Weltweit ist in vielen Industrieländern eine Alterung der Bevölkerung zu beobachten. Während die Babyboomer in den Ruhestand gehen, gibt es in vielen Ländern nicht genügend junge Menschen, um sie auf dem Arbeitsmarkt zu ersetzen. Diese Situation hat sich durch die Pandemie noch verschärft, da seit 2020 viele Menschen aufgrund von Frühverrentung oder chronischen Erkrankungen aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind. Dieser Arbeitskräftemangel könnte erhebliche Auswirkungen auf die Inflation und das Wirtschaftswachstum haben, da die Löhne steigen werden. In diesem Umfeld werden die Unternehmen mehr für und produktivitätssteigernde Technologien wie Robotik, Automatisierung und KI ausgeben müssen, während die Arbeitnehmer höhere Lohnerhöhungen fordern werden, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen.
Wettbewerb um Talente
Angesichts des prognostizierten Rückgangs der Weltbevölkerung und einem langsameren Anstieg Erwerbsbevölkerung wird die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte abnehmen. Arbeitgeber werden im Wettbewerb miteinander stärkeren Druck verspüren, geeignete Talente zu finden, um ihr Geschäftsmodell aufrecht zu erhalten. Wenn weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, müssen die Unternehmen möglicherweise höhere Löhne zahlen, um qualifizierte Arbeitskräfte anzuziehen, was die Inflation verschärft. Die Arbeitnehmer werden höhere Lohnerhöhungen fordern, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen.
Technologien zur Produktivitätssteigerung
Die Unternehmen werden diese Kosten nicht ohne weiteres durch Verlagerung betrieblicher Aktivitäten ins Ausland (Offshoring) und Migration ausgleichen können, da diese Optionen weniger attraktiv oder politisch nicht durchsetzbar geworden sind. Vor diesem Hintergrund werden Technologien zur Produktivitätssteigerung, insbesondere Robotik und KI, angesichts hoher Kosten und Personalmangel mit anderem Vorzeichen betrachtet werden. Infolgedessen werden Investitionen in diese Branche ansteigen, um Gewinnspannen von Unternehmen zu schützen.