WisdomTree lanciert optimierten Energie-ETC mit Euro-Währungsabsicherung

WisdomTree lanciert den WisdomTree Energy Enhanced – EUR Daily Hedged (WNRG). Das Produkt notiert seit heute an der Deutschen Börse, Xetra mit einer Verwaltungsgebühr von 0,40 Prozent.

Durch die Nachbildung des Optimized Roll Energy EUR-Hedged Total Return Index soll der WNRG ein Engagement in Energie-Futureskontrakten mit einer täglichen Währungsabsicherung gegen Wechselkursschwankungen im Währungspaar EUR/USD bieten. Der Index verwendet einen optimierten Rollmechanismus, der darauf abzielt, die potenziellen Verluste, die sich aus Kontrakten in Contango-Märkten ergeben, möglichst niedrig zu halten bzw. den Vorteil aus den Kontrakten in Backwardation-Märkten zu maximieren.

Nitesh Shah, Director, Research, Europa, WisdomTree kommentiert: „Auf den Energiemärkten finden sich einige der ausgeprägtesten Futureskurvenverläufe im Rohstoffkomplex insgesamt. Das Jahr 2020 zeigte, wie schnell sich ein negativer Kurvenverlauf (Backwardation1) zu einem positiven (Contango2) wandeln kann. Durch eine Veränderung des Kontrakt-Engagements passt sich der optimierte Ansatz rasch an diese Umgebungen an. Deshalb besitzt er gegenüber einer Strategie, die auf ein Segment auf der Futureskurve festgelegt ist, das Potenzial für eine Renditeoptimierung.“

Die Energiepreise haben sich nach einer starken Korrektur in der ersten Jahreshälfte 2020 wieder erholt. Ein Wirtschaftsaufschwung in Kombination mit einer Produktionseinschränkung durch die OPEC+3 hat sich besonders positiv auf die Ölpreise ausgewirkt und zu einer Erholung der Preise beigetragen. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, könnten die Energiepreise 2021 zum Rest des Rohstoffkomplexes aufschließen.

Thiemo Storz, Head of German Speaking Regions, WisdomTree fügt hinzu: „Energierohstoffe stellen für viele Investoren eine taktische Chance dar. Ein optimierter Rollmechanismus kann sich jedoch für Investoren, die ein langfristiges Engagement im Bereich Energie anstreben, als vorteilhaft erweisen. Investoren mit strategischen breit angelegten Rohstoffallokationen berücksichtigen den WisdomTree Energy Enhanced bereits zur Übergewichtung des Energiesektors. Durch die Euro-Währungsabsicherung können in Euro anlegende Investoren im Bereich Energie das volle Potenzial der Kursgewinne ausnutzen, die bei einem Engagement ohne Währungsabsicherung verloren gehen können.“

Nitesh Shah fasst zusammen: „Der US-Dollar hat in den letzten drei Quartalen 2020 an Wert eingebüßt und viele Investoren erwarten aufgrund der steigenden Verschuldung der US-Regierung eine weitere Abwertung des US-Dollars. Eine Abwertung des US-Dollars wird für die Rohstoffpreise in US-Dollar generell als positiv betrachtet. Die Euro-Währungsabsicherung ermöglicht es den Investoren, im Umfeld eines schwachen US-Dollars das volle Potenzial ihres Engagements auszunutzen. Selbst wenn ein Investor kein spezifisches Währungsengagement anstrebt, kann ein abgesichertes Engagement die Unsicherheit von Währungsschwankungen abmildern.“

WisdomTree bietet mit einem verwalteten Vermögen von ca. 2 Mrd. USD4 im Bereich Energie-ETPs ein umfassendes Angebot an Rohstoff-ETPs in Europa.


1) Backwardation bezieht sich auf eine Situation, in der der Spot- oder Kassapreis eines Rohstoffs höher ist als der Terminpreis.
2) Contango ist eine Situation, in der der Futures-Preis eines Rohstoffs höher ist als der Spotpreis. Zum Contango kommt es in der Regel, wenn erwartet wird, dass der Preis eines Vermögenswerts mit der Zeit steigt. Daraus ergibt sich eine ansteigende Terminkurve.
3) OPEC+ bezieht sich auf die Organisation Erdöl-exportierender Länder und ihre Bündnispartner.
4) WisdomTree, Stand: 29. Januar 2021

Drei von vier Schwellenländern mit verbesserten ESG-Bewertungen

Die Integration von Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) in Investitionen in Schwellenländeranleihen (EMD) ist eine Herausforderung. Durch verantwortungsbewusstes Investieren in EMD können Anleger jedoch von hohen Renditen profitieren und gleichzeitig einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt leisten. Eine immer größere Anzahl wissenschaftlicher Untersuchungen zeigt, dass eine Verbesserung der ESG-Werte die risikobereinigten Renditen steigert1. Allerdings erkennen Investoren oft nicht, wie die Schwellenländer die ESG-Integration umsetzen. Sie stellen sich die Frage: Inwieweit verbessern die Schwellenländer ihre ESG-Bilanz?

Die ESG Lens von NN Investment Partners (NN IP) ist ein wertvolles Instrument für die ESG-Integration in ein breites Spektrum von Investmentstrategien. Sie liefert einen einzigen ESG-Score für jedes Unternehmen oder Land und berücksichtigt dabei viele Datenpunkte. Der Blick auf die Daten von Staaten zeigt, dass 56 Schwellenländer ihre ESG-Scores verbessern, was mehr als dreimal so viele sind wie die, die sich verschlechtern (16). Zu den bereits sehr erfolgreichen Ländern, die sich zwischen 2016 und 2019 schnell verbessert haben, gehören Armenien, Kroatien, Georgien und Malaysia. Zu den Ländern, die sich von einer niedrigen Ausgangsbasis aus deutlich verbessert haben, zählen Angola, Kenia, Pakistan und Papua-Neuguinea.

Marcin Adamczyk, Head of Emerging Market Debt, NN Investment Partners, sagt: „ESG-Faktoren können sich positiv oder negativ auf die Performance auswirken. Auf Staatenebene können sie beispielsweise das Wirtschaftswachstum, die Staatshaushalte und die Finanzierungskosten beeinflussen. Die Integration von ESG-Faktoren kann uns daher helfen, Risiken proaktiv zu steuern und mögliche Problembereiche sowie potenzielle Chancen für bessere Investmentrenditen zu identifizieren. In unseren EMD-Strategien wenden wir ESG-Integration in allen Schritten des Investmentprozesses an und nutzen unser Engagement, um strukturelle ESG-Verbesserungen zu erzielen. Der Schlüssel liegt in der Konzentration auf den Weg: Studien zeigen, dass Verbesserungen als Ergebnis struktureller Reformen die Risikoprämien für staatliche Emittenten aus Schwellenländern ebenso reduzieren können wie bessere Governance-, Umwelt- oder Sozial-Scores.“

NN IP integriert bereits seit 1993 ESG-Kriterien in ihre EMD-Strategien und bindet inzwischen alle drei Faktoren (E, S und G) ein. Der ESG-Bewertungsprozess umfasst die Auswertung vieler verschiedener Faktoren und Datenpunkte, u. a. Themen Korruption, Transparenz, Emissionen und Gesundheitsstandards.

Die Datenlage in Schwellenländern ist häufig problematisch. Deshalb nutzt NN IP hier Big Data, ergänzt durch qualitative Daten ihrer Analysten, um ESG-Scorecards auf Länderebene zu erstellen, die qualitative und quantitative Bewertungen kombinieren. Einer der wichtigsten Parameter ist die NN IP ESG Lens, die staatliche Daten nutzt und auf zwei grundlegenden Säulen basiert, dem ESG Stability Indicator und dem ESG Development Indicator. Zur Analyse von Unternehmen nutzt NN IP ihre EMD Corporate ESG Scorecard und die NN IP ESG Lens, die Unternehmensdaten verwendet.

Adamczyk fügt hinzu: „Die Schwierigkeit liegt in der Qualität der Daten und der Möglichkeit, diese zu analysieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Hier kommt es auf aktives Management und Erfahrung an: Man muss in der Lage sein, die Daten zu bewerten und Vergleiche zwischen den Ländern zu ziehen. So kann man Länder, die Fortschritte machen, entsprechend würdigen und gegenüber Ländern, die sich verschlechtern, vorsichtig sein. Es ist jedoch wichtig, den gemeinsamen Nenner in all diesen Daten zu finden und sie zukunftsweisend zu nutzen. Hier kommen Erfahrung und Qualität des Managements ins Spiel.“


NN IP verwaltet 18 Milliarden US-Dollar an Assets in EMD-Strategien*, die ausnahmslos eine ESG-Integration aufweisen. Einen ausführlichen Bericht über den ESG-Integrationsprozess von NN IP innerhalb der EMD-Strategien finden Sie hier. NN IP integriert strenge ESG-Kriterien in 74 % seiner gesamten AuM* in einer strukturellen und überprüfbaren Weise, mit dem Ziel dies auf 80 % bis 2023 zu erhöhen.

* Angaben zum 31. Dezember 2020

1) Quelle: Berg et al, 2016, International Monetary Fund, 2017, Naoko, N & Lian, L., 2020; International Monetary Fund, 2017: The Effects of Data Transparency Policy Reforms on Emerging Market Sovereign Bond Spreads. Berg et al, 2016: Sovereign Bond Spreads and Extra-Financial Performance: An Empirical Analysis of Emerging Markets. Naoko, N. & Lian, L., 2020: Measuring the Effect of Environmental, Social, and Governance on Sovereign Funding Costs.

Nachhaltigkeit festigt Kundenbeziehungen und stärkt Wachstum – Schwerpunkte der Raiffeisen KAG im Jahr 2021

Die Geschäftsführung der Raiffeisen KAG1 präsentierte heute (23. Februar 2021) im Rahmen einer Pressekonferenz die Marktdaten zum vergangenen Jahr. Per Ende Dezember 2020 lagen die Assets under Management der Fondsgesellschaft bei EUR 40,1 Mrd. und überschritten somit erstmals seit der Finanzwirtschaftskrise wieder die 40-Milliarden-Euro-Marke. In den vergangenen fünf Jahren ist die Raiffeisen KAG um knapp EUR 10 Mrd. gewachsen. Gleichzeitig hat sie deutlich an Marktanteilen dazugewonnen: von 16,9 % (2016) auf 19,5 % (2020).

„Dieses stabile Wachstum über dem Marktschnitt ist für uns eine sehr erfreuliche Entwicklung, die zeigt, dass wir in den vergangenen Jahren auf die richtigen Schwerpunkte gesetzt haben: Nachhaltigkeit, Megatrends und Fondssparen“, so Rainer Schnabl, CEO der Raiffeisen KAG. „Von Jahr zu Jahr entscheiden sich immer mehr Anlegerinnen und Anleger ihr Geld verantwortungsvoll anzulegen, was dazu führt, dass das Volumen bei nachhaltigen Geldanlagen auch überproportional wächst“, so Schnabl.

Jahrzehnt des Fondssparens hat begonnen

Fondssparen spiele in diesem Zusammenhang eine sehr wichtige Rolle. Zum einen, weil man dadurch monatlich stabile Zuflüsse erhalte und zum andern auch, weil sich gerade über das Thema Nachhaltigkeit völlig neue Kundenschichten ansprechen ließen. „Auch Personen, die vorher eher nichts von den Kapitalmärkten wissen wollten, fangen nun an, sich für Investmentfonds zu interessieren und anzulegen. Der Wunsch, Kapitalflüsse sinnvoll umzulenken, vereint die Anlegerinnen und Anleger nachhaltiger Investments“, so Schnabl. Ein gemischter Fonds, der sowohl in Anleihen als auch Aktien investiere und der nach ökologischen und sozialen Aspekten gemanagt werde, entspreche ganz und gar dem, was heute von vielen beim Investieren nachgefragt werde. – Gerade auch von jungen Investorinnen und Investoren, die besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legten, wie auch die beauftragte Studie von Spectra zeige, so Schnabl.

Auslandsmärkte wichtige Volumenbringer

Auch im internationalen Fondsgeschäft laufen grüne Investments hervorragend. Das bestätigt auch Michal Kustra, der innerhalb der Geschäftsführung für die Märkte Italien und CEE verantwortlich zeichnet. Die Märkte, insbesondere Italien, sind für die Raiffeisen KAG sehr wichtige Volumenbringer. 2020 hat die Raiffeisen KAG in CEE, wo sie in vielen Ländern als „First Mover“ agiert, das Thema nachhaltige Investments schwerpunktmäßig forciert. Kustra dazu: „Es hat sich gezeigt, dass wir mit unserer Offensive absolut ins Schwarze getroffen haben. Das Interesse an ESG2-Produkten ist auch in CEE sehr stark vorhanden. Wir konnten dort unser nachhaltiges Volumen allein im vergangenen Jahr um EUR 143 Mio. auf EUR 235 Mio. steigern (+155 %).“

Spectra Umfrage: Bekanntheit nachhaltiger Geldanlagen steigt

Eine von Raiffeisen KAG beauftragte und im Januar 2021 durchgeführte Umfrage des Marktforschungsinstituts Spectra unter 2.212 Österreicherinnen und Österreichern im Alter zwischen 18 und 69 Jahren hat gezeigt, dass das Thema nachhaltige Veranlagung zwar noch sehr viel Potenzial hat, die Bekanntheit aber gleichzeitig stark gestiegen ist. 44 % der Befragten sind mit dem Thema vertraut – noch vor einem Jahr ist dieser Wert bei 31 % gelegen. Fragt man dem persönlichen Anlageverhalten, stellt sich heraus, dass 13 % bereits nachhaltig investieren und 22 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher künftig nachhaltiger anlegen möchten. Eine wichtige Entscheidungshilfe beim verantwortungsvollen Investieren sind Zertifizierungen. 41 % sehen diese als wichtiges Kriterium beim Kauf.

