Wednesday 18-Feb-2026
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Marktkommentar: Drei zentrale Themen nach dem Jahresauftakt

Edition AIMarktkommentar: Drei zentrale Themen nach dem Jahresauftakt

Künstliche Intelligenz – Gewinner oder Verlierer?

Künstliche Intelligenz (KI) bleibt ein wesentlicher Treiber an den Finanzmärkten mit sowohl positiven als auch negativen Auswirkungen. Die stark überzeichnete Anleiheemission von Oracle mit einem Volumen von 25 Milliarden US-Dollar zeigt die Bereitschaft der Anleger, den Ausbau der KI-Infrastruktur zu finanzieren. Allerdings sind die Aktienkurse großer KI- und Cloud-Anbieter wie Amazon, Microsoft und Alphabet nach neuen Investitionsankündigungen gefallen, da Anleger jetzt klare Belege für die Profitabilität der Investitionen einfordern.

Es wird erwartet, dass sich innerhalb des Softwaresektors eine Differenzierung vollzieht: Unternehmen, die ihre Produkte erfolgreich anpassen, können Marktanteile gewinnen, während andere zurückfallen. Zudem könnten Korrekturen Einstiegsmöglichkeiten für selektive Anleger bieten.

Im Hardwarebereich profitiert die Speicherchipindustrie von der steigenden Nachfrage nach Hochleistungschips für KI-Anwendungen, was die Margen der wenigen Hersteller erhöht. Gleichzeitig wird traditioneller Hardwareherstellern durch die starke Nachfrage und Konkurrenz der KI-Hyperscaler Druck gemacht. Ein breiter KI-getriebener Aufschwung bei Technologieaktien ist derzeit nicht zu erwarten. Diversifizierung und das Ausnutzen von Marktkorrekturen bleiben entscheidend.

Geldpolitik – Wer gibt den Ton an: Falken oder Tauben?

Die Ernennung von Kevin Warsh zum Chef der US-Notenbank führte zu schnellen Marktreaktionen mit einem gestiegenen US-Dollar und einem starken Kursrückgang bei Gold. Warsh wird als traditioneller Notenbanker mit Fokus auf Inflationsbekämpfung gesehen, allerdings verweist er auch auf mögliche produktivitätssteigernde Effekte von KI, die Inflationsdruck mildern könnten. Dies würde der Notenbank Spielraum für Zinssenkungen verschaffen.

Es wird mit mindestens zwei Zinssenkungen in diesem Jahr gerechnet. Spannend bleibt, ob die US-Notenbank eine Bilanzverkürzung durch Abbau von Anleihebeständen beginnt, was Volatilität erhöhen und langfristige Zinsen steigen lassen könnte. Insgesamt dürfte die Geldpolitik Aktien, vor allem in den USA, weiter unterstützen. Daher wird eine Short-Position im US-Dollar gegenüber dem Euro empfohlen.

Konjunktur – Aufwärts- oder Abwärtstrend?

Die wirtschaftliche Entwicklung bietet weiter Rückenwind. Die USA entwickelten sich 2025 besser als erwartet, woraufhin Wachstumsprognosen angehoben wurden. Die europäische Erholung wird vor allem von Ländern wie Spanien und Griechenland getragen. Das schuldenfinanzierte Ausgabenprogramm in Deutschland zeigt mit Auftragszuwächsen und Exportsteigerungen erste positive Effekte.

Diese Entwicklung könnte das Interesse an europäischen Aktien beleben. Die Schwellenländer tragen weiterhin wesentlich zum globalen Wachstum bei. Während zuletzt zyklische Value-Aktien profitierten, könnten nun Wachstumsaktien nach vorne rücken.

Das aktuelle Umfeld aus wirtschaftlicher Erholung, Geld- und Fiskalpolitik bleibt günstig für Aktien. Bei Anleihen wird eine neutrale Duration empfohlen, mit Fokus auf kürzere Laufzeiten bei Unternehmensanleihen aufgrund enger Spreads. Der Rückgang bei Rohstoffen und Gold wird als Kaufgelegenheit gesehen. Zudem gewinnen erneuerbare Energien wieder an Interesse.


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