Im Dezember 2008 legte ACATIS 3 Fonds auf - 10 Jahre später sprechen Performance und Volumen für sich

In der zweiten Jahreshälfte 2008 wurden durch die Finanzkrise Milliarden an der Börse vernichtet. Als Antwort auf die Bedürfnisse des Marktes legte die ACATIS Investment 3 nach Value-Kriterien investierende Fonds auf, die beiden Mischfonds ACATIS GANÉ Value Event Fonds und ACATIS Datini Valueflex Fonds sowie den Rentenfonds ACATIS IfK Value Renten. Im Dezember 2018 feiern diese drei Fonds ihren 10. Geburtstag und gleichzeitig eine Erfolgsgeschichte. Mit den Strategien der neuen Fonds generierte ACATIS in diesen Produkten bis heute insgesamt 3,7 Mrd. Euro an Volumen. Das größte Volumen verwaltet zurzeit der ACATIS GANÉ Value Event Fonds mit 2,5 Milliarden Euro. Die beste Sharpe Ratio der drei Fonds weist mit 1,6 der ACATIS IfK Value Renten auf (Kl. A). Damit belegt der Rentenfonds auch über alle Assetklassen hinweg absolute Spitzenplätze. Den höchsten Wertzuwachs seit Auflage verzeichnet mit +305% der ACATIS Datini Valueflex Fonds (Kl. A).

Den ACATIS GANÉ Value Event Fonds (ISIN Kl. A: DE000A0X7541, Auflage: 15.12.2008) initiierte ACATIS als Mischfonds mit dem ehemaligen ACATIS-Portfolio-Manager J. Henrik Muhle, der sich im Jahr zuvor mit seinem Studienfreund Uwe Rathausky selbständig gemacht hatte. Das Ziel des Fonds ist die Vermeidung von Stress. Ohne große Volatilität soll die Performance-Linie kontinuierlich ansteigen. Mit einer Wertentwicklung von +155% seit Auflage und einer Volatilität von 7,7% ist das bisher sehr gut gelungen. Die annualisierte Performance liegt bei +9,8%. Zudem hat der Fonds seit Auflage jedes volle Kalenderjahr mit einem positiven Ergebnis beendet.
Der ACATIS GANÉ Value Event Fonds kombiniert bei der Auswahl seiner Positionen die Philosophie des Value Investing mit dem Ansatz der Event-Orientierung. Durch die Konzentration auf Unternehmen mit hoher Geschäftsqualität sollen fundamentale Risiken bei der Auswahl von Fondspositionen reduziert werden. Der ACATIS GANÉ Value Event Fonds wurde mehrfach und regelmäßig ausgezeichnet, unter anderem vor kurzem mit dem Winner Scope Investment Award 2019 in der Kategorie Mischfonds Global Flexibel in Deutschland und Österreich. In der Begründung heißt es, dass sich der Fonds durch die erfolgreiche Kombination des Value Investings mit dem Event-Driven Ansatz mit klarer Kauf und Verkaufsdisziplin auszeichnet. Dieser kombinierte und teilsystematische Ansatz führte bisher zu einer im Peergroup-Vergleich exzellenten Downside Protection bei gleichzeitig guter bis sehr guter Performance, so das Urteil von Scope.
Außerdem ist er bei Morningstar mit 5 Sternen (Kl. A, 3 Jahre, 5 Jahre, gesamt) bewertet (Höchstauszeichnung) und er trägt seit 2013 kontinuierlich die Euro Fondsnote 1.

Den ACATIS IfK Value Renten (ISIN Kl. A: DE000A0X7582, Auflage: 15.12.2008) startete ACATIS zusammen mit Martin K. Wilhelm vom Institut für Kapitalmarkt, einem Anleihenspezialisten, der ACATIS davon überzeugte, dass Value auch bei Renten funktioniert.
Der ACATIS IfK Value Renten verfolgt ein Total Return-Konzept und generiert Erträge sowohl durch Zinszahlungen als auch durch Kursgewinne. Seit Auflage erzielte er eine Wertentwicklung von +97% und liegt damit 54% vor seiner Benchmark. Die Volatilität lag bei 4,2%. Die Sharpe Ratio lag bei 1,6.
Der Fonds investiert überwiegend in Anleihen aus dem Euroraum, die nach traditioneller fundamentaler Analyse ausgewählt werden. Mit negativen Korrelationen innerhalb des Portfolios wird angestrebt, sich dem Beta des Zinsmarktes tendenziell zu entziehen.
Der ACATIS IfK Value Renten ist unter anderem mit dem Euro Fund 2018 ausgezeichnet (über 5 Jahre Platz 2 und über 3 Jahre Platz 3) und bei Morningstar mit 4 Sternen (Kl. A, 3 Jahre, 5 Jahre, gesamt).