Nachhaltigkeit in gesamte Produktpalette integrieren

Lieber früher als später will die Raiffeisen KAG3 ihr gesamtes Fondsangebot nach strengen ESG-Kriterien managen. Diesen Transformationsprozess hat die Marktführerin bei nachhaltigen Publikumsfonds (Quelle: rfu) im vergangenen Jahr mit den Aktienfonds gestartet. Im laufenden Jahr möchte sie nahezu alle Fonds dieser Assetklasse entsprechend umstellen. „Wir haben die letzten Monate intensiv dazu genutzt, unsere konventionelle Produktpalette hinsichtlich der Möglichkeiten einer ESG-Integration zu evaluieren und freuen uns, dass wir – mit all den dahinterliegenden Abläufen – diesen Prozess heuer bei den Aktienfonds abschließen können“, so Dieter Aigner, der innerhalb der Geschäftsführung der Raiffeisen KAG für den Investmentbereich zuständig ist. Dabei wolle man künftig neben den Regionen-Fonds zunehmend auch einen themenbasierten Impact-Ansatz verfolgen. Bei einigen wenigen Fonds, die in Märkte investieren, die erst am Anfang einer Entwicklung zu nachhaltigem Wirtschaften stehen – wie beispielsweise Russland, werden nachhaltige Aspekte bestmöglich integriert und deren Transformation unterstützt. Man wolle hier niemanden zurücklassen, so Aigner. Mittel- bis langfristig sollten auch diese Fonds in die nachhaltige Produktpalette integriert werden können.

Transformation bei Renten- und Multi Assetklassen durchaus herausfordernd

Für Dieter Aigner ist diese Umstellung ein wichtiger erster Schritt. „Aber wir nehmen uns natürlich auch die Renten- und die Multi-Assets-Produkte vor und arbeiten da sehr intensiv an Produktüberlegungen und entsprechenden Investmentprozessen. Wir wollen innovativ sein und daher nicht unbedingt die abgetretenen Pfade nutzen, das braucht natürlich Zeit“, so Aigner. Mit der Transformation liegt die Raiffeisen KAG ganz auf Linie mit den Gesetzgebern in Brüssel, die mit dem Green Deal auch die Finanzwirtschaft stark in die Pflicht nehmen.

Raiffeisen KAG kompensiert CO2-Emissionen

Parallel zur Integration der ESG-Kriterien in sämtliche Investmentprozesse arbeitet die Raiffeisen KAG auf Unternehmensebene an Maßnahmen der Betriebsökologie4, um den eigenen ökologischen Fußabdruck positiv zu beeinflussen. Unter dem Motto „Only what gets measured gets done“, hat die Fondsgesellschaft 2019 erstmals in einem gemeinsamen Projekt mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) den eigenen CO2-Footprint (für 2018) ermittelt und kompensiert. Ein Projekt, das 2020 fortgeführt wurde und das weiterhin weiterverfolgt wird. Parallel werden Maßnahmen gesetzt, die eigenen Emissionen zu reduzieren. „Es schafft Glaubwürdigkeit, wenn man das, was man von seinen Emittenten erwarten, auch selbst umsetzt“, so Dieter Aigner.


1) Raiffeisen KAG steht für Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H.
2) ESG steht für Environment (E), Social (S) und Governance (G)
3) Raiffeisen KAG steht für Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H.
4) Darunter werden jene Maßnahmen verstanden, die im Sinn von „Vermeiden – Reduzieren – Kompensieren“ zu einer Verbesserung des CO2-Fussabdrucks beitragen. Diese umfassen bei einem Unternehmen der Finanzbranche vor allem folgende Themenbereiche: Geschäftsverkehr, Energieverbrauch durch Office-Nutzung und EDV, Abfallmanagement, Wassernutzung etc.

Auf Expansionskurs: Freedom Finance will den deutschen Broker-Markt erobern

Freedom Finance, Tochter der amerikanischen Freedom Holding, hat große Ziele in Deutschland: Der erfolgreiche Online-Broker plant aktuell Zukäufe von deutschen Brokerhäusern, Banken und FinTechs. Damit verfolgt Freedom Finance eine Wachstumsstrategie, die sich in Europa bereits bewiesen hat. Zudem soll das Produktportfolio erweitert werden und der Fokus stärker auf den Börsengängen europäischer Unternehmen liegen. Expansionen stehen in diesem Frühjahr außerdem in Dubai und im asiatischen Raum an.

Während sich Freedom Finance international vor allem in den USA bereits einen Namen gemacht hat, ist der Online-Broker hierzulande noch nicht so bekannt. Das will Freedom Finance Holding Gründer und CEO Timur Turlov ändern: „Wir haben noch großes vor in Europa. Für uns ist dabei vor allem Deutschland in Bezug auf die Entwicklungschancen von Online-Investmentbanking-Dienstleistungen einer der wichtigsten Märkte und wir sind auch bereit dementsprechend zu investieren.“ Neben der Ausweitung des Geschäftes durch Akquisitionen wolle er auch das Team in Deutschland und der EU merklich vergrößern und den Service für die Kunden auf neues Level bringen. In Russland, Kasachstan und der Ukraine hat Turlov bereits mehrere Banken und Versicherungsanstalten inne. Diese Strategie soll nun in Europa fortgeführt werden: „Besonders interessant sind für uns Brokerhäuser, Banken und spannende FinTechs“, führt Turlov sein Vorhaben aus. Durch den Zukauf eines deutschen Finanzinstitutes will man sich in der Region stärker positionieren und eine Basis für weiteres Wachstum schaffen. Und dies gilt nicht nur für Europa, ein weiteres Unternehmen gründet die Freedom Holding zurzeit in Dubai, außerdem möchte man mit dem Investment-Angebot in diesem Frühjahr noch den asiatischen Markt angehen.

Online-Trading boomt wie nie

Freedom Finance, 2008 in Russland gegründet, hat sich mit einer Marktkapitalisierung von rund drei Milliarden Euro und weltweit über 220.000 Kunden zu einem der wichtigsten Online-Broker der Welt entwickelt. Dabei ist die Freedom Finance Holding selbst an der amerikanischen Börse NASDAQ gelistet und zurzeit in acht Ländern, darunter die USA, Deutschland und einige GUS-Staaten, aktiv. Die wichtigste Mission war dabei von Beginn an immer den besten Kundenservice und günstige Konditionen zu bieten. Mit diesem Erfolgsrezept will Turlov nun endgültig in Europa ankommen: „Wir beobachten derzeit eine rasante Entwicklung des Online-Tradings, was verständlich ist, betrachtet man die steigenden Immobilienpreise und jahrelange Negativzinsen. Für uns ist daher jetzt der richtige Zeitpunkt diesem Trend mit ganzer Energie zu folgen.“

Kunden verdoppeln und Kundenservice ausbauen

Seit dem Start des Brokerage-Vertriebs 2017 in Europa, konnte Freedom Finance bereits einige große Meilensteine hinter sich lassen. Das Börsengeschäft brachte dem Online-Broker über 20.000 neue Kunden im Jahr 2020 und über 10 Millionen Transaktionen pro Monat. Doch Turlovs Pläne gehen darüber hinaus: „Wir wollen bis zum Jahresende unsere weltweiten Kunden verdoppeln und bald der größte Online-Broker Europas werden. Ich bin davon überzeugt, dass wir das Zeug dazu haben.“ Um dieses Ziel zu erreichen wird neben der Übernahme von verschiedenen europäischen Kreditinstituten und Start-ups auch der Ausbau des Kundenservices geplant.

Individuelle Investmentberatung soll Kunden anlocken

Mehr als 1000 Mitarbeiter zählt Freedom Finance weltweit, vor allem in der Kundenberatung sollen es noch mehr werden. Der Chef des Brokerhauses erklärt warum: „Jeder unserer Mitarbeiter coacht seine Kunden individuell und persönlich, teilt profitable Investmentideen und warnt vor etwaigen risikoreichen Anlagen – das kostet zwar Zeit, ist aber besonders bei neuen Kunden wichtig und kommt sehr gut an.“ Als Nutzer von Freedom Finance beziehungsweise der Plattform „Freedom 24“ haben Kunden sofortigen Zugang zu allen Börsen. Die erfahrenen Trader profitieren zudem von kostenlosen Analysetools und Handelsempfehlungen, niedrigen Provisionen und Unterstützung in allen wichtigen europäischen Sprachen. „Wir möchten für unsere Kunden ein One-Stop-Shop für alle Börsenaktivitäten sein“, erklärt Turlov. Auf hochriskante Instrumente wie FOREX, Cryptocurrency oder CFD verzichtet Freedom Finance bewusst: „Wir setzen ausschließlich auf den Wertpapierhandel mit Aktien, Anleihen, ETFs und Co.“, so Turlov, dessen Unternehmen regelmäßig von europäischen und amerikanischen Regulierungsbehörden wie SEC, BaFin und CySEC überprüft wird.


Freedom Finance ist eine internationale und international geprüfte Investmentgesellschaft mit mehr als 200.000 Kunden. Freedom Finance ist Teil der amerikanischen Freedom Holding Corp. Mit einer Kapitalisierung von ca. 3 Mrd. USD. Sie beschäftigt weltweit über 1200 Mitarbeiter und hat Niederlassungen in sieben Ländern. Die Freedom Holding Corp. ist als einziger europäischer Broker an der NASDAQ, einer führenden US-Börse gelistet. Freedom Finance bietet direkten Zugang zum Handel an den größten Börsenplätzen: am amerikanischen, europäischen, russischen und asiatischen Markt. 

WisdomTree lanciert weltweit ersten ETF Anleihen der Europäischen Union

WisdomTree lanciert ETF, der Investoren Zugang zu Anleihen der Europäischen Union (EU) gibt. Der WisdomTree European Union Bond UCITS ETF (EUBO), notiert ab heute an der Borsa Italiana und der Börse Xetra. Er strebt die Nachbildung der Preis- und Renditeentwicklung des iBoxx EUR European Union Select Index vor Gebühren und Auslagen an und verfügt über eine Gesamtkostenquote von 0,16 Prozent. Der iBoxx EUR European Union Select Index bildet einen Korb aus von der EU in Euro emittierten Investment-Grade-Anleihen ab.

Der nach der Marktkapitalisierung gewichtete Index enthält ausschließlich Anleihen, die von der EU zur Finanzierung des SURE -Programms mit einer Obergrenze von 100 Milliarden Euro und der Initiative NextGenerationEU mit einer Zuweisung von 750 Milliarden Euro emittiert werden. Diese Initiativen tragen zur Milderung der Risiken einer erhöhten Arbeitslosigkeit in den EU-Mitgliedsstaaten und zur Behebung des unmittelbaren wirtschaftlichen und sozialen Schadens bei, der durch die Corona-Pandemie verursacht wurde.

Lidia Treiber, Director, Research bei WisdomTree: „Die Covid-19-Krise hat dazu geführt, dass Europa mit vereinten Kräften das Virus bekämpfen und eine wirtschaftliche Erholung herbeiführen muss. Mit EU-Anleihen könnte ein weiteres liquides Instrument mit hohem Bonitätsrating hinzukommen, das einen größeren Anteil an den Anleihekaufprogrammen der Europäischen Zentralbank einnehmen könnte. EU-Anleihen verfügen über ein ausgezeichnetes Rating und können von den Investoren genutzt werden, um das Kreditrisiko in ihren Portfolios zu senken. Außerdem profitieren sie dabei von einer Rendite, die mit deutschen Bundesanleihen vergleichbar ist. Es ist zu erwarten, dass das Angebot von EU-Anleihen steigen wird. Die Nachfrage ist jedoch bereits außergewöhnlich hoch und die Erstemission überzeichnet . Dies ist darauf zurückzuführen, dass es sich bei der EU um einen qualitativ hochwertigen Emittenten handelt, und die im Rahmen des SURE-Programms emittierten Anleihen eine ESG-Komponente enthalten. Unseren Erwartungen zufolge wird sich dieser Trend einer hohen Nachfrage fortsetzen, sobald die Initiative NextGenerationEU anläuft.“

Alle Anleihen, die im Rahmen des SURE-Programms emittiert werden, fallen unter Sozialanleihen und ein Teil der im Rahmen der Initiative NextGenerationEU emittierten EU-Anleihen, können unter das EU-Rahmenwerk für Sozial- oder Umweltanleihen fallen.

Mit der erwarteten Emission von EU-Anleihen in Höhe von 850 Milliarden Euro, wie von der Europäischen Kommission angegeben, wird die EU zum zweitgrößten Emittenten mit AAA-Rating in Europa. Der langfristige EU-Haushalt  bildet zusammen mit dem Aufbauinstrument NextGenerationEU das größte Konjunkturpaket, das jemals durch einen EU-Haushalt finanziert wurde – insgesamt 1,8 Billionen Euro.

Der Fixed-Income-Ansatz von WisdomTree beruht auf der Entwicklung durchdachter Exposures für Investoren. ETFs haben dazu beigetragen, den Zugang zu festverzinslichen Wertpapieren allgemein zu demokratisieren. Die jüngsten Produktangebote konzentrieren sich in erster Linie auf die zunehmende Aufteilung des Bereichs. WisdomTree möchte diese Lücke schließen und legt seinen Schwerpunkt dabei allein auf die Bedürfnisse der Investoren – das Ergebnis sind Engagements in einzigartigen Anlageklassen oder Strategien die innovativ sind.

Alexis Marinof, Head of Europe bei WisdomTree: „ETFs bieten einen kosteneffizienten Zugang zu Fixed-Income-Strategien und werden für viele Fixed-Income-Investoren zum Instrument der Wahl. Der ETF EUBO spiegelt unseren Ansatz bei der Produktentwicklung und beim Angebot einzigartiger Engagements für Investoren wider – ob durch Marktneuheiten oder die Entwicklung differenzierter Strategien. Wir nutzen unsere Erfahrung im Bereich Innovation nutzen, entwickeln weiterhin Produkte, die europäischen Investoren helfen, in Fixed-Income-Anlageklassen zu investieren, die bisher nicht als ETF zur Verfügung standen. Wir haben dies bereits mit AT1-CoCo-Anleihen , Floating Rate Notes des US-Finanzministeriums und nun EU-Anleihen getan.“


Über WisdomTree

WisdomTree Investments, Inc. ist ein Sponsor von Exchange Traded Funds („ETF“) und Exchange Traded Products („ETP“) sowie ein Asset Manager mit Sitz in New York und Niederlassungen in den USA und Europa (gemeinsam „WisdomTree“). WisdomTree bietet Produkte in den Bereichen Aktien, Rohstoffe, Fixed Income, Short und Leveraged, Währungen und alternative Strategien an und verwaltet derzeit weltweit ein Vermögen von rund 68,7 Milliarden USD. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.wisdomtree.com oder folgen Sie uns auf LinkedIn oder Twitter @WisdomTreeEU.
WisdomTree® ist der Marketingname für WisdomTree Investments, Inc. und seine Niederlassungen weltweit.

