Börse Hamburg: Fondsumsätze im Oktober bei rund 60 Millionen Euro

Die Umsätze im Fondshandel der Börse Hamburg erreichten im Oktober ein Volumen von 60,6  Mio. Euro und lagen damit 10 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Der Oktober gilt im historischen Rückblick als umsatzstark, aber auch als volatil und als der Monat mit den meisten Börsencrashs. Viele Marktteilnehmer warten nicht unbedingt auf einen Crash, aber zumindest auf eine ihrer Meinung nach längst überfällige Korrektur am Aktienmarkt. Gerade die will aber einfach nicht kommen – im Gegenteil: Im Oktober erreichten der Dow Jones mit rund 23.480 Punkten und der DAX mit rund 13.240 Punkten neue historische Höchststände.

Die Umsätze im Fondshandel werden maßgeblich durch das Geschehen am Aktienmarkt beeinflusst. Die Aktienumsätze konnten im Oktober bei vergleichsweise geringer Volatilität zulegen und führten damit zu stabilen Umsätzen auch im Fondshandel. Für die bullische Stimmung am Aktienmarkt könnten mehrere Faktoren ausschlaggebend sein. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für  Deutschland  verbesserten sich im Oktober 2017 erneut, der Index stieg um 0,6 Punkte auf einen Wert von 17,6 Punkten. Auch die Konjunkturerwartungen der kommenden sechs Monate bleiben laut ZEW für Deutschland positiv, ebenso wie die Konjunkturerwartungen für die USA. Lediglich für den Euroraum wird teilweise eine Eintrübung der Konjunktur erwartet, insbesondere in wichtigen Ländern wie Italien und Frankreich. Der EuroStoxx50 reagierte entsprechend, er konnte sich im abgelaufenen Monat nur gut behaupten.

Keine wirklich negativen Auswirkungen auf das Marktgeschehen hatten hingegen die Ereignisse in und um Katalonien, die schleppend verlaufenden Brexit-Verhandlungen und der Nordkorea-Konflikt. Auch die unklaren Mehrheitsverhältnisse nach der Bundestags- und Niedersachsenwahl scheinen die Marktteilnehmer nicht in ihrer positiven Grundhaltung zu beeinträchtigen. Am 26. Oktober gab die EZB die lang ersehnte Entscheidung zum Anleihen-Kaufprogramm bekannt. Ab Januar 2018 sollen statt 60 Mrd. nur noch 30 Mrd. Euro monatlich angekauft werden. Ob diese Reduzierung von immerhin 50 Prozent zu nachhaltigen Reaktionen an den Märkten führen wird, bleibt noch abzuwarten.

Immobilien- und Dividendenfonds dominieren die Umsätze im Fondshandel

Wie schon in den Vormonaten, tendieren die Anleger zu einem defensiven Investitionsverhalten. Von daher dominieren unverändert offene Immobilienfonds (OIF) den Fondshandel an der Börse Hamburg. Acht der „TOP 10 nach Umsatz“ gehören zu dieser Assetklasse. Trotz der abgelaufenen Hauptversammlungssaison sind auch Dividenden-Fonds unverändert sehr beliebt bei Anlegern. Hier spielen sicherlich die vergleichsweise hohen Ausschüttungen eine Rolle, denn am Anleihenmarkt ist nach wie vor sehr wenig Rendite zu erzielen.

Mit 6,4 Mio. Euro hat der CS EUROREAL (WKN: 980500) im Oktober den Spitzenplatz im Umsatzranking behauptet, gefolgt vom SEB ImmoInvest (WKN: 980230), der Platz zwei mit 4,6 Mio. Euro verteidigte. Der CS EUROREAL hatte zudem am 25. Oktober eine Ausschüttung in Höhe von 4,06 Euro, was den Kurswert von rund 14,50 auf 10,50 Euro reduzierte. Platz drei erobertete der Stuttgarter Dividendenfonds mit einem Umsatz von 4 Mio. Euro. Dieser Fonds war im Oktober gleichzeitig Aktionsfonds an der Börse Hamburg und wurde folglich mit reduziertem Spread gehandelt.

„Next Generation“ - Rohstoff-Fonds bleibt Performance-Spitzenreiter

Im Ranking nach der besten Performance im abgelaufenen Monat Oktober konnte der Structured Solutions - Next Generation Resources Fund (WKN: HAFX4V) seinen Spitzenplatz mit einem weiteren Plus von 14,1 Prozent verteidigen. Dieser Fonds investiert vorzugsweise in Rohstoffunternehmen, die im Bereich der sogenannten „Next Generation Rohstoffe“ aktiv sind. Hierbei handelt es sich um Rohstoffe wie z. B. Lithium, Kobalt oder Grafit, die aufgrund neuer Technologien (u. a.  für Elektrofahrzeuge) in Zukunft verstärkt benötigt werden.

Asien Fonds top – Energie- und Gold-Fonds überwiegend flop

Zu den Gewinnern gehörten im Oktober eindeutig Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Asien und hier speziell Fonds, die auf Indien und Südkorea setzen. Der  AMUNDI EQUITY INDIA INFRASTRUCTURE (WKN: A0NFCJ) verzeichnete im Monatsvergleich ein Plus von 9,7 Prozent, der TEMPLETON KOREA FUND (WKN: 974424) kam auf ein Plus von 9,4 Prozent. Trotz weiter fester Ölpreise neigten Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Energiewerte teilweise zur Schwäche. Der SPDR S&P Oil & Gas Equ. & Svcs (WKN: A0MYDZ), der im September noch um 23,8 Prozent zugelegt hatte, gab in diesem Monat wieder 10,8 Prozent ab. Der SCHRODER ISF GLOBAL ENERGY (WKN: A0J29E) verlor im Oktober 5,9 Prozent. Schwächer waren im Oktober zudem Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Goldminenwerte. Der NESTOR GOLD FONDS (WKN: 570771) verlor 5,9 Prozent an Wert. Die Wertentwicklung dieser Fonds korreliert sehr stark mit dem Goldpreis. Die Unze Feingold konnte zwar im Oktober kurzzeitig die Marke von 1.300 USD/Unze überspringen, gab danach jedoch wieder deutlich nach.

Wie bereits im Vormonat waren auch Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Türkei weiter auf der Verliererseite. Die türkische Lira erreichte im Oktober mit 4,48 TRY/EUR ihr historisches Allzeittief, das ist ein Verlust von rund 32 Prozent innerhalb der vergangenen 12 Monate. Der in türkische Anleihen investierte Türkisfund Bonds (WKN: 987859) verlor im Monatsvergleich 5,9 Prozent. 

Top-10 der Fonds nach Umsatz an der Börse Hamburg im Oktober 2017 

Quelle: Börse Hamburg, Fondsumsätze vom 01.10.2017 bis einschließlich 30.10.2017 

Über die Börse Hamburg 
Die Börse Hamburg ist der führende Börsenplatz für den Handel mit offenen, aktiv gemanagten Fonds in Deutschland. Anleger können börsentäglich zwischen 8 Uhr und 20 Uhr rund 4.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Preisen handeln. Neben der Maklercourtage von 0,08 Prozent fällt die individuelle Bankprovision an. Die Orderaufgabe erfolgt - wie bei anderen Wertpapiergeschäften - über die Hausbank oder den Online-Broker. Es ist lediglich bei der Auswahl des Börsen- bzw. Handelsplatzes Hamburg anzugeben. Bei der Ausführung über die Börse Hamburg lassen sich Aufträge preislich und zeitlich limitieren, zum Beispiel auch über Stop-Loss- und Stop-Buy-Orders. Der Handel findet unter Aufsicht der Handelsüberwachungsstelle an der Börse Hamburg statt. Mehr Informationen zum Fondshandel finden Anleger unter www.boersenag.de/fonds.

DPAM erhält Top A+ Rating der UN PRI

Als Unterzeichner der UN-Prinzipien für verantwortliches Investieren setzt sich DPAM seit dem Jahr 2011 vehement für Best Practices ein, um die Akzeptanz von ESG-Faktoren und damit eine nachhaltigere Finanzindustrie voranzutreiben. Das Engagement und die Verbesserungsprozesse von DPAM wurden nun von der Finanzinitiative der Vereinten Nationen (UN PRI) mit der höchsten Bewertung, dem A+ Rating, gewürdigt.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Sich einmischen, Stimmrechte ausüben, kontroverse Aktivitäten in Frage stellen, für verantwortungsvolle Unternehmensführung und Best Practices in Anlageprozessen plädieren und selbst umsetzen – all das sieht Degroof Petercam Asset Management (DPAM) im Zentrum der Aufgaben von Investoren, die sich zu den sechs Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen (UN PRI) bekannt haben. Für sein Engagement und die Verbesserungsprozesse seit Unterzeichnung der UN PRI-Prinzipien im Jahr 2011 hat DPAM nun von der Finanzinitiative der Vereinten Nationen ein Upgrade seines bisherigen A-Ratings auf die höchste Bewertungsstufe A+ erhalten. 

Nach den Vorstellungen der UN PRI sollte sich für jeden Unterzeichner an das Commitment zu diesen Prinzipen ein systematischer Prozess anschließen, der nicht nur das eigene Handeln und die Investmentprozesse nachhaltiger macht, sondern im Umkehrschluss dazu beiträgt, dass auch andere Unternehmen verantwortungsbewusster handeln und ökologische und soziale Belange in ihr Handeln einbeziehen. Um zu vermeiden, dass die Unterzeichnung der Prinzipien bloße Lippenbekenntnisse der Mitglieder bleiben, verlangt die UN PRI ein jährliches Reporting darüber, inwieweit die Prinzipien in den einzelnen Organisationen bereits umgesetzt werden. Jeder Unterzeichner erhält im Anschluss von der UN PRI eine Einschätzung über den erreichten Fortschritt, die als Grundlage für weitere Verbesserungen dient. 

„Die stark steigende Anzahl von Unterzeichnern der UN PRI werden von manchen Beobachtern als Trend bzw. Hype rund um das Thema Nachhaltigkeit abgetan. In der Tat scheinen die UN PRI-Prinzipien vereinzelt von Trittbrettfahrern nur zu reinen Marketingzwecken genutzt zu werden. Das ist sicherlich zu verurteilen. Wir sehen das allgemein zunehmende Bekenntnis zu einer nachhaltigeren Finanzwirtschaft dennoch als sehr vielversprechendes Zeichen. Nachhaltige Finanzprodukte gewinnen in der Summe an Glaubwürdigkeit und dementsprechend immer mehr Marktanteile. Sie treten aus der Nische heraus und sind auf einem guten Weg, zum Mainstream zu werden“, sagt Ophélie Mortier, Responsible Investment Strategist bei DPAM. „Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens hat die UN PRI bekräftigt, dass es nun verstärkt darum gehen muss, das weit verbreitete Bewusstsein für nachhaltiges Investieren in der ganzen Breite in die Tat umzusetzen, um eine wirklich nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu bewirken. Mit diesem Ziel vor Augen hat die UN PRI kürzlich angekündigt, die jährlichen Reporting-Pflichten für Unterzeichner zukünftig zu verschärfen.“

ESG- und Finanzanalyse als Einheit begreifen

Das erste UN PRI-Prinzip sieht vor, ESG-Themen in die Analyse- und Entscheidungsprozesse im Investmentbereich einzubeziehen. Also diejenigen Unternehmen, in die über Aktien oder Renten investiert wird, daraufhin zu prüfen, welchen Einfluss sie zum Beispiel auf die Umwelt haben, wie sie mit ihren Mitarbeitern umgehen oder wie sie ihre Unternehmensführung nach außen transparent machen. „Wir sind davon überzeugt, dass die Einbeziehung von ESG-Kriterien in den Investmentprozess wertschöpfend ist. Wir schreiben niemandem vor, was ‚verantwortungsvoll‘ oder ‚nachhaltig‘ ist. Vielmehr ist es unsere Aufgabe als Vermögensverwalter, im Interesse unserer Kunden alle Chancen und Risiken, die mit einem Investment verbunden sind, herauszuarbeiten. Dafür müssen wir konsequenterweise auch wissen, wie ESG-Kriterien diese Chancen und Risiken beeinflussen. Deshalb geht bei uns die ESG-Analyse Hand in Hand mit der Analyse finanzieller Kennzahlen“, beschreibt Ophélie Mortier den ESG-Ansatz bei DPAM.

Ein Prozess, der nie zu Ende geht

Für DPAM spielt der ständige Dialog mit den Unternehmen und die Einflussnahme auf Hauptversammlungen mittels Stimmrechtsausübungen eine zentrale Rolle, um Unternehmen zu nachhaltigerem und verantwortungsbewussterem Handeln zu bewegen. „Letztendlich muss man ESG als einen dauerhaften Prozess begreifen, der die Wirtschaft und auch die Gesellschaft langfristig gerechter und nachhaltiger werden lässt“, betont die DPAM-Expertin. Dabei geht es ihr auch darum, Unternehmen die Chance zu geben, einen Entwicklungsprozess zu durchleben. „Investoren, die sich aktiv einsetzen für eine bessere und nachhaltigere Welt, sollten den einzelnen Unternehmen aber auch die Luft lassen, sich in dieser Richtung zu entwickeln. Einfach pauschal einzelne Branchen auszuschließen, kann dabei in die Sackgasse führen“, sagt Ophélie Mortier. 

„Und selbstverständlich muss auch jeder Unterzeichner der UN PRI die Art und Weise, wie er ESG-Kriterien beurteilt und dann in Investmententscheidungen umsetzt, ständig auf den Prüfstand stellen und hinterfragen, ob die internen ESG-Prozesse jederzeit mit dem eigenen UN PRI-Commitment übereinstimmen.“ 

DPAM verfügt im Management auf Nachhaltigkeit ausgerichteter Investmentportfolios eine lange Expertise. Bereits im Jahr 2002 wurde die erste ESG-Kriterien folgende Portfoliostrategie lanciert. Aktuell verwaltet DPAM 2,7 Milliarden Euro in nachhaltigen Strategien über eine Vielzahl von Anlageklassen hinweg.

Hubert Dänner übernimmt die Verantwortung für den Vertrieb bei Assenagon

Im Zuge des stetigen Unternehmenswachstums ernennt der unabhängige Asset Manager Assenagon Hubert Dänner (51 Jahre) zum neuen Head of Sales. Der gelernte Bankkaufmann und Betriebswirt verantwortet ab dem 13. November 2017 die gesamten Vertriebsaktivitäten und berichtet an Hans Günther Bonk.

Zuvor war Dänner Niederlassungsleiter für Deutschland und Österreich bei Amundi, wo er von 2006 bis 2015 mit seinem Team das verwaltete Vermögen versechsfachen konnte. Eine weitere berufliche Station Dänners war die Crédit Agricole-CIB in Frankfurt. Hier verantwortete er zwischen 2002 und 2006 als Head of Corporate Sales Capital Markets die Bereiche Fixed Income, Commodities und Money Market in Deutschland und Österreich. Ausgangspunkt seiner Karriere war die DZ Bank in Frankfurt, bei der er von 1991 bis 2002, zuletzt als Head of Treasury Sales – Capital Markets, tätig war.

"Wir haben dieses Jahr nicht nur unser 10-jähriges Unternehmensjubiläum gefeiert, sondern konnten darüber hinaus das verwaltete Vermögen von Assenagon auf über 20 Milliarden Euro steigern. Da ist es konsequent, dass wir auch unsere Vertriebskompetenz und -stärke weiter ausbauen. Mit Hubert Dänner haben wir uns die Expertise eines Vertriebsprofis gesichert, der mehr als 23 Jahre Vertriebserfahrung mitbringt und über ein sehr großes Netzwerk verfügt. Mit ihm werden wir die Entwicklung unseres institutionellen Geschäfts einen großen Schritt voranbringen", sagt Hans Günther Bonk, Gründer und Managing Director der Assenagon-Gruppe. "In den letzten Jahren hat sich Dänner an einer Reihe von Start-ups beteiligt und diese bei ihrer strategischen Ausrichtung beraten. Sein umfassendes Investoren- und Marktverständnis ist für uns von großem Wert, um unsere starke Marktposition und Präsenz weiter auszubauen", ergänzt Vassilios Pappas, Gründer und Managing Director der Assenagon-Gruppe.

Über Assenagon
Assenagon ist ein auf die Steuerung von Kapitalmarktrisiken spezialisierter europäischer Asset Manager. Seit der Gründung im Jahr 2007 haben institutionelle Investoren dem Unternehmen ein Vermögen von mehr als 20 Milliarden Euro anvertraut. Das Unternehmen bietet umfassendes Management von Risiken im Fondsmantel an und orientiert sich am Bedarf von Kapitalanlegern, Erträge mit vorgegebenen Risikobudgets zu erwirtschaften. Der Schwerpunkt liegt dabei auf maßgeschneiderten Dienstleistungen, die sich über die gesamte Prozesskette des Risiko-Managements erstrecken: Angefangen bei der Bewertung von Risiken über die Analyse von Rendite-/Risiko-Profilen sowie die Identifikation und Umsetzung von Investmentchancen an regulierten Märkten bis hin zu Collateral Management.

Lombard Odier Investment Managers baut Vertrieb in Deutschland und Österreich weiter aus

Mit Wirkung vom 16. Oktober 2017 hat Lombard Odier Investment Managers (‘Lombard Odier IM’) Robert Schlichting zum Leiter Institutioneller Vertrieb für Deutschland und Österreich ernannt. Frank Stefes übernimmt die Leitung des Vertriebsbereichs Third Party Distribution für Deutschland und Österreich.

