GAM Marktkommentar: Nachrangige Anleihen versprechen dank hoher Kupons auch 2015 stabile Wertentwicklung

Nachrangige Anleihen dürften auch 2015 anhaltende Wertzuwächse erbringen. Dieser Ansicht ist Jeremy Smouha von ATLANTICOMNIUM S.A., Fondsmanager des GAM Star Credit Opportunities. „Gerade die hohen Kupons sollten bei nachrangigen Anleihen für stabilere Renditen sorgen als bei Staatsanleihen und normalen Unternehmensanleihen, die sensibler auf das Zins- und Konjunkturumfeld reagieren“, erklärt er. In ausgewählten Papieren könnten Investoren in diesem Bereich Kupons von durchschnittlich rund sechs Prozent realisieren. Dadurch seien nachrangige Anleihen auch gegenüber möglichen Zinsbewegungen im kommenden Jahr gut gewappnet. „Die Zinsen werden in Europa noch für längere Zeit niedrig bleiben, und auch in den USA eher langsam steigen. Die Kupons nachrangiger Anleihen dürften daher gegenüber dem Libor weiterhin höchst attraktiv bleiben“, so Smouha.

Anleihen aus dem Finanzsektor dürften von der strengeren Regulierung und der gestärkten Kapitalbasis der Emittenten profitieren. Jeremy Smouha erwartet, dass sich diese Entwicklung auch in den Preisen positiv niederschlagen wird. „Zudem rücken viele ältere Anleihen durch Emissionen wie die neuen Contingent Capial Bonds – kurz CoCos – in der Kapitalstruktur nach oben“, betont er. 

Den detaillierten Marktkommentar entnehmen Sie bitte dem angehängten englischsprachigen Dokument. 

Aufgrund der anstehenden Festtage wird es in den nächsten Wochen keine Marktkommentare geben. Die nächste Ausgabe erhalten Sie dann wieder am 12. Januar.  

Bis dahin wünschen wir Ihnen ein frohes Weihnachtsfest, besinnliche Festtage und einen guten Start ins neue Jahr. 

ergo Kommunikation
Holger Nacken
Tel: + 49 221 91 2887 59
holger.nacken@ergo-komm.de

AXA IM stellt den AXA WF US Dynamic High Yield Bonds vor

Neuer Fonds kombiniert direkte Investments in Hochzinsanleihen mit dem Verkauf von Kreditausfallversicherungen (CDS), um das Ertragspotenzial zu optimieren.

AXA Investment Managers (AXA IM) hat in Deutschland die Vertriebszulassung für den neu aufgelegten AXA WF US Dynamic High Yield Bonds erhalten. Der Fonds ermöglicht durch die direkte Investition in Anleihen zusammen mit einem CDS-Overlay, also dem Verkauf von Credit Default Swaps, ein flexibles Engagement am US-amerikanischen High Yield-Markt. Mit der Strategie strebt das Fondsmanagement an, die potenzielle Rendite im Vergleich zu herkömmlichen US-High-Yield-Fonds zu verbessern. Der neue Fonds vervollständigt zusammen mit den schon länger bestehenden US Short Duration- und US Core High Yield-Fonds die Palette aus Fonds für US-amerikanische Hochzinsanleihen, mit denen AXA IM die unterschiedlichen Bedürfnissen und Risikotoleranzen der Anleger unterstützt.

Carl „Pepper“ Whitbeck, Fondsmanager des AXA WF Dynamic High Yield Bonds, erklärte dazu: „Wir sind der Meinung, dass die derzeitige Marktvolatilität Chancen für die Investition in US-amerikanische Hochzinsanleihen bietet. Der flexible Ansatz des Fonds ermöglicht es uns, unser Hochzins-Engagement zu optimieren und so unseren Top-Down-Ansatz zu untermauern. Diese neue Strategie baut auf unserer vorhandenen US Core High Yield-Strategie auf, zielt aber durch das CDS-Overlay auf ein höheres Ertragspotenzial sowohl in neutralen als auch Haussemärkten ab, wobei die Volatilität jedoch näher am allgemeinen High-Yield-Markt orientiert ist.“

Der AXA WF US Dynamic High Yield investiert in einen Korb unterschiedlicher hochverzinslicher US-Dollar-Anleihen, wobei der Fondsmanager gezielt in Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen und sich verbessernden Fundamentaldaten investiert. Im Vergleich zur traditionellen US Core High Yield-Strategie von AXA IM besitzt dieser Fonds weniger Positionen, damit Einzelpositionen gezielter in die von den AXA-IM-Analysten als besonders aussichtsreich eingestuften Werte  eingegangen werden können. Gleichzeitig soll die vergleichsweise geringe Anzahl von Positionen es dem Fondsmanagement ermöglichen, schneller auf Marktbewegungen zu reagieren. Darüber hinaus ist der Fonds in der Lage, CDS auf einzelne Emittenten zu verkaufen, um zugleich die Leverage zu erhöhen und eine positive Meinung über die Entwicklung dieser Emittenten zum Ausdruck zu bringen.

Der AXA WF US Dynamic High Yield ist eine in Luxemburg ansässige SICAV. Der Fonds wurde im Januar 2014 mit einem Anfangskapital von 100 Millionen US-Dollar gelauncht. Der Fonds besitzt Anteilsklassen für Privatkunden und institutionelle Anleger. 


- ENDE -

Kontakt
Daniela Hamann
daniela.hamann@axa-im.com  
+49 (0)69 90025 2108 

Holger Handstein
holger.handstein@ergo-komm.de
+49 (0)221 912887-90                   

AXA Investment Managers
AXA Investment Managers Paris SA (AXA IM) ist ein Multi-Experte in der Vermögensverwaltung und gehört zur AXA-Gruppe, einer der größten internationalen Versicherungsgruppen und bedeutendsten Vermögensmanager der Welt. AXA IM ist mit rund 607 Mrd. Euro (Stand: September 2014) verwaltetem Vermögen einer der größten in Europa ansässigen Asset Manager. Mit gut 2.400 Mitarbeitern ist AXA IM weltweit in 21 Ländern tätig.

Multi-Experte
Als Multi-Experte im Asset Management ist AXA IM in der Lage, Investmentlösungen in allen Assetklassen optimal gemäß den Kundenbedürfnissen zu kombinieren und damit einen signifikanten Mehrwert zu erzielen. Das Ziel von AXA IM ist es, in jedem Bereich Marktstandards zu setzen und eine führende Position einzunehmen. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Spezialisierung, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit der Fondsmanager für eine nachhaltige Performance unerlässlich sind. Deshalb entwickelt das Unternehmen überall dort Expertenteams, wo es über klare Wettbewerbsvorteile verfügt.

Weitere Informationen zu AXA Investment Managers unter www.axa-im.de 

Allgemeine Hinweise: Die hier von AXA Investment Managers Deutschland GmbH bereitgestellten Informationen stellen kein Angebot zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung von Fondsanteilen bzw. Finanzinstrumenten oder ein Angebot für Finanzdienstleistungen dar. Ein Kauf von Fondsanteilen erfolgt ausschließlich auf Basis der jeweils gültigen Verkaufsprospekte und den darin enthaltenen Informationen. Die Verkaufsprospekte, wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) und Jahres- und Halbjahresberichte erhalten Sie kostenlos für Deutschland bei AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Bleichstraße 2-4, 60313 Frankfurt/Main oder unseren Vertriebspartnern sowie unter www.axa-im.debzw. für Österreich bei der jeweiligen Zahl- und Informationsstelle sowie unter www.axa-im.at. Verwendung: Dieses Dokument dient ausschließlich der Presseinformation. Wir weisen dringend darauf hin, dass diese Pressemitteilung nicht den Anforderungen der Richtlinie 2004/39/EG (MiFID) und der zu dieser ergangenen Richtlinien und Verordnungen sowie des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) und der Wertpapierdienstleistungs- Verhaltens- und Organisationsverordnung (WpDVerOV) entspricht. Das Dokument ist damit für jegliche Form des Vertriebs, der Beratung oder der Finanzdienstleistung, insbesondere durch Wertpapierdienstleistungsunternehmen, nicht geeignet. Haftungsausschluss: Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen, Daten und Zahlen beruhen auf unserem Sach- und Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen wird nicht übernommen.

Deutsche Asset & Wealth Management Survey Reveals Opportunities and Challenges in Alternatives Marketplace

Alternative investments remain squarely in the growth phase, with investors across the globe looking beyond absolute returns as they seek to incorporate liquidity needs, regulatory status and transparency when weighing their alternatives allocation decisions. Meanwhile, the definition of what constitutes an alternative investment continues to vary by region and, to a greater extent, by organization type. These dynamics create opportunities and challenges for helping investors fully understand their potential alternatives contributions.

These were among the key findings of a new Deutsche Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) survey of investors. “The Alternative Perspective – 2014 Global Survey of Investors in Alternatives” surveyed 373 investment executives from a diverse set of organizations in Europe, Asia-Pacific and the Americas.

“Alternative investments have come into their own, taking a core position in an increasing number of portfolios. More than half of the Deutsche AWM clients whom we surveyed plan to increase their portfolio exposure to these asset classes, with funding most likely to come from cash and fixed income rather than from a reallocation between the various sub-sectors within the alternatives space,” said Dario Schiraldi, Deutsche AWM’s Head of Global Client Group. “Our 2014 Alternative Perspective survey points to a number of ways for alternative investments to validate and expand their role in asset allocation and risk management.”

The survey’s key findingsi include:

  • Investors look beyond absolute returns. While investors expect private equity primaries, single strategy hedge funds, private infrastructure and private real estate to outperform, our survey reveals that liquid alternatives, multi-strategy hedge funds and private equity secondaries may command larger flows, as investors increasingly focus on factors other than absolute returns.
  • Liquidity needs send investors down different paths. Liquidity needs vary by organization type and region. Going forward, investors with high liquidity needs will increasingly turn to the expanding universe of liquid alternatives, while those with low liquidity needs will seek to capitalize on that flexibility in the form of higher potential rewards or better fee terms.
  • Alternatives are in the eye of the beholder. Differences in the way firms define alternative investments are evident across regions, organization types and experience levels. As firms increasingly come to recognize the specific contributions each alternative asset class can bring to portfolio diversification, each could potentially earn its own allocation, as opposed to competing with each other for space within an overall alternatives alocation.
  • ESG is rising in importance. Nearly half of the respondents indicated that Environmental, Social and Governance criteria play some role in their alternative investment process, with ESG implementation most evolved in Europe, followed by North America. As ESG takes on a larger role, firms will develop more structured frameworks for choosing managers who implement these criteria.
  • One size doesn’t fit all when it comes to growth. Asia-Pacific arguably offers the most growth opportunity. Respondents from Asia-Pacific overwhelmingly say that they look to alternative asset classes to decrease correlations and improve diversification, versus their Americas and Europe counterparts, who use alternatives for a broad range of reasons ranging from risk reduction to returns enhancement.
  • Fee pressure is likely to intensify. Fee negotiation is becoming more commonplace, with investors pushing for better terms based on arguments including being a Day 1 investor and large ticket sizes. Investors across regions and organization types say that the most persuasive argument for a reduction in fees is industry standard pressure.

