Elektrifizierung als stabilisierender Faktor für Schwellenländerportfolios

Edition AIElektrifizierung als stabilisierender Faktor für Schwellenländerportfolios

Elektrifizierung als Wachstumstreiber in Schwellenländern

Die Elektrifizierung einer Volkswirtschaft verbessert die Energieeffizienz und fördert den Ausbau erneuerbarer Energien. Obwohl viele Länder noch auf fossile Brennstoffe setzen, ebnet die Elektrifizierung den Weg zu kohlenstoffärmeren Energiequellen wie erneuerbaren Energien, Kernkraft und Wasserkraft und erhöht langfristig die Flexibilität des Energiesystems.

Bedeutung der Elektrifizierung für Schwellenländer

Ursprünglich schien die Elektrifizierung besser für Industrieländer geeignet, doch Schwellenländer gewinnen zunehmend an Bedeutung. Zum einen dominieren Unternehmen aus diesen Ländern die Produktion elektrischer Geräte, darunter führende Hersteller von Elektromotoren, Kabeln, Batterien und Transformatoren mit starkem Fokus auf asiatische Märkte wie China, Taiwan und Südkorea.

Zum anderen steigt der Elektrifizierungsgrad des Energieverbrauchs in Ländern wie China, Bangladesch, Vietnam, Indien, Indonesien und Mexiko deutlich schneller als erwartet. In Ländern wie Nepal und Äthiopien zeigen sich rasante Fortschritte bei Elektrofahrzeugen und der Markt wird von erschwinglichen Exporten chinesischer Hersteller geprägt.

Einfluss der Künstlichen Intelligenz auf Elektrifizierung

Der größte Motor der Elektrifizierung liegt im Bereich der Künstlichen Intelligenz, die hohe Strominfrastrukturen erfordert. Dies bringt Herausforderungen durch gesteigerten Energiebedarf, aber auch Chancen durch finanzielle Investitionskraft der Technologiebranche. Schwellenländer spielen hier eine Hauptrolle, besonders durch die Halbleiterindustrie in Südkorea und Taiwan, die wichtige Bestandteile des MSCI Emerging Markets Index bilden.

Energieversorgungssicherheit und politischer Konsens

Elektrifizierung fördert die Energieunabhängigkeit vieler Länder und verbessert die Handelsbilanz durch reduzierte Importe fossiler Brennstoffe. Diese Ziele schaffen oft einen politischen Konsens und unterstützen gleichzeitig die Dekarbonisierung.

Investmentchancen und Impact-Ansatz

Elektrifizierung eröffnet vielfältige Investitionsmöglichkeiten in Endnachfrage und Produktion elektrischer Ausrüstung. Impact-Portfolios profitieren von einem aktiven Ansatz, der ökologische Vorteile explizit bewertet. Der in diesem Bereich aufgelegte Fonds UBAM Positive Impact Emerging Equity erzielte seit Mai 2020 eine Wertentwicklung von über 150% und legt den Fokus auf Unternehmen mit positiver gesellschaftlicher und ökologischer Wirkung, nicht ausschließlich auf ESG-Ratings.

Die Identifikation attraktiver Unternehmen erfolgt mithilfe eines thematischen Ansatzes orientiert an den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) und einem eigens entwickelten Impact Score in Zusammenarbeit mit dem Cambridge Institute for Sustainable Leadership.

Ausblick

Das Ziel „35 by 35“ der bevorstehenden COP31 strebt bis 2035 eine Stromversorgung von 35% des globalen Energiebedarfs an, aktuell liegt dieser Wert bei 20%. Die Elektrifizierung bleibt damit ein langfristiger Wachstumstreiber für Schwellenländer und ihre Portfolios.


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