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Nachhaltigkeitsentwicklung: USA fallen zurück, Indien verbessert sich deutlich

Edition AINachhaltigkeitsentwicklung: USA fallen zurück, Indien verbessert sich deutlich

Nachhaltigkeitsranking: USA rutschen ab, Indien macht Fortschritte

In der jüngsten Auswertung des firmeneigenen Länderbewertungsmodells von DPAM fällt die Position der USA unter den OECD-Ländern um fünf Plätze auf Rang 34 zurück. Im Gegensatz dazu verbessert sich Indien stetig und erreicht erstmals das dritte Quartil im Schwellenländer-Ranking.

USA: Herausforderungen in Gesundheit, Transparenz und Umwelt

Bei den USA zeigt sich im Bereich Bevölkerung, Gesundheitsversorgung und Vermögensverteilung eine Schwäche: Trotz hoher Ausgaben von 17 % des BIP für Gesundheitsversorgung verzeichnen sie eine der höchsten Säuglings- und Müttersterblichkeitsraten innerhalb der OECD. Ursache sind ineffiziente Versorgungssysteme mit fragmentierten Versicherungen und ungleichem Zugang zu medizinischer Grundversorgung. Zudem gehören die USA zu den ungleichsten Volkswirtschaften der OECD.

Die Transparenz, das Vertrauen in Institutionen sowie demokratische Regierungsführung haben sich deutlich verschlechtert. Die Pressefreiheit befindet sich auf einem historischen Tiefstand, mit zunehmender Desinformation und Einschränkungen im Medienzugang, darunter der Ausschluss großer Nachrichtenagenturen vom Pentagon. Dies wirft Fragen zur demokratischen Transparenz undfreiheit auf. Innerhalb eines Jahres verlor die USA sechs Plätze im Umweltbereich, bedingt durch den Abbau von föderalen Umweltgerechtigkeitsmaßnahmen und Stopp von Klimainitiativen, was die langfristige Entwicklung des Umweltschutzes ungewiss macht.

Im Bildungsbereich gehört die USA zu den führenden OECD-Staaten hinsichtlich Hochschulabschlüssen und Bildungsinvestitionen und ist weltweit führend in Innovation. Jedoch bestehen Herausforderungen durch Bildungsungleichheiten und Veränderungen in der Einwanderungspolitik, die internationale Studierende verunsichern und somit das Innovationsökosystem beeinträchtigen könnten.

Indien: Sozialer und nachhaltiger Fortschritt trotz Herausforderungen

Indien verzeichnet erhebliche Verbesserungen im Bereich Arbeitslosigkeit und Einkommensverteilung mit einem starken Rückgang der extremen Armut und abnehmender Ungleichheit. Dennoch bleiben informelle Beschäftigungen und regionale Disparitäten bestehen.

Im Bereich Governance zeigen sich Defizite: Trotz regelmäßiger Wahlen und aktiver Zivilgesellschaft gibt es erhebliche Mängel in Regierungsführung und Einschränkungen von Grundfreiheiten. Die Pressefreiheit ist stark eingeschränkt (Platz 159 von 180 im Weltpressefreiheitsindex 2024). Außerdem bleibt Indien mehreren internationalen Rechts- und Abrüstungsabkommen fern.

Die Energieversorgung ist weiterhin stark von Kohle (46 %) abhängig, allerdings hat Indien seine Kapazitäten für erneuerbare Energien innerhalb der letzten zehn Jahre verdreifacht.

Indien überzeugt mit nahezu universellem Zugang zur Grundschulbildung und steigenden Einschulungsraten im Sekundar- und Tertiärbereich. Trotz dieser Fortschritte bleiben Lernergebnisse und Abschlussquoten, insbesondere über die Sekundarstufe I hinaus, besorgniserregend.

DPAMs Bewertung und Investmentansatz

DPAM setzt seit 2007 ein eigens entwickeltes Nachhaltigkeitsbewertungsmodell für Länder ein, das Faktoren wie Bevölkerung, Gesundheit, Vermögensverteilung, Governance, Umwelt und Bildung analysiert. Das Modell wird halbjährlich aktualisiert und fließt in nachhaltige Investmententscheidungen ein, wobei autoritäre und unfreie Länder vom Investment ausgeschlossen sind.


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