LFDE führt Klimastrategie ein und verschärft Kraftwerkskohlestrategie

Der aktive französische Vermögensverwalter La Financière de l’Echiquier (LFDE) führt eine ehrgeizige Klimastrategie ein und passt seine Klimaschutzpolitik an. Die Klimastrategie umfasst neun Verpflichtungen, um Kunden und Unternehmen über die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) hinaus zu mobilisieren.

Neun Verpflichtungen für einen Paradigmenwechsel

Als Reaktion auf die dringende Klimaproblematik wendet LFDE, Vorreiter im Bereich verantwortungsbewusste Investments in Frankreich, eine pragmatische und transparente Klimastrategie an, die einmal im Jahr überprüft und überarbeitet wird. Diese ehrgeizige Strategie umfasst die Schulung des Verwaltungsrats und der Geschäftsführung von LFDE sowie der gesamten Teams in den Bereichen Finanzen und Klimaschutz, um Klimaschutzaspekte in allen Geschäftsbereichen und bei allen Entscheidungen des Unternehmens zu berücksichtigen. Der Umfang der Klimastrategie ist identisch mit der Strategie zur Berücksichtigung der Kriterien Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG).

Um die Klimarisiken, denen LFDE ausgesetzt ist, besser beherrschen zu können, wird LFDE die physischen Risiken sowie die Übergangsrisiken seiner SRI-Fonds bis Ende 2021 und aller anderen Fonds bis Ende 2022 messen. Die Messung des CO2-Fußabdrucks bei sämtlichen Portfolios wird auf den Bereich 3 ausgedehnt und die Messung des grünen Umsatzanteils wird an die europäische Taxonomie angepasst. Diese Maßnahmen werden Ende 2021 umgesetzt.

Die Klimastrategie von LFDE basiert auf einer unternehmenseigenen Rating-Methode, welche die „Klimareife“ ermittelt. Diese bezieht sich auf die Governance von Unternehmen, ihr Engagement für Klimaschutz sowie eine gerechte Klimawende. Anhand dieser Rating-Methode kann LFDE die Klimaqualität der Emittenten einschätzen und diejenigen für ein Investment auswählen, die beim Klimaschutz bereits auf einem guten Weg sind.

Um Unternehmen zu mobilisieren, konsolidiert LFDE sein Engagement, indem es die Klimaprioritäten seiner Abstimmungspolitik verstärkt, Klimaschutzthemen systematisch in den Dialog mit Unternehmen einbezieht und seine Anforderungen gegenüber den Sektoren mit den meisten Emissionen im Rahmen einer strengen CO2-Politik erhöht.

Um seine Kunden bei der Umstellung der Verwaltung ihres Sparvermögens zu mobilisieren, bietet LFDE pädagogische Initiativen an, u.a. eine spezifische Unterstützung bei der Berücksichtigung von Themen rund um den Klimaschutz.

Das Engagement bei Unternehmen und Kunden wird durch ein jährliches Klimaschutz-Seminar ergänzt. Diese Initiative am Finanzplatz Paris, bei der angesehene Klimaexperten zusammenkommen, soll den Austausch über vorbildliche Praktiken fördern.

Vollständiger Ausstieg aus Kraftwerkskohle bis 2030

Im Rahmen seiner Klimastrategie verpflichtet sich LFDE außerdem, Kraftwerkskohle bis 2030 vollständig von seinen Investments auszuschließen, indem es strenge und progressive Beschränkungen im Einklang mit den Entwicklungen der Global Coal Exit List der deutschen NGO Urgewald anwendet. Die Kraftwerkskohlestrategie von LFDE wird seit Januar 2021 durch die Anwendung einer strengeren Ausschlusspolitik umgesetzt, die bisher nur den Ausschluss von Unternehmen aus dem Bereich der Kraftwerkskohleförderung mit einer Ausschlussgrenze von 5% des Umsatzes vorsah.

Seit dem 1.1.2021 investiert LFDE nicht mehr in Unternehmen,

  • die neue Projekte im Zusammenhang mit dem Einsatz von Kraftwerkskohle entwickeln.
  • die mehr als 5% ihres Umsatzes mit der Förderung von Kraftwerkskohle erwirtschaften (ein Ausschlusskriterium, das bereits seit 2018 angewendet wird) oder die mehr als 20% ihres Umsatzes im Zusammenhang mit Kraftwerkskohle erwirtschaften.
  • Ausgeschlossen sind auch Unternehmen, die Strom auf der Basis von Kraftwerkskohle erzeugen, der 20% ihres Energiemix bzw. 10 Millionen Tonnen pro Jahr übersteigt oder deren Kraftwerkskapazität 5 GW übersteigt.

Diese Kraftwerkskohlestrategie geht mit einer Verstärkung der aktiven Aktionärspolitik einher.

„La Financière de l’Echiquier engagiert sich seit 30 Jahren für verantwortungsbewusstes Investieren. Unser Ziel ist es nun, ein Referenzakteur in den Bereichen Finanzen und Klimaschutz zu werden. Die Vermögensverwaltung spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Erderwärmung zu bekämpfen und das Kapital zu den engagiertesten Unternehmen zu leiten. LFDE verfolgt das Ziel, eine treibende und innovative Kraft zu sein, um einen echten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, sagt Bettina Ducat, CEO von LFDE.

„Da die dringende Klimaproblematik, mit der wir derzeit konfrontiert sind, die Unternehmen zur Anpassung ihres Geschäftsmodells zwingt, achten wir noch stärker auf die Unternehmenspolitik im Bereich Klimaschutz unserer Beteiligungen und verstärken auch unser Engagement bei den Unternehmen. Unsere Anforderungen spiegeln die Anforderungen wider, die LFDE an sich selbst stellt“, ergänzt Olivier de Berranger, CIO und stellvertretender CEO bei LFDE.


Für mehr Informationen über die Klimastrategie von LFDE klicken Sie hier: https://bit.ly/2OruDli Für mehr Informationen über die Kraftwerkskohlestrategie von LFDE klicken Sie hier: https://bit.ly/3cUXeJf

Über LFDE – www.lfde.com

LFDE hat sich seit ihrer Gründung 1991 zu einer der bedeutendsten und dynamischsten Fondsgesellschaften Frankreichs entwickelt. Kernkompetenzen: Investments in europäische und internationale börsennotierte Unternehmen. LFDE nutzt ihre überzeugungsbasierte Managementexpertise, um institutionellen Investoren, Vertriebsgesellschaften und Privatanlegern nachhaltige Lösungen anzubieten, die eine Wertsteigerung der Kundeninvestments ermöglichen. LFDE ist in Deutschland, Spanien, Italien, der Schweiz und in den Benelux-Ländern vertreten und verwaltet zum 31.12.2020 Vermögen in Höhe von 12 Mrd. Euro. LFDE ist Unterzeichner der UNPRI-Grundsätze und des Carbon Disclosure Project und gehört zur Primonial-Gruppe, dem unabhängigen Marktführer in den Bereichen Entwicklung und Verwaltung von Anlagelösungen und Anlageberatung in Frankreich.