LGIM ergänzt nachhaltige Anleihe-ETFs um Green Bond ETF

Legal & General Investment Management (LGIM) erweitert sein Angebot an börsengehandelten Rentenfonds (ETFs) mit der Auflegung eines neuen L&G ESG Green Bond UCITS ETF (WKN: A2QMAM) und bietet Anlegern in Europa und Großbritannien nun acht verschiedene Anleihe-ETFs als „Bausteine“ für ihre Portfolios an. Damit werden der L&G ESG USD Corporate Bond UCITS ETF (WKN: A2QFQ4) und der L&G ESG Emerging Markets Corporate Bond UCITS ETF (WKN: A2QFVU) ergänzt, die beide im Januar 2021 aufgelegt wurden.

Der L&G ESG Green Bond UCITS ETF bildet den J.P. Morgan ESG Green Bond Focus Index ab. Er ermöglicht Zugang zu grünen Anleihen, die in Hartwährung (d. h. in USD, EUR und GBP) begeben werden, sowie zu Staatsanleihen in Landeswährung. Der Fokus des Fonds liegt auf Green Bonds, die von der Climate Bonds Initiative1 unabhängig geprüft wurden, um Emissionen den Vorzug zu geben, die deren Standards und Zertifizierungssystem erfüllen. Das Portfolio der weltweiten Titel hat ein durchschnittliches Kreditrating von A+.

In den aktiv gestalteten Index integriert der Fonds eine ESG-Scoring- und Screening-Methodik. Auf dieser Basis fließt mehr Geld in Emittenten, die hinsichtlich der ESG-Kriterien höher eingestuft werden, sowie in „Certified Climate Bond“-Emissionen. Dagegen wird weniger Kapital in grüne Anleihen investiert, die nicht unabhängig geprüft wurden. Zudem werden Anleiheemittenten mit dem niedrigsten Scoring-Ergebnis sowie bestimmte Branchen ausgeschlossen, wie beispielsweise Hersteller umstrittener Waffen, Produzenten von Kraftwerkskohle, Tabakunternehmen, Ölsandunternehmen (ab März 2021) und Firmen, die gegen den UN Global Compact verstoßen.

Diese Fondsauflegung folgt der großen Nachfrage der Anleger nach nachhaltigen Unternehmensanleihen. Frühere Analysen von J.P. Morgan haben gezeigt, dass sich die Zahl der Emittenten von grünen Unternehmensanleihen seit Anfang 2017 vervierfacht hat. Aktuell umfasst die Green-Bond-Indexfamilie 170 Unternehmensemittenten – Anfang 2017 waren es nur 40. Laut der Climate Bonds Initiative wurden 2019 grüne Anleihen im Wert von 258 Mrd. USD begeben, im Vergleich zu 171 Mrd. USD im Jahr 2018. Die meisten dieser Anleihen, nämlich 45,3% aller Emissionen für 2019, stammen von europäischen Unternehmen. Es wird erwartet, dass der Markt für grüne Anleihen weiterwachsen wird. Bei der Einordnung zukünftiger Green-Bond-Emissionen hilft Anlegern daher die Anwendung einer Methodik, durch die nach unabhängigen Standards zertifizierte Anleihen Vorrang genießen.

Zu den weiteren Ergänzungen der Fondspalette, die im Januar dieses Jahres aufgelegt wurden, gehört der L&G ESG Emerging Markets Corporate Bond (USD) UCITS ETF, der Zugang zu liquiden, auf US-Dollar lautenden fest- und variabel verzinslichen Schuldtitel von Unternehmen aus Schwellenländern ermöglicht. Der L&G ESG USD Corporate Bond UCITS ETF bietet Zugang zu US-Dollar-Unternehmensanleihen von Emittenten aus entwickelten Märkten mit Investment-Grade-Rating. Die Indizes, die diesen beiden Fonds zugrunde liegen, schließen eine ESG-Scoring- und Screening-Methode ein. Diese sieht eine höhere Allokation in Unternehmen vor, die anhand der ESG-Kriterien höher eingestuft werden.

Howie Li, Leiter des ETF-Geschäfts bei LGIM, kommentiert: „Wie auch den Rest der Produktpalette haben wir diese neuen ETFs als Portfoliobausteine konzipiert, die dem zunehmenden Ruf der Anleger nach ESG-Integration und Liquiditätsüberlegungen entsprechen. Diese Fonds berücksichtigen standardmäßig ESG und verfolgen einen liquiditätsbewussten Ansatz, einschließlich höherer Mindestemissionsschwellen im Vergleich zu traditionellen Benchmarks, um das gesamte Liquiditätsprofil zu verbessern. Durch die aktive Gestaltung der Indizes profitiert die Erweiterung dieser Produktreihe zudem von LGIMs umfassender Erfahrung im Anleihemanagement und im verantwortungsvollen Investieren. Immer häufiger wird die Frage gestellt, wie „grün“ einige Anleihen auf dem Markt sind. Indem wir den Zertifizierungsprozesses der Climate Bonds Initiative in das Konzept einbeziehen, können wir einen größeren Teil der investierten Gelder in grüne Projekte lenken, die von unabhängiger Seite verifiziert wurden.“

Philipp von Königsmarck, Leiter Wholesale für Deutschland und Österreich bei LGIM, fügt hinzu: „Wir freuen uns, unser ETF-Angebot weiter auszubauen, das inzwischen eine vielfältige Palette von fast 40 Core- und Themen-Fonds für private Anleger und Wholesale-Investoren in Deutschland und Österreich umfasst. Es war wichtig, dass wir einige unserer pragmatischen Portfoliomanagementtechniken in das Indexdesign selbst einfließen lassen konnten. Dadurch können wir in Green Bonds und Emittenten mit den höchsten ESG-Ergebnissen allokieren, aber ein ähnliches Risiko-Rendite-Profil wie bei traditionellen Indizes beibehalten.“

Aufgrund der Erfahrung von LGIM mit festverzinslichen Indizes kann die Anlagestrategie dieser ETFs auf transparente Weise mit den Ineffizienzen umgehen, die üblicherweise bei Indexanlagen auftreten. Diese Indizes wurden entwickelt, um „Crowded Trades“ zu vermeiden und Barmittel effizienter einsetzen zu können. Die acht Fonds der Palette entsprechen dem zunehmenden Bedürfnis der Anleger Zugang zu den wichtigsten festverzinslichen Anlageklassen zu erhalten, bei gleichzeitiger Integration von ESG- und Liquiditätsüberlegungen in das Anlagedesign. Bei der gesamten Palette greift LGIM auf die Expertise seiner aktiven und indexbasierten Fixed-Income-Teams zurück, die zusammen ein Vermögen von 236 Milliarden US-Dollar verwalten, um zum Nutzen der Anleger einen Mehrwert zu schaffen, der bei Indexinvestitionen sonst verloren gehen kann.

Wie auch beim Rest der Ende 2020 gestarteten festverzinslichen Core-Reihe wollte LGIM mit einem Indexpartner zusammenarbeiten, der nicht nur Erfolge beim Management von Anleihe-Indizes vorweisen kann, sondern auch einen bewährten, für Anleihen geeigneten, Prozess zur ESG-Integration besitzt. Durch die Kooperation mit J.P. Morgan wird die ETF-Palette deren ESG-Ansatz nutzen, der anerkannte externe ESG-Daten und Ausschlüsse einbezieht. Dies wird häufig von verantwortungsbewussten Investoren und Vermögensverwaltern gefordert.

Die drei neuen ETFs wurden für britische und kontinentaleuropäische Wholesale-Anleger sowie institutionelle Investoren konzipiert und sind an der Deutschen Börse, der London Stock Exchange, und an der Borsa Italiana gelistet. Mit ihnen vergrößert sich die ETF-Reihe von LGIM auf insgesamt 37 Fonds, die sowohl Core als auch Themenabdecken und von denen 29 an der Deutschen Börse erhältlich sind.

Wirkungspotential nachhaltiger Investments: Zivilgesellschaft treibt, nationale Politik bremst

Nachhaltige Geldanlagen setzten sich mehr und mehr durch. Auf politischer Ebene wurde erkannt, dass die stärkere Berücksichtigung der sozialen und ökologischen Risiken einer Geldanlage nicht nur Investierende, sondern auch die Stabilität des Finanzsystems schützen kann. Vor allem aber ist es das Ziel ethisch-nachhaltiger Geldanlagen, unsere Wirtschaft nachhaltiger zu machen. Doch funktioniert das auch? Kann mit nachhaltigen Geldanlagen eine Transformation hin zu nachhaltigen Wirtschaftsweisen tatsächlich unterstützt werden?

Die Umfrage zum Stimmungsbarometer nachhaltige Geldanlagen führte CRIC mit Unterstützung der Forschungs- und Beratungsorganisation VICESSE durch. Beide Organisationen präsentierten die Ergebnisse am 18. Februar 2021 im Rahmen eines Online-Seminars. Zentrale Ergebnisse sind:

  • Die überwiegende Mehrheit der Befragten in Deutschland und Österreich ist davon überzeugt, dass nachhaltige Geldanlagen einen Beitrag zu einer Transformation der Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit leisten können.
  • In der Wahrnehmung der Befragten ist die Zivilgesellschaft – gefolgt von der Wissenschaft und den institutionellen Investoren – aktuell der wichtigste Treiber, wenn es darum geht, die Wirtschaft mittels ethisch-nachhaltiger Geldanlagen nachhaltiger zu machen.
  • Demgegenüber wird als größter Bremser einer solchen transformatorischen Kraft die nationale Politik gesehen – gefolgt von der Realwirtschaft und der Finanzwirtschaft.
  • Die EU-Politik wird mit Abstand als der wichtigste Akteur einer Förderung nachhaltiger Wirtschaftsweisen durch ethisch-nachhaltige Geldanlagen eingestuft. Die Einschätzung der Befragten hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr kaum geändert.

Daten zum CRIC-Stimmungsbarometer hat CRIC Ende 2020 zum zweiten Mal erhoben. Die Einschätzungen der Befragten haben sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen bestätigt. Eine detaillierte Auswertung und die gesamten Umfrage-Ergebnisse entnehmen Sie bitte dem Bericht zum CRIC-Stimmungsbarometer 2020.

Mit dem Stimmungsbarometer möchte CRIC einen Beitrag zu einer Qualitätsdebatte bei ethisch-nachhaltigen Geldanlagen leisten. CRIC-Vorstandsvorsitzender David A. Reusch: „Das Ziel dieses Stimmungsbarometers ist es nicht, exakte Antworten oder Zahlen zu liefern, sondern wichtige Fragen zu stellen und darüber zu diskutieren, ob die zunehmende Akzeptanz nachhaltiger Geldanlagen auch tatsächlich dazu führt, unsere Welt besser zu machen.“


Über CRIC

CRIC (Corporate Responsibility Interface Center) ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von Ethik und Nachhaltigkeit bei der Geldanlage und versteht sich gleichermaßen als Informationsplattform und Kompetenzzentrum. Ziel der Aktivitäten von CRIC ist es, ökologischen, sozialen und kulturellen Aspekten in Unternehmen und der Wirtschaft mehr Gewicht zu verleihen. Mit rund 120 Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist CRIC die größte Investorengemeinschaft zur ethisch-nachhaltigen Geldanlage im deutschsprachigen Raum. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in der Bewusstseinsbildung, dem Dialog mit der Wirtschaft (engl. Engagement) und der wissenschaftlichen Begleitforschung. CRIC wurde im Jahr 2000 gegründet. Der Vereinssitz ist Frankfurt am Main. Weitere Informationen unter www.cric-online.org und auf Twitter.

Über VICESSE

Das Vienna Center for Societal Security (VICESSE) ist eine private Forschungs- und Beratungsorganisation, die sich auf die Analyse von gesellschaftspolitisch relevanten Sicherheitsfragen konzentriert. VICESSE agiert an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Technologie, Recht und Politik. Weitere Informationen unter www.vicesse.eu.

Union Investment wächst trotz Coronakrise weiter

Union Investment hat das Jahr 2020 trotz der Coronakrise erfolgreich abgeschlossen und ein Neugeschäft von 15,1 Mrd. Euro (2019: 19,4 Mrd. Euro) erzielt, womit der Nettoabsatz auf dem Niveau von 2018 lag. „Das ist in diesen Zeiten ein beachtliches Ergebnis – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Gelder ausschließlich in aktiv gemanagte Fonds geflossen sind und nicht in passive Mandate oder Master-Kapitalverwaltungsgesellschaften, wo sehr schnell ganz andere Losgrößen erzielt werden können“, sagte Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, bei der Jahrespressekonferenz der Fondsgesellschaft. „Die Sparer haben sich bei der Geldanlage von der Pandemie kaum beeinflussen lassen. Das Vertrauen in die Fondsanlage ist intakt, wie unsere Absatzergebnisse belegen“, so Reinke weiter.

Aufgrund des Absatzes und einer starken Fondsperformance stieg das verwaltete Vermögen von Union Investment trotz der Marktschwankungen zum Jahresende auf ein neues Hoch von 385,9 Mrd. Euro (2019: 368,2 Mrd. Euro). Das Ergebnis vor Steuern blieb mit 649 Mio. Euro (2019: 650 Mio. Euro) stabil. „Union Investment ist gut durch das schwierige Jahr 2020 gekommen, und wir konnten unsere Position weiter stärken“, betonte Reinke.

Die Stärke des aktiven Managements kam im Jahr 2020 besonders zum Tragen und führte zu einer deutlichen Outperformance bei vielen Fonds. „Bei unseren Aktienfonds konnten wir den stärksten relativen Return in den letzten fünfzehn Jahren erzielen“, so der Vorstandsvorsitzende. Besonders deutlich wurde dies etwa bei europäischen Aktien. So erreichte der Fonds UniEuropa im letzten Jahr gegenüber seinem Vergleichsindex eine Outperformance von 16,1 Prozent nach Kosten. Der UniGlobal als Flaggschifffonds erzielte ebenfalls eine deutlich höhere Rendite als sein Vergleichsindex und übertraf diesen um 3,6 Prozent netto.

Privatkundengeschäft wächst stärker denn je

Private Fondssparer haben im vergangenen Jahr große Besonnenheit und eine längerfristige Orientierung bei der Geldanlage gezeigt. So kam es auch bei der starken Marktkorrektur im März 2020 zu keinen nennenswerten Mittelabflüssen. Stattdessen betrug das Neugeschäft mit privaten Geldern im Jahr 2020 8,8 Mrd. Euro (2019: 8,1 Mrd. Euro), sodass dies eines der absatzstärksten Jahre von Union Investment in diesem Kundensegment war. Der Bestand im Privatkundengeschäft erhöhte sich auf 173,8 Mrd. Euro (2019: 160,4 Mrd. Euro). „Das Ergebnis ist eine Bestätigung unserer Arbeit und zugleich Ausdruck der guten Zusammenarbeit mit den genossenschaftlichen Partnerbanken, für die ich mich herzlich bedanke“, sagte Reinke. 