Vor seiner Tätigkeit bei Lombard Odier IM arbeitete Robert Schlichting für die Deutsche Asset Management, wo er Leiter des Institutionellen Vertriebs Deutschland war. Er wird künftig an Jonathan Clenshaw, Leiter des Institutionellen Vertriebs Europa bei Lombard Odier IM, berichten. Vor seiner Tätigkeit für die Deutsche Asset Management war er in unterschiedlichen Positionen für Neuberger Berman, Schroders, BlackRock, Merrill Lynch Investment Managers und J.P. Morgan Asset Management tätig.

Frank Stefes ist seit 2010 bei Lombard Odier IM. Er verantwortete in den vergangenen sieben Jahren die Geschäftsentwicklung des Unternehmens in Deutschland und Österreich. Frank berichtet an Martin Thommen, Leiter Third Party Distribution Europa.

Carolina Minio-Paluello, Globale Vertriebsleiterin bei Lombard Odier IM: „Unsere Kunden richten komplexe und vielfältige Anforderungen an uns. Umso mehr ist es uns ein Anliegen, unsere Kapazitäten in Deutschland und Österreich auszubauen. Mit dem Aufbau zweier unterschiedlicher Vertriebskanäle können wir unseren Kunden künftig noch gezieltere Ansätze für ihre individuellen Bedürfnisse anbieten. Zugleich streben wir an, neue Kundenbeziehungen in diesen Märkten aufzubauen.”

Über Lombard Odier IM
Lombard Odier Investment Managers ist der Asset-Management-Arm der Lombard Odier Gruppe. Seit der Gründung im Jahr 1796 befindet er sich im vollständigen Besitz seiner Partner und wird komplett von diesen finanziert.
Unsere unabhängige Struktur und die Einbindung unserer Partner in das tägliche Management der Firma erlaubt es uns, uns ganz auf die Bedürfnisse unserer Kunden, auf den Aufbau von Vertrauen und den Einklang der Interessen zu konzentrieren. Um unsere Kunden dabei zu unterstützen, ihre Ziele in einer sich verändernden Welt zu erreichen, haben wir im Verlauf unserer Geschichte das „Alte“ stets kritisch überdacht und immer wieder „Neues“ aufgegriffen.
Unseren Kunden, die auf vielfältige und verschiedenartige Weise langfristig orientiert sind, bieten wir eine breite Palette an Investmentlösungen. Mit unserer Tradition und der Kombination, das Beste aus Konservativismus und Innovation zu vereinen, sind wir gut aufgestellt, um anhaltende Werte für unsere Kunden zu schaffen. Unsere Investmentexpertise umfasst Anleihen, Wandelanleihen, Aktien, Multi-Asset, Alternative Investments und Responsible Investing.
Mit 128 Investmentexperten verfügen wir über ein globales Geschäft mit einem Netzwerk von insgesamt 13 Büros in Europa, Asien und Nordamerika. Unsere Asset under Management betragen 46 Milliarden Schweizer Franken (Stand 30. Juni 2017).

Deutsche Investoren sehen weniger Liquiditätsrisiken als ihre europäischen Kollegen

Deutsche Großanleger sind bei der Kapitalanlage deutlich sicherheitsorientierter als andere europäische Investoren. Allerdings spielen Liquiditäts- und Reputationsrisiken für sie eine geringere Rolle. Zu diesem Ergebnis gelangt eine von Union Investment beauftragte Befragung von 205 institutionellen Investoren in Deutschland und sechs weiteren europäischen Ländern.

Für 72 Prozent der deutschen Investoren ist Sicherheit der wichtigste Aspekt der Kapitalanlage. Anders sehen dies die in der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien und den skandinavischen Ländern Dänemark, Schweden und Finnland befragten Investoren. Im Durchschnitt räumt nur jeder Dritte von ihnen (32 Prozent) dem Sicherheitsaspekt einen besonders hohen Stellwert ein. Am geringsten ist das Sicherheitsbedürfnis der Investoren in den skandinavischen Ländern. Hier wiesen lediglich 23 Prozent der Befragten auf die hohe Bedeutung der Sicherheit hin.

Auch mit Blick auf einen weiteren Bestandteil des Investmentdreiecks von Sicherheit, Liquidität und Rendite weichen die Einstellungen deutscher Investoren von denen ihrer europäischen Kollegen deutlich ab. Während im Durchschnitt 21 Prozent der außerhalb von Deutschland befragten Großanleger die Liquidität ihrer Investments für besonders wichtig halten, tun dies hierzulande lediglich sieben Prozent. Ähnlich geringe Werte finden sich mit durchschnittlich 15 Prozent nur noch in den skandinavischen Ländern. „Das Ergebnis für Deutschland spiegelt Veränderungen in der Portfoliostruktur hiesiger Investoren wider“, sagt Alexander Schindler, Vorstand von Union Investment mit Zuständigkeit für das institutionelle Kundengeschäft. „Im Niedrigzinsumfeld müssen Investoren die Risikoleiter hinaufsteigen und auch in Assetklassen investieren, die weniger liquide sind.“ Dabei sollten Anleger das Liquiditätsrisiko nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern bei der Ausrichtung des Gesamtportfolios von Anfang an miteinbeziehen. „Wenn in krisenhaften Marktphasen viele Investoren den gleichen Ausgang benutzen wollen, kann es unter Liquiditätsaspekten eng werden“, so Schindler.

Reputationsrisiken außerhalb Deutschlands stärker beachtet

Wie der Dieselskandal zeigt, können solche Vorfälle bei Unternehmen ein erhebliches Kursrisiko und damit eine Gefahr für Investoren darstellen. Grundsätzlich teilt die Mehrheit der Investoren in Deutschland und Europa diese Einschätzung. Bei den übrigen in Europa befragten Großanlegern ist die Sensibilität für Reputationsrisiken allerdings deutlich stärker ausgeprägt als in Deutschland. Insgesamt halten durchschnittlich 68 Prozent von ihnen die Berücksichtigung entsprechender Kriterien bei der Kapitalanlage für wichtig bis sehr wichtig. Hierzulande liegt dieser Anteil lediglich bei 56 Prozent. Vor allem in den skandinavischen Ländern wird die Relevanz von Reputationsrisiken für die Kapitalanlage als hoch eingeschätzt. Dort äußerten sich 77 Prozent der Befragten in diesem Sinne. In der Schweiz, den Niederlanden und Großbritannien liegen die Werte mit jeweils 64 Prozent gleichauf.

Deutliche Unterschiede finden sich auch bei der Bewertung von Umweltrisiken. Während diese in Deutschland nur für 27 Prozent der Investoren eine wichtige bis sehr wichtige Rolle spielen, liegt der entsprechende Anteil bei den anderen in Europa befragten Großanlegern mit im Durchschnitt 38 Prozent deutlich höher. Spitzenreiter sind die skandinavischen Länder mit einer Quote von 50 Prozent, gefolgt von den Niederlanden mit 48 Prozent und der Schweiz mit 32 Prozent. Der geringste Zustimmungswert findet sich mit 21 Prozent bei Investoren aus Großbritannien. Für Schindler ist die nur mäßige Berücksichtigung von Umweltkriterien unverständlich. „Über die Klimaschutzdebatte finden Umweltrisiken verstärkt Eingang in die Kapitalanlage“, erläutert das Vorstandsmitglied von Union Investment. „Umwelt- und Klimasünder können auch das eigene Geschäftsmodell beschädigen. Vor diesem Hintergrund stellen sie einen erheblichen Risikofaktor für die Kapitalanlage dar, den jeder Investor auf dem Schirm haben sollte.“

10 Jahre dynamisches Investieren in die künftigen Topaktien der Eurozone

Generali Investments, der zentrale Vermögensverwalter der Generali-Gruppe, teilt die Namensänderung des Teilfonds Generali Investments SICAV (GIS) Euro Equity Mid Cap mit.

Der 2007 aufgelegte Teilfonds konnte innerhalb von 10 Jahren eine Gesamtrendite von 75,16% erreichen. Im Vergleich dazu erzielte der Referenzindex, der MSCI EMU SMID Cap – Net Index, eine Gesamtrendite von gerade einmal 5,85%1.

Der neue Name2 GIS Euro Future Leaders spiegelt das Anlageziel und die Anlagephilosophie des Teilfonds wider: Investitionen in Unternehmen der Eurozone mit den besten Wachstumsaussichten und einer fairen Bewertung, d.h. in die künftigen Top Performer in ihren jeweiligen Märkten.

Eric Biassette, bei Generali Investments verantwortlich für thematische Aktienanlagen und Manager des Fonds GIS Euro Future Leaders seit Auflegung, erläutert: „In diesen zehn Jahren waren wir mit extrem schwierigen und außergewöhnlichen Marktbedingungen konfrontiert. Trotz alledem konnten wir unseren Anlegern eine gute Performance bieten und damit die Qualität unseres Investmentprozesses eindrucksvoll unter Beweis stellen.“

Häufig geben Anleger Mid Caps, die am Beginn ihrer Expansion stehen, den Vorzug, denn diese sind weniger stark von der Konjunkturentwicklung und den Marktzyklen abhängig als Large Caps. Auch hängt ihre Börsenperformance stärker von ihrer Fähigkeit zur Umsetzung ihrer Strategie ab. Charakteristisch sind ferner der höhere Gewinn je Aktie und die durchschnittlich niedrigere Volatilität.

Da die Dynamik, die ihrer Performance zugrunde liegt, höchst komplex sein kann, ist es bei solchen Unternehmen, die häufig innerhalb eines einzigen Landes aktiv sind, sehr wichtig, sie und auch ihr Umfeld bestens zu kennen.

Die Anlagestrategie des GIS Euro Future Leaders trägt all diesen Faktoren Rechnung und beruht auf einem robusten Prozess zur Einzeltitelauswahl, der auf Unternehmen fokussiert ist, die ihre Qualität bereits unter Beweis gestellt haben, ein klares und berechenbares Business Model besitzen und zudem das Potenzial haben, sich in ihrem Sektor zu einem Large Cap zu entwickeln. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die Cashflow-Generierung: Die Analyse der Free-Cashflows und die Gespräche mit dem Management zur Klärung ihrer Verwendung spielen eine wichtige Rolle.

Anschließend legt das Team anhand seines Bewertungsmodells und der verfügbaren Daten ein Kursziel für jede Aktie fest und wählt diejenigen Unternehmen aus, deren Wert im Lauf der drei kommenden Jahre deutlich steigen könnte. Auf der Grundlage seiner Bewertungen baut das Team sodann ein Portfolio aus 60 bis 70 Aktien auf, das in der Regel einen niedrigen Portfolioumschlag aufweist. Die Beteiligung an einem Unternehmen wird dann reduziert oder verkauft, wenn das Kursziel erreicht bzw. das Aufwärtspotenzial erschöpft ist oder wenn die Faktoren, auf denen die Anlage beruhte, sich ändern.

Eric Biassette kam 2000 zu Generali Investments und ist dort als Portfoliomanager für Small und Mid Caps verantwortlich. Zuvor war er zehn Jahre lang als Sellside-Analyst bei ING-Barings tätig. Eric ist Mitglied der SFAF (Société Française des Analystes Financiers, französischer Finanzanalystenverband), Absolvent der Ingenieurwissenschaften des Institut National Agronomique Paris-Grignon und besitzt zudem einen Master in Finanzlehre der Universität Paris IX Dauphine.

1) Quelle: Generali Investments Europe S.p.A. Società di gestione del risparmio, Datenstand: Ende September 2017. Die Wertentwicklung der Vergangenheit stellt in keinem Fall eine Garantie für die künftige Performance dar, auch besteht das Risiko eines vollständigen Verlusts des Kapitals des Teilfonds.
2) Inkrafttreten der Namensänderung: 18. September 2017.

ÜBER GENERALI INVESTMENTS
Generali Investments, zentraler Asset Manager der Generali Gruppe, bietet eine breite Auswahl an Investmentlösungen für institutionelle und Privatkunden an, die von institutionellen Mandaten bis hin zu Investmentfonds reichen. Mit einem verwalteten Vermögen von 452 Milliarden Euro (Stand Ende Juni 2017, Quelle: Generali Investments Europe SpA Società di gestione del risparmio) gehört Generali Investments zu den größten Asset Managern in Europa (Stand Dezember 2016, Quellen: IPE, Generali Investments Europe S.p.A. Società di gestione del risparmio). Das Unternehmen verfügt über eine erwiesene Expertise im Multi-Asset-Portfolio-Management. Die dabei angewandte Methode basiert auf Research und einem umsichtigen Risikoansatz zum Schutz des investierten Kapitals und zur Generierung langfristiger stabiler Renditen.
Generali Investments ist eine kommerzielle Markenbezeichnung der Generali Investments Europe S.p.A. Società di gestione del risparmio. Die Gesellschaft ist eine italienische Kapitalanlagegesellschaft mit Sitz in 34132 Triest, via Machiavelli 4, Italien, eingetragen im von der italienischen Aufsichtsbehörde (Banca d’Italia) geführten Albo delle Società di Gestione del Risparmio (Register für italienische Kapitalanlagegesellschaften) unter der Nummer 18 im Bereich der OGAW sowie unter Nummer 22 im Bereich für AIF, und untersteht der Leitung und Koordination der Generali Investments Holding S.p.A

Zwischengewinn des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS überschreitet Marke von 2 Euro; Ausschüttung von über 4% erwartet

Der von der KFM Deutsche Mittelstand AG initiierte Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS (WKN A1W5T2) überschreitet nach neuneinhalb Monaten beim ausschüttungsfähigen Zwischengewinn je Fondsanteil die 2 Euro-Marke.

Damit konnte der Fonds 2017 nahtlos an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Das aktive Rentenmanagement des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS brachte seinen Anlegern für das Jahr 2014 eine Ausschüttung von 2,10 Euro je Fondsanteil. Für das Geschäftsjahr 2015 schüttete der Fonds je Anteilsschein 2,29 Euro an die Anleger aus und für das Jahr 2016 erhielten die Anleger eine Ausschüttung von 2,17 Euro je Fondsanteil. Das entspricht einer Jahresrendite von über 4% jeweils bezogen auf den Anteilspreis zu Jahresbeginn.

Für das Jahr 2017 rechnet die Fondsinitiatorin KFM Deutsche Mittelstand AG wiederum mit einer Ausschüttung von über 4% bezogen auf den Anteilspreis zu Jahresbeginn. Die ausschüttungsbereinigte Wertentwicklung seit Fondsauflage beträgt 18,80%.

Weichen für attraktive Rendite in den Folgejahren gestellt

Aktuell ist der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS in 51 Wertpapiere investiert. Diese verfügen (unter Berücksichtigung der Gewichtung im Gesamtportfolio) über einen durchschnittlichen Zinskupon von aktuell 6,30% p.a. Damit ist nicht nur für 2017, sondern auch für die nächsten Jahre eine Grundlage für den weiteren Erfolg gelegt.

Fokus auf Mittelstand wird belohnt

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS investiert vornehmlich in festverzinsliche Wertpapiere mittelständischer/familiengeführter Unternehmen (wie z. B. den Immobilien Projektentwickler Euroboden GmbH oder den Automobilzulieferer Hörmann Industries GmbH) ausschließlich in der Fondswährung Euro (keine Währungsrisiken) und verzichtet auf Derivate. Somit profitieren Investoren von den attraktiven Renditen für Mittelstandsanleihen und können gleichzeitig durch die breite Portfoliostreuung das Chancen-/Rendite-Verhältnis gegenüber einer Direktanlage in eine einzelne Anleihe optimieren. Insgesamt überwacht der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS aktuell Anleihen von 257 Emittenten mit einem Gesamtemissionsvolumen von rund 77 Milliarden Euro.

Über die KFM Deutsche Mittelstand AG
Die KFM Deutsche Mittelstand AG ist Experte für Mittelstandsanleihen und Initiator des Deutschen Mittelstandanleihen FONDS (WKN A1W5T2). Manager dieses Fonds ist die Heemann Vermögensverwaltung GmbH; Verwaltungsgesellschaft ist die FINEXIS S.A. und Verwahrstelle die Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Niederlassung Luxemburg. Der Fonds bietet für private und institutionelle Investoren eine attraktive Rendite in Verbindung mit einer breiten Streuung im Mittelstandsanleihen-Markt. Die Investmentstrategie des Fonds basiert dabei auf den Ergebnissen des von der KFM Deutsche Mittelstand AG entwickelten Analyseverfahrens KFM-Scoring. Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS schüttet seine Erträge jährlich an seine Anleger aus. Für das Jahr 2014 schüttete der Fonds seinen Anlegern 2,10 Euro je Fondsanteil aus; für das Jahr 2015 erfolgte eine Ausschüttung von 2,29 Euro und für das Jahr 2016 von 2,17 Euro je Fondsanteil. Bezogen auf den Anteilspreis jeweils zu Jahresbeginn ergibt sich eine Ausschüttungsrendite von über 4% pro Jahr bezogen auf den jeweiligen Anteilspreis zu Jahresbeginn. Auch im laufenden Jahr profitieren die Anleger von der Wertentwicklung des Fonds und einer damit verbundenen geplanten Ausschüttung in Höhe der Vorjahre. Die KFM Deutsche Mittelstand AG wurde beim Großen Preis des Mittelstandes 2016 als Preisträger für das KFM-Auswahlverfahren und die überdurchschnittliche Entwicklung des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS ausgezeichnet.

Gesundes Geld: Geld verstehen & nachhaltig einsetzen

Ein bekanntes Sprichwort sagt: Geld regiert die Welt! Selbst wenn wir unterstellen, dass dies tatsächlich so ist, ist es für jeden Menschen sehr hilfreich, das Geld seinem Wesen nach zu verstehen. Was also ist Geld eigentlich? Wo entsteht es und wie kommt es in den gesellschaftlichen Kreislauf? Welche Funktionen, Vor- und Nachteile sind mit unserem heutigen Geld verbunden? Und schließlich: wie kann und sollte es ein jeder von uns „gesund“, also nachhaltig zum eigenen Nutzen und ebenso zum Nutzen der Gemeinschaft einsetzen?

