Hintergrund zu Crédit Mutuel Asset Management
Crédit Mutuel Asset Management ist eine Tochtergesellschaft der La Française Gruppe, der Holdinggesellschaft des Asset-Management-Bereichs der Crédit Mutuel Alliance Fédérale.
Hoher Strombedarf von KI und Rechenzentren
Generative künstliche Intelligenz (KI) erfordert enorme Mengen an Elektrizität, da der Betrieb von Rechenzentren mit hoher Kapazität sehr energieintensiv ist. Beispielsweise verbraucht ein Hyperscale-Rechenzentrum mit 100 MW Kapazität jährlich so viel Strom wie rund 100.000 Haushalte. Die hohe Energienachfrage resultiert aus dem Einsatz stromfordernder Grafikprozessoren und dauerbetriebener Kühlsysteme.
Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) wird sich der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren von 460 TWh im Jahr 2024 auf über 1.000 TWh im Jahr 2030 mehr als verdoppeln und bis 2035 auf 1.300 TWh steigen. Entsprechend investieren Technologiekonzerne massiv in KI, mit geplanten Ausgaben von bis zu 300 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025.
Regionale Besonderheiten in der Energieversorgung und Nachfrage
USA
Das Wachstum der KI-getriebenen Rechenzentren in den USA ist explosiv. Bis 2030 wird mit einem Anstieg des Stromverbrauchs um über 500 TWh gerechnet. Bereits jetzt zeigen sich Netzengpässe. Die benötigte Kapazität zur Deckung und für Neubauten wird bis dahin auf 85 bis 90 GW geschätzt, wovon etwa 25 GW durch Erdgas gedeckt werden könnten und der Rest durch erneuerbare Energien. Der Anteil kohlenstoffarmer Energie soll bis 2035 auf 55 % steigen.
Europa
In Europa wächst der Bedarf an Strom für Rechenzentren moderat auf etwa 115 bis 130 TWh bis 2030, bedingt durch strengere Regulierungen und Energiesparmaßnahmen. Die Region verfügt aktuell über einen Produktionsüberschuss an erneuerbaren Energien. Die Herausforderung liegt in der Netzstabilität und der Abdeckung von Spitzenlasten, besonders wenn erneuerbare Energien nicht verfügbar sind. Die Politik unterstützt den Netzausbau durch bessere Kapitalrenditen.
Asien-Pazifik (APAC)
Der APAC-Raum erlebt die dynamischste Entwicklung bei der Expansion von Rechenzentren, insbesondere durch kostengünstige Open-Source-KI-Modelle und digitale Souveränitätspolitiken. Die installierte Rechenzentrumskapazität soll von 36 GW im Jahr 2024 auf 92 GW im Jahr 2030 steigen, mit entsprechend rapide wachsendem Stromverbrauch. Hier dominiert weiterhin Kohle im Energiemix, trotz des Aufstiegs von erneuerbaren Energien und Kernkraft.
Wandel im Energiemix und Herausforderungen
Der globale Energiemix wird sich laut IEA bis 2035 zugunsten erneuerbarer Energien verschieben, die ihren Anteil um rund 10 Prozentpunkte erhöhen werden. Fossile Brennstoffe bleiben jedoch bedeutend, insbesondere Gas und Kohle in bestimmten Regionen. Die Flexibilität von Gas- und Kernkraftkapazitäten bleibt dabei strategisch wichtig, auch wenn der Ausbau neuer Kernkraftwerke sehr langfristige Vorlaufzeiten hat.
Soziale und wirtschaftliche Auswirkungen
Der steigende Stromverbrauch von Rechenzentren wirkt sich auf Strompreise aus. In den USA sind die Endkundenpreise bereits gestiegen, mit starken regionalen Unterschieden. In Europa könnte das Wachstum erneuerbarer Energien den Preisdruck abfedern, jedoch bleiben Belastungen durch Spitzenlasten hoch. Staatliche Maßnahmen, wie Verbrauchsbegrenzungen von Rechenzentren während kritischer Zeiten in Texas, zeigen die wachsende Regulierung zur Sicherstellung der Versorgung.
Strategien für Energieeffizienz
Effizienzsteigerung wird als eine zentrale Antwort auf die steigende Energienachfrage gesehen. Verbesserungen der Power Usage Effectiveness (PUE) können den Stromverbrauch erheblich senken. Maßnahmen umfassen fortschrittliche Kühlsysteme, optimiertes Rechenzentrumsdesign, hybride Mikronetze und den Einsatz von Stromabnahmeverträgen (PPAs) für grünen Strom. Digitale Technologien unterstützen die Netzstabilität durch Lastprognosen und vorausschauende Wartung.
Breitere Betrachtung der KI-Auswirkungen
Der Einfluss von KI geht über Energiekosten hinaus und umfasst ökologische Aspekte wie den Wasserverbrauch und CO2-Emissionen sowie soziale und Governance-Themen. Für Europa stellt sich die doppelte Herausforderung, digitale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und gleichzeitig fossile Abhängigkeiten abzubauen. Es besteht Bedarf an einem souveränen Modell, das digitale Leistung und Energieautonomie vereint.
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