Sag niemals Niedrigzins!

Mehr Spannung für Ihr Bond-Portfolio – mit globalen Lokalwährungsanleihen

von Susanne Hellmann, DekaBank.

Gute Nachrichten für alle, die wehmütig an die guten alten Zinsen zurückdenken: Hohe laufende Zinserträge sind auch heute noch möglich! Rentenorientierte Anleger können ihr Portfolio durch granular gestreute Anlagen in Lokalwährungen ergänzen und sich damit die Chance auf überdurchschnittliche Ausschüttungen und zusätzliches Kurspotenzial nutzen. Weiterer positiver Effekt: Eine höhere Diversifikation.

Harte Währungen, harte Konditionen

Sprechen Anleger über Währungsinvestments, dann assoziiert man damit in erster Linie die großen Schwergewichte wie US-Dollar, Euro, britisches Pfund, Schweizer Franken oder den japanischen Yen. Doch auch wenn die Zinssätze für langlaufende US-Staatsanleihen wieder eine nennenswerte Höhe erreicht haben, bieten die Kupons von Anleihen in den anderen Hartwährungen keinen wirklichen Grund zur Euphorie: Echte Rendite-Pick-ups gibt es nur für ein deutlich höheres Durations- und/oder Kreditrisiko. Ein Engagement in Fremdwährung wird zudem von vielen institutionellen Investoren noch immer eher als Spekulation denn als solide Positionierung empfunden und am besten möglichst zügig abgesichert.

Ziel: Überrendite. Richtung: Emerging Markets

Fakt ist jedoch: Schwellenländer und Frontier Markets repräsentieren einen Großteil der weltweiten Wirtschaftskraft und profitieren besonders stark von der Globalisierung. Für eine Anlage in diesen Märken sprechen insbesondere eine relativ geringe Staatsverschuldung und eine gute Wachstumsdynamik. Diese liegt oft über denen der westlichen Industrienationen.

Für eine Anlage sprechen insbesondere eine relativ geringe Staatsverschuldung und eine gute Wachstumsdynamik.

Geringe Staatsverschuldung

Die Verschuldungsquote von Schwellenländern ist oft deutlich geringer als in Industrienationen.

Starke Wachstumsdynamik

Kontinuierlich steigender Anteil der Emerging Markets am weltweiten Wirtschaftswachstum.

Fünf Gründe für ein Investment in Emerging & Frontier Markets:

1.     Kontinuierlich niedrige Renditen in der Eurozone

Der gegenwärtige Renditedruck führt zu Kapitalzuflüssen in den Emerging Markets. Steigendes internationales Interesse, höhere Liquidität und Nachfrage nach lokaler Währung kann zu steigenden Preisen führen.

2.     Globales Wirtschaftswachstum schwächt ab

Schwellenländer sollten auch zukünftig weiterhin höhere Wachstumsraten als Industriestaaten bieten. Eine globale Rezession ist derzeit nicht zu erwarten.

3.     USA und US-Dollar verlieren an Dominanz

US-Renditen sollten in nächster Zeit nur moderat steigen. Auch ein Trend in Bezug zu Euro oder US-Dollar ist nicht zu erkennen. Stattdessen zeichnet sich bereits ein paar Jahren ein globaler Trendwechsel ab, in dessen Folge der US-Dollar an Dominanz verlieren wird.

4.     Geringe Inflationsgefahren

Die globalen Zentralbanken sollten weiterhin eher zu einer lockeren Geldpolitik neigen.

5.     Krise in den Schwellenländern nicht in Sicht

Landesspezifische Risiken, wie etwa Wahlen in Argentinien oder Deleveraging in China, lassen sich durch breite Diversifikation und höhere Zinserträge abfedern.

Währungen neu denken!

Anleger, die überproportionale Ausschüttungen fordern, aber auch überschaubare Wertschwankungen tolerieren, sollten sich dem Markt für Fremdwährungsanlagen vorurteilsfrei nähern: Vergleicht man die Renditen eines beliebigen Emittenten für eine in Hartwährung und eine in lokaler Währung begebene Anleihe mit identischer Laufzeit, ist die lokale Variante sehr oft die attraktivere Alternative. Die Rendite-Spreads in Lokalwährung sind deutlich höher als bei Euro- oder US-Dollar-Denominierung und ermöglichen zusätzliche Erträge.

