen die kompromissbereite Haltung glaubwürdiger machen und den Druck einer erneuten QE-Runde nehmen würde. Dies wäre ein ernsthaftes Nachladen der Bazooka. Von der Marktperspektive gehen wir davon aus, dass sich die Renditeabstände zwischen den europäischen Kernländern und der Peripherie weiter verkleinern sollten.“

3 Juristen an der Spitze der großen Zentralbanken, gut oder schlecht?

Wie ist die Nominierung von Christine Lagarde als Nachfolgerin von Mario Draghi bei der EZB zu werten? Legg Mason hat die Experten von drei seiner Tochtergesellschaften dazu befragt – mit jeweils ganz unterschiedlichen Perspektiven.

Michael Browne, Co-Manager des Legg Mason Martin Currie European Absolute Alpha Fund, sagt:

„Die Nominierung von Christine Lagarde – und die von Ursula von der Leyen als neue Kommissionspräsidentin der EU – haben das Risiko eines harten Brexit deutlich verschärft. Bei beiden Nominierungen schwingt ein Beigeschmack mit, nämlich dass Europa nicht integriert genug sei und man deshalb mehr tun müsse. Und meiner Meinung nach wird Großbritannien das erste Land sein, dass diese These zu spüren bekommt, wenn es die Brexit-Bedingungen erneut verhandeln will. Es sieht nach einem Schulterschluss aus.

Ein ähnliches Konfliktpotenzial gibt es mit Blick auf die populistischen Politiker in Europa. Sie haben sich bei der letzten Europawahl gut geschlagen und werden nun eindeutig gemieden. Sowohl Italien als auch die osteuropäischen Länder haben im Poker um die Top-Jobs und damit an Einfluss verloren. Hier schwelen Konflikte und aus unserer Sicht ist das Risiko einer erneuten italienischen Schuldenkrise in den kommenden fünf Jahren groß.

Natürlich müssen beide Nominierungen noch durch das EU-Parlament. Und auch hier könnte es zu deutlichem Unmut der führenden politischen Parteien kommen, die mit dem Ende des Spitzenkandidaten-System unzufrieden sind, bei dem die größten Parteien im Parlament ihre Kandidaten für die Positionen ernennen können. Auch von den Populisten ist ein gewisses Ressentiment zu erwarten. Sie werden dafür über die Position des Parlamentschefs entscheiden – die eine Position, die noch in ihrem Einflussbereich ist.“

Andreas Billmeier, Sovereign Research Analyst bei der Legg Mason-Tochter Western Asset Management, sagt:

„Mit Christine Lagarde würde ein weiterer fähiger Kommunikator und Krisenmanager an der Spitze der EZB sitzen. Ihr bisheriger Werdegang als französische Finanzministerin könnte ihr dabei helfen, wo es sinnvoll ist, ihre ehemaligen Amtskollegen geschickt zu einem expansiveren finanzpolitischen Kurs zu bewegen. Das würde die finanzpolitische Bürde der EZB reduzieren – ein Punkt, den auch Draghi in jüngster Vergangenheit immer wieder gemacht hat. Aus finanzpolitischer Sicht gehen wir davon aus, dass Lagarde den gemäßigten Kurs beibehält. Und mit Sicherheit würde sie sich einer Wiederaufnahme des Wertpapieraufkaufprogramms nicht verweigert, sollte die Not hierfür (noch) deutlicher werden. Wir hoffen, dass ihr Defizit mit Blick auf institutionelle Kenntnisse – Duisenberg, Trichet und Draghi haben zuvor alle nationale Zentralbanken geleitet, bevor sie EZB-Präsident wurden, und kannten die europäischen Prozesse und das Prozedere daher – nicht zu einer stärker ausgeprägten Volatilität in der Kommunikation führen wird. Dieses Risiko könnten wir gerade in der frühen Amtsperiode von Jerome Powell bei der amerikanischen Notenbank beobachten.“

Francis Scotland, Portfoliomanager und Co-Director of Global Macro Research bei der Legg Mason-Tochter Brandywine Global, sagt:

„Sehr bald schon könnten Juristen die drei großen Zentralbanken der Welt leiten: die Bank of Japan, die Federal Reserve und nun mit der Nominierung von Christine Lagarde auch die EZB. Ist das etwas Gute oder Schlechtes? Ist einen Juristen zu fragen, die Geldpolitik zu verantworten, vergleichbar damit, einen Volkswirt zu fragen, Richter am Obersten Gericht zu werden? Es bleibt abzuwarten, welche Neigung die europäische Geldpolitik künftig bekommen wird. Kuroda läuft im Windschatten von Premier Abe und hat die Hälfte der japanischen Schulden aufgekauft. Draghi hat Trichets straffe Geldpolitik umgekehrt und mit dem Aufkauf von Staatsanleihen die Verfechter des harten Geldes durch den Kakao gezogen. Powell hatte den Weg einer Normalisierung bereits abgeschrieben, bevor er von den Märkten Ende 2018 gedemütigt unterworfen wurde. Lagarde saß bisher an der Spitze einer Organisation, die im Gegenzug für finanzielle Rettung eine finanzpolitische Nüchternheit von den Ländern verlangen konnte. Sie könnte also zum Florett für die modernen geldpolitischen Theoretiker werden, die unermüdliche Staatsausgabe fordern, die dann mittels Gelddruckmaschine finanziert werden müssen.“

„Können die Erträge von Bundesanleihen noch weiter sinken?“

„Sie sind aktuell der Blitzableiter für die Ängste des Marktes“, sagt Gordon S. Brown, Co-Head of Global Portfolios bei der auf Anleihen spezialisierten Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset Management, wenn er über deutsche Bundesanleihen spricht. Denn die deutschen Fundamentaldaten würden die aktuellen Zinsen kaum rechtfertigen, betont der Anleihe-Experte: „Seit der Finanzkrise sind Anleger darauf gefasst, mit dem unerwarteten zu rechnen. Doch als langfristig orientierter Value-Investor sind wir fest davon überzeugt, dass sich letztendlich die Fundamentaldaten durchsetzen und der entscheidende Faktor für die Bewertungen sind.“ Brown gibt zu, dass es durchaus möglich sei, dass die Zinsen für deutsche Bundesanleihen weiter zerrieben werden – aber nur, weil sich in ihnen zu viele schlechte Nachrichten widerspiegeln würden und sie sich von den langfristigen makroökonomischen Treibern losgelöst hätten. 

Dafür nennt der erfahrene Legg Mason-Fondsmanager gleich mehrere Gründe:

  • Die sich zuspitzenden Spannungen im Welthandel – denn die Länder der Eurozone haben vergleichsweise offene Volkswirtschaften
  • Die starke Zinsrallye der US-Treasuries, die mehr als 100 Basispunkte seit dem letzten Hoch im November gut gemacht hätten
  • Der immer wahrscheinlicher werdenden „No-Deal-Brexit“
  • Ein erneuter Fokus auf italienische Schulden und die dortigen geldpolitischen Dynamiken
  • Die nicht empfänglich scheinenden Inflationserwartungen

Ungeachtet dieser Ängste des Marktes: Wie steht es denn nun wirklich um den fundamentalen Hintergrund?

„Das zweite Halbjahr 2018 war sowohl für die Eurozone als auch für Deutschland schwach. Seitdem hat sich das Wachstum jedoch erholt – und zwar deutlich mehr, als vom Markt erwartet. Denn die negativen Faktoren in einigen Industriesektoren – allen voran der Automobilbranche – klingen langsam ab“, analysiert Brown. Zudem zeichneten auch zukunftsgerichtete Umfragedaten ein positiveres Bild seit dem Tief im Januar. Die inländischen Wachstumstreiber der Eurozone, die auch für Deutschland gelten, blieben robust und würden damit eine gewisse Resilienz gegenüber der langwierigen Schwäche im Fertigungssektor beweisen. Auch der Arbeitsmarkt sei äußerst solide mit guten Einkommen, die den privaten Binnenkonsum stützten. „Fasst man die harten Daten sowie die vorwärts gerichteten Indikatoren zusammen, erwarten wir nach unseren Berechnungen ein Wachstum für die Eurozone von rund einem Prozent. Das ist zwar nicht spektakulär, bleibt aber dennoch nur leicht hinter den Erwartungen für die Region von 1,3 Prozent zurück. In jedem Fall ist aus unserer Sicht eine solche Wachstumsrate stark genug, um die Sorgen vor einer Rezession zu zerschlagen“, betont Browne und fügt hinzu: „Zudem hat die EZB betont, dass sie an ihrem Kurs einer entgegenkommenden Geldpolitik festhält, um die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen. Im Zweifel, so heißt es von den Währungshütern, wird sie auch handeln, sollte es wesentliche Abwärtsrisiken geben.“ 

Und was heißt das für die Anleger?

„Natürlich behalten wir die Richtungen, aus denen der aktuelle Gegenwind bläst, sehr genau im Auge. Das gilt insbesondere für die Spannungen im Welthandel, die durchaus eskalieren könnten“, sagt Brown. „Alles in allem sind Anleger unserer Meinung nach jedoch zu pessimistisch was den Ausblick für die Eurozone und das weltweite Wirtschaftswachstum angeht.“ Wenn es nicht zu einer signifikanten Verschlechterung der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China und/oder zu einem abrupten Stopp der Aktivitäten zwischen beiden Ländern im zweiten Halbjahr dieses Jahres komme, sind die Experten der Legg Mason-Tochtergesellschaft davon überzeugt, dass auch die Kapitalertragszinsen der Staatsanleihen aus den Industrienationen zu viel Pessimismus widerspiegeln. Und bei all dem seien deutschen Bundesanleihen die am stärksten überbewerteten Papiere. „Deutsche Bundesanleihen rentierten noch im vergangenen Oktober bei über 0,5 Prozent – in einer Zeit, als sich die deutsche Wirtschaft zusammenzog. Wenn wir mit unserem Basisszenario ‚robust, aber unspektakulär‘ für das weltweite Wachstum richtig liegen, sollten die Zinsen der Bunds wieder im positiven Bereich rentieren – oder zumindest auf dem Niveau vom Ende vergangenen Jahres bei etwa 0,2 Prozent“, schließt Brown ab. 

Wie beeinflussen Trumps Zölle auf mexikanische Importe die Märkte?

„Importzölle gegen illegale Einwanderung“ lautet nun die neue Mexiko-Politik von US-Präsident Donald Trump, dessen Pläne zum Bau einer Grenzmauer von einem US-Richter vorerst gestoppt wurden. Die mexikanische Regierung kündigte ihrerseits eine heftige Reaktion an.

Welche Auswirkungen hätten diese Zölle auf die Märkte, die, wenn man Trumps Twitter-Account Glauben schenken darf, bereits am 10. Juni in Kraft treten sollen?

Die Fixed-Income-Perspektive

John L. Bellows, PhD und Portfolio Manager bei der auf Anleihen spezialisierten Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset Management, sorgt sich vor allem vor den indirekten Auswirkungen: „Hohe und ausufernde Zölle auf alle mexikanischen Importe bedeuteten natürlich ein Abwärtsrisiko für die US-Wirtschaft. Abhängig von ihrer Größenordnung und Dauer werden die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen zwar gravierend sein, sollten jedoch nicht zu einer Rezession führen. Deutlich besorgniserregender sind die indirekten Auswirkungen auf das Geschäftsklima und damit auf die Beschäftigung, das Einkommen und den Konsum im Land. Verschlechtert sich das Geschäftsklima signifikant, ist eine Rezession möglich.“

Es gäbe jedoch auch jede Menge Möglichkeiten, die Stimmung zu stabilisieren – etwa indem die US-Notenbank ihre Sprache anpasst und Bereitschaft signalisiert, auf ein erhöhtes Abwärtsrisiko zu reagieren. Zudem wäre es möglich, dass beide Seiten doch noch zu einer Einigung finden.