Methodology
Deutsche AWM fielded the 2014 Global Survey of Investors in Alternatives between March and April 2014. The global survey received responses from 373 Deutsche AWM clients, including investment executives at banks, broker/dealers, corporate and public pensions, foundations and endowments, family offices, funds of funds, independent wealth managers and high net worth individuals, insurance companies, investment consultants and sovereign wealth funds, among others. Respondents ranged from organizations with less than USD 500 million in total assets under management to firms with greater than USD 20 billion. The largest percentage (27%) manages assets between USD 1 billion to USD 5 billion. Fifty seven percent of respondents are from Europe, followed by the Americas (35%) and Asia-Pacific, excluding Japan (8%).

Deutsche Asset & Wealth Management
With USD 1.27 trillion of assets under management (as of September 30, 2014), Deutsche Asset & Wealth Management* is one of the world's leading investment organizations. Deutsche Asset & Wealth Management offers individuals and institutions traditional and alternative investments across all major asset classes. It also provides tailored wealth management solutions and private banking services to high-net-worth individuals and family offices.

*Deutsche Asset & Wealth Management is the brand name of the Asset Management and Wealth Management division of the Deutsche Bank Group. The legal entities offering products or services under the Deutsche Asset & Wealth Management brand are listed in contracts, sales materials and other product information documents.

General Disclosures
Survey information as of April 2014. This material is provided for informational purposes only. It is not an offer or solicitation to buy or sell any securities.
i These findings represent an aggregation of responses from respondents of the Deutsche AWM 2014 Global Survey of Investors in Alternatives and do not reflect or represent the views or opinions of Deutsche Bank AG.
© 2014 Deutsche Asset & Wealth Management. All rights reserved. I-036821-1.0

For further information, please call:

Deutsche Bank AG
Press & Media Relations

Name: Konstantin Shishkin
Phone: +1 212 250 0128
E-Mail: konstantin.shishkin@db.com

Name: Tim-Oliver Ambrosius
Phone: +49 (69) 910 42648
E-Mail: tim-oliver.ambrosius@db.com

Name: Nick Probert
Phone: + 44 (20) 754 71605
E-Mail: nick.probert@db.com

Credit Suisse Investorletter: Globalisierung und Innovation: Was ist ihr Einfluss auf die Branche für Sicherheit, Schutz und Prävention?

Liebe Leserinnen und Leser,

seit dem Fall des Eisernen Vorhangs Ende 1989 ist die Welt zusammengewachsen. Politische Grenzen haben sich geöffnet sowie Wirtschaftsströme verstärkt und beschleunigt. Durch das Internet sind wir weltweit digital enger zusammengerückt. Diese Veränderungen sind aber auch mit Verwerfungen verbunden, die positive als auch negative Folgen haben: Einerseits hat uns die Globalisierung geholfen, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen und Milliarden von Menschen durch starkes Wirtschaftswachstum aus dieser verheerenden Falle zu befreien. Andererseits kann der schnelle Wandel zu unerwarteten Schocks führen, welche unsere Zivilgesellschaften spalten könnten.

In diesem Artikel möchten wir analysieren, welche Chancen und Risiken sich aus der Globalisierung und Vernetzung ergeben. In einem zweiten Schritt wollen wir aufzeigen, welche Risiken bei der Vernetzung drohen, dargestellt bei einer plötzlichen Störung der Strominfrastruktur. Darüber hinaus gehen wir auf die Frage ein, warum wir uns um Innovationen und ihre möglichen Risiken Gedanken machen sollten, und zum Abschluss zeigen wir die möglichen Konsequenzen für langfristig orientierte Anleger im Sicherheitsbereich auf.

Den vollständigen Bericht entnehmen Sie bitte dem Anhang.

Vorteile hausinterner Bewertung von Real Assets für Investoren

Hamburg, 15. Dezember 2014. In der „neuen Normalität“ niedriger Zinsen für sichere Bonds und hoher Bewertung für Eigenkapitaltitel wie Aktien stellt sich immer öfter die Frage nach alternativen Investmentstrategien. Diese sollen nicht nur den Rendite- und Risikoprofilen institutioneller Investoren entsprechen, sondern zudem stabile Cashflows generieren und die Möglichkeit bieten, von den langfristigen Makro-Trends zu profitieren. In diesem Umfeld gewinnen Investitionen in Real Assets, die diese Eigenschaften mitbringen, im Vergleich zunehmend an Attraktivität.

Der Unterschied zwischen Real Assets und Financial Assets lässt sich am besten daran festmachen, dass es sich bei Real Assets um eine Investition in Sachanlagen handelt, deren Geschäftsmodell von den Geschehnissen auf den Finanzmärkten nicht in direkter Weise abhängig ist. Beispiele hierfür können Investitionen in Solar- und Windparks sein oder aber in forst- und agrarwirtschaftlich genutzte Flächen, wie etwa der Erwerb von Farmen, die sich auf die Produktion von Milch, Fleisch, Weizen oder anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen spezialisiert haben. Diese Investitionen stellen Anleger jedoch vor die Herausforderung, dass die Auswahl der interessanten Investitionsobjekte sowie deren Betrieb und eine eventuelle spätere Weiterveräußerung spezifisches Fachwissen erfordert, das zunächst einmal auf Seiten des Investors aufgebaut werden müsste.

Identifikation geeigneter Assets erfordert Fachwissen

Eine Alternative dazu kann die Beauftragung eines auf Real Assets spezialisierten Asset-Managers sein. Doch nicht für alle Anlageklassen, die im Bereich der Real Assets eine Rolle spielen, sind in gleichem Maße spezialisierte Asset-Manager am Markt vertreten. Selbst wenn für alle für einen Investor interessanten Asset-Klassen ein Investment-Manager gefunden werden kann, verbleibt der Umstand, dass Wert- und Performance-Informationen aufgrund der unterschiedlichen Geschäftsmodelle nicht in gleicher Form zur Verfügung stehen oder gegebenenfalls inhaltlich nicht vergleichbar sind.

Abhilfe kann hier die Beauftragung von Experten schaffen, die Erfahrungen mit einer Vielzahl von Asset-Klassen gesammelt haben und über alle Asset-Klassen eine konsistente Methodik der Analyse anwenden. Diese Expertise kann sowohl beim Ankauf oder bei der Veräußerung von Real Assets zum Tragen kommen als auch während der Haltephase, in der dann stets alle Informationen zur Verfügung stehen, die als Grundlage der Ankaufentscheidung dienten. Im besonderen Interesse steht dabei natürlich der Wert des Assets, in das investiert wurde. Dieser Wert, der von der Kapitalverwaltungs-gesellschaft regelmäßig berichtet wird, ist zusammen mit der Dividende der zentrale Gradmesser für den Erfolg der Investition.
 
Externe versus interne Bewertungsmodelle

Für die Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG), die diese Informationen ermitteln muss, stellt sich daher die Frage nach der Art und Weise der Datenerhebung. Eine Möglichkeit ist es, regelmäßig unabhängige externe Experten zu beauftragen, die sich auf die Analyse und Bewertung von Real Assets eines bestimmten Typs spezialisiert haben. In diesem Fall muss die KVG jedoch in der Lage sein, die erzielten Ergebnisse zu plausibilisieren – es ist also nicht möglich, den gesamten Analyseprozess auf den externen Experten zu verlagern und insofern die Verantwortung aus der Hand zu geben. Da die Kapitalverwaltungsgesellschaft aus diesem Grund jedoch ohnehin bereits gezwungen ist, entsprechendes Fachwissen intern aufzubauen und vorzuhalten, stellt sich die Frage, unter welchen Voraussetzungen sie in der Lage ist, die Bewertung direkt selbst durchzuführen.

Das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) sieht als Voraussetzung für diese Vorgehensweise vor, dass die Bewertungsabteilung organisatorisch unabhängig sein muss. Sowohl die Prozesse als auch die Bewertungen selbst sind regelmäßig durch einen Wirtschaftsprüfer zu verifizieren. Zudem ist eine interne Bewertung nur für bestimmte Fondsvehikel anwendbar. Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Möglichkeiten zur internen Bewertung und der Häufigkeit ihrer Durchführung:

 


Tabelle 1: Verantwortung und Häufigkeit der Bewertung

Interessenkonflikte und einheitlicher Methodenansatz

Die zentrale Herausforderung bei dem Modell einer internen Bewertung besteht darin, den klar vorliegenden Interessenkonflikt zu lösen, der bestehen könnte, wenn die Bereiche Portfoliomanagement und Bewertung aus der gleichen Gruppe kommen. Dieser Herausforderung kann jedoch durch Transparenz auf allen Ebenen und regelmäßige Abstimmungen mit dem externen und unabhängigen Prüfer sowie der Compliance-Abteilung begegnet werden.

Zudem weist die interne Bewertung zentrale Vorteile auf: Die Kommunikationswege zwischen den Personen, die das Asset operativ verwalten, und der Abteilung die für die Bewertung der Assets zuständig ist, sind kurz. Der Informationsfluss ist schnell und erfolgt zeitnah. Die bewertungsrelevanten Informationen stehen jederzeit zur Verfügung, nicht nur zu vereinbarten Stichtagen wie beispielsweise einmal im Jahr, und können dem Investor transparent dargelegt werden. Der vielleicht wichtigste Vorteil besteht jedoch in der Einheitlichkeit von Methoden und Formaten: Auch bei verschiedenen Asset-Klassen kann der Investor sicher sein, dass die relevanten Kennzahlen zur Wertentwicklung und zur Performance in gleicher Weise zur Verfügung stehen, in einem gleichgearteten Format, auf identische Weise berechnet und damit direkt vergleichbar. Dabei gibt es keinen Unterschied, ob die Investition in einen Solarpark erfolgte, in einen Windpark, eine Farm, ein Waldinvestment oder eine Unternehmensbeteiligung an einer Gesellschaft eines Private-Equity-Portfolios.

