Iran-Konflikt: Alpine Macro erwartet zweimonatige Dauer und geschlossene Hormuz-Straße

Edition AIIran-Konflikt: Alpine Macro erwartet zweimonatige Dauer und geschlossene Hormuz-Straße

Der bewaffnete Konflikt mit Iran wird nach Einschätzung von Alpine Macro voraussichtlich etwa zwei Monate andauern, wobei die Straße von Hormuz für die gesamte Dauer effektiv geschlossen bleiben dürfte. Die maximale Marktpanik steht demnach erst bevor – wahrscheinlich innerhalb der nächsten ein bis drei Wochen, wenn Investoren eine Eskalation und längeren Krieg einpreisen. Als wahrscheinlichstes Szenario zeichnet das Makro-Research-Haus einen informellen Waffenstillstand ab, bei dem das iranische Regime überlebt und alle Seiten den Sieg für sich beanspruchen.

Konfliktdauer: Begrenzende Faktoren auf beiden Seiten

Das Research-Update korrigiert die ursprüngliche Schätzung einer ein- bis dreiwöchigen Konfliktdauer nach oben. Die Dynamik bleibe jedoch selbstbegrenzend, da beide Seiten starke politische Anreize zur Beendigung hätten. Iran habe zwar seine Führungsspitze verloren – darunter Oberster Führer Ali Khamenei – und militärische Fähigkeiten seien degradiert, doch die Regierungsfunktionen liefen weiter. Die Ernennung von Khameneis Sohn Mojtaba, eines Hardliners, zum neuen Obersten Führer zeige die Kontinuität des Regimes.

Gleichzeitig schwächen US-amerikanische und israelische Angriffe die interne Repressionsapparatur, insbesondere die Revolutionsgarden und die Basij-Miliz. Je länger der Konflikt andauere, desto verwundbarer werde das Regime für interne Herausforderungen. Auf US-Seite seien die Zwänge noch größer: Der Krieg sei unpopulär, und mit den Midterms im Blick sowie den steigenden Kosten der Hormuz-Schließung habe die Trump-Administration starke Anreize für einen Ausweg.

Straße von Hormuz: Die entscheidende Variable für Märkte

Seit dem 2. März ist die Straße von Hormuz faktisch geschlossen, nachdem die iranischen Revolutionsgarden die Durchfahrt blockiert und jeden Versuch mit Angriffen gedroht hatten. Alpine Macro betont, dass Iran dies nicht durch eine Marineblockade, sondern durch selektive Drohnenangriffe auf wenige Tanker erreicht habe – ausreichend, um Versicherer zum Rückzug zu bewegen. VLCC-Frachtraten erreichten ein Allzeithoch von über 423.000 Dollar pro Tag. Der Irak stellt die Produktion ein, Katar hat die LNG-Produktion pausiert.

Für die Märkte ist die Dauer der Hormuz-Schließung die wichtigste Variable. Bei einer zweimonatigen Sperrung werden die inflationären und wachstumsmäßigen Auswirkungen materiell, mit Brent-Preisen wahrscheinlich über 100 Dollar, möglicherweise über 150 Dollar. Die Ankündigung der Internationalen Energieagentur, 400 Millionen Barrel Reserven freizugeben, könne die Preise nur temporär dämpfen.

Eskalationsrisiken und Szenarien

Alpine Macro identifiziert mehrere Eskalationspfade. Die Huthi-Milizen im Jemen könnten die gleiche Strategie anwenden und das Rote Meer für die Schifffahrt schließen. Eine gleichzeitige Störung beider Meerengen würde den Schock verstärken und zusätzlich etwa 5 Millionen Barrel Öl pro Tag betreffen, die normalerweise den Bab el-Mandeb passieren. Iran könnte zudem kritische Infrastruktur in den Golfstaaten angreifen, insbesondere Entsalzungsanlagen, von denen die Region abhängig ist.

Auf US-Seite wird eine begrenzte Operation zur Einnahme der Insel Kharg diskutiert, die etwa 90 Prozent der iranischen Ölexporte abwickelt. Eine solche Operation würde kurzfristig öl-bullisch wirken und Iran etwa 1,5 Millionen Barrel pro Tag vom Markt nehmen. Das wahrscheinlichste Szenario bleibt jedoch ein gegenseitiges Absetzen der Kampfhandlungen ohne formellen Waffenstillstand.

Marktimplikationen und Investmentstrategien

Die Märkte preisen die geopolitischen Risiken aggressiv um. Öl erreichte am 9. März intraday 119 Dollar pro Barrel mit massiven schwankungen. Katar hat etwa 20 Prozent des globalen LNG-Angebots vom Markt genommen, was langfristig Henry Hub Gas begünstigen könnte. Die Fed wird Zinssenkungen wahrscheinlich auf die zweite Jahreshälfte 2026 verschieben, während die EZB voraussichtlich bei 2 Prozent halten wird.

Als Hauptbegünstigte identifiziert Alpine Macro Öl- und Gasaktien, Energieproduzenten außerhalb der Konfliktregion, Rüstungsunternehmen und Schifffahrtsaktien. Gold habe zwar auf Dollar-Stärke und Gewinnmitnahmen reagiert, bleibe aber historisch der beste geopolitische Safe-Haven. Bei maximaler Panik – wahrscheinlich in den Wochen drei bis vier des Konflikts – könnten abgestrafte asiatische, GCC- und europäische Aktien Kaufgelegenheiten bieten. Diese sind seit Konfliktbeginn stark gefallen, besonders in direkt betroffenen und ölimportabhängigen Ländern.

Sollte der Krieg über zwei Monate andauern, verschiebt sich die Strategie vom Volatilitätshandel zur Absicherung gegen strukturelle wirtschaftliche Schäden. Das Research warnt, dass dieses Szenario mit niedriger Wahrscheinlichkeit, aber am stärksten unterpreist sei.

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