„Aus unserer Sicht ist der Anleihemarkt den aktuellen politischen Entwicklungen ohnehin schon voraus“, sagt Bellows, „da er bereits zwei Zinsrückgänge der Fed einpreist. Ein solches Preisgefüge macht Sinn, wenn die Spannungen zunehmen und sich das Geschäftsklima verschlechtert.“ Das sei sicher nicht das Base-Case-Szenario, betont Bellows, doch es könne so kommen. Das hieße aber auch, dass der Markt die aktuellen Entwicklungen zwar bereits eingepreist hat, es aber noch nicht klar ist, ob er damit richtig oder falsch liegt. „Selbst wenn eine Rezession vermieden werden kann und die Fed weniger zurückschraubt als aktuell vom Markt eingepreist, muss man damit rechnen, dass die Yields der US-Treasuries auf niedrigem Niveau bleiben werden. Der erneute Fokus der Zentralbank auf die Inflation ist einer der Hauptgründe, warum Yields in diesem Jahr niedriger ausfallen – und dieser Fokus dürfte uns ohnehin das ganze Jahr über begleiten“, schließt Bellows ab.

Die Aktien-Perspektive

Für Kim Catechis, Head of Global Emerging Markets bei der Legg Mason-Tochter Martin Currie sind die angekündigten Zölle von US-Präsident Trump ein weiterer Schritt hin zu einer langen Zeit der politischen und wirtschaftlichen Divergenz. Er zieht sogar Parallelen zum Kalten Krieg, glaubt jedoch, dass es im aktuellen Fall „in vielerlei Hinsicht invasiver und gefährlicher für Investoren wird.“ Catechis Begründung: „Die langfristigen Auswirkungen und der Grad, wie Wertschöpfungsketten und Entscheidungsprozesse deformiert werden, wird von Anlegern völlig unterschätzt. Die unbeabsichtigte Konsequenz wird wohl eine dreigeteilte Welt mit einer generalisierten Rückkehr zu verstärkten staatlichen Interventionen sein.“ Catechis glaubt, es könne künftig drei Lager geben: das US-getriebene, das von China dominierte und die alte Weltordnung. Sie würden zu erhöhten wirtschaftlichen und politischen Wechselwirkungen und begrenzten Investitionsergebnissen führen.

„Der diesjährige Juni wird die Erwartungen mehr als erfüllen“

Äußert vorsichtig sind derzeit die Experten der Legg Mason-Tochtergesellschaft Martin Currie mit Blick auf Europa. „Der Juni ist historisch betrachtet schon immer der schlechteste Monat im Jahr für die europäischen Aktienmärkte. Und wenn man sich das aktuelle Geschehen anschaut, wird der diesjährige Juni die Erwartungen mehr als erfüllen“, sagt Michael Browne, Fondsmanager des Legg Mason Martin Currie European Absolute Alpha Fund. Sein Kollege und Co-Fondsmanager Steve Frost ergänzt: „Wir bleiben derzeit äußerst vorsichtig, weil das Abwärtsrisiko und somit auch die Chancen im Short-Buch für uns zunehmen.“

Wieder Aufregung bei den Briten

Mit „aktuellem Geschehen“ meinen die beiden erfahrenen europäischen Aktienfondsmanager natürlich auch die erneuten politischen Turbulenzen in Großbritannien. Zwar sei bereits absehbar gewesen, dass Theresa May irgendwann zurücktreten würde, als es ihr nicht gelang, bei den allgemeinen Wahlen 2017 die Mehrheit zu gewinnen. Schließlich habe sie versucht, ohne Abgeordnetenmandat eine Antwort auf das vielleicht schwierigste politische Dilemma Großbritanniens der letzten fünfzig Jahr zu finden. Dennoch sei mit ihrem Rücktritt nun noch immer ungewiss, wie es weiterginge. „Wer auch immer die Nachfolge von May antritt, muss zunächst für einen Konsens im britischen Parlament sorgen“, sagt Browne. „Ob die EU eine solche Lösung dann jedoch annimmt, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Gelingt es einer neuen britischen Führung nicht, einen Konsens herbeizuführen oder lehnt die EU einen solchen ab, ist der einzige Weg zurück zum Wähler – entweder in Form allgemeiner Wahlen oder, wenn auch unwahrscheinlicher, eines erneuten Referendums.“

Die Aussichten auf einen harten Brexit haben sich damit wohl erhöht, darüber sei sich der Markt bewusst. „Unter diesen Umständen würde die Wahrscheinlichkeit eines Sieges für die Labour Partei steigen – und die wird allgemeinhin als unternehmens-, schulden- und damit marktfreundlich wahrgenommen“, ergänzt Frost. Unter solchen Umständen ist es eigentlich nur logisch, dass sich das britische Pfund abschwächt und die verschiedenen Anlageklassen das Risiko einpreisen. Doch weit gefehlt, sagt Frost: „Wir befinden uns in einer politisch chaotischen Phase mit viel Ungewissheit. Das Abwärtsrisiko ist deutlich. Doch eingepreist wird es erst, wenn die Konservativen ihren neuen Parteivorsitz benennen.“

Neukonfiguration in Europa

Währenddessen wirken die Ergebnisse der Europawahl dramatischer als sie eigentlich sind. Alle hatten mit einem Siegeszug der Nationalisten gerechnet, der jedoch – bis auf Italien – ausgeblieben ist. „Die Mitte-Rechts-Parteien wurden bei der Europawahl geschwächt. Dafür stehen ihnen nun starke Grüne und Liberale zur Seite, die sogar noch deutlicher für eine europäische Integration sind“, glaubt Browne. „Es wird vermutlich einen Kampf um die Spitzenpositionen geben, wahrscheinlich ist jedoch, dass die an eindeutig pro-europäische Politiker gehen, denen ein umsetzbarer Konsens gelingen dürfte.“ Interessant sei indessen die Besetzung des EZB-Chefs. Würde der bisherige Bundesbankpräsident Jens Weidmann berufen, könnte das zu Unsicherheit bis hin zur Besorgnis führen, glauben die beiden Europa-Experten der Legg Mason-Tochterfirma. Zittern dürften dann vor allem italienische Schuldner sowie die Bankenbranche.

Wenn sich der Staub legt

Forst und Browne warten nun also ab, bis sich der politische Staub über Europa gelegt hat. Sie glauben, insbesondere nach der Europawahl würde man sich schnell wieder auf die eigentlich dringlichen Aufgaben konzentrieren. Schließlich gäbe es einen deutlichen Abschwung in der Industrie, allen voran in der Fertigung, von dem viele glauben, er hänge mit dem Handelskrieg zwischen den USA und China zusammen. Die beiden Europafondsmanager zeigen jedoch auch, dass dieser Abschwung bereits in der zweiten Hälfte 2018 und damit vor dem Konflikt begonnen hat. „Sollte sich das Schwächeln der Industrie bis auf den Service-Sektor ausdehnen, könnte der wirtschaftliche Abschwung deutlich stärker als bisher ausfallen. Das wiederum würde den politischen Druck in den hochverschuldeten europäischen Ländern erhöhen, mit entsprechender Fiskalpolitik zu antworten, was die EU ihrerseits ablehnen würde“, führt Browne aus und Frost ergänzt: „In einem solchen Szenario steht die EZB unter Druck, ihre quantitative Lockerung zu erneuern, wovon Deutschland nicht begeistert wäre.“ Das Risiko einer deutlichen Rezession wie wir sie 2008/2009 erlebt haben, sei aktuell jedoch nicht groß. Vermutlich befinden wir uns bereits in einer milden Variante. Das Risiko diese milde Rezession mit politischen Fehlern – egal ob monetär, steuerpolitisch oder auf Bankenebene – zu vertiefen, sei hingegen real. „Erst wenn die Märkte sich substanziell zurückziehen, gibt es wieder Einstiegsgelegenheiten“, schließt Browne ab.

Warum steigt der Ölpreis inmitten von Wachstumssorgen?

Der Ausblick für das weltweite Wirtschaftswachstum ist deutlich eingetrübt. Dennoch hält sich der Ölpreis auf einem hohen Niveau. J. Gibson Cooper, Portfolio Manager und Senior Research Analyst bei der auf Anleihen spezialisierten Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset Management, geht auf Spurensuche und findet gleich eine ganze Reihe möglicher Gründe: ein widerstandsfähiges Nachfragewachstum, die gestiegene US-Produktion, die Zusammenarbeit zwischen der OPEC und Russland mit Blick auf Zielquoten, Angebotsunterbrechungen sowie geopolitische Risiken. Folglich seien die Fundamentaldaten deutlich ausgewogener, was die aktuelle Ölpreisentwicklung stütze. „Ein Blick auf die Nachfrageseite der Gleichung verrät, dass der Bedarf ungebrochen ist – getrieben von den Schwellenländern, allen voran China und Indien. Die Nachfrage aus den Industrienationen kommt vorrangig aus den USA. Europa ist dank einer höheren Energieeffizienz jedoch flach“, analysiert Cooper. Insgesamt wäre die Nachfrage zwar schwächer als in vorherigen Jahren, bliebe jedoch trotz des zu beobachtenden schwächeren Wirtschaftswachstums auf einem gesunden, positiven Niveau. 

Womit wir bei der Angebotsseite wären. Und hier sieht Cooper den Haupttreiber hinter der Ölpreisdiskussion: „Die amerikanische Ölproduktion ist auf einem Rekordniveau und hat sogar die saudische Produktion überholt. Das verändert die Marktdynamik und nimmt den Saudis ihre historische Kontrolle über das Angebot und damit den Preis.“ Nach dem Preiseinbruch 2015-2016 hätten sich US-Produzenten vor allem auf kurzfristige, unkonventionelle Chancen, wie Ölschieferreserven, konzentriert. Sie wüssten technologische Innovationen gezielt für Produktivitätssteigerungen und eine höhere Effizienz zu nutzen, um so für eine Kostendeflation sowie niedrigere Breakeven-Kosten zu sorgen, Margen zu erhalten und freien Cashflow zu generieren. „Die neuentdeckte Politik der US-Produzenten, die finanziellen Konservativismus über Wachstumsziele stellt, hat dazu geführt, dass sich Bilanzen und Liquidität verbessert haben. Was wir hingegen nicht mehr sehen, sind hohe Kapitalinvestitionen, was Explorationen einschließt“, sagt der Western Asset-Experte. Zudem seien neue Projekte auch durch einen eingeschränkten Marktzugang limitiert. „Zusammen führen diese Faktoren dazu, dass sich langfristige Projekte verzögern, was wiederum zu einem geringeren Angebotswachstum in der Zukunft führen könnte.“

„Der Ölmarkt wird sich weiter verengen“

Langfristig, sagt Cooper, würde der Fokus der Industrie auf die unkonventionelle Förderung eine ganze Reihe von Fragen zur Nachhaltigkeit des Wachstums beim Ölangebot aufwerfen. Ein Beispiel sei die Ölschieferproduktion in den USA, die von steilen Produktionsrückgängen gekennzeichnet sei und hohe Kapitalaufwendungen erfordert, um die Produktion erneut zu steigern. „Der Abbau von Schieferöl geht zudem immer mit Erdgas als Nebenprodukt einher. Mit zunehmendem Verfall wird mehr Gas als Öl produziert, was die Rückgangsraten des Öls verschärft und deshalb das Angebotswachstum zusätzlich verlangsamt“, führt Cooper weiter aus.

Es gäbe jedoch noch einen weiteren Faktor, der die Angebotsseite im Gesamtbild komplizierter mache, sagt der Experte der Legg Mason-Tochtergesellschaft: die unzureichenden Investitionen in traditionelle Ölfördermethoden wie Tiefseebohrungen. „Investitionen in die konventionelle Ölförderung wurden aufgrund ihrer Investitionsgrößen und der Langfristigkeit der Projekte überwiegend von großen Ölkonzernen getätigt. Die konzentrieren sich derzeit jedoch auf kohlenstoffarme Bemühungen. Dazu zählt ein stärkerer Fokus auf Erdgas, ein Herabsteigen in der Wertschöpfungskette hin zur Petrochemie, Energieerzeugung und Biokraftstoffe sowie ein Abwenden von langfristigen Feldentwicklungen zugunsten der kurzfristigen Schieferölproduktion.“ Diese fehlenden Investitionen in langfristige Angebotsquellen werden nach Meinung von Cooper und seinen Kollegen wohl dazu führen, dass sich der Markt weiter verengt – womit der OPEC Raum eingeräumt wird, wieder mehr Markteinfluss zu gewinnen. In der Zwischenzeit blieben die OPEC und Russland bei ihren Produktionseinschnitten – und zwar über die vereinbarten Zielquoten hinaus. Man dürfe sogar davon ausgehen, dass die Vereinbarung auf dem nächsten OPEC Treffen im Juni um weitere sechs Monate verlängert werde, glaubt Cooper.

