Tabula: ETFs als Instrumente Institutioneller Investments?

Serie: Die Chancen und Risiken von ETF-Lösungen bei Institutionellen Investoren. David Schnautz, der Kundenbetreuer von Tabula Investment Management für die DACH-Region, nimmt im altii interview Stellung zum Einsatz von ETFs bei professionellen Investoren und betrachtet als Beispiel Inflation.

Token und Coins: Wie unterscheiden sich Cryptocurrencies?

von Harald Egger, Chief Analyst und Crypto Asset Specialist der Erste AM.

Laut der Internetseite coinmarketcap haben alle Cryptocurrencies zusammengefasst vor kurzem die $1,000 Mrd. Grenze übertroffen. Obwohl die Seite über 8,000 Cryptocurrencies (CC) auflistet, vereinnahmen Bitcoin und Ethereum 85% der Gesamtkapitalisierung.

Diese Grenze wurde übertroffen, nachdem die beiden Flaggschiffe der Krypto Szene wieder deutlich an Wert dazugewonnen hat. Bevor wir uns intensiver mit dem Anstieg des Bitcoin Kurses beschäftigen, will ich kurz auf die hohe Anzahl von CC eingehen.

Zunächst ist es einmal wichtig zu verstehen, dass es sich bei den mehr als 8000 CC um recht unterschiedliche Projekte handelt und dass der Begriff „Currency“ nicht immer zielführend sein muss. Die Bezeichnung digitale Token trifft eher zu, wobei folgende Kategorisierung vorgenommen werden kann:

Payment Token

Dabei handelt es sich um Token, die als Bezahlmittel konzipiert wurden. Alle haben gemein, dass sie kryptographische Verschlüsselungstechniken anwenden und auf einer dezentralen Blockchain Struktur aufbauen. Der Emittent muss nicht unbedingt bekannt sein, wie dies beim Hauptvertreter Bitcoin der Fall ist. Weitere Beispiele für Payment Token sind Bitcoin Cash, Litecoin, u.a.

Stable Coins (EU-Bezeichnung: asset reference token)

Die Nummer Drei bei coinmarketcap belegt Tether. Der Wert von Stable Coins ist an ein bestimmtes Asset gebunden, im Fall von Tether an den USD (ein Tether repräsentiert 1USD). Der Plan von Facebook ein Token zu emittieren fällt in diese Untergruppe.

Ein Libra (bzw. der neue Namen Diem) soll den Wert eines Basket aus unterschiedlichen Währungen und Anleihen repräsentieren. Stable Coins werden entsprechend einem Vorschlag der EU-Kommission demnächst in der EU reguliert. Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) wird aber darüber entscheiden, on eine Zulassung in der EU erfolgt. Diese richtet sich danach ob die Token die Ziele der EZB konterkarieren, also eine gewisse Systemrelevanz aufweisen.

Plattform Token

Einige Projekte erlauben die Entwicklung von dezentralen Applikationen, die Blockchain basiert aufgebaut sind. Dazu sind sogenannte „smart contracts“ notwendig, die bei der Programmierung verwendet werden (technisch gesehen handelt es sich dabei um „wenn-dann“ Prozeduren).

Die Nummer zwei nach Kapitalisierung Ethereum und die Nummer 4 Polkadot sind prominente Vertreter dieser Gruppe. Ethereum hat eine eigene Währung (Ether), die für das Betreiben von Applikationen benötigt wird. Viele Applikationen gehören in die Kategorie „Dezentrale Finanzen“ (kurz DeFi), die derzeit einen Boom erleben.

In der Liste von coinmarketcap sind einige dieser DeFi Projekte mit eigenen Coins vertreten, wie z.B. Wrapped Bitcoin, Uniswap oder Aave). Wer sich mit diesem Thema näher beschäftigen will, kann auf der Webseite defipulse die führenden Applikationen verfolgen.

Utility Token

Utility Token sind eine Art Gutschein oder Zugangslizenz, die auf einer Blockchain abgespeichert sind. Sie erlauben den Bezug einer Dienstleistung oder eines Produktes. Diese sollten nur dann erworben werden, wenn man die Dienstleistung auch beanspruchen möchte.

Als Investment eignen sich diese Token eher nicht (darunter fällt auch Ripple). Die EU wird im Rahmen der Crypto Asset Regulierung (kurz MiCA) diese Form von Token regulieren, in erste Linie als Schutz für Kleinanleger, nachdem diese im letzten Bull-Run von 2017 von Vielen gekauft wurden, ohne zu wissen, was hinter dem Projekt steht oder ob es sich überhaupt um ein seriöses Unterfangen handelt. Ein Großteil, der über 8000 CC fällt in diese Kategorie und kann mit ruhigem Gewissen unter Investment Aspekten vernachlässigt werden.

