UBP House View März 2026 – Die geopolitische Neuordnung

Edition AIUBP House View März 2026 – Die geopolitische Neuordnung

Geopolitische Veränderungen und ihre Auswirkungen auf die Märkte

Seit 2022 zeigen sich zunehmende Zeichen für tiefgreifende politische Umbrüche, die sich aktuell deutlich in der Wirtschaft widerspiegeln. Die Blockade der Straße von Hormus und die Ausweitung der Konflikte im Golf unterstreichen die Dauerhaftigkeit dieses Wandels und die steigende Bedeutung geopolitischer Risiken für die Portfoliosteuerung.

Marktreaktionen und Volatilität

Die Märkte reagieren deutlich auf die Entwicklungen: Die Volatilität an den langen Zinskurven steigt, der Dollar und Gold verteuern sich parallel, und die Ölpreise ziehen merklich an. Aktien und Anleihen verloren zuletzt gleichzeitig an Wert, was traditionelle Diversifikationsannahmen infrage stellt. Der bisher positive Ausblick für 2026 wird angesichts der unklaren Dauer und Intensität des Konflikts zunehmend kritisch bewertet.

Zwei entgegenstehende Kräfte prägen derzeit die Marktlage: Einerseits steigt die Instabilität mit einem inflationären Umfeld, andererseits sorgt die von Künstlicher Intelligenz getriebene technologische Disruption für strukturelle Disinflation. Dieses Spannungsfeld erfordert ein verstärktes aktives Risikomanagement.

Inflationserwartungen und Ölpreise

Ob die höheren Ölpreise die Inflation erneut anheizen, hängt maßgeblich von der Dauer der Preiserhöhungen ab. Energiepreise machen zwischen fünf und acht Prozent großer Preisindizes aus, sodass steigende Benzinkosten schnell die Verbraucherpreise beeinflussen. Ein Anstieg des Ölpreises um zehn Prozent kann die Inflation um 0,2 bis 0,5 Prozentpunkte beschleunigen; bei 100 USD je Barrel könnten es etwa 1,4 Punkte und bei 120 USD bis zu 2,4 Punkte sein.

Energieimportierende Länder in Asien und Europa sind besonders betroffen, während der Effekt in den USA als Nettoexporteur weniger stark ausfällt.

Regionale Aktienbewertungen und Branchenperspektiven

Die Ergebnisstabilität rückt verstärkt in den Fokus. US-amerikanische Aktien werden aufgrund klarer Gewinnerwartungen bevorzugt. Europa und Schwellenländer werden neutral eingeschätzt, da ihre Energieabhängigkeit und die Empfindlichkeit gegenüber einem stärkeren Dollar belasten.

Die Technologiebranche in den USA profitiert von der kontinuierlichen Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz, die als nachhaltiger Investitionszyklus gilt. Besonders gut positioniert sind Unternehmen mit Skaleneffekten, proprietären Daten, Kontrolle über Infrastruktur und soliden Bilanzen.

Softwarefirmen werden vorsichtiger bewertet, da geringere Kosten für KI-Anwendungen die Preissetzungsmacht beeinträchtigen könnten. Demgegenüber dürfte der Energiesektor aufgrund höherer Preise und verbesserter Fundamentaldaten profitieren.

Anleihemärkte und Renditeentwicklung

Im Februar stützten zunächst sinkende US-Renditen die Anleihemärkte, bevor die militärischen Aktionen gegen den Iran die Markterwartungen veränderten und langfristige Renditen aufgrund erhöhter Inflationssorgen wieder anstiegen. Gleichzeitig weiteten sich die Spreads gegen Monatsende deutlich aus.

Der Ausblick für Investment-Grade-Anleihen bleibt vorsichtig, unter anderem, da steigende KI-Investitionen großer Technologieunternehmen zusätzliche Emissionen wahrscheinlich machen.

Chancen bei Hedgefonds

Aktuelle Marktgegebenheiten fördern Hedgefonds-Strategien, die starke Einzeltitel- und Sektorstreuungen nutzen können. Equity-Long/Short-Strategien profitieren von divergierenden Fundamentaldaten, Global-Macro-Strategien von Schwankungen bei Zinskurven, Währungen und Rohstoffen, während Convertible-Strategien von erhöhter Einzelaktienvolatilität unterstützen.

Erhebliche Renditedispersionen über Aktien, Sektoren, Regionen und Länder bieten vielfältige Chancen für Ansätze, die Alpha unabhängig vom Marktbeta erschließen.

Stress im Private-Credit-Markt

Der Druck im Private-Credit-Segment nimmt zu. Erhöhte Rücknahmen bei großen Vehikeln und Liquidation einzelner Bestände von börsennotierten Business Development Companies in den USA zeigen die Fragilität von Strukturen, die illiquide Assets mit kurzfristiger Liquidität verbinden.

Diese Entwicklungen spiegeln ein breiteres Stressmuster wider. Ein Wendepunkt im Kreditzyklus sowie der Bedarf nach Selektivität und echter Risikotragfähigkeit rücken wieder in den Vordergrund.

Goldmarkt und Anlegerinteresse

Gold erholte sich nach einem Ausverkauf im Januar rasch und erreichte im Februar kurzzeitig Niveaus knapp unter 5.300 USD je Unze. Der Ausbruch des Konflikts in der Golfregion trieb die Preise kurzfristig über 5.450 USD, gefolgt von einer moderaten Gegenbewegung, ausgelöst durch Inflationsängste.

Spekulative Positionen gingen seit Januar deutlich zurück; ein verstärktes Interesse von Anlegern könnte als zusätzlicher Preistreiber wirken.


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