Wachstum im Markt für ambulante Gesundheitsimmobilien
Das Transaktionsvolumen für ambulante Gesundheitsimmobilien in Deutschland hat sich 2025 auf rund 200 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Marktreport von Hauck Aufhäuser Lampe Real Estate Investment Management (HAL REIM) in Kooperation mit CBRE verdeutlicht, dass strukturelle Veränderungen im Gesundheitswesen, die zunehmende Ambulantisierung und der demografische Wandel die Nachfrage nach modernen Versorgungsstrukturen weiter steigern. Institutionelle Investoren zeigen ein wachsendes Interesse an dieser Assetklasse.
Investmentmarkt und Transaktionsentwicklung
Der Investmentmarkt für Pflege- und Gesundheitsimmobilien setzte 2025 seinen Erholungskurs fort und erreichte ein Gesamtvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro, ein Plus von 23 Prozent gegenüber 2024. Innerhalb dieser Assetklasse verzeichnen ambulante Gesundheitsimmobilien ein besonders dynamisches Wachstum mit einem Anstieg des Transaktionsvolumens von 91 Millionen Euro in 2024 auf 200 Millionen Euro in 2025. Für 2026 wird ein weiteres Wachstum auf über 300 Millionen Euro erwartet. Die Spitzenrendite bleibt stabil bei 4,6 Prozent.
Die meisten Transaktionen sind Einzeldeals mit einem Volumen von bis zu 50 Millionen Euro. Auf Käuferseite dominieren vermehrt institutionelle Investoren, darunter offene Immobilienfonds, Spezialfonds und Private Capital, auch aus dem Ausland. Verkäufer sind überwiegend Bestandshalter und Projektentwickler, die neu entwickelte oder modernisierte Objekte anbieten. Neben den Top-7-Standorten bieten auch kleinere Städte attraktive Investitionsmöglichkeiten. Rund zwei Drittel der seit 2016 investierten 2,1 Milliarden Euro entfallen auf Standorte außerhalb der sieben größten deutschen Städte.
Marktpotenzial und regionale Verteilung
Die Analyse von Rebmann Research in Zusammenarbeit mit HAL REIM identifiziert aktuell 4.336 investierbare ambulante Gesundheitsimmobilien in Deutschland mit einem Marktpotenzial von über 37 Milliarden Euro. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr beruht auf einer erweiterten Datengrundlage und einer breiteren Definition gesundheitsaffiner Mieter, einschließlich Sanitätshäuser, Hörakustiker und Optiker.
Regionale Unterschiede zeigen sich deutlich: Ostdeutsche Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen weisen eine hohe Dichte an Gesundheitsimmobilien auf. Auch Stadtstaaten wie Hamburg und Berlin verfügen über eine hohe Konzentration. Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen weisen vor allem in urbanen Zentren eine starke Anzahl solcher Immobilien auf, während ländliche Regionen Potenzial für neue Versorgungsstandorte bieten.
Bonitätsstabilität als Investitionsfaktor
Die Bonitätswerte der Mieter im ambulanten Gesundheitssektor sind überwiegend stabil. Niedergelassene Ärzte und medizinische Versorgungszentren profitieren von planbaren Einnahmen aus der gesetzlichen Krankenversicherung und zeigen niedrige Ausfallwahrscheinlichkeiten (etwa 0,26 %). Ähnlich stabile Werte weisen Zahnärzte, Apotheken und Physiotherapiepraxen auf, während stationäre Einrichtungen wie Pflegeheime oder Krankenhäuser höhere Ausfallrisiken aufweisen.
Auswirkungen der Krankenhausreform und Transformationsfonds
Die im Bundestag beschlossene Novellierung der Krankenhausreform zielt auf eine verbesserte sektorenübergreifende Organisation und Effizienz der Versorgung ab. Der Grundsatz „ambulant vor stationär“ wird gestärkt, um Kosten im Gesundheitswesen zu senken. Die Reform fördert den Ausbau ambulanter Infrastrukturen wie Ärztehäuser und Gesundheitszentren.
Ein Transformationsfonds von über 50 Milliarden Euro (2026-2035) unterstützt die Modernisierung der Krankenhauslandschaft und kann die Umstrukturierung zu sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen fördern. Intersektorale Gesundheitsimmobilien mit diversifiziertem Mieterportfolio könnten zukünftig eine zentrale Rolle spielen und neue Investitionschancen eröffnen.
Portfolioausbau bei HAL REIM
HAL REIM erweitert gezielt sein Portfolio im Bereich sozialer Infrastruktur durch Investitionen in Core- und Core+-Immobilien der ambulanten Gesundheitsversorgung über den Spezialfonds „HAL Soziale Infrastruktur Deutschland II“. Der Fonds richtet sich an institutionelle Investoren und strebt ein Zielvolumen von 200 bis 250 Millionen Euro an.
Aktuell wurde ein Ärzte- und Gesundheitszentrum in Landshut mit rund 3.118 Quadratmetern Mietfläche erworben, um das Portfolio zu stärken und die Nachfrage nach modernen ambulanten Versorgungsstandorten zu bedienen.
DE: Dieser Beitrag wurde automatisch vom altii-Redaktionssystem generiert. Der Inhalt wurde nicht manuell auf seine Richtigkeit überprüft. Wir sind bestrebt, relevante und aktuelle Informationen bereitzustellen. EN: This article was automatically generated by the altii editorial system. The content has not been manually reviewed for accuracy. We aim to provide relevant and timely information.