Wednesday 25-Feb-2026
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Janus Henderson Investors: Widerstandsfähigeres Exposure in Rohstoffen

Edition AIJanus Henderson Investors: Widerstandsfähigeres Exposure in Rohstoffen

Herausforderungen und Treiber im Rohstoffmarkt

Geopolitische Spannungen, volatile Inflationsdruckfaktoren, der steigende Materialbedarf durch Künstliche Intelligenz, Reshoring sowie die Energiewende erhöhen den Druck auf die ohnehin knappen Rohstoffreserven und verlangsamen die Anpassung der Lieferketten.

Diese Faktoren führen zu erheblichen Unterschieden in der Entwicklung verschiedener Rohstoffe und könnten reale Vermögenswerte in Anlegerportfolios wieder stärker in den Vordergrund rücken. Trotz dieser Entwicklungen sind Rohstoffe aktuell in vielen Portfolios noch untergewichtet, was angesichts des makroökonomischen Umfelds zunehmend hinterfragt wird.

Gründe für einen neuen Rohstoff-Superzyklus

Rohstoffmärkte sind seit Jahren unterinvestiert, was sich in niedrigen Kapitalausgaben, strukturellen Angebotsengpässen und erschöpften Lagerbeständen zeigt. Große Projekte benötigen oft ein Jahrzehnt oder länger bis zur Fertigstellung. Die Dekarbonisierung führt zu einer drastisch steigenden Nachfrage nach Kupfer, Nickel, Lithium und Seltenen Erden für Elektrifizierung und erneuerbare Energien.

Zusätzlich verstärken globale Fragmentierung, Deglobalisierung und Reshoring den Trend zu strategischen Vorräten. Die Expansion von Rechenzentren und KI erhöht den Bedarf an Metallen für Strom und Kühlung. Außerdem sorgen steigende Verteidigungsausgaben und Entdollarisierung für eine erhöhte Nachfrage nach Spezialmaterialien und Edelmetallen.

Die Industrialisierung und Urbanisierung in Schwellenländern, besonders in Indien und Südostasien, sorgen für nachhaltigen Nachfrageanstieg. Diese Faktoren deuten auf ein langfristig nachfrageintensives Umfeld hin – die frühen Phasen eines Rohstoff-Superzyklus mit historisch niedrigen relativen Bewertungen gegenüber Aktien.

Beschränkungen herkömmlicher Rohstoffstrategien

Viele Anleger zögern wegen der Herausforderungen von Futures-basierten Long-Only-Strategien, die unter negativem Carry durch Contango leiden und eine uneinheitliche Performance mit episodischen Schwankungen zeigen. Die gängigen Rohstoff-Benchmarks konzentrieren sich auf wenige liquide Futures, vernachlässigen Spezialmetalle, Logistik und nachgelagerte Profiteure und schränken verantwortungsbewusstes Investieren ein.

Während Marktturbulenzen steigen zudem die Korrelationen zwischen Rohstoffen und Aktien, was die Diversifizierung und Absicherung erschwert. Aufgrund dieser Risiken nutzen viele Anleger Rohstoffe vornehmlich taktisch statt als strategische Diversifikation.

Wertschöpfungskette und ganzheitlicher Anlageansatz

Die Chancen ergeben sich zunehmend über die gesamte Lieferkette – von der Bergbauphase bis zur Marktexpansion. Besonders bei Kupfer dauert die Projektrealisierung im Schnitt 17 Jahre, was langfristige Rohstoffzyklen erklärt. Investitionen betreffen neben Minen auch Gerätehersteller, Ingenieurbüros, Energiedienstleister, digitalisierte Agrartechnologien sowie Raffinerie- und Verarbeitungsinfrastruktur.

Solche Bereiche der Wertschöpfungskette sind mit reinen Futures-Strategien nicht oder nur eingeschränkt zugänglich. Ein umfassenderer Anlageansatz kombiniert verschiedenste Segmente, um nachhaltiges Wachstum und Diversifikation zu ermöglichen.

Moderne Strategien für Rohstoffinvestments

Ein liquider hybrider Long/Short-Ansatz eröffnet einen dritten Weg neben Long-Only-Indizes und illiquiden Private-Equity-Lösungen. Dieser ermöglicht, sich flexibel an Angebotsschocks, politische Unsicherheiten und Inflationsschwankungen anzupassen.

Die vier Hauptvorteile daraus sind: attraktive Erträge aus zyklischen und strukturellen Treibern, verbesserte Diversifikation, Inflationsschutz und Absicherung gegen Ereignisrisiken wie geopolitische oder klimatische Schocks.

Fazit

Rohstoffe gewinnen als Anlageklasse angesichts Deglobalisierung, Dekarbonisierung und geopolitischer Umwälzungen an Bedeutung. Ein moderner, hybrider Investitionsansatz, der sowohl Rohstoffaktien als auch Derivate mit Long/Short-Strategien kombiniert und die gesamte Lieferkette berücksichtigt, bietet neue Chancen für Ertrag, Diversifizierung und Risikomanagement bei gleichzeitig täglicher Liquidität.


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