Und zu guter Letzt dürfe man auch die geopolitischen Risiken nicht unterschätzen, die sich weiter hochschraubten. „In Libyen und Nigeria kam es bereits zu Produktionsausfällen. Hinzu kommen Sanktionen in Venezuela und dem Iran”, betont Cooper und führt weiter aus, „es dürfte bis zu einem Jahr dauern, bis die Auswirkungen des erst kürzlich bekanntgegebenen Endes der iranischen Ausnahmegenehmigung spürbar werden. Jedoch verschwindet damit das gesamte iranische Ölangebot vom Markt. Die Lücke müssen vermutlich die OPEC, hauptsächlich Saudi-Arabien, sowie eine Freigabe der US Strategic Petroleum Reserve schließen. Auch das wird zu einer Verengung des Ölmarktes führen, da Kapazitäten entfernt werden.“ Zusammengefasst bedeutet das, dass trotz eher moderater Wachstumsaussichten weltweit die fundamentalen Angebots- und Nachfragedaten den aktuellen starken Ölpreis auch weiterhin stützen.


Über Legg Mason

Das Motto von Legg Mason lautet „Investing to Improve LivesTM“. Ziel ist es, Anlegern weltweit dabei zu helfen, bessere Ergebnisse bei der Geldanlage zu erzielen und ihnen dafür ein breiteres Spektrum an Investitionsstrategien, Anlegevehikeln sowie Zugang zu unabhängigen Investmentmanagern mit einer breiten Expertise bei Aktien, Anleihen, alternativen und liquiden Investments anzubieten. Insgesamt verwaltet Legg Mason ein Vermögen von 637 Milliarden US-Dollar (Stand: 30. Juni 2018). Wenn Sie mehr über Legg Mason und seine Tochtergesellschaften erfahren möchten, schauen Sie auf der web site oder im newsroom vorbei oder folgen Sie Legg Mason auf LinkedInTwitter, oder Facebook.

Die Bewertungslücke zwischen Industrienationen und Schwellenländern schließt sich

Wo bleibt sie, die Aktienrallye in den Schwellenändern? Das fragt sich Kim Catechis, Head of Global Emerging Markets bei der Legg Mason-Tochtergesellschaft Martin Currie, derzeit. Denn bisher machten die Märkte der aufstrebenden Nationen im Schnitt in den letzten 20 Jahren eher mit einer überproportional starken Performance von sich reden. Und die spiegele auch insbesondere die langfristigen Wachstumsaussichten der Länder wider. Doch aktuell würden Aktien aus den Schwellenländern nach wie vor mit einem signifikanten Abschlag von 33 Prozent im Vergleich zu den Industrienationen gehandelt. Das zeigt das Kurs-Buch-Verhältnis in der Grafik unten für den Zeitraum vom 31. März 2009 bis 31. März 2019.

Die Schere begann Anfang 2012 auseinanderzuklaffen, erklärt Catechis: „Die Gründe sind vielschichtig und reichen von der griechischen Schuldenkrise, über eine lange Rezession in Brasilien und dem Absturz der Rohstoffpreise in 2015, bis hin zu Sorgen über das Wirtschaftswachstum in China. All das hat nach und nach das Vertrauen der Anleger zerstört. In den letzten zwei Jahren haben die steigenden Zinsen in den USA sowie der starke Dollar die Währungen und Bewertungen der Schwellenländer zusätzlich belastet.“

Doch nun könnte sich das Blatt wenden, glaubt man bei Martin Currie. Da weitere Zinsschritte in den USA erst einmal vom Tisch scheinen, könnte sich nun auch die Bewertungslücke zwischen den Schwellenländern und den Industrienationen wieder schließen. Voraussetzung: Im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt es ein ebenso marktfreundliches Ergebnis wie bei den Wahlen in Indien. Und natürlich würden auch insgesamt positive Signale einer stabilen Weltwirtschaft, allen voran aus China, ihr Übriges beitragen. „Die Eigenkapitalrendite in den Schwellenländern hat sich erholt und es sieht so aus als ob sie weiter steigen wird, da die Anlageklasse nun nicht mehr zyklisch reagiert“, schließt Catechis ab.

Asiatische Aktien – nicht nur Wachstum, sondern Income

Immer mehr Anleger schauen sich auf der Suche nach einem regelmäßigen Einkommen auch auf Aktienseite um – getrieben von den niedrigen Anleiherenditen seit der weltweiten Finanzkrise. Asiatische Aktien wurden bislang jedoch eher weniger als Einkommensquelle wahrgenommen. Eine vertane Chance, wie Ajay Dayal, Head of International Equity bei Legg Mason, erläutert: “Bisher waren asiatische Aktien vor allem aufgrund ihres starken Wirtschaftswachstums interessant und daher eher eine Investition mit Fokus auf Kapitalwachstum. Doch das ist zu kurz gedacht.“

Was der Aktienexperte des internationalen Vermögensverwalters damit meint: Ein Engagement in asiatische Aktien kann viele der Herausforderungen lösen, vor denen Anleger derzeit stehen, und Legg Mason mit seinen Fonds einen entscheidenden Beitrag dazu leisten. „Anleger wünschen sich ein stabiles, attraktives aber auch wachsendes Einkommen. Der Weg dahin ist eine Kombination aus Einkommen und Einkommenswachstum“, sagt Dayal. Er betont, dass globale Unternehmen zwar insgesamt mehr Dividenden auszahlen würden, asiatische Firmen jedoch ebenfalls bereits auf einen Dividendenpool von weit über 240 Milliarden US-Dollar kommen. Zudem seien nicht nur die Renditen in Asien mit denen in Europa und den USA vergleichbar, die Wachstumsrate von Dividendenausschüttungen asiatischer Firmen sei um ein Vielfaches größer.

Risiken managen

„Ein Argument, das wir häufig hören: Chancen auf den asiatischen Märkten können im Vergleich zu Industrienationen nur mit einem zusätzlichen Risiko wahrgenommen werden“, weiß Dayal. Diese zusätzliche Volatilität reduziere dann nicht selten den Appetit der Anleger. Dabei sei der Trick schlicht, nicht zu viel zu verlieren: „Es ist gerade in den volatilen asiatischen Märkten wichtig, Chancen und Risiken auszubalancieren. Was man dafür braucht, sind Portfolios, die in Abwärtsmärkten nicht zu viel verlieren können. Denn einmal eingehfahren Verluste auszugleichen, ist oftmals die eigentliche Herausforderung. Wiederholen sich hohe Verluste zu häufig, hat das einen immensen Effekt auf das letztendliche Ergebnis.“

Hinzu käme, dass Anleger, die nur ab und zu vereinzelte Verluste erleiden, auch mit einer größeren Wahrscheinlichkeit investiert blieben. Und wer investiert bleibe, habe eine größere Chance, die längerfristigen Renditen innerhalb eines Zyklus mitzunehmen. Dies gelte für einkommensorientierte Anleger in asiatischen Werten gleichermaßen – wenn nicht sogar stärker.

QS Investor mit robustem asiatischen Portfolio

Wer asiatische Aktien als Einkommensquelle für sich nutzen will, braucht also ein ausbalanciertes, robustes Portfolio. Laut Dayal sind der Schlüssel zum Erfolg die Dividendeneinkommen, die wie eine Sicherheitsmarge wirken: „Zunächst sorgt das Einkommen wie eine stabilisierende Komponente für eine positive Gesamtrendite. Und auch der Aufzinsungseffekt von Dividenden darf nicht unterschätzt werden. In den letzten 18 Jahren waren Dividenden für etwa 50 Prozent der Gesamtrendite asiatischer Aktienmärkte verantwortlich, in den letzten 30 Jahren immerhin noch für knapp 40 Prozent. Dividenden spielen eine entsprechend wichtige Rolle, wenn es darum geht, Investoren für Risiken zu kompensieren.“

Genau auf diese Strategie setzt die Legg Mason-Tochtergesellschaft QS Investors mit ihrem QS MV Asia Pac ex Japan Growth and Income Fund. Das Fondsmanagement setzt bei der Titelauswahl bewusst auf eine Kombination verschiedener Faktoren. Werte, die es ins Portfolio schaffen, müssen fundamental attraktiv sein, gesunde und nachhaltige Dividenden liefern und weniger sensibel auf Marktentwicklungen reagieren. Das Ergebnis ist ein Portfolio mit hohem Kapitalwachstumspotenzial, einer niedrigen Volatilität und Beta, dafür aber mit einem höheren Income-Faktor als der durchschnittliche Markt. „Das Portfolio des QS MV Asia Pac ex Japan Growth and Income Fund ist vor allem aufgrund seiner Kombination von Auswahlkriterien so robust. Während fundamental attraktive Unternehmen mit nachhaltigen Dividendenausschüttungen Mehrwert im Portfolio schaffen, sorgt die geringere Anfälligkeit für Marktschwankungen für eine ausgewogene Volatilität im Fonds“, schließt Dayal ab.

Das Jahr des Schweins, ein Jahr für China?

Morgen feiern die Chinesen ihr Neujahrsfest. Der auch als Frühlingsfest bekannte Beginn des neuen Jahres ist das wichtigste traditionelle Fest im Land. 2019 ist laut dem chinesischen Horoskop zudem das Jahr des Schweins. Seine Charakteristik: Wenn es sich ein Ziel gesteckt hat, wird es all seine Energie hineinstecken, um dieses zu erreichen.

Genau das passiert in China gerade mit der One Belt, One Road Initiative der Regierung. Kim Catechis, Manager des Legg Mason Martin Currie Global Emerging Market Funds, mahnt Anleger daher auch, sich nicht nur auf den Handelszwist zwischen China und den USA zu konzentrieren: „Das Wachstum in China hat sich verlangsamt. Anleger sollten dabei jedoch wichtige Aspekte wie die One Belt, One Road Initiative nicht vergessen, die 2013 ins Leben gerufen wurde. Die Wiederbelebung der historischen Seidenstraße demonstriert die geopolitische Stärke Pekings und unterstreicht die Bedeutung des chinesischen Marktes jenseits der USA.“ Das Großprojekt sei ein wichtiger Wachstumstreiber sowohl für China als auch für zahlreiche weitere Schwellenländer und verdiene daher das Augenmerk der Anleger, ist der Schwellenländer-Experte überzeugt.

Mit Blick auf das schiere Volumen an Infrastrukturinvestitionen und das damit verbundene Potenzial für Anbindungen innerhalb der Region sei die neue Seidenstraße heute so vital wie bei ihrer Einführung, glaubt Catechis: „Aus Portfoliosicht sind wir davon überzeugt, dass die One Belt, One Road Initiative ein wichtiger Treiber für einige herausragende Investitionschancen sein wird. Als besonders interessant könnten sich dabei die Nutzer der neuen Infrastruktur erweisen, also jene Unternehmen, dessen Märkte sich durch die neuen Möglichkeiten erweitern und die damit Zugang zu einem soliden Umsatzwachstum erhalten.“

Catechis gibt weiterhin zu bedenken, dass die Initiative auch physische Grenzen überschreiten wird. Er spielt damit auf die positiven Auswirkungen der „digitalen Seidenstraße“ an, die die bisher überwiegend in den Schlagzeilen stehenden Land- und Seeverbindungen ergänzt und die Anleger ebenfalls nicht unterschätzen sollten: „Unternehmen wie die chinesische Handelsbank ICBC, die einer der Vorreiter bei der Finanzierung des Projektes sein wird, oder E-Commerce-Giganten wie Alibaba sollten zu den Hauptprofiteuren einer größeren Konnektivitäten zwischen den Regionen sein.“

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Das Motto von Legg Mason lautet „Investing to Improve LivesTM“. Ziel ist es, Anlegern weltweit dabei zu helfen, bessere Ergebnisse bei der Geldanlage zu erzielen und ihnen dafür ein breiteres Spektrum an Investitionsstrategien, Anlegevehikeln sowie Zugang zu unabhängigen Investmentmanagern mit einer breiten Expertise bei Aktien, Anleihen, alternativen und liquiden Investments anzubieten. Insgesamt verwaltet Legg Mason ein Vermögen von 637 Milliarden US-Dollar (Stand: 30. Juni 2018). Wenn Sie mehr über Legg Mason und seine Tochtergesellschaften erfahren möchten, schauen Sie auf der web site oder im newsroom vorbei oder folgen Sie Legg Mason auf LinkedInTwitter, oder Facebook.

