EZB-Zinsentscheidung im Fokus der Investoren
Aktuell steht der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) im Mittelpunkt, insbesondere vor dem Hintergrund der Quartalsberichtssaison und der geopolitischen Spannungen durch den wieder aufgeflammten Iran-Krieg. Die EZB trifft sich Mitte Juli in Frankfurt, um auf die jüngsten Inflationsanstiege seit Februar zu reagieren. Die Markterwartungen deuten darauf hin, dass der Einlagesatz unverändert bei 2,25 % bleiben wird, nachdem im Juni der Leitzins bereits um 0,25 Prozentpunkte angehoben wurde. Finanzmarktindikatoren und Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde lassen keine Hinweise auf eine Leitzinserhöhung erkennen.
Die seit der letzten Sitzung veröffentlichten Konjunktur- und Inflationsdaten sprechen ebenfalls gegen eine Zinserhöhung: Das Wirtschaftswachstum zeigte sich stabiler und die Inflation hat sich etwas abgeschwächt, wobei lediglich die gestiegenen Energiepreise im Juli ein Argument für eine Anhebung darstellen, welches insgesamt jedoch als zu schwach erachtet wird.
Erwartungen an die geldpolitische Entwicklung bis 2027
Für die folgende EZB-Sitzung im September rechnet die Mehrheit der Ökonomen und die Markterwartungen mit einer weiteren Leitzinserhöhung. Im Gegensatz dazu erwartet die apoBank nach dem Zinsschritt im September 2026 keine weitere Anhebung mehr.
Stattdessen wird bei einem günstigen Verlauf von Inflation und deren Aussichten davon ausgegangen, dass die EZB im ersten Halbjahr 2027 den Einlagesatz in zwei Schritten auf das neutrale Niveau von 2 % senken wird. Prognosen zeigen, dass sich die Inflation im Euroraum ab Mitte 2027 deutlich der Zielmarke von 2 % annähern und dauerhaft dort verbleiben wird.
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