Marktpositionierung im aktuellen Kontext
Das globale Wirtschaftswachstum bleibt trotz des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten expansiv. Kurzfristig werden weltweit steigende Inflationsdrucke beobachtet, die Herausforderungen für verschiedene Anlageklassen darstellen könnten. Gleichzeitig zeigen Unternehmensgewinne ein starkes Wachstum, getrieben durch Investitionen im Bereich Künstliche Intelligenz und eine anhaltende positive globale Konjunktur. Die US-Wirtschaftsdaten bleiben robust, gestützt durch starke Einzelhandelsumsätze und einen stabilen Arbeitsmarkt, was Befürchtungen einer Stagflation abschwächt.
Regionale Marktpräferenzen
- USA: Eine Übergewichtung bleibt aufgrund widerstandsfähiger Unternehmensgewinne und langfristiger Wachstumstrends durch technologische und gesundheitliche Innovationen bestehen. Der Energiesektor profitiert zudem von steigender Nachfrage, insbesondere durch Rechenzentren mit KI-Investitionen.
- Großbritannien: Die defensive Ausrichtung, hohe Dividendenrenditen und ein niedriges Beta machen Großbritannien attraktiv. Es bietet eine Diversifikation durch Sektoren wie Finanzwerte, Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen, Industrie und Energie und bildet somit einen Kontrapunkt zur technologieorientierten US-Wirtschaft.
- Schwellenländer: Attraktive Bewertungen und Investitionsausgaben in den USA sprechen für Aktien aus Schwellenländern. Taiwan ist als wichtiger Halbleiterlieferant innerhalb des KI-Wachstumstrends von Bedeutung. Indien wird wegen seiner starken inländischen Wachstumsdynamik positiv bewertet.
Bewertung der defensiven Anlagen
Die Zentralbanken haben den Zinserhöhungszyklus wieder aufgenommen, begünstigt durch Inflationsrisiken, die unter anderem durch den Konflikt im Nahen Osten verstärkt werden. Dies belastet verschiedene Anlageklassen, wobei Gold unter Druck gerät, während der US-Dollar an Stärke gewinnt.
- Investment-Grade- und Hochzinsanleihen: Credit Spreads sind trotz Konfliktbedingter Volatilität historisch niedrig. Bei negativen Nachrichten wird eine Ausweitung der Spreads erwartet. Wegen der engen Spreads und der Empfindlichkeit gegenüber Zinsausverkäufen bleibt das Engagement reduziert.
- Duration und Staatsanleihen: Anleiherenditen haben ein angemessenes Niveau erreicht. Die Duration bei US-Staatsanleihen wurde erhöht, unterstützt durch Long-Positionen in französischen und kanadischen Staatsanleihen.
- US-Dollar: Der restriktive geldpolitische Kurs der US-Notenbank und eine hartnäckige Inflation stützen höhere US-Zinsen und damit den US-Dollar. Eine Long-Position im US-Dollar diversifiziert Portfolios und bietet Carry-Vorteile gegenüber Währungen wie Yen, Singapur-Dollar, kanadischem Dollar und Euro.
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