Das globale taktische Asset-Allocation-Modell von Alpine Macro dreht für April 2026 deutlich Richtung Risiko. Die Aktienallokation wird von 27 auf 60 Prozent angehoben, während Anleihen reduziert werden. Die Präferenzen innerhalb der Assetklassen bleiben dabei weitgehend stabil: Das Modell bevorzugt US-amerikanische und Schweizer Aktien sowie Staatsanleihen aus Japan, Großbritannien und Norwegen. Gold und Rohstoffe werden zurückgefahren.
Stagflationsrisiken durch Iran-Konflikt
Im März 2026 haben globale Risikomärkte breit verkauft. Der Auslöser: Der Krieg im Iran führte zur Schließung der Straße von Hormus, was die Ölpreise trieb und stagflationäre Risiken erhöhte. Fast alle Finanzassets litten unter der Unsicherheit. Der VIX kletterte über 30. Das GTAAI-Modellportfolio verlor 3,6 Prozent und unterperformierte ein hypothetisch ausgewogenes Portfolio um 0,9 Prozentpunkte. Eine große Goldposition belastete die Performance, obwohl das Modell korrekt untergewichtet in Aktien gegenüber Anleihen war.
US-Aktien schnitten relativ gut ab, was der Modellpositionierung half. US-Treasuries wurden untergewichtet gehalten – zu Recht, da deren Renditen weniger stiegen als europäischer Anleihen. Die Währungsabsicherung funktionierte teilweise: Der Dollar rallyte gegen fast alle Währungspaare, nur Yen und Schweizer Franken verloren 1,8 beziehungsweise 4,3 Prozent gegenüber dem Greenback.
Qualität vor Quantität bei Aktien
Die Aktienexposition bleibt hochkonzentriert. Das Modell bevorzugt Märkte mit starker Profitabilität trotz anspruchsvollen Bewertungen. Es stuft Aktien als überverkaufte Assetklasse ein. Die US-Allokation steigt auf 35 Prozent, getrieben von einem starken ROE-Indikator. Der technologie-lastige US-Markt zählt zu den profitabelsten weltweit. Das Modell interpretiert ROE als Indikator für strukturelle Faktoren wie Regulierung, Steuerpolitik und Aktienrückkäufe. Die Schweizer Allokation erhöht sich auf 23 Prozent. Schweizer Aktien profitieren von einer ROE von 19,5 Prozent – höher als in den USA.
Allerdings bestehen Belastungsfaktoren: US-Bewertungen sind 2,1 Standardabweichungen teuer, die Liquidität ist volatil, und der starke Dollar belastet US-Aktien netto. Auch Schweizer Aktien面临 einem überkauften Momentum relativ zu anderen Märkten und einem negativen Gewinnwachstumsindikator von minus 1,5 Standardabweichungen.
Anleihen mit Fokus auf Bewertungsnachläge
Im Rentenbereich bevorzugt das Modell japanische Staatsanleihen trotz einer Kürzung der Allokation um 12 Punkte auf 7 Prozent. JGBs gelten als 2,3 Standardabweichungen günstig. Die Bewertungskomponente dominiert die Entscheidung. Japanische Anleihen sind 1,6 Standardabweichungen überverkauft. Die Inflation ohne frische Lebensmittel und Energie ist seit dem letzten Sommer gesunken – bereinigt um Reispreise liegt sie seit zwei Jahren unter 2 Prozent.
Britische Gilts testen die 5-Prozent-Marke, da die Markt einen Wechsel von Zinssenkungen zu -erhöhungen einpreist. Das Modell sieht Gilts als 1,5 Standardabweichungen günstig bei 0,6 Standardabweichungen überverkauft. Die realisierte Inflation trendet niedriger, was sich bei einer Verschlechterung im Nahen Osten ändern könnte. Norwegische Anleihen werden mit 6 Prozent gehalten. Das Modell ermittelt einen Fair Value von 3,05 Prozent für 10-Jahres-Renditen bei aktuellem Niveau von 4,3 Prozent.
Implikationen für Investoren
Die Reduktion von Gold auf 13 und Rohstoffen auf 3 Prozent reflektiert nachlassendes Momentum bei Gold, wenngleich der Indikator bei 1,6 Standardabweichungen noch positiv ist. Für Rohstoffe ist das Momentum mit 2,5 Standardabweichungen bullisch, doch Fundamentaldaten wie ein starker Dollar und die schwächere Performance von Schwellenländeraktien gegenüber Industrieländern wirken entgegen.
Währungsseitig empfiehlt das Modell, den Dollar als zuverlässigen Schutz gegen Volatilität zu nutzen. Die USA sind Nettoölexporteur und sollten weniger unter höheren Energiekosten leiden. Gleichzeitig sieht das Modell Wert im Halten von Yen und Schweizer Franken als traditionelle Safe Havens für den Fall weiterer Eskalationen. Der Yen gilt nach den meisten Maßen als günstig.
Für institutionelle Investoren signalisiert die Modellumstellung eine taktische Wende: Nach dem März-Verkauf sieht der Algorithmus Aktien als überverkauft und setzt auf Qualität. Die Konzentration auf wenige Märkte mit starker Profitabilität bei gleichzeitiger Reduktion von Alternativen deutet auf eine vorsichtige Risikoaufnahme – nicht auf eine uneingeschränkte Bullenwende.









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