Ein weiterer Aspekt, der bei der Entscheidung für eine externe oder interne Bewertung eine Rolle spielt, ist die Frage nach den Kosten. Eine interne Bewertung ist aufgrund des Skaleneffektes (spezialisierte Experten der KVG kümmern sich um alle internen Bewertungen mit standardisierten Modellen, Prozessen und Kommunikationswegen) deutlich kostengünstiger als eine Bewertung durch Externe. In der Regel wird sie als Bestandteil der Verwaltungsvergütung abgerechnet. Externe Bewerter verursachen aufgrund des Spezialisierungsgrades und des im Rahmen der Bewertung notwendigen Abstimmungs-aufwands oftmals vergleichsweise hohe Kosten, die dem Fondsvermögen belastet werden und dadurch die Performance schmälern. Dies kann gerade vor dem Hintergrund der bei Real Assets im Vergleich zu traditionellen Anlagemöglichkeiten höheren Transaktions- und Management-Aufwendungen ein relevanter Faktor für die Profitabilität der Investition sein.

Fazit: Der Erfolg von Real-Asset-Transaktionen hängt in wesentlicher Weise davon ab, ob es gelingt, in Bezug auf die zentralen Treiber des Investitionserfolgs Transparenz zu erlangen – gerade Investoren, die sich erstmals mit dieser interessanten Anlageklasse beschäftigen, sollten vermeiden, bei ihrer Investitionsentscheidung eine „Black Box“ zu erwerben. Eine interne Bewertung der Assets durch die KVG kann dabei unterstützen, indem sie die Transparenz und Vergleichbarkeit erhöht und zudem zur Kostenvermeidung beiträgt.

Für weitere Fragen oder Interviewwünsche wenden Sie sich bitte an:

Alceda Advisors GmbH
Dr. Catherine Burgy
T. 0049 40 471 10 77-903
E. Catherine.Burgy@alceda.de  

GFD Finanzkommunikation mbH
Lars Haugwitz
T. 0049 69 971 247-34
E. haugwitz@gfd-finanzkommunikation.de

Allianz Global Investors acquires solar park portfolio “La Coste“ in Southern France

December 15, 2014. The Infrastructure Equity team of Allianz Global Investors has acquired the French photovoltaic project “La Coste“ on behalf of the Allianz Renewable Energy Fund, S.A. SICAV-SIF (“AREF“). The portfolio consists of six individual solar parks which are all located in Southern France in the region of Bordeaux. All of the six ground-mounted plants are already grid-connected and add up to an overall installed capacity of roughly 58 megawatts. With an estimated production of around 75,000 megawatt hours of green electricity, which is fed into the public grid, approximately 20,000 French households can be provided with eco-friendly energy per year. The transaction was led by Thomas G. Engelmann.

For Dr. Armin Sandhövel, CIO Infrastructure Equity at Allianz Global Investors, “La Coste” is an ideal addition to the current AREF portfolio: “Based on its comparatively high solar irradiation, this French solar park portfolio is another premium investment and has allowed us to achieve our technical and geographical diversification goals with respect to the investment of AREF’s total shareholder capital of EUR150m within just twelve months. In addition to the electricity generated by our German solar and wind parks, our investors now also participate in the solar energy of France, Great Britain and Italy.”

Allianz Global Investors acquired “La Coste” from BayWa r.e. renewable energy GmbH. With the acquisition of the British solar park “Great Glemham”, which took place in June 2014, Allianz Global Investors and BayWa r.e. already communicated the successful closing of a first joint transaction undertaken on behalf of AREF. The cooperation with BayWa r.e. on the “La Coste” deal has been expanded with the additional appointment of BayWa as operations & management provider with respect to the parks in France. The financing bank of the transaction is HSH Nordbank. AllianzGI appointed White & Case LLP as legal advisor. The technical due diligence was done by Evergy Engineering. With respect to financial and tax matters, AllianzGI was advised by Deloitte France.

The Allianz Renewable Energy Fund was launched as a closed-end fund for institutional investors in December 2012 and closed in September 2013. Investors committed approximately 150 million Euro to the fund.

For further information please contact:
 
Stefanie Waldeck, Phone +49 69 24431 4670, Email: stefanie.waldeck@allianzgi.com  
Stefan Lutz, Phone +49 69 24431 4276, Email: stefan.lutz@allianzgi.com
Marc Savani, Phone +49 69 24431 4206, Email: marc.savani@allianzgi.com  
Klaus Papenbrock, Phone +49 69 24431 2476, Email: klaus.papenbrock@allianzgi.com
 
About Allianz Global Investors


Allianz Global Investors is a diversified active investment manager with a strong parent company and a culture of risk management. With 23 offices in 17 countries, we provide global investment and research capabilities with consultative local delivery. We have more than EUR 386 billion in AUM[1] for individuals, families and institutions worldwide and employ over 500 investment professionals.
At Allianz Global Investors, we follow a two-word philosophy: Understand. Act. It describes how we look at the world and how we behave. We aim to stand out as the investment partner our clients trust by listening closely to understand their challenges, then acting decisively to provide them with solutions that meet their needs.

Outsourcing – für kleine und mittelgroße Banken ein Muss

„die regulatorischen Anforderungen an Banken nehmen permanent zu“, sagte Rudolf Geyer, Geschäftsführer der European Bank for Financial Services (ebase), in einer Sonderveröffentlichung der Zeitschrift "Bankmagazin". „Dabei wird es vor allem für kleine und mittelgroße Häuser immer aufwendiger, den Erfordernissen nachzukommen“, fügt er an. Silke Wolf, Geschäftsführerin des Bayerischen Bankenverbands, veranschaulicht die Dimensionen: „Seit Ausbruch der Finanzkrise gibt es mehr als 50 neue Regelwerke mit teilweise bis zu 800 Seiten. Das zu bewältigen ist eine sehr große Herausforderung.“

Insbesondere in der gegenwärtigen Niedrigzinsphase wird von Bankkunden eine qualifizierte Wertpapierberatung nachgefragt, wofür die Geldinstitute erheblichen Aufwand betreiben müssen. „Da wir aber beschränkte Ressourcen haben, liegt das Outsourcing bestimmter Funktionen auf der Hand“, stellt Dr. Stephan Gehlert, Vorstand der CVW Privatbank AG in Wilhermsdorf, fest. Banken haben hier die Wahl zwischen technischem und juristischem Outsourcing. Beim technischen Outsourcing werden Einzelleistungen auf externe Dienstleister ausgelagert, die Verantwortung verbleibt aber bei der Bank. „Wir sprechen mit vielen Häusern, die technisch schon outgesourct haben, aber wegen rückläufigem Wertpapiergeschäft inzwischen die kritische Masse unterschritten haben“, erklärt Rudolf Geyer. „Dann wird das technische Outsourcing sehr teuer, weil ein Fixkostenblock bestehen bleibt.“

Die ebase verfolgt das Geschäftsmodell des juristischen Outsourcings im Wertpapiergeschäft, bei dem der Bankpartner ein ganzes Set an regulatorischen Aufgaben wie Compliance, Revision oder Geldwäschevorschriften in die Verantwortung des Dienstleisters übergibt. Geyer: „Wir übernehmen diese Verantwortung und stellen dem Partner im Gegenzug die Wertpapierdepots individualisiert und im eigenen Look-and-Feel bereit.“

Noch zögern viele Banken vor dem Schritt zum juristischen Outsourcing, aus Furcht, den Kontakt zum Kunden zu verlieren. Doch diese Furcht halten die Experten für übertrieben: „Die große Masse der Kunden interessiert das überhaupt nicht“, räumt Silke Wolf ein. „Für sie ist entscheidend, dass der Service stimmt, keine Rechtsprobleme entstehen und die Beratung vor Ort genauso gut ist wie zuvor.“ Das bestätigt auch Holger Pfleger, Executive Consultant bei Cofinpro AG: „Bei einer exzellenten Kundenbindung braucht man keine Angst vor der juristischen Auslagerung zu haben, sondern kann es nutzen, einen Dienstleister zu haben, der die Arbeit und Regulatorik abnimmt.“ Dies umso mehr, da sich Banken auch um die nächste Kundengeneration kümmern müssen. Sie müssen große Anstrengungen leisten, um insbesondere auch die jungen Kunden zu halten bzw. neu zu gewinnen.

ebase besitzt große Erfahrung mit Migrationen. Bereits vor gut zehn Jahren wurde damit im Investmentgeschäft durch die Übernahme kompletter Depotbestände begonnen – mit gutem Erfolg, wie Rudolf Geyer betont. „Wir spüren, dass sich nun die Geschichte im Wertpapiergeschäft der Banken wiederholt, und wir glauben, dass das Outsourcing bei kleinen und mittelgroßen Bank in den kommenden fünf bis zehn Jahren deutlich wachsen wird.“
 

Über ebase
Die ebase GmbH ist ein Unternehmen der comdirect Gruppe und steht für das Geschäftsfeld B2B. Als eine der führenden B2B Direktbanken verwaltet die ebase Kundenvermögen von rund 23 Mrd. Euro in Deutschland. Finanzvertriebe, Versicherungen, Banken, Vermögensverwalter und Unternehmen nutzen für ihre Kunden die mandantenfähigen Lösungen der ebase für die Investmentdepotführung und das Angebot von Produkten der Vermögensbildung, Altersvorsorge und Geldanlage. Die 100-prozentige Tochter der comdirect bank AG ist eine Vollbank und Mitglied des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. (BdB).

Bitte beachten Sie auch die Pressemitteilung im Anhang.