Im Mittelpunkt des Anlegerinteresses standen erneut Substanzwerte. So flossen Aktienfonds 3,8 Mrd. Euro netto zu (2019: 2,7 Mrd. Euro). Mischfonds verbuchten ein Neugeschäft von 4,1 Mrd. Euro (2019: 3,7 Mrd. Euro), und Offene Immobilienfonds verzeichneten Nettozuflüsse von 2,1 Mrd. Euro (2019: 3,5 Mrd. Euro). Zugleich stieg die Nachfrage der privaten Sparer nach nachhaltigen Anlageprodukten sprunghaft an. Der Anteil nachhaltiger Fonds am Nettomittelaufkommen privater Gelder erhöhte sich im Verlauf des letzten Jahres deutlich und betrug 55 Prozent. Vor zwei Jahren waren es noch 9 Prozent gewesen.

Einmal mehr erwiesen sich die klassischen Fondssparpläne als tragende Säule des Neugeschäfts. Der Trend zum ratierlichen Sparen blieb trotz der Pandemie ungebrochen. Die Zahl der Sparverträge stieg sogar während der Kursrücksetzer im März 2020 weiter an. „Für uns ist dies ein Beleg für die Langfristorientierung der genossenschaftlichen Fondssparer und ein ermutigendes Zeichen für unsere Bemühungen um die Evolution des Sparens. Denn Fondssparpläne erleichtern vielen Kunden den Einstieg in die Welt des Wertpapiersparens, und sie sind offenbar auch ein probates Mittel gegen zittrige Hände in turbulenten Phasen“, erklärte Reinke. So wurde im September bei Sparverträgen die Drei-Millionen-Marke überschritten, und im gesamten Jahr 2020 konnten mehr Nettoneueröffnungen als im Vorjahr verzeichnet werden. Insgesamt kamen 470.000 neue Sparverträge netto hinzu und damit deutlich mehr als 2019 mit 404.000 Neuabschlüssen. „Erfreulich ist darüber hinaus, dass wir mit Sparplänen vor allem jüngere Kunden für die Fondsanlage gewinnen“, führte Reinke weiter aus. Mit den klassischen Sparplänen, den Riester-Sparplänen und dem VL-Sparen verwaltet Union Investment nunmehr 5,7 Millionen Fondssparpläne (2019: 5,2 Mio.).

Neugeschäft mit institutionellen Kunden zieht im zweiten Halbjahr an

Beim Geschäft mit institutionellen Anlegern zeigte sich ein gemischtes Bild: Obwohl einzelne Unternehmen krisenbedingt Liquidität benötigten und größere Positionen auflösten, konnte Union Investment im Neugeschäft weiterhin Zuflüsse verbuchen. Das Nettomittelaufkommen institutioneller Gelder zog nach einer kurzen Phase der Zurückhaltung an und summierte sich zum Jahresende 2020 auf 6,3 Mrd. Euro (2019: 11,3 Mrd. Euro). Der Bestand im institutionellen Geschäft erhöhte sich auf 212,1 Mrd. Euro (2019: 207,8 Mrd. Euro). „In Zeiten von zementierten Niedrigzinsen und steigender Komplexität an den Börsen schreitet die Diversifizierung der institutionellen Kundenportfolios weiter voran. Die Depots weisen insgesamt mehr Anlageklassen und eine breitere Länderallokation als zuvor auf“, erklärte Reinke.

Darüber hinaus war die Nachfrage institutioneller Anleger im In- und Ausland nach nachhaltigen Lösungen unverändert groß. Die Einbindung von nachhaltigen Fragestellungen in die Anlagestrategien wird immer mehr zum Standard für institutionelle Investoren, was sich auch in den Mandatsausschreibungen niederschlug. „Zwei Drittel der Ausschreibungen, an denen wir 2020 teilnahmen, haben nachhaltige Aspekte aufgegriffen. Die Auseinandersetzung mit ESG-Kriterien wird auf vielen Ebenen an Intensität gewinnen und bleibt damit für uns ein sehr wichtiges Thema“, sagte Reinke. Vor diesem Hintergrund konnte Union Investment sowohl im institutionellen als auch im Privatkundengeschäft den Bestand an nachhaltigen Anlagen ausbauen und die gesamten Volumina von 53,1 Mrd. Euro Ende 2019 auf 61,0 Mrd. Euro zum Jahresende 2020 steigern. Bezieht man die Volumina sämtlicher Anlagen ein, bei denen ESG-Kriterien berücksichtigt werden, summieren sich diese „Assets under ESG-Integration“ inzwischen auf 278,1 Mrd. Euro.

Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt des Kundeninteresses

In seiner Rede befasste sich Reinke nicht nur mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr, sondern auch mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Evolution des Sparens und auf das Thema Nachhaltigkeit. „Die erste Feststellung in der Coronakrise lautet: Die Menschen sparen mehr denn je. Es ist aber kein langfristiges Sparen, sondern resultiert aus kurzfristigem Konsumverzicht“, erklärte Reinke. Oftmals würden am Ende dieser schwierigen Phase Gelder auf den Girokonten liegen bleiben und die unverzinsten Mittel weiter erhöhen. Das habe langfristig dramatische Folgen für das Vermögen privater Haushalte, weil hier real Werte vernichtet würden. So hätten die Deutschen seit 2010 mit ihren Ersparnissen auf dem Girokonto sowie in Termin- und Spareinlagen einen Wertverlust von 130 Milliarden Euro erlitten. Davon seien rund 100 Milliarden Euro allein in den drei Jahren von 2017 bis 2019 angefallen, wie Professor Oscar Stolper von der Philipps-Universität Marburg ermittelt hat. „Wer bisher noch auf eine Zinswende in absehbarer Zeit gehofft hat, wird spätestens durch Corona eines Besseren belehrt. Die Zinswende kommt nicht, weil mit den milliardenschweren Hilfspaketen die Staatsschulden weiter steigen und diese sich nur mit niedrigen Zinsen bezahlen lassen“, führte Reinke weiter aus. Daher habe die Evolution des Sparens durch Corona und den zementierten Niedrigzins eine höhere Relevanz bekommen, und die Dringlichkeit zu handeln sei noch größer geworden. „Wir werden weiter für das ausgewogene Sparen werben und in unseren Bemühungen nicht nachlassen“, sagte Reinke.

Das Thema Nachhaltigkeit stehe trotz Corona weiter im Mittelpunkt des öffentlichen und damit auch des Kundeninteresses. Während institutionelle Kunden schon länger nachhaltige Kriterien bei ihren Anlageentscheidungen berücksichtigten, sei dies beim Privatanleger erst in den letzten Jahren stärker ins Bewusstsein gerückt. „Private Anleger verbinden mit Nachhaltigkeit mehr als Umweltschutz und Klimafragen. Soziale Aspekte und eine verantwortungsvolle Unternehmensführung spielen für sie inzwischen ebenso eine Rolle“, erklärte Reinke. Zudem sei die Politik ein weiterer Treiber, die die nachhaltige Transformation der Wirtschaft mit enormen Investitionen forciere. „Hier sind wir durch unsere langjährige Expertise im nachhaltigen Investieren und eine Reihe bewährter Produkte schon heute gut aufgestellt. Gleichzeitig sehen wir uns als Treuhänder und Investor in der Verantwortung, die Unternehmen auf dem Weg der nachhaltigen Transformation aktiv zu begleiten. Darin steckt unserer Ansicht nach das größte Nachhaltigkeitspotenzial, und der Nutzen von aktivem Management wird besonders deutlich“, schloss Reinke.

ThomasLloyd SICAV – Sustainable Infrastructure Income Fund – Fondsvolumen überschreitet 100 Millionen Euro

ThomasLloyd, einer der führenden Impact-Investment-Manager und Anbieter von Klimafinanzierungen, hat mit seinem Sustainable Infrastructure Income Fund (SIIF) ein verwaltetes Vermögen von über 100 Millionen Euro erreicht1.

Der SIIF2 ist der weltweit erste vollständig regulierte, offene Infrastruktur-Publikumsfonds, der an der Green Exchange der Luxemburger Börse notiert ist, einer speziellen Plattform für grüne, soziale und nachhaltige Wertpapiere. Der Fonds wurde bereits im Laufe eines Jahres in Anerkennung seiner konsequenten Anlagestrategie und der Umsetzung von ESG-Faktoren im Anlageprozess mit dem LuxFLAG Environment Label ausgezeichnet. Das Label wird von einem unabhängigen Expertengremium vergeben und dient Anlegern als Orientierungshilfe, diejenigen Fonds zu identifizieren, die einen realen positiven Einfluss auf die Umwelt haben sowie sozial und verantwortungsvoll investiert sind3. Der SIIF wird zudem mit Artikel 9 der Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) konform sein, sobald diese am 10. März 2021 in Kraft tritt.

Die zugrunde liegende Anlagestrategie kann bereits auf eine erfolgreiche 10-jährige Erfolgsbilanz zurückblicken und lieferte bisher jährlich eine Nettoperformance von mehr als 12 %. Im Jahr 2020 erzielte der SIIF einen Nettowertzuwachs von 11,69 %4

"Wir haben den SIIF 2018 als Reaktion auf die hohe Nachfrage von Fondsselektoren und institutionellen Anlegern sowie aus dem Wholesale-Segment, beispielsweise von Vermögensverwaltern, aus dem Wealth Management und dem Private Banking, in ganz Europa und Großbritannien aufgelegt. Bisher herrschte die landläufige Meinung, dass Infrastrukturprojekte weitestgehend institutionellen Investoren vorbehalten seien, erhebliche Investitionssummen benötigten und eine Haltedauer von mehr als 10 Jahren mit sich brächten. Der semi-liquide SIIF bietet nun erstmals privaten und professionellen Anlegern die Möglichkeit, direkt und unmittelbar Zugang zu ausgewählten Infrastrukturprojekten zu bekommen. Weltweit suchen Investoren zunehmend nach stabilen, renditestarken Anlagen mit geringer Korrelation zu traditionellen Anlageklassen. Der SIIF bietet Anlegern sowohl attraktive risikobereinigte Renditen als auch planbare langfristige Erträge”, kommentiert Gründer und Chief Executive Officer, T.U. Michael Sieg.

Der SIIF investiert direkt in ein breit diversifiziertes Portfolio an nicht börsengelisteten, nachhaltigen Infrastrukturprojekten. Die Investitionen in wachstumsstarke und aufstrebende Märkte - vorwiegend auf dem indischen Subkontinent und in Südostasien - haben und werden auch weiterhin dazu beitragen, das Leben der Einwohner und die Strukturen in ihren Gemeinden nachhaltig zu verändern.

So besteht das Portfolio aus drei in Betrieb befindlichen Biomassekraftwerken auf den Philippinen mit 70 MW, die 724.000 Menschen mit sauberer Energie versorgen und den CO2-Ausstoß um 57.680 Tonnen pro Jahr reduzieren. Darüber hinaus gibt es drei in Betrieb befindliche Solarkraftwerke auf den Philippinen mit 80 MW, die 233.000 Menschen erreichen und den CO2-Ausstoß um 65.915 Tonnen pro Jahr reduzieren. In Indien ist ThomasLloyd in sechs in Betrieb befindlichen Solarkraftwerken in vier Bundesstaaten mit einer Gesamtkapazität von 234 MW investiert. Kapazitäten für weitere 150 MW sind bereits finanziert.

"Wir freuen uns, dass der Fonds den wichtigen Meilenstein von 100 Millionen Euro verwaltetem Vermögen überschritten hat. Die bereits eingeleitete Energiewende ist ein tiefgreifender struktureller Wandel, und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen mit den Zielen des Übereinkommens von Paris völlig unvereinbar. Mit unseren wirkungsorientierten Sachwertinvestitionen können wir einen großen Erfahrungsschatz und eine langjährige Erfolgsbilanz in schnell wachsenden Volkswirtschaften vorweisen. Seit Jahren leisten wir nun einen wichtigen Beitrag bei der Gestaltung der Energiewende, zukünftig möchten wir eine noch aktivere Rolle spielen”, sagt Herr Sieg.

Der SIIF kann in der Europäischen Union, der Schweiz, Großbritannien, Singapur und anderen ausgewählten Ländern von privaten und professionellen Anlegern weltweit über Banken und eine Reihe ausgewählter hochkarätiger Plattformen, darunter Allfunds, Clearstream Fund Centre und IFSAM, gezeichnet werden.

Der SIIF wurde von der Ratingagentur Telos im Rahmen eines Update-Ratings für seinen Investmentprozess 2019 mit der Bestnote „AAA” bewertet und damit mit dem „höchsten Qualitätsstandard” ausgezeichnet. ThomasLloyd ist sowohl akkreditierter Vertragspartner des Weltbank­Mitglieds IFC als auch zugelassener Partner der Europäischen Investitionsbank.