Robuster Investmentprozess für solide Ergebnisse

Mit einer Anlage in lokalen Währungen aus Schwellenländern und Frontier Markets können Anleger an vergleichsweise hohen Kupons partizipieren, sich die Chance auf mögliche Wechselkursgewinne sichern und schließlich ihre risikoadjustierte Rendite deutlich verbessern – sofern sie die Auswahl der Länder, Emittenten und schließlich die Selektion der Einzeltitel in einen soliden, bewährten Prozess überführen, über globale Marktzugänge und Referenzbanken verfügen und auf eine hohe Expertise im laufenden Management von Währungs- und Anleihepositionen zurückgreifen können.

Schritt 1: Quality first!

Wer Wert auf Qualität legt und von der aufwendigen fundamentalen Analyse einzelner Unternehmen absehen möchte, konzentriert sich auf supranationale, staatliche oder staatsnahe Emittenten sowie Förderbanken und Finanzinstitutionen weltweit und legt den Schwerpunkt auf lokale Währungen – ohne sich darauf zu beschränken. So benötigen Entwicklungsbanken oftmals lokale Währungen zur Kreditvergabe an Unternehmen auf dem Heimatmarkt, unter anderem für Projektfinanzierungen. Zugleich begeben andere Institutionen Hartwährungsanleihen mit attraktiven Zinssätzen, um ihren Auslandsverpflichtungen nachzukommen. 

Das grundsätzlich weltweite Auswahluniversum an Ländern und Währungen wird dabei lediglich durch etwaige Anlagebeschränkungen für ausländische Investoren, begrenzte Konvertierbarkeit oder unzureichende Liquidität für institutionelle Bedürfnisse eingeschränkt.


Anlageinstrumente

Der Schwerpunkt liegt auf liquiden und gut bewertbaren fest oder variabel verzinslichen Wertpapieren, aber auch inflationsgebundenen Anleihen.


Schritt 2: Top-down zu Land und Währung

Ist das Auswahluniversum hinreichend definiert, gibt die fundamentale Analyse der möglichen Zielländer und -währungen Aufschluss über deren Attraktivität für eine Investition. Im Interesse des Anlegers stehen neben der wirtschaftlichen Entwicklung insbesondere politischer Konsens und Stabilität. Makroökonomische Kennzahlen zur Solvenz, Liquidität und Stabilität fungieren als objektiv-quantitative Entscheidungsparameter für eine mögliche Investition.

Auf Basis der kurz- bis mittelfristigen Marktperspektiven unter Berücksichtigung von Inflationsentwicklung und etwaiger Wechselkurseffekte erfolgt die Szenario- und Performance-Simulation. 


Währungen brauchen Expertise.

Wechselkursentwicklungen von Lokalwährungen sind oftmals von anderen Einflussfaktoren abhängig als Hartwährungen. Die Bewertung des Trade-offs zwischen Zinschance und Wechselkursrisiko erfordert höchste Expertise in der qualitativen und quantitativen Analyse.


Schritt 3: Bottom-up zum Portfolio

Bei der Erstellung einer Empfehlungsliste für die Einzeltitelselektion stehen die mittelfristige Bonität der Emittenten und die Liquidität der Wertpapiere im Vordergrund. Die Analyse umfasst u. a. eine Relative-Value-Betrachtung gegenüber vergleichbaren Wertpapieren, Emittenten und Neuemissionen. Für die Auswahl einzelner Anleihen ist die lokale Zinsstrukturkurve von großer Bedeutung. In der Praxis hat sich bereits oft herausgestellt, dass längere Laufzeiten weder eine lohnenswerte Zusatzrendite noch die nötige Liquidität aufweisen, weshalb die durchschnittliche Duration des optimierten Portfolios vergleichsweise niedrig ist (derzeit unter drei Jahren).


Wer absichert, verliert.

Mit einer qualitativ hochwertigen Auswahl und einer extrem granularen Diversifikation von Emittenten, Währungen und Restlaufzeiten lassen sich die Länder-, Kredit- und Liquiditätsrisiken bereits deutlich reduzieren. Eine Absicherung der Wechselkursrisiken kostet Anleger mindestens den Renditevorteil gegenüber dem Euro. Zumeist sind aber Forward-, Swap- und Optionsmärkte nicht hinreichend entwickelt oder liquide und Absicherungen daher nur zu sehr hohen Kosten verfügbar. In Einzelfällen können Derivate dennoch zur Absicherung eingesetzt werden.


Schritt 4: Lokal anlegen, global diversifizieren

Anleger sollten eine wirklich globale Diversifikation anstreben – wer sich nur auf die größten Emerging Markets, wie etwa die BRICS-Staaten oder die Next Eleven beschränkt, vergibt nicht nur Renditechancen, sondern reduziert auch die möglichen Diversifikationseffekte.

Eine intelligente Gleichgewichtung der Währungen innerhalb definierter Marktgrößen – für Frontier Markets etwa 1 Prozent, für mittelgroße Märkte ca. 2 Prozent und für etablierte Emerging Markets rund 3 Prozent – sorgt für eine höchst granulare Risikostreuung über Länder und Emittenten. Unter diesen Bedingungen kann das Zielportfolio über 70 Währungen, mehr als 300 Emittenten und über 1000 Anleihen umfassen.


Durchhalten zahlt sich aus

Handelskosten, also die Geld-Brief-Spanne und Transaktionsgebühren, sind bei Engagements in Schwellenländern und ihren Finanzinstrumenten deutliche höher als etwa in der Eurozone. Ein intelligenter Ansatz reduziert die Handelskosten, indem Anleihen in der Regel bis zur Endfälligkeit gehalten werden.


Schritt 5: Integriertes Risikomanagement durchführen

Risikomanagement und -controlling erfordern angesichts der Anzahl der Währungen und Positionen klar definierte Prozesse und eine permanente Überwachung der Risiko- und Performance-Kennziffern.

  • Länderrisiken
  • Kreditrisiken
  • Zinsrisiken
  • Wechselkursrisiken
  • Liquiditätsrisiken
  • operationelle Risiken

Die Strategie im Überblick

Anlageziel

  • Realisierung einer höheren Rendite als in Euro-Anleihen
  • Benchmarkfreie Strategie

Investmentuniversum

  • global
  • staatliche, staatsnahe und supranationale Emittenten, Banken
  • Fokus auf Lokalwährungen aus Emerging Markets, Frontier Markets und Industrienationen

Management

  • aktiv, fundamentalanalytisch (qualitativ und quantitativ)
  • systematische Entscheidungsfindung
  • Kombination von langjähriger Expertise und mathematischer Modellierung

Ansatz

  • Fokus auf kontinuierlich hohe Ausschüttungen
  • granulare Diversifikation
  • kurze Duration
  • Endfälligkeitsansatz (Held to maturity)  

Ziele eines typischen Anlegers

  • Erzielung hoher regelmäßiger Ausschüttungen
  • Sicherung einer Chance auf Zusatzerträge durch Währungs- und Kursgewinne
  • Wertschwankungen sollten toleriert werden 

Über die Deka

Die DekaBank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen, gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften bildet sie die Deka-Gruppe. Mit Total Assets in Höhe von rund 276 Mrd. Euro (per 31.12.2018) sowie rund 4,7 Millionen betreuten Depots ist sie einer der größten Wertpapierdienstleister und Immobilien-Asset Manager in Deutschland. Sie eröffnet privaten und institutionellen Anlegern Zugang zu einer breiten Palette an Anlageprodukten und Dienstleistungen. Die DekaBank ist fest verankert in der Sparkassen-Finanzgruppe und richtet ihr Angebotsportfolio ganz nach den Anforderungen ihrer Eigentümer und Vertriebspartner im Wertpapier¬geschäft aus.

Deka Institutionell ist der Partner für institutionelle Anleger in der Deka-Gruppe. Ihr Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette professioneller Asset Management- und Kapitalmarktdienstleistungen ab. Ein betreutes institutionelles Vermögen von rund 139 Mrd. Euro spiegelt das wachsende Vertrauen professioneller Anleger in die Produkte und Leistungen der Deka wider. Das Spektrum umfasst die ganze Bandbreite des institutionellen Asset Managements und Liquiditätsmanagements sowie des Kredit- und Risikomanagements. Abgerundet wird das Angebot durch Serviceleistungen wie Master-KVG, als Kern des Asset Servicing, und Verwahrstelle.

Kontakt

Susanne Hellmann

Abteilungsleiterin Vertrieb Institutionelle Anleger
DekaBank

susanne.hellmann@deka.de
+49 (0) 69 71 47 – 87 64

Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen Wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de, erhalten.