Den ACATIS Datini Valueflex Fonds (ISIN Kl. A: DE000A0RKXJ4, Auflage: 22.12.2008) konzipierte ACATIS ursprünglich speziell anhand der Anforderungen eines Einzelinvestors. Ein Kriterium der Seedinvestoren war der Wunsch nach langfristiger hoher unternehmerischer Rendite, die Volatilität stand im Hintergrund. Der Fonds wird aufgrund seiner hohen Schwankungsbereitschaft vertrieblich nicht aktiv angeboten. Die jährliche Performance des Fonds beträgt seit Auflage +15,1% bei einer Volatilität von 13,3%. Dr. Hendrik Leber, der mit eigenem Geld in dem Fonds investiert ist, sucht beim ACATIS Datini Valueflex Fonds Investmentgelegenheiten, die Wertmaximierung versprechen. Dazu nutzt er sich bietende Chancen im Markt, besonders Fehlbewertungen. Dr. Leber kann bei diesem Fonds in alle Anlageklassen investieren und verschiebt auch aktiv die Gewichtungen, wobei der Value-Gedanke aber immer im Vordergrund steht. Langfristig sollen durch diese große Freiheit alle Möglichkeiten zur Wertmaximierung genutzt werden.
Der ACATIS Datini Valueflex Fonds wurde mehrfach und regelmäßig ausgezeichnet und vor kurzem mit dem Winner Scope Investment Award 2019 in der Kategorie Mischfonds Global Flexibel Schweiz. Auf dem Fondskongress 2018 in Mannheim erhielt die Klasse B zum zweiten Mal in Folge den „Deutschen Fondspreis“. Bei Morningstar ist er mit der Höchstauszeichnung von 5 Sternen bewertet (Kl. A, 3 Jahre, 5 Jahre, gesamt).


ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH

Die ACATIS Investment ist ein bankunabhängiger, selbstständiger Vermögensverwalter, dessen Kernkompetenz das Value Investing nach Benjamin Graham und Warren Buffett ist. Das Unternehmen wurde 1994 in Frankfurt am Main gegründet. ACATIS betreut heute mehrere Investmentfonds, darunter Aktien-, Misch- und Rentenfonds sowie Mandate. 4 Fonds verfolgen zudem den Aspekt der Nachhaltigkeit. Der Flagschifffonds ACATIS Aktien Global Fonds wurde bereits 1997 aufgelegt. Seit einigen Jahren befasst sich ACATIS auch mit Künstlicher Intelligenz (KI) und ihrer Anwendung im Portfoliomanagement. In 2016 erfolgte die erste praktische Anwendung von KI bei ACATIS.
ACATIS ist inhabergeführt und im Eigentum der drei geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Hendrik Leber (Portfoliomanagement), Dr. Claudia Giani-Leber (Marketing) und Faik Yargucu (Vertrieb). Das Unternehmen verwaltet ein Vermögen von rund 5,3 Mrd. Euro (Stand 30. November 2018).

Daten per 30.11.2018. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Erträge. ACATIS übernimmt keine Gewähr dafür, dass die Marktprognosen erzielt werden. Die Informationen beruhen auf sorgfältig ausgewählten Quellen, die ACATIS für zuverlässig erachtet, jedoch kann deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit nicht garantiert werden. Holdings und Allokationen können sich ändern. Die Meinungen sind die des Fondsmanagers zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und stimmen möglicherweise nicht mit der Meinung zu einem späteren Zeitpunkt überein. Die in diesem Dokument diskutierte Anlagemöglichkeit kann für bestimmte Anleger je nach deren speziellen Anlagezielen und je nach deren finanzieller Situation ungeeignet sein. Außerdem stellt dieses Dokument kein Angebot an Personen dar, an die es nach der jeweils anwendbaren Gesetzgebung nicht abgegeben werden darf. Dieses Dokument ist keine Aufforderung zur Zeichnung von Fondsanteilen und dient lediglich Informationszwecken. Privatpersonen und nicht-institutionelle Anleger sollten die Fonds nicht direkt kaufen. Bitte kontaktieren Sie Ihren Anlageberater für weitere Informationen zu den ACATIS Produkten. Verkaufsprospekt, Halbjahres- und Jahresbericht sowie das „KID“ sind kostenlos erhältlich bei ACATIS Investment KVG mbH. Die ACATIS Investment KVG mbH wird von der BAFIN, Lurgiallee 12, in 60439 Frankfurt reguliert.