Über die ThomasLloyd Group

ThomasLloyd ist ein global agierendes Investment-und Beratungsunternehmen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, durch die zielgerichtete Finanzierung, Bau und Betrieb ausschließlich nachhaltiger Projekte im Infrastruktur-, Agrar-und Immobiliensektor den erforderlichen gesellschaftlichen und ökologischen Wandel voranzutreiben. Das Leistungsangebot umfasst Produkte und Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette dieser Sektoren. Es beinhaltet neben der Strukturierung, Platzierung und dem Management von wirkungsorientierten Anlagelösungen, die Beratung und Finanzierung von Projekten und Unternehmen sowie digitale Finanzdienstleistungen u.a. in den Bereichen Anlagevermittlung, Anlageberatung und Vermögensverwaltung. Gegründet 2003, zählt ThomasLloyd heute zu den weltweit führenden Impact Investoren und Klimafinanzierern. ThomasLloyd ist Unterzeichner der UN Principles for Responsible Investment und managt 1,5 Mrd. USD (Stand 30.09.2020) im Bereich Nachhaltige Infrastruktur.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.thomas-lloyd.com

1) Zum 31 Januar 2021.
2) Der SIIF ist ein offener Publikums-AIF, in Luxemburg domiziliert und als SICAV SA (UCI Teil II), die dem Verwahrstellensystem der OGAW V-Richtlinie unterliegt, strukturiert.
3) Der ThomasLloyd Sustainable Infrastructure Fund wird jährlich von einem Expertengremium geprüft und muss international anerkannte Standards im Bereich der sozial verantwortlichen Investitionen erfüllen.
4) Wert der USD Anteilsklasse zum 31 Dezember 2020.

apoAsset feiert 20 Jahre Multi-Asset-Dachfonds

Die drei größten Multi-Asset-Fonds der Apo Asset Management GmbH (apoAsset) feiern heute ihr 20jähriges Jubiläum: apo Piano INKA, apo Mezzo INKA und apo Forte INKA. Derzeit verstärkt das Fondsmanagement mehrere Zukunftsthemen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Seit der Auflegung der drei Dachfonds apo Piano INKA, apo Mezzo INKA und apo Forte INKA in 2001 ist apoAsset einer der Pioniere bei der unabhängigen Fondsauswahl. Heute umfasst ihr Netzwerk rund 250 große und kleine Fondsgesellschaften, darunter auch spezialisierte Fonds-Boutiquen, die dem breiten Publikum noch wenig bekannt sind oder verschlossen wären. So bleiben die Dachfonds besonders anpassungsfähig – auch bei den neuen Investment-Themen, die 2021 im Mittelpunkt stehen werden.

Heute in die Zukunft der Menschheit investieren

„Wir haben im 4. Quartal 2020 damit begonnen, die Dachfonds Piano, Mezzo und Forte strategisch neu auszurichten, und werden die Portfolios im Laufe des Jahres weiter deutlich umstrukturieren“, erläutert Marc Momberg, Leiter des Portfoliomanagements und langjähriger Dachfondsmanager bei apoAsset. „Ausgesuchte Zielfonds aus den Bereichen Gesundheit, Klima, Umwelt und Technologie sollen nach und nach zum Kern der Dachfonds werden. Zum einen sehen wir dort besonders großes Wachstumspotenzial, zum anderen wollen wir den gesellschaftlichen Nutzen für die Menschen noch stärker in den Mittelpunkt unserer Investments stellen.“ Er setzt dabei vor allem auf aktiv gemanagte Fonds: „Nicht jeder Megatrend ist ein gutes Investment und nicht in jedem Megatrend gibt es nur Gewinner. Gefragt ist daher aktives Management, um auch hier die Spreu vom Weizen zu trennen.“

Das Dachfondsteam schürft dabei tiefer als viele andere: „Wir schauen nicht nur auf gute Themenfonds, sondern auch auf regionale Fondsmanager, die solche Schwerpunkte im Portfolio haben“, sagt Christian Hein, Dachfondsmanager bei apoAsset. Ein aktuelles Beispiel ist ein europäischer Aktienfonds für stark wachsende Mittelstandsunternehmen, die überwiegend die Technologie- und Gesundheitsbranche besetzen. Insgesamt haben die Dachfonds weiterhin über 100 Anlagesegmente auf dem Radar, sodass auch künftig eine breite Streuung möglich ist.

Enger Dialog mit den Zielfonds-Teams – auch bei Nachhaltigkeit

Bei der Auswahl der Fonds stehen neben deren Zahlen vor allem die Prozesse und Strategien der jeweiligen Teams im Fokus. Bei gleicher Ausrichtung und identischen Risiko-Rendite-Parametern werden diejenigen Fonds bevorzugt, die ESG-Kriterien stärker berücksichtigen. Das umfasst zunehmend auch Nachhaltigkeitskriterien wie zum Beispiel die Prinzipien des UN Global Compact, der sowohl Menschenrechte als auch Arbeitsrechte und Korruption umfasst. Auch die Diversität im Arbeitsbereich gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit. „Bereits jetzt werden überdurchschnittlich viele der von uns selektierten Zielfonds in den Dachfonds-Portfolios von Frauen oder gemischten Teams gemanagt“, sagt Magdalena Fest, Dachfondsmanagerin bei apoAsset. Im aktiven Dialog mit den Zielfondsgesellschaften ermutigt apoAsset diese zur Unterstützung des Nachhaltigkeitsgedankens, um auf eine Verbesserung des ESG-Profils hinzuwirken.

Mehr unter www.apoasset.de/dachfonds2021


Apo Asset Management GmbH

Die Apo Asset Management GmbH (apoAsset) wurde 1999 gegründet und verwaltet ein Anlagevermögen von rund 3,5 Milliarden Euro. Ihre Schwerpunkte sind globale Gesundheitsfonds und Multi-Asset-Fonds. Das Unternehmen verfügt über ein europaweit einzigartiges Netzwerk für Gesundheits-Investments. Dazu gehören neben dem eigenen Fondsmanagement-Team auch die Beteiligung am Biotech-Investment-Spezialisten Medical Strategy GmbH und ein hochkarätiger wissenschaftlicher Beirat. Die Gesellschafter sind die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (apoBank) und die Deutsche Ärzteversicherung AG. Weitere Informationen unter www.apoasset.de.

Ein Rekordjahr für die Nachhaltigkeit und den Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Mix

Das Jahr 2020 werden wohl recht wenige Menschen in guter Erinnerung behalten. Neben vielem Negativen gab es aber auch einiges an Positivem. Dazu gehören unter anderem die Kursentwicklungen an den Finanzmärkten. Nach den kräftigen Kurseinbrüchen im Frühjahr und den volkswirtschaftlichen Problemen zum Trotz verlief das Jahr überraschend gut für die meisten Anleger. Für den Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Mix war es sogar ein Jahr neuer Rekorde!

Größter Investmentfonds Österreichs

Um fast 60 % (oder 1,2 Milliarden Euro) legte das Fondsvolumen im vergangenen Jahr zu, trotz Pandemie und Finanzmarktturbulenzen. Mit inzwischen über 3,2 Milliarden Euro ist der Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Mix mit Abstand der größte Publikumsfonds einer österreichischen Fondsgesellschaft und zugleich auch der größte nachhaltig investierende Fonds. Trotz und gerade wegen der Pandemie und ihren Begleiterscheinungen ist das Thema Nachhaltigkeit für viele Menschen ein überaus wichtiges, auch bei ihren Investments. Der Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Mix ist mit seinem guten, ausgewogenen Mix aus Aktien und Anleihen und einem herausragenden Nachhaltigkeitskonzept dabei schon seit längerem die erste Wahl vieler Anlegerinnen und Anleger. Sein robuster Investmentansatz hat sich auch im Krisenjahr 2020 bewährt. Der Fokus auf hohe Unternehmensqualität und ein geringerer Anteil stark konjunkturabhängiger Unternehmen im Aktienportfolio des Fonds zahlten sich einmal mehr aus, ebenso die Investments in ausgewählte Unternehmensanleihen anstelle von Staatsanleihen. Letzteres half und hilft dabei, den sehr niedrigen – zumeist negativen – Staatsanleiherenditen erfolgreich zu begegnen. Dass der Fonds in diesem Umfeld jedoch nicht den außergewöhnlichen Wertzuwachs von 2019 wiederholen konnte (>20 %), versteht sich nahezu von selbst. An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass Performanceergebnisse der Vergangenheit selbstverständlich keine verlässlichen Rückschlüsse auf seine künftige Wertentwicklung zulassen.

Mit ruhiger Hand durch die Krise

Trotz Finanzmarktturbulenzen und neuartigen Herausforderungen durch die Pandemie hat das Fondsmanagement nichts am Investmentkonzept verändert. Dies war auch nicht notwendig. Die Aktienquote wird je nach Marktsituation etwas aufgestockt oder reduziert und auch bei Einzelunternehmen und Branchen werden (wenn es ratsam erscheint) gelegentlich Anpassungen vorgenommen, um gegebenenfalls zusätzliche Chancen zu nutzen oder Risken zu reduzieren. Dabei bleibt der Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Mix aber langfristig orientiert und stets ausgewogen ausgerichtet, ohne ständiges Umschichten und hektisches Reagieren auf kurzfristige Trends oder Marktbewegungen. Zum einen soll dabei im Fonds ein weitgehend repräsentatives Abbild des Gesamtmarktes und der Weltwirtschaft gelingen. Zum anderen sollen verantwortungsvoll agierende Unternehmen unterstützt und aus dem Megatrend Nachhaltigkeit langfristig gute Erträge für Investoren erwirtschaftet werden.

Auch im Krisenjahr 2020 waren Portfolioanpassungen nur in moderatem Umfang erforderlich. Beim Markteinbruch im Frühjahr hielt sich der Fonds erheblich besser als der Gesamtmarkt. Viele der Branchen, die besonders stark von der Pandemie getroffen wurden, sind gar nicht oder kaum im Fondsportfolio enthalten – sei es aufgrund mangelnder Ertragsqualität und/oder fehlender Nachhaltigkeit. Man denke etwa an Kreuzfahrtveranstalter, Fluglinien oder Ölfirmen. Demgegenüber boomten die Kurse und Geschäfte einiger Unternehmen und Wirtschaftszweige aus dem Nachhaltigkeitsbereich regelrecht. Zu nennen wären hier beispielsweise erneuerbare Energien, Digitalisierung, Gesundheit sowie Recycling. Wir gehen davon aus, dass diese Branchen auch künftig stark gefragt sein werden; einige davon sind auch Bestandteile technologischer oder gesellschaftlicher Megatrends. Die Wiederaufbauprogramme nach der Pandemie in der EU, und wahrscheinlich auch in den USA, werden zudem starke Schwerpunkte auf Klimafreundlichkeit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit legen.

Ausgezeichnetes Nachhaltigkeitskonzept

Als Mischfonds investiert der Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Mix sowohl in Aktien als auch in Anleihen, wobei die Aktienquote im Regelfall bei rund 50 % liegt und global – mit Schwerpunkt auf die entwickelten Märkte – breit diversifiziert ist. Für ein Investment in Frage kommen besonders verantwortungsvoll und zukunftsfähig agierende Unternehmen, die finanziell solide aufgestellt sind und eine gute Gewinnentwicklung aufweisen. Gleichzeitig sind bestimmte Branchen, beispielsweise Rüstung, grüne Gentechnik oder Atomstromproduktion ausgeschlossen, ebenso Unternehmen, die gegen Arbeits- und Menschenrechte verstoßen. Sowohl Unternehmensanleihen als auch Aktien werden nach den gleichen Nachhaltigkeitskriterien ausgewählt.

Das Nachhaltigkeitskonzept des Fonds wurde eigens in der Raiffeisen KAG entwickelt, hat sich seit vielen Jahren im Praxiseinsatz bewährt und wird natürlich trotzdem ständig weiterentwickelt. Es ist wiederholt von unabhängigen Dritten ausgezeichnet und gewürdigt worden. So erhielt der Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Mix kürzlich erneut die Höchstnote von „drei Sternen“ beim begehrten FNG-Gütesiegel.1

Dialog mit und Einflussnahme auf Unternehmen

Ein sehr wichtiger, zentraler Aspekt dieses Nachhaltigkeitskonzeptes besteht darin, dass es weit über bloßes Auswählen geeigneter Unternehmen und ihrer Aktien oder Anleihen hinausgeht. Es schließt die aktive Wahrnehmung von Aktionärsrechten ebenso ein wie einen intensiven Dialog mit hunderten Unternehmen über nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften. Sowohl für die beteiligten Firmen als auch das Nachhaltigkeitsteam der Raiffeisen KAG erwachsen daraus neue Erkenntnisse und Impulse. Dieses aktive „Impact Investing“ ist uns ein großes Anliegen jenseits von Wertzuwächsen und Kursentwicklungen. Was das in der Praxis konkret bedeutet, wie die E-S-G-Aspekte2 miteinander verwoben sind und warum sie auf Dauer nur zusammen funktionieren – all das und vieles mehr ist Gegenstand unseres Infomagazins NACHHALTIG INVESTIEREN.

Wichtig ist uns zudem, dass alle drei Komponenten von ESG eng miteinander verwoben und gleichermaßen bedeutsam sind. Die Pandemie hat dies eindrucksvoll bestätigt. Zu wünschen ist, dass das „S“ und „G“ innerhalb des ESG-Konzeptes dauerhaft stärkere Beachtung finden, nachdem in den letzten Jahren das Umweltthema in Medien und politischen Debatten dominierte.

Teil einer breiten Nachhaltigkeitsbewegung Zuletzt waren die Finanzmärkte vor allem mit spekulativen Zockereien in den Schlagzeilen und gigantischen Vermögen Einzelner durch Aktienpakete, deren Werte in schwindelerregende Höhen geklettert sind. Sonderlich „nachhaltig“ aus sozialer Sicht klingt das nicht. Wie bei so vielem im Leben lässt sich aber auch bei den Finanzmärkten dasselbe Instrument für unterschiedliche Zwecke nutzen. Zum Arm- oder Reichwerden taugen die Börsen schon seit Jahrhunderten. Seit einigen Jahren auch zur positiven Einflussnahme auf Unternehmen – und das immer stärker. Der Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Mix versteht sich als Teil dieser noch sehr jungen, aber immer wichtigeren Bewegung.

Wolfgang Pinner, einer der anerkanntesten Experten Österreichs für Nachhaltigkeits-Investments und Leiter der Abteilung für Nachhaltige Investments bei Raiffeisen Capital Management: „Mit nachhaltig ausgerichtetem Investieren haben es Anleger selbst in der Hand, nicht nur Erträge zu erwirtschaften, sondern auch auszuwählen, wie diese zustande kommen sollen und wie nicht. Also nutzen wir doch dieses Mittel, um unseren Planeten und seine natürlichen Ressourcen für die nachfolgenden Generationen zu erhalten und zugleich mehr Lebensqualität und Gerechtigkeit für alle herbeizuführen!“.

Nachhaltige Investments haben im Grunde eine doppelte Rendite: eine finanzielle, die den Schwankungen an den Kapitalmärkten unterliegt, aber auch eine gesellschaftliche bzw. ökologische, die sich kaum in Geldeswert ausdrücken lässt. Wobei natürlich auch nachhaltige Investments, ebenso wie konventionelle Anlagen, den Entwicklungen an den Kapitalmärkten unterworfen sind und Kursschwankungen bis hin zu Kapitalverlusten nicht ausgeschlossen werden können.


1) FNG steht für Forum Nachhaltige Geldanlagen
2) ESG steht für Umwelt (Environment, E), Soziales (Social, S) und gute Unternehmensführung (Governance, G).

