Aktien-ETFs dominieren die Mittelzuflüsse
Im April 2026 verzeichneten europäische UCITS-ETFs Nettozuflüsse von 35,5 Mrd. Euro. Rund drei Viertel davon flossen in Aktien-ETFs, wobei Produkte auf breite globale und US-amerikanische Indizes das größte Interesse der Anleger auf sich zogen. Insbesondere ETFs auf All-Country-World-Indizes (ACWI) verzeichneten Mittelzuflüsse von 11,1 Mrd. Euro, gefolgt von Industrieländer- (+6,8 Mrd. Euro) und US-Indizes (+5,8 Mrd. Euro).
Nach einem Rückgang im März erholten sich US-Aktien-ETFs, insbesondere Large-Cap- und wachstumsorientierte Strategien wie solche auf S&P 500 und Nasdaq, was auf die anhaltende Berichtssaison und den fragilen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen ist. Gleichzeitig kam es bei Equal-Weight-Strategien zu leichten Mittelabflüssen zugunsten von Mega-Caps.
Auch Schwellenländeraktien-ETFs (+3,0 Mrd. Euro) gewannen an Attraktivität, angetrieben durch positive Entwicklungen in asiatischen Staaten wie Südkorea, insbesondere durch die Nachfrage in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Halbleiter, sowie durch rohstofforientierte Investments in Lateinamerika.
Branchenfokus und Themen-ETFs
Im Sektorensegment lag die IT-Branche mit Zuflüssen von 2,2 Mrd. Euro vorne. Anleger investierten verstärkt in Technologie-Wachstumswerte, was eine Umkehr der im Vormonat verzeichneten Abflüsse darstellt. Zudem sorgten die Blockade der Straße von Hormus und deren Auswirkungen auf die Ölpreise für verstärktes Interesse an ETFs auf alternative Energien wie Solar, Wind, Wasserstoff und Kernkraft mit Zuflüssen von 506 Mio. Euro. Verteidigungssektor-ETFs zählten mit 496 Mio. Euro ebenfalls zu den bevorzugten Themen.
Anleihe-ETFs mit Fokus auf Staatsanleihen
Anleihe-ETFs verzeichneten im April Zuflüsse von 8,6 Mrd. Euro und machten damit etwa ein Viertel der gesamten Mittelzuflüsse aus. Es zeigte sich eine erneute Präferenz für Staatsanleihen, wobei rund die Hälfte der Neugelder auf europäische Staatsanleihen entfielen. Die Anleger positionierten sich über alle Laufzeiten hinweg, sowohl bei europäischen als auch US-amerikanischen Staatsanleihen, was auf eine neutralere Ausrichtung nach dem starken Abverkauf im März hindeutet.
Einzelne Laufzeitsegmente bei US-Anleihen erhielten gezielt Zuflüsse, darunter ultra-kurze, mittlere und alle Laufzeiten, was unterschiedliche Erwartungen hinsichtlich der Zinsentwicklung widerspiegelt. Während in der Eurozone keine Zinssenkungen erwartet werden, ist die Lage in den USA aufgrund eines bevorstehenden Wechsels an der Spitze der US-Notenbank unsicherer.
Wachstum bei ESG-ETFs
Die Mittelzuflüsse in ESG-ETFs stiegen im April auf 4,8 Mrd. Euro, eine Verdreifachung gegenüber dem März. Die größten Zuflüsse verzeichneten ACWI-ESG-ETFs mit 3,6 Mrd. Euro. Bei Anleihe-ESG-ETFs dominierten Staatsanleihen mit Zuflüssen von 992 Mio. Euro.
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