ACATIS Investment legt mit Universal-Investment den Aktienfonds ACATIS AI Global Equities auf

Im März 2017 legte ACATIS Investment für einen begrenzten Anlegerkreis den ersten in Deutschland zugelassenen globalen Publikumsfonds auf, dessen Aktienauswahl und Portfoliozusammensetzung zu 100 Prozent durch künstliche Intelligenz, also Artifical Intelligence (AI) erfolgen. Die Performance des Fonds seit Start lag gleichauf mit der des MSCI World bei einer leicht erhöhten Volatilität. Um diese innovative Anlagestrategie künftig auch ausländischen und privaten Investoren anbieten zu können, startet ACATIS zusammen mit Universal-Investment einen weiteren künstliche Intelligenz Fonds, den ACATIS AI Global Equities (ISIN DE000A2DMV73).

Der ACATIS AI Global Equities ist ein weltweit in Einzeltitel investierender Aktienfonds. Die Vorgaben und die Daten für die Investmentstrategie stammen von ACATIS. Die darauf aufbauende Aktienselektion, -gewichtung und -umschichtung basieren auf Deep-Learning-Modellen, die inspiriert sind durch die Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Das für den ACATIS AI Global Equities genutzte Modell basiert auf der Arbeit von Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber, Miterfinder der Long-Short-Term-Memory-Neuronen (LSTM) und einer der Pioniere im Bereich des Deep Learning. Die eingesetzten Deep-Learning Modelle können in der Vergangenheit gelernte Muster und Ereignisse speichern und zu gegebener Zeit wieder aufrufen. Das selbstlernende Modell passt sich in der Zeit voranschreitend dem Marktumfeld an und hat einen langfristigen Horizont.

Die Modelle wurden vom AI-Spezialisten NNAISENSE für das mit ACATIS eingegangene 50/50-Joint- Venture Quantenstein entwickelt. Sie suchen sich selbst die Zusammenhänge, und die Neuronen in neuronalen Netzen spezialisieren sich auf die Erkennung bestimmter Details. Im Zusammenspiel aller Neuronen entsteht das Gesamtmodell. Die Modelle basieren auf 232 Fundamentaldaten wie zum Beispiel Umsatz, EBIT und Gewinn. Die Fundamentaldaten stammen aus der umfangreichen Unternehmensdatenbank, die ACATIS seit 15 Jahren aufbaut und stetig erweitert. Die Daten reichen bis in das Jahr 1986 zurück. Innerhalb des angewandten Modells werden mehrere end-to-end-optimierte Submodelle eingesetzt. Der Fondsmanager stellt bei der Portfoliokonstruktion nur noch die Umsetzung im Fonds sicher.

Ziel: Drei Prozent Outperformance p.a. gegenüber MSCI World Index

Der ACATIS AI Global Equities selektiert aus einem Investmentuniversum von ca. 4.000 globalen Aktien bis zu 50 Aktien aus entwickelten Ländern und schichtet halbjährlich um. Die Marktkapitalisierung der Aktien liegt im Wesentlichen bei über einer Milliarde Euro. Ziel des risikooptimierten Portfolios ist eine nachhaltige Outperformance von jährlich mindestens drei Prozent gegenüber dem MSCI World Index®. Dieses Ziel wurde in neun von elf Jahren in einem Walk-Forward-Test deutlich übertroffen. Kursrückschläge wurden dabei schneller aufgeholt als vom MSCI World Index® selbst.

20-jähriges Jubiläum des ACATIS Aktien Global Fonds UI

Der älteste Fonds der ACATIS Investment GmbH, der ACATIS Aktien Global Fonds UI (WKN 978174), feiert am 20. Mai 2017 seinen 20. Geburtstag. Nur wenige Fonds weisen eine so lange und erfolgreiche Historie auf. Aufgrund einer unterdurchschnittlichen Performance oder eines zu geringen Volumens überstehen viele Fonds noch keine 10 Jahre. Der Erstausgabepreis eines Anteils lag 1997 bei 100 DM = 51,13 Euro, heute liegt der Anteilwert bei 285 Euro. Dies entspricht einer Performance von 9,1% p.a. Seit Auflage erwirtschaftete der Fonds ein Plus von 469% und ließ damit die Benchmark deutlich hinter sich (+256%). Auch das Krisenjahr 2008 hat er deutlich besser gemeistert als der Vergleichsindex.

