Fondsumsätze im Juli bei 68 Millionen Euro

Die Umsätze im Fondshandel der Börse Hamburg haben im Juli ein Volumen von rund 68 Mio. Euro erreicht und lagen damit um rund 15 Prozent unter dem Vormonat. Bedingt durch die Jahreszeit sind viele Marktteilnehmer im Urlaub und halten sich in Folge dessen mit Investments zurück.

Hinzu kamen ab Mitte Juli Pressemeldungen, wonach die führenden deutschen Automobilhersteller angeblich über Jahre hinweg kartellrechtswidrige Absprachen getätigt haben sollen. Sie bestimmten maßgeblich das Marktgeschehen und hatten indirekt auch Auswirkungen auf den Fondshandel.

Nach einem Zwischenhoch am 13. Juli bei 12.641 Punkten gab der DAX30 nach Kenntnis der genannten Vorwürfe gegenüber den Automobilwerten deutlich nach und schloss am vergangenen Freitag bei 12.163 Punkten. Das entspricht im Monatsvergleich einem Minus von 1,3 Prozent. Der Dow Jones konnte dagegen bei 21.830 Punkten (plus 2,35 Prozent) ein neues Allzeithoch erklimmen und auch der EUROSTOXX 50 erzielte im Juli ein leichtes Plus von 0,75 Prozent.

Immobilienfonds dominieren Umsätze im Fondshandel

Zu den Umsatzfavoriten im Fondshandel Hamburg zählten im Juli die offenen Immobilienfonds (OIF) sowie ausgewählte Aktienfonds, teilweise mit dem Anlageschwerpunkt Dividendenwerte (vgl. auch Tabelle).

Mit 10,5 Millionen Euro hat der SEB ImmoInvest (WKN: 980230) im Juli den ersten Platz im Umsatzranking behauptet. Dahinter folgt auf Platz zwei der CS EUROREAL (WKN: 980500) mit 5,7 Millionen Euro Umsatz. Platz drei nach Umsatz erreichte der Stuttgarter-Aktien-Fonds (WKN: A0Q72H) mit 4,8 Millionen Euro Umsatz, der im Juli zugleich als Aktionsfonds des Monats gehandelt wurde.

Rohstoffwertefonds sowie Fonds mit Schwerpunkt Lateinamerika/Brasilien legen im Juli teilweise deutlich zu

Nachdem sich der Preis für Rohöl (Brent) im Juli mit fast 10 Prozent Plus deutlich erholen konnte, zählten Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Rohstoffe insgesamt zu den Best-Performern. Zu den Spitzenreitern im Monatsvergleich gehörten der Commodity Capital Global Mining Fund (WKN: A0YDDD) mit plus 21,8 Prozent sowie der BGF World Mining Fund (WKN: A0M9SC) mit plus 10 Prozent. Der STOXX® Europe 600 Optimised Basic Resources Source ETF (WKN: A0RPR2) erreichte ein Plus von 9 Prozent, gefolgt vom HSBC Brazil Equity (WKN: A0DJ0P) mit plus 8 Prozent.

Fonds mit Schwerpunkt Healthcare tendenziell auf der Verliererseite

Schwächer zeigten sich im Juli u. a. Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Healthcare. Der Amundi ETF MSCI Europe Healthcare (WKN: A0REJ2) gab um 5,6 Prozent nach, der Der STOXX® Europe 600 Optimised Health Care Source ETF (WKN: A0RPR7) verlor 4,6 Prozent.

Top-10 der Fonds nach Umsatz an der Börse Hamburg im Juli 2017 Fondsname WKN Umsatz in Mio. Euro 


Quelle: Börse Hamburg, Fondsumsätze vom 01.07.2017 bis zum 31.07.2017

Über die Börse Hamburg
Die Börse Hamburg ist der führende Börsenplatz für den Handel mit offenen, aktiv gemanagten Fonds in Deutschland. Anleger können börsentäglich zwischen 8 Uhr und 20 Uhr rund 4.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Preisen handeln. Neben der Maklercourtage von 0,08 Prozent fällt die individuelle Bankprovision an. Die Orderaufgabe erfolgt - wie bei anderen Wertpapiergeschäften - über die Hausbank oder den Online-Broker. Es ist lediglich bei der Auswahl des Börsen- bzw. Handelsplatzes Hamburg anzugeben. Bei der Ausführung über die Börse Hamburg lassen sich Aufträge preislich und zeitlich limitieren, zum Beispiel auch über Stop-Loss- und Stop-Buy-Orders. Der Handel findet unter Aufsicht der Handelsüberwachungsstelle an der Börse Hamburg statt. Mehr Informationen zum Fondshandel finden Anleger unter www.boersenag.de/fonds.

Immobilieninvestoren in Europa erwarten Anstieg der Renditen nicht vor 2019

Nur jeder vierte Immobilieninvestor in Europa geht davon aus, dass der aktuelle Marktzyklus seinen Zenit in Kürze überschreitet und die Immobilienanfangsrenditen bald wieder steigen werden. Die große Mehrheit von 75 Prozent erwartet den Umschwung erst für das Jahr 2019, davon 43 Prozent sogar später. Das geht aus der jüngsten Immobilien-Investitionsklimastudie von Union Investment hervor. Für die Studie, die im halbjährlichen Turnus durchgeführt wird, wurden diesmal 168 professionelle Immobilieninvestoren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien repräsentativ befragt.

Mit der Erwartung eines anhaltend spätzyklischen Marktumfelds korreliert eine steigende Sicherheitsorientierung, die vor allem dazu führt, dass deutsche und britische Investoren bei höherer Sicherheit eine verminderte Rendite in Kauf nehmen. Die Anlagestrategie „Gleiches Risiko bei geringerer Rendite“ verfolgen in Deutschland 71 Prozent und in Großbritannien sogar 74 Prozent der Befragten. Im Vergleich zur vorletzten Umfrage vor einem Jahr bedeutet das in den Befragtengruppen einen Anstieg von 15 bzw. 14 Prozentpunkten. In Frankreich ist die Risikoaffinität auch im aktuellen Marktumfeld etwas stärker ausgeprägt. 41 Prozent der Investoren geben an, ein höheres Anlagerisiko einzugehen, um die gleichen Renditeziele wie bisher zu erreichen. Die übrigen 59 Prozent kalkulieren hier ebenfalls mit einer geringeren Rendite bei gleichbleibendem Risiko.

Ausweichbewegungen auf alternative Assetklassen

Insgesamt eher skeptisch bewerten die befragten Investoren das europäische Investitionsklima für Büro- und Einzelhandelsimmobilien. Knapp ein Drittel der professionellen Investoren sieht in den kommenden zwölf Monaten tendenziell schlechte Chancen für attraktive Büroinvestments. Noch etwas negativer fällt die Einschätzung für Einzelhandelsimmobilien aus. Mit 51 Prozent sagt sogar eine knappe Mehrheit, dass es derzeit kaum Aussichten für überzeugende Investitionen gibt. Umso stärker rücken alternative Assetklassen innerhalb der Immobilienwelt in den Fokus. Aufgrund des hohen Preisniveaus in den Nutzungsarten Büro und Einzelhandel verfolgt rund die Hälfte der Befragten dezidierte Ausweichstrategien. Eine besonders hohe Beachtung bei diesen Ausweichbewegungen finden Logistik-, Hotel- und Wohnimmobilien. Unter britischen Investoren, die nach alternativen Anlageprodukten suchen, erreichen Logistik mit 83 Prozent sowie Hotel und Wohnen mit jeweils 61 Prozent den größten Zuspruch. In derselben Gruppe der deutschen Investoren wollen jeweils rund 50 Prozent verstärkt auf diese drei Nutzungsarten setzen.

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung treffen auch spezialisierte Produkte wie Studentenwohnheime und Sozialimmobilien bei den europäischen Investoren auf ein beachtliches Interesse. Ein Viertel aller französischen, 29 Prozent der deutschen und sogar 67 Prozent der britischen Studienteilnehmer, die eine alternative Investitionsstrategie formuliert haben, haben das Thema Micro-Wohnen auf dem Ankaufsradar. Dazu zählen vor allem die bereits angesprochenen studentischen Wohnformen mit Angeboten, die jeweils nur temporär genutzt werden.

„Die hohen Preise für Büro- und Einzelhandelsimmobilien in den Kernmärkten haben in den letzten Monaten die Kreativität der professionellen Investoren angeregt und ihren Blick auf den Immobilienmarkt insgesamt geweitet, was sich bereits in neuen Fondsideen widerspiegelt“, sagt Olaf Janßen, Leiter Immobilienresearch bei der Union Investment Real Estate GmbH, Hamburg.

Politische Stimmungen beeinflussen das Investitionsklima

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich und die Brexit-Vorbereitungen der britischen Regierung haben sich auf das Immobilien-Investitionsklima in Europa spürbar ausgewirkt. 61 Prozent der französischen Investoren gehen davon aus, dass sich die Immobilienmärkte in Frankreich unter der neuen Administration im Élysée positiver entwickeln werden als noch vor der Wahl prognostiziert. Diesem Stimmungsbild entspricht auch die Einschätzung der französischen Investoren für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ihres Landes in den kommenden zwölf Monaten. 48 Prozent erwarten, dass es der Wirtschaft in Frankreich in einem Jahr besser bis deutlich besser gehen wird. Über alle drei Ländern teilen allerdings nur 30 Prozent der Befragten diese Einschätzung.

Für Großbritannien hingegen richten sich die professionellen Immobilieninvestoren in den nächsten zwölf Monaten zum einen auf eine hohe wirtschaftliche Stabilität des Landes ein. 49 Prozent der Befragten erwarten ein konstantes Niveau, 46 Prozent gehen sogar von einer Verbesserung aus. Zum anderen aber hat der Parameter „Erwartungen“ im Investitionsklima-Index für die UK-Märkte mit nur noch 42,5 Punkten einen neuen Tiefststand erreicht. Gleichzeitig ist es der niedrigste Wert überhaupt in der aktuellen Umfrage. Trotz der erwarteten wirtschaftlichen Stabilität werden die europäischen Investoren in Großbritannien folglich weiterhin eher defensiv agieren. „Das Beispiel Großbritannien zeigt nachdrücklich, dass die politischen Unwägbarkeiten im Rahmen des Brexit nach wie vor gegenüber gesamtwirtschaftlichen Kerndaten überwiegen“, ergänzt Olaf Janßen. „Gleichzeitig sind aber einige europäische Investoren bereits wieder auf die UK-Märkte zurückgekehrt und finden bei entsprechender Risikoneigungdie passenden Bedingungen für neue Investments.“

Das Gesamtbild: Frankreich vor Deutschland und UK

Die Studie von Union Investment erfasst zweimal im Jahr einen Immobilien-Investitionsklimaindex für die europäischen Kernmärkte und kann so Trendbewegungen beobachten. Der jüngsten Erhebung zufolge zeichnet sich der deutsche Markt durch eine hohe Stabilität mit leicht positiver Tendenz aus. Im Vergleich zur letzten Umfrage vor sechs Monaten hat sich das Investitionsklima in Deutschland um 1,2 Punkte auf 67,7 verbessert. Einen noch deutlicheren Anstieg hat Frankreich erlebt. Seit der vorletzten Umfrage vor einem Jahr ist der Index sogar um 3,3 Punkte angestiegen und erreicht den aktuellen Spitzenwert von 70,3. In Großbritannien hat sich das Investitionsklima seit der letzten Erhebung, die stark von den Folgen des Brexit geprägt war, wieder stabilisiert und zeigt mit 61,4 sogar wieder eine leicht positive Tendenz.

Über die Union Investment-Umfrage
Der Immobilien-Investitionsklimaindex von Union Investment wird seit 2005 (seit Frühjahr 2008 halbjährlich) unter den europäischen Immobilien-Investoren ermittelt. Der Index berechnet sich aus den vier Teilindikatoren „Marktstruktur“, „Rahmenbedingungen“, „Standortbedingungen“ und „Erwartungen“, die mit jeweils 25 Prozent gewichtet werden. Für den Index befragte das Marktforschungsinstitut Ipsos im Zeitraum Mai bis Juli 2017 insgesamt 168 Immobilienunternehmen und institutionelle Immobilienanleger in Deutschland, (n=65), Frankreich (n=56) und Großbritannien (n=47).

Über Union Investment
Union Investment steht für vorausschauende Immobilien-Investments. Als einer der führenden Immobilien-Investment-Manager in Europa bietet Union Investment ein umfassendes Lösungsangebot aus Offenen Immobilien-Publikumsfonds und Spezialfonds sowie Service- und Bündelungsmandaten mit einem Volumen von derzeit rund 31 Milliarden Euro. Ihr breit über 24 Ländermärkte diversifiziertes Immobilienportfolio besteht aus rund 350 Objekten in den Segmenten Büro, Hotel, Einzelhandel und Logistik.

NN IP erhält Top-Bewertung der Vereinten Nationen für ESG-Investmentprozess

Adrie Heinsbroek, Leiter des Responsible Investment Teams bei NN Investment Partners: „Wir sind stolz auf die A+ Bewertung in der Kategorie ‚Strategy & Governance‘ bei nachhaltigen Anlagen und der ESG-Integration. Diese Bewertung veranschaulicht die strategische Bedeutung und große Aufmerksamkeit, die dieses Thema bei uns im Unternehmen besitzt. Darüber hinaus ist es ein klares Signal an unsere Kunden, dass wir unsere Ziele im Bereich nachhaltiges Investieren erreichen.“

Die Bewertung der einzelnen von den PRI untersuchten Kategorien reicht von E (niedrigste) bis A+ (höchste). Für die Kategorie ‘Direct and Active Ownership’ hat NN IP wie schon im Vorjahr eine A Bewertung erhalten. In der Unterkategorie Aktienanlagen hat NN IP ein A+ für seine Screening-Methode und den Prozess der ESG-Integration in die Aktienanalyse erhalten.

Adrie Heinsbroek: „Wir möchten uns hinsichtlich nachhaltiger Anlagen weiterentwickeln, beispielsweise indem wir neben allgemeinen auch unternehmensspezifische ESG-Faktoren nutzen. Für unsere Analyse bedeutet das, dass wir z.B. zusätzlich zu Umweltrisikoanalysen auch die Profitabilität von Produkten und Dienstleistungen mit klarem Umweltnutzen berücksichtigen.“

PRI ist mit über 1.500 Investoren das weltweit größte Netzwerk, das nachhaltiges Investieren fördert. Das Netzwerk wird von den Vereinten Nationen unterstützt und wurde 2005 gegründet. Wesentliches Ziel ist die Integration von ESG-Faktoren in den Investmentprozess.

Union Investment wächst weiter

Union Investment ist weiter auf Wachstumskurs. Mit 14,0 Mrd. Euro konnte die genossenschaftliche Fondsgesellschaft in den ersten sechs Monaten den guten Nettoabsatz des Vorjahres (1. Halbjahr 2016: 10,6 Mrd. Euro) noch einmal deutlich übertreffen. „Wir zählen auch in diesem Jahr zu den absatzstärksten Fondsgesellschaften und wachsen seit Jahren überproportional im Branchenvergleich. Allein von Ende 2014 bis Mai 2017 ist unser Marktanteil in Deutschland kontinuierlich von 12,4 auf 14,2 Prozent gestiegen“, sagt Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment. Die Assets under Management stiegen im Vergleich zur Jahresmitte 2016 um 12,4 Prozent von 275,4 Mrd. Euro auf 309,6 Mrd. Euro.

Der Nettoabsatz des institutionellen Geschäfts lag im ersten Halbjahr mit 9,9 Mrd. Euro 50 Prozent über dem Vorjahreswert (6,6 Mrd. Euro). Die Assets under Management, die Union Investment für institutionelle Kunden verwaltet, erreichten mit 180,4 Mrd. Euro (158,1 Mrd. Euro) einen neuen Höchststand. Gefragt waren im ersten Halbjahr 2017 vor allem Produkte mit größeren Renditechancen wie Unternehmens- und Schwellenländeranleihen. Darüber hinaus gewannen Multi-Asset- und Absolute-Return-Produkte sowie Immobilieninvestments an Bedeutung. Diese nutzen institutionelle Kunden, um Portfolios diversifizierter aufzustellen. „Es besteht eine große Nachfrage in allen Bereichen des institutionellen Geschäfts. Dabei stehen vor allem die Themen Diversifikation und Regulierung im Fokus der Investoren“, stellt Reinke fest.

Zudem wurden nachhaltige Lösungen unverändert stark nachgefragt. Durch das weiter wachsende Interesse an nachhaltig gemanagten Fonds ist deren Bestand bei Union Investment in den letzten zwölf Monaten auf rund 30 Mrd. Euro (21 Mrd. Euro) gestiegen. „Damit sind wir in Deutschland der führende Fondsanbieter für nachhaltige Geldanlagen“, konstatiert Reinke.

Neben diesen langfristig angelegten Strategien bedeuten die niedrigen bis negativen Zinsen für einige Investoren einen anhaltenden Handlungsbedarf bei kurzfristig angelegten Geldern. Viele institutionelle Kunden nutzen Geldmarkt- und geldmarktnahe Fonds, um ihre liquiden Assets zu managen. Als Antwort auf diesen Bedarf bietet Union Investment zum Beispiel den UniInstitutionalReserve Plus als einen geldmarktnahen Fonds, der sehr kurzlaufende Unternehmensanleihen oder Floater enthält und mittlerweile auf 4,5 Mrd. Euro (2,2 Mrd. Euro) angewachsen ist.

„Insgesamt blicken wir im institutionellen Geschäft in den ersten sechs Monaten auf ein sehr dynamisches Wachstum. Wir haben sogar den Spitzenwert des ersten Halbjahres 2015 beim Neugeschäft von 9,4 Mrd. Euro übertroffen. Unsere Lösungen werden von genossenschaftlichen und nicht-genossenschaftlichen Kunden im In- und Ausland rege nachgefragt“, sagt Reinke.

Privatkundengeschäft mit unverändert hohem Momentum

Im Neugeschäft mit Privatkunden hat sich der positive Absatztrend der letzten fünf Jahre im ersten Halbjahr 2017 mit 4,1 Mrd. Euro (4,0 Mrd. Euro) fortgesetzt. „Wir erfahren im Privatkundengeschäft seit Jahren einen kontinuierlich hohen Zuspruch und liegen mit unserem Absatzergebnis über unseren Erwartungen“, erklärt Reinke. Absatzfavoriten waren einmal mehr Multi-Asset-Lösungen. Ihnen flossen im ersten Halbjahr netto 3,4 Mrd. Euro (2,7 Mrd. Euro) zu. Davon entfielen 2,4 Mrd. Euro (1,5 Mrd. Euro) auf die sechs PrivatFonds. Stark nachgefragt wurden zudem Offene Immobilienfonds, in die Privatanleger bis Ende Juni 1,0 Mrd. Euro (1,5 Mrd. Euro) anlegten. „Wir konnten in diesem Jahr in unseren drei zentralen Immobilien-Publikumsfonds nur für wenige Wochen neue Gelder annehmen und haben dabei bewusst auf mehr Neugeschäft verzichtet. Damit sichern wir die hohe Qualität unserer Fonds und die Renditechancen für die Anleger“, erläutert Reinke.

Immer mehr Anleger erkennen zudem die Chancen des ratierlichen Fondssparens für den langfristigen Vermögensaufbau. „Die von uns geforderte und prognostizierte Evolution des Sparens beginnt Wirkung zu zeigen“, so Reinke. Als Ergebnis wuchs bei Union Investment die Zahl der Fondssparverträge in den letzten zwölf Monaten um 34,2 Prozent auf 1.719.000 (1.281.000). „Gefreut hat uns, dass 213.000 Menschen erstmals überhaupt in einen Fonds bei uns investiert haben. Hinzu kommt, dass 90 Prozent der Anleger renditestarke Substanzanlagen wie Aktien-, Misch- und Immobilienfonds favorisieren“, ergänzt Reinke. Durchschnittlich legen Sparer monatlich gut 168 Euro (137 Euro) pro Fondssparplan an, mit zuletzt deutlich steigener Tendenz. Auf gleichem Niveau wie in den Vorjahren wuchs auch wieder das ratierliche Geschäft mit der Riester-Rente. Hier investierten die Sparer im ersten Halbjahr 617 Mio. Euro (665 Mio. Euro).

Kunden kommen aus der Mitte der Gesellschaft

„Unsere vier Fokusthemen ‚Vermögen anlegen‘, ‚Vermögen optimieren‘, Vermögen ansparen‘ und ‚für das Alter vorsorgen‘ dominieren das Neugeschäft mit Privatkunden. Sie beinhalten Lösungen für die grundlegenden Geldanlageprobleme der meisten Menschen“, erklärt Reinke. „Denn unsere Kunden sind keine Kapitalmarktexperten. Es sind Menschen, die in Sachen Geldanlage eine gute Beratung auf Augenhöhe suchen. Als Teil der genossenschaftlichen FinanzGruppe wissen wir, dass es auf eine umfassende Beratung ankommt, die auf dem langjährigen Vertrauen stabiler Kundenbeziehungen beruht“, so Reinke weiter. Er ist sicher, dass Beratung im Niedrigzinsumfeld weiterhin bedeutend bleiben wird.

Der typische private Fondssparer hält bei Union Investment Fondsanteile im Wert von durchschnittlich 22.560 Euro; seine durchschnittliche Einmalanlage liegt bei rund 11.500 Euro. „Unsere Kunden kommen zum überwiegenden Teil aus der Mitte der Gesellschaft. Ihr durchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen liegt bei 3.500 Euro. Knapp die Hälfte von ihnen sind Angestellte oder Facharbeiter. Dabei ist ihre Haltung bei der Geldanlage eher konservativ und sicherheitsorientiert“, sagt Reinke.

Gegenüber ihren Kunden sieht sich Union Investment als Treuhänder in einer besonderen Verantwortung. So bringt sich die Fondsgesellschaft aktiv in die Diskussionen über Anlegerschutz und Regulierung ein und ergreift als aktiver Aktionär ihre Stimme für eine gute Unternehmensführung auf zahlreichen Hauptversammlungen von DAX-Konzernen. „‘Wohlstand sichern‘ ist das ökonomische Metathema der heute lebenden Generationen in Deutschland. Dies betrifft die Altersvorsorge und generell die Geldanlage. Wir bauen unseren Kunden Brücken von traditionellen Sparformen hin zu renditeträchtigeren Anlageklassen. Unsere Lösungen, die sich konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden ausrichten, haben im abgelaufenen Halbjahr einmal mehr zum Erfolg geführt“, resümiert Reinke.

Schroders retains top responsible investment rating from UN-backed body

Schroders is pleased to announce that it has retained the highest possible rating for its overall approach to responsible investment, according to the influential United Nations-backed Principles for Responsible Investment (PRI).

The PRI, a global investor initiative, has awarded Schroders with an A+ ranking for 2017, making it the third successive year that the highest grade has been assigned to Schroders’ Environmental, Social and Governance (ESG) approach.

Of the 935 asset managers assessed by the PRI, only about 20% received the A+ ranking.

Schroders received the top ranking for four specific ESG investment categories; Listed Equity- Incorporation and Active Ownership, as well as Fixed Income – Corporate Non-Financial and Sovereign, Supranational and Agency.

Each year, the PRI’s signatories are required to disclose their responsible investment process to the PRI through a detailed reporting framework. This is reviewed and assigned a rating by the PRI.

Jessica Ground, Global Head of Stewardship, Schroders, said:

“We are proud that our continued focus on responsible investment has been recognised once more by the PRI. Receiving an A+ ranking for the third year in a row demonstrates our commitment to sustainability is not merely a box-ticking approach.

“We believe it is our duty as an active manager to meet the highest standards of investment stewardship. It should not be a ‘nice to have’. Integrating ESG analysis into our investment processes is essential in working to  secure long-term, sustainable returns in an increasingly challenged investment environment for our clients.”  

The PRI has some 1,750 signatories, spanning investment managers, asset owners and service providers, from over 60 countries, representing about $70 trillion in assets. Set up in 2006, its goal is to encourage investors to incorporate sustainability into their decision-making.

Earlier this year, Schroders was ranked among the world’s top fund managers for managing the financial risks of climate change for its clients, by the Asset Owners Disclosure Project.

It has also topped an influential survey by campaign group ShareAction, which graded Europe’s asset managers according to how well they have embedded responsible investment into their processes.


This press release was first published on Schroders.com.

Vontobel Quality Growth Boutique verstärkt erneut ihr Anlageteam

Die Vontobel Quality Growth Boutique stärkt das seit langem bestehende und stabile Research-Team mit drei neuen Experten. Die Neueinstellungen folgen auf die Ernennung von Igor Krutov im Juli letzten Jahres als Director of Research, eine neu geschaffene Rolle, um das Investment Research der Boutique zu stärken und Portfoliokonstruktion und Risikomanagement weiterzuentwickeln.  

Rob Hansen, CFA, gehört seit dem 1. Mai als Research Analyst zum Team am Standort New York. Er bringt umfangreiche Erfahrung im Aktien-Research mit. Mehr als zehn Jahre analysierte er bei der Deutschen Bank REITs sowie den Wohnbau- und Baustoffsektor. Rob Hansen erwarb seinen B.S. in Finance and Corporate Reporting and Analysis am Boston College.

Ian Chun, CFA, gehört dem Team seit dem 1. Mai als Research Analyst am Standort New York an. Er verfügt über mehr als zehn Jahre Branchenerfahrung. Zuletzt war er bei Sanford C. Bernstein für Analysen zu den Branchen Zahlungsabwicklung, Hardware- & IT-Dienstleistungen sowie den US-Telekommunikationssektor verantwortlich. Dem waren Positionen im Bereich quantitative Entwicklung bei Highbridge Capital Management und Axiom Investment Advisors vorausgegangen. Ian Chun verfügt über einen M.B.A. (Dean’s Honors) der Columbia Business School und einen B.S. in Elektrotechnik und Computerwissenschaften der University of California in Berkeley.

Maggie Chau, CFACPA, gehört seit dem 10. Juli als Research Analystin dem Team in Hongkong an. Sie blickt auf neun Jahre Erfahrung unter anderem in Finanz-Consulting und Geschäftsplanung zurück, wovon sie sechs Jahre bei PricewaterhouseCoopers in den Bereichen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung tätig war. Maggie Chau verfügt über einen M.B.A. der Yale School of Management und einen MAcc und BMath der University of Waterloo.

„Wir freuen uns, die neuen Mitglieder im Team begrüßen zu können. Ihre starken analytischen Fähigkeiten und die Verpflichtung zu rigorosem fundamentalem Research und langfristiger Perspektive passen sehr gut zu unserem Investmentansatz. Mit ihrer Unterstützung werden wir weiterhin einen herausragenden Wert für unsere Kunden schaffen können“, sagt Matthew Benkendorf, Chief Investment Officer. 

Vontobel Asset Management
Seit der Gründung im Jahr 1988 verfolgt Vontobel Asset Management einen Multi-Boutique-Ansatz mit einem fokussierten Angebot in den Bereichen Aktien, Anleihen und Multi Asset Class. Ziel ist es, Mehrwert, das sogenannte Alpha, für die Kunden zu generieren. Weltweit sind rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter knapp 160 Anlagespezialisten, an über einem Dutzend internationalen Standorten für Vontobel Asset Management tätig. Per 31. Dezember 2016 beträgt das betreute Kundenvermögen rund 101 Milliarden Schweizer Franken. www.vontobel.ch/am. Vontobel Asset Management zählt neben Private Banking und Investment Banking zu den drei Geschäftsfeldern von Vontobel, die sich zum Ziel gesetzt haben, die anvertrauten Kundenvermögen langfristig zu schützen und zu mehren. Dabei ist Vontobel der Schweizer Qualität und Leistungsstärke verpflichtet. Die Eigentümerfamilien stehen mit ihrem Namen seit Generationen dafür ein. Die Namenaktien der Vontobel Holding AG sind an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die Familien Vontobel und die gemeinnützige Vontobel-Stiftung besitzen die Aktien- und Stimmenmehrheit.

Union Bancaire Privée weist gute Halbjahreszahlen aus und steigert Reingewinn um über 20% auf CHF 110 Millionen

Der Erfolg aus der Geschäftstätigkeit betrug per Ende Juni 2017 CHF 509,5 Millionen und übertraf damit den Vorjahreswert von CHF 452,9 Millionen um 12,5%. Die Zinsmarge stieg insbesondere aufgrund der höheren Zinsen auf dem US-Dollar um 18,5% auf CHF139,3Millionen. Im um mehr als 10% gestiegenen Kommissionserfolg kommen das freundliche Marktumfeld und die Zunahme der Vermögen der Privatkunden mit Beratungsmandat zum Ausdruck.

Die Betriebskosten fielen mit CHF 323,7 Millionen verglichen mit CHF 294,5 Millionen im Vorjahr um 9,9% höher aus. Grund dafür waren in erster Linie die Kosten im Zusammenhang mit der im April 2016 abgeschlossenen Integration von Coutts in Asien. Dank der strikten Kostenkontrolle konnte die UBP ihr Kosten-Ertrags-Verhältnis (nach Abschreibungen und Rückstellungen) von 67,9% per Ende Dezember 2016 auf 63,5% per Ende Juni 2017 weiter verbessern.

Der Betriebsgewinn erreichte somit CHF 133,7 Millionen, ein Zuwachs von CHF 23 Millionen (+21,2%) gegenüber dem Vorjahresbetrag von CHF 110,5 Millionen.

Die verwalteten Kundengelder blieben mit CHF 118,9 Milliarden per Ende Juni 2017 gegenüber CHF 118,3 Milliarden per Ende Dezember 2016 stabil. Die guten Erträge in der Vermögensverwaltung, die in einem günstigen Marktumfeld erzielt wurden, konnten die negativen Wechselkurseffekte vom ersten Halbjahr (CHF -3,3 Milliarden) aufwiegen. Gleichzeitig setzte sich das organische Wachstum im Asset Management mit Zuflüssen in Höhe von CHF 1,6 Milliarden per Ende Juni fort. Dank diesen Neugeldern konnten die Abflüsse im Zusammenhang mit den letzten Regularisierungswellen, von denen vor allem die europäischen und lateinamerikanischen Privatkunden betroffen waren, ausgeglichen werden.

Die Eigenmittelausstattung (Tier 1) lag bei 26% und übertraf damit den von Basel III und der FINMA vorgeschriebenen Mindestsatz deutlich.

„Die Ergebnisse des ersten Halbjahrs stimmen zuversichtlich. Sie sind sicherlich den guten Marktbedingungen zu verdanken, vor allem sind sie aber Ausdruck der harten Arbeit unserer Teams, die alles daransetzen, unseren Kunden innovative Lösungen anzubieten. Ausserdem sind diese Ergebnisse das Resultat der umfangreichen Investitionen, die wir in den letzten Monaten zur Stärkung unserer Teams getätigt haben, und spiegeln die Dynamik unserer Aktivitäten in Asien wider“, erläuterte Guy de Picciotto, CEO der UBP.

Im Global Retirement-Index für 2017 von Natixis Global Asset Management erzielt Deutschland erneut den siebten Platz

Beim diesjährigen Global Retirement-Index für 2017, der heute von Natixis Global Asset Management vorgestellt wurde, belegt Deutschland von den 43 untersuchten Ländern im weltweiten Vergleich erneut den siebten Platz. Im Rahmen des Index werden in den vier Kategorien „Gesundheitsversorgung“, „finanzielle Lage im Alter“, „Lebensqualität“ und „materieller Wohlstand“ insgesamt 18 Faktoren analysiert, die Rentner in 43 Staaten beeinflussen. Somit zeichnet der Index ein Bild des Altersvorsorgeumfelds weltweit. Vor allem in den Kategorien „Gesundheitsversorgung“, „Beschäftigung“ und „Pro-Kopf-Einkommen“ schneidet Deutschland sehr gut ab.

Zu den Staaten, die der Index bei der Altersabsicherung als weltweit führend identifiziert hat, zählen in erster Linie acht westeuropäische Länder, die die Top 10 dominieren. Dies sind das auf dem ersten Platz liegende Norwegen, gefolgt von der Schweiz, Island, Schweden, Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und Luxemburg. Neuseeland (Rang 5) und Australien (Rang 6) vervollständigen als einzige außereuropäische Länder die Liste der zehn besten Staaten. Ebenso wie viele andere Top 10-Nationen profitiert auch Deutschland von bewährten staatlichen Rentensystemen und bereits seit langem etablierten Leistungszusage-Programmen. Sie bieten den Arbeitnehmern eine solide Grundlage für die Finanzierung der Altersvorsorge.

„Die größte Volkswirtschaft und Exportnation in Europa schneidet dabei auch in dem diesjährigen Index erneut sehr gut ab. „Der Index belegt, dass Deutschland bei den Sub-Kriterien ‚Gesundheitsversorgung‘, ‚Beschäftigung‘ und ‚Pro-Kopf-Einkommen‘ hervorragende Ergebnisse erzielt und seine Top 10-Platzierung innerhalb des Index bestätigt hat. Deutsche Rentner profitieren also von einem ausgezeichneten Gesundheitssystem und von vollen Rentenkassen“, so Jörg Knaf, Executive Managing Director – DACH Countries bei Natixis Global Asset Management. „Angesichts eines sich stetig verändernden Marktumfelds sowie wegen der demografischen Herausforderung, dass immer weniger junge Menschen immer mehr Rentner unterstützen müssen, wird der Einzelne in Zukunft einen größeren Teil seiner Altersvorsorge selbst finanzieren müssen“, fügt Knaf hinzu.

Deutschland erneut unter den Top 10-Ländern

Obwohl Deutschland insgesamt im Vergleich zum letzten Jahr etwas schwächer abgeschnitten hat, konnte es auch in diesem Jahr wieder einen Platz unter den Top 10 für sich sichern. Der leichte Rückgang resultiert hauptsächlich aus schwächeren Werten in den Kategorien „materieller Wohlstand“ (7. Platz), „Gesundheit“ (10. Platz) und „finanzielle Lage im Alter“ (21. Platz). Der schwächere Wert beim materiellen Wohlstand ist hauptsächlich durch eine niedrigere Punktzahl beim Sub-Indikator für die Einkommensgleichheit zu erklären, denn bezüglich der übrigen Indikatoren dieser Kategorie steht Deutschland ähnlich wie im letzten Jahr sehr gut da: Sowohl beim Beschäftigungsindikator (9. Platz) als auch beim Indikator für das Pro-Kopf-Einkommen (10. Platz) liegt es in den Top 10. Bei den Gesundheitsausgaben pro Kopf (7. Platz) und den von der Versicherung abgedeckten Gesundheitsausgaben (8. Platz) weist das Land hingegen ebenfalls Top 10-Platzierungen auf. Bei dem Sub-Indikator für die Altersabhängigkeit belegt Deutschland im Vergleich zu den anderen im Global Retirement-Index (GRI) vertretenen Ländern allerdings den fünftletzten Platz. Beim Indikator für die Umweltfaktoren konnte Deutschland im Vergleich zum Vorjahr hingegen aufholen.

Ebenso wie andere Industrienationen hat auch Deutschland beim Thema Altersabsicherung mit globalen Problemen zu kämpfen

Der Global Retirement-Index zeigt aber auch, dass die Finanzierung der Altersversorgung aufgrund demografischer und konjunktureller Trends in Zukunft immer schwieriger werden wird – das gilt für Deutschland ebenso wie für die übrigen etablierten Industriestaaten und die Schwellenländer. Die anhaltende Niedrigzinspolitik der Notenbanken, die zunehmenden Wertschwankungen an den Märkten und klamme Staatskassen sind nur einige der größten Herausforderungen, vor denen Staaten beim Thema Altersabsicherung stehen und welche die Zukunft von Rentnern beeinflussen. Eine der wichtigsten Fragen ist, wie man für deutsche Rentner in Zukunft zumindest einen gewissen Mindest-Lebensstandard sichern kann.

Die Analysen des Global Retirement-Index zeigen eindeutig, dass eine gemeinsame Verantwortung von Staat, Arbeitgebern und Arbeitnehmern für die Altersvorsorge der effektivste Weg ist, um einen besseren Zugang zu Altersvorsorgeprodukten zu bieten und das Streben nach einem gesicherten Ruhestand zu fördern.

ESG-Faktoren fließen in die Ruhestandsplanung ein

Laut aktuellem ESG-Research1 von Natixis Global Asset Management halten es drei Viertel aller weltweit ausgerichteten Anleger für entscheidend, dass ihre Investments auch ihren individuellen Wertvorstellungen entsprechen. Die Ergebnisse dieser Analysen belegen, dass einer großen Mehrheit der Investoren bewusst ist, wie wichtig es ist, in Unternehmen zu investieren, die einwandfreie Umweltkennzahlen aufweisen (70%), auf gesellschaftlicher Ebene Gutes tun (71%) und mit ihren Investitionen dazu beitragen, das Gesundheits- und Bildungswesen zu verbessern (71%). Darüber hinaus geben 78% der Anleger an, dass Investments in ethisch geführte Firmen für sie wichtig sind.

„In Deutschland bedeutet die demografische Entwicklung, ähnlich wie in vielen anderen etablierten Industrienationen, eine große Herausforderung. Man muss den Deutschen daher bewusst machen, dass es sich lohnt, mehr anzulegen, ihr Vermögen innerhalb ihrer Portfolios breit zu diversifizieren und ihre Altersversorgung besser zu planen“, betont Knaf. „Indem man mehr Altersvorsorgepläne anbietet, in denen auch die ESG-Kriterien Berücksichtigung finden, könnte man die Anleger dazu ermutigen, mehr zu sparen. Dies wiederum würde zur Finanzierung der Altersversorgung beitragen und der Altersabsicherung zugute kommen. Das gilt vor allem für junge Anleger. So hat unser ESG-Research1 ergeben, dass 71% der ‚Millennials‘ mehr sparen würden, wenn sie wüssten, dass sie mit ihren Investments ein soziales Gut fördern würden“, so Jörg Knaf.

Regionale Verschiebungen

Die Top 10 werden zwar immer noch von westeuropäischen Ländern dominiert, doch im Vergleich der Weltregionen verliert Europa gegenüber Nordamerika an Boden. Den USA und Kanada gelingt es, Europa zu verdrängen, weil sie in den Kategorien „finanzielle Lage im Alter“ und „Gesundheit“ führend sind. In etlichen westeuropäischen Ländern – nämlich in Italien, Spanien und Portugal – ist die finanzielle Lage hingegen weiterhin angespannt, und darunter leidet auch die Punktzahl für die Kategorie „Finanzen“.

Vier globale Trends

Politische Entscheidungsträger und Arbeitgeber können von vier grundlegenden Trends lernen, die die bestplatzierten Nationen charakterisieren.

1. Zugang: Eine immer älter werdende Arbeitnehmerschaft sowie eine gestiegene Lebenserwartung haben dazu geführt, dass das traditionelle Umlageverfahren bei der staatlichen Altersvorsorge in vielen Ländern der westlichen Welt mittlerweile nicht mehr tragfähig ist. Da der Einzelne deshalb zukünftig mehr Verantwortung für die Finanzierung seiner Altersvorsorge übernehmen muss, müssen die Gesetzgeber in den führenden Staaten sicherstellen, dass die Arbeitnehmer auch einen Zugang zu individuellen oder betrieblichen Altersvorsorgeprogrammen erhalten.

2. Anreize: Im Rahmen einer umsichtigen Politik werden für den Einzelnen immer mehr Anreize geschaffen, selbst für das Alter vorzusorgen, um so die langfristigen Probleme, die die Finanzierung der Renten mit sich bringt, zu verringern. Eine günstige steuerliche Behandlung von Altersvorsorgebeiträgen kann Arbeitnehmer dazu motivieren, mehr Geld für ihr Alter zurücklegen, sodass sie sich um ihre finanziellen Belange mit größerer Wahrscheinlichkeit selbst kümmern können.

3. Engagement: Eine automatische Aufnahme in die betriebliche Altersversorgung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Darüber hinaus könnte man im Zuge einer klugen Politik dafür Sorge tragen, dass sich die Arbeitnehmer in dem richtigen Mix von Investments engagieren und außerdem genug Informationen erhalten, um von der betrieblichen Altersvorsorge auch bestmöglich zu profitieren.

4. Volkswirtschaftliche Aspekte: Altersabsicherung geht über die Auswahl einzelner Sparvehikel hinaus. Vielmehr muss eine immer älter werdende Bevölkerung auch berücksichtigen, dass sie in Zukunft von einem festen Einkommen leben muss. Die Geldmarkt-, die Fiskal- und die Gesundheitspolitik spielen in diesem Zusammenhang für die finanzielle Unabhängigkeit von Rentnern allesamt eine entscheidende Rolle.

1) Die Ergebnisse des ESG-Research von Natixis Global Asset Management wurden am 15. Juni 2017 veröffentlicht und basieren auf Angaben von Anlegern aus drei Kategorien: der weltweiten Umfrage unter Privatanlegern aus dem Mai 2016 (mit weltweit 7.100 Teilnehmern), der globalen Umfrage unter institutionellen Investoren, die im März 2017 (mit weltweit 500 Befragten) durchgeführt wurde, sowie der weltweiten Umfrage unter Finanzberatern aus dem September 2016 (mit weltweit 2.550 Teilnehmern).

Den vollständigen Bericht zum Natixis Global Retirement-Index für 2017, der auch zum Download bereitsteht, finden Sie auf http://ngam.natixis.com/us/research/global-retirement-index-2017.

Methodik
Der Global Retirement-Index wurde von Natixis Global Asset Management mit freundlicher Unterstützung der britischen Finanz-Researchfirma CoreData Research erstellt. Der Index berücksichtigt die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) als Industriestaaten eingestuften Volkswirtschaften, die Mitglieder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie die BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien und China). Der Bericht enthält Daten aus einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen wie beispielsweise der Weltbank. Die Analysten haben für jede Kategorie einen Mittelwert berechnet und dann die Punktzahlen der einzelnen Kategorien zu einem finalen Ranking der 43 untersuchten Staaten zusammengefasst.

Über Natixis Global Asset Management
Natixis Global Asset Management bietet umsichtig agierenden Investmentexperten weltweit noch ausgefeiltere Investmentoptionen an. Im Rahmen unseres Durable Portfolio Construction®-Ansatzes konzentrieren wir uns auf den Faktor Risiko, um unsere Kunden bei der Strukturierung strategisch optimierter Portfolios zu unterstützen, die darauf ausgelegt sind, den derzeit unberechenbaren Märkten zu trotzen. Dabei greifen wir auf umfassendes Investoren-Know-how sowie auf gründliche Branchenkenntnisse zurück und arbeiten eng mit unseren Kunden zusammen, um unsere Gespräche mit objektiven Zahlen und Daten zu unterstützen.

Erste AM Deutschland feiert zehnjähriges Jubiläum

Die Erste Asset Management Deutschland, Tochter des gleichnamigen österreichischen Vermögensverwalters, feiert ihr zehnjähriges Jubiläum als zentraler Ansprechpartner für institutionelle Kunden in Deutschland. „Seit 2007 haben wir das Deutschland-Geschäft erfolgreich aufbauen und damit einen großen Teil zum langfristigen Erfolg der Erste AM beitragen können“, erklärt Oliver Röder, Geschäftsführer der Erste AM Deutschland. „Mit unseren Lösungen wenden wir uns vor allem an Kunden im institutionellen Bereich.“ Das zeige auch die Aufteilung des Vermögens der deutschen Kunden, das zu 60 Prozent in Spezialfonds investiert ist (Stand: 30.06.2017). 

Hohe Nachfrage nach Fixed-Income-Lösungen

Die überwiegend institutionellen Kunden in Deutschland seien vor allem an aktiv gemanagten Fixed-Income-Lösungen interessiert, die 94 Prozent des verwalteten Vermögens deutscher Kunden bei der Erste AM ausmachen. Ganze 38 Prozent davon vertrauen sie den Experten für Schwellenländeranleihen an. Und rund ein Viertel des Gesamtvermögens der deutschen Kunden ist zudem in nachhaltige Lösungen (ESG) investiert. „Unser Geschäftsmodell, als Finanzanlagenvermittler für unsere österreichische Muttergesellschaft auf dem deutschen Markt zu agieren, hat sich bewährt“, so Röder. So könne man den hiesigen Kunden individuelle Lösungen bieten und den Zugang zur Expertise der in Österreich ansässigen Fondsmanagement-Teams erleichtern.

Ausbau der Aktivitäten im Bereich Multi Asset geplant

“Die Gründung der Erste Asset Management Deutschland war eine wichtige strategische Entscheidung, die wir zu keinem Zeitpunkt bereuen. Mit der Niederlassung in Deutschland haben wir unser Deutschland-Geschäft in den vergangenen zehn Jahren entscheidend voranbringen können”, sagt Heinz Bednar, Chief Executive Officer (CEO) der österreichischen Muttergesellschaft.

„Mit unserer Expertise im Bereich Fixed Income und Vorreiterrolle im Bereich ESG bieten wir institutionellen Investoren in Deutschland ein passgenaues Angebot“, ergänzt Christian Schön, zuständiges Vorstandsmitglied für das institutionelle Kundengeschäft der Erste AM. Mit Blick auf die Zukunft sehe man sich auf dem deutschen Markt gut aufgestellt. Allerdings plane man, das Angebot an Multi-Asset-Lösungen auszubauen.

CORESTATE legt offenen Spezial AIF Wohnimmobilienfonds mit mindestens EUR 300 Mio. Eigenkapital auf

Die CORESTATE Capital Holding S.A. (CORESTATE), ein vollintegrierter Investmentmanager und Co-Investor mit Sitz in Luxemburg, legt einen offenen Spezial-AIF mit Fokus auf Wohnimmobilien in Deutschland auf.  Dem Fonds stehen bereits EUR 70 Mio. Eigenkapital für das Seed-Portfolio zur Verfügung, erster Investor ist eine deutsche Pensionskasse. Der CORESTATE Residential Germany Fund II strebt ein Zielvolumen von mindestens EUR 300 Mio. an. Als Kapitalverwaltungsgesellschaft fungiert die Hannover Leasing Investment GmbH.

Im Fokus des CORESTATE Residential Fund II stehen Neubau-Wohnimmobilien in Metropolregionen und prosperierenden Städten in ganz Deutschland. Der Fonds strebt eine laufende Ausschüttung von mindestens 4% p.A. an.

Thomas Landschreiber, CIO und Co-Founder, CORESTATE: „Es ist bemerkenswert, wie stark die Nachfrage von institutionellen Investoren seit unserem erfolgreichen Börsengang gestiegen ist. Durch unser verstärktes Netzwerk verfügen wir über hervorragende gesicherte Pipeline-Assets im Wert von mehreren Milliarden EUR. Dieser Zugang garantiert uns einen enormen Wettbewerbsvorteil. Wohnen ist eine unserer stärksten Assetklassen.“

CAPERA Immobilien Service GmbH, ein Tochterunternehmen der CORESTATE, übernimmt das Property-Management.

Steigende Preise für Eigentumswohnungen zeigen anhaltenden Urbanisierungstrend

Der F+B-Wohn-Index Deutschland als Durchschnitt der Preis- und Mietentwicklung von Wohnimmobilien stieg im 2. Quartal 2017 im Vergleich zum Vorquartal mit leicht abgeschwächter Dynamik um 1,0 %, im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,2 %. Die Wachstumsdynamik der letzten 12 Monate bleibt auf hohem Niveau und bewegt sich nach wie vor oberhalb der allgemeinen Preissteigerung. Der seit rund fünf Jahren anhaltende weit überdurchschnittliche Preisanstieg von Eigentumswohnungen signalisiert nach Auffassung von F+B-Geschäftsführer Dr. Bernd Leutner einen anhaltenden Trend in die mittleren und größeren Städte, da diese Wohnform typisch sei für urbane Siedlungsformen. „Weiterhin verläuft die Preisentwicklung von Mehrfamilien- bzw. Zinshäusern nach wie vor signifikant unterhalb des bundesweiten Wohn-Index. Hier machen sich die Einzel-Transaktionen in den vielen Mittel- und kleineren Großstädten in der Durchschnittsbetrachtung aller Transaktionen deutlich preismindernd bemerkbar, so dass das hohe Preisniveau der Top-7-Standorte im Bundesdurchschnitt nicht so sichtbar ist“, sagte der F+B-Chef. 

Während die Bestandsmieten im Vergleich von Q2/2017 zum Vorquartal leicht um 0,5 % anstiegen, hat sich der Preisanstieg der Neuvertragsmieten mit ebenfalls 0,5 % dem der Bestandsmieten angeglichen. Eigentumswohnungen verteuerten sich dagegen im gleichen Zeitraum um 1,5 % und Einfamilienhäuser um 1,2 %. Auch im Vergleich zum Vorjahresquartal 2/2016 übertrafen Eigentumswohnungen mit 7,1 % und Einfamilienhäuser mit 6,1 % den Durchschnittswert des F+B-Wohn-Index von 5,2 %. Preise für einzelne Mehrfamilienhäuser bewegten sich preislich im Vergleich zum Vorquartal mit +0,3 % eher seitwärts, im Jahresvergleich wuchsen sie um 1,4 %. Neuvertragsmieten und Bestandsmieten verteuerten sich mit 2,4 % bzw. 1,4 % im Vergleich zu ihren Vorjahresquartalen nach wie vor unterhalb des Anstiegs des Wohn-Index. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex verzeichnete im letzten Jahr einen Anstieg von 1,6 % (Juni 2017).

Bei den aktuell im Vorfeld der Bundestagswahl diskutierten politischen Vorschlägen und Initiativen für neue Förderinstrumente gibt Leutner zu bedenken, dass im Rückblick jedes Förderinstrument – wie auch regulatorische Eingriffe – seine Spuren im Preisgefüge hinterlassen habe. Häufig seien Fördermaßnahmen verpufft, weil sie preistreibend gewirkt haben, wie bei der Eigenheimzulage. „Andere flächendeckend und damit regional undifferenziert eingesetzten Instrumente wie die Sonder-AfA nach dem Fördergebietsgesetz haben sogar zu erheblichen Fehlanreizen und städtebaulichen Fehlentwicklungen geführt. F+B plädiert deshalb für eine dezidierte Folgenabschätzung jeder Maßnahme, um die positiven Wirkungen zu maximieren, die ‚Nebenwirkungen‘ aber so klein wie möglich zu halten“, erklärte der Marktforscher. Dabei plädiert F+B für eine realistische Erwartungshaltung. Das komplexe Geflecht zwischen gesetzlichen Regulierungen und Fördermaßnahmen unterschiedlichster staatlicher und halbstaatlicher Institutionen auf allen drei föderalen Ebenen mache eine Wohnungspolitik „aus einem Guss“ faktisch unmöglich. Deshalb haben länderübergreifende Bündnisse für Wohnen auch in der Zukunft eine wichtige Koordinierungsfunktion. 

F+B-Wohn-Index: Preis- und Mietenentwicklung – Index und Änderungen (in %)

 

Einfamilien-

häuser

Eigentums-

wohnungen

Mehrfamilien-

häuser

Neuvertrags-

mieten

Bestands-mieten

F+B-

Wohn-Index

Index 2017-II

(Ø 2004 = 100)

121,1

142,5

112,9

119,0

108,8

124,7

Änderung zum Vorquartal

1,2

1,5

0,3

0,5

0,5

1,0

Änderung zum Vorjahresquartal

6,1

7,1

1,4

2,4

1,4

5,2

F+B-Wohn-Index 2017 © F+B 2017

Die Entwicklung im Langfristvergleich

Bei Einfamilienhäusern wuchs der Index für diese Nutzungsart im Vergleich von Q2/2017 zu Q2/2012 um 21,9 %, bei den Mehrfamilienhäusern nur um 7,1 %. Im Zehn-Jahresvergleich übertreffen ebenfalls die EFH mit 28,5 % die MFH deutlich mit 10,3 %. Eigentumswohnungen verteuerten sich innerhalb der letzten fünf Jahren um 33,5 % und in den vergangenen zehn Jahren (Vergleich jeweils der 2. Quartale) sogar um 47,0 %. 

Die Neuvertragsmieten veränderten sich in den letzten fünf Jahren um 10,8 % und in den vergangenen zehn Jahren um 19,4 %. Bestandsmieten entwickelten sich noch etwas moderater um jeweils 5,0 % (Q2/2017 zu Q2/2012) und 7,4 % (Q2/2017 zu Q2/2007). Zum Vergleich: Der seit 2004 vierteljährlich fortgeschriebene F+B-Wohn-Index über alle Nutzungsarten bei Wohnimmobilien (Preise und Mieten) stieg im Fünf-Jahresvergleich der zweiten Quartale um 20,8 % und binnen zehn Jahren um 28,8 %.

F+B-Wohn-Index: Top-/Flop 50 der Preise und Mieten

Die Rangliste der fünfzig Städte über 25.000 Einwohnern mit den jeweils höchsten und den niedrigsten Mieten und Preisen beschreibt die Entwicklung sowohl im Vergleich von Q2/2017 zu Q1/2017 sowie zu Q2/2016 und bildet auch die entsprechenden lokalen Trends ab. Insgesamt werden auch in dieser Quartalsanalyse z. T. überraschende Verschiebungen in den Rangplätzen sichtbar. Gerade bei Investments abseits der Top 7-Standorte ist allerdings eine sorgfältige Prüfung der längerfristigen Preis- und Mietentrends erforderlich. Zusätzlich ist zu beachten, dass die Entwicklung innerhalb der Großstädte sehr unterschiedlich verläuft. Dazu bietet F+B differenzierte Detailanalysen bis auf PLZ- und Gebäudeebene an, ebenso wie eine Datenbank aller 494 deutschen Städte mit einer Wohnbevölkerung über 25.000 Einwohner.

Rangliste der Preise von Eigentumswohnungen

Kempten (Allgäu), Friedberg (Hessen), Hofheim am Taunus sowie Berlin machten im Jahresvergleich der jeweils zweiten Quartale 2017/2016 mit Steigerungsraten von 17,4 %, 12,9 %, 11,4 % und 10,7 % die größten Preissprünge. Kempten verteidigte damit erneut seinen Spitzenplatz bei den Preissteigerungen von Eigentumswohnungen und rückte damit innerhalb von neun Monaten um 20 Rangplätze und einem Durchschnittspreis von 3.260 €/m² auf Position 21 vor. Damit bleibt die Stadt im Allgäu der Aufsteiger des vergangenen Jahres. Landsberg am Lech katapultierte sich binnen eines einzigen Quartals von Rang 51 auf Rang 34 und verfügte in Q2/2017 über ein durchschnittliches Preisniveau von 3.020 €/m2. Hofheim am Taunus machte gar 25 Rangplätze gut und tauchte zum ersten Mal in der Liste der Top 50-Standorte auf. 3.060 €/m2 wurden in Q2/17 für die Referenzwohnung aufgerufen.

Die Top 7-Metropolen verzeichneten aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage von Selbstnutzern und Kapitalanlegern eine kontinuierlich wachsende Preisentwicklung mit kaum veränderten Rangplatzierungen. Nach Spitzenreiter München folgten auf Platz elf Hamburg (3.800 €/m²). Frankfurt am Main hat sich in Q2/17 auf Platz zwölf (3.740 €/m²) vorgeschoben. Auf Rang 14 folgte Stuttgart (3.620 €/m²). Düsseldorf verharrte auf Platz 24 (3.120 €/m²) und Köln (2.950 €/m²) rutschte auf Rangplatz 38 (von 37). Die Wachstumsraten zwischen Q2/2017 und Q1/2017 bewegten sich zwischen 0,5 (München) und 1,8 % (Frankfurt), verloren also gegenüber dem letzten F+B-Wohn-Index deutlich an Dynamik. Die Eigentumswohnungspreise in Berlin lagen mit durchschnittlich 2.800 €/m² nur noch knapp unter dem nächstteuren Top 7-Standort Köln. Die Attraktivität der Bundeshauptstadt spiegelt sich auch in der Preissteigerungsrate zum Vorjahresquartal 2/2017 wider: + 10,7 % (+2,2 % zum Vorquartal 1/2017). (+12,3 % zum Vorjahresquartal, +3,3 % zum Vorquartal). Jetzt auf Rangplatz 57 stehend, dürfte Berlin Ende 2017 in die Top 50 einziehen. 

München belegte unangefochten seinen ersten Rangplatz mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 5.870 €. Mit einem Maximalwert von 11.320 € wird neben Hamburg (10.120 Euro) ein fünfstelliger Wert erreicht. Die sieben Münchner Umlandgemeinden Unterschleißheim (unverändert Platz zwei), Dachau (Platz vier), Olching (Platz fünf), Fürstenfeldbruck (Platz sechs), Freising (Platz neun), Germering (Platz zehn) und Erding (Platz 20) bildeten auch im zweiten Quartal 2017 die Region der teuersten Städte Deutschlands.

Der Brexit macht sich mit überwiegend deutlichen Preissteigerungen in Frankfurt am Main und dessen Umland bemerkbar. Damit spiegelt sich in den Preisen bereits jetzt der Nachfragschub durch die geplante Ansiedlung internationaler Finanzierungsinstitute in der Stadt. Während die Mainmetropole mit einem Jahresplus von 6,0 % wieder den 12. Rangplatz zurückeroberte, verzeichnete Hofheim am Taunus (Rang 29) Preiszuwächse von + 6,6 % zum Vorquartal und + 11,4 % zum Vorjahresquartal. Bad Homburg v. d. Höhe glänzte mit einem Jahres-Plus von 9,8 % und befand sich und rückte auf dem 19. Rangplatz vor. Bad Homburg übernahm damit die Preisführerschaft im Frankfurter Umland. Oberursel mit nur noch 1,8 % zum Vorjahr (- 3,2 % zum Vorquartal) rutschte auf Platz 27 ab. Friedberg konnte dagegen weitere 15 Rangplätze gut machen (nun Platz 28) und verzeichnete mit einem Plus von 12,9 % im Vergleich zu Q2/16 einen Durchschnittspreis von 3.060 €/m2.

Auffällige Veränderungen im Preisgefüge zeigten z. B. einige Städte in Baden-Württemberg. So büßte Bietigheim-Bissingen neun Rangplätz auf Platz 45 (+1,9 % zum Vorjahresquartal) ein, während Leinfelden-Echterdingen wieder sieben Positionen auf Platz 42 (+ 3,0 % zu Q1/2017). Esslingen am Neckar fiel mittlerweile aus den Top 50. Dagegen rückte Fürth von Platz 56 auf Platz 50 bei einem Jahresplus von 7,3 %. 

Rangliste der Neuvertragsmieten

Auch bei den Neuvermietungsmieten stand München mit Marktmieten von durchschnittlich 13,20 €/m² für zehn Jahre alte, 75 m² große Wohnungen unverändert an der Spitze. Der Mietenanstieg zum Vorjahresquartal entwickelt sich mit + 1,8 % stetig. Das Mietniveau gegenüber dem Vorquartal 1/2017 zog mit + 1,1 % leicht an. Enorm sind hier die Spitzenmieten, die maximal 22,30 €/m² erreichen.

Die Mieten in Frankfurt am Main (11,0 €/m², Rangplatz drei) und Hamburg (10,20 €/m², Rangplatz elf) stiegen im vergangenen Jahr um 1,9 bzw. 1,3 %. Die Mietpreissteigerungen in Stuttgart (Rangplatz fünf) wiesen mit 1,4 % und durchschnittlich 10,50 €/m², in Köln (Rangplatz 21) mit 1,9 % und 9,70 €/m² und Düsseldorf (Rangplatz 26, +1,9 %, 9,60 €/m²) allesamt Werte auf, die unterhalb des bundesdurchschnittlichen F+B-Wohn-Indexwertes für die Neuvertragsmieten von 2,4 % im Jahresvergleich lagen.

Im Vergleich mit den anderen deutschen Metropolen lag das Niveau der Angebotsmieten in Berlin immer noch unterhalb der anderen Top-Standorte in Deutschland. Mit 8,20 €/m² für die Standardwohnung kletterte die Hauptstadt um fünf Ränge auf Platz 101. So verzeichneten die Marktmieten in der Hauptstadt im letzten Jahr mit 3,0 % eine erneut signifikante Aufwärtsbewegung, die auch im Vergleich des zweiten Quartals 2017 mit dem ersten Quartal 2017 mit +1,1 % sichtbar war.

Die höchste Mietsteigerung innerhalb der TOP-50-Standorte im Vergleich der beiden Quartale Q2-2017 zu Q1-2017 verzeichnete mit 4,4 % Unterschleißheim bei München, gefolgt von Neu-Isenburg und dem badischen Rheinfelden mit jeweils + 3,0 %. Zittau in Sachsen behielt mit einer Durchschnittsmiete von 4,20 €/m² € von allen knapp 500 untersuchten Städte den Titel als der preiswerteste Wohnstandort Deutschlands. Den größten Preisrückgang in der Liste der Flop-50-Städte musste Saalfeld/Saale hinnehmen (-3,7 % im Vergleich zum Vorquartal). Nordenham fiel um 28 Rangplätze von Platz 420 auf 448 und verzeichnete einen Mietpreisrückgang von – 3,6 % zum Vorquartal.

Datengrundlage und Methodik des F+B-Wohn-Index Deutschland
Der F+B Wohn-Index Deutschland kombiniert deutschlandweit die Miet- und Preisentwicklung von Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern mit den Trends von Neuvertrags- und Bestandsmieten von Wohnungen und den Ertragswerten von Mehrfamilienhäusern. Der Index ermittelt somit quartalsweise eine zusammenfassende Betrachtung des gesamten Wohnsegments in Deutschland, die bis auf die Postleitzahl und Straßenabschnittsebene reicht. Grundlage für den F+B-Wohn-Index Deutschland sind Angebotsdaten von knapp 30 Mio. Objekten, der größten Preis- und Marktdatenbank in Deutschland. Die Preisdaten werden korrigiert um empirische Transaktionsabschläge und durch Georeferenzierung und Überprüfung auf Angebots-Dubletten und Fortläufer bereinigt. Die Schätzung der regionalen Zeitreihen für die zu Grunde liegenden Objektarten erfolgt mittels der hedonischen Regression, einem komplexen Verfahren der Ökonometrie und Statistik. Die Aggregation zu den Bundesindizes richtet sich nach dem Wohnungsbestand. 

Über F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH
F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt zählt mit rd. 20 Mitarbeitern und einem bundesweiten Netzwerk von Immobilienfachleuten zu den großen, unabhängigen Forschungs- und Beratungsunternehmen mit Produktfeldern in der Wohnungs- und Immobilienmarktforschung, der Portfolioanalyse und -bewertung, der Stadt- und Regionalentwicklung sowie der Umweltforschung. Zum Kundenstamm des Unternehmens zählen sowohl Wohnungs- und Immobilienunternehmen als auch Banken und Bau-sparkassen, Städte/Gemeinden sowie Bundes- und Landesbehörden. Mit bundesweiten Marktdaten, Analysen und Studien etabliert F+B mehr Transparenz über die sich immer stärker ausdifferenzierenden Märkte und gewährleistet mehr Entscheidungssicherheit. F+B gibt seit 1996 den F+B-Mietspiegelindex heraus, die wichtigste empirische Grundlage über das Niveau der Mieten im Wohnungsbestand. Der F+B-Wohn-Index als Kombination von Indizes für alle Objektarten wird seit 2011 vierteljährlich vorgelegt mit einer Datenreihe, die bis zum Jahre 2004 zurückreicht und damit langfristige Vergleiche ermöglicht.

BMO Global Asset Management hält an Nachhaltigkeitszielen fest

BMO Global Asset Management bekennt sich mit seiner Responsible Global Equity Strategie zu den Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals), die 2015 auf dem Weltgipfel der Vereinten Nationen unterzeichnet wurden. Dazu gehören beispielsweise die Armuts- und Hungerbekämpfung sowie die Förderung der Gesundheit und einer qualitativ hochwertigen Ausbildung. „Zwischen unserer Strategie und den Sustainable Development Goals besteht eine starke Verbindung, die wir noch weiter vorantreiben wollen“, sagt Jamie Jenkins, Head of Responsible Global Equities bei BMO Global Asset Management.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, ist, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Im Mai 2017 verkündete BMO Global Asset Management, künftig alle Unternehmen mit fossilen Brennstoffreserven aus der Responsible Funds-Familie auszuschließen. Diese Anlagepolitik gilt ab sofort für die globalen und Schwellenländerstrategien der Responsible Funds-Familie und ab dem 1. Januar 2020 für alle Fonds. Sie ist Teil einer neuen Anlagepolitik, mit der Anleger die globale Energiewende unterstützen können.

CO2-Emissionen können aus Sicht des Portfoliomanagements eine Bedrohung für Unternehmen sein – sei es in Form von höheren Kosten oder aufgrund von Reputationsschäden. „Wir arbeiten hart daran, das CO2-Risiko für unser Portfolio zu mildern, indem wir es genau im Blick behalten und mit den Unternehmen, in die wir investieren, in Dialog treten. Wir halten die Unternehmen dazu an, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern und an ihrer eigenen Klimaschutzstrategie zu arbeiten“, unterstreicht Jenkins. Ein weiterer Schritt ist der nachhaltige Umgang mit Wasser. BMO Global Asset Management hält Unternehmen dazu an, ihren Umgang mit Wasser zu überdenken, die Effizienz beim Verbrauch zu erhöhen und wasserbezogene Ökosysteme zu schützen.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass die beiden Aspekte Treibhausgase und Wasser immer stärker in den Fokus der Investoren rücken. Daher wird die Transparenz der Unternehmen in Bezug auf ihre Umweltaktivitäten immer wichtiger. Wir beabsichtigen, uns bei Unternehmen zu engagieren, die sich um eine verbesserte Offenlegung ihrer Klimapolitik bemühen“, erklärt Jenkins.

BMO Global Asset Management wird seine Aufmerksamkeit auch künftig gegenüber Unternehmen erhöhen, die sich aktiv ESG-Herausforderungen stellen. ESG steht für Environmental, Social und Governance, meint also Umwelt-, soziale und governancebezogene Faktoren. „Unsere Responsible Global Equity Strategie konzentriert sich auf nachhaltige Unternehmen, die proaktiv tätig sind und durch effektives Management den ESG-Anforderungen unserer heutigen Zeit gerecht werden und damit eine positive Wirkung auf die Gesellschaft und die Welt haben“, so Jenkins. „Verantwortungsvolles Investieren bedeutet auch, neue Anlagemöglichkeiten zu identifizieren. Denn Unternehmen, die Lösungen für die globalen Herausforderungen bieten, agieren nicht nur zum Vorteil der Gesellschaft, sondern profitieren auch in finanzieller Hinsicht, wenn sich bisherige Entwicklungen fortsetzen.“

FERI-Fonds bei LRI Group erreichen 1 Mrd. EUR

Die von der LRI Invest S.A. verwalteten FERI-Fonds OptoFlex und EquityFlex haben ein Vermögen von insgesamt einer Milliarden EUR über alle Anteilsklassen erreicht.

„Wir freuen uns sehr über die positive Wertschätzung für unsere Anlagestrategien im Markt“, sagt Carsten Hermann, Geschäftsführer und Leiter Investment Management bei FERI Trust GmbH. „Mit der LRI Group haben wir den für uns idealen Partner gefunden und in den letzten 5 Jahren einige Fondsprojekte erfolgreich umgesetzt.“

„Wir bedanken uns bei FERI für das Vertrauen in die LRI Group. Es freut uns sehr, dass wir FERI im Rahmen der langjährige Kundenbeziehung bereits in zahlreichen Projekten in den Bereichen Spezialfonds und UCITS-Lösungen unterstützen konnten und in ihrer Erfolgsgeschichte weiter begleiten“, Michael Sanders, Mitglied des Vorstandes der LRI Invest S.A.

Mit dem Fonds OptoFlex bietet FERI eine alternative Anlageform, die auf der Vereinnahmung von  Optionsprämien signifikant überbewerteter, stark aus dem Geld liegender Put-Optionen beruht. Die Strategie schützt sich durch ein innovatives Absicherungskonzept und strebt ein attraktives und stetiges Rendite-Risiko-Profil an. Das Anlageuniversum besteht aus EUR-denominierten und variabel verzinslichen Anleihen mit hohem Investment-Grade-Rating, Geldmarktinstrumenten sowie Derivaten auf den US-Aktienmarkt und US-Aktienvolatilität. FERI OptoFlex I gewann zuletzt bei den diesjährigen „UCITS Hedge Awards“ in London drei erste Preise in der Kategorie Volatilitätsarbitrage im Aktienbereich („Volatility Arbitrage Equity”) und wurde jeweils als „Best Performing Fund“ über die 2-Jahres, die 3-Jahres und die 4-Jahres-Periode prämiert.

Der FERI EquityFlex ist ein Benchmark Produkt, das ebenfalls auf der Vereinnahmung von Optionsprämien beruht, jedoch mit dem Ziel den S&P 500 Total Net Return zu schlagen. Das Exposure zur Benchmark wird über Futures hergestellt, was wiederum zu einer positiven Liquidität führt. Die Strategie strebt eine stetige Outperformance von mittelfristig etwa 3-4% p.a. gegenüber dem US-amerikanischen Aktienmarkt an. Das Anlageuniversum besteht aus USD-denominierten und variabel verzinslichen Anleihen mit hohem Investment-Grade-Rating, Geldmarktinstrumenten sowie Derivaten auf den US-Aktienmarkt und US-Aktienvolatilität.

Fondsstammdaten

Fondsname

ISIN

Währung

Auflegungsdatum

OptoFlex I

LU0834815101

EUR

01.12.2012

OptoFlex P

LU0834815366

EUR

01.12.2012

OptoFlex X

LU0834815523

EUR

01.12.2012

OptoFlex Y

LU0834815879

EUR

01.12.2012

OptoFlex S

LU1302924029

CHF

01.10.2015

OptoFlex U

LU1348800076

USD

01.02.2016

EquityFlex X

LU1138400137

USD

19.11.2014

EquityFlex Y

LU1138401531

USD

19.11.2014

EquityFlex P

LU1138399024

USD

17.12.2014

EquityFlex I

LU1138397838

USD

19.11.2014

Über die FERI Gruppe
Die FERI Gruppe mit Hauptsitz in Bad Homburg wurde 1987 gegründet und hat sich zu einem der führenden Investmenthäuser im deutschsprachigen Raum entwickelt. Für institutionelle Investoren, Familienvermögen und Stiftungen bietet FERI maßgeschneiderte Lösungen in den Geschäftsfeldern Investment Research, Investment Management und Investment Consulting. Das 2016 gegründete FERI Cognitive Finance Institute agiert innerhalb der FERI Gruppe als strategisches Forschungszentrum und kreative Denkfabrik, mit klarem Fokus auf innovative Analysen und Methodenentwicklung für langfristige Aspekte von Wirtschafts- und Kapitalmarktforschung. Derzeit betreut FERI zusammen mit MLP ein Vermögen von 31,5 Mrd. Euro, darunter über 3 Mrd. Euro Alternative Investments. Die FERI Gruppe unterhält neben dem Hauptsitz in Bad Homburg weitere Büros in Düsseldorf, München, Luxemburg, Zürich und Wien. Mehr unter www.feri.de

Über die LRI Group
LRI Group ist eine führende unabhängige Investment-Service-Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg. Gegründet 1988 verfügt die LRI Group über langjährige Erfahrung in der Strukturierung und Verwaltung von traditionellen und alternativen Investmentstrategien für Asset-Manager und Investoren. Die LRI Invest S.A. agiert als Master-KVG und verfügt über die Lizenzen als Alternative Investment Fund Manager (AIFM) sowie als Verwaltungsgesellschaft für UCITS in Luxemburg. Mit der LRI Invest Securitisation S.A. und der LRI Depositary S.A. bietet die LRI Group eine unabhängige Verbriefungsgesellschaft für institutionelle Investoren sowie eine spezialisierte Verwahrstelle für alternative Investmentfonds, die zudem auch die Funktion der Register- und Transferstelle übernehmen kann. Die LRI Group verwaltet ein Vermögen von rund 10 Mrd. Euro und hat etwa 100 Mitarbeiter. 

Union Investment legt zwei neue Aktienfonds auf

Union Investment bietet ab sofort die Aktienfonds „UniFavorit: Aktien Europa“ und „UniGlobal Dividende“ an. Mit dem UniFavorit: Aktien Europa haben Anleger die Möglichkeit, von den Ertragschancen eines konzentrierten europäischen Aktienportfolios zu profitieren. Der UniGlobal Dividende hingegen setzt auf die Chancen internationaler Dividendentitel.

Der UniFavorit: Aktien Europa investiert in Unternehmen, die ihren Sitz in Europa haben. Eingang ins Portfolio finden ausschließlich Werte, die überdurchschnittliche Ertragschancen erwarten lassen. Ziel ist ein konzentriertes Portfolio von 40 bis 60 Einzeltiteln. Neben europäischen Standardwerten kann das Fondsvermögen auch in Micro-, Small- und Mid-Caps oder Unternehmen aus Osteuropa angelegt werden. Der UniFavorit: Aktien Europa verfolgt dabei einen aktiven, langfristigen und fundamentalen Stock-Picking-Ansatz. Sowohl bei der gezielten Einzeltitelauswahl als auch der Gewichtung im Portfolio verfügt das Fondsmanagement über hohe Freiheitsgrade und ist nicht an eine bestimmte Aufteilung hinsichtlich Ländern, Branchen oder Investmentstile gebunden. Der Fonds kann grundsätzlich alle Ertragsquellen im Aktienbereich nutzen. Hierzu gehören Kursgewinne, Dividenden und Währungsgewinne.

Portfolio mit den besten Ideen des Fondsmanagements

Bei der Portfoliozusammenstellung bevorzugt das Fondsmanagement Unternehmen mit hoher Bilanzqualität und Ertragskraft. Gleichzeitig spielen die Qualität des Geschäftsmodells des jeweiligen Unternehmens und die Bewertung der Aktie eine entscheidende Rolle. Nachhaltige, fundamentale Veränderungen im Geschäftsverlauf der Unternehmen werden ebenso berücksichtigt. Dies kann beispielsweise ein Managementwechsel, ein neues Produkt oder der Rückzug eines Wettbewerbers aus dem Markt sein. „Im UniFavorit: Aktien Europa versuchen wir, die besten europäischen Investitionsideen des Portfoliomanagements umzusetzen. Unser Ziel ist es, mittel- bis langfristig höhere Erträge zu erwirtschaften als der europäische Aktienmarkt“, sagt Fondsmanager Christopher Schaefer.

Der Fonds eignet sich für risikobewusste Anleger, die unabhängig von einem Marktindex in Aktien mit hohen Ertragschancen investieren und dabei gleichzeitig von den positiven Zukunftsaussichten der europäischen Aktienmärkte profitieren möchten. Ihr Anlagehorizont sollte dabei sieben Jahre oder länger betragen.

UniGlobal Dividende: Internationaler Aktienfonds mit Fokus auf Dividenden

Der UniGlobal Dividende investiert in Aktien weltweiter Unternehmen, die eine hohe Dividendenrendite aufweisen. Ziel des Fonds ist ein Portfolio von 60 bis 80 Einzeltiteln mit dem Anleger gleich zwei Mal profitieren können: von regelmäßigen Erträgen in Form von Dividendenausschüttungen und Kurszuwächsen. „Dividendenwerte stellen im derzeitigen Umfeld niedriger Zinsen eine interessante Anlagealternative dar“, sagt Fondsmanagerin Helen Windischbauer. „Internationale dividendenstarke Aktien weisen aktuell eine Dividendenrendite von 3,7 Prozent auf und sind damit oft lukrativer als die Renditen von Unternehmens- oder Staatsanleihen. Aus diesem Grund verwundert es kaum, dass immer mehr Anleger die Vorzüge von ausschüttungsstarken Aktien für sich erkennen.“ Neben der Ertragsperspektive gibt es noch weitere Vorteile von Dividendenpapieren. In der Regel sind sie robuster als andere Aktien. „Das liegt daran, dass die laufenden Zahlungen als kleiner Risikopuffer bei Abwärtsbewegungen des Marktes dienen können“, erklärt Windischbauer. Zudem verfügen sie meist über ein nachhaltiges Geschäftsmodell, denn stabile Dividenden basieren auf der Profitabilität, Positionierung und Managementleistung eines Unternehmens. Darüber hinaus signalisieren kontinuierliche Ausschüttungen, gerade in schwierigen Zeiten, Stärke und Zuversicht in die eigenen Zukunftsperspektiven.

Attraktive Dividendenrendite und positive Gewinnperspektiven sind entscheidend für die Aufnahme ins Portfolio

Bei der Titelauswahl ist nicht nur die Dividendenrendite ein wichtiges Kriterium, sondern auch die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens sowie dessen Dividendenpolitik. „Im Rahmen unserer Fundamentalanalyse achten wir beispielsweise auf die Dividendenhistorie, die Bewertung einer Aktie, die Gewinnrevisionen und deren Dynamik sowie die Streuung der Gewinne. Gleichzeitig beleuchten wir das Geschäftsmodell, die Bilanz und die Qualität des Managements“, so Windischbauer. Erst auf dieser Basis könne eine Investmententscheidung getroffen werden, die attraktive, sichere und wachsende Dividenden in Aussicht stellt.

Der Fonds eignet sich für risikobewusste Anleger, die die Chancen einer weltweiten Aktienanlage mit Fokus auf dividendenstarke Unternehmen nutzen wollen. Ihr Anlagehorizont sollte dabei sieben Jahre oder länger betragen.

TRIUVA erwirtschaftet gute Rendite mit Green Fund und schließt gleichzeitig portfolioübergreifendes Verkaufsprogramm ab

Die TRIUVA Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (TRIUVA) hat erfolgreich den IVG Premium Green Fund abgeschlossen. Die letzten im Portfolio befindlichen Objekte wurden verkauft, die Rendite (IRR) für die Anleger des im Jahr 2010 aufgelegten Fonds für nachhaltige Büroimmobilien, darunter die österreichische VBV-Pensionskasse AG und die VBV – Vorsorgekasse AG, betrug rund acht Prozent.

TRIUVA nutzte das seit 2014 bestehende gute Marktumfeld, um die vier Objekte des IVG Premium Green Fund mit einem Verkehrswert von rund 280 Mio. Euro in den Metropolen Berlin, München, Frankfurt und Bonn zu veräußern. Bei allen vier Objekten handelt es sich um mit Nachhaltigkeitszertifikaten ausgezeichnete Neubauten.

Martin Tartsch, Head of Fund Management II bei TRIUVA, sagt: „Mit diesem Ergebnis haben wir gezeigt, dass ökologisch bewusste Investitionen nicht nur gut für das Gewissen, sondern auch für die Rendite sein können.“

Einer der Investoren war die VBV-Gruppe, konkret die VBV-Pensionskasse AG und die VBV – Vorsorgekasse AG. „Als Marktführer in Österreich und als Unternehmen, das stets auf innovative, nachhaltige Lösungen setzt, waren wir von Anfang an von diesem Green Building Fonds überzeugt. Mit Investitionen wie diesen schaffen wir als VBV eine Outperformance, weil wir nachhaltig veranlagen“, so Günther Schiendl, Vorstand der VBV-Pensionskasse.

Zeitgleich zum erfolgreichen Abschluss des IVG Premium Green Fund beendet TRIUVA ein im März 2014 initiiertes portfolioübergreifendes Verkaufsprogramm. Ziel war es, strategisch nicht konforme Objekte mit einem Gesamtvolumen von über 2,5 Mrd. Euro unter Nutzung eines positiven Marktumfelds wertschonend zu veräußern.

„Bei der Umsetzung unseres Verkaufsprogramms haben wir die Interessen unserer Anleger bestmöglich berücksichtigt und gezeigt, dass wir auch anspruchsvolle Portfolien managen und optimieren können. Dabei haben wir Potentialobjekte auf intelligente Weise mit Exit-Sockel-Objekten kombiniert. Dies war der Schlüssel zum Erfolg. Die Veräußerungsstrategie ist im Sinne unserer Anleger voll aufgegangen. Besonders freut es uns, dass uns die Investoren einen Teil der freigewordenen Mittel zur Wiederanlage in TRIUVA-Fonds anvertraut haben. Nach Umsetzung aller geplanten Veräußerungen schalten wir wieder in einen höheren Gang und legen unseren Fokus vollständig auf Wachstum und Optimierung der Bestandsfonds“, so Tartsch weiter.

TRIUVA Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH
Die TRIUVA Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (TRIUVA) ist führender Anbieter und Manager von strukturierten Immobilienprodukten für institutionelle Investoren mit einem verwalteten Vermögen von rund EUR 10 Milliarden. Als integrierte Investmentplattform mit einem europaweiten Niederlassungsnetzwerk und langjähriger Expertise bietet die Gesellschaft ihren Investoren sämtliche Dienstleistungen im Rahmen der Strukturierung und des Managements von Immobilienanlageprodukten. TRIUVA konzentriert sich dabei im Wesentlichen auf gewerbliche Immobilien im Büro-, Einzelhandels- und Logistiksektor in Europa.

Institutioneller Hotelmarkt knackt die 50 Milliarden-Marke

Union Investment und bulwiengesa haben erneut das Marktvolumen investmentrelevanter Hotels in Deutschland ermittelt. Demnach ist der Marktwert investmentrelevanter Hotels in Deutschland von 2015 auf 2016 um 8,3 Prozent auf 51 Mrd. Euro gestiegen. Ausschlaggebend hierfür ist die anhaltend rege Bautätigkeit neuer Hotels bzw. Hotels garni, die per Saldo (Neueröffnungen und Schließungen) zu einem Bettenwachstum in Deutschland von rd. 0,7 Prozent führte.  Parallel dazu verbesserte sich 2016 auch die Performancesituation deutscher Hotels, aufgrund gestiegener Zimmerauslastungen und wachsender Durchschnittsraten, was sich in höheren Werten niederschlug.

„Die Rahmenbedingungen für den heimischen Hotelmarkt sind nahezu ideal“, sagt Dierk Freitag, Bereichsleiter und Partner bei bulwiengesa. „Das Beherbergungsgewerbe in Deutschland verbuchte 2016 das siebte Jahr in Folge touristische Zuwächse, sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland.“

Als investmentrelevantes Angebot wurde von Union Investment und bulwiengesa ein Zimmerbestand von rd. 376.600 Hotelzimmern ermittelt, die sich auf deutsche Klein-, Mittel- und Großstädte verteilen. Der durchschnittlich ermittelte Wert lag 2016 bei rund 135.600 Euro pro Zimmer (Vorjahr: 130.500 Euro).

2016 wurde ein neuer Rekordwert bei Hoteltransaktionen in Deutschland erzielt. Die rd. 5,2 Mrd. Euro (inkl. Projektentwicklungen) entsprechen nun in etwa 10,2 Prozent des berechneten Marktvolumens (Vorjahr 9,3 Prozent). „Das Transaktionsvolumen wächst noch schneller als der Markt. Daran lässt sich ablesen, dass die Assetklasse Hotel bei Investoren immer beliebter wird“, so Martin Schaller, Leiter Asset Management Hospitality bei der Union Investment Real Estate GmbH.

Den Berechnungen nach stieg vor allem der Marktwert von Hotels in deutschen B-Städten, die zunehmend von Hotelketten betrieben werden und damit in das Anlageuniversum zahlreicher Investoren passen.  „In Bezug auf Wachstumsdynamik und Wertentwicklung könnte manche B-Stadt die A-Stadt von morgen sein“, sagt Dierk Freitag.

Das Marktwertmodell basiert auf Daten von Unternehmen, der öffentlichen Statistik sowie Hotelverbänden. Es ermöglicht eine vergleichende Analyse des institutionellen Hotelmarktes der Jahre 2007 bis 2016.

3 Jahre First Class Multi Asset Premium Fonds: Anlageziel dank Social Media-Analysen zu Anlegerpsychologie getoppt

Der sprunghafte Renditeanstieg 10-jähriger Bundesanleihen oder die Korrektur bei Technologieaktien sind jüngste Beispiele für Phasen erhöhter Volatilität, wie sie Finanzmärkte immer wieder erleben. Für Anleger sind diese Ereignisse oft schwer vorherzusehen, daher ist es umso wichtiger, falls notwendig schnell auf sie zu regieren. Mit Fonds wie dem NN (L) First Class Multi Asset Premium (FCMA Premium, ISIN: LU1052149363) wird dies in die Praxis umgesetzt. Er ist eine global diversifizierte, Benchmark-unabhängige Total Return Anlage mit einem angestrebten Bruttorenditeziel von 5 Prozent über dem 1-Monats-Euribor über einen Konjunkturzyklus hinweg.

Niels de Visser, Senior Portfolio Manager des Multi Asset Teams bei NN Investment Partners: „Der FCMA Premium nutzt bei der Portfoliokonstruktion das Konzept der Risikobudgetierung, bei der wir vorsichtige Korrelationsannahmen zugrunde legen. Alle Positionen im Fonds werden im Hinblick auf den Risikobeitrag bewertet. Wir zielen darauf ab, das Risikoprofil des Fonds viel stärker zu kontrollieren als bei traditionelleren Investmentansätzen, wo die Volatilität der Märkte weitgehend die Volatilität des Fonds bestimmt. Flexibilität wird benötigt, um nicht nur auf die Risiken zu reagieren, sondern auch die Chancen zu nutzen, die eine sich immer schneller verändernde Welt und die damit verbundenen Unsicherheiten mit sich bringen. Wir tun das, indem wir eingehende Fundamentalanalysen der wirtschaftlichen Trends mit ausführlichen Verhaltensanalysen über die Psychologie des Marktes und des Anlegerverhaltens kombinieren. Letzteres hat oft einen starken Einfluss auf die kurzfristige Marktdynamik und trägt dazu bei, einerseits Schockrisiken frühzeitig zu erkennen und andererseits auch neue Anlagechancen zu identifizieren, bevor andere es tun. Eine entscheidende Innovation ist dabei die Einbeziehung von Social Media und Informationen aus digitalen Nachrichtenflüssen in unsere Verhaltensanalysen.“ 

Flexibilität wichtig: Drei spannende Jahre an den Märkten machten schnelle Allokationsanpassungen notwendig

In den vergangenen drei Jahren waren die Märkte relativ volatil und wurden zeitweise durch große Sorgen über die Wachstumsaussichten der Schwellenländer, insbesondere Chinas, sowie die Schuldensituation in Griechenland und ihre Auswirkungen auf den Euro geprägt. Die Zentralbanken haben an ihrer lockeren Geldpolitik festgehalten, obwohl die US-Notenbank im Dezember 2015 damit begann, die Zinsen anzuheben.

De Visser erläutert dazu: „Wir haben in den vergangenen drei Jahren insgesamt eine Periode mit steigenden Aktienkursen erlebt, allerdings unterbrochen von turbulenten Phasen. Im gleichen Zeitraum haben die Zinsen deutlich nachgegeben, die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen ist zum ersten Mal in ihrer Geschichte unter 0 Prozent gefallen. Durch seinen flexiblen Investment-Ansatz und taktische Allokationsentscheidungen konnte der FCMA Premium in ruhigen wie in turbulenten Marktphasen eine sehr solide Rendite erwirtschaften.“

De Visser zum Marktausblick: „Wir befinden uns gegenwärtig in einer langanhaltenden Phase mit weltweit starken Makro- und Unternehmensdaten. Vor allem außerhalb der USA war der Aufschwung sehr ausgeprägt. Obwohl die gesamtwirtschaftlichen Daten zuletzt nicht mehr so viele positive Überraschungen bereit halten, deutet das Gesamtniveau der wirtschaftlichen Aktivitätsindikatoren weiter auf eine nachhaltige, leichte Erholung hin. Die Teuerungsrate bleibt verhalten und deutlich unter ihrem Ziel. In diesem Umfeld beurteilen wir riskante Vermögenswerte grundsätzlich positiv und bleiben im Hinblick auf die Zinssensitivität vorsichtig. Allerdings steht eine Änderung der Geldpolitik kurz bevor und auch an sozialen Risiken mangelt es weiterhin nicht. Daher ist es entscheidend, wachsam zu bleiben und falls notwendig schnell auf Änderungen im Marktverhalten zu regieren. In einem solchen Umfeld ist der FCMA Premium eine Lösung, die attraktive Gesamterträge anstrebt, indem sie innerhalb eines klar definierten Risikorahmens flexibel globalen Anlagechancen nachgeht.“

NN Investment Partners hat den NN (L) First Class Multi Asset Premium im Mai 2014 aufgelegt. Nach drei Jahren hat der Fonds gute risikoadjustierte Erträge erzielt und seine Ertragsziele übertroffen. Die annualisierte Rendite über drei Jahre seit der Auflegung bis Ende Mai 2017 beträgt 8,8 Prozent nach Kosten bei einer Sharpe-Ratio von 1,06.

ebase Fondsbarometer: Europa statt USA im Fokus der Anleger

Handelsaktivitäten der Kunden im 2. Quartal 2017 deutlich höher als im Durchschnitt des Vorjahrs – Starke Mittelzuflüsse bei in Europa anlegenden Fonds, Mischfonds und ETFs – Fonds mit Fokus auf USA und Asien auf den Verkaufslisten

„Im zweiten Quartal 2017 war die Fondsnachfrage unverändert hoch, die Anleger scheinen auch für das zweite Halbjahr mit positiven Kapitalmärkten zu rechnen“, sagt Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase. Weiter betont er, dass die Handelsaktivitäten der ebase-Kunden, die von den Fondsvermittlern und Anlageberatern der mit ebase kooperierenden Vertriebspartner betreut werden, zwar nicht ganz an das volumenstarke erste Quartal anknüpfen konnten, aber deutlich über dem Durchschnitt des Jahres 2016 lagen. Das ebase-Fondsbarometer zeigt in den Monaten April bis Juni 2017 Handelsaktivitäten auf einem Niveau zwischen 105 und 124 Prozent des Vorjahres-Durchschnitts. Der Monat Juni endete mit einem Stand von 113 Prozent. Damit lag der Fondshandel der Kunden im Juni 13 Prozentpunkte über dem Durchschnitt des Vorjahrs.

„Ein detaillierter Blick in die Kauf- und Verkaufstatistiken zeigt, dass weltweit investierende Fonds, Mischfonds und auch Deutschland-Fonds stark gefragt waren, während beispielsweise USA-Fonds deutlich geringere Handelsaktivitäten verzeichneten als 2016“, präzisiert Geyer. Im Juni sanken die Handelsaktivitäten bei USA-Fonds auf nur noch 47 Prozent des Vorjahresdurchschnitts.

Auch der Kaufquotient, der Bestandteil des ebase-Fondsbarometers, welcher Auskunft über das Verhältnis von Mittelzuflüssen zu den Abflüssen gibt, zeigt, dass das Interesse an deutschen sowie auch europäischen Anlagen deutlich steigt. Der Kaufquotient lag hier bei 1,26 bzw. 1,39 und damit lagen die Käufe um 26 bzw. 39 Prozent höher als die Verkäufe. Dagegen standen Fonds mit Anlageschwerpunkt in Asien und Amerika überwiegend auf der Verkaufsliste. Mit einem Kaufquotienten von 0,61 wurden im Juni um 39 Prozent mehr Anteile an US-Aktienfonds zurückgegeben als neu erworben. „Das kann als weiteres deutliches Indiz für das wiedererwachte Interesse der Anleger an europäischen Investments und einer nachlassenden Nachfrage nach US-Fonds gewertet werden“, erklärt Geyer. „Möglicherweise machen sich bei Anlegern Bedenken breit, dass der aktuelle Aufschwung der US-Konjunktur nicht so stark ist wie ursprünglich angenommen.“

Auffällig ist jedoch, dass ETFs im zweiten Quartal weniger gehandelt wurden. Nach Werten von über 130 Prozent in den ersten drei Monaten dieses Jahres, fielen die Handelsaktivitäten im Juni auf ein Niveau von 94 Prozent der durchschnittlichen Aktivitäten des gesamten Jahres 2016. Dessen ungeachtet lagen die Mittelzuflüsse bei ETFs im zweiten Quartal allerdings erneut deutlich über den Abflüssen. Der Kaufquotient notierte im zweiten Quartal bei 1,93. Das bedeutet, dass die Kunden im Juni knapp doppelt so viel in ETFs investierten als sie an Beständen auflösten.

Im Detail wiesen insbesondere weltweit bzw. am deutschen Markt anlegende ETFs jeweils sehr hohe Kaufquotienten auf: bei Deutschland-ETFs übertrafen die Neukäufe die Verkäufe zwischen April und Juni deutlich (Kaufquotient: 1,93), bei weltweit investierenden ETFs waren die Mittelzuflüsse beinahe dreimal so hoch wie die Abflüsse (Kaufquotient: 2,72). „Das zeigt, dass der Trend hin zu ETF-Investments weiter ungebrochen ist“, resümiert der ebase-Geschäftsführer.

Das ebase Fondsbarometer
Das ebase Fondsbarometer wird vierteljährlich veröffentlicht und spiegelt die Handelsaktivität der Kunden aller Finanzanlageberater und -vermittler wider, die für die Kooperations-/Vertriebspartner der B2B-Direktbank tätig sind. Das ebase Fondsbarometer setzt sich aus zwei Elementen zusammen: der Handelsaktivität und dem Kaufquotienten. Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen und lässt unmittelbare Rückschlüsse auf den aktuellen Jahrestrend zu. Ein Wert von über 100 weist auf eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Fondsberater im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen von 2016 hin; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an.

Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse bei den Unterkategorien Fondstyp und Region werden über den Kaufquotienten ausgedrückt. Dabei werden die monatlichen Mittelzuflüsse des Berichtszeitraums in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Kaufquotienten über eins überwiegen die Mittelzuflüsse, bei einem Kaufquotienten unter eins die Mittelabflüsse. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung werden in der Auswertung nicht berücksichtigt.

Über ebase
Die European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) ist ein Unternehmen der comdirect-Gruppe. Als Vollbank bietet ebase neben umfassenden Dienstleistungen im Depotgeschäft u.a. auch die Finanzportfolioverwaltung sowie das Einlagengeschäft an. Als eine der führenden B2B Direktbanken verwaltet ebase ein Kundenvermögen von rund 31 Mrd. Euro in Deutschland. Finanzvertriebe, Versicherungen, Banken, Vermögensverwalter und andere Unternehmen nutzen für ihre Kunden die mandantenfähigen Lösungen von ebase für die Depot-/und Kontoführung.

DPAM lanciert europäisches High Yield-Portfolio mit fester Laufzeit bis 2023

Die Ertragschancen am europäischen Markt für hochverzinste Unternehmensanleihen nutzen und gleichzeitig das Risiko möglichst gering halten – mit dieser Zielsetzung geht der DPAM L Bonds Corporate High Yield EUR 2023 aus dem Hause Degroof Petercam Asset Management (DPAM) an den Start. Der Fonds investiert in ein High Yield-Portfolio aus 52 Titeln, überwiegend mit Non-Investment-Grade-Ratings (zwischen BB+ und CCC+). Während der Laufzeit werden Erträge aus Zinszahlungen kontinuierlich reinvestiert. Vorzeitig durch die Emittenten gekündigte und zurückgezahlte Anleihen werden durch neue, vom Portfoliomanagement selektierte Anleihen ersetzt. Zurzeit beträgt der durchschnittliche Kupon der endfälligen Unternehmensanleihen rund 4,7 Prozent bei einer vergleichsweise niedrigen Portfolioduration von 2,8 Jahren.

„Die sehr niedrigen Renditen an den europäischen Zinsmärkten werden Anlegern wohl noch eine ganze Weile erhalten bleiben“, sagt Bernard Lalière, Lead Manager High Yield Strategies bei DPAM. „Hochzinsanleihen bieten nach wie vor attraktive Erträge bei sich weiter verringerndem Risiko. Dies insbesondere, weil sich die Bilanzen, Cashflows und Ratings europäischer Unternehmen verbessern. Die Risikoaufschläge befinden sich aktuell am unteren Ende des längerfristigen Trendkanals. Ein High Yield-Fonds mit fester Laufzeit kann das Portfoliorisiko im Vergleich zu einem klassischen Fonds ohne Laufzeit senken. Denn mit fortschreitendem Ablauf nehmen die Zinssensitivität, die Duration und auch das Kreditrisiko weiter ab. Je kürzer die Restlaufzeit einer Anleihe, desto besser ist auch die Visibilität auf die Cash-Flows eines Unternehmens und damit die Beurteilung der Kreditsicherheit."

Synthese aus Direktinvestment und unbefristeter Fondslösung

Während die Zinssensitivität einer Direktinvestition in eine Unternehmensanleihe mit zunehmender Laufzeit abnimmt, ist ein Anleihefondsportfolio mit unbegrenzter Laufzeit einem ständigen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Andererseits bietet eine Fondslösung gegenüber dem Einzelinvestment Diversifikation und damit eine breite Streuung von Kreditrisiken über eine Vielzahl von Papieren. Der DPAM L Bonds Corporate High Yield EUR 2023 wiederum vereinigt diese Vorteile beider Instrumente durch seine feste Endfälligkeit im Jahr 2023.

„Die ersten Zinserhöhungsschritte der Europäischen Zentralbank werden frühestens für 2019 erwartet. Bis dahin wird bereits ein Großteil der Erträge des DPAM L Bonds Corporate High Yield EUR 2023 in das Portfolio reinvestiert worden sein und die ohnehin kurze Duration des Fondsportfolios weiter gesunken sein. Da Zinserhöhungen im Umfeld eines weiteren konjunkturellen Wachstums zu erwarten sind, würde sich auch die Ertragslage der Unternehmen weiter verbessern und zu einem effizienteren Schuldenmanagement führen“, sagt Bernard Lalière. 

Auch möglichen Turbulenzen an den Aktienmärkten, die Unternehmensanleihen in der Regel belasten können, sieht der High Yield-Experte gelassen entgegen. Hielten Anleger ihre Anteile am DPAM L Bonds Corporate High Yield EUR 2023 bis zur Fälligkeit im Jahr 2023, würden sich etwaige stärkere Korrekturen bei Aktien nicht negativ auswirken. Einen zusätzlichen Puffer biete zudem das aktive Risikomanagement des Fonds. Im Falle einer sich verschlechternden fundamentalen Situation einzelner Unternehmensanleihen würde deren Portfolioanteil gegebenenfalls reduziert oder komplett ausgetauscht werden. Einen erfolgreichen Track-Record im Bereich europäischer Hochzinsanleihen haben die Portfoliomanager Bernard Lalière und Marc Leemans sowie das Kredit-Analystenteam bei DPAM bereits seit dem Jahr 2000 aufgebaut.

Fokus auf BB-Rating und Konsum-Zykliker

Der Schwerpunkt der selektierten Unternehmensanleihen im DPAM L Bonds Corporate High Yield EUR 2023 liegt im Bereich der oberen Non-Investment-Grade-Ratings. So sind etwa 60 Prozent der Titel mit einem BB-Rating ausgestattet, wie zum Beispiel Papiere der namhaften Emittenten Arcelor Mittal, Goodyear und NH Hotels. Darüber hinaus entfallen auf Anleihen mit B-Rating 23 Prozent, etwa 15 Prozent auf CCC-Bewertungen sowie drei Prozent auf Investment Grade-Ratings. 

Mit Blick auf die Sektoren stellen zyklische Konsumgüter fast ein Drittel der Portfoliowerte. „Die Aussichten für zyklische Konsumgüter in Europa bleiben gut. Diese Unternehmen bieten eine hohe Visibilität im Bereich der Cashflow-Entwicklung. Ohnehin ist die Fähigkeit Cashflows zu generieren ein wesentliches Merkmal in unserer Fundamentalanalyse. Weitere wichtige Parameter zur Beurteilung des Risikos sind unter anderem die Wettbewerbssituation und die Marktstrategie eines Unternehmens sowie die Kapitalstruktur und sein Profil in Bezug auf ökologische und soziale Belange sowie die Unternehmensführung“, erläutert Lalière den Bottom-up-Investmentprozess im DPAM L Bonds Corporate High Yield EUR 2023.

SUSI Partners and South Pole Group launch 250-million-euro fund for energy transition infrastructure in Southeast Asia

SUSI Partners (SUSI) and South Pole Group are set to launch an infrastructure fund together. The Asian Energy Transition Fund (AETF) will combine SUSI’s core competencies in the financing and structuring of renewable energy and energy efficiency projects with South Pole Group’s track record of over 500 sustainable energy projects and a close-knit network of project developers in Asia. Edgare Kerkwijk, a veteran of the renewable energy investment industry in Southeast Asia, will act as Managing Director of the Fund.

The AETF marks SUSI’s first investment vehicle for institutional investors, dedicated exclusively to the Southeast Asian energy transition market. The Fund will respond to the region’s massive deployment of renewable energy infrastructure and the fast-growing demand for energy efficiency measures, bearing an investment potential comparable to the investment landscape in Europe a decade ago. As a partner, South Pole Group brings strong regional expertise and a solid track record in sustainability projects for both public and private organisations. The company is active in Asia for over ten years and currently holds four offices in the region. The fund will be attractive for forward-looking institutional investors, including Family Offices and Development Finance Institutions, who wish to combine stable financial returns with sustainability impact at scale.

The two companies have appointed Edgare Kerkwijk as the Fund’s Managing Director. Mr. Kerkwijk has held various senior positions in the financial sector at, among others, Rabobank and SSGA, and has been active in the renewable energy sector for more than 12 years. He has founded and served as board member in several renewable energy companies. He joins the Fund from his previous position as Managing Director of Asia Green Capital Partners.

The AETF is set out to have a volume of 250 million euro and a fund life of ten years. The target portfolio will include solar PV and wind farms, hydropower plants, behind-the-meter solar PV and energy efficiency retrofits on public and private large-scale infrastructure. The targeted project portfolio will be diversified across 10-15 renewable energy and 10-15 energy efficiency projects. Considering both power purchase agreements (PPA) at fixed prices per kWh and guaranteed savings from energy efficiency projects, the Fund will be able to generate stable annual distributions. The geographical focus will be on Southeast Asia, with a special focus on Indonesia, Thailand, the Philippines and Vietnam. Given an attractive risk-return profile, the Fund will be able to realise lucrative investments in further Southeast Asian countries.

“The clean energy landscape in emerging Asia represents an exceptionally interesting opportunity for institutional investors as well as impact-driven investors, such as family offices, to participate in the region’s growing demand for renewable energy infrastructure”, emphasises Renat Heuberger, CEO of South Pole Group. “We are excited to combine our unparalleled expertise in project development and our local presence in Asia with SUSI’s track record of successfully managing large clean energy infrastructure funds.”

Tobias Reichmuth, CEO and Founder of SUSI Partners, continues: “Institutional Investors can now engage in substantiated energy transition investing in renewable energy assets and energy efficiency retrofits with attractive risk-return profiles. With nearly a decade’s experience in renewable energy infrastructure investment and a strong local partner with a unique project pipeline, we are ideally positioned to capture the investment opportunities the Southeast Asian market offers.”

Edgare Kerkwijk, Managing Director of the Asian Energy Transition Fund, adds: “The renewable energy sector in Southeast Asia is still at an early stage with relatively low penetration of renewable energy in the power generation mix.  The region will need significant investments in renewable energy and energy efficiency to meet the demands of the various countries in Southeast Asia – both to make their economies more sustainable and to align them with global sustainability targets. There’s no doubt that a great transition is on, and I look forward to being part of driving this change as Managing Director of the AETF.”