Genau darum geht es im Online-Kongress „Gesundes Geld“ vom 1. Bis zum 10. November 2017:
Die Kongress-Teilnehmer bekommen dort kostenlos die seltene Gelegenheit, von 17 erfahrenen Makroökonomen sowie Experten unterschiedlicher Segmente des Kapitalmarktes in komprimierter Form wertvolles Finanzwissen und hilfreiche Insidertipps zu erhalten. Die dort verständlich dargelegten Zusammenhänge helfen auch jenen Menschen, die sich sonst wenig bis gar nicht mit den Facetten des weit verzweigten Finanzmarktes beschäftigen, dabei, die Energieform Geld besser verstehen zu lernen, um zukünftig effektivere Finanzentscheidungen zu treffen! 

Die Kongress-Veranstalter Frank Kühtz & Dietmar Wilberg arbeiteten selbst viele Jahre im Finanzmarkt und haben eine anspruchsvolle Auswahl an Interview-Partner für ihren Kongress gewinnen können.

F+B-Wohn-Index Deutschland Q3/2017

Der F+B-Wohn-Index Deutschland als Durchschnitt der Preis- und Mietentwicklung von Wohnimmobilien stieg im 3. Quartal 2017 im Vergleich zum Vorquartal mit weiter abgeschwächter Dynamik nur noch um 0,6 %, im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,3 %. Die Wachstumsdynamik der letzten 12 Monate zeigt mittlerweile einen bundesweit abflachenden Trend, der an einzelnen Standorten deutlich wahrnehmbar ist. Allerdings hält die seit sechs Jahren anhaltende Spreizung zwischen dem Preisanstieg von Eigentumswohnungen und der Entwicklung der Neuvertrags- und Bestandsmieten immer noch an, wenn auch ebenfalls in abgeschwächter Form. F+B erwartet hier für 2018 im Bundesdurchschnitt erstmals wieder eine Synchronisierung dieser beiden zentralen Preisdaten in der Wohnungswirtschaft. 

Wichtig für die wohnungspolitische Diskussion ist dabei, dass Bestandsmietenbundesweit im Vergleich von Q3/2017 zum Vorquartal nur unmerklich um 0,3 % anstiegen und sich der Preisanstieg der Neuvertragsmieten mit 0,4 % dem der Bestandsmieten nahezu angeglichen hat. Eigentumswohnungen verteuerten sich dagegen im gleichen Zeitraum um 0,9 % und Einfamilienhäuser um 0,7 %. Auch im Vergleich zum Vorjahresquartal 3/2016 übertrafen Eigentumswohnungen mit 5,7 % und Einfamilienhäuser mit 5,0 % den Durchschnittswert des F+B-Wohn-Index von 4,3 % deutlich. Die Preise für einzelne Mehrfamilienhäuser zogen im Vergleich zum Vorquartal mit + 0,6 % an und konnten gegen den Gesamttrend des Wohn-Index überdurchschnittlich wachsen. Im Jahresvergleich stiegen die Preise für diese Anlageobjekte um 1,5 %. Neuvertragsmieten und Bestandsmieten verteuerten sich mit 2,2 % bzw. 1,4 % im Vergleich zu ihren Vorjahresquartalen nach wie vor unterhalb des Anstiegs des F+B-Wohn-Index.

F+B-Wohn-Index: Preis- und Mietenentwicklung – Index und Änderungen (in %)

 

Einfamilien-

häuser

Eigentums-

wohnungen

Mehrfamilien-

häuser

Neuvertrags-

mieten

Bestands-mieten

F+B-

Wohn-Index

Index 2017-III

(Ø 2004 = 100)

122,0

143,9

113,6

119,5

109,1

125,4

Änderung zum Vorquartal

0,7

0,9

0,6

0,4

0,3

0,6

Änderung zum Vorjahresquartal

5,0

5,7

1,5

2,2

1,4

4,3

F+B-Wohn-Index 2017, © F+B 2017

Insgesamt zeigt sich der deutsche Markt für Wohn-Immobilien nach wie vor äußerst heterogen. „Wer als Investor nach Anlageobjekten sucht, die mehr als vier Prozent Rendite pro Jahr abwerfen sollen, muss auf B-, C- oder gar D-Standorte ausweichen, mit entsprechend höherem Risiko. Ohne eine eingehende Standortanalyse, die demografische und sozioökonomische Aspekte einschließt, sind die mit einem solchen Investment verbundenen Risiken aber nicht wirklich beherrschbar“, erklärte F+B-Geschäftsführer Dr. Bernd Leutner. Zu klein ist das örtliche Marktangebot, zu volatil sind die Preise und zu groß ist der Einfluss einzelner Neubauvorhaben und Projektentwicklungen auf das Preisgefüge. „Wer dagegen über lokale Marktkenntnisse – auch informeller Natur – und über die Fähigkeit verfügt, auch aufwertungsbedürftige Wohnungen marktgerecht zu sanieren, kann aktuell mit einer attraktiven Wertentwicklung seiner Investments rechnen“, so der F+B-Chef.

Nach Beobachtungen von F+B gewinnt vor diesem Hintergrund ein Investorentyp an Bedeutung, der in der Region investiert, die er aus eigener Anschauung kennt und dort über Netzwerke verfügt, um noch vor einem öffentlichen Angebot an Objekte und Grundstücke zu kommen. Und zwar mit oder ohne Makler. Dr. Bernd Leutner: „Das kommt auf der anderen Seite vielen verkaufswilligen Einzeleigentümern, Familien und mittelständischen Immobilieneigentümern entgegen, die wenig Neigung haben, sich auf anstrengende Bieterverfahren einzulassen und auch die drohende Publizität scheuen, wenn die Presse Wind von den Verhandlungen bekommt. Im Fokus stehen dann häufig Kreisstädte von demografisch und wirtschaftsstrukturell ‚gesunden‘ Regionen.“ Wenn diese Kreisstädte – auch in der Größenordnung bis 75.000 Einwohner - dann auch noch wesentliche überörtliche Funktionen übernehmen, weil eine Metropole mehr als 50 km entfernt ist, seien zentral gelegene und mit Gewerbeanteilen angereicherte Wohnobjekte nur mit einem äußerst niedrigen Leerstandsrisiko behaftet und daher hoch attraktiv, sagte Leutner.

Die Entwicklung im Langfristvergleich

Bei Einfamilienhäusern wuchs der Index für diese Nutzungsart im Vergleich von Q3/2017 zu Q3/2012, also in den letzten fünf Jahren, um 22,2 %, bei den Mehrfamilienhäusern (MFH) nur um 7,1 %. Im Zehn-Jahresvergleich übertreffen ebenfalls die EFH mit 29,3 % die MFH deutlich mit 13,1 %. Eigentumswohnungenverteuerten sich innerhalb der letzten fünf Jahre um 33,2 % und in den vergangenen zehn Jahren (Vergleich jeweils der dritten Quartale) sogar um 48,8 %.

Die Neuvertragsmieten veränderten sich in den letzten fünf Jahren um 10,9 % und in den vergangenen zehn Jahren um 19,7 %. Bestandsmieten entwickelten sich naturgemäß etwas moderater um jeweils 5,2 % (Q3/2017 zu Q3/2012) und 7,7 % (Q3/2017 zu Q3/2007). Zum Vergleich: Der seit 2004 vierteljährlich fortgeschriebene F+B-Wohn-Index über alle Nutzungsarten bei Wohnimmobilien (Preise und Mieten) stieg im Fünf-Jahresvergleich der dritten Quartale um 20,7 % und binnen zehn Jahren um 29,8 %.

Betrachtet man den maximalen Anstieg der Neuvertragsmieten in den 50 teuersten deutschen Städten über 25.000 Einwohner, so stehen im Ein-Jahresvergleich ausschließlich Kommunen aus Baden-Württemberg an der Spitze:

  • Lörrach           + 7,3 %
  • Kornwestheim + 6,2 %
  • Leonberg        + 5,4 %
  • Ostfildern        + 5,2 %

In keiner deutschen Stadt wird damit im Durchschnitt die 10 %-Grenze der Mietpreisbremse erreicht. Insbesondere die Top 7-Metropolen rangieren weit darunter.

Wie stellt sich das Geschehen nun auf der Ebene der einzelnen Städte und Gemeinden dar?

F+B-Wohn-Index: Top-/Flop 50 der Preise und Mieten

Rangliste der Preise von Eigentumswohnungen

Kempten (Allgäu), Friedberg (Hessen), Garmisch-Partenkirchen sowie Leinfelden-Echterdingen machten im Jahresvergleich der jeweils dritten Quartale 2017/2016 mit Steigerungsraten von 15,3 %, 14,5 %, 11,6 % und 9,2 % die größten Preissprünge. Kempten verteidigte damit seinen Spitzenplatz bei den Preissteigerungen von Eigentumswohnungen und rückte innerhalb von zwölf Monaten um 21 Rangplätze und einem Durchschnittspreis von 3.280 €/m² auf Position 20 vor. Damit bleibt die Stadt im Allgäu der Aufsteiger des Jahres.Landsberg am Lech konnte dagegen seinen steilen Aufstieg im letzten Quartalbericht nicht halten und verlor 16 Rangplätze, mit einem Minus von 4,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Königsbrunn im Landkreis Augsburg katapultierte sich um 20 Rangplätze nach vorn auf Platz 47 und tauchte mit einem Quadratmeterpreis von 2.900 €/m² zum ersten Mal in der Liste der Top 50-Standorte auf. Fürth machte elf Rangplätze gut. 2.970 €/m² wurden in Q3/17 für die Referenzwohnung in dieser fränkischen Stadt aufgerufen.

Die Top 7-Metropolen verzeichneten aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage von Selbstnutzern und Kapitalanlegern eine kontinuierlich wachsende Preisentwicklung mit kaum veränderten Rangplatzierungen. Nach Spitzenreiter München folgten auf Platz neun (Vorquartal elf) Hamburg (3.870 €/m²). Frankfurt am Main verharrte in Q3/17 auf Platz zwölf (3.770 €/m²). Auf Rang 15 folgte Stuttgart (3.630 €/m²). Düsseldorf rutschte ab auf Platz 28 (3.130 €/m²) und Köln (2.980 €/m²) verharrte auf Rangplatz 38. Die Wachstumsraten zwischen Q3/2017 und Q2/2017 bewegten sich zwischen - 0,4 (München) und + 1,1 % (Hamburg), verloren also gegenüber dem letzten Wohn-Index weiter deutlich an Dynamik. Die Eigentumswohnungspreise in Berlin lagen mit durchschnittlich 2.840 €/m² nur knapp unter dem nächstteuren Top 7-Standort Köln. Die Attraktivität der Bundeshauptstadt spiegelt sich auch in der Preissteigerungsrate zum Vorjahresquartal 3/2016 wider: + 8,7 % (+ 1,2 % zum Vorquartal 2/2017). „Da sich die Wachstumsdynamik aber etwas abgeschwächt hat – besonders in Relation zu anderen B- und C-Standorten, ist Berlin um einen Rangplatz auf Platz 58 abgerutscht, so dass der Einzug in die Top 50 doch noch etwas auf sich warten lassen dürfte“, beurteilt Leutner das Marktgeschehen.

München belegte unangefochten seinen ersten Rangplatz mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 5.900 €. Mit einem Maximalwert von 11.510 €/m² wird neben Hamburg (10.230 €/m²) ein fünfstelliger Wert erreicht. Aber die hohen Preise bleiben seit einigen Jahren nicht auf die Metropolen selbst beschränkt. „Angesichts der großen Nachfrage sind ‚Überschwappeffekte‘ auf die Umlandgemeinden zu beobachten, sagte Dr. Leutner. Die sieben Münchner Umlandgemeinden Unterschleißheim (unverändert Platz zwei), Dachau (Platz vier), Olching (Platz fünf), Fürstenfeldbruck (Platz sechs), Germering (Platz acht), Freising (Platz 13), und Erding (Platz 14) bildeten auch im dritten Quartal 2017 die Region der teuersten Städte Deutschlands. Auffällig in diesem Zusammenhang ist der Aufstieg von Erding um sechs Rangplätze innerhalb eines Quartals (+ 3,4 % zu Q2/2017 auf jetzt 3.660 €/m²). In Freising setzte sich ein Abwärtstrend – allerdings von hohem Niveau aus – weiter fort (- 3,2 % zum Vorquartal).

Noch immer ist nicht ganz deutlich, inwieweit Frankfurt am Main und dessen Umland auch wohnungswirtschaftlich vom Brexit profitieren kann. Während die Mainmetropole trotz einem Jahresplus von 4,4 % auf dem 12. Rangplatz verharrte, glänzte Bad Homburg v. d. Höhe mit einem Jahres-Plus von 4,5 % bei einem allerdings schwachen letzten Quartal und stabilisierte sich auf dem 21. Rangplatz. Bad Homburg übernahm mit 3.270 €/m² damit die Preisführerschaft im Frankfurter Umland. Oberursel mit nur + 2,9 % zum Vorjahr (+1,5 % zum Vorquartal) steigerte sich leicht auf Platz 25. Friedberg kletterte um zwei Plätze auf Rang 26 (3.160 €/m²). Bad Vilbel verbesserte sich um einen Platz auf Rang 30 mit 3.110 €/m² für Eigentumswohnungen. Hofheim am Taunus dagegen rutschte massiv ab und fiel aus den Top 50 heraus.

Überdurchschnittliche Preissteigerungsraten verzeichneten am unteren Ende der Preisskala die beiden Städte Stendal (+ 8,4 % zum Vorquartal und + 21,1 % zum Vorjahresquartal) und Merseburg (+ 6,1 % zum Vorquartal und + 19,0 % zum Vorjahresquartal). Auch Bernburg an der Saale kletterte mit + 6,6 % zum Vorquartal und + 15,3 % zum Vorjahresquartal um weitere vier Rangplätze auf Platz 476 und verstetigte die Aufwärtsentwicklung der letzten zwölf Monate. 

Ebenfalls positiv entwickelte sich Gera mit + 2,7 % zum Vor- und + 9,6 % zum Vorjahresquartal. Idar-Oberstein konnte verlorenen Boden gut machen mit + 13,9 % zum Vorjahresquartal. Aber auch in Magdeburg (+ 2,7 % zu Q2/2017 und + 6,8 % zu Q3/2016) konnte wieder ein Anstieg der Preise beobachtet werden.

Rangliste der Neuvertragsmieten

Auch bei den Neuvermietungsmieten stand München mit Marktmieten von durchschnittlich 13,30 €/m² für zehn Jahre alte, 75 m² große Wohnungen unverändert an der Spitze. Der Mietenanstieg zum Vorjahresquartal blieb mit + 2,0 % auf einem kontinuierlichen Wachstumspfad. Das Mietniveau hat sich gegenüber dem Vorquartal 2/2017 dagegen mit + 0,8 % leicht abgeschwächt. Die Spitzenmieten gingen erstmals um 0,20 Euro auf 22,10 €/m² zurück.

Die bei Neubezug einer Wohnung in Frankfurt am Main (11,0 €/m², Rangplatz drei) und Hamburg (10,30 €/m², Rangplatz zehn) geforderten Mieten stiegen im vergangenen Jahr um 1,1 bzw. 1,2 %. Die Mietpreissteigerungen in Stuttgart (Rangplatz sechs) wiesen mit 1,3 % und durchschnittlich 10,60 €/m², in Köln (Rangplatz 22) mit 2,3 % und 9,80 €/m² und Düsseldorf (Rangplatz 26, +1,9 %, 9,70 €/m²) – bis auf Köln - Werte auf, die unterhalb des bundesdurchschnittlichen F+B-Wohn-Indexwertes für die Neuvertragsmieten von 2,2 % im Jahresvergleich lagen. 

Im Vergleich mit den anderen deutschen Metropolen lag das Niveau der Angebotsmieten in Berlin immer noch unterhalb anderer Top-Standorte in Deutschland, was durch das nach wie vor unterdurchschnittliche Einkommens- und Kaufkraftniveau in der Hauptstadt erklärbar ist. Mit unverändert 8,20 €/m² für die Standardwohnung verlor Berlin wieder zwei Ränge auf Platz 103. Im Jahresvergleich schwächte sich die Mietanstiegsdynamik mit 2,0 % deutlich ab, wie auch im Vergleich des dritten Quartals 2017 mit dem zweiten Quartal 2017 mit nur noch + 0,2 % deutlich wurde.

Die gravierendsten Mietrückgänge innerhalb der TOP-50-Standorte im Vergleich der beiden Quartale Q3-2017 zu Q2-2017 verzeichnete mit – 2,0 % Olching bei München, gefolgt von Fürstenfeldbruck mit – 1,6 % und Sindelfingen mit jeweils – 1,3 %. Zittau in Sachsen behielt mit einer Durchschnittsmiete von 4,40 €/m² € von allen knapp 500 untersuchten Städte den Titel als preiswertester Wohnstandort Deutschlands für Mieter. Den größten Preisrückgang in der Liste der Flop-50-Städte musste Naumburg (Saale) hinnehmen (- 2,6 % im Vergleich zum Vorquartal). Schönebeck (Elbe) büßte binnen von drei Monaten – 2,5 % ein, Warstein – 2,3 %. Positiv entwickelten sich die Mieten in Rinteln mit + 2,6 % und einer Verbesserung um elf Rangplätze. Gleiches gilt für Höxter mit + 2,2 % zum Vorquartal und einem Aufstieg um zehn Rangplätze auf Platz 464.