"Unser Basis-Szenario ist nach wie vor ein Deal"

Nachdem die große Mehrheit der Abgeordneten des britischen Unterhauses nur ein “Nein” für die aktuelle Version des Brexit-Deals von Theresa May übrig hatte, steht die Premier-Ministerin deutlich unter Druck. Was Großbritannien in weiten Teilen im besten Fall ratlos zurück lässt, beunruhigt Gordon Brown, Co-Head of Global Portfolios bei der Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset, noch nicht: „Unser Basis-Szenario ist nach wie vor ein Deal, bei dem das Parlament letztendlich den ‚Plan B’ der Regierung unterstützt. In diesem Fall oder wenn es zu einem ‚verlängertem’ Szenario kommen sollte, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen softeren oder späteren Brexit. Entsprechend gering sind dann auch nur noch die Chancen für einen harten ‚No Deal’ Brexit.“

Mit Blick auf die britischen Credit Spreads fährt Brown weiter fort: „UK Credit Spreads sind wieder zurück auf dem Niveau, das sie vor dem Brexit-Referendum in 2016 hatten. Wie auch für das britische Pfund sowie britische Staatsanleihen glauben wir, dass der britische Kreditmarkt positiv reagieren würde, sollte ein harter Brexit vom Tisch fallen. Die Spreads sollten sich dann entsprechend verengen.“

Käme es zu dem von Brown und seinen Kollegen erwarteten Basis-Szenario, sollten britische Werte insgesamt positiv reagieren, schließlich spiegele sich der Großteil der negativen Brexit-Nachrichten bereits in den Bewertungen wider.

2019 großes Finale in den Schwellenländern?

„Für 2019 erwarte ich ein Finale in den Schwellenländern, und zwar indem gleich einige Top-Down-Faktoren den Anlageertrag positiv beeinflussen“, startet Kim Catechis, Head of Global Emerging Markets bei der Legg Mason-Tochtergesellschaft Martin Currie, in seinen Ausblick für das kommende Jahr. Insbesondere das Zurückrudern im Handelskrieg zwischen China und den USA sowie den Einfluss neuer multilateraler Handelsabkommen, die gleich mehrere Schwellenländer umfassen, sollten nach Meinung von Catechis das Wirtschaftswachstum in diesem Teil der Welt für die nächste Dekade stützen: „In einem solchen Marktumfeld konzentrieren wir uns gleich auf eine ganze Reihe spannender Anlagethemen in den Schwellenländern, etwa Technologie, Binnenkonsum, die Durchdringung von Finanzdienstleistungen oder der sich wandelnde Energiemix. Sie alle werden von der langfristig zunehmenden Urbanisierung, der wachsenden Mittelschicht und dem zunehmenden Binnenhandel innerhalb der Schwellenländer getrieben, der nun durch Handelsabkommen wie dem Regional Comprehensive Economic Partnership oder dem Trans-Pacific Partnership weiter untermauert wird.“

Trotz dieses überaus positiven Gesamtausblicks gibt es natürlich auch Risiken, vor denen auch der Legg Mason-Schwellenländerexperte warnt: „Der anhaltende Handelskrieg zwischen den USA und China, die Aufwärtsdynamik der US-Zinsen und der daraus resultierende starke US-Dollar bleiben auch 2019 die wesentlichen Sorgen für Unternehmen und Anleger. Wir sind jedoch verhalten optimistisch, dass die Auswirkungen dieser Risiken begrenzt bleiben oder sich teils sogar auflösen.“ Als Beispiel für seinen vorsichtigen Optimismus gibt Catechis die Spannungen zwischen China und den USA an, wo eine Deeskalation vermutlich wesentlich wahrscheinlicher sei als allgemein angenommen. Er glaubt nicht daran, dass China einknicken wird, sondern eher, dass die USA zurückrudern und dabei einen vermeintlichen Sieg zur Wahrung des eigenen Gesichts feiern werden.

Der Aufwärtstrend bei den US-Zinsen wird wohl auch 2019 weiter anhalten, glaubt Catechis hingegen. Wobei der starke Dollar für die meisten Schwellenländer kaum zu einem Problem werden sollte. Die Verschuldung der Staaten sei gering und es gelte auch keine Wechselkursbindung zu verteidigen. „Ich glaube fest daran, dass Schwellenländer im kommenden Jahr einen deutlichen Mehrwert im Rahmen einer globalen Aktienallokation bieten werden“, betont Kim Catechis. Die Eigenkapitalrendite laufe mit Blick auf den MSCI World Index nahezu synchron zu der der Industrienationen. Lediglich die Kurs-Buchwert- und Kurs-Eigenkapital-Verhältnisse seien im historischen Vergleich sowie zu den Industrienationen betrachtet niedrig – was wichtig zu realisieren sei.

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Europa 2019 wird deutlich anders als 2018

„Heute vor zwölf Monaten feierten die Märkte ein Allzeit-Hoch, die Erwartungen für europäische Aktien waren rosig und der vorhandene Optimismus war deutlich höher, als aus unserer Sicht vernünftig gewesen wäre“, rufen Steve Frost und Michael Browne, Fondsmanager des Legg Mason Martin Currie European Absolute Alpha Fund, die Bedingungen vor genau einem Jahr in Erinnerung. Denn: Die Ausgangslage für 2019 sei nun eine gänzlich andere. „Aktuell spiegelt sich eine ordentliche Portion Realismus in den Gewinnerwartungen und Aktienpreisen europäischer Werte wider“, sagt Brown mit Blick auf den Jahreswechsel. Grund hierfür, ergänzt sein Co-Manager Frost, sei insbesondere eine gehörige Portion Unsicherheit bei den Anlegern.

Zum Ende des Jahres 2018 kristallisieren sich vier makroökonomisch begründete Sorgen heraus, die Anleger vermutlich das gesamte kommende Jahr über begleiten werden. Da wären zunächst die Zinserhöhungen der Fed, die ein Ende des Zyklus heraufbeschwören. Eine zweite Sorge ist der Abschwung in China, herbeigeführt durch die US-Strafzölle. Ebenfalls besorgniserregend: Die italienische Regierung, die ihre finanzpolitische Expansion mittels weiterer Schulden schultern will. Und zu guter Letzt steht auch der Brexit unmittelbar bevor.

Die Aussichten für das kommende Jahr seien aber nicht alle finster, betont Browne: „Die negativen Auswirkungen des starken Euro liegen hinter uns und die daraus resultierenden Anpassungen sollten für Rückendwind bei den Gewinnen und der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen zumindest bis in die erste Jahreshälfte 2019 hinein sorgen.“ Und sein Kollege Frost ergänzt: „Die Inflation in Europa ist im oberen Bereich des Zielkorridors, was das Ende negativer Zinsen in greifbare Nähe rücken lassen dürfte. Nutznießer wären hier klar europäische Banken.“

Zudem sehen die beiden Experten für europäische Long-Short-Strategien weitere Chancen in 2019 – beispielsweise eine Erholung des Zyklus bei technischer Hardware, der in den nächsten zwölf Monaten zum Tragen kommen sollte. Selbst mit Blick auf die Automobilbranche glauben Frost und Browne, dass der Dieselskandal bald überstanden sei, der in diesem Jahr so sehr auf die Ergebnisse gedrückt habe. Ihre Positionierung werden die beiden Fondsmanager der Legg Mason-Tochter Martin Currie allerdings von den Wirtschaftsdaten am Anfang des nächsten Jahres abhängig machen. „Derzeit hat der Markt eine Menge Pessimismus eingepreist“, glaubt Frost, „es ist also schwer, sich der Schlussfolgerung zu entziehen, dass der europäische Markt äußerst günstig in das Jahr 2019 starten wird.“

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„Nur noch eine weitere Zinserhöhung der Fed“

Ab morgen tagt die amerikanische Notenbank und Carl Eichstaedt, Portfoliomanager bei der auf Anleihen spezialisierten Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset Management, ist der Meinung, dass die Fed in diesen Tagen nur noch eine weitere Zinserhöhung bekanntgeben wird: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass das September-Meeting der US-Notenbank zu einer Pause des Zinserhöhungszyklus führen wird. Das würde vor allem die Schwellenländer aufatmen lassen und dort vielleicht sogar für eine ‚Erleichterungs-Rally’ sorgen.“

Schwellenländer stehen seit Anfang des Jahres unter Druck, seit sich die Märkte vor den Auswirkungen eines möglichen Handelskrieges fürchten und der US-Dollar an Stärke gewonnen hat. „Insbesondere Schwellenländer-Währungen haben seit Jahresbeginn herbe Verluste verbuchen müssen und Investoren haben sich zunehmend von der Anlageklasse verabschiedet“, erklärt Eichstaedt. Der Fondsmanager des Legg Mason Western Asset US Core Plus Bond Fund glaubt jedoch, dass sich der Druck auf die Schwellenländer lindern würde, wenn der Zinserhöhungszyklus in den USA zu einem Ende käme – für ihn ein Szenario, dass schneller eintreten könnte, als von den Märkten antizipiert. „Wir sind der Überzeugung, dass das letzte Fed-Protokoll einen eher gemäßigten Tenor hatte. Deshalb rechnen wir mit einem weiteren Zinsschritt in diesem Monat, womit der Erhöhungzyklus dann aber auch zu einem Ende kommen könnte“, führt Eichstaedt weiter aus.

Entscheidend sei aber natürlich das Protokoll des September-Meetings – vor allem, ob die Fed das Wort „accomodative“ aus ihrer Erklärung streicht, was das Signal dafür wäre, dass vorerst keine weiteren Zinsschritte zu erwarten sind. „Wir glauben nicht an eine weitere Erhöhung der US-Zinsen im Dezember, sondern stattdessen an eine Rally am vorderen Ende der Zinskurve – und davon würden sowohl die Schwellenländer als auch Unternehmensanleihen profitieren“, erklärt Eichstaedt. Der erfahrene Fondsmanager, der seit 1994 für die Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset arbeitet, betont zudem, dass Schwellenländeranleihen bereits überproportional großen Raum im Risikobudget seines Teams einnehmen. „Vergleichen wir die aktuelle Krise in den Schwellenländern mit vorherigen, wird deutlich, dass sich die dortigen Märkte aktuell in einer komplett anderen Situation befinden. Sie sind deutlich weniger von US-Dollar-Schulden abhängig und nirgends sind strukturelle Probleme zu erkennen, wie es bei vorherigen Krisen der Fall war“, betont der Fondsmanager des Legg Mason Western Asset US Core Plus Bond Fund noch einmal. „Für uns bedeutet das: Schwellenländern sind für Anleger so attraktiv wie nie zuvor – auch wenn es natürlich nach wie vor spezifische Risiken gibt.“

Als Beispiel für solche Risiken nennt Eichstaedt die Türkei oder Argentinien: „Die Türkei hat die Zinsen wie erwartet auf 24 Prozent angehoben und auch in Argentinien versucht man das Richtige zu tun, wobei das noch nicht von Erfolg gekrönt ist.“ Daher favorisiert das Team um Eichstaedt aktuell auch Mexiko, Brasilien, Russland und Indonesien für das Portfolio des Legg Mason Western Asset US Core Bond Fund. „Viele Abstürze in den Schwellenländern waren eindeutig zu tief. Der mexikanische Peso ist so ein Beispiel. Er ist auf der Rangliste der liquiden Währungen weltweit auf Platz neun. Russland ist für uns hingegen aufgrund der Bewertungen attraktiv. Dort werden Anleger für die Risiken, die sie eingehen, mehr als entschädigt“, schließt Eichstaedt ab.

