Das neue Gesicht des US-Arbeitsmarktes
Der US-Arbeitsmarkt zeigt eine neue Dynamik: Obwohl das jährliche Beschäftigungswachstum im Dezember 2025 auf 0,4 % gefallen ist und somit unter der traditionellen Schwelle von 1 % liegt, ist die Gefahr einer Rezession aktuell gering. Dieses Phänomen stellt die bis Mitte der 1950er Jahre gültige Regel in Frage, wonach ein solches Beschäftigungswachstum immer mit einer Rezession einherging oder kurz darauf folgte.
Fiskalpolitik als Stabilitätsfaktor
Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung ist die veränderte Fiskalpolitik. Seit etwa zehn Jahren ist das amerikanische Haushaltsdefizit nicht mehr stark an die Arbeitslosenquote gekoppelt. Im Gegensatz zur Vergangenheit steigen die Defizite, während die Arbeitslosigkeit sinkt. Maßnahmen wie das Sozialversicherungssystem „Obamacare“, Steuersenkungen in den späten 2010er Jahren, Hilfspakete während der Pandemie sowie Konjunkturprogramme der aktuellen Regierung haben diese Entkopplung vorangetrieben.
Widerstandsfähiger und träger Arbeitsmarkt
Der US-Arbeitsmarkt ist heute widerstandsfähiger gegenüber wirtschaftlichen Schwankungen, zeigt dabei jedoch eine geringere Flexibilität. Dies führt zu einer stärkeren Trägheit bei der Anpassung des Personalbestands, ähnlich wie in einigen europäischen Volkswirtschaften. Dabei haben sich sowohl das Arbeitsangebot als auch die Nachfrage verändert: Die Nachfrage ist aufgrund von wirtschaftlicher Unsicherheit und technologischen Veränderungen wie der Einführung von Künstlicher Intelligenz gesunken. Gleichzeitig ist das Arbeitskräfteangebot erheblich zurückgegangen, insbesondere bei älteren Arbeitnehmern und durch eine deutliche Abnahme der Einwanderung seit Sommer 2024.
Konsum als Stütze der Wirtschaft
Eine schwache Beschäftigungsdynamik könnte sich negativ auf die Arbeitseinkommen und somit den Konsum auswirken. Allerdings verfügen amerikanische Haushalte über solide Konsumreserven. Die moderat geringe Kreditaufnahme, eine gesunde Sparquote und der Anstieg der Finanzvermögen tragen zu einem stabilen Konsumpotenzial bei. Zudem erwarten Experten, dass sinkende Zinssätze die Kreditaufnahme leicht erhöhen könnten.
Schlussbetrachtung
Die Kombination aus fiskalischen Unterstützungsmaßnahmen, veränderten demografischen und arbeitsmarktbezogenen Faktoren führt zu einem widerstandsfähigen US-Arbeitsmarkt, der trotz eines stagnierenden Beschäftigungswachstums keine unmittelbare Rezessionsgefahr aufweist. Das langjährige Muster, wonach ein geringes Jobwachstum eine Rezession signalisiert, könnte damit seine Gültigkeit verlieren.
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