FvS Vermögenspreisindex Q2 2015: Vermögenspreisinflation setzt sich fort

Das Flossbach von Storch Research Institute veröffentlicht heute den aktuellen FvS Vermögenspreisindex Q2 2015 „Vermögenspreisinflation setzt sich fort“. Den vollständigen Bericht erhalten sie links als PDF mit Grafiken.

Die Kernaussagen sind:

Abstand zwischen Verbraucher- und Vermögenspreisen weiterhin auf Rekordniveau
Die Vermögenspreisinflation bleibt zum Ende der ersten Jahreshälfte mit +6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zwar auf einem hohen Niveau, fällt aber im Vergleich zu Q1 (+7,3 Prozent) moderater aus. Grund hierfür ist der Rückgang der Verteuerungsrate der Vermögenspreise des Finanzvermögens von +6,6 Prozent auf +2,5 Prozent. Die Verbraucherpreise haben sich im Vergleich zum Vorjahresquartal nur um 0,5 Prozent erhöht und die Produzentenpreise sind sogar um 1,4 Prozent gefallen.

Preiseinbruch beim Finanzvermögen insbesondere bei Aktien
Der starke Preisanstieg vom Jahresanfang hat sich beim Finanzvermögen größtenteils durch den Einbruch im laufenden Quartal relativiert. Die gemessene Inflationsrate des Aktienvermögens reduzierte sich von +21,3 Prozent auf +9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im gleichen Zeitraum sind die Preise für Rentenwerte mit +0,4 Prozent fast unverändert.

Ungebremster Preisanstieg für Sammel- und Spekulationsgüter
Sammel- und Spekulationsgüter verzeichnen mit +27,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal die höchste Verteuerungsrate. Immobilienvermögen stieg um 5,7 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal an und langfristige Verbrauchsgüter weisen mit 0,4 Prozent einen sehr geringen Preisanstieg aus. Die Inflation des Betriebsvermögens stieg um +14,2 Prozent.

Fortsetzung der Divergenz der Vermögenspreise bei unterer Mittelschicht
Mit 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal steigen bereits seit mehreren Jahren die Vermögenspreise der unteren Mittelschicht langsamer als die der übrigen deutschen Bevölkerungsgruppen. Ursachen hierfür sind die hohen Vermögensanteile von langfristigen Verbrauchsgütern (22,3 Prozent) sowie von Spar- und Sichteinlagen (39,4 Prozent). Es kommt dadurch im unteren Bereich der Haushaltsverteilung immer mehr zu einer Divergenz der Vermögenspreise.