Sustainable Finance stärken, Taxonomie schärfen, soziale Aspekte integrieren

Das wachsende Engagement für mehr Nachhaltigkeit im Finanzmarkt ist nicht zu übersehen. Am 2. September 2019 haben die Organisationen FNG, CRIC, ÖGUT und ökofinanz21 eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht, die sich an die politischen Entscheidungsträger in Berlin, Brüssel und Wien richtet. Das Positionspapier weist auf spezielle Aspekte in den aktuell laufenden Verhandlungen zur Taxonomie für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten im Rahmen des EU-Aktionsplans zu Sustainable Finance hin. Die Evangelische Bank unterstützt die Positionen der gemeinsamen Stellungnahme ausdrücklich. Als Vorstandsvorsitzender der nachhaltig führenden Kirchenbank Deutschlands, des spezialisierten Finanzpartners der Kirchen, Diakonie, Caritas, Freien Wohlfahrtspflege sowie der Sozial- und Gesundheitswirtschaft, betont Thomas Katzenmayer ergänzend zwei Aspekte:

Erfolg = Ökologie, Ökonomie UND Soziales

„Die Nachhaltigkeitstaxonomie der EU ist bis zum jetzigen Stand der Verhandlungen auf ökologische Kriterien für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten fokussiert. Dies ist vor dem Hintergrund des Klimawandels und der ehrgeizigen politischen Ziele insbesondere zur Reduktion von Treibhausgasen folgerichtig. Jede Maßnahme, die zum Schutz der Umwelt beiträgt, ist dringend geboten. Die Wirtschaft insgesamt muss sich zukünftig noch stärker auf Ressourcenschonung und Klimaschutz ausrichten. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst. Dennoch umfasst unser ganzheitliches Nachhaltigkeitsverständnis weit mehr als die Frage der Ökologie. Insbesondere sozial-ethische Aspekte müssen neben der Ökologie zum integralen Bestandteil der EU-Taxonomie werden. Nachhaltigkeit lässt sich nicht eindimensional begreifen. Das Geschäftsmodell der Evangelischen Bank zeigt, dass die strategische Integration von allen drei Aspekten der Nachhaltigkeit zum Erfolg führt. Wir sind überzeugt, dass Unternehmen langfristig umso erfolgreicher sind, je konkreter und ernsthafter sie die drei Säulen der Nachhaltigkeit als Gesamtheit in ihre Geschäftsprozesse integrieren.

Nachhaltigkeits-Know-how als Fundament

Uns ist die Komplexität bewusst, die mit der Festlegung einer EU-Taxonomie verbunden ist. Unabhängig davon, wie die Verhandlungen auf EU-Ebene fortgeführt werden und zu welchen inhaltlichen Verschiebungen es noch kommt – letztlich sind alle Finanzmarktakteure, Kunden und die breite Öffentlichkeit aufgefordert, die gesellschaftlich notwendigen und zukunftsgerichteten Impulse zu setzen. Informationen, die für soziale und ökologische Themen sensibilisieren, sollten gut, umfassend und transparent verfügbar sein. Die Evangelische Bank nimmt bereits jetzt die kommunikative Aufgabe engagiert wahr und informiert regelmäßig ihre Stakeholder über das eigene umfassende Nachhaltigkeitsengagement. Für unsere Kunden wie für unsere Mitglieder nehmen wir uns viel Zeit, um die vielschichtigen Aspekte der Nachhaltigkeit im Produkt- und Dienstleistungsangebot der Evangelischen Bank zu erläutern. Zugleich ist uns bewusst, dass sich unsere institutionellen Kunden wie auch wir selbst als Evangelische Bank mit Blick auf die Integration von Nachhaltigkeit stetig und dynamisch verbessern können. Deshalb werden wir künftig noch verstärkt mit nachhaltigkeitsrelevanten Themen an Kunden und Öffentlichkeit herantreten und so zu einem kontinuierlichen Wissensaufbau und zur Sensibilisierung im Finanzumfeld beitragen. Denn unser Anspruch ist klar: die Evangelische Bank ist DIE Nachhaltigkeitsbank.“


Die Evangelische Bank eG

Die Evangelische Bank eG ist ein genossenschaftlich organisiertes, nachhaltiges Kreditinstitut. Als moderner Finanzdienstleister bietet sie Spezial-Know-how und umfassende Finanzlösungen für den kirchlich-diakonischen und sozialen Bereich. Mit einer Bilanzsumme von 7,7 Mrd. Euro ist die Evangelische Bank eG die größte Kirchenbank und zählt zu den zehn größten Genossenschaftsinstituten in Deutschland. Die Evangelische Bank ist als nachhaltig führende Kirchenbank Deutschlands Finanzpartner der Kirchen, Diakonie, Caritas, Freien Wohlfahrtspflege und der Sozialwirtschaft sowie aller privaten Kunden mit christlicher Werteorientierung.
Rund 440 Mitarbeiter betreuen bundesweit etwa 19.000 institutionelle Kunden und ca. 72.000 private Kunden an 13 Standorten.