Steuersenkung in Japan zur Inflationsbekämpfung
Die Regierung unter Leitung von Takaichi plant, die 8-prozentige Verbrauchssteuer auf Lebensmittel temporär für zwei Jahre auszusetzen, um die Inflation zu reduzieren. Dieses Vorhaben soll insbesondere durch einen Ankündigungseffekt das Konsumverhalten der Haushalte stimulieren.
Effekte der Verbrauchssteuer-Senkung auf den Konsum
Historisch waren verbraucherorientierte Maßnahmen in Japan kaum wirksam bei der Ankurbelung des Konsums. Eine Senkung der Verbrauchssteuer wäre für die Haushalte jedoch direkt sichtbar und würde die gefühlte Steuerlast mindern. Subventionen könnten ähnliche Effekte anstoßen, doch ist deren Ankündigungseffekt weniger stark als der einer Steuerentlastung.
Wirtschaftlicher Kreislauf durch steigenden Konsum und Gewinne
In Kombination mit höheren Löhnen und steigenden Unternehmensgewinnen entsteht ein positiver Kreislauf. Erhöhter Konsum führt zu Umsatzsteigerungen bei Unternehmen, was wiederum höhere Steuereinnahmen generiert. Die Regierung muss die Märkte von der mittelfristigen Logik dieses Wachstums überzeugend darlegen.
Auswirkungen auf Haushaltspolitik und Märkte
Der Wahlsieg kann die Befürworter einer strikten Haushaltspolitik in der Regierungskoalition stärken, was Einfluss auf die Steuer- und Anleihenpolitik haben könnte. Aktuell verbinden die Märkte Takaichis Politik mit expansiver Fiskalpolitik und den Konsequenzen für japanische Staatsanleihen sowie den Yen.
Marktentwicklung und nachhaltige Fiskalpolitik
Höhere Renditen ohne entsprechendes Einkommenswachstum könnten die Investitionen hemmen und sind somit nicht nachhaltig. Gelingt es der Regierung, reale wirtschaftliche Wirkungen glaubhaft zu vermitteln, könnten sich Renditen stabilisieren, die Yen-Schwäche sich abschwächen und Aktienkurse weiter steigen.
Dies würde einen Wandel hin zu einem neuen „Takaichi-Trade“ markieren: stabile Renditen, einen stabilen Yen und wachsende Aktienmärkte.
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