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Bidens Spielräume wären begrenzt

OpinionsBidens Spielräume wären begrenzt

John Vail, Chief Global Strategist bei Nikko Asset Management, kommentiert die US-Wahlen:

Derzeit sieht es so aus, als ob Biden die Präsidentschaft gewinnt, die Republikaner aber ihre Mehrheit im Senat verteidigen. Bis endgültige Sicherheit herrscht, dürften zwei Monate ins Land ziehen. In der Zwischenzeit schwelgen sowohl die Aktien- als auch die Anleihemärkte in Erwartung eines abgeschwächten demokratischen Konjunkturprogramms. Es besteht jedoch eine große Wahrscheinlichkeit, dass der Weg dorthin blockiert wird.

Biden hätte selbst ohne Kongressmehrheiten die Möglichkeit, alle Executive Orders von Trump zu annullieren, doch auch diese Macht könnten ihm regionale Gerichte beschneiden. Auch bestimmte gesetzliche Änderungen können auf diese Weise blockiert werden, wie im Fall Trump häufig geschehen. Eins ist so gut wie sicher: Die Medienbranche wird angesichts all dieser Ungewissheit und einer wahrscheinlich noch tieferen Spaltung des Landes weiterhin florieren.

Viele Unternehmen können in einer derart festgefahrenen Situation gedeihen, solange es weiterhin steuerliche und monetäre Anreize gibt und größeren Unruhen ausbleiben. In dieser Hinsicht waren die Gewinne im 3. Quartal in den USA extrem gut, da die Kosten weiter gesenkt wurden und die Preissetzungsmacht in vielen Branchen sehr stark zu sein schien. Besonders die Kosten für Werbung und Produktrabatte schienen in vielen Branchen stark zu sinken. Die Nachfrage nach technischer Hard- und Software stieg eindrucksvoll an, auch wenn ein Teil der Komponentennachfrage von einem großen chinesischen Hersteller vor dessen Sanktionierung stammte. Die Autohersteller meldeten viel bessere Gewinne als erwartet, da die Nachfrage nach hochpreisigen Modellen stieg und die Kosten gesenkt wurden. Bisher scheint es im 4. Quartal wenig Grund zu geben, mit enttäuschenden Gewinnen zu rechnen, und letztlich sind die (erwarteten) Unternehmensgewinne die wichtigsten Determinanten der Aktienentwicklung. Ein Bereich, der Anlass zur Sorge gibt, ist die mangelnde Aufmerksamkeit des Marktes für die Tatsache, dass viele der jüngsten Mega-Fusionen, insbesondere im Technologiesektor, aus Wettbewerbsgründen blockiert werden könnten.

Japanische Aktien dürften nicht allzu stark vom US-Trend abweichen. Beide Präsidentschaftskandidaten wollen stabile Beziehungen aufrechterhalten, und die globalen Wirtschaftstrends begünstigen nun in hohem Maße japanische Unternehmen.


Über Nikko Asset Management

Mit einem verwalteten Vermögen von 235,9 Milliarden US-Dollar* ist Nikko Asset Management (Nikko AM) einer der größten Vermögensverwalter in Asien. Das Unternehmen bietet hochwertiges aktives Fondsmanagement für eine Vielzahl von Aktien-, Renten-, Multi-Asset- und alternativen Strategien. Im passiven Segment deckt Nikko AM mehr als 20 Indizes ab und umfasst einige der größten börsennotierten Fonds (ETFs) in Asien.
Nikko AM ist seit 1959 in Japan ansässig und beschäftigt in 11 Ländern rund 200** Finanzfachleute mit rund 30 Nationalitäten. Weltweit vertreiben mehr als 400 Banken, Broker, Vermögensberater und Lebensversicherer die Produkte von Nikko AM.
Die Investmentstrategie des Hauses verbindet seine asiatische DNA konsequent mit einer globalen Perspektive für eine langfristige und nachhaltige Performance. Nikko AM ist zudem stolz auf seinen fortschrittlichen lösungsorientierten Ansatz, der zu der Auflage zahlreicher innovativer Fonds für seine Kunden geführt hat.
Weitere Informationen zu Nikko Asset Management und Zugang zu Investment Insights finden Sie auf der Homepage des Unternehmens.

* Assets under Management zusammengefasst einschließlich aller verbundenen Unternehmen von Nikko Asset Management und seiner Tochtergesellschaften zum 30. Juni 2020.
** Stand 30. Juni 2020 einschließlich aller Mitarbeiter von Nikko Asset Management und seiner Tochtergesellschaften.