Datengrundlage und Methodik des F+B-Wohn-Index Deutschland
Der F+B Wohn-Index Deutschland kombiniert deutschlandweit die Miet- und Preisentwicklung von Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern mit den Trends von Neuvertrags- und Bestandsmieten von Wohnungen und den Ertragswerten von Mehrfamilienhäusern. Der Index ermöglicht somit quartalsweise eine zusammenfassende Betrachtung des gesamten Wohnsegments in Deutschland, die bis auf die Postleitzahl und Straßenabschnittsebene reicht. Grundlage für den F+B-Wohn-Index Deutschland sind bereinigte Angebotsdaten von knapp 30 Mio. Objekten, der größten Preis- und Marktdatenbank in Deutschland. Die Preisdaten werden korrigiert um empirische Transaktionsabschläge und durch Georeferenzierung und eine plausibilisierende Überprüfung auf Angebots-Dubletten und Fortläufer bereinigt. Die Schätzung der regionalen Zeitreihen für die zu Grunde liegenden Objektarten erfolgt mittels der hedonischen Regression, einem komplexen Verfahren der Ökonometrie und Statistik. Die Aggregation zu den Bundesindizes richtet sich nach dem Wohnungsbestand.

Über F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH
F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt zählt mit rd. 20 Mitarbeitern und einem bundesweiten Netzwerk von Immobilienfachleuten zu den großen, unabhängigen Forschungs- und Beratungsunternehmen mit Produktfeldern in der Wohnungs- und Immobilienmarktforschung, der Portfolioanalyse und -bewertung, der Stadt- und Regionalentwicklung sowie der Umweltforschung. Zum Kundenstamm des Unternehmens zählen sowohl Wohnungs- und Immobilienunternehmen als auch Banken und Bausparkassen, Städte/Gemeinden sowie Bundes- und Landesbehörden. Mit bundesweiten Marktdaten, Analysen und Studien etabliert F+B mehr Transparenz über die sich immer stärker ausdifferenzierenden Märkte und gewährleistet mehr Entscheidungssicherheit. F+B gibt seit 1996 den F+B-Mietspiegelindex heraus, die wichtigste empirische Grundlage über das Niveau der Mieten im Wohnungsbestand. Der F+B-Wohn-Index als Kombination von Indizes für alle Objektarten wird seit 2011 vierteljährlich vorgelegt mit einer Datenreihe, die bis zum Jahre 2004 zurückreicht und damit langfristige Vergleiche ermöglicht.

Über F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH
F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt zählt mit rd. 20 Mitarbeitern und einem bundesweiten Netzwerk von Immobilienfachleuten zu den großen, unabhängigen Forschungs- und Beratungsunternehmen mit Produktfeldern in der Wohnungs- und Immobilienmarktforschung, der Portfolioanalyse und -bewertung, der Stadt- und Regionalentwicklung sowie der Umweltforschung. Zum Kundenstamm des Unternehmens zählen sowohl Wohnungs- und Immobilienunternehmen als auch Banken und Bau-sparkassen, Städte/Gemeinden sowie Bundes- und Landesbehörden. Mit bundesweiten Marktdaten, Analysen und Studien etabliert F+B mehr Transparenz über die sich immer stärker ausdifferenzierenden Märkte und gewährleistet mehr Entscheidungssicherheit. F+B gibt seit 1996 den F+B-Mietspiegelindex heraus, die wichtigste empirische Grundlage über das Niveau der Mieten im Wohnungsbestand. Der F+B-Wohn-Index als Kombination von Indizes für alle Objektarten wird seit 2011 vierteljährlich vorgelegt mit einer Datenreihe, die bis zum Jahre 2004 zurückreicht und damit langfristige Vergleiche ermöglicht.

Kaufinteresse überwiegt weiterhin, jedoch nachlassende Handelsaktivität

Die Kunden der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) haben im 3. Quartal 2017 deutlich mehr Fonds gekauft als verkauft, das Handelsvolumen liegt insgesamt jedoch unter dem hohen Niveau des ersten Halbjahres 2017. Misch- und Immobilienfonds sowie ETFs im Fokus der Kunden.

„Das ebase-Fondsbarometer zeigt, dass die Handelsaktivitäten der ebase-Kunden – nach einem sehr handelsintensiven ersten Halbjahr – im dritten Quartal auf das Niveau des Vorjahres zurückgegangen sind“, sagt Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase. „Das gilt sowohl für aktiv gemanagte Investmentfonds als auch für ETFs.“ Während die Handelsaktivitäten der ebase-Kunden bis Mitte des Jahres noch deutlich über dem Durchschnitt des vergangenen Jahres lagen, haben diese aktuell spürbar nachgelassen. Der Monat September markiert mit einem Stand von 97 Prozentpunkten des Vorjahresschnitts den diesjährigen Tiefststand. Damit liegen die Handelsaktivitäten bei aktiv  gemanagten Fonds in diesem Jahr erstmalig unter dem Durchschnitt des Jahres 2016. Eine ähnliche Entwicklung ist bei dem an sich volatileren ETF-Handel festzustellen. Nach einem Zwischenhoch im August mit 112 Prozentpunkten ist der Indexwert im September auf 92 Prozentpunkte zurückgegangen.

Ungeachtet der rückläufigen Handelsaktivitäten zeigt der Kaufquotient des ebase-Fondsbarometers, der Auskunft über das Verhältnis von Mittelzuflüssen zu Mittelabflüssen gibt, dass die Käufe in den vergangenen drei Monaten die Verkäufe jedoch weiterhin deutlich überwogen. „Trotz der nachlassenden Handelsaktivität ist das Interesse der ebase-Kunden an Fonds nach wie vor ungebrochen, die Anleger bauen ihre Positionen weiterhin aus.“ Für das dritte Quartal 2017 liegt der Kaufquotient bei 1,24. Es wurden also 24% mehr Gelder in Fonds angelegt als abgezogen. Im September war die Tendenz, dass Käufe die Verkäufe überwiegen, besonders ausgeprägt. Zwar haben die Handelsaktivitäten im September gegenüber den Vormonaten nachgelassen, der Kaufquotient von 1,45 signalisierte allerdings weiterhin ein deutlich größeres Interesse an Käufen als an Verkäufen von Fondsanteilen. „Die rückläufigen Handelsaktivitäten in Kombination mit dem sehr positiven Kaufquotienten können auch dahingehend interpretiert werden, dass es aktuell nur vergleichsweise wenige Kunden gibt die sich von ihren Fondsanlagen trennen. Da die Handelsaktivität durch Käufe und Verkäufe bestimmt wird, kann diese auch zurückgehen, wenn sich nur wenige Anleger von ihren Fondsinvestments trennen“, so Geyer.

„Dass ein Teil der ebase-Kunden in den vergangenen Monaten tendenziell neue Positionen aufgebaut hat, spricht für eine gesunde Portion Optimismus unter den Anlegern. Viele Kunden erwarten offensichtlich, dass sich die Märkte weiter positiv entwickeln und dadurch attraktive Renditen möglich sind“, sagt Geyer.

Insbesondere bei ETFs ist weiterhin ein sehr ausgeprägtes Kaufinteresse der ebase-Kunden festzustellen. Der Kaufquotient notierte im dritten Quartal 2017 bei 2,11. Damit sind die ETF-Käufe mehr als doppelt so hoch ausgefallen wie die Verkäufe. Auch die einzelnen Monate im dritten Quartal wiesen jeweils Kaufquotienten von über 2,0 aus, wobei der September mit 2,29 ein Spitzenergebnis markierte. „Das Anlegerinteresse an ETF ist seit langer Zeit ungebrochen, die ebase-Kunden bauen hier seit mehreren Jahren kontinuierlich ihre Bestände aus“, ergänzt Geyer.

Neben ETFs waren im dritten Quartal 2017 einmal mehr Mischfonds (Kaufquotient: 1,54) sowie offene Immobilienfonds (Kaufquotient: 1,33) gefragt. Netto-Mittelabflüsse waren hingegen bei Renten- und Geldmarktfonds (Kaufquotient: 0,93 bzw. 0,74) zu verzeichnen.

Regional waren bei den ebase-Kunden in den vergangenen drei Monaten insbesondere Fondsinvestments in Emerging Markets gefragt. Speziell aktiv gemanagte Fonds, die in China (Kaufquotient: 2,35) und Osteuropa ohne Russland (Kaufquotient: 2,66) anlegen, wurden häufig gekauft. Daneben war auch das Interesse an Anlagen in Deutschland, in Europa ohne UK (Kaufquotient: 1,49 bzw. 1,73) sowie an weltweiten Investments (Kaufquotient: 1,28) weiterhin groß. Stärkere Verkäufe mussten dagegen Fonds für Anlagen in Japan (Kaufquotient: 0,81) und den USA (Kaufquotient: 0,89) hinnehmen.

Das ebase Fondsbarometer
Das ebase Fondsbarometer wird vierteljährlich veröffentlicht und spiegelt die Handelsaktivität der Kunden aller Finanzanlageberater und -vermittler wider, die für die Kooperations-/Vertriebspartner der B2B-Direktbank tätig sind. Das ebase Fondsbarometer setzt sich aus zwei Elementen zusammen: der Handelsaktivität und dem Kaufquotienten. Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen und lässt unmittelbare Rückschlüsse auf den aktuellen Jahrestrend zu. Ein Wert von über 100 weist auf eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Kunden im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen von 2016 hin; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an.
Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse bei den Unterkategorien Fondstyp und Region werden über den Kaufquotienten ausgedrückt. Dabei werden die monatlichen Mittelzuflüsse des Berichtszeitraums in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Kaufquotienten über eins überwiegen die Mittelzuflüsse, bei einem Kaufquotienten unter eins die Mittelabflüsse. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung werden in der Auswertung nicht berücksichtigt.

Über ebase
Die European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) ist ein Unternehmen der comdirect-Gruppe. Als Vollbank bietet ebase neben umfassenden Dienstleistungen im Depotgeschäft u.a. auch die Finanzportfolioverwaltung sowie das Einlagengeschäft an. Als eine der führenden B2B-Direktbanken verwaltet ebase ein Kundenvermögen von rund 32 Mrd. Euro in Deutschland. Finanzvertriebe, Versicherungen, Banken, Vermögensverwalter und andere Unternehmen nutzen für ihre Kunden die mandantenfähigen Lösungen von ebase für die Depot-/und Kontoführung.

BayernInvest startet Zeichnungsphase für LCR-optimierte Publikumsfonds

Die BayernInvest Luxembourg S.A., eine 100%ige Tochter der BayernInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, München, legt einen OGAW Investmentfonds (Publikumsfonds) in Form einer Umbrella-Struktur mit drei Teilfonds auf, die die Anforderungen der LCR-Verordnung optimal umsetzen. Die drei LCR-optimierten Publikumsfonds haben unterschiedliche Anlagestrategien: Der „BayernInvest Euro Covered Bond Fonds“ investiert in ein ausgewogenes und breites Universum an Covered Bond Anleihen lokaler und globaler Emittenten, der „BayernInvest Euro Corporates Non-Fin Fonds“ investiert in Euro denominierte Unternehmensanleihen lokaler und globaler Emittenten und der „BayernInvest Euro Aktien Dividenden Non-Fin Fonds“ setzt auf Dividendenzahlungen und  Kursgewinne an Aktienmärkten in der Eurozone.

Hermann Boscheinen, Bereichsdirektor Sparkassen bei der BayernInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH: „Angesichts eines herausfordernden Investmentumfelds mit niedrigen oder gar negativen Renditen zählt jeder Basispunkt. Die entsprechenden Spielräume dafür sind vorhanden, müssen allerdings von den Anlegern genutzt werden. Aufgrund der Produktklarheit und Fokussierung auf Euro-Wertpapiere des Nicht-Finanzsektors eignen sich die LCR-optimierten Publikumsfonds der BayernInvest auch für alle anderen institutionellen Investoren und nicht nur für den Finanz- und Sparkassensektor.“

Baukastensystem

Alle drei Publikumsfonds investieren in Euro denominierte Wertpapiere im Nicht-Finanzsektor. Sollten sich die Anforderungen an die Liquiditätsquote oder Ertragserfordernisse verändern, können Sparkassen und Banken einen der drei Fonds jederzeit und unkompliziert gegen einen anderen austauschen oder ergänzen. Möglich ist auch, die drei Publikumsfonds modular, das heißt nach einem Baukastensystem, untereinander zu kombinieren. Darüber hinaus können Sparkassen und Banken bei Fälligkeit von Wertpapieren im Direktbestand diese wieder schnell und attraktiv durch Kauf eines LCR-fähigen Fonds reinvestieren.

Kreditinstitute können sich je nach Bedürfnislage für unterschiedliche risiko-gestaffelte Publikumsfonds mit regelmäßigen Ausschüttungen entscheiden. Allen Fonds gemein ist, dass sie die speziellen Liquiditätsanforderungen mit den jeweiligen Renditeerwartungen sowie Risikopräferenzen synchronisieren. Die Portfolios werden unter Berücksichtigung der regulatorischen Vorgaben der Liquiditätsdeckungsanforderung aktiv gemanagt. 

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bescheinigt LCR-Fähigkeit

Investoren erhalten ein umfangreiches LCR-Reporting. Alle Titel im Fonds werden hinsichtlich wichtiger und zeitaufwändiger aufsichtsrechtlicher Prüfungen – wie beispielsweise der Transparenzanforderungen bei Covered Bonds – überwacht. Die LCR-Fähigkeit wird von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft jährlich auf Quartalsbasis bescheinigt.

Vontobel Asset Management bündelt seine Nachhaltigkeitskompetenz unter dem Dach einer neuen Boutique

Vontobel wurde vor Kurzen als nachhaltigster Finanzdienstleistungsanbieter ausgezeichnet. Das Unternehmen verfügt im Bereich Nachhaltigkeitsanlagen über mehr als 20 Jahre Erfahrung und gehört zu den führenden Anbietern in diesem wichtigen und wachsenden Segment. Um das Angebot für die Anleger weiter zu optimieren, bündelt Vontobel Asset Management die Kräfte der beiden Boutiquen Thematic Investing und Sustainable Investing unter einem Dach. Die dadurch geschaffene Sustainable and Thematic Boutique verwaltet Vermögen in Höhe von 10 Milliarden Schweizer Franken. Das Ziel besteht darin, die Kundenwünsche zu erfüllen und die Vermögensbasis in den kommenden Jahren erheblich zu steigern.

„Wir verfügen über eine moderne Infrastruktur und konnten bereits jetzt hervorragende Resultate vorweisen. Doch die neue Struktur ermöglicht sogar noch bessere Ergebnisse und trägt dazu bei, den Gedankenaustausch zwischen unseren Spezialisten für nachhaltiges Investieren nochmals zu verbessern. Wichtig für unsere Kunden ist, dass der Anlageprozess unverändert bleibt“, sagt Hans Speich, Head of Investments, Sustainable and Thematic Boutique.

„Die Anleger haben zunehmend spezielle Anforderungen bei Nachhaltigkeitsanlagen. Wir sind der Auffassung, dass es mehr als nur einen Ansatz für ESG-Themen gibt. Aus diesem Grund bieten wir unterschiedliche Konzepte an, die vom Ausschluss von Unternehmen, die gegen nachhaltige Werte verstoßen, bis zur vollständigen Integration der ESG-Faktoren reichen. Dies ist ein einmaliges Leistungsversprechen in diesem anspruchsvollen Wachstumssektor“, sagt Andreas Knörzer, Head of Business, Sustainable and Thematic Boutique.

Über Vontobel Asset Management
Seit der Gründung im Jahr 1988 verfolgt Vontobel Asset Management einen Multi-Boutique-Ansatz mit einem auf die Bereiche Aktien, festverzinsliche Anlagen und Multi Asset fokussierten Angebot. Ziel des Unternehmens ist es, für die Kunden einen Mehrwert, ein sogenanntes „Alpha“, zu generieren. Weltweit sind rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 160 Anlagespezialisten, an über einem Dutzend internationalen Standorten für Vontobel Asset Management tätig. Die betreuten Kundenvermögen beliefen sich per 30.06.2017 auf rund CHF 107 Milliarden. Vontobel Asset Management zählt neben Private Banking und Investment Banking zu den drei Geschäftsfeldern von Vontobel, die sich zum Ziel gesetzt haben, die ihnen anvertrauten Kundenvermögen langfristig zu schützen und zu mehren. Dabei ist Vontobel den Schweizer Qualitäts- und Leistungsstandards verpflichtet. Die Eigentümerfamilien stehen mit ihrem Namen seit Generationen dafür ein. Die gezeichneten Aktien der Vontobel Holding AG sind an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die Familien Vontobel und die Vontobel-Stiftung besitzen die Aktien- und Stimmrechtsmehrheit in der Gesellschaft. Erfahren Sie mehr über Vontobel Asset Management unter www.vontobel.com.

„Future Present“-ETFs von ETF Securities knacken in Europa die Milliarde US-Dollar

Im modernen Wirtschaftsleben spielen disruptive Technologien eine nicht zu unterschätzende Rolle – genau diesen wichtigen Bereich deckt das „Future Present“-Angebot von ETF Securities ab. Die Nachfrage nach diesen Produkten steigt dabei weiterhin gewaltig: Das verwaltete Vermögen des Cyber Security ETF und des Robotics & Automation ETF hat im Oktober 2017 die magische Marke von einer Milliarde US- Dollar überschritten. Das stützt die Position von ETF Securities als führenden Anbieter von Exchange Traded Products (ETPs) in Europa zusätzlich.

Beeindruckendes Wachstum

Der ETF Securities ROBO Global® Robotics and Automation GO UCITS ETF wurde im Oktober 2014 gemeinsam mit ROBO-GLOBAL® aus der Taufe gehoben und hat nun die Grenze von 715 Millionen* Dollar durchbrochen. Ziel ist es, Anlegern einen einfachen, liquiden und kosteneffizienten Weg zu bieten, um in Unternehmen zu investieren, welche die weltweite Revolution in den Bereichen Robotik, Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) vorantreiben. Dabei handelt es sich um den ersten ETF in Europa, der sich dieser Thematik angenommen hat.

