apoBank erwartet konstruktives Kapitalmarktumfeld im zweiten Halbjahr 2026

Edition AIapoBank erwartet konstruktives Kapitalmarktumfeld im zweiten Halbjahr 2026

Weltwirtschaft: Positiver Ausblick trotz Energiepreisschock

Die apoBank rechnet mit einer leichten Wachstumssteigerung der Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr 2026. Der durch den Iran-Konflikt bedingte Energiepreisschock hat zwar die Dynamik gedämpft, führt jedoch weder zu einer globalen Stagflation noch zu einer Rezession. Während die USA und China relativ hohe Resilienz zeigen, fällt das Wachstum im Euroraum und insbesondere in Deutschland aufgrund der Energieabhängigkeit aus der Golfregion schwächer aus.

Inflation: Anstieg vorübergehend

Die Inflationsraten im Euroraum und den USA haben durch gestiegene Öl- und Gaspreise zugenommen, liegen bei maximal 4,1 % in den USA und 3,4 % im Euroraum. Die apoBank erwartet keine großflächigen Zweitrundeneffekte. Ab Frühjahr 2027 ist mit einem Rückgang der Inflation und einer Annäherung an das Zwei-Prozent-Ziel bis Ende 2027 zu rechnen. Die Europäische Zentralbank wird voraussichtlich nach einer letzten Zinserhöhung im September wieder Spielraum für Zinssenkungen erhalten, während die US-Notenbank unter neuem Vorsitz bis auf Weiteres stabile Zinsen plant.

Aktienmärkte: KI und Gewinnwachstum als Treiber

Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich im ersten Halbjahr 2026 positiv, getragen von robusten Unternehmensgewinnen. Besonders der Technologiesektor mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Halbleiter zeigte Dynamik. KI-Anwendungen breiten sich zunehmend auf traditionelle Industrie- und Dienstleistungssektoren aus, was Effizienzgewinne fördert. Die apoBank gewichtet Aktien über und setzt Schwerpunkte auf Schwellenländer, USA und Japan, während Europa strukturell zurückbleibt.

Rentenmärkte: Fokus auf laufende Erträge und selektive Übergewichtung

Nach einer Phase erhöhter Zinsvolatilität stabilisierten sich die Rentenmärkte. Die apoBank stärkt Positionen bei Unternehmensanleihen mit guter Bonität, High-Yield-Anleihen und Staatsanleihen aus Schwellenländern. Europäische Kurzläufer werden ausgebaut, während japanische Staatsanleihen untergewichtet sind. US-Staatsanleihen bleiben neutral bewertet.

Rohstoffe und Währungen: Gold stabil, US-Dollar vor Trendwende

Für den Ölpreis erwartet die apoBank eine Bandbreite von 70 bis 80 US-Dollar je Barrel mit möglichen Ausbrüchen. Gold profitiert von der Nachfrage insbesondere durch Zentralbanken in Schwellenländern, die ihre US-Dollar-Abhängigkeit reduzieren wollen, weshalb Gold übergewichtet wird. Der US-Dollar dürfte mittelfristig gegenüber dem Euro abwerten; die 12-Monats-Prognose liegt bei 1,20 US-Dollar pro Euro.

Ausblick: Ausgewogene Anlagestrategie für 2026

Die Kombination aus wachstumsorientierten Aktien, selektiv eingesetzten Rentenanlagen und Gold als Stabilitätsanker bildet nach Einschätzung der apoBank eine solide Basis für stabile Erträge in anspruchsvollen Märkten. Langfristig orientierte Anleger finden gute Chancen, Erträge zu sichern und Risiken bewusst zu steuern.


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