Roger Rüeggs Radar: US-Dollar schwächelt – das sind die neuen Favoriten

Edition AIRoger Rüeggs Radar: US-Dollar schwächelt – das sind die neuen Favoriten

US-Dollar verliert an Dominanz

Das US-Finanzministerium hat durch Eingriffe in Anleihen- und Währungsmärkte für Volatilität gesorgt. Die Vormachtstellung des US-Dollars bröckelt, während Edelmetalle an Wert gewinnen. Insbesondere Silber zeigt gegenüber Gold ein höheres Wachstumspotenzial.

Marktüberblick und Favoriten

Die Märkte reagieren auf steigende Renditen und US-Interventionen mit erhöhter Nervosität. Der US-Dollar ist schwächer, während Edelmetalle wie Gold und Silber neue Schwellenwerte überschreiten. Die Schwellenländer bleiben wegen ihres starken Gewinnwachstums attraktiv. Auch Kanada und Australien bieten lohnende Investmentmöglichkeiten.

Wichtige Trends

  • Edelmetalle: Gold hat im August die 4.500 US-Dollar-Marke überschritten. Silber wird aufgrund des größeren Potenzials gegenüber Gold bevorzugt.
  • Währungstrends: Aufgrund der US-Eingriffe wird die US-Dollarquote in Portfolios reduziert, zugunsten von australischem Dollar und Euro.
  • Schwellenländeraktien: Nach einer Kurskorrektur sind sie mit einem KGV von 10 deutlich günstiger bewertet, bei weiterhin starkem Gewinnwachstum von 70 Prozent.
  • Kanadische Aktien: Sektoren wie Finanzwesen, Energie und Rohstoffe sind attraktiv, sodass das taktische Übergewicht erhöht wird.
  • Ausländische Anleihen: Australien ist gegenüber den USA bevorzugt, mit Renditen von 5,0 Prozent und solider Wirtschaftslage trotz Abschwächung.

Anleihenmarkt und US-Interventionen

Das US-Finanzministerium unterstützte im August den Yen gemeinsam mit der Bank of Japan und kündigte verstärkte Rückkäufe langfristiger US-Staatsanleihen an, um die Zinskurve abzuflachen. Diese Maßnahmen zeugen von Nervosität, führten zu einem drei Prozentigen Verlust des US-Dollars und fördern die Attraktivität sicherer Häfen wie Edelmetalle und Kryptowährungen.

Der Anstieg der Renditen bei US-Staatsanleihen ist kein isoliertes US-Phänomen, sondern Teil eines globalen Zinstrends. Aufgrund der deutlichen Renditeerhöhung von 30-jährigen US-Anleihen wird das Risiko reduziert und der Fokus auf australische Anleihen verschoben. Staatsanleihen bleiben wegen hoher Realrenditen attraktiv und werden weiterhin übergewichtet.

Aktienmärkte: Erholung und Chancen

Die erwartete Erholung bei Technologieaktien hat sich im August bestätigt und soll sich auch im September fortsetzen. Schwellenländeraktien werden weiterhin zugekauft. Neben Technologie werden Banken und Minenaktien als attraktiv eingeschätzt, insbesondere in Kanada, wo zu Lasten kleiner Unternehmen Positionen aufgestockt werden.

Schweizer Aktien gelten als zu teuer und defensiv und bleiben untergewichtet. Europäische Aktien sind neutral bewertet, da der starke Euro die Gewinnentwicklung belastet. Europäische Banken erscheinen nach starken Kursgewinnen überkauft und teuer.


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