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung:
European Bank for Financial Services GmbH (ebase),
Bahnhofstraße 20, 85609 Aschheim
Christoph König, Telefon +49 (0) 89 454 60 401, E-Mail presse@ebase.com

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,

Joachim Althof
Partner | Diplom-Volkswirt

GFD - Gesellschaft für Finanzkommunikation mbH
Tel.: +49 (0)89 2189 7087
Mobil: +49 (0)152 02 05 14 13
E-Mail: althof@gfd-finanzkommunikation.de

Büro Frankfurt:
Fellnerstraße 7-9
D-60322 Frankfurt

Büro München:
Bodenseestr. 18
D-81241 München
Geschäftsführer: Joachim Althof - Thomas Delhougne - Peter Dietz - Uwe Lill
Amtsgericht Frankfurt - HRB 40448

Hedge Funds erzielen im November angesichts nachlassender Marktschwankungen ein positives Ergebnis

An den internationalen Aktienmärkten setzte sich der Aufwärtstrend ab Mitte Oktober fort, und der MSCI World Index stieg bis Ende November um 2,1% (auf US-Dollarbasis). US-Treasurys und die Anleihen europäischer Kernstaaten legten ebenfalls deutlich zu. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht des festen US-Dollars und sinkender Ölpreise erzielten Hedge Funds positive Ergebnisse. Am besten schnitten im November die Global Macro- und Trend Following-Strategien ab, die schon im Oktober sehr gut gelaufen waren. Der HFRX Macro/CTA Index stieg im November um 1,7%, während der breiter gefasste HFRX Global Hedge Fund Index ein Plus von 0,3% verzeichnete (jeweils auf US-Dollarbasis). 

„Anleger, die an den Trades und Themen festhielten, die seit Ende Oktober profitabel gewesen waren, fuhren damit auch im November gut, sagt GAM-Fondsmanager Anthony Lawler. „Die lukrativsten Trades waren überwiegend solche, die auf eine Anlageklasse setzen, und das ist bekanntlich die Domäne der Global Macro-Fonds. Ein gutes Beispiel liefern die Devisenmärkte, wo der US-Dollar gegenüber Euro und Yen fünf Monate in Folge an Wert gewonnen hat. Diese nach wie vor sehr beliebten Trades haben zur positiven Wertentwicklung der Global Macro-Strategien seit Juli beigetragen.“ Fonds, die systematisch in Trends investieren, erzielten im November die besten Ergebnisse, so Lawler weiter. „Für Trendfolgestrategien verlief der Monat sehr erfreulich. Im Durchschnitt entfielen die Zuwächse, die sie verbuchten, ungefähr zur Hälfte auf Short-Positionen in Öl und zu einem Viertel auf Long-Positionen in US-amerikanischen und europäischen Anleihen. Den Rest steuerten Long-Positionen im US-Dollar und in Aktien bei.“

Für Aktienanleger, die sich an fundamentalen Kriterien orientieren, war die weltweite Erholung der Risikofreudigkeit ab Mitte Oktober vorteilhaft, erläutert Lawler: „Event Driven-Aktienpositionen behaupteten sich im November, nachdem sie im Oktober stark unter Druck geraten waren. Equity Hedge-Fonds konnten unterdessen mit dem Monat überwiegend zufrieden sein, da sie von der Aktienrally profitierten. Viele Fonds hielten Short-Positionen im Energiesektor und hatten damit ebenfalls Erfolg.“  

„Gegen Ende des Monats war an den Börsen ein Stimmungswandel in Bezug auf europäische Aktien zu beobachten“, sagt Lawler. „Verglichen mit US-Aktien stießen europäische Papiere auf mehr Interesse, bedingt durch die niedrigeren Bewertungen und die Einschätzung, dass es in Europa momentan wirtschaftlich nicht weiter bergab geht. Das Bruttoengagement der Fonds liegt weiter in der Nähe des bisherigen Jahreshöchststands, und auch das Nettoengagement ist überdurchschnittlich hoch. Beides deutet auf eine positive Performance der risikoträchtigen Anlageformen bis zum Jahresende hin.“

GAM geht deshalb laut Lawler von einem in etwa unveränderten Bruttoengagement im Dezember aus. „Die Marktteilnehmer nehmen ihr Bruttoengagement häufig Ende November und Anfang Dezember zurück, doch das ist in diesem Jahr nicht zu beobachten. Demnach erwarten die Börsen, dass die Aufwärtsbewegung europäischer Aktien, des US-Dollars und sogar der Anleihemärkte bis ins nächste Jahr anhalten könnte. Möglicherweise beginnt gerade eine allmähliche Umschichtung in europäische Aktien, was eine wichtige Entwicklung sein könnte. Im Übrigen bleibt die Positionierung der Discretionary-Strategien jedoch weitgehend unverändert. Bei den Systematic Trend Followers sind zwei weitere differenzierte Exposures zu erwähnen: Short-Positionen in Öl und Long-Positionen in Anleihen.“

Aquila Capital baut Beratung institutioneller Investoren weiter aus

Hamburg, 08.12.2014. Die auf alternative Investmentlösungen spezialisierte Investmentgesellschaft Aquila Capital baut ihr Vertriebsteam im institutionellen Bereich weiter aus: Seit Anfang Dezember 2014 unterstützt Jürgen Warnecke als Director Institutional Sales das Unternehmen in der Beratung von Berufsständischen Versorgungswerken und Versicherungen.  

„Die Verstärkung durch Jürgen Warnecke spiegelt die zunehmende Bedeutung alternativer Investmentlösungen für institutionelle Anleger wider. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir mit ihm einen weiteren Experten für unser Team gewinnen konnten, der über langjährige Erfahrung bei der Beratung institutioneller Investoren verfügt und ihre Anlagebedürfnisse im Detail kennt“, so Christian Kiefer, Geschäftsführer bei Aquila Capital. Vor seinem Wechsel zu Aquila Capital war der gelernte Bank- und Diplomkaufmann Jürgen Warnecke fast 14 Jahre bei Frankfurt-Trust vorrangig für die Beratung Berufsständischer Versorgungswerke und Versicherungen zuständig. Davor arbeitete er über sieben Jahre als Firmenkundenbetreuer bei der Deutschen Bank.

Investment-Update über die ASEAN-Region

Solide Wachstumsaussichten für die ASEAN-Region

In einer Zeit, in der Wirtschaftswachstum nur schwer zu finden ist, prognostiziert der Internationale Währungsfonds für die Jahre 2014 und 2015 weiterhin eine Wachstumsprämie für die Länder des Verbands Südostasiatischer Nationen (Association of South-East Asian Nations -  ASEAN). 

Für das Jahr 2014 wird ein BIP-Wachstum von 4,7% für die Region vorhergesagt, bevor dann die Aktivitäten im Jahr 2015 auf 5,4% anziehen sollen. Dies entspricht mehr als der zweifachen Wachstumsrate der entwickelten Länder, die 2014 bei 1,8% und für 2015 bei 2,3% liegen soll.

Eine Begründung ist leicht gefunden. Südostasien ist strategisch nah an China, Indien und Australien gelegen. Die junge Bevölkerung ist größer als die in Europa und verfügt über ein positives demografisches Profil mit wachsender Mittelschicht, was gute Voraussetzungen für die Verbraucherausgaben sind.

Das strukturelle Wachstumsthema ist unserer Ansicht nach nicht nur stabil, sondern gewinnt sogar noch mehr an Bedeutung, da sich die Länder 2015 auf eine engere Wirtschaftsunion vorbereiten. Darüber hinaus findet in der Region zumindest teilweise eine zyklische Erholung von den gesamtwirtschaftlichen und politischen Problemen der Jahre 2013 und 2014 statt.

Ist die Gewichtung der ASEAN-Region in den Portfolios angemessen?

Da Marktindizes auf die Vergangenheit ausgerichtet sind, könnte der Anteil der ASEAN-Region im Rahmen einer zukunftsorientierten Asset Allokation geringer ausfallen als gedacht. Man sollte sich also nicht ausschließlich auf globale oder regionale Indizes verlassen.

Die folgenden Grafiken zeigen, dass der MSCI Global EM Index einen Anteil der ASEAN-Region von lediglich 10% aufweist und der MSCI AC Asia Pacific Index, trotz seines regionalen Fokus, mit 14% nur eine niedrige Gewichtung der Region hat:

MSCI GLOBAL EMERGING MARKETS INDEX

MSCI AC ASIA PACIFIC EX JAPAN INDEX

Quelle: Barings, Stand 31. Oktober 2014

BARING ASEAN FRONTIERS FUND – Zeit für einen zielgerichteten Managementansatz

Wenn man sich in dieser Frage nicht ausschließlich auf ein globales Schwellenländermandat oder regionale asiatische Aktienportfolios verlassen möchte, wie könnte eine Lösung aussehen? 

Die Anlage in den Baring ASEAN Frontiers Fund (IE 0004868828) bietet Zugang zu Unternehmen aus der ASEAN-Region, da der Fonds seine Mittel mindestens zu 70% mit MSCI South-East Asia-Exposure investiert. Darüber hinaus werden bis zu 30% der Anlagegelder in Firmen aus den asiatischen Frontier Markets allokiert, was dem Fonds unter Diversifikations- und Korrelationsgesichtspunkten Stabilität verleiht. Im laufenden Jahr erzielte der Fonds eine Wertentwicklung über 24,2% und erwirtschaftete über 5 Jahre eine annualisierte Rendite von 13,9%*. Damit bewegte sich der Fonds über die vergangenen drei Jahre gegenüber seiner Vergleichsgruppe stets im ersten und zweiten Quartil.

Aquila Capital baut Beratung institutioneller Investoren weiter aus

 Die auf alternative Investmentlösungen spezialisierte Investmentgesellschaft Aquila Capital baut ihr Vertriebsteam im institutionellen Bereich weiter aus: Seit Anfang Dezember 2014 unterstützt Jürgen Warnecke als Director Institutional Sales das Unternehmen in der Beratung von Berufsständischen Versorgungswerken und Versicherungen.  

„Die Verstärkung durch Jürgen Warnecke spiegelt die zunehmende Bedeutung alternativer Investmentlösungen für institutionelle Anleger wider. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir mit ihm einen weiteren Experten für unser Team gewinnen konnten, der über langjährige Erfahrung bei der Beratung institutioneller Investoren verfügt und ihre Anlagebedürfnisse im Detail kennt“, so Christian Kiefer, Geschäftsführer bei Aquila Capital. Vor seinem Wechsel zu Aquila Capital war der gelernte Bank- und Diplomkaufmann Jürgen Warnecke fast 14 Jahre bei Frankfurt-Trust vorrangig für die Beratung Berufsständischer Versorgungswerke und Versicherungen zuständig. Davor arbeitete er über sieben Jahre als Firmenkundenbetreuer bei der Deutschen Bank.