Von Beginn an ist die Aktie von Berkshire Hathaway im Fonds vertreten. Die Beteiligungsfirma von Warren Buffett war lange Zeit die größte Position im Fonds. Sein Investmentstil ist das Vorbild für die Anlagephilosophie des Fonds, und einen Vergleich mit dem erfolgreichsten Investor aller Zeiten muss der Fonds nicht scheuen. Berkshire Hathaway legte seit Ende Mai 1997 ebenfalls 9,1% p.a. an Wert zu (in USD).

Der nach Value-Kriterien anlegende ACATIS Aktien Global Fonds UI hält ausgezeichnete Substanz-, Wachstums- und Turnaround-Titel, die mit einem deutlichen Abschlag auf ihren fairen Wert gehandelt werden.

Bei der Titelauswahl des Fonds machen sich fünf Leitlinien besonders bezahlt:

Die Konzentration auf Branchen, die menschliche Grundbedürfnisse abdecken

Die Selektion von Firmen, die dem Aktionär einen Mehrwert bringen

Die Investition in Unternehmen, die eine gute, verteidigbare Marktstellung haben

Die Entscheidung für einen Kauf, wenn die Kurse günstig sind

Eine höhere Gewichtung, wenn sich die Aussichten verbessern

Der ACATIS Aktien Global Fonds UI streut indexunabhängig breit über Länder und Branchen und sucht immer nach neuen, unterbewerteten Titeln. Das Abweichen vom Index erlaubt es, ein deutlich besseres Rendite-/ Risikoverhältnis zu erzielen.

Das Portfoliomanagement liegt in den Händen von Dr. Hendrik Leber, der vom Finanzen Verlag den Goldenen Bullen für den Fondsmanager des Jahres 2017 verliehen bekam. Die Jury, die Fondsexperten des Finanzen Verlages, vergibt seit über 25 Jahren den Preis an herausragende Persönlichkeiten der Fondsbranche. Entscheidende Kriterien bei der Auswahl sind für sie die langfristige Wertentwicklung der betreuten Portfolios und Stiltreue des Investmentansatzes. Dr. Leber ist für seine Arbeit im Bereich des Value Investing honoriert worden. Der Preis erkennt gemäß der Jury zum anderen auch die Offenheit und Bereitschaft Dr. Lebers an, in neue Technologien und Bereiche zu investieren. Jüngstes Beispiel ist die Forschung von ACATIS im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI).

ACATIS Investment GmbH
ACATIS ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten Value Investoren im deutschsprachigen Raum. Value Investing bringt langfristig Erfolg, weil es sich am Wert und nicht am Preis von Firmen ausrichtet: "Price is what you pay, value is what you get". ACATIS ist inhabergeführt und im Besitz der drei geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Hendrik Leber (Portfoliomanagement), Dr. Claudia Giani-Leber (Marketing) und Faik Yargucu (Vertrieb). Das ACATIS-Team ist klein, spezialisiert, engagiert und deshalb erfolgreich. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 30 Mitarbeiter und betreut ein Vermögen von circa 3,9 Mrd. Euro (30. April 2017). Die Fondsboutique wurde 1994 in Frankfurt am Main als unabhängige Vermögensverwaltung gegründet.

14. ACATIS-Value-Konferenz in Frankfurt am Main 2017

Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz drängen im Finanzsektor an die Spitze. Im März diesen Jahres stellte der Frankfurter Value-Manager Dr. Hendrik Leber, ACATIS, den weltweit ersten komplett von Computern gesteuerten Aktien-Investmentfonds vor, den Bayerninvest ACATIS KI Aktien Global-Fonds. 

Was den Menschen als Fondsmanager noch zu tun bleibt, wenn die Maschinen übernommen haben, dies war im Umkehrschluss das Thema der diesjährigen, der 14. ACATIS-Value-Konferenz in Frankfurt am Main am 12. Mai 2017 mit über hundert institutionellen Investoren. Veranstalter Leber glaubt, „dass der Mensch in den nächsten Jahren mit Kreativität und der Verarbeitung weicher Faktoren noch genügend zu tun haben wird“, und das, obwohl ACATIS seit 15 Jahren eine fundamentale Unternehmensdatenbank aufbaut und sich seit vier Jahren intensiv mit der Nutzung dieser Daten durch Künstliche Intelligenz (KI) befasst.