Union Investment beteiligt sich am Private Debt Manager aam2cred Debt Investments GmbH

Union Investment beteiligt sich mit zehn Prozent an dem Private Debt Manager aam2cred Debt Investments GmbH. Es ist geplant, diese Beteiligung in den kommenden Jahren sukzessive auszubauen. „Private Debt ist einer der Wachstumsmärkte im Asset Management. aam2cred verfügt hier über eine hohe Expertise für Mezzanine- und Wholeloan-Finanzierungen im Immobilienmarkt. Durch diese Zusammenarbeit bauen wir unser zukünftiges Produkt- und Leistungsangebot im Bereich alternative Investments für institutionelle Kunden weiter aus“, sagt Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment.

Das Senior Management der 2018 gegründeten und deutschlandweit tätigen aam2cred Debt Investments GmbH (ehemals aamundo Fund Management GmbH) verfügt über eine langjährige Erfahrung im Bereich Private Real Estate Debt. „Wir sehen uns als hochprofessionellen Spezialisten für Mezzanine- und Wholeloan-Finanzierungen für Immobilien und damit als Partner für Immobilienentwickler und Investoren“, so Prof. Dr. Nico B. Rottke, geschäftsführender Gesellschafter der aam2cred.

Union Investment wird eine Produktserie von Mezzanine- und Wholeloan-Fonds für institutionelle Kunden auflegen und ihren Anlegern anbieten. aam2cred Debt Investments GmbH als Spezialist für Private Real Estate Debt übernimmt hierbei vor allem das Sourcing und das Management des Kreditportfolios sowie die Anlageberatung für die Fonds, während Union Investment ihre ausgewiesene Erfahrung und Expertise in der Kundenbetreuung, Regulierung, Reporting und Fondsadministration einbringt.

Reinke ist sich sicher: „Mit der Bündelung der Kompetenzen von Union Investment und aam2cred wird es gelingen, unseren institutionellen Anlegern innovative und zielkundenspezifische Lösungen für eine rentierliche Anlage in Zeiten von Niedrigzinsen zu unterbreiten.“


Über aam2cred Debt Investments GmbH

Die aam2cred Debt Investments GmbH (kurz: „aam2cred“) vergibt als Fondsanlageberater mittelbar Mezzanine und Bridge Darlehen sowie Wholeloan-Darlehen für immobilienwirtschaftliche Projektentwicklungen und Bestände. Die Gesellschaft ist ebenso als regulierter Finanzierungsvermittler und für Individual-Mandanten tätig und berät Senior-, Junior- und Nachrangfinanzierungen für die Immobilienindustrie im Rahmen der immobilienwirtschaftlichen Kapitalstrukturierung. aam2cred ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig und hat Niederlassungen in Frankfurt am Main und Hamburg. Die Geschäftsführung der aam2cred Debt Investments GmbH bilden Dr. Christopher Oertel, Maik Rissel und Professor Dr. Nico B. Rottke.

Union Investment und GERMANTECH starten 5. Runde des internationalen PropTech Innovation Award

Der mit 40.000 Euro dotierte PropTech Innovation Award ist in seine fünfte Runde gestartet. Unter dem Motto „Accelerating the Real Estate Evolution“ zeichnen die Initiatoren Union Investment und GERMANTECH wieder herausragende digitale Lösungen und Geschäftsmodelle rund um die drängendsten Fragen der Immobilienwirtschaft aus. Die Bewerbungsplattform ist unter www.proptech-innovation.de erreichbar. Noch bis zum 31. März 2021 können sich PropTech-Unternehmen mit ihren Lösungen für die Endrunde bewerben, in der insgesamt 15 Qualifikanten vor Jury und Online-Publikum um das Preisgeld und die begehrte Auszeichnung antreten werden. Das Finale findet am 23. Juni 2021 im Rahmen des PropTech Innovation Summit statt. Der Summit wird dieses Jahr als hybrider Online-Event veranstaltet. „Wir freuen uns darauf, dieses ständig wachsende Ökosystem aus Award und Live-Event auch in diesem Jahr mit vielen langjährigen und neuen Partnern weiter zu entwickeln und der Immobilienbranche viele neue Anstöße zu geben“, sagt Maria Gross, Geschäftsführerin von GERMANTECH. Als Netzwerkplattform von digitalen Innovatoren und der Immobilienwirtschaft hat der PropTech Innovation Summit im letzten Jahr über 600 Teilnehmer online zusammengeführt. Trotz der außergewöhnlichen Rahmenbedingungen der Pandemie hatten 150 PropTechs aus 29 Ländern ihre Projekte und Geschäftsideen eingereicht. Als starkes Signal an die PropTech-Szene wurde das Preisgeld 2020 ohne die Wahl eines Gesamtsiegers zu gleichen Teilen an alle 18 Finalisten vergeben.

Für den PropTech Innovation Award 2021 können digitale Innovatoren – Start-ups ebenso wie  etablierte Unternehmen mit innovativen Geschäftslösungen für die Immobilienwelt - ihre Bewerbungen in fünf neuen Kategorien einreichen: „Future Proof Office Spaces“, „Supporting Real Estate Value Chains“, „Re:Create Retail“, „New Concepts for Urban Living“ und „Smart & Sustainable: Connected Cities and Buildings“.

„Die Award-Kategorien nehmen die Themen auf, in denen die Immobilienbranche in Deutschland, Europa und weltweit jetzt wichtige Weichenstellungen für die Post-Corona-Zeit vornehmen muss. Hier erwarten wir besonders hohe Innovationspotenziale, die wir wirksam fördern und mit den PropTechs in Pilotprojekte oder marktfähige Lösungen umsetzen wollen“, sagt Christoph Holzmann, Mitglied der Geschäftsführung der Union Investment Real Estate GmbH.

Aus jeder Kategorie wird auf dem PropTech Innovation Summit ein Gewinner ermittelt. Die fünf Kategorie-Sieger erhalten die Chance, im Finale um den Hauptpreis anzutreten. Die drei Gesamt-Preisträger werden durch Jurybewertung und Publikumsvoting im Internet ermittelt. Informationen und Bewerbungen unter www.proptech-innovation.de

Candriam veröffentlicht neues ESG-Länder-Rating

Candriam, der europäische Assetmanger von New York Life Investment Management (NYLIM), präsentiert heute sein aktualisiertes Sovereign-Sustainability-Modell, das die Nachhaltigkeit von 128 Ländern erfasst und beurteilt. Neu ist in diesem Jahr, dass der Assetmanager sein Scoring-Modell stärker danach gewichtet hat, wie Länder ihr Naturkapital verwalten. Die ersten fünf Plätze belegen demgemäß die Schweiz sowie die nordischen Länder Schweden, Dänemark und Finnland, gefolgt von Österreich. Deutschland erreicht mit dem zehnten Platz erneut eine Top-Ten-Platzierung. Länder wie China (Platz 59), die Türkei (87) und Russland (93) weisen abermals erhebliche Defizite auf und entsprechen daher nicht den Nachhaltigkeitskriterien von Candriam. Allerdings: Auch die Niederlande, Australien oder Norwegen werden für die Verwaltung ihres Naturkapitals abgestraft.

Naturkapital als Grundpfeiler

Im Vergleich zu den Ausgaben von 2009 und 2017 kommt es in der neuesten Fassung zu einer bedeutenden Änderung, die verdeutlicht, wie sehr sich der Schwerpunkt der Länderanalyse von der wirtschaftlichen auf die nachhaltige Entwicklung verlagern muss. Die ESG-Analysten haben deshalb ein Modell entworfen, das sich stärker darauf konzentriert, wie Länder mit ihrem Naturkapital umgehen und wie die Wechselwirkung zwischen Naturkapital und den drei anderen Kapitalformen Humankapital, soziales Kapital sowie Wirtschaftskapital aussieht.

Der Großteil der Umweltauswirkungen im kommenden Jahrzehnt ist eine direkte Folge der früheren und aktuellen Wirtschaftsaktivitäten. Dazu kommt, dass Naturkapital nicht durch andere Kapitalformen ersetzt werden kann. Daher hängt die soziale und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes zum großen Teil davon ab, wie es mit seinem Naturkapital umgeht. So tragen bei einer Entwaldung die veränderte Landnutzung und die Lebensraumzerstörung zur Degradierung des Ökosystems bei. Dies wiederum verschärft den Klimawandel und erhöht die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Naturkatastrophen sowie die Übertragung von Krankheiten auf den Menschen.

Vincent Hamelink, Chief Investment Officer bei Candriam, sagt: „Unser aktualisiertes Sovereign-Sustainability-Modell zeigt, dass die Zerstörung unseres natürlichen Umfelds langfristige wirtschaftliche und soziale Folgen nach sich zieht. Die Anleger müssen diese Faktoren in ihre Analysen integrieren, um die langfristige Wertschöpfung zu maximieren.“

Verschlechterung der Nachhaltigkeitskennzahlen

Das Sovereign-Sustainability-Modell von Candriam zeigt, dass sich die Nachhaltigkeitskennzahlen von Industrie- und Schwellenländern im analysierten Zwölfmonatszeitraum verschlechtert haben. Die Änderung der Methodik im Jahr 2020 hatte jedoch keine Auswirkungen auf den Spitzenreiter der Gesamtliste, die Schweiz. Das Land erzielte bei allen vier Kapitalsäulen und insbesondere beim Naturkapital sehr hohe Werte. Gleich hinter der Schweiz landete Schweden auf dem zweiten Platz, gefolgt von Dänemark und Finnland.

Unter den Industrieländern wirkten sich die Änderungen an der Methodik am stärksten auf Australien (28) aus. Das Land litt unter seiner schwachen Bewertung für Naturkapital, die auf seine hohe CO2-Bilanz zurückzuführen ist. Australien weist bei den Treibhausgasemissionen und dem Verbrauch von natürlichen Ressourcen einen der schlechtesten Trends weltweit auf, da es weit mehr als ähnliche Länder auf Bergbau- und Kohlenwasserstoffexporte angewiesen ist.

Auch Norwegen (15) und die Niederlande (12) fielen nach der neuen Methode zurück. Beide rutschten in der Gesamtliste um acht Plätze nach unten. Norwegen wurde insbesondere durch seine Öl- und Gasexporte belastet. Die Niederlande litten unter ihrem noch immer hohen Anteil an fossilen Brennstoffen bei der Stromerzeugung im Vergleich zu ähnlichen Ländern sowie unter der Bedrohung durch den Klimawandel und den Anstieg des Meeresspiegels. Ökologisch ineffiziente Länder werden, wenn sie weiterhin große Mengen an Naturressourcen erschöpfen, letztendlich negative Auswirkungen auf alle vier Kapitalarten (Humankapital, soziales Kapital, Wirtschaftskapital und Naturkapital) verzeichnen – mit verheerenden sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Folgen.

Kroum Sourov, Sovereign Sustainability Analyst bei Candriam, ergänzt: „Es ist zwar sehr erfreulich, dass die Bedeutung des Klimawandels und des Umweltschutzes von den Aufsichtsbehörden zunehmend erkannt wird. Doch wir glauben, dass die Industrie vorangehen sollte, wenn es darum geht, die veränderte Art und Weise, wie wir über Produktion, Konsum und Kapitalanlage nachdenken, praktisch umzusetzen. Nachhaltigkeitsprobleme können nicht mehr übertüncht werden. Die Risse sind einfach zu groß geworden.“


Die vollständige Sovereign-Sustainability-Analyse 2020 inklusive der neuen Methodik, den Bewertungsergebnissen sowie der vollständigen Rangliste (ab S. 50) steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Zur Methodik

Der Ansatz von Candriam geht davon aus, dass Naturkapital endlich ist. Um dieser Begrenztheit Rechnung zu tragen, vergibt der Assetmanager im aktuellen Modell einen Wert für das Naturkapital und wendet diesen als Multiplikator auf die anderen drei Kapitalsäulen an. Die Ergebnisse des Modells berücksichtigen auch die Fortschritte bei der Erfüllung der 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung. Das neue Modell integriert über 400 einzelne Faktoren und stützt sich auf Daten aus privaten, öffentlichen und NGO-Quellen (Non-governmental organization). Die Analysten haben so die Bedeutung jedes Faktors für jedes Land im Laufe der letzten zehn Jahre bewertet.

Tim Lasys neuer Leiter Investment Management bei der d.i.i.

Tim Andreas Lasys hat seit dem 01.02.2021 die Leitung des Investment Management der d.i.i. Gruppe übernommen. „Wir freuen uns, dass wir mit Tim Lasys einen ausgewiesenen Experten für Immobilieninvestments gewinnen konnten. Die d.i.i. befindet sich auf Wachstumskurs und mit ihm werden wir unsere Investmentaktivitäten weiter ausbauen“, sagt Frank Wojtalewicz, Geschäftsführer der d.i.i. Er führt das Team Einkauf und ist zudem Mitglied des Management-Teams im Unternehmen.

Tim Andreas Lasys verfügt über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung im Investment-Management. Zuletzt war er als Head of Residential Transactions Germany bei der Aberdeen Standard Investments Deutschland AG tätig. Dort verantwortete er unter anderem den Ankauf von Immobilien für Spezial- und Publikumsfonds sowie für internationale Anlagevehikel. Zu den vorherigen Stationen seiner Laufbahn gehören unter anderem die Catella Property Advisors GmbH, die Commerz Real AG und die Oppenheim Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft mbH.


Über die d.i.i. Gruppe

Die d.i.i. Gruppe wurde 2006 gegründet und ist ein integriertes Wohnungsunternehmen mit den Standbeinen Bestandsentwicklung und Neubau von Wohnimmobilien. Der Aufbau und das Management von Wohnimmobilienportfolios für institutionelle und private Investoren bilden das Kerngeschäft der d.i.i. Gruppe.
Mit etwa 178 Mitarbeitenden in der Zentrale in Wiesbaden und an lokalen Standorten in den Metropolen verfügt das Unternehmen über eine ausgezeichnete Expertise der regionalen Investmentmärkte. Erworben werden bevorzugt Wohnimmobilien mit hohem Wertsteigerungspotenzial in B-Städten und ausgewählten Wohnlagen großer Metropolen in Deutschland. Inzwischen hat die d.i.i. Gruppe in mehr als 50 Standorte investiert, die Assets under Management haben aktuell ein Wert von ca. 2.3 Mrd. Euro. Das firmeneigene Bau-, Projekt- und Asset-Management bedient alle relevanten Wertsteigerungshebel in der Durchführung umfassender Sanierungs- und/oder Baumaßnahmen. Die daraus entstehenden Kosteneinsparungen gibt die d.i.i. konsequent an ihre Käufer, Mieter und Kapitalanleger weiter. Anschließend werden die Wohnungen entweder im Bestand gehalten oder als Eigentumswohnungen an Mieter, Selbstnutzer und Kapitalanleger veräußert. In zahlreichen Objekten der d.i.i. Gruppe sind die Warmmieten nach der energetischen Sanierung nur geringfügig höher als vorher. Dazu trägt auch das aktive Nebenkostenmanagement bei.

