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Das Ende der unangefochtenen US-Dollar-Dominanz

Edition AIDas Ende der unangefochtenen US-Dollar-Dominanz

Das Ende der unangefochtenen US-Dollar-Dominanz

Seit Mitte der 1990er Jahre sind US-Staatsanleihen der meistgehaltene Vermögenswert in den weltweiten Reserven und haben Gold als Spitzenreiter abgelöst. Europa trug maßgeblich zu dieser Entwicklung bei, da die dortigen Zentralbanken ihre Goldreserven zum Teil massiv reduzierten, um sich auf die Einführung des Euro vorzubereiten. So sank der Anteil des Goldes von 60 % in den 1980er Jahren auf 10 % Anfang der 2000er Jahre, während US-Staatsanleihen von 10 % auf 30 % stiegen und diese Werte zwei Jahrzehnte lang stabil blieben.

Schwindende Nachfrage nach US-Anleihen und steigende Goldnachfrage

Aktuell kehrt sich der Trend um. Seit 2024 liegt Gold in den weltweiten Devisenreserven wieder vor den US-Staatsanleihen. Die ausländischen Bestände an US-Staatsschulden gehen seit Mitte der 2010er Jahre zurück, wobei China seine Bestände seit 2013 um fast 40 % reduzierte. Auch einige südostasiatische Zentralbanken orientieren sich zunehmend am chinesischen Yuan. Japan hält zwar weiterhin große Summen, aber sein relativer Anteil an den US-Schulden sank von 10 % 2010 auf unter 5 % heute. Industrieländer insgesamt halten ihren Anteil stabil, nur das Vereinigte Königreich erhöhte seine Bestände.

Gleichzeitig stiegen die Goldbestände ab 2022 stark an, ausgelöst durch steigende geopolitische Unsicherheit infolge des Krieges in der Ukraine. Der Goldpreis stieg seit Ende 2023 um 139 %. Die Handelspolitik der Trump-Regierung verstärkte zudem die Abkehr vom Dollar als sicherem Hafen.

Warum Gold keine echte Alternative hat

Die Fortsetzung dieser Entwicklungen ist wahrscheinlich. Geopolitische Konflikte und ein Trend hin zu regionalen Strukturen erhöhen die Bedeutung von Gold als Reservewert. Gold ist unabhängig von Staaten und kann Abflüsse aus US-Anleihen abfedern. Die Märkte für Gold und US-Anleihen sind mit jeweils etwa 25.000 bis 30.000 Milliarden US-Dollar ähnlich groß, deutlich über anderen Anlageklassen. Japanische und europäische Staatsanleihemärkte sind deutlich kleiner, während chinesische Anleihen für viele Anleger noch schwer zugänglich sind. Kryptowährungen sind mit rund zwei Billionen US-Dollar Marktvolumen deutlich weniger relevant.

Politische Risiken untergraben Vertrauen in US-Anleihen

Das Vertrauen in US-Staatsanleihen könnte weiter sinken. Die aggressive Haltung in internationalen Beziehungen durch die Trump-Regierung hat einige Akteure bewogen, US-Schulden zu reduzieren. Kürzlich haben dänische und schwedische Pensionsfonds US-Anleihen zum Verkauf angekündigt, was symbolisch für einen möglichen Trend steht.

Zusätzlich könnte die finanzielle Stabilität der USA durch mögliche Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs belastet werden, etwa durch die Abschaffung reziproker Zölle, was dem Finanzministerium wichtige Einnahmen entziehen würde. Trumps politische Zusagen vor den Zwischenwahlen könnten die Staatsausgaben weiter erhöhen und die Attraktivität amerikanischer Staatsanleihen beeinträchtigen.

US-Dollar bleibt dominant, doch Gold gewinnt strategisch an Bedeutung

Ein Ende der Dollar-Dominanz als Reservewährung ist unwahrscheinlich. Der US-Dollar bleibt weltweit führend, selbst wenn Gold wieder in den Vordergrund rückt. Aufgrund der starken ausländischen Bestände an US-Anleihen könnte der Markt jedoch zum Schauplatz geopolitischer Spannungen werden, was den Wert von Gold als strategischen Vermögenswert zusätzlich stützt.


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