Lazard Asset Management baut Vertriebsteam in Wien aus

Markets and NewsLazard Asset Management baut Vertriebsteam in Wien aus

Lazard Asset Management verstärkt seine österreichische Niederlassung. Seit dem 1. Oktober 2026 arbeitet Kristina Dominkovic als Sales Representative im Wiener Team, wie der Asset Manager am 5. Oktober mitteilte. Sie berichtet an Horst Mathä, der als Country Head Austria das institutionelle Geschäft und den Drittvertrieb verantwortet.

Dominkovic bringt nach Unternehmensangaben mehr als 15 Jahre Erfahrung aus der Finanzdienstleistungsbranche mit. Zuletzt war sie bei der LGT Bank AG, Zweigniederlassung Österreich, in verschiedenen Funktionen im Relationship Management tätig. Davor arbeitete sie bei der UBS Europe SE in Wien als Client Advisor und im Financial Accounting. Sie hat einen Master in International Banking & Finance der Fachhochschule BFI Wien, einen Bachelor in International Business & Accounting der Wirtschaftsuniversität Wien und ist Certified Wealth Manager (CWMA).

Aufbauphase in Wien

Die Personalie gehört zum Aufbau eines Standorts, den Lazard vergleichsweise spät eröffnet hat. 2023 gründete der Asset Manager eine Niederlassung in Österreich, bezog ein Büro im Wiener Zentrum und holte Horst Mathä als Leiter des Österreichgeschäfts, wie das private banking magazin damals berichtete. Rechtlich ist die Wiener Einheit eine Zweigniederlassung der Frankfurter Lazard Asset Management (Deutschland) GmbH, eingetragen im österreichischen Firmenbuch seit Ende Oktober 2023. Laut Lazard-Website verantwortet Mathä das Geschäft in Österreich und Osteuropa in Abstimmung mit dem Team in Deutschland.

Auffällig ist die gemeinsame Herkunft: Auch Mathä kam von der LGT Bank Österreich, wo er ab 2020 als Executive Director im Relationship Management tätig war. Zuvor war er seit 2005 Director Sales bei Franklin Templeton Austria. Nach Einschätzung der Redaktion passt das Muster zu einem Markt, in dem der Zugang zu Privatbanken, Vermögensverwaltern, Dachfondsmanagern und institutionellen Anlegern stark über gewachsene Beziehungen läuft. Ein Anbieter, der dort Marktanteile gewinnen will, braucht Mitarbeiter, die diese Beziehungen bereits mitbringen. Mathäs Funktionsbezeichnung benennt die beiden Kanäle inzwischen ausdrücklich: Institutional Sales und Third Party Distribution.

Wachsender Fondsmarkt

Das Umfeld ist für den Ausbau günstig. Das von österreichischen Wertpapier-Verwaltungsgesellschaften verwaltete Fondsvolumen stieg im ersten Halbjahr 2026 um 6,0 Prozent auf den Rekordwert von 250,8 Milliarden Euro, wie die VÖIG meldete. Von den Nettomittelzuflüssen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro entfielen 1,1 Milliarden Euro auf Rentenfonds. Ausländische Anbieter wie Lazard konkurrieren in diesem Markt mit den etablierten heimischen Häusern um Mandate, Fondsselektionslisten und Allokationen in Dach- und Spezialfonds.

Was offen bleibt

Für institutionelle Investoren und Vertriebspartner in Österreich bedeutet der Ausbau zunächst mehr Betreuungskapazität vor Ort. Welche Strategien Lazard im österreichischen Markt priorisiert, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Lazard Asset Management und die verbundenen Vermögensverwaltungsgesellschaften der Lazard-Gruppe verwalten nach eigenen Angaben ein Kundenvermögen von mehr als 290 Milliarden US-Dollar (vorläufiger Wert, Stand 31. August 2026). Ob die Wiener Einheit weiter wächst und wie stark sie die angekündigte Ausrichtung auf Osteuropa tatsächlich ausfüllt, wird sich an den nächsten Personalien und Mandaten zeigen.

Bild © Lazard Asset Management

* DE: Die ergänzenden Inhalte können KI-generiert sein. EN: The additional content may be AI-generated.