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Legg Mason Brandywine Global Income Optimiser Fund: Raus aus dem Risiko

Anleiheinvestoren gehen auf der Suche nach Rendite immer höhere Risiken ein. Gary Herbert, Fondsmanager des Legg Mason Brandywine Global Income Optimiser Fund, geht dem nicht mehr nach: „Anstatt die Risiken immer weiter auszureizen, um eine noch attraktivere Rendite zu erwirtschaften, haben wir das Risiko in unserem Portfolio reduziert. Wir haben unsere Positionen in Staatsanleihen aus sicheren Häfen erhöht, die Duration der Credit Spreads verkürzt, das High Yield-Exposure zurückgefahren und auch Schwellenländer-Risiken reduziert.“ Zusammenfassend kann man sagen, dass das Fondsmanagement des Benchmark-unabhängigen Anleihefonds die ihm zur Verfügung stehende Flexibilität dafür nutzt, das Portfolio von einer „Risk-on“ Positionierung nun defensiver aufzustellen. „Wir gehen raus aus dem Risiko“, betont Herbert. Grund hierfür sei unter anderem seine Überzeugung, dass die Credit Spreads unterschiedlicher Kreditqualitäten sehr eng werden. Demnach sei das „Rendite-Opfer“ minimal, das man bringen müsse, wenn man sich in Richtung qualitativ hochwertiger Staats- oder Unternehmensanleihen bewegt. Zudem hat man bei der Legg Mason-Tochtergesellschaft Brandywine Global eine mögliche straffere Geldpolitik, also höhere Zinsen und eine Verschlankung der Zentralbankbilanzen in den Industrienationen im Blick. „Gerade eine verkürzte Zentralbankbilanz hat das Potenzial, den US-Dollar knapper werden zu lassen, Kapitalströme einzuschränken und damit für Herabstufungen im Rating oder sogar für Ausfälle bei den schwächsten Unternehmensemittenten zu sorgen“, glaubt Herbert. 

Deflationäre Sorgen?

Natürlich gäbe es nach wie vor deflationären Druck innerhalb der Weltwirtschaft und den beobachte man auch genau. Das US-Wachstum sei derzeit jedoch deutlich über dem Trend und gäbe daher eher Anlass dazu, sich über zunehmenden Inflationsdruck Gedanken zu machen, betont der Legg Mason-Anleiheexperte Herbert: „Der nicht-synchrone Wachstumsausbruch in den USA könnte die Fed dazu veranlassen, ihre Geldpolitik zu sehr anzuziehen, womit sie dem globalen Finanzsystem überschüssige Sicherheiten nehmen würde. Die Folge wäre ein verstärkter deflationärer Druck auf breiter Front in den wichtigen Industrienationen.“ 

Mit Blick auf die Laufzeiten im Portfolio des Legg Mason Brandywine Global Income Optimiser Fund sagt Herbert: „Wir haben die Duration bei unseren Kreditpositionen verkürzt. Fälligkeiten liegen im Schnitt nun bei fünf Jahren. Auf der anderen Seite haben wir schrittweise Durationspositionen krisenbewährter Emittenten hinzugefügt, um uns so gegen ein mögliches schwächeres weltweites Wirtschaftswachstum abzusichern.“

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„Technologie verändert die indische Wirtschaft fundamental“

Smartphones als Treiber fundamentaler Veränderungen? Das klingt im ersten Moment nicht sehr revolutionär. Mit Blick auf die indische Wirtschaft könnte die rasant wachsende Anzahl der dortigen Smartphone-Nutzer aber eben solch gravierende Veränderungen hervorrufen. Das sagt zumindest Kim Catechis, Fondsmanager des Legg Mason Martin Currie Global Emerging Market Fund. Vor allem der ärmeren, ländlichen Bevölkerung würden sich so ganz neue Möglichkeiten erschließen. „Um es einmal ins Verhältnis zu setzen: Von den 650 Millionen Mobilfunknutzern in Indien sind bereits 300 Millionen mit einem Smartphone unterwegs. In absoluten Zahlen mag das viel klingen, die Smartphone-Penetrationsrate im Land ist aber immer noch vergleichsweise niedrig. Es werden in den nächsten Jahren noch einige hundert Millionen neue Nutzer hinzukommen – mit immensen sozio-ökonomischen Effekten“, glaubt Kim Catechis

Der Schwellenländer-Experte der Legg Mason-Tochter zieht das Gesundheitswesen als ein Beispiel für einen solchen Effekt heran: „In einem Land, in dem das nationale Gesundheitssystem den Anforderungen nicht gerecht wird, muss ein Großteil der Bevölkerung die Kosten aus eigener Tasche bei privaten Anbietern zahlen, die nur wenig transparent agieren. Doch mittlerweile gibt es Apps, mit denen die Menschen in Indien beispielsweise die Preise für Medikamente direkt auf ihrem Telefon vergleichen können.“ Ein ähnliches Konzept würde man auch mit Blick auf Bildung finden. In Indien herrsche ein permanenter Lehrermangel. Entsprechend rasant würden sich derzeit sogenannte mobile Lern-Apps ausbreiten, die Kindern und auch Studenten Zugang zu einer beeindruckenden Bandbreite von pädagogischen Werkzeugen böten.

Aus diesem Grund schauen sich Kim Catechis und sein Team verstärkt nach Investitionsmöglichkeiten im Smartphone-Umfeld um. „Es gibt viele Profiteure des indischen Smartphone-Booms. Im Mittelpunkt: die Smartphone-Hersteller, denen bei diesen Wachstumszahlen regelrecht das Wasser im Mund zusammen läuft. Samsung Electronics ist seit einigen Jahren Marktführer und konnte in 2017 etwa ein Viertel der Smartphone-Verkäufe für sich verbuchen. Aber auch die Chinesen haben das Marktpotenzial erkannt. Mit Xiaomi, Vivo, Lenovo und Oppo verfolgen gleich vier chinesischen Gesellschaften den Marktführer – wobei Xiaomi in 2017 bereits einen Marktanteil von 20,9 Prozent hatte“, fasst Catechis die aktuelle Marktsituation zusammen. Zudem hätte Samsung letztes Jahr signifikante Investitionen für das indische Hauptwerk Noida in Uttar Pradesh angekündigt. „Alle Top-Smartphone-Player am indischen Markt haben lokale Produktionsstätten – ein riesen Vorteil, da sie so keine Importzölle zahlen“, fügt Catechis an. Denn eben diese Zölle, die Teil des „Make in India“ Plans der Regierung sind, sind eine große Hürde für andere globale Smartphone-Hersteller wie beispielsweise Apple, die im vergangenen Jahr deshalb sogar einen Strategiewechsel vollzogen haben und ihr iPhone mittlerweile auch in Indien produzieren.

Die Smartphone-Entwicklung ist für den Schwellenländerexperten aber viel mehr als nur das Mobilendgerät: „Mit einigen hundert Millionen Indern, die nun so etwas wie einen kleinen Computer in ihren Händen halten, könnten natürlich auch andere digitale Bereiche wie die sozialen Medien, der e-Commerce oder FinTechs vor einem explosiven Wachstum stehen. Wir würden sogar soweit gehen und behaupten, dass wir mittlerweile an einem Punkt sind, an dem es fast unmöglich erscheint, über Investmentmöglichkeiten in Indien nachzudenken, ohne Technologie im Allgemeinen und Smartphones als Hauptakteure im Besonderen mit einzubeziehen.“

Über Legg Mason 

Das Motto von Legg Mason lautet „Investing to Improve LivesTM“. Ziel ist es, Anlegern weltweit dabei zu helfen, bessere Ergebnisse bei der Geldanlage zu erzielen und ihnen dafür ein breiteres Spektrum an Investitionsstrategien, Anlegevehikeln sowie Zugang zu unabhängigen Investmentmanagern mit einer breiten Expertise bei Aktien, Anleihen, alternativen und liquiden Investments anzubieten. Insgesamt verwaltet Legg Mason ein Vermögen von 637 Milliarden US-Dollar (Stand: 30. Juni 2018). Wenn Sie mehr über Legg Mason und seine Tochtergesellschaften erfahren möchten, schauen Sie auf der web site oder im newsroom vorbei oder folgen Sie Legg Mason auf LinkedInTwitter, oder Facebook.

Wird der Absturz der türkischen Lira zur Kettenreaktion in den Schwellenländern?

Droht mit dem Absturz der türkischen Lira eine Kettenreaktion in weiteren Schwellenländern? Kim Catechis, Head of Global Emerging Markets bei der Legg Mason-Tochter Martin Currie und Fondsmanager des Legg Mason Martin Currie Global Emerging Market Funds, glaubt das nicht – im Gegenteil, für ihn ist die gegenwärtige Situation eher ein guter Einstiegszeitpunkt:

„Die Türkei sitzt aktuell in einer Grube, die sie sich mit fieberhaftem Eifer in den letzten paar Jahren selber gegraben hat. Die Koordination dieser ‚Ausgrabung’ hat die oberste Führung des Landes mit ihrer fehlgeleiteten, kurzfristigen Strategie übernommen, bei der es nur darum ging, die Wahl zu gewinnen. Der Türkei stehen nun Kontrollen des Kapitalverkehrs und ein Plan des internationalen Währungsfonds bevor, der an einigen Bedingungen geknüpft sein wird. Die Alternative dazu ist eine Abwärtsspirale, die so lange anhalten dürfte, bis die ersten beiden Optionen doch schmackhaft erscheinen.

Dennoch sind die Probleme der Türkei länderspezifisch und es ist eher unwahrscheinlich, dass daraus echte Probleme für andere Schwellenländer resultieren. Die Bewertungen der Emerging Markets spiegeln dieses allzu negative Szenario zwar bereits wider, US-Bonds, -Aktien und auch der Dollar scheinen die Möglichkeit eines langsameren Wachstums allerdings zu ignorieren. Diese Diskrepanz ist auf Dauer unhaltbar, weshalb wir jetzt einen guten Einstiegszeitpunkt für Schwellenländer erleben dürften – die Türkei natürlich ausgenommen.“

Mit dem Sieg von AMLO steigen die politischen Risiken in Mexiko

Mit dem Sieg von Andrés Manuel López Obrador bei den Präsidentschaftswahlen in Mexiko wurde ein politischer Umbruch im Land eingeläutet – und zwar mit breiter Unterstützung. Denn noch nie in der relativ jungen Geschichte der mexikanischen Demokratie hat ein Präsidentschaftskandidat so viele Stimmen erhalten. Für Kim Catechis, Fondsmanager des Legg Mason Martin Currie Global Emerging Markets Fund, sind die politischen Risiken in Mexiko damit gestiegen: „Der Sieg von AMLO, wie López Obrador genannt wird, bedeutet eine bisher nie dagewesene Veränderung der Art und Weise, wie die Wirtschafts- und Sozialpolitik des Landes in den letzten drei Dekaden gesteuert wurde.“ Sicherlich werden wirtschaftliche Grenzen López Obrador zunächst zu einer gemäßigten Politik zwingen, seine politische Orientierung und Ideologie – insbesondere beim Thema Energie – werde sich aber signifikant vom Ansatz der bisherigen Regierung unterscheiden.

