Dividenden dank Kinderarbeit? Nein, danke. Mit Rüstung? Für manche mittlerweile akzeptabel, für andere nicht. Und wie steht es eigentlich mit echtem Klimaschutz, Greenwashing und den vielen Regeln aus Brüssel und Berlin? Eines ist sicher: Das Thema nachhaltige Geldanlage ist herausfordernd – besonders für Finanzberaterinnen und -berater. „Sie stehen vor der Aufgabe, das genau passende Geldanlageprodukt für individuell höchst unterschiedliche Ansprüche der Kundinnen und Kunden zu finden“, erläutert Prof. Dr. Thomas Meuser, Leiter der Dortmunder ECOreporter-Akademie und Professor an der Hochschule Bochum.
Die ECOreporter-Akademie feiert nun das Jubiläum ihrer Weiterbildung, die seit 20 Jahren Bankberaterinnen und Bankberater sowie freie Finanzvermittlerinnen- und -vermittlern zum ECOanlageberater oder zur ECOanlageberaterin qualifiziert. „Wer glaubt, Nachhaltigkeit laufe aktuell aus dem Trend, der kann sich hier vom Gegenteil überzeugen: Allein in diesem Frühjahr laufen parallel drei Kurse“, sagt Dr. Helge Wulsdorf, Vorsitzender der Prüfungskommission des Lehrgangs und Nachhaltigkeitsmanager bei der Pax-Bank für Kirche und Caritas. Im Frühjahr 2006 gestartet, verzeichnet der Fernlehrgang seither nahezu 1.000 Teilnehmende. Der Kurs wird fortlaufend von Fachleuten aktualisiert, denn nachhaltige Finanzmärkte entwickeln sich rasant weiter. Der rund drei Monate dauernde Lehrgang ist von der staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZfU) – einer Unterorganisation des Bundesbildungsministeriums – zugelassen und daher mehrwertsteuerbefreit.
Ein Online-Kurs, der das nötige Fachwissen spannend und anschaulich vermittelt, bildet die Grundlage. Dazu kommen drei Live-Workshops (vor Ort oder online, nach Wahl) mit Vorträgen verschiedener renommierter Expertinnen und Experten, allesamt aus der Praxis. Persönliche Rückmeldungen des Kursleiters mit Lob und Anregungen zu Hausaufgaben gehören auch dazu, genauso wie eine auf die Teilnehmenden individuell zugeschnittene Abschlussarbeitsaufgabe. Das alles stärkt die Nachhaltigkeitskompetenz der Beratenden – ein immer wichtigerer Faktor für Qualität und Wettbewerbsfähigkeit.
Der Unterschied: Keine Konserven
„Langweilige Videovorträge anschauen als Weiterbildung? Nicht bei uns“, betont Meuser. „Wir legen großen Wert auf Austausch und Zwischenfragen. Unsere Kursleiterinnen, Kursleiter und Referierenden begleiten die Weiterbildung mit großem Engagement und Freude – das ist einer der Gründe, warum sie seit 20 Jahren so erfolgreich besteht.“
Die Kurse werden teilweise als Inhouse-Weiterbildung gebucht. Es gibt aber auch Kurse, in denen Teilnehmende aus verschiedenen Banken, Versicherungen, freien Beratungspraxen, andere Fachleute und auch Quereinsteiger zusammenkommen. Die Kunden können entscheiden, ob die Workshops live vor Ort oder online stattfinden.
Die Weiterbildung wurde unter anderem durch die UNESCO ausgezeichnet. Zu den regelmäßigen Teilnehmenden zählen Nachhaltigkeits- und Kirchenbanken sowie Volksbanken, Sparkassen und andere Finanzinstitute – nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Italien, Österreich und der Schweiz. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden das Zertifikat als Fachberaterin bzw. Fachberater für Nachhaltiges Investment.
„Unser Fernlehrgang zeigt, worauf es ankommt: Anlegerinnen und Anlegern die Geldanlage zu empfehlen, die zu ihren Wünschen passt – und die zugleich die Welt ein kleines Stück nachhaltiger macht“, sagt Meuser.
Mehr Infos finden Sie unter www.ecoanlageberater.de.