Industrie 4.0: Individuelle Massenfertigung

Weltweit erfindet sich die Industrie derzeit neu – mit einer Produktion, die permanent digital vernetzt ist: vom Lieferanten über die Logistik bis zum Kunden im Shop. Das ermöglicht gewaltige Produktivitätsfortschritte. Wirtschaft und Arbeitswelt werden sich dadurch vollkommen verändern, so Deka Investments in Markt & Impuls. Den Beitrag finden Sie links als PDF mit Bildern.

Zwei Meter ist Justin groß und himmelblau. Er kann seine Ellbogen um 360 Grad drehen und arbeitet mühelos 24 Stunden am Stück. Seine Arme können Tonnen heben, doch der Händedruck ist sanft. Wie seine Stimme. Die Väter des Superroboters im Forschungslabor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bereiten ihn gerade für einen möglichen Einsatz auf dem Mars vor. „Er könnte dort anstelle menschlicher Astronauten die anfallenden Arbeiten erledigen“, sagt der Roboterexperte Thomas Hulin. Zudem sei Justin schlau und gut vernetzt, quasi ein Musterexemplar der neuen Robotergeneration.

Automatisierte Helfer, die nur einseitige Jobs ausführen können, werden abgelöst von neuen Maschinen, die sich zu Partnern menschlicher Kollegen entwickeln. Sie optimieren sich selbst – im Netz mit Nachbarmaschinen oder auch über die Internet-Cloud. Das Prinzip dahinter beschreibt Martin Käseberg aus dem Produktmanagement der Deka: „Die Produktion verbindet sich mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik. Daten werden aktiv genutzt, um die Massenfertigung völlig zu individualisieren.“ Ein intelligentes Werkzeug bei Siemens weiß dank eingebauter Sensoren selbst, wann es gewartet oder ersetzt werden muss, und meldet das rechtzeitig über ein Netzwerk. Ein Roboterarm reicht dem Menschen bei Daimler am Band das Werkstück genau in dem Winkel, in dem dieser es ohne Verrenkungen verschrauben kann. Oder ein Kunde konfiguriert im Internet den Turnschuh seiner Träume. Gleichzeitig nimmt ein 3-D- Drucker bei Adidas die Produktion des Unikats auf.

Weltweite Elite der Firmen

„Die vierte industrielle Revolution ist in vollem Gange“, sagt auch Käsebergs Kollege aus dem Fondsmanagement, Bernd Köcher. Es hat sich eine weltweite Elite an Firmen versammelt, von denen die entscheidende Technik für die Revolution erfunden wird: Spezialisten für Robotik, 3-D, Automatisierung und Webtechnologie. Firmen, die mit künstlicher Intelligenz, Cloud-Anwendungen und Big Data ihr Geld verdienen. Halbleiterkonzerne, die autonomes Fahren ermöglichen oder jene Kamerasysteme bauen, die Justins Augen sind. Auch Mobilitäts- und Haushaltsdienstleister oder die Entwickler vernetzter Operationsroboter gehören dazu.

Die Anwendungen nehmen täglich zu. Die Zahl der weltweit vernetzten Endgeräte und Maschinen wird laut der Unternehmensberatung PwC bis 2030 von heute 20 Milliarden auf eine halbe Billion wachsen. Die Kühlschränke, Autos, Heizungsregler, aber auch die Parkhäuser, Lkw-Flotten oder Lagerregale: Alles könnte mit allem kommunizieren. Wer diese Technik beherrsche, könne viel genauer auf den Kunden reagieren, werde leistungsfähiger und mache mehr Gewinn, sagt Fondsmanager Köcher. Denn der Ausschuss sinke durch kundengenaue Produktion und die Logistikkosten ebenfalls, wenn Maschinen und Big Data für eine bedarfssynchrone Produktion sorgten.

Logistik. In Amazons amerikanischen Logistikzentren bringen ca. 15.000 Kiva-Roboter die Regale mit den richtigen Waren zu den Packern. Sie bewegen sich völlig autonom und ohne Mittagspause und Feierabend.

Individualität auf Knopfdruck. 30 Jahre nach der Patentanmeldung durch Chuck Hall findet der 3-D-Druck seinen Weg in die breite Anwendung. Die individuelle Produktion erfolgt Sekunden nach dem Auftrag.