„Für den Kapitalmarkt heißt das: Die unangenehme Unsicherheit hält weiter an“, glaubt Catechis – auch deshalb, weil der designierte Präsident erst im Dezember sein Amt antreten wird. Und auch für die Einbindung des neuen Kabinetts oder dem Erlass neuer Strategien rechnet der Schwellenländer-Experte mit einem längeren Zeitraum. Schließlich habe Morena, die linkgsgerichtete Partei von López Obrador, noch nie regiert. „Für Anleger ist es nun umso wichtiger, die Wirtschafts-, Steuer-, Handels- und Industriepolitik der neuen mexikanischen Regierung zu beobachten und zu bewerten, in welchem Maße sie konventionell bleiben“, sagt Catechis. Er glaubt außerdem, dass es Parallelen zur ersten Amtszeit des brasilianischen Präsidenten Lula geben wird: „AMLO wird sich vermutlich darauf konzentrieren, gleich im ersten Jahr die Unterstützung der Investoren für sich zu gewinnen. Denn so kann er sich in den folgenden vier bis fünf Jahren darauf konzentrieren, abzuliefern.“

Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset zum Fed-Meeting

John Bellows, Portfoliomanager und Research Analyst bei der Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset, sagt zum bevorstehenden Fed Meeting am Mittwoch:

Die Fed nähert sich mit ihrer Politik wieder einer „neutralen Zone“ und das erfordert eine Strategieänderung. Neben der bereits antizipierten Zinserhöhung bedeutet das, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) vermutlich auch seine künftigen Ziele in dieser Woche anpassen wird. Ganz konkret könnte das heißen, die Empfehlung, die Policy Rate unter ihrem langfristigen Niveau zu halten, fallen zu lassen. Auch eine abgestufte Charakterisierung der Politik von „expansiv“ auf „gemäßigt expansiv“ wäre möglich.  Zusammen würden diese Veränderungen bestätigen, dass sich die Fed-Politik nach drei Jahren und sieben Zinserhöhungen nun langsam in Richtung Neutralität bewegt. Das ist ein wichtiges Signal und könnte ein Vorbote eines Richtungswechsels im FOMC-Ansatz sein. Jede weitere Erhöhung über ein neutrales Niveau hinaus könnte dann nicht länger als Teil der Normalisierung gerechtfertigt werden. Stattdessen müsste jeder weitere Zinsschritt eine Antwort auf die zugrunde liegenden Daten sein. Einmal im neutralen Bereich angekommen, muss die Fed also mit Blick auf ihren beabsichtigten geldpolitischen Kurs noch vorsichtiger agieren.

Das Pricing am Markt spiegelt bereits die Erwartung wider, dass die Fed im nächsten Jahr die Neutralität hinter sich lassen wird. Nach der Zinsanhebung diesen Mittwoch rechnet der Markt mit drei weiteren Zinsschritten der Fed bis Ende 2019. Das würde den Leitzins auf 2,75 Prozent heben. John Williams, neuer Chef der regionalen Federal Reserve in New York, sagte erst kürzlich, er denke, „neutral“ läge bei etwa 2,5 Prozent. Noch bemerkenswerter ist, dass die heute für in fünf Jahren erwartete Fünfjahresrate bei 3,15 Prozent liegt. Mit anderen Worten: Der Markt erwartet für die nächsten fünf Jahre einen durchschnittlichen Leitzins, der deutlich über dem neutralen Wert liegt. Eine anhaltende Phase einer restriktiven Geldpolitik gab es in der Geschichte der Fed aber bisher noch nie. Natürlich gab es Phasen, in denen die Politik kurzfristig mal angezogen wurde, doch niemals für fünf Jahre in Folge. Es müsste schon ein komplett anderes Inflationsumfeld geben, um einen solchen Zinsweg zu rechtfertigen.

Die Gründe für eine straffe Geldpolitik sind unklar. Es ist alles andere als offensichtlich, dass die Fed sich dazu entschließt, auch jenseits der Neutralität eine straffe Geldpolitik zu verfolgen. Das Wachstum in den USA ist nach einem schwächer als erwarteten ersten Quartal wieder angezogen, die Arbeitslosenquote ist seit dem letzten Treffen im Mai um 0,3 Prozent gefallen. Und das Wachstum könnte in diesem Jahr aufgrund der steuerlichen Anreize Unterstützung erfahren. Jenseits dieser Anreize ist aber unklar, ob sich die zugrundeliegende Wachstumsdynamik tatsächlich gewandelt hat – und es gibt Gründe, dies anzuzweifeln. Vielleicht noch viel wichtiger: Die Inflationskulisse ist nicht wirklich bedrohlich. Das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß liegt unter dem Ziel von zwei Prozent und auch der Lohnzuwachs bleibt – was vermutlich für viele frustrierend ist – unter drei Prozent. Darüber hinaus sticht das Abwärtsrisiko bei der Inflation hervor, was nach fünf Jahren unter dem Inflationsziel in den USA und einer geringen Inflation in Europa und Japan nicht sonderlich verwundern sollte. Wenn das Risiko einer höheren Inflation nicht doch noch bedrohliche Züge annimmt, könnte die Fed entscheiden, ihre Politik doch innerhalb des neutralen Bereichs zu belassen, um sich der anhaltenden wirtschaftlichen Erholung nicht in den Weg zu stellen.

Die wohl wichtigste Botschaft der Fed wird demnach der Plan für den Augenblick sein, in dem ihre Politik den neutralen Bereich erreicht. Die morgige Zinserhöhung wird also nicht das wichtigste Ereignis des Fed-Treffens in dieser Woche – sie wird überall erwartet und niemanden überraschen. Alle Augen sind darauf gerichtet, wie das FOMC seine Absichten beschreibt, sobald die Zinsen den neutralen Bereich erreichen. Der Markt geht davon aus, dass die Fed über „neutral“ hinausgeht und anschließend für einige Jahre eine straffe Geldpolitik fährt. Wir denken hingegen, die Fed muss sich nicht zwangsläufig dazu verpflichtet fühlen, über ein neutrales Niveau hinaus zu gehen, da es keine größeren Veränderungen der Inflationsaussichten gibt. Sollte die Fed, wie von uns erwartet, Zurückhaltung signalisieren, könnte das viele Marktteilnehmer überraschen. Und ein solches Signal könnte zeigen, dass die Fed doch nicht so „hawkish“ ist, wie von vielen befürchtet.

„Der US-Aktienmarkt hat noch gut 30 Prozent Luft nach oben“

„Der US-Aktienmarkt ist noch nicht einmal ansatzweise in der Nähe eines Höchststands und kann im aktuellen Zyklus gut und gerne noch einmal 30 Prozent aufwärts klettern“ – so lautet die deutliche Einschätzung vom Jeffrey Schulze, Investmentstratege bei der Legg Mason-Tochtergesellschaft ClearBridge Investments. Denn nach dem Hoch des S&P 500 im Januar dieses Jahres hat sich der Index aufgrund der nachfolgenden volatilen Phase wieder von seinem Rekordhoch entfernt. Schulze sieht auch aktuell kein Indiz dafür, dass es zu einem neuen Hoch und damit zu einem baldigen Abschwung kommen könnte: „Sowohl die Zinsen also auch die Bewertungen des Marktes insgesamt müssten dafür deutlich höher sein, als es aktuell der Fall ist.“

Für Anleger, die sich vorgrößeren Korrekturen in den USA fürchten, hat Schulze eine einfache Antwort: „Wir stehen derzeit nicht vor einer größeren Korrektur.“ Für den Experten ist daher ein Plus von 20 oder sogar 30 Prozent – abhängig von der Entwicklung des Ertragszyklus – am US-Aktienmarkt durchaus realistisch. Er untermauert seine Einschätzung mit einigen Treibern, die nach wie vor Bestand hätten und den Aktienmarkt weiterhin stützen würden. Daher sei ein nachhaltiger Bullenmarkt wie in den Achtzigern und Neunzigern derzeit wahrscheinlicher als eine Korrektur.

„Die stärksten Aktienkäufer sind derzeit die Unternehmen selbst mit ihren Rückkäufen, die sie weiterhin vorantreiben. Und das bietet eine solide Grundlage für US-Aktien“, betont Schulze. Seit 2009 würden Unternehmen im großen Stil US-Aktien kaufen und auch für 2018 lägen die Schätzungen für Rückkäufe bei rund 700 Milliarden US-Dollar. Ein Vergleich zwischen dem Bullenmarkt der Achtziger und dem heutigen, der 2010 begonnen hat, zeige zudem, dass der S&P in den Achtzigern eine kumulierte Rendite von 1.261 Prozent erbracht hat. Bis heute sind es 136,8 Prozent. „Es wird viel über das erhöhte Kurs-Gewinn-Verhältnis gesprochen. Für uns ist es jedoch keiner der Hauptindikatoren, die wir uns anschauen. Denn aus der Historie weiß man, dass sich Ausverkäufe damit nicht eindeutig vorhersagen lassen“, unterstreicht der US-Experte. Als Beispiel bringt er den Juni 2007, kurz vor der Kreditkrise, als das KGV gerade einmal bei 16,3 und damit deutlich unter dem vorheriger Zeiträume lag. Heute läge das KGV des S&P 500 bei über 20, womit es aber immer noch unter dem Höchststand von 2009 bleibe. Damals waren es 23,2.

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Website: www.leggmason.de

Glänzende Aussichten für Europa – langfristig betrachtet

Aus langfristiger Perspektive seien die Aussichten für Europa glänzend und das Momentum an den dortigen Aktienmärkten positiv, fasst Michael Browne, Fondsmanager des Legg Mason Martin Currie European Absolute Alpha Fund, die europäische Markteinschätzung der auf aktives Aktienmanagement spezialisierten Legg Mason-Tochtergesellschaft Martin Currie zusammen. Dennoch seien Anleger nach wie vor skeptisch. Zu Recht, wie der Experte findet: „Die Phase der extremen Geldpolitik und der Abwesenheit von Inflation findet nun ein Ende und der Markt muss sich daran erst noch gewöhnen. Wir glauben, dass dies in den nächsten paar Quartalen der Fall sein wird. Daher ist jetzt eine gute Zeit, um sich in Geduld zu üben, bis sich herauskristallisiert, in welche Richtung sich Wirtschaftszyklus und Inflation entwickeln werden.“ Für ihn bedeutet das beispielsweise, das Netto-Exposure zu reduzieren und nach möglichen Short-Positionen Ausschau zu halten, während sich der Zyklus voll entfaltet.

Zudem gäbe es auch einige problematische Faktoren für Europa, betont Browne: „Während es an den Aktienmärkten eine Rallye gab, ist der Einkaufsmanagerindex aktuell eingeknickt. Die Inflation zieht an und US-Treasuries sind gestiegen, haben bisweilen sogar die Drei-Prozent-Marke geknackt.“ Mit Blick auf die Inflation würde sich abzeichnen, dass Unternehmen als Reaktion auf steigende Materialkosten – etwa bei Stahl, Plastik und beim Transport – ihre Preise erhöhen. „Mit Blick auf Industrietitel gibt es Befürchtungen, dass die Ergebnisse des zweiten Quartals auf ein langsameres Wachstum und höhere Kosten hinweisen, was die Margen unter Druck setzen könnte“, glaubt Browne. Hinzu käme das Risiko der Saisonabhängigkeit. Mai, Juni und auch der August sind traditionell schlechte Monate für die Märkte. Diese kurzfristigen Bedenken würden an den langfristig guten Aussichten für Europa aber nichts ändern, betont der erfahrene Aktienfondsmanager: „Ich bin davon überzeugt, dass das wirtschaftliche Momentum, das sich über die letzten zwei Jahre aufgebaut hat, Bestand haben wird.

Mit starken Kursbewegungen müssten Anleger in den nächsten Monaten aber weiterhin rechnen, sagt Browne. Überkäufe sowie Überverkäufe seien derzeit eine Frage von Tagen. Für ihn jedoch kein Grund zur Besorgnis – im Gegenteil, es seien exakt die Marktbedingungen, in denen Long/Short-Strategien wie die des Legg Mason Martin Currie European Absolute Alpha Fund ihre Stärken ausspielen und Anleger dabei unterstützen können, ihre Volatilität zu managen, Verluste zu begrenzen und konsistente Renditen zu erwirtschaften. „Mit einem Long/Short-Ansatz kann man auf Märkte reagieren, indem man Stärke verkauft und Schwäche einkauft. Diese Flexibilität mit Blick auf die Portfoliobilanz verhilft uns zu einer sehr dynamischen Strategie beim Managen von Risiken“, führt Browne aus. Was der Fondsmanager damit meint: Zwar müsse man aktuell noch sehr vorsichtig agieren, nach den Sommermonaten gäbe es aber wieder deutlich mehr Spielraum, Risiken einzugehen, nachdem sich die Märkte mit den derzeitigen Veränderungen arrangiert hätten.