Der im Oktober 2015 aufgelegte ETF Securities’ ISE Cyber Security GO UCITS ETF (ISPY) hat mittlerweile ein Volumen von 316 Millionen* Dollar erreicht. Der ETF öffnet den Zugang zu Technologieunternehmen, die Lösungen entwickeln, um die Bedrohung von Cyber-Kriminalität und deren Risiken für Regierungen sowie Firmen zu bekämpfen.

Howie Li, Geschäftsführer von CANVAS, der UCITS-Plattform von ETF Securities, kommentiert:„Der Erfolg des ,Future Present’-Universums bestärkt unsere Überzeugung, dass Technologieaktien sowohl potenzielle Wachstumsmöglichkeiten für Investoren bieten, als auch dabei helfen, Portfolios zu diversifizieren. Ganz speziell die Performance von ROBO war beeindruckend. Wir glauben, dass die langfristige Beteiligung in den Bereichen Robotics und Automatisierung ebenso wie Cybersecurity-Aktien den Zugang zu einer beispiellosen vierten technischen und industriellen Revolution ermöglichen. Der exponentiell steigende Einsatz an Daten zum Erlangen technischer Vorteile, das Streben nach Effizienz sowie die Suche nach Nachhaltigkeit formen gemeinsam unsere zukünftige Gesellschaft und verändern unsere Art zu leben und zu arbeiten.”

Eindeutige Outperformance

Klare Zahlen untermauern dabei die Erfolgsstory: In den vergangenen zwölf Monaten hat ROBO eine Performance von mehr als 39,1 Prozent erzielt, während im gleichen Zeitraum der globale Aktienindex MSCI ACWI Index nur 16,6 Prozent abwarf. Seit seinem Bestehen hat der Fonds 51,6 Prozent zugelegt – im Vergleich zu 18,1 Prozent des breiten MSCI. Der ISPY hat in den letzten zwölf Monaten 11 Prozent und seit seinem Start 14,6 Prozent an Wert gewonnen.

Richard Lightbound, CEO, EMEA bei ROBO-GLOBAL, dem Indexprovider des ROBO Global® Robotics and Automation GO UCITS ETF, fügt hinzu: „Anleger begrüßen zunehmend unseren Index weil er Exposure zu Firmen bietet, die rund um den Globus in den Bereichen Robotics, Automatisierung und KI tätig sind. Das ist eine komplexe Herausforderung. Simple Index-Methodiken werden dieses Exposure nicht konsequent darstellen können. Wir verfügen über ein weitreichendes Netzwerk von ausgewiesenen Robotics- und KI-Experten in unserem Beratungsgremium. Dies ermöglicht ein Abbild des Wachstums dieser Industrie und macht unsere Indexgestaltung so erfolgreich.“

Dave Gedeon, Head of Research and Development von Nasdaq Global Information Services, verantwortlich für das Management des ISE Cyber Security® UCITS Index, führt weiter aus: „Der Cyber-Security-Sektor bewegt sich schnell, deshalb ist es entscheidend, dass der zugrunde liegende Index flexibel genug ist, um den Anlegern einen optimalen Zugang zu dieser sich entwickelnden Branche zu schaffen. Wir werden das Research und die Entwicklung unseres Index weiter fortsetzen und so unseren weltweiten Partnern eine investierbare Lösung anbieten, die das anhaltende Wachstum im Bereich Cybersecurity einfängt.“

Frank Spiteri, Head of Distribution, ETF Securities, kommentiert: „Der Erfolg des ,Future Present’-Angebots macht deutlich, wie sich die Bedürfnisse der Investoren verändern. Dies eröffnet Möglichkeiten für neue und noch intelligentere Lösungen, die in eine langfristige thematische Allokation passen. Dass mit den neuen ETFs die Grenze von einer Milliarde Dollar so schnell überschritten wurde, demonstriert unsere Fähigkeit, diese Nachfrage abzudecken.“

Produkte in aller Kürze

Der ROBO-GLOBAL® Global Robotics and Automation GO UCITS ist der erste in Europa gelistete UCITS ETP, der den Weg zum aufstrebenden Megatrend Robotics und Automatisierung ebnet. Hier klicken für weitere Informationen.

ETFS ISE Cyber Security GO UCITS ETF wurde entwickelt, um Zugang zu Unternehmen zu bieten, die in erster Linie im Cyber-Security-Geschäft aktiv sind. Hier klicken für weitere Informationen.

* Alle Zahlen laut 3. Oktober 2017. Quelle: ETF Securities.

T. Rowe Price feiert 10-jähriges Bestehen der Emerging Markets Local Currency Bond Strategy

T. Rowe Price feiert das 10-jährige Bestehen seiner Emerging Markets Local Currency Bond Strategy. Ziel der Strategie ist es, den Wert der Anteile sowohl durch die Wertsteigerung der getätigten Investments zu erhöhen, als auch durch seine Investitionserträge zu steigern. Der Fonds investiert in ein diversifiziertes Portfolio, das überwiegend aus Schwellenländeranleihen besteht, die in lokalen Währungen begeben werden.

„In dem Zeitraum eines Jahrzehnts seit Vorstellung unserer Emerging Markets Local Currency Bond Strategy hat sich die Anlageklasse in einem bisweilen atemberaubenden Tempo entwickelt“, sagt Andrew Keirle, Portfolio Manager, Emerging Markets bei T. Rowe Price. „Unsere Erfahrungen in diesem Zeitraum bestätigen uns darin, dass der effektivste Weg, um in Lokalwährungsanleihen von Schwellenländern zu investieren, im aktiven Management liegt.“ Das sei auf drei Gründe zurückzuführen: Erstens um von Möglichkeiten abseits der Benchmark zu profitieren, zweitens um in Zinszyklen von Unterschieden zwischen Ländern zu profitieren und drittens, um das Währungsrisiko zu reduzieren.

Aktives Management weiterhin mit Vorteil

„Wir sind der Meinung, dass diejenigen Faktoren, die dem aktiven Management in den letzten zehn Jahren einen Vorteil gegenüber passiven Schwellenländer-Ansätzen verschafft haben, auch in absehbarer Zukunft fortbestehen werden“, sagt Andrew Keirle. „Vieles sieht danach aus, als ob es weiterhin Wachstumsunterschiede unter den Schwellenländern geben wird, während nach wie vor ein Inflationsgefälle zwischen Nationen auf den verschiedenen Stufen des Zyklus bleibt.“ So lange sich die Unterscheidung zwischen Schwellenländern fortführe, werde es für aktive Manager in diesem Bereich weiterhin Möglichkeiten geben, um eine bessere Renditen zu erwirtschaften.

Weil die Schwellenländer an Größe gewinnen konnten, sei der Kreditbedarf von Schwellenländern entsprechend gestiegen und habe Anleihenmärkte zunehmender Tiefe, Breite und Liquidität geschaffen. Mit beständigen sechs bis sieben Prozent über die vergangenen sieben Jahre hinweg hätten Indizes für Lokalwährungsanleihen von Schwellenländern einen gegenüber den entwickelten Märkten weit überdurchschnittlichen Wert geboten. Gleichzeitig habe sich der Investorenkreis von Lokalwährungsanleihen von Schwellenländern erweitert, weil eine zunehmende Zahl ausländischer Teilnehmer zu den einheimischen Investoren hinzugestoßen sei. 

Der von breitem sozialen, politischen und ökonomischen Wandel begleitete Fortschritt der Schwellenländer sei nicht einheitlich erfolgt, betont Keirle. „Während einige Schwellenländer bedeutende Reformprogramme auf den Weg gebracht haben und damit bemerkenswerte Fortschritte erzielen konnten, ist dies bei anderen Nationen nicht der Fall gewesen“, so der Experte. Auch Schwankungen der Rohstoffpreise seien wichtige Einflussfaktoren für die grundlegende Performance einzelner Länder gewesen. 

Stärkere Fundamentaldaten sorgen für Widerstandsfähigkeit

Zu den aktuellen Risiken zählt Keirle wachsende geopolitische Spannungen, besonders Fragestellungen in Verbindung mit Nordkorea, der Unsicherheit über den Wachstumskurs Chinas und mit der sich abzeichnenden Aussicht auf ein Ende der sehr zurückhaltenden Geldpolitik auf Seiten der Zentralbanken entwickelter Länder, insbesondere der Federal Reserve.

Auch wenn ein Ende der Lockerungsmaßnahmen wahrscheinlich Phasen der Risikoaversion mit sich bringen dürfte, sei man nicht der Meinung, dass dieses einen erheblichen langfristigen negativen Einfluss auf Schwellenländer haben wird. „Investoren dürften jeglichen Einfluss durch den Plan der Fed, ihre Bilanzsumme abzubauen, bereits in die Preise der Vermögenswerte einkalkuliert haben“, sagt Andrew Keirle. „Zudem ist die Kulisse dieses Mal weitaus positiver als 2013: Das globale Wachstum ist ausgeglichener, Bewertungen der Schwellenländer besser und die Außenbilanzen von Schwellenländern haben sich über die vergangenen Jahre wesentlich verbessert.“ Außerdem sei die Beteiligung in den Märkten für Lokalwährungsanleihen deutlich weniger ausgedehnt als in 2013 – mit attraktiveren Renditen gegenüber entwickelten Märkten. Der Markt für Lokalwährungsanleihen von Schwellenländern befinde sich in einer wesentlich besseren Form als vor vier Jahren, um jeglicher Reduzierung der Geldströme von entwickelten Märkten standhalten zu können.

„Zudem glauben wir, dass Lokalwährungsanleihen von Schwellenländern langfristig weiterhin attraktive Renditen bieten, auch wenn die Rendite entwickelter Märkte steigen wird“, erklärt der Portfoliomanager. „In einer Welt, in der die Renditen globaler Anleihen historisch extrem niedrig sind und die Laufzeit ausstehender Schulden von entwickelten Märkten relativ lang ist, bleiben Lokalwährungsanleihen von Schwellenländern mit ihrer spürbar höheren Rendite und ihrer geringeren Laufzeit attraktiv.“ Im Bereich Devisenhandel lege der Umfang der mittlerweile mehr als fünf Jahre andauernden Rally des US-Dollars nahe, dass sich der Zyklus dieser Erstarkung in einer Reifephase befindet. Die Bewertungen unterstützen mittelfristig die Stärke von Schwellenlandwährungen. Währungen von Ländern, die eine externe Neugewichtung erfahren, sind in diesem Umfeld wahrscheinlich besonders zu schätzen.

„Insgesamt sind wir deshalb der Meinung, dass die langfristigen Grundlagen von Schwellenländern verglichen mit den entwickelten Märkten stark bleiben und die Märkte für Lokalwährungsanleihen von Schwellenländern sehr verlockende Teilhabemöglichkeiten versprechen“, so der Fondsmanager. Gleichzeitig bedeute die anhaltende Streuung zwischen den Schwellenländern, dass ein Ansatz aktiven Managements zu dieser Anlageklasse vermutlich auch in Zukunft klare Vorteile gegenüber passiven Strategien biete. „Wegen unserer aktiv verwalteten Strategie, unserer unermüdlichen Konzentration auf das Identifizieren jener Länder mit den vielversprechendsten Fundamental- und technischen Faktoren sowie Bewertungen glauben wir, dass sich in den nächsten zehn Jahren noch bessere Möglichkeiten auftun, als in der hinter uns liegenden Dekade.“

Über T. Rowe Price
T. Rowe Price ist eine globale Investmentgesellschaft mit EUR 792,2 Milliarden Euro Assets under Management (Stand: 30. Juni 2017). Das 1937 von Thomas Rowe Price jr. gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Baltimore (USA) und ist mit eigenen Büros in den USA und Kanada, EMEA und Asien präsent. Diversifizierung, Stiltreue und ein fundiertes Research zeichnet den disziplinierten und risikokontrollierten Investmentansatz von T. Rowe Price aus. Kunden aus Deutschland bietet T. Rowe Price insbesondere Aktien- und Fixed-Income-Lösungen. Für weitere Informationen besuchen Sie www.troweprice.com

Capital Bay legt hoch investierten Wohnimmobilienfonds auf

Die Berliner Capital Bay GmbH (Capital Bay) bringt einen offenen Spezial-AIF für Wohnimmobilien auf den Markt: Der „CB Wohnimmobilien Deutschland“ fokussiert sich auf Wohnimmobilien in den Top 7 Metropolregionen sowie in nachhaltigwachsende Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern in Deutschland. Administrierende Kapitalverwaltungsgesellschaft ist die HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH.

Bereits zum Start investiert der Fonds rund 260 Millionen Euro in fast 1.900 Wohneinheiten in den Wachstumsstädten Hannover, Dresden, Fürth, Erfurt, Lübeck, Kiel und Nürnberg. Sämtliche Immobilien liegen innenstadtnah im bezahlbaren Mietpreisbereich und erwirtschaften unmittelbare Cash-Flows. „Damit haben wir unsere Anlagestrategie bereits umsetzen können und ein ausschüttungs- und renditestabiles, breit diversifiziertes Wohnimmobilienportfolio mit einem Core-Plus-Risikoprofil aufgebaut“, erklärt Torsten Doyen, Managing Director der CB Capital Management GmbH.

Die kalkulierten Mieten im Fonds liegen rund 20 Prozent unter dem aktuellen Marktniveau und im Verkauf wurden anders als marktüblich durchschnittlich zwei Faktoren gegenüber dem Ankaufsfaktor abgezogen. „Unsere Ziel-IRR von 4,1 Prozent ist damit außerordentlich valide und würde auch Marktkorrekturen widerstehen“, so Doyen. „Gerade in den Wachstumsstädten deckt der Wohnungsneubau nicht den Bedarf und findet aufgrund der hohen Entwicklungs- und Baukosten zudem schwerpunktmäßig im gehobenen Miet- und Kaufpreissegment statt. So wird die Nachfrage nach Wohnungen mit bezahlbarer Miete auch zukünftig das Angebot deutlich übersteigen.“

Vorsorgeatlas Deutschland: Keine Angst vor der Rente

Die Menschen in Deutschland müssen sich keine Sorgen um ihre Rente machen. Denn das Vorsorgesystem über drei Schichten funktioniert auch in der Zukunft. Dazu müssen sie allerdings aktiv werden. Denn nur wer die angebotenen Möglichkeiten nutzt, ist im Alter gut versorgt. Dies gilt insbesondere für junge Menschen. Das ist ein Ergebnis des neuen Vorsorgeatlas Deutschland, den das Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg unter Leitung von Professor Dr. Bernd Raffelhüschen im Auftrag von Union Investment erstellt hat.

„Die Zahlen belegen die Stabilität des Vorsorgesystems über drei Schichten. Grundlegende Veränderungen sind nicht erforderlich“, betont der Professor. Dies gelte insbesondere für die gesetzliche Rente, die für rund 34 Millionen Deutsche auch in den nächsten Jahrzehnten ein sicherer und stabiler Grundpfeiler ihrer Altersvorsorge bleibt. Mit ihr erhalten die Versicherten im Durchschnitt eine monatliche Rente von 1.070 Euro, was einer Ersatzquote von rund 48 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens entspricht. Zwar sind zur Sicherung des Lebensstandards im Alter mindestens 60 Prozent nötig. Wer jedoch zusätzlich vorsorgt – sowohl staatlich gefördert als auch privat – kann seinen Lebensstandard im Alter sichern und in Kombination mit der gesetzlichen Rente insgesamt rund 83 Prozent des letzten Einkommens erzielen. „Entscheidend ist, dass die Möglichkeiten insbesondere der privaten Vorsorge genutzt werden. Wer das beherzigt, ist im Alter gut versorgt“, ergänzt Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment.

Der Vorsorgeatlas Deutschland gibt ein nahezu vollständiges Bild über die Situation der Altersvorsorge. Betrachtet werden dabei nicht die aktuellen Altersbezüge, sondern die zu erwartenden Renten der zukünftigen Rentnerjahrgänge. Dabei erfasst der Atlas neben den „klassischen“ Alterssicherungssystemen der ersten Schicht (Gesetzliche Rentenversicherung, Beamtenversorgung, berufsständische Versorgung) die Vorsorgewege der zweiten Schicht (Riester-Rente, betriebliche Altersversorgung, Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes) sowie das Geld- und Immobilienvermögen der Haushalte (dritte Schicht).

Gesetzliche Rente bleibt auch über das Jahr 2030 hinaus der Grundpfeiler der Altersvorsorge

Wie der Vorsorgeatlas belegt, ist die gesetzliche Rente (GRV) die Hauptstütze der Altersversorgung in Deutschland und wird dies auch über das Jahr 2030 hinaus bleiben. Im Durchschnitt über alle Einkommens- und Altersklassen erhalten die rund 34 Millionen Versicherten bei Rentenbeginn monatlich 1.070 Euro und können somit rund 48 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens ersetzen. Dabei gibt es allerdings deutliche Unterschiede: Während die 50- bis 65-Jährigen mit einer Ersatzquote von 64,1 Prozent alleine mit der GRV ihren Lebensstandard sichern können, kommen die 20- bis 34-Jährigen auf lediglich 38,6 Prozent. Sie benötigen daher etwa 800 Euro zusätzlich pro Monat und müssen aktiv werden.

Auch regional gibt es deutliche Unterschiede. Während die Menschen in den östlichen Bundesländern im Schnitt 53,4 Prozent ihres letzten Einkommens mit der GRV ersetzen können, sind es in Süddeutschland weniger als 48 Prozent. Ursächlich dafür sind die höheren Gehälter in den wirtschaftlich starken Gebieten sowie die Beitragsbemessungsgrenze in der GRV.