Zusammenlegung von Oddo Génération und Oddo Génération Europe

Oddo Asset Management richtet seinen auf Aktien kleiner bis großer Unternehmen spezialisierten Flaggschifffonds Oddo Génération europäischer aus. Durch die Änderungen am Regelwerk des Oddo Génération kann Fondsmanager Emmanuel Chapuis breiter diversifiziert in Wachstums-Stories aus einem größeren Anlageuniversum investieren. Mussten bislang 70% des Fondsvermögens in Aktien aus Frankreich angelegt sein, kann jetzt die Hälfte des Portfolios mit europäischen Titeln aus der Eurozone bestückt werden. Darüber hinaus kann er nun bei Papieren aus OECD-Ländern außerhalb der Europäischen Union, Islands und Norwegens beherzter zugreifen. Bislang waren diese Investments auf 10% limitiert, nunmehr sind bis zu 25% erlaubt. Der mögliche Anteil an Fremdwährungen neben dem EUR steigt auf maximal 50% von zuvor 10%. Hintergrund ist eine Zusammenlegung des Fonds mit Oddo Génération Europe.

Gleichzeitig ist die Liste der Kriterien, die Unternehmen erfüllen müssen, um in das Portfolio zu kommen, länger geworden. Neben den Finanzkennziffern untersucht das Team um Chapuis die Kandidaten nun nach sogenannten ESG-Kriterien (Environmental, Social and Governance). Diese Kriterien richten sich auf Umwelt- und Sozialstandards sowie die Unternehmensführung. Die Qualität des Managements sowie die Stabilität der Aktionärsstruktur spielen aus Sicht von Oddo & Cie eine zentrale Rolle für die Entwicklung des Aktienkurses und die langfristige Wertschöpfung. Dies belegen zwei Studien von Oddo & Cie, die 2014 bei französischen Large- und Mid-Caps durchgeführt wurden.

Mit der neu ausgerichteten Anlagestrategie geht ein Wechsel der Benchmark einher. Nunmehr tritt der Oddo Génération gegen den SBF-120-Index an, bislang fungierte der MSCI France (net return) als Vergleichsindex.

Der 1996 gegründete Fonds zählt zu den Top-Produkten mit Anlageschwerpunkt bei französischen Small- und Mid-Caps. In der Wertung des Fonds-Research-Hauses Morningstar liegt er auf Sicht von drei und fünf Jahren im ersten Quartil der Vergleichsgruppe. Seit dem Start erwirtschaftete das Management ein Plus von 8,2% pro Jahr. Die Benchmark kam dagegen lediglich auf einen jährlichen Anstieg von 6,8% (per Ende August 2014). Das Volumen des Oddo Génération beläuft sich auf EUR 375 Mio. (per 31. Oktober 2014).

Über Oddo Asset Management

Seit 1987 zählt Oddo Asset Management zu den führenden unabhängigen Vermögensverwaltungsgesellschaften Europas. Der gute Ruf der spezialisierten europäischen Vermögensverwaltungsgesellschaft Oddo AM gründet auf ihrem qualitativ hochwertigen Selektionsverfahren (Aktien, Wandelanleihen). Oddo Asset Management ist eine französische, von der französischen Finanzmarktaufsicht (Autorité des Marchés Financiers) genehmigte Vermögensverwaltungsgesellschaft. Oddo Asset Management ist die für die Vermögensverwaltung zuständige Tochtergesellschaft der Finanzdienstleistungsgruppe Oddo & Cie.

Kennzahlen zum 28.02.2014:

- EUR 14,3 Mrd. verwaltetes Vermögen
- 108 Mitarbeiter, darunter 38 Analysten/Portfoliomanager
- Standorte an sechs Finanzplätzen

Über Oddo & Cie
Oddo & Cie ist eine vor über 160 Jahren gegründete unabhängige Finanzdienstleistungsgruppe. Die Gruppe beschäftigt 1.000 Mitarbeiter (darunter 100 Analysten und 100 Fachkräfte in der IT-Abteilung) und verwaltet ein Vermögen von insgesamt EUR 30 Mrd. Spezialisiert hat sich Oddo & Cie auf Investment Banking und die Verwaltung von Kapitalanlagen. Hierzu zählen Broker-Dienstleistungen an den Aktien- und Rentenmärkten, Finanzanalysen, Investment Banking, Private Banking sowie Asset Management und die damit verbundenen Aktivitäten im Front- und Backoffice. Die Gruppe zeichnet sich durch ihre besondere Eigentümerstruktur aus: Aktionäre sind die Familie Oddo und die Mitarbeiter des Unternehmens. Dieses „partnerschaftliche“ Selbstverständnis sorgt für eine langfristige Einbindung der Mitarbeiter. 2013 hat Oddo & Cie einen Jahresüberschuss von EUR 71,7 Mio. und Eigenkapital von EUR 489 Mio. ausgewiesen.

www.oddo.fr
www.oddoam.com

Pressekontakt:
Emmanuelle Bitton-Glaab
GFD Finanzkommunikation
Tel. +49 69 971 247 32
bitton-glaab@gfd-finanzkommunikation.de

Immobilienmärkte in Berlin und ostdeutschen Wachstumszentren profitieren von positiver Dynamik

Berlin, 04. Dezember 2014 – Die gewerblichen Immobilienmärkte in Berlin und den ostdeutschen Wachstumszentren Dresden, Erfurt, Jena, Leipzig, Magdeburg, Potsdam und Rostock erweisen sich derzeit für Investoren als besonders aussichtsreich. Denn neben größtenteils stabilen Mieten gibt es in Berlin, Potsdam, Dresden und Leipzig auch Segmente mit steigenden Preisen. Zudem entwickeln sich die wirtschaftlichen sowie demographischen Rahmenbedingungen in den Zentren positiv. „Deutliche Einwohnerzuwächse, weiter sinkende Arbeitslosenquoten, Anstiege bei Einzelhandelskaufkraft und Übernachtungszahlen belegen die positive Dynamik, die sich auch auf die Märkte für Büro-, Einzelhandels- und Hotelimmobilien auswirkt. Zwar gibt es nach wie vor Licht und Schatten in einzelnen Teilmärkten, aber die dynamische Entwicklung der ostdeutschen Städte sowie der Berlin-Boom zeichnen sich deutlich auf den Immobilienmärkten Ostdeutschlands ab“, erläutert Niclas Karoff, Mitglied des Vorstandes der TLG IMMOBILIEN, im Zuge der Vorstellung des neuen Marktberichts „Immobilienmärkte Berlin und Ostdeutschland 2014“.

Die positive Dynamik ostdeutscher Großstädte bestätigt auch das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos: „Städte wie Leipzig, Dresden, Rostock, Erfurt und Jena verfügen über eine hohe Standortattraktivität sowohl als Wohnstandort für die Bevölkerung als auch für Unternehmen als Wirtschaftsstandort. Immobilieninvestitionen an Standorten mit mittel- bis langfristig überdurchschnittlicher ökonomischer und technologischer Leistungsfähigkeit versprechen Erfolg. Ostdeutschland besetzt mit seinen großen und kleineren Leuchttürmen wichtige Schlüsselbereiche, beispielsweise moderne Produktionsstandorte der Automobil- und Zulieferindustrie, die Optik und den Life-Science-Bereich in Jena oder die Logistik-Hubs in Leipzig“, ergänzt Christian Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter und Mitglied des Verwaltungsrats der Prognos AG.

Die TLG IMMOBILIEN dokumentiert mit dem seit 1993 erscheinenden Immobilienmarktbericht zu Berlin und Ostdeutschland Daten, Analysen und Entwicklungstrends. Grundlage des Berichts 2014 ist die Analyse von rund 2.000 internen und externen Daten zu den großen ostdeutschen Städten (Dresden, Erfurt, Jena, Leipzig, Magdeburg, Potsdam, Rostock) sowie zu Berlin. Der Marktbericht 2014 gibt Auskunft über ökonomische und demographische Rahmenbedingungen, Büro- und Einzelhandelsmieten ebenso wie über Transaktionsvolumina, die wichtigsten büro-, einzelhandels- und hotelmarktspezifischen Kennzahlen sowie zu Preisspannen in der Hotellerie.

Wachsendes Investoreninteresse
Dass B- und C-Städte als alternative Investitionsstandorte immer mehr in den Fokus der Investoren rücken, zeigt der Blick auf den Transaktionsmarkt. Insgesamt registrierten die fünf ostdeutschen Bundesländer zwischen 2009 und 2012 einen Anstieg der Investitionen in gewerbliche Immobilien: Das Investmentvolumen stieg in diesem Zeitraum von rund 320 Millionen Euro auf etwa 1,87 Milliarden Euro. Nach einem leichten Rückgang auf 1,36 Milliarden Euro im Jahr 2013 lag das Volumen bereits zum Halbjahr 2014 bei 1,37 Milliarden Euro. Daneben bleibt Berlin weiter Hotspot nationaler und internationaler Investoren – das Investmentvolumen befindet sich auf einem konstant hohen Niveau. Allein 2013 wurden rund 3,6 Milliarden Euro in den Berliner Immobilienmarkt investiert – das sind zwar 6,7 Prozent weniger als im Rekordjahr 2012, aber immer noch ein Viertel mehr als der Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Der Rückgang ist dabei nicht auf einen Mangel an Nachfrage, sondern hauptsächlich auf einen Angebotsengpass an gewerblichen Immobilien in der Hauptstadt zurückzuführen.

Größtenteils stabile Büromieten und durchweg sinkende Büroleerstände
Dresden, Leipzig und Potsdam sind unter den acht betrachteten ostdeutschen Städten inklusive Berlin diejenigen Städte, die im Jahresvergleich 2012/2013 steigende Mietpreise am Büromarkt registrieren konnten. In den übrigen Regionalzentren blieben die Mieten im Vorjahresvergleich auf einem stabilen Niveau.