Central Bank Digital Currencies (CBDC)

 Viele Notenbanken experimentieren derzeit mit der Emission von CBDCs Dabei gibt es zwei unterschiedliche Ansätze. Zum einen kann eine Notenbank digitale Token begeben, die der User in einer Wallet hält und damit bezahlen kann. Die zweite Form der digitalen Token nennt sich „account based“. Dabei hat ein User direkt ein Konto bei der Notenbank. Derzeit ist nicht klar welche Form sich durchsetzen wird.

Vorreiter auf diesem Gebiet ist China mit der Emission des digitalen Yuan. Derzeit wird diese Form der Währung getestet. Weit fortgeschritten ist auch die Riksbank in Schweden mit ihrer e-Krona. Die EZB ist derzeit noch in der Prüfungsphase.

Wenngleich CBDC immer wieder mit CC verglichen werden, muss diese Form der digitalen Währung nicht unbedingt auf einer dezentralen Blockchain aufgebaut sein. Vorstellbar ist eine sogenannte permissioned (nicht öffentlich zugänglich) Blockchain, die von Kommerzbanken betrieben wird.

Im Unterschied zu Stable Coins ist der Emittent eine Notenbank und kein Unternehmen. CBDC sind zudem eine Forderung gegenüber einer Notenbank und gelten als „Legal Tender“ (d.h. man kann damit Steuern und Schulden bezahlen).


Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

Mehr Informationen zur Produktpalette der Erste Asset Management finden Sie unter www.erste-am.at.

Die Offenlegungsverordnung – Guter Ansatz, der (noch) zu kurz greift

von Stefan Fritz, Investmentfonds & Research, GLS Bank.

Es wird dieser Tage viel über den Impact von nachhaltigen Investmentfonds gesprochen. Die Verbraucherzentrale prozessiert wegen Impact-Rechnern von Nachhaltigkeitsfonds, ein wissenschaftliches Papier fordert die Branche auf, sich bei diesem Thema neu zu orientieren. Den größten Einfluss hat aber sicherlich die Europäische Union mit der Offenlegungsverordnung 2019 / 2088 (auch Sustainable Finance Disclosure Regulation genannt). Mit dieser Verordnung will sie ESG-Reportings vereinheitlichen, verschiedene Grade der Nachhaltigkeit unterscheiden und somit Greenwashing vermeiden. Dies sollte sicherlich Impact Investments befördern, die unverändert ein Nischendasein fristen, wie das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) in schöner Regelmäßigkeit in seinem Marktbericht aufzeigt:


Quelle: FNG Marktbericht 2020

Die Offenlegungsverordnung verfolgt ein sinnvolles Ziel. Es ist notwendig, die Nachhaltigkeitsqualität einzelner Finanzprodukte klar aufzuzeigen und die Transparenz dazu zu erhöhen. Doch ein näherer Blick lässt Zweifel aufkommen, ob die Umsetzung dieser Verordnung, wie sie derzeit angedacht ist, im Investmentfondsbereich tatsächlich diesem Ziel nahekommt. Dies soll in diesem Artikel am Beispiel von Mikrofinanzfonds näher erläutert werden:

Mikrofinanzfonds eine traditionelle Form des Impact Investing

Mikrofinanzfonds gilt als eine traditionelle Form des Impact Investing. Sie erfüllen die klassische Definition des Global Impact Investing Network (GIIN). Demnach soll Impact Investing eine messbare, positive soziale und ökologische Wirkung neben der finanziellen Rendite erzielen. Damit sollen Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft finanziert werden (nachhaltige Landwirtschaft, erneuerbarer Energien, finanzielle Inklusion, etc.). Mikrofinanzfonds stellen Mikrofinanzinstituten in Schwellen- und Entwicklungsländern Kredite direkt zur Verfügung, welche diese in Form von Mikrokrediten an Endkreditnehmer*innen weiterreichen. Dazu zählen Landwirte, Kleingewerbetreibende oder Händler*innen, die häufig keinen Zugang zu formalen Finanzdienstleistungen haben. Mikrofinanzfonds fördern also die finanzielle Teilhabe dieser Menschen. Damit sie das Geld direkt zur Verfügung stellen können, sind diese Fonds als alternative Investmentfonds (AIF) strukturiert – so wie es bei Impact Investments die Regel ist, da andernfalls keine direkte Zuordnung von Wirkung durch Investments möglich ist. Diese Definition ist am Markt allgemein akzeptiert. Demgegenüber ist bei Wertpapierfonds über die Investitionen selbst selten direkte Wirkung zuordenbar. Wirkung erfolgt eher über Engagements oder selektiv die Teilnahme an Kapitalmaßnahmen. Das eingangs erwähnte Paper unterscheidet treffenderweise von Impact Generating (AIF-Fonds) und Impact-aligned Investments (OGAW bzw. Wertpapierfonds), wie auch die GLS Bank dies in einem früheren Artikel bereits skizziert hat:

Die Offenlegungsverordnung: drei neue Grade der Nachhaltigkeit

Die EU hat bei der Einführung der Offenlegungsverordnung im Fondsbereich einen allgemeineren Rahmen etabliert, ohne diese Unterscheidung zu berücksichtigen. Dieser allgemeinere Rahmen gilt für alle Finanzprodukte und sieht drei eigene Grade der Nachhaltigkeit von Finanzprodukten vor: Konventionell (Artikel 6), Bewerbung sozialer und ökologischer Merkmale (Artikel 8) und dunkelgrünes oder Impact-Produkt (Artikel 9).


Quelle: CRIC

Herausforderung 1: Keine gesetzliche Definition eines Nachhaltigkeitsziels für Mikrofinanzfonds

Um sich für Artikel 9 zu qualifizieren, muss das Finanzprodukt ein Nachhaltigkeitsziel verfolgen sowie bestimmte nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen (Do not significant harm) vermeiden. Wie genau ein Nachhaltigkeitsziel für Mikrofinanzfonds aussehen soll, ist in den technischen Regulierungsstandards nicht näher definiert. Der Text der Offenlegungsverordnung lässt vermuten, dass die EU vor allem Klima- und Umweltziele im Blick hat. Wohl sollen die in der Verordnung beschriebenen Nachhaltigkeitsziele künftig die 6 Umweltziele der EU-Taxonomie adressieren. Für Finanzprodukte mit einem Klimaschwerpunkt mag dies sinnvoll sein, für Fonds mit einem sozialen Schwerpunkt – wie eben Mikrofinanzfonds – ist dies aber kaum umsetzbar. Bisher ermitteln Mikrofinanzfonds meist die Anzahl an erreichten Mikrokreditnehmer*innen, den Prozentsatz an Frauen sowie Menschen auf dem Land, die mit Krediten versorgt wurden, sowie eigene Kennzahlen (Positivkriterien, Scorings, etc.). Inwiefern dies Nachhaltigkeitsziele sind, welche gemäß Verordnung akzeptabel sind, ist derzeit unklar.

Herausforderung 2: Anwendung der „Do not significant harm“-Indikatoren auf Mikrofinanzfonds

Deutlich klarer dagegen definiert die Verordnung, welche nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen der finanzierten bzw. investierten Unternehmen zu erfassen sind. Um als Impact-Produkt gemäß Artikel 9 eingestuft zu werden, müssen Fondsanbieter ab 2022 nachweisen, dass die Unternehmen im Portfolio akzeptable Werte bei klar definierten Kennzahlen aufweisen. Diese sind:


Quelle: eigene Zusammenstellung auf Basis der 
technischen Regulierungsstandards (Level 2) 

Diese Kennzahlen adressieren vor allem große multinationale Industrie- und Energieunternehmen, nicht aber für Mikrofinanzinstitute, deren Kerngeschäft die Ausreichung von Mikrokrediten an Endkreditnehmer*innen ist und zum Teil noch die Strukturen von Nichtregierungsorganisationen aufweisen. Ein Mikrofinanzinstitut danach zu fragen, wie hoch sein Anteil an gefährlichen Abfällen ist, mag auf den ersten Blick komisch anmuten, ist aber ab kommendem Jahr für Artikel 9-Produkte verpflichtend. Dieser Umstand führt dazu, dass Anbieter von Mikrofinanzfonds sich sehr genau überlegen müssen, wie sie ihre Fonds einklassifizieren.

Rechtsrisiken bei zu ambitionierter Einklassifizierung

Was sind nun die konkreten Konsequenzen für Anbieter von Mikrofinanzfonds? Wenn sie ihre Fonds als Impact-Produkte gemäß Art. 9 einklassifizieren (was sie nach bisherigen, gängigen Marktstandards sind), dann müssen sie die Do not significant harm-Kennzahlen erheben und auch darstellen können. Können sie dies nicht, dann drohen rechtliche Konsequenzen: Vorwurf der Falschberatung, Prospekthaftung, etc. Vom Reputations- und Vertrauensverlust bei Investoren durch etwaige Herabstufung auf Artikel 8 oder gar 6 ganz zu schweigen. Dies ist ein durchaus hohes Risiko.

Ob die Regulierungsbehörden kurzfristig nachjustieren, ist derzeit ungewiss. Mit der Sustainable Finance-Initiative wird eindeutig ein Umweltfokus verfolgt. Mikrofinanzfonds sind Nischenprodukte. Eine Lösung wäre die Schaffung einer sozialen Taxonomie. Doch ob sie überhaupt kommt, darüber wird derzeit noch gerungen. Und falls ja, vergehen Jahre.

Ein weiterer gangbarer Schritt wäre, sich mit weiteren Anbietern von Mikrofinanzfonds zu verständigen und gemeinsam darauf hinzuwirken, dass Mikrofinanzfonds eine klassische Form des Impact Investing sind, welche auch gegenüber Investoren gesetzlich als Impact-Produkt gelten darf. Bereits in der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass gemeinschaftliches Handeln unter Mikrofinanzfonds zum Wohle der finanziellen Teilhabe der Endkreditnehmer*innen möglich ist. 

Fazit: Guter Ansatz, aber Nachbesserungen wünschenswert

Die Offenlegungsverordnung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings zeigt ihre bisherige Ausgestaltung, dass bewährte Marktstandards im Investmentfondsbereich nicht im ausreichenden Maße berücksichtigt wurden, besonders der grundsätzliche Unterschied zwischen Impact Generating und Impact-aligned Investments. So wurde eine große Chance vertan, das Impact-Potenzial einzelner Fondstypen sinnvoll zu fördern.

Wie dies gehen könnte? Wertpapierfonds sollten nur dann nach Art. 9 einstufbar sein, wenn sie eine glaubwürdige Engagement-Strategie verfolgen oder im signifikanten Maße in Positionen kleinerer, unterinvestierter Unternehmen am Primärmarkt (Kapitalerhöhungen, Anleiheemissionen) investieren, mit denen gezielt nachhaltige Innovationen gefördert werden (auf die Investitionslücke dieser Unternehmen verweist Florian Heeb in einem Paper). Demgegenüber sollte die Artikel 9-Einklassifizierung bei AIF-Fonds an die Marktrealitäten der einzelnen Produkttypen angepasst werden.

Die derzeitige Ausgestaltung lässt dagegen befürchten, dass aufgrund fehlerhafter gesetzlicher Intervention die einstig klare Trennung zwischen Nachhaltigen Investment und Impact Investment weiter aufweicht. So können sich Wertpapierfonds ohne glaubwürdige Engagementstrategie oder gar Klima-ETFs als Impact/dunkelgrüne-Fonds gemäß Art. 9 positionieren, wogegen wirkliche Impact Investments sich mit Art. 8 begnügen müssen. Der Bekämpfung von Greenwashing bzw. der Förderung von Impact Investing hätte der Gesetzgeber damit leider einen Bärendienst erwiesen.


Stefan Fritz arbeitet als Spezialist Investmentfonds im Angebotsmanagement des Investmentfondsgeschäfts der GLS Bank. In den Jahren 2015 bis 2018 war er für das französische Researchunternehmen Novethic mit Sitz in Paris tätig, von wo aus er die Entwicklung des europäischen Marktes für nachhaltige Investments begleitete und für das Audit des FNG-Siegels zuständig war.

Über die GLS Bank

Bei der GLS Bank ist Geld für die Menschen da. Die Genossenschaftsbank mit Sitz in Bochum finanziert und investiert nur in sozial-ökologische Unternehmen. Ihre Geschäfte macht sie umfassend transparent. Im Investmentfondsgeschäft bietet sie drei eigene Fonds und den B.A.U.M. Fair Future Fonds im Gesamtvolumen von rund 900 Mio. Euro an (Stand 23.02.2021).

Weiterführende Informationen:

www.gls-fonds.de/klima
investmentfonds@gls.de
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"Der Konsument bleibt der wichtigste Treiber der Transformation"

Die Transformation Europas hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft – der im Oktober 2020 gestartete European Circular Bioeconomy Fund (ECBF) möchte nicht nur an dieser Transformation teilhaben, sondern vor allem darin investieren, erklärt Dr. Michael Brandkamp, Geschäftsführer der High-Tech Gründerfonds Management GmbH.

Mit der Europäischen Investmentbank (EIB) als Hauptinvestor und Hauck & Aufhäuser Funds Services als Verwalter stellt der ECBF den ersten Venture-Fonds dar, der sich ausschließlich auf die Bioökonomie und die zirkuläre Bioökonomie in Europa konzentriert. Der Fonds will somit als wichtiges Finanzinstrument zur Erreichung der Ziele des European Green Deal beitragen, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. FondsTrends sprach mit Dr. Michael Brandkamp, CEO und General Partner des ECBF, über Impact Investing in Krisenzeiten, das Potenzial biobasierter Kreislaufwirtschaft sowie die Nachhaltigkeit von Nachhaltigkeit.

FondsTrends: Herr Dr. Brandkamp, was ist der European Circular Bioeconomy Funds (ECBF) genau und wodurch zeichnet er sich aus?

Michael Brandkamp: Der ECBF ist ein „Alternative Investment Fund“, der sich an innovativen Wachstumsunternehmen der europäischen Bioökonomie beteiligt. Das Zielvolumen von EUR 250 Millionen wird der ECBF in rund 25 Unternehmen aus Europa investieren, um aus regional agierenden Unternehmen erfolgreiche, pan-europäische oder globale Player zu machen. Alle Unternehmen müssen nicht nur sehr attraktive Renditen erbringen, sondern auch einen deutlichen Beitrag zu den Sustainable Development Goals (SDGs) in Aussicht stellen bzw. die sogenannten Environmental, Social and Governance- (ESG-) Kriterien erfüllen.

Der ECBF ist ferner eine Initiative der Europäischen Kommission und der European Investment Bank (EIB), die dazu beitragen soll, die Finanzierungslücke für innovative „Scale-ups“ in der Europäischen Union und den sogenannten „Assoziierten Länder“ zu schließen. Dafür investiert die EIB als Cornerstone Investor EUR 100 Millionen in den ECBF, dessen Konzept und Team in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren geprüft und ausgewählt wurden. Mit dem zweiten Closing am 14. Dezember 2020 konnte der ECBF bereits ein Volumen von EUR 175 Millionen akquirieren und damit auch erstklassige Fachexpertise und ausgezeichnete Netzwerke aus fünf verschiedenen Ländern einbinden.

Der ECBF ist bis August 2021 für weitere Investoren offen, die sinnstiftend investieren und an den Chancen teilhaben wollen, die sich aus der Transformation der fossilbasierten linearen zu einer biobasierten zirkularen Wirtschaft ergeben werden.

FondsTrends: Sie sind seit Januar 2020 General Partner des ECBF. Wenn Sie nun auf die ersten zehn Monate dieses turbulenten Jahres zurückblicken – haben Sie sich bereits in Ihre neue Rolle eingelebt? Welche Aufgaben sind grundlegend neu, an welchen Stellen können Sie aus Ihrem Erfahrungsschatz schöpfen?

Michael Brandkamp: Meine neue Rolle ist so abwechslungsreich, spannend und aufregend, dass man nicht von „Einleben“ sprechen kann. Aber die Rolle macht mir sehr viel Freude und ist mir eine Herzensangelegenheit. Allerdings war das Jahr 2020 sehr abenteuerlich: Der Aufbau des Fonds ist genau in die Zeit der Corona-Pandemie gefallen und durch diese auch in Gefahr geraten. So ist das Fundraising zur Achterbahnfahrt geworden bis wir, mit rund sechs Monaten Verzug, Ende August das erste Closing erreichen konnten. In den ersten acht Monaten des Jahres hatten wir sehr wenige Ressourcen, da wir den Aufbau aus unseren eigenen, privaten Mitteln vorfinanzieren mussten. Aber seit Anfang Oktober ist der ECBF operativ und gibt Gas. Das Team wächst und wir haben jetzt die Möglichkeit, von unseren Erfahrungen zu profitieren. Diese Erfahrungen helfen uns nun, die drei Aufgabenfelder des ECBF effizient und professionell zu bearbeiten:

  1. Fundraising – bis August 2021 planen wir, unser Funding-Ziel von EUR 250 Millionen erreicht zu haben.
  2. Fonds- und Teamaufbau – d.h. Aufbau von Strukturen, Prozessen für die Auswahl und die Due Diligence attraktiver Investmentopportunitäten erfordert viel Erfahrung, die wir mit unserem nun wachsenden Team erweitern werden.
  3. Investitionen  in attraktive Wachstumsunternehmen der Bioökonomie, deren Anfragen uns aus unseren eigenen Netzwerken und den Netzwerken der Europäischen Institutionen bereits in großer Zahl erreicht haben.

FondsTrends: Gehen wir einmal zurück zum Anfang. Wann kamen Sie zum ersten Mal mit dem Thema Impact Investing in Berührung? Was hat Sie schließlich, vielleicht auch speziell am Thema biobasierter Kreislaufwirtschaft, nicht mehr losgelassen?

