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Legg Mason Global Investment Survey: Deutschland, Land der Finanzexperten?

Press ReleasesLegg Mason Global Investment Survey: Deutschland, Land der Finanzexperten?

Wenn es nach der eigenen Einschätzung geht, ist Deutschland das Land der Finanzexperten. Das zeigt die aktuelle Legg Mason Global Investment Survey 2018, für die das Multi-Boutiquen-Haus Legg Mason jedes Jahr Anleger in 17 Ländern befragt. In diesem Jahr waren es insgesamt 16.810 Anleger, darunter 1.000 in Deutschland. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der hierzulande Befragten bezeichnet sich mit Blick auf den eigenen Kenntnisstand rund um Finanz- und Geldanlagethemen demnach als „Experte“ oder „fortgeschritten“. Immerhin noch 39 Prozent der deutschen Anleger glauben, die eigenen Kenntnisse reichen aus, um auf dieser Basis effektive Anlageentscheidungen zu treffen. Zum Vergleich: Weltweit glauben nur 33 Prozent der Befragten, sie seien ein Experte oder fortgeschritten. Hingegen sagen 20 Prozent, das eigene Wissen sei gerade einmal rudimentär, drei Prozent bezeichnen sich als Anfänger. Diese Bescheidenheit teilen nur 13 Prozent der deutschen Anleger (elf Prozent rudimentär, zwei Prozent Anfänger).

Besonders interessant an den Aussagen deutscher Anleger: Auf die Frage, wie das Wissen der deutschen Bevölkerung mit Blick auf Finanzen und Geldanlage insgesamt sei, gaben nur noch sechs Prozent der Befragten an, in einem Land der Finanzexperten zu leben. 22 Prozent glauben, das Wissen in diesen Themenbereichen sei fortgeschritten und 32 Prozent, es reiche aus, um Anlageentscheidungen zu treffen. Als rudimentär bezeichnen hingegen 30 Prozent der Befragten die Finanzkenntnisse der Menschen hierzulande, zehn Prozent sagen sogar, die Deutschen seien insgesamt eher Anfänger, wenn es um die Geldanlage geht.

„Die diesjährige Legg Mason Global Investment Survey weist eine deutliche Diskrepanz zwischen der Einschätzung der eigenen Kenntnisse und dem Wissen der Gesamtbevölkerung auf. Zahlreiche psychologische Studien zeigen, dass Menschen grundsätzlich dazu neigen, sich selbst besser einzuschätzen als andere. Aber gerade bei der Geldanlage, die in der Regel einen auskömmlichen Lebensabend im Rentenalter ermöglichen soll, sind solche Fehleinschätzungen natürlich fatal“, gibt Stephan Bannier, Niederlassungsleiter und Head of Germany & Austria bei Legg Mason zu bedenken.

Das können wir auch selbst

Worauf Bannier damit anspielt: Nur zwölf Prozent der Befragten in Deutschland setzen bei allen ihren Anlageentscheidungen auf einen Finanzberater. Immerhin noch 25 Prozent konsultieren ihn bei dem Großteil aller Entscheidungen und investieren nur hier und da auf eigene Faust. 24 Prozent der Anleger glauben jedoch, ihre Finanzen selbständig managen zu können. 17 Prozent nutzen ganz selten einmal das Wissen eines Finanzexperten, bei 21 Prozent halten sich der Rat vom Finanzberater und eigene Investitionsentscheidungen die Waage. Weltweit sind es immerhin 43 Prozent aller Befragten, die alle oder zumindest den Großteil ihrer Investitionsentscheidungen dem Profi überlassen.

Dass sich deutsche Anleger bei ihren Kenntnissen selbst überschätzen machen auch die vertiefenden Fragen der Legg Mason Global Investment Survey deutlich. Während nur 34 Prozent (30 Prozent global) der Befragten deutschen Anleger angeben, komplett zu verstehen, was ein ETF ist, glauben 42 Prozent (30 Prozent global) sich mit Kryptowährungen auszukennen. Hingegen glauben nur 21 Prozent (22 Prozent global) vollständig zu verstehen, was ein Robo-Advisor ist und nur 25 Prozent (21 Prozent global) können mit den Begriffen ESG oder nachhaltige Investments etwas anfangen.

„Kryptowährungen waren natürlich Ende letzten und auch noch in der ersten Hälfte diesen Jahres medial ein großes Thema. Daraus abzuleiten, die zugrundeliegenden Mechanismen vollständig zu verstehen, während das bei vergleichsweise einfachen Begrifflichkeiten wie nachhaltigen Investments oder auch ETFs deutlich weniger Anleger von sich sagen, zeigt, wie wichtig eine bessere Finanzbildung in Deutschland wäre“, betont Bannier.

Dem stimmen übrigens auch 86 Prozent der befragten Anleger in Deutschland zu. Davon sagen 40 Prozent, mit einer bessere Finanzbildung würde mehr Menschen hierzulande die Vorteile von Kapitalanlageprodukten für sich nutzen. 33 Prozent glauben, mehr Finanzwissen würde zu einer ausgeglichenen Portfoliozusammensetzung führen und 30 Prozent sind sogar davon überzeugt, dass man mit mehr Kapitalanlagewissen Altersarmut in Deutschland vorbeugen könnte. In der Verantwortung sehen dabei 59 Prozent der befragten deutschen Anleger Schulen und Universitäten, gefolgt von Banken (34 Prozent) sowie öffentlichen Institutionen (32 Prozent).

Allerdings sehen sich auch die Meisten der befragten Anleger in Deutschland gut aufgestellt für das Rentenalter. 63 Prozent sind sehr guter (18 Prozent) oder guter Dinge (45 Prozent), genug Geld im Alter zur Verfügung zu haben. Weltweit sind 59 Prozent der Anleger dermaßen positiv.

Über Legg Mason

Das Motto von Legg Mason lautet „Investing to Improve LivesTM“. Ziel ist es, Anlegern weltweit dabei zu helfen, bessere Ergebnisse bei der Geldanlage zu erzielen und ihnen dafür ein breiteres Spektrum an Investitionsstrategien, Anlegevehikeln sowie Zugang zu unabhängigen Investmentmanagern mit einer breiten Expertise bei Aktien, Anleihen, alternativen und liquiden Investments anzubieten. Insgesamt verwaltet Legg Mason ein Vermögen von 637 Milliarden US-Dollar (Stand: 30. Juni 2018). Wenn Sie mehr über Legg Mason und seine Tochtergesellschaften erfahren möchten, schauen Sie auf der web site oder im newsroom vorbei oder folgen Sie Legg Mason auf LinkedInTwitter, oder Facebook.