Private Equity Renditen zunehmend durch operative Leistung getrieben
Der 2026 Mid-Year Private Markets Outlook von HarbourVest analysiert sieben Schlüsselfaktoren, die derzeit den Private-Markt prägen. Die wichtigsten Veränderungen betreffen die Profitabilitätsmechanik von Private Equity, die sich zunehmend von Financial Engineering hin zu operativer Wertschöpfung verschiebt.
Financial Engineering verliert an Relevanz
Durch steigende Einstiegspreise, höhere Finanzierungskosten und eingeschränkte Möglichkeiten zur Fremdfinanzierung ist die Wirkung klassischer Hebeleffekte stark gesunken. Ein beispielhaftes LBO-Modell zeigt, dass bei konstantem EBITDA-Wachstum von fünf Prozent die Renditen heute deutlich geringer ausfallen als unter den Marktbedingungen von 2016. Um vergleichbare Mehrfacherträge (MOIC) zu erzielen, ist ein deutlich höheres operatives Wachstum und Margensteigerung erforderlich.
Operative Wertschöpfung als zentraler Erfolgsfaktor
Eine reine Fokussierung auf strategische Ziele reicht nicht aus. Erfolgreiche Manager müssen über Ressourcen verfügen, die direkte operative Verbesserungen in Portfoliounternehmen umsetzen können. Dabei sind klar definiert Wertschöpfungspläne und messbare Leistungskennzahlen vor sowie nach Transaktionsabschluss entscheidend. Die Fähigkeit, Wachstum und Margen operativ zu steigern, wird zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal unter den Managern.
Europa als Wachstumsmarkt für operative Verbesserungen
Europa zeigt sich im zweiten Quartal 2026 trotz globaler Volatilität robust mit stabiler Deal-Aktivität. Niedrigere Einstiegspreise, fragmentierte Märkte und größere operative Potenziale zählen zu den Chancen. Die Marktfragmentierung kann durch Spezialisierung, Digitalisierung und gezielte operative Maßnahmen von erfahrenen Managern gezielt genutzt werden. Operative Expertise gewinnt somit vor allem in weniger effizienten Märkten an Bedeutung.
Fokus auf Manager- und Asset-Selektion
Da Renditen zunehmend weniger von allgemeinen Marktfaktoren abhängig sind, wird es wichtiger, gezielt Manager auszuwählen, die operative Wertschöpfung realisieren können. Die Spannweite der Resultate nimmt zu, und vergangene Erfolge, die vor allem durch Financial Engineering erzielt wurden, sind weniger aussagekräftig für zukünftige Renditen.
Fazit
Vor dem Hintergrund höherer Finanzierungskosten und geringerer Hebelwirkung müssen Private-Equity-Firmen heute stärker auf operative Wertschöpfung setzen. Die Fähigkeit, Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln, wird somit wieder zum Kern erfolgreicher Investmentstrategien.
DE: Bei der Erstellung dieses Beitrags wurde KI unterstützend eingesetzt.EN: AI was used to assist in the creation of this post.