Michael Brandkamp: Beim High-Tech Gründerfonds, für den ich knapp 15 Jahre als Geschäftsführer tätig war, haben wir den Bereich “Sustainable Chemistry” und dessen Potenziale intensiv analysiert. Die Start-up-Szene war sehr unterentwickelt in diesem Bereich. Der größte Engpass lag aber in der Wachstumsfinanzierung. Ferner haben wir erkannt, dass sich die Land- und Forstwirtschaft, die Ernährungs- und Futtermittelindustrie sowie die Verpackungs- und Textilindustrie umstellen und nachhaltiger wirtschaften werden. Es war und ist offensichtlich, dass Innovationen in diesen Bereichen auf sehr große Märkte gerichtet sind und über erhebliche wirtschaftliche Potenziale verfügen. Neben den Renditepotenzialen spielt vor allem die Erkenntnis eine Rolle, dass Innovationen, die die Transformation zu einer zirkularen Bioökonomie voranbringen, nicht nur das Leben erleichtern, sondern zwingend sind, wenn die Menschheit langfristig auf hohem Lebensniveau auf der Erde leben möchte.

Entscheidend war dabei auch der Impuls meiner jüngsten Tochter, die mich bereits vor drei Jahren streng ermahnt hat, etwas für die Zukunft unseres Planeten zu tun.

FondsTrends: Die Corona-Krise scheint nicht nur diverse Lebensbereiche massiv geprägt, sondern auch das Bewusstsein für nachhaltige Investments geschärft zu haben. Welche Aspekte der ESG-Thematik sehen sie besonders davon betroffen? Ist diese Entwicklung im wahrsten Sinne des Wortes nachhaltig, also „here to stay“?

Michael Brandkamp: In der Tat wächst die Ansicht, dass Rendite- und Impactziele komplementär sind, unter Investoren rasant. Es wird immer deutlicher, dass sich Risiken ergeben, wenn die Investmenttargets die Kriterien für „Enviromental, Social and Governance (ESG)“ nicht erfüllen. Alle drei Themenfelder sind sehr wichtig:

  • E: Wenn Unternehmen die Umwelt belasten, wird das zum Risiko, da z.B. Kohlendioxidemissionen etwa durch Steuern oder Zertifikate teuer werden können.
  • S: Wenn öffentlich wird, dass Unternehmen von Kinderarbeit profitieren oder Mitarbeiter diskriminieren, müssen sie damit rechnen, von Kunden abgestraft zu werden.
  • G: Korruption und Vetternwirtschaft sind nur die Spitze des Eisbergs. Wer hier Schwächen zeigt, wird am Kapitalmarkt gerügt. Gute Transparenz- und Compliance-Regeln sind nicht nur Luxus, sondern führen auch zu besseren Entscheidungen und besseren Renditen in den Unternehmen.

Wir sind fest davon überzeugt, dass Investoren in Zukunft grundsätzlich erwarten, dass die ESG-Kriterien erfüllt werden. Viele Investoren interessieren sich immer mehr dafür, was mit dem Geld passiert – Sie wünschen, dass ihr Geld sinnstiftend eingesetzt wird.

FondsTrends: Im Fokus des ECBF liegen vor allem Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit in diversen Bereichen wie z.B. der BlueEconomy oder der Ernährung setzen. Wo sehen Sie hier am meisten Potenzial? Was bedarf einer größeren, wenn nicht gar der größten Umstrukturierung?

Michael Brandkamp: Die Ernährung ist der größte Wirtschaftssektor der Welt. Um in einigen Jahren nahezu 10 Milliarden Menschen zu ernähren, ohne dabei die Lebensbereiche des Menschen auf der Erde zu zerstören, benötigen wir neue Technologien, neue Nahrungsmittel und eine Nutzung von Abfall- bzw. Wertstoffströmen. Der ECBF hat seine beiden ersten Investments in diesem Feld getätigt. PeelPioneers aus den Niederlanden beispielsweise nimmt Orangenschalen auf und verarbeitet diese in der eigenen Bio-Raffinerie zu wertvollen Ausgangsstoffen für die Nahrungsmittelproduktion. Prolupin aus Deutschland stellt aus der regionalen Lupine vegane Joghurts, Eis und Frischkäse her.

Ferner verlangen Kunden, dass Verpackungen nachhaltiger, Textilien recycelt und z.B. Pflegeprodukte ökologischer werden. Auch das Meer als Quelle von neuen Materialien oder Nahrungsmitteln wird an Bedeutung gewinnen. In diesen Feldern werden die Wertschöpfungsketten völlig neu definiert. Hier liegen erhebliche Investitionspotenziale.

FondsTrends: In Anbetracht von Maßnahmen wie dem European Green Deal– wo sehen Sie den ECBF in zehn Jahren?

Michael Brandkamp: Unser Ziel ist, dass der ECBF in zehn Jahren der führende Investor für innovative Wachstumsunternehmen in der Bioökonomie Europas sein wird. Er wird dann bereits seinen dritten Fonds auflegen, gute Investments tätigen und attraktive Renditen erwirtschaften. Der European Green Deal und viele andere Maßnahmen werden den Wandel von der linearen fossilbasierten zu einer biobasierten Wirtschaft fördern. Regulatorische Anpassungen werden neue Märkte schaffen und neue Unternehmen gute Wachstumschancen eröffnen. Dennoch bleibt der Konsument der wichtigste Treiber der Transformation.

