Jahresbilanz der europäischen Aktienmärkte 2025
Die europäischen Aktienmärkte beendeten das Jahr 2025 mit einer soliden Performance, wobei das vierte Quartal besonders stark war. Viele aktive Manager standen vor Herausforderungen, da ihre Fokussierung auf hochwertige Wachstumsaktien („Quality Growth“) und gleichzeitige Untergewichtung von Bankaktien sich als nachteilig erwies.
Bankensektor: Outperformance und Bewertung
Bankaktien erzielten 2025 eine außergewöhnlich gute Wertentwicklung. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des Sektors liegt derzeit bei 0,68 und damit unter dem 25-Jahres-Durchschnitt von 0,76. Das Geschäftsvolumen wächst vor allem in Süd- und Osteuropa, die Ertragsdynamik ist stark und die Kapitalrenditen für Aktionäre attraktiv, mit Dividendenrenditen und Aktienrückkäufen von 7-8 %.
Obwohl die Übergewichtung in spanischen und italienischen Banken reduziert wurde, bleibt der Bankensektor insgesamt übergewichtet. Der Sektor profitiert von fortschreitender Automatisierung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), was Effizienzgewinne bei simultanem Filialabbau ermöglicht.
Quality Growth: Korrektur nach Überbewertung
Qualitäts- und Wachstumsaktien galten jahrelang als attraktiv, doch 2025 erfolgte eine deutliche Korrektur. Die zuvor extreme Überbewertung wurde durch die steigenden Realzinsen und das Ende der quantitativen Lockerung ausgelöst. Der Qualitätsfaktor erscheint aktuell fair bewertet, jedoch noch nicht attraktiv genug für neue Investitionen. Einzelne Titel wie RELX, Sika und Givaudan verloren deutlich an Wert, auch wenn einige Unternehmen dank ihrer proprietären Daten und Geschäftsmodelle weiterhin Wettbewerbsvorteile besitzen.
Technologie und KI: Wichtige Impulse aus Europa
Europa verfügt über bedeutende Unternehmen im Bereich Halbleiter und Elektronik, die als Wegbereiter der KI gelten, obwohl keine Tech-Mega-Caps wie in den USA existieren. Trotz einer gedämpften Jahresbilanz für 2025 wird für diese Unternehmen ein robustes Umsatz- und Gewinnwachstum in den kommenden Jahren erwartet. Die Nachfrage nach moderner Halbleiterausrüstung und Elektrifizierung wird durch den Ausbau der KI-Infrastruktur und Energiewende getrieben, was insbesondere Hersteller von Investitionsgütern begünstigt.
Die Bewertungen in diesen Teilsektoren erscheinen hoch, aber nicht überhöht, während geopolitische Rivalitäten zwischen den USA und China die Investitionen zusätzlich fördern. Die Gefahr einer KI-Blase wird diskutiert, jedoch besteht weiterhin eine nachhaltige Nachfragebasis.
Konsumsektor: Herausforderung durch uneinheitliche Entwicklung
Das Konsumklima ist geprägt von unterschiedlichen Trends: Während die einkommensstärksten Haushalte von Wachstumsimpulsen profitieren, verbleibt bei niedriger verdienenden Gruppen eine Belastung durch sinkende reale Einkommen. Europäische und chinesische Verbraucher zeigen Zurückhaltung, was sich in hohen Sparquoten widerspiegelt. Langfristige strukturelle Veränderungen wirken dabei zusätzlich belastend, unter anderem veränderte Konsummuster und demografische Entwicklungen.
Im Luxussegment sind die Wirkungen uneinheitlich, da hohe Einkommenszuwächse in den USA der Konsumzurückhaltung in Europa und China gegenüberstehen. Preissteigerungen schränken die Erreichbarkeit von Luxusprodukten weiter ein.
Die Anlagestrategie fokussiert sich auf ausgewählte Konsumwerte mit starken Geschäftsmodellen und attraktiver Bewertung, ergänzt durch Turnaround-Kandidaten in herausfordernden Basiskonsumsegmenten, deren weitere Entwicklung eng beobachtet wird.
Fazit
Die hohe Streuung der operativen Ergebnisse und Aktienperformance in Europa unterstreicht die Bedeutung eines flexiblen, selektiven Investmentansatzes mit einem klaren Fokus auf Risikomanagement. Während Bankaktien weiterhin Chancen bieten, bleibt Quality Growth derzeit insgesamt nur fair bewertet. Technologietitel und Konsumwerte liefern differenzierte Impulse für Anlageentscheidungen im Jahr 2026.
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