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Japan: Abgeschwächtes reales Wachstum im Q4 2025 trotz nominaler Expansion

Edition AIJapan: Abgeschwächtes reales Wachstum im Q4 2025 trotz nominaler Expansion

Japanisches Wirtschaftswachstum im Q4 2025

Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) Japans stieg im vierten Quartal 2025 um lediglich 0,1 % zum Vorquartal, während das nominale Wachstum 0,6 % betrug. Die Investitionsausgaben legten um 0,2 % zu, blieben damit jedoch hinter den Erwartungen von 0,6 % zurück. Diese Entwicklungen spiegeln keine grundlegende Änderung des insgesamt expansiven wirtschaftlichen Umfelds wider, das von einer starken Preissetzungsmacht der Unternehmen sowie einer reflationären Lohn-Preis-Dynamik getragen wird.

Lagerbestände und Nettoexporte

Die Lagerbestände sanken unerwartet um 0,2 %, während die Nettoexporte im Vergleich zum Vorquartal unverändert blieben. Ein signifikanter Indikator ist der BIP-Deflator, der im Jahresvergleich um 3,4 % zunahm. Dies verdeutlicht die Diskrepanz zwischen nominalem und realem Wachstum.

Jahresüberblick 2025

Im Gesamtjahr 2025 zeigte die japanische Wirtschaft eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit trotz erheblicher Unsicherheiten. Das reale Wachstum wird auf rund 1,1 % geschätzt und liegt damit weit über dem von der Bank of Japan geschätzten Potenzialwachstum von etwa 0,4 %. Die private Nachfrage hat sich nach zwei Jahren Schrumpfung um 1,6 % deutlich erholt. Besonders hervorzuheben sind der Binnenkonsum sowie die privaten Nichtwohnungsinvestitionen, die beide im Jahresverlauf um mehr als 1 % zunahmen.

Obwohl das Wachstum über dem Potenzial liegt, bleibt die reale Kaufkraft erheblich durch steigende Preise beeinträchtigt. Das nominale Wachstum in wichtigen Wirtschaftsbereichen übersteigt 4 % im Jahresvergleich. Gleichzeitig führt ein schwacher Yen zu einer reduzierten realen Kaufkraft im Außenhandel, obwohl das Exportvolumen mit 0,6 % realem und 0,7 % nominalem Wachstum weiter zunimmt.

Arbeitsmarkt und Lohn-Preis-Dynamik

Für die japanischen Haushalte ist entscheidend, ob die Löhne schneller als die Preise steigen. Die langanhaltenden Arbeitskräftemängel könnten die Produktivität und die Nutzung des physischen Kapitals negativ beeinflusst haben. Die Entwicklung des Humankapitals, einschließlich Frühjahrslohnverhandlungen, Investitionen in arbeitssparende Technologien und das Wachstum des Arbeitskräfteangebots, etwa durch Einwanderung, sind wichtige Faktoren für die zukünftige reflationäre Entwicklung.

Fiskal- und Geldpolitik

Die Kombination aus fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen zeigt eine optimale Komplementarität. Die Zinssätze bleiben trotz ähnlicher Inflationsraten unter denen anderer Industrieländer, was zusammen mit einem vergleichsweise günstigen Yen die Finanzierung von Risikoinvestitionen weltweit erleichtert. Diese Kapitalzuflüsse könnten die chronische Schwäche des Yen verstärken und erhöhen möglicherweise den Druck auf die Bank of Japan, die Zinssätze zu normalisieren, um die importierte Inflation zu dämpfen.


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