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„Die Kreditqualität bei US High Yields steigt.“

Jede vierte amerikanische US High Yield-Anleihe mit einem BB-Rating könnte in den nächsten 18 Monaten ein Upgrade erhalten – das zumindest glaubt der erfahrene Bondmanager und CIO der auf Anleihen spezialisierten Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset, Ken Leech. Grund für diese optimistische Annahme sei der förderliche wirtschaftliche Hintergrund im Land. „Die Wachstumsaussichten in den USA sind positiv. Gleichzeitig werden der Stimulus zurückgefahren und die Zinsen schrittweise erhöht. Mit anderen Worten: Spread-Sektoren bieten Value-Investoren weiterhin ausgewählte Chancen“, führt der Manager des knapp acht Milliarden Euro schweren Legg Mason Western Asset Macro Opportunities Bond Fund aus.

Vor allem höher geratete High Yield-Anleihen, so genannte „Rising Star-Emissionen“, könnten daher in den nächsten 1,5 Jahren auf der Ratingleiter weiter hinaufsteigen und Anlegern damit Chancen in bestimmten Sektoren bieten, glaubt Leech: „Aufgrund der aktuellen Bewertungen haben wir derzeit ein eher bescheidenes Engagement im High Yield-Segment, konzentrieren uns hier aber vorwiegend auf die Rising Stars, die potenziell zu einer Investmentgrade-Anleihe aufsteigen können.“ Diese Chancen sieht man bei Western Asset vor allem im Energie- und dem Finanzsektor. „Die Spreads im High Yield Corporate Bond-Sektor haben sich bisher im historischen Mittelfeld bewegt, wir glauben, dass das durchaus gerechtfertigt ist, wenn man sich sowohl die fundamentalen als auch die technischen Faktoren anschaut“, erklärt Leech. Der Anleiheexperte bevorzugt daher auch weiterhin idiosynkratische Risiken innerhalb favorisierter Subsektoren und Emittenten. Insgesamt neun Prozent machen High Yield-Anleihen derzeit am Portfolio des Legg Mason Western Asset Macro Opportunities Bond Fund aus.

Leech und sein Team sehen zudem auch weiterhin viele gute Möglichkeiten im Schwellenländer-Universum – und zwar unabhängig vom sich verbessernden wirtschaftlichen Hintergrund in den USA. Daher ist Leech mit seinem Fonds auch mit 40 Prozent in Schwellenländern investiert, darunter Brasilien, Russland und Argentinien. „Wir sehen bei Schwellenländer-Anleihen Raum für eine Spreadverengung im Vergleich zu den Industrienationen“, hebt Leech hervor. „Daher positionieren wir den Legg Mason Western Asset Macro Opportunities Bond Fund auch so, dass wir von den potenziellen Risikoprämien ausgewählter Schwellenländer-Anleihen profitieren können, indem wir uns auf die Länder konzentrieren, die positive Fundamentaldaten und günstige Bewertungen vorweisen.“


Über Legg Mason
Das Motto von Legg Mason lautet „Investing to Improve LivesTM“. Ziel ist es, Anlegern weltweit dabei zu helfen, bessere Ergebnisse bei der Geldanlage zu erzielen und ihnen dafür ein breiteres Spektrum an Investitionsstrategien, Anlegevehikeln sowie Zugang zu unabhängigen Investmentmanagern mit einer breiten Expertise bei Aktien, Anleihen, alternativen und liquiden Investments anzubieten. Insgesamt verwaltet Legg Mason ein Vermögen von 767 Milliarden US-Dollar (Stand: 31. Dezember 2017). Wenn Sie mehr über Legg Mason und seine Tochtergesellschaften erfahren möchten, schauen Sie auf der web site oder im newsroom vorbei oder folgen Sie Legg Mason auf LinkedInTwitter, oder Facebook.

Ein Handelskrieg verschiebt die Gravitationsachse des Welthandels nur weiter zu Gunsten der Schwellenländer

So wie es derzeit aussieht, werden sich die Angriffe Chinas und der USA auf die Wirtschaft des jeweils anderen in diesem Jahr verstärken. Kim Catechis, Head of Global Emerging Markets bei der Legg Mason-Tochtergesellschaft Martin Currie, rechnet dennoch nicht mit einem umfassenden Handelskrieg. Und selbst wenn: „Kluge Anleger würden vermutlich sogar langfristig von einem Handelskrieg profitieren“, glaubt der erfahrene Fondsmanager.

Die Beziehungen der beiden Supermächte hatten am 22. März einen Tiefpunkt erreicht, als die USA ihre Sanktionspläne gegen China mit der Begründung kundtaten, die Chinesen würden den Diebstahl geistigen Eigentums von US-Firmen unterstützen. Die geplanten Strafzölle für chinesische Unternehmen, die sich auf Stahl- und Aluminiumimporte fokussieren, könnten bei bis zu 60 Milliarden US-Dollar liegen, die ohnehin angespannte Beziehung der beiden Länder weiter strapazieren und damit die Angst vor einem umfassenden Handelskrieg schüren, der beide Seiten gleich hart träfe. China hat als Antwort eigene Sanktionen gegen US-Produkte in Höhe von rund drei Milliarden US-Dollar angekündigt.

Die Märkte reagierten weltweit mit deutlichen Einbrüchen der wichtigsten Indizes auf die Drohungen. Für Catechis, den Manager des Legg Mason Martin Currie Emerging Markets Fund, stellt ein möglicher Handelskrieg jedoch einen guten Einstiegszeitpunkt in Aktien der Schwellenländer im Allgemeinen und chinesische Titel im Besonderen dar: „Die Spannungen der Außenhandelsbeziehungen zwischen den USA und China werden sich vermutlich bis Mitte dieses Jahres zuspitzen, jedoch nicht in einen schwerwiegenden Konflikt ausarten. Die Androhung von Strafzöllen in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar kam nicht völlig unerwartet, weshalb die Chinesen Zeit hatten, sich darauf einzustellen.“ Das zeige auch die lange Liste verhältnismäßiger Zölle für US-Produkte von chinesischer Seite, mit der zum Gegenangriff geblasen wurde. „Peking ist auf den Zug aufgesprungen und hat ein Langstreckenticket gelöst. Ich glaube nicht, dass man dort zurück rudert – vor allem auch deshalb nicht, weil die Chinesen mit ihrem ‚One Belt, one Road’ Projekt und anderen Initiativen in hohem Tempo ihre Außenhandelsbeziehungen breiter aufstellen“, führt Catechis weiter aus. „Nach derzeitigem Wissensstand haben die USA Handlungsspielraum gelassen, den China mit höheren Öl- und Sojaimporten zur Deeskalation nutzt, ohne dabei das Gesicht zu verlieren.“

Genau diese kurzfristigen Reaktionen der Märkte böten laut Catechis gute Einstiegschancen für Anleger: „Die jüngsten Schlagzeilen haben natürlich einige Alarmglocken bei Anlegern in den Schwellenländern läuten lassen. Langfristig werden die Handelsbeschränkungen aber nur das schnelle Wachstum des intra-regionalen Handels unter den Schwellenländern weiter befeuern – und die USA davon ausschließen.“ Aus Sicht der Legg Mason-Tochtergesellschaft würde dies die Gravitationsachse des Welthandels nur weiter zu Gunsten der Schwellenländer verschieben.

Emerging Market-Experte Catechis sieht zudem drei handelsnahe Entwicklungen, die sich durch den von den USA geführten Handelskrieg weiter beschleunigten: 

  1. Regional Comprehensive Economic Partnerschip (RCEP): Das von China geförderte multilaterale Handelsabkommen umfasst die komplette asiatische Region inklusive Indien, Japan, Australien, Neuseeland, Südkorea sowie den ASEAN-Ländern. Zusammen haben diese Länder einen Anteil am Welthandel von gut 40 Prozent.
  1. One Belt, one Road Initiative: Die chinesischen Bemühungen, die Seidenstraße wiederzubeleben, umfassen den Auf- und Ausbau von Infrastruktur, um Handel zu betreiben, und werden 65 Nationen erreichen. Das Projekt werde laut Catechis auch die Geschwindigkeit der Handelsrouten zwischen Europa und China beeinflussen.
  1. Trans-Pacific-Partnerschip (TPP): Dieses Abkommen wurde noch von der Obama-Administration verhandelt, im vergangenen Jahr vom Weißen Haus verabschiedet und wird auch trotz der Nichtteilnahme der USA weitergeführt. Denn die anderen elf Länder – darunter Mexiko, Peru, Chile oder Malaysia – preschen hier weiter vor.

Mit Blick auf den chinesischen Markt hat Catechis klare Präferenzen, wenn es um die Aktienauswahl geht: „Wir bevorzugen Unternehmen, die vor allem in der heimischen Wirtschaft aktiv sind und sich auf die aufstrebende Mittelklasse des Landes konzentrieren.“ Insgesamt bewertet der Fondsmanager  die Anlagechancen im Land als attraktiv und auch hier insbesondere mit Blick auf die große Bevölkerungsgruppe mit mittlerem Einkommen, auf den privaten Konsum und Services. Auch internetnahe Unternehmen, die typischerweise ein höheres und profitableres Wachstum vorweisen und weniger abhängig von externen Finanzierungsquellen sind, seien interessant.

„Langfristig sollten Anleger auf die Unternehmen setzen, die von Präsident Xis ‚chinesischem Traum’ profitieren – also Unternehmen, die sich auf Umweltaspekte wie saubere Luft und sauberes Wasser fokussieren, oder solche, die Wartezeiten und Kosten reduzieren“, glaubt Catechis. Einen Bogen macht der Fondsmanager hingegen um Unternehmen der „alten Industrie“, der Schwerindustrie, die hoch verschuldet ist und einen signifikanten Anteil an der Umweltverschmutzung in China hat. „Es ist eine Einfache Wahl“, sagt Catechis. „Lieber auf die neue, schimmernde Aktienwirtschaft mit hohen Renditen setzen als auf die alte, umweltverschmutzende, die wenig profitabel dafür aber hoch verschuldet ist.“


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Europa nach der Italienwahl

„Falls die Botschaft nach den Wahlen in Holland, Deutschland und Österreich noch nicht deutlich genug war, sollte sie nun spätestens nach der Wahl in Italien jeder verstanden haben“, bringt es Michael Browne, Fondsmanager des Legg Mason Martin Currie European Absolute Alpha Fund, auf den Punkt. Wieder hat eine Anti-Establishment-Partei das Rennen gemacht, die nicht einmal zehn Jahre alt ist – auch wenn sie nicht in der Lage sein wird, eine Regierung zu bilden. Die italienische Fünf-Sterne-Bewegung ist deutlich links gerichtet, nicht so hart links wie die griechische Regierung, dafür aber mit einer „Ausgaben-und-Steuer-Mentalität“. „Was die Fünf-Sterne-Bewegung in Italien auszeichnet – und das ist in Italien ein einzigartiger Charakterzug – ist der tatsächliche Wunsch, das System zu entzerren“, betont Browne. Es gehe der Partei darum, die hoffnungslos ineffizienten und vermutlich auch korrupten Praktiken der vorherigen Regierungen zu umgehen. Die Italiener wünschen sich, dass den Versprechen endlich Taten folgen, glaubt der Europa-Experte: „Italien will seine Einwanderungspolitik kontrollieren und den Druck beenden, der von den von Europa diktierten Sparmaßnahmen ausgeht.“ Letzterer Teil könne die Märkte beunruhigen, glaubt Browne. Aber die Spreads italienischer Staatsanleihen im Vergleich zu deutschen hätten sich seit dem Wahlergebnis verengt. Es sehe also so aus, als ob niemand wirklich daran glaube, dass daraus etwas werde.

„In Brüssel ist man zu beschäftigt mit dem Brexit“

Wie man in Brüssel mit dem italienischen Wahlergebnis umgeht, sei laut Browne schwer zu prognostizieren: „Die EU hat mit den Brexit-Verhandlungen derzeit alle Hände voll zu tun und sieht sich nun auch noch mit geschwächten Regierungen in Deutschland, Spanien und Italien konfrontiert. Es könnte sein, dass man daher in Brüssel versucht, andere Themen voranzutreiben – insbesondere die europäische Integration im Bankensektor oder auch die Außenpolitik. Dann allerdings wird es schwer, am politischen Block der Euroskeptiker wie Polen, Ungarn und auch Italien vorbeizukommen.

