Risikodiversifikation im Cannabis-Markt

In jeder Branche, erst recht in einer jungen pulsierenden Industrie die ehemals unter Prohibition lag, sollten Investoren sich darüber bewusst sein: es gibt vielversprechende Unternehmen, die sich dominant entwickeln, es gibt Unternehmen die über die hohen Ambitionen stolpern und letztendlich verschiedenste Gründe für das Scheitern eines Unternehmens, das augenscheinlich ein Erfolgsmodell hätte sein sollen, erklärt Daniel Stehr, Geschäftsführer und Initiator der ws-hc.

Das Interessante an Investments in die Cannabis-Industrie ist unter anderem die Vielfalt der Industriezweige, die mit Hanf in Verbindung kommen.

Es scheint mit der Kultivierung der Hanf Pflanze in der Agrarindustrie zu beginnen. Aber schon bevor die Pflanze unter freiem Himmel, in Gewächshäusern oder in geschlossenen Plantagen heranwächst, beginnt das industrielle Interesse.

Firmen wie Village Farms, spezialisiert auf Greenhouse-Techniken, profitierten ebenso von der frühindustriellen Entwicklung von Cannabis wie Hanf-Samen Produzenten, sogenannte Seed Banks, die optimale Genetik entwickeln.

Weitergehend bleibt die Distribution von Cannabis eine Herausforderung, die allerdings durch hohe Gewinnspannen lockt. Können Firmen nationale Absatzmärkte erschließen, haben sie einen Fuß in der Tür, die für viele weitere Teilnehmer der Industrie vorerst verschlossen bleibt. Für das nötige Lobbying werden renommierte und qualifizierte Personen akquiriert, wie bei beispielsweise Joschka Fischer, der für das Cannabis-Unternehmen Tilray im Beirat sitzt.

Das Retail Geschäft in Nordamerika ist ebenso beachtungswürdig. So entstehen in den Bundesstaaten der USA, die Cannabis vollumfänglich legalisiert haben, wöchentlich neue Dispensaries, sogenannte Cannabis-Fachgeschäfte. Apotheken ähnelnde Shops beraten über die Wirkspektren der verschiedenen Cannabinoide und erinnern vom Design teils an Applestores. Selbst redend bei diesem Thema bilden sich beachtliche Schlangen vor den Stores, die die kostspieligsten Stadtteile erobern.

In der Pharmazie, somit in der Entwicklung neuer Medikamente durch die Bio-Tech Industrie, bewegt sich gegenwärtig auch einiges. Dutzende Unternehmen forschen an Cannabinoid-haltiger Medikation, es laufen derzeit hunderte klinische Studien zu Präparaten für nahezu alle medizinische Fachbereiche. Zuletzt gelang es GW Pharmaceuticals und Tetra-Bio-Pharma eines ihrer Medikament in Nordamerika durch die FDA zuzulassen.

Im Segment Green Technologies, in der Hanfbranche also die Bio-Rohstoff Weiterverarbeitung, gibt es ebenso beachtliche Entwicklungen. Hempco Cananda ist vergangenes Jahr von Aurora Cannabis akquiriert worden und veranschaulicht bildlich sehr deutlich die vielseitigen Einsatzbereiche von Samen, Blüten, Blättern, Schäben und Fasern - somit der Bio-Masse aus Hanf.

In der Zulieferer Branche gibt es verschiedenste Kreise, die in Berührung kommen. Ernte- und Weiterverarbeitungs- sowie Extraktions-Technik, Nährmittelhersteller und auch die Chemieindustrie, die mit Hanföl teils auch Rohöl ersetzen kann, sowie viele weitere Spezialisten.

Letztendlich kann in der Risikodiversifikation auch das Peoples Business eine tragende Rolle spielen, denn Unternehmen werden natürlich von Ihrem Management Board direkt beeinflusst. Menschen wie Cam Battley von Aurora Cannabis, Peter Miller von Slang, Charlie Bachtell von Cresco Labs, Michael Gorenstein von Cronos Group, Alan Bronchstein von 420 Investors, um nur einige zu nennen, sind tragende Persönlichkeiten in Ihren Kreisen und teils der gesamten Branche.


Die ws-hc Stehr & Co Hanf Consulting UG recherchiert und analysiert das gesamte Potenzial des vielseitigen Anlageuniversums der globalen Hanf-Industrie. Zur Risikodiversifikation einer Investition in die Hanfbranche, bedarf es einer breiten Streuung in die Wertschöpfungskette des Hanfs: Anbau, Lizenzen & Patente, Distribution, Forschung, Technologie und Pharmazie. Der erste deutsche aktiv gemanagte Hanf Aktienfonds ws-hc Fonds – Hanf Industrie Aktien Global (WKN A2N84J) bietet seit dem 3.12.2018 eine mögliche Investmentlösung an. Weitere Informationen auf ws-hc.de.

Über Daniel Stehr

Daniel Stehr ist Geschäftsführer und Initiator der ws-hc. Bereits Ende der 90`er Jahre hat Herr Stehr seine ersten internationalen Erfahrungen mit dem Handel der bekannten Titel der New Economy (NASDAQ Chicago) sammeln dürfen. Seit nun zwei Jahrzehnten hat er sich seine Expertise in der nationalen und internationalen Finanzbranche aufgebaut. Im Kundenauftrag hat Herr Stehr bereits zahlreiche Investitionen in die Hanf-Branche Nordamerikas begleitet.

Dies ist Teil 5 der Serie von ws-hc. Weitere Teile finden Sie hier: