Gründe für aktives Management bei Unternehmensanleihen
Die Mittelzuflüsse in aktiv verwaltete Fonds für globale Unternehmensanleihen übersteigen deutlich das Wachstum passiver Fonds. Drei zentrale Argumente sprechen dafür, bei Investitionen in Unternehmensanleihen nicht ausschließlich auf passive Strategien zu setzen.
1. Index-Tracker begünstigen hochverschuldete Unternehmen
Unternehmensanleiheindizes werden nach dem ausstehenden Schuldenvolumen der emittierenden Unternehmen gewichtet. Das bedeutet, dass Unternehmen mit besonders hohen Schulden einen größeren Anteil im Index und somit im Fonds erhalten. Diese Gewichtung unterscheidet sich von Aktienindizes, die nach Marktkapitalisierung gewichtet werden.
Ein hoher Schuldenstand korreliert nicht zwangsläufig mit schlechter Bonität, kann jedoch dazu führen, dass passive Fonds die Bonitätsrisiken nicht differenzieren. Passive Nachbildungsstrategien berücksichtigen zudem nicht den relativen Wert einzelner Anleihen. Während es gegebene Situationen gibt, in denen Anleihen mit niedrigerem Rating attraktiv sein können, ist eine differenzierte Analyse zur Risikominimierung essenziell.
Nach Rezessionen steigt typischerweise der Anteil von Unternehmen mit BBB-Rating (niedrigster Investment-Grade-Status) in den Indizes. Dies spiegelt eine allgemeine Verschlechterung der Kreditqualität wider und eröffnet Chancen, günstige Anleihen zu identifizieren und selektiv zu investieren.
2. Breites Anlageuniversum bietet Chancen, die passive Strategien nicht nutzen
Das globale Unternehmenanleiheuniversum umfasst über 3.000 Emittenten mit rund 17.000 Emissionen. Dieses breite Spektrum ermöglicht es aktiven Fonds, „Gewinner“ auszuwählen und „Verlierer“ zu vermeiden – ein entscheidender Faktor für die Renditegestaltung.
Große US-Banken dominieren die höchsten Emissionsvolumen, bieten aber nicht zwangsläufig die besten Anlagechancen. Die gezielte Auswahl von Emittenten kann somit Mehrwert generieren.
3. Niedrigere Kosten passiver Fonds stehen nicht zwangsläufig für Mehrwert
Passive Strategien weisen aufgrund der Managementgebühren zwangsläufig eine Underperformance gegenüber der Benchmark auf. Unternehmensanleihen werden außerbörslich gehandelt, häufig mit ungleichmäßiger Liquidität und Preisschwankungen. Hier bieten aktive Strategien die Möglichkeit, Fehlbewertungen auszunutzen und bessere Ausführungskonditionen zu erzielen.
Obwohl die Gebühren bei aktiven Fonds höher sind, kann das potenzielle Alpha die Kostendifferenz überkompensieren. Die durchschnittliche Outperformance aktiver Euro-Unternehmensanleihefonds gegenüber passiven Fonds nach Gebührenunter Berücksichtigung der Anteilsklasse mit den niedrigsten Gebühren zeigt diesen Vorteil.
Fazit
In einem Umfeld mit unsicheren Aussichten und relativ hohen Bewertungen bei Unternehmensanleihen bieten aktive Ansätze Portfoliochancen. Aktives Management ermöglicht differenzierte Emittentenauswahl und die Nutzung von Markteffizienzlücken, was für Anleger einen wesentlichen Mehrwert darstellen kann.
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