15 Jahre exzellentes „Entrepreneur“-Investing
In der Welt der institutionellen Anleger ist die Suche nach stabilen und wachstumsstarken Investitionen eine ständige Herausforderung. Besonders im europäischen Raum bieten Small- und Mid-Cap-Unternehmen interessante Chancen. Der Bellevue Entrepreneur Europe Small Fonds feiert sein 15-jähriges Jubiläum und bietet dabei eine beeindruckende Erfolgsbilanz.

Strategie: Eigentümer-Vorteil als Schlüssel zum Erfolg
Die Anlagephilosophie des Bellevue Entrepreneur Europe Small Fonds basiert auf einer fundamentalen Erkenntnis: Eigentümergeführte Unternehmen agieren anders und häufig erfolgreicher als rein managergeführte Konzerne. Der Fonds investiert gezielt in europäische Small- und Mid-Cap-Unternehmen, bei denen mindestens zwei Drittel des Portfolios in eigentümer- oder familiengeführten Unternehmen allokiert sind.
Dieser Ansatz bietet mehrere Vorteile: Interessengleichheit, langfristige Vision und finanzielle Stärke. Eigentümer haben einen substanziellen Teil ihres privaten Vermögens im Unternehmen investiert, was den klassischen Principal-Agent-Konflikt eliminiert. Langfristig denkende Unternehmer sind bereit, auch in konjunkturell schwierigen Phasen antizyklisch zu investieren, um gestärkt aus Krisen hervorzugehen.
Management: Ein eingespieltes Trio mit klarer Ausrichtung
Ein aktiver Managementansatz steht und fällt mit der Erfahrung der handelnden Personen. Bei Bellevue wird der Fonds von einem eingespielten, paneuropäischen Team mit sich ergänzenden Sektorschwerpunkten geführt:
– **Birgitte Olsen, CFA:** Mit 31 Jahren Anlageerfahrung ist sie das Gesicht der Strategie und verantwortet primär die Bereiche Industrie, Energie, Bau, Grundstoffe und Finanzen. – **Laurent Picard, SFAF:** Er stieß 2018 zum Team und fokussiert sich auf die Sektoren Technologie, Telekommunikation, Medien, Versorger sowie ESG-Themen. – **Eduardo Bravo:** Der Neuzugang aus dem Jahr 2025 bringt 14 Jahre Erfahrung ein und deckt hauptsächlich die Sektoren Gesundheit, Basiskonsum und zyklischen Konsum ab.
Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die finanzielle Ausrichtung des Managements. Bei Bellevue wird 50 % der variablen Vergütung der Manager in Anteilen des Fonds oder in Aktien der Bellevue Group ausgezahlt. Diese Anteile unterliegen einer vierjährigen Haltefrist, was bedeutet, dass Fondsmanager und Anleger buchstäblich im selben Boot sitzen.
Marktumfeld: Europäische Small- und Mid-Caps mit Potenzial
Die Anlageklasse der europäischen Small- und Mid-Caps hat zwar einige schwierige Jahre hinter sich. Doch die Erholung, begonnen im Jahr 2025, setzt sich weiter fort. In einer Branche, in der zahlreiche europäische Aktienfonds einen Zeitraum von zehn Jahren am Markt nicht überleben, sind 15 Jahre bemerkenswert.
Seit seiner Auflegung im Juni 2011 erzielte der Fonds eine annualisierte Nettorendite von knapp 11 %. Damit hat die Strategie ihre Benchmark (MSCI Europe ex UK Small) über den gesamten Zeitraum geschlagen und gehört im Vergleich zur Peergroup konstant zum obersten Quartil.
USP: Konsequente Stilunabhängigkeit und High-Conviction-Ansatz
Der Eigentümer-Fokus wird ergänzt durch eine konsequente Stilunabhängigkeit und einen High-Conviction-Ansatz. Das Team schränkt sich nicht stur auf „Growth“ (Wachstum) oder „Value“ (Substanz) ein. Vielmehr wird das Portfolio flexibel und opportunistisch über die drei Stile Value, GARP (Growth at a reasonable price) und High Growth diversifiziert.
Portfolioeinsatz: Tiefgehende quantitative Analysen als Fundament
Der Investmentprozess des Fonds ist überwiegend diskretionär und wird durch tiefgehende quantitative Analysen gestützt und validiert. Der Bottom-up-Prozess filtert das europäische Nebenwerteuniversum systematisch, im Anlageuniversum befinden sich rund 2.000 Titel.
Die Ideengenerierung und Vorselektion konzentriert sich bei Neuinvestitionen typischerweise auf Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen 300 Mio. EUR und 10 Mrd. EUR. Zudem wird eine durchschnittliche tägliche Handelsliquidität von mindestens 1 Mio. EUR vorausgesetzt.
Der qualitative Auswahlprozess steht die Stabilität und Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells, die Marktstellung des Unternehmens, eine solide Unternehmensführung sowie die Kompetenz des Managements im Fokus. Bevorzugt werden Unternehmen mit langfristig orientierten Eigentümerstrukturen, beispielsweise durch Gründerfamilien oder bedeutende Ankeraktionäre.
Finanzkennzahlen dienen der kritischen Überprüfung der These. Organisches Wachstum, Margen und die Rentabilität des eingesetzten Kapitals (ROCE) spielen dabei eine entscheidende Rolle.
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Bild © Greiff Research Institut
Dieser Beitrag erschien zuerst beim Greiff Research Institut GmbH
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