In Berlin werden nach wie vor die höchsten Mieten in den Toplagen der City-Ost bzw. am Potsdamer Platz/Leipziger Platz sowie im Teilmarkt Europacity/Hauptbahnhof erreicht. Die Durchschnittsmiete stieg im Vergleich der Halbjahreswerte 2013/2014 um 1,8 Prozent. Vor allem in den lokalen Teilmärkten war der Anstieg der Durchschnittsmieten besonders hoch. Mit Blick auf die Anfangsrenditen von Büroobjekten zeigt sich die anhaltend hohe Nachfrage am Berliner Investmentmarkt – sowohl in A- als auch in B-Lagen gingen die durchschnittlichen Renditen 2013 auf 4,8 bzw. 7,1 Prozent zurück. An B-Standorten lagen sie 2008 bei 7,7 Prozent. Die Mietentwicklung wird in Berlin durch sinkende Leerstände begleitet. Die Leerstandsrate sank dabei zwischen 2011 und 2013 mit einem Minus von 1,5 Prozent stärker als sich der Büroflächenbestand im selben Zeitraum erhöhte (+1 Prozent). Zudem hat die Bürobeschäftigung, ein wichtiger Treiber des Büromarktes, zwischen 2008 und 2013 um fast 80.000 Personen zugenommen – ein Anstieg um 12,7 Prozent.

Wie in der Hauptstadt so führt auch in den großen ostdeutschen Städten die steigende Bürobeschäftigung zu einer positiven Entwicklung auf den Büromärkten. Dies gilt insbesondere für die sächsischen Wachstumszentren Leipzig und Dresden, aber auch für Potsdam und Rostock. In Leipzig sank der Büroleerstand zwischen 2011 und 2013 im Vergleich der sieben großen ostdeutschen Städte und Berlins mit einem Minus von 2,9 Prozentpunkten am stärksten, während der Büroleerstand in Potsdam mit vier Prozent im Jahr 2013 den niedrigsten Wert aller hier betrachteten Städte erreichte. Analog zur positiven Entwicklung sind auch die Mieten in Dresden, Leipzig und Potsdam gestiegen, in Rostock blieben sie auf vergleichsweise hohem Niveau konstant. Mietpreise mit einer Spitze von bis zu 12,00 Euro pro Quadratmeter können in diesen vier Städten für Flächen mit gutem Nutzwert realisiert werden. Eine Mittelstellung am Büromarkt nimmt die Universitätsstadt Jena ein. Hier ist die Zahl der Bürobeschäftigten in der vergangenen Dekade zwar stark gestiegen (von 19.600 auf rd. 24.400 Personen). Das Mietniveau stagniert allerdings bei 11,00 Euro pro Quadratmeter in der Spitze. Etwas schwächer stellt sich die Situation am Erfurter und Magdeburger Markt für Büroflächen dar – hier erreichen die Spitzenmieten nach wie vor lediglich eine Höhe von 10,50 Euro pro Quadratmeter. Die Leerstandsraten sind dennoch auch hier rückläufig.

Anstieg bei Kaufkraft und Umsatz sorgt für überwiegend stabile Einzelhandelsmieten
Insbesondere Einzelhandelsimmobilien konnten vom allgemeinen Berlin-Boom profitieren, wie der zum Teil starke Mietpreisanstieg belegt. Bemerkenswert war die Steigerung der Spitzenmiete von knapp 40 Prozent bei größeren Flächen ab 150 Quadratmetern im Jahresvergleich: Sie kletterte in Toplagen von 180 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2012 auf bis zu 250 Euro im Jahr 2013. Dabei verfügt keine andere deutsche Stadt über eine solche Vielzahl an starken Einzelhandelslagen wie Berlin. Neben dem Kurfürstendamm/Tauentzienstraße und der Friedrichstraße zählen auch die Steglitzer Schloßstraße, der Hackesche Markt, der Alexanderplatz sowie die Wilmersdorfer Straße zu Berlins gefragtesten Einzelhandelslagen.

Die Mieten in den ostdeutschen Wachstumszentren zeigten 2013 im Vergleich zum Vorjahr eine nahezu einheitliche Tendenz: Abgesehen von einzelnen Mietpreisrückgängen in Magdeburg, Erfurt und Jena bewegten sich die Preise auf einem stabilen Niveau, im Geschäftskern von Dresden und Leipzig konnten für größere Einzelhandelsflächen sogar Mietanstiege von bis zu rund 14 Prozent verzeichnet werden. In Leipzig werden mittlerweile für Flächen ab 150 Quadratmeter im Geschäftskern vereinzelt Spitzenpreise von bis zu 110 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, wenngleich sich das Gros der Mieten dort in einer Spanne von 40,00 bis 80,00 Euro pro Quadratmeter bewegt. Im Vorjahr endete die Spanne bereits bei 70,00 Euro pro Quadratmeter. Begleitet wurde diese Entwicklung von einer durchweg positiven Dynamik bei der Einzelhandelskaufkraft und beim Einzelhandelsumsatz in den vergangenen beiden Jahren. In Leipzig fiel der Anstieg der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft (nach Berlin) am stärksten aus. Zwischen 2011 und 2013 ergab sich ein Plus von 5,1 Prozent. Der Blick auf die Einzelhandelszentralität zeigt, dass mit Ausnahme von Potsdam zum Teil ein beachtlicher Kaufkraftzufluss aus dem Umland stattfindet. Nicht zuletzt stellen, wie in Berlin, Touristen eine für den Einzelhandel wichtige Nachfragegruppe – beispielsweise in Dresden oder Rostock – dar.

Abgesehen von weitestgehend stabilen Einzelhandelsmieten im Geschäfts- und Nebenkern ostdeutscher Städte zeigen sich auch flächendeckend Investitionschancen im Einzelhandelssegment. Insbesondere Nahversorgungsimmobilien mit ihrer starken Fokussierung auf Lebensmittel sind insofern attraktiv, da der zunehmende Onlinehandel im Nahrungsmittelbereich bis auf weiteres keine wesentliche Rolle spielt. Demnach wird auch künftig eine stabile Nachfrage nach Flächen bestehen. Die Mieten für beispielsweise Lebensmitteldiscounter in Ostdeutschland sind im Vergleich der Zeiträume 2010 bis 2014 und 2005 bis 2009 durchschnittlich um 7,4 Prozent gestiegen.

Hotelimmobilienmarkt Berlin und Ostdeutschland mit Steigerung der Branchenkennzahlen
Die wichtigen Hotelkennzahlen wie der Logiserlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR), der durchschnittlich erzielte Hotelzimmerpreis pro Nacht (ADR) und die Auslastung konnten sowohl in Berlin als auch in den ostdeutschen Wachstumszentren in den letzten Jahren gesteigert werden.

In Berlin stieg der RevPAR zwischen 2010 und 2013 um 7,1 Prozent auf 63,64 Euro. Damit liegt er zwar immer noch unterhalb der Werte von München (96,11 Euro), Frankfurt (83,15 Euro) und Hamburg (79,67 Euro), jedoch zieht das starke Wachstum der Übernachtungszahlen Hoteliers und Projektentwickler gleichermaßen in die Hauptstadt. Im Jahr 2013 konnte mit knapp 27,0 Millionen Übernachtungen ein weiterer Rekord erreicht werden. Zum Vergleich: München verzeichnete 2013 rund 12,9 Millionen Übernachtungen, Hamburg 11,6 Millionen. Für Berlin spricht zudem, dass die Nachfrage schneller als das wachsende Angebot steigt. Daher registrierte Berlin zwischen 2009 und 2012 einen kontinuierlichen Anstieg der Bettenauslastung – von 48,8 Prozent auf 53,2 Prozent.

Auch am Hotelimmobilienmarkt der sieben ostdeutschen Großstädte geht es aufwärts: Alle wichtigen Hotelkennzahlen sind seit 2008 an allen Standorten gestiegen. Im Vergleich besonders gute Ergebnisse erzielten die sächsischen Metropolen Leipzig und Dresden sowie die Hansestadt Rostock. In Leipzig konnte 2013 eine Zimmerauslastung von 70 Prozent erreicht werden – der beste Wert einer ostdeutschen Großstadt überhaupt. Der Logiserlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) stieg von 39,21 Euro im Jahr 2008 auf 50,82 Euro im Jahr 2013, eine Steigerung um fast 30 Prozent.

Die Studie „Immobilienmärkte Berlin und Ostdeutschland 2014“ steht im Internet zum Download bereit unter: http://www.tlg.de/infomenue/publikationen

Kontakt
Christoph Wilhelm 
Unternehmenskommunikation
Telefon: +49 30 2470 6355
Email: christoph.wilhelm@tlg.de    

Sven Annutsch
Investor Relations
Telefon: +49 30 2470 6089
Email: sven.annutsch@tlg.de

BAI vergibt Wissenschaftspreis im Bereich Alternative Investments

Der Bundesverband Alternative Investments (BAI) hat sich zum Ziel gesetzt, eine Brücke zu schlagen zwischen Investmentbranche, Investoren und der Wissenschaft, um Theorie und Praxis zu verbinden. Er unterstützt daher Forschungsarbeiten, fördert den wissenschaftlichen Austausch und Know-how-Transfer innerhalb der Studiengänge und hat nicht zuletzt 2010 den BAI Wissenschaftspreis ins Leben gerufen.

„Mit dem BAI Wissenschaftspreis sollen wissenschaftliche Arbeiten im Bereich Alternative Investments gefördert und (Nachwuchs-)Wissenschaftler ermutigt werden, sich vertieft mit Alternative Investments-Themen auseinander zu setzen“, erklärt Frank Dornseifer, Geschäftsführer des BAI. 

In diesem Jahr wurde der Preis zum vierten Mal von einem sechsköpfigen Gremium aus Wissenschaft und Praxis in vier Kategorien vergeben und die prämierten Arbeiten mit einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro belohnt. Die prämierten Arbeiten sind 

   •   Bachelorarbeiten
Frederik Wienke: „Die Wette gegen Beta – Eine Untersuchung auf dem europäischen Eigenkapitalmarkt“; Eine Analyse der Auswirkungen von Fremdkapitalrestriktionen auf Aktienrenditen vor und nach der Finanzkrise.

   •   Diplomarbeiten/Masterarbeiten
Katja Rademacher: „Gibt es Managerqualität auf dem Markt für Collateralized Obligations?“; Eine Analyse der Performanceunterschiede von Managern eines Portfolios aus syndizierten Unternehmenskrediten (CLOs).

   •   Dissertationen/Habilitationen
Dr. Niklas Hüther: „Essays in Delegated Portfolio Management“; Eine Analyse von Private-Equity-Fonds hinsichtlich der Vorteilhaftigkeit von illiquiden Assets bei der Portfoliogestaltung mit unterschiedlichen Anlageklassen.