„Maschinen können schon heute besser als die meisten Menschen Schach, Go und Poker spielen, Sprache übersetzen, Bilder klassifizieren, medizinische Diagnosen erstellen, Musik komponieren, Kochrezepte erfinden und Bilder malen. Sie beginnen, sich als Autofahrer oder Pilot in der realen Welt zu bewegen, und sie können an der Börse handeln.“ Eine Maschine habe heute im Massenmarkt bei ausreichender Datenlage bessere Voraussetzungen als die Investmentprofis, weil die schiere Merkfähigkeit des Menschen begrenzt sei – vielleicht 10.000 Geschäftsberichte in einem Leben. „Die Maschine kennt alle Geschäftsberichte, 2 bis 3 Millionen Datensätze gleichzeitig, und sieht im Idealfall die Muster, die auch der Mensch erkennt. Maschinelles Deep Learning findet auch komplexe, nichtlineare, mehrdimensionale Zusammenhänge.“ 

Big Data hat noch Grenzen

Die Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit der Rechner hat Big-Data-Modelle erst denkbar und machbar gemacht. „Big Data erfasst alle Handelschiffe auf den Weltmeeren, Big Data erkennt beliebige Objekte aus dem All, Big Data zählt die Autos auf den Walmart-Parkplätzen, Big Data weiß, wo der Verkehr sich staut. Big Data kann alle diese Informationen verknüpfen – doch wo bleiben die weichen Informationen, wo der kreative, dissonante Ansatz?“ Regionale und ethnische Besonderheiten, Kunden- und Know-how bezogene Informationen, der physische Augenschein von Fertigungsanlagen, all dies seien Daten, die noch nicht in Big Data abgebildet seien und mit deren Erfassung und Interpretation menschliche Analysten vorerst noch punkten könnten. „Menschen können an wenigen Beispielen lernen, lassen sich nicht so leicht täuschen wie Maschinen, haben eine sehr vielseitige Erfahrung. Kluge Analysten nutzen die Maschinen in den nächsten Jahren zur Vorauswahl interessanter Firmen, aber vielleicht stört der Mensch am Ende nur noch, weil er zu langsam und zu beschränkt ist.“

Was nicht im Geschäftsbericht steht

Daniel Kröger, hauptverantwortlich für den ACATIS Aktien Europa Fonds UI und darüber hinaus Co-Manager für alle ACATIS-Investmentfonds, arbeitet seit zehn Jahren als Portfoliomanager und recherchiert selbst vor Ort in ganz Europa, um Unternehmen mit langfristigen Wachstumsaussichten zu finden. Ihm sagen persönliche Gespräche mit dem Management und ein Besuch vor Ort mehr als jeder Geschäftsbericht. Dabei folgt er einer einfachen Regel: „Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) werden von weniger Investoren und Analysten beobachtet, haben aber nach einschlägigen Untersuchungen eine höhere Outperformance gegenüber Large Caps.“ Und in Europa gibt es über 9.000 solcher KMU. Deutschland hat mit weitem Vorsprung vor den USA die meisten mittelständischen Weltmarktführer, nämlich über 1.300. Das sei eine hervorragende Voraussetzung für einen value-orientierten Stockpicker. „Was verrät ein Geschäftsbericht häufig nicht?“ – und gibt gleich selbst die Antwort: Die wahren Treiber und Katalysatoren des Geschäftsmodells, der Burggraben für Konkurrenten ist nicht immer erkennbar, dem Geschäftsbericht kann der Leser nur passiv folgen, Segmente sind mitunter „strategisch“, damit Kunden und die Konkurrenz gewisse Margen nicht erkennen. „Der Geschäftsbericht mag über Jahre hinweg eine herausragende Gewinndynamik zeigen, doch es gibt Fälle, in denen eine Investition in ein solches Unternehmen dennoch gut überlegt sein sollte.“

Kröger versucht immer, den CEO kennenzulernen und richtig einzuschätzen, denn „CEOs sind grundsätzlich prozyklisch, stellen die Wahrheit geschönt dar. Aus Verhaltensweisen des CEOs lässt sich auf die Unternehmensführung schließen. Solche Gespräche bieten darüber zusätzlich Hintergrundinformationen zu Wettbewerbern und der Value Chain.“ Sein Fazit: „Die Ergebnisse von Investorenbesuchen lassen sich nicht quantifizieren. Die größte Überwindung kostet das eigene Ego. Sei nicht voreingenommen und packe Unternehmen nicht in eine Schublade, unterliege nicht dem Irrglauben, ein besserer CEO zu sein. Versuche, die Stellschrauben des Unternehmens zu verstehen. Viel Training bringt die nötige Erfahrung, um Personen und Verhalten besser einzuschätzen, sei empathisch, stelle offene Fragen, bleibe neugierig, scheue dich nicht, dumme Fragen zu stellen. Viele Informationen fließen in den Hinterkopf – verknüpfe diese.“