Union Bancaire Privée erweitert ihr Angebot an Wandelanleihen um zwei neue innovative Themenfonds

Union Bancaire Privée, UBP SA (UBP) erweitert ihr Angebot an Wandelanleihenfonds um zwei innovative thematische Strategien: UBAM - Global Sustainable Convertible Bond und UBAM - Global Tech Convertible Bond; beide sind Teilfonds der SICAV UBAM (UCITS). Die UBP verwaltet zurzeit EUR 1,7 Milliarden im Bereich Wandelanleihen und verfügt in dieser Anlageklasse über Expertise, die bis in das Jahr 1999 zurückreicht. Mit den neuen Investmentlösungen bekräftigt sie ihre langjährige Überzeugung zugunsten dieser Anlageklasse, ihre Innovationskraft und ihr Engagement für nachhaltige Finanzprodukte.

Nachhaltige Investments

UBAM - Global Sustainable Convertible Bond ermöglicht Investoren innerhalb eines nachhaltigen Rahmenwerks Zugang zu den Vorteilen globaler Wandelanleihen, die sich im Vergleich zu Aktien durch ein asymmetrisches Risiko-Ertragsprofil auszeichnen. Die Titelselektion verbindet strikte Vorgaben in Bezug auf Umweltschutz, soziale Aspekte und Unternehmensführung (ESG, Environment, Social, Governance) mit einer proprietären nicht-finanziellen Analyse. Der Ansatz nutzt die Besonderheiten der hybriden Assetklasse unter Einbeziehung wichtiger Faktoren wie dem Klimawandel, die sich signifikant auf die Geschäftsergebnisse der Unternehmen auswirken können. Die finanzielle Analyse wendet den bewährten Ansatz der UBP an und basiert auf einer fundamentalen Bewertung der Kreditwürdigkeit der emittierenden Gesellschaft und ihrer mittel- bis langfristigen Wachstumsaussichten.

«Die UBP hat Pionierarbeit geleistet, legte sie doch vor fast zehn Jahren ihren ersten nachhaltigen Wandelanleihenfonds in Europa auf», erklärt Marc Basselier, Head of Convertible Bonds der UBP. «Dieser neue Fonds mit internationaler Ausrichtung spiegelt die Kontinuität unseres Engagements zugunsten nachhaltiger Investments wider. Wir sind mehr denn je davon überzeugt, dass Unternehmen, die ESG-Aspekte und Risiken in ihre Geschäftsstrategie integrieren, auf lange Sicht ein kräftiges Wachstum verzeichnen werden».

Thematische Innovation

UBAM - Global Tech Convertible Bond investiert in Wandelanleihen internationaler Technologiekonzerne. Der Fonds zielt darauf ab, das asymmetrische Renditeprofil (die Konvexität) von Wandelanleihen zu nutzen, die eine niedrigere Volatilität als die Aktien dieser Unternehmen aufweisen. Der quantitative Ansatz ohne Selektionsschwerpunkt zeichnet sich durch eine auf Konvexität und Liquidität konzentrierte Asset Allokation aus.

Marc Basselier fügte hinzu: «Technologiekonzerne prägen langfristig strukturelle Trends wie die Digitalisierung der Wirtschaft und innovative Anwendungen im Bereich Health Care, was sie zu sehr attraktiven Investments macht. Das Universum der Tech-Wandelanleihen besticht durch seine Angebotstiefe und Dynamik und bietet zunehmend vielfältigere Anlagegelegenheiten.»

Nicolas Faller, Co-CEO Asset Management und Head of Institutional Sales der UBP bemerkt zum Launch: «Die zwei neuen Fonds veranschaulichen das Innovationsstreben der UBP sowie ihre Fähigkeit, nachhaltige Lösungen in nicht-traditionellen Anlageklassen zu entwickeln. Wandelanleihen sind Teil unseres Flagship-Angebots, und wir wollen das Segment weiter ausbauen, um immer einen Schritt voraus zu sein und einen Fluss an innovativen Strategien aufrechtzuerhalten.»

UBAM - Global Sustainable Convertible Bond und UBAM - Global Tech Convertible Bond werden beide vom Convertible-Bond-Team unter der Leitung von Marc Basselier in Paris gemanagt. Das Team setzt sich aus fünf Fondsmanagern zusammen und kann einen Track Record von über zwanzig Jahren in dieser Anlageklasse vorweisen. Die neuen Fonds sind in Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, im Vereinigten Königreich, in der Schweiz und in Singapur verfügbar.


Über Union Bancaire Privée (UBP)

Die UBP mit Hauptsitz in Genf ist eine der führenden und mit einer Eigenmittelausstattung (Tier 1) von 27,7% per 31. Dezember 2020 eine der bestkapitalisierten Privatbanken der Schweiz. Die Bank ist auf die Vermögensverwaltung für private und institutionelle Kunden spezialisiert. Sie beschäftigt weltweit 1’812 Mitarbeitende an über 20 Standorten. Per 31. Dezember 2020 beliefen sich die verwalteten Vermögen auf CHF 147,4 Milliarden. www.ubp.com

Amundi legt neue Fondsfamilie auf: Amundi Funds ESG Improvers

Amundi, der führende europäische Vermögensverwalter, lanciert mit den Amundi Funds ESG Improvers eine neue Fondsfamilie. Dabei handelt es sich um aktiv gemanagte Fonds, die institutionellen und privaten Anlegern offenstehen. Ziel ist es, ESG-fokussiertes Wachstumspotenzial frühzeitig zu erkennen.

Ergänzend zum traditionellen ESG-Ansatz, bei dem „ESG-Champions" entsprechend ihres aktuellen ESG-Profils im Fokus stehen, verfolgt diese Strategie einen zukunftsorientierten Ansatz. Es geht darum, Unternehmen zu identifizieren, deren Geschäftsmodelle eine vielversprechende Entwicklung in puncto ESG-Kriterien aufweisen. Die Strategie baut auf folgenden drei Prinzipien auf:

  • Ausschluss von Unternehmen, die nicht den ESG-Kriterien von Amundi entsprechen;
  • Auswahl von fundamental interessanten Unternehmen, die konkrete Fortschritte im Bereich ESG aufweisen. Amundi filtert diese Unternehmen durch einen fundamentalen Bottom-up-Anlageprozess, der die ESG-Methodik von Amundi nutzt;
  • Aktive Zusammenarbeit mit dem Management der Unternehmen während des gesamten Investmentprozesses, um die finanziellen Perspektiven und die ESG-Bilanz zu verstehen und positiv zu beeinflussen sowie so gezielt ein Portfolio mit überzeugenden Unternehmen aufzubauen.

Aktuell bietet die ESG Improvers-Fondsfamilie zwei Aktienfonds: Der Amundi Funds European Equity ESG Improvers und der Amundi Funds Pioneer US Equity ESG Improvers, die sich am MSCI Europe Index bzw. am S&P 500 Index orientieren. Die ESG Improvers Familie wird durch weitere Aktien- und Rentenfonds ausgeweitet, mit denen Anleger ihre Portfolio-Asset-Allokation mit ESG-Champions von morgen vornehmen können.

Verantwortungsvolles Investment im Fokus der Fondsstrategie

Als Pionier für verantwortungsbewusstes Investment verwaltet Amundi mehr als 345 Milliarden Euro Anlagevolumen in diesem Bereich mit über 10.000 Emittenten, die nach ESG-Kriterien bewertet werden. Der ESG-Analyseprozess wird vollständig in das Anlagekonzept der Fonds integriert. Die Strategie der Amundi Funds ESG Improvers Familie profitiert von der langjährigen Erfahrung der Amundi Research- und Portfoliomanagement-Teams. Sie kombiniert Fundamental- und ESG-Analysen, um jedes potenzielle Investment vollständig in diesen Kontext zu bringen.

Vincent Mortier, stellvertretender CIO bei Amundi, kommentiert: „ESG Improvers ist ein neues Konzept, das Amundi unter Einbeziehung des Know-hows verschiedener Teams und Standorte entwickelt hat. Es bietet Investoren die Möglichkeit, in ein aktiv verwaltetes Portfolio mit Unternehmen zu investieren, die zu den ESG-Champions von morgen zählen. Der fundamentale Bottom-up-Ansatz ist darauf ausgerichtet, attraktive risikobereinigte Renditen zu erwirtschaften und Unternehmen zu motivieren, ihre ESG-Bilanz zu verbessern."

Diese Teilfonds sind innerhalb der Amundi Funds SICAV verfügbar und derzeit in den folgenden Ländern registriert:

  • Amundi Funds European Equity ESG Improvers: Frankreich, Österreich, Schweiz, Spanien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Großbritannien, Deutschland und Irland
  • Amundi Funds Pioneer US Equity ESG Improvers: Frankreich, Österreich, Bulgarien, Schweiz, Tschechische Republik, Deutschland, Spanien, Großbritannien, Griechenland, Ungarn, Italien, Luxemburg, Niederlande, Slowakei, Singapur.


Über Amundi

Amundi, der führende europäische Vermögensverwalter und einer der Top 10 Global Player1, bietet seinen 100 Millionen Kunden – Privatanlegern, Institutionen und Unternehmen – ein umfassendes Angebot an aktiven und passiven Spar- und Anlagelösungen, in herkömmlichen Vermögenswerten oder in Sachwerten.
Mit seinen sechs internationalen Investmentzentren2, den Research-Kapazitäten im finanziellen und nichtfinanziellen Bereich sowie dem langjährigen Bekenntnis zu verantwortungsvollem Investieren ist Amundi einer der wichtigsten Akteure im Asset Management.
Die Kunden von Amundi profitieren von der Expertise und der Beratung von 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in nahezu 40 Ländern. Amundi, eine Tochtergesellschaft der Crédit Agricole Gruppe, ist börsennotiert und betreut aktuell ein verwaltetes Vermögen von mehr als 1 650 Milliarden Euro3.

1) Quelle: IPE „Top 500 Asset Managers“, veröffentlicht im Juni 2020 auf der Grundlage der verwalteten Vermögen zum 31.12.2019
2) Boston, Dublin, London, Mailand, Paris und Tokio
3) Zahlen Amundi zum 30.09.2020

Corona mischt Karten für Büroinvestments neu

Im Zuge der Corona-Pandemie ändern die europäischen Immobilien-Investoren ihre Strategie auf den Büroimmobilienmärkten. Hieß es bisher vor allem Lage, Lage, Lage, könnte man die aktuelle Situation am besten mit Core, Core, Core beschreiben. Rund die Hälfte (48 Prozent) der von Union Investment im Rahmen ihrer Investitionsklima-Studie befragten 150 Immobilienunternehmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien achten nun stärker auf bonitätsstarke, krisenfeste Mieter mit langfristigen Verträgen. 46 Prozent der Umfrage-Teilnehmer meiden Investments in B- und C-Lagen. In Frankreich ist dieser Strategiewechsel besonders stark ausgeprägt: 73 Prozent der Befragten suchen vermehrt nach bonitätsstarken, krisenfesten Mietern mit langfristigen Verträgen, 78 Prozent sind für B- und C-Lagen nicht zu gewinnen.

Sicherheit ist derzeit das Gebot der Stunde. Für 48 Prozent der Umfrage-Teilnehmer ist dies der wichtigste Aspekt bei ihren Anlageentscheidungen. 37 Prozent achten vor allem auf die Rendite, 11 Prozent nannten die Marktliquidität als einen wichtigen Aspekt. Nur in Großbritannien stimmten die Profianleger anders ab: Für 70 Prozent der Befragten steht die Rendite an erster Stelle. Nur 28 Prozent der britischen Umfrage-Teilnehmer setzen vor allem auf Sicherheit. „Das liegt vor allem an der Besonderheit der britischen Mietverträge mit ihren „Upward only“-Klauseln sowie den durchschnittlich noch immer deutlich längeren Mietvertragslaufzeiten, die neben Sicherheit auch immer zusätzliches Renditepotenzial bieten“, erklärt Olaf Janßen, Leiter Immobilien-Research bei Union Investment.

Homeoffice und die Büroflächennachfrage

Das Arbeiten im Homeoffice hat während der Corona-Pandemie erheblich an Bedeutung gewonnen. Das sorgt bei den befragten Immobilieninvestoren für Unsicherheit bezüglich der künftigen Flächennachfrage auf dem Büroimmobilienmarkt. Mehr als die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer (56 Prozent) rechnet damit, dass die künftige Nachfrage nach Büroflächen durch das zunehmende Arbeiten im Homeoffice gegebenenfalls schwächer wird.

Ein Einbruch der Büroflächennachfrage ist allerdings nicht in Sicht, insbesondere nicht in Core-Lagen. „Mögliche Flächenrückgaben werden aufgrund der noch bestehenden Mietverträge gestreut über die kommenden Jahre anfallen und dürften durch die steigende Zahl der Bürobeschäftigten kompensiert werden“, sagt Olaf Janßen. Das Arbeiten im Homeoffice als fester Baustein einer neuen Arbeitskultur bedeute nicht, dass klassische Büroarbeitsplätze zwangsläufig zum Auslaufmodell werden. Janßen: „Im Gegenteil: Der persönliche Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen sowie die soziale Interaktion im Büro sind nicht vollständig durch Videokonferenzen zu ersetzen.“

Das „neue Core“

Langfristig gesicherte attraktive Büroflächen werden für Unternehmen in Zukunft wesentlicher Bestandteil eines hybriden Arbeitsplatz-Ökosystems sein. In der „Nach-Corona-Welt“ dienen Core-Immobilien als Anker-Fläche für Markenidentität, Talent-Magnet und für die Ausführung unabdingbarer Präsenz-Funktionen. „Diese Anker-Flächen werden ergänzt um flexible, mobile und zunehmend digitalbasierte Arbeitsplatzmodelle in einem Verhältnis, das sich branchenabhängig erst in den kommenden Jahren herausbilden wird“, so Janßen.

