Struktureller Wandel im Gesundheitssektor
Der weltweite Anstieg chronischer Krankheiten, demografische Entwicklungen und technologische Fortschritte treiben einen tiefgreifenden Wandel im Gesundheitssektor voran. Innovationen in Diagnostik, Bildgebung und patientennaher Medizintechnik können Gesundheitssysteme entlasten und eröffnen langfristige Chancen für Investoren.
Steigender Innovationsdruck durch chronische Erkrankungen
Chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Krebs und Diabetes zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit und verursachen steigende Gesundheitsausgaben. Die Todesfälle durch Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten bis 2050 um etwa 75 Prozent steigen. Gleichzeitig wachsen die Gesundheitsausgaben stark, beispielsweise in den USA von 4,9 Billionen US-Dollar im Jahr 2023 auf 8,6 Billionen US-Dollar bis 2033. Innovationen sind notwendig, um Versorgung, Kosten und Produktivität zu optimieren.
Wachstumspotenzial im Bereich Diabetes
Die Zahl der Diabeteserkrankten hat sich seit 2000 mehr als verdreifacht und wird bis 2050 voraussichtlich um fast 45 Prozent auf rund 852 Millionen Menschen steigen. Etwa die Hälfte der erwachsenen Weltbevölkerung wird bis 2030 übergewichtig oder adipös sein. Trotz Fortschritten bei GLP-1-Therapien bleiben Überwachungs- und Steuerungssysteme wie kontinuierliche Glukosemesssysteme (CGMs) essentiell. Aktuell nutzen nur wenige der weltweit mehr als 500 Millionen Betroffenen CGMs oder Insulinpumpen, was erhebliches Wachstumspotenzial anzeigt.
Künstliche Intelligenz in Radiologie und Kardiologie
Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) nimmt insbesondere in der Medizintechnik zu. Etwa 80 Prozent der von der US-Gesundheitsbehörde FDA zugelassenen KI-basierten Medizingeräte betreffen die Radiologie, beispielsweise für Bildanalyse und Diagnostik. KI kann diagnostische Fehler reduzieren und die Behandlungsqualität verbessern. In der Kardiologie unterstützt KI die Erkennung von Herzrhythmusstörungen, Echokardiografie und Früherkennung koronarer Erkrankungen, ergänzt medizinisches Fachpersonal jedoch ohne es zu ersetzen.
Technologischer Wandel in der Krebsfrüherkennung
Das Innovationsfeld Krebsfrüherkennung verschiebt sich von organspezifischen Screening-Verfahren hin zu Liquid-Biopsy-Tests. Diese Bluttests erfassen zirkulierende Tumorzellen oder genetisches Material und ermöglichen durch KI eine frühzeitige Krebsdiagnose. Viele Technologien befinden sich noch in der Entwicklung, doch ihr langfristiges disruptives Potenzial ist erheblich.
Verbrauchernahe Medizintechnik gewinnt an Bedeutung
Die Anzahl der Menschen mit Hörverlust beträgt weltweit rund 1,5 Milliarden, davon 430 Millionen mit behandlungsbedürftigen Beeinträchtigungen. Bis 2050 könnten etwa 700 Millionen Menschen betroffen sein. Trotz der Verbreitung von Hörhilfen ist die Nutzung selbst in Industrieländern gering. Neue Hörgeräte, smarte Brillen und KI-gestützte Diagnostiklösungen könnten die Marktdurchdringung erhöhen. Zeitgleich gewinnen Themen wie Datenschutz, Regulierung und Governance an Bedeutung.
Fazit: Chancen und Selektivität im Investment
Der Medizintechnik-Sektor bietet angesichts wachsender chronischer Erkrankungen attraktive langfristige Investmentmöglichkeiten. Trotz Rückständen von Gesundheitsaktien gegenüber dem Gesamtmarkt sind moderate Bewertungen, solide Fundamentaldaten und strukturelles Wachstum gegeben. Angesichts schneller technologischer Innovation ist eine selektive Anlageentscheidung entscheidend.
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