Globale Wachstumsentwicklung nach dem KI-Boom
Im Jahr 2025 trug der Ausbau der KI-Infrastruktur mit rund einem Viertel entscheidend zum weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent bei. KI bildete eine zentrale Säule für ein robustes, wenn auch langfristig unterdurchschnittliches Wachstum. Für 2026 wird eine breitere Basis des Wachstums erwartet, da sich die Dynamik zunehmend auf verschiedene Sektoren und Regionen verteilt und somit die Abhängigkeit von einzelnen strukturellen Triebfedern reduziert wird.
Zentralbanken und regionale Impulse
Der globale Zinssenkungszyklus, eingeleitet von der Europäischen Zentralbank 2024 und seit 2025 international unterstützt, bleibt ein wesentlicher Wachstumsfaktor. Voraussetzung für weitere geldpolitische Lockerungen ist ein kontrollierter Inflationsverlauf. Die positiven Effekte niedrigerer Zinsen zeigen sich meist mit Verzögerung und dürften 2026 stärker wirksam werden.
Regionale Wachstumsimpulse kommen aus unterschiedlichen Quellen: Die USA profitieren von wirtschaftsfreundlicher Politik, in Europa wirken umfangreiche Fiskalprogramme zur Förderung von Infrastruktur und Verteidigung, während Asien durch einen schwächeren US-Dollar Rückenwind erhält. Zusätzlich unterstützen konjunkturfreundliche, tiefe Ölpreise die Kaufkraft und senken Unternehmenskosten.
Ausdifferenzierung der Aktienmärkte
Seit Beginn des Jahres 2026 ist eine deutliche Sektorrotation an den globalen Aktienmärkten zu beobachten. Vorjahresdominierte KI-nahe Technologiewerte werden zunehmend von zyklischen Sektoren wie Industrie und Grundstoffe abgelöst. Kleinere und mittelgroße Unternehmen gewinnen an Dynamik, was gleichgewichteten Indizes Vorteile gegenüber kapitalgewichteten verschafft.
Dieser Trend signalisiert eine breitere Marktteilnahme, welche die Nachhaltigkeit der Aktienhausse stärken und die Marktstabilität verbessern kann. Zyklische Branchen profitieren von zunehmender konjunktureller Besserung und günstigeren Bewertungen im Vergleich zu defensiven Wachstumssegmenten. Erste positive Gewinnrevisionen untermauern diese Rotation fundamental.
Chancen in Lateinamerika
Aktien aus Lateinamerika zeigten in den letzten zwei Jahrzehnten eine volatile, seitwärts gerichtete Entwicklung. Neuerdings sind jedoch politische Reformen und marktorientiertere Wirtschaftspolitiken in Argentinien, Mexiko und Chile zu beobachten, die Investorenvertrauen und Wachstumsprognosen verbessern.
In geopolitisch angespannten Zeiten profitiert Lateinamerika von einer Diversifizierung bei globalen Lieferketten und seiner strategisch neutralen Position sowie von Rohstoffvorkommen. Ein schwächerer US-Dollar unterstützt die Region zusätzlich, während relativ hohe reale Zinsen den Zentralbanken Spielraum für geldpolitische Maßnahmen geben. In Kombination mit attraktiven Bewertungen besteht hier weiterhin signifikanter Aufholbedarf gegenüber dem Weltaktienindex.
Empfehlungen zur Portfolio-Diversifikation
Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten bleibt eine Ausrichtung auf Qualitätstitel mit soliden Bilanzen und verlässlichen Dividenden eine zentrale Strategie, insbesondere in der Schweiz und Europa. Parallel empfiehlt sich eine Erweiterung um zyklische Sektoren und gezielt ausgewählte Schwellenländer, wobei Lateinamerika zunehmend an Bedeutung gewinnt. Eine selektive Umsetzung und aktive Risikosteuerung sind hierbei entscheidend.
Nach starken Anstiegen bei Gold und Silber wird geraten, Gewinne in ausgewählte Rohstoffaktien umzuschichten, um von einer zyklischen Nachfragebelebung zu profitieren und die Portfolios breiter zu diversifizieren.
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