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Aussichten für Weltwirtschaft vorsichtig optimistisch, aber es bleiben Risiken

OpinionsAussichten für Weltwirtschaft vorsichtig optimistisch, aber es bleiben Risiken

Die Aussichten für eine allmähliche Erholung des Weltwirtschaftswachstums bleiben vorsichtig optimistisch, sind aber nicht ohne Risiken. Darauf weist Kim Catechis hin, Leiter Anlagestrategie bei der Legg-Mason-Tochtergesellschaft Martin Currie.

Der Internationale Währungsfonds prognostiziert in seinem jüngsten World Economic Outlook im Januar ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,3 Prozent in diesem und 3,4 Prozent im kommenden Jahr. Der verhaltene Optimismus für die nächsten zwei Jahre gründet auf der Erwartung, dass einige Schwellenländer zu ihren langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten zurückkehren, darunter Indien, aber auch Brasilien, Mexiko, Russland und die Türkei. Dieser Optimismus wird untermauert durch die verbreiteten Zinssenkungen des vergangenen Jahres, die sich jetzt auswirken. „Für Investoren ist dies ein recht guter Hintergrund für globale Investments und ein gutes Vorzeichen für die Renditen im Jahr 2020. Aber es gibt zwei nicht zu übersehende Hauptrisiken: die Verschlechterung der weltweiten Handelsaktivitäten sowie die weitere Verzerrung der Wertschöpfungskette des Technologiesektors“, betont Catechis. Darüber hinaus seien weitere kritische Faktoren zu berücksichtigen, wie etwa die wirtschaftlichen Folgen des Brexits und der Klimawandel.

Hauptrisiko 1: Welthandel verschlechtert sich

2019 war kein gutes Jahr für die führenden Handelsnationen. Das globale Warenhandelsvolumen war in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent zurückgegangen. Deutschland verzeichnete ein Minus von 4,7 Prozent. Eine weitere Verschlechterung des Handels droht insbesondere, wenn der „Zollkrieg“ zwischen den USA und China anhält und sich auf andere Länder ausbreitet. „Zudem zeichnet sich eine potenziell heikle Handelsauseinandersetzung zwischen den USA und Europa ab. Die EU, der größte Verbrauchermarkt der Welt, hat sich zum wichtigsten Regulierungsorgan der Welt entwickelt, eine Rolle, die der US-Regierung nicht gefällt“, erläutert Catechis.

Hauptrisiko 2: Wertschöpfungskette des Technologiesektors wird weiter verzerrt

Das zweite Hauptrisiko liegt darin, dass die Wertschöpfungskette des Technologiesektors durch die zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China weiter verzerrt wird. Das würde dem Wachstum, den Investitionen und den Erträgen kurzfristig erheblich schaden. Zwar ist dieses Szenario am deutlichsten in der Technologie zu erkennen, aber es hat auch Auswirkungen auf jede Lieferkette in der globalen Wirtschaft. „Unternehmen haben Jahrzehnte daran gearbeitet, ihre Lieferketten zu optimieren. Nicht nur die Unternehmensgewinne sind gestiegen, auch die Verbraucher haben davon profitiert. Jetzt kommt eine neue Komponente ins Spiel, die schwer einzuschätzen und grundsätzlich instabil ist: die Politik“, so Catechis.


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