Italien ohne Euro?

Browne glaubt jedoch nicht, dass Italien derzeit Chancen hat, den Euro abzuschaffen: „Sowohl die Fünf-Sterne-Bewegung als auch die rechtspopulistische Liga Nord haben ihre Pläne für ein Referendum zum Euro wieder verworfen. Man sollte sich jedoch Gedanken darüber machen, dass es nur verworfen und nicht gleich abgewiesen wurde.“ In der Realität käme das italienische Bankensystem ohnehin nicht ohne die Rückendeckung der EZB zurecht – was aber laut Browne nicht heißen muss, dass man in Italien den Plänen für die Restrukturierung der italienischen Banken folgt: „Eine Verstaatlichung und Rekapitalisierung italienischer Banken ist durchaus denkbar und könnte unter Umständen sogar die einzig praktikable Lösung sein – ganz egal, ob es der EU gefällt oder nicht.“ Für die EZB könnte es eine weitere Entschuldigung dafür sein, nichts zu tun, obwohl sich die Wirtschaft der Eurozone im Aufschwung befindet.

Für den Euro habe das alles ohnehin kaum Auswirkungen, glaubt Browne: „Die einzige Frage, die für die Währungsmärkte derzeit zählt, ist, ‚Was ist in Washington los?’.“ Es drehe sich alles um die Schwäche des US-Dollars, obwohl die Zinsen in den USA steigen, nicht um die Stärke des Euro.

Die Aussichten für Europa bleiben stark

Trotz der politisch unruhigen Lage, hält Browne an seinen positiven Aussichten für Europa fest: „Auftragslage, Beschäftigungszahlen und auch die Unternehmensgewinne legen allesamt zu. Einzig die Kreditvergabe schwächelt. Hier sehen wir bei Unternehmenskrediten lediglich einen Zuwachs von zwei, bei Konsumkrediten von drei Prozent. Das ist nicht mehr als das BIP-Wachstum.“ Damit das Bruttoninlandsprodukt jedoch zulegen könne, müssen die Banken Stellung beziehen und dafür fehle bisher jedes Zeichen. Das einzig Positive daran: Es besteht keine Gefahr einer Asset-Blase oder eines Immobiliencrashs.

„Der Jahresstart war für die europäischen Märkte erstaunlich schwach, was die Angst vor steigenden Zinsen widerspiegelt, die das Wachstum im Keim ersticken könnten“, sagt der Europa-Fondsmanager. Das sei zwar sehr unwahrscheinlich, aber das potenzielle Risiko reiche bereits, um Volatilität und Ängste zu steigern. „Anleger haben seit Mai letzten Jahres eine großen Bogen um die europäischen Märkte gemacht. Damals war es das Ende für die letzten positiven Aktien-Cashflows. Das Geld floss gen Schwellenländer“, erläutert Browne. Insgesamt bleibe die Volatilität höher als in 2017 und das werde einige Investoren abschrecken. Andererseits würden sich daraus exzellente Kaufoptionen ergeben. „Nachdem wir Ende Januar Gewinne nahe der Höchststände mitnehmen konnten, sind wir nun bereit, nach den Einbrüchen zu kaufen, sollten sich passende Gelegenheiten ergeben“, freut sich der Fondsmanager. Wann genau das sein wird, sei schwer zu sagen. Sein Gefühlt verrate ihm aber, es sei schon sehr bald soweit.

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Das Motto von Legg Mason lautet „Investing to Improve LivesTM“. Ziel ist es, Anlegern weltweit dabei zu helfen, bessere Ergebnisse bei der Geldanlage zu erzielen und ihnen dafür ein breiteres Spektrum an Investitionsstrategien, Anlegevehikeln sowie Zugang zu unabhängigen Investmentmanagern mit einer breiten Expertise bei Aktien, Anleihen, alternativen und liquiden Investments anzubieten. Insgesamt verwaltet Legg Mason ein Vermögen von 767 Milliarden US-Dollar (Stand: 31. Dezember 2017). Wenn Sie mehr über Legg Mason und seine Tochtergesellschaften erfahren möchten, schauen Sie auf der web site oder im newsroom vorbei oder folgen Sie Legg Mason auf LinkedIn, Twitter, oder Facebook.
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"Wir haben bereits Anfang letzten Jahres damit gerechnet, dass die USA Strafzölle erheben wird"

Michael Kagan, Portfoliomanager bei der Legg Mason-Tochter ClearBridge Investments, zu den Plänen der US-Regierung, Strafzölle einzuführen:

„Wir haben bereits Anfang letzten Jahres damit gerechnet, dass die Trump-Administration Strafzölle auf Stahl und Aluminium erheben wird. Während die europäische Reaktion deutlich war, blieb es in China ruhig, obwohl man dort besonders von den Handelsbeschränkungen betroffen wäre. Aber die Chinesen wissen wohl, dass sie sich falsch verhalten haben und warten auf noch weitreichendere Entscheidungen, die sich am Horizont bereits ankündigen. Abschnitt 301 des Handelsgesetzes von 1974 wird einen überproportional hohen Einfluss auf die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China haben. Gemeint sind die Ermittlungen bezüglich des vermeintlichen Diebstahls geistigen Eigentums von US-Firmen und des erzwungenen Technologietransfers. Vorläufige Erkenntnisse werden innerhalb eines Monats erwartet und Trump hat bereits angedeutet, dass die Ergebnisse auf einen extrem hohen Schaden hinweisen, der die Marke von einer Billion US-Dollar überschreiten könnte – und das wäre natürlich die ideale Rechtfertigung dafür, hohe Strafzölle einzuführen oder andere Handels- und Investitionssanktionen zu beschließen.“

Ist man bei der Legg Mason-Tochter deshalb über einen Handelskrieg besorgt?

Zölle wären wohl nur der erste Schritt, glaubt Kagan: „Zusätzlich könnten die USA Investitionen aus China blockieren, die Möglichkeiten für chinesische Unternehmen einschränken, in den USA Geschäfte zu machen, und mit ihren Verbündeten zusammen arbeiten, um China zu isolieren. Sogar eine eingeschränkte Visa-Vergabe für chinesische Staatsbürger wäre denkbar. Es hängt natürlich davon ab, mit welcher Härte solche Maßnahmen umgesetzt werden, aber sie würden wohl mit Gegenmaßnahmen in ähnlichem Ausmaß von chinesischer Seite beantwortet. Und chinesische Handelsbeschlüsse könnten den Markt aufrütteln, weshalb wir sie sehr sorgfältig beobachten.“

Und wie reagieren die Aktienexperten der Legg Mason-Tochter in Bezug auf ihre Portfolios?

„Unsere Portfolios haben nur ein minimales Exposure in den Branchen, die von den Straffzöllen betroffen wären. Allerdings haben wir mit Titeln wie Nucor ein Engagement im US-Stahlsektor, das natürlich von den Restriktionen profitieren würde und wir haben auch weitere Unternehmen im Blick, die wir eventuell zukaufen würden“, führt der Portfoliomanager weiter aus.

Das neue, digitale Indien

Andrew Ness, Portfoliomanager Global Emerging Markets bei der auf Aktien spezialisierten Legg Mason-Tochtergesellschaft Martin Currie.

Ein Bild der Heckpartie eines Jeep Wrangler an der einen, eine interaktive Weltkarte in der Größe einer Einsatzzentrale an der anderen Wand. Im mit Moss-Wänden dekorierten Lounge-Bereich sitzen die klassischen „Nerds“ über ihre Laptops gebeugt oder an ihrem Café Latte nippend. Wer jetzt zwangsläufig an das Silicon Valley denkt, liegt leider falsch. Diese Eindrücke stammen aus einem Büro inmitten eines wohlhabenden Viertels von Neu Dehli und stehen wohl stellvertretend für das neue, digitale Indien. Wer also auf der Suche nach Hinweisen auf die Zukunft des Landes ist, tut gut daran, sich zunächst im Technologiesektor umzuschauen. Denn Indien nimmt für seine wirtschaftliche Entwicklung gerade die Überholspur auf der digitalen Autobahn – und das mit vollem Enthusiasmus, der auf vielen Ebenen im öffentlichen wie privaten Sektor gleichermaßen zu spüren ist. Während meines letzten Besuchs im Land schlug mir eine regelrechte Welle der Kreativität entgegen. Kein Wunder, ist doch rund zwei Drittel der indischen Bevölkerung unter 35 Jahren, die Smartphone-Penetration hoch und die digitale Agenda der Regierung recht aggressiv. Um es einmal in die richtige Perspektive zu setzen: Die Internetnutzer in Indien haben sich alleine zwischen 2011 und 2016 von 100 auf rund 300 Millionen verdreifacht. Entsprechend ist auch Datenverbrauch explodiert – seit Mitte 2016 hat er sich verfünffacht. Ein solcher Hype zieht natürlich jede Menge Unternehmer an. Im Tech-Universum entwickelt sich derzeit in Höchstgeschwindigkeit ein Start-up-Ökosystem mit wachsenden Investitionen vor allem in herausragenden Bereichen wie künstliche Intelligenz oder Analytics. Digitale Transformation – in Indien keine leere Worthülse, sondern ein Unterfangen, das mit Vollgas auf der Überholspur umgesetzt wird.


Weitere Informationen finden Sie auf leggmason.de.

"Der Konsum wird im Jahr des Hundes zunehmen"

Am 16. Februar beginnt offiziell das chinesische Neujahr und damit die Feierlichkeiten zum Frühlingsfestival – den wichtigsten Feiertagen des Landes. 2018 ist laut chinesischem Sternzeichen das Jahr des Hundes und das wird vor allem für den chinesischen Staatschef ein wichtiges, glaubt Kim Catechis, Head of Global Emerging Markets bei der Legg Mason-Tochtergesellschaft Martin Currie: „Für die chinesische Regierung ist es entscheidend, dass das erste Jahr von Präsident Xi Jinpings neuer, gefestigter Amtszeit ein Erfolg wird.“ Gemessen werde der am Fortschritt des „chinesischen Traums“ – dem Ziel, zu einer blühenden Nation aufzusteigen, die weltweit ein größeres Gewicht bekommt und seinen Bürgern einen höheren Lebensstandard bieten kann.

Die Schwellenländer-Experten der Legg Mason-Tochter glauben zudem, dass man nun mit einer Beschleunigung dieser nationalen „Verjüngungskur“ rechnen müsse. Dafür müsse Xi allerdings liefern – und zwar bei Umweltthemen wie sauberer Luft und Wasser sowie einer besseren und günstigeren Bereitstellung von Dienstleistungen. Aus dem Wissen dieser Prioritäten ließen sich klare Investitionsziele ableiten, sagt Catechis: „Anleger sollten sich eher auf die neue, glänzende Ära mit hohen Eigenkapitalrenditen der Unternehmen konzentrieren und nicht auf die alte, umweltverschmutzende Wirtschaft mit niedriger Profitabilität und hohen Schulden. Wir gehen außerdem davon aus, dass die Chinesen im Jahr des Hundes mehr konsumieren. Hongbaos, die traditionellen roten Umschläge, die man an Neujahr verschenkt, Zug- und auch Flugtickets werden in China beispielsweise zunehmend über Smartphones und Geldtransfer-Anbieter gekauft. Von diesem Trend profitieren prominente Namen wie Tencent oder Alibaba.“

Chinesische Unternehmen versuchten zudem nicht mehr aufzuholen, sondern würden gleich in einer ganzen Reihe verschiedener technologischer Bereiche die Führung übernehmen, betont Catechis weiter: „In China gibt es noch sehr viel unausgeschöpftes Wachstumspotenzial und viele hoch qualitative Unternehmen erweitern ihre wettbewerbsrelevanten Schützengräben. Wir glauben, dass genau hier einige der langfristig attraktivsten Anlagechancen für unsere Kunden liegen.“