Riester-Rente und betriebliche Altersvorsorge funktionieren und schließen die Versorgungslücke

Mit Leistungen aus der zweiten Schicht lässt sich ein großer Teil des fehlenden Betrages abdecken. Die Menschen, die diese Möglichkeiten nutzen, erreichen im Zusammenspiel mit der ersten Schicht im Durchschnitt eine Ersatzquote von 61,8 Prozent und können damit ihren Lebensstandard im Alter sichern. Selbst die junge Generation, die besonders von den Rentenreformen der Vergangenheit betroffen ist, erzielt aus beiden Schichten im Durchschnitt bereits eine Quote von 55 Prozent. Somit müssen sie nur noch wenig zusätzlich sparen, um auf eine Quote von über 60 Prozent zu kommen.

In der zweiten Schicht ist die Riester-Rente mit über 16 Millionen Verträgen am weitesten verbreitet. An zweiter Stelle steht die betriebliche Altersvorsorge (bAV), die rund 8 Millionen Menschen abgeschlossen haben. Bei der Riester-Rente haben insgesamt 44 Prozent der Förderberechtigen einen Vertrag und können dadurch ihre Ersatzquoten deutlich erhöhen. Mit den aktuellen Sparraten erhalten sie im Rentenalter durchschnittlich 290 Euro im Monat. Damit können sie die GRV um 10,6 Prozent des Einkommens ergänzen. Die heute 20- bis 35-Jährigen kommen mit ihrem Riester-Vertrag sogar auf einen Wert von 14,1 Prozent. Im Schnitt sind dies monatlich 392 Euro.

Die Unterschiede zur bAV sind teilweise systembedingt: Während bei der Riester-Rente über die Zulagen besonders Familien und Geringverdiener und über den Steuervorteil Menschen mit höheren Einkommen profitieren, wird bei der bAV der Sparer über den Steuervorteil gefördert. Darüber hinaus hängt der Abschluss einer bAV am Arbeitsverhältnis. „Es besteht zwar ein gesetzlicher Anspruch auf betriebliche Altersversorgung in Form von Entgeltumwandlung – ob der Arbeitgeber diese aktiv anbietet oder sich an den Beiträgen beteiligt, bleibt jedoch ihm überlassen“, erläutert Raffelhüschen. Insgesamt verfügen etwa acht Millionen Bundesbürger im Alter von 20 bis 65 Jahren über eine betriebliche Altersvorsorge. Das entspricht einer Partizipationsquote von 16,3 Prozent. Im Schnitt erhalten sie 575 Euro und können damit durchschnittlich 14,9 Prozent des letzten Bruttoeinkommens ersetzen. Jüngere Personen verfügen hingegen seltener über eine betriebliche Absicherung (12,7 Prozent).

Überwiegend wird die bAV von größeren Unternehmen mit entsprechend hohem Lohnniveau aktiv angeboten und in Form von Arbeitgeberbeiträgen gefördert. Dies zeigt sich auch in den Ergebnissen des Vorsorgeatlas: Während bei den Menschen mit einem monatlichen Einkommen von mehr als 2.000 Euro rund jeder Dritte Beschäftigte (33,5 Prozent) eine betriebliche Absicherung hat, sind es in der Gruppe von 1.100 Euro bis 2.000 Euro 20,6 Prozent. Bei einem monatlichen Einkommen von unter 1.100 Euro im Monat hingegen sind es nur 5,4 Prozent.

Das jüngst verabschiedete Betriebsrentenstärkungsgesetz sieht der Vorstandsvorsitzende von Union Investment daher als wichtigen Meilenstein: „Die Anpassungen in der betrieblichen Altersvorsorge und der Riester-Rente waren richtig und notwendig. Sie stärken wesentlich das deutsche Vorsorgesystem.“ Gleichwohl werde es auch künftig erforderlich sein, das System durch das Drehen und Feinjustieren einzelner Stellschrauben zu optimieren. „Insbesondere bei der Riester-Rente gibt es noch Möglichkeiten, die Akzeptanz zu erhöhen und die Verbreitung auszubauen.“ So spricht sich Reinke beispielsweise dafür aus, alle Bevölkerungsgruppen in die Riester-Rente einzubeziehen, die steuerliche Förderhöchstgrenze zu dynamisieren oder zusätzliche Anreize wie eine Treuezulage einzuführen.

Durch eine zusätzliche Vorsorge in der dritten Schicht sind nahezu alle Menschen ausreichend abgesichert

Die dritte und letzte Schicht der Altersvorsorge bilden die privat angesparten Geld- und Immobilienvermögen. Sie sind ein weiterer wichtiger Baustein der Altersvorsorge und ersetzen im Durchschnitt ein Viertel (26,1 Prozent) des Einkommens bei Renteneintritt. Verfügen Menschen über Ansprüche aus allen drei Schichten, können sie auf durchschnittlich 82,6 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens kommen. Das ist deutlich mehr als die zur Lebensstandardsicherung erforderlichen 60 Prozent.

Vor allem für junge Menschen und Personen mit einem hohen Einkommen ist dies von Bedeutung. Bei ihnen reicht eine Vorsorge in der ersten und zweiten Schicht nicht ganz aus, um die Versorgungslücke zu schließen. Für sie ist es daher ratsam, zusätzlich etwas zurückzulegen. Die 20- bis 35-Jährigen, welche im Rahmen aller drei Schichten vorsorgen, erzielen im Durchschnitt eine Ersatzquote von rund 69 Prozent und haben monatlich rund 106 Euro mehr als das definierte Minimum. Menschen mit einem Einkommen von mehr als 2.000 Euro pro Monat können insgesamt 67,7 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens ersetzen.

„Die gesetzliche Rente bleibt über das Jahr 2030 die tragende Säule der Altersvorsorge. Aber erst die private Vorsorge sichert den Lebensstandard“, fasst Raffelhüschen die Studienergebnisse zusammen. Reinke ergänzt: „Wir müssen es gemeinsam mit allen Beteiligten schaffen, dass die Menschen die vorhandenen Möglichkeiten des Rentensystems vollständig nutzten. Wer dies tut, muss keine Angst vor der Rente haben.“

Natixis erweitert Asset Management-Präsenz in der APAC-Region

Natixis gibt den Abschluss endgültiger Vereinbarungen zum Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung (51,9 %) an Investors Mutual Limited (IML) als neue Tochtergesellschaft von Natixis Global AM in Australien bekannt.

Investors Mutual Limited - ein etablierter Asset Manager mit einem verwalteten Vermögen von 9,1 Mrd. AUD (6,1 Mrd. €) - ist die erste große Übernahme durch Natixis Global Asset Management in Australien. Natixis Global Asset Management erweitert hierdurch seine Präsenz auf dem lokalen Endkundenmarkt und im australischen Pensionssektor. Mit IML verstärkt Natixis Global Asset Management außerdem seine Vertriebsplattform in Australien, nachdem bereits 2015 eine Niederlassung in Sydney gegründet worden war. Dies ist ein wichtiger Schritt für Natixis Global Asset Management, seine Präsenz in Australien und in der APAC-Region insgesamt auszubauen.

Gemäß den Übernahmebedingungen wird Natixis Global Asset Management alle IML-Anteile der Pacific Current Group Limited (ASX: PAC) zusammen mit einem Teil der IML-Anteile des IML-Gründers Anton Tagliaferro gegen eine Barleistung von maximal 155 Mio. AUD (103 Mio. €) übernehmen. Natixis Global Asset Management erlangt hierdurch eine Kapitalbeteiligung von 51,9% an IML. Die Transaktion wird voraussichtlich im Oktober 2017 vollzogen. Der Erwerb wird aus den Eigenmitteln von Natixis finanziert. Die geschätzte Auswirkung auf Natixis' CET1-Quote liegt bei ca. -15 bps (4Q17).

IML wurde 1998 gegründet und ist ein angesehener und erfolgreicher australischer Equities-Value-Manager mit einem langfristig und konservativ ausgerichteten und wertorientierten Investment-Stil. Das Management-Team von IML wird weiterhin neben Natixis Global Asset Management an dem Unternehmen beteiligt sein. Der IML Investment Director, Anton Tagliaferro, wird die Geschäfte fortführen, unterstützt durch den Head of Research Hugh Giddy und andere führende Mitarbeiter. Das Management-Team bleibt aufgrund seiner beträchtlichen Kapitalbeteiligung an IML dem Unternehmen auch künftig erhalten.

Im Rahmen der Multi-Affiliate-Strategie von Natixis Global Asset Management wird IML seine Eigenständigkeit, Investmentphilosophie und -kultur beibehalten. Gleichzeitig profitiert ILM von der Unterstützung und Stabilität einer auf Asset Management spezialisierten globalen Gruppe, die Besitz und Entwicklung von Kapitalanlagegesellschaften weltweit erfolgreich für sich verzeichnen kann. 
„Wir haben bereits vorher angedeutet, dass wir neue Wachstumsmöglichkeiten im asiatisch-pazifischen Markt erschließen wollen. Dies ist die erste Übernahme im Rahmen dieser Pläne. IML hat eine überzeugende Erfolgsbilanz als einer der etabliertesten Asset Manager Australiens vorzuweisen. Sein Einsatz für Anleger und seine Reputation auf dem Markt werden einen wesentlichen Beitrag zum Multi-Affiliate-Modell von Natixis Global Asset Management leisten", so Jean Raby, Mitglied des Natixis Senior Management-Ausschusses und CEO von Natixis Global Asset Management.

„Insbesondere der australische Vermögensverwaltungssektor ist hoch entwickelt, und die Ansichten von IML zu Portfoliogestaltung und Risikomanagement decken sich mit dem Ansatz von Natixis Global Asset Management zur Durable Portfolio Construction. IML teilt außerdem unsere Grundwerte, das heißt Konsistenz, Transparenz und den Kunden stets in den Mittelpunkt zu stellen", so Fabrice Chemouny, Head of APAC bei Natixis Global Asset Management.

„Wie begrüßen Natixis Global Asset Management, einen der weltweit führenden Asset Manager, als solidarischen langfristigen Gesellschafter und Geschäftspartner und freuen uns darauf, unsere Kompetenz im Bereich australischer Aktien in Natixis Global Asset Management einbringen zu können“, so Anton Tagliaferro, Investment Director bei IML.

Natixis Global Asset Management hat aktuell mehr als 20 Affiliates, die sich jeweils auf die Investment-Stile und Fachgebiete konzentrieren, zu denen sie nachgewiesene Kompetenzen besitzen. Die Multi-Affiliate-Struktur behält gezielt die Eigenständigkeit, Investmentphilosophie und -kultur der übernommenen Firmen bei.

Zu IML
IML ist ein 1998 gegründeter, spezialisierter australischer Equities-Fondsmanager. IML ist aufgrund seines konsistenten Investment-Stils anerkannt, der von Beginn an erfolgreich mit dem Ziel angewandt wurde, konstante Renditen für Kunden zu erwirtschaften.
Weitere Informationen finden Sie auf http://www.iml.com.au

Zu Natixis
Natixis ist der internationale Zweig für Corporate Banking, Asset Management, Versicherungs- und Finanzdienstleistungen der zweitgrößten Bankengruppe Frankreichs, der Groupe BPCE, mit 31,2 Mio. Kunden in zwei Privatkundennetzen, die Banque Populaire und Caisse d’Epargne.
Mit mehr als 16.000 Mitarbeitern verfügt Natixis über zahlreiche Kompetenzschwerpunkte in den drei Hauptgeschäftsfeldern Wholesale Banking, Investment Solutions & Versicherungen sowie spezialisierte Finanzdienstleistungen.
Als Global Player hat Natixis eine eigene Kundenbasis an Unternehmen, Finanzinstituten und institutionellen Investoren und zählt darüber hinaus die Privat- und Geschäftskunden sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen der Bankennetze der Gruppe BPCE zu ihrem Kundenkreis.

Indexfonds erfüllen weder Ertragserwartungen noch entsprechen sie den Wertvorstellungen der Anleger

Natixis Global Asset Management hat die Ergebnisse seiner globalen Umfrage unter Privatanlegern für das Jahr 2017 veröffentlicht. Im Februar und März 2017 sind in 26 Ländern Asiens, Europas, Amerikas und des Nahen Ostens insgesamt 8.300 Privatanleger (davon 400 aus Deutschland) befragt worden. Die Umfrage hat unter anderem folgende Ergebnisse geliefert:

  • Mit passiven Index-Fonds könnten Investoren Gefahr laufen, ihre Anlageziele zu verfehlen. Deutsche Investoren geben an, dass sie eine Rendite von 10,5% über der Inflationsrate benötigen, um ihre Ziele zu erreichen. Allerdings rechnen viele Experten derzeit bei vielen Marktindizes mit Erträgen im niedrigen einstelligen Bereich.
  • Der Einsatz von Index-Fonds könnte dem großen Interesse der Anleger an ESG-Investments widersprechen. 83% der deutschen Investoren wünschen sich, dass ihre Investments auch ihren persönlichen Wertvorstellungen entsprechen. Nur 46% sind jedoch der Meinung, dass Index-Fonds solche Unternehmen bei Investments auch berücksichtigen.
  • Verkappte Index-Fonds belasten das Vertrauen in die Fondsindustrie. Zwar erwarten 72% der Anleger, dass Fondsmanager einen wirklich aktiven Investmentansatz umsetzen, aber fast genauso viele (75%) glauben, dass viele Manager Gebühren für aktives Management erheben, obwohl sie eigentlich nur einen Index abbilden.
  • Was das Treffen von Anlageentscheidungen betrifft, so vertrauen mehr Anleger ihren Finanzberatern (85%) als engen Freunden oder Familienmitgliedern (71%), den Finanzmedien (49%) oder sozialen Medien (33%).

Mehr als zwei Drittel (68%) der weltweit befragten Anleger geben an, sich finanziell sicher und durch hohe Kursgewinne am Markt ausreichend ermutigt zu fühlen, um höhere Investmentrisiken einzugehen. Aber die Rekordhochs sowie die historische Marktruhe der letzten Jahre reichen nicht aus, ihre Verlustängste vollständig zu beruhigen. Die Anleger scheinen unter „Risiko“ vor allem den Verlust von Kapital und nicht das Verpassen von Anlagechancen zu verstehen.

Obwohl 76% der deutschen Investoren angeben, dem Sicherheitsaspekt einen höheren Stellenwert einzuräumen als der Performance (im Vergleich dazu sind es weltweit 77%), erwarten sie relativ hohe jährliche Erträge (im Durchschnitt eine reale Rendite von 10,5% über der Inflationsrate pro Jahr). In Zeiten, in denen viele Marktexperten auf lange Sicht mit Erträgen im niedrigen einstelligen Bereich rechnen, müssen die Investoren ihre Anlagestrategien also möglicherweise noch einmal überdenken und verstärkt auf wirklich aktiv agierende Manager setzen, die bestrebt sind, die Markt-Indizes mittels einer ausgezeichneten Einzeltitelselektion zu übertreffen. Darüber hinaus suchen deutsche Anleger vermehrt den Rat ihres persönlichen Finanzberaters.

Verunsicherte Anleger setzen auf vertrauensvolle Beratung

Knapp die Hälfte (41%) der deutschen Anleger sind davon überzeugt, dass die Dienstleistungen der Vermögensverwaltungsbranche ihr Geld wert sind. So erklären 85% der deutschen Investoren, dass sie ihrem persönlichen Finanzberater absolut vertrauen, was den Umgang mit komplexen finanziellen Aspekten betrifft (weltweit 88%).

Parallel dazu konzentrieren sich 67% der deutschen Anleger auf die kurzfristige Performance, ohne dabei ihre langfristigen Bedürfnisse im Blick zu behalten. Diese Skepsis lässt sich teilweise sogenannten Index-Fonds zuschreiben – also Produkten von Investmentgesellschaften, die zwar behaupten, ihre Fonds aktiv zu verwalten und dafür auch entsprechende Gebühren erheben, letztlich aber Portfolios anbieten, die lediglich Benchmarks abbilden. Fast 60% der deutschen Anleger geben an, zu erwarten, dass sich die Portfolios ihrer Investmentfonds maßgeblich von den jeweiligen Benchmarks unterscheiden. Allerdings vertreten 75% der Befragten die Auffassung, dass viele Manager zwar Gebühren für aktives Management erheben, aber eigentlich nur einen Index abbilden. Im Rahmen der Natixis-Umfragen aus dem letzten Jahr* hatten 57% der institutionellen Manager und 43% der Finanzberater weltweit die Existenz verkappter Index-Fonds als Grund dafür angeführt, dass sie überhaupt passive Strategien nutzen.

Die Umfrage offenbart auch einige anhaltende Fehleinschätzungen im Hinblick auf Index-Investments. So gehen 58% der deutschen Investoren fälschlicherweise davon aus, dass Index-Fonds weniger riskant sind (weltweit sind es 62%). Gleichzeitig glauben 59% (63% weltweit), dass diese Produkte dazu beitragen, Verluste zu minimieren, obwohl Index-Fonds sowohl die positiven als auch die negativen Entwicklungen der Märkte, die sie abbilden, nachvollziehen und kein eigenes Risikomanagement betreiben. Dementsprechend geben 75% der Institutionen* weltweit an, dass Anleger bei passiven Investments ein „falsches Sicherheitsgefühl haben“. Was den Vergleich der Vorzüge aktiver und passiver Investments betrifft, so erklären 86% der institutionellen Investoren, dass aktive Investments besser geeignet sind, um Alpha zu generieren, risikobereinigte Erträge zu erzielen (64%), Anlagechancen an den Schwellenländermärkten zu nutzen (76%) sowie ESG-Investments umzusetzen (75%). Parallel dazu wird passives Investmentmanagement vor allem als Instrument zur Reduzierung der Managementgebühren betrachtet.