FondsTrends: Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Inwiefern hat die Corona-Pandemie Ihren beruflichen wie auch privaten Alltag verändert?

Michael Brandkamp: Die Krise hat mir in der ersten Hälfte des Jahres 2020 Angst gemacht, da uns viele Fondsinvestoren abgesagt haben und neue Investoren nicht ansprechbar waren. Das Projekt stand kurz vor dem Scheitern. Aber mit Unterstützung der EIB, der vertrauensvollen Investoren preZero und Dr. Hettich Beteiligungen sowie durch den starken Teamgeist haben wir es dann geschafft. In meinem Alltag gab es aber auch sehr schöne Momente, da meine ganze Familie zuhause beisammen war. Zwei von meinen drei wunderbaren Töchtern sind bereits im Studium. Corona hat unserer Familie also auch eine sehr schöne gemeinsame Zeit geschenkt.

FondsTrends: Herr Dr. Brandkamp, wir danken Ihnen für das interessante Interview und wünschen weiterhin alles Gute!


Der Text stammt von FondsTrends – Die Zukunft des Fondsgeschäftes, veröffentlicht am 18. Januar 2021.

Dr. Michael Brandkamp

Dr. Michael Brandkamp studierte Wirtschaftswissenschaften in Münster, Nairobi und Bonn und promovierte an der Fakultät für Unternehmensinnovation der TU Freiberg. Als Geschäftsführer der High-Tech Gründerfonds Management GmbH schrieb er nicht nur dessen Geschäftsplan, sondern baute auch eine breitgefächerte Organisation auf, die unter seiner Leitung in mehr als 550 Start-ups investierte und mehr als 100 Exits realisierte. Im Dezember 2019 verließ er den HTGF nach mehr als 15 Jahren, um sich als General Partner und CEO dem Aufbau des neuen European Circular Bioeconomy Fund (ECBF) zu widmen, der in innovative Unternehmen an der Schnittstelle aus Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft investiert.

Investieren in Megatrends: Cybersecurity

von Günther Schmitt, Fondsmanager des Raiffeisen-MegaTrends-Aktie.

In den Nachrichten über Donald Trump, den Machtwechsel im Weißen Haus, über Corona und Lockdowns ist für viele vermutlich einer der, wenn nicht gar DER, bislang schwerste und gravierendste Einbruch in weltweite Daten- und Computernetze untergegangen. Mindestens 18.000 Computernetzwerke sind betroffen, darunter viele der größten Unternehmen und Behörden in den USA, Großbritannien, Deutschland und etlichen anderen Ländern. Der so genannte „Solarwinds-Hack“ konnte in seinem gewaltigen Umfang ironischerweise überhaupt erst erfolgen, weil viele Unternehmen und Behörden sich gegen genau solch einen Einbruch wappnen wollten. Die Angreifer infizierten dabei genau jene Software, die eigentlich die Sicherheit all dieser Netzwerke gewährleisten sollte. Diese wurde dann bei den arglosen Kunden installiert. Der vermeintliche Wachposten wurde daraufhin zum heimlichen Türöffner – und das unerkannt für mindestens neun Monate.

Massiver Anstieg der Ausgaben für Cyber-Sicherheit erwartet

Der Fall dürfte noch gewaltige Konsequenzen nach sich ziehen. Eine davon scheint schon jetzt sicher: Die Ausgaben für IT-Sicherheit werden 2021 nochmals massiv steigen. Verschiedene Researchhäuser schätzen das Wachstum der Branche für die kommenden fünf bis zehn Jahre auf über 10 % pro Jahr. Ein Ende ist derzeit nicht absehbar, im Gegenteil. Denn hier kommt natürlich noch ein weiterer, massiver Trend zum Tragen: Die Digitalisierung fast aller Branchen und der beschleunigte Trend zum Homeoffice.

Die Pandemie hat zusätzliche Dynamik in diese Entwicklungen gebracht. Die rasant zunehmende Digitalisierung führt zugleich dazu, dass sich Cyber-Kriminalität nicht nur stark ausgebreitet und mittlerweile zu einem riesigen Geschäftszweig für das organisierte Verbrechen entwickelt hat, sondern auch ein Schlachtfeld für staatliche und halb-staatliche Akteure weltweit geworden ist. Das Thema Cyber-(Un)Sicherheit betrifft dabei jeden – Behörden, Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen. Denn unsere Identität wird – egal ob wir das wollen oder nicht – zumindest für behördliche Zwecke, Konsum, Reisen etc. zunehmend digital.