   •   Sonstige wissenschaftliche Arbeiten
Dr. Heiko Jacobs: „What explains the dynamics of 100 anomalies?“; Eine Analyse der Vorhersagbarkeit von Anomalien bei Long/short-Handelsstrategien im amerikanischen Aktienmarkt.

Der Jury aus Praxis und Wissenschaft gehören an:
Dajana Brodmann, Head of Alternative Investments & Public Equity, Versorgungswerk der Wirtschaftsprüfer und der vereidigten Buchprüfer im Lande NRW;
Dr. Ivan Herger, Managing Director, Capital Dynamics;
Dr. Lars Jaeger, CEO, Alternative Beta Partners AG;
Prof. Dr. Mark Mietzner, Zeppelin Universität Friedrichshafen;
Prof. Dr. Martin Eling, Universität St. Gallen;
Prof. Dr. Denis Schweitzer, Concordia University in Kanada. 

Eine Zusammenfassung der Gewinnerarbeiten kann unter info@bvai.de kostenfrei angefordert werden.

Baring Asset Management erhält Renminbi QFII-Status in China

Frankfurt, 4. Dezember 2014: Baring Asset Management („Barings“), die internationale Investmentgesellschaft, hat von der chinesischen Aufsichtsbehörde China Securities Regulatory Commission eine „Renminbi Qualifizierter Ausländischer Institutioneller Investor“ Lizenz (Renminbi Qualified Foreign Institutional Investor - RQFII) erhalten.  Durch den RQFII-Status verfügt Barings, zusätzlich zur Qualified Foreign Institutional Investor (QFII) Lizenz, über einen weiteren direkten Zugangskanal zu Wertpapieren, die auf Renminbi lauten, und erhält dadurch mehr Gestaltungsfreiraum bei der Vermögensaufteilung.

Barings legte 1982 mit dem Baring Hong Kong China Fund einen der ersten Publikumsfonds mit Vermögensanlagen in der Region auf, verwaltete 1985 den ersten speziellen China-Fonds und war durch den QFII-Zugangskanal einer der ersten Anleger am inländischen Markt für chinesische „A-Aktien“. Durch den RQFII-Status erhält Baring die Möglichkeit, die geschäftlichen Aktivitäten weiter auszubauen und Kunden den Zugang zum 5 Billionen USD (30 Billionen RMB) schweren chinesischen Rentenmarkt anzubieten.

Zu den Vorteilen des RQFII-Programms zählen ein vollkommen flexibles Engagement bei Aktien und Renten sowie tägliche Liquidität für offene Investmentfonds. Baring rechnet damit, daß der umfangreichere Zugang zu festverzinslichen Anlagen sich äußerst positiv für ausländische institutionelle Investoren und Privatanleger auswirken wird. Durch diese Lizenz kann die gesamte RQFII-Quote Rentenpapieren zugeteilt werden.

David Stevenson, Head of Business Development bei Baring Asset Management, sagte:„Barings ist seit vielen Jahren ein Schwergewicht unter den Investoren in Hongkong sowie auf dem chinesischen Festland und verfügt dort über umfangreiche Markterfahrungen. Das RQFII-Programm ist ein weiterer Beweis für Chinas Eingliederung in die wichtigsten globalen Finanzmärkte. Anlegern, die auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten auf dem Festland der zweigrößten Volkswirtschaft der Welt sind, bieten sich hierdurch deutliche Vorteile. Die Lizenz ist eine natürliche Weiterentwicklung der geschäftlichen Aktivitäten von Barings in China und wird unsere bedeutende und kontinuierliche unternehmerische Expansion in der Region zusätzlich unterstützen.“

Lars Albert, Head of Sales Germany & Austria, ergänzte: „Für Investoren wird das Thema China im Jahr 2015 wieder verstärkt eine Rolle spielen. Grundsätzlich sind die Öffnung des chinesischen Kapitalmarktes für ausländische Investoren sowie die anhaltenden Reformanstrengungen positiv zu bewerten.“
 

Pressekontakt
Birgit Wirtz
Baring Asset Management GmbH
+49 (0)69 7169 1812
Mail: birgit.wirtz@barings.com

Emmanuelle Bitton-Glaab
GFD-Finanzkommunikation
Tel. +49 69 97124732
Mail: bitton-glaab@gfd-finanzkommunikation.de

Die Management-Studie von Oddo & Cie belegt die Wichtigkeit der Managementqualität für die Entwicklung des Aktienkurses

Nachdem Oddo & Cie, Paris, im März 2014 eine erste Publikation zur Qualität des Managements in 50 französischen Large-Caps veröffentlicht hat, wurde nun der zweite Bericht herausgegeben, bei dem die Messung der Managementqualität auf 108 französische Mid-Caps mit einer Marktkapitalisierung zwischen 400 Millionen und 10 Milliarden Euro ausgeweitet wurde.

Drei wesentliche Schlussfolgerungen ergeben sich aus diesem Bericht:

  • Die Aktienkurse der 20 Unternehmen an der Spitze des Rankings stiegen während der letzten zehn Jahre um 314 %, während der Vergleichsindex um 94 % zulegte. Dies bestätigt, dass die Qualität des Managements eine zentrale Rolle für die langfristige Wertschöpfung spielt.
  • Auf familiengeführte Unternehmen entfallen 75 % der guten Anlagechancen mit den besten Scores, während sie nur 50 % des untersuchten Universums darstellen. Dies unterstreicht die langfristige Outperformance, die von Familienunternehmen erzielt wird.
  • Bis 2015 sind hinsichtlich der Managementqualität die folgenden drei mittleren Unternehmen mit einer Kaufempfehlung und einem Kurspotenzial von über 20 % führend: Dassault Systèmes, ID Logistics und Plastic Omnium.

Diese Analyse wurde von einem Team unter der Leitung von Jean-Philippe Desmartin, Leiter des ESG-Sektors (Environment, Social, Governance), in enger Zusammenarbeit mit Analysten der Abteilung Equity Research und Vermögensverwaltern von Oddo Asset Management durchgeführt.

Sie beruht auf 21 Kriterien, die entwickelt und ausgewählt wurden, um die Qualität des Managements zu beurteilen. Diese berücksichtigen die Unternehmensleitung, das Executive-Management-Team sowie die Bereiche Organisation und Human Resources. Die Kriterien entsprechen denen des im März veröffentlichten Berichts, wobei Vorstand und Management-Team stärker gewichtet wurden, da sie bei Mid-Caps eine größere Rolle als bei komplexen Unternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitern spielen.

Die Berechnungen erfolgten anhand von veröffentlichten Daten und die Kriterien wurden mit Unterstützung von Anthenor Partners, Paris, bestätigt.

Philippe Oddo, Managing-Partner bei Oddo & Cie, dazu: „Während die Qualität des Managements intuitiv eine wichtige Rolle für die Performance von Unternehmen spielt, freue ich mich, dass wir als Erste dieses Konzept formalisiert und quantifiziert haben. Wir beabsichtigen, es künftig auf alle Unternehmen anzuwenden, die wir in den Bereichen Asset Management und Finanzanalyse abdecken.“

Über Oddo & Cie
Oddo & Cie ist eine vor über 160 Jahren gegründete unabhängige Finanzdienstleistungsgruppe. Die Gruppe beschäftigt 1.000 Mitarbeiter (darunter 100 Analysten und 100 Fachkräfte in der IT-Abteilung) und verwaltet ein Vermögen von insgesamt EUR 30 Mrd. Spezialisiert hat sich Oddo & Cie auf Investment Banking und die Verwaltung von Kapitalanlagen. Hierzu zählen Broker-Dienstleistungen an den Aktien- und Rentenmärkten, Finanzanalysen, Investment Banking, Private Banking sowie Asset Management und die damit verbundenen Aktivitäten im Front- und Backoffice. Die Gruppe zeichnet sich durch ihre besondere Eigentümerstruktur aus: Aktionäre sind die Familie Oddo und die Mitarbeiter des Unternehmens. Dieses „partnerschaftliche“ Selbstverständnis sorgt für eine langfristige Einbindung der Mitarbeiter. 2013 hat Oddo & Cie einen Jahresüberschuss von EUR 71,7 Mio. und Eigenkapital von EUR 489 Mio. ausgewiesen.

Pressekontakt:
Emmanuelle Bitton-Glaab
GFD Finanzkommunikation
Tel. +49 69 971 247 32
bitton-glaab@gfd-finanzkommunikation.de

UBS weitet Angebot an Fixed-Income-ETFs aus: Neuer ETF auf US-Unternehmensanleihen an der Deutschen Börse gelistet

Frankfurt/Zürich, 04. Dezember 2014 – Die UBS AG baut ihr Angebot an Fixed-Income-ETFs weiter aus und hat heute einen neuen ETF auf US-Unternehmensanleihen am XETRA-Segment der Deutschen Börse gelistet: Der UBS ETF – Barclays US Liquid Corporates 1-5 Year UCITS ETF (USD) A-dis bietet Investoren die Möglichkeit, US-amerikanische Investmentgrade-Unternehmensanleihen aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlichen Laufzeiten in einer Position zu bündeln. Die in US-Dollar denominierten Unternehmensanleihen weisen dabei eine Restlaufzeit von mindestens einem und höchstens fünf Jahren auf.

„Auf der Suche nach Alternativen zu den niedrigen Renditen bei Staatsanleihen rücken Corporate Bond-ETFs immer stärker in den Fokus von Investoren“, sagt Dag Rodewald, Leiter Vertrieb UBS ETFs Deutschland. Während Staatsanleihen von Ländern mit guten oder sehr guten Bonitätsnoten wie den USA oder Deutschland derzeit nur geringe Renditen bieten und entsprechende Staatsanleihen mit längerer Laufzeit die Gefahr relativ starker Kursverluste im Fall steigender Zinsen bergen, können Unternehmensanleihen mit Ratings im Investmentgrade-Bereich eine interessante Alternative sein. Einen einfachen Zugang zu diesen Anleihen bietet der neue UBS ETF.