In diesen unterschiedlichen Wahrnehmungen spiegeln sich auch die Herausforderungen wider, mit denen die Privatanleger zurzeit konfrontiert werden. Die gute Nachricht ist aber, dass die Anleger letztlich die Unterstützung von Finanzberatern in Anspruch nehmen. So erklären 85% der deutschen Investoren, dass sie ihrem persönlichen Finanzberater absolut vertrauen, was den Umgang mit komplexen finanziellen Aspekten betrifft (weltweit 88%). 44% der Befragten sind der Meinung, dass professionelle Beratung notwendig ist, um die Risiken auf Portfolioebene sowie die steuerliche Behandlung von Anlagen besser zu verstehen. Darüber hinaus sind die meisten deutschen Anleger gegenüber ihrem Finanzberater loyal, und 56% möchten ohne ihren vertrauten Ansprechpartner gar nicht aktiv werden und würden ihrem Berater sogar zu einem anderen Unternehmen folgen.

„Die Anleger erhalten zwar eine kontinuierliche ‚Flut‘ von Informationen, aber im Rahmen unserer Untersuchung haben sie uns ganz eindeutig zu verstehen gegeben, dass sie Beratung benötigen, durch passive Investments verunsichert sind und sich Transparenz sowie einen Gegenwert für ihr Geld wünschen“, so Jörg Knaf, Managing Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Natixis Global Asset Management. „Privatanleger neigen dazu, Index-Fonds im Hinblick auf den Faktor Risikokontrolle positive Eigenschaften zuzuschreiben, die nicht immer zutreffen. Im Gegensatz dazu kann aktives Management dazu beitragen, auf lange Sicht die Risikosteuerung zu optimieren und Alpha zu generieren.“

Die Nachfrage nach ESG-Investments steigt zwar, ist aber mit Index-Investments möglicherweise nicht kompatibel

Die Umfrage zeigt ferner, dass die Nachfrage nach Investments, die auch ökologische und soziale Aspekte sowie Fragen der Corporate Governance (ESG-Faktoren) berücksichtigt, sowohl seitens der deutschen Investoren als auch bei den Anlegern weltweit kräftig steigt. So geben die deutschen Anleger an, dass sich ihre persönlichen Wertvorstellungen auch in ihren Investments widerspiegeln sollten (83% gegenüber 78% weltweit). Gleichzeitig möchten sich 79% der deutschen Anleger nicht in Unternehmen engagieren, die gegen ihre ethischen Grundprinzipien verstoßen.

Doch der Wunsch, Investments zu tätigen, die ihren persönlichen Überzeugungen stärker Rechnung tragen, könnte sich für Anleger, die ausschließlich auf traditionelle passive Index-Fonds setzen, nur schwer realisieren lassen, da in vielen gängigen Indizes hunderte von Unternehmen enthalten sind – und zwar unabhängig von deren jeweiliger Geschäftspolitik. Lediglich 46% der Investoren sind der Meinung, dass Index-Fonds Firmen berücksichtigen, die ihre persönlichen Wertvorstellungen berücksichtigen.

„Viele Investoren sind mittlerweile nicht mehr damit zufrieden, gute Ergebnisse zu erzielen, sondern möchten gleichzeitig auch Gutes tun“, so Jörg Knaf. „Da die Ziele der Kunden für ihre Geldanlage mittlerweile also zunehmend über die Zahlen auf ihrem Kontoauszug hinausgehen, müssen professionelle Finanzberater bei Kundenportfolios einen ganzheitlichen Ansatz umsetzen, der den Wunsch der Kunden nach Rendite ebenso berücksichtigt wie Risikoaspekte, Kosten und grundsätzliche Kriterien.“

Die Investoren suchen zwar nach Anlagealternativen, benötigen dabei aber Hilfe

Angesichts komplexer und volatiler Märkte äußern die Anleger weltweit ein immer größeres Bedürfnis, das Risikomanagement in ihre Investments zu integrieren sowie neue Anlagestrategien zu entwickeln. So wären drei Viertel (75%) der deutschen Investoren bereit, anstelle des traditionellen Anlagenmixes aus Aktien und Anleihen auch in alternative Anlageformen zu investieren (weltweit 70%). Darüber hinaus halten es 52% der Befragten für erforderlich, zum Zwecke der Risikoreduzierung auch alternative Investments zu berücksichtigen. Allerdings haben erst 62% der Befragten in Deutschland mit ihrem Finanzberater über alternative Investments gesprochen (weltweit 66%). Über die Hälfte der deutschen Anleger hält alternative Investments zudem für riskanter (55%) und komplizierter (45%).

Dies könnte auf eine gewisse Verunsicherung im Zusammenhang mit diesen Produkten zurückzuführen sein. Dazu trägt auch der Umstand bei, dass diese Anlagealternativen innerhalb der Branche nicht klar genug erklärt werden.

„Obwohl den Anlegern bewusst ist, dass sie ihren Anlagehorizont erweitern müssen, um sowohl das Risiko breiter zu streuen als auch um höhere Erträge zu generieren, benötigen sie Unterstützung, um sich von ihrem kurzfristigen Fokus frei zu machen und alle verfügbaren Anlagestrategien sowie deren Rolle auf Portfolioebene wirklich zu verstehen“, führt Jörg Knaf aus.

„Wir müssen den Anlegern in Zusammenarbeit mit den Finanzberatern dabei helfen, neue Möglichkeiten zu finden, ihre Ziele innerhalb ihrer vorab festgelegten Risikoparameter zu erreichen. Aktiv gemanagte Investments in alternative Anlageformen sowie ESG-Investments können sich dabei als hilfreich erweisen. Für viele Anleger sind alternative Investments das fehlende Bindeglied, um auf Portfolioebene eine wirkliche Risikostreuung zu erreichen. Schließlich können diese Produkte dazu beitragen, Erträge zu erwirtschaften, die keine Korrelation zur Tendenz der Aktienmärkte aufweisen“, ergänzt Jörg Knaf.


*Die Natixis-Umfrage unter institutionellen Investoren für das Jahr 2016 wurde im März 2017 veröffentlicht. Im Zuge dieser Umfrage waren im Oktober und im November 2016 weltweit 500 institutionelle Investoren befragt worden.

Methodik
Die Umfrage unter Privatanlegern weltweit wurde von Natixis Global Asset Management mit Unterstützung von CoreData Research, einer britischen Finanzforschungsfirma, durchgeführt. Diese Umfrage beschäftigt sich insbesondere mit dem Verhalten der Anleger im Hinblick auf die Aspekte Portfoliostrukturierung, Risiko, Ruhestand, Finanzberatung und Sparen sowie der allgemeinen Stimmungslage im Hinblick auf Investments. Die Umfrage wurde im Februar und im März 2017 durchgeführt. Dabei wurden zwar insgesamt 8.300 Privatanleger befragt, dieser Bericht konzentriert sich aber insbesondere auf die 400 Teilnehmer aus Deutschland. Jeder der 400 befragten Privatanleger besitzt ein verfügbares Anlagevermögen von mindestens 100.000 USD (oder dem gemäß Kaufkraftparität entsprechenden Gegenwert).

About Natixis Global Asset Management
Natixis Global Asset Management serves thoughtful investment professionals worldwide with more insightful ways to invest. Through our Durable Portfolio Construction® approach, we focus on risk to help them construct more strategic portfolios that seek to endure today’s unpredictable markets. We draw from deep investor and industry insights and partner closely with our clients to put objective data behind the discussion.

Global Challenges Index der Börse Hannover: Auch im dritten Quartal auf Performance-Kurs

Das dritte Quartal 2017 beendete der Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover mit einem Plus von 1,5 Prozent. Der Nachhaltigkeitsindex liegt damit unter dem DAX, der im gleichen Zeitraum plus 4,1 Prozent erreichte und dem EuroStoxx50, welcher das Quartal mit plus 4,7 Prozent abschloss. Seit seiner Auflage im September 2007 liefert der GCX dagegen mit einer Wertsteigerung von rund 125 Prozent gegenüber dem DAX (+71 Prozent) und dem EuroStoxx50 (+16 Prozent) bis heute die mit Abstand beste Performance ab. Er spiegelt die Aktien 50 internationaler Unternehmen wider, die sich wirtschaftlich in besonderem Maße dem Thema Nachhaltigkeit widmen.

Zur Beurteilung der Performance sollten vorzugsweise längerfristige Zeiträume betrachtet werden. Der GCX der Börse Hannover existiert seit gut zehn Jahren und lässt damit eine belastbare Aussage über die langfristige Wertentwicklung von nachhaltigen Kapitalanlagen zu. Für den GCX kann dabei festgestellt werden, dass die Ziele über einen Zeitraum von zehn Jahren mit einer Rendite von rund 8,5 Prozent p. a. bei Wiederanlage der Erträge in hohem Maße erfüllt wurden. Zudem konnten Kritiker widerlegt werden, die nachhaltigen Anlageformen eine niedrigere Rendite unterstellen. Am Beispiel des GCX konnte der Beweis erbracht werden, dass sich nachhaltig wirtschaftende Unternehmen vergleichsweise besser entwickeln. Entscheidende Gründe dafür sind die rechtzeitige Positionierung der Unternehmen für die Herausforderungen der Zukunft und grundsätzlich weniger Risiken in den Geschäftsmodellen.

Strenge Auswahlkriterien bei GCX-Unternehmen

Die Unternehmen des Global Challenges Index müssen aktiv etwas zur Bewältigung der sieben globalen Herausforderungen Klimawandel, Trinkwasserversorgung, Erhalt der Artenvielfalt, nachhaltige Waldwirtschaft, Bevölkerungsentwicklung, Armutsbekämpfung und verantwortungsvolle Führungsstrukturen beitragen. Um dies sicherzustellen, wird die Zusammensetzung des Index von der Börse Hannover und der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom research regelmäßig überprüft und angepasst. Erfüllt eines der Unternehmen die strengen Auswahlkriterien nicht mehr, wird an seine Stelle ein neuer Titel in den Index aufgenommen. Ein unabhängiger Beirat berät und unterstützt die Börse Hannover und oekom research bei der Auswahl der Unternehmen.

Der Global Challenges Index im Vergleich zum DAX und EuroStoxx50

GCX (schwarz); DAX (blau); EuroStoxx50 (rot) – Zeitraum: 03.09.2007 bis 29.09.2017 
Quelle: Börse Hannover 

Die Top 5 Performer im dritten Quartal 2017: Von Halbleitern, über Dämmsysteme bis hin zur Hardware

Den ersten Platz nach Performance im dritten Quartal 2017 sicherte sich mit einem Plus von rund 30 Prozent der Halbleiterproduzent und Apple-Lieferant STMicroelectronics (WKN: 893438). Auf Platz zwei schaffte es mit einem Wertzuwachs von rund 19 Prozent der führende Hersteller von Dämmstoffen- und -systemen Rockwool International (WKN: 889488). Platz drei eroberte mit einem Plus von 15 Prozent die Berkeley Group Holdings PLC (WKN: A0DKWY), ein britisches Bauunternehmen mit einem hohen Standard im Bereich nachhaltiges Bauen. Platz vier nach Performance belegt mit 13,6 Prozent das US-Unternehmen Herman Miller Inc. (WKN: 863205), das sich auf die Erforschung, Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Inneneinrichtungen für verschiedene Anwendungen spezialisiert hat, unter anderem in den Bereichen Büro, Gesundheitsversorgung, Bildung und für den Privathaushalt. Auf Platz fünf liegt mit einer Quartalsperformance von rund 13 Prozent die Xerox Corp. (WKN: A2DSTA). Der US-amerikanische Drucker- und Kopiergerätehersteller entwickelt und vermarktet eine umfangreiche Palette von Produkten, Dienstleistungen und Lösungen rund um die Erstellung, Verwaltung und Weiterverarbeitung von Dokumenten.

Global Challenges Index und Global Challenges Corporates
Die Börse Hannover unterstützt Anleger seit vielen Jahren mit mehreren Produkten bei der Anlageentscheidung nach ethischen und sozialen Standards. Der Global Challenges Index (GCX) wurde von der Börse in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom research AG, München, entwickelt und am 3. September 2007 lanciert. Er umfasst 50 Unternehmen, die substanzielle und richtungsweisende Beiträge zur Bewältigung der großen globalen Herausforderungen - die Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels, die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser, ein nachhaltiger Umgang mit Wäldern, der Erhalt der Artenvielfalt, der Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung, die Bekämpfung der Armut sowie die Etablierung von Governance-Strukturen - leisten. Die Aufnahme in den Index würdigt die Aktivitäten der Unternehmen in diesen globalen Handlungsfeldern. Ein Beirat, dem Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirche, vom Deutschen Rat für Nachhaltige Entwicklung, der ILO sowie vom WWF angehören, hat die beiden Initiatoren bei der Konzeption und Weiterentwicklung des Index beraten und begleitet den Index aktiv. Mehr Informationen zum GCX und den auf dem Index basierenden Finanzprodukten finden Sie unter www.boersenag.de/nachhaltigkeit. Hier finden Interessierte auch eine umfassende Begründung für die Aufnahme der einzelnen Unternehmen in den GCX. Der Global Challenges Corporates ist ein Korb besonders nachhaltig wirtschaftender Anleihe-Emittenten. Aufnahme in den Basket finden nur solche Unternehmen, die strenge nachhaltige Kriterien erfüllen: Unternehmen müssen im Rahmen des oekom Corporate Ratings den Best-in-Class-Status erreichen und dürfen nicht gegen umfangreiche Ausschlusskriterien verstoßen. Die Auswahl wird halbjährlich von einem unabhängigen Beirat geprüft.

Über die Börse Hannover
Als serviceorientierter Handelsplatz bietet die Börse Hannover Anlegern insbesondere bei Aktien und Fonds attraktive Konditionen: Zum Beispiel fällt bis zu einem Volumen von 50.000 Euro pro Aktienorder beim Kauf der DAX30-Werte keine Maklercourtage an, der Handel mit Werten des MDAX und des EuroStoxx50 ist bis zu einem Ordervolumen von 25.000 Euro courtagefrei. Die Orderaufgabe erfolgt – wie bei anderen Wertpapiergeschäften – über die Hausbank oder den Online-Broker. Anleger müssen lediglich Hannover als Börsen- bzw. Handelsplatz angeben. Mit dem Fondsservice Hannover bietet die Börse Hannover eine in Deutschland einmalige Möglichkeit, Investmentfonds zum Rücknahmepreis und somit ohne Ausgabeaufschlag zu kaufen. Hierbei fallen unabhängig vom Ordervolumen lediglich 15 Euro pauschal an der Börse Hannover an. Außerdem widmet sich die Börse Hannover seit vielen Jahren dem Thema der nachhaltigen Geldanlage. 

Alexandre Déruaz neuer Leiter Portfoliokonstruktion bei Unigestion

Unigestion, der auf risikobasierte Investmentlösungen spezialisierte Boutique-Asset-Manager, gibt die Ernennung von Alexandre Déruaz als Leiter Portfoliokonstruktion für die Aktienprodukte des Unternehmens bekannt.

Déruaz wechselt von Lombard Odier zu Unigestion, wo er zehn Jahre lang tätig war – zuletzt als Leiter Systematic Equities & Alternatives. Davor war er als Leiter Smart-Beta-Lösungen sowie als Aktienfondsmanager tätig. Bevor Déruaz im Jahr 2007 zu Lombard Odier kam, war er drei Jahre als Quantitativer Analyst und Portfoliomanager bei Union Bancaire Privée und vier Jahre als Portfoliomanager für Ausgewogene Mandate bei BNP Paribas beschäftigt.

Alexandre Déruaz wird von Genf aus tätig sein und die Konstruktion des Aktienportfolios des Unternehmens leiten. Er berichtet direkt an Alexei Jourovski, den Leiter der Aktienabteilung bei Unigestion.

Dazu Alexei Jourovski, Head of Equities:
„Alexandres Fachkompetenz und Investmentphilosophie spiegelt die DNA und Unternehmenskultur von Unigestion wider. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung im Umgang mit risikobasierten Anlagestrategien und faktorbasierten Aktienlösungen. Wir freuen uns, ihn im Team zu haben, seine Investmentkenntnisse sowie sein Anlagestil werden zweifellos erheblichen Mehrwert für unsere bestehenden und künftigen Kunden schaffen.“

Alexandre Déruaz, Leiter Portfoliokonstruktion, erklärt:
„Unigestion ist bekannt dafür, seinen Kunden weltweit innovative, risikobasierte Aktien-Lösungen zu bieten. Ich freue mich, einem Team beizutreten, das, wie ich, den gleichen Investmentansatz verfolgt und bemüht ist, stets den Bedürfnissen seiner Kunden zu entsprechen.“

Union Investment erwirbt strategische Beteiligung an PropTech-Unternehmen Architrave

Union Investment ist neue Mitgesellschafterin des Berliner PropTechs Architrave. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft erwarb die Union Asset Management Holding AG, Frankfurt, eine Minderheitsbeteiligung von 13 Prozent am Unternehmen. Architrave ist der führende Anbieter für intelligentes Datenmanagement in der Immobilienwirtschaft. Seit September gehört die Union Investment Real Estate GmbH zum Kundenkreis von Architrave und hat die Bestandsdaten ihrer weltweit über 400 Immobilien in die Architrave-Plattform einfließen lassen.