Digitalisierung macht uns immer verwundbarer für Cyberangriffe

Neben Diebstahl und politischer sowie industrieller Spionage sind es vor allem Erpressungen gegenüber Unternehmen und Regierungen, die derzeit stark zunehmen. Dabei infizieren Hacker mit einer Ransomware (Erpressungssoftware) fremde Computer. Diese sorgt dann dafür, dass die Mitarbeiter keinen Zugang mehr zu ihrem Computer bzw. zu ihren Dateien und Daten haben, es sei denn man zahlt ein Lösegeld. Dieses Lösegeld wird oft in Kryptowährungen verlangt, weil man so den späteren Weg des erpressten Geldes nicht mehr nachvollziehen kann. In den letzten fünf Jahren haben sich international sogar Unternehmen etabliert, die weltweit entwickelte neue Angriffsverfahren gegen Entgelt für Auftraggeber durchführen, im Ransomware-Bereich beispielsweise gegen eine Beteiligung von 30 % des erzielten Umsatzes. Es gibt dafür sogar schon den Begriff CaaS (Crime as a Service, zu Deutsch Auftragskriminalität als Dienstleistung).

Eine andere beliebte Methode von Cyberkriminellen, um an Geld zu kommen, ist das Phishing, also der Diebstahl digitaler Identitäten. Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff der Spyware. Hierbei handelt es sich um eine bösartige Software, die den Computer oder das Handy infiziert und Informationen über den User und seine Gewohnheiten sammelt. Meist spioniert diese Software über längere Zeit unerkannt im Hintergrund und sammelt Daten oder überwacht die Aktivitäten, um bösartige Aktionen auszulösen, die den Computer des Users betreffen. Besonders heimtückisch sind die sogenannten Trojaner. Angelehnt an die berühmte Sage über das trojanische Pferd installieren sie unbemerkt Hintertüren, durch die Angreifer dann in Systeme eindringen, Daten stehlen oder verändern und weitere Schadsoftware installieren können. Der eingangs erwähnte Solarwinds-Angriff gehört in diese Kategorie. Letzten Meldungen zufolge haben dabei sogar zwei Hackerteams unabhängig voneinander Hintertüren installieren können.

Permanenter Wettlauf zwischen Schild und Schwert

Zu den betroffenen Unternehmen gehören übrigens weitere IT-Sicherheitsfirmen, wie etwa FireEye. Dort haben die Hacker auch gleich ein Arsenal von digitalen Einbruchswerkzeugen mitgehen lassen. Unvergessen die Sammlung von Hackertools des US-Geheimdienstes NSA, die vor einigen Jahren im Internet veröffentlich wurde und damit sofort ins Waffenarsenal aller Hackergruppen wanderte. Daran wird auch ein großes Problem in diesem Bereich deutlich, dass aus Investorensicht aber für langes Wachstum sorgen wird: ein permanenter Wettlauf zwischen den Schwertern der Angreifer und den Schilden der Verteidiger. Die Angriffsmethoden werden ständig besser, ebenso die dafür verfügbare Hardware. Firmen, die sich auf die Verteidigung gegen Angriffe spezialisiert haben, müssen daher ihrerseits ständig Erkennungs- und Abwehrmethoden, Verschlüsselungen und Sicherheitssysteme weiterentwickeln. Und ihre Kunden müssen, ob sie wollen oder nicht, kontinuierlich diese verbesserten Sicherheitssysteme beziehen und Geld für Cybersicherheit ausgeben. Der wirtschaftliche Schaden durch Cyberkriminalität wird inzwischen auf jährlich über eine Billion Dollar geschätzt, 50 % mehr als noch vor zwei Jahren. Entsprechend hoch ist die Notwendigkeit für Unternehmen und Behörden, ständig in wirksame Sicherheitssysteme zu investieren.

Fazit

Der Markt für Cybersicherheit wird auf absehbare Zeit stark wachsen, nicht zuletzt durch die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche. Zugleich ist das für die dort tätigen Unternehmen aber keine Einbahnstraße. Vieles basiert auch und gerade in diesem Bereich naturgemäß auf Vertrauen. Unternehmen, die das Vertrauen ihrer Kunden nicht (mehr) rechtfertigen können und mit ihren Lösungen nicht die versprochene Sicherheit bieten, werden sehr schnell von jenen verdrängt werden, die dies besser tun. Daher ist auch in dieser Branche eine kontinuierliche sorgfältige Beobachtung und eine gute Unternehmensauswahl durch das Fondsmanagement vonnöten. Dementsprechend können sich die Positionierungen des Fonds auch jederzeit ändern. Die mit Aktieninvestments grundsätzlich verbundenen Risiken gelten selbstverständlich auch für die Unternehmen, die sich im Bereich Cybersicherheit engagieren.