Das Management-Gap: Was Vermögensverwalter über Kryptowährungen nicht sehen

Digital Investing and CryptoDas Management-Gap: Was Vermögensverwalter über Kryptowährungen nicht sehen

Management-Gap bei digitalen Vermögenswerten in Europa

Eine Befragung von 261 europäischen Vermögensverwaltern aus Frankreich, Deutschland, Italien, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich zeigt, dass ein signifikanter Anteil der digitalen Vermögenswerte der Kunden außerhalb der Kontrolle der Berater liegt. Dieses Phänomen wird als Management-Gap bezeichnet, die Lücke zwischen den verwalteten und den tatsächlich von Kunden gehaltenen digitalen Assets.

Umfang und Bedeutung der Management-Lücke

Ein Viertel der europäischen Berater berichtet, dass über 50 Prozent der Krypto-Positionen ihrer Kunden für sie unsichtbar sind. Besonders ausgeprägt ist diese Situation im Vereinigten Königreich, wo die Quote bei 52 Prozent liegt. Kunden haben bereits Kapital in digitale Vermögenswerte investiert, doch Berater sehen einen großen Teil dieser Anlagen nicht.

Einfluss von Beratung und Firmenpolitik

Die Umfrage zeigt, dass die Management-Lücke von der aktiven Einbindung der Berater abhängt: Wer digitale Assets empfiehlt, hat eine geringere Lücke. Die wesentliche Ursache für die fehlende Kontrolle ist weniger fehlende Kompetenz oder Nachfrage, sondern restriktive Firmenpolitik. 61 Prozent der Befragten arbeiten in Unternehmen, die digitale Vermögenswerte restriktiv oder ohne klare Orientierung behandeln.

In unterstützenden Unternehmen empfehlen Berater digitale Assets deutlich häufiger und haben eine deutlich kleinere Management-Lücke als in restriktiven Firmen. Die Bereitschaft und Nachfrage bleiben über alle Unternehmen hinweg konstant, der entscheidende Faktor ist, ob Berater handeln dürfen.

Folgen für das Beratungsmodell und Marktentwicklung

Das Fehlen von Transparenz erschwert eine Steuerung und Risikoallokation digitaler Vermögenswerte im Kundenportfolio. Firmen, die eine klare Position und entsprechende Produkte anbieten, können diese Lücke schließen und die Beratungsbeziehung stärken. Die regulatorische Anerkennung von digitalen Assets und der Zugang zu Exchange-Traded Products (ETPs) gelten als entscheidende Voraussetzungen.

Wichtige Erkenntnisse zur Vertrauensbildung

  • 45 Prozent der Berater fordern regulatorische Anerkennung digitaler Vermögenswerte als etablierte Anlageklasse.
  • 43 Prozent sehen den Zugang zu ETPs als wesentlichen Vertrauensfaktor.
  • Kundenschulungen spielen eine untergeordnete Rolle.

Die Einführung eines einheitlich regulierten europäischen Marktes durch die MiCA-Verordnung und laufende Anpassungen in Frankreich und dem Vereinigten Königreich deuten auf eine baldige Verbesserung der Rahmenbedingungen hin.

CoinShares als Akteur im Krypto-Anlagebereich

CoinShares bietet seit 2013 regulierte Lösungen für die Integration digitaler Vermögenswerte in professionelle Portfolios europäischer Berater an. Die Gesellschaft setzt auf Transparenz, regulatorische Compliance und bietet eine breite Palette von Krypto-ETPs für institutionelle und private Investoren.

Methodik der Umfrage

Die Ergebnisse basieren auf einem strukturierten Fragebogen, der im ersten Quartal 2026 durch Citywire Engage bei 261 qualifizierten europäischen Vermögensverwaltern und Beratern durchgeführt wurde. Die Befragten sind in unterschiedlichen Rollen mit direkten oder indirekten Investitionsentscheidungen betraut.


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