Preise bleiben stabil

44 Prozent der befragten Investoren erwarten in den kommenden sechs Monate dementsprechend stabile Preise auf den Büroimmobilienmärkten. Allerdings rechnen auch 53 Prozent vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie mit fallenden Preisen. „Das gilt jedoch vor allem für Objekte mit Herausforderungen und kurzen Mietverträgen“, so Janßen und weiter: „Core-Immobilien sind und bleiben hart umkämpft. Entsprechend sind auch nur geringe Veränderungen beim Pricing zu erwarten. Die Anfangsrenditen bleiben stabil.“

Investitionsklimaindex: Frankreich und UK erholen sich wieder

Insgesamt zeigt sich der Immobilien-Investitionsklimaindex in den drei Befragungsregionen nach längerer Zeit wieder überraschend einheitlich, mit einem Abstand von gerade einmal 1,5 Punkten zwischen den niedrigsten Wert (Frankreich) und dem höchsten in UK. In Frankreich ist das Stimmungsbarometer um 2,1 auf 60,2 Punkte gestiegen, in Großbritannien um 3,4 auf 61,7 Punkte. In der letzten Erhebung vor sechs Monaten war der Index in Frankreich noch um 9,5 Punkte, in Großbritannien um 6,1 Punkte gefallen. Nur in Deutschland, das seine Spitzenposition an UK abgetreten hat, ist der Index gegenüber der letzten Erhebung leicht gesunken, um 1,2 auf 61,4 Punkte.


Über die Union Investment-Umfrage

Der europäische Immobilien-Investitionsklimaindex von Union Investment wird seit 2005 ermittelt, seit Frühjahr 2008 halbjährlich. Der Index berechnet sich aus den vier Teilindikatoren „Marktstruktur“, „Rahmenbedingungen“, „Standortbedingungen“ und „Erwartungen“, die mit jeweils 25 Prozent gewichtet werden. Für die aktuelle Auswertung hat das Marktforschungsinstitut Ipsos von November 2020 bis Januar 2021 insgesamt 150 Immobilienunternehmen und institutionelle Immobilieninvestoren in Deutschland (n=59), Frankreich (n=51) und Großbritannien (n=40) befragt.

Erste Asset Management baut Marktführerschaft in Österreich aus

Zum siebten Mal in Folge belegte die Erste Asset Management (Erste AM) 2020 den ersten Platz unter den österreichischen Fondsgesellschaften. Das geht aus der Marktstatistik der Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) zu Jahresultimo 2020 hervor.

Das Fondsvolumen der Erste AM stieg allein in Österreich auf 40,9 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 6,8% oder 2,6 Milliarden Euro entspricht. Damit ist die Erste AM fast doppelt so stark gewachsen wie der Durchschnitt der österreichischen Kapitalanlagegesellschaften (+3,8%). Ihren Marktanteil im Inland konnte die Erste AM auf 21,3% erhöhen (2019: 20,7%) und damit ihre Marktführerschaft ausbauen.

Die Corona Pandemie beeinflusst seit beinahe einem Jahr die Realwirtschaft und begleitet uns auch ins Jahr 2021. Trotz aller Widrigkeiten haben sich die Kapitalmärkte 2020 positiv entwickelt, und Veranlagungen in Fonds konnten im Vorjahr überzeugen. Die österreichischen AnlegerInnen blieben auch während der Krise in Fonds investiert bzw. haben die Marktschwäche im Frühjahr zum Aufbau von Positionen genützt.

Heinz Bednar: „Anleger haben Chancen trotz Pandemie genutzt“

Der deutliche Kursanstieg an den Kapitalmärkten seit Ende März legte den Grundstein für diese Entwicklung. „Wir blicken auf ein herausforderndes Jahr zurück. Die AnlegerInnen haben trotz Pandemie die Chancen in den risikoreicheren Anlageklassen erkannt und das positive Marktumfeld für die Geldanlage in Fonds genutzt“ so Heinz Bednar, Geschäftsführer Erste Asset Management.

Aktienfondsanteil von 27,5% deutlich über Mitbewerbern

Das verwaltete Gesamtvermögen der Erste AM in Österreich und in den Tochtergesellschaften in Zentral- und Osteuropa (CEE), stieg gegenüber dem Jahresende des Vorjahres um 4,0 Milliarden auf 68,2 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 6%. Die Nettomittelzuflüsse betrugen 2,9 Milliarden Euro, wobei der größte Anteil aus Österreich stammt, gefolgt von Tschechien und Ungarn.

Etwa zwei Drittel der Zuflüsse kommen von Großkunden. Im Privatanlegersegment wurden 945 Millionen Euro netto abgesetzt. Während in Österreich (beim Brutto-Volumen) der Anteil der Gemischten Fonds am bedeutendsten ist, haben über das gesamte Unternehmen betrachtet Rentenfonds eine nach wie vor dominante Position, gefolgt von Misch- und Aktienfonds. In Österreich ist bei der Erste AM der Anteil der Aktienfonds mit 27,5% deutlich höher als im Schnitt bei den Mitbewerbern (16,7%, Quelle: Erste AM, OeKB Daten per 31.12.2020), was sich aufgrund der starken Performance auch im vergangenen Jahr für die Kunden zum wiederholten Male als sehr vorteilhaft erwiesen hat.

„Die erfreuliche Entwicklung bei den veranlagten Geldern führt dazu, dass wir in Summe den Marktanteil in der Region, in der wir agieren, auf 21,3% (20,9% in 2019) ausbauen konnten. In Österreich und gesamt im CEE Raum sind wir klarer Marktführer“, betont Bednar.

Nachhaltige Fonds legen auf über 15 Milliarden Euro zu

Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei nachhaltigen Fonds, deren Volumen zu Jahresende 2020 in insgesamt über 50 nachhaltigen Fonds bei 15,6 Milliarden Euro liegt. Erste AM nimmt eine Pionierrolle im Bereich Ethik und Umwelt ein: Bereits 2001 wurde der erste nachhaltige Publikumsfonds aufgelegt, der seit 2006 in Zusammenarbeit mit dem WWF verwaltet wird.

„Als langfristig orientierte Investoren greifen wir mit unseren Nachhaltigen Fonds der Zukunft voraus und übernehmen bewusst Verantwortung im Sinne unserer AnlegerInnen“, so Bednar. Unsere beiden im Vorjahr aufgelegten Umweltfonds ERSTE GREEN INVEST und ERSTE GREEN INVEST Mix zählen zu den Produktinnovationen in der Investmentbranche. Beide überzeugen im Publikum: Allein der ERSTE GREEN INVEST konnte bis Jahresende ein Fondsvolumen auf 112,9 Millionen. Euro erschließen (Quelle: Erste AM, eigene Angaben).


Die Erste Asset Management verwaltet ein Vermögen von rund 68,22 Milliarden Euro (12.2020). Unsere Investment-Abteilung umfasst über alle Länder hinweg rund 100 Investment-Professionals. Um ein optimales Investment zu gewährleisten kooperieren die Erste Asset Management-FondsmanagerInnen eng mit der hauseigenen Research-Abteilung.

Warnhinweise gemäß InvFG 2011

Der ERSTE GREEN INVEST kann aufgrund der Zusammensetzung des Portfolios eine erhöhte Volatilität aufweisen, d.h. die Anteilswerte können auch innerhalb kurzer Zeiträume großen Schwankungen nach oben und nach unten ausgesetzt sein.

Warnhinweise gemäß InvFG 2011

Der ERSTE GREEN INVEST MIX kann zu wesentlichen Teilen in Anteile an Investmentfonds (OGAW, OGA) iSd § 71 InvFG 2011 investieren.

Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Aviva Investors gibt Engagement-Programm zum Klimawandel bekannt

Aviva Investors, die global tätige Asset-Management-Gesellschaft des britischen Versicherers Aviva plc., veröffentlicht heute ihr Engagement-Programm zum Klimawandel. Dieses Programm fokussiert sich auf die von Aviva Investors bestehenden Investitionen bei 30 wichtigen Unternehmen und Emittenten von Kohlenstoffdioxid (CO2).

Aviva Investors erwartet demnach von diesen 30 Unternehmen, dass sie bis zum Jahr 2050 Netto-Null-Emissionen nach sogenannten Scope-3-Vorgaben erreichen sowie robuste Übergangspläne aufstellen, um ihr Engagement für sofortige Maßnahmen anlässlich des Klimawandels vorzuweisen. Zeitgleich soll sich auch auf globaler Ebene der globale CO2-Ausstoß weiter verringern.

Aviva Investors betrachtet den Klimawandel als die größte systemische Herausforderung für die Gesellschaft, die globale Wirtschaft sowie Unternehmen. Der Vermögensverwalter ist auch der Ansicht, dass nicht zu handeln katastrophale und weitreichende Folgen haben dürfte – auch für die Kapitalmärkte und die Bewertung von Vermögenswerten.

Das Programm soll insgesamt zwischen einem und drei Jahren laufen, abhängig von den individuellen Umständen des Unternehmens, und dabei klare Eskalationsmaßnahmen für Unternehmen beinhalten, die nicht reagieren oder etwa nicht schnell genug handeln. Aviva Investors hat sich dazu verpflichtet, Unternehmen, welche die Klimaerwartungen nicht erfüllen, vollständig zu veräußern. Diese Maßnahmen sollen für alle Aktien- und Anleiheinvestments des Unternehmens gelten.

Mirza Baig, Global Head of ESG Research and Stewardship bei Aviva Investors, sagt:

„Anstelle von Unternehmensveräußerungen fördert Aviva Investors im Einklang mit unserer eigenen ESG-Philosophie die positiven Effekte von Engagement und aktivem Dialog als einen effektiveren Mechanismus, um positive Veränderungen und Ergebnisse für unsere Kunden und die Gesellschaft zu erzielen. Durch einen aktiven Dialog können wir Unternehmen dabei unterstützen, die Herausforderungen des Wandels zu bewältigen. Damit unser Engagement-Ansatz jedoch Wirkung zeigt, muss er von einem robusten Eskalationsprozess begleitet werden, der auch die ultimative Sanktion einer Veräußerung beinhaltet.“

Das Engagement-Programm von Aviva Investors umfasst Unternehmen aus den Sektoren Öl und Gas, Metalle und Bergbau sowie Versorgungsunternehmen, die wesentlich zu den gesamten globalen Kohlenstoffemissionen beitragen. Zu den Auflagen gehören die Annahme wissenschaftlich fundierter Ziele, die den gesamten CO2-Fußabdruck der Unternehmen abdecken, die Neuausrichtung von Unternehmensstrategien, Geschäftsplänen und Bilanzstrukturen, Anpassungen der Managementanreize und Lobbying-Aktivitäten.

Die Reaktionsfähigkeit der Unternehmen, die in den Geltungsbereich fallen, wird durch eine qualitative Bewertung des Fortschritts anhand des Aviva Investors Klimaengagement-Programms1 sowie quantitative Verbesserungen anhand des firmeneigenen Risikomodells für den Klimawandel bestimmt.

Der Fortschritt der Unternehmen wird halbjährlich von Aviva Investors überwacht und dabei die Notwendigkeit einer möglichen Eskalation bestimmt. Diese kann Abstimmungen gegen Direktoren, die Einreichung von Aktionärsanträgen und die Zusammenarbeit mit verbündeten Stakeholder-Gruppen beinhalten, um weiteren Druck auszuüben. Unternehmen, die am Ende des Programms keine ausreichenden Fortschritte machen, werden eine vollständige Veräußerung im gesamten Aktien- und Anleiheportfolio von Aviva Investors auslösen.

David Cumming, Chief Investment Officer Equities bei Aviva Investors, ergänzt:

„Aktiv investieren und sich engagieren: Dies ist der Schlüssel, um den Wandel von Unternehmen sowie Lösungen zur Bewältigung der Klimakrise zu fördern. Dieser Ansatz hat zudem die volle Rückendeckung unserer Investmentteams. Durch die vollständige Integration unseres Ansatzes über Stewardship-Programme und die Investmentteams hinweg, werden wir in der Lage sein, unsere Fähigkeit zu maximieren, die Unternehmen, die wir ins Visier genommen haben, in Richtung positiver Klimastrategien zu beeinflussen.“

Colin Purdie, Chief Investment Officer Credit bei Aviva Investors, sagt:

„Kapitalgebern kommt eine zunehmend wichtige Rolle zu, wenn es darum geht, den Klimaschutz und die Energiewende voranzutreiben sowie weitergehende ESG-Anliegen zu berücksichtigen. Einzelne grüne Finanzierungen gehen nicht weit genug. Die Kapitalgeber müssen entschlossen handeln und zusammenarbeiten, um nachhaltige Prinzipien im gesamten Markt zu verankern. Dies betrifft große öffentliche Unternehmen, aber auch kleinere, private Hochzinsemittenten. Die Unternehmensanleihemärkte sind eine potenziell mächtige, aber noch weitgehend ungenutzte Kraft, die durch bereitgestellte Milliarden von US-Dollar als Fremdfinanzierung erheblichen Einfluss auf Unternehmen ausüben können. Jene Fälle, in denen Gläubiger gemeinsam mit Aktionären handeln können, wie wir es bei Aviva Investors tun, können besonders mächtig sein."


1) Aviva Investors Klima-Engagement-Rahmen; Schlüsselaktionen, die wir von Unternehmen erwarten, um ihr Engagement zur Unterstützung des Wandels zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu demonstrieren:

  • Verabschiedung des Netto-Null-Ziels bis zum Jahr 2050 (1,5-Grad-Anpassung)
  • Bekenntnis zum Rahmenwerk der Science Based Targets Initiative
  • Integration der Klimaziele in die Geschäftsstrategie einschließlich des Investitionsrahmens
  • Festlegung von kurz- und mittelfristigen Klimazielen und Meilensteinen
  • Anreize für das Management, sich an den Klimazielen auszurichten
  • Bericht über den Fortschritt unter Verwendung des TCFD-Rahmens
  • Verbot von direktem und indirektem Lobbying, das im Widerspruch zu den öffentlichen Klimazusagen des Unternehmens steht

AVIVA INVESTORS

Aviva Investors ist die global tätige Asset-Management-Gesellschaft des britischen Versicherers Aviva plc. Das Unternehmen liefert seinen Kunden weltweit Investmentmanagementlösungen, Dienstleistungen und kundenorientierte Performance. Aviva Investors ist in 14 Ländern im asiatisch-pazifischen Raum, in Europa, Nordamerika und Großbritannien tätig und verwaltet ein Vermögen von 389 Milliarden Euro per 30. Juni 2020.