KI-Wirtschaftsszenarien im Fokus
Im Jahr 2026 konzentriert sich der Anlegerfokus verstärkt auf die potenziellen Risiken und Chancen der künstlichen Intelligenz (KI). Schroders analysiert zwei mögliche Entwicklungen: einen rapiden KI-Boom, der eine dritte Industrielle Revolution einläutet, oder das Platzen einer KI-Börsenblase, das eine Rezession auslösen könnte.
Makroökonomische Rahmenbedingungen
Beide Szenarien setzen ein solides makroökonomisches Umfeld voraus, unterstützt von umfangreichen Investitionen der großen Cloud-Anbieter (Hyperscaler), die das Wachstum der Kapitalausgaben (Capex) und eine steigende Aktienmarktperformance beflügeln. Ein entscheidender Wendepunkt wird erwartet, wenn die Märkte die Fähigkeit der Technologieunternehmen in Frage stellen, die hohen Erwartungen zu erfüllen und daraus Renditen zu generieren.
Das KI-Bust-Szenario
Fällt die Monetarisierung der KI-Investitionen aus, könnten Ausgaben gestoppt werden und sich eine Investitionsrezession ähnlich der nach der Dotcom-Blase Anfang der 2000er Jahre entwickeln. Dies würde fallende Aktienkurse und steigende Arbeitslosigkeit zur Folge haben, was eine leichte Rezession der US-Wirtschaft nach sich ziehen könnte. Die US-Notenbank könnte die Zinssätze senken, um die Wirtschaft zu stabilisieren, und gemeinsam mit fiskalischen Maßnahmen eine zyklische Erholung bis 2028 ermöglichen. Aktienmärkte könnten sich erholen, jedoch mit einer größeren Marktbreite und wechselnden Marktführern.
Das KI-Boom-Szenario
Das alternative Szenario skizziert eine rasche Einführung und exponentielles Wachstum der KI-Investitionen, die eine schnelle dritte Industrielle Revolution darstellt. Nach einer vorübergehenden Marktvolatilität im Jahr 2026 würden Unternehmen massiv in KI-Infrastruktur und Dienstleistungen investieren, was das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA robust wachsen lässt. Die Produktivität könnte auf etwa 3,5 % pro Jahr steigen, was allerdings auch mit steigender Arbeitslosigkeit einhergehen könnte, insbesondere wenn Roboter und autonome Systeme Arbeitskräfte verdrängen.
Inflations- und Arbeitsmarktentwicklung
Das Szenario geht von einem komplexen Inflationsbild aus: Steigende Arbeitslosigkeit und sinkende Einkommen könnten deflationäre Effekte vor allem in Dienstleistungsbereichen auslösen, während Engpässe im Warensektor zu inflationären Tendenzen führen könnten. Zudem könnte die erhöhte Nachfrage nach Erdgas für den Energiebedarf stromintensiver Rechenzentren zu steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen beitragen.
Politische Herausforderungen
Die steigende Arbeitslosigkeit und sinkende Inflation könnten sehr niedrige Zinssätze erforderlich machen. Gleichzeitig setzen hohe Entlassungen die öffentlichen Finanzen unter Druck, da die Steuereinnahmen vorwiegend aus der Arbeitsteuer stammen, während Sozialausgaben steigen. Dies könnte eine Neujustierung der Steuer- und Ausgabenpolitik in den USA und anderen Ländern erzwingen. Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob Regierungen eine uneingeschränkte Verbreitung von KI in diesem Umfang zulassen würden.
Ausblick für Anleger
Die Entwicklung der KI bleibt für Investoren von hoher Bedeutung, da sowohl ein Boom als auch ein Rückschlag erhebliche Folgen für Weltwirtschaft, Finanzmärkte und Gesellschaft hätte. Eine zu frühe Selbstzufriedenheit könnte dabei zu den größten Risiken zählen.
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