ETF-Anleger verlagern Portfolios: Höhere Quartalszuflüsse trotz Marktunsicherheiten

Edition AIETF-Anleger verlagern Portfolios: Höhere Quartalszuflüsse trotz Marktunsicherheiten

Marktentwicklung und Anlegerverhalten im ersten Quartal 2026

Die Nettoneugeldzuflüsse (NNA) in europäische UCITS-ETFs erreichten im ersten Quartal 2026 105,8 Mrd. Euro, was eine Steigerung gegenüber 87,1 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum bedeutet. Trotz der Verlangsamung der Zuflüsse im März auf 10,6 Mrd. Euro – bedingt durch die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges zwischen den USA und Israel gegen den Iran – richteten ETF-Anleger ihre Portfolios defensiver aus und investierten verstärkt in breit angelegte Aktien- und kurzfristige Anleihestrategien.

Aktien-ETFs: Bevorzugung breiter All-Country-Strategien

Im März verzeichneten Aktien-ETFs Zuflüsse von 9,5 Mrd. Euro, was etwa einem Viertel der Zuflüsse im Februar entspricht. Dabei stand die Diversifikation im Fokus, insbesondere durch All-Country-Strategien mit Mittelzuflüssen von 6 Mrd. Euro. Europäische Industrieländer erhielten 3,7 Mrd. Euro, davon 2,1 Mrd. Euro außerhalb der Eurozone. Schwellenländer-ETFs erhielten nur geringe Zuflüsse von 29 Mio. Euro aufgrund des stärkeren US-Dollars.

Regionale Abflüsse gab es aus ETFs auf US-Aktien (-543 Mio. Euro) und entwickelte asiatische Märkte (-823 Mio. Euro), beeinflusst durch geopolitische Spannungen wie die Blockade der Straße von Hormus.

Sektoral dominierten Investments in Branchen wie Energie (+1,9 Mrd. Euro), Industrie (+1,4 Mrd. Euro) und den Verteidigungssektor mit 885 Mio. Euro Zuflüssen, während Finanzwerte signifikante Abflüsse von 3,4 Mrd. Euro verzeichneten.

Anleihe-ETFs: Defensive Umschichtung in kurzfristige und risikoarme Anlagen

Anleihe-ETFs verzeichneten im März Mittelzuflüsse von 500 Mio. Euro, deutlich reduziert gegenüber den 8,5 Mrd. Euro im Februar. Anleger reduzierten Engagements in risikoreiche Segmente wie Schwellenländeranleihen (-1,3 Mrd. Euro) und hochverzinsliche Unternehmensanleihen (-2 Mrd. Euro).

Im Fokus standen Cash-nahe Strategien mit Zuflüssen von 2,5 Mrd. Euro sowie Staatsanleihen mit extrem kurzer Laufzeit, die insgesamt 1,7 Mrd. Euro erhielten. Innerhalb der USA profitierten ultrakurzlaufende Staatsanleihen mit 1,2 Mrd. Euro, kurzfristige US-Staatsanleihen mit 389 Mio. Euro. In Europa flossen 567 Mio. Euro in ultrakurzlaufende Staatsanleihen.

Dieses Umschichten reflektiert die Erwartung, dass die US-Notenbank Zinssenkungen aussetzt, während die EZB und Bank of England Leitzinsanhebungen durchführen dürften.

ESG-ETFs zeigen Widerstandsfähigkeit

ESG-Anleihen-ETFs mit Investment-Grade-Rating verzeichneten Zuflüsse von 606 Mio. Euro trotz Gesamtabflüssen bei Investment-Grade-Anleihen. Dies deutet auf eine anhaltende strukturelle Nachfrage nach nachhaltigen Anlagen hin, unabhängig von kurzfristigen Marktdynamiken.


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