Mit der Minderheitsbeteiligung ist eine Forschungsvereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung einer der wesentlichen Produktkomponenten von Architrave, Künstliche Intelligenz (KI), verbunden. Beide Partner sind sich in der Zielsetzung einig, langfristig einen Branchenstandard für das Erfassen von Immobiliendaten in einer offenen, digitalen Plattform zu etablieren. Hiervon profitieren Eigentümer, Asset Manager, Property Manager und Facility Manager gleichermaßen, da sie auf einen konsistenten und einheitlichen Datenbestand für jede Immobilie ohne Schnittstellenproblematik oder Informationsdefizite zugreifen können. Die Immobiliendaten bleiben auch bei einem Eigentümerwechsel verfügbar, so dass nach einer Transaktion der zeitaufwendige Implementierungsprozess von Objekt- und Mieterdaten entfällt. Dies beschleunigt Transaktionen, da sämtliche relevante Daten schon in einem virtuellen Datenraum vorhanden sind.

Jens Wilhelm, Vorstand Immobilien, Portfoliomanagement und IT-Infrastruktur von Union Investment, kommentiert: „Mit Architrave realisieren wir unsere erste Firmenbeteiligung im Bereich PropTech. Die strategische Partnerschaft ist ein wesentliches Element unserer Strategie, die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft wirksam und rasch voranzubringen. Mit einem etablierten Kundenstamm und einem kontinuierlichen Wachstum ist Architrave ein idealer Partner, um unsere gemeinsame Vision einer branchenweiten Datenplattform für das Asset Management zu realisieren.“ Im Mai 2017 hatte Architrave unter 200 teilnehmenden Unternehmen den zweiten Platz beim ersten internationalen PropTech Innovation Award erzielt.

Maurice Grassau, CEO und Gründer von Architrave, erklärt: „Partnerschaften mit etablierten Akteuren der Immobilienwirtschaft sind ein grundlegender Baustein unserer Unternehmensentwicklung. Mit Union Investment werden wir unseren Wachstumskurs beschleunigen und durch die gemeinsame Weiterentwicklung unseres Produkts einen echten Mehrwert für die gesamte Branche schaffen.“ Architrave hat in den vergangenen fünf Jahren in Folge ein dreistelliges Umsatzwachstum erreicht. 2017 werden die 32 Mitarbeiter einen Umsatz von zwei Millionen Euro erzielen. Für 2018 ist eine Verdopplung beider Zahlen geplant.

Mit der Minderheitsbeteiligung ist kein Zugriff auf die Asset Management-Daten verbunden, die unter alleiniger Führung von Architrave verbleiben. „Datensicherheit bildet das Fundament unseres Geschäftsmodells und genießt daher höchste Priorität. Unsere Datenplattform wird selbstverständlich in hochsicheren deutschen Rechenzentren gehostet - unter maximalem Zugriffs- und Missbrauchsschutz. Bei einem Eigentümerwechsel übertragen unsere Experten die Daten der Immobilie in die Plattformumgebung des neuen Eigentümers. Ein Meilenstein bei der Arbeits- und Prozesseffizienz für die Integration erworbener Immobilienbestände in das eigene Portfolio“, ergänzt Grassau.

ÜBER UNION INVESTMENT
Union Investment steht für vorausschauende Immobilien-Investments. Als einer der führenden Immobilien-Investment-Manager in Europa bietet Union Investment ein umfassendes Lösungsangebot aus Offenen Immobilien-Publikumsfonds und Spezialfonds sowie Service- und Bündelungsmandaten mit einem Volumen von derzeit rund 31 Milliarden Euro. Ihr breit über 24 Ländermärkte diversifiziertes Immobilienportfolio besteht aus rund 350 Objekten in den Segmenten Büro, Hotel, Einzelhandel und Logistik.

ÜBER ARCHITRAVE
Architrave bietet digitales Immobilienmanagement mit einer zentralen Plattform für Management und Steuerung sämtlicher Daten, Dokumente und Prozesse. Durch den Einsatz von Zukunftstechnologien wie Machine Learning und Künstliche Intelligenz ist Architrave bestrebt, als Branchenvorreiter eine automatisierte Datenplattform für alle anfallenden Prozesse der immobilienwirtschaftlichen Wertschöpfungskette zu schaffen. Zu den Kundengruppen zählen neben Immobilieneigentümern und Eigentümervertretern auch Immobiliendienstleister. Aktuell verwaltet Architrave für etablierte Marktakteure wie BEOS, BNP Paribas, CBRE und Union Investment Real Estate Assets im Wert von 55 Mrd. Euro.

Bürovermietungsmarkt Frankfurt am Main mit Aussicht auf zweitbestes Ergebnis seit dem Jahr 2000

Der Frankfurter Büroflächenvermietungsmarkt inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei hat im dritten Quartal 2017 an die sehr positive Entwicklung des ersten Halbjahres anschließen können. Das zeigt die aktuelle Analyse des inhabergeführten Immobilienberatungsunternehmens NAI apollo – Partner der NAI apollo group. Mit einem Flächenumsatz von 183.900 m² durch Vermietungen und Eigennutzer bilden die Monate Juli bis September 2017 das stärkste dritte Quartal der letzten zehn Jahre. Im Vergleich zum Vorjahresquartal beträgt das Plus 45,1 Prozent bzw. 57.200 m². Für die ersten neun Monate 2017 summiert sich der Flächenumsatz auf 432.200 m², womit der Vorjahreswert um rund ein Viertel übertrumpft wurde.

Zweitstärkstes Jahr nach 2000

„Der Frankfurter Büromarkt befindet sich auf Rekordjagd und wird auf Gesamtjahressicht aller Voraussicht nach den zweithöchsten Flächenumsatz seit dem Jahr 2000 erzielen. Insbesondere Großabschlüsse, teilweise auch in Folge des Brexits, werden dem vierten Quartal 2017 zu einem überdurchschnittlichen Umsatzvolumen verhelfen“, sagt Radomir Vasilijevic, Head of Office & Retail Letting bei NAI apollo.

In den beiden Größenklassen oberhalb von 5.000 m² ließ sich in den ersten drei Quartalen bereits ein besonders hohes Wachstum erfassen. Im Cluster „5.001 - 10.000 m²“ ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29,5 Prozent und im Bereich „ab 10.000 m²“ sogar um 124,4 Prozent angestiegen. Zu den größten Deals sowohl des dritten Quartals als auch des Gesamtjahres 2017 zählen der Eigennutzerkauf des MainParks (Kaiserleistraße 29-35) mit ca. 27.500 m² Bürofläche durch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sowie die Anmietung von 14.400 m² in der Mainzer Landstraße 277-293 durch die Stadt Frankfurt am Main.

Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen unverändert stärkste Nachfrager

Dementsprechend positioniert sich die Branche der Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen unverändert auf dem ersten Rang innerhalb der Nachfragegruppen. Insgesamt entfällt auf diese ein Umsatz von 102.100 m², was einem Marktanteil von 23,6 Prozent entspricht. Dahinter folgen Unternehmensberatungen, Marketing und Marktforschung mit 52.900 m² bzw. 12,2 Prozent sowie das Bau- und Immobiliengewerbe mit 45.100 m² bzw. 10,4 Prozent.

„Infolge des Eigennutzerkaufs der Helaba gewinnt die „Hauptlage Bürozentren“ mit einem Umsatzanteil von 20,5 Prozent bzw. 88.400 m² weiter an Bedeutung. Dennoch dominiert in der räumlichen Verteilung unverändert der Central Business District mit 236.400 m² bzw. einem Anteil von 54,7 Prozent das Marktgeschehen“, erläutert Dr. Konrad Kanzler, Head of Research bei der NAI apollo group.

Großanmietungen in hochpreisigen Projektentwicklungen, wie dem Omniturm oder dem Four, wirken sich im dritten Quartal 2017 auf das Mietniveau aus. Die Durchschnittsmiete steigt im Vergleich zum Vorquartal um 0,60 €/m² auf nun 20,10 €/m². Bei der Spitzenmiete ist ein Zuwachs von 0,20 €/m² auf aktuell 39,20 €/m² zu registrieren.

Leerstandsabbau setzt sich fort

Im dritten Quartal 2017 sind keine nennenswerten Büroflächen fertiggestellt worden. Hingegen summieren sich die Flächenabgänge auf 18.000 m², wovon alle Flächen einer Wohnnutzung zugeführt werden. Als Resultat hiervon sinkt der Büroflächenbestand zum Ende des dritten Quartals 2017 auf 11,37 Mio. m².

„Für das Gesamtjahr summiert sich das projektierte Fertigstellungsvolumen zum derzeitigen Kenntnisstand auf 98.700 m², wovon nur noch 7.400 m² für eine Anmietung zur Verfügung stehen“, ergänzt Dr. Konrad Kanzler.

Auch in den Monaten Juli bis September hält der Trend des Leerstandsabbaus an. Der marktaktive Leerstand auf dem Frankfurter Büroflächenmarkt – also Büroflächen, die innerhalb von drei Monaten nach Mietvertragsunterzeichnung beziehbar sind – hat sich innerhalb der letzten drei Monate um weitere 74.000 m² auf 1,07 Mio. m² reduziert. Daraus resultiert eine Leerstandsquote von 9,4 Prozent, die innerhalb der letzten drei Monate um 0,6 Prozentpunkte gesunken ist.

„Die unverändert gut gefüllte Vermietungspipline wird das vierte Quartal 2017 deutlich prägen, weshalb auf Gesamtjahressicht ein Flächenumsatz deutlich oberhalb der 600.000 m²-Marke prognostiziert werden kann“, erläutert Radomir Vasilijevic. Infolgedessen wird sich auch der Leerstandsabbau sowie die aufwärtsgerichtete Mietpreisentwicklung fortsetzen.

Dr. Michael Braun verstärkt das Führungsgremium der BayernInvest

Das Führungsgremium der BayernInvest wird ab 1. Oktober um Dr. Michael Braun (42) erweitert. Der promovierte Jurist kommt von der Konzernmutter BayernLB, bei der er seit 5 Jahren den Bereich Konzernstrategie und Konzernkommunikation geleitet hat. Er verantwortete dort im Rahmen der Neuausrichtung neben der Strategiearbeit und dem Beteiligungsportfolio vor allem zukunftsorientierte Themenstellungen wie den Aufbau digitaler Kundenlösungen unter der neuen Marke „digital next“ sowie das Nachhaltigkeitsmanagement im Konzern.
Bei der BayernInvest soll sich Braun neben dem Finanz- und Controllingbereich insbesondere um die strategische Weiterentwicklung der Geschäftsaktivitäten – auch im Konzernverbund mit der BayernLB – kümmern. Bis zur notwendigen Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) übt Braun seine Tätigkeit im Führungsgremium als Generalbevollmächtigter aus.

„Ich bin davon überzeugt, dass Michael Braun mit seiner ausgeprägten strategischen Expertise wichtige Impulse für eine erfolgreiche Zukunft der BayernInvest geben wird“ so Ralf Woitschig, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft und Kapitalmarktvorstand der BayernLB. Dr. Johannes-Jörg Riegler, Vorstandsvorsitzender der BayernLB, dankte Michael Braun für seine wichtigen Beiträge zur Entwicklung der neuen BayernLB am Markt als „Die Bayerische Bank für die deutsche Wirtschaft“ und begrüßte, dass Braun bei der BayernInvest auch die im Asset Management zentralen Zukunftsthemen um nachhaltige Anlagen und Digitalisierung vorantreiben wird.

Die Geschäftsführung der BayernInvest aus Dr. Volker van Rüth als Sprecher und Katja Lammert wird damit künftig um Dr. Michael Braun als Generalbevollmächtigtem erweitert.

Fondsumsätze im September bei rund 55 Millionen Euro

Die Umsätze im Fondshandel der Börse Hamburg erreichten im September ein Volumen von rund 55 Mio. Euro und lagen damit rund 6 Prozent unter dem Vormonat. Die Sommerferienzeit ging erst im September mit den großen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg zu Ende. Damit sollten jetzt aber alle Marktteilnehmer zurück sein, um Anlageentscheidungen für die letzten Monate des Jahres treffen zu können.

Der Fondshandel wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Neben der Sommerpause spielt insbesondere das Geschehen an den Aktienmärkten eine wichtige Rolle. Zwar konnten die Umsätze zum Beispiel bei den DAX30-Werten im abgelaufenen Monat September wieder zulegen und das Kursniveau mit gut 12.700 Punkten ein neues Zwischenhoch markieren, die Marktteilnehmer scheinen jedoch von einer gewissen Skepsis geprägt zu sein. Dafür könnten mehrere Faktoren verantwortlich sein. Trotz positiver Konjunkturerwartungen für Deutschland (der ZEW-Index verbesserte sich im September deutlich um 7 auf 17 Punkte) scheint das Anlegerpublikum nicht wirklich überzeugt zu sein. Zu den Belastungsfaktoren zählen die weitere Zuspitzung der Eskalation zwischen den USA und Nordkorea, der starke Anstieg des Euros gegenüber dem US-Dollar seit Anfang des Jahres und damit erwartete Nachteile für die Exportindustrie sowie last but not least die Ungewissheit vor und nach der Bundestagswahl. Letzteres dürfte über Wochen und Monate erhalten bleiben, denn auf dem Weg nach „Jamaika“ müssen noch einige Klippen umschifft werden.

Immobilienfonds dominieren die Umsätze im Fondshandel

Die Meinungen im Hinblick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Europa, den USA und weltweit bleiben geteilt. Eine der spannendsten Fragen in diesem Zusammenhang ist: Wann fangen die führenden Notenbanken an, den gigantischen Liquiditätsschub der vergangenen Jahre zu drosseln bzw. sogar Liquidität abzuschöpfen? Würgen sie dadurch die Weltkonjunktur ab und bringen sie zusätzlich diverse Staatshaushalte ins Wanken?

Die Anleger tendieren eher zu einem defensiven Investitionsverhalten. Nicht umsonst dominieren unverändert offene Immobilienfonds (OIF) den Fondshandel an der Börse Hamburg. Neun der TOP 10 nach Umsatz gehören zu dieser Assetklasse, wobei die in Liquidation befindlichen OIFs zunehmend durch nicht in Abwicklung befindliche Fonds, wie zum Beispiel den hausInvest oder den Deka Immobilien Europa, abgelöst werden. Obwohl die Renditeerwartungen in dieser Assetklasse auf Sicht der nächsten Jahre eher moderat ausfallen dürften, fühlen sich die Anleger offensichtlich sehr wohl im Universum der Sachwerte.

Mit 6,3 Mio. Euro hat der CS EUROREAL (WKN: 980500) im September den Spitzenplatz im Umsatzranking zurückerobert. Auf Platz zwei nach Umsatz wurde mit 5,3 Mio. Euro der SEB Immoinvest (WKN: 980230) verwiesen, gefolgt vom hausInvest (WKN: 980701) mit 2,6 Mio. Euro.

Umsatzsprung bei „Next Generation“ - Rohstoff-Fonds

Einen bemerkenswerten Umsatz- und Performancesprung vollzog ein eher unbekannter Rohstofffonds. Der Structured Solutions - Next Generation Resources Fund (WKN: HAFX4V) erreichte einen Monatsumsatz von rund 1,1 Mio. Euro und erzielte allein im September eine Performance von fast 11 Prozent. Dieser Fonds investiert vorzugsweise in Rohstoffunternehmen, die im Bereich der sogenannten „Next Generation Rohstoffe“ aktiv sind. Hierbei handelt es sich um Rohstoffe wie z. B. Lithium, Kobalt oder Grafit, die aufgrund neuer Technologien (u. a.  für Elektrofahrzeuge) in Zukunft verstärkt benötigt werden.

Anstieg der Ölpreise läutet Trendwende bei den Energie-Fonds ein

Nachdem der Ölpreis seit Mitte Juni um 22 Prozent (WTI) bzw. 30 Prozent (Brent) zulegen konnte, gibt es auch bei den Energie-Fonds kein Halten mehr. Unter den TOP 10 nach Performance im Monatsvergleich finden sich ausschließlich Fonds mit dem Schwerpunkt Energie-Rohstoffe. Spitzenreiter im September war mit plus 15 Prozent der Invesco Energy Fund (WKN: A1CV20), gefolgt vom Schroder Global Energy (WKN: A0J29E) mit plus 14,5 Prozent. Auf Platz drei landete der BGF-World Energie Fund (WKN: A0BMA5) mit einer Performance von plus 13,9 Prozent.

Auf der Verliererseite fanden sich in diesem Monat überwiegend Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Türkei. Der HSBC GIF-Turkey Equity (WKN: A0D9FM) verlor rund 11,8 Prozent, der Türkisfund-Equities (WKN: 987858) und der DWS Türkei (WKN: A0DPW3) verloren 11,2 bzw. 11 Prozent.

Top-10 der Fonds nach Umsatz an der Börse Hamburg im September 2017


Quelle: Börse Hamburg, Fondsumsätze vom 01.09.2017 bis einschließlich 29.09.2017

Über die Börse Hamburg
Die Börse Hamburg ist der führende Börsenplatz für den Handel mit offenen, aktiv gemanagten Fonds in Deutschland. Anleger können börsentäglich zwischen 8 Uhr und 20 Uhr rund 4.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Preisen handeln. Neben der Maklercourtage von 0,08 Prozent fällt die individuelle Bankprovision an. Die Orderaufgabe erfolgt - wie bei anderen Wertpapiergeschäften - über die Hausbank oder den Online-Broker. Es ist lediglich bei der Auswahl des Börsen- bzw. Handelsplatzes Hamburg anzugeben. Bei der Ausführung über die Börse Hamburg lassen sich Aufträge preislich und zeitlich limitieren, zum Beispiel auch über Stop-Loss- und Stop-Buy-Orders. Der Handel findet unter Aufsicht der Handelsüberwachungsstelle an der Börse Hamburg statt. Mehr Informationen zum Fondshandel finden Anleger unter www.boersenag.de/fonds.