Value Investing in Schwellenländern – ineffiziente Märkte, chancenreiche Firmen

Axel Krohne arbeitete bis 1997 als Bauingenieur, bevor er in die USA emigrierte, sich beim Morgan Stanley Training Program in San Diego, Kalifornien, einschrieb und dort bis 2004 als Finanzberater Erfahrungen sammelte. Heute sucht er mit seiner EM Value AG nach Value-Aktien in Emerging Markets und Schwellenländern - zwei Begriffe, die nicht einmal der Hälfte der Anleger in Deutschland etwas sagen. Diese Aktienmärkte sind häufig ineffizient und volatil. Das macht sie für Krohne jedoch interessant, denn gleichzeitig sind sie kaum beachtet, und Krohne ist dort nahezu konkurrenzlos. Durch das geringe Aufsehen, das diese Märkte erregen, haben die Unternehmen dort eine extrem niedrige Bewertung, sind entsprechend billig zu haben. Egal ob Vietnam, Ghana oder Sri Lanka, es gibt eine breite Auswahl an Firmen mit enormen Chancen. „85 Prozent der Weltbevölkerung lebt in den Schwellenländern, dennoch stehen die Emerging Markets und Frontier Markets nur für 25 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung.“ 
Krohne macht sich die Philosophie Alexander von Humboldts zu eigen: „Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.“ „Wir identifizieren vor Ort exzellente Unternehmen zu günstigen Preisen, beteiligen uns nicht an Rohstoffspekulationen, investieren nur direkt in den Märkten in Unternehmen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5 und niedriger, verzichten auf teure Währungsabsicherungen. Denn: Die Entwicklungsländer bieten attraktive Opportunitäten und werden immer wohlhabender. Ineffiziente Aktienmärkte und niedrige Liquidität eröffnen dort attraktive Investmentmöglichkeiten.“ Banken, Lebens- und Genussmittel sowie Freizeitunternehmen gehören zu seinen bevorzugten Zielbranchen.

Lokale Expertise auf der iberischen Halbinsel

Den Nutzen der lokalen Expertise illustrierte auch Otto Kdolsky, Investment Analyst bei Magallanes Value Investors Madrid, am Beispiel spanischer und portugiesischer Aktien. Kdolsky vertrat seinen verhinderten Chef, Iván Martín, Gründungspartner und Chief Investment Officer von Magallanes. „Schlüsselfaktoren zur Hebung von Value-Potenzial sind ineffiziente Aktienmärkte, ungleichgewichtige und konzentrierte Firmenstrukturen, übersehene, unbekannte und unsichtbare Unternehmen, Familienfirmen und unabhängiges Denken – das alles finden Sie in Spanien und Portugal.“ Gleichzeitig sei es bisher gut möglich gewesen, Value mit den richtigen spanischen Aktienfonds aufzubauen – 18 % der Fonds sind hier besser als der Marktdurchschnitt, gegenüber nur 11,8 % auf europäischer Ebene, 2,1 % in den USA und global gar nur 1,6 %.“
Die Unternehmensstruktur sei auch erheblich konzentrierter als in Resteuropa. „Die größten 10 börsennotierten Unternehmen repräsentieren 60 % der kompletten Marktkapitalisierung.“ Zum Vergleich: Deutschland 40 %, Frankreich 35 %. Das bedeute, dass viele Unternehmen unter einer von außen nicht einsehbaren Sichtbarkeitsschwelle lägen. „24 % der iberischen Aktien werden von keinem Analysten beobachtet.“ Auf diesem Markt sucht und findet Magallanes kleine Value-Perlen für die eigenen Aktienfonds, meist familienkontrolliert, Marktführer auf dem jeweiligen Gebiet, schuldenfrei oder gar mit hohem Cash-Bestand, mit gesundem Wachstum und hohen Gewinnen zu niedrigem Aktienpreis. Entscheidungsgrundlagen sind neben Buchzahlen direkte Beobachtung, eigenes Research, Konferenzen, Gespräche.