Das genaue Analysieren und Eingehen auf die Kundenwünsche bei Internetgiganten wie Amazon zeigen auch dem Normalverbraucher, wohin die Reise geht. Die Logistik in der Musterfabrik im kalifornischen Tracy sorgt dort schon voll vernetzt und online für optimale Lagerhaltung. Intelligente Roboter holen die bestellte Ware aus dem Hochregal, und dank Datenanalyse ist zum Beispiel absehbar, wie viele 32-Zoll-Fernseher in zwei Wochen in einem bestimmten Lager vorgehalten werden müssen. Denn die Software kennt die Kunden. Aber „auch die deutsche Industrie setzt diese Revolution schon eifrig um“, sagt Käseberg. SAP etwa stellt hoch exible Datenbanken für den neuen Datenverkehr in die Cloud, Jungheinrich baut autonome Fahrzeuge für den Fabrikverkehr, Kuka erschafft Roboterarme wie die von Justin. Unzählige Sensoren lassen Roboter wie Justin zudem wissen, wo seine Finger wann und wie stark zupacken müssen. Er sieht mit seinen Kameraaugen im weißen Gesicht, an welcher Stelle welches Werkzeug liegt, und setzt es an der richtigen Position an. Und dank selbstlernender Programme wird er täglich schlauer.

Die vier Phasen der industriellen Entwicklung

DLR-Wissenschaftler Thomas Hulin ist aber sicher: „Die Arbeit für Menschen wird nicht weniger werden.“ Wie schon bei den bisherigen industriellen Revolutionen ist zwar damit zu rechnen, dass es auch diesmal gerade bei einfachen Arbeitsgebieten zu einem Jobabbau kommt, dafür entstehen aber oft noch ungeahnte Tätigkeiten in Kundenbetreuung, Koordination oder Entwicklung. Vor der Verteilung der Arbeit besteht aber ein enormer Finanzbedarf, um innovative Technologien überhaupt zu realisieren. Laut PwC dürften allein die Investitionen in Deutschland bis 2020 jährlich 40 Milliarden Euro betragen. Für die Bundesrepublik wird das Wachstumspotenzial durch Industrie 4.0 bis 2025 aber auch auf 200 bis 425 Milliarden Euro beziffert. Eine Studie der Bank of America Merrill Lynch schätzt das Potenzial für eine zusätzliche Wertschöpfung allein durch intelligentere Roboter weltweit auf umgerechnet bis zu einer Billion Euro bis 2025.

Die großen Industrieländer Japan, USA und Deutschland hätten dabei unterschiedliche Kernkompetenzen, so Käseberg. Japaner etwa seien bei Kameratechnik und Logistik stark, US-Amerikaner bei der gewinnorientierten Datenanalyse. Facebook, Google oder Apple beweisen es.

Und die Deutschen? Dank ihrer guten Ausbildung und des industriellen Rückgrats liegen sie bei der Vernetzung der gesamten Produktionskette vorn. „Aber die USA sind der Innovationsführer. Daher gibt es dort viele Unternehmen, in die es sich zu investieren lohnt“, ergänzt Deka-Experte Köcher. „Und ich bin überzeugt: Für diese Auswahl sind wir Menschen besser geeignet als Roboter.“


Über DEKA
Die DekaBank bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften die Deka-Gruppe. Die Wurzeln der DekaBank reichen bis in das Jahr 1918 zurück, als die Deutsche Girozentrale (DGZ) entstand. 1956 wurde die Deka als Kapitalanlagegesellschaft gegründet. Aus DGZ und Deka entstand 1999 die DekaBank. Mit einem verwalteten Fondsvermögen von mehr als 208 Mrd. Euro und rund vier Millionen betreuten Depots ist die Deka-Gruppe einer der größten Wertpapierdienstleister in Deutschland.
Deka Institutionell ist der Partner für institutionelle Anleger in der Deka-Gruppe. Wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen zur erfolgreichen Implementierung von individuellen Anlagestrategien. Mit über 50 Jahren Erfahrung im Asset Management finden wir für jede Investmentherausforderung das passende Konzept. Das Spektrum umfasst die ganze Bandbreite des institutionellen Asset Managements und Liquiditätsmanagements sowie des Kredit- und Risikomanagements. Abgerundet wird unser Angebot durch Serviceleistungen wie Master-KVG als Kern des Asset Servicing und Verwahrstelle.

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