UBS ETF auf den Barclays US Liquid Corporates 1-5 Year – Unternehmensanleihen aus den USA

Der UBS ETF – Barclays US Liquid Corporates 1-5 Year UCITS ETF (USD) A-dis investiert in Corporate Bonds, die von US-Unternehmen aus drei unterschiedlichen Branchen (Industrieunternehmen, Versorger und Finanzinstitutionen) begeben werden. Der Barclays US Liquid Corporates 1-5 Year konzentriert sich dabei auf Unternehmensanleihen mit Investmentgrade-Ratings. Derzeit umfasst der Index 109 Titel, die jeweils eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren haben. „Investoren, die in ihrem Portfolio US-Unternehmensanleihen abdecken möchten, ermöglicht der neue UBS ETF damit eine breite Streuung über verschiedene Branchen und Laufzeiten hinweg“, erklärt Rodewald. 

Der neu gelistete UBS ETF investiert direkt in die im Barclays US Liquid Corporates 1-5 Year Index enthaltenen Anleihen, repliziert seinen Index also physisch. Es kommen weder Swaps noch Wertpapierleihgeschäfte zum Einsatz. „Damit können wir Investoren einen ebenso transparenten wie kostengünstigen Zugang zu US-Unternehmensanleihen bieten“, so Rodewald. „Weil bei der regelmäßigen Neugewichtung des Index neu emittierte Anleihen automatisch aufgenommen werden und Papiere herausfallen, die nicht mehr die Laufzeitanforderungen erfüllen, entfällt für Investoren zudem auch die Notwendigkeit zur regelmäßigen Wiederanlage von Kapital.“

Weitere Informationen finden Sie auf: http://www.ubs.com/etf

Prospekte, vereinfachte Prospekte bzw. Wesentliche Informationen für den Anleger, die Satzung bzw. Vertragsbedingungen sowie die Jahres- und Halbjahresberichte der UBS Fonds können kostenlos bei UBS Deutschland AG bzw. bei UBS Global Asset Management (Deutschland) GmbH, Bockenheimer Landstraße 2-4, 60306 Frankfurt am Main angefordert werden.

Bei Rückfragen:          
Media Relations Frankfurt, Telefon 069/2179-2145
Dag Rodewald, Leiter Vertrieb UBS ETFs Deutschland, Telefon 069/1369-7318 

UBS Deutschland AG
www.ubs.com

Studie: So spart die deutsche Mittelschicht

Frankfurt, 2. Dezember 2014 – Verfügbares Einkommen und Bildungsniveau beeinflussen den Vermögensaufbau der deutschen Mittelschicht im konkreten Fall deutlich weniger als bisher angenommen. Das ist ein Ergebnis der von Union Investment beauftragten Untersuchung „Sparverhalten der deutschen Haushalte – eine neue Sicht“. Studienleiter Professor Dr. Bert Rürup vom Handelsblatt Research Institute: „Wir zeigen, dass die Wertvorstellungen und das Lebensbild der Menschen, also das soziale Milieu, in dem sie leben, einen ganz erheblichen Einfluss auf ihr Sparverhalten haben." Dazu wurden erstmals die verschiedenen Milieus der deutschen Mittelschicht analysiert, die maßgeblich die gesamtwirtschaftliche Vermögensbildung der Bundesbürger prägen. Die Untersuchung zeichnet ein umfassendes und sehr differenziertes Bild ihrer materiellen Möglichkeiten und Wünsche bis ins Jahr 2025. „Wir müssen uns von der Vorstellung des typischen Sparers und seines tradierten Sparverhaltens lösen“, so Rürup. Im Niedrigzinsumfeld sparen viele Anleger auf Sicht. Langfristige Ziele geraten dabei in den Hintergrund. „Die Studie zeigt, dass die Menschen unverändert Wünsche haben, die sie sich nur erfüllen können, wenn sie dafür sparen“, sagt Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment. „Denn einen Großteil dieser Wünsche zahlt man nicht vom Haushaltsgeld.“

Ausgangspunkt der Studie war die Fragestellung, warum sich das Geldvermögen der Deutschen im Vergleich zu dem anderer großer Volkswirtschaften wie den USA und Frankreich nur unterdurchschnittlich entwickelt, obwohl Einkommen und Sparquote im internationalen Vergleich hoch sind. Um das herauszufinden, wurden erstmals die Mikrodaten aus den jährlichen Haushalts-Befragungswellen des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) mit denen der Sinus Markt- und Sozialforschung kombiniert und ausgewertet. Die Sinus-Daten segmentieren die Bevölkerung anhand ihrer sozialen Lage und Grundorientierung in Milieus von Gleichgesinnten, also Menschen mit ähnlichen Lebensstilen und -zielen. Die Studie beschränkt sich bewusst auf die Analyse der Mittelschicht als Rückgrat der Gesellschaft. Zu ihr zählen alle privaten Haushalte in Deutschland mit einem verfügbaren Nettoeinkommen zwischen 70 und 150 Prozent des mittleren Einkommens. Das sind rund 60 Prozent aller Haushalte. Die ausgewählten fünf Milieus bilden die Mittelschicht am besten ab. Ihre Bandbreite reicht von der Sicherheit liebenden Nachkriegsgeneration der Traditionellen über die stark wertgetriebenen Sozial-Ökologischen und die klassische bürgerliche Mitte bis hin zu den leistungsbereiten Adaptiv-pragmatischen sowie den konventionsverweigernden Hedonisten.

Die Mittelschicht ist sehr heterogen
Die Studie wirft ein neues Licht auf das Sparverhalten dieser Gruppen. Über den breiten Trend hinaus, dass angesichts des Niedrigzinsumfeldes Geld lieber in kurzfristigen Anlageformen geparkt wird, weist sie bei unterschiedlichen Haushaltstypen dominante Wünsche und Bedürfnisse nach. Die Analyse stellt bisher gängige, auf Daten der amtlichen Statistik gestützte Annahmen infrage. So wird die generelle Bedeutung der Einkommenshöhe bisher stark überschätzt. Tatsächlich legen Haushalte, die unterschiedlichen Milieus angehören, bei ähnlich hohen Einkommen durchaus unterschiedliche Verhaltensweisen beim Sparen sowie bei der Wahl der Anlageformen an den Tag. Ähnliches gilt für die Bedeutung des Bildungsniveaus. Auch hier weichen Sparmotive, -verhalten und -formen von Haushalten mit ähnlichem Bildungsstand stark voneinander ab, wenn sie unterschiedlichen Milieus angehören. Bestätigt wurde hingegen der bestimmende Einfluss des Lebensalters auf das Sparverhalten. Gleichaltrige aus unterschiedlichen Milieus agieren ähnlich. Auch im Alter lassen die Sparanstrengungen der Mittelschicht kaum nach, wobei das Vererbungsmotiv an Bedeutung gewinnt.

Fünf Milieus – fünf Spartypen
Traditionelle: Die Haushalte des traditionellen und gleichzeitig ältesten Milieus sind wirtschaftlich recht gut versorgt. Erreichtes soll bewahrt werden. Sie bevorzugen häufiger als der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung sichere und liquide Geldanlagen wie Sparbücher, -konten und -briefe sowie festverzinsliche Wertpapiere.
Bürgerliche: Die bürgerliche Mitte kennzeichnet ein sehr stetiges und regelmäßiges Sparverhalten. Fast alle Sparformen sind verbreitet. Es werden überdurchschnittlich viele Kapitallebensversicherungen fällig und Bausparverträge frei. Damit stellt sich das Problem der Wiederanlage – bevorzugt in sichere Anlagen.
Sozialökologische: Ähnliches gilt für die Haushalte des sozialökologischen Milieus, das durch besonders viele Akademiker und Beamte geprägt ist. Hier ist breit vorgesorgt und der Immobilienbesitz überdurchschnittlich hoch. Auffällig ist der relativ hohe Anteil an Fondsbesitz.
Adaptiv-pragmatische: Die Haushalte des adaptiv-pragmatischen Milieus und der Hedonisten sind die jungen Milieus der Mittelschicht. Die Adaptiv-pragmatischen wollen ihre Kapitalanlagen optimiert wissen. Flexibilität ist Trumpf. Sie sind offen für Beratung und streben den Besitz von Immobilien an, die sie als Altersvorsorge sehen. Hinzu kommt ein überdurchschnittliches Interesse an Investmentfonds.
Hedonisten: Für die mehr spaßorientierten Hedonisten steht Wohlstandssicherung noch nicht im Fokus; Bildungssparen schon eher. Das Anlageverhalten ist wenig zielorientiert. Sie haben eine risikofreudigere Anlageneigung und interessieren sich für Börsendaten. Gemeinsam mit den Adaptiv-pragmatischen sind sie die potenziellen Aktiensparer von morgen.

Brücken zu ertragreicheren Anlagen bauen
„Die Studie zeigt, dass in vielen Haushalten Anspruch und Wirklichkeit bei der Vermögensbildung auseinanderklaffen“, erläutert Rürup. „So interessieren sich gerade jüngere Haushalte stärker für Wertpapiere wie Aktien als die konservativen, in einem traditionellen Milieu verhafteten Haushalte. Aber trotzdem investieren die Jüngeren nicht mehr." Hier kommt es darauf an Brücken, zu den ertragreicheren Anlagen zu bauen. Die jüngeren Milieus der Adaptiv-pragmatischen und Hedonisten werden stärker und gewinnen an Einfluss. „Beide entwickeln sich zu Milieus mit Vorbildcharakter für heranwachsende Generationen. Hier wird das Sparverhalten der Zukunft geprägt“, sagt Reinke. 

Benötigt wird eine Vielfalt von Sparprodukten, die die unterschiedlichen Lebenslagen und die zunehmend vielschichtiger werdenden Wertvorstellungen der Menschen berücksichtigen. „Wenn in einem neuen Umfeld alte Muster nicht mehr greifen, braucht es Veränderungen“, so Reinke. Denn für klassische Sparformen wird es immer schwerer, die veränderten und differenzierter werdenden Erwartungen zu erfüllen. Diese Befunde können Finanzdienstleistern helfen, Lösungen für die spezifischen Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden zu entwickeln und anzubieten. „Sparen bleibt auch in Zukunft ein wichtiger Beitrag zur Wohlstandssicherung“, betont Reinke.

Die gesamte Studie, das Studienbooklet sowie die Präsentationen von Prof. Rürup und Hans Joachim Reinke finden Sie unter diesem Link.

Weitere Informationen sind auch auf der Seite www.wohlstand-mittelschicht.de erhältlich