Indien – unüberschaubar selbst für Insider

„Indien ist so groß und tiefgründig, dass nicht einmal ein Inder es in seiner Gänze wirklich versteht. Seine Sprachen, seine Geschmäcker, seine Kultur, seine Geschichte, seine Religion und seine Wirtschaft sind verschieden und doch miteinander verflochten. Das trügerisch attraktive Indien hat so manchen Anleger reich gemacht und viele Unternehmen enttäuscht.“ Krishnaraj Venkataraman, Beaconsfield Investment Management, investiert seit über 20 Jahren in die meisten börsennotierten Unternehmen Indiens und ist Sub-Advisor des Indienfonds von ACATIS (ACATIS INDIA VALUE EQUITIES - EUR ACC, ISIN DE000A141SG1). Seine Grundsätze bei der Kapitalanlage sind von Benjamin Graham und Warren Buffett geprägt. Venkataraman studierte Ingenieurwesen und absolvierte einen MBA, war danach bei Tata Steel und Procter & Gamble tätig, gründete ein Online-Marketingunternehmen, das zum größten Unternehmen seiner Art in Indien avancierte, bevor es dem Internet-Crash zum Opfer fiel. Er war Miteigentümer eines Analytik-Unternehmens, das im Juli 2008 verkauft wurde. Seitdem ist er Vollzeit-Investor. Er berichtete in seinem Vortrag über das andere und einzigartige Indien anhand von drei Beispielen – dem Autohersteller Maruti, ein Gemeinschaftsunternehmen der indischen Regierung mit dem japanischen Hersteller Suzuki, dem Goldpfandleiher Manappuram General Finance and Leasing und der Augenklinikkette Aravind – die es ihren Kunden überlässt, den Preis der Behandlung gegen Blindheit festzulegen, seit 1976 einen Weltmarktanteil von 10 % bei der Produktion von intraokularen Linsen erreicht hat und heute in 146 Länder exportiert. 50 % der indischen Patienten werden kostenlos behandelt, was das Unternehmen zu extremer Produktivität zwingt.
Die genaue Kenntnis und der physische Besuch der Unternehmen sind für Venkataraman Voraussetzungen für das Erkennen und Bewerten von Value-Investment-Chancen. Hinzu kommen die Hintergrundinformationen über politische und sozioökonomische Entwicklungen, die die Basis für den jeweiligen Markterfolg eines Unternehmens abgeben. Ohne physische Präsenz auf den lokalen Märkten sei eine Analyse auch heute nicht möglich. „Indien ist eine Nation im Aufbruch, und wir eröffnen Möglichkeiten, sich hier rational als Value-Investoren zu engagieren.“

Vom Leben lernen mit Bio-Imaging und Datenanalyse

Zurück zu den Möglichkeiten von Big Data: Ein tief gehendes Verständnis der grundlegenden molekularen Prozesse bei der Entwicklung von Leben erfordert neuartige bildgebende Verfahren, die vollständige Aufnahmen biologischer Gewebe und Organismen zusammen mit leistungsfähigen Datenverarbeitungsalgorithmen ermöglichen. Während es diese neuen bildgebenden Verfahren ermöglichen, Leben in einer noch nie da gewesenen räumlichen und zeitlichen Auflösung zu dokumentieren, generieren sie Tag für Tag mehrere Terabyte Daten, was mit immensen Herausforderungen im Hinblick auf die Verarbeitung, die Visualisierung, das Verbreiten, die Analyse und die Quantifizierung der Daten einhergeht. Dr. Lars Hufnagel vom EMBL Heidelberg (European Molecular Biology Laboratory) stellte die neuesten Fortschritte auf dem Gebiet des Bio-Imaging vor, das gleichzeitig Treiber und Voraussetzung für reifere neuronale Netze werden könnte. Zum einen kann man mit diesen Techniken dem Hirn beim Denken zusehen, und sei es nur das eines kleinen Fisches, um so Hinweise auf die Konstruktion besserer neuronaler Netze zu finden. Zum anderen wird die wachsende Datenflut des Bio-Imaging nur noch durch künstliche Intelligenz auswertbar. 

