Entwicklung des Infrastructure Debt Marktes
Infrastructure Debt hat sich in den letzten Jahren von einer Nischenstrategie zu einer anerkannten Anlageklasse gewandelt. War diese Anlageklasse ursprünglich großen Banken und Versicherungen vorbehalten, steht sie heute einer breiteren Investorengruppe offen und bietet ein vielseitiges Risiko-Rendite-Profil. Dieses reicht von klassischen Senior-Strukturen bis zu Junior- und Nachrangfinanzierungen mit höheren Renditechancen.
Ursachen für die Marktentwicklung
Zwei zentrale Faktoren prägen diese Entwicklung: Der Rückzug der Banken infolge regulatorischer Reformen nach der Finanzkrise schuf Raum für privates Kapital als alternative Finanzierungsquelle. Darüber hinaus wurde die Definition von Infrastruktur erweitert und schließt nun Vermögenswerte ein, die durch Energie- und Digitalwende geprägt sind. Dadurch haben sich auch die Finanzierungsbedarfe verändert, sodass maßgeschneiderte Lösungen gefragter sind.
Verschiebung entlang der Kapitalstruktur
Der Markt zeigt eine stärkere Ausrichtung auf Junior- und Nachrangstrategien, die Investoren alternative Risiko-Rendite-Profile bieten. Neben traditionell banken- und versicherungsorientierten Senior-Produkten umfasst die Assetklasse zunehmend Sub-Investment-Grade-Lösungen mit attraktivem Renditepotenzial, was insbesondere für Pensionsfonds und Stiftungen interessant ist.
Attraktivität des Infrastructure Debt im aktuellen Marktumfeld
Das derzeitige Umfeld mit erhöhter Basiszinslage und historisch niedrigen Credit Spreads an den Anleihemärkten bietet Investoren die Möglichkeit, über Infrastructure Debt eine attraktive Kreditrisikoprämie zu erzielen. Diese Anlagemöglichkeit beweist höhere Stabilität und Margen verglichen mit dem breiteren Fixed-Income-Markt und ist relativ unempfindlich gegenüber kurzfristigen Marktvolatilitäten.
Infrastrukturanlagen sind häufig durch langfristige vertragliche oder regulierte Erlöse abgesichert und weisen solide Sicherheiten bei den Darlehen auf. Diese Faktoren führen zu stabilen Cashflows und einer niedrigen Korrelation zum Konjunkturzyklus, was wiederum strukturelle Widerstandsfähigkeit und Abwärtsrisikenschutz stärkt.
Strukturelle Treiber der Kapitalnachfrage
Die bedeutendsten Chancen im Bereich nachrangiger Finanzierungen resultieren aus den Trends der Energiewende und Digitalwende. Erforderlich sind umfangreiche Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung, Energiespeicher und Effizienzmaßnahmen, ebenso wie in digitale Infrastruktur, etwa Rechenzentren, Glasfasernetze und Mobilfunk.
Diese Megatrends erzeugen einen beispiellosen Deal Flow und steigern die Nachfrage nach maßgeschneiderten Zwischenfinanzierungen, die sowohl Projektfinanzierungen als auch Unternehmenselemente kombinieren, um komplexe Bau- und Expansionsphasen zu unterstützen.
Über Schroders Capital
Schroders Capital bietet institutionellen Anlegern Zugang zu einem breiten Spektrum an Private Markets Investments, die von Portfolioelementen bis zu spezialisierten Strategien reichen. Das Team fokussiert sich auf erstklassige, risikoangepasste Renditen durch Direktinvestitionen und umfassende Mandate in allen Private Market Anlageklassen.
Mit einem verwalteten Vermögen von 95,2 Mrd. Euro (Stand 31.12.2025) umfasst das Angebot realwirtschaftliche Immobilien, Private Equity, Infrastruktur, Private Debt sowie Impact Investing, unter anderem durch den Spezialisten BlueOrchard.
Schroders selbst ist ein globales Fondshaus mit über 943 Mrd. Euro verwaltetem Vermögen, das seit 1804 tätig ist und an 38 Standorten agiert. Die Gesellschaft ist an der Londoner Börse gelistet und zeichnet sich durch ein diversifiziertes Geschäftsmodell aus. Schwerpunkt sind innovative Produkte in Vermögensverwaltung, Lösungen, Private Markets sowie Wealth Management. Kunden sind unter anderem Pensionskassen, Staatsfonds und Stiftungen.
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