Mit 5 Sekunden von der Dissonanz zur Hochleistung

Wie nahe Dissonanz, Kreativität und Hochleistung beieinanderliegen können, demonstrierten Albert Schmitt und Stephan Schrader von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit ihrem 5-Sekunden-Modell. Es geht dabei nicht um Zeitsekunden, sondern um Gegensatzpaare, die je nach ihrer Nähe und Intensität wie musikalische Sekunden dissonant wirken können, aber dadurch erst Höchstleistungen möglich machen; durch das Bemühen, die Dissonanz verschwinden zu lassen. Notwendigkeit und Sinn, Hierarchie und Demokratie, Perfektion und Abenteuer, Energie und Konzentration sowie Erfolg und Spaß sind die fünf Sekunden, die Schmitt, Musiker und seit 1999 Managing Director des Orchesters, gemeinsam mit dem Personalmanager Prof. Christian Scholz entwickelte und zur Selbstrettung des insolventen Orchesters in den 90er Jahren einsetzte. Unter Schmitts Leitung erfolgte die strategische Neuausrichtung und der Aufstieg des Orchesters in die Weltspitze. Dazu gehörten neben künstlerischen Höchstleistungen auch strukturelle Innovationen: Das Orchester wird als klassisches Unternehmen geführt, die Musiker sind die Gesellschafter. Das 5-Sekunden-Modell inspiriert auch Wirtschaftsunternehmen und amtierende Fußballweltmeister. Ein Beispiel: Perfektion und Abenteuer – Perfektion ist Grundvoraussetzung für ein gelungenes Konzert, wirkt für sich alleine aber steril. Perfektion alleine ist der falsche Weg, aber ein Abenteuer ohne Perfektion ist auch keine Höchstleistung. Sein Kollege Schrader orchestrierte dies eindrücklich mit seinem Cello-Loop – ein einziges Cello, live vervielfältigt mit einem Loop-Synthesizer, kann wie ein ganzes Orchester klingen. Dissonanz und emotionalisierende Neuschöpfung liegen direkt nebeneinander.

Qualitätsstandard für Nachhaltige Geldanlagen: Alle 3 Nachhaltigkeitsfonds von ACATIS mit dem FNG-Siegel zertifiziert

Alle 3 Nachhaltigkeitsfonds der ACATIS Investment GmbH, der

  • ACATIS Fair Value Aktien Global
  • ACATIS Fair Value Bonds UI und
  • ACATIS Fair Value Modulor Vermögensverwaltungsfonds

wurden am 8. Dezember mit dem zum ersten Mal vergebenen FNG- Siegel zertifiziert. 34 Publikumsfonds, die sich um die Auszeichnung be- werben mussten, haben das Siegel erhalten, d. h. diese entsprechen dem vom Forum Nachhaltige Geldanlagen e. V. (FNG) entwickelten Qualitätsstandard für Nachhaltige Geldanlagen im deutschsprachigen Raum. Diese erfolgreich zertifizierten Fonds verfolgen einen stringenten und transparenten Nachhaltigkeitsansatz, dessen Anwendung vom un- abhängigen Medien- und Forschungszentrum mit Sitz in Paris, Novethic, geprüft worden ist.

Der Qualitätsstandard umfasst folgende Mindestanforderungen:

  • Ausschluss von Kernkraft, Rüstung und Waffen
  • Berücksichtigung der vier Bereiche des UN Global Compact: Menschen- und Arbeitsrechte, Umweltschutz sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung
  • Transparente und verständliche Darstellung der Nachhaltigkeits- strategie des Fonds im Rahmen des Eurosif Transparenz Kodex und des FNG-Nachhaltigkeitsprofils.

Mindestens 90 Prozent des Fondsportfolios werden nach Nachhaltig- keitskriterien (soziale und ökologische Verantwortung, gute Unterneh- mensführung) investiert.

Der ACATIS Fair Value Bonds UI erhielt darüber hinaus einen von drei Sternen für eine besonders anspruchsvolle und umfassende Nachhaltig- keitsstrategie. Er hat hierfür zusätzliche Punkte in den Bereichen institu- tionelle Glaubwürdigkeit, Produktstandards sowie Selektions- und Dia- logstrategien erzielt.

Das FNG-Siegel bietet eine Orientierung für die Anleger, die bei ihren Investments neben finanziellen Kriterien auch soziale und ökologische Aspekte berücksichtigen möchten. Das ist ebenfalls ein Anliegen der ACATIS Investment GmbH. ACATIS ist ein bankunabhängiger, selbst- ständiger Vermögensverwalter, dessen Kernkompetenz das „Value In- vesting“ nach Benjamin Graham und Warren Buffett ist. Drei ihrer rund 15 Publikumsfonds verfolgen zusätzlich den Aspekt der Nachhaltigkeit.

Fondsname

Anteilsklasse 

WKN ISIN

ACATIS Fair Value Aktien Global 

(EUR)

964894 

LI0017502381 

(CHF)

A1H70D 

LI0123466802 

ACATIS Fair Value Bonds UI 

976984 

DE0009769844 

ACATIS Fair Value Modulor Vermögensverwaltungsfonds 

A

A0LHCM 

LU0278152516 

B

A0MX2R 

LU0313800228 

I

A0LHCL 

LU0278152862 

S

A0LHCK 

LU0278153084